Wanderausstellung jetzt in Wismar

WEMAG hilft in Not geratenen Kirchturmuhren

Wismar – Nach der erfolgreichen Präsentation in der Schweriner Marienplatz-Galerie und im Kloster in Rehna geht die Ausstellung „Kirchturmuhren in Not“ nun weiter auf Wanderschaft: Nächste Station ist die Nikolaikirche in Wismar. Vom 1. Februar bis zum 16. April 2018 haben Einheimische und Besucher der Hansestadt die Möglichkeit, sich über das Projekt zur Rettung der Kirchturmuhren in Mecklenburg zu informieren. Die Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ dokumentiert einerseits anschaulich die Arbeit der Erfassung und Rekonstruktion von Kirchturmuhrwerken in Mecklenburg und erläutert andererseits auch deren historischen Hintergrund.

„Unter den etwa 600 Kirchturmdächern Mecklenburgs verrosten und verrotten schätzungsweise 200 handwerkliche Meisterwerke der Uhrmacherei. Konkrete Informationen über den Zustand der Turmuhren existierten damals allerdings nicht“, erinnert sich Hans-Joachim Dikow, der „Klockenschauster“ aus Schwerin. Er hatte die Idee zu dem in Deutschland einzigartigen Projekt. Ziel war primär die Erfassung aller Kirchturmuhren in Mecklenburg inklusive deren Dokumentation.

Ermöglicht wurde die Ausstellung erst aufgrund des enormen Engagements der WEMAG. Der Energieversorger aus Schwerin unterstützt das Projekt bereits seit zwei Jahren. „Die Kirchturmuhren sind Gradmesser des technischen Fortschritts und schreiben Zeitgeschichte, die wir für die nächsten Generationen bewahren wollen. Deshalb unterstützen wir den 1. Mecklenburger Uhrenclub bei seinem Vorhaben, die Uhren in den Kirchtürmen unserer Region zu restaurieren und damit zu erhalten“, sagt WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart.

Zum Kreise der Unterstützer gehören außerdem die Stiftung Mecklenburg, die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg sowie zahlreiche private Spender.

Internationale Medizintechnikmesse „Arab Health“ in Dubai gestartet

Mecklenburg-Vorpommern zum zehnten Mal dabei

Schwerin – Noch bis Donnerstag findet in Dubai die internationale Medizintechnik-Fachmesse „Arab Health“ statt. Die „Arab Health“ ist die weltweit zweitgrößte Fachmesse der Gesundheitswirtschaft und bringt zum 43. Mal die globalen Hersteller, Organisationen und Fachleute der Gesundheitsbranche zusammen. „Heimische Unternehmen präsentieren ihre Produkte, Dienstleistungen und ihr Know-how vor Ort“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. „Mecklenburg-Vorpommern ist zum zehnten Mal vor Ort vertreten – zusammen an einem norddeutschen Gemeinschaftsstand mit den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Das zeigt, dass wir Potential in dieser Region sehen, die unsere Unternehmen durch ihre Händler und Vertriebsfirmen bis Asien und Afrika ausweiten.“

Mecklenburg-Vorpommern ist mit 14 Einzelausstellern vor Ort. Davon stellen sieben Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen am norddeutschen Gemeinschaftsstand in der Länderhalle der Leitmesse aus. Fünf Unternehmen der Gesundheitswirtschaft werden im Rahmen von Partnerpräsentationen über die BioCon Valley® GmbH, dem Netzwerk der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns vertreten sein. Zwei weitere Firmen aus Rostock – IMAGE Information Systems Europe GmbH sowie Oehm und Rehbein GmbH – präsentieren sich an eigenen Ständen.

Geworben wird in dem boomenden Emirat auch mit den Vorzügen des Bundeslandes. „So zeigen wir auf, dass wir unsere natürlichen Wettbewerbsvorteile mit der einmaligen Natur und dem milden Reizklima in dieser Branche weiter zu einem kräftigen Wirtschaftsfaktor ausbauen. Die Gesundheitswirtschaft ist heute eine dynamische Branche mit Wachstumspotential. Sie ist ein strategisch wichtiger Zukunftsmarkt für unser Land. Wichtig ist es, das Exportgeschäft weiter anzukurbeln. Dies bedeutet auch eine langfristige Sicherung und die Schaffung neuer Jobs. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Minister Glawe warb dafür, die Unterstützungsmöglichkeiten des Landes aktiv zu nutzen. „Wir haben wirksame Instrumente, wie die finanzielle Unterstützung für Firmengemeinschaftsstände auf überregionalen Messen, die finanzielle Unterstützung des einzelnen betrieblichen Ausstellers, die Förderung der Erarbeitung von Konzepten zur Markterschließung oder die Unternehmensdelegationsreisen“, so Glawe weiter.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Anzahl der Unternehmen beispielsweise in der Life Science-Branche in Mecklenburg-Vorpommern auf 120 verdreifacht, die Zahl der Mitarbeiter ist von etwa 750 auf über 3.000 gestiegen. In der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sind ca. 97.600 Menschen beschäftigt. „In unserem Land gibt es eine große Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die als spezialisierte Anbieter entsprechende Produkte anbieten. Wichtig ist es, diese weiter bekannt zu machen. Messen wie die Arab Health sind wichtige Plattformen, um erste internationale Kontakte zu knüpfen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Anknüpfend an die Aktivitäten der Bundesregierung im Rahmen der Exportoffensive Gesundheitswirtschaft unterstützt die Landesregierung gemeinsam mit der BioCon Valley® GmbH die außenwirtschaftlichen Vorhaben der Akteure im und mit dem Ausland. Die BioCon Valley® GmbH betreut seit 2009 im Auftrag der Landesregierung die Aussteller in Dubai und vermittelt auf Anfrage Kontakte zu Einrichtungen und Entscheidungsträgern der Gesundheitswirtschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die „Arab Health“ gehört zu den größten Healthcare-Plattformen für Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen für den Mittleren Osten, Asien und Afrika. Während der Messe präsentieren mehr als 4.200 Aussteller aus nahezu 70 Ländern ihre medizinischen Geräte und Gesundheitsprodukte. Fast 100.000 Fachbesucher aus aller Welt reisen zur „Arab Health“ in die Golfmetropole. Das umfassende Angebot reicht von Arzneimitteln und Pharmazeutika über Dentalmedizin, Diagnostika, Elektromedizin, Laborgeräten, Medizintechnik und Rehabilitationsgeräten bis hin zu Krankenhaus- und Laborausrüstungen.

„Maritime Sicherheit“ – Fachtagung des Maritimen Clusters Norddeutschland e. V. (MCN) in Rostock

Rostock – Am Montag hat in Rostock eine Fachtagung zum Thema „Maritime Sicherheit“ mit rund 150 Teilnehmern stattgefunden. Veranstalter war die Landesgeschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) e.V. „Der maritime Sektor hat für alle norddeutschen Länder eine besondere Bedeutung. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung untereinander. Dabei übernimmt das Maritime Cluster Norddeutschland eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Mit dem gemeinsamen Verbund der norddeutschen Länder zeigt sich die maritime Wirtschaft wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert. Die Landesgeschäftsstelle in Rostock soll Kooperations- und Innovationsprojekte initiieren und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen maritimen Akteure im Verbund mit den anderen Küstenländern stärken. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort bei der Vorstellung der MV-Geschäftsstelle des MCN.

Die regionale MCN-Geschäftsstelle ist bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock angesiedelt; dort sitzt auch der Maritime Ausschuss der IHK`n aus Mecklenburg-Vorpommern. „So sind kurze Wege, eine enge Kooperation und detaillierte Abstimmung der entscheidenden Akteure untereinander gewährleistet. Ich freue mich sehr darüber, dass das MCN und das landesspezifische Innovationscluster unserer maritimen Zulieferer, MAZA, eng zusammenarbeiten“, sagte Rudolph.

Das MCN unterstützt als in Deutschland einzigartige länder- und sektorenübergreifende Plattform die maritimen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft. Es ist 2011 zunächst als 3-Länder-Förderprojekt (Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen) gestartet; Mecklenburg-Vorpommern und Bremen kamen Anfang 2015 als assoziierte Mitglieder dazu. Seit dem 01.01.2017 führen alle fünf Küstenländer ihre Zusammenarbeit in der maritimen Wirtschaft gemeinsam mit dem Clusterverein MCN e.V. fort. Derzeit hat der Verein 293 Mitglieder, davon neun aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort sind zu einzelnen Themen Fachgruppen eingerichtet, wie beispielsweise Maritimes Recht, Personal und Qualifizierung, Schiffseffizienz, Unterwasserkommunikation sowie Yacht- und Bootsbau. Auf Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt die Fachgruppe „Maritime Sicherheit“ entstanden. „Das Thema hat einen besonderen Stellenwert. Hier sind neue maritime Sicherheitskonzepte, verbesserte Standards, innovative Produkte und digitale Lösungen in allen Bereichen erforderlich. Das betrifft den Schiffbau, die Zulieferindustrie, Reeder und die Häfen. Nur im Austausch der einzelnen Akteure können neue Technologien und Produkte entwickelt sowie Risiken vermindert werden“, sagte Rudolph.

„Wir wollen die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ermutigen und unterstützen, durch die Entwicklung marktfähiger Produkte ihre Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür braucht es engagierte Fachkräfte, die sich stetig über Qualifizierungen neues technisches Wissen aneignen. Das bringt die Unternehmen voran“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium hat eine Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) aufgelegt. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen

Das Wirtschaftsministerium unterstützt zusätzlich kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss. Damit sollen Unternehmen bei ihrem Fachkräftebedarf im ingenieurtechnischen und im IT-Bereich unterstützt werden. Bei der geförderten Personalstelle muss es sich um ein unbefristetes und zusätzliches – zum bisher schon vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss – Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird. Die Lohnkostenförderung für den neuen Mitarbeiter kann nur erfolgen, wenn es sich um eine Ersteinstellung oder um eine Einstellung nicht später als drei Jahre nach Hochschulabschluss handelt. Die Förderungshöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben und wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigte, die einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Zum Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen – den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock – sind gegenwärtig rund 2.400 Mitarbeiter und rund 270 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Erweiterung der Dr. Theodor Neubauer Grundschule in Grimmen

Grimmen – In Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist der Grundstein für den Erweiterungsanbau der Grundschule „Dr. Theodor Neubauer“ gelegt worden. „In der Stadt Grimmen steigen die Schülerzahlen und so reicht der im Jahr 2002 errichtete Neubau der Grundschule heute nicht mehr für das umfangreiche schulische und außerschulische Angebot aus. Für die Schüler, Lehrer und Pädagogen der Dr. Theodor Neubauer Grundschule entstehen mit den neuen Räumlichkeiten verbesserte Lern- und Lehrmöglichkeiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Schule gehört zum Förderzentrum Grimmen und ist eine „Volle Halbtagsschule“ – neben dem Grundschulunterricht mit festen Öffnungszeiten werden zusätzlich zum Pflichtunterricht weitere pädagogische Angebote in den Tagesablauf integriert. In dem neuen, zweigeschossigen Gebäude sollen künftig unter anderen zwei Fachräume für Musik und Kunst sowie vier Förderunterrichtsräume untergebracht sein. Vorgesehen ist, dass zum Beginn des Schuljahres 2018/19 die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Nach Angaben der Stadt werden im Anschluss mehr als 200 Kinder am Schulstandort in den Klassenstufen eins bis vier beschult. „Mit den erweiterten Räumlichkeiten haben die Schüler künftig noch bessere Möglichkeiten, vor Ort ihre Hausaufgaben zu erledigen und ihre Interessen wie beispielsweise Sport und Kunst in Arbeitsgemeinschaften zu vertiefen“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Bauvorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 648.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Darüber hinaus wurde das Vorhaben mit 175.000 Euro aus Sonderbedarfszuweisungen gefördert.

Adieu Grüne Woche: Über 400.000 Gäste besuchten die Länderhalle MV

Berlin – Die 83. Internationale Grüne Woche (IGW) ist (heute um 18 Uhr) Geschichte. Gut 400.000 Besucher – und damit etwas mehr als in den zurückliegenden Jahren – entdeckten das Land Mecklenburg-Vorpommern auf der weltweit angesehenen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin. „Mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten, mit touristischen Besonderheiten und musikalischen Leckerbissen hat sich Mecklenburg-Vorpommern bei den Messebesuchern erneut als eines der schönsten Bundesländer empfohlen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Er zeigte sich äußerst zufrieden mit den Angeboten der Aussteller, mit dem Besucherzulauf und der Atmosphäre in der Länderhalle MV.

„Im Trend liegt die regionale und saisonale Küche, die für Nachhaltigkeit steht“, so Till Backhaus. Die Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln aus der Region steige stetig an. „Regionale Lebensmittel reduzieren das Verkehrsaufkommen und sind damit klimafreundlich. Und sie stärken in Zeiten der Globalisierung im Nahrungsmittelsektor das Vertrauen der Konsumenten in die Erzeuger“, erklärte Backhaus.

Entsprechend nachgefragt war das Angebot der Startup-Unternehmen aus dem Food-Bereich. „Die jungen Gründer verbinden mit ihren Geschäftsideen Kreativität und Nachhaltigkeit“, zeigte sich Minister Backhaus erfreut. Beispielsweise präsentierten sich am Stand der regionalen Entwicklungsagentur Land(Auf)Schwung erstmals die Vorpommersche Genussmanufaktur, die Marke Hiddenseer Kutterfisch oder das Unternehmen BoddenLandEis aus Kemnitz. Insbesondere für die kleineren Unternehmen sei die Messe eine gute Gelegenheit, ihre Produkte bei den Verbrauchern zu testen, Kontakte zu Abnehmern zu knüpfen und Erfahrungen mit gestandenen Produzenten auszutauschen.

Insgesamt hatten sich seit dem 19. Januar 63 altbekannte und neue Aussteller auf rund 1800 Quadratmetern in der Halle 5.2b präsentiert. Sieben weitere Anbieter aus MV stellten in benachbarten Messehallen aus. Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich bereits zum 27. Mal auf der Grünen Woche, davon zum 19. Mal in eigener Länderhalle.

„Unser Konzept fand auch bei Landes- und Bundespolitikern und bei internationalen Gästen Anklang“, so Minister Backhaus. Unter anderem hatte er in den zurückliegenden Tagen Gespräche zur Land- und Ernährungswirtschaft mit Bundesminister Christian Schmidt und mit seinen Amtskollegen aus dem Saarland und Baden-Württemberg geführt. Zudem tauschte er sich mit dem Vizegouverneur des Leningrader Gebietes zu künftigen Geschäftsbeziehungen aus.

Indes ging das Publikum an Messeständen und Bühne in den vergangenen zehn Tagen nicht nur auf Tuchfühlung mit den landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten Mecklenburg-Vorpommerns, sondern es testete auch den Geschmack von MV: Über den Tresen gereicht wurden wurden rund 17.000 Fischbrötchen. 1600 Portionen aus dem Kochstudio wurden verzehrt, 240 Fass Bier und 750 Liter Apfelsaft ausgeschenkt.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern investierte rund 560.000 Euro in den Messeauftritt.

Die 84. Internationale Grüne Woche Berlin findet vom 18. bis 27. Januar 2019 auf dem Berliner Messegelände statt.

Schwesig: Gemeinsam für die Attraktivität des Landkreises Ludwigslust-Parchim

Wittenburg – „Der Landkreis ist einer der wirtschaftlich stärksten Regionen in ganz Mecklenburg-Vorpommern, mit vielen Unternehmen aus dem Handwerk und der Ernährungswirtschaft, aus der Logistik, aus Maschinenbau und Technik. Er hat die niedrigste Arbeitslosenquote im ganzen Land. Und 21 Prozent aller Unternehmen in der Region wollen laut Umfrage in den kommenden Monaten ihre Belegschaft sogar vergrößern“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Sonnabend im Alpincenter Wittenburg.

Der Kreis profitiere von seiner guten geografischen Lage, der Nähe zur Metropolregion Hamburg, den guten Anbindungen an die A24 und die A14. „Das ist gute Voraussetzung für die Bürgerinnen und Bürger, die ein- und auspendeln und gut für Touristen. Vor allem für Unternehmerinnen und Unternehmer ist das attraktiv, die von den guten Startbedingungen immer mehr überzeugt sind“, so die Regierungschefin.

Die Ministerpräsidentin dankte allen, „die an der positiven Entwicklung des Landkreises teilhaben, die seit Jahren politische Verantwortung übernehmen oder sich ehrenamtlich einbringen. Mit ihrem Engagement sorgen sie dafür, dass der Landkreis Ludwigslust-Parchim heute so erfolgreich ist.“ Schwesig hob das besondere Engagement des scheidenden Landrates Rolf Christiansen hervor: „Kommunalpolitik ist ihm Herzensangelegenheit. Er hat in den vergangenen 24 Jahren die positive Entwicklung im Landkreis und in der ganzen Region entscheidend mitgeprägt. Und das mit großer Beharrlichkeit und einem bemerkenswerten Durchsetzungsvermögen. Darüber hinaus hatte er als Vorsitzender des Landkreistages auch immer die Entwicklung des ganzen Landes im Blick. Ich danke Rolf Christiansen herzlich für das, was er für die Bürgerinnen und Bürger geleistet hat. Darauf kann er sehr stolz sein.“

In ihrer Rede ging die Ministerpräsidentin auf das gemeinsam von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und der Politik entworfene Kreisentwicklungskonzept ein: „Ich finde es toll, dass Sie nicht anderen das Denken überlassen, sondern klar formulieren, was Sie umsetzen wollen und wie sie es umsetzen wollen.“

Sozialministerin Stefanie Drese nimmt an Koalitionsverhandlungen teil

Schwerin – Als Mitglied der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Pflege“ nimmt Sozialministerin Stefanie Drese an den Koalitionsgesprächen in Berlin teil. Die Ministerin wurde in das siebenköpfige Expertenteam der SPD für die Arbeitsgruppe berufen und wird den Bereich „Pflege“ mitverhandeln.

Drese: „Das ist eine große Ehre für mich. Mir geht es um eine auch zukünftig gute, flächendeckende pflegerische Versorgung, unabhängig von Einkommen und Wohnort. Ich werde mich dafür einsetzen, dass im auszuhandelnden Koalitionsvertrag Regelungen verankert sind, die zu spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung in der Altenpflege führen. So muss die Bezahlung in der Altenpflege nach Tarif gestärkt werden.“

Als ostdeutsche Politikerin will Drese zudem für gleiche Mindestentgelte im Pflegebereich kämpfen. Bisher sind Unterschiede in Ost und West bis 2020 festgeschrieben. Auf Initiative von Drese hatte die Sozialministerkonferenz der Länder im Dezember 2017 einen Beschluss gefasst, die bisherige regionale Differenzierung bei der Festsetzung der Mindestentgelte in der Pflege aufzugeben.

Weg frei für erste Geriatrie-Professur in MV

Konzept von Kreiskrankenhaus Wolgast und Unimedizin Greifswald wurde vom BMBF positiv bewertet

Greifswald – Ein großer Erfolg für das Kreiskrankenhaus Wolgast und die Universitätsmedizin Greifswald: Die Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie an der Unimedizin kann ausgeschrieben werden. Die Betten des Lehrstuhls werden am Kreiskrankenhaus Wolgast angesiedelt sein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der Fördermaßnahme „Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ eine Projektkonzeption der Unimedizin Greifswald als positiv bewertet und den Weg für einen neuen Lehrstuhl für Altersmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald und den ersten dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern geebnet.

„Das ist ein großer Erfolg für die Universitätsmedizin Greifswald und das Kreiskrankenhaus Wolgast. Damit können neue Angebote in Forschung, Lehre und auch in der Versorgung entwickelt werden. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen. Mit dem neuen Lehrstuhl wird ein Beitrag hierfür geleistet“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe.

Dazu sagte die Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses, Marie le Claire: „Unser anspruchsvolles Konzept ist sehr gut aufgenommen worden. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt, weil wir auf hohem Niveau in die Forschung einsteigen und die Lehre intensivieren können. Die stationären Betten am Kreiskrankenhaus erhalten damit einen universitären Status. Dies kommt direkt den Patienten in Wolgast vor Ort zugute.“

Der aufwändige Projektantrag wurde von der Leitenden Chefärztin am Kreiskrankenhaus Wolgast, Professorin Elisabeth Steinhagen-Thiessen, in enger Zusammenarbeit mit dem Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Professor Hans J. Grabe, erarbeitet. Das Konzept sieht die Etablierung einer Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie vor sowie den Aufbau einer Forschungsgruppe. „Die positive Bewertung ist ein Meilenstein für die Altersmedizin in Wolgast und ganz Mecklenburg-Vorpommern“, betonte die erfahrene Geriaterin und Wissenschaftlerin Steinhagen-Thiessen. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Stärkung der multiprofessionellen Versorgung von älteren Patienten ebenso wie die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und die Forschung ein dringendes Gebot unserer Zeit und der Zukunft.“

Die Unimedizin Greifswald wird die Professur im zweiten Verfahrensschritt nun ausschreiben. Der künftigen Professorin bzw. dem künftigen Professor obliegt es dann, ein Arbeitsprogramm für die maximal sechsjährige Förderung der Forschungsgruppe durch das BMBF zu erstellen. „Ziel ist es, spätestens in zwei Jahren mit dem neuen Lehrstuhl und der Forschungsgruppe arbeitsfähig zu sein“, sagte Prof. Dr. Max P. Baur, Dekan und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald.

Lenkungsgruppe zur Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte hat Arbeit aufgenommen

Schwerin – Am 26. Januar 2018 fand die konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe zur Ausgestaltung einer landesweiten Ehrenamtskarte statt.

Das unter Leitung des Sozialministeriums u.a. aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesverwaltung, der Ehrenamtsstiftung, des Landkreistages sowie Städte- und Gemeindetages bestehende Gremium hat die Aufgabe, einen konzeptionellen Rahmen zu entwerfen.

In Expertenworkshops und Fachveranstaltungen werden beginnend ab Februar/ März erste Überlegungen zum konzeptionellen Rahmen vorgestellt und diskutiert. Ab April ist dann auf mehreren Bürgerforen im gesamten Land eine breite Bürgerbeteiligung vorgesehen. Dabei werden Wünsche und Anregungen der Engagierten erfasst. Das Konzept wird anhand der Rückmeldungen weiterentwickelt und von der Arbeitsgruppe begleitet.

Das so gewonnene Gesamtkonzept zur Ausgestaltung der Ehrenamtskarte soll nach der Sommerpause in die Anhörungen gehen und nach dem Kabinettsbeschluss voraussichtlich Ende Oktober dem Landtag zugeleitet werden. Ab wann die landesweite Ehrenamtskarte dann eingeführt werden kann, hängt vom parlamentarischen Beratungsverlauf, den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln und der Ausgestaltung der Vergünstigungen mit den potentiellen Anbietern ab.

„Das ehrenamtliche Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil zum Wohle einer lebendigen, vielfältigen und solidarischen Gesellschaft“, betonte Ministerin Stefanie Drese im Vorfeld der konstituierenden Sitzung. Das Ehrenamt braucht aber auch eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung. Eine landesweite Ehrenamtskarte, die ehrenamtlich tätigen Menschen Vergünstigungen und Rabatte ermöglicht, zielt genau in diese Richtung.“

Neues Forschungsprojekt zu Garnelen aus Aquakultur

Schwerin – Das Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern untersucht bis 2020 in einem Forschungsprojekt in Kooperation mit der „Garnelen Farm Grevesmühlen“ Möglichkeiten zur Optimierung der Garnelenzucht in Aquakultur.

Derzeit werden jährlich etwa 40.000 Tonnen Garnelen und verwandte Krebsarten tiefgefroren nach Deutschland importiert. „Doch das Interesse der Konsumenten an regional erzeugten Lebensmitteln steigt stetig“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Garnelenfarmen produzieren nicht nur umweltfreundlich und antibiotikafrei. Ihr Vorteil liegt in der Regionalität. Die Garnelen können frisch vermarktet werden; kurze Vertriebswege bedeuten ausgezeichnete Qualität, und die Produzenten erzielen beste Verkaufspreise“, so der Minister.

Die marine Aquakultur in Kreislaufanlagen ist ein neuer Industriezweig in Deutschland und Europa. Mit der Weiterentwicklung des derzeitigen Know-hows könne Mecklenburg-Vorpommern zum Vorreiter der Garnelenaquakultur in Kreislaufanlagen und zum Ansprechpartner für nationale und internationale Partner werden. Das im September 2017 gestartete Projekt der Landesforschungsanstalt wird bis Ende August 2020 mit rund 990.000,00 Euro aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds und des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

Anträge zur Förderung von Tierheimen ab sofort bis zum 28. Februar stellen

Schwerin – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt stellt für die Jahre 2018 und 2019 jeweils 300.000 Euro für bauliche Investitionen in den Tierheimen des Landes zur Verfügung. „Damit unterstützen wir die vielen Ehrenamtler, die sich rund um die Uhr und mit sehr viel Engagement und Herzblut für den Tierschutz einsetzen“, unterstreicht Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Ab sofort bis zum 28. Februar 2018 können Anträge zur Förderung von Einrichtungen, die herrenlose Tiere, Fundtiere, behördlich beschlagnahmte Tiere oder kranke, verletzt aufgefundene oder aus anderen Grund hilflose Tiere aufnehmen, Anträge auf Förderung stellen. Danach beginnt das Auswahlverfahren.

Antragsteller, die im vergangenen Jahr nicht berücksichtigt wurden, sind gebeten, die Aufrechterhaltung ihres Antrages mitteilen, weil dieser ansonsten verfällt.

Neben den gemeinnützigen Trägern sind auch Privatpersonen oder andere Unterbringungsstätten, etwa solche, die Verträge mit Kommunen geschlossen haben, ebenso zur Antragsstellung aufgefordert. Gemeinnützige Einrichtungen werden jedoch vorrangig für eine Förderung berücksichtigt.

Wer wird gefördert?

Alle Träger von in der Richtlinie definierten „Tierheimen“.

Was wird gefördert?

Neu-, Erweiterungs-, Aus- und Umbauten, Modernisierungen;
Verbesserung hygienischer und energetischer Funktionalität;
Verbesserung Ausgestaltung Ausrüstung von Tierunterbringungsplätzen

Wie wird gefördert?

Fördervoraussetzungen sind die Einhaltung aller Vorschriften des Tierschutzgesetzes und der Nachweis notwendiger behördlicher Genehmigungen. Die fünfjährige Zweckbindung ab der letzten Auszahlung verbietet eine Veräußerung, Verpachtung oder zweckentfremdete Verwendung der geförderten Investitionen während dieses Zeitraumes.

Auf den Seiten des Landesförderinstitutes stehen alle wichtigen Unterlagen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner zur Verfügung: http://www.lfi-mv.de/foerderungen/tierheime/index.html

Die Zuwendung erfolgt als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses grundsätzlich bis 50 Prozent der förderfähigen Investitionen. Dabei wird von einer entsprechenden kommunalen Beteiligung ausgegangen. Sofern bei der Kommune, in der die Einrichtung gelegen ist, die dauernde Leistungsfähigkeit eingeschränkt oder gefährdet ist, kann der Fördersatz auf maximal 70 Prozent erhöht werden. Ist die Leistungsfähigkeit weggefallen ist, kann der Fördersatz auf maximal 90 Prozent erhöht werden. Maßgeblich ist die Einordnung nach dem rechnergestützten Haushaltsbewertungs- und Informationssystem der Kommunen, die das Landesförderinstitut nach Antragstellung ermittelt.

M-V entsendet erstmals Landespolizisten zum maritimen FRONTEX-Einsatz

Schwerin – Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich der Unterzeichnung einer Rahmeneinsatzkonzeption zur gemeinsamen maritimen Zusammenarbeit der Bundes- und der Landespolizei heute in Rostock verabschiedete der Inspekteur der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern Wilfried Kapischke auch zwei Polizisten des Landes zum ersten gemeinsamen maritimen FRONTEX-Einsatz von Bundespolizei und Landespolizei. Die Polizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich bereits seit November 2015 an FRONTEX-koordinierten Einsätze auf dem griechischen sowie italienischen Festland.

Mit der heutigen Entsendung werden nun erstmals Mitarbeiter einer Landespolizei an einer Auslandsverwendung mit Schwerpunktstreifen im Küstenbereich vor Samos/Griechenland auf Küstenstreifenbooten der Bundespolizei teilnehmen. Sie werden für vier Wochen im maritimen Einsatz auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos und Chios die griechische Küstenwache unterstützen. Die Polizeivollzugsbeamten aus Mecklenburg-Vorpommern werden bei FRONTEX vordergründig als Experts for fingerprinting and registration, Screening Experts und Escort Officer eingesetzt.

„Bei allen Differenzen in der Diskussion über die Aufnahme von Flüchtlingen sind sich die EU-Staaten in einem einig: Die EU-Außengrenzen müssen gesichert werden“, so Innenminister Lorenz Caffier. „FRONTEX spielt dabei eine zentrale Rolle und muss weiter gestärkt werden. Bis zum Aufbau einer echten europäischen Grenzpolizei ist es noch ein weiter Weg – aber das Ziel sollten wir nicht aufgeben. Deshalb unterstütze ich den gemeinsamen maritimen Einsatz „Poseidon“ im östlichen Mittelmeer unter Beteiligung unserer Landespolizei ausdrücklich.“

Die Einsatzzeiträume bei FRONTEX-Einsätzen liegen in der Regel zwischen vier und acht Wochen. Von 2015 bis 2017 wurde bisher 15 Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamte der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern in 22 FRONTEX-koordinierten Einsätzen in Griechenland und Italien eingesetzt. Im Jahr 2018 wird sich Mecklenburg-Vorpommern nach aktueller Planung an vier FRONTEX-Missionen beteiligen.

„Der erstmals gemeinsame Einsatz der Bundespolizei mit der Landespolizei M-V im Rahmen der Joint Operation POSEIDON ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die bisherige konstruktive Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil beider Organisationen nun auch im Mittelmeer zum Tragen kommt“, sagt der Inspekteur der Landespolizei Wilfried Kapischke in Rostock. „Ich bin mir sicher, dass dadurch vielfältige Erfahrungen gesammelt werden können, die sich zugleich positiv auf gemeinsame Einsatzbewältigungen auswirken wird. Ich wünsche sowohl den Kollegen des Landeswasserschutzpolizeiamtes M-V als auch den Kollegen der Bundespolizei See viel Erfolg im Einsatz und eine gesunde Rückkehr.“

Die Europäische Agentur für Grenz- und Küstenwache FRONTEX wurde 2004 errichtet und nahm 2005 ihre Tätigkeit auf. FRONTEX ist eine Gemeinschaftsagentur der EU, die für die operative Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten an den Außengrenzen der EU zuständig ist. Die Agentur koordiniert die operative Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten im Bereich des Schutzes der Außengrenzen, unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Ausbildung von nationalen Grenzschutzbeamten und legt u. a. gemeinsame Ausbildungsnormen fest. Darüber hinaus erstellt sie Risikoanalysen, verfolgt die Entwicklungen der für die Kontrolle und Überwachung der Außengrenzen relevanten Forschung, unterstützt die Mitgliedstaaten in Situationen, die eine verstärkte technische und operative Unterstützung an den Außengrenzen erfordern, und leistet die erforderliche Unterstützung für die Organisation gemeinsamer Rückführungsaktionen der Mitgliedstaaten.

Schwesig wirbt für Verantwortung und Zusammenhalt

Schwerin – 73 Jahre stehen zwischen uns und der einstigen Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. Die Zahl derer, die diese dunkle Zeit miterleben mussten, schwindet von Jahr zu Jahr. Doch ihre Erfahrungen sollen nicht in Vergessenheit geraten. „Nur, wer die Geschichte kennt, kann aus ihr lernen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus. Darum sei es wichtig, den Zeitzeugen Gehör zu schenken und ihre Erinnerungen als Mahnung an die folgenden Generationen weiterzugeben. „Was damals geschah, darf sich nicht wiederholen – und wir, die nachfolgenden Generationen, tragen dafür die Verantwortung.“

Darum soll morgen allen Menschen gedacht werden, die unter dem totalitären Regime der Nationalsozialisten leiden mussten oder gar ihr Leben verloren. „Sie mahnen uns, auch heute alle Formen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt abzulehnen – als Basis für ein andauerndes, friedliches Zusammenleben“, so die Ministerpräsidentin.

Gerade in Zeiten, in denen wir uns auch in Mecklenburg-Vorpommern erneut auf das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen zu verständigen haben, müsse Solidarität gelebt und die Würde des Einzelnen geachtet werden. „Deshalb darf in Mecklenburg-Vorpommern kein Platz sein für undemokratisches und menschenverachtendes Gedankengut“, erklärt Manuela Schwesig und dankte im gleichen Zuge allen Vereinen, Verbänden und Initiativen im Land, die sich der Aufarbeitung der Geschichte in all ihren Facetten annehmen.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland ein nationaler Gedenktag. Er wird seit 1996 am 27. Januar begangen. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit.

Entwicklung im Kinder- und Jugendtourismus

Schwerin – Am Freitag ist im Schweriner Landtag die Entwicklung des Kinder- und Jugendtourismus in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Der Kinder- und Jugendbereich erfährt aus vielen Richtungen wichtige Unterstützung bei uns im Land. Das ist gut so, denn Kinder und Jugendliche von heute sind die Gäste von morgen. Daher ist es wichtig, sie für unser Bundesland zu begeistern. Kinder- und Jugendreisen sind dabei wichtige Instrumente für Bildung, soziale Kontakte und auch, um ein Bundesland besser kennenzulernen. Reisen verbindet Menschen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

In den vergangenen Jahren haben sich die Übernachtungszahlen bei den Kinder- und Jugendreisen stabilisiert und auf einen Wert von 875.000 Übernachtungen eingependelt. „Die Entwicklung der Übernachtungsstatistik im Kinder- und Jugendreisebereich spiegelt auch die demografische Entwicklung in Deutschland wider. Weniger Kinder, weniger Schüler und weniger Jugendliche bedeuten auch in anderen Bundesländern deutliche Rückgänge in diesem Segment. Die Gründe hierfür sind vielfältig. In einigen Bundesländern werden aus finanziellen Gründen nur noch Klassenfahrten innerhalb der eigenen Landesgrenzen durchgeführt. Damit entfallen wichtige Quellmärkte für MV. Städtereisen werden von Jugendlichen als attraktiver bewertet“, so Glawe weiter.

Entsprechend der Reiseanalyse 2016 wurden 4,2 Prozent aller Urlaubsreisen (Dauer ab fünf 5 Tagen) der 14- bis 29-jährigen in Mecklenburg-Vorpommern verbracht. Das entspricht rund 610.000 Urlaubsreisen. „MV ist damit weiterhin das beliebteste innerdeutsche Ziel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (14 bis 29 Jahre) für einen längeren Urlaub vor Niedersachsen (3,2 Prozent Marktanteil) und Schleswig-Holstein (3,1 Prozent). Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Beim Tourismusverband MV e.V. wird das Marketing im Bereich Kinder- und Jugendtourismus in der Urlaubswelt „Lifestyle & Trends“ geführt. Vor kurzem wurde der Katalog „Auf nach Meck-Pomm – mehr als 60 Angebote für Klassen- und Jugendreisen 2018/2019“ mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren herausgebracht und mit einem Anschreiben der Verbandspräsidentin an alle Schulämter verschickt. Von dort werden die Kataloge an die Schulen des Landes weitergeleitet. „Eine gesonderte Förderung hierfür erfolgte nicht“, sagte Glawe. Das Produkt bietet einen guten Querschnitt der attraktiven Angebote im Kinder- und Jugendreisebereich des Landes. Zudem sind diese Angebote zusammen mit Angeboten für Individualreisende in die moderne Internetpräsentation des Tourismusverbandes aufgenommen worden.

Vom Bildungsministerium ist im September 2017 ein neuer Klassenfahrtenerlass in Kraft getreten, der deutliche Verbesserungen beinhaltet. „Die zuständigen staatlichen Schulbehörden können die Reisebudgets beispielsweise nun auch flexibler handhaben“, erläuterte Glawe.

Die Reduktion bei den Angebotskapazitäten ist auch Folge der Marktentwicklung. Die ressortübergreifende Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendreisen“ hat Ende Dezember unter Federführung des Wirtschaftsministeriums die Unterstützungsmöglichkeiten des Segments besprochen. „Es werden beispielsweise Investitionen durch Gelder aus dem Strategiefonds des Landtages ermöglicht. Für fünf Jahre sollen ab 2018 jährlich 100.000 Euro den Schullandheimen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.