Richtfest für Erweiterungsbau an den Helios Kliniken Schwerin

Schwerin – Am Freitag ist in Schwerin das Richtfest für den Erweiterungsneubau der Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie an den Helios Kliniken begangen worden.

„Mit dem Neubau entstehen für die Patienten moderne, den vielfältigen Krankheitsbildern entsprechende Räumlichkeiten. Es ist wichtig, dass sich Helios mit seinem Angebot auf die Bedürfnisse älter werdender Patienten einstellt. Die Bedingungen für Patienten werden sich mit dem Erweiterungsneubau weiter deutlich verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit psychischen Erkrankungen des höheren Lebensalters. Gedächtnisstörungen, Orientierungsstörungen, aber auch viele andere Probleme, die das höhere Lebensalter mit sich bringt, werden in diesem Zweig der Medizin gründlich betrachtet.

Die Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie betreibt bereits heute drei Stationen: das Haus 19 (offene Station) mit 27 Betten für die Behandlung von allen psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter; die Station 13 (geschützte Station) mit 14 Betten für die Behandlung von schweren Verhaltensauffälligkeiten, die zur Beeinträchtigung der Einwilligungs- und Steuerungsfähigkeit der Patienten führen sowie Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen, die einen geschützteren Behandlungsrahmen benötigen; die Station 14 (gemischtgeschlechtlich offene Station) mit 13 Betten für die Behandlung psychisch kranker Älterer mit schweren körperlichen Erkrankungen, die einen erhöhten körperlichen Pflegebedarf neben der akuten und chronischen psychischen Erkrankung aufweisen.

Mit dem Neubau sollen den Patienten künftig überwiegend Zwei- und Ein-Bett-Zimmer zur Verfügung stehen. Gleichzeitig entstehen neue Therapieräume. „Das Thema Gerontopsychiatrie wird zukünftig aufgrund des demografischen Wandels an Bedeutung gewinnen. Eine Fokussierung der Krankenhausversorgung auf die Bedürfnisse älterer Patienten ist dafür notwendig. Mit dem Neu- und Umbau der Klinik wird ein wichtiger Schritt zur besseren Versorgung gegangen“, sagte Glawe.

Die umfassende Sanierung der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik wird vom Land in Höhe von 29 Millionen Euro unterstützt; die Gesamtinvestitionen betragen rund 37 Millionen Euro.

Startschuss für Sturmflutschutz Komplexmaßnahme

Peenemünde – Im Hafen von Peenemünde konnte Dr. Till Backhaus mit dem Baubeginn der Hochwasserschutzwand den Startschuss für die Komplexmaßnahme „Sturmflutschutz Nordusedom“ geben, die insgesamt rund 16 Mio. € kosten soll. „Mit dem heutigen Tag lösen wir das Versprechen ein schnellstmöglich mit der Realisierung zu beginnen“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

„Der Handlungsbedarf ist eindeutig. Es gibt bisher kein geschlossenes Küstenschutzsystem zum Schutz der Ortschaften und keine überströmungssichere Verbindung zwischen dem Deich auf der Peenestromseite und der Düne auf der Ostseite. Erst Ende August habe ich das Konzept vor Ort vorgestellt“, betonte Backhaus. Damit soll bei sehr schweren Sturmfluten das Einströmen der See über den bislang ungeschützten Insel-Norden und das Überfluten von Peenemünde, Karlshagen, Trassenheide und Zinnowitz verhindert werden.

Es sind zwei Deiche geplant:

  • Der Riegeldeich Karlshagen, der den südlich von ihm befindlichen Teil Nordusedoms gegen Fluten abriegelt und sowohl die Ortschaften schützt, als auch ein Durchströmen zum Achterwasser verhindert.
  • Der Ringdeich, der fast die gesamte Ortschaft Peenemünde umschließt, um den Ort überflutungssicher zu machen.

„Die Ufermauer, deren Bau heute startet, ist ein Element der Ringeindeichung von Peenemünde“, so der Minister. Sie ist insgesamt 290 Meter lang und besteht aus bis zu 10,5 Meter langen Stahlspundbohlen, die erschütterungsarm einvibriert werden. Insgesamt werden bei Baukosten von 1,1 Mio. € rund 250 Tonnen Stahl verbaut. Im März 2018 soll der Bau der Ufermauer abgeschlossen sein.

Lehrersprechstunde in Rostock – Bildungsministerin lädt ein

Ministerin Hesse: Lehrkräfte geben gute Anregungen für Verbesserungen

Rostock – Bildungsministerin Birgit Hesse lädt heute zu ihrer nächsten Lehrersprechstunde in Rostock ein. Am Nachmittag haben Lehrerinnen und Lehrer im Bereich des Staatlichen Schulamtes Rostock Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit der Ministerin. Beginn ist 13 Uhr. Freie Plätze gibt es leider nicht mehr. Der zweite Teil der Lehrersprechstunde in Rostock ist im Januar 2018 geplant.

„In den Lehrersprechstunden habe ich mein Ohr ganz nah an unseren Lehrerinnen und Lehrern. Auf die persönlichen Gespräche in Rostock freue ich mich“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Das Schöne ist, dass mir unsere Lehrkräfte nicht nur sagen, wo der Schuh drückt. Sie geben vor allem gute Anregungen, was wir im Schulbetrieb verbessern können. Dafür möchte ich allen danken, die in die Sprechstunde kommen. Die Lehrersprechstunden ergänzen meine Schulbesuche, bei denen ich am Ort des Geschehens viele wichtige Einblicke in den Schulalltag erhalte“, sagte Hesse.

Die Lehrersprechstunde in Rostock ist die zweite in der Amtszeit von Bildungsministerin Birgit Hesse. Die erste Lehrersprechstunde gab es am 30. Juni 2017 in Schwerin, den zweiten Teil im September 2017. Die Lehrersprechstunden sollen in loser Folge nacheinander in allen vier Staatlichen Schulamtsbereichen in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg stattfinden.

„Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“

BZgA-JugendFilmTage in der Landeshauptstadt Schwerin – Tourabschluss 2017

Schwerin – Mit einer Abschlussveranstaltung in der Landeshauptstadt Schwerin endet heute die bundesweite Tour der JugendFilmTage „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für das Jahr 2017.

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, betont: „Es ist unabdingbar, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich für die Themen risikobewusster Konsum und konsummindernder Umgang mit den Alltagsdrogen Nikotin und Alkohol zu sensibilisieren. Die JugendFilmTage bieten für Jugendliche – attraktiv und zum Mitmachen aufbereitet – eine spannende und informative Möglichkeit, sich ohne ´erhobenen Zeigefinger´ kritisch mit den Themen auseinanderzusetzen. Beide Themen dürfen niemals verharmlost werden.“

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe dankt allen Partnern und macht auf die Unterstützung des Landes aufmerksam. So werden beispielsweise die Sucht- und Drogenberatungsstellen des Landes durch das Wirtschaftsministerium mit jährlich 1,7 Millionen Euro gefördert. An diese Beratungsstellen kann sich jeder Betroffene wenden und Hilfe sowie Unterstützung erhalten. Die Beratungsstellen stellen flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern die Beratung Betroffener und ihrer Angehörigen sicher, führen Präventionsveranstaltungen durch und sind im Bereich der ambulanten Vor- und Nachsorge tätig. Das Gesundheitsministerium fördert weiterhin die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST). Die Fach- und Informationsstelle leistet Öffentlichkeitsarbeit und koordiniert und vermittelt zwischen regionalen, landesweiten und bundesweiten Angeboten und Interessen. Sie entwickelt und stärkt verschiedene Angebote zur Suchtprävention in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen.

Bundesweite Studien der BZgA zum Suchtmittelkonsum belegen, dass kontinuierliche Präventionsarbeit erfolgreich ist. Immer mehr Menschen entscheiden sich, rauchfrei zu leben. „Der Anteil der rauchenden Jugendlichen hat mit einer Raucherquote von 7,4 Prozent bei den 12- bis 17-Jährigen einen historischen Tiefstand erreicht“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Sorge bereitet weiterhin, dass 10 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen regelmäßig Alkohol trinken. Attraktive Vor-Ort-Angebote der BZgA gemeinsam mit den Ländern und Kommunen wie die JugendFilmTage motivieren Jugendliche, sich kritisch mit dem eigenen Konsum auseinanderzusetzen.“

Die JugendFilmTage werden mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV) durchgeführt und sind Teil der bundesweiten Jugendkampagnen „rauchfrei!“, „Null Alkohol – Voll Power“ und „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der BZgA.

Die JugendFilmTage in der Landeshauptstadt Schwerin werden in Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen durchgeführt: Mega Movies Schwerin, Kommunaler Präventionsrat der Landeshauptstadt Schwerin, Suchtpräventionsbeirat der Landeshauptstadt Schwerin mit seinen Partnern: Präventionsstelle BalfinPlus, Fachdienst Gesundheit, Fachdienst Jugend, Klinik für Abhängigkeitserkrankungen der HELIOS Kliniken Schwerin, Sucht- und Drogenberatungsstelle der Evangelischen Suchtkrankenhilfe gGmbH, Sucht- und Drogenberatungsstelle der MEDIAN Klinik Schelfstadt, Polizeiinspektion Schwerin sowie LAKOST, Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern.

Rund 1.000 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren und ihre Lehrkräfte nehmen an der Veranstaltung in Schwerin teil.

Bei den JugendFilmTagen im Mega Movies Schwerin sind die Spielfilme „Blöde Mütze“, „LOL – Laughing out loud“, „FrühlingsErwachen“, „Das Lächeln der Tiefseefische“, „Jargo“ und „Thank you for smoking“ zu sehen. Im Kinofoyer finden vor den Filmen zahlreiche Mitmach-Aktionen statt. Beim Fragenduell „Denk mit und zeig, was du drauf hast“ können die Jugendlichen ihr Wissen überprüfen. Im Promille-Run „Voll neben der Spur“ erleben sie über Spezialbrillen, wie ein Alkoholrausch ihre Wahrnehmung und Koordination beeinträchtigt.

Bützow rüstet Straßenbeleuchtung um

Bützow – Am Montag (11.12.2017) übergibt Energieminister Christian Pegel zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 71.500 Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED an den Bürgermeister der Stadt Bützow (Landkreis Rostock), Christian Grüschow. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Bützow beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung „Vor dem Rühner Tor“ auf energieeffiziente LED –Technik umzurüsten. Der Zuschuss für diese Maßnahme beträgt 36.500 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die vorhandenen 13 Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 26 Leuchten mit LED-Technik inklusive Masten ersetzt. Durch dieses Vorhaben können jährlich rund 1.920 Kilowattstunden Strom und knapp eine Tonne Kohlendioxid eingespart werden.

Außerdem ist vorgesehen, die Straßenbeleuchtung im Vierburgweg auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Dafür beträgt der Zuschuss 35.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die vorhandenen 48 Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 49 Leuchten mit LED inklusive Masten ersetzt. So können pro Jahr knapp 25.000 Kilowattstunden Strom sowie rund 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Pegel übergibt Zuwendungsbescheid an WOGEWA Waren (Müritz)

Waren(Müritz) – Bauminister Christian Pegel übergibt am Montag (11.12.2017) einen Zuwendungsbescheid an die WOGEWA Wohnungsbaugesellschaft Waren mbH (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Das Land unterstützt die Modernisierungsmaßnahme an der Carl-Moltmann-Straße 14 bis 16 gemäß Modernisierungsrichtlinie mit einem Darlehen zur Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen in Höhe von 104.000 Euro.

Die WOGEWA modernisiert in dem fünfgeschossigen Wohngebäude mit drei Aufgängen und 30 Wohnungen aus dem Jahr 1972 die Heizungsanlage. Die komplette Heizung soll von Einrohr- auf Zweirohrsystem gestellt werden.

Straßenbeleuchtung in Peckatel auf LED-Technik umgerüstet

Peckatel – Am Montag (11.12.2017) nimmt Energieminister Christian Pegel an der Feier anlässlich der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in Peckatel, Gemeinde Plate (Landkreis Ludwigslust-Parchim) teil.

Die Gemeinde Plate beantragte im Jahr 2016 die Umrüstung der LED-Beleuchtung in Plate mit den Ortsteilen Peckatel und Consrade. Die vorhandenen 641 Leuchten, zum Teil bestehend aus Natriumdampfhochdruck- und Quecksilberdampflampen werden durch 641 Leuchten (in Peckatel 161, in Consrade 154 und in Plate 326) mit hocheffizienten LED-Leuchten und zum Teil neuen Masten sowie Kabeln ersetzt.

Das Energieministerium hat Anfang Mai dieses Jahres diese Maßnahme mit einem Zuschuss in Höhe von 482.776,89 Euro gefördert. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Durch diese Maßnahmen können pro Jahr rund 184.000 Kilowattstunden Strom und knapp 110 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Startschuss für das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018

Mailand – Auf dem Europäischen Kulturforum in Mailand fiel am Donnerstag der Startschuss für das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018. Tibor Navracsics, der für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige EU-Kommissar, erklärte: „Das Kulturerbe ist ein zentrales Element der europäischen Art zu leben. Es definiert, wer wir sind, und schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit. Zum Kulturerbe gehören nicht nur Literatur, Kunst und Gegenstände – wir begegnen ihm auch in dem Handwerk, das wir erlernen, den Geschichten, die wir erzählen, dem Essen, das wir genießen und den Filmen, die wir uns ansehen. Wir müssen unser kulturelles Erbe schützen und für die kommenden Generationen bewahren. Die Feierlichkeiten dieses Jahres werden eine wunderbare Gelegenheit bieten, die Menschen, insbesondere die jungen, zu ermuntern, Europas reiche kulturelle Vielfalt zu erkunden und über den Stellenwert nachzudenken, der dem Kulturerbe in unserem Leben zukommt. Es ermöglicht uns, die Vergangenheit zu verstehen und unsere Zukunft zu gestalten.“

Das Europäische Jahr des Kulturerbes soll das Bewusstsein für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des kulturellen Erbes stärken. Tausende von Initiativen und Veranstaltungen in ganz Europa bieten Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit, mitzumachen. Neben Projekten und Initiativen in den EU-Mitgliedstaaten, Gemeinden und Regionen sind auch von der EU finanzierte, länderübergreifende Projekte geplant.

Einer heute veröffentlichten neuen Eurobarometer-Umfrage zufolge sind acht von zehn Europäerinnen und Europäern der Meinung, dass das Kulturerbe nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Gemeinschaft, ihre Region, ihr Land und die Europäischen Union als Ganzes Bedeutung hat. Eine große Mehrheit, 82 Prozent, ist stolz auf das Kulturerbe – ob nun in der eigenen Region, im eigenen Land oder in einem anderen europäischen Land, in Deutschland teilen 75 Prozent der Befragten diese Ansicht.

Mehr als sieben von zehn Europäerinnen und Europäern glaubt außerdem, dass das Kulturerbe ihre Lebensqualität verbessern kann. Die Umfrage zeigt ferner, dass nach Ansicht von 93 Prozent der befragten Deutschen (EU28: 88 Prozent) Kulturerbe in Schulen vermittelt werden sollte. 74 Prozent der Europäer und 69 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass öffentliche Stellen mehr Ressourcen für den Schutz des Kulturerbes Europas bereitstellen sollten.

Hintergrund

Von archäologischen Stätten und Architektur über mittelalterliche Burgen bis hin zu Brauchtum und Künsten – das kulturelle Erbe Europas bildet das Kernstück des kollektiven Gedächtnisses und der Identität der europäischen Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus schafft das Kulturerbe Wachstum und Beschäftigung in Städten und Regionen und spielt eine wichtige Rolle beim Austausch Europas mit dem Rest der Welt. 7,8 Millionen Arbeitsplätze in der EU hängen indirekt mit dem Kulturerbe zusammen (z. B. Tourismus, Dolmetschdienste und Sicherheit). Mehr als 300.000 Menschen sind im Kulturerbebereich beschäftigt, und mit 453 Stätten befindet sich fast die Hälfte der Stätten der UNESCO-Liste des Welterbes in Europa.

In Deutschland koordiniert die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) die Durchführung dieses Themenjahres in Abstimmung mit Bund, Ländern und Kommunen.

Die Mitwirkung am Europäischen Kulturerbejahr 2018 ist möglich für alle öffentlichen und privaten Träger, Bewahrer und Vermittler des kulturellen Erbes, also beispielsweise Museen, Gedenkstätten, Archive, Bibliotheken bzw. Verwaltungen, Eigner, Träger, Vereine, Fachgesellschaften, Förderkreise etc., wie auch für die Zivilgesellschaft, für bürgerschaftliches Engagement und für jede und jeden, die das Anliegen unterstützen oder mehr über die europäische Dimension unseres kulturellen Erbes erfahren möchten.

Die Mitwirkung muss und sollte sich nicht auf 2018 beschränken. Denn für alle Beteiligten sollen die Schaffung eines gemeinsamen Austauschs und die Begegnung im nachbarschaftlichen europäischen Dialog im Mittelpunkt stehen, dies kann bereits 2017 beginnen und sollte auch nach 2018 fortgesetzt werden.

Mogherini warnt vor Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem

Brüssel – Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini hat sich besorgt über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump geäußert, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Jetzt sei wichtig, dass alle Seiten sich friedlich verhielten und zu einer Deeskalation beitrügen, sagte Mogherini am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Brüssel. „Die Position der EU habe sich nicht geändert. Die Ansprüche beider Seiten müssen erfüllt und über Verhandlungen muss ein Weg gefunden werden, um den Status von Jerusalem als künftige Hauptstadt beider Staaten zu klären.“

Mogherini appellierte an alle Akteure in der Region, Ruhe zu bewahren und von Eskalationen abzusehen. Sie habe mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas telefoniert und ihm versichert, die EU halte an ihrer Zweistaatenlösung zur Befriedung des Nahen Ostens fest. Es sei wichtig, sich auf ernsthafte Verhandlungen über den endgültigen Status von Jerusalem zu konzentrieren, so Mohgerini weiter.

US-Präsident Donald Trump hatte gestern (Mittwoch) bekanntgegeben, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen.

KMK beschließt Empfehlung zur Beruflichen Orientierung

Ministerin Hesse: Vorschläge aus Mecklenburg-Vorpommern sind eingeflossen

Berlin – Bildungsministerin Birgit Hesse begrüßt die länderübergreifende Empfehlung zur Beruflichen Orientierung, die die Ressortchefs heute auf der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin verabschiedet haben. Leitgedanke ist, dass die Berufliche Orientierung als langfristiger Prozess angelegt und durch die Schülerinnen und Schüler aktiv mitgestaltet werden soll. „Berufliche Orientierung“ wird dabei als einheitlicher Begriff verwendet, unter dem alle Formen der Berufs- und Studienorientierung zu verstehen sind.

„Ich freue mich darüber, dass die KMK länderübergreifend empfiehlt, was bei uns längst in die Praxis umgesetzt ist“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Vorschläge aus Mecklenburg-Vorpommern sind in die Empfehlung eingeflossen. Dies gilt insbesondere für die Betonung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo es viele mittelständische Unternehmen gibt, bietet die duale Ausbildung für Jugendliche attraktive Berufsaussichten. Mit dem Landeskonzept ‚Übergang von der Schule in den Beruf‛ und den Regelungen zur Berufs- und Studienorientierung an den Schulen haben wir die heute beschlossene Empfehlung längst umgesetzt. Einen aktuellen Handlungsbedarf sehe ich daher nicht. Unsere Regelungen zur Berufs- und Studienorientierung werden an den Schulen bereits mit Leben gefüllt“, lobte Hesse.

Laut Empfehlung sollen Schülerinnen und Schüler befähigt werden, den Übergangsprozess von der Schule in eine Ausbildung bzw. ein Studium eigenverantwortlich und erfolgreich zu gestalten. Das Ziel ist es, dass Jugendliche eine umfassende Berufswahlkompetenz erwerben. Der direkte Übergang in eine duale Ausbildung soll als attraktiver Weg verstärkt ins Bewusstsein gerufen werden. An Gymnasien soll die Berufliche Orientierung in der Sekundarstufe II fortgeführt werden. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt darüber hinaus, dass die Bundesagentur für Arbeit eng in die Umsetzung der Landeskonzepte eingebunden wird.

EU-Schulernährungsprogramm: Schulen können sich jetzt bewerben

Schwerin – Das EU-Schulernährungsprogramm wird im kommenden Schuljahr weitergeführt. Schulen können sich jetzt um die Teilnahme bewerben.

Seit September 2017 erhalten ca. 16.160 Schüler in 91 Schulen einmal pro Woche kostenlos eine Portion frische Milch ohne Zusätze und eine Portion Obst oder Gemüse. Auch die pädagogische Begleitung gehört dazu.

Das EU-Programm fasst die vorherigen EU-Programme Schulmilch und Schulobst zusammen. Dazu gehören etwa die kostenlose Abgabe der Produkte und pädagogische Maßnahmen. Das soll es in MV auch nach diesem Schuljahr weiterhin geben.

„Ziel ist es, unsere Kinder für frische, vitamin- und mineralstoffreiche Kost aus unserer Region zu begeistern und nachhaltig gesunde Ernährungsgewohnheiten bei den Heranwachsenden zu fördern. Das Programm bietet außerdem die Möglichkeit, die Schüler über die Herkunft der Nahrungsmittel zu informieren“, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Aktion müssen sich die Schulen bewerben. Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes über gesunde Ernährung sollten sie darstellen, warum gerade ihre Einrichtung für das EU-Schulernährungsprogramm in Frage kommt.

Die Auswahl erfolgt ab dem Schuljahr 2018/2019 für zwei Schuljahre. „Schulen, die bereits eine gesunde Lebensweise durch Projekte und Programme fördern, besitzen gute Voraussetzungen, um teilzunehmen. Die anderen sind aufgefordert, entsprechend neue Konzepte zu entwickeln“, sagt der Minister.

Übrigens: Auch Einrichtungen, die bereits seit September am EU-Schulernährungsprogramm teilnehmen, sind antragsberechtigt.

Ergebnisse der 17. Volleyballmeisterschaften der Schulen

Neubrandenburg – Am 07.12.2017 fand das 17. Volleyballturnier der Neubrandenburger Schulen und Bildungseinrichtungen unter dem Motto „Sport statt Gewalt“ statt. Sechs Schulen bzw. Schulungseinrichtungen aus Neubrandenburg und Altentreptow mit insgesamt 13 Mannschaften – sechs weibliche und sieben männliche Mannschaften – sind gegeneinander angetreten.

Die Siegermannschaften vom Albert-Einstein-Gymnasium mit PD Stüwert und Dr. Olaf Gundlach

Nach der Eröffnung durch die Ehrengäste von Polizei, PSV Neubrandenburg und Stadt Neubrandenburg wurde eine gemeinschaftliche Erwärmung durch Schüler der Beruflichen Schulen organisiert und durchgeführt. Wie jedes Jahr wurden alle Mannschaften mit Schaumküssen versorgt. Am Ende der spannenden und fairen Spiele konnte Polizeidirektor Detlef Stüwert den besten Mannschaften gratulieren. Hier die Ergebnisse:

Weiblich: 1. Platz: Albert-Einstein-Gymnasium (1. Mannschaft) 2. Platz: Berufliche Schule Klinikum (1. Mannschaft) 3. Platz: Neue Friedländer Gymnasium

Männlich: 1. Platz: Albert-Einstein-Gymnasium (1. Mannschaft) 2. Platz: Berufliche Schule Klinikum (1. Mannschaft) 3. Platz: Albert-Einstein-Gymnasium (2. Mannschaft)

Weiterhin wurde Anna Kurze vom AEG als beste Spielerin und Kevin Krieche von der Beruflichen Schule des Klinikums als bester Spieler des Turniers geehrt.

Mehrheit für Pflegemindestlohninitiative

Die ASMK spricht sich für die Angleichung der Mindestlöhne Ost/West in der Pflege aus

Potsdam – Großer Erfolg für Mecklenburg-Vorpommern: die Arbeits- und Sozialministerkonferenz des Bundes und der Länder (ASMK) hat heute in Potsdam den von Sozialministerin Stefanie Drese eingebrachten Antrag für gleiche Mindestentgelte Ost und West in der Pflege mehrheitlich beschlossen.

Damit wird nun die Bundesregierung aufgefordert, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die bisherige regionale Differenzierung bei der Festsetzung der Mindestentgelte in der Pflege aufgibt. Dazu bedarf es einer Änderung des Arbeitnehmerentsendegesetzes, da das Bundessozialministerium nach der aktuellen gesetzlichen Ausgestaltung die Empfehlung der Pflegekommission des Bundes nur unverändert in die Rechtsordnung übernehmen kann. Die Dritte Pflegekommission des Bundes hat einen unterschiedlichen Mindestlohn in der Pflege bis 2020 festgeschrieben (West 2020: 11,35 €/ Ost 2020: 10,85 €).

„Der Einsatz für gleiche Pflegemindestlöhne in den letzten Monaten hat sich gelohnt. Ich bin dankbar, dass auch einige westdeutsche Länder unserem Antrag gefolgt sind“, zeigte sich Ministerin Drese nach der Abstimmung erfreut. Drese: „Ich hoffe nun, dass es zu einer raschen Angleichung kommt. Es gibt keine sachliche Rechtfertigung mehr für eine regionale Differenzierung. Das ist 30 Jahre nach der Einheit den Menschen im Osten einfach auch nicht mehr vermittelbar.“

Auch der zweite von Mecklenburg-Vorpommern eingebrachte Antrag zur Einführung einer bundesweiten Wohnungslosen-/ Wohnungslosennotfallstatistik wurde von der ASMK beschlossen. Drese: „Die Thematik ist sozialpolitisch von großer Bedeutung, um konkrete Hilfemaßnahmen für die Betroffenen einleiten zu können. Ich verspreche mir von einer Wohnungslosenstatistik eine bessere Verhinderung und Bekämpfung der Wohnungslosigkeit und der damit einhergehenden sozialen Problemlagen.“

Einstimmige Beschlüsse fasste die ASMK zudem bei der Bekämpfung von Abrechnungsbetrug in der Pflege und der Herstellung größerer Transparenz gemeinnütziger Organisationen.

Förderbescheid für Personenaufzug in Ribnitz-Damgarten

Ribnitz-Damgarten – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt heute (08.12.2017) einen Zuwendungsbescheid über 59.400 Euro an den Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft Ribnitz-Damgarten GmbH, Christian Janssen. Die Fördermittel kommen aus dem Zuschussprogramm Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen.

Um die Barrieren im Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1990 zu reduzieren, ist der Einbau eines Personenaufzugs vorgesehen. Es soll neben dem Treppenhaus ein Aufzug mit separatem Eingang von außen errichtet werden. Nach Fertigstellung sollen alle zwölf Wohnungen stufenlos erreichbar sein.