LandWild: Neues Medienformat erlebt Premiere auf der Grünen Woche

Schwerin/Berlin – „LandWild“ lautet der Titel eines neuen Medienformates, das auf der Grünen Woche Premiere hatte. Fernsehjournalist und Filmemacher Ulrich Koglin und Dr. Florian Asche, Vorsitzender der Stilftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern, entwickelten das Format, das auf eine Idee von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf der Grünen Woche 2017 zurückgeht.

Die journalistisch unabhängig produzierten Filmbeiträge von 3 und 12 Minuten Länge drehen sich um das Leben im ländlichen Raum, um Themen aus Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft und werden ausschließlich über soziale Netzwerke verbreitet.

„Damit betreiben wir zum einen Imagewerbung für unser Land. Zum anderen erreichen die inhaltlich anspruchsvoll aufbereiteten Informationen jene 97 Prozent der Bevölkerung in MV, die nicht im land- oder forstwirtschaftlichen Bereich tätig sind“, sagte Minister Backhaus. „LandWild verbindet die konkrete Welt der ländlichen Regionen mit der digitalen Welt von Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram und Co.“

Pilotfolgen zu Wolf und Nandu sind bereits im Internet abrufbar.

Backhaus und Hogan einig: Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen

Schwerin – Im Rahmen der Sonder-Agrarministerkonferenz am 18. Januar 2018 erläuterte der für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissar Phil Hogan seine im November vorgelegten Grundsätze zur geplanten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

So würde die GAP ein wichtiges Instrument zur Verwirklichung der von Juncker dargestellten Ziele beitragen: hochwertige Beschäftigung, Förderung von Wachstum und Investitionen, Nutzung des Potenzials von Energieunion, Kreislaufwirtschaft und Biowirtschaft und Stärkung von Umweltpflege, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel; Stärkere Verknüpfung von Forschung und Innovation mit der Praxis, Digitalisierung und nicht zu letzt auch Beitrag zur Migrationsagenda.

„Diese Ziele sind es, die mich bereits vor über einem Jahr bewogen haben, das bisherige Modell zu überdenken und mit meinem Vorschlag die Gemeinsame Agrarpolitik an die europäischen Realitäten anzupassen. Wenn wir die Wirtschaftsgrundlage für die Landwirte so erhalten wollen, wie wir sie kennen, müssen wir das System auch an die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen anpassen. Genau das hat der für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissar Phil Hogan gesagt und das freut mich natürlich, dass wir hier in die gleiche Richtung denken: die Zeit ist gekommen, Veränderungen zu gestalten.“, resümiert Minister Backhaus das Zusammentreffen mit dem Kommissar.

Weiterhin sagte Minister Backhaus: „Insgesamt sehe mich in meinem Modellvorschlag durch die Darstellungen von Kommissar Hogan bestätigt. Die grundsätzlichen Vorstellungen der Kommission decken sich mit unserem Ansatz.“.

So bekräftigte Minister Backhaus zum Beispiel die Einschätzung des Kommissars, dass mehr Verantwortung in den Händen der Landwirte und der Regionen nötig sei, um die spezifischen Anforderungen der Mitgliedstaaten zu berücksichtigen. In diesem Sinne fasste auch die Agrarministerkonferenz den Beschluss, den Mitgliedstaaten, Regionen und eben den Landwirten selbst mehr Handlungsoptionen zu geben.

Till Backhaus: „Landwirte müssen bestimmen können, wie sie ihre Betriebe ausrichten. Hierzu muss die Politik Spielräume eröffnen, die sich an den gesellschaftlichen Bedürfnissen orientieren. Unser Modell, aber auch die Vorstellungen der EU-Kommission gehen in die gleiche Richtung: öffentliches Geld für öffentliche Leistungen. Oder wie Kommissar Hogan sagt: „Public money for public goods“.

Das sagt Minister Backhaus: „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen – genau dieses Konzept verbirgt sich hinter diesem guten Beschluss. Und es ist das Herzstück meiner neuen ersten Säule. Sie garantiert den Landwirten auch in Zukunft, ein gesichertes Einkommen auf dem bisherigen Niveau zu erwirtschaften. Neben einer Grundprämie, einer Förderung für Junglandwirte und kleine bäuerliche Betriebe sowie für benachteiligte Gebiete sollen insbesondere die Tierprämie und Zahlungen für ökologische Zusatzleistungen zum Einkommen beitragen. So profitieren die Landwirte endlich ganz bewusst vom Dreiklang der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Landwirtschaft!“

Delegation des Leningrader Gebietes zu Besuch bei Minister Backhaus

Berlin – Als „Tauwetter“ in den russisch-deutschen Beziehungen bezeichnete Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sein heutiges Gespräch mit Oleg Malashchenko, dem neuen Vizepremierminister des Leningrader Gebietes, auf der Grünen Woche.

Malashchenko, zugleich Vorsitzender des Komitees für Agroindustrie und Fischerei, absolvierte seinen Antrittsbesuch bei seinem Amtskollegen in MV mit einer 13-köpfigen Delegation. „Der Dialog mit Russland auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ist wichtig und sollte intensiviert werden. Wir haben gemeinsam schon vieles angestoßen, und es ist mir ein Anliegen, unsere Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter auszubauen“, erklärte der Minister. Dass Vize-Gouverneur Malashchenko die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern aufsucht, sei ein Zeichen der Wertschätzung und des über Jahre aufgebauten Vertrauens, so der Minister.

Gegenseitige Handelsbeschränkungen hatten die Bemühungen, kleinen- und mittelständischen Unternehmen aus der Land- und Ernährungsbranche Mecklenburg-Vorpommerns den russischen Markteintritt zu ermöglichen, bislang verhindert. „Ich sehe für unsere Unternehmen auf dem russischen Markt großes Potential“, sagte Backhaus weiter. „Im Bereich Saatkartoffelerzeugung können wir Produkte von höchster Qualität liefern und auch im Bereich Lebendvieh und bei der Bereitstellung von Bullensperma sind wir weiterhin an einer Zusammenarbeit mit Russland interessiert“, betonte er.

Mecklenburg-Vorpommern gehört seit vielen Jahren zu den Bundesländern, die sowohl politisch als auch wirtschaftlich intensive Beziehungen mit der Russischen Föderation pflegen. Eine Regionalpartnerschaft zum Leningrader Gebiet, der Region rund um St. Petersburg, besteht seit 15 Jahren. In den letzten sechs Jahren haben sich Delegationen der Länder insgesamt fünf Mal wechselseitig besucht.

Auch während der politischen Auseinandersetzung über die Annexion der Krim und des Wirtschaftsboykotts zwischen der EU und Russland ist der Gesprächsfaden zwischen Mecklenburg-Vorpommern und den russischen Partnern nie abgerissen.

Nachdem Russland sich in den vergangenen zwei Jahren nicht auf der IGW beteiligt hatte, präsentiert sich das Land in diesem Jahr wieder in einem eigenen Messebereich als eine der größten und wichtigsten Agrarnationen. „Die Rückkehr Russlands als Aussteller auf die Grüne Woche freut mich sehr. Ich sehe es als ein Signal, dass sich der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern auf gutem Wege ist!, sagte Minister Backhaus abschließend.

Vierspuriger Ausbau der B 321 in Schwerin startet

Schwerin – Am Dienstag (23.01.2018) beginnt der Ausbau der B 321, Crivitzer Chaussee, in Schwerin von der Kreuzung Plater Straße bis Mueß. Infrastrukturminister Christian Pegel wird gemeinsam mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und dem Oberbürgermeister der Stadt Schwerin Rico Badenschier den 1. Spatenstich zum Start des Ausbaus vornehmen.

Die B 321 soll vom Knotenpunkt Plater Straße bis zur Abfahrt Mueß an der Störkanalbrücke zu einem vierstreifigen Autobahnzubringer ausgebaut werden. Der Straßenabschnitt bewältigt hohe regionale und überregionale Verkehrsströme. Durch den Ausbau sollen die Kapazität und Verkehrsqualität deutlich erhöht werden.

Die Baustrecke ist insgesamt 2,1 Kilometer lang. Die Maßnahme wird in zwei Abschnitten durchgeführt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens in Höhe von rund 21,4 Millionen Euro trägt größtenteils der Bund. Die Landeshauptstadt Schwerin beteiligt sich in den Kreuzungsbereichen an den Kosten.

13. Plattdeutsch-Wettbewerb beginnt

Ministerin Hesse: 350 Kinder und Jugendliche wollen sich beteiligen

Greifswald – Am Wochenende beweisen wieder Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern, wie gut ihre Niederdeutschkenntnisse sind. Am Sonnabend, 20. Januar 2018, beginnt der diesjährige Plattdeutsch-Wettbewerb des Landes. Er steht unter dem Motto „Kiek achtern Horizont – Liehr Plattdüütsch!“ Bei der ersten der vier Regionalveranstaltungen treffen sich rund 50 Kinder und Jugendliche in der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Greifswald. Unterstützt wird die Auftaktveranstaltung durch das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald.

„An den Wettbewerben in den Schulamtsbereichen Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald wollen sich insgesamt 350 Kinder und Jugendliche beteiligen. Auch Schülerinnen und Schüler, die in Plattdeutschvereinen aktiv sind, sind dabei“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern sowie den vielen anderen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Plattsnackers auf die Regionalausscheide vorbereitet haben“, lobte Hesse.

Das Land finanziert den Wettbewerb mit 31.500 Euro. Seit dem Jahr 2013 wird er durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur organisiert und durchgeführt.

„Nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einen Preis holen. Aber alle Kinder, die sich mit der plattdeutschen Sprache in Literatur, Liedern und Tänzen beschäftigen, haben schon jetzt gewonnen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Jeder weiß heute, dass Sprachkompetenz bereits bei den Kleinsten durch neue Sprachen, die neben der Muttersprache gelernt werden, wächst. Für alle ist Plattdüütsch identitätsstiftend und eine Bereicherung für ein Heimatbewusstsein von heute“, so die Ministerin.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken plattdeutsche Buch- und Sachpreise sowie Geldpreise für die Förderung des Niederdeutschlernens. Die ersten Preisträgerinnen und Preisträger der vier Altersgruppen Vorschulalter, Grundschule, weiterführende Schule und Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab Klasse 10 werden zum Landeswettstreit am 14. April 2018 nach Schwerin eingeladen. Für die Jüngeren winkt ein Erlebnispreis: Die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 können am Sprachcamp „Plietsch & Platt!“ im Juni 2018 teilnehmen.

Die weiteren Regionalveranstaltungen finden für die Schulamtsbereiche Rostock am 20. Februar 2018 in Güstrow, für Neubrandenburg am 10. März 2018 in Demmin und für Schwerin am 17. März 2018 in Crivitz statt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, so dass natürlich alle, die mitfiebern wie Eltern, Großeltern und Pädagogen und auch jeder Plattschnacker herzlich eingeladen sind zu „Kiek achtern Horizont – Liehr Plattdüütsch!

Wo geht’s nach oben?

Erfolgreiches Mentoring-Programm für Frauen in Führungspositionen startet zum vierten Mal

Güstrow – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese überreichte in Güstrow die Abschlusszertifikate des Mentoring-Programms an die Tandems der dritten und begrüßte die Teilnehmerinnen der vierten Fortbildungsreihe.

„Es ist mir ein großes Anliegen, die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen in unserem Land voranzutreiben. Mehr Führungsfrauen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und nicht zuletzt in unserer Landesverwaltung tun Mecklenburg-Vorpommern und allen Unternehmen und Institutionen gut“, sagte Drese.

Das Mentoring-Programm, welches Frauen auf dem Weg in Führungspositionen innerhalb der Landesverwaltung unterstützen möchte, wird inhaltlich von der FHöVPR, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege, und der Leitstelle für Frauen und Gleichstellung begleitet.

„Frauen gehen oft zu selbstkritisch mit sich um, werden aber häufig von anderen besser eingeschätzt. Die Fortbildungsreihe und das Mentoring bieten den Rahmen, dies zu reflektieren“, betonte Drese und erklärte weiter: „Die Teilnehmerinnen bekommen hier eine erfahrene Führungskraft aus einem anderen Ressort der Landesregierung an die Seite, die sie in dieser Zeit begleitet. Der Austausch in den sogenannten Tandems fördert den Wissenstransfer von der älteren Generation hin zur jüngeren.“

Ministerin Drese übernimmt seit 2017 selbst die Mentorin-Rolle für eine junge Wissenschaftlerin aus Rostock.

Das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in allen Bereichen der Landesregierung weiter zu erhöhen, ist auch für diese Legislaturperiode im Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Minister Backhaus eröffnet Länderhalle auf der Grünen Woche

Berlin – In der Länderhalle MV der 83. Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin präsentieren sich ab heute 63 Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, Verbände, Vereine und Institutionen aus unserem Bundesland. „Die Länderhalle ist die Visitenkarte unseres Bundeslandes auf der IGW. Wir sind mit dem hier, was unser Land so besonders macht“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus zur Eröffnung der Länderhalle auf der Grünen Woche. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich bereits zum 27. Mal auf dieser Leistungsschau von Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau und zum 19. Mal mit eigener Länderhalle.

Neben Stammausstellern wie der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH – das Unternehmen ist seit 27 Jahren dabei –, der Mecklenburger Kartoffelveredelung, der Mecklenburgischen Brauerei Lübz oder des Vereins Rügenprodukte e.V. präsentieren sich eine Reihe Unternehmen erstmals auf der IGW.

Neu dabei sind alle Unternehmen am Stand der regionalen Entwicklungsagentur Land(Auf)Schwung, etwa die Vorpommersche Genussmanufaktur, die Senfmühle Schlemmin, die LandDelikat Bio-Rösterei aus Barth (Kaffeerösterei) oder die Marke Hiddenseer Kutterfisch. Im Trend Regionalvermarktung liegt auch das Unternehmen BoddenLandEis aus Kemnitz.

„Mit der Grünen Woche bieten wir neben etablierten Anbietern auch Klein- und Kleinstunternehmen eine Plattform, um ihre Produkte vorzustellen und deren Vermarktung zu testen. Im Schnitt der letzten Jahre sind jedes Jahr etwa 10 % der Aussteller erstmals dabei“, sagte der Minister weiter.

Neben MV präsentieren sich zwölf weitere Bundesländer auf der IGW in eigenen Länderhallen. Die Messe lädt noch bis zum 27. Januar ein.

Neujahrsempfang der Stadt Usedom

Usedom – Die Stadt Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat am Freitag ihren traditionellen Neujahrsempfang gefeiert. „Die Stadt Usedom und die gesamte Region können auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Hier hat sich viel getan – vor allem in die für Anwohner und Gäste so bedeutende wirtschaftsnahe Infrastruktur ist massiv investiert worden. Neben der Beseitigung der Schäden durch das Sturmtief Axel sind unter anderem Radwege ausgebessert, die Arbeiten zum Usedomer See-Zentrum vorangetrieben und ein Konzept zur Ausstellung der Stadtgeschichte erarbeitet worden. Die Maßnahmen tragen erheblich dazu bei, dass die Region als Lebensort für die Anwohner sowie als Ausflugs- und Urlaubsziel für Gäste noch attraktiver wird“, sagte der Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Derzeit plant die Stadt Usedom die Errichtung einer Ausstellung zur Stadtgeschichte mit regelmäßig wechselnden Themenschwerpunkten. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte „intelligente Citypoints“ im gesamten Stadtgebiet. Dabei handelt es sich um ein Stadtinformationssystem, das verschiedene Werbeformen wie Flyer und digitale Medien verbindet. Ziel ist es, die touristischen Highlights – insbesondere das Seezentrum und auch die Wegeverbindung über den See nach Paske – miteinander zu vernetzen. Derzeit läuft die Ausschreibung zur Umsetzung des Konzeptes. „So wird die Stadtgeschichte für Urlauber und Einwohner erlebbar gemacht und detailliert auf interessante Punkte hingewiesen. Das soll langfristig dazu beitragen, die Verweildauer der Gäste nachhaltig zu verlängern“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid an die Gemeinde Zempin (Teil des Amtsgebietets Usedom-Süd): Dort wird der Ausbau eines barrierefreien Strandzuganges geplant, der sich im unmittelbaren Nahbereich des Küstengewässers „Ostsee“ sowie der Küstenschutzdüne befindet. Derzeit ist dieser Strandzugang für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nicht nutzbar. Aus diesem Grund soll ein barrierefreier Strandabgang als langgezogener, ebener Zugang durch die Düne ausgeführt werden. „Mit dem Ausbau wird Menschen mit Handicap und auch Familien mit Kleinkindern die Möglichkeit gegeben, barrierefrei den Strand erreichen zu können. Das steigert Qualität und Sicherheit am Badestrand“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen betragen knapp 107.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von rund 64.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Insgesamt wurden seit 1990 auf der Insel Usedom 192 Infrastrukturvorhaben vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 139,9 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen von 184,5 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel kommen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gemeinden des Amtsbereiches Usedom-Süd sind mit 85 der 192 Vorhaben berücksichtigt worden (Gesamtinvestitionen: 59 Millionen Euro; Zuschuss: 42,6 Millionen Euro). Im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es im gleichen Zeitraum Gesamtinvestitionen in Höhe von 728 Millionen Euro, die vom Wirtschaftsministerium mit 525 Millionen Euro gefördert wurden.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 wurden in der Stadt Usedom rund 2.400 Ankünfte und rund 6.700 Übernachtungen verzeichnet; im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es insgesamt rund 1,2 Millionen Ankünfte und rund 5,6 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es rund 6,8 Millionen Ankünfte und rund 27,3 Millionen Übernachtungen.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden im Jahr 2017 insgesamt zehn Investitionsvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von knapp 21,5 Millionen Euro realisiert. Die Vorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 5,7 Millionen Euro unterstützt. Dadurch sind 40 neue Arbeitsplätze entstanden und 179 Jobs gesichert worden.

Internationale Messe „boot Düsseldorf“

Schwerin – 41 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern sind ab Sonnabend (20.01.) acht Tage lang auf der internationalen Messe „boot Düsseldorf“ vertreten. „Die starke Präsenz der Aussteller zeigt: Mecklenburg-Vorpommern hat rund um den Wassersport eine Menge zu bieten. Wir können mit idealen Wassersportbedingungen, einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie unserer beeindruckenden Seen- und Flusslandschaft punkten. Die Unternehmen nutzen die Chance, auf der Messe für ihre touristischen Produkte und Dienstleistungen zu werben. Das ist beste Werbung auch für unser Land. Es geht darum, neue Absatzmärkte zu erschließen und neue Gäste für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Ein Schwerpunkt der Präsentation ist das Projekt „South Coast Baltic“, das von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem gleichnamigen Segelrevier der südlichen Ostseeregion gezeigt wird. „Ziel ist es, die Region bekannter zu machen und für weitere Wassersporturlauber – ob Segler, Motorboot- oder Chartergäste – zu werben. Wir können die wassertouristischen Angebote im Raum südliche Ostseeküste als Einheit noch besser vermarkten. Neue internationale Quellmärkte werden so noch besser erschlossen. Wir haben im Land eine gut ausgebaute Infrastruktur, die kann intensiv von Gästen genutzt werden. Das muss überregional noch bekannter werden“, forderte Glawe. In dem Projekt geht es auch um eine verstärkte grenzüberschreitende Netzwerkarbeit zwischen Marinabetreibern und Charterunternehmen sowie eine Kompetenzentwicklung und Profilierung des Marina-Netzwerkes in den jeweiligen Regionen. Auf der Messe wechseln sich am Vorpommern-Stand der Tourismusverband Vorpommern, die Usedomer Tourismusgesellschaft, die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und der Marinaverbund Ostsee mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern ab. „Ziel muss es sein, insgesamt noch mehr internationale Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte Glawe.

In dem Projekt sind 21 Partner gemeinsam aktiv; auf deutscher Seite handelt es sich um den Tourismusverband Vorpommern e.V., die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und der Marinaverbund Ostsee e.V. sowie der Planungsverband Vorpommern und der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern als assoziierte Partner. Darüber hinaus sind polnische, litauische und dänische touristische Anbieter dabei. Das Gesamtbudget beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Interreg V A – Programm südliche Ostsee und aus Mitteln der „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 2,1 Millionen Euro unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zum größten zusammenhängenden Wassersportrevier in Deutschland. 1.945 km Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 km lange Fließgewässer bieten ideale Wassersportbedingungen. Im Land gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. „Mit 1.400 Unternehmen und rund 7.000 Beschäftigten ist der Wassertourismus einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. Der Bereich ist in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen“, sagte Glawe. In den letzten 10 Jahren erfolgte eine Verdreifachung der Umsätze auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis heute 360 wassertouristische Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Strandaufgänge, Promenaden, Seebrücken) gefördert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rd. 538 Millionen Euro, die Förderung vom Wirtschaftsministerium betrug rund 417 Millionen Euro. Im Bereich des gewerblichen Wassertourismus wurden von 1990 bis heute im Rahmen von 143 Investitionsvorhaben (zum Beispiel Sportboothäfen, Marinas) rund 228,5 Millionen Euro investiert. Sie wurden mit 85,5 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium durch Investitionsförderung unterstützt. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Wir werden Investitionen auch künftig weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Agrarminister fordern neue Architektur der Gemeinsamen Agrarpolitik

Schwerin – Im Auftrag der Ministerpräsidentenkonferenz haben die Agrarminister der Länder und des Bundes in der heutigen Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin eine gemeinsame Position zu einer von der EU-Kommission vorgelegten Mitteilung zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik formuliert.

Darin stellen sie heraus, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) als eine der wichtigsten europäischen Politikfelder und die Landwirtschaft selbst einen wertvollen Beitrag für die Bevölkerung Europas leistet, sowohl für die Versorgung mit hochwertigen und sicheren Lebensmitteln, als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber insbesondere in ländlichen Regionen und für den Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz. Darüber hinaus unterstrichen die Agrarminister auch die Bedeutung der Landwirtschaft für eine vielfältige Kulturlandschaft.

„Die Gemeinsame Agrarpolitik war lange Zeit ein erfolgreiches Modell, wenn auch mit Ecken und Kanten. Sie hat ganz entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute in einem geeinten und friedlichen Europa leben, ohne Hungersnöte und geprägt von hohen sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards. Diesen wichtigen Veränderungsprozess verdanken wir auch der GAP“, stellte Minister Backhaus klar.

„Aber: um auch zukünftig erfolgreich zu sein, muss sich die GAP auch den Veränderungsprozessen selbst anpassen und verändern“, konstatierte der Minister und ergänzte: „Die politische Realität in Europa hat sich gewandelt – sowohl in nichtlandwirtschaftlichen Politikfeldern, aber auch in der Landwirtschaft selbst“.

Dementsprechend fordern die Agrarminister der Länder, dass das finanzielle Volumen zwar beibehalten werden muss, aber die Mitgliedstaten und Regionen mehr Handlungsspielräume bei der Gestaltung und Umsetzung der GAP benötigen. Auch der Bürokratieabbau müsse wirksam werden. Hierzu solle die Kommission ein überzeugendes Konzept vorlegen, welches auch die föderale Struktur in Deutschland berücksichtigt.

Weiterhin forderten die Minister eine „neue Architektur der GAP“. Diese müsse den Landwirten nicht nur mehr Handlungsoptionen erlauben, sondern auch die Honorierung und Anreizwirkung der Maßnahmen verbessern. „Ich freue mich sehr, dass die Gesamtheit der Länder sich dafür aussprechen, die Maßnahmen zielorientierter und anreizgebundener zu gestalten. Ich sage: öffentliches Geld für öffentliche Leistungen. Nur wenn wir dieses Prinzip konsequent verfolgen, wird es uns gelingen, den globalen Herausforderungen einerseits und dem wirtschaftlichen Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe andererseits zu begegnen“, so Minister Dr. Till Backhaus.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister nochmals auf die im November von ihm vorgelegten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020: „Mein Modell geht genau in diese Richtung – und ich freue mich, dass die Darlegungen von EU‑Kommissar Hogan erkennen lassen, dass auch die EU-Kommission wichtige Punkte unseres Vorschlages teilt. Wir brauchen einen leistungsorientierten Ansatz: eine einheitliche Basisprämie – wie es sie bereits gibt – kann durch weitere Mittel auf nahezu das jetzige GAP-Niveau angehoben werden, wenn der Landwirt bestimmte Leistungen erbringt, die im besonderem öffentlichen Interesse stehen. So wird der wichtige Beitrag landwirtschaftlicher Betriebe zum Erreichen der Umwelt- und Klimaziele endlich stärker honoriert.“.

Insgesamt zeigte sich Minister Backhaus zufrieden mit den Ergebnissen der Sonder-Agrarministerkonferenz: „Die gemeinsame Positionierung der Länder geht schon mal in die richtige Richtung, auch wenn natürlich noch nachgeschärft werden muss. Aber auch in einem zweiten Punkt konnten wir sehr erfolgreich sein“.

So stellten die Agrarminister der Länder und des Bundes auch das Thema „Afrikanische Schweinepest“ auf die Tagesordnung. Angesichts der hohen Gefahr, dass diese Tierseuche aus den mittlerweile betroffenen Nachbarländern Polen und Tschechien übergreift, einigten sich Bund und Länder darauf, noch konsequenter alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Eintragswahrscheinlichkeit des Virus zu vermindern.

„Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich – das ist leider die einzig gute Nachricht. Ansonsten ist sie die größte Bedrohung für die hiesigen schweinehaltende Betriebe und die Fleischindustrie seit sehr langer Zeit. Und deshalb müssen wir alles daran setzen, eine Ausbruch zu verhindern.“, sagte Minister Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern hatte hierzu im Dezember letzten Jahres als erstes Bundesland ein Zwei-Millionen Euro schweres Anreizprogramm zur Reduzierung der Schwarzwildbestände aufgelegt. Minister Backhaus bekräftigte: „Es ist gut und richtig, dass mehrere Länder bereits unserem Beispiel gefolgt sind und der Bund sich auch auf EU-Ebene stark engagiert“.

Dies sei aber noch längst nicht ausreichend. So müsse der Bund vehement dafür einsetzen, dass die bisherigen Anstrengungen der Länder durch europäische Mittel ergänzt werden. Auch der Bund selbst müsse sich noch stärker beteiligen. So sollten schnellstmöglich die personellen und sachlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um endlich einen wirksamen Impfstoff zur Immunisierung von Wild- und Hausschweinen zu entwickeln.

„Überdies halte ich es für zwingend erforderlich, dass sich auch der Bund finanziell und sachlich an den Präventionsmaßnahmen der Länder beteiligt. Hierfür müssen so schnell wie möglich die Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so der Minister.

Eine weitere Gefahr sieht Minister Backhaus besonders im Menschen selbst: Das Einschleppungsrisiko, welches vom grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr ausgeht, müsse auf das geringstmögliche Maß reduziert werden. „Hier hilft nicht nur eine breitangelegte Aufklärungskampagne, sondern auch die Kontrollen durch Bundespolizei und Zoll müssen konsequent erfolgen. Hier darf es keine Engpässe geben“, fordert Minister Backhaus.

„Auch wenn wir alles Erdenkliche tun, bleibt ein Restrisiko. Aber es liegt in unser aller Hand, darauf vorbereitet zu sein und schon jetzt die notwendigen Vorbereitungen zu treffen“, mahnt der Minister.

In einer vorgelagerten Konferenz der Amtschefs der jeweiligen Agrarressorts wurden weitere Themen beraten, so zum Beispiel die Revision der EU-Ökoverordnung, die Umsetzung der EU-Tierzuchtverordnung und die Anpassung nationaler tierzuchtrechtlicher Regelungen, die Nutztierhaltungsstrategie oder die Förderung besonders umwelt- und klimaschutzrelevanter Investitionen in der Landwirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz.

35 neue Fahrzeuge für die Landespolizei und Katastrophenschutzbehörden

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat in Schwerin 25 neue Fahrzeuge an die Landespolizei M-V sowie zehn neue Krankentransportwagen an Katastrophenschutzbehörden übergeben.

„Die neuen Krankentransportwagen kommen in unseren für den Katastrophenfall vorgesehenen Sanitätszügen zum Einsatz“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Katastrophen lassen sich nie vollständig abwenden, aber wir wollen bereit sein, Konsequenzen für die Bevölkerung möglichst schnell und umfassend abzumildern. Hierzu werden die neuen Fahrzeuge einen wichtigen Beitrag leisten.“

Die zehn Krankentransportwagen (KTW) werden auf vier Sanitätszüge mit Standorten in Schwerin, Rostock, im Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie Vorpommern-Rügen verteilt. Die KTW dienen der medizinischen Erstversorgung sowie dem Transport von bis zu zwei liegenden und einem sitzenden Patienten.

Die Landespolizei erhielt 19 Funkstreifenwagen vom Typ Mercedes-Benz Vito, zwei Funkstreifenwagen Gelände vom Typ Land Rover Discovery. sowie vier Halbgruppenfahrzeuge des Typs Mercedes Sprinter. Letztere gehen an das Landesbereitschaftspolizeiamt, die Funkstreifenwagen Mercedes-Benz Vito und Land Rover Discovery werden im allgemeinen Streifendienst der Landespolizei eingesetzt. Verteilt werden sie auf Dienststellen in Neubrandenburg, Anklam, Stralsund, Rostock, Ludwigslust, Güstrow und Schwerin. Die neuen Fahrzeuge ersetzen acht bis zehn Jahre alte Vorgänger mit Kilometerständen zwischen 174.000 und 267.000 km.