Ukrainische Schülerinnen und Schüler

Schwerin – An den Schulen in öffentlicher Trägerschaft in Mecklenburg-Vorpommern wurden mit Stand vom 23. Mai 2022 folgende Daten unterrichteter ukrainische Schülerinnen und Schüler erhoben:

 

Schulamt Greifswald 564
Schulamt Neubrandenburg 511
Schulamt Rostock 656
Schulamt Schwerin 813
Berufliche Schulen 91
Gesamt   2.635

 

Davon mit eingetragenem Förderbedarf „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ):

 

Schulamt Greifswald 497
Schulamt Neubrandenburg 477
Schulamt Rostock 590
Schulamt Schwerin 669
Berufliche Schulen 87
Gesamt   2.320

 

Jugendliche nutzen E-Learning-Kurse

Über 70.000 Klicks auf Seiten des Bildungsservers

Schwerin – Zur Vorbereitung auf ihre Prüfungen haben die Schülerinnen und Schüler die Angebote des Bildungsservers außerordentlich gut besucht.

Insbesondere die Prüfungsvorbereitungen und Aufgabensammlungen für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik sowohl für die Mittlere Reife als auch für das Abitur wurden gut angenommen: insgesamt gab es hier etwa 60.500 Zugriffe von Januar bis Mai. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres wurden die Seiten des Bildungsservers insgesamt knapp 38.000 Mal besucht.

Gut genutzt wurde auch das neue Angebot in diesem Jahr mit knapp 10.000 Besuchen: dabei handelt es sich um die Mathematik-Videos von zwei Schülern des Gymnasiums Teterow. Die zwei mathebegeisterten Zwölft-Klässler erklären dabei Schritt für Schritt, wie selbst komplizierte Prüfungsaufgaben leichter lösbar sind.

Entwickelt und produziert wurden die Videos gemeinsam vom Institut für Qualitätsentwicklung MV (IQ-MV) und dem Digitalen Informationszentrum Rostock; sie sind über itslearning abrufbar und können auf dem Bildungsserver MV gestreamt werden. Der E-Learning-Kurs „Mathematik-Abiturtraining“ fasst alle aus dem Unterricht bekannten Themen zusammen und die, die für die Abiturprüfungen wichtig sind.

„Mit dem E-Learning-Kurs geben wir den Schülerinnen und Schülern konkrete Angebote, mit denen sie ortsunabhängig ihre Kompetenzen trainieren können, Prüfungsaufgaben besser zu verstehen und besser zu lösen. Bis 2026 sollen Schritt für Schritt weitere Angebote aufgelegt werden und landesweit zur Verfügung stehen,“ kündigt Bildungsministerin Simone Oldenburg an.

Der E-Learning-Kurs ist Teil der Gesamtstrategie, um das Fach Mathematik stärker zu fördern. Im vergangenen Jahr waren die Ergebnisse der schriftlichen Mathe-Prüfungen zum Abitur auch in Mecklenburg-Vorpommern unterdurchschnittlich.

Studium in der Stadt – Arbeiten auf dem Land

Oldenburg: Durch persönliche Kontakte zum Praktikum oder Referendariat aufs Land!

Rostock – Zur 4. Landesweiten Schulmesse in Rostock sind alle Lehramtsstudentinnen und -studenten willkommen. Viele können sich dabei direkt an ihrem Studienort ein Bild von den Schulen im ländlichen Raum machen.

20 Schulen stellen sich am Dienstag, 24. Mai 2022, in der Universitätsstadt vor. Die Messe ist Teil der Veranstaltungsreihe, mit der das Bildungsministerium um Nachwuchslehrkräfte auf dem Lande wirbt.

„In der vergangenen Woche erlebten begeisterte Rostocker Studierende Schulen in der Mecklenburgischen Seenplatte – in dieser Woche kommen die Schulen an die Uni“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Wer nicht vor Ort erfahren konnte, wie Schulen mit persönlicher Atmosphäre ein guter Arbeitsort für Lehrkräfte sind, hat nun eine weitere Chance: Vertreterinnen von weiteren ländlichen Schulen zeigen Einstiegsmöglichkeiten und Berufsperspektiven auf, das Bildungsministerium informiert über den Reisekostenzuschuss fürs Praktikum und den Referendarzuschlag für den Vorbereitungsdienst“, erläuterte die Ministerin.

Die teilnehmenden Schulen umfassen alle allgemein bildenden Schularten:

  • Kranichschule Neubrandenburg – Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
  • Grundschule Boltenhagen
  • Grundschule am Friedenshof Wismar
  • Grundschule „Dr. Otto Steinfatt“, Wittenförden
  • Regionale Schule mit Grundschule Insel Poel „Prof. Dr. h.c. Dr. h.c. Hans Lembke“ Kirchdorf
  • Regionale Schule „Rudolf Tarnow“ Boizenburg
  • Regionale Schule Dummerstorf
  • Regionale Schule „Friedrich Rohr“ Grabow
  • Regionale Schule „Wasserturm“ Grevesmühlen
  • Regionale Schule „Siegfried Marcus, Malchin
  • Regionale Schule „Am Wasserturm“ Strasburg
  • IGS „Vier Tore“ Neubrandenburg
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen (KGS)
  • Ostseeschule Ückeritz
  • Elbe-Gymnasium Boizenburg
  • Eldenburg-Gymnasium Lübz
  • Goethe-Gymnasium – Musikgymnasium – Demmin
  • Fritz-Greve-Gymnasium Malchin
  • Evangelischer Bildungscampus Dettmannsdorf
  • Schloss Torgelow Privates Internatsgymnasium

Die Schulmesse findet von 14:30-16:30 Uhr an der Universität Rostock im Atrium des Konrad-Zuse-Hauses statt (Albert-Einstein-Str. 22, 18059 Rostock).

Für die Veranstaltungen zur Lehrkräftegewinnung für den ländlichen Raum kooperiert das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit dem landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB). Eine weitere LehrerbildungsLANDPARTIE wird es für  Studierende der Universität Greifswald geben: vom 30. Mai bis 1. Juni 2022 lernen die jungen Leute dann Schulen in Vorpommern-Greifswald kennen.

Weitere Informationen: www.Lehrer-in-MV.de

Grundschule wird saniert

Insel Usedom – Für die energetische Sanierung erhält die „Kleine Grundschule auf dem Lande“ in der Gemeinde Ahlbeck am Stettiner Haff im Landkreis Vorpommern-Greifswald vom Innenministerium eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 65.000 Euro. Der Bewilligungsbescheid wurde Josef Schnellhammer, Bürgermeister der Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald, übersandt.

Die Schule soll für insgesamt rund 1,1 Millionen Euro saniert und umgebaut werden. Einen wichtigen Teil der Arbeiten macht die energetische Sanierung aus, gefördert vom Innenministerium: Die Schule und das Schulnebengebäude werden jeweils mit neuen Heizungs-, Elektro- sowie mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet.

Das Gesamtvorhaben umfasst das Umbauen und Umgestalten der Schule und des Schulnebengebäudes. Vorhandene Schwellen in den beiden Gebäuden werden entfernt und im Erdgeschoss ein barrierefreies WC eingebaut. Im Dachgeschoss werden die Räume für Ganztagsschulangebote umgestaltet, ein Lehrer-WC und ein Raum für den Sozialarbeiter eingebaut.

Teile der vorhandenen Treppe im Schulnebengebäude bleiben erhalten und Treppenläufe entsprechend den Anforderungen hergerichtet. Über einen Aufzug soll das Dachgeschoss barrierefrei erreichbar sein.

Wasserschaden an der Baltic-Schule

Für Schülerinnen und Schüler steht Distanzlernen auf dem Stundenplan

Rostock – Nach einem massiven Wasserschaden an der Baltic-Schule Rostock konnte dort heute kein Präsenzunterricht stattfinden. Weil unter den aktuellen Bedingungen ein Schulbetrieb nicht möglich ist, hat die Regionale Schule alle Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben versorgt und nach Hause entlassen. Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6, bei denen keine Betreuung zu Hause möglich ist, hat die Schule nach Angaben des Staatlichen Schulamtes Rostock eine Notbetreuung eingerichtet. Alle Eltern wurden über die Situation informiert.

Der kommunale Eigenbetrieb der Hanse- und Universitätsstadt Rostock (KOE) prüft, inwieweit der Unterrichtsbetrieb am Montag, 23. Mai 2022, teilweise oder vollständig wiederaufgenommen werden kann. Der Distanzunterricht über die Lernplattform „itslearning“ ist bereits heute möglich und wird genutzt.

Der Starkregen in der vergangenen Nacht hatte einen massiven Wasserschaden an der Schule verursacht. Über eine undichte Stelle im Dach hat es so stark hereingeregnet, dass sämtliche Toiletten übergelaufen sind und nicht genutzt werden können. Außerdem ist durch einen Kurzschluss die Elektrik in einem Teil der Schule ausgefallen.

Kathrin-Buhl-Preis vergeben

Kinderbücher aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten Kathrin-Buhl-Preis – „SDG-Kinderbücher“ des Tutmonde e.V. aus Stralsund wurden prämiert

Buchcover „Das kleine SDGs Abenteuerbuch“ © Tutmonde e.V.

Buchcover „Das kleine SDGs Abenteuerbuch“ © Tutmonde e.V.

Berlin – Am Donnerstag, den 19. Mai, wurde in Berlin der Kathrin-Buhl-Preis an die „SDG-Kinderbücher“ des Tutmonde e.V. aus Stralsund vergeben.

„Ich freue mich sehr, dass dieses herausragende, integrative Buchprojekt, an dem so viele Menschen mitgewirkt haben, die Auszeichnung erhalten hat“, beglückwünschte Sozialministerin Stefanie Drese die Prämierten.

Das Projekt beinhaltet insgesamt drei Kinderbücher für die Altersgruppen: unter drei Jahre, drei bis sechs Jahre und über sechs Jahre. Sie zeigen individuell, ohne erhobenen Zeigefinger und dennoch mit klarer Botschaft migrantische Perspektiven auf die 17 UN-Entwicklungsziele (auf Englisch „Sustainable Development Goals“ mit der Abkürzung „SDG“) auf.

Drese betonte: „Unsere Welt ist bunt, sie sprudelt vor Vielfalt und Diversität. Wo, wenn nicht in unsere Kinderbücher, gehören diese Motive hin. Die ausgezeichneten Kinderbücher, zeigen, dass wir alle in unserer Unterschiedlichkeit, Teil des großen Ganzen sind.“

Die einzelnen Geschichten in den Kinderbüchern wurden von jungen Autorinnen – mit und ohne Migrationsbiographie – geschrieben. Herausgeber und Initiator ist der Tutmonde Verein in Stralsund. Stellvertretend nahm die Integrationsbeauftragte der Landesregierung (als ehemalige Projekt-Verantwortliche), Jana Michael, den Preis am Donnerstagabend in Berlin entgegen.

„Das ist eine wichtige Auszeichnung für ein Projekt, das wir schon seit 2020 verfolgen und mit viel Kraft und Engagement aller Beteiligten erfolgreich fertigstellen konnten“, sagte Michael und erklärte weiter: „Die Idee war damals, ganz andere, neu gedachte Kinderbücher zu entwickeln. Die 17 UN-Entwicklungsziele sollten dabei als ganz normale Alltagswirklichkeit wahrgenommen werden. Wir wollten auf Belehren in den Büchern verzichten und Diversität als Normalität abbilden. Die Bücher sollten eine gendergerechte Sprache enthalten, soziale und Klimagerechtigkeit leben und gleichzeitig Personen mit Migrations- und Fluchterfahrung im normalen Leben mit neuem Image zeigen.“

Finanziert wurde das Buchprojekt durch den Preis „Kommune bewegt Welt 2020“. Der Preis wurde für herausragende kommunale Beispiele zur Migration und Entwicklung an Tutmonde e.V. und die Hansestadt Stralsund vergeben. Die Kinderbücher wurden ebenfalls vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Auf der Website https://sdgs-mv.de/sdgs-kinderbuecher/ sind die Bücher einsehbar.

Ausgezeichnet werden entwicklungspolitische Projekte, die u.a. soziale Akteure der Zivilgesellschaft stärken, Menschen darin bestärken, sich mehr in der Gesellschaft zu beteiligen und inhaltliche Aspekte kreativ umsetzen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird in diesem Jahr für Projekte in Afghanistan gespendet. Initiiert wird die Preisverleihung durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Ministerin bietet weitere Elternsprechstunde an

Oldenburg: Bildung muss gemeinsam gestaltet werden

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt ihre Besuche in Kitas, Schulen und Staatlichen Schulämtern in Mecklenburg-Vorpommern fort. Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2022 besucht die Ministerin Einrichtungen in und um Greifswald.

Dabei will die Ministerin mit Lehrkräften, Schulleitungen sowie Erzieherinnen und Erziehern, aber auch mit Eltern- und Schülervertretungen ins Gespräch kommen. Simone Oldenburg will so aus erster Quelle erfahren, was in Kitas und Schulen gut läuft und wo möglicherweise nachgebessert werden muss.

„Bei den Besuchen möchte ich mir einen Eindruck von der Situation in den Kitas und Schulen verschaffen und mir ein Bild von der täglichen Arbeit machen“, erläuterte Bildungsministerin Oldenburg. „Wenn wir etwas verbessern wollen, können wir das nur zusammen. Bildung muss gemeinsam gestaltet werden. Ich freue mich daher auf den persönlichen Austausch mit Erzieherinnen, Erziehern, Lehrkräften und möchte auch die Eltern ermuntern, mit Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Schulamtes, des Ministeriums und mit mir ins Gespräch zu kommen“, sagte Oldenburg.

Zusätzlich zu den Besuchen in den Einrichtungen wird es wieder eine Elternsprechstunde geben. Sie findet am 01. Juni 2022 von 16.00 bis 18.00 Uhr im Staatlichen Schulamt Greifswald, Martin-Andersen-Nexö-Platz 1, 17489 Greifswald statt. Interessierte Eltern melden sich für einen Gesprächstermin bitte ausschließlich per E-Mail beim Staatlichen Schulamt Greifswald an unter info@schulamt-hgw.bm.mv-regierung.de. Sie werden darum gebeten, das Gesprächsthema anzugeben und mit wieviel Personen sie kommen. Die Anmeldefrist endet am 27. Mai 2022.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter, die die Ministerin bei den Besuchen begleiten möchten, melden sich bitte in der Pressestelle des Bildungsministeriums an, damit genaue Absprachen getroffen und die Begleitungen vor Ort organisiert werden können.

Alltagshelferinnen und -helfer in Kitas

Förderprogramm für Alltagshelferinnen und -helfer in Kitas verlängert

Schwerin – Um das Kita-Personal zu entlasten, unterstützt das Land MV die Kitas auch in diesem Jahr mit Hilfe von Alltagshelferinnen und –helfern.

Ab sofort können Kitaträger ihre Anträge an die Landkreise und kreisfreien Städte stellen. Bereits ab 01. April gestellte Anträge werden rückwirkend bewilligt. Anders als im vergangenen Jahr ist diesmal auch die Kindertagespflege mit in das Programm eingeschlossen.

Die Kitas können über ihre Träger bis zu 5tausend Euro für die Alltagshelferinnen und -helfer und 500 Euro für Sachkosten wie etwa Hygieneausrüstung beantragen, Tagesmütter und Tagesväter bis zu 200 Euro Sachkosten monatlich. Insgesamt stellt das Land dafür 2,4 Millionen Euro aus dem Corona-Schutzfonds zur Verfügung. Förderzeitraum ist der 01.04. bis 31.10. 2022.

„Erzieherinnen und Erzieher an den Kindertageseinrichtungen ebenso wie alle, die in der Kindertagespflege arbeiten, leisten seit der Pandemie über ihre tolle, aufopferungsvolle Arbeit hinaus Hervorragendes. Deshalb ist es mir besonders wichtig, sie in ihrer täglichen Arbeit weiter zu unterstützen und zu entlasten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Alltagshelferinnen und -helfer sind kein pädagogisches Personal. Sie sollen das Kita-Fachpersonal bei einfachen und alltäglichen Arbeiten entlasten. So unterstützen sie es im hauswirtschaftlichen Bereich; zum Beispiel helfen sie in der Küche, beim Tischdecken, räumen mit auf oder kümmern sich um die Desinfektion.

Im Förderzeitraum 2021 wurden insgesamt 530 der nichtpädagogischen Kräfte zusätzlich oder durch sogenannte Stundenaufstockungen in den Kindertageseinrichtungen eingesetzt.

Damit sollen die pädagogischen Kräfte in den Kindertageseinrichtungen unterstützt und personell entlastet werden. Hintergrund sind die gestiegenen Anforderungen zu Hygienevorgaben durch die Corona-Pandemie.

Gründungsgeschehen in M-V

Meyer: Unternehmensgründungen und Start-ups unterstützen – vielfältige Möglichkeiten nutzen

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist das Gründungeschehen in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Gründungen sind von großer wirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Bedeutung im Land, denn sie haben Potential für mehr Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Es ist erklärtes Ziel der Landesregierung, Unternehmensgründungen und Start-ups zu unterstützen. Die Möglichkeiten sind vielfältig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. Im Rahmen der neuen EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen für die Gründungsförderung insgesamt 19 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bereit.

Zu den Zielen der Gründungsförderung in Mecklenburg-Vorpommern zählen die Motivation zu innovativen und zukunftsweisenden Ideen für Produkte und Dienstleistungen und zur eigenen unternehmerischen Tätigkeit; die Unterstützung für den Prozess von der Idee zum marktgängigen Produkt sowie Innovation und Selbstständigkeit zu fördern.

„Im Fokus haben wir dabei potentielle und tatsächliche Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und forschungs- und entwicklungsstarken Unternehmen sowie junge innovative Unternehmerinnen und Unternehmer“, so Meyer weiter.

Minister Meyer machte im Landtag deutlich, dass der Fokus in dieser Legislaturperiode auf innovativen Gründungsideen liegt. „Wir haben z.B. im Programm Gründungsstipendien den Kreis der Förderbegünstigten erweitert. Künftig müssen Gründungsideen hier nicht mehr ausschließlich innovativ, technologieorientiert und wissensbasiert sein.

Die Förderung wird ausgehend von Ingenieurwissenschaften auch für die Bereiche Naturwissenschaften und Kreativwirtschaft geöffnet. Somit können mehr Stipendiaten gefördert werden. Neu ist mehr Flexibilität: Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, den maximalen Bezugszeitraum von 18 Monaten aufgrund von Elternzeit zu unterbrechen. Nach der Elternzeit kann das Gründerstipendium fortgesetzt werden“, sagte Meyer.

Gründerinnen und Gründern von Sozialunternehmen (Social Entrepreneur) benötigen häufiger den Erwerb kaufmännischer Kenntnisse und haben häufig einen Kapitalbedarf von bis zu 25.000 Euro.

„Auch für diese Zielgruppe sind die Förderinstrumente Bildungsschecks für Existenzgründungen und Mikrodarlehen zugänglich. Innovative, wissensbasierte und technologieorientierte Gründungsideen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich können zudem im Rahmen von Entrepreneurship begleitet werden; möglich ist bei Gründung die Förderung in Form eines Gründungstipendiums. Des Weiteren haben wir die förderfähigen Branchen für die Gewährung von Mikrodarlehen erweitert“, erläuterte Meyer im Landtag abschließend.

Neue Pflegeausbildung

Einbringung eines Gesetzesentwurfes zur Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes in der Landtagssitzung vom 18.05.2022

Schwerin – Auf der Tagesordnung der heutigen Landtagssitzung steht unter anderem die Einbringung eines Gesetzesentwurfes zur Umsetzung der Pflegeberufereform in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gesetz soll die Ausgestaltung des 2020 in Kraft getretenen bundesweiten Pflegeberufereformgesetzes auf Landesebene ergänzen.

Im Vorfeld der Sitzung teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese mit: „Wir können die generalistische Pflegeausbildung als Erfolg bezeichnen. Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt. Mit dem ergänzenden Gesetz schaffen wir die Grundlage für eine bessere Umsetzung der neuen Pflegeausbildung. So ermöglichen wir jungen Menschen eine einheitliche und hochwertige Qualifizierung im Bereich der Pflege und vermeiden lange Verfahren aufgrund verschiedener Zuständigkeiten.“

In den Entwurf seien die Erkenntnisse der ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes eingeflossen, sodass die nötigen Regelungen für eine bessere Umsetzung zunächst identifiziert und nun aufgenommen werden konnten, so Drese. Der Entwurf sieht unter anderem vor, alle Pflegeschulen dem Schulrecht unterzuordnen.

Berechnungen für Mecklenburg-Vorpommern gehen davon aus, dass im Jahr 2030 mindestens 130.000 bis zu 143.000 Pflegebedürftigen auf Pflege und Betreuung angewiesen sind. „Das entspricht im Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt einer Steigerung von etwa 30.000 bis 40.000 Menschen. Für diese wertvolle Arbeit benötigen wir weitere Fachkräfte und gute Arbeitsbedingungen. Der Grundstein hierfür ist ein gutes Ausbildungssystem“, betonte Drese.

Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, konnte heute nicht in Präsenz an der Landtagssitzung teilnehmen. In Vertretung für sie sprach Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, zu den Abgeordneten.

Das Pflegeberufereformgesetz ist 2020 in Kraft getreten. Es sieht landesrechtliche Regelungen ausdrücklich vor. Über die Ausgestaltung dieser ergänzenden Regelungen können die Länder selbst entscheiden.

Mit dem Pflegeberufereformgesetz wurde die generalistische Pflegeausbildung eingeführt. In dem neuen Ausbildungsmodell durchlaufen alle Auszubildenden in der Pflege in den ersten zwei Jahren die gleiche generalistische Ausbildung. Für das dritte Jahr können sie diese entweder fortsetzen und den Abschluss „Pflegefachmann bzw. frau“ erwerben oder sich im Bereich der Pflege alter Menschen oder von Kindern und Jugendlichen spezialisieren.

Eröffnung der Kinderschutztage

Schwesig lobt Engagement des Kinderschutzbundes

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Eröffnung der Kinderschutztage im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin die Arbeit des Kinderschutzbundes gerade in der Corona-Pandemie gewürdigt.

„Corona hat den Kindern und Jugendlichen in unserem Land viel abverlangt. Sie konnten Freunde nicht sehen. Ihnen fehlte das Lernen und Erleben in der Kita und in der Schule. Manchen Kindern fehlte ein verlässlicher Tagesablauf. Und bei einigen Kindern, in beengten Wohnungen, mit Eltern unter zusätzlichem Stress, war das Kindeswohl in echter Gefahr. Sie, die Engagierten im Kinderschutzbund, haben während dieser Zeit immer den Finger in die Wunde gelegt, auf Missstände aufmerksam gemacht und Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft gefordert. Ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken.“

Bei jeder politischen Entscheidung müsse die Zukunft von Kindern und Jugendlichen im Zentrum stehen oder zumindest berücksichtigt werden.

Schwesig: „Und Kinder und Jugendliche müssen sich besser beteiligen können. Wir wollen deshalb ein Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz auf den Weg bringen. Wir wollen die Kommunalverfassung mit dem Ziel ändern, Kinder- und Jugendbeiräte zu etablieren Und wir wollen das Wahlalter in Mecklenburg-Vorpommern senken, so dass junge Menschen schon ab 16 das Recht haben an den Entscheidungen in diesem Land teilzuhaben. Diese Gesetzänderung haben wir am Dienstag im Kabinett beschlossen. Wir bringen sie demnächst in den Landtag ein.“

Der Besuch der Kita für alle Kinder sei im Land kostenfrei. Ebenso die Betreuung im Hort. „Da gehen wir jetzt einen Schritt weiter: Unser Gesetzentwurf für den beitragsfreien Ferienhort ist schon im Landtag und wird dort beraten. Dieses Angebot ist für viele Familien eine enorme finanzielle Entlastung.“

Denn damit Kinder gut aufwachsen können, benötigen ihre Familien auch finanzielle Sicherheit. Kinderarmut sollte es in einem so reichen Land wie unserem nicht geben müssen. Deshalb freue ich mich, dass der Bund mit dem Vorhaben der Kindergrundsicherung dieses Problem angeht. Das haben wir auch der unermüdlichen Arbeit des Kinderschutzbundes zu verdanken“, so die Regierungschefin weiter.

„Rad & Risiko“ – Neues Schulkonzept startet

Landesverkehrswacht, Bildungsministerium und Provinzial starten neues Angebot zur schulischen Verkehrserziehung für 10- bis 14-Jährige.

Schwerin – Was sind tote Winkel? Wie viele gibt es bei einem Lkw und wie groß sind sie? Wo kann uns der Fahrer sehen, wenn wir mit dem Rad vor, neben oder hinter dem Lkw stehen, wo nicht?

Mit diesen Fragen, Beobachtungen und Erkenntnissen starten die Mädchen und Jungen der Klasse 5b der Schule „Schweriner Nordlichter“ in das neue Unterrichtsprojekt „Rad & Risiko“ der Landesverkehrswacht.

Das Angebot soll dazu beitragen, dass Kinder sich die besonderen Risiken vor Augen führen, die ihnen mit dem Fahrrad im Straßenverkehr täglich begegnen können. Die eigens dafür entwickelte landeseigene Unterrichtsmappe überreichten Tom Michael Scheidung, Staatssekretär im Bildungsministerium, Hans-Joachim Hacker, Präsident der Landesverkehrswacht und Jörg Reinholz, Agenturinhaber der Provinzial in Schwerin. In den nächsten Tagen werden alle Schulen mit Klasse 5 in Mecklenburg-Vorpommern kostenlos mit dem Medienset ausgestattet.

Finanziert wird die Aktion von der Verkehrssicherheitskommission des Landes und der Provinzial Nord Brandkasse. Bei der Entwicklung des Konzeptes waren Fachleute aus Schule und Polizei eingebunden.

Ein Radfahr-Unterrichtskonzept in der 5. Klasse, obwohl die Kinder Ende der 4. Klasse an der Radfahrausbildung teilgenommen haben? „Weil doppelt genäht besser hält“, erläutert Hans-Joachim Hacker zur Auftaktveranstaltung in Schwerin, „weil die Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren hauptsächlich mit dem Rad verunglücken und weil die langfristigen Unfallzahlen in dieser Altersgruppe ansteigen.“

„Verkehrserziehung ist eine grundlegende Aufgabe von Bildung und Erziehung in der Schule“, ergänzt Tom Michael Scheidung. „Ab Klasse 5 sind viele Kinder zunehmend auf dem Schulweg und in der Freizeit mit dem Fahrrad unterwegs. Mit Blick auf die beginnenden Sommerferien in sechs Wochen ist es gut, wenn die Mädchen und Jungen gut darauf vorbereitet sind, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen.“

In der Unterrichtsmappe „Rad & Risiko“ liegen eine Lehrerinformation, sieben Gruppen-Arbeitshefte und ein Ansichtsexemplar eines Elternheftes, das von der Lehrkraft ergänzend bestellt werden kann. Die Hauptverantwortung für die sichere Teilnahme ihrer Kinder am Straßenverkehr tragen aber immer noch die Eltern.

Herzstück des Projektes ist ein spannender Vorlesekrimi. Begleitet wird die Geschichte von einer PowerPoint-Präsentation mit fotografierten und illustrierten Motiven. Stress und Zeitdruck spielen eine gewisse Rolle –in der Geschichte, aber auch beim Wettbewerb in der Klasse bei fünf sehr kurzen Arbeitsgruppenphasen.

Neben dem methodischen Spaß dieses kurzweiligen Unterrichts für Kinder und Lehrkräfte geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler erfahren, in welchen Situationen sie besonders gefährdet sind, wenn sie mit dem Rad im Straßenverkehr unterwegs sind, dass sie erkennen, warum es für die Jungen wenig Grund gibt, auf ihre Fahrkompetenz stolz zu sein und dass sie verstehen, wie gefährlich das Hantieren mit dem Smartphone im Straßenverkehr ist.

„Genau hier setzen die Unterrichtsmappen an: Die Materialien ermöglichen den Lehrkräften aber auch den Eltern, die Kinder für Risiken zu sensibilisieren. Wir wissen, dass die Herausforderungen im Straßenverkehr zugenommen haben – das fordert uns alle heraus. Als Öffentlicher Versicherer möchten wir dazu beitragen, die Risiken für Radfahrende zu minimieren. Daher unterstützen wir dieses zusätzliche und wichtige Schulungs-Angebot der Landesverkehrswacht für alle Schulen in der Region sehr gern“, betont Jörg Reinholz. Die Provinzial Nord Brandkasse unterstützt die Schulaktion „Rad & Risiko“ als Hauptsponsor. Das Grundschulangebot zur Radfahrausbildung „Sattelfest“ begleitet sie seit über 20 Jahren.

Allein im Jahr 2021 verunglückten in Mecklenburg-Vorpommern 136 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren mit dem Rad im Straßenverkehr, davon deutlich mehr Jungen als Mädchen. „Menschen, die mit dem Auto, Lkw oder Motorrad unterwegs sind, sollten deswegen auf Rad fahrende Kinder besonders viel Rücksicht nehmen“, appelliert Hans-Joachim Hacker.

Die Jungen und Mädchen der 5. Klasse der Schule „Schweriner Nordlichter“ jedenfalls fahren zukünftig alle Antennen hoch, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind und ein Lkw vor ihnen steht oder fährt. Gut so!

Beitragsfreier Ferienhort

Oldenburg: Angebot ist Ferienspaß für die Kleinen und Entlastung für die Großen

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg sagte: „Jeder Tag, an dem Kinder kostenlos betreut, gefördert und gebildet werden, ist ein guter Tag für die Kinder und gleichzeitig auch eine Entlastung für die Familien in MV. Die Kinder haben in allen Ferien insgesamt einen Anspruch auf 40 Tage Betreuung. Das heißt, dass die Kinder trotzdem natürlich weiterhin die Möglichkeit haben, mit ihren Eltern in den Urlaub zu fahren. Auch die Erzieherinnen und Erzieher können selbstverständlich ihren Urlaub in Anspruch nehmen, weil es eben weiterhin Schließzeiten auch in den Sommerferien gibt.

Seit zwei Jahren ist den Trägern bekannt, dass der beitragsfreie Ferienhort nach Corona fortgesetzt werden soll. Es wäre fatal, wenn wir nach den zwei Jahren, in denen wir den Hort beitragsfrei gestellt haben, eine Lücke lassen würden. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Dieser wird erst 2026 umgesetzt.

In den vergangenen zwei Jahren haben mehr als 5.000 Kinder diesen beitragsfreien Ferienhort im Sommer in Anspruch genommen. Das führte den Erkenntnissen nach weder zu einem Personalmangel, noch zu einem nicht zu bewältigenden erhöhten Personalbedarf.“

Von diesem Sommer an sollen Kinder in Mecklenburg-Vorpommern den sogenannten Ferienhort komplett kostenlos nutzen können. Dazu hatte das Kabinett im April eine entsprechende Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes verabschiedet.

Anstieg bei Auszubildenden in der Pflege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese betont anlässlich des Tages der Pflege die hohe Bedeutung von guten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie einer tarifgebundenen Bezahlung, um den stetig steigenden Fachkräftebedarf im Pflegebereich in den kommenden Jahren decken zu können.

„Wir sind gerade bei der Pflegeausbildung in Mecklenburg-Vorpommern gut vorangekommen. In den vergangenen Jahren haben sich stetig mehr junge Menschen für eine Pflegeausbildung entschieden“, sagte Drese. Während im Schuljahr 2017/18 in MV rund 950 Auszubildende starteten, waren es in diesem Schuljahr 1.550. Das entspricht einem Anstieg von über 60 Prozent.

Einen Grund für den erfreulichen Zuwachs an Pflege-Azubis sieht die Ministerin in der Einführung der generalistischen Ausbildung. Drese: „Mit dem Start der generalistischen Pflegeausbildung haben wir einen wichtigen Schritt für eine attraktivere Ausbildung und mehr Fachkräfte in der Pflege gemacht. Ein wesentlicher Fortschritt ist, dass die Ausbildung mit der Einführung 2020 kostenfrei für die Auszubildenden ist.“

Die Ausbildung wird über einen Pflegeausbildungsfonds finanziert, der im Jahr 2022 ca. 105 Millionen Euro umfasst und vom Landesamt für Gesundheit und Soziales verwaltet wird. Alle etwa 1.200 Einrichtungen, die von der Pflege-Ausbildung partizipieren sowie das Land und die Pflegeversicherung zahlen darin ein.

Die tatsächlich ausbildenden Institutionen (Schulen und Träger der praktischen Ausbildung, z.B. Krankenhäuser sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen) erhalten daraus die vereinbarten Ausbildungsbudgets bezogen auf die Schüleranzahl erstattet. „Das bedeutet, je mehr zukünftige Fachkräfte ausgebildet werden, desto größer ist das Fonds-Volumen“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Insgesamt durchlaufen derzeit in Mecklenburg-Vorpommern knapp 3.000 Azubis (1. + 2. Ausbildungsjahr) die neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre – erste Abschlüsse werden 2023 erwartet. Insgesamt 29 Schulen bilden in Mecklenburg-Vorpommern aus, darunter sind neun öffentliche Schulen. Der praktische Teil findet bei etwa 400 Ausbildungs-Trägern statt.

Die generalistische Pflegeausbildung geht auf das Pflegeberufegesetz zurück, das im Jahr 2020 in Kraft getreten ist. Es beinhaltet, dass alle Auszubildende in der Pflege in den ersten zwei Jahren die gleiche generalistische Ausbildung durchlaufen. Für das dritte Jahr können sie diese entweder fortsetzen und den Abschluss „Pflegefachmann bzw. frau“ erwerben oder sich im Bereich der Pflege alter Menschen oder von Kindern und Jugendlichen spezialisieren.

Gingster Turner glänzen in Berlin

MV-Landessieger landen im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ auf Platz 6

Insel Rügen – Die extra Übungseinheiten im Trainingslager der Gingster Turner haben sich gelohnt. Bei dem Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ erkämpften sich fünf Gingster Schüler mit ihrer Trainerin Birgit Eicke einen 6. Platz. Die Sportlehrerin und zugleich Wettkampfleiterin in der Schöneberger Turnhalle strahlt zufrieden. „Das erste Mal überhaupt nahm eine Jungenmannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern am Bundesfinale teil“, sagt sie nach dem spannenden Wettbewerb, „und dann erreichen wir auf Anhieb eine solche Platzierung.“

Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat

Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat

Insgesamt waren 278 Mannschaften aus allen Bundesländern angereist, um nach einer fast dreijährigen Pause wieder live und in Farbe im begehrten Bundesfinale die sportlichen Sieger in ganz unterschiedlichen olympischen und paralympischen Disziplinen zu ermitteln. Die Insulaner gehörten zu den gut 2.300 Sportlern, die in die Hauptstadt eingeladen wurden. Sie hatten sich bei dem MV-Landeswettbewerb als Turnsieger dafür qualifiziert, genügend Motivation im Vorfeld gesammelt und viel Power im Gepäck, um nach Gold zu greifen.

Fion Raben, Alexander Schulze, Felix Schwarzer, Jennifer Lewandowski und Leonie Heidenreich wuchsen an dem Entscheidungstag über sich hinaus, erinnert sich Sportlehrerkollege Marc Burmeister. „Die Stärke der Mannschaft lag vor allem bei den Sonderprüfungen“, erklärt er und hat dabei zwei Beispiele im Kopf. Beim Staffellauf liefen sie als viertschnellstes Team aller teilnehmenden Schulen ins Ziel. Und Felix Schwarzer glänzte beim Standweitsprung. Nach drei fließenden, hintereinander ausgeführten Sprüngen schaffte er einen Satz von sieben Metern und war damit der beste Springer in dieser Wettkampfklasse.

„Das Mitfiebern hat sich für uns gelohnt“, meint André Farin, der Vorsitzende des Gingster Schul- und Sportvereins. Zusammen mit der Sparkasse Vorpommern, der Apotheke Gingst, dem C+C Großhandel und der Familie Lewandowski hat der Förderverein das Sportprojekt unterstützt. „Wir sind auf die Fortsetzung gespannt“, sagt er und schmiedet mit seinen Vereinsmitgliedern die nächsten Pläne für die talentierten Turner der Gingster Schule.