Bedeutung des Breitbandausbaus

Dahlemann: Aktuelle Situation unterstreicht Bedeutung des Breitbandausbaus

Schwerin – Anlässlich der Übergabe der drei letzten Zuwendungsbescheide aus dem zweiten und dritten Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau an den Landkreis Vorpommern-Greifswald erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann: „Gerade in der aktuellen Situation sehen wir sehr deutlich, welch hohe Bedeutung der weitere Ausbau guter Internetverbindungen für Vorpommern für unser Bundesland insgesamt hat. Wo, aus welchen Gründen auch immer, persönliche Kontakte nicht möglich sind, kommt es auf gut ausgebaute digitale Netze an. Das zeigt: Der Breitbandausbau ist keine Zukunftsinvestition, sondern eine Investition für das Hier und Jetzt der Menschen. Zugleich sind gut ausgebaute Breitbandnetzte ein wichtiger Standortfaktor für unsere Unternehmen.“

Ursprünglich war geplant, dass die drei Bescheide des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung gestern in Greifswald im Beisein von Frau Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, an Landrat Michael Sack übergeben werden sollten. Gleichzeitig war eine symbolische Vertragsunterzeichnung mit den ausführenden Unternehmen, der Landwerke MV Breitband GmbH sowie der e.discom Telekommunikations GmbH, vorgesehen. Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus werden die Bescheide jetzt auf dem Postweg versandt.

Für die insgesamt 12 Projekte des zweiten und dritten Calls werden Landesfördermittel in Höhe von rund 38, 7 Mio. Euro zur Kofinanzierung von insgesamt 118,3 Mio. Euro Bundesfördermitteln eingesetzt. Zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil, den das Land ebenfalls vorfinanziert, ergibt sich ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 174,5 Mio. Euro.

„Mit der Übergabe dieser Breitband-Bescheide zeigen wir auch, dass wir als Landesregierung trotz des Krisenmodus die politische Arbeit auch in allen anderen Bereichen fortsetzen. Natürlich hat Corona jetzt Vorrang, aber auch alles andere geht weiter,“ so Dahlemann abschließend.

Kinder- und Jugendmedizin in Demmin

Demmin – Die Universitätsmedizin Greifswald und das Kreiskrankenhaus Demmin unterzeichnen morgen (10.03.20, 8.00 Uhr) in Greifswald einen Vertrag über die Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendmedizin. So sollen Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, die sich an der Universitätsmedizin in der Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin befinden, künftig einen Teil ihrer Ausbildung im Kreiskrankenhaus Demmin absolvieren.

Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann nimmt für die Landesregierung an der Unterzeichnung der Vereinbarung durch den Ärztlichen Direktor der Universitätsmedizin Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke, dem Kaufmännischen Vorstand Marie Le Claire, dem Direktor Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Holger Lode sowie den Geschäftsführer der Kreiskrankenhauses Kai Firneinsen teil.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, in intensiven Gesprächen diese Lösung zu finden. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt zur Stärkung der kindermedizinischen Versorgung im Krankenhaus Demmin. Es ist wichtig, dass auch im ländlichen Raum eine gute kindermedizinische Versorgung sichergestellt ist. Und vielleicht gelingt es ja durch die Zusammenarbeit, Assistenzärztinnen und Assistenzärzte dauerhaft an uns zu binden“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär nach der Unterzeichnung.

„Ich bin sehr dankbar, dass die Greifswalder Unimedizin hier Verantwortung für die Region übernimmt. Das zeigt: Wir in Vorpommern finden gemeinsam gute Lösungen für unsere Region. Eine flächendeckende kindermedizinische Versorgung ist und bleibt unser Anspruch. Dafür sind Kooperationen wie diese unerlässlich“, so Dahlemann.

Kreisjugendfeuerwehr Vorpommern-Greifswald

Dahlemann: „Jugendfeuerwehren sind Zukunft des Brandschutzes“

Spantekow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat am Sonnabend auf der Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Vorpommern-Greifswald im Bürgerhaus in Spantekow das Engagement der über 1160 Mitglieder gelobt: „Hier lernen die Mädchen und Jungen, wie man besonnen in Gefahrensituationen reagiert, um Menschen schnell und unkompliziert zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie lernen den Umgang mit Technik, Sozialkompetenz und Teamgeist. Das ist gut für die Entwicklung der kleinen Persönlichkeiten.“

Wie überall im Land würden die 98 Kreisjugendfeuerwehren im Landkreis aber nicht nur bei der Ausbildung oder im Notfall dabei sein. „Es gibt kein Dorffest, kein Laternenumzug oder kein Osterfeuer, bei denen die Kameradinnen und Kameraden nicht unterstützen. Das stärkt die Kommunikation, den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in den Dörfern.“

Dem sei sich die Landesregierung stets bewusst. Dahlemann: „Um die Ausstattung der Feuerwehren im ganzen Land zu verbessern, hat die Landesregierung vor einem Jahr ein 50-Millionen-Paket verabschiedet. Wer im Ernstfall seine Gesundheit riskiert, hat auch ein Recht auf eine ordentliche Ausrüstung.“

Der Parlamentarische Staatssekretär übergab an den Kreisfeuerwehrverband Vorpommern-Greifswald einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 9.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds für die Anschaffung einer Tragkraftspritze für Ausbildungszwecke. Die Gesamtkosten betragen etwas über 13.000 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld, das zu einer besseren Ausbildung beitragen kann. Ich wünsche dem gesamten Kreisfeuerwehrverband, vor allem aber den Kreisjugendfeuerwehren viel Erfolg für die Zukunft“, so Dahlemann.

MV-Tag 2020 in Greifswald

Greifswald – Der Chef der Staatskanzlei Staatssekretär Dr. Heiko Geue und der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder haben am 27.02.2020 in Schwerin eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von Land und Gastgeberstadt bei der Organisation und Durchführung des Mecklenburg-Vorpommern-Tages vom 18. bis 20.09.2020 unterzeichnet.

Vorgesehen ist u.a., dass Greifswald für das größte Landesfest Mecklenburg-Vorpommerns Flächen in der Universitäts- und Hansestadt kostenfrei zur Verfügung stellt. Die Stadt unterstützt die Organisation des MV-Tages z.B. auch bei der Gewinnung kommunaler Unternehmen für die kostenlose Bereitstellung von Strom und Wasser. Greifswald beteiligt sich mit einem Kooperationsbeitrag in Höhe von 17.850,00 Euro am MV-Tag.

Dr. Heiko Geue betont: „Die Universitäts- und Hansestadt steht geradezu symbolisch für die positive Entwicklung, die sich in den vergangenen 30 Jahren in unseren Kommunen vollzogen hat. Mit dem MV-Tag in Greifswald wollen wir nicht nur ein fröhliches Landesfest voller Events und Emotionen feiern, sondern gleichzeitig Gelegenheiten schaffen, miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Greifswald ist nach 2003 zum zweiten Mal Gastgeberstadt des MV-Tages. „Ich danke der Universitäts- und Hansestadt schon jetzt für die sehr gute Zusammenarbeit. Gemeinsam werden wir ein großartiges Landesfest gestalten“, so Geue.

Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Fassbinder erklärt: „Ich freue mich sehr, dass der MV-Tag 2020 zum 30. Geburtstag unseres Bundeslandes in Greifswald stattfindet. Mit der Vertragsunterzeichnung verbinde ich das Versprechen, dass Greifswald sich als verlässlicher Partner des Landesmarketings erweisen und ein guter Gastgeber für alle Akteure und Gäste sein wird, die dieses besondere Fest unter dem Motto „Tradition – Innovation – Vielfalt“ mit uns begehen werden.“

Ansiedlung des Helmholtz-Instituts

Greifswald – Heute kam unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann die Lenkungsgruppe Vorpommern zu ihrer 11. Sitzung in der Staatskanzlei zusammen. Erster Schwerpunkt der Beratungen war die geplante Ansiedlung des Helmholtz-Instituts in Greifswald.

Das Institut soll sich – als Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig (HZI) – dem Themenspektrum Infektionsbiologie und molekulare Infektionsforschung widmen.

Nach vorliegenden Informationen beträgt die Förderung des Bundes für 2020 2,5 Mio. Euro und 41,3 Mio. Euro als Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre bis 2024. Die Finanzkulisse für die laufenden Betriebs- und Investitionsausgaben wird nach dem 90:10-Prinzip (Bund und Land) gestaltet; die einmaligen Errichtungs- und Ausbau­investitionen teilen sich Bund und Land je zur Hälfte.

„Die Landesregierung ist mit der Universität Greifswald intensiv im Gespräch. Unser Ziel ist natürlich, eine belastbare Aussage über den Landesanteil für diese wichtige Investition treffen zu können. Beratungen mit Bildungs-, Finanzministerium und Staatskanzlei sind vereinbart. Denn die Ansiedlung stärkt den Wissenschaftsstandort Greifswald und fördert damit nachhaltig die Wirtschaftsstruktur Vorpommerns“, so der Staatssekretär.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung war die Vorstellung zur Vorpommern-Strategie. Staatssekretär Dahlemann stellte den Prozess der Erarbeitung der Vorpommern-Strategie des Vorpommern-Rates mit Bilanz und Ausblick vor. Dieser Prozess findet mit wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren statt. Dazu gibt es einen Beteiligungsprozess mit 7 Vor-Ort-Veranstaltungen. Gemeinsam mit der Körber-Stiftung wird der Prozess durchgeführt und auch eine Online-Plattform entwickelt.

Dahlemann: „Wir haben in dieser Legislaturperiode den Landesteil Vorpommern besonders im Blick und eine Vielzahl von Projekten realisiert und angestoßen. Der Vorpommern-Rat erarbeitet Handlungsempfehlungen für die nächste Legislaturperiode. Dabei wollen wir die Menschen aktiv einbeziehen. Jede gute Idee ist herzlich willkommen. Dazu laden wir herzlich ein.“

Auch für den Dreier-Archivstandort Greifswald gibt es gute Nachrichten. „Vorbehaltlich der finalen Zustimmung der Kirchengremien haben wir positive Signale der Kirche erhalten. Dann können 2021 die Planungsleistungen beauftragt und im Jahr 2022 der Bau beginnen. Gemeinsam mit Kirche und Stadt ziehen wir in dieser wichtigen Frage an einem Strang. Das stärkt die Archivlandschaft Vorpommerns nachhaltig.“

Intendant gesucht

Stralsund – Die Intendantenstelle bei der Theater Vorpommern GmbH wurde jetzt ausgeschrieben. Die Stelle eines geschäftsführenden Intendanten (m/w/d) am Theater Vorpommern ist zum 01.08.2021 neu zu besetzen.

Gesucht wird eine künstlerisch profilierte Persönlichkeit mit mehrjähriger Führungserfahrung im Theaterwesen und der Fähigkeit, Publikum und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen zu begeistern und zu motivieren.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2020. Die vollständige Stellenausschreibung gibt es auf der Internetseite der Theater Vorpommern GmbH: https://www.theater-vorpommern.de/service/stellenangebote/

Das Theater Vorpommern mit verschiedenen Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus ist ein Vier-Sparten-Haus. Mehr als 25 Inszenierungen in den Bereichen Ballett, Kinder- und Jugendtheater, Konzert, Musiktheater sowie Schauspiel bieten in jeder Spielzeit ein vielfältiges kulturelles Angebot, welches sowohl klassische Werke als auch zeitgenössisches Musiktheater und die dramatische Gegenwartsliteratur umfasst.

Sole-Wasser-Wärmepumpe für Wohngebäude

Greifswald – Für die Errichtung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe erhält die „Frank Ziemer & Ralph Müller GbR“ in Greifswald vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 131.775,84 Euro. Die Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen. Die Gesamtkosten betragen ca. 264.000 Euro.

Das Unternehmen baut zurzeit zwei Wohnhäuser mit 27 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten im Jacobiquartier. Zu ihrer Wärmeversorgung ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe vorgesehen. Dafür waren ca. zehn Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils ca. 100 Metern nötig. Die Wärmeerzeugungsanlage wird als Kombination aus Sole-Wasser-Wärmepumpe und Gasbrennwertkessel konzipiert. Durch das Vorhaben können jährlich knapp zwölf Tonnen Kohlendioxid eingespart und 70.000 Kilowattstunden Strom thermisch genutzt werden.

Aktuell gibt es lukrative Fördermittel sowohl für Private als auch für Kommunen und Unternehmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau, z.B. für den Austausch von Ölheizungen oder für energetische Sanierungen. Zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des Klimaschutzes berät auch die Förderberatungsstelle des Landeszentrums für Erneuerbare Energien in Neustrelitz.

Doppelhaushalt Vorpommern-Greifswald

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa hat über den Doppelhaushalt 2020/2021 des Landkreises Vorpommern-Greifswald entschieden. Mit der Bekanntmachung der Haushaltssatzung durch den Landkreis geht damit die Zeit der vorläufigen Haushaltsführung zu Ende.

Der Landkreis hatte im Jahr 2017 mit dem Ministerium für Inneres und Europa eine Konsolidierungsvereinbarung abgeschlossen. Wenn der Landkreis die jährlich vereinbarten Ziele einhält, gewährt ihm das Land Konsolidierungshilfen in Höhe von insgesamt rund 22 Mio. Euro. Bislang wurden davon bereits 12,5 Mio. Euro ausgezahlt.

Für das aktuelle Jahr sowie auch für die Folgejahre konnte der Landkreis einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Darüber hinaus schmilzt der Schuldenberg kontinuierlich.

„Noch vor wenigen Jahren war der Landkreis Vorpommern-Greifswald das finanzielle Sorgenkind in unserem Land. Mittlerweile hat sich die Haushaltslage stabilisiert und die guten Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass die Kombination von Landesmitteln und erheblichen eigenen Anstrengungen einen Weg aus der finanziellen Misere eröffnet haben“, lobt Innenminister Lorenz Caffier die gemeinsamen Kraftanstrengungen. Selbst wenn der Landkreis auch in den nächsten Jahren noch nicht aus dem Vollen schöpfen könne, sei das Erreichen des Haushaltsausgleichs zumindest in greifbare Nähe gerückt.

Das Ministerium hat dem Landkreis die Aufnahme von Investitionskrediten in Höhe von 11,5 Mio. Euro (2020) bzw. 5,5 Mio. EUR (2021) genehmigt. Der Landkreis investiert in den Haushaltsjahren 2020/2021 insbesondere in seine Straßen und Gebäude.

Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie

Greifswald – Am Dienstag hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam den Grundstein für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald gelegt. „Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte. Es ist wichtig, weitere Kapazitäten zu schaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für existierende Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Mit dem Vorhaben werden die Voraussetzungen für noch mehr Forschung und Entwicklung in der Hansestadt gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

„Die inhaltliche Ausrichtung des ´Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie´, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter. Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 32 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit etwa 16,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Es sollen direkt etwa 240 Arbeitsplätze bei den künftigen Nutzern des Zentrums entstehen. Darüber hinaus rechnet die Stadt mit erheblichen volkswirtschaftlichen Effekten“, sagte Glawe.

Die Biotechnologien („Life Sciences“) sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. „Sie bieten riesige Chancen für neue Produkte, neue Firmen und neue, wissensbasierte, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Sie bilden aber auch den Schlüssel, den Herausforderungen einer globalisierten, im demografischen Wandel befindlichen Gesellschaft zu begegnen. Die aktuellen Entwicklungen belegen dies eindrücklich. Ohne leistungsfähige interdisziplinäre Forschung, ohne schnelle Überführung der Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen, Produkte und Methoden können wir diese Herausforderungen nicht meistern“, machte Glawe in Greifswald deutlich.

„Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können. Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, sagte Glawe weiter.

In der laufenden EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurden bislang 164 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie bewilligt. „Wir müssen weiter intensiv an der Initiierung von erfolgsversprechenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Region arbeiten. Mit dem aktuellen Vorhaben schaffen wir die Grundlagen dafür“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Ergänzungsneubau für Eggesiner Grundschule

Eggesin – Die Stadt Eggesin im Landkreis Vorpommern-Greifswald investiert in einen Ergänzungsneubau an der Grundschule, um verschiedene Maßnahmen für bessere Arbeits- und Betreuungsbedingungen im Inklusions- und Integrationsunterricht umzusetzen.

Das Ministerium für Inneres und Europa übersandte in der vergangenen Woche einen Bewilligungsbescheid über Fördermittel i.H.v. rund 83.300 Euro an die Stadt. In das Projekt, das rund 1,38 Mio. Euro kostet, fließen auch rund 951.000 Euro EU-Mittel.

Mit den Baumaßnahmen bietet die Stadt für die 170 Schülerinnen und Schüler bessere Voraussetzungen für einen leistungsfördernden Unterricht mit künstlerischer, sportlicher und musikalischer Ausrichtung sowie für die Hortbetreuung.

Gegenwärtig besteht die Schule aus zwei Gebäuden sowie einer Sporthalle. Im Erweiterungsbau sind zwei Klassenräume, ein Werkraum, ein Mehrzweckraum, WC-Räume und ein Pausen- und Aufenthalts­raum mit Zugang zum Schulhof geplant. Zwischen dem Bestands­gebäude und dem neuen wird ein Verbindungs­gebäude errichtet. Darüber hinaus wird die Akustik in den Bestands­gebäuden verbessert.

„Optimale Bedingungen für Schüler und Lehrer sind die besten Voraussetzungen für das Lernen und Lehren. Solche Investitionen sind immer auch Investitionen in die Zukunft von Städten und Gemeinden, die mir als Kommunalpolitiker sehr am Herzen liegen und die ich gern unterstütze“, so Innenminister Caffier. „Mit der Sonderbedarfszuweisung braucht Eggesin weniger Eigenmittel aufbringen, so entlasten wir den städtischen Haushalt.“

Musikförderprojekt „Jugend musiziert“

Dahlemann: Junge Musikerinnen und Musiker beeindrucken ihr Publikum

Torgelow – In 140 Regionen in ganz Deutschland startet jedes Jahr im Januar das renommierte Musikförderprojekt „Jugend musiziert“. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann war am Sonntag in seiner Heimatstadt Torgelow beim Abschlusskonzert des Regionalwettbewerbs Süd-Ost MV mit dabei.

„Ich finde es beeindruckend, dass allein in unserer Region rund 180 junge Musikerinnen und Musiker an diesem großartigen Wettbewerb teilnehmen. Es ist genau die Bühne, die junge Talente brauchen, um sich ihrem Publikum zu präsentieren und zu zeigen, was sie können. Musik schlägt Brücken und verbindet. Und genau das wollen wir auch in Vorpommern“, betonte Dahlemann.

Es sei eine große Freude, jungen Talenten zuzuhören und zu erleben, wie ihre Hingabe zur Musik Menschen erfreut.

Er dankte der Kreismusikschule Uecker-Randow und insbesondere deren Leiterin Christiane Krüger: „Mit viel Engagement haben sich Frau Krüger und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter für diesen Wettbewerb ins Zeug gelegt. Das ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass Frau Krüger zu recht mit dem Landeskulturpreis ausgezeichnet wurde. Ich danke aber auch den jungen Musikerinnen und Musikern, die sich mit viel Leidenschaft ihrer Kunst widmen und uns Zuhörerinnen und Zuhörern viel Freude bereiten. Ich wünsche ihnen für ihre Zukunft viel Erfolg und Spaß. Ich bin mir sicher: Mit Fleiß und Akribie werden sie viel erreichen.“

Modernisierungen am Schloss Stolpe

Insel Usedom – Das Schloss Stolpe auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird weiter umfassend modernisiert. „Das Schloss Stolpe gehört mittlerweile wieder zu den Schmuckstücken des Landes. Das Gebäude wird heute als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte genutzt. Durch die grundlegende Modernisierung wird das historische Gebäude immer mehr zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische auf der Insel Usedom. Jetzt sollen unter anderem die Außenanlagen umgestaltet und ein Fahrstuhl eingebaut werden. Damit werden auch die Voraussetzungen für mehr Barrierefreiheit verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 2.000 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser.

Das Schloss ist ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und ist seit 1995 im Besitz der Gemeinde Stolpe. Es bildet gemeinsam mit der Remise, dem gegenüberliegenden Dorfteich und der neogotischen Kirche den Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss kann besichtigt werden, eine Ausstellung informiert über die Bau- und Eigentümergeschichte und es finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Seit 2001 wird die Anlage in mehreren Bauabschnitten renoviert und restauriert, unter anderem sind Türme errichtet, der Dachstuhl gesichert sowie Fassade, Fenster und Türen erneuert worden. „Dank des großen Engagements der Gemeinde Stolpe und des Fördervereins Schloss Stolpe e.V. ist es gelungen, das historisch bedeutsame Gebäude behutsam zu sanieren und so einer neuen Nutzung zugänglich zu machen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 1,1 Millionen touristische Ankünfte (+13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 5,6 Millionen Übernachtungen (+15,9 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Vorplanungen zur Karniner Brücke

Schwerin – Nach der Zustimmung des Landtags zum Doppelhaushalt 2020/2021 tritt dieser zum 1. Januar 2020 in Kraft. Darin eingestellt sind unter anderem jeweils 1,4 Millionen Euro für Vorplanungen zur Karniner Brücke.

„Das Land Mecklenburg-Vorpommern hält die zweite Bahnanbindung auf die Insel Usedom und die Wiederherstellung der Bahnlinie Ducherow – Swinemünde/Heringsdorf über Karnin für ein wesentliches Verkehrsprojekt für die Insel. Dennoch hat der Bund die Karniner Brücke und diesen Streckenabschnitt 2015 bedauerlicherweise nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel.

Er weist darauf hin, dass die Verantwortung für solche Fernverkehrsprojekte der Bahn grundsätzlich beim Bund liegt. „Ich glaube jedoch, dass die Chance für eine Aufnahme dieses Projekts in den nächsten Bundesverkehrswegeplan größer ist, wenn es gelingt, durch eine erste Grundlagenplanung die Kostenschätzungen und Rahmenbedingungen des Projekts weiter zu konkretisieren“, so Pegel. Aus diesem Grund hat das Verkehrsministerium dafür im neuen Haushalt 2,8 Millionen Euro beantragt – und wurde nun vom Landtag gebilligt. Christian Pegel betont: „Die Vorplanungen sollen nun schnellstmöglich mit der zuständigen DB Netz AG in Angriff genommen werden.“

Neue Ergotherapie

Greifswald – Mit Unterstützung des Landes hat die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH Greifswald einen modernen Neubau für die ergotherapeutische Betreuung der Patienten errichtet. Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute anlässlich der feierlichen Einweihung die verbesserten Bedingungen für die Mitarbeiter und Patienten hervorgehoben.

„Die optimale therapeutische Betreuung spielt für den Genesungsprozess der Patienten mit einer seelischen Erkrankung eine enorme Rolle. Dabei kommt dem therapiefördernden Umfeld und der personellen Ausstattung eine besondere Bedeutung zu“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Die Arbeitsbedingungen mit ausreichend Zeit und Möglichkeiten für den Patienten sind auch ein gutes Argument für die Gewinnung von jungen und motivierten Fachkräften.“ Die Eröffnung konnte der Minister aus terminlichen Gründen nicht vor Ort wahrnehmen.

Die Gesamtinvestitionen für den Neubau des Ergotherapiegebäudes betrugen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat das Vorhaben in Höhe von einer Million Euro unterstützt. „Mit Hilfe der Landesförderung konnten wir die Rahmenbedingungen für die begleitende Ergotherapie maßgeblich verbessern und auf Spitzenniveau heben. Das kommt unseren Patienten direkt zugute“, hob Dr. Hanns-Diethard Voigt, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhaus Bethanien gGmbH hervor.

Nach einjähriger Bauzeit mit ausschließlich regionalen Firmen wurde der Neubau im Sommer bezogen und eingerichtet. Notwendig wurde dieser, weil die damalige Unterkunft in einem schwedischen Holzbau aus dem Jahr 1963 nicht mehr den medizinischen Erfordernissen einer modernen Ergotherapie entsprach. Nun ist Platz auf 630 Quadratmetern für bis zu 200 Patienten täglich. Dafür stehen in dem energetischen Flachbau acht helle Werkräume, ein Raum für das Gedächtnistraining sowie Sozial-, Lager- und Nebenräume und eine Tischlerei zur Verfügung. Besonders stolz sind die Ergotherapeuten auf ihren hochmodernen Brennofen für Keramik und ihre Tischlerwerkstatt.

Geleitet wird das Team von Julia Skladny. Als die Ergotherapeutin 1998 zur Odebrecht-Stiftung kam, hatte sie sechs Kollegen. Inzwischen steht sie an der Spitze eines 21-köpfigen Teams, das nach dem Leitspruch von Abraham Lincoln arbeitet: „Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“

„Nach der interdisziplinären Besprechung mit den Fachärzten im Krankenhaus können wir für unsere Patienten individuell passende Kurse und therapeutische Maßnahmen anbieten, um ihre gesundheitliche Situation zu verbessern“, so Julia Skladny. „Dabei geht es oftmals um Aktivitäten des täglichen Lebens wie Kochen, Spazieren und sportliche Bewegung und ein gezieltes Wahrnehmungs- und Genusstraining. Darüber hinaus steht ein breites Spektrum an kunst- und handwerklicher Gruppenarbeit zur Auswahl, wie beispielsweise Körbe flechten, Ton- und Specksteingestaltung, Malerei, Textil- und Mosaikarbeiten. Unser Kernanliegen ist es, die gesunden Seiten zu betonen und den Patienten aufzuzeigen, was sie alles tun können, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, unterstrich die 56-Jährige.

„Unsere Ergotherapeuten arbeiten stationsbezogen, so dass sie mit den jeweiligen Krankheitsbildern vertraut sind“, erklärte Julia Skladny. „Die werden durch die zunehmende Demenz, gesellschaftlichen Stress und ein verändertes Suchtverhalten immer komplexer und anspruchsvoller, so dass eine Spezialisierung Sinn macht. Für viele Patienten ist die Ergotherapie und die Arbeit in einer Gruppe der erste Schritt wieder zurück in den Alltag.“

Rund 2.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren absolvieren jährlich eine ergotherapeutische Behandlung in der Odebrecht-Stiftung. Der größte Teil der Patienten kommt aus dem stationären Bereich, fast 90 Prozent der dortigen Patienten mit einer durchschnittlichen Liegezeit von 20 Tagen nehmen eine ergotherapeutische Behandlung in Anspruch. Betreut werden auch ambulante Patienten und Patienten der psychiatrischen Tageskliniken. Die Arbeit mit den Patienten findet in der Regel in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Personen, teilweise auch direkt auf den Stationen statt. Dabei ist die räumliche Nähe zum Krankenhaus ein großer Vorteil.

Auch wenn die Ergotherapie ihren Ursprung in der Psychiatrie hat, kommt sie doch inzwischen überall dort zum Einsatz, wo funktionelle Beeinträchtigungen auftreten, so unter anderem in der Kinderheilkunde und in der Schlaganfallrehabilitation. Das noch relativ junge Berufsbild des Ergotherapeuten mit einer dreijährigen Ausbildungszeit unterliegt dabei einer ständigen Weiterentwicklung und Wandlung. In Deutschland wurde erst 1953 die erste Lehreinrichtung für Ergotherapie, damals noch unter dem Begriff „Beschäftigungstherapie“, in Hannover gegründet.

Ölbekämpfungsschiff ORFE hat neuen Betreiber

Lubmin – ORFE wird Anfang 2020 in seinen neuen Heimathafen Lubmin verlegt. Damit soll sichergestellt werden, dass künftig östlich von Rügen im Bereich der Verkehrsgebiete in Richtung Sassnitz und Swinemünde eine Meeresverschmutzung infolge einer Schiffshavarie nach einer Fahrzeit von höchstens vier Stunden bekämpft werden kann.

Die Verlegung ist Bestandteil des Vertrages des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit dem neuen Betreiber, der Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH. Das Unternehmen hatte sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Es besitzt seit vielen Jahren Erfahrungen im maritimen Unfallmanagement auf Nord-und Ostsee und war bereits an der Bewältigung verschiedener Großschadenslagen beteiligt.

Aufgrund des erheblichen Schiffsverkehrs auf der Ostsee besteht ständig die Gefahr einer Havarie. Zur Vorsorge gegen damit verbundene Meeresverschmutzungen haben die Bundesrepublik und die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern 2003 zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Sie beinhalten die Einrichtung des Havariekommados in Cuxhaven sowie die gemeinsame Beschaffung, den Betrieb und die Unterhaltung von Fahrzeugen, Geräten und Einrichtungen zur Schadstoffunfallbekämpfung.

Die ORFE steht im treuhänderischen Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Partner dieser Bund-Länder-Vereinbarung. Bis 2017 war das Ölbekämpfungsschiff in Stralsund stationiert. Nach Kündigung des Bereederungsvertrages durch den damaligen Betreiber wurde das Schiff zunächst nach Rostock verlegt, um dort das außerdienstgestellte Ölbekämpfungsschiff ÄSCHE zu ersetzen. Im Ergebnis einer Gefahrenanalyse wurde jedoch entschieden, zur Abdeckung des bestehenden Defizites im Bereich östlich Rügens die ORFE in dieses Gebiet zu verlegen und für Rostock anderweitigen Ersatz zu suchen.