Landeseigene Funkmastengesellschaft

Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel begrüßt die Entscheidung des Landtags, beim Schließen der Lücken im Mobilfunknetz des Landes künftig auf den Aufbau einer landeseigenen Infrastrukturgesellschaft zu setzen.

„Nach der Ankündigung des Bundes, eine Mobilfunk-infrastrukturgesellschaft für den Bau von Mobilfunkmasten in unversorgten Regionen zu gründen, ist dies die wirtschaftlichste und effizienteste Möglichkeit, um Funklöcher im Nordosten zu bekämpfen“, sagte der Minister bei der heutigen Landtagssitzung.

Auf die Frage, warum nicht auf die Arbeit der Bundesgesellschaft gewartet werden könne, antwortete er: „Ich habe die Sorge, dass der Bund seine Arbeit nicht als Erstes im Nordosten aufnimmt, sondern eher später bei uns ankommt. Deshalb wollen wir auf eine Landesmastengesellschaft umswitchen.“ Ursprünglich hatte der Landtag die Landesregierung beauftragt, ein Programm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro aufzulegen, über das Kommunen beim Aufstellen eigener Mobilfunkmasten unterstützt werden.

„Der Aufbau einer landeseigenen Gesellschaft bringt weitere Vorteile für den Bau der nötigen Funkmasten“, sagte Pegel und präzisierte: „Es sind sowohl Kosten- wie auch Zeiteinsparungen möglich, wenn aus einer Hand und nicht in jeder Kommune separat Funkmasten gebaut werden. Außerdem sind die anstehenden Verhandlungen mit den vier großen Mobilfunkanbietern – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1 Drillisch – für eine Gesellschaft leichter als für die einzelnen Kommunen.“

Um den Status quo des Mobilfunkangebots in Mecklenburg-Vorpommern zu ermitteln, hatte das Energieministerium im Frühjahr ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dies kam zu dem Ergebnis, dass landesweit ca. 232 Funkmasten fehlten. Der Minister betonte, dass die unterversorgten Gebiete nicht nur im ländlichen Raum liegen: „Wenn Sie auf die Karte schauen, werden Sie unterversorgte Korridore finden, in denen auch größere Städte und Gemeinden liegen. Umgekehrt werden Sie auch kleine Dörfer finden, die gut an das Mobilfunknetz angeschlossen sind.“

Ziel sei es, mit der landeseigenen Infrastrukturgesellschaft möglichst zügig die fehlenden Funkmasten aufzustellen und damit langfristig auf einen flächendeckenden LTE-Standard zuzusteuern.

Christian Pegel wies auch darauf hin, dass die Gründung einer solchen Landesgesellschaft – ebenso wie das ursprünglich geplante Programm – aus wettbewerbsrechtlichen Gründen durch die EU genehmigt werden müsse. Deshalb werde es voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre dauern, „bis sichtbare Erfolge in der Fläche erkennbar werden dürften“.

Das Smartphone mit seinen vielseitigen Funktionen gehört heute zum Alltag des modernen Menschen. Unterwegs Mails checken oder telefonieren, die nächsten Termine planen, sich über Nachrichtenportale oder Social Media auf den neuesten Stand bringen, und das unabhängig von Ort und Tageszeit – mit den kleinen Taschencomputern ist das technisch kein Problem.

Bundesweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es aber noch immer sogenannte „weiße Flecken“, in denen die Mobilfunkversorgung sowohl mit Sprach-, als auch mit datenbasierten Diensten nach Ansicht von Experten, der Politik und nicht zuletzt der Bevölkerung nicht den heutigen Kommunikationsbedürfnissen entspricht.

Der Landtag hatte das Digitalisierungsministerium deshalb im Frühjahr beauftragt, ein Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in Mecklenburg-Vorpommern aufzulegen. Dafür stellte er insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Öffentliche WLAN-Hotspots

Schwerin – Im dritten Aufruf zum EU-Programm „WiFi4EU“ konnten sich neun Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern durchsetzen: Rühn im Landkreis Rostock, Groß Krams, Morass und Warlitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Dargun, Priepert und Wustrow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie Dassow im Landkreis Nordwestmecklenburg und Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie erhalten Fördermittel in Höhe von je 15.000 Euro. Mit dem Geld können die Kommunen kostenlose Internet-Hotspots im öffentlichen Raum installieren.

„Ich freue mich, dass sich auch beim dritten Förderaufruf Städte und Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich beteiligt haben. Mit öffentlich verfügbarem WLAN wird die Attraktivität gerade auch in innerstädtischen Hotspots und vor allem in beliebten Urlaubsregionen deutlich gesteigert“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel.

Wie bei den vorangegangenen Förderaufrufen war der Andrang der Kommunen EU-weit groß: Mehr als 11.000 Kommunen hatten sich im Rahmen des Förderaufrufs vom 19. bis 20. September 2019 beworben. 1.780 von ihnen haben einen Gutschein erhalten. Insgesamt standen 26,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon gingen 2,13 Millionen Euro an Kommunen in Deutschland.

Christian Pegel erklärt, was die neun geförderten Kommunen nun beachten müssen: „Die Kommunen müssen sicherstellen, dass das von der EU unterstützte WiFi-Netz binnen 18 Monaten installiert ist und funktioniert. Es gilt also auch weiterhin, schnell zu sein: Bei der Suche nach einem Unternehmen, dass die Installation im geforderten Zeitraum abwickeln kann und bei der Auswahl der Zentren des öffentlichen Lebens, an denen das Netzwerk installiert werden soll.“ Daneben fordert die EU, dass das frei verfügbare Netz gut sichtbar markiert wird.

Anschließend sind die Kommunen für Betrieb und Wartung des Netzwerks zuständig. „Die EU überwacht Funktion und Leistungsfähigkeit der geförderten „WiFi4EU“-Netze über drei Jahre. Sollte es Auffälligkeiten geben, wendet sie sich direkt an die Kommunen“, erklärt der Minister.

Allen, die bislang keinen Erfolg beim „WiFi4EU“-Programm hatten, rät der Christian Pegel: „Ein weiterer Förderaufruf ist im kommenden Jahr geplant. Registrieren Sie sich in der WiFi4EU-Community! So erhalten Sie auf direktem Wege weitere Informationen zum Programm.“

WiFi4EU ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das von der Europäischen Kommission verwaltet wird. Ziel ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen EU-weit in bis zu 8.000 Städten und Gemeinden, in denen bislang keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, sogenannte WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen.

Ein WiFi4EU-Gutschein weist nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ pro Kommune einen festen Betrag von 15.000 Euro aus. Mit dem Geld wird die Installation von WLAN-Geräten auf dem neuesten Stand der Technik in Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie öffentlichen Plätzen und Gebäuden unterstützt. Die Hotspots werden Teil des EU-weiten WiFi4EU-Netzes, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal registrieren muss. Anschließend ist kostenlos und ohne weitere Anmeldung über alle geförderten Hotspots das Surfen im Internet möglich.

Glasfasertechnologie revolutioniert Unterricht

Mit doppelter Bandbreite der WEMAG macht das Lehren im Gymnasialen Schulzentrum in Stralendorf doppelt Spaß

Stralendorf – Torsten Neik lässt mit sicheren Bewegungen den interaktiven Stift über einen 75 Zoll großen Bildschirm gleiten. Dabei verändert er die Lage eines Dreiecks, dessen Eckpunkte durch einen Kreis verbunden sind. Nebenbei ruft der Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik über ein Symbol in der Seitenleiste Erläuterungen zur Eulerschen Gerade im Internet auf, die sofort in einem Fenster des riesigen Bildschirms erscheint. „Diese moderne Technologie ist in allen Fächern einsetzbar. Sie wird Tafel und Kreide bald ablösen“, ist sich der Oberstufenkoordinator des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf sicher. So kann er zum Beispiel auch handschriftlich Anmerkungen in das interaktive Tafelbild einfügen und es den Schülern per E-Mail senden.

Das Gymnasiale Schulzentrum mit seinen etwa 740 Schülern gehört zu den ersten Gebäuden im Amt Stralendorf, die an das schnelle Glasfasernetz der WEMACOM Breitband GmbH angeschlossen wurden. „Kaum eine andere Schule in der Region verfügt über diese zukunftsweisende Ausstattung, die erst mit der enormen Übertragungsgeschwindigkeit voll genutzt werden kann“, erklärt Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf, bei der Präsentation der neuen Technik. Da das Amt Träger der Schule ist, lag ihm der schnelle Anschluss besonders am Herzen. Vor einigen Wochen noch hatte die Schule einen 6-Megabit-Anschluss und deshalb im Rahmen des Breitbandausbaus eine 100-Megabit-Leitung bei der WEMAG bestellt. Da das Unternehmen gerade die Übertragungsgeschwindigkeit für alle Kunden verdoppelt hat, kann das Gymnasiale Schulzentrum in Stralendorf nun ein Datenvolumen von 200 Megabit pro Sekunde nutzen. „Damit sind wir sehr gut für die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen aufgestellt. Außerdem wird die Kommunikation mit dem Schulamt jetzt deutlich erleichtert“, meint Schulleiter Arne Henke. Das Einrichten der neuen Technik hat Holger Seiffert, Fachdienstleiter Bau des Amtes Stralendorf, begleitet.

Oberstufenkoordinator Torsten Neik demonstriert anschaulich Schulleiter Arne Henke, WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller und Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf (v.l.n.r.), die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Neun der großen interaktiven Bildschirme sowie über 20 weitere Smartboards gibt es bereits in der Schule. Insgesamt laufen in den Schulgebäuden etwa 150 Rechner. Weitere 14 Klassenräume sind im Erweiterungsbau geplant, in dem auch ein Computerkabinett eingerichtet werden soll. Außerdem gibt es schon Überlegungen, die Klassenräume auch mit WLAN auszustatten.

Im Rahmen der Präsentation überreichte WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller den Vertretern der Schule und des Amtes zur Erinnerung je ein Cartoon, die aus der Feder des regionalen Künstlers Roland Regge-Schulz, alias Mario Lars, stammen.

„Slush“ 2019

M-V mit Delegation zu Gründer-Event

Schwerin – Auch in diesem Jahr macht sich eine Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg nach Helsinki, um am Start-Up Festival „Slush“ teilzunehmen. Begleitet von Digitalisierungsminister Christian Pegel bietet sich insgesamt sieben Start-Ups die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee einem internationalen Publikum vorzustellen und Kontakte für ihr Unternehmen zu knüpfen.

„Mich freut ganz besonders, dass wir mit der IHK zu Rostock die letztjährige Reise wiederholen können. Das Erlebnis war für alle einmalig. Ich bin davon überzeugt, dass auch die in diesem Jahr teilnehmenden Gründerinnen und Gründer unglaublich viel Input für Ihre Unternehmungen mitnehmen werden“ so Pegel. Das Digitalisierungsministerium übernimmt anteilig die Kosten der Start-Ups für Flug, Hotel und „Slush“-Ticket.

Neben den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern gehören mit dem Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Claus Ruhe Madsen, und dem Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, auch erstmalig Vertreter der Verwaltung zur Reisegruppe. Für den Minister ein deutliches Zeichen für das digitale MV. „Schon auf unseren Reisen nach Estland ist allen Beteiligten klar geworden, dass wir auch über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus schauen müssen. Skandinavien ist eine der Vorreiterregionen der Digitalisierung und so auch großes Vorbild für uns. Besonders stolz macht mich, dass neben Vertretern des Digitalisierungsministeriums auch die Kollegen aus der Verwaltung sowie Vertreter der Wirtschaft und der Politik die Reise mit uns antreten.“

Kürzlich fand im ganzen Land der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung statt. Im Rahmen der NØRD wurden erstmals Digitalisierungsbotschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern ernannt, von denen zwei zur Delegation gehören. „Die Zusammensetzung der Gruppe spiegelt für mich zum einen wider, welchen Weg wir bisher im digitalen M-V gegangen sind. Sie zeigt zudem, was die Zukunft für uns bereithalten soll. Gestandene Unternehmerinnen und Unternehmer, Start-Ups, unsere Digitalisierungsbotschafter, Vertreter unserer Stabsstelle für Digitalisierung und Kümmerer der künftigen Innovationsräume dürfen wir in Helsinki begrüßen. Also genau die Menschen, die den Weg mit uns bisher gegangen sind und ihn auch weiter mit uns gehen werden“ so Pegel weiter. Insgesamt umfasst die Delegation 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Delegationsreise findet vom 20. bis zum 23. November statt und beinhaltet für die Start-Ups die Chance, ihre Visionen auf der „German Pitching Stage“ vorzustellen. Insgesamt werden 25.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt zur „Slush“ erwartet – unter ihnen zahlreiche Investoren. Um die Mitfahrenden optimal vorzubereiten, organisierte die IHK zu Rostock mit der Auslandshandelskammer Finnland am 13. Oktober eine Kick-Off Veranstaltung. Hier gab es verschiedene Coachings für die jungen Gründerinnen und Gründer. Beispielsweise ging es darum wie Investoren richtig angesprochen werden können oder was es bei den Pitches zu beachten gilt.

1. Landesdigitalkongress „NØRD“

Greifswald – Nach Tag eins mit mehr als 40 Rednern aus Mecklenburg-Vorpommern und dem baltischen Raum wurde heute der zweite Teil des 1. Digitalkongresses der Landesregierung mit Videobotschaften der Schirmherrin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Digitalisierungsminister Christian Pegel via Livestream eröffnet.

„Die Digitalisierung mit sieben parallel stattfinden Fachkongressen zu beleuchten ist eine Leistung des digitalen M-V, die mich besonders stolz macht. Einen derartigen Input aus Impulsvorträgen, Workshops und Ausstellungen hat es in unserem Land noch nicht gegeben. Ich selbst konnte mir sechs Veranstaltungen vor Ort anschauen. Ich bin begeistert von der Resonanz und von der inhaltlichen Tiefe, die wir mit der ersten ,NØRD‘ erreichen konnten“, fasste Christian Pegel den zweiten Tag, das Herzstück des Kongresses, zusammen.

Die Themen reichten von „Digitaler Wandel in Forschung und Lehre“ über „Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum und Arbeitsplatz der Zukunft“ bis hin zu „Neue Technologien in Gesundheit(swirtschaft) und Pflege“. Für Christian Pegel ist es gerade die Bandbreite, die die NØRD ausmacht und von bisherigen Veranstaltungen abhebt.

„Unser Ansatz war es stets, alle in die digitale Transformation mitzunehmen. Prof. Henning Vöpel vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut sagte gestern bei der Eröffnungsgala, die Digitalisierung sei die größte gesamtgesellschaftliche Revolution seit der Industrialisierung. Deswegen wollen wir diesen Weg nicht nur mit den Unternehmen in unserem Land gehen, sondern mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Auch und vor allem für sie haben wir die ,NØRD‘ gemacht.“ Mehr als 800 Besucher allein bei den Fachkongressen am zweiten Tag seien Beleg für die große Resonanz. Insgesamt dürften es an den zwei Tagen „NØRD 2019“ an die 2000 gewesen sein.

Im Anschluss an die Fachkongresse brachten Shuttlebusse die Kongressteilnehmer dann ins Medienhaus der Ostseezeitung in Rostock, wo am Abend (nach Redaktionsschluss) der Existenzgründerpreis verliehen wurde. In den Bussen führten Moderatorinnen und Moderatoren mit Hilfe der Feedback-App „Tweedback“ durch einen Fragenkatalog. Die Antworten hat Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung im Energieministerium, in Rostock live aufgenommen und mit Gästen diskutiert.

Überraschung beim „NØRD“-Auftakt

Greifswald – Die „NØRD 2019“ fand mit dem „Digital Baltic Start-Up Day“ einen internationalen Auftakt. In der Alten Mensa in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald haben der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, die Veranstaltung mit kurzen Grußworten in englischer Sprache eröffnet.

Digitalisierungsminister Christian Pegel zeigt sich beeindruckt von der Veranstaltung: „Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ spiegelt die Idee eines digital vernetzen Ostseeraumes perfekt wider. Ich freue mich sehr, dass wir Gäste aus Norwegen, Estland, Polen und aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen konnten. Die verschiedenen Pitches zeigen deutlich, was für ein Potenzial in M-V steckt.“

Mehr als 20 junge Gründerinnen und Gründer haben in der Pitching-Arena ihre Ideen und Visionen vorgestellt. „Obwohl ich sehr viel unterwegs bin und den jungen Start-Ups aus unserem Land immer wieder begegne, ist es jedes einzelne Mal erneut beeindruckend, was für Ideen hier entstehen“, sagte Christian Pegel.

Für eines der Start-Ups gab es an diesem Tag ein weiteres Highlight. Zunächst stellte Hartmann Schleifer die Idee seines Unternehmens „NautiTronix“ vor, bevor Minister Pegel das Wort ergriff und die Gelegenheit nutzte, dem jungen Unternehmen einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 47.750 Euro zu überreichen. Die Förderung gemäß der Richtlinie zur digitalen Transformation in Unternehmen (DigiTrans-Richtlinie) wird das Start-Up nutzen, um ein Informations- und Überwachungssystem für die Schifffahrt zu entwickeln.

„Jeder Antrag zur DigiTrans-Richtlinie und jeder überreichte Zuwendungsbescheid zeigen mir, dass wir mit ihr den Bedarf der Unternehmerinnen und Unternehmer treffen. Die Digitalisierung stellt viele Unternehmen im Land vor große Aufgaben. Hier wollen wir helfen und sie auf ihrem Weg unterstützend begleiten“, so Christian Pegel.

Durch die Veranstaltung führte mit Dr. Wolfgang Blank der Geschäftsführer der Witeno GmbH, die das künftige Innovationszentrum in der Alten Mensa Greifswald betreiben wird. „Als die Idee entstand, ein internationales Pitching-Event auf die Beine zu stellen, haben wir nicht mit einer solchen Resonanz gerechnet. Die Atmosphäre war einfach überragend. Wir begleiten junge Gründerinnen und Gründer schon lange. Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ ist einmal mehr Motivation, diesen Weg weiterzugehen und mit dem künftigen Innovationszentrum noch mehr zu fokussieren“, zeigt sich Dr. Blank mit der ersten offiziellen „NØRD“-Veranstaltung sehr zufrieden.

Insgesamt 250 Teilnehmer nahmen an diesem Event teil. „So einen Kongress auf die Beine zu stellen ist natürlich auch immer ein Wagnis. Daher freut es mich umso mehr, dass wir bei den Experten auf genauso viel Interesse zur Digitalisierung stoßen wie bei den Bürgerinnen und Bürgern. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit dem Digitalkongress als ein Netzwerk, das gemeinsam Lösungen sucht. Das macht uns stolz und bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Pegel.

Der erste Veranstaltungstag der „NØRD“ schließt heute Abend mit einer Gala im Theater Vorpommern und der Party „Let‘s get nørdy“ im Mensaclub, bevor es morgen, am 7. November, in sechs Städten und zwölf Standorten zu einzelnen Fachkongressen kommt.

Digitallotsen für ländliche Regionen

Neubrandenburg – „Digitalisierung ist Daseinsvorsorge und darf an den ländlichen Räumen nicht vorbeigehen! Digitale Anwendungen im ländlichen Raum sind längst keine Fiktion mehr und tragen dazu bei, Lebensqualität in den Dörfern zu sichern. Für alle Projekte, die wir auf den Weg bringen, brauchen wir immer auch einen ‚analogen Zwilling‘ zum Beispiel den Bürger-Dialog vor Ort, um vor allem älteren Menschen zu informieren und bei der Nutzung digitaler Anwendungen zu unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus anlässlich der Jahreskonferenz des Forums für ländliche Entwicklung und Demografie in Neubrandenburg.

Die Jahreskonferenz findet morgen (7.11.2019) ab 9.30 Uhr im Rahmen der Digitalisierungskonferenz Nørd 2019 der Landesregierung in der Crossmedia-Agentur 13 0, Gerstenstaße 2 in Neubrandenburg statt.

Backhaus betonte, dass es nicht nur darauf ankomme, die technischen Voraussetzung zu schaffen, um digitale Angebote landesweit nutzen zu können, sondern dass es ebenso Menschen braucht, die das Thema verstehen und digitale Kompetenzen weitervermitteln können. Das Amt Dömitz-Malliß erarbeite derzeit gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule Ludwigslust-Parchim modellhaft ein Bildungsangebot, bei dem alsbald kommunale Digitallotsen ausgebildet werden sollen.

„Gleichwohl müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass Dörfer mit ihren beruflichen und kulturellen Möglichkeiten kaum zu den Zentren aufschließen können. Aber darum geht es auch nicht! Ziel muss sein, dass ländliche Regionen den digitalen Wandel nutzen, um ein eigenes Profil zu entwickeln. Mit ihren Vorteilen – gesunde Natur, mehr Platz, Freiräume und Ruhe – können sie zum Anziehungspunkt junger, kreativer Menschen werden, die in geteilten Büros, so genannten Coworking Spaces, getrennt oder gemeinsam an Projekten arbeiten. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ersten Bundesländern, die die Ansiedlung von Coworking Spaces durch Förderung über die Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) unterstützen. „Damit wollen wir nicht nur Menschen auf dem Land halten, sondern auch Städter für das Leben und Arbeiten auf dem Land begeistern“, so Backhaus.

Abschließend verwies der Minister auf den Wettbewerb, Digitales Landleben M-V „Smart tau Hus“, der noch bis zum 25. November läuft. Dieser richtet sich an Gemeinden oder Gemeindeverbünde, die kreative Ideen haben, um die Versorgung ländlicher Räume mit Hilfe von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu unterstützen und damit deren Zukunftsfähigkeit zu sichern. Im Rahmen des Wettbewerbs wird eine Modellregion ausgewählt, die ihre Idee gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) aus Kaiserslautern in die Praxis umsetzen darf. Dafür stellt das Land in den kommenden drei Jahren 100.000 Euro zur Verfügung.

Alte Tradition markiert neues Internet-Zeitalter

Lichterfest setzt Signal für Surfen mit Lichtgeschwindigkeit durch Glasfaser-Internet der WEMAG

Schwerin – In den Orten Burow und Gischow sowie den Gemeinden Kreien, Barkhagen, Passow, Gallin-Kuppentin, Gehlsbach und Kritzow sind weitere Privat- und Geschäftskunden der WEMAG an das WEMACOM-Glasfasernetz angeschlossen worden. Aus diesem Anlass wurden die Einwohner zu einem kleinen Lichterfest eingeladen.

Im Dorfgemeinschaftshaus Kreien haben Herr Alexander Leetz, der Bürgermeister der Gemeinde Kreien und Herr Michael Hillmann, WEMAG-Vertriebsleiter, symbolisch gemeinsam das Licht eingeschaltet. Mitmecklenburgischen Spezialitäten und guten Gesprächen wurde der Meilenstein an diesem Abend gefeiert. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim surfen insgesamt ca. 620 Kunden durch das Internet und ca. 2.600 Kunden durchlaufen gerade diesen Prozess.

„Das Glasfasernetz steht und unsere Kunden können endlich, auch superschnell durch das Internet surfen. Ab heute sind in unserer Region ländlicher Raum und Gigabit-Internet kein Widerspruch mehr“, so WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

Lichterfeste sind eine alte Tradition. Sie wurden im vergangenen Jahrhundert gefeiert, wenn Gemeinden erstmals an das Stromnetz angeschlossen wurden. So wichtig wie damals der Anschluss an das Stromnetz war, so wichtig ist heute der Zugang zum schnellen Internet. „Ich freue mich sehr darüber, dass auch unsere kleine Gemeinde an das moderne Glasfasernetz angeschlossen wird. Damit ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte Alexander Leetz, Bürgermeister der Gemeinde Kreien.

„In den kommenden Wochen laden wir weiteren Gemeinden zu kleinen Lichterfesten ein, um diesen symbolischen Meilenstein mit unseren Kunden zu feiern und uns gleichzeitig für ihr Vertrauen in unser Unternehmen zu bedanken“, kündigt Michael Hillmann an.

Im November 2017 hat die WEMACOM Breitband GmbH vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. Die WEMACOM Breitband GmbH, die das Glasfasernetz betreibt, verfügt über Branchenkenntnis und langjährige Erfahrungen.

Mit einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität kann das Unternehmen Kunden gewinnen und sein Glasfasernetz ausbauen. Die hochmodernen Leitungen ermöglichen mit Bandbreiten von 100bis 1.000 Megabit pro Sekunde die Übertragung großer Datenmengen und bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile. Internetnutzer könnten nun bequem und ohne „Ladehemmung“ Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen.

1. Landesdigitalkongress „NØRD“

2 Tage, 7 Orte, 14 Events, 120 Redner, 1400 Besucher

Greifswald – Morgen, am 6. November 2019, startet der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die „NØRD 2019“. Das landesweite Mega-Event beginnt mit drei Veranstaltungen in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und wird am 7. November an sieben Orten im ganzen Land fortgesetzt.

Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, eröffnen morgen den „Digital Baltic Start-Up Day“ in der Alten Mensa in Greifswald. Dort treffen sich ab 8.30 Uhr 20 Start-Ups aus Deutschland und Estland, um einem internationalen Publikum aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ihre Ideen und Geschäftsmodelle vorzustellen. Sie werden in verschiedenen Themenblöcken ihre Visionen „pitchen“ und von den Teilnehmern via Feedback-Tool live bewertet werden.

Am Abend laden die Landesregierung und das Theater Vorpommern in die Stadthalle zur feierlichen Eröffnungsgala der „NØRD“ – der „Night of Inspiration“. Digitalisierungsminister Christian Pegel wird dort den Kongress für die Ministerpräsidentin des Landes als Schirmherrin offiziell eröffnen. Der estnische Abgeordnete Kalle Palling wird einen Vortrag zum Thema “Estonia – Best practice for digital transformation of a country” (Die Digitalisierung eines ganzen Landes am Beispiel Estland) halten. Weitere Vorträge und Show-Acts runden das Programm ab. Zum Abschluss des ersten Tages wird unter dem Motto „Let´s get nørdy“ im Mensaclub Greifswald gefeiert.

Am Donnerstag, 7. November, werden dann landesweit an den sechs Standorten der künftigen Innovationszentren sowie auf Rügen zeitgleich Fachkongresse zur Digitalisierung stattfinden. In Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und auf der Insel Rügen werden Experten aus ihrer Branche berichten, Impulse geben und mit den Teilnehmern Chancen und Risiken der digitalen Transformation in einer landesweiten Wertediskussion aufarbeiten.

Angelehnt an die Schwerpunkte der Hochschulen vor Ort stehen jeweils spezifische Themen im Fokus – vom digitalen Wandel in Forschung, Lehre und Gesundheitswirtschaft über Robotik bis hin zu künstlicher Intelligenz.

Insgesamt konnten für die NØRD mehr als 120 nationale und internationale Speaker gewonnen werden. So werden neben Landesministerinnen und Ministern, Staatssekretärinnen und Staatssekretären auch Professoren der hiesigen Hochschulen sowie Branchenexperten zu ihren Fachgebieten zu Wort kommen.

Im Anschluss an die Fachkongresse fahren die Teilnehmer von allen Orten mit einem Busshuttle zur „Night of Community“ in Rostock. Während dieser Fahrt wird in allen Bussen eine moderierte Wertediskussion geführt, die via der Feedback-App „Tweedback“ live ins OZ-Gebäude gesendet wird. Dort wird die Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, Mareike Donath, mit Prof. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald, Prof. Harald Kesberg von Kesberg Consulting und Steffen Hausmann von Fit Skipper die Beiträge aus den Bussen vor den eintreffenden Teilnehmern des Kongresses einordnen.

Schnelles Internet kommt mit großen Schritten

Etwa 25 Prozent der Trasse sind bereits gebaut / WEMAG stellt allen Kunden doppelte Bandbreite zur Verfügung

Schwerin – Im gesamten Gebiet des Landkreises Nordwestmecklenburg sind die Arbeiten für den Ausbau des Glasfasernetzes angelaufen und kommen in einigen Clustern sogar schneller voran als geplant. „Aktuell sind rund 25 Prozent des Trassenbaus abgeschlossen. In einigen Projektgebieten sind es bereits 50 Prozent“, erklärte Martin Retzlaff, kaufmännischer Programmleiter des Breitbandausbaus in der WEMAG-Unternehmensgruppe. Insgesamt sollen über 2.000 Kilometer Trasse gebaut werden. Für etwa drei Viertel der Gesamtstrecke liegt die Genehmigung bereits vor. In schmalen Gräben verlegen die Tiefbauer etwa 4.700 Kilometer verbundene Leerrohre. Durch diese so genannten Flatliner wird später die Glasfaserleitung eingeblasen – insgesamt etwa 8.800 Kilometer.

„Schnelles Internet ist eine wichtige Infrastruktur für die Zukunft – im privaten, wirtschaftlichen und Bildungsbereich. Die Behörden begleiten den Prozess des Ausbaus mit allerhöchster Priorität. Für den Beginn der Bauarbeiten war die Beantragung und Einholung einer Vielzahl von Genehmigungen erforderlich. Dennoch haben die Behörden des Landkreises und der Ämter sie in beeindruckend kurzer Zeit bearbeitet. In den kommenden Wochen und Monaten werden die noch ausstehenden Genehmigungen eingeholt“, sagte Landrätin Kerstin Weiss. Sie verwies auf die große Nachfrage nach schnellem Internet im Landkreis.

„Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hatte in seiner Rede anlässlich des 1. Spatenstichs auf der Insel Poel noch festgestellt, dass im Bundesdurchschnitt ein Drittel der privaten Haushalte geförderte Internetangebote nutzt. In einigen Teilen unseres Landkreises sind es inzwischen mehr als zwei Drittel der Bürger, die sich schon lange vor Inbetriebnahme des neuen Glasfasernetzes für die Erstellung eines Glasfaser-Hausanschlusses begeistern konnten“, ergänzte die Landrätin.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg können künftig mehr als 36.000 Haushalte, 4.800 Unternehmen und 58 Schulen von der modernen Glasfaser-Infrastruktur profitieren. Während die WEMACOM Breitband GmbH die Hausanschlüsse erstellt, übernimmt die WEMAG die Vermarktung der Internet- und Telefonprodukte.

Wer sich beim schnellen Glasfaserinternet für die Tarife der WEMAG entschieden hat, kann sich freuen. Das Unternehmen stellt allen Kunden ohne Aufpreis die doppelte Bandbreite zur Verfügung. „So sind unsere Kunden noch besser gerüstet für den wachsenden Bedarf an Bandbreite durch immer mehr Geräte, die zu Hause gleichzeitig online sind“, sagte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann. Vor allem die datenintensiven Internetdienste für Filme und Serien halten verstärkt Einzug in die Wohnzimmer und verdrängen das klassische Fernsehen. Außerdem werden Smart-Home-Lösungen, die ebenfalls mit einem großen Datentransfer arbeiten, immer beliebter. „Das ist ein Trend im digitalen Zeitalter. Da wollen wir unsere Kunden in die Lage versetzen, die neuen Möglichkeiten uneingeschränkt zu nutzen“, so der WEMAG-Vertriebsleiter.

Der Breitbandausbau im Landkreis Nordwestmecklenburg ist eines der größten laufenden Infrastrukturprojekte in Deutschland, in dem unter anderem über 2.000 km Trassenbau in knapp zwei Jahren realisiert werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, hat sich die WEMACOM Breitband GmbH in den Bereichen Umsetzung, Überwachung und Baustellensicherheit sehr professionell aufgestellt. So stehen für jedes Projektgebiet (Cluster) neben der Programmleitung je ein interner Clustermanager und ein Baubetreuer zur Verfügung.

Darüber hinaus hat das Unternehmen bei seinen Ingenieurbüros sowohl die Planung als auch die Bauleitung und -überwachung beauftragt. Zusätzlich werden Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren zur Überwachung der Baustellen und Baufirmen eingesetzt. Diese Fachkräfte sind regelmäßig in den Baugebieten unterwegs und stehen den Amtsverwaltungen jederzeit zur Abstimmung und Problemlösung zur Verfügung. Natürlich kann trotz dieser Kontrollinstanzen bei der Größe des Projekts keine flächendeckende Bauüberwachung gewährleistet werden.

Auch Fehler, Beschädigungen oder Ähnliches können nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Sollte es Probleme während oder nach der Bauausführung geben, können sich die Einwohner gern an ihre Amtsverwaltung wenden. Diese wird die Information zur Behebung des Problems an die WEMACOM und die Breitbandkoordinatoren des Landkreises weiterleiten.

DigitalPakt Schule

Antragsverfahren für Starterschulen kann beginnen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Umsetzung des DigitalPakts Schule Form an. Die Schulträger und Schulleitungen der sogenannten Starterschulen haben Informationen über das weitere Vorgehen für die Beantragung der Fördermittel zum Aufbau ihrer digitalen Infrastruktur erhalten.

Die Informationsveranstaltungen sind im 10-Punkte-Plan des Landes für die Umsetzung des DigitalPakts Schule vorgesehen. Das Bund-Länder-Programm umfasst insgesamt fünf Milliarden Euro Bundesmittel. Mecklenburg-Vorpommern wird davon über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 99,2 Millionen Euro erhalten. Darüber hinaus stellt das Land weitere 10 Prozent als Kofinanzierung zur Verfügung.

„Wir setzen den DigitalPakt Schule Schritt für Schritt um“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Dabei ist eine Reihe von Vorarbeiten notwendig, damit es bei der Anschaffung von Whiteboards, WLAN-Routern und anderer digitaler Technik anschließend umso schneller geht. Wir haben neun öffentliche und vier private Schulträger und die Schulleitungen der Schulen darüber informiert, wie sie ihre Anträge auf Fördermittel auf den Weg bringen. Die Förderrichtlinie dafür liegt vor. An 24 öffentlichen Schulen geht es noch in diesem Jahr los. Die nächsten Schulen folgen dann im kommenden Jahr. Die Zusammenarbeit mit den Schulträgern und Schulen klappt sehr gut. Wir sind alle sehr gut vorbereitet. Mithilfe des DigitalPakts wird es uns gelingen, alle Schulen besser mit digitaler Technik auszustatten“, sagte Martin.

Alle öffentlichen und freien Schulen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten eine Förderung nach folgendem verabredeten Modell: Der jeweilige Förderbetrag für eine Schule ergibt sich aus einer Kombination von Sockelbetrag und Schülersatz. Der Sockelbetrag beträgt je nach Schulart 40.000 Euro (Grundschulen), 50.000 Euro (weiterführende Schulen) oder 75.000 Euro (berufliche Schulen) bzw. 15.000 Euro als Sockel bei privaten Schulen.

Hinzu kommt ein Schülersatz in Höhe von 340 Euro bei öffentlichen und 395 Euro bei privaten Schulen. Ferner gibt das Land 10 Prozent Kofinanzierung zu den Bundesmitteln dazu. Ein Roll-Out-Plan für die gesamte Laufzeit des DigitalPakts liegt vor. Er ist mit den kommunalen Landesverbänden gemeinsam beschlossen und an die Schulträger und Schulen übermittelt worden.

MV-Serviceportal mit sechs neuen Leistungen

Schwerin – Das MV-Serviceportal www.mv-serviceportal.de bietet seit Juni dieses Jahres Verwaltungsleistungen von Kommunen, Land und anderen Behörden online an. Jeden Monat kommen weitere Leistungen hinzu. „Indem wir Stück für Stück sämtliche Verwaltungsleistungen digitalisieren, erleichtern wir den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Behördengänge und ermöglichen ihnen, diese rund um die Uhr und von jedem Ort zu erledigen. Wir erleichtern aber auch den Arbeitsalltag in den Behörden, indem Standardvorgänge automatisiert bearbeitet werden können und somit mehr Zeit für die schwierigeren Sonderfälle bleibt“, nennt Minister Christian Pegel den praktischen Nutzen des landesweiten Portals.

Seit Oktober können Bürgerinnen und Bürger auf sechs neue Online-Leistungen zugreifen. Die Stadt Schwerin hat ihr Angebot ausgeweitet und bietet als erste im Land folgende Leistungen online und mit smartem Antragsverfahren an:

Beantragung eines Bauvorbescheides

Vor Einreichung eines Bauantrags ist es möglich, bei der unteren Bauaufsichtsbehörde zu einzelnen Fragen des Bauvorhabens einen schriftlichen Vorbescheid zu beantragen.

Baugenehmigung: Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

Auch die Baugenehmigung im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren kann nun online beantragt werden. Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren gilt für Wohngebäude, für sonstige bauliche Anlagen, die keine Gebäude sind, für Nebengebäude und für Nebenanlagen zu vorgenannten Bauvorhaben sowie für Mobilställe.

Genehmigungsfreistellung gemäß Paragraph 62 Landesbauordnung

Wohngebäude, sonstige bauliche Anlagen, die keine Gebäude sind, Nebengebäude und Nebenanlagen zu vorgenannten Bauvorhaben können im Geltungsbereich eines Bebauungsplans ohne Baugenehmigung errichtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass diese Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht widersprechen, die Erschließung im Sinne des Baugesetzbuches gesichert ist und die Gemeinde nicht verlangt, dass ein Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden soll oder eine vorläufige Untersagung nach dem Baugesetzbuch beantragt hat.

Schülerbeförderung

Landkreise und kreisfreien Städte organisieren für die in ihrem Gebiet wohnenden Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Beförderung zu und von der örtlich zuständigen Schule.

Die Stadt Schwerin hält eine öffentliche Schülerbeförderung im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs vor. Ab einer folgenden Mindestentfernung von zwei Kilometern Fußweg für Schüler bis zur Jahrgangsstufe sechs bzw. von vier Kilometer Fußweg für Schüler ab der Jahrgangsstufe sieben zwischen der Wohnung der Schülerin bzw. des Schülers und der örtlich zuständigen Schule kann nun auch online ein Sonderfahrausweis für die kostenlose Schülerbeförderung beantragt werden.

Beantragung von Bewohnerparkausweisen

Um die Parkmöglichkeiten in einer ausschließlich für Bewohner vorbehaltenen Parkzone nutzen zu dürfen, können Anwohner einen Bewohnerparkausweis beantragen. Voraussetzung: Der Antragsteller muss im Bewohnerparkbereich meldebehördlich registriert sein und dort tatsächlich wohnen.

Anmeldung zur Hundesteuer

Hundehalter sind in der Regel zur Anmeldung des Tiers bei der Gemeinde sowie zur Zahlung von Hundesteuer verpflichtet. Die Anmeldung zur Hundesteuer kann nun für den Bereich Schwerin ebenfalls online erfolgen.

Für alle anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns sind im Serviceportal alle notwendigen Auskünfte für die nicht-digitale Antragstellung zusammengefasst und übersichtlich dargestellt, von der zuständigen Behörde bis hin zu benötigten Unterlagen und Kosten. Mit den neuen Angeboten können über das Portal nun 45 Leistungen digital beantragt werden. Dazu kommen etwa 350 teildigitalisierte Leistungen.

Behörden in Mecklenburg-Vorpommern, die ihre Leistungen über das Portal anbieten wollen, finden auf www.mv-serviceportal.de/zb weitere Informationen sowie Ansprechpartner.

Digitalisierung von Wertschöpfungs- und Marktprozessen

Güstrow – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Mittwoch bei der tfc tools for composite GmbH in Güstrow über Erweiterungen der Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation informiert.

„Die fortschreitende Digitalisierung von Wertschöpfungs- und Marktprozessen stellt die Unternehmen und ihre Beschäftigten vor enorme Herausforderungen. Doch: Um sich im Wettbewerb zu behaupten, ist es notwendig, Produktionsprozesse zu analysieren und daraus folgend Prozessinnovationen einzuleiten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen auf diesem Weg. Wir haben vorhandene Förderinstrumente für eine größere Anzahl von Unternehmen als bisher geöffnet; schließlich betrifft die Digitalisierung nahezu alle Branchen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation ist dahingehend erweitert worden, dass künftig die Analyse von Produktionsprozessen, daraus folgend digitale Lösungsvorschläge und die Umsetzung in Pilotprojekte innerhalb eines Unternehmens, gefördert werden. Um diesen Prozess anzustoßen und umzusetzen, können sich die Betriebe externen Sachverstand einkaufen. Die Kosten für die Beratung werden vom Wirtschaftsministerium bei kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 50 Prozent, bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent gefördert (maximal 200.000 Euro). Neu ist ebenfalls, dass die Unterstützung von allen gewerblichen Unternehmen in Anspruch genommen werden kann (vorher nur verarbeitendes Gewerbe).

„Mit den Geschäftsprozessen ändern sich auch Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen sowie Organisationsformen. Das hat Auswirkungen auf den Arbeitsalltag der Mitarbeiter, erfordert ein Umlernen und kann auch Unsicherheiten bringen. Das muss jeder Unternehmer im Blick haben und gegensteuern. Deshalb werden wir auch hier unterstützend aktiv“, sagte Glawe.

Als möglicher Bestandteil einer Prozessinnovation sind zudem auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen förderfähig (Technikfolgenabschätzung). Dabei kann es sich beispielsweise um Auswertungen zu gesundheitlichen Auswirkungen, die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer und des Arbeitsschutzes handeln.

Ebenfalls neu in die Richtlinie wurde auch die Förderung von Investitionen aufgenommen, die der Umsetzung von bereits erfolgten Prozessinnovationen dienen. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Kauf von Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können bis 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben (maximal 100.000 Euro) erhalten.

„Dieser Schritt ist wichtig. Nach der sorgfältigen Analyse für verbesserte Produktionsabläufe im Unternehmen ist es oftmals notwendig, in neue Technologien zu investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu sein. Dabei unterstützen wir“, sagte Glawe.

Die tfc tools for composite GmbH fertigt mit rund 40 Mitarbeitern Teile und Komponenten überwiegend aus glasfaserverstärkten Verbundstoffen. Die Produkte werden unter anderem in Windenergieanlagen, als Komponenten für Schiffe, Flugzeuge und Schienenfahrzeuge verwandt. Gemeinsam mit der Rostocker Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP hat das Unternehmen ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben umgesetzt. Dabei handelte es sich um die Einführung eines teilautomatisierten Fertigungsprozesses für dreidimensionale Bauteile aus Faserkunststoffverbunden sowie die Vernetzung der einzelnen Prozessschritte. Das Wirtschaftsministerium hat das Projekt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 140.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betrugen rund 279.000 Euro.

„Am Beispiel der tfc GmbH ist eindrucksvoll zu sehen, wie ein mittelständisches Unternehmen in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Einrichtung Innovationen wagt und diese erfolgreich umsetzt. Diesen Weg sollten noch mehr Unternehmen gehen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 236,3 Millionen Euro für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum von 2014 bis 30.06.2019 wurden von diesen Mitteln insgesamt 146,7 Millionen Euro für 450 Vorhaben bewilligt. Dabei handelt es sich unter anderem um 92,7 Millionen Euro für 209 Verbundforschungsvorhaben, 34,8 Millionen Euro für 69 einzelbetriebliche Vorhaben und 3,9 Millionen Euro für 24 Prozessinnovationen. Die Förderungen gingen unter anderem in die Branchen Gesundheit/Life Science (37,2 Prozent), Maschinenbau (24,7 Prozent) sowie Energie/Klima (9,9 Prozent).

DigitalPakt Schule

Land gibt Startschuss für die Umsetzung in MV

Schwerin – Heute ist der Startschuss für die Umsetzung des DigitalPakts Schule in Mecklenburg-Vorpommern gefallen. Ziel des Bund-Länder-Programms ist es, die Schulträger bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, die digitale Ausstattung aller Schulen voranzubringen. Die ersten 24 Schulen werden in Kürze eine Förderung für den Aufbau ihrer digitalen Infrastruktur erhalten. Bildungsministerin Bettina Martin hat einen 10-Punkte-Plan für den Roll-Out und die Umsetzung des Programms im Land vorgelegt.

Der DigitalPakt Schule umfasst bundesweit 5 Milliarden Euro Bundesmittel. MV wird davon insgesamt 99,2 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Darüber hinaus wird das Land für alle Schulträger die erforderlichen 10 % Kofinanzierung übernehmen und damit nochmal knapp 10 Mio. Euro einbringen. Um Fördermittel aus dem DigitalPakt zu erhalten, müssen die Schulen ein Medienbildungskonzept vorlegen. Die Schulträger müssen zudem einen Medienentwicklungsplan einreichen.

In MV können alle Schulen eine Förderung erhalten: Der Sockelbetrag beträgt je nach Schulart 40.000 Euro (Grundschulen), 50.000 Euro (weiterführende Schulen) oder 75.000 Euro (berufliche Schulen). Hinzu kommt ein Schülersatz in Höhe von 340 Euro pro Kopf. Ein Roll-Out-Plan für die gesamte Laufzeit des DigitalPakts liegt vor. Er ist mit den kommunalen Landesverbänden gemeinsam beschlossen und an die Schulträger kommuniziert.

„Wir haben uns in MV gemeinsam mit den kommunalen Schulträgern und den Schulen bestmöglich auf die flächendeckende Umsetzung des DigitalPakts vorbereitet. Nun kann es losgehen. Mithilfe des DigitalPakts Schule werden wir in MV einen großen Schritt vorankommen und alle Schulen besser mit digitaler Technik ausstatten. Die Digitalisierung ist bereits heute Teil unserer Lebens- und Arbeitswelt“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Schulen müssen diese Entwicklung aufnehmen und Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt vorbereiten. Dafür brauchen sie die notwendige technische Ausstattung. In vielen Schulen gibt es schon Tablets, Laptops und interaktive Tafeln, aber eben noch nicht überall. Hier wird der DigitalPakt vor Ort in den Schulen viel verbessern“, betonte Martin.

Die Schulen werden bei Aufbau oder Verbesserung ihrer digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände unterstützt. Gefördert werden schulisches WLAN, Anzeige- und Interaktionsgeräte wie z. B. Whiteboards, digitale Arbeitsgeräte oder schulgebundene mobile Endgeräte. Betrieb, Support und Wartung der Schul-IT werden zentral mit den kommunalen Partnern abgestimmt.

„Mit den Schulträgern, Schulleitungen und kommunalen IT-Dienstleistern sind wir seit Langem in intensivem Austausch“, erläuterte Bildungsministerin Bettina Martin. „Die Schulträger wissen seit vielen Monaten, wie viele Mittel sie aus dem DigitalPakt beantragen können. Den Roll-Out-Plan haben wir mit ihnen abgestimmt. Ich danke allen Partnerinnen und Partnern für die konstruktive Zusammenarbeit. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass in fünf Jahren alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern digitalisiert sind“, so Martin.

Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der Schulen und Schulträger zur Umsetzung des DigitalPakts Schule:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Zentralreferat für Digitale Schule, E-Mail: info@digitalpakt-mv.de

10-Punkte-Plan für die Umsetzung des DigitalPakts im Überblick:

  • MV, Verhandlungsführer der Länder
  • Der Vorbereitungsprozess
  • Schwerpunkt Digitalisierung bei der Lehrerfortbildung
  • Neues Schulfach „Informatik und Medienbildung“ eingeführt
  • Unterstützungsnetzwerk für alle Schulen
  • Planung und Kommunikation des Roll-Outs
  • Das Antragsverfahren
  • Was gefördert wird: technische IT-Infrastruktur
  • Support, Wartung und Betrieb
  • Integrierte Schulverwaltungssoftware

NØRD – Erster Digitalkongress des Landes M-V

Schwerin – Am 6. und 7. November findet in Mecklenburg-Vorpommern der erste landesweite Digitalkongress der Landesregierung unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig statt. In den Städten der künftigen Innovationsräume – Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg – werden die verschiedenen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierungen mit Impulsvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen beleuchtet.

„Ich freue mich sehr, dass wir für die NØRD viele hochkarätige Teilnehmer aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung gewinnen konnten. Netzwerke leben immer vom Austausch und unser Digitalkongress bietet dafür die perfekte Plattform. Wir werden zeigen, dass das digitale MV eine Idee ist, die wir zwar weiter ausbauen und befeuern wollen, aber die bereits lebt und atmet“, so Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Das Pre-Event zur NØRD bildet der Digital Baltic Start-up Day am 6. November in der Alten Mensa in der Hansestadt Greifswald. Dr. Wolfgang Blank, künftiger Betreiber des Innovationszentrums Greifswald und Geschäftsführer der WITENO GmbH fasst die Pläne für diesen Tag zusammen: „Wir laden Gründerinnen und Gründer aus dem ganzen Ostseeraum zur NØRD nach Greifswald ein. Start-ups aus Estland oder Russland können ihre Ideen und Unternehmungen vor unserer digitalen Community pitchen und damit für Impulse in MV sorgen. Wir müssen auch weiter über den Tellerrand hinausschauen. Wir können viel von unseren Nachbarn im Ostseeraum lernen, aber sie sicher auch vieles von den kreativen Köpfen in MV. Diese Community in Greifswald zusammenzubringen, wird unheimlich spannend.“

Bei einer feierlichen Gala im Theater Vorpommern wird die NØRD am Abend des 6. November 2019 eröffnet. Christian Pegel freut sich dabei auf einen Vortrag besonders: „Mit Kalle Palling konnten wir jemanden gewinnen, der nun noch einmal nach Mecklenburg-Vorpommern transportieren wird, was wir auf unserer Delegationsreise nach Estland im vergangenen März erfahren und erleben durften: Die Chancen, die für uns als Verwaltung und auch als Gesellschaft in der Digitalisierung stecken. Estland ist dabei für uns klar Vorreiter und Vorbild. Ich bin überzeugt, dass die Gäste im Theater viel aus seinem Vortrag mitnehmen werden.“ Die Vorträge zum Thema Digitalisierung werden an diesem Abend durch Showacts wie New Horizons aus Neustrelitz oder Luminos umrahmt, bevor es im Mensaclub in der Alten Mensa auf die offizielle NØRD-Party geht.

Das Herzstück des Kongresses bildet der 7. November. „Für Mecklenburg-Vorpommern absolut einmalig bespielen wir an diesem Tag mehrere Standorte in sechs Städten – alle mit einem übergeordneten Thema und mit ausgewählten Speakern. Das digitale MV wird sich an diesem Tag hoffentlich zahlreich präsentieren und über Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung sprechen. Ich freue mich ganz besonders, dass wir auch einige andere Ministerinnen und Minister sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre dafür begeistern konnten, an der NØRD teilzunehmen“, so Pegel.

Von „Digitaler Wandel trifft Verwaltung“ in Schwerin über „Forschung und Lehre im digitalen Wandel“ in Rostock oder „Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum“ in Neubrandenburg – am 7. November wird es in den künftigen Innovationszentren in ganz MV von 9 Uhr bis 16 Uhr um Digitalisierung gehen. Anschließend geht es via Bus-Shuttle aus allen Standorten nach Rostock, wo am Abend der OZ-Existenzgründerpreis verliehen wird. Hier werden sich zum Abschluss alle Speaker der beiden Kongresstage treffen und die erste NØRD gemeinsam Revue passieren lassen.