Digitalisierung

Voss: „Digitalisierung muss auch die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen“

Rostock – Staatssekretär Nikolaus Voss hob heute auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der Unfallkasse MV und des Landesamtes für Soziales und Gesundheit (LAGuS) die besondere Bedeutung der Digitalisierung in der Arbeitswelt hervor. „Chancen aber auch Risiken liegen nah beieinander: Insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder benachteiligte Menschen müssen wir die Herausforderungen der Teilhabe am digitalisierten Arbeitsleben berücksichtigen. Es ist wichtig, alle abzuholen und nicht auszugrenzen“, erklärte Voss in seiner Rede in Rostock.

Voss erläuterte, dass Digitalisierung einerseits Barrieren abbaut, indem beispielsweise neue technische Möglichkeiten Beeinträchtigungen ausgleichen; andererseits könne Digitalisierung auch zusätzliche Ausgrenzung bedeuten, da Anforderungen und Zeitdruck der Tätigkeiten steigen würden.

Genau in diesem Spannungsfeld bewegten sich die Prozesse zur Digitalisierung der Verwaltung. Zahlreiche Antragstellungen werden in den nächsten Jahren sukzessiv online möglich sein. Voss: „Bestehende Barrieren müssen wir erkennen und abbauen. Die Bereitstellung von Inhalten in einfacher Sprache ist dabei für alle Nutzerinnen und Nutzer der digitalen Angebote ein wichtiger Aspekt.“

Voss: „Wir wollen auf dem Weg der Digitalisierung niemanden zurücklassen. Dafür werden wir in diesem Jahr eine Überwachungsstelle im Sozialministerium einrichten. Sie soll prüfen, ob Websites und mobile Anwendungen der Landes- und Kommunalverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich barrierefrei zugänglich sind.“

Digitalisierungsprojekt in der Palliativmedizin

Rostock – Für das interdisziplinäre Verbundvorhaben „Digitale Früherkennung und Belastungsminimierung in der palliativen Pflege“ erhalten die Universitätsmedizin Rostock und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) Zuwendungen in Höhe von jeweils ca. 250.000 Euro.

Die Mittel stammen aus dem Strategiefonds des Landes. Einen entsprechenden Bescheid für das zweijährige Projekt zur Erforschung der Arbeitsbelastung von Pflegekräften haben die Einrichtungen jetzt vom Landesamt für Soziales und Gesundheit im Auftrag des Sozialministeriums erhalten.

„Die fortschreitende Digitalisierung birgt große Potentiale auch für den Pflege- und Gesundheitsbereich. Deshalb begrüße ich es sehr, dass so namhafte Einrichtungen wie die Universitätsmedizin Rostock und das Fraunhofer IGD nun gemeinsam stressverursachende Situationen untersuchen, um daraus präventive Maßnahmen für Pflegende und eine Optimierung der Arbeitsabläufe in der palliativmedizinischen Pflege zu entwickeln“, verdeutlicht Sozialministerin Stefanie Drese die Verwendung der insgesamt rund 500.000 Euro.

Drese verweist in diesem Zusammenhang auf einen von Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern initiierten Beschluss der Länder auf der diesjährigen Arbeits- und Sozialministerkonferenz Ende November in Rostock. Darin sprechen die Sozialministerinnen und -minister sich einhellig für eine Intensivierung von Maßnahmen zur Digitalisierung des Gesundheits- und Pflegebereichs aus.

„Das aktuelle Rostocker Projekt setzt genau hier an und nutzt mittels digitaler Erfassung biometrischer Stressfaktoren einen innovativen Ansatz, um Belastungen für die Pflegekräfte sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich zunächst zu identifizieren und dann zu minimieren“, begründet Drese die Befürwortung des Verbundvorhabens der Universitätsmedizin Rostock und des Fraunhofer IGD seitens des Landes.

DigitalPakt Schule

Bildungsministerin Martin übergibt ersten Fördermittelbescheid in Röbel

Röbel – Große Freude am Schulcampus Röbel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Die verbundene Regionale Schule mit Gymnasium erhält als erste Schule in Mecklenburg-Vorpommern eine finanzielle Unterstützung über den DigitalPakt. Bei ihrem Schulbesuch am Vormittag hat Bildungsministerin Bettina Martin der Schulleitung und dem Schulträger den Fördermittelbescheid in Höhe von 282.766 Euro aus dem Bund-Länder-Programm übergeben. In den kommenden Wochen sollen weitere sogenannte Starterschulen die Fördermittel über den DigitalPakt erhalten.

„Mit dem DigitalPakt Schule werden wir bei der Digitalisierung unserer Schulen im Land eine großen Schritt vorankommen“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Der Schulcampus in Röbel geht als erste Schule an den Start – hier haben Schule, Stadt, Schulamt und alle weiteren Beteiligten an einem Strang gezogen und hervorragend zusammengearbeitet. Ich bin von dem Engagement der Schulleitung und des Lehrerkollegiums in der Schule sehr beeindruckt. Es war toll zu erleben, wie sehr sich auch die Schülerinnen und Schüler auf die neuen Lernmöglichkeiten, die der DigiPakt an ihrer Schule eröffnet, freuen. Die Schule trägt diesen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung, indem die Digitalisierung und die Entwicklung von Medienkompetenz im Unterricht immer wichtiger werden. So bereitet sie Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt vor. Das Geld über den DigitalPakt wird in Röbel gut angelegt. Der Schulcampus hat mit der Förderung viel vor“, erklärte die Ministerin.

Die Fördermittel werden in Röbel hauptsächlich für den Ausbau der LAN/WLAN-Infrastruktur an der Schule eingesetzt. Alle Klassenräume sollen mit WLAN-Access-Points ausgestattet werden. Anschließend wird die Schule mit moderner Präsentationstechnik wie interaktiven Beamern ausgerüstet. Außerdem werden die Computerkabinette erneuert, damit Schülerinnen und Schüler im neuen Fach Informatik und Medienbildung ideale Unterrichtsbedingungen vorfinden. Von den verbleibenden Mitteln werden Arbeitsgeräte wie VR-Brillen, Digitalkameras und 3-D-Drucker angeschafft.

„Viele Schulen haben sich bereits auf den Weg der Digitalisierung begeben, aber eben noch nicht alle“, so Bildungsministerin Martin. „Ziel muss es sein, dass alle Schulen im Land an dieser wichtigen Entwicklung teilhaben. Denn digitale Bildung gehört zu einer guten Bildung dazu. Es wird zukünftig keinen Beruf mehr geben, der nicht davon betroffen ist. Wir müssen die Kinder und Jugendlichen gut für das Leben in der digitalen Welt vorbereiten und ihnen Chancen aber auch Risiken der digitalen Welt nahebringen“, erklärte Martin.

Der DigitalPakt Schule umfasst bundesweit fünf Milliarden Euro Bundesmittel. Mecklenburg-Vorpommern wird davon insgesamt rund 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Darüber hinaus wird das Land für alle Schulträger die erforderlichen 10 Prozent Kofinanzierung übernehmen und damit nochmal knapp 10 Mio. Euro einbringen. Es werden alle Schulen in den Genuss der Förderung aus dem DigitalPakt kommen. Um Fördermittel aus dem DigitalPakt zu erhalten, müssen die Schulen ein Medienbildungskonzept vorlegen. Die Schulträger müssen einen Medienentwicklungsplan einreichen.

Hinter den Kulissen beim Breitbandausbau

WEMACOM Breitband GmbH bekam im Oktober Besuch von Schülerin Amélie Dobbertin

Schwerin – Einen Tag lang bei einem Unternehmen hinter die Kulissen schauen, mit Mitarbeitern reden und vor allem ganz viel lernen – mit dieser Aufgabe wandte sich die Schülerin Amélie Dobbertin im Oktober an die WEMACOM Breitband GmbH. Ihren Projekttag wollte die 14-Jährige gerne bei der WEMAG-Tochter absolvieren. Und das aus gutem Grund, denn Amélie ist das Werbegesicht für das Thema Breitband bei der WEMAG. Was sich dahinter alles verbirgt, schaute sich die Schülerin am 24. Oktober 2019 ganz persönlich an.

„Die WEMACOM Breitband GmbH baut im Auftrag von verschiedenen Landkreisen an einem der größten Infrastrukturprojekte in Deutschland. Es handelt sich hierbei um den Bau eines Glasfasernetzes mit dem es den Endkunden möglich wird, mit mehr als einem Gigabit im Internet zu surfen“, weiß Amélie inzwischen.

WEMACOM-Geschäftsführer Volker Buck nahm sich Zeit für Amélie Dobbertin und zeigte der Schülerin, was es in Sachen Breitbandausbau für ihn täglich alles zu erledigen gibt. Foto @ WEMAG/Wendy Kühnapfel

Das haben ihr die WEMACOM-Mitarbeiter bei ihrem Projekttag erklärt. 2017 erhielt die Tochtergesellschaft der WEMAG AG den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau in drei Projektgebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Inzwischen surfen dort bereits 1.350 Kunden im modernen Glasfasernetz. 3.200 Kunden befinden sich im Bereitstellungsprozess. Einen Einblick in diese spannenden Entwicklungen bekam auch die 14-jährige Schülerin bei ihrem Besuch des Unternehmenssitzes in Görries. Besonders interessant waren für Amélie die vielen verschiedenen Meetings, in denen sie einiges über die Aufgaben und Abläufe der Abteilungen erfahren konnte. „Als erstes war ich in einem Stabsmeeting zum Thema Inbetriebnahme. Die Inbetriebnahme bedeutet, dass die Kunden mit dem Internet verbunden werden und ab diesem Moment im Internet surfen können“, erinnert sich Amélie.

Neben den Meetings, nahmen die Mitarbeiter ihren Gast aber auch ganz persönlich an die Hand und führten sie durch das Unternehmen. „Ich bin in das Programm Breitband eingeführt worden. Wir haben einen Rundgang durch die beiden Bürohäuser in der Zeppelinstraße, dem Sitz der WEMACOM, gemacht“, so die 14-Jährige.

Ein Höhepunkt war für die Schülerin aber das Treffen mit Wendy Kühnapfel von der Marketingabteilung. Die Marketing-Mitarbeiterin präsentierte Amélie alle Werbeartikel, auf denen ihr Foto abgebildet ist – Postkarten, Broschüren, Plakaten, auf der Internetseite und sogar auf Briefmarken. „Verrück!“, kommentiert die Schülerin beeindruckt ihren Werbeauftritt. Auch den YouTube-Kanal der WEMAG AG durfte sich Amélie bei ihrem Besuch ansehen. „Dort sind verschiedenste Videos veröffentlicht. Unter anderem kann man dort aktuelle Veranstaltungen, Vorstellung von Ausbildungsplätzen und so weiter sehen“, erzählt sie.

Besonders stolz war die Schülerin, als sie ins Chef-Büro eingeladen wurden – hier traf sie Volker Buk. „Der Geschäftsführer der WEMACOM, Herr Buck, hat echt viel zu tun. Trotzdem hatte er Zeit für mich.“ Er zeigte Amélie, welche Aufgaben auf ihn als Chef täglich warten – von Telefonaten bis hin zur Prüfung von Rechnungen.

Auch wenn es ein langer und anstrengender Tag für das Breitband-Werbegesicht war, hat Amélie den Besuch bei der WEMACOM genossen: „Insgesamt waren die acht Stunden sehr aufschlussreich. Ich würde das gerne wiederholen.“

Digitalisierungswettbewerb

Hohenkirchen – Der Gemeindeverbund Hohenkirchen, bestehend aus den Gemeinden Hohenkirchen, Damshagen, Boltenhagen, Zierow, Gägelow und Roggenstorf, der Stadt Klütz sowie dem Amt Klützer Winkel, hat den Digitalisierungs­wettbewerb „Smart tau hus“ des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt und damit 100.000 Euro für die Umsetzung ihrer Digitalisierungsidee gewonnen. Das verkündete der zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus heute auf seiner Jahresabschlusskonferenz in Schwerin.

In wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) möchten die Gemeinden „digitale Dorfplätze“ in Form von digitalen Schaukästen entwickeln, um den Informationsaustausch zwischen Verwaltung, Einwohnern und Gästen zu verbessern. Diese sollen an stark frequentierten Standorten, wie Bushaltestellen, Strandzugänge, Gemeindezentren, Touristen-Informationen und der Amtsverwaltung, aufgestellt werden. Hierfür haben die Gemeinden bereits die technische Infrastruktur (Strom, Glasfaser) geschaffen.

An den „digitalen Dorfplätzen“ sollen Bekanntmachungen, Formulare und Anträge der Amtsverwaltung, Veranstaltungshinweise, Rad- und Wanderkarten sowie Informationen zu Vereinen, Verbänden, gastronomischen Einrichtungen und Ferienunterkünften abrufbar sein, heißt es im Projektantrag. Über einen Chat-Dienst sollen die Nutzer unkompliziert mit der Verwaltung Kontakt aufnehmen können, sodass kleinere Anliegen direkt aufgenommen und bearbeitet werden können. Eine unter Umständen weite Anfahrt zum Verwaltungssitz würde dadurch entfallen. Örtliche Betriebe sollen darüber hinaus die Möglichkeiten erhalten Werbung über die Infoportale schalten zu können. Mit den Einnahmen sollen die Kosten für die Anschaffung und Unterhaltung der Bildschirme dauerhaft finanziert werden.

„Das Vorhaben hat die Jury und auch mich überzeugt, da es die Bedürfnisse der Einheimischen und Touristen gleichermaßen berücksichtigt und auf viele andere Gemeinden im Land übertragbar ist. Die digitalen Dorfplätze ermöglichen eine Kommunikation in Echtzeit, erleichtern die Informationssuche und stärken die Bindung der Menschen zur Region. Besonders erfreulich ist, dass bereits viele örtliche Vereine, Verbände und Unternehmen eine Beteiligung am Projekt zugesagt haben, denn schlussendlich kann vor Ort langfristig nur etwas bewegt werden, wenn alle mitziehen“, sagte Minister Backhaus.

Die Idee zu diesem Projekt entstand nach Aussagen des Gemeindeverbundes aus dem Anliegen und der Notwendigkeit heraus, Informationen für einen großen Gemeindeverbund effizient bündeln und unbürokratisch zur Verfügung stellen zu wollen. Dies sei insbesondere in ländlichen, dünnbesiedelten Gegenden und damit in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommern schwierig.

Insgesamt haben 32 Gemeinden allein oder in Kooperation an den vorbereitenden Workshops des IESE teilgenommen. Daraus sind sechs Wettbewerbsanträge hervorgegangen. Darunter Anträge der Gemeinden Hohenkirchen (LK Nordwestmecklenburg), Gorlosen (LK Ludwigslust-Parchim), Krakow am See (LK Rostock), Pinnow/Sukow (LK Ludwigslust-Parchim), Grambow (LK Nordwestmecklenburg), Lübz (LK Ludwigslust-Parchim).

Kritischen Stimmen zum Trotz sprach Backhaus von einer guten Beteiligung: „Das es am Ende nur sechs Gemeinden ihre Ideen zur Wettbewerbsreife führen konnten, zeigt, dass das Thema Digitalisierung für viele Kommunen noch Neuland ist. Die Vorbereitungsphase hat aber ebenso gezeigt, dass der Wille und das Engagement in vielen Gemeinden da sind. Genau hier setzen wir mit unserem Wettbewerb unterstützend an.“ Gleichwohl bedauerte er, dass trotz der umfassenden Information auch über den Städte- und Gemeindetag MV als Partner des Landeswettbewerbes leider keine Gemeinde aus Vorpommern teilgenommen hat.

Er bedankte bei allen sechs Wettbewerbsteilnehmern für ihre Projektideen und wies darauf hin, dass die Landesregierung bereits prüfe, inwieweit einzelne Ansätze für digitale Lösungen über andere Fördermöglichkeiten des Landes unterstützt werden können. Überdies werde mit dem Wettbewerbssieger vereinbart, die Ergebnisse des Modellprojektes anderen ländlichen Gemeinden zugänglich zu machen. „Wir möchten möglichst keine Ideen verlieren“, sagte er abschließend.

1.350 Kunden surfen bereits im Glasfasernetz

WEMACOM Breitband GmbH legt im Landkreis Ludwigslust-Parchim weitere Glasfaser-Hausanschlüsse

Ludwigslust –  Bereits 1.350 Kunden surfen im Landkreis Ludwigslust-Parchim im schnellen Glasfasernetz der WEMACOM Breitband GmbH, weitere 3.200 Kunden befinden sich im Bereitstellungsprozess. Vor 24 Monaten erhielt das Tochterunternehmen der WEMAG AG nach einer europaweiten Ausschreibung vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Projektgebieten.

Seitdem ist viel passiert: Rund 630 Kilometer Trassen mit circa 1.600 Kilometer Leerrohr und etwa 2.000 Kilometer Glasfaserleitung wurden nach etwa 1.000 Genehmigungsanträgen verbaut. Mit der Unterzeichnung der Zuwendungsverträge für die weiteren 13 Projektgebiete im September 2019 kann nun der gesamte Landkreis mit dem modernen Glasfasernetz erschlossen werden.

„Damit das gegenwärtig zweitgrößte Infrastrukturprojekt Deutschlands im Landkreis Ludwigslust-Parchim realisiert werden kann, sind in Spitzenzeiten etwa 1.400 Menschen für den Landkreis und seine Einwohnerschaft für unsere Region im Einsatz“, berichtet Volker Buck, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, im Rahmen einer Zwischenbilanz in Ludwigslust.

Landrat Stefan Sternberg freut sich, dass der geförderte Glasfaserausbau in den Händen eines regionalen Versorgers liegt. „Die WEMACOM Breitband GmbH hat uns mit Ihrem Lösungsmodell für die flächige Breitbandversorgung in unseren Gemeinden überzeugt. Als spezialisiertes Unternehmen mit einem Pool aus fachkundigen Mitarbeitern übernimmt sie alle Aufgaben von der Planung bis zur technischen Umsetzung. Zusammen mit der WEMAG, die als erfahrenes Versorgungsunternehmen vor allem den Vertrieb leistet, stehen uns bei diesem bedeutenden Projekt zwei kompetente Partner zur Seite“, so der Landrat.

Gleichzeitig bringe die regionale Wertschöpfung durch das bisher größte Investitionsprogramm im Landkreis die Wirtschaft vor Ort deutlich voran. Die Fördermittel von Bund, Land und kommunalem Eigenanteil belaufen sich insgesamt auf fast 63 Millionen Euro für den ersten Förderaufruf.

Die Planung, Organisation und Umsetzung eines Projektes in dieser Größenordnung war und ist für alle Beteiligten eine Premiere, die höchste Anforderungen stellt und nicht immer reibungslos verläuft. Verspätungen in den Genehmigungsprozessen haben mitunter zu Verzögerungen im Baugeschehen geführt. Die Unterversorgung der Projektgebiete brachte hohe Erwartungen und nicht zuletzt auch Ungeduld mit sich.

„Premieren wie diese sind auch immer mit dem Sammeln von Erfahrungen verbunden, die wir dann für weitere Projekte nutzen können. Unsere Aufgabe ist es, eine ganze Region mit moderner Glasfasertechnologie zu versorgen. Besonders freut uns, dass viele unserer Kunden bereits jetzt mit Lichtgeschwindigkeit surfen können. In den kommenden Wochen stellen wir dafür die Weichen für die übrigen Kunden“, sagt Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG.

Neben den 3 aktuellen Projektgebieten laufen die Planungen für die 13 weiteren Projektgebiete des Landkreises Ludwigslust-Parchim an. „Wir freuen uns, dass wir mit Ludwigslust-Parchim im 2. Förderaufruf unser Glasfasernetz in mehr als 110 weitere Gemeinden bringen können. In den nächsten Wochen und Monaten informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH im Rahmen von rund 160 Einwohnerversammlungen über den geförderten Breitbandausbau in den Regionen und beantworten alle offenen Fragen“, sagte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen sind auf der Internetseite der WEMAG veröffentlicht. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können unter www.wemag.com/internet abgerufen werden. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte außerdem per Post eingeladen.

Schneller Datenaustausch für den Ernstfall

Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken Katastrophenvorsorge

Schwerin – Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken ihre Katastrophenvorsorge und arbeiten jetzt noch enger zusammen. Dafür hat in den vergangenen zwei Jahren eine Arbeitsgruppe die Schnittstellen der Datensysteme so angeglichen, dass wichtige Informationen schnell ausgetauscht werden können. Ziel ist es, in schwierigen Situationen, wie zum Beispiel bei einem Sturm oder einem flächendeckenden Stromausfall, gemeinsam noch schneller reagieren zu können.

„Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg erhält automatisch aus der WEMAG-Netzleitstelle Daten über die vom Stromausfall betroffenen Anlagen. So wissen die Rettungskräfte, welche Ortschaften beispielsweise nach Stürmen spannungslos sind. Im Gegenzug erhalten wir bei Bränden an elektrischen Anlagen oder gemeldeten Schäden an Freileitungen von der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg alle Einsätze mit Koordinaten“, erklärte WEMAG-Vorstand Thomas Murche. „Da unser Netzgebiet nahezu identisch mit dem der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg ist, lag die Zusammenarbeit auf der Hand. So stärken wir gemeinsam die Region und geben der Gemeinschaft mehr Sicherheit“, ergänzte Thomas Murche.

„Im Störungs-, Katastrophen- oder Krisenfall ist es für unsere Rettungskräfte wichtig, schnell Informationen über abgeschaltete Anlagen zu haben. Schon allein vor dem Hintergrund, dass dann die Alarmierung der freiwilligen Feuerwehren und die Warnung der Bevölkerung eingeschränkt ist“, sagte Markus Holtz, stellvertretender Leiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg. Zu den Vorteilen des neuen Datenaustauschsystems gehöre es auch, dass bei größeren Stromausfällen beispielsweise Dialysepatienten gezielt evakuiert werden könnten. Außerdem habe die Feuerwehr etwas mehr Spielraum, da im Ernstfall die Telefonleitungen häufig überlastet sind.

„Es ist ein deutliches Signal, wenn zwei Institutionen der kritischen Infrastruktur enger zusammenarbeiten. Das stärkt zugleich das gegenseitige Verständnis und Vertrauen, was in schwierigen Situationen von entscheidender Bedeutung sein kann“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier bei der Vorstellung des Systems in der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg.

European Broadband Awards 2019

WEMACOM Breitband GmbH gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie Servicequalität

Brüssel/Schwerin – Die Europäische Kommission vergibt auch in diesem Jahr die European Broadband Awards. Damit sollen herausragende öffentliche und private Projekte zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur und zur Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Internet für die Bürger in Europa ausgezeichnet werden. Eine von der EU-Kommission nominierte Jury aus internationalen Experten hat die Projekte bewertet und ausgewählt. Die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 2. Dezember 2019 ausgezeichnet und ihre Projekte auf den Breitbandtagen in Brüssel vorgestellt.

Die WEMACOM Breitband GmbH hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag vom Landkreis Ludwigslust-Parchim für den aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln geförderten Breitbandausbau in 3 Clustern erhalten. Das Schweriner Unternehmen hat sich mit seinem ersten Breitbandprojekt für den Preis beworben und gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie 5 „Quality and affordability of services“. In dieser Kategorie starten Projekte, die sich auf das Bereitstellen einer hohen Servicequalität für die Endkunden spezialisiert haben.

„Dass wir gleich mit unserem ersten Breitbandprojekt überhaupt zu den besten Unternehmen in ganz Europa zählen, macht mich sehr stolz. Das ist ein Verdienst aller Mitarbeiter sowie der beteiligten Unternehmen und Behörden“, sagte Volker Buck. Dabei hob er insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hervor. „Wir haben hier gemeinsam in einer Geschwindigkeit und Professionalität Neuland beschritten, dass ich mich heute frage, wie wir das geschafft haben“, so der Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH.

„Ich finde es gut, dass wir unser Konzept eines zukunftsfähigen Gigabit-Netzes in unserem sehr ländlichen Landkreis mit dem regionalen Telekommunikationsunternehmen partnerschaftlich umsetzen können. Die Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung für den von uns eingeschlagenen Weg“, gratuliert auch Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Die WEMACOM Breitband GmbH und die WEMAG AG haben die Vertriebsaktivitäten im Landkreis Ludwigslust Parchim gemeinsam gestaltet. Dazu zählten Gemeindevertretersitzungen, rund circa 30 Einwohnerversammlungen in allen förderfähigen Gemeinden, Aushänge in den Schaukästen der Gemeinden, der Versand von Vertragsunterlagen und Erinnerungen per Post innerhalb der Planungs- und Bauphase, Bürgersprechstunden, Kundenservice, der Einsatz von Medienberatern vor Ort, Plakataktionen, Social-Media-Kampagnen und Anzeigen. Im Fokus stand und steht immer der enge Kundenkontakt.

Die Herausforderung des Projekts bestand im Glasfaserausbau in drei ländlich geprägten Ausbaugebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Diese bildeten den Auftakt für den flächendeckenden Glasfaserausbau im Landkreis, der mit seiner Fläche von 4.750 km² der zweitgrößte Landkreis in Deutschland ist. In den drei Clustern wurden die Voraussetzungen geschaffen, rund 11.400 förderfähige Hausanschlüsse mit Glasfaser bis in die Wohnung (Fiber to the Home) versorgen zu können.

In nur 24 Monaten wurden bei 650 Kilometer Trassenbau circa 1.600 Kilometer Leerrohr und etwa 2.900 Kilometer Glasfaserleitung verbaut. Auf sechs Monate für Planung und Genehmigung folgten 18 Monate für den Bau. Die WEMACOM baut auch die weiteren 13 Cluster im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit entsprechenden 2.400 Kilometern Trasse für rund 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse aus. Zusammen mit dem angrenzenden Landkreis Nordwestmecklenburg (rund 2.000 Kilometer Trassenbau und circa 40.000 Haushalte) errichtet die WEMACOM auf insgesamt 6.800 km² ein zusammenhängendes Glasfasernetz.

Entscheidung für die Zukunft

WEMAG und WEMACOM informieren Bresegarder zum geförderten Breitbandausbau

Bresegard – Im Rahmen der Einwohnerversammlung am Montag, den 25. November, haben Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH etwa 60 Einwohner über den geförderten Breitbandausbau in der Gemeinde Bresegard bei Picher informiert. In seinem Vortrag erläuterte WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller den Bauablauf.

„Wer sich in der Planungsphase zwischen dem 1. März und dem 31. August 2020 für einen Hausanschluss sowie einen Internetvertrag mit mindestens 24 Monaten Laufzeit entscheidet, bekommt an seinem Haus kostenfrei den Glasfaseranschluss bis zu einer Länge von fünfzehn Metern bereitgestellt. Jeder weitere Meter kostet 50 Euro“, sagte Mario Möller und verwies darauf, dass alle Hauseigentümer den Auftrag für den Glasfaser-Hausanschluss unterschreiben müssen. Anschließend stellte der Geschäftskundenbetreuer die unterschiedlichen Tarife für Internet, Telefon und Fernsehen vor. Da WEMAG-Kunden einen Nachlass von 5 Euro auf die Tarife erhalten, können sich die Bresegarder freuen, die an das Fernwärmenetz der WEMAG Energiedienste GmbH angeschlossen sind.

Rüdiger Falk forderte die Grundstückseigentümer um genaue Prüfung der Unterlagen auf. „Wer auf seinem Grundstück ein zweites Haus hat, in dem ein Gewerbe untergebracht ist oder beispielsweise die Kinder wohnen, sollte umgehend beim Amt Hagenow-Land eine zweite postalische Adresse beantragen, damit auch dort ein Glasfaser-Hausanschluss gelegt werden kann“, so der Breitbandkoordinator des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Je schneller sich die Einwohner für den Anschluss an das schnelle Internet entscheiden, desto früher könne das Planungsbüro auch die Netzstruktur für Bresegard festlegen.

Die Bürgermeisterin ist eine Befürworterin des Glasfasernetzes. Sie möchte den Wohnort Bresegard attraktiver machen und den wachsenden Ansprüchen der Einwohner gerecht werden. „Auch für die Gewerbetreibenden ist das schnelle Internet ein essenzieller Standortfaktor“, sagte Dr. Marianne Röckseisen. Sie selbst spüre bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, dass die Arbeit mit der derzeitigen Internetverbindung sehr lange dauert. Durch die Glasfaserversorgung verspricht sie sich eine wertvolle Zeitersparnis.

Der Breitbandausbau steht in der Gemeinde Bresegard noch am Anfang. Im Jahr 2023 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Der Glasfaser-Hausanschluss bedeutet zugleich eine Aufwertung der Immobilie – sei es beim Verkauf oder der Vererbung an die Kinder.

Die WEMACOM Breitband GmbH hat im September 2019 vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Glasfaserausbau in 13 weiteren Projektgebieten erhalten und lädt jetzt in allen Gemeinden zu Einwohnerversammlungen ein. Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen sind auf der WEMAG-Internetseite veröffentlicht. Während der rund 150 Einwohnerversammlungen beantworten die Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH alle Fragen zum Bau der Glasfaserleitungen und den Tarifen für das schnelle Internet. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte per Post eingeladen. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet abgerufen werden.

,Slush‘ 2019

Christian Pegel: „Delegationsreise zur ,Slush‘ 2019 voller Erfolg“

Schwerin – Die Delegationsreise des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Start-up-Festival „Slush“ in Helsinki stieß bei den mitgereisten Vertretern von Wirtschaft, Verwaltung und Politik auf großen Zuspruch. Auch Digitalisierungsminister Christian Pegel war von der Atmosphäre in der finnischen Hauptstadt begeistert.

„Den Input, den wir als Verwaltung ebenso wie die Start-Ups an diesen zwei Tagen erhielten, können wir nur über solche Reisen erreichen. Wir stehen mit dem digitalen M-V noch am Anfang eines Wegs. In Helsinki konnten wir mit Menschen aus der ganzen Welt darüber sprechen, wie sie eben diesen gegangen sind“, fasste der Minister zusammen. Er fügte hinzu: „Es geht nicht darum, andere Modelle zu kopieren. Aber die Inspirationen, die wir bei der Gründermesse bekommen haben, werden für unsere weiteren Aufgaben unbezahlbar sein.“

Organisiert von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock sowie der Auslandshandelskammer Finnlands verbringt die Delegation aus M-V insgesamt vier Tage in Helsinki. Erster Programmpunkt nach der Ankunft war der Start-Up-Campus „Maria01“: Etwa 1.200 Menschen arbeiten dort für verschiedene Start-Ups.

„,Maria01‘ vermittelt uns eine Vorstellung davon, wie unsere künftigen Innovationszentren aussehen könnten. Räume sind das Eine. Am Ende sind es die Menschen, die die Räume mit Leben füllen. Wir werden versuchen, für unsere Talente ebenso wie für bereits etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer genau diese Räume zu schaffen“, kündigte Christian Pegel an.

Kern der Reise war der Besuch des Start-Up-Festivals „Slush“. Gestern und heute kamen dort Gründerinnen und Gründer aus der ganzen Welt mit ihresgleichen sowie mit ebenfalls internationalen etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. „Die Veranstaltung ist ein riesiges Matchmaking-Event. Die Teilnehmer vernetzen sich weit über ihre Landesgrenzen hinaus und knüpfen Kontakte, die vielleicht ihr ganzes Berufsleben lang halten werden. Es macht mich stolz, dass auch unsere Start-Ups auf großes internationales Interesse stoßen und Mecklenburg-Vorpommern als ein Ort der Innovation wahrgenommen wird“, so Pegel.

Mit der Delegation waren sieben Start-Ups aus M-V mit von der Partie. Professor Matthias Wißotzki von der Hochschule Wismar betreut seit einiger Zeit drei von ihnen und urteilt: „Für unsere Talente sind solche Erfahrungen Gold wert. Auf einer solchen Veranstaltung die eigene Vision vorzustellen – daran werden sich alle lange erinnern.“

Von den Vorbereitungen auf die Reise berichtet er: „Wir haben viel miteinander gearbeitet. Es ist immens wichtig, dass wir unsere Talente an die Hand nehmen und fördern. Hier können Hochschule, Verwaltung und digitales M-V gemeinsam unterstützen. Die Start-Ups werden mit ihren Ideen die Welt von morgen gestalten. Als Digitalisierungsbotschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern macht es mich froh und stolz, dass unsere Ideen auch international auf positive Resonanz stoßen.“

Die Veranstaltung „Slush“ zählt mit mehr als 25.000 Teilnehmern zu den größten Start-Up-Festivals der Welt. Mit der Delegation des Landes Mecklenburg-Vorpommern reisten 32 Teilnehmer an. Die Förderung des Landesministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung ermöglichte zum zweiten Mal nach 2018 Start-Ups aus dem Nordosten Deutschlands die Teilnahme. Nicht zum letzten Mal, wenn es nach Christian Pegel geht. Er sagte: „Ich freue mich darauf, unsere kreativen Talente auch weiterhin zu begleiten.“

Informationen zum geförderten Breitbandausbau

WEMAG und WEMACOM sind vor Ort/In jeder Gemeinde finden Infoveranstaltungen statt

Schwerin – Nachdem die WEMACOM Breitband GmbH im September 2019 vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Glasfaserausbau in 13 weiteren Projektgebieten erhalten hat, beginnen jetzt die Einwohnerversammlungen. Premiere ist am 22. November in der Gemeinde Bülow.

„Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen finden unsere Kunden auch auf der WEMAG-Internetseite veröffentlicht. Wer sich bis zum Ende der Planungsphase für einen Glasfaser-Hausanschluss in Kombination mit einem Internet- oder Telefonvertrag mit mindestens 24 Monaten Laufzeit entscheidet, bekommt an seinem Haus kostenfrei den Glasfaseranschluss bis zu einer Länge von fünfzehn Metern bereitgestellt“, kündigte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann an.

Während der rund 150 Einwohnerversammlungen beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH alle Fragen zum Bau der Glasfaserleitungen und den Tarifen für das schnelle Internet. Die Informationsveranstaltungen zum geförderten Breitbandausbau sind in allen Gemeinden geplant. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte per Post eingeladen. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet abgerufen werden.

Für die Errichtung der Hausanschlüsse ist die WEMACOM zuständig – die Vermarktung der Internet- und Telefonprodukte übernimmt die WEMAG. Kunden können die Internetprodukte zum Beispiel über die WEMAG beziehen. Das kommunale Unternehmen bietet für Privat- und Gewerbekunden Internettarife mit Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, Telefonanschlüsse mit Flatrate ins deutsche Festnetz und Mobilfunknetz sowie Digital- und HD-Fernsehen an.

„Für alle Kunden, die einen der WEMAG-Surf-Tarife bestellen, verdoppeln wir ohne Aufpreis die Bandbreiten. Das gilt auch für Bestandskunden, die schon bei uns unter Vertrag sind. So sind unsere Kunden noch besser für die weiter zunehmenden Bandbreiten-Anforderungen durch immer mehr Geräte gerüstet, die zuhause gleichzeitig online sein werden“, ergänzte der WEMAG-Vertriebsleiter und verwies auf Smart Home und datenintensive Internetdienste für Filme und Serien.

In den etwa 110 Gemeinden, die im Rahmen des zweiten Förderaufrufs des Bundes von einer Förderung profitieren und in denen nun gebaut wird, können bis zu 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse erstellt werden. Dies entspricht etwa zwei Dritteln der gesamten Haushalte. Dafür sollen insgesamt rund 2.400 Kilometer Trasse gebaut und 7.600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Alle weiteren Informationen zu dem Veranstaltungsort und -zeit können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet oder auf der Einladungskarte entnommen werden.

1,66 Mio. Euro für digitale Lehre

Rostock – Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat sich bei einem Besuch an der Universität Rostock über den Stand der Umsetzung des Landesprogramms „Digitale Lehre“ informiert. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) und die Universitätsbibliothek Rostock erhalten 1,66 Mio. Euro für die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernkonzepte sowie Module mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Das Förderprogramm „Digitale Lehre“ ist Teil der Digitalen Agenda der Landesregierung. Insgesamt stehen für die Hochschulen 8,8 Mio. Euro zur Verfügung.

„Digitalisierung spielt heute auch bei der Lehre eine wichtige Rolle“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wir unterstützen die Hochschulen, damit sie ihre Konzepte umsetzen und herausfinden, welche Schritte den notwendigen Mehrwert bringen. Das Förderprogramm hat Anschubcharakter. Das Projekt von ZLB und Universitätsbibliothek ist ambitioniert. Es bietet die Chance, die Lehrerbildungsbibliothek weiterzuentwickeln und die Bestände einem noch größeren Kreis zugänglich zu machen. Ich freue mich sehr, dass die Lehrerbildung Vorreiter in der Umsetzung von digitalen Projekten sein will, von denen auch andere Studiengänge profitieren sollen“, sagte Martin.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen digitale Fachkonzepte, um die medienpädagogische Kompetenz von Lehrenden und Studierenden zu erhöhen. Das ZLB und die Universitätsbibliothek wollen einen virtuellen Campus aufbauen. Für die Einbindung digitaler Tools in die Lehre ist es zudem notwendig, die Nutzung freier Unterrichts- und Informationsmaterialien zu verbessern bzw. überhaupt zu ermöglichen. Dabei sollen bereits vorhandene Materialien für Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie für Lehrkräfte, die an der Ausbildung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern beteiligt sind, verfügbar gemacht werden. Eine Kooperation mit den beiden Juniorprofessuren für Medienpädagogik ist vorgesehen.

Landeseigene Funkmastengesellschaft

Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel begrüßt die Entscheidung des Landtags, beim Schließen der Lücken im Mobilfunknetz des Landes künftig auf den Aufbau einer landeseigenen Infrastrukturgesellschaft zu setzen.

„Nach der Ankündigung des Bundes, eine Mobilfunk-infrastrukturgesellschaft für den Bau von Mobilfunkmasten in unversorgten Regionen zu gründen, ist dies die wirtschaftlichste und effizienteste Möglichkeit, um Funklöcher im Nordosten zu bekämpfen“, sagte der Minister bei der heutigen Landtagssitzung.

Auf die Frage, warum nicht auf die Arbeit der Bundesgesellschaft gewartet werden könne, antwortete er: „Ich habe die Sorge, dass der Bund seine Arbeit nicht als Erstes im Nordosten aufnimmt, sondern eher später bei uns ankommt. Deshalb wollen wir auf eine Landesmastengesellschaft umswitchen.“ Ursprünglich hatte der Landtag die Landesregierung beauftragt, ein Programm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro aufzulegen, über das Kommunen beim Aufstellen eigener Mobilfunkmasten unterstützt werden.

„Der Aufbau einer landeseigenen Gesellschaft bringt weitere Vorteile für den Bau der nötigen Funkmasten“, sagte Pegel und präzisierte: „Es sind sowohl Kosten- wie auch Zeiteinsparungen möglich, wenn aus einer Hand und nicht in jeder Kommune separat Funkmasten gebaut werden. Außerdem sind die anstehenden Verhandlungen mit den vier großen Mobilfunkanbietern – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1 Drillisch – für eine Gesellschaft leichter als für die einzelnen Kommunen.“

Um den Status quo des Mobilfunkangebots in Mecklenburg-Vorpommern zu ermitteln, hatte das Energieministerium im Frühjahr ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dies kam zu dem Ergebnis, dass landesweit ca. 232 Funkmasten fehlten. Der Minister betonte, dass die unterversorgten Gebiete nicht nur im ländlichen Raum liegen: „Wenn Sie auf die Karte schauen, werden Sie unterversorgte Korridore finden, in denen auch größere Städte und Gemeinden liegen. Umgekehrt werden Sie auch kleine Dörfer finden, die gut an das Mobilfunknetz angeschlossen sind.“

Ziel sei es, mit der landeseigenen Infrastrukturgesellschaft möglichst zügig die fehlenden Funkmasten aufzustellen und damit langfristig auf einen flächendeckenden LTE-Standard zuzusteuern.

Christian Pegel wies auch darauf hin, dass die Gründung einer solchen Landesgesellschaft – ebenso wie das ursprünglich geplante Programm – aus wettbewerbsrechtlichen Gründen durch die EU genehmigt werden müsse. Deshalb werde es voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre dauern, „bis sichtbare Erfolge in der Fläche erkennbar werden dürften“.

Das Smartphone mit seinen vielseitigen Funktionen gehört heute zum Alltag des modernen Menschen. Unterwegs Mails checken oder telefonieren, die nächsten Termine planen, sich über Nachrichtenportale oder Social Media auf den neuesten Stand bringen, und das unabhängig von Ort und Tageszeit – mit den kleinen Taschencomputern ist das technisch kein Problem.

Bundesweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es aber noch immer sogenannte „weiße Flecken“, in denen die Mobilfunkversorgung sowohl mit Sprach-, als auch mit datenbasierten Diensten nach Ansicht von Experten, der Politik und nicht zuletzt der Bevölkerung nicht den heutigen Kommunikationsbedürfnissen entspricht.

Der Landtag hatte das Digitalisierungsministerium deshalb im Frühjahr beauftragt, ein Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in Mecklenburg-Vorpommern aufzulegen. Dafür stellte er insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Öffentliche WLAN-Hotspots

Schwerin – Im dritten Aufruf zum EU-Programm „WiFi4EU“ konnten sich neun Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern durchsetzen: Rühn im Landkreis Rostock, Groß Krams, Morass und Warlitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Dargun, Priepert und Wustrow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie Dassow im Landkreis Nordwestmecklenburg und Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie erhalten Fördermittel in Höhe von je 15.000 Euro. Mit dem Geld können die Kommunen kostenlose Internet-Hotspots im öffentlichen Raum installieren.

„Ich freue mich, dass sich auch beim dritten Förderaufruf Städte und Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich beteiligt haben. Mit öffentlich verfügbarem WLAN wird die Attraktivität gerade auch in innerstädtischen Hotspots und vor allem in beliebten Urlaubsregionen deutlich gesteigert“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel.

Wie bei den vorangegangenen Förderaufrufen war der Andrang der Kommunen EU-weit groß: Mehr als 11.000 Kommunen hatten sich im Rahmen des Förderaufrufs vom 19. bis 20. September 2019 beworben. 1.780 von ihnen haben einen Gutschein erhalten. Insgesamt standen 26,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon gingen 2,13 Millionen Euro an Kommunen in Deutschland.

Christian Pegel erklärt, was die neun geförderten Kommunen nun beachten müssen: „Die Kommunen müssen sicherstellen, dass das von der EU unterstützte WiFi-Netz binnen 18 Monaten installiert ist und funktioniert. Es gilt also auch weiterhin, schnell zu sein: Bei der Suche nach einem Unternehmen, dass die Installation im geforderten Zeitraum abwickeln kann und bei der Auswahl der Zentren des öffentlichen Lebens, an denen das Netzwerk installiert werden soll.“ Daneben fordert die EU, dass das frei verfügbare Netz gut sichtbar markiert wird.

Anschließend sind die Kommunen für Betrieb und Wartung des Netzwerks zuständig. „Die EU überwacht Funktion und Leistungsfähigkeit der geförderten „WiFi4EU“-Netze über drei Jahre. Sollte es Auffälligkeiten geben, wendet sie sich direkt an die Kommunen“, erklärt der Minister.

Allen, die bislang keinen Erfolg beim „WiFi4EU“-Programm hatten, rät der Christian Pegel: „Ein weiterer Förderaufruf ist im kommenden Jahr geplant. Registrieren Sie sich in der WiFi4EU-Community! So erhalten Sie auf direktem Wege weitere Informationen zum Programm.“

WiFi4EU ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das von der Europäischen Kommission verwaltet wird. Ziel ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen EU-weit in bis zu 8.000 Städten und Gemeinden, in denen bislang keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, sogenannte WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen.

Ein WiFi4EU-Gutschein weist nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ pro Kommune einen festen Betrag von 15.000 Euro aus. Mit dem Geld wird die Installation von WLAN-Geräten auf dem neuesten Stand der Technik in Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie öffentlichen Plätzen und Gebäuden unterstützt. Die Hotspots werden Teil des EU-weiten WiFi4EU-Netzes, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal registrieren muss. Anschließend ist kostenlos und ohne weitere Anmeldung über alle geförderten Hotspots das Surfen im Internet möglich.

Glasfasertechnologie revolutioniert Unterricht

Mit doppelter Bandbreite der WEMAG macht das Lehren im Gymnasialen Schulzentrum in Stralendorf doppelt Spaß

Stralendorf – Torsten Neik lässt mit sicheren Bewegungen den interaktiven Stift über einen 75 Zoll großen Bildschirm gleiten. Dabei verändert er die Lage eines Dreiecks, dessen Eckpunkte durch einen Kreis verbunden sind. Nebenbei ruft der Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik über ein Symbol in der Seitenleiste Erläuterungen zur Eulerschen Gerade im Internet auf, die sofort in einem Fenster des riesigen Bildschirms erscheint. „Diese moderne Technologie ist in allen Fächern einsetzbar. Sie wird Tafel und Kreide bald ablösen“, ist sich der Oberstufenkoordinator des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf sicher. So kann er zum Beispiel auch handschriftlich Anmerkungen in das interaktive Tafelbild einfügen und es den Schülern per E-Mail senden.

Das Gymnasiale Schulzentrum mit seinen etwa 740 Schülern gehört zu den ersten Gebäuden im Amt Stralendorf, die an das schnelle Glasfasernetz der WEMACOM Breitband GmbH angeschlossen wurden. „Kaum eine andere Schule in der Region verfügt über diese zukunftsweisende Ausstattung, die erst mit der enormen Übertragungsgeschwindigkeit voll genutzt werden kann“, erklärt Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf, bei der Präsentation der neuen Technik. Da das Amt Träger der Schule ist, lag ihm der schnelle Anschluss besonders am Herzen. Vor einigen Wochen noch hatte die Schule einen 6-Megabit-Anschluss und deshalb im Rahmen des Breitbandausbaus eine 100-Megabit-Leitung bei der WEMAG bestellt. Da das Unternehmen gerade die Übertragungsgeschwindigkeit für alle Kunden verdoppelt hat, kann das Gymnasiale Schulzentrum in Stralendorf nun ein Datenvolumen von 200 Megabit pro Sekunde nutzen. „Damit sind wir sehr gut für die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen aufgestellt. Außerdem wird die Kommunikation mit dem Schulamt jetzt deutlich erleichtert“, meint Schulleiter Arne Henke. Das Einrichten der neuen Technik hat Holger Seiffert, Fachdienstleiter Bau des Amtes Stralendorf, begleitet.

Oberstufenkoordinator Torsten Neik demonstriert anschaulich Schulleiter Arne Henke, WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller und Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf (v.l.n.r.), die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Neun der großen interaktiven Bildschirme sowie über 20 weitere Smartboards gibt es bereits in der Schule. Insgesamt laufen in den Schulgebäuden etwa 150 Rechner. Weitere 14 Klassenräume sind im Erweiterungsbau geplant, in dem auch ein Computerkabinett eingerichtet werden soll. Außerdem gibt es schon Überlegungen, die Klassenräume auch mit WLAN auszustatten.

Im Rahmen der Präsentation überreichte WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller den Vertretern der Schule und des Amtes zur Erinnerung je ein Cartoon, die aus der Feder des regionalen Künstlers Roland Regge-Schulz, alias Mario Lars, stammen.