Wissenskarawane MV hat noch freie Plätze

Schülerinnen und Schülern Lust auf Wissenschaft und Forschung machen

Schwerin – Die Wissenskarawane zieht im Januar weiter durch Mecklenburg-Vorpommern und macht in Forschungseinrichtungen in Rostock, Neustrelitz und Kühlungsborn halt. Bei der zweiwöchigen Tour besuchen Schülerinnen und Schüler Forschungsinstitute und können sich über Berufsfelder in der Wissenschaft informieren. Freie Plätze gibt es noch für die Stationen am Dienstag, 28. Januar, im Leibniz-Institut für Katalyseforschung in Rostock und am selben Tag im Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP ebenfalls in der Hansestadt.

„Die Wissenskarawane bietet eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für Wissenschaft zu begeistern“, betonte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Schülerinnen und Schüler erhalten bei den Besuchen Einblicke in spannende Forschungsfelder und werden neugierig auf die Projekte, an denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten. Ich finde es wichtig, Kindern und Jugendlichen möglichst früh diese Zugänge zu ermöglichen, weil sie dann erleben, wie wichtig es ist, Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik zu lernen“, sagte Martin.

Interessierte Schülerinnen und Schüler oder Klassenverbände, die an den Stationen der diesjährigen Wissenskarawane mit noch freien Plätzen teilnehmen wollen, können sich bis morgen, Mittwoch, 22. Januar, per E-Mail unter info@wissenskarawane-mv.de anmelden. An den erfolgten Besuchen im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik – Teilinstitut Greifswald, Centogene in Rostock und am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock haben zwischen 30 und 40 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin, Wismar und Rostock teilgenommen. Insgesamt zählt die Wissenskarawane MV jährlich rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Wissenskarawane findet im Jahr 2020 bereits zum 14. Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin.

Am 31.03.2020 ist Einsendeschluss für „Schüler staunen …“ 2018 – 2020

StALU MM und seine Partner freuen sich auf interessante Schülerprojektarbeiten aus der Region Rostock

Rostock – Noch 10 Wochen haben Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 – 12 von Schulen und Einrichtungen aus der Hanse- und Universitätsstadt sowie dem Landkreis Rostock Zeit, ihre umweltbezogenen Projektarbeiten, die im Zeitraum 2018 – März 2020 abgeschlossen werden bzw. wurden, beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) einzureichen.

Einsendeschluss für den 18. Schülerprojektwettbewerb „Schüler staunen …“ 2018 – 2020 ist der 31. März 2020.

Sechs Themenbereiche stehen zur Auswahl:  

Naturreichtum und –vielfalt in Stadt und Land

Mobilität und Umweltschutz – wie geht das?

Gewässer, Trinkwasser und Lebensmittel aus der Region – sauber und gesund?

Unsere Ostsee – unsere Küste

Abfälle, Rohstoffe und Energie

Nachhaltiges Wirtschaften in eurer Region

Für jeden Themenbereich stehen fachliche Ansprechpartner für die jungen Akteure zur Verfügung. Eine Anmeldung zur Wettbewerbsteilnahme ist im Vorab nicht erforderlich.

Neben interessanten Exkursionen und breiten Präsentationsmöglichkeiten in der Öffentlichkeit winken den Preisträgern attraktive Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von bis zu 5.000 Euro

Ausschreibungsunterlagen können gerne beim StALU MM, Frau Anke Streichert, unter Tel.: 0381 331-67102, E-Mail:  anke.streichert@stalumm.mv-regierung.de angefordert werden, die zugleich gerne weitere Wettbewerbsanfragen beantwortet. Die Ausschreibungsunterlagen sind im Internet abrufbar unter http://www.stalu-mv.de/mm/Themen/Nachhaltigkeit-und-Umweltbildung/18-Schuelerprojektwettbewerb/.

Den traditionsreichen Schülerprojektwettbewerb des StALU MM gibt es bereits seit 25 Jahren, und das mit stetem Erfolg! Zu den bisherigen 17 Wettbewerben wurden insgesamt 656 Schülerprojektarbeiten eingereicht, wovon 267 Projekte ausgezeichnet werden konnten.

IGW-Magnet MV-Halle

Mischung aus Bodenständigkeit und Trends beliebt

Berlin – „Es löppt!“, resümiert Steffen Steinbeck von den Müritzfischern und freut sich über 3.300 Fischbrötchen, die seit Eröffnung der 85. Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin am vergangenen Freitag verkauft wurden. Darüber hinaus sind 180 Fass Bier angestochen und gemeinsam mit Kindern unter Anleitung vom Friedrichshof 13 – Verein für Land-Kultur-Kunst-Arbeit in Kublank (LK Mecklenburgische-Seenplatte) Saft aus 1.300 Kilogramm Äpfeln gepresst worden.

Auch der zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus zeigte sich nach dem ersten Messe-Wochenende zufrieden: „Mit bisher 120.000 Gästen zeigt sich deutlich, dass die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern zu den am besten besuchten Hallen der IGW gehört. Die Leute schätzen die Mischung aus Bodenständigkeit und neuen Trends.“

Erfolgreich präsentierte sich am Samstag der Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte auf dem traditionellen Ländertag. Kindertanz, Rock´n´Roll und Blasmusik begleiteten die Präsentationen der örtlichen Touristiker. Auch die Aussteller und Austellerinnen aus der Region, darunter die Eismanufaktur Jackle&Heidi aus Neubrandenburg, die Hanffarm aus Melz und die Straußenfarm Canzow, bekamen die Gelegenheit sich und ihre Produkte auf der Hauptbühne publikumswirksam zu präsentieren.

Die 85. Internationale Woche ist bis kommenden Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am Freitag bis 20.00 Uhr, geöffnet.

Neujahrsempfang in Neustadt-Glewe

Neustadt-Glewe – Die Stadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat am Montag erstmals einen Neujahrsempfang ausgerichtet. „Neustadt-Glewe hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Wirtschaft ist vorangekommen, dank des großen Engagements der Unternehmer mit ihren Mitarbeitern und der attraktiven Standortbedingungen der Region. Jetzt ist es wichtig, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um den Amtsbereich als attraktiven Lebens- und Arbeitsort zu positionieren. Dabei wird das Wirtschaftsministerium weiter unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Derzeit arbeiten die Städte Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow im Verbund an einem Regionalmanagement-Projekt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Region sicher zu stellen und in den Bereichen Ansiedlungsmarketing von Unternehmen, Fachkräftesicherung, Innovationsförderung sowie Tourismus gemeinsam sichtbarer zu werden. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung neuer attraktiver Gewerbestandorte, die Verbesserung der örtlichen und regionalen Infrastruktur sowie der besseren Ausnutzung von touristischen Potentialen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 300.000 Euro. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 431.000 Euro.

„Es ist richtig, den Blick über die Stadtgrenzen hinaus zu wagen und im Städtedreieck mit den Städten Ludwigslust und Grabow die Zusammenarbeit auszubauen. So kann die Region sich als schlagkräftige Einheit dem Wettbewerb stellen und mit einer modernen Infrastruktur, hervorragend ausgebauten Gewerbegebieten sowie attraktiven Lebensbedingungen punkten“, sagte Glawe.

Das Amt Neustadt-Glewe mit seinen rund 8.000 Einwohnern besteht aus der Stadt Neustadt-Glewe und den Gemeinden Brenz und Blievenstorf. Dort wurden seit 2011 insgesamt elf unternehmerische Investitionsvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 20,1 Millionen Euro realisiert. Die Vorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium unter anderem aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,1 Millionen Euro unterstützt. „Insgesamt sind durch die Investitionen 40 neue Arbeitsplätze entstanden und 276 Jobs gesichert worden“, hob Glawe hervor.

Bei den Vorhaben handelte es sich unter anderem um die in Neustadt-Glewe ansässige OECO Büromöbelwerke Oelschlägel & Co. GmbH (Büromöbel, Schränkwände und Sonderanfertigungen für Privat- und Geschäftskunden). Der Betrieb hat über 330.000 Euro in den Maschinenpark investiert. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit 74.200 Euro unterstützt.

Zudem hat die NTL Norddeutsche Textil Logistik GmbH ihre Betriebsstätte erweitert. Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Dienstleistungen in der Textillogistik an, unter anderem Qualitätskontrolle, Kommissionierung, Transportorganisation, Aufbereitung und Zollabfertigung. Die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro hat das Wirtschaftsministerium mit rund 615.000 Euro unterstützt. Damit wurden 41 Arbeitsplätze gesichert und vier neue Jobs geschaffen.

Zahlen zur regionalen Entwicklung

Insgesamt wurden seit 1993 in der Stadt Neustadt-Glewe sieben Infrastrukturvorhaben vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen von rund 11,8 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel kommen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER).

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 349.000 touristische Ankünfte (+ 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als eine Million Übernachtungen (+ 2,6 Prozent). In der Stadt Neustadt-Glewe waren es im gleichen Zeitraum rund 12.500 Ankünfte (-1,1 Prozent) und knapp 28.000 Übernachtungen (+1,6 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Musikförderprojekt „Jugend musiziert“

Dahlemann: Junge Musikerinnen und Musiker beeindrucken ihr Publikum

Torgelow – In 140 Regionen in ganz Deutschland startet jedes Jahr im Januar das renommierte Musikförderprojekt „Jugend musiziert“. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann war am Sonntag in seiner Heimatstadt Torgelow beim Abschlusskonzert des Regionalwettbewerbs Süd-Ost MV mit dabei.

„Ich finde es beeindruckend, dass allein in unserer Region rund 180 junge Musikerinnen und Musiker an diesem großartigen Wettbewerb teilnehmen. Es ist genau die Bühne, die junge Talente brauchen, um sich ihrem Publikum zu präsentieren und zu zeigen, was sie können. Musik schlägt Brücken und verbindet. Und genau das wollen wir auch in Vorpommern“, betonte Dahlemann.

Es sei eine große Freude, jungen Talenten zuzuhören und zu erleben, wie ihre Hingabe zur Musik Menschen erfreut.

Er dankte der Kreismusikschule Uecker-Randow und insbesondere deren Leiterin Christiane Krüger: „Mit viel Engagement haben sich Frau Krüger und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter für diesen Wettbewerb ins Zeug gelegt. Das ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass Frau Krüger zu recht mit dem Landeskulturpreis ausgezeichnet wurde. Ich danke aber auch den jungen Musikerinnen und Musikern, die sich mit viel Leidenschaft ihrer Kunst widmen und uns Zuhörerinnen und Zuhörern viel Freude bereiten. Ich wünsche ihnen für ihre Zukunft viel Erfolg und Spaß. Ich bin mir sicher: Mit Fleiß und Akribie werden sie viel erreichen.“

Wer bietet mehr?

800 Festmeter Laubwertholz sind im Angebot

Malchin – Insgesamt 800 Festmeter Laubwertholz kommen am 23. Januar 2020 in Malchin unter den Hammer. Das Angebot des 29. Wertholztermins des Landes Mecklenburg-Vorpommern umfasst 11 verschiedene Baumarten. Den Hauptanteil des Holzes stellt mit 623 Festmeter erneut die Baumart Eiche, aber auch Esche, Buche und Ahorn sind mit teils nennenswerten Mengen vertreten. Hauptanbieter ist die Landesforstanstalt. 295 Festmeter stammen aus 15 Kommunal- und Privatforsten des Landes. Unter ihnen befinden sich die Forstwirtschaftliche Vereinigung, die Universität Greifswald sowie die Städte Rostock, Teterow und Greifswald.

„Beim letztjährigen Wertholztermin konnten die beteiligten Waldbesitzer unseres Landes einen Erlös von nahezu 500.000 Euro erzielen“, so Minister Dr. Till Backhaus. „Die Spitzenpreise vieler Baumarten konnten sich bundesweit sehen lassen.

Aufgrund der guten Qualitäten werden die angebotenen Hölzer überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden. Sie lagern derzeit auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide und konnten seit dem 02. Januar 2020 besichtigt werden. Der Submissionskatalog wurde an Kaufinteressenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland gesandt und steht zudem auf der Homepage der Landesforst­anstalt unter www.wald-mv.de als Download zur Verfügung (direkter Link zum Katalog)

In diesem Jahr findet der Termin erstmals als Submission (Verkauf nach schriftlichem Meistgebot) statt. Mit dieser Verkaufsform reagiert der Veranstalter auf entsprechende Kundenwünsche, die sich aus einem geringeren Organisationaufwand gegenüber der bisher üblichen Versteigerung ergeben. Die Öffnung der Gebote erfolgt am 23.01.2020 ab 09.30 Uhr in der Zentrale der Landesforstanstalt.

Ländertag auf der IGW

IGW: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gestaltet Ländertag

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte am kommenden Samstag, den 18. Januar 2020, den traditionellen Ländertag aus. An diesem Tag bekommt eine Region des Landes die Gelegenheit sich in ihren Facetten auf der Hauptbühne zu präsentieren. Zur Eröffnung des diesjährigen Ländertages und einem anschließenden Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.00 Uhr) werden auch Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus und Landrat Heiko Kärger erwartet. Auf der Hauptbühne werden sie gemeinsam mit den Müritz Fischern Fischsoljanka zubereiten und an die Gäste verteilen.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist mit knapp 5.500 km² der größte Landkreis Deutschlands und damit doppelt so groß wie das Saarland. Die Mecklenburgische Seenplatte ist darüber hinaus das größte zusammenhängende Seengebiet Mitteleuropas und wie geschaffen für Wassersport, Bootstouren oder Angelurlaub. Auf der IGW möchte der Landkreis für die vielen schönen Seiten der Müritz-Region und die vielfältigen regionalen Spezialitäten werben.

Für Minister Backhaus ist die Mecklenburgische Seenplatte ein passendes Beispiel für den aktuellen Konflikt zwischen Agrarbranche und Umweltpolitik: „Die Mecklenburgische Seenplatte ist landschaftlich unvergleichlich schön, es gibt dort einen Nationalpark und mehr Gewässer, als man in einem langen Urlaub befahren kann. Der Tourismus ist darauf angewiesen, dass dieses Paradies erhalten bleibt und es keine schädlichen Einträge etwa in das Grundwasser gibt. Auf der anderen Seite haben wir Landwirte, die von ihrer Arbeit leben müssen. Wenn man sie durch Auflagen und Gesetze zu sehr einengt werden, dann geben sie auf. Das aber wäre nicht nur ein Verlust für unsere Kulturlandschaft, sondern natürlich auch ein Verlust an Wertschöpfung im ländlichen Raum. Die Konsequenz daraus wäre, dass mehr Lebensmittel in unseren Nachbarländern produziert und aus großen Entfernungen zu uns transportiert werden müssten. Mein Ziel ist es, dass hierzulande auch künftig hochwertige Nahrungsmittel produziert werden, die den Erzeugern ein gutes Auskommen ermöglichen – aber auf nachhaltige und umweltschonende Weise.“

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wird auf der IGW durch folgende Unternehmen und Verbände repräsentiert:

Eismanufaktur Jackle & Heidi, Neubrandenburg
Familien-Konditorei Komander, Grammentin
Fischerei Müritz-Plau GmbH, Waren/Müritz
Friedrichshof 13 e.V., Kublank
Hanf Farm GmbH, Melz
Hotel Gravelotte, Meesiger
Schloss Gut Ulrichshusen
SpielWaren GmbH, Waren/Müritz
Straußenzucht Canzow, Woldegk
Tourismusverband „Mecklenburgische Seenplatte“ e.V., Röbel/ Müritz

MV-Halle auf der IGW eröffnet

Berlin – Für eine bunte Mischung aus regionalen Produkten steht das Angebot der Mecklenburg-Vorpommern-Halle auf der 85. Internationalen Grüne Woche (IGW) in Berlin. Kein anderes Bundesland hat so viele Klein- und Kleinstunternehmen an Bord geholt wie wir, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute Vormittag bei der offiziellen Halleneröffnung. Insgesamt 62 Unternehmen und Verbände präsentieren die kulinarischen und touristischen Besonderheiten aus allen Landesteilen bis zum 26. Januar auf 1.800 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

„Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich verhältnismäßig Einwohner hat, so mangelt es nicht an Menschen, die unser Land mit Unternehmergeist, kreativen Ideen und Leidenschaft voranbringen. Davon können sich die über 400.000 Messebesucher aus aller Welt in den kommenden zehn Tagen in Halle 5.2b selbst ein Bild machen“, so der Minister.

Backhaus würdigte die Land- und Ernährungswirtschaft als eine der wichtigsten Branchen in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Landesregierung sei es daher selbstverständlich, die eher kleinstrukturierten Firmen insbesondere bei der Vermarktung ihrer Produkte gezielt zu unterstützen. Die Unterstützung der IGW-Teilnahme sei dabei ein wichtiger Bestandteil der Strategie des Landes. „Auf der IGW können die Unternehmen nicht nur testen, wie ihre Produkte beim Publikum ankommen, sondern auch mit ihrem Image spielen. Ein interessantes und positives Image ist für den Unternehmenserfolg inzwischen ebenso wichtig wie das reine Leistungsangebot“, erklärte Backhaus.

Erstmals auf der IGW mit dabei sind in diesem Jahr die Unternehmen Elephant Gin aus Wittenburg, die Schokoladenmanufaktur Biedenweg aus Wolgast, die Gourmet Manufaktur Klepelshagen (Uckermark), die Rösterei Rostock, das Schloss Gut Ulrichshusen, die Region Mecklenburger ParkLand (Mecklenburgischen Schweiz), die Käsemanufaktur Müritz aus Bollewick und die Eiswerkstatt Rostock.

Backhaus sprach allen Austellern sowie den Helfern hinter den Kulissen für ihr Engagement seinen ausdrücklichen Dank aus. Im Anschluss an die Eröffnung startete der Minister seinen traditionellen Rundgang durch die Länderhalle, um jeden Aussteller persönlich zu begrüßen.

Am Nachmittag trifft sich Minister Backhaus mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. „In dem Gespräch möchte ich noch einmal deutlich auf die angespannte Lage in der Landwirtschaft hinweisen und mit Blick auf das Agrarpaket für Regelungen werben, die die Unternehmen auch wirtschaftlich mitgehen können“, so der Minister.

Waldbesitzerempfang

Schwerin – „Der Klimaschützer Wald steht selbst im Kreuzfeuer des Klimawandels. Borkenkäfer, Trockenheit, Stürme machen den Forstbeständen in Mecklenburg-Vorpommern und deutschlandweit schwer zu schaffen. Mit waldbaulichen Anpassungsstrategien allein werden wir dieser Entwicklung nicht effektiv begegnen können. Wir benötigen schnell und konsequent weitreichende umweltpolitische Maßnahmen um die Veränderungen des Klimas auf ein für den Wald verträgliches Maß einzuschränken. Das Ziel muss sein, dass unsere Wälder ihre Funktionen auch künftig in ganzer Breite erfüllen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Forstminister Dr. Till Backhaus heute in Berlin. Dort findet am Abend im Vorfeld der Internationalen Grüne Woche der Empfang der Waldeigentümer statt. Ausrichter ist in diesem Jahr das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Bundesweit seien seit 2018 auf einer Fläche von 180.000 Hektar mehr als 100 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen, sagte der Minister. Eine derartige Menge sei in Deutschland zuletzt 1990 mit 75 Mio. Festmeter Schadholz ausgelöst durch Sturm Vivien angefallen. Mecklenburg-Vorpommern sei dabei vergleichsweise glimpflich davongekommen. 2018 seien hierzulande ca. 0,4 Millionen Festmeter (19,5 Prozent des durchschnittlichen Jahreseinschlages) Schadholz angefallen. Deutschlandweit seien die Angebotsmengen insbesondere beim Nadelholz sehr hoch. Das führe zu einem massiven Preisverfall. Durch das Überangebot bei einzelnen Holzarten seien die Durchschnittspreise seit Januar 2018 um 22,5 Prozent gesunken – Tendenz steigend.

Mecklenburg-Vorpommern hat im September 2019 ein 10-Punkte-Programm für zukunftsfähige Wälder vorgelegt. Dies sei allerdings eine Aufgabe, die nicht von den Bundesländern allein bewältigt werden könne, betonte Backhaus. Die finanziellen Hilfen des Bundes und der Länder in Höhe von 800 Millionen Euro seien ein erstes wichtiges Signal, dass die Politik um die Bedeutung der Wälder weiß und bereit ist, zu unterstützen. Doch nicht nur Waldmehrung und Waldumbau müssen laut Backhaus weiter vorangetrieben werden. Auch Umweltleistungen von Waldbesitzern müssen künftig stärker honoriert werden. Einer aktuellen Studie der Universität Greifswald zufolge produziert allein der Landeswald MV Öko-Werte von rund 65 Millionen Euro – eine Summe, die 1,3 Mal höher liege als der Ertrag durch Holzeinschlag. Dieses Geld fließe bislang an den Waldbesitzern vorbei und könne nicht für den Erhalt und Schutz der Wälder eingesetzt werden.

Auch richtete Minister Backhaus seinen Blick auf die weltweit wütenden Waldbrände und bezeichnete diese als „eine Katastrophe für uns alle“. Als Klimaschützer, Sauerstoffproduzent, Holzlieferant, Lebens- und Erholungsraum sei der Wald systemrelevant. Auch wenn Länder wie Australien und Brasilien mit ganz anderen Ausmaßen zu kämpfen hätten, so habe der Waldbrand in Lübtheen gezeigt, dass auch MV sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Der Wald in Deutschland umfasst mit 11,4 Millionen Hektar 32 Prozent der Gesamtfläche des Landes. In den deutschen Wäldern wachsen rund 90 Milliarden junge und alte Bäume mit einem Holzvorrat von insgesamt 3,7 Milliarden Festmeter.

MV hat davon rund 558.000 Hektar Wald, was einem Flächenanteil von rund 24 Prozent der Landesfläche umfasst und damit das zweit niedrigste Bewaldungsprozent in der Bundesrepublik von den Flächenländern.

40 Prozent des Waldes (220.600 Hektar) stehen im Privateigentum. Es gibt im Land etwa 45.000 Waldbesitzer mit ca. 35.000 Forstbetrieben. Die durchschnittliche Privatwaldfläche 4,9 Hektar pro Privatwaldeigentümer.

Rund 10 Prozent der Waldfläche (57.700 Hektar) sind im Eigentum von Körperschaften. Das sind im Wesentlichen die Kommunen.

Im Vergleich zu anderen deutschen Bundesländern ist der Anteil des bundeseigenen Waldes hoch und der Anteil des Kommunalwaldes eher gering.

Sperrung A 24

A 24: Brückenbaustelle bei Neuhof am Donnerstag halbseitig gesperrt

Schwerin – Seit Oktober 2018 erneuert die Abteilung Autobahn des Landesamts für Straßenbau und Verkehr die Brücke bei Neuhof im Zuge der Autobahn 24 zwischen der Anschlussstelle Neustadt-Glewe und dem Autobahnkreuz Schwerin. Grund: Ein unbekannter Fahrer hat bei einem Unfall die Fahrbahn in Fahrtrichtung Hamburg so stark beschädigt, dass diese umgehend ausgebessert werden muss, um Folgeschäden abzuwenden und die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten.

Die Arbeiten erfolgen am morgigen Donnerstag, 16. Januar 2019, ab neun Uhr. Dafür müssen die beiden Spuren in Fahrtrichtung Hamburg gesperrt werden. Die Reparatur soll voraussichtlich bis 16 Uhr abgeschlossen werden. Die Umleitung über die U 4 erfolgt von der Anschlussstelle Neustadt-Glewe über die Landesstraße 73 zur Anschlussstelle Ludwigslust im Zuge der A 14. Über diese gelangen Autofahrer zurück zur Autobahn 24.

Darüber hinaus wird die rechte Fahrspur in Richtung Hamburg bis Freitag, 24. Januar 2019 gesperrt, damit die erneuerte Betonfahrbahn aushärten kann. Der Verkehr wird in dieser Zeit einspurig in Richtung Hamburg geleitet.

Anschließend erfolgt die Verkehrsführung – wie bislang im Zuge der Brückenbaumaßnahme – mit je zwei eingeengten Fahrspuren pro Fahrtrichtung.

Die Autofahrer werden um Verständnis für die dringend erforderlichen Bauarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Digitalisierung

Voss: „Digitalisierung muss auch die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen“

Rostock – Staatssekretär Nikolaus Voss hob heute auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der Unfallkasse MV und des Landesamtes für Soziales und Gesundheit (LAGuS) die besondere Bedeutung der Digitalisierung in der Arbeitswelt hervor. „Chancen aber auch Risiken liegen nah beieinander: Insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder benachteiligte Menschen müssen wir die Herausforderungen der Teilhabe am digitalisierten Arbeitsleben berücksichtigen. Es ist wichtig, alle abzuholen und nicht auszugrenzen“, erklärte Voss in seiner Rede in Rostock.

Voss erläuterte, dass Digitalisierung einerseits Barrieren abbaut, indem beispielsweise neue technische Möglichkeiten Beeinträchtigungen ausgleichen; andererseits könne Digitalisierung auch zusätzliche Ausgrenzung bedeuten, da Anforderungen und Zeitdruck der Tätigkeiten steigen würden.

Genau in diesem Spannungsfeld bewegten sich die Prozesse zur Digitalisierung der Verwaltung. Zahlreiche Antragstellungen werden in den nächsten Jahren sukzessiv online möglich sein. Voss: „Bestehende Barrieren müssen wir erkennen und abbauen. Die Bereitstellung von Inhalten in einfacher Sprache ist dabei für alle Nutzerinnen und Nutzer der digitalen Angebote ein wichtiger Aspekt.“

Voss: „Wir wollen auf dem Weg der Digitalisierung niemanden zurücklassen. Dafür werden wir in diesem Jahr eine Überwachungsstelle im Sozialministerium einrichten. Sie soll prüfen, ob Websites und mobile Anwendungen der Landes- und Kommunalverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich barrierefrei zugänglich sind.“

Internationale Grüne Woche

Schwerin – Kein anderes Bundesland präsentiert auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin so viele Klein- und Kleinstunternehmen wie Mecklenburg-Vorpommern. „Wir sprechen nicht nur über die Bedeutung von regionalen Produkten – wir arbeiten auch strategisch daran, die vielen kleinen Betriebe im Land und ihre Produkte überregional bekannt zu machen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute in der Landespressekonferenz, bei der er die Besonderheiten der MV-Halle vorstellte. Insgesamt werden sich vom 17. bis 26. Januar 62 Unternehmen aus M-V auf der IGW in Berlin präsentieren.

„Viele dieser Unternehmen haben ohne die Unterstützung des Landes gar nicht die Möglichkeit, an einer solchen Messe teilzunehmen, obwohl sie qualitativ hervorragende Produkte anbieten.“, sagte Backhaus.

Die IGW hat für Unternehmen aus MV eine besondere Bedeutung. Minister Backhaus: „Mehr als 95 % der Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten in Klein- oder Kleinstbetrieben. Es liegt auf der Hand, dass es für diese Unternehmen deutlich schwieriger ist, ihre Kreise weiter zu ziehen. Deshalb hat die Landesregierung gezielt Maßnahmen aufgelegt, um die Absatzchancen dieser Unternehmen zu verbessern. Die Teilnahme an der IGW ist für Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft ein wichtiger Strategie-Bestandteil. Die Grüne Woche wird von 400.000 Menschen in zehn Tagen besucht und ist ein sehr geeigneter Testmarkt für die eigenen Produkte.“

Am Freitagabend (17.01.2020) lädt die Staatskanzlei anlässlich des Empfangs der Landesregierung Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein, sich über die zukünftige Gestaltung der Land- und Ernährungswirtschaft auszutauschen. Erstmals wird die ganze Halle für die etwa 300 Gäste genutzt. Rund 15 Ausstellerinnen und Aussteller werden an diesem Abend ihre Stände öffnen und sich mit ihren Produkte am Gelingen der Veranstaltung beteiligen.

Zum dritten Mal in Berlin mit dabei sind die Eismacher Franziska Göttsche und Martin Horst. Mit ihrer Eismanufaktur „Jackle und Heidi“ beliefert das dynamische Duo ausgewählte Läden und Cafés sowie auf kleinen und großen Veranstaltungen mit mehr als 20 Sorten – darunter Klassiker wie Vanille, Schokolade oder Erdbeere, aber auch Ausgefallenes wie Wacholder-Basilikum, Avocado-Limette oder Biereis. Noch in diesem Jahr wollen die Jungunternehmer in Penzlin bei Neubrandenburg ihren ersten Laden eröffnen. Über eine App sollen Kunden künftig auch Bestellungen von unterwegs aufgeben und im Laden abholen können. Die Ware soll dann sicher verpackt direkt durchs Autofenster gereicht werden.

Martin Horst begleitete den Minister in die Landespressekonferenz, um sein Unternehmen vorzustellen. „Ich freue mich, dass heute ein junger kreativer Mensch neben mir sitzt und stellvertretend für alle IGW-Aussteller Gutes aus MV zum Probieren mitgebracht hat. Es ist schön zu sehen, dass es junge Leute gibt, die ihre ersten beruflichen Schritte ganz woanders und durchaus erfolgreich gemacht haben und jetzt sagen: Ich möchte Nahrungsmittel herstellen. Diese „Jungen Wilden“ mit ihren kreativen Ideen tun uns gut. Sie zeigen, dass die Branche spannend sein kann – man muss sich nur trauen“, kommentierte Backhaus.

„Doch die Grüne Woche steht nicht nur für buntes Treiben und kulinarische Hochgenüsse; sie ist ebenso der Rahmen für mehr als 300 Foren, Seminare, Kongresse und Ausschusssitzungen und damit eine zentrale Plattform für den politischen Austausch“, betonte der Minister.

Mit Sorge blickt Backhaus in diesem Jahr auf die Stimmung der Landwirte, von denen sich viele insbesondere durch die Ankündigungen im Agrarpaket in ihrer Existenz bedroht sehen. Gleichwohl betonte er, dass er die verfolgten Ziele für gut und wichtig hält: „Es ist richtig, mehr für den Insektenschutz und die Biodiversität erreichen zu wollen. Dafür brauchen wir die Landwirtschaft als Partner. Es wird Zeit, dass sich die Branche darauf konzentriert, was getan werden muss, damit unser Planet gesund und für nachfolgenden Generationen lebenswert bleibt, anstatt immer nur darauf zu verweisen, was alles nicht geht.“

Zweifelsohne haben die Landwirte immer wieder bewiesen, dass sie am Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz interessiert sind, führte er aus. Das zeige unter anderem die rege Teilnahme an den Agrarumwelt- und Klimaschutzprogrammen des Landes. Alle bisherigen Schritte reichen aber nicht aus, um beispielsweise den Boden- oder Grundwasserschutz nachweislich zu verbessern. Als konkretes Beispiel nannte er die Düngeverordnung. „Vor nunmehr sieben Jahren wurden wir von der EU-Kommission erstmals auf die Nichteinhaltung verschiedener Verpflichtungen aus der Nitrat-Richtlinie hingewiesen. Seither arbeiten wir daran, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Landwirtschaft hat indes auf Zeit gespielt. Sie hat das Beste gehofft, sich aber nicht auf das Schlimmste vorbereitet. Nun ist der Unmut groß.“ Vor diesem Hintergrund bekräftigte er, dass sein Haus weitere Einschränkungen so flankieren wird, dass kein Landwirt in Mecklenburg-Vorpommern um seine Existenz fürchten muss.

Auch die Zukunft der Wälder wird die Internationalen Grünen Woche inhaltlich bestimmen. „Rund um die Welt brennt der Wald – in Brasilien, Bolivien, Australien. Etliche Brände sind menschengemacht – entweder direkt oder als Folge des Klimawandels. Das heißt im Klartext, dass wir alle eine Mitschuld und eine Mitverantwortung an diesen Katastrophen haben. Sie stellen eine echte Bedrohung für das Weltklima und für den Erhalt der Artenvielfalt dar. Wenn Emmanuel Macron sagt „Unser Haus brennt“, dann weist er ganz richtig auf die weltweiten Zusammenhänge hin“, unterstrich Minister Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Verband der Waldbesitzer den Empfang im Rahmen der IGW gestalten. „Wir wollen an diesem Abend MV als ein Bundesland präsentieren, in dem gezielt Waldmehrung und der Umbau der Wälder hin zu einer naturnahen und nachhaltigen Nutzung betrieben wird. Der Wald ist ein Multitalent: Klimaschützer, Sauerstoffproduzent, Holzlieferant, Lebens- und Erholungsraum. Der Wald kann ohne uns, aber wir nicht ohne ihn. Deshalb müssen wir alles daransetzen, um diese wichtige Lebensgrundlage zu schützen und weiterzuentwickeln“, erklärte der Minister.

Dazu brauche es weit mehr als waldbauliche Anpassungsstrategien. „Wir benötigen schnell und konsequent weitreichende umweltpolitische Maßnahmen, um die Veränderungen des Klimas auf ein für den Wald verträgliches Maß einzuschränken. Das Ziel muss sein, dass unsere Wälder ihre Funktionen in ganzer Breite weiterhin erfüllen. Mit der Schweriner Erklärung „Wald neu denken – Wald neu lenken“ haben wir in der vergangenen Woche einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht und sind damit deutschlandweit Vorreiter. Nun heißt es: dranbleiben! Wir müssen nun zeitnah konkrete Instrumente entwickeln, mit denen sich die Ökosystemleistungen des Waldes für Forstbetriebe in Wert setzen lassen und der langfriste Erhalt der Wälder gesichert werden kann.

Gastland der IGW ist in diesem Jahr Kroatien. Die Ernährungswirtschaft des Landes steckt laut Backhaus seit dem EU-Beitritt im Juli 2013 in einem „harten Anpassungsprozess“. Aus diesem Grund gebe es nur wenige kroatische Produkte in deutschen Supermärkten, obwohl Deutschland mit etwa 10 % aller Ausfuhren der wichtigste Exportmarkt für Kroatien ist. Kroatien will die IGW nutzen, um für die Qualität seiner Produkte zu werben.

Optimistisch ins neue Jahrzehnt

Stralsund – Auf ihrem Neujahrsempfang in Stralsund hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Aufbau des Landes Mecklenburg-Vorpommern seit der Deutschen Einheit gewürdigt. „30 Jahre, eine Generation lang, haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unser Land schöner, besser und lebenswerter gemacht. Die Aufbauarbeit hat sich gelohnt“, erklärte die Ministerpräsidentin vor ihren rund 400 Gästen im Stralsunder Theater.

„Wenn wir vor 30 Jahren durch die Stralsunder Altstadt zum Theater gelaufen wären, wären wir an Ruinen vorbeigekommen. Viele der alten Häuser, die heute so schön renoviert sind, standen leer. Wir haben seit 1990 die historischen Städte und Dörfer restauriert. Die Altstadt von Stralsund zählt heute zum Weltkulturerbe. Wir haben Straßen gebaut. Unternehmen haben sich angesiedelt. Die Beschäftigung ist gestiegen. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Die Abwanderung ist gestoppt“, hob die Ministerpräsidentin hervor.

Noch nicht ausreichend vorangekommen sei die Angleichung der Löhne. Allerdings seien auch hier Fortschritte erzielt worden. Das Bruttoinlandsprodukt sei seit Gründung des Landes auf fast das Dreifache gestiegen. Auch der Landesteil Vorpommern habe sich in den letzten Jahren gut entwickelt.

„All das haben die Menschen in unserem Land geschafft. Diejenigen, die hier geboren wurden, und diejenigen, die in den vergangenen 30 Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind. Das verdient Anerkennung und Respekt. Vielen Dank an alle, die sich seit 1990 für unser Land engagiert haben“, sagte die Ministerpräsidentin.

„Mir ist wichtig, dass diese Generation, die all das geleistet hat, keine Angst vor dem Alter zu haben braucht“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Deshalb habe sie sich auf Bundesebene persönlich für die Einführung einer Grundrente eingesetzt. Gerade in Ostdeutschland hätten nach 1990 viele Menschen zu nur niedrigen Löhnen arbeiten müssen. Viele seien unverschuldet in Arbeitslosigkeit geraten. „Die Grundrente ist für diese Menschen nicht nur ein Schutz vor Altersarmut. Die Grundrente ist auch eine Respekt-Rente für die Aufbaugeneration. Respekt vor einem Leben, in dem vieles anders gekommen ist, als man dachte.“ Im vergangenen Jahr habe man sich nach schwierigen Verhandlungen auf Eckpunkte verständigt. In diesem Jahr müsse die Grundrente auf den Weg gebracht werden.

„Wir haben allen Grund, optimistisch ins neue Jahrzehnt zu gehen“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Die Menschen, die um 1990 herum geboren wurden, die Menschen, die so alt sind wie unser Land, brauchen heute nicht mehr wegzugehen, um Arbeit zu finden. Sie haben alle Chancen hier in Mecklenburg-Vorpommern. Es gibt Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Wir gewinnen neue Unternehmen für unser Land, zum Beispiel aus der Medizintechnik. Sie bringen gute, moderne Arbeitsplätze mit, damit sich die gute wirtschaftliche Entwicklung auch in besseren Löhnen für die Beschäftigten auszahlt.“ Die Zugehörigkeit zu den Metropolregionen Hamburg und Stettin würde dem Land neue Chancen eröffnen.

Ziel der Landesregierung sei es, dass sich Mecklenburg-Vorpommern im neuen Jahrzehnt weiter gut entwickelt. „1,7 Milliarden Euro investieren wir in diesem Jahr in Wirtschaft und Arbeit, Kitas und Schulen, in die Ausstattung unserer Kommunen und in die Infrastruktur“, erläuterte Schwesig.

Das neue Jahr sei mit der Abschaffung der Elternbeiträge für die Kita schon gut gestartet. „Seit dem 1. Januar sind Krippe, Kindergarten, Tagesbetreuung und Hort für Eltern in unserem Land gebührenfrei. Damit sind wir Vorreiter in ganz Deutschland“, sagte Schwesig. Im Schulbereich plane die Landesregierung ein 200-Millionen-Paket. Unter anderem soll im Sommer die Bezahlung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer verbessert werden. Außerdem gebe es zusätzliche Mittel für das Schulbauprogramm.

Die Ministerpräsidentin begrüßte den Vorschlag von Wirtschaft und Gewerkschaften zur Einführung eines Azubi-Tickets: „Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern wäre ein Azubi-Ticket eine konkrete Unterstützung für junge Menschen. Allerdings brauchen wir dafür eine seriöse Finanzierung. Wir haben deshalb im Zukunftsbündnis eine entsprechende Studie zu den Kosten in Auftrag gegeben. Und es gibt auch schon Signale aus der Wirtschaft, sich zu beteiligen. Wir sollten dieses Jahr nutzen, um ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. Das Azubi-Ticket muss eine gemeinsame Aktion mit gemeinsamer Finanzierung sein.“

Mit dem neuen Haushalt würden zudem die Investitionen in den Breitbandausbau verstärkt und die Mittel für die Kommunen deutlich angehoben. „Ab diesem Jahr reicht das Land jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro pro Jahr an die Kommunen weiter“, so die Ministerpräsidentin.

Der Anfang eines neuen Jahrzehnts lade ein, sich zu überlegen, wie die Zukunft aussehen könnte und sollte. Die Landesregierung werde deshalb ab dem 2. Quartal einen Dialogprozess unter dem Titel „Mein MV 2030“ starten. „Es wird Veranstaltungen im ganzen Land geben. Wir planen Foren für Jugendliche, für ältere Menschen, für alle Bürgerinnen und Bürger“, kündigte die Ministerpräsidentin an und lud alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme ein.

„Mit Menschen zu sprechen, sich auszutauschen, auch wenn man anderer Meinung ist: Das ist der Kern von Demokratie“, betonte Schwesig. Sie sehe mit Sorge, das bei vielen Debatten heute allzu schnell in ein Schwarz-Weiß-Denken verfallen wird. „Unterschiedliche Meinungen auszuhalten, kann anstrengend sein. Aber es ist auch spannend. Denn auch der andere könnte Recht haben. Wenn man sich austauscht, werden alle Beteiligten klüger. Und das, was man danach tut, ist besser und durchdachter. Diskussion braucht die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Und das braucht Geduld.“

Die Aufgabe der Politik sei es, „in der Vielfalt der Meinungen einen Weg zu finden, auf dem möglichst viele mitgehen können. Auch das geht nicht immer von heute auf morgen. Und es ist oft anstrengend. Aber die Suche nach dem gemeinsamen Weg ist das, was Demokratie stark macht“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Wenn wir in diesem Jahr 30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern feiern, dann feiern wir auch 30 Jahre Demokratie in unserem Land. Es gibt immer wieder Angriffe auf die Demokratie. Es sind wenige, die die Demokratie weghaben wollen, aber sie machen mit Lautstärke, Einschüchterung und manchmal mit Gewalt auf sich aufmerksam. Dagegen müssen wir unsere Demokratie verteidigen und stärken.“, sagte die Ministerpräsidentin. „Trotz all ihrer Schwächen ist die Demokratie die mit Abstand beste Staatsform, die wir kennen.“

Landesorden verliehen

Stralsund – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird auf ihrem Neujahrsempfang am Montag im Stralsund drei Landesorden verleihen. „Mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern wollen wir Menschen ehren, die etwas ganz Besonderes, etwas Herausragendes geleistet haben für unser Land und für unser Miteinander hier in Mecklenburg-Vorpommern, so wie es die drei neuen Ordensträger getan haben“, erklärt die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Vorfeld.

Christoph de Boor, Hannelore Kohl und Reno Tiede seien auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Land verbunden. Sie seien aktiv. „Sie wollen bewegen und mitgestalten. Für ihr großes Engagement wollen wir ihnen heute mit der höchsten Auszeichnung, die das Land zu vergeben hat, danken. Ich gratuliere sehr herzlich.“

Christoph de Boor, Jahrgang 1961, habe die Friedliche Revolution in Waren von Anfang an begleitet, mitgestaltet und mit seinem Einsatz ein Stück ermöglicht. „Seine Wohnung war ein Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution in Mecklenburg-Vorpommern. Das war mutig. Wer kam, musste damit rechnen verhaftet zu werden. Aber das hat die Menschen nicht aufgehalten. Es kamen immer mehr. Die Wohnung war bald zu klein“, sagt die Regierungschefin. Es folgten Versammlungen in den Räumen der Gemeinde und schließlich die erste Demonstration in Waren: „Bei all diesen Momenten, die uns heute noch bewegen, war Herr de Boor dabei und als Warener Bürger und Vikar fast immer mittendrin.“

1990 bis 1994 habe er für den Landkreis Waren als Sozialdezernent Verantwortung in der Politik übernommen. Von der Kirche habe er sich aber nie entfernt und seit 1994 seinen Platz in der Diakonie gefunden. Herr de Boor ist ein Brückenbauer: bei der Zusammenlegung zweier Werke der Diakonie, bei der Fusion der Nordkirche als Mitglied der verfassungsgebenden Synode, dann als Synodaler der ersten Landessynode der Nordkirche und seither in vielen weiteren kirchlichen Gremien“, hebt Schwesig hervor.

„Herr de Boor war 1989 ein mutiger Wegbereiter für ein demokratisches Mecklenburg-Vorpommern in Freiheit und für eine offene, einige, den Menschen zugewandte Kirche. Herzlichen Glückwunsch zu der hohen Auszeichnung.“

Hannelore Kohl, Jahrgang 1948, sei lange das Gesicht der Rechtsprechung im Land gewesen. Sie war von 1997 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2013 Präsidentin des Oberverwaltungsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern und damit die erste Frau an der Spitze eines deutschen Oberverwaltungsgerichtes. Von Ende Januar 2008 bis Ende Januar 2017 war sie außerdem Präsidentin des Landesverfassungsgerichtes. „In diesen hohen Ämtern hat sie Eigenschaften ausgeführt, die sich schon Sokrates für Richter wünschte: Höflichkeit, Weisheit, Vernunft und Überparteilichkeit. Dabei hat sie nie die Bodenhaftung verloren. Sie hat sich stets auf das besonnen, worauf unsere Gesellschaft wahrlich fußt: auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, lobt die Ministerpräsidentin.

Trotz hoher Ämter habe sich Frau Kohl immer ehrenamtlich engagiert. Sie ist Mitglied der Bürgerinitiative „Bunt statt braun“ in Rostock und außerdem Leiterin der regionalen Arbeitsgruppe des Vereins „Gegen das Vergessen – für Demokratie e.V.“ Auch die Kunst habe einen wichtigen Platz in ihrem Leben. Seit 2014 ist sie ehrenamtliche Vorsitzende der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft in Greifswald, die das Erbe des Malers pflegt. Darüber hinaus gehört sie weiteren Gesellschaften und Fördervereinen an.

Schwesig: „Mit ihrem herausragenden Einsatz gehört Frau Kohl zu den 43 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich ehrenamtlich engagieren. Diese Menschen möchte das Land u.a. mit der Ehrenamtsstiftung unterstützen, die 2015 gegründet wurde. Frau Kohl war von Anfang an dabei. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten und Erfahrungen ist sie geradezu prädestiniert, das Ehrenamt und die Engagementförderung im ganzen Land voranzubringen.“ Als ehrenamtliche Vorsitzende habe sie den Aufbau und die Etablierung der Stiftung maßgeblich vorangetrieben. „Besonders wichtig ist ihr, dass sich die Engagierten untereinander austauschen und Ideen teilen können, dass sie mit der Bürokratie, die Ehrenamt auch mitbringt, nicht allein sind. Mit ihrem Engagement zeigt Frau Kohl eindrucksvoll: Ehrenamt ist eine wunderbare Aufgabe. Ehrenamt bereichert ungemein. Und dieses Engagement wollen wir heute verdient würdigen.“

„Ausprobieren, sich nicht abbringen lassen, egal, was für Hürden einem in den Weg gestellt werden – so könnte man sicher den Lebensweg von Reno Tiede beschreiben“, betonte die Ministerpräsidentin in ihrer Laudatio auf den Leistungssportler mit Sehbehinderung.

Seit seiner Jugend sei der Goalballer erfolgreich, „in einer Sportart, die nicht so populär ist wie Fußball oder Handball. Aber durch seine Erfolge wurde ihr Bekanntheitsgrad deutlich gesteigert. Herr Tiede ist Jugendweltmeister, Kapitän der Nationalmannschaft, Vizeweltmeister und frischgebackener Europameister. Letztes Jahr hat er mit seiner Mannschaft den Titel bei der Heim-EM in Rostock gewonnen. Dazu herzlichen Glückwunsch!“

Es seien aber nicht nur die eigenen sportlichen Erfolge, die den Goalballer auszeichnen würden. Tiede, Jahrgang 1990, wolle seine Sportart insgesamt nach vorn bringen, sie in die Mitte der Gesellschaft rücken. Schwesig: „Herr Tiede setzt sich ein für nachhaltige Wettkampfstrukturen in ganz Deutschland und hat großen Anteil daran, dass nach einer längeren Pause wieder in einer 1. Bundesliga gespielt wird und eine 2. Bundesliga eingeführt wurde. Und seine Heimatstadt Rostock will er als Goalballstandort Nummer 1 entwickeln.“ Mit der Gründung des Rostocker Goalballclubs Hansa 2014, den er leitet, habe er dafür beste Grundlagen geschaffen. Seit drei Jahren sei Rostock einer von zwei paralympischen Trainingsstützpunkten in ganz Deutschland.

„Lieber Herr Tiede, Ihr Engagement ist wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass Sport Menschen verbinden kann, hinweg über sprachliche und kulturelle Barrieren, über Unterschiede des Alters und des Geschlechts hinweg. Dieses herausragende Engagement für Integration und Teilhabe wollen wir heute würdigen.“