Sozialpartnerprojekt „mv-works“ gestartet

Warnemünde – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL, Thomas Lambusch, sowie dem Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“ eröffnet. Die zentrale Anlaufstelle für Beschäftigte und Unternehmen wird ab sofort Informationen zur digitalen Arbeitswelt geben, Fragen und Anregungen aus den Unternehmen aufnehmen und beantworten sowie bei Bedarf über Angebote zur weiteren Unterstützung informieren.

Das Kompetenzzentrum soll u.a. Digitalisierungs-Projekte in Unternehmen begleiten, die sich mit der Gestaltung und Entwicklung von Arbeitsbeziehungen befassen. Die Ergebnisse sollen im Anschluss für andere Unternehmen sicht- und nutzbar gemacht werden. Eine wichtige Funktion des Kompetenzzentrums ist die Organisation des Erfahrungsaustausches von MitarbeiterInnen und Führungskräften auf allen Ebenen. Auch die gemeinsame Beratung der Erkenntnisse mit den Sozialpartnern sowie mit VertreterInnen der Landesregierung und Forschungseinrichtungen im Beirat des Kompetenzzentrums wird im Fokus stehen.

„mv-works“, das Arbeit 4.0-Kompetenzzentrum „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“, wird vom Arbeitgeberverband NORDMETALL und der Industriegewerkschaft IG Metall betrieben.  Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben mit einer Million Euro. NORDMETALL und IG Metall steuern weitere 100.000 Euro bei. Auch die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind beteiligt und tragen das Projekt in die unternehmerische Breite.

Die Landesregierung hatte im Rahmen ihrer Digitalen Agenda die Einrichtung einer solchen zentralen Anlaufstelle beschlossen. „Um die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes weiter voranzubringen, ist es notwendig, die richtigen Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen. Beispielsweise kommt es aufgrund des demografischen Wandels und der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsprozesse zu Veränderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir unterstützen Mitarbeiter und Unternehmer dabei. Das Projekt schließt im Rahmen der Digitalen Agenda eine wichtige Lücke, da es unternehmensübergreifendes Wissen und erfolgreiche praktische Ansätze aus den Betrieben zur Gestaltung des digitalen Strukturwandels sichtbar macht. Erstmals werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt hier in Mecklenburg-Vorpommern erfasst“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Start. „Die Metall- und Elektroindustrie hat bereits einige Erfahrungen mit der Digitalisierung gesammelt. Ich begrüße es, dass Nordmetall und IG Metall den Startschuss für das Kompetenzzentrums geben und andere Branchen von Beginn an von diesem Erfahrungen profitieren können“, so Glawe weiter.

Der NORDMETALL-Präsident sieht seine Branche in einer Vorreiterrolle. „Die Metall- und Elektroindustrie ist technologiestark und kann anderen Branchen als Beispiel dienen, wenn es um die Neugestaltung von Arbeit im Strukturwandel geht“, so Thomas Lambusch, der auch Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern ist, zur Eröffnung des Kompetenzzentrums. „Die Arbeit von mv-works unterstützt unsere Unternehmen dabei, sich zu ähnlichen Fragestellungen und Lösungsansätzen untereinander und mit Dritten zu vernetzen. Diese offene Form des Kooperierens bringt große Entwicklungschancen mit sich“. Bereits jetzt werden auch Unternehmen außerhalb der Metall- und Elektroindustrie gesucht, die in konkreten Projekten mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten und für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen.

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, sieht durch das Kompetenzzentrum die Sozialpartnerschaft bei der Gestaltung des digitalen Strukturwandels gestärkt. „Auf die Unternehmen kommen auch in Mecklenburg-Vorpommern durch die Digitalisierung massive Veränderungen zu. Sie müssen sich für die Transformation rüsten. Der Wandel wird allerdings nur mit den Beschäftigten gelingen. Deshalb ist es so wichtig, dass in diesem Projekt ArbeitnehmerInnen, Betriebsräte, Führungskräfte und GeschäftsführerInnen an einem Strang ziehen und gemeinsam neue Arbeitsprozesse gestalten wollen. Mit diesem sozialpartnerschaftlichen Ansatz kann das Kompetenzzentrum ein Vorbild für andere Regionen sein“, so der Gewerkschafter.

Das Kompetenzzentrum wird durch die gemeinsame Gesellschaft von NORDMETALL und IG Metall Küste, der TGS Gesellschaft für Strukturentwicklung mbH, errichtet und arbeitet mit drei MitarbeiterInnen im Technologiezentrum Rostock-Warnemünde. Die MitarbeiterInnen sind landesweit aktiv.

Durchstarten in MV sagt Danke!

Schwerin – „Durchstarten in MV sagt Danke!“ – drei Ehrungen für besonderes Engagement in Sachen Berufsvorbereitung: Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (durchstarten-in-mv.de) haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin bei drei Aktiven rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt.

„Wir ehren drei außergewöhnlich engagierte Persönlichkeiten, die sich in der Berufsorientierung oder in der dualen Berufsausbildung besonders verdient gemacht haben. Sie sind aktive Kümmerer, die junge Menschen auf den ersten Schritten in Richtung Berufsleben begleiten. Im Mittelpunkt der Ehrung sind dabei Engagierte aus unserem Land, die Anderen auch Perspektiven für einen beruflichen Karriereweg in der Heimat aufzeigen. Dafür stehen die drei Geehrten exemplarisch“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Alle drei erhielten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design.

Ausgezeichnet wurden durch Wirtschaftsminister Harry Glawe und dem Präsidenten der IHK zu Schwerin Matthias Belke, die Lehrerin Andrea Kagel. Sie arbeitet in der Regionale Schule Mühlen Eichsen als Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT)- und Berufsorientierungs-Kontaktlehrerin. Die stellvertretende Schulleiterin bereitet Ihre Klassen beispielsweise hervorragend auf regionalen Berufsmessen und Schulpraktika vor. Ihre Schüler gehen zielgerichtet in die verschiedenen Ausbildungswege nach dem Schulabschluss. Darüber hinaus hat sie gemeinsam mit dem Unternehmen Fertigungstechnik Nord die Lehrstellenbörse in der Region Gadebusch-Mühlen Eichsen erfolgreich organisiert. „Das ist aktiv gelebte und engagierte Berufsorientierung für die Heimat“, so Glawe weiter.

Als langjährige und erfahrene Ausbilderin in den gastgewerblichen Berufen und Standortleiterin für Schwerin und Wismar wurde Andrea Lehmann vom Jugendförderverein Parchim / Lübz e. V. geehrt. Ihr fachliches Wissen hat sie an kommende Generation von Fachkräften im Rahmen der Erstausbildung und bei Umschulungen, im Prüfungstraining sowie in Zusammenarbeit mit dem DEHOGA –Verband MV bei der Durchführung von Jugendmeisterschaften weitergegeben. Als Vorsitzende des Prüferausschusses ist Andrea Lehmann aktiv bei der Vorbereitung und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen und bescheinigt den zukünftigen Facharbeitern die erlangte Fachkompetenz.

„Das Engagement ist besonders hervorzuheben. Gerade im Hotel- und Gaststättenbereich werden Fachkräfte gesucht. Praxisorientierte Wissensvermittlung ist dabei ein erfolgreicher Baustein. Dankeschön“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Andreas Hehr von der Carl Kühne KG (GmbH & Co. – Niederlassung Hagenow) organisiert mit der IHK zu Schwerin und dem Netzwerk Schule/Wirtschaft Hagenow-Wittenburg-Zarrentin kostenfrei und im Rahmen des ganz normalen Schichtbetriebes des Logistikunternehmens die sehr erfolgreiche Hagenower Berufsinformationsmesse. Jährlich besuchen zwischen 1.100 und 1.200 Interessierte die große Logistikhalle, bis zu 80 Unternehmen nehmen an dieser Messe teil.

„Die Hagenower Berufsinformationsmesse ist heute für viele ein fester Platz im Terminkalender. Die erfolgreiche Resonanz sucht Seinesgleichen in der Region. Das spricht für das hohe Niveau und für das Organisationstalent vor Ort“, so Glawe.

Am Montag wurden die besten Absolventen der Abschlussprüfungen im Zeitraum Sommers 2019 in der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Matthias Belke überreicht worden. „Das gute Abschneiden der jungen Menschen schafft die Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir brauchen tatkräftige junge Menschen. Als Fachkräftenachwuchs im Land sind die besten Absolventen heute Goldstaub für die heimische Wirtschaft“, sagte Glawe.

An den Abschlussprüfungen nahmen knapp 890 Auszubildende teil. Die Besten der Berufsgruppe – insgesamt 69 – wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Absolventen wurden in 58 Ausbildungsbetrieben (27 Landeshauptstadt Schwerin, 17 Nordwestmecklenburg, 14 Ludwigslust-Parchim) ausgebildet. Sie haben ihre Ausbildung in 28 Ausbildungsberufen abgeschlossen. Zu den Berufsgruppen zählen dabei die IT-Berufe (5 Absolventen); Lager-Logistikberufe (10); Berufe der Ernährungsindustrie (5); Veranstaltungs- und Touristikberufe (3); Hotel- und Gastronomieberufe (5); Metall-, Elektro- und Kunststoffberufe (3); Kaufmännische (Büro-)berufe (25); Handelsberufe (10); Bauberufe (3).

Der Minister dankte den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüfern für ihr Engagement. „Die Sicherung der Qualität der Berufsausbildung ist ein elementares Anliegen. Unternehmen und Ausbilder, Prüfer, Kammer sowie Berufsschulen und Lehrer setzen sich immer wieder gemeinsam und in besonderem Maße für einen erfolgreichen Abschluss ein. Familien und Freunde haben den Weg der Absolventen stets begleitet“.

Auf der Veranstaltung wurden die drei besten Meister-Abschlüsse aller drei IHKn des Landes M-V mit dem Meister-Extra prämiert. Die drei Meister sind aus dem IHK-Bezirk Schwerin. Der Minister hat gemeinsam mit IHK-Präsident Belke eine Urkunde an die drei Industriemeister (jeweils ein Meister in der Fachrichtung Mechatronik, Fachrichtung Lebensmittel und Fachrichtung Elektrotechnik) überreicht. Als Beste ihrer Fachrichtung erhalten sie jeweils 5.000 Euro.

„Wir wollen das Engagement, den Ehrgeiz und die Leistungen der Absolventen mit dem Meister-Extra anerkennen. Denn wir brauchen in Mecklenburg-Vorpommern gut ausgebildete Fachkräfte, um die wirtschaftliche Entwicklung weiter in Schwung zu halten. Die Meisterqualifikation ist und bleibt das anerkannte Gütesiegel für Qualität in Industrie und Handwerk. Darauf setzen auch Kunden und Verbraucher. Das duale Ausbildungssystem und seine tragenden Strukturen zu stärken ist daher oberstes Ziel. Dazu gehört unverzichtbar der Meisterbrief. Der heutige Wettbewerb erfordert auch stetige Qualifizierung und Weiterbildung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das Wirtschaftsministerium honoriert den erfolgreichen Abschluss von Meisterinnen und Meistern in Handwerk und Industrie mit dem Meister-Extra. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Meister-Extra in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste oder Bester ihres Gewerkes bzw. ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das Meister-Extra bereits 1.214 Mal ausgereicht. Das Wirtschaftsministerium hat die Meisterausbildung seit 2016 mit 1,76 Millionen Euro prämiert.

EU-Förderung für kostenloses WLAN

Brüssel – Am Donnerstag, den 19. September um 13 Uhr wird die EU-Kommission eine neue Ausschreibungsrunde für WiFi4EU-Gutscheine starten. Bis zum 20. September um 17 Uhr können Gemeinden in der ganzen EU 1780 Gutscheine im Wert von je 15.000 Euro beantragen, mit denen sie kostenlose Wi-Fi-Netze in öffentlichen Räumen, einschließlich Rathäusern, öffentlichen Bibliotheken, Museen, öffentlichen Parks oder Plätzen, einrichten können.

Die für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin Mariya Gabriel sagte dazu: „Es ist mir eine große Freude, die Eröffnung der Ausschreibung für die dritte Runde der WiFi4EU-Gutscheine bekannt geben zu können. Da bereits fast 6000 Zuschussvereinbarungen unterzeichnet wurden, ist es spannend zu sehen, welche unmittelbaren Vorteile diese Initiative für das Leben unserer Bürger mit sich bringt.“

Die Kommission wählt die Begünstigten nach dem Windhundverfahren aus und sorgt gleichzeitig für ein ausgewogenes geografisches Gleichgewicht.

Die ersten beiden WiFi4EU-Aufrufe zur Einreichung von Bewerbungen sind sehr erfolgreich verlaufen: Über 23.000 Gemeinden sind im Portal registriert und bisher wurden 6.200 Gutscheine vergeben.

Die vorliegende Aufforderung ist die dritte von vier Aufforderungen, die vor Ende 2020 vorgesehen sind.

Erster Medienbildungstag in M-V

Rostock – Wie kann die Digitalisierung den Unterricht besser machen? Welche Kompetenzen brauchen Kinder und Jugendliche in unserer digitalisierten Welt? Eine Antwort auf diese Fragen gibt es beim ersten Medienbildungstag heute im Audimax der Universität Rostock. In Vorträgen, Workshops und einem moderierten Think Tank haben Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, mehr über die Arbeit mit digitalen Medien in der Schule zu erfahren. 370 Lehrkräfte haben sich für den Medienbildungstag angemeldet, der damit ausgebucht ist. Organisiert wird die Veranstaltung durch das Medienpädagogische Zentrum des Bildungsministeriums.

„Mecklenburg-Vorpommern ist gut darauf vorbereitet, den Digitalpakt gewinnbringend für alle an Schule Beteiligten umzusetzen. Bildung in der digitalen Welt bedeutet, dass die Technik dem Lernen und Lehren dienen muss – nicht etwa umgekehrt“, sagte Bildungsministerium Bettina Martin, „Aber Bildung in der digitalisierten Welt ist weit mehr als Technik. Wir müssen die Kinder und Jugendlichen dazu befähigen, vernetzt zu denken und zu agieren und sich sicher in der Datenflut des Netzes zu bewegen. Der Medienbildung kommt daher eine immer wichtigere Rolle zu. Deshalb haben wir mit dem Schuljahr 2019/2020 das neue Schulfach Medienbildung und Informatik ab Klasse 5 eingeführt.“

Beim Medienbildungstag erfahren Lehrerinnen und Lehrer, welche Fortbildungen rund um den Digitalpakt Schule geplant sind. Mecklenburg-Vorpommern kann mit insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Digitalpakt rechnen, um die digitale Ausstattung der Schulen zu verbessern. Anschließend sind 24 Workshops geplant, die sich beispielsweise mit E-Books, Apps und Erklärfilmen beschäftigen. Dabei geht es auch um Datenschutz und Privatsphäre als Unterrichtsthema. Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit dem Thema „Immer online – Zwischen Faszination und Kontrollverlust“.

WiFi4EU: Europäische Kommission startet dritten Förderaufruf

Schwerin – Am Donnerstag, 19. September 2019, um 13 Uhr startet die Europäische Kommission den dritten Aufruf des Programms WiFi4EU zur Förderung der Internetanbindung von Kommunen in der Europäischen Union. Ziel ist die Installation modernster WLAN-Technologie. Mit Fördermitteln in Höhe von 26,7 Millionen Euro sollen insgesamt 1.780 Kommunen EU-weit vom Förderaufruf profitieren.

„Bislang waren 29 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern beim WiFi4EU-Programm erfolgreich und erhalten damit einen Gutschein über 15.000 Euro für kostenlose Internet-Hotspots im öffentlichen Raum“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel und betont: „Das Angebot eines kostenfreien Internetzugangs ist nicht nur Ausdruck einer digitalen und vernetzten Informationsgesellschaft, sondern vor allem wichtiger Standortfaktor für die Wahrnehmung der Städte und Gemeinden als attraktiver Standort, für Einheimische und Touristen gleichermaßen.“

Christian Pegel appelliert an die Kommunen landesweit: „Es lohnt sich, beim Förderaufruf schnell zu sein. Die eingegangenen Bewerbungen werden auch in dieser Förderrunde nach dem Prinzip ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst‘ vergeben.“ Laut Angaben der EU wurden beim vergangenen Förderaufruf 98 Prozent der Gutscheine in den ersten 60 Sekunden des Förderaufrufs vergeben.

Um optimal auf die kommenden Runde des WiFi4EU-Programms vorbereitet zu sein, rät der Minister: „Registrieren Sie sich in der WiFi4EU-Community! So erhalten Sie auf direktem Wege alle Informationen zum Programm.“

WiFi4EU ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das von der Europäischen Kommission verwaltet wird. Ziel ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen EU-weit in bis zu 8.000 Städten und Gemeinden, in denen bislang keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, sogenannte WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen.

Ein WiFi4EU-Gutschein weist pro Kommune einen festen Betrag von 15.000 Euro aus. Mit dem Geld wird die Installation von WLAN-Geräten auf dem neusten Stand der Technik in den Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie öffentlichen Plätzen und Gebäuden unterstützt. Die Hotspots werden Teil des EU-weiten WiFi4EU-Netzes, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal registrieren muss. Anschließend ist kostenlos und ohne weitere Anmeldung über alle geförderten Hotspots das Surfen im Internet möglich.

Auszeichnung für Steegener Chaussee

Hagenow – Heute nimmt Energieminister Christian Pegel am Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ teil. In diesem Rahmen wird er das Gewerbe- und Industriegebiet ‚Steegener Chaussee‘ in Hagenow mit der Zusatzqualifikation „Mobilität“ auszeichnen. Das Industriegebiet hatte im vergangenen Jahr als erstes im Land das Label G3 (Grünes Gewerbegebiet) erhalten.

Mit dem Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ bietet das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung ein Angebot für Unternehmen, Vermarkter von Gewerbe- und Industriegebieten und Kommunen, sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Standorte, in denen Unternehmen besondere Maßnahmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Ressourceneffizienz und sparsamer Flächenverbrauch umsetzen, können sich künftig mit dem G³-Label schmücken.

Zentrales Kriterium für die Vergabe des Gütesiegels ist die Verwendung von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen. Durch vorbildlichen Umgang damit, innovative Vernetzung von Unternehmen oder auch Kampagnen, die das Umfeld solcher Gewerbegebiete miteinbeziehen, können „Grüne Gewerbegebiete“ innerhalb eines Bewertungssystems zusätzliche Qualitätsstufen erreichen.

Insgesamt können die Gewerbegebiete vier Zusatzqualifikationen erhalten: für Synergien und Ressourceneffizienz, Innovationen, nachhaltiges Flächenmanagement und Freiraumgestaltung sowie Mobilität. Die „Steegener Chaussee“ in Hagenow erhält die Zusatzqualifikation „Mobilität“ aufgrund der Umsetzung nachhaltiger Verkehrskonzepte.

Unter anderem wurde im Gebiet ein E-Car-Sharing-Unternehmen angesiedelt, das beim Laden seiner Fahrzeuge auf Strom aus Solarenergie setzt. Zudem wird eine Ladeinfrastruktur für E-Autos geschaffen, die öffentlich zugänglich ist. Daneben wurde ein Rufbussystem etabliert, das es den Arbeitnehmern ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Gewerbegebiet zu gelangen.

Neue Angebote für Unternehmer auf dem MV-Serviceportal

Schwerin – Ab sofort können Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern rund um die Uhr und von jedem Ort der Welt mit Internetzugang Ausnahmen vom Sonntagsarbeitsverbot sowie die Bewilligung einer Werkstattkarte beantragen. Möglich macht es das MV-Serviceportal, das nun auch diese beiden Leistungen des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) online anbietet.

„Damit können über das Portal nun 39 Leistungen voll digital beantragt werden. Das Angebot reicht von der Anzeige für das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände über das Beantragen eines Grundbuchauszugs bis hin zur Ausstellung eines Führungszeugnis‘“, sagt Energieminister Christian Pegel. Dazu kommen ca. 350 teildigitalisierte Leistungen, zu denen die Webseite www.mv-serviceportal.de Zugang bietet.

Für Arbeitnehmer ist Sonn- und Feiertagsbeschäftigung nach dem Arbeitszeitgesetz grundsätzlich verboten. Neben Ausnahmen etwa für Not- und Rettungsdienst, Krankenhäuser oder auch Bus- und Bahnfahrer kann das Lagus bei besonderen Fällen auf Antrag Ausnahme von der Sonntagsruhe für maximal fünf Tage genehmigen, wenn zum Beispiel unerwartet viele Beschäftigte gleichzeitig erkranken oder Material verspätet angeliefert wird und dadurch ein Auftrag nicht rechtzeitig erledigt werden kann. Diese Ausnahme können Arbeitgeber jetzt ganz einfach online beantragen.

Der zweite neue Onlinedienst auf www.mv-serviceportal.de richtet sich vor allem an die Inhaber von Autowerkstätten: Sie können jetzt die Werkstattkarte online beantragen, die sie dazu berechtigt, digitale Fahrtenschreiber zu warten, zu reparieren und zu kalibrieren sowie die darauf gespeicherten Daten herunterzuladen und zu sichern. Diese Karten für qualifiziertes Werkstattpersonal müssen jährlich neu beantragt werden.

Das MV-Serviceportal bietet seit 28. Juni Verwaltungsleistungen von Kommunen, Land und anderen Behörden online an. 149 Menschen haben dort bislang ein Nutzerkonto eingerichtet, das ihnen die Antragstellung erleichtert, indem zum Beispiel persönliche Daten in Formularen automatisch eingetragen werden. Nutzer haben bislang 23 volldigitalisierte Anträge gestellt, darunter zum Beispiel auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung fürs Parken, auf Förderung der digitalen Transformation im Unternehmen oder sie haben ein Gewerbe an- bzw. abgemeldet.

Behörden in M-V, die ihre Leistungen über das Portal anbieten wollen, finden auf www.mv-serviceportal.de/zb Informationen, wie das geht, sowie Ansprechpartner.

„Smart tau Hus“

Wettbewerb für Modellprojekt digitaler Dörfer startet

Schwerin – Auch Dörfer und kleine Städte auf dem Land können von einer Digitalisierung des öffentlichen Lebens profitieren. Das wollen das Landwirtschaftsministerium und der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) an Hand einer Modellregion beweisen. Diese soll über einen Wettbewerb ermittelt werden.

Die Gemeinden dieser Region oder dieses Amtes arbeiten dann mit Experten des IESE an digitalen Anwendungen, die das Leben in den ländlichen Räumen erleichtern. Es geht darum, sich selbst auf den Weg in die Digitalisierung zu machen und eigene Ideen umzusetzen. Das Modell­vorhaben „Digitales Landleben Mecklenburg-Vorpommern – Smart tau Hus“ wird mit bis zu 100.000 Euro bis Ende 2021 unterstützt.

Startschuss für den Wettbewerb ist eine Auftaktkonferenz am 24. September 2019, zu der Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus interessierte Gemeinden ab 14 Uhr ins Bürgerhaus nach Güstrow einlädt.

Auf der Konferenz werden die Modalitäten des Landes­wettbewerbs erläutert. Auch werden zwei Modellvorhaben aus anderen Bundesländern vorgestellt. Zugleich können Gemeinden erste Ideen mit den Projektverantwortlichen besprechen und sich beraten lassen.

Über https://www.digitale-doerfer.de/anmeldung-auftaktveranstaltung sollten sich interessierte Gemeinden bis zum 18. September 2019 anmelden.

DigitalPakt Schule

Zusätzlich 10 Mio. Euro vom Land für Digitalisierung an Schulen

Schwerin – Das Land investiert zusätzlich 10 Millionen Euro für die Digitalisierung von Schulen, indem es den Anteil der kommunalen und freien Schulträger beim DigitalPakt übernimmt. Davon fließen 8 Millionen Euro direkt an die Kommunen. 1 Million Euro stehen für landesweite und länderübergreifende Kooperationsprojekte zur Verfügung. 1 Million Euro sind für die Träger der freien Schulen vorgesehen. Die Mittel sind im neuen Doppelhaushalt eingeplant und müssen vom Landtag beschlossen werden. Der DigitalPakt Schule von Bund und Ländern sieht eine Förderquote von 90:10 vor. Laut Vereinbarung beteiligt sich der Bund mit einer Förderung von höchstens 90 Prozent, die Länder beteiligen sich einschließlich der Kommunen mit mindestens 10 Prozent.

„Die Schulträger erhalten zusätzlich 10 Millionen Euro von der Landesregierung. Wir schultern damit den Eigenanteil der Schulträger und sorgen für eine große Entlastung“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Für die Digitalisierung an den Schulen ist das ein weiterer Schub. Den finanziellen Rahmen für den DigitalPakt Schule haben wir damit abgesteckt. Wir sind nun umfassend auf die Umsetzung vorbereitet. Ziel des DigitalPaktes ist es, die digitale Ausstattung der Schulen zu verbessern“, sagte Martin.

Der Vorsitzende des Landkreistages, Landrat Heiko Kärger, sagte nach dem Anruf der Bildungsministerin: „Ich freue mich, dass das Land den 10-prozentigen Eigenanteil, den sonst die Kommunen bzw. Schulträger aufbringen müssten, voll übernimmt. Das führt zu einer Entlastung der kommunalen Kassen und ist sehr zu begrüßen.“

„Es ist sehr erfreulich, dass die Bildungsministerin die Kommunen hier konkret entlasten möchte“, sagte Steffen Bockhahn, Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport der Hansestadt Rostock. „Für die Haushalte tritt eine echte Entlastung ein und wir sparen Zeit, weil die Mittel verfügbar sind. Jetzt liegt es an Kommunen und Land, die Schulen schnell und in guter Qualität für digitale Bildung fit zu machen“, so Bockhahn.

„Wir haben unsere organisatorischen und konzeptionellen Hausaufgaben erledigt und werden im Rahmen des DigitalPakts Schule einheitliche Standards für die Infrastruktur der digitalen Bildung an allen Schweriner Schulen in kommunaler Trägerschaft umsetzen“, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Die Digitalisierungsmittel des Landes helfen uns, den Aufbau und Betrieb einer standardisierten lernfördernden IT-Infrastruktur schrittweise umzusetzen. Grundlage ist unser kommunaler Medienentwicklungsplan, den wir im Herbst unserer Stadtvertretung zur Beschlussfassung vorlegen“, erläuterte Badenschier.

Durchstarten in MV wirbt mit neuer Praktikumsaktion

Schwerin – Die Fachkräfteinitiative Durchstarten in MV (durchstarten-in-mv.de) startet eine neue Praktikumsaktion. „Unsere Aktion soll zu einem praktischen Berufseinstieg inspirieren. Praktika bieten die ideale Möglichkeit, einen Beruf kennenzulernen. Entscheidend ist, ob die Vorstellung vom Traumjob auch der Praxis entspricht. Für die meisten Schüler ist das berufsvorbereitende Praktikum die erste Begegnung mit der Arbeitswelt – nach einer positiven Bewertung des Praktikums steigt die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Bewerbung im Unternehmen – heute noch Praktikant und morgen vielleicht schon Azubi“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am Mittwoch.

Die Praktikumsaktion soll bis Ende September laufen. Auf der Startseite von durchstarten-in-mv.de ist ein eigener Aktionsbereich aktiviert. „Ausbildungsinteressierte, Schüler und Studenten haben die Möglichkeit, gezielt die Unternehmen zu finden, die Praktikumsplätze anbieten. Unternehmen können jetzt die Möglichkeit nutzen, die eigenen Türen zu öffnen und junge Talente entdecken“, so Glawe weiter. Zusätzlich wird die Aktion in den sozialen Netzwerken, über Google Anzeigen und auf Berufs- und Ausbildungsmessen beworben. Die Teilnahme an der Aktion ist für Unternehmen kostenfrei.

Bei der Bundesagentur für Arbeit sind rund 4.950 unbesetzte Ausbildungsplätze (+464 im Vergleich zum Vorjahr) gemeldet, hingegen es noch knapp 2.600 unversorgte Bewerber (-123) gibt. Vor allem in den Berufen Verkäufer/-in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau) und Hotelfachmann/-frau stehen Ausbildungsstellen bereit.

Glawe appellierte an die heimische Wirtschaft, ihre Ausbildungsanstrengungen weiter zu intensivieren und junge Menschen gezielt einzubinden. „Viele Unternehmen machen sehr positive Erfahrungen, wenn sie einen Jugendlichen in ein Praktikum übernehmen“, betonte Glawe. Darüber hinaus machte der Minister deutlich: „Es ist wichtig, dass sich Unternehmen auch für vermeintlich schwächere Jugendliche öffnen. Der alleinige Blick in die Schulzeugnisse greift zu kurz. Es geht auch darum, jungen Menschen eine Perspektive zum Hierbleiben in unserem Land aufzuzeigen. Jugendliche verfügen oft über ungeahnte praktische Fähigkeiten und Talente. Die duale Ausbildung ist für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern immer noch die beste Möglichkeit, ihren zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern haben zusammen die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) ins Leben gerufen. „Durchstarten in MV“ zeigt jungen Menschen berufliche Perspektiven sowie attraktive Zukunftschancen im eigenen Land auf. Mit der Informationsoffensive sollen Unternehmen und potentielle Auszubildende aufeinander aufmerksam gemacht werden. Über Jahrzehnte geprägte Meinungen über die Berufschancen lassen sich nur langsam durch stetes Aufzeigen von Möglichkeiten, Perspektiven und Erfolgsgeschichten ändern.

Der Azubi-Atlas, eine der beliebtesten Suchmaschinen für Ausbildungsberufe im Land, ist das Herzstück der Kampagnenwebseite. Hier haben sich rund 1.500 Unternehmen mit über 2.600 Ausbildungsangeboten in etwa 270 Berufen angemeldet. Auf dem Portal können sich Ausbildungsinteressierte schnell und unkompliziert informieren, wo es Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der gewünschten Region gibt.

Land informiert über Digitalisierung

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel haben heute das „DigiMobil“ der Landesregierung der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Mobil will die Landesregierung zusätzlich zur Plattform digitalesmv.de über ihre Digitale Agenda sowie neue technische Entwicklungen informieren.

„Die Digitalisierung ist eine große Chance für Mecklenburg-Vorpommern. Darüber will die Landesregierung mit dem DigiMobil noch besser informieren. Wir zeigen, wie wir mit der Digitalen Agenda die Digitalisierung in nahezu allen Bereichen voranbringen wollen. Und das Mobil informiert auch auf sehr anschauliche Weise, welche neuen technischen Möglichkeiten es gibt“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Mit dem DigiMobil können wir die Vielfältigkeit der Digitalisierung in jeden Winkel unseres Landes bringen. Gerade die Mitmachstationen werden dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger den digitalen Wandel hautnah erleben können – so bekommt die Digitalisierung Gestalt. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist die digitale Agenda der Landesregierung in Ihrer Gänze darzustellen und diese so jedem greifbar und begreifbar zu machen“, sagte Minister Pegel.

„Jetzt wird es darum gehen eine Tour zu gestalten, damit das DigiMobil auch wirklich zu den Bürgerinnen und Bürgern kommt. Wir werden auf Volksfesten zu finden sein, auf Messen und an Schulen. Dazu haben die Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land die Möglichkeit das DigiMobil anzufragen, um auch Ihren Angestellten die Facetten der Digitalisierung zu zeigen“, so Pegel weiter.

Im DigiMobil können sich die Besucherinnen und Besucher mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality beispielsweise darüber informieren, wie die Landesregierung die Digitalisierung von Schulen vorantreibt und welche neuen Möglichkeiten sich bei der medizinischen Versorgung eröffnen. Informationen gibt es auch über den Ausbau des schnellen Internets, die neuen digitalen Innovationszentren und über technische Möglichkeiten in den eigenen vier Wänden.

Das DigiMobil geht bereits in dieser Woche auf Tour. Erste Station ist am 29.8.die Veranstaltung Business 4.0. in der Rostocker Stadthalle. Am 7.9. wird das Mobil beim Stralsunder Tag des Mittelstandes zu Gast sein. Die Kosten für das Leasing des Fahrzeugs und die Ausstattung des Mobils mit modernster digitaler Technik liegen bei 152.000 Euro.

Digitales Landleben

Schwerin – Das Landwirtschaftsministerium und der Städte- und Gemeindetag planen ein Modellvorhaben zur Unter­stützung der Digitalisierung im ländlichen Raum. Mit dem Modellvorhaben „Digitales Landleben MV Smart tau Hus“ sollen die Chancen der Digitalisierung in ländlichen Regionen ermittelt und in passende Maßnahmen überführt werden. Das Modellvorhaben wird mit bis zu 100.000 Euro in den kommenden drei Jahren unterstützt.

Die Teilnehmer am Modellvorhaben werden in einem Wettbewerb ermittelt, zu dem Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am 24.09.2019 im Bürgerhaus Güstrow aufrufen wird. Bewerben können sich dann Ämter bzw. Gemeindeverbünde, aber auch einzelne Gemeinden unter 30.000 Einwohner.

Im Mittelpunkt des Modellvorhabens stehen:

  • die Einführung und Erprobung digitaler Dienste zur Verbesserung der Daseinsvorsorge in den jeweiligen Ämtern/Gemeinden,
  • die Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Digitalisierung,
  • der Aufbau von Kompetenzen im Bereich Digitalisierung,
  • Gewinnung und Transfer von Erkenntnissen über die Potenziale der Digitalisierung für die Stärkung ländlicher Räume in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE wurde ein renommierter Partner gewonnen, der die technische Entwicklung und Erprobung digitaler Lösungen mit den geförderten Gemeinden umsetzt. Wissenschaftler unterstützen die Region und deren Digital-Lotsen bei der Umsetzung der eigenen Ideen.

Bundesregierung sucht KI-Leuchtturmprojekte

Künstliche Intelligenz für den Umweltschutz nutzen

Berlin – Das Bundesumweltministerium hat heute seine neue Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ gestartet. Gesucht sind Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen und die beispielgebend sind für eine umwelt-, klima- und naturgerechte Digitalisierung. Dazu stehen aus dem Haushalt 2019 Fördermittel in Höhe von 27 Millionen Euro bereit.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Digitalisierung braucht Gestaltung. Damit die positiven Umweltwirkungen von Künstlicher Intelligenz genutzt und ihre ökologischen und sozialen Risiken eingedämmt werden, wollen wir ökologische KI-Innovationen gezielt fördern. Als Bundesumweltministerin möchte ich zeigen, wie digitale Innovationen dem Klima und Umweltschutz nutzen können und wie man KI auf Umwelt programmieren kann.“

Dafür gibt es zwei Förderlinien, die Projekte verschiedener Entwicklungsstadien adressieren:

Der Call for Participation „KI für den Umweltschutz“ sucht kreative und innovative Ideen für ökologische Herausforderungen. Das Verfahren ermöglicht Bewerber*innen mit oder ohne Fördererfahrung ihre Kompetenzen und Ideen einzubringen. Der Call richtet sich vor allem an interdisziplinäre Teams. Ziel ist, die Gemeinschaft, die sich mit den Chancen digitaler Technologien für die Umwelt beschäftigt, zu verbreitern.

Die zweite Förderlinie richtet sich an Projekte mit einem bereits höheren Reifegrad. Sie soll Entwicklung, Einsatz und Vermittlung KI-basierter Anwendungen für ökologische Herausforderungen fördern.

Schulze: „Wir müssen Künstliche Intelligenz noch stärker zur Bewältigung der weltweit größten Herausforderungen nutzen: Zur Bekämpfung des Klimawandels, zur Optimierung des Einsatzes von Ressourcen und als Beitrag zu einer saubereren Umwelt. Technologieförderung darf kein Selbstzweck sein, sondern sollte einer konkreten Zielsetzung dienen.“

Künstliche Intelligenz birgt erhebliche Chancen für Umwelt, Klima und Ressourcen, den Erhalt der Artenvielfalt, die Entwicklung von Schutzstrategien für Mensch und Umwelt sowie für sauberere Luft, Böden und Wasser. Beispielsweise kann mit KI nicht nur Verkehr flüssiger und emissionsärmer gesteuert oder Stahl und Zement mit weniger Energieverbrauch hergestellt werden. KI kann auch etwas gegen die Überfischung der Meere tun.

Beispielsweise arbeiten Naturschutzorganisationen und Unternehmen derzeit gemeinsam daran, in riesigen Datenbanken Bild- und Standortdaten von Fischen sammeln. Dank KI kann eine Software dann zukünftig Fische anhand von Fotos selbstständig einer bestimmten Art zuordnen. Langfristig könnten solche Technologien eingesetzt werden, um Fangquoten einzuhalten und wirksam durchzusetzen. Gleichzeitig sind die ökologischen Risiken, die mit KI-Technologie und datenbasierten Anwendungen einhergehen, im Blick zu halten.

Die BMU-Förderinitiative ist ein Beitrag zur Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung mit dem Ziel, Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für KI-Technologien zu machen und dabei eine verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI voranzubringen.

Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.

Weitere Informationen zur Förderinformation „KI-Leuchttürme“ und zur Antragstellung gibt es unter https://www.z-u-g.org/aufgaben/ki-leuchttuerme/.

Mobilfunk

Kommunen mit schlechtem Funknetz können sich bewerben für LTE-Station

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel weist auf eine Aktion hin, die die Deutsche Telekom gestern gestartet hat: Gemeinden mit schlechter Mobilfunkversorgung können sich bei dem Mobilfunkbetreiber um neue LTE-Funkstationen bewerben.

„Normalerweise entscheiden die Mobilfunkanbieter auf Basis marktwirtschaftlicher Erwägungen, wo sie neue Funkstationen aufstellen. Dabei fallen immer wieder Kommunen durchs Raster“, sagt Christian Pegel. Umso mehr freue er sich über die Initiative der Telekom, dies zumindest zu einem kleinen Teil auszugleichen.

Unter www.telekom.com/de/konzern/themenspecials/netze/wir-jagen-funkloecher kann sich jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein LTE-Funkloch hat, um eine Funkstation bewerben. Voraussetzungen sind ein Beschluss des Gemeinderats für die Installation der Anlage sowie ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast.

Bis zum 30. November 2019 können sich Kommunen bewerben. Die Telekom wählt zunächst 50 aus, in denen dann bis Ende 2020 ihre neuen Stationen in den Betrieb gehen sollen.

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Funkmastenprogramm, das dazu beitragen soll, Funklöcher im Land zu stopfen. Wir haben dafür zunächst ein Budget von 50 Millionen Euro bereitgestellt. Allein wegen der erforderlichen Zustimmung der EU zu unserem Programm wird dieses aber frühestens 2020 greifen können“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb möchte ich jede Kommune aus unserem Bundesland, die die Voraussetzungen für diesen Wettbewerb erfüllt beziehungsweise sie bis zum Ende der Bewerbungsfrist erfüllen kann, animieren, sich um eine der 50 Funkstationen zu bewerben. Ich drücke jedem Bewerber aus M-V die Daumen.“

Aktuelles Schulmagazin „klasse!“ jetzt online

Schwerin – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern haben zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 die neue Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“ erhalten. Das kostenlose Heft wird in diesen Tagen an allen öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen verteilt. Auch freie Schulen erhalten Exemplare für die Lehrerkollegien. Titelthema der aktuellen Ausgabe des Magazins „klasse!“ ist die Digitalisierung.

Ab heute liegt die Zeitschrift auch als digitale, mobil lesbare Ausgabe vor. Zu erreichen ist die Online-Fassung über www.lehrer-in-mv.de/klasse. Schulen können die digitale Ausgabe oder einzelne Artikel mit ihrer Homepage verlinken.

„Für die Kinder und Jugendlichen, die derzeit an unseren Schulen lernen, ist digital ganz normal“, findet Bildungsministeri n Bettina Martin. „Diese Welt, zu der Apps, Tools und Social-Media-Kanäle selbstverständlich dazugehören, macht nicht an den Schultoren Halt. Und sie kommt nicht nur mit den Schülerinnen und Schülern in die Klassenzimmer, sondern auch mit den Lehrplänen, den Unterrichtsmaterialien – und ab dem neuen Schuljahr mit dem Fach „Informatik und Medienbildung.“

Deshalb steht eine der 21 Modellschulen, an denen das neue Schulfach im Vorfeld getestet wurde, im Fokus der Reportage „Digitales Handwerkszeug“: das Schulzentrum am Sund. Die Reportage des zweiten Heftteils „Ausbildung“ stellt außerdem den neuen Ausbildungsberuf Kauffrau/-mann für E-Commerce vor. Im dritten Teil „Hochschule“ wiederum wird berichtet, wie an der Hochschule Wismar „Neue Ideen für die Zukunft des Digitalen“ entwickelt werden.

Vom Unterrichtshilfenportal MV über ein Interview mit der Rostocker Informatikprofessorin Alke Martens, von Fake News über Safer Surfen bis zur Digitalisierungsstrategie des Landes bietet das Heft Infos und Tipps für alle Lese- und Altersgruppen.

Doch nicht alles ist digital und deswegen beschäftigt sich die neue Ausgabe von „klasse!“ auch mit Klimaprojekten an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, spannenden Erfahrungsberichten aus dem Ausland sowie Schülerbands. Außerdem finden sich aktuelle Termine und Meldungen rund um das Thema Bildung im Heft.

„klasse!“ ist nun zum sechsten Mal erschienen. Umgesetzt und produziert wurde das Schulmagazin im Jahr 2019 von der Rostocker Werbeagentur WERK3.