Ergänzungsneubau für Eggesiner Grundschule

Eggesin – Die Stadt Eggesin im Landkreis Vorpommern-Greifswald investiert in einen Ergänzungsneubau an der Grundschule, um verschiedene Maßnahmen für bessere Arbeits- und Betreuungsbedingungen im Inklusions- und Integrationsunterricht umzusetzen.

Das Ministerium für Inneres und Europa übersandte in der vergangenen Woche einen Bewilligungsbescheid über Fördermittel i.H.v. rund 83.300 Euro an die Stadt. In das Projekt, das rund 1,38 Mio. Euro kostet, fließen auch rund 951.000 Euro EU-Mittel.

Mit den Baumaßnahmen bietet die Stadt für die 170 Schülerinnen und Schüler bessere Voraussetzungen für einen leistungsfördernden Unterricht mit künstlerischer, sportlicher und musikalischer Ausrichtung sowie für die Hortbetreuung.

Gegenwärtig besteht die Schule aus zwei Gebäuden sowie einer Sporthalle. Im Erweiterungsbau sind zwei Klassenräume, ein Werkraum, ein Mehrzweckraum, WC-Räume und ein Pausen- und Aufenthalts­raum mit Zugang zum Schulhof geplant. Zwischen dem Bestands­gebäude und dem neuen wird ein Verbindungs­gebäude errichtet. Darüber hinaus wird die Akustik in den Bestands­gebäuden verbessert.

„Optimale Bedingungen für Schüler und Lehrer sind die besten Voraussetzungen für das Lernen und Lehren. Solche Investitionen sind immer auch Investitionen in die Zukunft von Städten und Gemeinden, die mir als Kommunalpolitiker sehr am Herzen liegen und die ich gern unterstütze“, so Innenminister Caffier. „Mit der Sonderbedarfszuweisung braucht Eggesin weniger Eigenmittel aufbringen, so entlasten wir den städtischen Haushalt.“

Wissenskarawane MV hat noch freie Plätze

Schülerinnen und Schülern Lust auf Wissenschaft und Forschung machen

Schwerin – Die Wissenskarawane zieht im Januar weiter durch Mecklenburg-Vorpommern und macht in Forschungseinrichtungen in Rostock, Neustrelitz und Kühlungsborn halt. Bei der zweiwöchigen Tour besuchen Schülerinnen und Schüler Forschungsinstitute und können sich über Berufsfelder in der Wissenschaft informieren. Freie Plätze gibt es noch für die Stationen am Dienstag, 28. Januar, im Leibniz-Institut für Katalyseforschung in Rostock und am selben Tag im Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP ebenfalls in der Hansestadt.

„Die Wissenskarawane bietet eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für Wissenschaft zu begeistern“, betonte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Schülerinnen und Schüler erhalten bei den Besuchen Einblicke in spannende Forschungsfelder und werden neugierig auf die Projekte, an denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten. Ich finde es wichtig, Kindern und Jugendlichen möglichst früh diese Zugänge zu ermöglichen, weil sie dann erleben, wie wichtig es ist, Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik zu lernen“, sagte Martin.

Interessierte Schülerinnen und Schüler oder Klassenverbände, die an den Stationen der diesjährigen Wissenskarawane mit noch freien Plätzen teilnehmen wollen, können sich bis morgen, Mittwoch, 22. Januar, per E-Mail unter info@wissenskarawane-mv.de anmelden. An den erfolgten Besuchen im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik – Teilinstitut Greifswald, Centogene in Rostock und am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock haben zwischen 30 und 40 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin, Wismar und Rostock teilgenommen. Insgesamt zählt die Wissenskarawane MV jährlich rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Wissenskarawane findet im Jahr 2020 bereits zum 14. Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin.

Am 31.03.2020 ist Einsendeschluss für „Schüler staunen …“ 2018 – 2020

StALU MM und seine Partner freuen sich auf interessante Schülerprojektarbeiten aus der Region Rostock

Rostock – Noch 10 Wochen haben Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 – 12 von Schulen und Einrichtungen aus der Hanse- und Universitätsstadt sowie dem Landkreis Rostock Zeit, ihre umweltbezogenen Projektarbeiten, die im Zeitraum 2018 – März 2020 abgeschlossen werden bzw. wurden, beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) einzureichen.

Einsendeschluss für den 18. Schülerprojektwettbewerb „Schüler staunen …“ 2018 – 2020 ist der 31. März 2020.

Sechs Themenbereiche stehen zur Auswahl:  

Naturreichtum und –vielfalt in Stadt und Land

Mobilität und Umweltschutz – wie geht das?

Gewässer, Trinkwasser und Lebensmittel aus der Region – sauber und gesund?

Unsere Ostsee – unsere Küste

Abfälle, Rohstoffe und Energie

Nachhaltiges Wirtschaften in eurer Region

Für jeden Themenbereich stehen fachliche Ansprechpartner für die jungen Akteure zur Verfügung. Eine Anmeldung zur Wettbewerbsteilnahme ist im Vorab nicht erforderlich.

Neben interessanten Exkursionen und breiten Präsentationsmöglichkeiten in der Öffentlichkeit winken den Preisträgern attraktive Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von bis zu 5.000 Euro

Ausschreibungsunterlagen können gerne beim StALU MM, Frau Anke Streichert, unter Tel.: 0381 331-67102, E-Mail:  anke.streichert@stalumm.mv-regierung.de angefordert werden, die zugleich gerne weitere Wettbewerbsanfragen beantwortet. Die Ausschreibungsunterlagen sind im Internet abrufbar unter http://www.stalu-mv.de/mm/Themen/Nachhaltigkeit-und-Umweltbildung/18-Schuelerprojektwettbewerb/.

Den traditionsreichen Schülerprojektwettbewerb des StALU MM gibt es bereits seit 25 Jahren, und das mit stetem Erfolg! Zu den bisherigen 17 Wettbewerben wurden insgesamt 656 Schülerprojektarbeiten eingereicht, wovon 267 Projekte ausgezeichnet werden konnten.

Inklusions- und Integrationsunterricht

Stadt Tessin verbessert Bedingungen für Inklusions- und Integrationsunterricht an der Regionalen Schule „Anne Frank“

Tessin – Die Stadt Tessin (Landkreis Rostock) lässt einen Erweiterungsbau auf dem Grundstück der Regionalen Schule „Anne Frank“ mit Grundschule errichten, damit alle Schülerinnen und Schüler der Stadt an diesem Standort unterrichtet werden können und somit eine Einheit der Schulen entsteht. Unterstützt wird der Bau mit Fördermitteln des Ministeriums für Inneres und Europa i.H.v. 1,5 Mio. Euro, die die Stadt im November 2019 erhalten hat.

Auf dem heutigen Neujahrsempfang der Stadt Tessin nutzte Innenminister Lorenz Caffier die Gelegenheit, um noch einmal symbolisch den Bewilligungsbescheid an die Bürgermeisterin Susanne Dräger zu übergeben. „Ich freue mich, dieses Projekt als Kommunalminister unterstützen zu können. Beim Investieren in die Zukunft der Kinder sollten wir alle unser Möglichstes tun und die besten Voraussetzungen fürs Lernen und Lehren schaffen“, so Innenminister Caffier.

Auf dem Grundstück der Regionalen Schule befinden sich derzeit drei Gebäude (Haus I, II und III). Haus I wird den Grundschülern und das Haus II und III den Regionalschülern zur Verfügung stehen. Der Erweiterungsbau wird zwischen den vorhandenen Häusern II und III errichtet, um ausreichend Unterrichtsräume zur Beschulung der Grund- und Regionalschüler zu haben und beide Gebäude barrierefrei miteinander zu verbinden.

Des Weiteren wird im Haus III die Hortbetreuung mit integriert. So werden künftig den Hortkindern lange Laufwege zu einer weiter entfernten Einrichtung erspart und es können 150 statt bisher 130 Kinder im Hort betreut werden. Insgesamt entsteht mit dem Erweiterungsbau ein Schulcampus, der wesentlich bessere Bedingungen für den Inklusions- und Integrationsunterricht bietet.

Entlastung für erfahrene Lehrkräfte kommt

Land investiert 2,6 Millionen Euro in bessere Arbeitsbedingungen an Schulen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sollen erfahrene Lehrerinnen und Lehrer ab dem Alter von 63 Jahren vom kommenden Schuljahr in ihrer Arbeit weiter entlastet werden. Das Land gewährt Lehrkräften in den hohen Altersgruppen weitere Anrechnungsstunden. So ist es im 200-Millionen-Euro-Schulpaket vorgesehen, das die Landesregierung auf den Weg gebracht hat.

Durch Altersanrechnungsstunden sinkt die wöchentliche Zahl an Stunden, die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten müssen. Neben den bereits bestehenden Anrechnungsstunden (eine Stunde ab 57 Jahren, zwei Stunden ab 60 Jahren) sollen Lehrkräfte ab 63 Jahren insgesamt vier Anrechnungsstunden pro Woche erhalten.

„Mir ist wichtig, dass wir nicht nur an den Lehrernachwuchs denken, sondern auch für Lehrerinnen und Lehrer etwas unternehmen, die seit Jahrzehnten zuverlässig und engagiert an unseren Schulen unterrichten“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Wir haben einen großen Bedarf an ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern. Wir brauchen natürlich auch den großen Erfahrungsschatz unserer Lehrkräfte, die seit vielen Jahren an den Schulen arbeiten. Die Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für erfahrene Lehrkräfte ist somit auch als große Wertschätzung zu verstehen“, betonte Martin.

Das Land investiert jährlich ca. 2,6 Millionen Euro, um die beiden zusätzlichen Anrechnungsstunden für erfahrene Lehrkräfte zu gewähren. „Erfahrene Lehrkräfte in den hohen Altersgruppen empfinden oft eine große Arbeitsbelastung, die wir vom kommenden Schuljahr an reduzieren wollen. Ich hoffe, dass sie uns dadurch lange erhalten bleiben und nicht vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden. Wir sind auf unsere erfahrenen Lehrkräfte angewiesen, weil sie in erheblichem Maße zur Absicherung des Unterrichts beitragen“, sagte die Ministerin.

Schulbesuch bei Warnstreiks im Bus- und Straßenbahnverkehr

Schwerin – Nach dem angekündigten Warnstreik im Bus- und Straßenbahnverkehr am Donnerstag, 16. Januar 2020, weist das Bildungsministerium Eltern und Lehrkräfte auf die geltenden Regelungen hin. Schülerinnen und Schüler, die wegen zu großer Entfernungen auf Busse oder Straßenbahnen angewiesen sind, um in die Schule zu gelangen, sind entschuldigt, wenn keine Busse oder Straßenbahnen fahren.

Der Unterricht in den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern findet jedoch statt. Ratsam ist es, die Schule im Vorfeld zu benachrichtigen, wenn Schülerinnen und Schüler bei Warnstreiks im Bus- und Straßenbahnverkehr Schwierigkeiten haben, rechtzeitig oder überhaupt zur Schule zu gelangen.

Verstärkung des Justizvollzugs

„2020 sollen 60 neue Auszubildende eingestellt werden, ich lade jeden ins Ministerium ein“, so Justizministerin Katy Hoffmeister im Gespräch mit aktuellen Anwärtern

Schwerin – „Erstmals werden wir in Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr insgesamt drei Ausbildungsdurchgänge starten. Somit können unsere Justizvollzugsanstalten zum Jahresende auf bis zu 100 zusätzliche Frauen und Männer als Verstärkung bauen“, sagt Justizministerin Hoffmeister beim Besuch von elf aktuellen Anwärtern, die im November dieses Jahres ihre Ausbildung beenden wollen. Neben den elf Auszubildenden gibt es eine weitere Klasse mit mehr als 30 Anwärtern. In diesem Jahr werden weitere 60 Anwärter gesucht. Der Wunsch nach einem Wechsel in den Justizvollzug und damit zu einem attraktiven, sicheren Arbeitsplatz ist ungebrochen. In den ersten Tagen der Bewerbungsfrist haben sich bislang aus ganz Deutschland mehr als 100 Frauen und Männer für den Durchgang ab April beworben. Bewerbungsschluss dafür ist der 31. Januar 2020. Der zweite Durchgang beginnt am 1. Juli, der dritte am 1. Oktober.

„Ich freue mich über jeden motivierten Berufswechsler, der unseren Vollzug verstärkt. Daher halte auch an der noch jungen Tradition fest, alle Justizvollzugsanwärterinnen und -anwärter wenigstens einmal ins Ministerium einzuladen. So können wir den Kontakt zu den Bediensteten noch enger gestalten. Ich finde es wichtig zu zeigen, wo im Ministerium Entscheidungen getroffen werden, die in den Anstalten alle Bediensteten betreffen. Das ist eine Transparenz, die wir fortsetzen werden, damit auch die Nachwuchskräfte das für sie zuständige Haus kennen“, sagte die Ministerin beim Besuch der elf Anwärter. Für den Justizvollzug in M-V werden Frauen und Männer ausgebildet, die das 21. Lebensjahr vollendet und bestenfalls bereits schon eine Ausbildung abgeschlossen haben. Die Anwärter, eine Frau und zehn Männer, die heute das Ministerium besuchten, waren früher Soldaten, Frisör, Verkäufer, Lackierer, Mechaniker, Zimmerer oder auch in der Krankenpflege tätig.

Neubau einer Grundschule

Wismar – Eine ganz neue Grundschule mit spezifischer Kompetenz (inklusive Schule) einschließlich der Außenanlagen entsteht auf dem Grundstück der Bürgermeister-Haupt-Straße in der Hansestadt Wismar.

Zur Finanzierung der seit dem Frühjahr 2019 begonnenen Baumaßnahme übergibt Innenminister Lorenz Caffier heute dem Bürgermeister, Herrn Thomas Beyer einen Zuwendungsbescheid über 2 Mio. Euro Sonderbedarfszuweisung. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung förderte bereits im Oktober 2019 mit Mitteln in Höhe von 3,5 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) das Vorhaben.

„Wir haben es hier also mit einem gelungenen Gemeinschaftswerk zu tun, von dem am Ende alle gleichermaßen profitieren. Wenn Schüler und Lehrer sich wohlfühlen, sind das die besten Voraussetzungen fürs Lernen und Lehren. Ein Ort zum Wohlfühlen verbessert die Lernatmosphäre und die Leistungen“, so Minister Caffier.

Das Bauvorhaben umfasst den Neubau einer dreizügigen, barrierefreien inklusionsgerechten Grundschule und wird mit einem Personenaufzug ausgerüstet. Neben den normalen Klassenzimmern und den entsprechenden Nebenräumen sind mehrere Fachunterrichtsräume, eine Bibliothek, ein Mehrzweckraum sowie eine Essensausgabeküche vorgesehen.

Fördermittel für Schulsanierung

Rostock – Heute übergibt Landesbauminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid für die Innensanierung der Kooperativen Gesamtschule Südstadt (KGS) an Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. Die Finanzhilfen in Höhe von ca. 680.000 Euro stammen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm im Bereich Städtebau.

Die KGS befindet sich im zentrumsnahen Stadtteil Südstadt. Um die Schule nachhaltig umzugestalten, wurden bereits verschiedene Maßnahmen zur statisch-konstruktiven Gebäudesicherung sowie teilweise Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt.

Mit Hilfe der Fördermittel will die Hansestadt Rostock die Raumakustik in allen Unterrichts- und Fachräumen durch den Einbau von Schallschutzdecken verbessern. Daneben werden die technischen Anlagen der Wasser- und Schmutzwasserinstallationen einschließlich der Sanitärkeramik ausgetauscht. Außerdem werden Wand- und Bodenbeläge in den Klassenräumen erneuert.

Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen im vierten Quartal 2020 abgeschlossen werden.

Gute Kooperation von Schule und Sportvereinen

Schwerin – Schulen und Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bei der Organisation von Ganztagsangeboten engagiert zusammen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Landessportbundes zu den Auswirkungen der „Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen“.

Im Januar 2018 haben sich das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Sport, Kultur, Kinder- und Jugendbildung sowie die Kirchen auf eine Zusammenarbeit verständigt. Ziel ist es, durch Kooperationspartner das Ganztagsantebot zu bereichern und den Schultag abwechslungsreicher zu machen. Von den 63 befragten Sportvereinen bzw. Sportverbänden haben sich rund die Hälfte an der Umfrage des Landessportbundes beteiligt.

„Das tolle Engagement der Sportvereine in unseren Schulen in MV ist eine wichtige Bereicherung unserer Ganztagsangebote. Dass Kinder und Jugendliche im Rahmen von Ganztagsschule auch Sport treiben können, ist ein großer Gewinn für sie. Und auch die Sportvereine profitieren von der Kooperation mit den Schulen. Der Landessportbund ist ein Kooperationspartner der ersten Stunde und wirbt dafür, dass Sportvereine in die Schulen gehen und Ganztagsangebote machen, die bei den Schülerinnen und Schülern ankommen“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

„Die Befragung zeigt, dass die Initiative zur Kooperation von beiden Seiten ausgeht. In der Praxis wird dann schnell deutlich, dass alle Seiten davon etwas haben. Ganztagsangebote sind ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit, denn sie stehen allen Kindern und Jugendlichen offen. Für Eltern leisten sie einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil Kinder und Jugendliche auch am Nachmittag gut betreut werden“, erklärte Martin.

Die Befragung des Landessportbundes hat ergeben, dass 96 Prozent der Kooperationspartner mit der Zusammenarbeit zufrieden sind und sie fortsetzen wollen. Durchgeführt werden die Sportangebote größtenteils von ehrenamtlich tätigen Trainerinnen und Trainern. Sie begrüßen vor allem die flexible Gestaltung, nicht an Schulöffnungszeiten und Schulgebäude gebunden zu sein. Die Sportvereine bzw. Sportverbände teilten auch mit, dass sich die Kooperationen positiv auf die Mitgliedergewinnung auswirken und dass das öffentliche Interesse an den Vereinen bzw. Verbänden wächst. Außerdem sei es leichter, Talente zu finden.

„Die Unterstützung von Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen hat für den LSB M-V e.V. eine lange Tradition“, sagte der Geschäftsführer des Landessportbundes, Torsten Haverland.

„Durch den Ausbau des ganztägigen Lernens in M-V können die Partnerschaften zwischen Vereinen und Schulen weiter erhöht werden. Wir möchten auch zukünftig ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung von sportlichen Ganztagsangeboten ein und sehen unsere Verantwortung in der Zusammenführung sowie Beratung von Schulen und Sportvereinen, aber auch in der Aus-und Fortbildung unserer Trainerinnen und Trainer die sich in den Vereinen diesen Herausforderungen stellen“, so Haverland.

Über die Online-Plattform www.kooperation-mv.de der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ in Waren können Schulen und Kooperationspartner in Kontakt treten. Seit dem Schuljahr 2018/2019 erhält jede ganztägig arbeitende Schule ein Grundbudget in Höhe von 2.500 Euro, um Kooperationspartner in den Schulbetrieb einbinden zu können. Darüber hinaus haben Schulen die Möglichkeit, das Finanzbudget für Kooperationspartner zu erweitern. Im Schuljahr 2019/2020 gibt es 343 ganztägig arbeitende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die gebührenfreie Kita ist da

Elternbeitragsfreiheit in allen Förderarten und im vollen Förderumfang

Schwerin – Heute tritt das neue Kindertagesförderungsgesetz MV (KiföG MV) in Kraft. Wesentlicher Bestandteil ist die Einführung der gebührenfreien Kita. „In keinem Bundesland ist die Elternbeitragsfreiheit so umfassend ausgestaltet, wie bei uns. Sie gilt in allen Förderarten – in Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege – und im vollen Förderumfang, d.h. bis zu zehn Stunden täglich“, betont Sozialministerin Stefanie Drese.

Mit dem neuen KiföG setzt Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht Dreses die Vision einer kostenfreien Bildung von Anfang an konsequent um. „Kitas sind Bildungseinrichtungen. Der gleichberechtigte Zugang für alle Kinder in unserem Land unabhängig vom Einkommen der Eltern leistet einen bedeutenden Beitrag für mehr Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit“, verdeutlicht die Ministerin.

Die Übernahme der Elternbeiträge durch das Land in Höhe von rund 145 Millionen Euro jährlich (davon maximal rund 37 Millionen Euro jährlich durch den Bund) sei deshalb eine wertvolle Investition in die Zukunft aller Kinder in Mecklenburg-Vorpommern, so Drese. Durch die Abschaffung der Elterngebühren entlaste das Land zudem vor allem Alleinerziehende und Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen, die bisher bis zu 23 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Kindertagesförderung ihres Kindes zahlen.

Insgesamt wird das Land ab 2020 nach Angaben der Ministerin pro Jahr über 350 Millionen Euro in die Kindertagesförderung investieren.

Drese hebt darüber hinaus hervor, dass mit dem neuen KiföG das komplizierte Finanzierungssystem der Kindertagesförderung komplett umgestellt und deutlich entbürokratisiert werde. „Die prozentuale Beteiligung des Landes steigt als Ergebnis intensiver und partnerschaftlicher Verhandlungen mit der kommunalen Ebene von 43,43 Prozent auf 54,5 Prozent. Die Gemeinden beteiligen sich mit 32 Prozent und die Landkreise/ kreisfreien Städte mit 13,5 Prozent an den Gesamtkosten für die Kindertagesförderung“, so Drese.

Hinzu komme, so Drese, eine feste kindbezogene Gemeindepauschale, die den Gemeinden Planungssicherheit vor Ort verschafft und zu deutlichen Verwaltungsvereinfachungen für die Landkreise und kreisfreien Städte führt. „Auch für die Träger der Kita-Einrichtungen und damit meist für die Kita-Leitungen wird bürokratischer Aufwand abgebaut“, so die Ministerin.

„Mit dem neuen KiföG investieren wir dauerhaft weitere sieben Millionen Euro für Qualitätsmaßnahmen“, führt Drese weiter aus. Diese seien etwa für die Stärkung der mittelbaren pädagogischen Arbeit und der Fach- und Praxisberatung, die Einführung einer Mentorenvergütung sowie qualitative Verbesserungen für Kindertagespflegepersonen vorgesehen.

Drese: „Bei allen vor uns stehenden Herausforderungen können wir feststellen, dass sich der Bereich der frühkindlichen Bildung qualitativ und quantitativ in den vergangenen Jahren enorm verbessert hat. Unsere Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern ist bundesweit herausragend – bei der Zahl der betreuten Kinder, bei der Zahl der Ganztagsplätze, beim Betreuungsumfang, bei der Fachkraftquote und ab Januar 2020 auch bei der Elternbeitragsfreiheit, die so umfänglich kein anderes Bundesland zu bieten hat.“

Investitionen in den Forschungsstandort MV

3,3 Millionen Euro für wissenschaftliche Geräte in 2019

Schwerin – Das Land hat im Jahr 2019 die Anschaffung von zahlreichen wissenschaftlichen Geräten für die Hochschulen und die Universitätsmedizin finanziell unterstützt. Hierfür standen EU-Mittel im Umfang von ca. 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammten aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„Die Anschaffungen von wissenschaftlichen Geräten sind wichtige Investitionen in unseren Forschungsstandort“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen moderne Technologien, um überhaupt arbeiten zu können und Ergebnisse zu erzielen, die die Forschung weiterbringen. Die Fördermittel der EU sind daher eine willkommene Unterstützung, denn viele dieser Hochleistungsgeräte sind sehr teuer“, sagte Martin.

Ausgewählte Förderungen im Überblick

Induktionserwärmungsanlage
Hochschule Wismar
Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik
Förderung: 14.779,80 Euro

Das Vorhaben dient der Erforschung neuartiger multifunktionaler Emaille-Materialien und Beschichtungsverfahren. Dabei geht es vorwiegend um die Beschichtung maritimer Großobjekte mit korrosions- und bewuchshemmenden Oberflächenschichten sowie um die Beschichtung von Turbinenschaufeln von Gas- und Dampfturbinen zum Schutz gegen Nasskorrosion und Tröpfchenerosion.

Präzisions-Senkerodiermaschine
Hochschule Wismar
Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik
Förderung: 209.250,00 Euro

Die Präzisions-Senkerodiermaschine ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung von hochgenauen Bauteilen, die aus schwer und/oder nicht mehr zerspanbaren Werkstoffen bestehen. Dabei können beliebige Freiformflächen und -formen mit Formelektroden gefertigt werden, die beispielsweise für Formeinsätze im Kunststoffspritzguss eingesetzt werden. Auch Anwendungen für pharmazeutische und medizintechnische Produkte, z. B. Dosierdüsen für Medikamente, können durch die beantragte Fertigungseinrichtung weiterentwickelt werden.

Spektralphotometer „Periimplantitis“
Universitätsmedizin Greifswald
Zentrum für Zahn-,Mund- und Kieferheilkunde
Förderung: 18.895,39 €

Mit dem Spektralphotometer wird die Gewebeverträglichkeit der behandelten Oberflächen an Zellkulturen bestimmt. Außerdem können das „Wachstum“ überlebender Bakterien nach den Behandlungen und Enzymaktivitäten untersucht werden. Ziel ist eine neue Behandlungsstrategie zur Entfernung der Plaque an Implantaten durch eine Periimplantitistherapie. Es wird angenommen, dass, je sauberer die lmplantatoberfläche nach Behandlung ist, desto sicherer der Einheilungserfolg, der Wundverschluss und die Integration des Implantats im Knochen sein werden.

Lagertank für biologische Proben, stickstoffgekühlt (-196°C)
Universitätsmedizin Rostock
Molekulare Onkologie und Immuntherapie
Förderung: 28.449,00 Euro

Biobanken werden mittlerweile als essentielle strukturelle Voraussetzung zur Durchführung klinischer Studien angesehen. Für eine Erweiterung der Bio-Banking-Aktivitäten ist weitere Lagerkapazität für Bioproben zwingend notwendig.

Gaschromatograph mit Tandemmassenspektrometer (GC-MS/MS)
Universitätsmedizin Rostock
Institut für Rechtsmedizin
Förderung: 127.396,50 Euro

Das GC-MS/MS ist ein Gerätesystem, das die (Fragment)Spektren der nachzuweisenden Substanzen aufzeichnet und somit den Nachweis und die zweifelsfreie Identifizierung der Substanzen ermöglicht. Da viele der neueren Substanzen und deren Metabolite im Blutserum häufig nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommen und meist sehr wenig Untersuchungs-/Studienmaterial vorhanden ist, werden Gerätesysteme (u.a. GC-MS/MS) benötigt, die über sehr hohe Empfindlichkeiten für viele Analyte verfügen. Ziel ist es, insbesondere die immer neu auf den Drogenmarkt strömenden Substanzen durch den Aufbau analytischer Methoden und die Untersuchung/Bestimmung von bisher nicht identifizierten Metabolitenkonstellationen entgegenzutreten.

System zur Evaluation von Schmerzwahrnehmung
Universitätsmedizin Rostock
Klinik für Neurologie, Campus Gehlsdorf
Förderung: 86.572,50 Euro

Mit dem System zur Evaluation von Schmerzwahrnehmung werden Patienten mit genetischen Erkrankungen untersucht, bei denen insbesondere schmerzhafte neuropathische Syndrome auftreten können oder bei denen genetische Polymorphismen vorliegen, die potentielle Auswirkung auf das Schmerzempfinden haben.

Laborkneter
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Förderung: 55.393,01 Euro

Mit dem Laborkneter ist es möglich, Forschung zur wirtschaftlichen additiven Fertigung von Metall- und Keramikkomponenten zu betreiben. Daher ist es das Ziel, mit dem Laborkneter eigenen Feedstock (Formmassenaufbereitung) herzustellen und somit die komplette CEM-Prozesskette – angefangen von der Materialaufbereitung, über die Herstellung von Bauteilen nach dem CEM-Verfahren bis hin zur Sinterung des Grünteils – abzubilden.

Schallkamera
Universität Rostock
Lehrstuhl Windenergietechnik
Förderung: 30.255,75 Euro

Die Schallkamera ist eine sogenannte optische Kamera. Die optische Kamera besteht aus einem Mikrofonfeld und einer zugehörigen Software, die es erlaubt, Schallquellen in Bilder umzusetzen, also das Schallfeld zu visualisieren. Damit erhält man detaillierte Informationen zu den Bereichen eines Objektes, aus denen Schall abgestrahlt wird, und dem zugehörigen Schallpegel.

Simulationsplattform für Motorenprüfstände
Universität Rostock
Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren
Förderung: 59.781,96 Euro

Mit der Simulationsplattform für Motorprüfstände wird eine erweiterte Nutzbarkeit der vier hochdynamischen vollautomatisierten Motorprüfstände im Maschinenlabor geschaffen. Mit der Simulationsplattform wird an Motorprüfständen der gekoppelte Betrieb von Verbrennungsmotor, E-Motor, Generator und Batterieanlage für unterschiedliche Fahrzeugarten untersucht. Die Simulationsplattform für Motorprüfstände erlaubt den Betrieb der Großmotoren im Maschinenlabor mit gasförmigen und flüssigen alternativen Kraftstoffen, ergänzt um einen virtuellen Elektroantrieb.

Integriertes System zum Next Generations Sequencing plus Support Plan
Universitätsmedizin Rostock
Zentrum für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin
Förderung: 84.049,67 Euro

Das MiSeq System wird zum Screening auf lmmungen-Rearrangements sowie zur Bestimmung minimaler Resterkrankungen eingesetzt. Die Bestimmung der Minimalen Resterkrankung ist eine der wichtigsten Methoden für die personalisierte Medizin bei Lymphomen und Leukämien mit großem wissenschaftlichem und ökonomischem Potenzial.

Automatisiertes Patch Clamp System
Universitätsmedizin Rostock
Klinik für Herzchirurgie
Förderung: 45.182,81 Euro

Das Patch-Clamp System dient der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die Patch-Clamp-Technik ist ein elektrophysiologisches Messverfahren, mit dem sich Ströme durch einzelne Ionenkanäle in der Zellmembran untersuchen lassen. Um die physiologische Integrität der generierten Zellen zu überprüfen, sind Patch-Clamp-Analysen unumgänglich. Die Verifikation elektrophysiologischer Parameter ist essentiell für die spätere Nutzung der Zellen zur Medikamententestung sowie zur Etablierung eines biologischen Schrittmachers.

Schule, Wissenschaft, Kultur

Was ändert sich 2020?

Schwerin – Auf Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern kommen im nächsten Jahr viele Neuerungen zu. Am 1. Januar 2020 tritt in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Schulgesetz in Kraft. An den Hochschulen greifen die Änderungen des neuen Landeshochschulgesetzes, das der Landtag verabschiedet hat. Kulturschaffende können sich über mehr Geld für die allgemeine Kulturförderung freuen, weil die Landesregierung vom neuen Jahr an erstmals die Fördermittel um jährlich 2,5 Prozent dynamisiert.

Das neue Schulgesetz sorgt von Beginn des neuen Jahres an vor allem für Vereinfachungen in der Schulorganisation. Schulen erhalten mehr Freiheiten, indem sie ihre Schulbücher und Unterrichtsmedien selbst auswählen können. Es bildet zudem die gesetzliche Grundlage für die Einrichtung von Schulgirokonten, damit Klassenfahrten oder Wandertage einfacher organisiert werden können. Im neuen Schulgesetz wird darüber hinaus der Schutz gegen sexualisierte Gewalt und Mobbing hervorgehoben. Maßnahmen, mit denen die Schulen Kinder und Jugendliche aufklären, begleiten und im Fall der Fälle auffangen, werden in Zukunft verbindlich ins Schulprogramm aufgenommen.

Die schuljahresbezogenen Regelungen treten zum 1. August 2020 in Kraft, so dass die Schulen Zeit haben, in den kommenden Monaten das neue Schuljahr vorzubereiten. „Wichtigstes bildungspolitisches Ziel des neuen Schulgesetzes ist die bestmögliche individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen. Dabei geht es sowohl um Kinder mit Benachteiligungen als auch um jene Kinder und Jugendlichen mit besonderen Begabungen“, betonte die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin.

Darüber hinaus schafft die Landesregierung mit dem 200-Millionen-Euro-Schulpaket weiteren finanziellen Spielraum.

Auch an den Hochschulen wird vom kommenden Jahr an vieles neu: Mit dem neuen Landeshochschulgesetz werden die Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern attraktiver, die Chancengleichheit wird erhöht und die Qualität in Wissenschaft und Lehre wird verbessert. So sollen wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab dem 1. Januar 2020 mit dem Qualifikationsziel einer Promotion eingestellt werden, einen auf mindestens drei Jahre befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Gewährleistet ist, dass sie die Hälfte ihrer Arbeitszeit unmittelbar dem Promotionsvorhaben widmen können.

„Das neue Landeshochschulgesetz sieht ebenfalls vor, dass unbefristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbeamtet werden können“, sagte Ministerin Martin. „Mit diesen und vielen anderen Regelungen machen wir den Arbeitsplatz ‚Hochschule‛ attraktiver. Außerdem stärkt das Land die Frauenförderung an den Hochschulen. Das Landeshochschulgesetz schafft die Voraussetzungen, um den Frauenanteil bei Professuren zu erhöhen. Das Kaskadenmodell wurde deshalb als qualifizierte Quote in das Gesetz aufgenommen. Mehr Chancengleichheit soll durch die weitere Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte erreicht werden“, erläuterte die Ministerin.

Gute Nachrichten gibt es auch für Kulturschaffende: Erstmals dynamisiert das Land die allgemeine Kulturförderung. Die Kulturfördermittel werden vom Jahr 2020 an um jährlich 2,5 Prozent erhöht. Im kommenden Jahr stehen dann insgesamt 9,5 Millionen Euro für Kulturprojekte und Sonderprogramme zur Verfügung. „Die jährliche Erhöhung der Kulturfördermittel wird unsere vielfältige Kulturszene bereichern. Wir fangen Kostensteigerungen auf und können Schwerpunkte setzen“, erklärte Martin.

Außerschulische Berufsorientierung

Schwerin – Die Berufsorientierung außerhalb der Schule kommt in Mecklenburg-Vorpommern gut an. In den vergangenen fünf Jahren haben insgesamt 84.177 Schülerinnen und Schüler an den verschiedenen Angeboten teilgenommen. Die Landesregierung und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit haben sich im Jahr 2015 darauf verständigt, mit zusätzlichen Veranstaltungen Jugendlichen einen betriebsnahen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt zu vermitteln, damit sie sich besser auf die Berufswahl vorbereiten können. Die außerschulische Berufsorientierung richtet sich an Schülerinnen und Schüler an Regionalen Schulen, Gymnasien und Förderschulen.

„Die außerschulische Berufsorientierung unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Stärken zu entdecken und Neigungen besser einzuschätzen. Das ist eine gute Sache“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Ich freue mich darüber, dass unsere Schulen von den Angeboten regen Gebrauch machen. Besonders gelobt wird, dass Lehrerinnen und Lehrer einen geringen Planungsaufwand haben. Fahrtkosten werden übernommen und Bustransfers extern organisiert. Die Angebote werden von erfahrenen Trägern der Aus- und Weiterbildung aus dem Land umgesetzt“, bilanzierte Martin. Mit dem Programm habe die Kooperation von Schulen und den regionalen Arbeitsagenturen zudem eine weitere Aufwertung erfahren.

Zu den außerschulischen Berufsorientierungs-maßnahmen zählen „Learn about skills – Der Berufswahlparcours“, „Face the chance – neue Wege durch Praktika“, „Betriebscasting – wähle Deine Zukunft“ und „Active summer – das Berufsorientierungscamp“. Ziel der Angebote ist es, dass Schülerinnen und Schüler Voraussetzungen und Chancen von Ausbildungsberufen erkennen, die bisher vielleicht nicht im Vordergrund der eigenen Orientierung standen und ihr persönliches Berufswahlspektrum erweitern.

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betonte: „Ich freue mich gemeinsam mit Ministerin Martin, dass wir für die außerschulische Berufsorientierung und ihre vielfältigen Angebote diese positive Bilanz nach fünf Jahren ziehen können. Denn wir müssen uns bewusst sein, dass die Herausforderungen für alle Schülerinnen und Schüler am Übergang von der Schule in den Beruf größer denn je sind. Auf der einen Seite gibt es eine kaum überschaubare Vielfalt an Ausbildungsberufen – über 350 – auf der anderen Seite junge Frauen und Männer mit ihren jeweiligen Talenten, Vorlieben und Wünschen. Gerade hier ist die außerschulische Berufsorientierung ein wichtiger Baustein, der die jungen Menschen unter anderem dabei unterstützt, beides miteinander abzugleichen und in Einklang zu bringen.“

Die außerschulische Berufsorientierung wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Sozialgesetzbuches Drittes Buch der Agenturen für Arbeit gefördert. In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Budget auf 8,9 Mio. Euro.

DigitalPakt Schule

Bildungsministerin Martin übergibt ersten Fördermittelbescheid in Röbel

Röbel – Große Freude am Schulcampus Röbel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Die verbundene Regionale Schule mit Gymnasium erhält als erste Schule in Mecklenburg-Vorpommern eine finanzielle Unterstützung über den DigitalPakt. Bei ihrem Schulbesuch am Vormittag hat Bildungsministerin Bettina Martin der Schulleitung und dem Schulträger den Fördermittelbescheid in Höhe von 282.766 Euro aus dem Bund-Länder-Programm übergeben. In den kommenden Wochen sollen weitere sogenannte Starterschulen die Fördermittel über den DigitalPakt erhalten.

„Mit dem DigitalPakt Schule werden wir bei der Digitalisierung unserer Schulen im Land eine großen Schritt vorankommen“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Der Schulcampus in Röbel geht als erste Schule an den Start – hier haben Schule, Stadt, Schulamt und alle weiteren Beteiligten an einem Strang gezogen und hervorragend zusammengearbeitet. Ich bin von dem Engagement der Schulleitung und des Lehrerkollegiums in der Schule sehr beeindruckt. Es war toll zu erleben, wie sehr sich auch die Schülerinnen und Schüler auf die neuen Lernmöglichkeiten, die der DigiPakt an ihrer Schule eröffnet, freuen. Die Schule trägt diesen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung, indem die Digitalisierung und die Entwicklung von Medienkompetenz im Unterricht immer wichtiger werden. So bereitet sie Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt vor. Das Geld über den DigitalPakt wird in Röbel gut angelegt. Der Schulcampus hat mit der Förderung viel vor“, erklärte die Ministerin.

Die Fördermittel werden in Röbel hauptsächlich für den Ausbau der LAN/WLAN-Infrastruktur an der Schule eingesetzt. Alle Klassenräume sollen mit WLAN-Access-Points ausgestattet werden. Anschließend wird die Schule mit moderner Präsentationstechnik wie interaktiven Beamern ausgerüstet. Außerdem werden die Computerkabinette erneuert, damit Schülerinnen und Schüler im neuen Fach Informatik und Medienbildung ideale Unterrichtsbedingungen vorfinden. Von den verbleibenden Mitteln werden Arbeitsgeräte wie VR-Brillen, Digitalkameras und 3-D-Drucker angeschafft.

„Viele Schulen haben sich bereits auf den Weg der Digitalisierung begeben, aber eben noch nicht alle“, so Bildungsministerin Martin. „Ziel muss es sein, dass alle Schulen im Land an dieser wichtigen Entwicklung teilhaben. Denn digitale Bildung gehört zu einer guten Bildung dazu. Es wird zukünftig keinen Beruf mehr geben, der nicht davon betroffen ist. Wir müssen die Kinder und Jugendlichen gut für das Leben in der digitalen Welt vorbereiten und ihnen Chancen aber auch Risiken der digitalen Welt nahebringen“, erklärte Martin.

Der DigitalPakt Schule umfasst bundesweit fünf Milliarden Euro Bundesmittel. Mecklenburg-Vorpommern wird davon insgesamt rund 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Darüber hinaus wird das Land für alle Schulträger die erforderlichen 10 Prozent Kofinanzierung übernehmen und damit nochmal knapp 10 Mio. Euro einbringen. Es werden alle Schulen in den Genuss der Förderung aus dem DigitalPakt kommen. Um Fördermittel aus dem DigitalPakt zu erhalten, müssen die Schulen ein Medienbildungskonzept vorlegen. Die Schulträger müssen einen Medienentwicklungsplan einreichen.