25 Jahre Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V

Schwerin – „Unser Land ist mit einer einzigartigen Naturausstattung und einer wunderschönen Kulturlandschaft gesegnet. Diesen natürlichen Reichtum für die Zukunft zu bewahren, dem hat sich die Stiftung für Umwelt und Naturschutz (StUN) seit ihrer Gründung im Jahr 1994 verschrieben und ist zu einer unverzichtbaren Säule des Natur- und Landschaftsschutzes gewachsen“, würdigte der Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im Schweriner Schloss die Verdienste der StUN.

„Nachhaltiges Wirken für den Naturschutz hängt vor allem von engagierten Akteuren und der Flächenverfügbarkeit – sprich dem Eigentum an Flächen ab. Genau dafür steht die StUN“, betont der Minister.

Seit Stiftungsgründung habe die Stiftung in insgesamt über 100 Naturschutz-, Großschutz- und Projektgebieten aktiv zum Naturschutz, aber auch zum Klimaschutz und Schutz der natürlichen Ressourcen in Mecklenburg-Vorpommern beigetragen. So besitzt und verwaltet die Stiftung mittlerweile eine über das gesamte Land verteilte Flächenkulisse von rund 8.500 Hektar.

„Bei der Bündelung der landeseigenen Naturschutzflächen in einer Hand und vor allem bei deren naturschutzfachlicher Weiterentwicklung sehe ich auch langfristig den Schwerpunkt des Handels unserer Landesstiftung. Zu diesem Zweck haben wir 2012 auch die Flächenagentur M-V als 100%-ige Tochter der StUN gegründet“, sagte der Minister.

Neben der nachhaltigen Flächenentwicklung setze die Stiftung Renaturierungsmaßnahmen und Projekte zum Schutz gefährdeter Lebensräume und Arten um. Auch in Sachen Umweltbildung sei die StUN ein unverzichtbarer Partner, so Backhaus und verwies zudem darauf, dass der StUN mit der Übernahme der Betreuung und Pflege von Kompensationsflächen ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet anvertraut werden konnte, an das in den Jahren ihrer Gründung wahrscheinlich noch niemand gedacht hat.

Abschließend würdigte er die Gründung der Stiftung nochmals als einen wichtigen Meilenstein für den Naturschutz und hob die Bedeutung der Stiftung als Partner der Umwelt- und Naturschutzpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern hervor.

„Deshalb werde ich mich auch zukünftig dafür einsetzen, dass weitere Flächen an die Stiftung übertragen werden und eine entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung sichergestellt bleibt“, bekräftigte der Minister.

Einstellung von Referendarinnen und Referendaren

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. Februar 2020 weitere Referendarinnen und Referendare für ein Lehramt ein. Die freien Plätze sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben. An den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen stehen 279 Plätze zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist Mittwoch, 16. Oktober 2019. Aufgrund des höheren Bearbeitungsaufwandes endet der Bewerbungszeitraum für den Quereinstieg (Referendariat an beruflichen Schulen) bereits am 9. Oktober 2019. Das Referendariat dauert 18 Monate.

Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Zeugnisse über die Erste Staatsprüfung bis zum 16. Oktober noch nicht erhalten haben, können nachrangig berücksichtigt werden, sofern sie ihre Zeugnisse bis zum 31. Januar 2020 nachreichen.

„Diese Regelung gilt erstmals für alle Lehrämter, das heißt, auch für das Lehramt an Gymnasien“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Somit haben auch diese Bewerberinnen und Bewerber nun die Chance auf einen nahtlosen Übergang vom Studium in den Vorbereitungsdienst. Ich freue mich sehr, dass nun alle Absolventinnen und Absolventen hier in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft als Lehrkraft an unseren Schulen direkt starten können “

Für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen stehen 50 Plätze zur Verfügung, 101 Plätze für das Lehramt an Regionalen Schulen. Beim Lehramt an Gymnasien sind es 60 Plätze, für das Lehramt für Sonderpädagogik 40 Plätze. Für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen werden 28 Stellen ausgeschrieben.

„Vier Mal im Jahr ermöglicht Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland im Norden Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen, ihre praktische Ausbildung an den Schulen zu beginnen“, betonte Bildungsministerin Martin. „Mit den Einstellungsterminen für das Referendariat zum 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober stellen wir das ganze Jahr über Referendarinnen und Referendare ein.“

„Die Einstellungschancen beim Referendariat und im Anschluss in den Lehrerberuf sind sehr gut, weil wir einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern haben. Wir stellen laufend ein, auch vorfristig zur Deckung zukünftiger Bedarfe“, warb Martin.

Bewerbungsbedingungen und Infos: www.lehrer-in-mv.de/referendare/infos/

Nachtbaustelle auf der Autobahn 19

Malchow – Aufgrund dringend nötiger Bauarbeiten wird die Bundesautobahn 19 ab Montag, 23.September 2019, 20 Uhr, in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Linstow und Malchow voll gesperrt. Um die Verkehrseinschränkungen so gering wie möglich zu halten, werden die Sanierungsarbeiten ausschließlich in den Nachtstunden durchgeführt.

Die Sperrung wird jeweils morgens um 6 Uhr wieder aufgehoben. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 25. September 2019 bis 6 Uhr abgeschlossen werden. In den Nachtstunden wird der Verkehr in Fahrtrichtung Berlin ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U22 zur Anschlussstelle Malchow geleitet.

In der Nacht vom 25. zum 26. September 2019 wird die Strecke zwischen den Anschlussstellen Linstow und Krakow am See in Fahrtrichtung Rostock von 20 Uhr bis 6 Uhr vollgesperrt. Der Verkehr wird ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U11 zur Anschlussstelle Krakow am See geleitet.

Im Rahmen der Arbeiten werden sämtliche Betonplatten in beiden Bereichen ausgetauscht. Die Sanierung ist dringend notwendig, da die Platten Abplatztungen und erhebliche Risse aufweisen. Der Verkehr in Fahrtrichtung Berlin wird ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U11 zur Anschlussstelle Malchow geleitet. Die Kosten belaufen sich auf ca.100.000 Euro und werden vom Bund getragen. Die Autofahrer werden um Verständnis für die dringend erforderlichen Bauarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Aktionswoche Kinderschutz startet

Schwerin – „Für einen besseren Kinderschutz sind aus meiner Sicht vor allem zwei Themen von herausragender Bedeutung: Prävention durch umfangreiche und zielgruppenspezifische Information und Vernetzung durch fachübergreifende Kooperation aller Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Genau das sind auch die Hauptziele der bevorstehenden Aktionswoche Kinderschutz“, sagte Ministerin Stefanie Drese heute auf der Landespressekonferenz.

Die Ministerin informierte gemeinsam mit der Sachgebietsleiterin des Sozialpädagogischen Dienstes im Jugendamt des Landkreises Rostock, Ute Boysen und Carsten Spies, Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes MV, über die vierte Aktionswoche Kinderschutz, die in diesem Jahr im Landkreis Rostock stattfinden wird.

Mit der Aktionswoche, die am 20. September mit etwa 350 teilnehmenden Fachleuten im Rahmen der Kinder- und Jugendschutzkonferenz in Güstrow startet, soll der Kinderschutz noch stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt und über aktuelle Entwicklungen und Angebote informiert werden. In etwa 50 Veranstaltungen bis zum 26. September werden alle Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Familien, Fachkräfte, Öffentlichkeit, Politik) angesprochen.

Drese betonte, dass im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in den vergangenen Jahren alle Ebenen enorme Anstrengungen unternommen hätten und vieles professioneller geworden sei. Als gelungene Beispiele benannte die Ministerin das „Bündnis Kinderschutz M-V“, die Umsetzung des „Landesprogramms Kinderschutz“, das Erinnerungssystem für Früherkennungsuntersuchungen, die Weiterentwicklung der „Frühen Hilfen“ und die neue Kinderschutz-App des Sozialministeriums.

Drese: „Dennoch kommt es auch bei uns im Land immer wieder zu folgenschweren Kindeswohlgefährdungen. Daher müssen wir uns immer wieder die Frage stellen, was wir tun können, um solchen Fallverläufen soweit es möglich ist, vorzubeugen.“

Auf Landesebene beschäftigt sich zurzeit eine interministerielle Arbeitsgruppe mit diesem Thema, die voraussichtlich Ende des Jahres ihren Bericht vorstellen wird.

Ute Boysen vom Jugendamt des Landkreises Rostock verdeutlichte: „Es ist besonders wichtig, Familien frühzeitig zu erreichen und ihnen die Scheu zu nehmen, zum Jugendamt zu kommen. Denn Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist das Recht der Eltern und der Kinder.“

„Die Veranstaltungswoche soll zudem dazu beitragen, die allgemeine Öffentlichkeit für das Wohlergehen von Kindern und für ein genaueres hinschauen noch stärker zu sensibilisieren“, wünscht sich der Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes Carsten Spies. „Der jüngste Fall auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde, bei dem viele Kinder, scheinbar unbemerkt von der Umgebung, über Jahre missbraucht wurden, macht den Handlungsbedarf erschreckend deutlich. Menschen, die sich um Kinder Sorgen machen und ihren Verdacht auf Kindeswohlgefährdung melden, müssen aber auch ernst genommen werden und die notwendige Unterstützung erfahren,“ fordert Spies weiter.

Sozialpartnerprojekt „mv-works“ gestartet

Warnemünde – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL, Thomas Lambusch, sowie dem Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“ eröffnet. Die zentrale Anlaufstelle für Beschäftigte und Unternehmen wird ab sofort Informationen zur digitalen Arbeitswelt geben, Fragen und Anregungen aus den Unternehmen aufnehmen und beantworten sowie bei Bedarf über Angebote zur weiteren Unterstützung informieren.

Das Kompetenzzentrum soll u.a. Digitalisierungs-Projekte in Unternehmen begleiten, die sich mit der Gestaltung und Entwicklung von Arbeitsbeziehungen befassen. Die Ergebnisse sollen im Anschluss für andere Unternehmen sicht- und nutzbar gemacht werden. Eine wichtige Funktion des Kompetenzzentrums ist die Organisation des Erfahrungsaustausches von MitarbeiterInnen und Führungskräften auf allen Ebenen. Auch die gemeinsame Beratung der Erkenntnisse mit den Sozialpartnern sowie mit VertreterInnen der Landesregierung und Forschungseinrichtungen im Beirat des Kompetenzzentrums wird im Fokus stehen.

„mv-works“, das Arbeit 4.0-Kompetenzzentrum „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“, wird vom Arbeitgeberverband NORDMETALL und der Industriegewerkschaft IG Metall betrieben.  Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben mit einer Million Euro. NORDMETALL und IG Metall steuern weitere 100.000 Euro bei. Auch die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind beteiligt und tragen das Projekt in die unternehmerische Breite.

Die Landesregierung hatte im Rahmen ihrer Digitalen Agenda die Einrichtung einer solchen zentralen Anlaufstelle beschlossen. „Um die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes weiter voranzubringen, ist es notwendig, die richtigen Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen. Beispielsweise kommt es aufgrund des demografischen Wandels und der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsprozesse zu Veränderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir unterstützen Mitarbeiter und Unternehmer dabei. Das Projekt schließt im Rahmen der Digitalen Agenda eine wichtige Lücke, da es unternehmensübergreifendes Wissen und erfolgreiche praktische Ansätze aus den Betrieben zur Gestaltung des digitalen Strukturwandels sichtbar macht. Erstmals werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt hier in Mecklenburg-Vorpommern erfasst“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Start. „Die Metall- und Elektroindustrie hat bereits einige Erfahrungen mit der Digitalisierung gesammelt. Ich begrüße es, dass Nordmetall und IG Metall den Startschuss für das Kompetenzzentrums geben und andere Branchen von Beginn an von diesem Erfahrungen profitieren können“, so Glawe weiter.

Der NORDMETALL-Präsident sieht seine Branche in einer Vorreiterrolle. „Die Metall- und Elektroindustrie ist technologiestark und kann anderen Branchen als Beispiel dienen, wenn es um die Neugestaltung von Arbeit im Strukturwandel geht“, so Thomas Lambusch, der auch Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern ist, zur Eröffnung des Kompetenzzentrums. „Die Arbeit von mv-works unterstützt unsere Unternehmen dabei, sich zu ähnlichen Fragestellungen und Lösungsansätzen untereinander und mit Dritten zu vernetzen. Diese offene Form des Kooperierens bringt große Entwicklungschancen mit sich“. Bereits jetzt werden auch Unternehmen außerhalb der Metall- und Elektroindustrie gesucht, die in konkreten Projekten mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten und für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen.

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, sieht durch das Kompetenzzentrum die Sozialpartnerschaft bei der Gestaltung des digitalen Strukturwandels gestärkt. „Auf die Unternehmen kommen auch in Mecklenburg-Vorpommern durch die Digitalisierung massive Veränderungen zu. Sie müssen sich für die Transformation rüsten. Der Wandel wird allerdings nur mit den Beschäftigten gelingen. Deshalb ist es so wichtig, dass in diesem Projekt ArbeitnehmerInnen, Betriebsräte, Führungskräfte und GeschäftsführerInnen an einem Strang ziehen und gemeinsam neue Arbeitsprozesse gestalten wollen. Mit diesem sozialpartnerschaftlichen Ansatz kann das Kompetenzzentrum ein Vorbild für andere Regionen sein“, so der Gewerkschafter.

Das Kompetenzzentrum wird durch die gemeinsame Gesellschaft von NORDMETALL und IG Metall Küste, der TGS Gesellschaft für Strukturentwicklung mbH, errichtet und arbeitet mit drei MitarbeiterInnen im Technologiezentrum Rostock-Warnemünde. Die MitarbeiterInnen sind landesweit aktiv.

Bildungsvereine in Steinhagen

Steinhagen – Mit Qualifizierungs- und Bildungsangeboten dafür zu sorgen, dass Menschen auch mit schwierigen Startbedingungen ihren Platz in der Gesellschaft finden – das haben sich der Bützower Berufsbildungsverein e.V. (BBV) und das Güstrower Bildungshaus e.V. zum Ziel gesetzt. Bildungsministerin Bettina Martin hat sich heute in Steinhagen ein Bild von der Arbeit der beiden Vereine gemacht. Bei ihrem Besuch zeigten ihr die Vereinsführungen das Gelände des Berufsbildungsvereins und die „Alte Molkerei“, wo das Projekt „Heideweg 60“ seinen Platz hat.

„Eine Ausbildung ist wichtig, um später einmal den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es muss uns gelingen, dass möglichst alle Jugendlichen diese Chance haben, auch wenn ihre Voraussetzungen schwierig sind. Beim BBV setzen die Beteiligten alles daran, die Talente und Potenziale zu heben, die in den Jugendlichen stecken. Mit ihrem großen Engagement und den vielfältigen und gut betreuten Ausbildungsmöglichkeiten überbrücken sie individuelle oder soziale Benachteiligungen und schaffen berufliche Perspektiven. Die Vereine leisten hier eine wichtige, lebensnahe Förderung, die darüber hinaus den jungen Menschen den Wert eines funktionierenden Miteinanders vermittelt“, erklärte Martin.

Der Heideweg 60 ist zu einem Zentrum für verschiedene sozial engagierte Vereine geworden, darunter das Güstrower Bildungshaus und der Bützower Berufsbildungsverein, ein Jugendclub, ein Filmclub und die Bürgerhilfe. Sie leben dort eine enge Zusammenarbeit und bringen mit ihren Aktionen und Projekten verschiedene Generationen, Nationen und die Anwohner zusammen.

Der BBV plant, eine zusätzliche Werkstatt einzurichten, deren Angebote sich bereits an jüngere Schülerinnen und Schüler richten sollen, um diese möglichst früh in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen zu stärken.

Der BBV bietet jungen Menschen Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, eine Erstausbildung, Fort- u. Weiterbildung sowie Trainingsmaßnahmen in allen gewerblich-technischen Berufen. Mit seiner intensiven Begleitung kompensiert der Verein Benachteiligungen und verbessert die Berufsaussichten durch Training und Qualifizierung. Auch das Bildungshaus Güstrow e.V. engagiert sich für die berufliche und soziale Integration ausgegrenzter junger Menschen, z.B. mit Coaching-Angeboten für Bewerbung und Probezeit.

Dritter Test für Notstromversorgung

Technisches Hilfswerk und WEMAG üben Ernstfall in Neu Brenz

Neu Brenz/Schwerin – Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben am Sonnabend, den 14. September 2019 in Neu Brenz bei Neustadt-Glewe ihre dritte gemeinsame Übung erfolgreich absolviert. Damit konnte der 2017 in Dolgen und 2018 in Moraas durchgeführte Erfahrungsaustausch der Fachleute fortgesetzt und die Zusammenarbeit weiter gefestigt werden.

„Ich finde es sehr gut, dass das THW auch in unserer Region eine Übung durchgeführt hat. So kennen wir im Einsatzfall, zum Beispiel nach einem schweren Sturm, die Ansprechpartner und die technischen Möglichkeiten des THW. Das stärkt das Vertrauen zwischen den THW-Fachleuten und unseren Monteuren“, sagte der Leiter der Netzdienststelle Neustadt-Glewe Maik Reimann.

An der Übung haben 6 Elektrofachleute des THW aus Rostock und 4 aus Schwerin sowie 6 Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe teilgenommen. Das THW war mit zwei großen Netzersatzanlagen mit einer Leistung von jeweils 175 Kilovoltampere angerückt. Zusätzlich kam ein mobiler Kabelverteilerschrank zum Einsatz, der als Verbindungsstück zwischen der auf Zivil- und Katastrophenschutz ausgelegten Technik des THW und den Anforderungen von Netzbetreibern beziehungsweise Energieversorgern wie der WEMAG betrachtet werden kann.

„Geübt wurde die Stromeinspeisung in den Niederspannungsausgang des Ortsnetztransformators. Dieses Szenario tritt beispielsweise dann ein, wenn ein Notstrombetrieb für Ortschaften oder Anlagen der kritischen Infrastruktur nach Sturmschäden nötig wird“, erläuterte Alexander Schröder vom THW-Ortsverband Rostock.

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Während dieser Übung haben die THW-Fachleute gemeinsam mit den Monteuren der WEMAG die Netzersatzanlage an den Ortsnetztransformator angeschlossen. Nachdem sich die Netzersatzanlage der Frequenz des Versorgungsnetzes, die 50 Hertz beträgt, angeglichen hatte, konnte der Transformator ausgeschaltet werden. Ab diesem Moment wurde Neu Brenz ausschließlich durch die Notstromaggregate des THW versorgt. „Die großen Herausforderungen bildeten hierbei das Synchronisieren und die Rücksynchronisation auf die Frequenz des Stromnetzes. Beide technische Abläufe haben reibungslos funktioniert und blieben unbemerkt für die Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinde“, berichtete Alexander Schröder und verwies darauf, dass für diese Tätigkeiten neben der Ausrüstung eine fundierte Ausbildung große fachliche Routine erforderlich ist.

Die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der WEMAG Netz GmbH und dem THW begann kurz nach dem Elbehochwasser 2013. Ein Jahr später wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Energieunternehmen unterstützte das THW bei der Anschaffung des mobilen Kabelverteilerschrankes und anderer wichtiger Ausrüstung „Dadurch konnten die Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe Elektroversorgung enorm gesteigert werden“, ergänzte Alexander Schröder vom THW.

Konzertsommer der Festspiele geht zu Ende

Neubrandenburg – Mit dem Abschlusskonzert in der Konzertkirche Neubrandenburg geht an diesem Sonntag der Konzertsommer der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu Ende. Kulturministerin Bettina Martin besuchte das Konzert der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Matzke, in diesem Jahr begleitet von der gefeierten niederländischen Cellistin Harriet Krijgh.

„Hinter uns liegt ein bezaubernder Festspielsommer voller gefeierter Erfolge. Die Festspiele MV haben wieder Tausende Musikliebhaber in unser Land gelockt. Mit seinen international renommierten Künstlerinnen und Künstlern sowie den liebevoll ausgesuchten Spielorten überall im Land haben die Festspiele auch in diesem Jahr wieder Groß und Klein begeistert“, sagte Ministerin Martin. „Ich danke allen herzlich, die mit viel Energie, Liebe und Kompetenz auch in diesem Jahr die Festspiele MV zu einem kulturellen Juwel unseres Landes gemacht haben. Sie haben damit dazu beigetragen, dass unser Land mit seinem vielfältigen Kulturangebote weit über unsere Landesgrenzen hinaus glänzt.“

Ministerin Martin dankte ausdrücklich auch dem Intendanten der Festspiele, Markus Fein, für seine hervorragende Arbeit. Er hatte angekündigt, nach der nächsten Festspielsaison nach Frankfurt am Main zu wechseln. „Markus Fein hat in den vergangenen Jahren die Festspiele mit neuen Akzenten geprägt: Stars im Dorf ist beispielsweise eine seiner Formatideen, er hat die 360-Grad-Konzerte etabliert und die Festspiele noch attraktiver für Familien gemacht“, betonte Ministerin Martin. „Ich freue mich, dass Markus Fein die anstehende Jubiläumssaison noch betreuen wird.“

In der Saison seit Mitte Juni haben die Festspiele klassische Musik an außergewöhnliche Spielstätten im Land, wie Kirchen, Scheunen, Schlossparks und Industriehallen, gebracht. Auch in diesem Jahr unterstützt das Land die Festspiele mit 175.000 Euro aus der Kulturförderung. Erstmals erhielten die Festspiele zusätzlich Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro für das „Detect Classic Festival“. Dieses neue Format fand im Juli am Neubrandenburger Tollensesee statt und richtete sich erstmals ausdrücklich an ein jüngeres Publikum. Partnerschule der Festspiele für das Schuljahr 2019/2020 ist die Grundschule Malchow. Zukünftig sollen pro Jahr drei Schulen ausgewählt werden, die dann für einen Zeitraum von drei Jahren am Education-Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

Erster Medienbildungstag in M-V

Rostock – Wie kann die Digitalisierung den Unterricht besser machen? Welche Kompetenzen brauchen Kinder und Jugendliche in unserer digitalisierten Welt? Eine Antwort auf diese Fragen gibt es beim ersten Medienbildungstag heute im Audimax der Universität Rostock. In Vorträgen, Workshops und einem moderierten Think Tank haben Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, mehr über die Arbeit mit digitalen Medien in der Schule zu erfahren. 370 Lehrkräfte haben sich für den Medienbildungstag angemeldet, der damit ausgebucht ist. Organisiert wird die Veranstaltung durch das Medienpädagogische Zentrum des Bildungsministeriums.

„Mecklenburg-Vorpommern ist gut darauf vorbereitet, den Digitalpakt gewinnbringend für alle an Schule Beteiligten umzusetzen. Bildung in der digitalen Welt bedeutet, dass die Technik dem Lernen und Lehren dienen muss – nicht etwa umgekehrt“, sagte Bildungsministerium Bettina Martin, „Aber Bildung in der digitalisierten Welt ist weit mehr als Technik. Wir müssen die Kinder und Jugendlichen dazu befähigen, vernetzt zu denken und zu agieren und sich sicher in der Datenflut des Netzes zu bewegen. Der Medienbildung kommt daher eine immer wichtigere Rolle zu. Deshalb haben wir mit dem Schuljahr 2019/2020 das neue Schulfach Medienbildung und Informatik ab Klasse 5 eingeführt.“

Beim Medienbildungstag erfahren Lehrerinnen und Lehrer, welche Fortbildungen rund um den Digitalpakt Schule geplant sind. Mecklenburg-Vorpommern kann mit insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Digitalpakt rechnen, um die digitale Ausstattung der Schulen zu verbessern. Anschließend sind 24 Workshops geplant, die sich beispielsweise mit E-Books, Apps und Erklärfilmen beschäftigen. Dabei geht es auch um Datenschutz und Privatsphäre als Unterrichtsthema. Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit dem Thema „Immer online – Zwischen Faszination und Kontrollverlust“.

25-jähriges Bestehen der SIC GmbH

Stralsund – In Stralsund ist feierlich das 25-jährige Bestehen der SIC GmbH begangen worden. „Die SIC GmbH musste als kommunale Beschäftigungsgesellschaft vielen Widrigkeiten trotzen und immer wieder um das eigene Überleben kämpfen. Sie hat sich als Anlaufstation für sozial schwache Bewohner vor allem im Stadtteil Knieper West etabliert. Die SIC GmbH hat in den vergangenen Jahren immer Wege und Mittel gefunden, um Gutes für die Menschen im Knieper West tun zu können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die SIC GmbH in Stralsund ist vor allem im Stadtviertel „Knieper West“ in Stralsund tätig. Hier versucht sie, die Menschen im Stadtteil mittels verschiedener Projekte aus ihrer Isolation zu holen und in die Gesellschaft und in Arbeit zu integrieren.

In einer sozialen Marktwirtschaft ist es daher von zentraler Bedeutung, dass sich um Menschen gekümmert wird – vor allem auch um diejenigen, denen es nicht so gut geht. „Mit Herzblut und Engagement wird hier geholfen und den Menschen eine neue Perspektive eröffnet. Und genau darin besteht die Wirksamkeit der SIC in den vergangenen 25 Jahren: Hier wird ein wichtiger Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft geleistet, indem Menschen in einer schwierigen Phase ihres Arbeitslebens wieder auf die Beine geholfen wird. Und das war nicht allein in der Vergangenheit wichtig. Angesichts des rasanten Wandels unserer Arbeits- und Lebenswelt ist es auch heute wichtig, dass diejenigen, die den Anschluss an diesen Wandel nicht schaffen, Unterstützung finden. Damit der uns wichtige Zusammenhalt der Gesellschaft gelingt, gibt es in Stralsund die SIC“, betonte Glawe. Allein in den vergangenen fünf Jahren konnten dadurch fast 400 Menschen an verschiedenen Projekten und Maßnahmen teilnehmen und haben durch diese Projekte auch den Weg in Arbeit gefunden.

Wirtschaftsminister Glawe machte vor Ort auch auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes aufmerksam. „Unser Ziel ist es, diejenigen stärker an den Arbeitsmarkt heranzuführen, die nicht ohne Anstrengungen vermittelt und beschäftigt werden können. Mir ist wichtig, dass auch die Unternehmen die Möglichkeiten passgenauer Qualifizierungen und Angebote nutzen. Dies ist auch ein Beitrag, Menschen wieder in Arbeit zu bringen“.

Mit dem Teilhabechancengesetz soll den Langzeitarbeitslosen die Rückkehr ins Arbeitsleben erleichtert werden. Bei der Schaffung von Arbeitsverhältnissen mit erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens sechs Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig erwerbstätig waren, erhalten Arbeitgeber in den ersten beiden Jahren einen Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns bzw. des tariflichen Entgelts bei tarifgebundenen Arbeitgebern; danach sinkt der Betrag um zehn Prozentpunkte jährlich. Die Förderdauer beträgt bis zu fünf Jahre. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Personen mit einer längeren Dauer von Langzeitarbeitslosigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Gefördert werden Arbeitsverhältnisse mit Personen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind. Arbeitgeber erhalten pauschal im ersten Jahr 75 Prozent, im zweiten Jahr 50 Prozent des zu berücksichtigenden Arbeitsentgelts.

Mit den seit Januar 2019 geltenden Regelungen des SGB II im Rahmen des Teilhabechancengesetzes konnte bereits jetzt zahlreichen Langzeitarbeitslosen wieder geholfen werden, einen neuen Start ins Berufsleben aufzunehmen. Im aktuellen Berichtsmonat wurden 717 Personen über §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsleben) gefördert. Über §16e SGB II (Eingliederung von Langzeitarbeitslosen) wurden 205 Personen gefördert. Minister Glawe warb auch dafür, die Fördermöglichkeiten des Landes für Integrationsprojekte und Kleinprojekte zu nutzen. Er dankte dem Regionalbeirat Vorpommern, der für die Votierung von arbeitsmarktpolitischen Projekten in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen zuständig ist.

„Die wirtschaftlich positive Entwicklung der vergangenen Jahre sorgt für eine weiter sinkende Arbeitslosigkeit. Regional gibt es Unterschiede. Die Zahl der Arbeitslosen und die Arbeitslosenquote waren im August 2019 im ganzen Land die niedrigsten in einem August seit der Wiedervereinigung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern waren 55.100 Personen arbeitslos, 141 (0,3 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 6.400 (10,5 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Lage bei den Langzeitarbeitslosen hat sich verbessert. Aktuell sind 19.400 Menschen langzeitarbeitslos bei uns im Land. Das sind 13.700 – 41 Prozent – weniger als vor fünf Jahren. Die Zahl langzeitarbeitsloser Personen liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei 2.400. Das sind 1.600 Langzeitarbeitslose (40 Prozent) weniger als vor fünf Jahren.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen kommt beim Abbau der Arbeitslosigkeit voran. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,9 Prozent. Im August 2019 waren im Landkreis Vorpommern-Rügen 7.800 Arbeitslose, 1.100 (12,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat, zu verzeichnen. Innerhalb der letzten fünf Jahre sank die Arbeitslosenzahl um 4.800 (38,2 Prozent).

Handwerk präsentiert sich auf der MeLa

Mühlengeez – Noch bis Sonntag findet die diesjährige Messe MeLa – die 29. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez bei Güstrow statt. Am Sonnabend hat sich Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph im Rahmen des `Festes des Handwerks´ über ausstellende Unternehmen informiert.

„Die Messe ist eine ideale Plattform für heimische Unternehmen für sich zu werben, um neue Zielgruppen und Absatzmärkte zu erschließen. 30 Aussteller aus unserem Land präsentieren ihre Angebotsvielfalt auf der ´Straße des Handwerks´. Es gibt bei uns im Land keine publikumsstärkere Messe um für das Handwerk und die Fachkräftesicherung zu werben“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat die Einigung der schwarz-roten Koalition für die Wiedereinführung der Meisterpflicht auf der MeLa thematisiert. Die Meisterpflicht soll ab Anfang 2020 für insgesamt zwölf Gewerke gelten. „Unser Land hat sich im Bund dafür eingesetzt. Auf dieses starke Signal für Qualität und Qualifikation im Handwerk haben viele gewartet. Der Meisterbrief steht für Qualitätsarbeit, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft. Der Brief ist auch unter dem Blickwinkel wichtig, die berufliche Bildung in kleinstrukturierten Betrieben zu fördern. Hohe Anforderungen an den Verbraucherschutz sind ebenso wertvolle und gewichtige Gründe für die Wiedereinführung. Gerade für Kunden der Handwerksfirmen ist der Brief ein wichtiges Qualitätskriterium“, machte Rudolph deutlich.

Zu den zwölf Gewerken zählen: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger; Betonstein- und Terrazzohersteller; Estrichleger; Behälter- und Apparatebauer; Parkettleger; Rollladen- und Sonnenschutztechniker; Drechsler; Holzspielzeugmacher; Böttcher; Glasveredler; Schilder- und Lichtreklamehersteller; Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, sollen Bestandsschutz erhalten.

Im Bezirk der Handwerkskammer Schwerin sind derzeit 2037 junge Menschen in der Ausbildung. Hier sind aktuell 189 Lehrstellen nicht besetzt. Der Bezirk der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern verzeichnet 3.076 Auszubildende, 521 Lehrstellen sind noch frei.

„Die Fachkräftesituation ist eine der drängendsten Herausforderungen. Der wachsende Bedarf an Handwerkern ist bereits heute überall spürbar, denn es macht sich praktisch bemerkbar: Wartezeiten für Kunden werden länger. Läden müssen schließen, weil sie keine Nachfolger mehr finden. Der Markt ist angespannt. Umso wichtiger ist es, noch stärker für eine Ausbildung im Handwerk zu werben“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend. Die meisten unbesetzten Stellen sind in den beiden Kammerbezirken in den Gewerken Elektroniker, Metallbauer, Anlagenmechaniker, Tischler, Kfz-Mechatroniker und Dachdecker zu finden.

Die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern werden vom Wirtschaftsministerium beim Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe für die Ausbildungskampagne `weitersagen´ (www.das-beste-am-handwerk.de) unterstützt. „Die Auftragsbücher sind voll. Deshalb bleibt in den Betrieben im Alltag wenig Zeit, sich um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Wir wollen mit der Unterstützung das Handwerk bei der Fachkräftegewinnung noch sichtbarer machen. Im Mittelpunkt stehen authentische Menschen, die über ihre Erfahrungen berichten können Es geht auch darum, mögliche Vorurteile über Ausbildungsberufe im Handwerk abzubauen und für mehr Klarheit über die verschiedenen Berufsbilder zu sorgen“, erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph.

Kernelemente des Ausbildungsmarketings sind Wort-Bild-Botschaften von Handwerkmeistern sowie Auszubildenden im Handwerk. Diese Botschaften werden QR-Code-basiert und ständig aktualisiert. Geworben wird sowohl auf analogen Wegen (Plakate, Aufsteller) als auch auf digitalen Wegen (Homepages, Facebook, Instagram, Xing).

Die Handwerkskammer Schwerin hat in diesem Jahr erstmalig gemeinsam im Rahmen der MeLa mit der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern die „Straße des Handwerks“ auf einer Gesamtfläche von ca. 1.400 Quadratmetern organisiert. „Aussteller und Fläche wachsen. Das spricht für den hohen Zuspruch. Damit hat sich die Fläche, auf der sich das Handwerk präsentiert, nahezu verdoppelt. Das Handwerk hat in diesem Jahr erstmalig einen auch für die Zukunft festen Standort (Block H) zugewiesen bekommen. Dieser ist im Orientierungsplan in handwerksblau gekennzeichnet“, so Rudolph weiter.

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 5.113 Lehrlinge. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen. In diesem Lehrjahr haben 1.572 junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk begonnen.

Eröffnung des Sportforums in Wolgast

Wolgast – Bauminister Christian Pegel nimmt heute an der feierlichen Eröffnung des sanierten Sportforums in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) teil. Dort übergibt der Minister für dieses Bauvorhaben einen Zuwendungsbescheid über rund 1,2 Millionen Euro an Bürgermeister Stefan Weigler. Die Fördermittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemäß der Stadtentwicklungsförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern.

Da der Gebäudekomplex stark sanierungsbedürftig war, wurde dieser baulich aufgewertet, energetisch saniert und barrierefrei gestaltet. Damit das Gebäude auch für Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe genutzt werden kann, wurde der Hauptzugang schwellenlos gestaltet. Zudem wurden sämtliche Türen verbreitert. Im Erdgeschoss entstand ein Behinderten-WC.

Das Sportforum liegt im Stadtteil Wolgast Süd und ist neben dem Usedom Marathon und der Leichtathletik Heimatstätte mehrerer Fußballvereine sowie Heimstätte des Judo- und Kegelvereins. Aber auch Freizeitsportler aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden sowie die Bundeswehr nutzen diese Sportstätte regelmäßig.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen ca. zwei Millionen Euro.

MeLa: Preise in Anerkennung für langjährige und engagierte Zuchtarbeit

Mühlengeez – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat die diesjährigen Preise für hervorragende Verdienste in der Tier- und Pflanzenzucht in Mecklenburg-Vorpommern an Dr. Edgar Coym und Hartmut Giermann überreicht. Beide Ausgezeichneten sind Geschäftsführer von Agrarbetrieben und gleichzeitig verdienstvolle Verbandsfunktionäre, die Mecklenburg-Vorpommerns auch auf Bundesebene vertraten bzw. noch vertreten. Coym ist Aufsichtsratsvorsitzender der RinderAllianz und Giermann ist Vorsitzender des Vorstandes des Saatgutverbandes MV.

Den Tierzuchtpreis 2019 erhielt mit Coym ein Brandenburger. Der Geschäftsführer der Agrarprodukte Dedelow GmbH (Landkreis Uckermark) prägt jedoch als Aufsichtsratsvorsitzender der RinderAllianz auch die Rinderzucht in Mecklenburg-Vorpommern. Die Agrarprodukte Dedelow GmbH ist als Betrieb im ehemaligen Bezirk Neubrandenburg von Anfang an Mitglied des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Coym übernahm 1979 die Leitung der Milchrind-Zucht in Dedelow. Mit der Umstrukturierung der ZBE Milchproduktion Dedelow in die Agrarprodukte Dedelow GmbH ist sein Name untrennbar mit den Fortschritten der Zucht der Milchrindrasse Deutsche Holstein verbunden.

„In der Person von Dr. Edgar Coym verbinden sich wirtschaftliches Betriebsmanagement mit gelebter, kenntnisreicher Züchterpassion zur modernen Rinder­zucht“, sagte Backhaus in der Laudatio. „Oberste Prämisse war hierbei das Streben nach einer wirtschaftlichen Landwirtschaft mit gesunden, leistungsstabilen und langlebigen Tieren.“ Mit Nachdruck betrieb Coym seit 2005 das so genannte Testherden­programm, das deutschlandweit anerkannt ist. Vereinfacht gesagt werden hier Gesundheitsdaten der Kälber und Kühe der teilnehmenden Herden gesammelt, um Rückschlüsse auf genetisch bedingte Anfälligkeiten zu ziehen und Zuchtwerte zu erreichen, die stärker auf Gesundheit und Fitness der Hochleistungskühe ausgerichtet sind.

Den Pflanzenzuchtpreis 2019 erhielt mit Giermann ein bodenständiger Landwirt aus der Region Jarmen, der sich von Anfang mit der Saatgutvermehrung befasst hat. „Seit über 25 Jahren leitet er den Landessaatgutverband, dessen Entwicklung zu einem leistungsfähigen Verband der Agrarwirtschaft er entscheidend mitgeprägt hat“, betonte Backhaus. „Auch seiner persönlich engagierten Arbeit ist es zu verdanken, dass die Saatgutwirtschaft in unserem Land einen hohen Stellenwert hat und hier etwa 15 Prozent der Saat für Mähdruschfrüchte und 20 Prozent der Pflanzkartoffeln Deutschlands erzeugt werden.“

Der Geschäftsführer der Benziner Ackerbau GmbH baut auf rund 60 Prozent der Betriebsfläche Mähdruschfrüchte und Pflanzkartoffeln an, die anderen Landwirten Mecklenburg-Vorpommerns und Deutschlands gesundes Saat- bzw. Pflanzgut sichern. Unter Giermanns Leitung wurde unter anderem das deutschlandweit einmalige Projekt des Landessaatgutverbandes „Pro Z-Saatgut“ durchgeführt. Ziel war es Gesundheit und Qualität des Erntegutes zu sichern, indem die Landwirte Saatgut aus kontrolliertem Anbau bei Vermehrungsbetrieben verwenden statt es selbst zu gewinnen. „Dadurch ist in Mecklenburg-Vorpommern ein hoher und stabiler Saatgutwechsel von fast 70 Prozent erreicht worden, das sind 2 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt“, würdigt Backhaus die Initiative.

Schiffsmesse „Neva“ in St. Petersburg

Schwerin – Am Montag, 16. September, startet Landesinfrastrukturminister Christian Pegel mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stephan Rudolph zu einer dreitägigen Delegationsreise nach St. Petersburg und ins Leningrader Gebiet. Vertreter aus der Schiffbau- und Hafenwirtschaft sowie der maritimen Industrie des Landes begleiten sie.

Anlass der Reise ist ein Besuch der Neva 2019, der größten Messe Russlands zu Schiffbau, Schifffahrt und Offshore-Technik. Christian Pegel wird die Messe mit dem russischen Transportminister Jewgeni Iwanowitsch Ditrich eröffnen. Daneben steht ein Besuch des Gemeinschaftsstands Mecklenburg-Vorpommerns an, auf dem sich die Branche des Landes präsentiert.

Zudem stehen ein Treffen mit Dmitry Yalov, Vize-Gouverneur des Leningrader Gebiets, Gespräche mit Vertretern des Transportministeriums sowie ein Besuch der Kirow-Werke an, die automatisierte, ressourcenschonende Landwirtschaftsfahrzeuge produzieren.

Neben der Pflege der Beziehungen zur Region stehen Logistik- und Handelsfragen im Fokus. So wird der Minister beim „Baltic Region China 2019 Business“-Forum für den Ausbau der Güterverkehrswege über die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Vorhabens Neue Seidenstraße werben.

Daneben rücken auch Fragen zu den erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt. Dazu trifft sich Christian Pegel mit Vertretern von Fraunhofer Russland und Rossatom, um über deren Forschungen zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff zu sprechen.