Dritter Test für Notstromversorgung

Technisches Hilfswerk und WEMAG üben Ernstfall in Neu Brenz

Neu Brenz/Schwerin – Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben am Sonnabend, den 14. September 2019 in Neu Brenz bei Neustadt-Glewe ihre dritte gemeinsame Übung erfolgreich absolviert. Damit konnte der 2017 in Dolgen und 2018 in Moraas durchgeführte Erfahrungsaustausch der Fachleute fortgesetzt und die Zusammenarbeit weiter gefestigt werden.

„Ich finde es sehr gut, dass das THW auch in unserer Region eine Übung durchgeführt hat. So kennen wir im Einsatzfall, zum Beispiel nach einem schweren Sturm, die Ansprechpartner und die technischen Möglichkeiten des THW. Das stärkt das Vertrauen zwischen den THW-Fachleuten und unseren Monteuren“, sagte der Leiter der Netzdienststelle Neustadt-Glewe Maik Reimann.

An der Übung haben 6 Elektrofachleute des THW aus Rostock und 4 aus Schwerin sowie 6 Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe teilgenommen. Das THW war mit zwei großen Netzersatzanlagen mit einer Leistung von jeweils 175 Kilovoltampere angerückt. Zusätzlich kam ein mobiler Kabelverteilerschrank zum Einsatz, der als Verbindungsstück zwischen der auf Zivil- und Katastrophenschutz ausgelegten Technik des THW und den Anforderungen von Netzbetreibern beziehungsweise Energieversorgern wie der WEMAG betrachtet werden kann.

„Geübt wurde die Stromeinspeisung in den Niederspannungsausgang des Ortsnetztransformators. Dieses Szenario tritt beispielsweise dann ein, wenn ein Notstrombetrieb für Ortschaften oder Anlagen der kritischen Infrastruktur nach Sturmschäden nötig wird“, erläuterte Alexander Schröder vom THW-Ortsverband Rostock.

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Während dieser Übung haben die THW-Fachleute gemeinsam mit den Monteuren der WEMAG die Netzersatzanlage an den Ortsnetztransformator angeschlossen. Nachdem sich die Netzersatzanlage der Frequenz des Versorgungsnetzes, die 50 Hertz beträgt, angeglichen hatte, konnte der Transformator ausgeschaltet werden. Ab diesem Moment wurde Neu Brenz ausschließlich durch die Notstromaggregate des THW versorgt. „Die großen Herausforderungen bildeten hierbei das Synchronisieren und die Rücksynchronisation auf die Frequenz des Stromnetzes. Beide technische Abläufe haben reibungslos funktioniert und blieben unbemerkt für die Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinde“, berichtete Alexander Schröder und verwies darauf, dass für diese Tätigkeiten neben der Ausrüstung eine fundierte Ausbildung große fachliche Routine erforderlich ist.

Die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der WEMAG Netz GmbH und dem THW begann kurz nach dem Elbehochwasser 2013. Ein Jahr später wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Energieunternehmen unterstützte das THW bei der Anschaffung des mobilen Kabelverteilerschrankes und anderer wichtiger Ausrüstung „Dadurch konnten die Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe Elektroversorgung enorm gesteigert werden“, ergänzte Alexander Schröder vom THW.

Anlage eines Feuerlöschteiches

Behren-Lübchin – Der zuständige Trink- und Abwasserzweckverband kann über das Trinkwassernetz die geforderte Löschwassermenge für die Gemeinde Behren-Lübchin (Landkreis Rostock) nicht bereitstellen. Deshalb ist es notwendig, dass in der Gemeinde im Ortsteil Friedrichshof ein Feuerlöschteich angelegt wird. Zurzeit befindet sich auf dem Grundstück eine provisorisch angelegte Vertiefung, in der das Regenwasser der Straßenentwässerung versickert.

In dem Ortsteil befinden sich acht Grundstücke, die durch den Feuerlöschteich abgesichert werden müssen. Die Gesamtkosten für das Anlegen des Löschteiches betragen 42.000 EUR. Der Landkreis Rostock beteiligt sich mit einer Zuwendung i. H. v. 10.000,00 EUR. Mit einer Kofinanzierung des Innenministeriums i.H.v. 24.000 Euro, verbleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von 8.000 Euro.

Innenminister Lorenz Caffier: „Während früher fast jedes Dorf seinen Löschwasserteich hatte, findet man sie heute nur noch selten innerhalb der Ortslagen. Der Rückgang hat viele Gründe wie z.B. die veränderten Anforderungen an die Menge des Löschwassers oder die alternativen Möglichkeiten, Löschwasser für den ersten Angriff in modernen Fahrzeugen bereits mitzuführen. Aber es darf nicht passieren, dass die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrückt und es ist nicht ausreichend Löschwasser da.“

Der Bewilligungsbescheid wurde der Gemeinde Behren-Lübchin übersandt.

Neues Löschfahrzeug für Strasburg

Strasburg – Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Strasburg (Uckermark) haben heute ihr neues Löschfahrzeug offiziell in Empfang genommen. Das alte Fahrzeug aus DDR-Zeiten darf endlich in den Ruhestand. Land, Landkreis und Stadt hatten zu je einem Drittel die Anschaffungskosten übernommen. In seinem Grußwort brachte Innenminister Lorenz Caffier in Strasburg seinen großen Respekt für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute zum Ausdruck und machte deutlich, wie wichtig eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr ist.

„So wie ein Arzt seine medizinischen Instrumente braucht, kann die Feuerwehr ohne eine gute Ausrüstung nicht helfen“, so Caffier. Er bedankte sich ausdrücklich für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. „Jenen Frauen und Männern, die sich für die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich einsetzen, die für unsere Sicherheit sorgen, die uns immer hilfsbereit zur Seite stehen und die die Gemeinschaft vor Ort in den Gemeinden zusammenhalten, zolle ich großen Respekt. Ich wünsche ihnen, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.“

Das Innenministerium hatte die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges mit 3000 Liter Wassertank (kurz TLF 3000) für die Freiwillige Feuerwehr Strasburg mit rund 112.000 Euro Sonderbedarfszuweisung unterstützt. Die Freiwillige Feuerwehr Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist als Schwerpunktfeuerwehr eingestuft und nimmt Aufgaben im Gemeindegebiet, aber auch darüber hinaus wahr. Besondere Einsatzschwerpunkte sind u.a. die BAB 20, die Bundesstraße B 104 mit der Freigabe für Gefahrguttransporte, mehrere Landes- und Kreisstraßen, die Bahnlinie Stettin-Lübeck sowie diverse öffentliche Einrichtungen, große Waldflächen und zwei Biogasanlagen.

Dank an die Freiwilligen Feuerwehren

Wulkenzin – Ein großes Dankeschön richtete Innenminister Lorenz Caffier heute in Wulkenzin an die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

„Die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner opfern für Ausbildung, Übungen und Einsätze ihre Freizeit. Sie übernehmen freiwillig Aufgaben, die auch Gefahren in sich bergen und manchen schlimmen Anblick mit sich bringen“, sagte der Minister. „Dazu bereit zu sein, das verdient Dank und Anerkennung, auch an die Arbeitgeber und vor allem die Familien.“

Auf der Dankesveranstaltung des Kreisfeuerwehrverbandes und des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erinnerte Minister Caffier an zahlreiche Einsätze im Landkreis. So konnte erst vor kurzem Schlimmeres in Sadelkow verhindert werden, als die Brandwalze vom Feld nur mit viel Kraft und Mühe direkt vor einem Wohnhaus aufgehalten werden konnte. Oder der Brand von Feld- und Waldflächen zwischen Penkow und Malchow, wo der starke Wind das Feuer rasend schnell 200 Meter in den Wald hineingetrieben hatte. Nicht zu vergessen der schlimme Absturz der beiden Eurofighter-Jets nahe Nossentin.

„Gerade hier hat sich gezeigt, dass Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr und alle anderen Einsatzkräfte hervorragend zusammenarbeiten. Und für die Bürgerinnen und Bürger zeigen diese Ereignisse: „Auf die Feuerwehr ist jederzeit Verlass!“, betonte Caffier. „Bei Einsatzlagen wie den beispielhaft genannten zeigt sich die eindrucksvolle Leistungsbereitschaft unserer ehrenamtlichen Kräfte.“

Das Innenministerium hat die Veranstaltung zur Auswertung des vergangenen Einsatzgeschehens finanziell unterstützt.

Feuerwehrtechnische Zentrale Ludwigslust-Parchim

Lübtheen – Im Rahmen der Dankesfeier für die Einsatzkräfte beim Waldbrand bei Lübtheen hat Innenminister Lorenz Caffier heute eine gute Botschaft für den Landkreis Ludwigslust-Parchim mitgebracht. 310.000 Euro stellt das Innenministerium für die Neustrukturierung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung.

„Es ist wichtig, dass diese Service-Einrichtung für die Feuerwehren dem Bedarf und den Wünschen unserer Ehrenamtler angepasst wird. Oben auf der Wunschliste standen unter anderem mehr Tauschräume für Material, Leihgeräte und Materialnachschub bei Einsätzen.“

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist zuständig für den Betrieb einer Feuerwehrtechnischen Zentrale. Dort werden feuerwehrtechnische Geräte der gemeindlichen Feuerwehren geprüft, gewartet und instandgehalten. Darüber hinaus dienen die derzeit zwei Standorte der FTZ im Landkreis als „Material- und Tauschlager“ für Einsatzgerätschaften und Einsatzmittel.

Geplant ist nunmehr, weitere Tauschräume einzurichten und ein Tauschverbundsystem über den gesamten Landkreis aufzubauen. Denn durch die Größe des Landkreises kommt es, auch bei zwei Standorten, immer noch zu erheblichen Fahrzeiten für die Einsatzkräfte, wenn verbrauchtes Material und Geräte nach Einsätzen ausgetauscht oder ergänzt werden müssen. Deshalb sollen nun drei weitere, dezentrale Tauschräume hergerichtet und ausgestattet werden. Diese Tauschräume können dann von den Feuerwehren in kürzerer Zeit erreicht werden.

Neben der Errichtung der eigentlichen Tauschräume ist die Einführung eines einheitlichen Tauschverbundsystems für Einsatzgeräte im Landkreis vorgesehen und unumgänglich, um so eine Sortenreinheit der Technik, insbesondere der Atemschutztechnik im gesamten Landkreis zu gewährleisten.

Rettungsdienstgesetzes M-V diskutiert

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist am 04. September der Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Rettungsdienstgesetzes Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. Im Novellierungsverfahren zum Rettungsdienstgesetz Mecklenburg-Vorpommern vom 09. Februar 2015 gab es einen breiten Konsens, die öffentlich-rechtlichen Verträge zur Leistungserbringung in der Notfallrettung auf zehn Jahre festzusetzen.

„Mit dieser Regelung wird einerseits dem Wettbewerbsgedanken Rechnung getragen und andererseits sind die berechtigten Interessen der Leistungserbringer, Sicherheit bei investiven Planungen zu haben, berücksichtigt. Die haupt- und ehrenamtlichen Strukturen in unserem Land werden insbesondere von den anerkannten Hilfsorganisationen mitgetragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament im Katastrophenschutz und im Rettungsdienst“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

In seiner Entscheidung vom 21. März 2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigt, dass bei der Vergabe von Rettungsdienstleistungen in der Notfallrettung und dem qualifizierten Krankentransport in einer Notfallsituation die sogenannte Bereichsausnahme anwendbar ist.

„Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung sind die Träger grundsätzlich frei in ihrer Entscheidung, ob sie rettungsdienstliche Leistungen selbst erbringen oder durch öffentlich-rechtliche Verträge auf anerkannte Hilfsorganisationen oder andere Leistungserbringer übertragen möchten“, so Glawe weiter.

Das Urteil bestätigt die Rechtsauffassung des Landes, dass bei der Vergabe von Rettungsdienstleistungen in der Notfallrettung und dem qualifizierten Krankentransport in einer Notfallsituation die Bereichsausnahme anwendbar ist.

„Damit können die Landkreise und kreisfreien Städte rettungsdienstliche Leistungen weiterhin unter bestimmten Bedingungen ohne europaweite Ausschreibung an gemeinnützige Hilfsorganisationen vergeben. Ob die Gemeinnützigkeit gegeben ist, ist im Einzelfall zu prüfen. Somit kann das ehrenamtlich getragene und bewährte Hilfeleistungssystem mit der Bereichsausnahme effektiv vor rein gewinnorientierten Unternehmen geschützt werden. Denn vielerorts stellen die anerkannten Hilfsorganisationen den öffentlichen Rettungsdienst und gleichzeitig auch einen großen Teil des Katastrophenschutzes“, so Glawe weiter.

„Die Befristung der öffentlich-rechtlichen Verträge auf 10 Jahre hat sich in der Vergangenheit bewährt“, so Glawe. Einer weiteren Umsetzung des EuGH-Urteils durch die Landesregierung bedarf es nicht. Mit § 7 Absatz 4 Satz 2 Rettungsdienstgesetz Mecklenburg-Vorpommern können bei der Auswahlentscheidung Bewerber, die als Leistungserbringer im Katastrophenschutz mitwirken, vorrangig berücksichtigt werden. „Damit ist sichergestellt, dass die vom EuGH geforderten Voraussetzungen an die Eröffnung der Bereichsausnahme erfüllt sind. Die verwaltungsseitige Umsetzung obliegt den Landkreisen und kreisfreien Städten als Träger des Rettungsdienstes vor Ort“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Nach wie vor erscheint es berechtigt, dass die Landkreise und kreisfreien Städte als Träger des Rettungsdienstes in gewissen Zeiträumen überprüfen, ob die Strukturen und Leistungserbringer im Rettungsdienst noch den Anforderungen entsprechen. „Zehn Jahre sind ein dafür angemessener Zeitraum.“

Die Errichtung einer trägerübergreifenden Stelle für die Qualitätssicherung im Rettungsdienst beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen wird abgelehnt.

„Eine Qualitätsmanagement-Stelle außerhalb des Rettungsdienstes macht im Übrigen keinen Sinn. Die Träger Rettungsdienst kennen die Abläufe in ihrem Rettungsdienstbereich und können am besten Verfahren bei Bedarf anpassen und optimieren“, erläuterte Glawe abschließend.

Die Landesregierung hat mit der Rettungsdienstplanverordnung Mecklenburg-Vorpommern (§ 3) die Forderung in § 8 Absatz 2 Nr. 9 Rettungsdienstgesetz M-V umgesetzt, entsprechende Qualitätsvorgaben zu schaffen.

„Die Träger Rettungsdienst sind gegenwärtig dabei, ein Qualitätsmanagement aufzubauen. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber erste notwendige Schritte sind gemacht, indem Personal eingestellt wurde, das diese Aufgabe umsetzen wird. Mit der Unterstützung des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sicherstellt, dass landeseinheitliche Strukturen geschaffen werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Dies erfolgt entsprechend der Vorgabe in § 3 Rettungsdienstplanverordnung Mecklenburg-Vorpommern.

Neuer Schulleiter an der Landesfeuerwehrschule

Malchow – Die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz M-V in Malchow hat mit Wirkung vom 1. September 2019 einen neuen Schulleiter. Herr Branddirektor Ulrich Hackenberg wurde von der Landeshauptstadt Kiel in den Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern versetzt. Innenminister Lorenz Caffier hat heute Herrn Hackenberg offiziell mit der neuen Aufgabe betraut und ihm das Amt eines Branddirektors übertragen.

„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Hackenberg einen im Dienste der Feuerwehr erfahrenen und engagierten Mann gewinnen konnten“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Motivation und Qualifikation sind die beste Voraussetzung dafür, die Ausbildung- und Fortbildung für die überwiegend ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute zu verbessern. Dies schließt zuallererst konzeptionelle Planungen und ein anspruchsvolles Lehrangebot ein.“

Herr Hackenberg, 1958 in Recklinghausen geboren, hat fast 25 Jahre in der Amtsleitung bei der Berufsfeuerwehr in Kiel gearbeitet.

Die Führungsaufgaben an der Landesschule werden zukünftig von zwei, statt bisher von einem Beamten des höheren Feuerwehrdienstes wahrgenommen. Der stellvertretende Schulleiter, Brandoberrat Johannes Schuldt, übernimmt die Leitung des Bereiches „Lehre“. Die große Bedeutung des Brand- und Katastrophenschutzes ist in diesem Jahr wohl jedem, nicht zuletzt durch die Waldbrandbekämpfung auf munitionsbelasteten Flächen, klar geworden. „Wir brauchen geländegängige Spezialfahrzeuge für den Waldbrandschutz, die das Land zentral beschaffen wird und wir brauchen in vielen Kommunen auch neue Löschfahrzeuge. Auch hier arbeiten wir gemeinsam mit den Feuerwehren an einer zentralen Beschaffung durch das Land. Gerade erst in der letzten Woche haben sich einige Herstellerfirmen hier mit ihrer Technik vorgestellt“, sagte Minister Caffier.

Neben der technischen Ausstattung der Feuerwehren ist aber auch die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrfrauen und –männer wichtig. Die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz ist die zentrale Einrichtung zur Aus- und Fortbildung von Führungskräften und Spezialisten der Feuerwehren und im Katastrophenschutz in M-V. Für das kommende Jahr werden insgesamt 2.200 Lehrgangsplätze angeboten. Zum Vergleich, im Jahr 2018 waren es noch 1.444 Teilnehmer. Die Steigerung ist den organisatorischen Maßnahmen zu verdanken. Dazu gehört auch die personelle Verstärkung der Schule in allen Bereichen.

Neues Feuerwehrfahrzeug für Sukow

Sukow – Innenminister Lorenz Caffier hat heute an den Bürgermeister der Gemeinde Sukow im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Herrn Horst-Dieter Keding einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro für ein neues Löschfahrzeug (Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W) übergeben. Die Neuanschaffung soll rund 200.000 EUR kosten. Neben dem Land beteiligt sich auch der Landkreis mit 50.000 Euro an der Finanzierung.

Durch die Ersatzbeschaffung aufgrund technischer Mängel, soll ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Baujahr 1998 ersetzt werden. Die Freiwillige Feuerwehr (FFw) Sukow übernimmt Aufgaben des örtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Gemeindegebiet. Die Gemeinde umfasst zwei Ortsteile mit nur einem Feuerwehrstandort.

In ihrem Ausrückbereich befindet sich die Bahnlinie Schwerin – Parchim. Als Gefahrenschwerpunkte sind landwirtschaftliche Betriebe mit Biogasanlagen, Gasleitung NORDAL, handwerkliche Betriebe sowie Wald- und Wiesenflächen zu benennen. Überörtlich wird die FFw Sukow zudem bei Einsätzen zum Messen von eventuell austretenden Gasen im südlichen Amtsbereich und bei Brandmeldungen in den Gemeinden Plate, Tramm und Banzkow alarmiert.

Mit derzeit 34 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist die Freiwillige Feuerwehr Sukow gut aufgestellt und kann die Tageseinsatzbereitschaft vollständig gewährleisten.

„Die Angehörigen der Feuerwehren können Menschen oft nur unter großer Gefahr für das eigene Leben retten. Die Bereitstellung moderner Einsatzmittel ist deshalb auch kein technischer Selbstzweck, sondern dient dem Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte gleichermaßen. Die Aussonderung veralteter Technik und ein Fuhrpark, der den örtlichen Verhältnissen und Einsatzschwerpunkten angepasst ist, ist in einer Gemeinde oder Stadt genauso wichtig wie das Ehrenamt“, sagte Innenminister Lorenz Caffier.

31 neue Justizvollzugsanwärter vereidigt

Güstrow – 31 Anwärterinnen und Anwärter haben ihre Urkunden als Beamte auf Widerruf erhalten. Justizministerin Hoffmeister überreichte die Urkunden an der Fachhochschule Güstrow, an der auch die zweijährige Ausbildung absolviert wird. „Aus fast 400 Bewerbern setzten sich 31 durch. So können wir dieses Jahr mehr als doppelt so viele Anwärter ausbilden wie in den Jahren zuvor. Im nächsten Jahr steigt die Zahl auf bis zu 100 Justizvollzugsanwärterinnen und -anwärter.“

„Es ist ein Beruf, in dem rund um die Uhr ein unverzichtbarer Beitrag für die Entwicklung und Resozialisierung Einzelner und damit zur Sicherheit unserer Bevölkerung geleistet wird. Der Dienst in den Justizvollzugsanstalten wird für die Anwärterinnen und Anwärter anders als ihr Leben zuvor. Bei fast allen erscheint der Schritt als große Veränderung. Im Frisörgeschäft oder im Kosmetiksalon vermutet niemand, dass hier eine potenzielle Vollzugsbedienstete arbeitet. Vereidigt wurden auch frühere Soldaten, Anlagemechaniker, Metallbauer, Medizinische Fachangestellte, ein Gerber, ein Koch, ein Steuerfachangestellter, Fachkräfte für Schutz und Sicherheit, eine Erzieherin, ein Hotelfachmann, ein Kommunikationstechniker oder auch eine Sport und Fitnesskauffrau.

Ebenso ein BWL-Student sowie Büro- und Kurierfachkräfte. Mit dem breiten Spektrum an Ausbildungen könnte eine kleine Gemeinde gemanagt werden. Darum geht es uns. Wir suchen bewusst Anwärter, die älter als 21 sind und am besten Berufserfahrung haben. Fähigkeiten, die sie innerhalb des Vollzugs einsetzen können. Das macht den Vollzugsalltag lebensnah“, so die Justizministerin. Sie gab den 31 Anwärterinnen und Anwärter auch mit: „Sie haben eine Schlüsselposition. Sie haben den Schlüssel zur Sicherheit. Was aber noch viel wichtiger ist: Sie haben den Schlüssel zur Zukunft der Gefangenen. Sie helfen ihnen zum Weg zurück auf die richtige Bahn.“

Polizeinachwuchskräfte erhalten Diplome

Güstrow – Engagierte und bildungswillige Polizistinnen und Polizisten haben in der Landespolizei gute Chancen für einen beruflichen Aufstieg. Diese Möglichkeit haben 18 Kolleginnen und Kollegen genutzt, die heute von Innenminister Lorenz Caffier ihre Diplome erhielten. Sie alle hatten bereits ihren Beruf von der Pike auf gelernt, eine Aufstiegsausbildung absolviert und praktische Erfahrungen in verschiedenen Dienststellen der Schutz-, Kriminal-oder Bereitschaftspolizei gesammelt.

Am heutigen Tag liegen nun anstrengende Prüfungen nach einem sechsmonatigen Aufbaustudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow hinter ihnen. Mit dem akademischen Grad „Diplom-Verwaltungswirt/in Polizei (FH)“ steht den Absolventinnen und Absolventen nun der Weg in Spitzenämter der Landespolizei offen. Gleichzeitig haben sie die Voraussetzung erworben sich für den Masterstudiengang der Polizei bewerben.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die Anforderungen an die Führungskräfte in der Polizei sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Gerade deshalb brauchen wir motivierte und im Leben stehende Beamtinnen und Beamte, die dazu beitragen werden, dass sich die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern weiterentwickelt. Diese 18 Diplomanden sind der beste Beweis dafür, dass die Zukunft der Polizei in der Entwicklung liegt. Das gilt für die Gesamtorganisation ebenso wie für jeden einzelnen Beamten.“

Landespolizei erhält 13 neue Transporter

Schwerin – Neue Ausstattung für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern: Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Europa MV, hat heute im Polizeizentrum Schwerin 13 neue Funkstreifenwagen an die Beamtinnen und Beamten übergeben.

„Neue Fahrzeuge mit moderner Technik sind für die erfolgreiche Arbeit einer zukunftsfähigen Polizei essenziell“, sagte Minister Lorenz Caffier bei der Übergabe: „Die neuen Wagen werden dabei helfen, noch mehr Sicherheit in unserem Land zu gewährleisten. Zudem schaffen wir eine zeitgemäße Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Die Transporter vom Typ Mercedes-Benz Vito sind wie alle neuen Fahrzeuge im Streifendienst mit der signalgelben Folierung im VESBA-Design ausgestattet, die durch Reflektion für eine deutlich bessere Sichtbarkeit bei Tag und Nacht sorgt. „Ich wünsche den Beamtinnen und Beamten mit ihren neuen Streifenwagen immer eine gute Fahrt und hoffe, sie kommen aus all ihren Einsätzen unbeschadet zurück nach Hause“, so Caffier abschließend.

Die neuen Fahrzeuge gehen an die Polizeiinspektionen Anklam, Stralsund, Güstrow, Wismar und Rostock sowie an die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes M-V.

Führungswechsel

Rostock – Gleich zwei neue Führungskräfte der Polizei wurden von Innenminister Lorenz Caffier heute in Rostock feierlich in ihr Amt eingeführt. Polizeidirektor Achim Segebarth, der bereits seit dem 01.08.2019 in der Hansestadt ist, übernimmt jetzt auch offiziell das Amt des Leiters der Polizeiinspektion Rostock. Mit Kriminaldirektor Heiko Tesch gibt es ebenso einen Wechsel an der Spitze der Kriminalpolizeiinspektion Rostock.

Innenminister Caffier: „Ich bin überzeugt davon, dass Achim Segebarth und Heiko Tesch die Inspektionen hervorragend leiten werden. Hier stehen heute zwei Polizisten, die mit beiden Beinen im Beruf stehen und bereits in der Vergangenheit ihre Kompetenz und ihre Führungsstärke unter Beweis gestellt haben. Nun werden sie, da bin ich mir ganz sicher, auch die Herausforderungen in der größten und auch einsatzintensivsten Stadt unseres Landes mit Bravour meistern!“

Vita Achim Segebarth

Herr Segebarth konnte in der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bereits viele Erfahrungen sammeln. Nachdem er 1995 nach erfolgreicher Ausbildung zum Polizeimeister ernannt wurde, war er zunächst Einsatzbeamter in einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei und anschließend wechselte er zur Polizei Stralsund. Im Jahr 2001 vollzog Herr Segebarth nach einem zweijährigen Studium an der Fachhochschule in Güstrow den Laufbahnwechsel in den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Nachdem Segebarth dann zunächst seinen Dienst in der damaligen Polizeidirektion Stralsund in verschiedenen Verwendungen versah, absolvierte er von 2005 bis 2007 erfolgreich die Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst. Nach mehreren Führungsfunktionen in den Polizeidirektionen Anklam und Rostock übernahm er im Jahr 2012 die Leitung des Kriminalkommissariats in Rostock. Seit 2015 war Herr Segebarth Dezernatsleiter im Polizeipräsidium Rostock. Der 45-Jährige ist in Rostock geboren, verheiratet und Vater einer Tochter.

Vita Heiko Tesch

Der neue Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, Kriminaldirektor Heiko Tesch, kann auf einen ähnlichen Werdegang wie Achim Segebarth zurückblicken.

Auch er begann seine Ausbildung zunächst zum Polizeimeister und vollzog 1996, nach einem zweijährigen Studium an der Fachhochschule in Güstrow, den Laufbahnwechsel in den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Nach verschiedenen Führungsaufgaben im Landeskriminalamt M-V absolvierte er von 2005 bis 2007, gemeinsam mit Achim Segebarth, erfolgreich die Ausbildung in den höheren Polizeivollzugsdienst.

Von 2012 -2015 war Herr Tesch Leiter der Führungsgruppe in Wismar Es folgten ein erfolgreicher Abschluss des Masterstudiengangs und ein Abschluss an der FBI National Academy Quantico/Virginia (USA). Ende 2015 wechselte er wieder in eine Führungsfunktion ins LKA. Der 46-jährige Kriminaldirektor ist in Schwerin geboren, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Polizeigebäude in Sanitz

Sanitz – Bereits seit Juni laufen die Erdarbeiten für das neue Dienstgebäude der Polizei und Kriminalpolizei in Sanitz. Heute nun konnte Finanzminister Reinhard Meyer im Beisein von Innenminister Lorenz Caffier den Grundstein für den Neubau legen – nach einer Planungszeit von weniger als 10 Monaten.

In Sanitz kam eine sogenannte Musterplanung zum Einsatz, mit der sowohl Planungszeit als auch Planungskosten reduziert werden konnten. Es war das zweite Mal, dass der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften auf dieses Instrument zurückgriff. Das erste Mal ist die Musterplanung für den Polizeibau in Heringsdorf genutzt worden. Das Dienstgebäude in Sanitz ist eine sehr ähnliche Kopie, das ebenfalls gemäß den Kriterien des Nachhaltigen Bauens errichtet wird.

Finanzminister Reinhard Meyer: „Auf diese Weise bauen wir effizient, schnell und umweltschonend. Gleichzeitig bekommt die Polizei hier in Sanitz ein Dienstgebäude auf dem neuesten Stand der Technik. So geht modernes Bauen.“

Nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren soll das Gebäude Anfang 2021 fertiggestellt werden. Die Baukosten betragen rund 6,1 Mio. Euro.

Tanklöschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Rehna

Rehna – Bei der Übergabe einer Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 110.000 Euro für die Ersatzbeschaffung eines weiteren Tanklöschfahrzeuges TLF 4000 an den Bürgermeister der Stadt Rehna, Herrn Hans Jochen Oldenburg, dankte Minister Lorenz Caffier den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihre große Einsatzbereitschaft.

„Die Feuerwehr muss in Notfällen oder bei Gefahren schnell einsatzbereit sein und Hilfe leisten, sei es beim Löschen von Bränden oder Retten von Menschen aus Gefahrensituationen. Im Ernstfall kommt es darauf an, mit möglichst vielen Einsatzkräften und moderner Technik schnell am Ort des Geschehens zu sein. Deshalb investiert das Land in eine moderne Ausstattung der Feuerwehren“, sagte Innenminister Lorenz Caffier.

Die Stadt Rehna nimmt auf Grundlage einer bestehenden Verwaltungsvereinbarung an einem Projekt der Gemeinden Klütz, Bad Kleinen sowie Hohenkirchen teil, dessen Ziel die gemeinsame Beschaffung von vier baugleichen Tanklöschfahrzeugen TLF 4000 ist. Im Ergebnis des Projektes sollen die hohen Kosten für die Beschaffung von Feuerwehreinsatzfahrzeugen möglichst reduziert, der Verwaltungsaufwand insgesamt verringert und eine normgerechte Typengleichheit gewährleistet werden.

Das jetzige Einsatzfahrzeug TLF 16/25 wurde im Jahr 1987 in den Dienst der Berliner Feuerwehr gestellt und im Jahr 2005 generalüberholt von der Stadt Rehna erworben. Es ist jetzt 32 Jahre im Einsatzdienst und entspricht mittlerweile nicht mehr dem Stand der Technik und Sicherheitssysteme.

Neue Räumlichkeiten für Polizei

Greifswald – Mit der Sanierung des Polizeihauptreviers in Greifswald, dessen Richtfest heute gefeiert wird, werden die rund 130 Mitarbeiter von Schutz- und Kriminalpolizei deutlich bessere Arbeitsbedingungen haben. Insgesamt sind 2.251 Quadratmeter Nutzfläche bei Baukosten von rund 9,5 Mio. Euro geplant.

„Diese neue Dienststelle wird ein weiteres Symbol für unsere moderne Landespolizei sein“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Ich freue mich für die Beamtinnen und Beamten, dass sie künftig optimale Arbeitsbedingungen haben werden. Unsere Polizistinnen und Polizisten sind rund um die Uhr kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit geht. Und gerade in einer Region, die im hohen Maße vom Tourismus lebt, ist die innere Sicherheit ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor“, so Caffier in seinem Grußwort.

Das Land wird auch in den nächsten Jahren weiter in moderne Arbeitsbedingungen für die Polizei investieren. So sind bereits rund 29,0 Mio. Euro für weitere Baumaßnahmen im kommenden Doppelhaushalt eingeplant.