Neuansiedlung in Greifswald

Greifswald – Die Vilua IT Solutions GmbH & Co. KG siedelt sich in der Hansestadt Greifswald neu an. Das Unternehmen wird am Standort Medizinprodukte herstellen. „Ziel ist es in Greifswald, medizinische Geräte und Systeme für die Gesundheitsprävention zu produzieren und weiterzuentwickeln. Es entstehen dabei wichtige Jobs in dem wirtschaftlichen Wachstumsbereich der Gesundheitswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Schwerin. Im Rahmen der Neuansiedlung sollen 36 Dauerarbeitsplätze entstehen.

Die Firma Vilua IT Solutions GmbH & Co. KG wird in Greifswald ein Mehrzweckgebäude mit einem innovativen Care Center und einer digitalen Arztpraxis in Gestalt eines Showrooms errichten. Es entsteht ein Bereich zur Produktion der Präventions- bzw. Gesundheitsprodukte. Dazu zählen Präventiometer und die Behandlungseinheiten Kiosk und Lifestation, die in der Praxis als Bioerfassungsgeräte zur Messung von verschiedenen Vitalwerten mit unterschiedlichen Untersuchungsumfeldern eingesetzt werden. Im Gebäude befindet sich zudem eine Abteilung Forschung und Entwicklung sowie eine hauseigene Kantine. Die Produkte sollen deutschland- und europaweit bei Industrieunternehmen, Krankenkassen und in Care Centern in Krankenhäusern abgesetzt werden. „Wir brauchen mehr Unternehmen, die ihre Produkte überregional und international vermarkten. Das erhöht langfristig die Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land“, so Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für die Neuerrichtung des Standortes betragen rund 2,48 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 509.000 Euro unterstützen.

Ein Präventiometer wird beispielsweise im PAKt-mobil eingesetzt. Dies ist ein 18 Meter langer Gelenkbus der durch Mecklenburg-Vorpommern fährt, um bei kleinen und mittelständischen Unternehmen direkt vor Ort eine mobile Gesundheitsprävention anzubieten. In dem Bus befinden sich moderne Check-up-Geräte. Diese sind in einer futuristischen Kugel, dem Präventiometer, integriert. Die Untersuchungen umfassen beispielsweise die Vermessung von Körperdaten (Größe, Gewicht etc.), einen Sehtest, Blutdruckmessung, Puls- und Sauerstoffsättigung, Körperfettmessung, Elektrokardiographie (Messung der Herzstromkurve), einen Lungenfunktionstest und einen Hörtest. „Betriebliche Gesundheitsvorsorge ist ein Riesenthema. Gesunde Mitarbeiter tragen zum Unternehmenserfolg erheblich bei. Aber: Gerade die mittelständischen Betriebe haben oftmals nicht die Kapazitäten, eigenständige betriebliche Präventionsprojekte anzubieten. Hier hilft das PAKt-MV mobil. Mitarbeiter bekommen die Chance, unkompliziert etwas für die eigene Gesundheit zu tun“, sagte Glawe.

PAKt-MV mobil steht für eine „mobile Prävention und Gesundheitsförderung für Arbeitnehmer zur Reduktion von Krankheitstagen und Berufsunfähigkeit durch Motivation und Verhaltensänderung“. Das Projekt wird durch die Universitätsmedizin Greifswald durchgeführt. Es wird vom Wirtschaftsministerium mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 2,25 Millionen Euro gefördert. Die Projektlaufzeit ist bis 2020 angelegt.

In Mecklenburg-Vorpommerns sind 154.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von rund 15 Prozent (= 5,8 Milliarden Euro) leistet die Branche zudem einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung. „Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Wachstumsmotor. Mehr Beschäftigung und mehr Wertschöpfung sind heute Kennzeichen der Branche. Jeder fünfte Erwerbstätige (20,6 Prozent) arbeitet in der Gesundheitswirtschaft. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in dieser Branche“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Begleitet wurde die Unternehmensansiedlung der Vilua IT Solutions GmbH & Co. KG durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Invest in MV). Aufgabe dieser Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die in das nordöstliche Bundesland investieren und expandieren wollen.

Neues Projekt in Mönkebude

Buchkinder stellen neuestes Projekt in Mönkebude vor

Mönkebude – Auf einer Veranstaltung im Bürgersaal Mönkebude haben die Buchkinder „Am Stettiner Haff“ heute ihr neuestes Projekt vorgestellt. Die Kinder wollen ein Buch gestalten, was im nächsten Frühjahr erscheinen wird. Es erzählt von Eindrücken und Erfahrungen, die auf einem Segeltörn über das Stettiner Haff und die Ostsee entstanden sind. Gleichzeitig wird der Kalender für das kommende Jahr vorgestellt. Der Kalender zeigt ebenfalls Motive, die von der Segeltour erzählen. Vorpommernstaatssekretär Patrick Dahlemann hat an der Vorstellung teilgenommen und dabei eine Förderzusage in Höhe von 4.000 Euro für die Umsetzung beider Vorhaben an die Kinder überreicht.

„Ich bin Prof. Hartmut Hornung und seinen Mitstreitern sehr dankbar, dass sie mit den Kindern und Jugendlichen so interessante und spannende Bücher und Kalender in Druck bringen. Die Kinder präsentieren in diesem Buch das Abenteuer einer einwöchigen Schiffsreise. Das ist sehr beeindruckend. Auch auf den Kalender mit den Motiven dieser Reise freue ich mich schon sehr. Es ist sehr schön zu sehen, wie die Kinder ihre eigenen Geschichten und Bilder in Bücher umsetzen“, so Dahlemann im Vorfeld der Vernissage.

Unter dem Motto „Kinder machen Bücher“ treffen sich die Buchkinder in Ueckermünde, Torgelow, Eggesin und Ahlbeck regelmäßig an unterschiedlichen Tagen der Woche. Dort arbeiten sie an verschiedenen Buchprojekten und am Bücherbandekunstkalender 2020. Das Besondere besteht darin, dass die Kinder in alle Prozesse des Büchermachens, vom ersten Strich bis zum Druck, einbezogen werden.

Peenebrücke bei Wolgast wird geprüft

Wolgast – Am Dienstag, 12. November 2019, führt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr den zweiten Teil der alle sechs Jahre durchzuführenden Hauptprüfung der Peenebrücke im Zuge der Bundesstraße 111 durch.

Der Verkehr wird dafür ab neun Uhr einspurig über die Brücke geführt und mit einer Ampel geregelt. Der nördliche Geh- und Radweg von Usedom aus in Richtung Wolgast wird während der Arbeiten gesperrt. Diese sollen voraussichtlich gegen 15 Uhr abgeschlossen werden.

Dabei wird die Unterseite der Klappe mit Hilfe eines Korbgeräts überprüft. Im ersten Teil der Bauwerksprüfung am 16. Oktober 2019 wurden bereits die beiden Pylone und der Waagebalken von außen geprüft. Der abschließende dritte Teil der Prüfung erfolgt abhängig von den Witterungsverhältnissen Anfang Dezember.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer werden um Verständnis für die notwendigen Prüfarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Die Verkehrsinfrastruktur ist das zentrale Nervensystem unseres Landes – und Brücken sind ihre sensibelsten Punkte. Brücken in Deutschland müssen deshalb regelmäßig zum „Brücken-TÜV“: Gemäß DIN 1076 erfolgt alle sechs Jahre eine Hauptprüfung durch speziell geschulte Bauwerksprüfingenieure, bei der auch kleinste Schäden und Risse ermittelt und akribisch dokumentiert sowie notwendige Reparaturarbeiten vorbereitet werden. Alle drei Jahre nach einer Hauptprüfung folgt eine einfache Prüfung. Der Bund überträgt die Verantwortung für diese Prüfungen von Brücken im Zuge von Bundesautobahnen und -straßen an die Straßenbauverwaltungen der Länder.

Der eng getaktete Prüfrhythmus leistet einen wichtigen Beitrag, um die Gebrauchstauglichkeit, die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit der Brücken langfristig zu gewährleisten.

Überraschung beim „NØRD“-Auftakt

Greifswald – Die „NØRD 2019“ fand mit dem „Digital Baltic Start-Up Day“ einen internationalen Auftakt. In der Alten Mensa in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald haben der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, die Veranstaltung mit kurzen Grußworten in englischer Sprache eröffnet.

Digitalisierungsminister Christian Pegel zeigt sich beeindruckt von der Veranstaltung: „Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ spiegelt die Idee eines digital vernetzen Ostseeraumes perfekt wider. Ich freue mich sehr, dass wir Gäste aus Norwegen, Estland, Polen und aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen konnten. Die verschiedenen Pitches zeigen deutlich, was für ein Potenzial in M-V steckt.“

Mehr als 20 junge Gründerinnen und Gründer haben in der Pitching-Arena ihre Ideen und Visionen vorgestellt. „Obwohl ich sehr viel unterwegs bin und den jungen Start-Ups aus unserem Land immer wieder begegne, ist es jedes einzelne Mal erneut beeindruckend, was für Ideen hier entstehen“, sagte Christian Pegel.

Für eines der Start-Ups gab es an diesem Tag ein weiteres Highlight. Zunächst stellte Hartmann Schleifer die Idee seines Unternehmens „NautiTronix“ vor, bevor Minister Pegel das Wort ergriff und die Gelegenheit nutzte, dem jungen Unternehmen einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 47.750 Euro zu überreichen. Die Förderung gemäß der Richtlinie zur digitalen Transformation in Unternehmen (DigiTrans-Richtlinie) wird das Start-Up nutzen, um ein Informations- und Überwachungssystem für die Schifffahrt zu entwickeln.

„Jeder Antrag zur DigiTrans-Richtlinie und jeder überreichte Zuwendungsbescheid zeigen mir, dass wir mit ihr den Bedarf der Unternehmerinnen und Unternehmer treffen. Die Digitalisierung stellt viele Unternehmen im Land vor große Aufgaben. Hier wollen wir helfen und sie auf ihrem Weg unterstützend begleiten“, so Christian Pegel.

Durch die Veranstaltung führte mit Dr. Wolfgang Blank der Geschäftsführer der Witeno GmbH, die das künftige Innovationszentrum in der Alten Mensa Greifswald betreiben wird. „Als die Idee entstand, ein internationales Pitching-Event auf die Beine zu stellen, haben wir nicht mit einer solchen Resonanz gerechnet. Die Atmosphäre war einfach überragend. Wir begleiten junge Gründerinnen und Gründer schon lange. Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ ist einmal mehr Motivation, diesen Weg weiterzugehen und mit dem künftigen Innovationszentrum noch mehr zu fokussieren“, zeigt sich Dr. Blank mit der ersten offiziellen „NØRD“-Veranstaltung sehr zufrieden.

Insgesamt 250 Teilnehmer nahmen an diesem Event teil. „So einen Kongress auf die Beine zu stellen ist natürlich auch immer ein Wagnis. Daher freut es mich umso mehr, dass wir bei den Experten auf genauso viel Interesse zur Digitalisierung stoßen wie bei den Bürgerinnen und Bürgern. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit dem Digitalkongress als ein Netzwerk, das gemeinsam Lösungen sucht. Das macht uns stolz und bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Pegel.

Der erste Veranstaltungstag der „NØRD“ schließt heute Abend mit einer Gala im Theater Vorpommern und der Party „Let‘s get nørdy“ im Mensaclub, bevor es morgen, am 7. November, in sechs Städten und zwölf Standorten zu einzelnen Fachkongressen kommt.

1. Landesdigitalkongress „NØRD“

2 Tage, 7 Orte, 14 Events, 120 Redner, 1400 Besucher

Greifswald – Morgen, am 6. November 2019, startet der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die „NØRD 2019“. Das landesweite Mega-Event beginnt mit drei Veranstaltungen in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und wird am 7. November an sieben Orten im ganzen Land fortgesetzt.

Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, eröffnen morgen den „Digital Baltic Start-Up Day“ in der Alten Mensa in Greifswald. Dort treffen sich ab 8.30 Uhr 20 Start-Ups aus Deutschland und Estland, um einem internationalen Publikum aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ihre Ideen und Geschäftsmodelle vorzustellen. Sie werden in verschiedenen Themenblöcken ihre Visionen „pitchen“ und von den Teilnehmern via Feedback-Tool live bewertet werden.

Am Abend laden die Landesregierung und das Theater Vorpommern in die Stadthalle zur feierlichen Eröffnungsgala der „NØRD“ – der „Night of Inspiration“. Digitalisierungsminister Christian Pegel wird dort den Kongress für die Ministerpräsidentin des Landes als Schirmherrin offiziell eröffnen. Der estnische Abgeordnete Kalle Palling wird einen Vortrag zum Thema “Estonia – Best practice for digital transformation of a country” (Die Digitalisierung eines ganzen Landes am Beispiel Estland) halten. Weitere Vorträge und Show-Acts runden das Programm ab. Zum Abschluss des ersten Tages wird unter dem Motto „Let´s get nørdy“ im Mensaclub Greifswald gefeiert.

Am Donnerstag, 7. November, werden dann landesweit an den sechs Standorten der künftigen Innovationszentren sowie auf Rügen zeitgleich Fachkongresse zur Digitalisierung stattfinden. In Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und auf der Insel Rügen werden Experten aus ihrer Branche berichten, Impulse geben und mit den Teilnehmern Chancen und Risiken der digitalen Transformation in einer landesweiten Wertediskussion aufarbeiten.

Angelehnt an die Schwerpunkte der Hochschulen vor Ort stehen jeweils spezifische Themen im Fokus – vom digitalen Wandel in Forschung, Lehre und Gesundheitswirtschaft über Robotik bis hin zu künstlicher Intelligenz.

Insgesamt konnten für die NØRD mehr als 120 nationale und internationale Speaker gewonnen werden. So werden neben Landesministerinnen und Ministern, Staatssekretärinnen und Staatssekretären auch Professoren der hiesigen Hochschulen sowie Branchenexperten zu ihren Fachgebieten zu Wort kommen.

Im Anschluss an die Fachkongresse fahren die Teilnehmer von allen Orten mit einem Busshuttle zur „Night of Community“ in Rostock. Während dieser Fahrt wird in allen Bussen eine moderierte Wertediskussion geführt, die via der Feedback-App „Tweedback“ live ins OZ-Gebäude gesendet wird. Dort wird die Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, Mareike Donath, mit Prof. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald, Prof. Harald Kesberg von Kesberg Consulting und Steffen Hausmann von Fit Skipper die Beiträge aus den Bussen vor den eintreffenden Teilnehmern des Kongresses einordnen.

Neuer Radweg in Diedrichshagen

Weitenhagen – Die Gemeinde Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von 57.000 Euro (Fördersatz von 65 Prozent) für die Errichtung eines Rad-/ Gehwegs im Zuge einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz.

Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtausgaben für die Gemeinde Weitenhagen betragen voraussichtlich 95.255 Euro.

In der Ortsdurchfahrt Diedrichshagen, einem Ortsteil der Gemeinde, soll auf einer Länge von 511 Metern ein gemeinsamer Rad-/Gehweg mit einer Breite von 2,50 Metern errichtet werden. Der neu entstehende Rad-/Gehweg ist Teil des Ausbauvorhabens B 109 -– Radweg Groß Schönwalde-Hanshagen. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer auf dieser Strecke.

Die Bauausführung ist von November 2019 bis September 2020 geplant.

Neuer Bischof der Nordkirche

Greifswald – Zur Amtseinführung von Bischof Tilmann Jeremias im Sprengel Mecklenburg und Pommern hat die Ministerin Katy Hoffmeister die besten Wünsche der Landesregierung überbracht.

„Viele Menschen sehnen sich nach einem Anker für Halt und Orientierung. Sie sehnen sich nach wahren menschlichen Begegnungen, Zugehörigkeit und Sicherheit, um auch in Krisenzeiten getragen zu werden und sich einbringen zu können. Diesen Raum bietet die Kirche seit je her. In ihr konnten und können Menschen Gemeinschaft erleben, die sie auffängt, aus der sie Kraft und Zuversicht schöpfen können. Menschen jenseits aller Differenzen begegnen sich, weil es in der Kirche um mehr geht als um verschiedene Ansichten. Es geht um ein Miteinander, geleitet von der christlichen Weltanschauung und christlichen Werten“, so Justizministerin Hoffmeister im Greifswalder Dom. Sie ist zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten und hat zur feierlichen Amtseinführung des neuen Bischofs der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern die besten Wünsche der Landesregierung überbracht.

„Bischof Jeremias steht für die Ökumene. Es liegt ihm am Herzen, Christen, Gläubige anderer Konfessionen und auch Nichtchristen zusammenzuführen. Zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen und Lebensstilen möchte er Brücken bauen. Er möchte Räume schaffen, wo die Menschen miteinander offen ins Gespräch kommen können. Als Pastor der Ökumene machte er sich für die interkonfessionelle Ökumene und den interreligiösen Dialog in unserem Land stark. Ich denke besonders an die interreligiösen Andachten in Rostock. Mit diesen Andachten setzen Christen, Juden, Muslime und Menschen ohne Religion immer wieder ein deutliches Zeichen für interreligiöse Verständigung, für Demokratie und eine offene Gesellschaft. Ich bin Bischof Jeremias dankbar, dass er der Ökumene auch im neuen Amt Aufmerksamkeit schenken wird. Ich wünsche ihm Gottes Segen“, sagte die Ministerin.

Gehwegausbau in der Ortsdurchfahrt

Tutow – Die Gemeinde Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von knapp 21.900 Euro für den Ausbau des Knotenpunktes Bundesstraße 110/Friedensstraße und des vorhandenen Gehwegs in Tutow im Zuge einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz.

Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtausgaben für die Gemeinde Tutow betragen ca. 32.800 Euro.

Im Zuge des Ausbaus der B 110 ist straßenbegleitend ein Radweg vorgesehen. In der Ortsdurchfahrt Tutow wird dafür auf einer Länge von 133 Metern der vorhandene Gehweg durch einen 2,50 Meter breiten gemeinsamen Rad-/Gehweg aus Betonsteinpflaster ersetzt. Dieser soll mit einem 0,75 Meter breiten Sicherheitstrennstreifen von der Fahrbahn abgegrenzt werden. Durch diese Maßnahmen sollen die bestehende Lücke im Pedalritter-Routennetz geschlossen und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Das Vorhaben befindet sich bereits in der Bauausführung, da ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt wurde.

Umgestaltung des Hanserings

Greifswald – Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium für die Umgestaltung des Hanserings im ersten Bauabschnitt zwischen Steinbecker Brücke und Fangenturm Fördermittel in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie zur Förderung der Integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Stadtentwicklungsförderrichtlinie)bewilligt. Die Gesamtausgaben betragen ca. 7,4 Millionen Euro.

Durch das Vorhaben wird das an der städtebaulich wertvollen Wasserkante des Rycks gelegene Gebiet für Touristen attraktiver. Zugleich wird die Altstadt weiter aufgewertet. Dabei ist vor allem die Integration von Radwegen von großer Bedeutung. Bei dieser Maßnahme handelt es sich um ein umweltrelevantes Verkehrsinfrastrukturprojekt, das Emissionen von Luftschadstoffen reduziert und Lärm zum Schutz der Gesundheit verringert.

Der Hansering im Abschnitt zwischen der Steinbecker Brücke und dem Fangenturm ist Teil des Hauptverkehrsnetzes der Stadt und wird dementsprechend stark durch den Kfz-, aber auch den Radverkehr frequentiert. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist eine Trennung der Verkehrsträger erforderlich. Gleichzeitig soll die neue Gestaltung des Hanserings die städtebauliche Trennwirkung mindern.

Vorgesehen ist die Verengung der Richtungsfahrbahnen auf je 3,25 Meter und die Aufbringung eines lärmmindernden Oberflächenbelags. Um den Uferbereich des Kanals aufzuwerten, sollen die Fahrbahnen in Richtung Süden verlegt werden. Für den Fuß- und Radverkehr werden verkehrssichere Wege angelegt. Außerdem wird durch die Anpflanzung von hochstämmigen Alleebäumen ein grünes Dach für den Hansering geschaffen, wodurch eine Verbesserung der städtischen Aufenthaltsqualität erreicht werden soll.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Frühjahr 2020 beginnen und im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

Bungalowsiedlung von Steilküstenabbruch bedroht

Loissin – Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ca. 280 Kilometer rückgängige Küste. Für Loissin bei Greifswald gehen Experten davon aus, dass der Küstenrückgang etwa 20 Meter in 100 Jahren beträgt. Aktuell befinden sich in Loissin sieben Gebäude in einen Abstand von 2 – 10 Metern von der Kliffoberkante. Sie sind damit potentiell absturzgefährdet, da die Küste bei sehr schwerer Sturmflut bis zu 10 Meter zurückgehen kann.

„Das Problem in Loissin ist uns bekannt. Wir haben mit den betroffenen Hauseigentümern, dem Bürgermeister und dem Amt bereits intensive Gespräche geführt und suchen nach geeigneten Lösungswegen“, sagte Küstenschutzminister Dr. Till Backhaus.

Küstenschutzmaßnahmen des Landes kommen hier nicht in Betracht, da diese per Gesetz auf den Schutz der Ortsinnenbereiche beschränkt seien und die Siedlung nicht dazu gehöre. Die Gemeinde Loissin prüfe daher derzeit Möglichkeiten zur Durchführung eigener Maßnahmen zum Schutz der Bungalowsiedlung. Diese könnten durch das Land mit bis zu 80 Prozent gefördert werden.

Für den Schutz der Ortskerne habe das Land seit 1991 bereits 500 Millionen Euro investiert, eine Summe in ähnlicher Größenordnung stehe noch aus, um alle Ortsinnenbereiche nach gleichem Maßstab zu sichern, so der Minister.

Die Bungalowsiedlung in Loissin entstand im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerkes Lubmin zu DDR-Zeiten als Wochenendhausgebiet und galt bereits damals aufgrund des natürlichen Küstenrückgangs als sensibler Bereich. Seitens der Küstenschutzverwaltung wurde seit 1992 darauf hingewiesen, dass hier keine Küstenschutzmaßnahmen des Landes erfolgen werden.

Die zuständige Wasserbehörde habe zu allen Bauanträgen zum Neu- oder Umbau oder zur Umnutzung im gefährdeten Bereich, an denen sie beteiligt wurde, stets die Zustimmung versagt. Dennoch hätten die Baubehörden zugelassen, dass Häuser in diesem Gebiet auch als Hauptwohnsitz genutzt werden dürfen, kritisierte der Minister. Damit seien seitens der Baubehörde Fakten geschaffen worden.

„Für mich ist eines klar: Die Entwicklung war und ist absehbar. Dennoch dürfen wir die Betroffenen vor Ort nicht allein lassen. Es sind möglichst zeitnah Lösungen zu erarbeiten“, betonte Backhaus. Bei allen Anstrengungen, die man unternehmen werde, gelte es jedoch, die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Kostenkalkulationen zeigen schon jetzt, dass Investitionen in den Küstenschutz in diesem Abschnitt um ein Vielfaches höher wären als der Sachschaden, der den betroffenen Hauseigentümern im Ernstfall drohe. „Insofern werde ich mich in der Landesregierung dafür einsetzen, dass ernsthaft nach möglichen Alternativen gesucht wird“, erklärte der Minister.

ASP-Gefahr: Land warnt vor Jagdtourismus

Greifswald – Für ihr Engagement im Kampf gegen den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest dankte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute den Jägern, Landwirten, Naturschützern und Veterinären in der Region Vorpommern-Greifswald anlässlich des 6. Schwarzwildsymposiums des Landkreises.

Seit nunmehr fünf Jahren haben sich verschiedene Interessengruppen im Osten des Landes mit der nachhaltigen Bestandsreduzierung des Schwarzwildes befasst. „Mit ihrem Projekt gehen sie beispielhaft voran“, so Buchwald.

Der Staatssekretär gab auf dem Symposium einen Überblick über das ASP-Geschehen in Europa und machte deutlich, dass in 2019 die Anzahl der Ausbrüche bei Hausschweinen und Wildschweinen so hoch wie nie zuvor war. Das Risiko der Einschleppung nach Deutschland sei hoch, insbesondere durch das illegale Verbringen und Entsorgen von kontaminiertem Material, wie Kleidung, Jagdutensilien, Trophäen von infizierten Tieren, frisches Fleisch und Wurstwaren, durch Personen und Fahrzeuge entlang des Fernstraßennetzes.

„Wer im Ausland zur Jagd gehen möchte, muss sich im Vorfeld über die Schweinepestsituation im Reiseland informieren. Jeder Jäger muss sich hier seiner Verantwortung bewusst sein“, mahnte Buchwald.

Mit der Allgemeinverfügung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt vom 13. November 2014 werden Maßnahmen auf jagdlichem Gebiet angeordnet. Durch das Versagen einer Jagdscheinerteilung oder dem Jagdverbot für Jäger, die Ihren Hauptwohnsitz in einem wegen der ASP gemaßregelten Gebiet haben, und mit dem Verbot des Mitbringens von Jagdtrophäen aus solchen Gebieten soll die Möglichkeit der Seuchenübertragung in den Schwarzwildbestand in Mecklenburg-Vorpommern eingeschränkt werden.

Darüber hinaus führt das Land seit mehreren Jahren ein Monitoring bei Haus- und Wildschweinen nicht nur auf Klassische Schweinepest, sondern auch auf Afrikanische Schweinepest durch. „Unsere Maßnahmen sind gezielt auf die Früherkennung einer möglichen Einschleppung ausgerichtet. Da uns kein geeigneter Impfstoff gegen die ASP zur Verfügung steht, bleibt letztlich aber nur eine deutliche Bestandsreduzierung, um die Infektionsketten zu unterbrechen“, erklärte der Staatssekretär.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Frühjahrsbestand beim Schwarzwild zwischen 17.000 und 25.000 Stück. Das sind 0,9 bis 1,3 Stück Schwarzwild je 100 Hektar Jagdfläche. Die Zuwachsrate liegt in Abhängigkeit der jährlichen Witterungs- und Ernährungsbedingungen zwischen 200 und 300 Prozent. Somit ist in Mecklenburg-Vorpommern von einem jährlichen Zuwachs von bis zu 75.000 Stück, also ca. 4 Stück je 100 Hektar, auszugehen. Im Jagdjahr 2018/2019 wurden hierzulande insgesamt etwa 73 Tausend Stück Schwarzwild erlegt. Dieses Streckenergebnis ist Buchwald zufolge beachtlich, schöpfe aber nur den jährlichen Zuwachs ab.

Die Vermehrung des Schwarzwildes steht im Zusammenhang mit der guten Ernährungssituation des Wildes. Im vergangenen Jahr gab es eine Eichenvollmast. In diesem Jahr ist es eine Buchenmast, die die Ernährungssituation des Schwarzwildes begünstigt.

Schulcampus Löcknitz wird moderner

Löcknitz – Bildungsministerin Bettina Martin, Innenminister Lorenz Caffier und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann haben am Vormittag den Schulcampus Löcknitz im Kreis Vorpommern-Greifswald besucht. Alle drei haben an der Grundsteinlegung für den Ersatzneubau der Randow-Schule teilgenommen. Die Landesregierung unterstützt das Bauvorhaben über das Schulbauprogramm mit 1,295 Mio. Euro. Hinzu kommt eine Kofinanzierungshilfe in Höhe von 357.500 Euro. Die Modernisierung der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist eines von mehreren Bauprojekten auf dem Schulcampus Löcknitz.

„Kinder und Jugendliche brauchen moderne und gute Lernbedingungen“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Wer die Situation an der Randow-Schule kennt, weiß, dass das Geld hier gut angelegt ist. Künftig sollen Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung an der Schule besser lernen können. Mit der Grundsteinlegung wird für alle absehbar, wann Verbesserungen eintreten“, sagte Martin. Mit dem Neubau und der Sanierung werde zudem der Förderschulstandort Löcknitz gestärkt.

„Ohne Fördermittel hätte die Stadt die notwendigen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen nicht finanzieren können. Die Zuwendungen aus Mitteln des Kofinanzierungsfonds sind ein gutes Beispiel dafür, wie es kommunalen Investitionsträgern dadurch möglich wird, ihren Eigenanteil zu erbringen, um von Förderprogrammen des Landes, des Bundes oder der EU zu profitieren“, sagte Innenminister Lorenz Caffier.

„Hier in der Region arbeiten wir schon lange daran, die Schulen in Löcknitz auf einem gemeinsamen Campus mit hervorragenden Lernbedingungen zusammenführen. Ich freue mich, dass wir heute den Grundstein für die Modernisierung der Förderschule legen können. Und ich danke der Schulleitung und den Eltern, die viele Jahre mit uns dafür gekämpft haben“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

In der Randow-Schule sollen moderne Unterrichts- und Therapieräume entstehen, die auch sicherheitstechnische Belange berücksichtigen. Geplant sind u.a. die Sanierung des Hauptgebäudes, die Errichtung eines Erweiterungsbaus sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Erneuert werden der Trinkwasserhausanschluss und das Rohrleitungsnetz innerhalb des Bestandsgebäudes. Mit der Sanierung der Wärmeversorgung ist die Installation einer Solaranlage für den Einsatz erneuerbarer Energien geplant. Auch die Elektroanlage wird komplett erneuert.

Mit dem Schulbauprogramm investiert die Landesregierung in dieser Wahlperiode insgesamt 325 Millionen Euro in den Neubau und in die Sanierung von Schulen. Alle Kreise und kreisfreien Städte profitieren von diesem Programm. Ziel ist es, die Schulträger bei der Umsetzung ihrer Schulbauvorhaben zu unterstützen. Eine Schulbauliste mit 129 Vorhaben verzeichnet alle Schulbauprojekte, die mit diesem Mitteln unterstützt wurden, werden und werden sollen.

Länderübergreifende Katastrophenschutzübung

Greifswald – Innenminister Lorenz Caffier hat heute an der länderübergreifenden Katastrophenschutzübung zur Waldbrandbekämpfung „Jägerbrück 2019“ teilgenommen, die heute auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stattfindet. Anhand eines Waldbrandszenarios wird das Zusammenwirken von Katastrophenschutzkräften geübt, insbesondere des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der Staatlichen Feuerwehr Polen (PSP) und speziell aufgestellter Einheiten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) aus mehreren Bundesländern und anderer Kräfte.

Die Landespolizei ist ebenso in die Übung involviert. Das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz M-V (LPBK M-V) unterstützt die ursprüngliche Ausbildungsveranstaltung von THW und PSP, die jetzt zu einer umfangreichen länderübergreifenden Katastrophenschutzübung angewachsen ist, personell und mit fast 10.000 Euro.

Innenminister Caffier: „Für uns ist bei der Übung vor allem die Erprobung der Kommunikationswege zur Anforderung internationaler Hilfe, wie hier der polnischen Feuerwehr, von besonderem Interesse. Auch die Einsatzmöglichkeiten eines Drohnensystems werden getestet, das bringt bestimmt interessante Erkenntnisse.“

Den Rahmen der Übung mit den Feuerwehren sowie Einsatzkräften von Rettungsdiensten und Katastrophenschutz nutzte der Minister, um Vertretern der Gemeinde Jarmen ein Löschfahrzeug (LF-KatS) für die Lehr- und Versuchseinheit Waldbrand zu übergeben.

„Die Wald- und Vegetationsbrände in diesem Jahr haben uns allen vor Augen geführt, vor welchen großen Herausforderungen die Feuerwehren stehen, insbesondere wenn sich auf den brennenden Flächen Altlasten aus Kriegszeiten befinden“, sagte der Innenminister. Er hatte bereits während der Waldbrandbekämpfung angekündigt, im Zuge einer zentralen Beschaffung durch das Land geländegängige Spezialfahrzeuge für den Waldbrandschutz zu beschaffen, die an die Katastrophenschutzeinheiten der Landkreise sowie kreisfreien Städte Rostock und Schwerin angebunden werden.

Unabhängig von dieser Zentralbeschaffung hatte das Land auch sehr kurzfristig zwei geländefähige fabrikneue Löschfahrzeuge beschafft. Ein Fahrzeug steht den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Ludwigslust-Parchim am Feuerwehrstandort Lübbendorf zur Verfügung, denn dort wird die „Lehr- und Versuchseinheit Waldbrand – Löschgruppe West – Standort Lübbendorf“ aufgebaut. Das zweite Fahrzeug wird jetzt in Jarmen für den östlichen Landesteil stationiert. Aufgabe und Ziel der Lehr- und Versuchseinheit Waldbrand ist es unter anderem, neuere Taktiken und Vorgehensweisen bei Wald- und Vegetationsbränden auf munitionsbelasteten Flächen zu erproben, um die Ergebnisse später landesweit nutzbar zu machen.

Eröffnung des Sportforums in Wolgast

Wolgast – Bauminister Christian Pegel nimmt heute an der feierlichen Eröffnung des sanierten Sportforums in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) teil. Dort übergibt der Minister für dieses Bauvorhaben einen Zuwendungsbescheid über rund 1,2 Millionen Euro an Bürgermeister Stefan Weigler. Die Fördermittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemäß der Stadtentwicklungsförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern.

Da der Gebäudekomplex stark sanierungsbedürftig war, wurde dieser baulich aufgewertet, energetisch saniert und barrierefrei gestaltet. Damit das Gebäude auch für Menschen mit Behinderungen ohne fremde Hilfe genutzt werden kann, wurde der Hauptzugang schwellenlos gestaltet. Zudem wurden sämtliche Türen verbreitert. Im Erdgeschoss entstand ein Behinderten-WC.

Das Sportforum liegt im Stadtteil Wolgast Süd und ist neben dem Usedom Marathon und der Leichtathletik Heimatstätte mehrerer Fußballvereine sowie Heimstätte des Judo- und Kegelvereins. Aber auch Freizeitsportler aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden sowie die Bundeswehr nutzen diese Sportstätte regelmäßig.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen ca. zwei Millionen Euro.

Netzwerk „Neuland gewinnen“ e.V.

Geue eröffnet ersten Regionalknoten des Netzwerkes „Neuland gewinnen“ e.V.

Stolpe – Der erste Regionalknoten des Netzwerkes „Neuland gewinnen“ e.V. wurde heute im Beisein des Chefs der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern Dr. Heiko Geue in Stolpe an der Peene eröffnet.

Der 2017 gegründete Verein ist ein Zusammenschluss von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens. Sie wollen Bewohner des ländlichen Raums dabei unterstützen, ihr Dorf gemeinsam zu gestalten. Der Regionalknoten ist der Ort, an dem Ansprechpartner darüber informieren, welche Netzwerke es bereits gibt und wie Verbindungen zu Gleichgesinnten hergestellt werden können.

„Neuland zu gewinnen – dahinter steckt das Ziel, Menschen zu unterstützen, die gute Ideen für ihre Region haben, vorangehen und andere mitreißen. Hier geht es darum, Anreize für Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen, die das Leben auf dem Land attraktiver machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Aus diesem Grund habe ich auch sehr gern die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen“, sagte Geue in seinem Grußwort.

„Als Landesregierung ist es uns wichtig, kulturelle Initiativen, Kleinkunstprojekte, bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt zu stärken und zu fördern. Dafür haben wir Mittel aus dem Strategiefonds der Landesregierung bereitgestellt. Auch die Ehrenamtsstiftung ist in diesem Bereich stark engagiert“, so der Staatssekretär.

Das Netzwerk „Neuland gewinnen“ ist aus einem Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung entstanden. Seit dem Jahr 2012 erhalten von einer Jury ausgewählte Personen eine Förderung zur Umsetzung ihrer Neulandgewinner-Idee. Ziel ist die Stärkung der Zivilgesellschaft insbesondere im ländlichen Raum in Ostdeutschland.