Schwesig: Erinnern heißt nicht zu vergessen

Schwerin – Anlässlich des „Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ rief Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dazu auf, die Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten aufrechtzuerhalten.

„Erinnern heißt: nicht vergessen. Wir sind es den Millionen Opfern der NS-Diktatur und ihren Angehörigen schuldig. Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma, Gegner und Kritiker: In der barbarischen und menschenverachtenden Welt der Nazis besaßen sie weder Wert noch Würde.

Auch heute, 78 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, bleiben die Verbrechen unbegreiflich. Wir verneigen uns vor allen, die von 1933 bis 1945 verfolgt, misshandelt oder getötet wurden. Das fortwährende Erinnern an die dunkelste Zeit deutscher Geschichte ist wichtig für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft: Es ist und bleibt unsere gemeinsame Aufgabe, dass so etwas nie wieder geschieht.“

Dazu gehöre auch, unsere heutige Demokratie vor seinen Feinden zu schützen, sagte die Regierungschefin. „Antisemitismus und Rassismus wirken wie ein Gift. Wir dürfen nicht zulassen, dass es unsere demokratische Gesellschaft zersetzt. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Lassen Sie uns gemeinsam für ein tolerantes und offenes Deutschland eintreten, auch im Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus.“

Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Seit 1996 begeht Deutschland den 27. Januar als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“.

Halbzeit auf der Grünen Woche

Fischverkäufer erwartet Rekordumsatz

Berlin – Halbzeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. „Fünf von zehn Messetage liegen bereits hinter den Ausstellerinnen und Ausstellern in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle, die nach eigenen Angaben hochzufrieden sind. Rund 150.000 Gäste haben sich bislang von der touristischen und kulinarischen Vielfalt unseres Bundeslandes überzeugt und viele regionale Spezialitäten verkostet“, sagte Agrarminister Dr. Till Backhaus, der am Dienstagnachmittag eine Delegation aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim in der MV-Halle begrüßte.

Zudem führte er gestern Gespräche mit der Industrie- und Handelskammer Schwerin und mit Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung. Auch der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Heiko Miraß, war gestern ganztätig in der MV-Halle unterwegs und im Gespräch mit den Ausstellenden und Gästen.

Bisher wurden in der MV-Halle fast 6.000 Liter Bier ausgeschenkt und mehrere tausend Fischbrötchen allein am Stand des Fischereibetriebes Domkes aus Ahlbeck verkauft, der in diesem Jahr von einem Rekordumsatz ausgeht.

„Ich freue mich, dass die IGW nach zwei Jahren Pause so einen durchschlagenden Erfolg hat. Das ist gut für die Unternehmen, die hier bestehende Kontakte pflegen und neue Kontakte gewinnen können, aber auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern insgesamt. Denn die IGW ist beiweitem nicht nur ein Marktplatz für Produkte und Dienstleistungen. Hier kann unser Land seine geballte Innovations- und Leistungsfähigkeit präsentieren und natürlich auch Mitbewerber im Auge behalten.

Auch die Begeisterung bei den Besucherinnen und Besucher ist deutlich spürbar. Alle freuen sich, wieder unter Leute zu kommen, zu schlendern, zu probieren und einzukaufen. Unsere Sitzplätze, die wir in diesem Jahr noch einmal deutlich aufgestockt haben, sind immer voll belegt – selbst unter der Woche. Interessierte haben noch bis Sonntag Zeit unserem schönen Bundesland in Halle 6.2a einen Besuch zu abstatten. Wir freuen uns!“, so Backhaus.

Branchentreff des E-Handwerks

Schulte: Wichtigste Herausforderungen der Branche sind Fachkräftegewinnung und -sicherung

Rostock – Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Schulte hat in Rostock anlässlich der 33. Fachschulung für Gebäudetechnik auf die zukunftsträchtige Schlüsselposition des Handwerks beim Ausbau der erneuerbaren Energien hingewiesen.

„Mit der Energiewende und der Digitalisierung ist das Aufgabenspektrum im Handwerk enorm gewachsen. Für die Branche eröffnen sich im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien, der energetischen Sanierung und weiterer Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftliche Chancen. Um diese zu bewältigen, sind neben der Fachkräftesicherung vor allem die Qualifikation des vorhandenen Personals die wichtigsten Herausforderungen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Die Veranstaltung wurde vom Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Mecklenburg-Vorpommern organisiert.

„Das wichtigste Gut eines Unternehmens sind ausgebildete Fachkräfte. Und diese zu gewinnen, wird zunehmend schwerer. Entscheidend ist, jungen Menschen eine langfristige Perspektive im Unternehmen aufzuzeigen, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen sowie weiterbildungswillige Fachkräfte zu unterstützen. Der Weg zu einem Meistertitel oder einer Fachqualifikation ist manchmal steinig, lohnt sich aber.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt deshalb über eine Vielzahl von Instrumenten die Aus- und Weiterbildung von Handwerkern“, sagte Schulte. So werden beispielsweise Fahrtkostenzuschüsse bei auswärtiger Unterkunft für Auszubildende ausgereicht, wenn sie wegen langer Anfahrtswege zur Berufsschule Fahrt- und Übernachtungskosten tragen müssen. Im vergangenen Jahr ist auch ein Ausbildungs-Appell verabschiedet worden.

Zudem wird die Weiterbildung von Handwerksgesellen unterstützt. Über das „Meister-Extra“ erhalten erfolgreiche Absolventen bei erfolgreichem Abschluss eine Förderung in Höhe von 2.000 Euro; 3.000 Euro gibt es zusätzlich für die 50 besten Absolventen eines Jahres. Zudem gibt es mit der „Meisterprämie“ einen nicht rückzahlbaren einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro für Meisterinnen und Meister bei erstmaliger Existenzgründung durch Übernahme eines Betriebes.

Insgesamt sind derzeit über 20.000 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 100.000 Menschen und knapp 6.000 Auszubildende. Es wird ein jährlicher Umsatz von neun Milliarden Euro erwirtschaftet.

Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen.

Der Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Mecklenburg-Vorpommern (LIV MV) setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Interessen von aktuell 420 elektro- und informationstechnischen Betrieben mit einem Umsatzvolumen von ca. 500 Millionen Euro ein.

Er vertritt die Ausübungsberufe Elektrotechniker/in, Informationstechniker/in, Elektromaschinenbauer/in sowie die zugeordneten Ausbildungsberufe Elektroniker/-in, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Fachrichtung Automatisierungstechnik, Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, Systemelektroniker/-in, Informationselektroniker/-in Schwerpunkt Bürosystemtechnik und Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik, Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik. Über die vier Lehrjahre werden in diesen Berufen derzeit rund 385 junge Menschen ausgebildet.

Gespräche zur Grünen Woche

Miraß: Unternehmen aus Vorpommern präsentieren Produkte höchster Qualität

Berlin . Bei seinem Besuch der Internationalen Grünen Woche hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß Gespräche, insbesondere mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen aus dem östlichen Landesteil, geführt.

„Insgesamt sind 12 Produktionsunternehmen und insgesamt 24 Aussteller aus Vorpommern auf der Grünen Woche vertreten. Ob die Fleisch- und Wurstspezialitäten Robert Kriewitz aus Ueckermünde, die Wurstspezialitäten anbietende Gemeinnützige Werk- und Wohnstätten GmbH (GWW) Pasewalk oder Fisch Domke aus Heringsdorf, um nur drei Beispiele zu nennen – alle präsentieren Produkte höchster Qualität.

Ich bin sehr sicher, dass ihre Präsentation auf der Grünen Woche zu erfolgreichen Geschäften führen wird, denn diese qualitativ hochwertigen Lebensmittel sind beliebt, bei uns in Mecklenburg-Vorpommern und weit darüber hinaus“, sagte Miraß nach seinem Besuch.

Da auch die enge Zusammenarbeit der Unternehmen ein wichtiges Element für die Wahrnehmung einer Genussregion wie Mecklenburg-Vorpommern ist, widmete der Parlamentarische Staatssekretär auch den vertretenen Netzwerken und Vermarktungsstrukturen besondere Aufmerksamkeit.

Am Stand des Rügen Produkte e.V., in welchem 7 Unternehmen gemeinsam die Region mit ihren einzigartigen Regionalprodukten präsentierten, wurde der Mehrwert einer solchen Kooperation besonders eindrucksvoll deutlich.

„Ob es die Produkte vom Hiddenseer Kutterfisch, die Quarkdesserts der Molkerei Inselfrische aus Poseritz oder die Sanddornprodukte vom Rügenhof am Kap Arkona sind, diese Produkte schmecken nicht nur einfach hervorragend, sondern machen Lust auf Inselurlaub“, sagte Miraß in Berlin.

Wie in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zählen auch Unternehmen aus dem Bereich der Ernährungswirtschaft zu den Leuchttürmen für Vorpommern und das östliche Mecklenburg. „Hochwertige regionaltypische Lebensmittel werden immer mehr zum Markenzeichen des östlichen Landesteils.

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, leisten die hier in Berlin vertretenen Aussteller mit ihren schmackhaften Produkten einen unschätzbaren Beitrag dazu, dass Einheimische und Urlaubsgäste sich bei uns so wohl und willkommen fühlen.“

Termine für Verkaufssonntage stehen fest

Stralsund – Die verkaufsoffenen Sonntage für die Altstadt der Hansestadt Stralsund stehen fest.

Im Jahr 2023 sind es folgende Termine:

02. April
07. Mai
01. Oktober
05. November
03. Dezember

An diesen Sonntagen dürfen die Altstadthändler in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr ihre Geschäfte zusätzlich öffnen.

Die Sonntagsöffnung erfolgt auf Grundlage der Bäderverkaufsverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, durch die dem Oberbürgermeister die Möglichkeit gegeben wird, an Sonntagen in der historischen Altstadt der Hansestadt Stralsund den gewerblichen Verkauf zu erlauben.

Die entsprechende Verfügung wird im kommenden Amtsblatt Nr. 1 am 23.01.2023 veröffentlicht.

„Natürlich aus MV“ auf der Grünen Woche

Berlin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt haben heute auf der Internationalen Grünen Woche den Ländertag Mecklenburg-Vorpommern eröffnet.

„Der MV-Ländertag ist ein ganz besonderer Höhepunkt der Grünen Woche – nicht nur für uns, sondern für viele Gäste der Messe. Einige kommen direkt hierher, weil sie von unseren Produkten schon begeistert sind. Ich bin sicher, alle anderen werden heute überzeugt werden, dass Produkte aus MV zu den Highlights der Messe gehören“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Grüne Woche sei eine tolle Werbung für das Land und die Unternehmen. Schwesig: „Wir sind sehr stolz auf unsere guten Produkte. Damit die Verbraucherinnen und Verbraucher diese Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern in Zukunft besser erkennen, haben wir unser neues Regionalzeichen mit dabei.

Das Zeichen „Natürlich aus MV“ steht für die Natürlichkeit, das Handwerkskönnen und Innovation aus MV – lokaler, nachhaltiger, besser. Das wird für viele Konsumenten immer wichtiger. Mit dem neuen Regionalzeichen wird das nun noch einfacher auffindbar – bei den Produzierenden und hoffentlich auch bald im Handel selbst.

Wir würden uns freuen, wenn der Handel das Zeichen ebenso aufgreift und nutzt, wie uns dies bereits viele Unternehmen aus MV, von der Schokoladen-Manufaktur bis zur großen Brauerei zugesagt haben – Danke dafür“, betonte die Ministerpräsidentin.

Backhaus eröffnet MV-Halle auf der IGW in Berlin

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wirbt das Land Mecklenburg-Vorpommern seit heute mit rund 1.800 weiteren Ausstellern aus über 70 Ländern mit mehr als 100.000 Produkten um die Gunst des Publikums. Um 10 Uhr eröffnete Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Länderhalle (6.2a), in der sich 60 Aussteller aus allen sechs Landkreisen präsentieren.

Das sei nach zweijähriger Corona-Zwangspause ein anständiger Start zurück in eine neue Normalität, sagte er im Vorfeld der Eröffnung. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung der ländlichen Räume und der Landwirtschaft.

„Der ländliche Raum sichert nicht nur einen Großteil unserer regionalen Lebensmittelversorgung, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Stärke bei. Lebensmittel in Deutschland sind durch den Krieg in der Ukraine deutlich teurer geworden. Zum Glück braucht in Deutschland niemand zu hungern. Die weltweiten Hungersnöte machen mir allerdings große Sorgen. Klimaschutz , Sicherung der Artenvielfalt , sauberes Wasser und eine gesunde Ernährung , sind deshalb die Eckpfeiler meiner Politik.

in MV ist die Land- und Ernährungswirtschaft ein zentraler Wirtschaftszweig. Sie steht für verantwortliches Handeln und innovative Ideen – auch in Krisenzeiten. Ich hoffe deshalb sehr, dass die Messegäste in diesem Jahr etwas bewusster durch die Hallen gehen und ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass die Branche insbesondere in den vergangenen Monaten eine großartige Leistung erbracht hat.

Trotz Rohstoffmangel, Engpässen, allgemeiner Verteuerung, u.a. bei der Energie, sowie Lieferkettenprobleme waren die Regale immer gefüllt und nirgendwo herrschte ein grundsätzlicher Mangel. Zudem engagieren sich die Betriebe verstärkt für den Klima, Umwelt- und Naturschutz. Das belegen jedenfalls die vorläufigen Antragszahlen für die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen für die kommenden fünf Jahre ab2023.

Demnach unterliegt mehr als jeder 3. Hektar im Land besonderen Maßnahmen für den Arten-, Klimaschutz und Gewässerschutz. Besonders gefragt sind die extensive Dauergrünlandbewirtschaftung, der ökologische Landbau, aber auch die moorschonende Stauhaltung, die wir neu entwickelt haben“, betonte Minister Backhaus. Allein für diese neue Maßnahme gebe es Anträge im Umfang von 16.000 Hektar. Das zeigt, dass sich die Landwirte ihrer Verantwortung stellen, wenn sie für besondere Anstrengungen auch besonders entlohnt werden.“

Auf seinem obligatorischen Rundgang durch die MV-Halle möchte der Minister mit vielen Ausstellern ins Gespräch kommen. Er zeigte sich aber schon jetzt davon überzeugt, dass die MV-Halle auch in diesem Jahr zu den Publikumsmagneten der Messe gehören werde.

Die Gäste dürften sich auf bekannte und neue Köstlichkeiten freuen: Neben Wildprodukten, Fisch sowie Wurst- und Bierspezialitäten profilierter Unternehmen, gebe es auch eine Bandbreite kleinerer Anbieter, die zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei sind, darunter eine Schokoladenmanufaktur aus Greifswald und eine Bäckerei und Konditorei aus Plau.

Backhaus ist sich sicher: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und niemandem sollte es egal sein, was auf seinem Teller liegt. Ich begrüße es deshalb, dass die Art und Weise, wie unsere Lebensmittel produziert werden, mehr und mehr zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema werde. Mit Blick auf die angekündigten Demonstrationen unter dem Slogan „Wir haben es satt!“ am kommenden Samstag am Brandenburger Tor plädierte er aber für mehr Sachlichkeit in der Debatte, zum Beispiel, wenn es um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, den Fleischkonsum oder die Tierhaltung der Zukunft geht.

Wer glaubt, es gebe nur Schwarz oder Weiß, der verkennt die Realität und wird das Höfesterben am Ende befeuern und nicht aufhalten. Wenn wir uns in ideologisch geführten Debatten verstricken und sich die dramatische Lage der Veredlungswirtschaft nicht bald bessert, brauchen wir uns bald für gar nichts mehr einsetzen. Es gibt dann einfach keinen Tierbestand mehr, da die Landwirte aufgeben müssen. Wurden in MV 1990 noch 1,1 Mio. Rinder im Land gehalten, sind wir heute bei rund 450.000 Rindern.

Die Entwicklung in der Schweinehaltung ist durch die stark gesunkenen Fleischpreise und die Afrikanische Schweinepest ebenfalls von einem drastischen Bestandsrückgang gekennzeichnet.  Insgesamt rund 569.000 Schweine waren es 2022. Das sind etwa 131.000 Tiere weniger – oder 18,6 Prozent – als im Jahr zuvor. 2021 standen noch ca. 700.000 Schweine im Nordosten in den Ställen.“

Das Ernährungsgewerbe MV exportierte im Jahr 2022 Waren im Wert von 989 Millionen Euro – das waren rund 14,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Beschäftigungsentwicklung war im genannten Zeitraum leicht ansteigend. Insgesamt sind im verarbeitenden Gewerbe des Landes über 50.200 Menschen beschäftigt (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Mitarbeitende).

Auf der Internationalen Grünen Woche wird Agrarminister Backhaus u.a. Gespräche mit Bundesministern, Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, MinisterInnen anderer Bundesländer sowie dem Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter, dem Deutschen Jagdverband und dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft führen.

Wertholz-Submission des Landes am 26.01.2023

Malchin – Am 26. Januar findet in Malchin die diesjährige Wertholz-Submission des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Bereits seit 1992 führt die Landesforstverwaltung jährlich diesen Wertholztermin durch, bei dem die besten Holzqualitäten unseres Landes meistbietend verkauft werden. Nach 28 Jahren als Versteigerung wird der Termin seit dem Jahr 2020 als Submission (Verkauf nach schriftlichem Meistgebot) ausgerichtet.

Das diesjährige Angebot umfasst insgesamt 531 Festmeter Laubwertholz von 12 verschiedenen Baumarten, davon stammen 104 Festmeter aus Kommunal- und Privatforsten des Landes. Den Hauptanteil des Holzes stellt mit 401 Festmeter erneut die Baumart Eiche.

Aber auch Esche, Buche, Ahorn, Erle und Vogelkirsche sind mit teils nennenswerten Mengen vertreten. Neben der Landesforstanstalt als Hauptan-bietender sowie zwei Bundesforstbetrieben beteiligen sich auch acht kommunale und private Waldbesitzende des Landes mit Werthölzern am diesjährigen Meistge-botstermin. Unter ihnen befinden sich die Städte Rostock und Greifswald.

„Die Spitzenpreise vieler Baumarten können sich auch bundesweit sehen lassen. Beim letztjährigen Wertholz­termin konnten die beteiligten Waldbesitzenden unseres Landes einen Erlös von insgesamt ca. 527.000 Euro erzielen. Ich würde mich freuen, wenn sich künftig noch mehr Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer unseres Landes an der Wertholz-Submission beteiligen“ so Forstminister Dr. Till Backhaus.

Die auf der Submission angebotenen Hölzer werden aufgrund der guten Qualitäten überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden. Die Kaufinteressierten erwartet ein vielfältiges Angebot, welches zentral auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide lagert und seit dem 02. Januar 2023 besichtigt werden kann.

Der Submissionskatalog wurde an Kaufinteressierte aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland gesandt und steht zudem auf der Homepage der Landesforstanstalt unter www.wald-mv.de als Download zur Verfügung.

Die Öffnung der schriftlichen Gebote erfolgt am 26.01.2023 ab 09.00 Uhr in der Zentrale der Landes­forstanstalt. Bei einer beabsichtigten Teilnahme von Anbietenden bzw. Kaufinteressierten bittet die Submissionsleitung um eine vorherige Information (Tel. 03994 / 235 210).

Die Ergebnisse der Submission werden ab 27.01. vom Ministerium bekanntgegeben.

Schulen M-V: Energiesparmeister 2023 gesucht

Schwerin – Der deutschlandweite Schulwettbewerb Energiesparmeister geht in die nächste Runde. Er zeichnet besonders effiziente, kreative und nachhaltige Projekte aus jedem Bundesland mit Geld- und Sachpreisen im Gesamtwert von 50.000 Euro aus. Schüler und Lehrer aller Schulformen und Altersklassen können sich ab sofort bis zum 24. März 2023 auf www.energiesparmeister.de bewerben.

Der Wettbewerb ist eine Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und wird unterstützt durch das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt „Online-Klimaschutzberatung für Deutschland“.

„Egal, ob eine Solarbank mit Lademöglichkeiten, der Austausch aller Leuchtmittel mit LEDs oder eine Verschattung des Lehrerparkplatzes mit Solarpaneelen: Schülerinnen und Schüler in ganz MV setzen sich bereits auf vielfältige Weise für ihre Umwelt ein. Dazu zählen Baumpflanzaktionen genauso wie beispielsweise Müllsammlungen, Abfalltrennungen, Solardächer, Plastik-Verzicht oder Schulgarten-Projekte.

Der Wettbewerb ist bestens geeignet, um Klimaschutz voranzubringen und andere zum Mitmachen zu bewegen“, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Eine Jury mit Experten aus Politik und Gesellschaft kürt nach Bewerbungsende das beste Projekt aus jedem Bundesland. Die Sieger erhalten die Auszeichnung „Energiesparmeister 2023“ sowie 2.500 Euro Preisgeld. Außerdem gibt es eine Patenschaft mit der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). Alle Landessieger haben zudem die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg. Dieser wird per Online-Abstimmung ermittelt.

Zusätzlich lobt die LEKA MV erstmals einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis aus. Er zeichnet Projektideen und geplante Projekte im Bereich Energiesparen, Energieeffizienz sowie Erneuerbare Energien aus. Dafür wird es eine regionale Jury geben, bestehend aus Dr. Martina Trümper, Referentin am Institut für Qualitätsentwicklung MV, Christian Dahlke, Abteilungsleiter Energie und Landesentwicklung des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV sowie Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV.

Landes- und zugleich Bundessieger des vergangenen Jahres ist die Christliche Münsterschule Bad Doberan. Die Grundschule hat die Jury und das Publikum begeistert. Die Schüler stoßen Veränderungen an, indem sie sich an Unternehmen, Politik und Gesellschaft wenden. Sie waren etwa mit einem Stand beim Klimatag der Stadt vertreten und haben den Cornelsen-Verlag gebeten, nur noch recyceltes Papier zu verwenden.

Nach einer Podiumsdiskussion in der Schule will der Bürgermeister nun die Radwege ausbessern. Als nächstes wollen sie in der Stadt einen Klimalehrpfad mit Info-Tafeln installieren. Alle bisherigen Preisträger sind unter www.energiesparmeister.de/preisträger zu finden.

Auch bereits prämierte Schulen können mitmachen. Die überzeugendste Weiterentwicklung vergangener Projekte wird mit einem Sonderpreis für langfristiges Engagement ausgezeichnet und mit 1.000 Euro belohnt.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb ist eine Aktion von co2online, unterstützt durch das Projekt „Online-Klimaschutzberatung für Deutschland“ und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. co2online realisiert den Schulwettbewerb im 15. Jahr in Folge und vergibt jedes Jahr Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro an engagierte Schulen.

Zu co2online gehören mehr als 40 Energie- und Kommunikationsexperten. Sie machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und Praxis-Checks dafür stark, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Unterstützt werden sie von der Europäischen Kommission, vom Bundesumweltministerium sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Neujahrsempfang

Schwesig: Zusammenhalt und Zuversicht der Schlüssel für die Zukunft von MV

Greifswald – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig setzt im Jahr 2023 auf „Zusammenhalt und Zuversicht“. „Wir erleben eine Zeitenwende. In dieser Zeitenwende brauchen wir Zusammenhalt und Zuversicht“, sagte die Ministerpräsidentin auf ihrem Neujahrsempfang in Greifswald.

„Wir werden uns weiter um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung kümmern, um den Ausbau der erneuerbaren Energien. Und wir werden die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen in unserem Land in der Energiekrise unterstützen. Wir in Mecklenburg-Vorpommern leisten unseren Beitrag. Wir sind Teil der Lösung.

Gleichzeitig können wir in diesem Jahr auch unser Land wirtschaftlich weiter voranbringen, den sozialen Zusammenhalt stärken und unsere Natur und Umwelt schützen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt, weil wir bei uns in Mecklenburg-Vorpommern zusammenhalten“, erklärte Schwesig vor rund 300 Gästen aus allen Teilen der Gesellschaft.

Zu Beginn ihrer Rede ging Schwesig auf den Krieg in der Ukraine ein. „Die Hoffnung von 1989, die Hoffnung auf dauerhaften Frieden in Europa, die Hoffnung, Konflikte auf unserem Kontinent friedlich gemeinsam beilegen zu können, ist dem russischen Angriff auf die Ukraine zerstört. Damit beginnt eine neue Zeit in Europa. Die ersten, die darunter leiden, sind die Menschen in der Ukraine. Es sterben Soldaten und Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder“, sagte Schwesig.

Die Regierungschefin dankte allen, die in dieser schwierigen Zeit die Hand reichen, zum Beispiel mit Hilfstransporten. Das Handeln helfe nicht nur beim Überleben, sondern sende auch die Botschaft: Die Ukrainerinnen und Ukraine seien nicht allein. „Alle wünschen sich, dass es in ihrem Land wieder Frieden gibt. Im Moment sieht es leider nicht danach aus. Aber ich will die Hoffnung auf den Frieden im neuen Jahr nicht aufgeben.“

In Mecklenburg-Vorpommern mache sich der Krieg in der Ukraine vor allem in der Energieversorgung bemerkbar. Durch die Ostseepipelines fließe schon lange kein Gas mehr. Seit Januar werde kein Erdöl mehr aus Russland exportiert. Zudem sei vieles teurer geworden, zum Beispiel Strom, Gas, Briketts, auch Öl und Holzpellets. „Auch in der Energiepolitik gilt: Wir erleben eine Zeitenwende. Und unser Land gestaltet diese Zeitenwende mit. In den vergangenen Monaten haben wir die Weichen dafür gestellt, dass bei uns im Land Erdöl und Erdgas auf neuen Wegen ankommen können. In diesen Tagen laufen die ersten Tanker mit Rohöl für die Raffinerie in Schwedt in den Rostocker Hafen ein. Auch beginnt die Deutsche Regas mit dem Import von Flüssiggas über den Hafen in Lubmin“, sagte Schwesig.

Dennoch: Die Lösung für die Zukunft seien erneuerbare Energien, betonte die Regierungschefin. Schon jetzt produziere M-V mehr als doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energien, als wir selbst verbrauchen. Der Ausbau auf eine klimaneutrale Energieversorgung sei eine der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahre. „Im Zeitalter nach Kohle und Öl ändert sich die Rohstofflandkarte. Wir haben Wind, Wasser und Sonne. Das können wir nutzen. Für unsere Industrie. Für gute Arbeit mit guten Löhnen. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Neben einer sicheren Energieversorgung sei die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmen in Folge gestiegener Kosten eine weitere große Aufgabe im neuen Jahr. Mit dem Jahresbeginn griffen die Strom- und Gaspreisbremse, für die sich Mecklenburg-Vorpommern lange in Berlin stark gemacht hatte. Auch für Haushalte, die mit Öl oder Pellets heizen, soll es Hilfen geben.

Schwesig: „Unser MV-Energiefonds in Höhe von 1,1 Milliarden Euro ergänzt die Hilfen des Bundes. Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen, Schulen, Kitas, Hochschulen und soziale Einrichtungen. Damit gehen wir gestärkt ins neue Jahr. Dazu kommen die größten Sozialreformen seit zwei Jahrzehnten. Das Wohngeld steigt und mit ihm die Zahl der Haushalte, die diese Hilfe in Anspruch nehmen können. In M-V rechnen wir mit mehr als 60.000 Haushalten, die Wohngeld beziehen können statt 21.600 bisher.

Und Familien wird mit 250 Euro pro Kind ein höheres Kindergeld ausgezahlt. Wir als Land finanzieren die Sozialleistungen aus unserem Haushalt mit. Damit garantieren wir Solidarität und stärken soziale Sicherheit in unsicheren Zeiten.“

Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die Sorge um die Energie seien in der vergangenen Zeit so präsent gewesen, dass leicht vergessen werden könne, was Mecklenburg-Vorpommern alles geschafft habe. Nach der Insolvenz der MV-Werften im Januar 2022 sei neue Perspektiven für die Werftstandorte entwickelt worden. Gerade diese Woche sei das Marinearsenal Warnowwerft in Rostock feierlich eröffnet worden.

„Und auch sonst hat sich unsere Wirtschaft im Krisenjahr 2022 robust gezeigt: Die Arbeitslosenquote von 7,3 Prozent ist kaum höher als im Vorjahr. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist sogar um fast 10 Prozent zurückgegangen. Unsere Außenwirtschaft hat sich mit 13,4 Prozent Wachstum trotz der Corona-Zeit richtig gut entwickelt. Das wollen wir ausbauen. Zum Beispiel mit der aktuellen Wirtschaftsdelegationsreise unseres Chefs der Staatskanzlei nach Brasilien“, sagte die Ministerpräsidentin.

Auch im sozialen Bereich gehe es im Land weiter voran. Seit dem vergangenen Sommer können die Schülerinnen und Schüler in M-V den Ferienhort bis zu 10 Stunden beitragsfrei nutzen. Nach der beitragsfreien Kita sei das der nächste große Schritt für gute, beitragsfreie Bildung für alle Kinder von der Kita bis zur Universität.

„Im Sommer hat auch der Beteiligungsprozess für das Klimaschutzgesetz angefangen. In den ersten Konferenzen wurde schon deutlich: Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich ein leistungsfähiges öffentliches Nahverkehrsnetz auch im ländlichen Raum mit einfachen Tarifen. Da hilft uns das Deutschlandticket für 49 Euro, auf das wir uns mit dem Bund geeinigt haben. Es wird in der Vorbereitung des Klimaschutzgesetzes aber auch offen über Interessenkonflikte gesprochen.

Wichtig ist, dass wir Klima- und Umweltschutz mit den Betroffenen und den Interessierten machen und nicht gegen sie. Das Ziel ist klar: Ein Klimaschutzgesetz für M-V soll 2023 vorgelegt werden“, betonte Schwesig.

Die Landesregierung habe sich zudem auch für dieses Jahr vorgenommen, das Land wirtschaftlich weiter voranzubringen. Dazu zähle unter anderem die Änderung des Vergabegesetzes. „In Zukunft sollen Unternehmen, die bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zum Zuge kommen wollen, Tariflohn oder tarifähnliche zahlen. Wir brauchen guten Lohn für gute Arbeit. Das ist gerecht für die Beschäftigten und Werbung für Standort Mecklenburg-Vorpommern. Da wollen wir als öffentlicher Auftraggeber ein Zeichen setzen.“

Mit Blick auf die Gastgeberstadt des Neujahrsempfangs kündigte die Ministerpräsidentin an, dass der MV-Tag 2025 in Greifswald stattfinden wird: „Greifswald ist ein Aushängeschild für unser Land. Deshalb freut es mich sehr, dass ich heute bekanntgeben kann: Greifswald wird Gastgeber unseres MV-Tags 2025.“ Ursprünglich war bereits 2020 ein MV-Tag in der Universitäts- und Hansestadt vorgesehen, der aufgrund der Corona-Pandemie aber erst verschoben und dann abgesagt werden musste.

Zum Abschluss ihrer Rede beschwor die Ministerpräsidentin den Zusammenhalt und die Zuversicht in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben das Glück, in einem schönen Land zu leben, einem lebenswerten Land mit schöner Landschaft, mit dem Meer, den Seen, den Wiesen und Wäldern. In dem man Ruhe findet und Weite. Lebendige Städte und Dörfer.

Wir leben in einem Land mit einer lebendigen Demokratie. Wir leben auch in einem Land, das sich wirtschaftlich in den vergangenen Jahrzehnten gut entwickelt hat. Mecklenburg-Vorpommern, das sind Sie. Deshalb bin ich so zuversichtlich.“

Neujahrsempfang der Rostock Port GmbH

Meyer: Investitionen in Infrastruktur machen den Rostocker Hafen zukunftsfest

Rostock – Die Rostock Port GmbH hat am Freitag (13.01.) ihren traditionellen Neujahrsempfang veranstaltet. Der Rostocker Seehafen ist mit einer Nutzfläche von 750 Hektar und 47 Schiffsliegeplätzen der größte Universalhafen an der deutschen Ostseeküste. Er ist zudem das größte maritime Industrie- und Gewerbegebiet im Land.

„Der Rostocker Hafen spielt gerade in der jetzigen Zeit eine wichtige Rolle, wenn es um eine sichere Energieversorgung geht. Vom Standort aus werden über den Ölhafen die deutschlandweiten Lieferketten für Kraft-, Brenn- und Schmierstoffe gesichert. Gleichzeitig gilt es, den Seehafen Rostock für erneuerbare Energien zukunftsfest zu machen. Deshalb werden wir weiter in die Infrastruktur des Seehafens investieren, um den Ausbau des Hafens und das Voranbringen verschiedenster Energievorhaben zu forcieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Derzeit werden die Liegeplätze 31 und 32 im Rostocker Überseehafen ertüchtigt. Dadurch wird eine multifunktionale Kaianlage auf einer Länge von circa 360 Metern entstehen. Ziel ist, die Flächenbelastbarkeit von derzeit zwei Tonnen je Quadratmeter auf fünf Tonnen je Quadratmeter zu erhöhen.

Für die Ladungsbereiche Stückgut, Schüttgut und Projektladungen sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, die für die künftige Beanspruchung von Kaianlagen und Flächen erforderlich sind. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau mit rund 13,2 Millionen Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). „Mit den baulichen Veränderungen wird auch der Schiffsgrößenentwicklung Rechnung getragen werden. Das hilft den Hafenbetreibern, weitere Geschäftsfelder zukunftsfest zu erschließen“, sagte Meyer.

Zudem wurde im November 2022 der erste Spatenstich zur Seekanalvertiefung im Rostocker Hafen gesetzt. Mit der Anpassung der seewärtigen Zufahrt auf im Schnitt 16,5 Meter Sohltiefe können Massengutschiffe, die Güter wie beispielsweise Erz, Flüssiggut und Getreide transportieren, ihre Ladekapazitäten besser ausnutzen. Die Fertigstellung ist im Jahr 2025 geplant. „Die Anpassung des Seekanals wird die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Seehafens verbessern. Das sichert und schafft Arbeitsplätze für die Region“, sagte Meyer.

Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger

Schwerin – Zum zweiten Mal erhalten Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern einen Heizkostenzuschuss: Wohngeldempfängerinnen und –empfänger, Auszubildende, Studierende und Fortbildungsteilnehmende mit staatlicher Förderung wie beispielsweise BAföG erhalten weitere Unterstützung.

„Die Auszahlung des Heizkostenzuschusses an anspruchsberechtigte Wohngeldhaushalte wird voraussichtlich Ende Februar 2023 erfolgen“, sagte Bauminister Christian Pegel in Schwerin und führte weiter aus:

„Ein-Personen-Haushalte mit Wohngeld erhalten 415 Euro, Zwei-Personen-Haushalte 540 Euro und für jedes weitere Haushaltsmitglied gibt es zusätzlich 100 Euro. Es ist nicht nötig, einen Antrag zu stellen. Anspruchsberechtigt in Mecklenburg-Vorpommern sind schätzungsweise rund 27.000 Haushalte.“

Im Vergleich zum Heizkostenzuschuss im Sommer vergangenen Jahres wurden die Beträge deutlich angehoben. Damit wird auf die deutlichen Preissteigerungen im zweiten Halbjahr 2022 reagiert. Damals bekam ein Ein-Personen-Haushalt 270 Euro, ein Zwei-Personen-Haushalt 350 Euro und für jede weitere Person im Haushalt gab es zusätzlich 70 Euro.

Empfängerinnen und Empfänger von BAföG und Aufstiegs-BAföG erhalten 345 Euro. In unserem Land sind davon etwa 7.300 Studierende und 1.700 Schülerinnen und Schüler gut 1.100 Personen in einer Fortbildung betroffen.

Voraussetzung für eine Auszahlung ist, dass im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2022 in mindestens einem Monat Wohngeld, BAföG oder Aufstiegs-BAföG bezogen wurde. Zuständig für die Gewährung des zweiten Heizkostenzuschusses sind in M-V die kommunalen Wohngeldbehörden (Städte, Gemeinden und Ämter), die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung (Landkreise und kreisfreie Städte) sowie die Studierendenwerke.

„Ich bedanke mich bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Städte, Gemeinden und Ämter, die wieder dafür sorgen, dass insbesondere die Wohngeldempfängerinnen und –empfänger schnellstmöglich die finanzielle Hilfe erhalten“, so Minister Pegel.

Internationale Grüne Woche

Schwerin – Nach der coronabedingten Pause steht die Internationale Grüne Woche 2023 in den Startlöchern. Mecklenburg-Vorpommern wird in diesem Jahr vom 20. Bis zum 29. Januar erstmals eine komplette Halle nutzen können. Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus betont, wie wichtig die taditionsreiche Messe für das Land MV ist.

„Gegründet 1926 in Berlin ist die IGW einzigartig als internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Sie erlebt in diesem Jahr ihre 87. Ausgabe. Aussteller aus aller Welt präsentieren an zehn Veranstaltungstagen ein umfangreiches Produktangebot. Zudem gibt die IGW aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung eine Bühne.

Die IGW ist Ausgangspunkt für das Global Forum for Food and Agriculture (kurz GFFA). Das GFFA ist die führende internationale Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der weltweiten Land- und Ernährungswirtschaft. Höhepunkt ist das Treffen von über 70 Agrarministerinnen und Ministern“, sagt Backhaus und ergänzt:

„Seit 1990 präsentiert sich unser Bundesland dem Berliner Publikum. Zum 22. Mal ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer eigenen Länderhalle dabei. Die Präsentationsfläche beträgt in diesem Jahr 2.800 qm. Mecklenburg-Vorpommern ist eines von insgesamt 12 Bundesländern, die mit einer eigenen Präsentation auf der IGW vertreten sind. In unserer Halle präsentieren sich 60 Aussteller, darunter 5 Landkreise mit Unterausstellern und 10 Unternehmen mit eigenem Stand.

Durch die Absage von Baden-Württemberg ist es in diesem Jahr möglich, die gesamte Halle zu nutzen. Durch eine Neuaufteilung der Stände ist es gelungen, die Halle nicht gedrängt, sondern luftig und mit viel Raum für Freiräume und Sitzflächen präsentieren zu können“, so der Minister.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche wird MV auch sein neues Regionalsiegel „Natürlich aus MV“ vorstellen, an dessen Ausgesatltung das Landwirtschaftsministerium maßgeblich mitgewirkt hat.

„Unsere Land- und Ernährungswirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil unser gesamten Ökonomie. Sie steht für verantwortliches Handeln und innovative Ideen.

Ich wünsche mir, dass sich das Regionalzeichen in der ganzen Vielfalt und Bandbreite guter Produkte zeigt und sich als Marke des Landes etabliert deren Naturreichtum verbunden ist mit der Produktion hochwertiger Lebensmittel.

Das dient nicht nur der Werbung, sondern auch der Anerkennung der kleinen und mittelständischen Betriebe, die mit ihren saisonalen und regionalen Produkten einen wichtigen Beitrag zur gesunden und sicheren Ernährung leisten“, erklärt der Minister und stellt wichtige Zahlen aus der Land und Ernährungswirtschaft vor.

Demnach exportierte das Ernährungsgewerbe Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 Waren im Wert von 989 Mio. Euro, das waren rund +14,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Exportquote lag bei 21,5 %. Den größten Anteil am Export hatten Milchprodukte mit einem Anteil von 24 % und Süßwaren mit 32 %.

Die Beschäftigtenentwicklung war im genannten Zeitraum leicht ansteigend. Im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln stieg der Personalbestand um +2,8 %, im Bereich der Getränkeherstellung sank der Personalbestand um -1,8 %.

Insgesamt sind im verarbeitenden Gewerbe des Landes 50.214 Menschen beschäftigt, davon im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 14.465 und Getränkeherstellung 1.195 (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Mitarbeitende).

„Wir stellen fest, dass sie die Essgewohnheiten der Menschen ändern“, fährt der Minister fort. „Der Fleischverzehr in Deutschland entwickelt sich seit Jahren rückläufig. Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2022 weisen einen durchschnittlichen Verzehr von 52,8 kg pro Kopf und Jahr aus.

Das entspricht einem Rückgang um gut 13 % innerhalb von nur vier Jahren. Dabei waren die Rückgänge bei Schweinefleisch besonders deutlich. Seit 2018 nahm der durchschnittliche Verzehr um rund 18 % ab, im Jahr 2022 wird vermutlich die Marke von 30 kg pro Kopf und Jahr unterschritten. Neben dem generell rückläufigen Fleischkonsum macht sich hier auch die Corona-Pandemie sowie öffentliche Skandale, von Betriebsschließungen bis hin zu Problemen bei der Haltung, bemerkbar.“

Erfreulich sei, dass die neuen Programme der Agrar Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen von der Praktikern aus der Landwirtschaft gut angenommen, würden, so Minister Backhaus. Das belegten die bereits eingegangenen Anträge für einzelne Maßnahmen:

  • Vielfältige Kulturen  385 Anträge
  • Mehrjährige Blühstreifen  310 Anträge
  • Extensive Dauergrünlandbewirtschaftung 1.284 Anträge
  • Beibeahaltung Öko-Landbau 604 Anträge
  • Einführung Öko-Landbau 88 Anträge
  • Moorschonende Stauhaltung  126 Anträge

Erstmals gebe es in der neuen Förderperiode auch die Möglichkeit, einen Ausgleich zu zahlen für in Natura-2000-Gebieten wirtschaftenden Betrieben, wenn sie auf Einsatz von PSM verzichten. 200 Euro je ha.

„Damit erhöhen wir die Akzeptanz der betroffenen Landwirtschaft für die Umsetzung der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie der EU, denn wir erhalten über die Beihilfe die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Es muss uns gelingen, Ökologie und Ökonomie sinnvoll miteinander zu verbinden. Hier gilt die von mir stets vertretene  Devise: Öffentliches Geld für öffentliche Leistung“, so Backhaus abschließend. 

Schwesig dankt Sternsingern

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig empfing heute in der Staatskanzlei Sternsinger aus der katholischen Edith-Stein-Schule Ludwigslust und übergab dabei eine Spende für die diesjährige Aktion zum Dreikönigssingen.

„Der Besuch der Sternsinger ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Für mich ist der Besuch ein Zeichen dafür, dass etwas Neues beginnt. Ein neues Jahr mit guten Vorsätzen, guten Wünschen und Hoffnungen. Mit dem Segen der Schülerinnen und Schüler aus Ludwigslust fangen wir das Jahr gut an. Ein Jahr, von dem wir uns sehnlichst wünschen, dass es schon bald wieder Frieden geben wird“, sagte Schwesig.

Die Aktion Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“.

Schwesig: „Es sind in allen Kriegen die Kinder, die besonders leiden. Und auch dort, wo gerade kein Krieg herrscht, sind Kinder von Gewalt betroffen. Auf der ganzen Welt brauchen Kinder unsere Hilfe und Solidarität. Deshalb ist es der richtige Ansatz, Kinder zu unterstützen und sie stark zu machen. Die Aktion Dreikönigssingen ist ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich danke allen, die sich an der Aktion beteiligen und freue mich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatskanzlei Spenden gesammelt haben, die wir heute an die Sternsinger übergeben.“

Neben den gesammelten Spenden ist es auch möglich, unter der Adresse www.sternsinger.de/spendendose/ online zu spenden. Im vergangenen Jahr kamen rund 40 Millionen Euro zusammen.

Unternehmerin/Unternehmer des Jahres 2023

„Preis der Wirtschaft“ in Mecklenburg-Vorpommern ausgelobt

Schwerin – Wer wird Unternehmerin oder Unternehmer des Jahres 2023 in Mecklenburg-Vorpommern? Ab sofort beginnt die Bewerbungs- und Vorschlagsphase für den landesweiten Preis. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten und Unternehmen in den Kategorien Unternehmerpersönlichkeit, Unternehmensentwicklung, Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit sowie Nachhaltigkeit.

„Wir suchen Unternehmen, die herausragende und beispielhafte Leistungen erbracht haben. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Mitarbeitende dort tätig sind oder aus welchem Wirtschaftsbereich der Betrieb kommt. Entscheidend sind die kreativen Ideen, Errungenschaften, Produkte und Dienstleistungen, die Fürsorge für die Mitarbeitenden und das nachhaltige Engagement“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer zum Start der Bewerbungsphase. Im vergangenen Jahr sind 120 Bewerbungen und Nominierungen für den Preis eingegangen.

Der Preis der Wirtschaft „Unternehmer des Jahres in MV“ wird 2023 zum fünfzehnten Mal landesweit ausgelobt. Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern. Auch wiederholte Vorschläge und Bewerbungen sind zugelassen. In dem Wettbewerb sind Eigenbewerbungen und Nominierungen durch andere möglich, auch in mehreren Kategorien.

Träger des landesweiten und branchenübergreifenden Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die drei Industrie- und Handelskammern in MV, beide Handwerkskammern in MV und die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern (VUMV).

„Die Unternehmerinnen und Unternehmer aus Mecklenburg-Vorpommern sind mit ihren Mitarbeitenden ein Garant für die wirtschaftliche Stabilität des Landes. Sie übernehmen Verantwortung, schaffen und sichern Arbeitsplätze, entwickeln innovative Produkte und Dienstleistungen. Dieses hohe Engagement wollen wir mit der Auszeichnung würdigen“, sagte Meyer.

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern. Auch wiederholte Vorschläge und Bewerbungen sind zugelassen und willkommen. Die Unterlagen sind in schriftlicher Form einzureichen, eine Übersendung per Post, per Fax, per E-Mail oder der Versand nach digitaler Bearbeitung des Teilnahmebogens auf der Seite unternehmerpreis-mv.de sind möglich. Bitte die Unterlagen an die unten genannte Geschäftsstelle des Landeswettbewerbs senden. Einsendeschluss ist der 26. März 2023.

Eine Jury, die sich aus den Trägern des Wettbewerbs zusammensetzt, bewertet die eingereichten Bewerbungen und Vorschläge und wählt die Preisträger in einem nichtöffentlichen Auswahlverfahren. In jeder der vier Kategorien des Landeswettbewerbs 2023 werden Finalisten festgelegt, aus deren Kreis die Ausgezeichneten ermittelt werden.

Bewerbungen und Nominierungen können an die folgende Adresse gesandt werden: Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV, Doreen Krätschmann, Johannes-Stelling-Str. 14, 19053 Schwerin, Telefon: 0385/588-15401, E-Mail: d.kraetschmann@wm.mv-regierung.de.