Spracherwerb Voraussetzung für Integration

Bildungsministerin weist die Kritik des Flüchtlingsrates MV zurück

Schwerin – Im Gegensatz zu den Behauptungen des Flüchtlingsrates werden auch künftig alle Kinder und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache integrativ beschult.

„An unseren Schulen gibt es für eine gelingende Integration verschiedene Wege – u. a. können Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine einerseits an den Standortschulen in Klassen mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und am gemeinsamen Unterricht teilnehmen; andererseits erhalten ukrainische Kinder und Jugendliche an allgemeinbildenden Schulen mit besonderer DaZ-Förderung in Wohnortnähe gemeinsam in Vorklassen eine intensive Vermittlung der deutschen Sprache. Zusätzlich gibt es Unterrichtsangebote entsprechend den schulorganisatorischen Möglichkeiten auch im gemeinsamen Unterricht“, betont Bildungsministerin Oldenburg.

„Im Vordergrund steht dabei immer eine intensive Sprachförderung der Kinder und Jugendlichen. Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel zur Integration, denn erst mit dem Spracherwerb kann das gemeinsame Miteinander gelingen.

Die Bildungskonzeption Mecklenburg-Vorpommerns – erstellt durch Lehrkräfte und Schulräte aus dem Bereich der Migration – ist eine solide Basis zum Erlernen der deutschen Sprache“, erklärt die Ministerin.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern, die die Kinder und Jugendlichen ausschließlich, auf Grund schulorganisatorischer Notwendigkeiten oder Erfordernisse, in separaten Klassen beschulen, setzt Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin auf das gemeinsame Lernen und gemeinsame Unternehmungen, z. B. Projekt- und Wandertage.

„In dem Moment, in dem unsere neuen Schülerinnen und Schüler die Schule betreten, verbringen sie gemeinsam mit den anderen Kindern und Jugendlichen ihren Schulalltag.

Bevor der Flüchtlingsrat eine vermeintliche Ausgrenzung und eine Abkehr von der Integration kritisiert, sollte er die Realität von Schulorganisation und Unterrichtsalltag anerkennen“, so Oldenburg.

Umsetzung der Bildungskonzeption

Oldenburg: wichtiger Schritt auf dem Weg zu gleichen Bildungschancen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat die wesentlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, um auch in diesem Schuljahr jedes geflüchtete Kind und jeden geflüchteten Jugendlichen zu unterrichten. Derzeit besuchen etwa 4.500 ukrainische Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Schule in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die wichtigsten Grundlagen für eine Teilhabe an der Gesellschaft werden durch Sprache und Bildung gelegt. Und daher müssen wir allen Mädchen und Jungen – unabhängig von ihrer Herkunft – die besten Bildungschancen geben. Unsere Bildungskonzeption, die nun erfolgreich im Schulalltag umgesetzt wird, ist eine gute Basis, um die deutsche Sprache zu erlernen und in Mecklenburg-Vorpommern anzukommen“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Alle neu angemeldeten Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache werden seit Beginn des Schuljahres in Vorklassen an Standortschulen unterrichtet. Derzeit besuchen 970 Schülerinnen und Schüler 78 Vorklassen in 60 Schulen. (Stand: 19.09.2022)

In den Vorklassen gibt es landesweit noch insgesamt zirka 830 Reserveplätze für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache.

In den jahrgangsübergreifenden Vorklassen werden sie auf den weiteren Schulbesuch in Deutschland vorbereitet. Mindestens 20 Stunden Unterricht haben die Kinder und Jugendlichen in der Woche, davon 10 Stunden Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Die noch verbleibenden Stunden können die Schulen auf Grundlage schulorganisatorischer Möglichkeiten individuell ausgestalten.

Ergänzend zum Unterricht in den neu gebildeten Vorklassen, gibt es weitere neue Angebote der allgemein bildenden Digitalen Landesschule (aDiLaS). Täglich werden über einen Live-Stream, der von zwei Lehrkräften geleitet wird, Lernangebote für insgesamt vier Stunden eingestellt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten digital Zugriff auf vielfältige Übungsmaterialien. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erwerb der deutschen Sprache.

An den beruflichen Schulen werden Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache regulär im Berufsvorbereitungsjahr für Aussiedler (BVJA) unterrichtet. Insgesamt besuchen 588 Jugendliche die Klassen, von ihnen kommen 297 aus der Ukraine. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es neun BVJA-Standortschulen mit insgesamt 29 Klassen.

Neuer Studiengang

Ab Oktober Studiengang mit Spezialisierung Kriminalpolizei an der FH Güstrow

Güstrow – Innenminister Christian Pegel hat der Fachhochschule Güstrow zur Akkreditierung des neuen Studiengangs für die Ausbildung der Polizei des so genannten gehobenen Dienstes gratuliert.

„Damit können ab Oktober 2022 künftige Polizistinnen und Polizisten in der Mitte ihres Studiums entscheiden, ob sie sich stärker für den Dienst in der Uniform, also für die Schutzpolizei, oder in der Kriminalpolizei spezialisieren möchten“, erläutert Pegel das erweiterte Konzept. Bislang seien alle Polizeistudierenden gemeinsam – mit einem stärkeren Blick für die Schutzpolizei – ausgebildet worden.

„Wir wissen aber, dass es am Polizeidienst Interessierte gibt, die bewusst zur Kriminalpolizei wollen und denen wir dies bislang nur auf einem Umweg in Aussicht stellen konnten“, so Pegel. Man brauche aber jede mögliche Bewerbung, um das Ziel des Koalitionsvertrags von knapp 6.200 Polizeikräften bis 2026 zu erreichen.

„Deshalb freue ich mich, dass wir jetzt auch den vorrangig am Dienst in der Kriminalpolizei Interessierten ein direkt darauf zusteuerndes Studienangebot machen und damit unseren potenziellen Bewerberkreis vergrößern können“, zeigte sich Pegel optimistisch, auf diesem Weg mehr Bewerbungen für das Polizeistudium zu erreichen. Die Einrichtung des Y-Studiengangs mit Schwerpunkt Kriminalpolizei sei auch erklärtes Ziel der Landesregierung und spiegelt sich bereits im Koalitionsvertrag (S. 71, Ziff 472) wider.

Der Akkreditierungsrat hat den neuen Studienschwerpunkt „Kriminalpolizei“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow kürzlich genehmigt. Einer solchen Akkreditierung bedürfen Studiengänge aller Hochschulen in Deutschland.

Der neu gestaltete Studiengang startet mit Studienbeginn im Oktober 2022. Ab dem dritten Semester im Oktober 2023 können sich Polizeianwärterinnen und –wärter für die Spezialisierung entscheiden.

„Wir wollen als Arbeitgeber Landespolizei M-V zum einen unser Angebotsportfolio noch attraktiver gestalten. Außerdem tragen wir den aktuellen Anforderungen an eine moderne Kriminalitätsbekämpfung Rechnung. Hier bietet der neue Y-Studiengang ein spannendes, interessantes Studium mit kriminalistischen, kriminologischen, sozialwissenschaftlichen, psychologischen Themen und natürlich Praktika in der Kriminalpolizei“, sagt Innenminister Christian Pegel und fügt hinzu:

„Wir werden damit unsere in der Kriminalpolizei bereits tätigen Kolleginnen und Kollegen auch noch einmal stärken und unterstützen können. Die künftigen Polizistinnen und Polizisten werden schon während des Studiums direkt auf eine Zukunft bei der Kripo vorbereitet und können dort nach dem Abschluss ihrer Ausbildung beginnen. Die Kriminalpolizei erhält somit gut ausgebildete und junge Kollegen direkt von der Fachhochschule. Wir versprechen uns davon auch, dass die Kripo dadurch schrittweise verjüngt wird.“

Weiter beschreibt der Minister die Grundzüge der neuen Studienmöglichkeit: „Während der ersten beiden Semester lernen die künftigen Polizeibeamten neben dem theoretischen Studium die Schutz- und Kriminalpolizei in der Praxis kennen, so dass sie gegen Ende des zweiten Semesters im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten für die eine oder andere Studienrichtung – Schutz- oder Kriminalpolizei – entscheiden können.“

Wichtig ist dem Minister auch: „Mit der Einführung des Studiengangzweigs mit dem Schwerpunkt Kripo erfolgt ausdrücklich keine strikte Trennung in zwei eigenständige Studiengänge. Absolventen können in der Schutz- wie in der Kriminalpolizei eingesetzt werden, auch wenn sie den jeweils anderen Schwerpunkt gewählt hatten. Damit bleibt vor allem auch ein späterer Wechsel des Laufbahnzweigs möglich.“

Für das am 01.10.2023 beginnende Studium in der Landespolizei werden Bewerbungen bis zum 31.12.2022 entgegengenommen.

Bio-Brotboxen übergeben

Neubrandenburg – Vor dem Neubrandenburger Biomarkt übergab Landwirtschaftsminister Backhaus heute die an den Schulen beliebten Bio-Brotboxen stellvertretend an eine Schulklasse mit 21 Erstklässler der Evangelischen Schule St. Marien. Insgesamt 6.200 Schülerinnen und Schüler an 110 Schulen erhalten in diesem Jahr eine Bio-Brotbox, die von lokalen Bio-Unternehmen für die Kinder gepackt wird.

Gemeinsam mit Herrn Michael Kruse (Geschäftsführer Biomarkt Neubrandenburg), Herrn Dr. Graf Heinrich v. Bassewitz (Gut Dalwitz und Vorstand ländlichfein e.V.), Herrn Silvio Witt (Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg) und Herrn Timo Tottmann, (Geschäftsführer Terra Naturkost Handels KG) wurden die ersten 21 Dosen vom Minister an die Neubrandenburger Schulkinder ausgeteilt:

„Eine Voraussetzung, um „fit für die Schule“ zu sein, ist es, mit einem guten, ausgewogenen Frühstück in den Tag zu starten. Eine gesunde Ernährung ist insbesondere für Kinder und Heranwachsende wichtig, denn sie gibt die notwendige Energie für aufmerksames Lernen. Die Bio-Brotboxen und die Zutaten für das Frühstück, Milch, Butter, Brötchen, Fruchtaufstrich, Möhren und Äpfel werden von Bio-Betrieben und weiteren Unternehmen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Es freut mich besonders, dass die Öffentlickeitsveranstltung zur diesjährigen Bio-Brotboxen-Aktion in diesem Jahr in Neubrandenburg im Bio-Laden von Herrn Kruse stattfindet, der die Aktion seit Jahren mit hohem Engagement begleitet.“, so der Minister.

Die Boxen selbst bestehen des Weiteren erstmalig zu 75% aus Zuckerrohrpflanzen. Die bei der Verarbeitung des Zuckerrohres anfallenden Fasern, genannt Bagasse, ersetzen so drei Viertel der sonst benötigten Menge an fossilen Rohstoffen.

Der Minister betonte bei der Übergabe, dass die Verteilung der Brotboxen auch trotz der Coronapandemie und der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund des Krieges in der Ukraine stattfinde.

„Auch in einer angespannten weltpolitischen Lage verzichten wir nicht darauf, den Kindern im Land eine gesunde und nachhaltige Ernährung näherzubringen. Die Bio-Brotbox kann für manche ein kleiner Anstoß sein, sich auch stärker mit den eigenen Nahrungsmitteln zu identifizieren und einen bewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu entwickeln“, so Backhaus.

Um Ressourcen zu schonen, findet sich in den Boxen Produkte auch ein Müslirigel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nach Qualitätsprüfung noch einmal verlängert wurde. So werden wertvolle Produkte nicht   vernichtet, sondern weiterhin als Nahrungsmittel genutzt.

Das Landwirtschaftsministerium fördert die Aktion finanziell mit 2.000€ und hilft den Initiator*innen sowohl organisatorisch als auch praktisch z.B. beim Packen der Zutaten für das Frühstück sowie der Bio-Brotboxen.

30 Jahre Abendgymnasien in M-V

Oldenburg: nie zu alt für neue Träume – auf dem zweiten Weg zum Abitur

Schwerin – Ende September feiern die vier Abendgymnasien in Mecklenburg-Vorpommern ihr 30-jähriges Bestehen: Sie wurden 1992 gegründet, damit Erwachsene auf dem zweiten Bildungsweg ihre Schulabschlüsse nachholen können, die sie für neue Ziele im Berufsleben benötigen. Am Abendgymnasium können Berufstätige in einem Zeitraum von drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder in zwei Jahren den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben.

„Abendgymnasien als Schulen für Erwachsene, die auf dem zweiten Bildungsweg kostenlos und nebenberuflich Schulabschlüsse nachholen können, sind ein integraler Bestandteil der Bildungslandschaft Mecklenburg-Vorpommerns und verändern Lebensläufe. Sie sorgen für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ich gratuliere unseren vier Einrichtungen, die seit 30 Jahren Menschen neue Chancen und Perspektiven im beruflichen und persönlichen Werdegang geben und mit ihrer pädagogischen Arbeit genau dort ansetzen, wo die Bedarfe sind. Denn man ist nie zu alt, um Träume zu verwirklichen.“

Abendgymnasien bieten die Möglichkeit, Bildung zu erweitern und berufliche Chancen zu verbessern. Das bedeutet für die Studierenden:

  • einen Zuwachs an Wissen in vielen Fachbereichen
  • den Erwerb von Zugangsvoraussetzungen zu Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
  • eine Vielzahl an Erfahrungen und Begegnungen und
  • die Möglichkeit zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Weitere Förderung von Sprach-Kitas gefordert

Berlin – Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, das Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ auch über das Jahr 2022 hinaus fortzuführen und als dauerhaftes Bundesprogramm zu verstetigen. Auf Anregung des Saarlandes und Mecklenburg-Vorpommerns fasst er am 16. September 2022 einstimmig eine entsprechende Entschließung und leitete sie der Bundesregierung zu.

Seit 2016 unterstützt das Bundesprogramm teilnehmende Einrichtungen durch zusätzliches Fachpersonal bei der Gestaltung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung als Bestandteil der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Dabei verbindet es das Thema Sprache mit den Handlungsfeldern der Zusammenarbeit mit Familien, der inklusiven Pädagogik sowie seit 2021 auch der Digitalisierung.

Mit der Förderung sollen vorwiegend Kindertageseinrichtungen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf unterstützt werden. Dies umfasst insbesondere Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien, die einer besonderen Unterstützung im Spracherwerb bedürfen, oder Familien mit Migrationsgeschichte

Im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ wurde das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit insgesamt 100 Millionen Euro aufgestockt und verlängert.

Die Ansätze des Programms hätten sich bewährt, betont der Bundesrat: In rund 6.900 Kitas seien durch fast 7.500 zusätzliche Fachkräfte mehr als eine halbe Million Kinder erreicht worden. Damit sei etwa jede achte Kita in Deutschland eine Sprach-Kita.

Im Koalitionsvertrag für die Jahre 2021-2025 zwischen den Parteien der Ampel-Koalition im Bund sei angekündigt worden, das Programm weiterentwickeln und verstetigen zu wollen. Eine solche Verstetigung würde das Unterstützungsangebot im frühpädagogischen Schlüsselbereich der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung aufrechterhalten, argumentieren die 16 Bundesländer. Sie würde auch den Sprachförderkräften und den Fachberatungen eine berufliche Perspektive über 2022 geben.

Der Stellenwert, den die frühkindliche sprachliche Bildung in Kindertagesstätten für die Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf habe, sei immens. Das Bundesprogramm sei in der Fachpraxis sehr gut angenommen, nachgefragt und als fachliche Bereicherung wahrgenommen worden. Die geförderten Kindertageseinrichtungen trügen wesentlich dazu bei, die Weichen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie von Anfang an zu stellen.

Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, wann sie sich mit der Länderforderung befasst. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.

Gezielte berufliche Orientierung

Oldenburg: Jugendliche müssen früh mit der Arbeitswelt in Berührung kommen

Parchim – Wie gelingt es, Jugendliche besser auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten? Wie kann ihre Orientierung bei der Berufswahl verbessert werden? Mit Fragen wie diesen haben sich die Teilnehmenden einer Fachtagung in Parchim beschäftigt.

Organisiert wurde die Veranstaltung „Berufliche Orientierung besser vernetzen – Nutzung aller Potentiale – Landkreis in Bewegung“ vom Bildungsministerium und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Die Lehrkräfte diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten von Netzwerken der Aus- und Weiterbildungen, Berufsberatungen sowie regionalen Firmen, wie Jugendliche auf der Suche nach einem Beruf noch besser unterstützt werden können. Wichtiges Thema war dabei auch, wie Schulabsolventinnen und –absolventen an die Region gebunden werden können.

„Angesichts massiv zurückgehender Bewerberzahlen auf dem Ausbildungsmarkt seit 2020 will Mecklenburg-Vorpommern die Berufliche Orientierung stärken. Dieses Thema soll an den Schulen des Landes noch mehr Vorrang haben. Dafür werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 fächerübergreifend geschult, sich mit der eigenen Lebens- und Berufswegeplanung auseinanderzusetzen“, kündigt Bildungsministerin Oldenburg an.

Im Rahmen der „Initiative Bildungsketten“ fördert der Bund das Projekt „Mission ICH“ in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses hat die Universität Rostock gemeinsam mit 12 Schulen entwickelt. Dabei begleiten Lehrkräfte die Jugendlichen auf ihrem Weg, eigene Interessen, Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen. Sie entwickeln und stärken die Sicherheit der Jugendlichen bei ihrer ganz individuellen Berufs- oder Studienwahl.

Im vergangenen Schuljahr wurden an 49 Schulen im Land zentrale Ansprechpartner ausgebildet. Im neuen Schuljahr sollen 30 weitere Schulen dazu befähigt werden. Die Ausbildung erfolgt über mehrere Fortbildungsmodule.

„Vor allem die Praxiserfahrung spielt dabei eine wichtige Rolle: das 25-tägige Schülerbetriebspraktikum, Praxislerntage und Schülerfirmenprojekte sowie der Wettbewerb „Jugend gründet“ lassen die Jugendlichen früh mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Ganz wesentlich tragen dazu die Projekte im Ganztagsbereich wie die „Handwerkerschule“ der Handwerkskammer Schwerin oder die IHK-Ausbildungsbotschafter bei“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

20. Projektwett­bewerbes „Schüler staunen…“

Rostock – Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umweltschutz Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock verantwortet auch in diesem Jahr den Schüler-Projektwettbewerb „Schüler staunen…“. Schirmherr ist der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus. Der Minister betont zum Auftakt des Wettbewerbes 2022/2024, wie wichtig es sei, unseren Kindern und Enkeln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen zu vermitteln. Was mindestens genauso wichtig sei, ist, ihnen zu zeigen, wie sie sich aktiv in den Umweltschutz einbringen können. Genau dort setze auch der Schülerprojektwettbewerb an.

„Dieser Projektwettbewerb vereint in hervorragender Weise interessierte Schüler und Lehrer mit fachlichen Ausschreibungspartnern aus den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Vereinen mit der Zielrichtung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit regionalen Praxispartnern zu verbinden“, sagt der Minister zum Ausschreibungsstart und ergänzt:

„Die zielgerichtete Bildung für nachhaltige Entwicklung ist für die zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft in MV von zentraler Bedeutung. Gerade in der heutigen Zeit sind die Fragen des Klimaschutzes für die Bereiche Natur, Landwirtschaft, Wasser und Boden, Küstenschutz sowie Immissionsschutz von prägnanter Bedeutung. Dazu bedarf es engagierter gut ausgebildeter Fachkräfte in unserem Bundesland. Darum möchte ich mich zugleich bei allen fachlichen Partnern des StALU MM bedanken, die diesen Wettbewerb über Jahre bereits unterstützen.

Als langjährige Wettbewerbspartner sind wieder mit von der Partie:

  • die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG)
  • die Stadtwerke Rostock AG
  • die Verkehrsverbund Warnow GmbH
  • die Verbraucherzentrale M-V e.V., Fachbereich Lebensmittel und Ernährung
  • die Warnowquerung GmbH & Co. KG sowie
  • der Wildpark-MV in Güstrow
  • die EUCC Die Küsten Union Deutschland e.V.
  • die rebus Regionalbus Rostock GmbH
  • der Fachverband Garten-, Landschafts-, und Sportplatzbau MV e.V. (seit dem 17. SPW)
  • die Nordwasser GmbH (Hinweis: in den Vorjahren war Eurawasser vertreten),
  • die Veolia Umweltservice Nord GmbH sowie
  • der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) MV.

Neu mit dabei sind:

Bundesamt Seeschiffart und Hydrographie.

Ich bedanke mich bei Ihnen allen für die tatkräftige Unterstützung dieses Wettbewerbs.

Ich bin überzeugt, mit diesen Partnern stehen dem StALU und natürlich den Schülerinnen und Schülern engagierte fachliche Ansprechpartner für die Umsetzung ihrer Projektideen zur Verfügung.

Auch in diesem Wettbewerb gibt es wieder sechs verschiedene Themenbereiche.

  1. Lebensraum Natur
  2. Zukunftsfähig mobil
  3. Unsere Ostseeküste
  4. Lebenselixier Wasser & gesunde Ernährung
  5. Energie, Rohstoffe & Abfälle
  6. Nachhaltige (Land-)Wirtschaft & Digitalisierung

Dieser Wettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 – 12 aller Schularten aus der Hansestadt und dem Landkreis Rostock. Es sind dabei vor allem regionale praxisbezogene Projektideen zu den Ausschreibungsthemen gefragt.

Ziel des Wettbewerbs ist es auch diesmal wieder, dass sich die Schülerinnen und Schüler aktiv in die nachhaltige Gestaltung ihres Lebens-/Schulumfeldes einbringen. Dazu sollen sie in dem Wettbewerb mit Unterstützung der regionalen Einrichtungen eigene Ideen und Aktivitäten entwickeln“, so Backhaus abschließend.

Neues Angebot: „Nachhilfe-Tandems“

Oldenburg: wertvolle „Win-Win-Situation“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern bietet im neuen Schuljahr zusätzliche Hilfe und Lernbegleitung an den Schulen an. Neben der bereits bestehenden Unterstützung durch externe Vertretungskräfte werden künftig Lernangebote durch Schülerinnen und Schüler unterbreitet.

Das Tutorenprogramm „Schülernachhilfe“ ist eine Maßnahme des Aktionsprogramms „Stark machen und Anschluss sichern“. Es startet in dieser Woche und läuft bis zum Ende des Schuljahres 2022/23.

Dabei sollen „Nachhilfe-Tandems“ Lerninhalte des laufenden Schuljahres begleiten und vertiefen sowie Lernschwierigkeiten, die durch die Pandemie entstanden sind, aufarbeiten.

Für die verantwortungsvolle Aufgabe sollen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gewonnen werden, die mindestens eine 9. Klasse besuchen.

„Dieses Angebot ist eine sehr wertvolle ‚Win-Win-Situation‘ für beide Seiten: sowohl für die Schülerinnen und Schüler, die eine längerfristige Lernbegleitung benötigen, als auch für die Tutorinnen und Tutoren, die ihnen Nachhilfe geben – ohne natürlich ihre eigenen Schulpflichten zu vernachlässigen.

Mit diesem zusätzlichen Angebot wird nicht nur der Unterrichtsstoff im regulären Lern- und Schulbetrieb gefestigt und vertieft, sondern auch das soziale Miteinander in der Schule gestärkt“, erläutert Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Tutorinnen und Tutoren werden für ihren Einsatz honoriert: Sie erhalten für ihre Leistung eine Aufwandsentschädigung in Form einer steuerfreien Ehrenamtspauschale von bis zu 72 Euro monatlich.

Berufsmesse in Greifswald

Schulte: Duales Ausbildungssystem ist Grundpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges

Greifswald – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat am Freitag in Greifswald die Berufsmesse „KARRIERE KOMPAKT“ eröffnet.

„Das duale Ausbildungssystem ist ein Grundpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges. Das wollen wir weiter stärken. Es ist aber auch wichtig, dass die Unternehmen weiterhin ihrer Verantwortung gerecht werden und geeignete Maßnahmen ergreifen, um Auszubildende zu gewinnen und so ihren Fachkräftebedarf künftig zu decken. Die große Vielfalt an Ausbildungswegen macht es Schülerinnen und Schülern jedoch nicht leicht, sich für einen Beruf zu entscheiden. Veranstaltungen wie die Berufsmesse KARRIERE KOMPAKT sind ein guter Wegweiser für junge Menschen, eine Orientierung zu finden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Das Land unterstützt die Berufsausbildung mit unterschiedlichen Maßnahmen, beispielsweise dem Azubi-Ticket. Seit dem 01. Februar 2021 können alle, die in Mecklenburg-Vorpommern eine qualifizierte Berufsausbildung, den Vorbereitungsdienst für eine Beamtenlaufbahn der Laufbahngruppe I oder einen Freiwilligendienst absolvieren, ein 365-Euro-Jahresticket für den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, das landesweit an allen Tagen im Jahr gültig ist. Zudem gibt es Fahrtkostenzuschüsse bei auswärtiger Unterkunft, wenn wegen langer Anfahrtswege zur Berufsschule Fahrt- und Übernachtungskosten entstehen.

Berufsschülerinnen und Berufsschüler können einen finanziellen Zuschuss zu den Fahrt- und Übernachtungskosten erhalten, wenn ihre Ausbildungsvergütung nicht über 750 Euro brutto liegt und sie eine Landesfachklasse, überregionale Fachklasse oder eine länderübergreifende Fachklasse besuchen. Weiterhin wird die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Handwerk zur Stärkung der Ausbildungsqualität im dualen System der beruflichen Bildung gefördert.

„Speziell im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Handwerk gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch freie Ausbildungsplätze. Der Bedarf an Fachkräften ist groß, die Besetzung von Stellen inzwischen oft ein Problem. Umso wichtiger ist es, für die Vielfalt der Branchen intensiv zu werben, eine moderne Ausbildung und attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten“, sagte Schulte.

Auf der Messe präsentierten sich 40 Aussteller (Institutionen und Unternehmen) und informierten über aktuelle Stellenangebote, Ausbildungsmöglichkeiten und duale Studiengänge. Die Unternehmen kommen dabei aus verschiedensten Branchen wie beispielsweise dem verarbeitenden Gewerbe und der Industrie (unter anderem Liebherr, Peene-Werft), dem Handel, Verkehr und Gastgewerbe (unter anderem REWE, Seetel Hotel), der öffentlichen Verwaltung, dem Gesundheits- und Sozialwesen (unter anderem Universitätsmedizin Greifswald), dem Baugewerbe (unter anderem HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH), zudem waren Bildungsdienstleister vor Ort (unter anderem Deutsche Angestellten Akademie, TÜV Nord).

Ausmalhefte für Kinder

Schwerin – Als Vorgeschmack auf die neue Kinderbroschüre „Pino und Ecki“ rund um das Thema Wald gibt das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV jetzt Ausmalbroschüren für Kinder heraus. Darin entdeckt der zehnjährige Pino mit seinen Freunden die Natur in MV. Jedes Heft hat einen besonderen Schwerpunkt: Wald, Wasser, Boden.

Viele kennen Pino aus den beliebten Broschüren des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV: In „Pino und Krümel“ erkunden der Viertklässler und Bodenkrume Krümel den Boden in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Wassertropfen Aqua entdeckt er in „Pino und Aqua“ das Wasser. Derzeit ist die neue Broschüre in Planung. Sie soll im Herbst erscheinen. Hierbei lernen Pino gemeinsam mit Buchecker Ecki und Eichhörnchen Edda den Wald in all seinen Facetten kennen.

„Über die neuen Ausmalhefte freue ich mich ganz besonders. Denn Ausmalen ist so viel mehr als ein Mittel gegen Langeweile. Es fördert die motorischen Fähigkeiten, beflügelt die Vorstellungskraft und stärkt das Selbstbewusstsein. Durch die Schwerpunkte Wasser, Wald, Boden werden Kinder spielerisch für Umweltfragen sensibilisiert. Eine Verbundenheit mit der Natur ist Voraussetzung dafür, die Erde zu schützen und als Erwachsener nachhaltig zu leben“, sagt Minister Dr. Till Backhaus.

Justizfachangestellte erhalten ihre Zeugnisse

Der Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Friedrich Straetmanns: „Die Justiz ist ein attraktiver Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern.“

Rostock – „Wie schon der Jahrgang aus 2021 endet auch heute ein Jahrgang, der eine sehr große Herausforderung gemeistert hat. Herzlichen Glückwunsch allen 32 jungen Justizfachangestellten. Während der Corona-Pandemie haben Sie gute Leistungen vollbracht. Ein Großteil der Ausbildung wurde in einer Pandemie-Situation absolviert. Die Theorie wurde teilweise digital vermittelt. Die Ergebnisse können sich jedoch sehen lassen: Mehr als ein Fünftel der Absolventen schlossen die Ausbildung mit der Note ‚gut‘ ab“, sagt Justizstaatssekretär Straetmanns zur Zeugnisübergabe am Oberlandesgericht Rostock.

„Voraussichtlich mindestens 20 der 32 Frauen und Männer werden nun unsere Gerichte und Staatsanwaltschaften unterstützen. Einige werden das Angebot wahrnehmen, in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen zu werden. Die attraktive Möglichkeit, die Laufbahn im Beamtenverhältnis als Justizsekretärin bzw. Justizsekretär zu beginnen, ist damit gegeben. Mit der persönlichen Sicherheit im Beamtenverhältnis und dem Ehrgeiz zur Weiterqualifizierung könnte der berufliche Weg später zum Beispiel auch als Gerichtsvollzieherin oder Gerichtsvollzieher weitergehen. Damit ergeben sich für die frisch ausgebildeten Justizbeschäftigten beste Perspektiven“, so der Staatssekretär.

Dieses Jahr haben 26 Justizfachangestellte ihre Ausbildung begonnen. Damit sind derzeit insgesamt 77 Frauen und Männer in ihrer Ausbildung zu Justizfachangestellten. Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz setzt seine Bemühungen in der Nachwuchsgewinnung fort.

Referendariate an Schulen ausgeschrieben

Oldenburg: Nach Abschluss des Referendariats ist ein nahtloser Berufseinstieg möglich

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. Februar 2023 weitere Referendarinnen und Referendare für ein Lehramt ein. Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen können sich bis Montag, 26. September 2022, bewerben. Die freien Stellen sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben.

An den öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen stehen neben den landesweiten Stellen 237 schulbezogene Stellen zur Verfügung. Darunter sind 33 für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen, 101 Plätze für das Lehramt an Regionalen Schulen, 65 für das Lehramt an Gymnasien, 15 für Lehramt für Sonderpädagogik und 23 für das Lehramt an beruflichen Schulen vorgesehen.

„Alle Bewerberinnen und Bewerber, die die Voraussetzungen erfüllen, erhalten selbstverständlich auch ein Referendariat,“ sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ich freue mich über jede Lehramtsabsolventin und jeden Lehramtsabsolventen, die unsere Schulen für ihre Ausbildung wählen. Dort werden sie von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren praxisnah unterstützt.“ Die künftigen Lehrkräfte hätten beste Aussichten: „An unseren Schulen ist durch die Übernahmegarantie nach Abschluss des Referendariats ein nahtloser Berufseinstieg möglich“, betonte die Bildungsministerin. Das Referendariat dauert 18 Monate.

Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Zeugnisse über die Erste Staatsprüfung bis zum 26. September 2022 noch nicht erhalten haben, werden dennoch berücksichtigt, wenn sie ihre Zeugnisse bis zum 19. Januar 2023 einreichen. Diese Nachreichfrist gilt für alle Lehrämter.

Nach Abschluss des Lehramtsstudiums müssen Absolventinnen und Absolventen nicht lange auf den nächsten Bewerbungsdurchgang warten, denn stellt Mecklenburg-Vorpommern viermal im Jahr Referendarinnen und Referendare an den Schulen ein. Für die nächsten Einstellungstermine gelten folgende Bewerbungsfristen:

1. Februar 2023:                               05.09.2022 – 26.09.2022

1. April 2023:                                     14.11.2022 – 05.12.2022

1. August 2023:                                 06.03.2023 – 27.03.2023

1. Oktober 2023:                              15.05.2023 – 05.06.2023

Mehr Informationen und Onlinebewerbung unter www.Lehrer-in-MV.de/referendariat

Waldsportspiele eröffnet

Neustrelitz – Im Forstamt Neustrelitz sind heute die vierten WaldSportSpiele M-V gestartet. Eröffnet wurden sie zum ersten Mal von Mecklenburg-Vorpommers Umweltstaatssekretärin Elisabeth Aßmann.

„Die Waldsportspiele verbinden den Kontakt mit der Natur mit Umweltbildung, Spaß und Sport und sie zeigen den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, dass es sich sehr lohnt, gut mit unseren Naturschätzen umzugehen. Eine enge Verbundenheit mit der Natur ist Voraussetzung dafür, die Erde zu schützen und als Erwachsener nachhaltig zu leben. Bei den Waldsportspielen lernen die Kinder genau das“, sagte die Staatssekretärin vor Ort.

An den sechs Stationen, die das Forstamt Neustrelitz vorbereitet hat, lernen die Kinder spielerisch mehr über die Bedeutung und die vielfältigen Leistungen des Waldes. Die teilnehmenden SchülerInnen des Carolinum messen sich heute in Disziplinen wie Baumbestimmung, verschiedenen Geschicklichkeitsspielen oder Holzstapeln. „Die Themen des Waldes wurden durch UmweltpädagogInnen kindgerecht aufbereitet, sodass die kleinen WaldsportlerInnen ihre Umgebung spielerisch und mit allen Sinnen näher kennenlernen. Die Natur selbst bietet dabei das beste Spielmaterial.“, so Aßmann.

Ausgerichtet werden die Waldsportspiele gemeinsam durch den Landessportbund M-V e.V. (LSB) und die Landesforstanstalt M-V. Im April 2018 wurde dazu die Kooperationsvereinbarung „Wald bewegt – Sport verbindet“ abgeschlossen. Noch im selben Jahr fand in Grabow die Auftaktveranstaltung statt.

In M-V sind 24 Prozent der Landesfläche von Wald bedeckt, dazu gehören neben Kiefernwäldern auch Edellaubholzwälder oder Buchenwälder mit Unesco-Weltnaturerbe-Status in den Nationalparks Jasmund und Müritz.

Bestenehrung für IHK-Absolventen

Schwerin – Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse hat am Montag in Schwerin Zeugnisse an die besten Absolventen der IHK-Sommerprüfungen 2022 überreicht. Insgesamt hatten sich fast 900 Auszubildende den Fachprüfungen gestellt; 48 Frauen und Männer erhielten eine Ehrung.

„Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine lohnende Investition in die persönliche Zukunft. Mit ihren Leistungen haben sich die Jahrgangsbesten die Grundlage für ihren Karrierestart selbst erarbeitet. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern braucht engagierte Fachkräfte, denn gut ausgebildete Mitarbeitende sind die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg eines Unternehmens“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse vor Ort.

Die 19 Frauen und 29 Männer haben ihre jeweilige Lehrzeit in 30 unterschiedlichen Ausbildungsgängen absolviert, unter anderem Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Holzmechaniker, Mediengestalter, Tierpfleger sowie Bauzeichner/-in. Jesse dankte den Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden und appellierte gleichzeitig an die Wirtschaft, sich weiterhin engagiert um den eigenen Fachkräftenachwuchs und die Fachkräftebindung zu kümmern.

„Die duale Berufsausbildung ist der Kern der Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern. Und im Anschluss geht es darum, frühzeitig Auszubildende an das eigene Unternehmen zu binden. Dabei spielen attraktive Rahmenbedingungen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Lohn und zukünftige Karrierechancen eine wichtige Rolle. Das Land unterstützt zudem Unternehmen und Beschäftigte, sich stetig qualifiziert weiterzubilden, um den sich wandelnden Anforderungen in der Arbeitswelt gerecht zu werden“, sagte Jesse.

Für die berufliche Weiterbildung stellt das Land Unterstützung zur Verfügung, beispielsweise aus dem Programm „Meister-Extra“. Erfolgreiche Absolventen erhalten nach Meister-Abschluss einen Bonus in Höhe von 2.000 Euro; weitere 3.000 Euro erhalten die jeweiligen besten Absolventen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es im August 2022 in Mecklenburg-Vorpommern 3.896 offene Ausbildungsplätze. Vor allem in den Berufen Verkäufer/-in (335), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (251) und Koch/Köchin (214) wurde gesucht. Zudem gibt es 1.535 Bewerberinnen und Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz haben.

„Hier müssen wir alle miteinander dafür Sorge tragen, dass junge Frauen und Männer, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, in Unternehmen kommen. Ein guter Weg dorthin sind Praktika. Dabei können Betriebe potentielle Auszubildende noch einmal intensiv bei der Berufswahl unterstützen. Ebenso stehen Beraterinnen und Berater in den Kammern und Verbänden sowie die Bundesagentur für Arbeit unterstützend bereit“, sagte Jesse.