Besuch der Caravan Messe

Meyer: Messe ist ein Schaufenster für die gesamte Campingbranche – moderne, umweltbewusste Anlagen sind ein Anreiz, zusätzlich Urlauber ins Land zu holen

Düsseldorf – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat am Montag die Messe „Caravan Salon“ in Düsseldorf besucht.

„Die Messe ist ein Schaufenster für die gesamte Campingbranche, insbesondere für Wohnmobile und Wohnwagen. Das Interesse an Caravan ist groß. Vor allem neue Zielgruppen werden erschlossen. Die Gäste haben die Vorteile einer großen Mobilität mit Wohnmobilen auch in Pandemiezeiten schätzen gelernt. Die Nachfrage ist gut. Camping liegt im Trend. Im vergangenen Jahr erfolgte jede fünfte bis sechste Übernachtung auf einem Campingplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Montag. Bis zum 4. September präsentieren in Düsseldorf 736 Aussteller aus 34 Ländern ihre Neuheiten.

Auf einem Gemeinschaftsstand präsentieren sich im Rahmen der Messe der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland/Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD MV), der Campingplatz Drewoldke/Dat Strandkörb und die Haveltourist GmbH & Co. KG. Auf einem weiteren Stand sind die Wellness-Camps Düne 6 und die Naturcamp Pruchten GmbH vor Ort. Darüber hinaus ist auch die Campmobil Schwerin GbR auf der Messe vertreten.

„Moderne, umweltbewusste Anlagen sind ein Anreiz, zusätzlich Urlauber ins Land zu holen. Hohe Qualitäts- und Umweltstandards werten den Campingtourismus im Land auf vielen Plätzen auf. Die Ansprüche der Campinggäste wachsen. Gefragt sind gut ausgebaute Plätze mit einem vielfältigen Serviceangebot und hervorragender Ausstattung“, so Meyer weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand August 2022) 216 Campingplätze mit insgesamt rund 28.000 Stellplätzen sowie 111.308 Schlafgelegenheiten (1 Stellplatz = 4 Schlafgelegenheiten). Auf den Campingplätzen in MV erfolgten im Zeitraum Januar bis Mai 2022 insgesamt 193.869 Ankünfte und 744.240 Übernachtungen, davon 4.760 Ankünfte bzw. 12.020 Übernachtungen durch Gäste mit ständigem Wohnsitz außerhalb Deutschlands. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug nach Angaben des Statistischen Amtes 3,8 Tage.

„Im bundesweiten Vergleich erfolgten im Gesamtjahr 2021 in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 4,8 Millionen die drittmeisten Übernachtungen auf Campingplätzen. Das spricht auch für die hohe Qualität und die hohen Standards bei uns im Land“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer abschließend. Spitzenreiter ist Bayern mit rund 6,1 Millionen Übernachtungen, dicht gefolgt von Schleswig-Holstein mit rund 5,3 Millionen Übernachtungen.

Bilanz Österreichreise

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat im Ergebnis der dreitägigen Delegationsreise nach Österreich eine positive Bilanz gezogen.

„Von den Erfahrungen im Tourismus in Niederösterreich und Tirol können wir viel lernen. Es sind zukunftsfähige Strukturen im Aufbau, größtenteils bereits auf den Weg gebracht und etabliert worden. Der Tourismus funktioniert vielerorts. Das liegt vor allem am Miteinander von Touristikern, Wirtschaft und Einwohnern. Vieles wird in ganzheitlichen Strukturen gedacht und gemeinsam umgesetzt.

Von den Erfahrungen vor Ort kann unser Bundesland eine Menge lernen, um die touristische Entwicklung voranzubringen. Wir wollen auch bei uns im Land eine Tourismusakademie aufbauen, um qualifizierte Fachkräfte für den heimischen Bedarf zu sichern . Darüber hinaus wollen wir die Etablierung einer Dachmarke im Rahmen einer Zukunftsagentur vorantreiben  “, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Delegation hat sich in Innsbruck (Tirol) über gesetzliche Regelungen der finanziellen Ausgestaltung im Tourismus informiert. „Vieles wird über eine gästebezogene Abgabe finanziert. Darüber hinaus beteiligt sich jedes Unternehmen finanziell an der Ausgestaltung des Tourismus. Die eingenommenen Gelder werden wiederum zielgerichtet touristisch eingesetzt, wovon wiederum im Ergebnis auch Gäste und Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Der Wirtschaft wird eine größere Beteiligung und Mitarbeit an der Ausgestaltung des Tourismus ermöglicht. Das entwickelte System und die Rahmenbedingungen dafür haben sich in Tirol und auch in Niederösterreich etabliert. Wenn wir eine verlässliche, auskömmliche und gesicherte Finanzierung in den Regionen von Mecklenburg-Vorpommern wollen, ist auch eine Beteiligung der Wirtschaft notwendig. Wir stehen hier noch am Anfang eines Prozesses. Unser Land braucht für die konkrete Umsetzung der Strukturen ein Tourismusgesetz. Das werden wir bei uns im Land weiter vorantreiben“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Meyer abschließend.

Eine zwölfköpfige Delegation unter Leitung von Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit ist in Begleitung des Tourismusbeauftragten Tobias Woitendorf vom 24. bis 26. August nach Österreich gereist. Im Mittelpunkt stand der fachliche Austausch mit dem Nachbarland, um die Tourismusentwicklung weiter voranzubringen.

Entwarnung für kleines Haff nach Fischsterben

Schwerin – Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt hebt die am 12.08.2022 vorsorglich für das Kleine Haff ausgesprochenen Empfehlungen, auf das Angeln und Fischen im Kleinen Haff zu verzichten, auf die Nutzung von Wasser aus dem Kleinen Haff (z.B. für Bewässerung, Viehtränke, Kontakt durch Nutz- und Haustiere) sowie auf die Wasserentnahme und Verwendung für menschliche Nutzungen zu verzichten oder diese weitestgehend einzuschränken, auf.

Das erklärt der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus: „Im Ergebnis der bisherigen Untersuchungen der Umwelt- und Veterinärbehörden des Landes im Kleinen Haff und auch der brandenburgischen Behörden für die Oder wurden keine auffälligen Konzentrationen von Schadstoffen, die für das Fischsterben ursächlich sein können, gefunden.

Im Kleinen Haff sind auch keine toten oder mit Schadstoffen belasteten Fische gefunden worden“, sagt Minister Backhaus und fährt fort: „Die in der Oder massenhaft nachgewiesene toxische Algenart (Prymnesium parvum) weist im Kleinen Haff nur sehr geringe Konzentrationen auf, die aktuell nicht auf eine Massenvermehrung (Algenblüte) dieser Algen hinweisen. Damit ist das Vorkommen als ungefährlich einzustufen. Dennoch bleiben wir wachsam. Das Kleine Haff wird weiterhin regelmäßig beobachtet und beprobt. Bei veränderten Befunden wird die Gefährdungssituation erneut beurteilt“, so Backhaus abschließend.

Die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, Stefanie Drese, ergänzt: „Wir sind froh, dass die vorsorgliche Badewarnung auf Grundlage der Erkenntnisse aus den Probenauswertungen des Umweltministeriums aufgehoben werden kann. Die Auswirkungen des Fischsterbens stellen demnach in der Region derzeit kein Gesundheitsrisiko für Badegäste dar. Unabhängig davon finden sich aktuelle Informationen zur Badewasserqualität im Stettiner Haff und ganz Mecklenburg-Vorpommern in der Badewasserkarte des Gesundheitsministeriums.“

Positiv wird die Meldung auch vom Tourismusbeauftragten des Landes, Tobias Woitendorf, aufgenommen: „Die Aufhebung der Warnung ist ein ganz wichtiges Signal für die Touristiker in der Region und natürlich für alle Gäste, die mögliche Bedenken hinsichtlich eines geplanten Aufenthaltes am Stettiner Haff wegschieben können. Die Branche kann aufatmen und ist dankbar dafür, dass gemeinsam und schnell alles darangesetzt wurde, Aufklärung zu betreiben.“

M-V: Tourismusdelegation in Österreich

Meyer: Tourismusakademie in Mecklenburg-Vorpommern aufbauen – qualifizierte Fachkräfte für den heimischen Bedarf sichern

Schwerin – Eine Tourismusdelegation unter Leitung von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ist nach Österreich gereist. Im Rahmen der Reise wurde die IMC Fachhochschule Krems (Niederösterreich) besucht. Im Fokus stand dabei die Etablierung einer Tourismusakademie für Mecklenburg-Vorpommern.

„Das waren sehr gute Gespräche. Die Fachkräftesicherung im Tourismus ist eines der drängendsten Themen der Branche. Das Treffen war ein wichtiger gemeinsamer Austausch für den Aufbau einer Tourismusakademie für Mecklenburg-Vorpommern. Wir brauchen eine touristische Bildung auf einem hohen Niveau mit praxisnahem Bezug“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Donnerstag.

Eine Akademie könnte der Eigenrekrutierung des touristischen Fachpersonals dienen. Darüber hinaus können Qualifizierungsmaßnahmen der unterschiedlichen Akteure im Land vernetzt und auch optimiert werden.

„Genauso wichtig ist es dabei, dass Trends der Branche rechtzeitig erkannt und dass darauf auch reagiert wird. Entscheidend wird darüber hinaus sein, dass die Absolventinnen und Absolventen einer Tourismusakademie auch in Mecklenburg-Vorpommern bleiben. Kein heimisches Unternehmen hat am Ende was davon, wenn bei uns im Land die praxisnahe Aus- oder Weiterbildung erfolgt und die Absolventen danach in andere Bundesländer abwandern. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Anreize zu setzen, um die potentiellen Fachkräfte frühzeitig an die Unternehmen zu binden“, forderte Meyer weiter.

Minister Meyer machte nach dem Treffen in Krems deutlich, dass zunächst eine Bedarfsanalyse gebraucht wird. „Wir müssen hierfür die wirtschaftsnahen Bedarfe im Land stärker ermitteln. Hier können wir von den Erfahrungen der Fachhochschule Krems profitieren“, so Meyer weiter.

„Wir benötigen Aus- und Fortbildungsangebote in Präsenz mit einem starken Praxisbezug. Wichtig ist es dabei, auch heimische Anbieter und Unternehmen zu beteiligen. Praktika in den Unternehmen wären dabei ein wichtiger und notwendiger Schritt. Deshalb ist die Beteiligung der Wirtschaft von Anfang an absolut notwendig, um eine Tourismusakademie zum Erfolg zu führen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Meyer abschließend. Noch in diesem Jahr soll ein Gegenbesuch der Fachhochschule Krems in Mecklenburg-Vorpommern erfolgen.

Die am Mittwoch (24.08.22) gestartete Delegationsreise läuft noch bis Freitag (26.08.22). An der Reise nehmen Vertreter von Kammern, Politik sowie Verbänden, wie beispielsweise der Tourismusbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern Tobias Woitendorf, die IHK zu Rostock, der Bäderverband MV und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern teil.

Delegationsreise nach Österreich

Wirtschaftsminister führt zwölfköpfiges Team an – Zukunftsthemen auf der Agenda

Schwerin – Blickrichtung Tourismuszukunft: Eine zwölfköpfige Delegation unter Leitung von Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, In-frastruktur, Tourismus und Arbeit, in Begleitung des neuen Tourismusbeauftragten Tobias Woitendorf, reist vom 24. bis 26. August nach Österreich mit dem Ziel, den fachlichen Austausch mit dem Nachbarland im Bereich Tourismusentwicklung zu suchen.

Sowohl beim touristischen Produkt als auch bei dessen Finanzierung nimmt das Nachbarland eine Vorreiterrolle ein und dient damit als Impulsgeber für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Die dreitägige Reise soll der Tourismusentwicklung des Landes einen Schub geben, insbesondere für die Ausgestaltung der im MV-Koalitionsvertrag formulierten touristischen Handlungsfelder: das Aufsetzen einer tragfähigen Tourismusfinanzierung, der Aufbau einer Tourismusakademie, die Etablierung einer Zukunftsagentur sowie die Ausrichtung auf einen nachhaltigen, sozialen und qualitätsorientierten Tourismus. Zum Team aus Politik, Kammern und Verbänden gehören unter anderem die IHK zu Rostock, der Bäderverband MV und der Tourismusverband Rügen.

Dazu Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktives Urlaubsland für seine Gäste. Damit dies auch künftig so bleibt, müssen wir die touristische Entwicklung im Land weiter vorantreiben, um im Wettbewerb mit anderen weiter erfolgreich zu bleiben. Neben der Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur zählen hierzu auch neue, vielfältige und spannende Angebote für unsere Urlauber. Der Nachholbedarf nach Urlaub ist groß im Land. Gleichzeitig gilt es, trotz wachsender Herausforderungen wie der angespannten Arbeits- und Fachkräftesituation, die Qualität weiter zu verbessern. Der Tourismus muss darüber hinaus auskömmlich finanziert werden. Hier darf es keine Denkverbote geben. Österreich und insbesondere Tirol und Niederösterreich sind diesen Weg mutig und erfolgreich gegangen. Davon können wir partizipieren. Ziel ist es, unser Land weiter als eine der beliebtesten Urlaubs- und Reiseregionen in Deutschland zu entwickeln.“

Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes, ergänzte: „Wir legen großen Wert auf den grenzübergreifenden Austausch und auch auf die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Delegation, weil wir damit Prozesse in Mecklenburg-Vorpommern vorbereiten, die für die touristische Entwicklung des Landes unerlässlich sind. Dabei kommt uns der seit Jahren intensiv gepflegte Kontakt mit unserem Partnerland Niederösterreich und auch mit dem Bundesland Tirol zugute.“

Das dicht gesetzte Programm sieht unter anderem einen Austausch mit dem Präsidenten des Landtages von Niederösterreich, Mag. Karl Wilfing, in St. Pölten sowie Vertretern der Landesregierung Niederösterreichs, mit der IMC Fachhochschule Krems und der Niederösterreich-Werbung GmbH vor. Des Weiteren steht die Begegnung mit der Leitung der Lebensraum Holding GmbH in Tirol an, eine Dachmarke, unter der relevante Akteure der Marke Tirol miteinander vernetzt sind. Nicht zuletzt stehen Gespräche dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter und der Abteilung „Tourismus, Tourismussystem und Tourismusgesetz“ des Bundeslandes Tirol auf der Agenda.

Bauarbeiten am Inselhafen Prerow beginnen

Prerow – Nach umfassenden Voruntersuchungen, Planungen und Abstimmungsprozessen haben heute in Prerow die Bauarbeiten für den neuen Inselhafen begonnen. Der als Landeshafen konzipierte Hafen ersetzt den Nothafen am Darßer Ort und ist vor allem für die Seenotrettung und als kleiner Etappenhafen wichtig. An der heutigen Bauanlaufberatung nahe der Seebrücke wurde der Bauablauf und der Zeitplan für die nächsten Monate besprochen.

Neben VertreterInnen von Behörden und der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft nahm auch Minister Dr. Backhaus teil, der sich seit vielen Jahren für das Vorhaben einsetzt. Es ist das siebte Mal, dass der für dieses Vorhaben zuständige Fachminister persönlich zu einer Veranstaltung nach Prerow kommt, um sich über die Fortschritte des Bauvorhabens zu informieren.

In den kommenden Monaten werden soll außerhalb des Kernzone des Nationalparks ein Nothafen mit Etappenfunktion für mehr als 30 Sportboote entstehen.

„Damit stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern unter anderem der Seenotrettung, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und den Fischern auch für die Zukunft einen wichtigen Schutzhafen zur Verfügung. Gleichzeitig stärken wir mit einer neuen Seebrücke auch die touristische Infrastruktur der Gemeinde. Die alte Seebrücke steht mit einer Standzeit von ca. 30 Jahren bereits kurz vor dem Ende ihrer Nutzungsdauer“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Bis Ende 2023 soll die ARGE Inselhafen, bestehend aus der Züblin AG, die auch die Federführung übernimmt, dem Bauunternehmen August Prien, der Colcrete Wasserbau GmbH und der Deutsch-Dänischen Wasserbau GmbH, alle Bauwerke des Vorhabens errichten. Neben der mit dann 720 Meter längsten Seebrücke im Ostseeraum und einem höhenverstellbaren Fahrgastschiffanleger entstehen die Wellenschutzbauwerke des Inselhafens, die bis zu ca. 50 Liegeplätze und das Betriebsgebäude mit einer Dachterrasse. „ Es ist nun sogar geplant, das Betriebsgebäude autark über eine Seewasserentsalzungsanlage mit Wasser zu versorgen“, ergänzte Minister Dr. Backhaus.

Mit der Fertigstellung des Inselhafens wird Ende 2023 auch der Nothafen am Darßer Ort von der ARGE zurückgebaut und der Ottosee renaturiert. „Diese Renaturierung ist wichtiger Bestandteil des Vorhabens, da es die mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe ausgleicht und sogar überkompensiert“, führte der Minister aus. Der im September 2021 in Dienst gestellte Seenotrettungskreuzer soll spätestens mit Schließung des Nothafens in den neuen Hafen umziehen und hier einen modernen Liegeplatz erhalten. Die DGZRS wird dann auch Wirtschaftsflächen im Gebäude nutzen können.

Auch die Gemeinde hat sich in ihrem überarbeiteten Tourismuskonzept stärker auf das maritime Erbe und den Inselhafen ausgerichtet. Sie wird ergänzend zum Vorhaben den Seebrückenvorplatz neu gestalten und es wird auch ein neues Gebäude für die DLRG geben (gegenüber der Aussichtsplattform). „Somit greifen die Planungen von Gemeinde und Land gut ineinander. Auch bin ich davon überzeugt, dass diese Entwicklung auch den an der Seebrücke und im Ort ansässigen Unternehmen Vorteile bringt, auch wenn für ca. 1,5 Jahre Einschränkungen hingenommen werden müssen“, fasste Dr. Backhaus zusammen.

Insgesamt investiert das Land M-V für die Sicherheit auf See, die Verfügbarkeit von Liegeplätzen sowie für die touristische Entwicklung dieses Küstenabschnitts 46,2 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Zuwendung für neuen Fähranleger

Usedom – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß hat heute an den Bürgermeister der Stadt Usedom Olaf Hagemann einen Zuwendungsbescheid für den Neubau des Fähranlegers Karnin in Höhe von rund 686.000 Euro überreicht.

„Pünktlich zur diesjährigen Sommersaison konnte der seit 2019 ruhende Fährverkehr wieder aufgenommen werden, noch dazu mit einer modernen und umweltfreundlichen Solarfähre“, freute sich Heiko Miraß am Donnerstag in Karnin.

„Mit dem neuen Fähranleger ist die touristische Infrastruktur auf der Inselseite für Einheimische und Gäste noch attraktiver geworden. Es ist also gut angelegtes Geld, von dem nicht nur die Stadt Usedom etwas hat, sondern die ganze Region. Die Stadt und die Gemeinde Bugewitz haben alles darangesetzt, dass die Fähre wieder in Betrieb genommen werden konnte und wir haben zu diesem Vorzeigeprojekt des sanften Tourismus gerne unseren Beitrag geleistet“, betonte der Staatssekretär bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides.

Mit der Wiederaufnahme des Fährverkehrs wurde auch eine wichtige Verbindung für die Nutzer des Fernradwegs Berlin-Usedom oder des Oder-Neiße-Radwegs wieder in Betrieb genommen.

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und dem Vorpommernfonds.

Initiative Tourismus und Wirtschaft

Dahlemann lobt Initiative für Einheimische, Wirtschaft und Tourismus

Ueckermünde  – Bei Besuchen in Ueckermünde und Pasewalk hatte der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann heute Zuwendungsbescheide aus dem Wirtschaftsministerium im Gepäck.

In Pasewalk übergab er an den neuen Bürgermeister der Stadt Pasewalk Danny Rodewald einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2.461.000 Euro für den Neubau eines Wohnmobil- und Caravan- Stellplatzes an der Uecker. Es soll ein Kurzreiseplatz mit Sanitäranlagen und Stromversorgungssäulen entstehen. Die Mittel kommen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.

„Diese Initiative ist eine wunderbare Idee, um den Tourismus an der Uecker noch attraktiver zu machen und zugleich ein schöner Einstieg zum Amtsantrittsgespräch. Was in Torgelow, Eggesin und Ueckermünde klappt, wird garantiert auch in Pasewalk ein Erfolg“, lobte Dahlemann.

Am Vormittag erhielt der stellvertretende Bürgermeister Sven Behnke im Seebad Ueckermünde einen Zuwendungsbescheid von rund 78.000 Euro für Errichtung neuer Wartehallen an den Haltestellen in der Apfelallee und in der Belliner Straße am Ärztehaus. Die Mittel fließen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ und entsprechen einem Fördersatz von 80 Prozent.

„Um die Attraktivität des ÖPNV-Angebotes zu verbessern, gehört auch ein barrierefreier Zugang von Haltestellen und Verkehrsmitteln dazu. Beide Baumaßnahmen haben die Attraktivität der Stadt deutlich erhöht“, betonte der Staatssekretär bei der Übergabe. 

Zugleich übergab der Staatssekretär an Fleischer Robert Kriewitz einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 392.600 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ für die Errichtung einer neuen Betriebsstätte in der Liepgartener Straße. Seit mehr als 23 Jahren produziert das Unternehmen Fleisch und Wurstspezialitäten. Die Produkte werden in Ueckermünde und Eggesin und über einen mobilen Verkaufswagen vertrieben. Darüber hinaus gibt es ein Onlinegeschäft und das Unternehmen präsentiert sich und MV auf Messen, wie der Grünen Woche in Berlin.

„Es ist unser Anliegen, Unternehmen in der Region, die mit guten Produkten und Dienstleistungen am Markt sind, bestehende Arbeitsplätze sichern und neue schaffen, aktiv zu unterstützen. Solche Unternehmer wie Robert Kriewitz leisten einen wichtigen Beitrag, um die Region weiter voranzubringen“, betonte Dahlemann.

Blickrichtung Zukunft

Mecklenburg-Vorpommern setzt als erstes Bundesland einen Tourismusbeauftragten ein

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt sich touristisch für die Zukunft auf: Als erstes Bundesland wirkt im Nordosten Deutschlands künftig ein Tourismusbeauftragter, um die touristischen Entwicklungsziele umzusetzen. Auf die in der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung vorgesehene Position berufen wurde mit Tobias Woitendorf ein erfahrener und vernetzter Tourismusakteur.

Woitendorf wird die Arbeit als Tourismusbeauftragter des Landes in Doppelfunktion mit seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern ausführen. Die ressortübergreifende Umsetzung der Landestourismuskonzeption und definierter Schlüsselprojekte zählt zu den Kernaufgaben dieser neuen Funktion.

„Tobias Woitendorf ist ein ausgewiesener Fachmann. Er hat ein hohes Ansehen in der Branche und auch in der Landespolitik, über Parteigrenzen hinweg. Er ist verlässlich und voller Ideen. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit ihm den Tourismus im Land weiter stärken werden“, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Der Tourismusbeauftragte wirkt als Mittler zwischen den Akteuren im MV-Tourismus und der Landespolitik. Er berät die Landesregierung, berichtet direkt an den Wirtschaftsminister und begleitet die für die Tourismuspolitik und -entwicklung in MV zentralen Zukunftsprojekte. Hierzu zählen Vorhaben wie ein Tourismusgesetz, eine tragfähige Tourismusfinanzierung, die Stärkung der Reiseregionen in MV sowie das Steuern in Richtung eines nachhaltigen, sozialen und qualitativ orientierten Tourismus.

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit erklärte: „In der personellen Identität des Tourismusbeauftragten und des TMV-Geschäftsführers sehen Land und Verband die erfolgversprechendste Variante für die Weiterentwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Tobias Woitendorf bringt die Voraussetzungen für die anspruchsvollen Anforderungen mit. Ob im strategischen Corona-Krisenmanagement, der Außendarstellung des Urlaubslandes oder bei der Aufstellung des Tourismusverbandes als moderne Managementorganisation – mit seiner Erfahrung setzt er kontinuierlich wichtige Impulse für die Tourismusentwicklung des Bundeslandes.“

Zur Unterstützung des Tourismusbeauftragten wird eine schlanke Struktur als Projektgruppe mit Anbindung an das Wirtschaftsministerium geschaffen. In diesem Zusammenhang wird eine zusätzliche Vollzeitstelle für eine Führungskraft beim Landestourismusverband eingerichtet.

Für die zukunftsfähige Aufstellung des für Mecklenburg-Vorpommern überdurchschnittlich wichtigen Tourismus soll innerhalb der nächsten Jahre unter anderem ein Tourismusgesetz vorbereitet und beschlossen werden. Das geplante Gesetz – es wäre das erste in Deutschland – soll die Tourismusfinanzierung auf eine stabile Grundlage stellen und die Strukturen auf lokaler und regionaler Ebene nachhaltig sichern. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern unterschiedlicher Organisationen und Ebenen soll den Prozess begleiten.

Die touristische Interessenvertretung soll künftig über einen neuen Beirat für Tourismus gewährleistet werden. Dieser bündelt, strukturiert und artikuliert die tourismuspolitischen Anliegen von Regionen, Städten, Fachverbänden und touristischen Organisationen in MV.

Das bisherige Steuerungsgremium der Landestourismuskonzeption wird mit seinen Mitgliedern und Aufgaben in den Beirat Tourismus integriert. Der Beirat wird vom Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit geleitet.

Die in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Zukunftsagentur Mecklenburg-Vorpommern (ZAG MV) soll vom Tourismusbeauftragten vorbereitet und unter den dafür relevanten Akteuren und Institutionen beraten werden. Die ZAG MV soll nach 2024 relevante Kommunikationsstrukturen zusammenführen, eine kommunikative Gesamtaussage für MV entwickeln sowie Marketingkompetenz mit Ansiedlungs- und Wirtschaftsförderungsexpertise vereinen.

Minister Reinhard Meyer: „Mit diesem konzentrierten Maßnahmenpaket geben wir einen starken Entwicklungsimpuls hin zu einer zukunftsorientierten Tourismuspolitik. Mecklenburg-Vorpommern setzt als erstes aller Bundesländer einen Tourismusbeauftragten ein. Auch mit dem geplanten Tourismusgesetz und einer konsequent umgesetzten Zukunftsagentur wollen wir Vorreiter sein und deutschlandweit Maßstäbe für die Tourismusentwicklung setzen.“

Die Präsidentin des Tourismusverbandes, Birgit Hesse, ergänzte: „Das Tourismusland hat in den kommenden Jahren eine echte Chance auf Fortschritt. Die fachliche Besetzung des Tourismusbeauftragten trägt dem erheblichen Entwicklungsbedarf Rechnung. In seiner Doppelfunktion wird sich Tobias Woitendorf für den systematischen und kooperativen Entwicklungsprozess auf allen Ebenen einsetzen.

Die tourismuspolitischen Ziele des Landes und der Landestourismuskonzeption können so zügiger erreicht werden.“ Tobias Woitendorf bedankte sich bei der Landesregierung und der Verbandsspitze für das in ihn gesetzte Vertrauen: „Wir werden als Team agieren und die großen Aufgaben gemeinsam mit allen Willigen angehen und bewältigen. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat große Chancen, braucht aber starke Impulse, einen schnellen Antritt und die Fähigkeit zu Innovation und Integration.

Die nächsten Jahre sind entscheidend für die zugleich nachhaltige, soziale und wirtschaftliche Ausrichtung und Vernetzung der Branche im Land. Wir müssen für Gäste anziehend bleiben und für Menschen, die im Tourismus und im Land ihre Zukunft sehen können, attraktiver werden.“

Erste prädikatisierte Tourismusregion

Erste prädikatisierte Tourismusregion Deutschlands auf der Insel Rügen anerkannt – Urkunden an Gemeinden Baabe, Göhren, Mönchgut und Sellin verliehen

Insel Rügen – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer haben am Dienstag in einer Pressekonferenz offiziell den Gemeindezusammenschluss „Mönchgut-Granitz“ als erste Tourismusregion des Landes anerkannt. Damit liegt die erste prädikatisierte Tourismusregion Deutschlands auf der Insel Rügen und besteht aus den Gemeinden Baabe, Göhren, Mönchgut und Sellin.

„Die Landesregierung will den Tourismus im Land weiter stärken. Dafür brauchen wir mehr Zusammenarbeit zwischen den Tourismusorten. Die Zusammenarbeit der Gemeinden Baabe, Sellin, Göhren und Mönchgut als ´Tourismusregion Mönchgut-Granitz´ ist ein sehr gutes Beispiel, wie das gehen kann. Ich freue mich sehr, dass Mecklenburg-Vorpommern die erste anerkannte Tourismusregion Deutschlands hat“, sagte die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Der Tourismus spielt in allen vier Ostseebädern seit jeher eine übergeordnete Rolle. Die Gemeinden zeichnen sich durch eine sehr gut ausgebaute touristische Infrastruktur aus. Zudem sind die touristischen Angebote und Zielgruppen homogen. Das sind beste Voraussetzungen, um gemeinsam als Tourismusregion stark zu agieren. Denn im Verbund über Gemeindegrenzen hinweg lassen sich viele Aufgaben bündeln, aufteilen und effizienter bearbeiten“, ergänzte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Die vier Ostseebäder Sellin, Baabe, Göhren und Mönchgut befinden sich im Amtsbereich Mönchgut-Granitz im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Mit den mehr als drei Millionen Übernachtungen im Jahr 2019 generierten die Gäste der vier Gemeinden etwa die Hälfte aller Übernachtungen der gesamten Insel. Als Pilotvorhaben der Tourismusregion ist der erste kurabgabenfinanzierte Schiffsverkehr Deutschlands realisiert worden.

Ein Pendelverkehr verbindet die Häfen von Sellin, Baabe, Thiessow, Gager und Lauterbach. Mit dem Projekt #freifahrtschein werden verschiedene Verkehrsträger miteinander verbunden und kurabgabenfinanziert angeboten. Dazu gehören der Linienbus, der im gesamten Amtsbereich für Inhaber von Kurkarten kostenfrei ist, die Bäderbahnen in Baabe und Sellin, der Ortsbus in Göhren und der Schiffsverkehr auf dem Greifswalder Bodden zwischen Sellin, Baabe, Thiessow/Gager und Lauterbach.

„Ein zentrales Thema in touristischen Regionen ist die Organisation und Finanzierung der Angebote – sowohl für Gäste, als auch für Einheimische. Dabei muss es immer um die touristische Weiterentwicklung gehen, denn eine Kurabgabe macht nur Sinn und erfährt auch nur dann eine hohe Akzeptanz, wenn für den Gast erkennbare und attraktive Leistungen dahinterstehen. Mit dem Projekt #freifahrtschein ist ein attraktives Angebot für die gesamte Region entstanden, das eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr darstellt“, sagte Meyer.

Im vergangenen Sommer wurde in Mecklenburg-Vorpommern das Kurortgesetz angepasst und die neuen Prädikate „Tourismusort“ und „Tourismusregion“ eingeführt. Durch die zeitgleiche Anpassung des Kommunalabgabengesetzes können diese Tourismusorte und Tourismusregionen eine Kurabgabe einführen.

Der Übergang der Tourismuszentrale Rügen in die Infrastrukturgesellschaft Mönchgut-Granitz GmbH (IMG) Ende 2020 hat den Grundstein für die interkommunale Zusammenarbeit der vier Ostseebäder als gleichberechtigte Gesellschafter geschaffen. Die Geschäftsführung übernehmen die vier Kurdirektor:innen und Tourismusmanager:innen der kommunalen Eigenbetriebe.

Die Gemeinden Baabe, Göhren, Mönchgut und Sellin haben beim für Tourismus zuständigen Ministerium einen Antrag auf Anerkennung als Tourismusregion mit dem Namen Mönchgut-Granitz nach §1 i. V. mit §4a KurortG M-V gestellt.

Voraussetzungen für die Anerkennung sind:

  1. Touristische Region vorzugsweise mit mindestens einem Kur- oder Erholungsort,
  2. Vorhandensein einer leistungsfähigen touristischen Infra- und Angebotsstruktur,
  3. Bestehen einer konzeptionellen Entwicklungsgrundlage (Tourismuskonzept) mit regionalem Schwerpunkt,
  4. Nachweis einer regionalen Kooperationsbereitschaft mit übergemeindlich organisierten Zusammenschlüssen einschließlich einer Harmonisierung des Satzungsrechts zur Erhebung der Kurabgabe,
  5. Aktivitäten im Hinblick auf ein gebietsbezogenes Marketing,
  6. regionale branchenübergreifende Zusammenarbeit mit nachgeordneten Behörden, wie zum Beispiel Nationalparkämtern, Biosphärenreservatsämtern und Naturparkverwaltungen.

Blaue Flaggen wehen an 34 Stränden

Meyer: Gütesiegel steht für Verbindung von Qualität, Tourismus und Natur – drei Viertel aller „Blauen Flaggen“ hängen in Mecklenburg-Vorpommern

Barth – Am Freitag hat Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer 34 Badestellen und fünf Sportboothäfen aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem Gütesiegel „Blaue Flagge“ in Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) ausgezeichnet.

„Die ´Blaue Flagge´ ist ein Gütesiegel, welches für die Verbindung von Qualität, Tourismus und Natur steht. Sauberes Wasser und sichere Strände sind Grundvoraussetzungen für den Bade- und Wassertourismus in unserem Land. Die hohe Zahl an Flaggen bei uns im Land sind darüber hinaus gute Botschaften für Gäste, die sich im Land erholen wollen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern hängen drei Viertel aller ´Blauen Flaggen´ bundesweit. Das ist ein Spitzenwert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer in Barth.

Mit der „Blauen Flagge“ können Kommunen mit Stränden ausgezeichnet werden. Zu wichtigen Kriterien, um die Flaggen zu erhalten, gehören beispielsweise eine ausgezeichnete Badewasserqualität auf der Grundlage der europäischen Badegewässerrichtlinie sowie hohe Standards im Umweltmanagement zur Erhaltung der Natur und Umwelt in der Umgebung und im Strandbereich.

„Gäste im Land schätzen neben der beeindruckenden Natur und dem gesunden Klima vor allem auch die vielfältigen Bademöglichkeiten. Das sind gute Gründe für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Damit dies so bleibt, müssen wir eine Menge dafür tun“, so Meyer weiter.

An fünf Sportboothäfen können „Blaue Flaggen“ wehen. Hierzu zählen der Wasserwanderrastplatz Prerow, Stadthafen Barth, Bootshafen Kühlungsborn, Yacht- und Fischereihafen Karlshagen sowie M.C. Zierker See e.V. Neustrelitz. Wichtige Kriterien, um die Flaggen zu erhalten, sind bei den Sportboothäfen neben der Reinigung des Hafens und der Abfallentsorgung auch Sicherheitsaspekte. „Auch in den Sportboothäfen ist es wichtig, die natürliche Umgebung dauerhaft zu erhalten und Umweltschäden vorzubeugen“, machte Tourismusminister Meyer deutlich.

Für die „Blaue Flagge“ werden 45 Badestellen in Deutschland ausgezeichnet, davon sind 34 Badestellen in Mecklenburg-Vorpommern (28 Küstengewässer und 6 Binnengewässer). Weiterhin werden bundesweit insgesamt 91 Sportboothäfen ausgezeichnet. Die „Blaue Flagge“ ist eine Umweltauszeichnung der Kopenhagener „Stiftung für Umwelterziehung“ (Foundation for Enviromental Education – F.E.E.); in Deutschland wird die internationale Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) verliehen.

Jahresempfang der Rostocker Touristiker

Neue Chancen für Rostock – Hanse- und Universitätsstadt ist jetzt auch Tourismusort

Rostock – Gute Nachrichten für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Auf dem Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Hotel NEPTUN in Warnemünde hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer der Stadt die Anerkennung als „Tourismusort“ verliehen. Dadurch ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten in der Finanzierung der touristischen Infrastruktur, zukunftsweisender Angebote und des Modellregionen-Projektes.

„Rostock ist ein Motor der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und gehört zu den ersten Kommunen im Land, die die neuen Perspektiven durch das geänderte Kurabgabengesetz schnell erkannt und umgehend die Initiative ergriffen haben“, betont der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. „Die Akteure der Hanse- und Universitätsstadt setzen hier neue Maßstäbe, die die Branche im Land prägen und motivieren wird. Mit der Auszeichnung als Tourismusort legen wir die Grundlage für eine verlässliche Finanzierung der touristischen Infrastruktur. Das Angebot und der Service für den Gast kann noch attraktiver gestaltet werden. Darüber hinaus wird auch die kommunale Zusammenarbeit dadurch gestärkt.“

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium MV kann Gemeinden auf der Grundlage des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern seit Ende vergangenen Jahres die Anerkennung zum Tourismusort verleihen. Die Voraussetzungen dafür sind unter anderem eine landschaftlich bevorzugte Lage oder das Vorhandensein bedeutender kultureller Einrichtungen, insbesondere Museen oder Theater, internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung.

Die Einführung der neuen Prädikate und die damit verbundenen neuen Finanzierungsmöglichkeiten sollen das touristische Angebot nachhaltig verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von Infrastruktur, Mobilität und Qualität. Sie sind ein wesentlicher Baustein dafür, dass Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben kann.

„Für die Rostocker Touristiker wird damit ein neues Kapitel aufgeschlagen“, freute sich Tourismusdirektor Matthias Fromm. Nun sei der Weg frei für die Erhebung einer Kurabgabe in ganz Rostock. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in die touristische Infrastruktur und attraktive Angebote fließen. „Das wird dem Rostocker Tourismus Rückenwind verschaffen“, ist Fromm überzeugt. An der entsprechenden Satzung werde bereits gearbeitet. Diese müsse durch die Bürgerschaft beschlossen werden. Ziel sei, dass die Änderung 2023 in Kraft treten soll.

„Das streben wir nicht nur für Rostock, sondern auch für unsere gemeinsame Tourismusregion mit Schwaan, Güstrow und Teterow an“, unterstreicht Fromm. Mit den Partnerstädten wolle man den Tourismus als Modellregion zukunftsweisend aufstellen – mit einer digitalen Gästekarte und einem Marktforschungscockpit zur Auswertung und besseren Steuerung von Gästeströmen. Die Prädikatisierung als Tourismusort ist einer der wegweisenden Bausteine für das Projekt, dessen Ergebnisse in ein Tourismusgesetz einfließen sollen, in dem erstmals die freiwilligen Leistungen in der Branche definiert werden und einen gesetzlichen Rahmen erhalten. „Damit wären wir Vorreiter in ganz Deutschland“, so Fromm.

Gerade in Anbetracht der Auswirkungen, die die Pandemie auf den Rostocker Tourismus hatte, sei es geboten, den Tourismus nachhaltig zu stärken. In Rostock verzeichneten die Hotel- und Beherbergungsbetreibenden im vergangenen Jahr 1.433.896 Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 5,8 Prozent zu 2020 und 37,3 Prozent zu 2019. Die Zahl der Gästeankünfte fiel 2021 ebenfalls um 3,9 Prozent auf 466.228. Im Verhältnis zu 2019 sogar um 43,7 Prozent. „Die Auswirkungen der beiden Pandemiejahre werden wir noch länger spüren. Dennoch ist die Lage relativ stabil und wir schauen zuversichtlich in die Zukunft“, sagte Frank Martens, Direktor vom Hotel Warnemünder Hof und Vorsitzender des Tourismusvereins Rostock & Warnemünde e.V. „Der Vorbuchungsstand ist sehr vielversprechend. Wir glauben daran, dass wir in einigen Monaten an das Rekord-Niveau von 2019 anknüpfen können.“

Der Jahresempfang der Rostocker Touristiker 2022 ist eine Veranstaltung der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) zusammen mit dem Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., dem Familiengeführte Privathotels & Pensionen in Rostock, Warnemünde und Umgebung e.V. und der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.

Weitere Tourismusorte in M-V

Schwerin – Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Jochen Schulte hat am Freitag den Gemeinden Bastorf, Steffenshagen und Kalkhorst offiziell die Anerkennung als Tourismusort verliehen.

„Es ist wichtig, den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zukunfts- und wettbewerbsfähig aufzustellen. Dafür muss unter anderem die Qualität des touristischen Angebotes stimmen und eine gute Infrastruktur vor Ort vorhanden sein. Mit der Anerkennung zum Tourismusort sind die Gemeinden Bastorf, Steffenshagen und Kalkhorst berechtigt, eine Kurabgabe einzuführen und diese für die Finanzierung touristischer Infrastruktur und weiterer touristisch relevanter Aufgaben wie beispielsweise gezielte Marketingmaßnahmen, digitale Gästekarten oder fahrpreislose ÖPNV-Angebote einzusetzen“, sagte Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit bei der Urkundenübergabe an die Bürgermeister vor Ort.

Gemeinden, die über eine landschaftlich bevorzugte Lage oder bedeutende kulturelle Einrichtungen (insbesondere Museen oder Theater), internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, Angebote für Naherholung wie insbesondere Ausflugsmöglichkeiten, Grünflächen, Rad- und Wanderwege, ein vielfältiges gastronomisches Angebot oder wichtige Dienstleistungsangeboten für benachbarte Kur- und Erholungsorte verfügen, können ein Prädikat als „Tourismusort“ erhalten. Insgesamt haben zehn Städte und Gemeinden den Titel „Anerkannter Tourismusort“ in Mecklenburg-Vorpommern inne (Kargow, Ivenack, Stavenhagen, Anklam, Börgerende-Rethwisch, Wittenbeck, Kröpelin, Bastorf, Steffenshagen und Kalkhorst).

„Unsere Urlaubsgäste sind über einzelne Regionengrenzen hinweg mobil und erwarten zu Recht ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau. Deshalb ist es richtig, dass benachbarte Gemeinden sich um das Prädikat Tourismusort bewerben“, sagte Schulte.

Die Gemeinde Bastorf punktete vor allem durch die Lage zwischen mecklenburgischer Ostseeküste und Kühlung im Naturschutzgebiet Riedensee. Von besonderer Bedeutung sind der am höchsten gelegene Leuchtturm an der Ostseeküste sowie der Gutshof mit Bauernmarkt, Erlebnisangeboten, Gastronomie und Beherbergung. Im Ortsteil Kägsdorf gibt es am zweieinhalb Kilometer langen Strand Bademöglichkeiten und einen Surfstrand. „Vor allem das im Spätsommer stattfindende Surf- und Musikfestival Zuparken hat sich zu einem attraktiven Anlaufpunkt für jugendliche und junggebliebene Gäste entwickelt“, sagte Schulte.

Die Gemeinde Steffenshagen liegt im Naturschutzgebiet Kühlung, unweit der Ostseeküste. Durch die benachbarten Orte Bad Doberan und Wittenbeck sowie vielfältiger Landschaft mit Wald und dörflich geprägter Struktur erreichen die Gemeinde jährlich zahlreiche Tagesgäste. Ein Reiterhof sowie Hofladen mit regionalen Produkten sind sowohl bei Einheimischen als auch Gästen sehr beliebt. „Steffenshagen bietet erholsamen Urlaub fernab vom Trubel. Die Gemeinde liegt im Grünen – nahe gelegene Wiesen, Weiden und Wälder prägen den Ort. Hier kommen Ruhesuchende auf ihre Kosten“, sagte Schulte.

In Kalkhorst finden sich zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung wie Wassersport, Reiten, Radfahren und Wandern. Die direkt an der Ostsee zwischen Lübeck und Boltenhagen gelegene Gemeinde verfügt außerdem über den seit 2019 bestehenden minimare Entdeckerpark (neun Themenparks auf einer Fläche von drei Fußballfeldern bieten 1.000 Jahre Geschichte zum Anfassen und Mitmachen). Ergänzt wird der Park durch das gegenwärtig im Bau befindliche minimare-Gebäude, das künftig eine Tourismusinformation, einen Indoorspielplatz, Ausstellungsflächen und Gastronomie beinhalten soll. „Für Radtouristen ist die Gemeinde ein idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Touren“, sagte Schulte.

Service für Anwohner und Gäste

„Haus des Gastes“ auf der Insel Poel offiziell eingeweiht

Insel Poel – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat in Kirchdorf auf der Insel Poel das neue „Haus des Gastes“ am Freitag offiziell eröffnet.

„Die regionalen Häuser des Gastes mit ihren vielfältigen Angeboten sind bei der Urlaubsplanung und während des Ferienaufenthaltes für den Gast oft die wichtigsten Anlaufstellen. Die Einrichtungen nehmen in der touristischen Dienstleistungskette eine entscheidende Rolle ein. Ziel ist es, den Gast auf die Erlebnisse in der Region aufmerksam zu machen. Mit dem Neubau in Kirchdorf auf der Insel Poel ist es gelungen, ein vollausgestattetes Center zu errichten, das Urlauber und Anwohner umfassenden Service bietet“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Vor Ort ist ein rund 768 Quadratmeter großer Neubau als zweigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss in Holzständerbauweise entstanden. Das Servicecenter umfasst neben der Tourist-Information auch einen Kursaal für Veranstaltungen von mehr als 200 Personen, einen kleinen Multifunktionsraum, eine Bibliothek sowie einen Kommunikationsbereich (Online Info Center) zur Internetnutzung.

„Vor allem der neue Veranstaltungsraum im Haus des Gastes ist ein großer Mehrwert für Gäste und Anwohner gleichermaßen. Hier können jetzt attraktive kulturelle Veranstaltungen angeboten werden“, sagte Schulte.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro.

Seehotel Zarrentin feiert Richtfest

Zarrentin – Minister Dr. Till Backhaus hat am Mittwoch in Vertretung der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Richtfest des Seehotels Zarrentin teilgenommen.

„Ich bin nicht nur dieser Region geboren und aufgewachsen, sondern habe hier auch meine ersten beruflichen Erfahrungen gesammelt. Deswegen liegt mir diese schöne Ecke Mecklenburg-Vorpommerns besonders am Herzen. In den vergangenen 30 Jahren hat sich hier viel getan. Durch Landes- und EU-Mittel, insbesondere der Richtlinie für Integrierte ländliche Entwicklung (ILERL) und der LEADER-Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), konnten hier viele Infrastrukturprojekte realisiert werden.

Ich denke da etwa an den Neubau der Kita am Sophientalring, die Außenanlage des Klosters und die Umgestaltung des Bienenzuchtzentrums Bantin zum Apineum. Ein wichtiges Projekt ist auch der Neue Schulcampus Zarrentin. Hier entstehen bis 2023 eine neugebaute Regionale Schule, eine Grundschule mit Hort, eine Zweifeldsporthalle mit Mensa sowie eine Sportplatzanlage und Freianlagen zum Spielen. Sie bieten Platz für 650 Schülerinnen und Schüler.

Allein diese rund 4,9 Millionen Euro teure Maßnahme wurde mit 3,6 Millionen Euro EU-Mitteln bezuschusst. Weitere 4,8 Millionen Euro aus dem ELER flossen in die Erschließungsarbeiten und Freianlagen des Campus‘. Insgesamt wurden in Zarrentin Gesamtinvestitionen in Höhe von fast 11 Millionen Euro getätigt, bei denen sich das Land mit fast 6 Millionen Euro beteiligte. Dadurch haben wir die gesamte Schaalsee-Region lebenswerter und attraktiver gemacht“, sagte der Minister.

Anders als in anderen Kleinstädten und Dörfern im Land ist die Bevölkerungszahl hier stetig gestiegen –  und dass nicht nur durch Eingemeindungen.
Auch der Tourismus nahm dank der landschaftlichen Vorzüge des Biosphärenreservates Schaalsee-Elbe und der vielen kulturellen Angebote stetig zu und hat sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein entwickelt.

Vor diesem Hintergrund investiert die Eugen-Block-Holding GmbH rund 15 Millionen Euro in den Neubau des Seehotels Zarrentin. Errichtet werden drei Gebäude im Landhaus-Stil, unter anderem mit 45 Zimmern und 90 Betten, Wellnessangebot, Veranstaltungssaal und Tiefgarage.

Das Hamburger Unternehmen betreibt im Ort bereits das „Fischhaus Hotel am Schaalsee“  und die Produktionsstätte „Block Menü“. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2023 geplant.