Neujahrsempfang der Stadt Putbus

Glawe: Hafen Lauterbach kann ausgebaut werden

Insel Rügen – Am Sonnabend (20.01.) hat die Stadt Putbus (Landkreis Vorpommern-Rügen) ihren Neujahrsempfang gefeiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid für die Erneuerung und Entwicklung des Hafens Lauterbach (Ortsteil der Stadt Putbus). „Das ehemalige Fischerdorf Lauterbach hat sich zu einem beliebten Ausgangspunkt für Tagesausflügler und Urlaubsgäste entwickelt, die beispielsweise Schiffstouren rund um die Insel Vilm oder durch den Rügenschen Bodden unternehmen. Jetzt soll der Hafen ausgebaut werden, um die Angebote für die Besucher zu erweitern. Mit den geplanten Änderungen im und um den Hafen wird die gesamte Region touristisch aufgewertet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Stadt Putbus plant die vorhandene Anlegestelle insbesondere für Flusskreuzfahrtschiffe auszubauen. Mit der Modernisierung des Hafengeländes „Westlicher Kai“ zu einem Tourismusgebiet werden zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe der sogenannten 120-Meter-Klasse geschaffen, die dem gestiegenen Bedarf an Anlege- und Verweilmöglichkeiten Rechnung tragen sollen. Zusätzlich werden Versorgungssäulen für Strom und Trinkwasser für die Schiffe eingerichtet. Auch eine Erneuerung der südlichen Uferwand und die Errichtung eines Informationszentrums sind vorgesehen. Die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen sollen in die neue Nutzung eingebunden werden.

Gegenüber dem Gastronomiebereich sind Liegeflächen für Segler und Traditionsschiffe vorgesehen. Die Freitreppe soll mit Sitzstufen versehen sein. Ein barrierefreier Zugang soll insbesondere älteren Menschen einen leichten Zugang zum geplanten Informationszentrum und dem Gastronomiebereich ermöglichen. „Mit dem Ausbau der Kaianlagen sollen künftig bei Veranstaltungen wie beispielsweise dem Hafenfest, dem internationalen Vilmschwimmen zwischen Insel und Hafen sowie der traditionellen Regatta `Rund Vilm´ den Besuchern ein höherer Komfort geboten werden“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund fünf Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und knapp sechs Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen gezählt.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zum größten zusammenhängenden Wassersportrevier in Deutschland. 1.945 km Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 km lange Fließgewässer bieten ideale Wassersportbedingungen. Im Land gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Mit 1.400 Unternehmen und rund 7.000 Beschäftigten ist der Wassertourismus einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. In den letzten 10 Jahren erfolgte eine Verdreifachung der Umsätze auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Theaterfreunde Schwerin: Bis zu 25.000 Euro vom Land im Jubiläumsjahr

Ministerin Hesse: Langjährige Unterstützung des Staatstheaters verdient auch selber Unterstützung

Schwerin – Zum Jubiläum gibt´s Geschenke: Das Land will die Bürgerstiftung der Theaterfreunde Schwerin beim Einwerben von weiteren Stiftungsgeldern unterstützen. Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Die Landesregierung hat den Theaterfreunden im Jubiläumsjahr einen Zuschuss in Höhe von bis zu 25.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn der gleiche Betrag parallel von theaterbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht wird. Am Ende könnten auf diesem Weg 50.000 Euro zusammenkommen.

„Das Mecklenburgische Staatstheater bereichert das Kulturleben im Land und strahlt mit seinen Angeboten und Spielorten über Schwerin hinaus. Genau das zeigt auch die große Gästeschar, die heute den Saal füllt“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse beim diesjährigen Theaterball. „Mit diesem Abend, wie wir ihn heute erleben, setzt das Schweriner Theater seit 26 Jahren ein Glanzlicht im Veranstaltungskalender. Zunächst als Theaterfest, seit zwei Jahren als Theaterball. Ich freue mich, heute Abend der Bürgerstiftung zum Jubiläum eine Extra-Zuwendung in Aussicht stellen zu können. Die langjährige Unterstützung des Staatstheaters verdient auch selber Unterstützung“, betonte Hesse.

Die Bürgerstiftung der Theaterfreunde Schwerin ist nach eigenen Angaben die erste Bürgerstiftung an einem deutschen Theater. Laut Stiftung betrug das Stiftungsvermögen bei der Gründung 65.000 Euro. Inzwischen hat es sich durch viele Zustiftungen auf fast 400.000 Euro erhöht. Ziel ist es, das Mecklenburgische Staatstheater in seiner bisherigen Vielfalt an Angeboten zu erhalten und zu fördern. Die Stiftung ist darauf ausgerichtet, Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Vereine und Institutionen zu gewinnen, die bereit sind, Geld als Zustiftungen für das Theater zur Verfügung zu stellen.

Tradition und Moderne: Landkreis Ludwigslust-Parchim

Ländertag auf der IGW

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gestaltet der Landkreis Ludwigslust-Parchim am heutigen Samstag den Ländertag in der Länderhalle von Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Tradition und Moderne – ein Landkreis mit Zukunft“.

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm bietet mit musikalischen Beiträgen von der Musikschule Lübz-Parchim oder der Showtanzgruppe Parchim sowie den „Korl – Boi´s“, aber auch Darbietungen der Gastro-Initiative MV „So schmeckt MV“, die vor Ort mit einem eigenen Kochstudio für kulinarische Genüsse gemeinsam mit dem Hof Denissen aus Wöbbelin sorgen, einen Einblick in die Vielfalt des Landkreises. Außerdem werden zwei erfolgreiche und traditionsreiche Unternehmen gefeiert, die Mecklenburgische Brauerei Lübz mit ihrem 150jährigen Jubiläum und die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren mit ihrem 125jährigen Jubiläum.

„Der zweitgrößte Landkreis der Bundesrepublik Deutschland gibt uns heute einen Eindruck davon, was man in dem besonderen Teil unseres Bundeslandes erleben und entdecken kann und wofür die 214.000 Menschen, die dort leben stehen“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Mit einer Arbeitslosenquote von gerade mal 5,9 % ist dieser äußerst erfolgreich. Ursache sind die Lage zur Autobahn und Metropolregion Hamburg sowie die vielen Unternehmen der Ernährungswirtschaft. „Es ist der süßeste Landkreis unseres Bundeslandes, wenn wir an die Grabower Küsschen oder an Toffee Tec und Sweet Tec in Boizenburg denken“, unterstrich Dr. Backhaus.

Auf der Grünen Woche in Berlin mit dabei sind auch Sanddorn Storchennest, die Deutschlands größte Sanddornplantage auf über 100 ha in Ludwigslust betreiben sowie die Agrarproduktion Lübtheen (Elbtaler), die Fleisch- und Wurstprodukte aus eigener Produktion anbieten. Aber auch die Mecklenburger Kartoffelveredlung, die seit 1970 erfolgreich Kartoffelprodukte vermarktet ist in diesem Jahr wieder mit auf der Grünen Woche vertreten. „Nicht zu vergessen die Manufaktur der Genussvielfalt aus Broock und der Alte Amtsturm aus Lübz, die uns mit auf eine kulinarische Reise in die Region nehmen. Aber auch der Gartenbau mit Meyn-Pflanzen sowie touristische Anziehungspunkte, wie die Draisine Mecklenburg und der Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin stehen für die Vielseitigkeit des Landkreises“, so Backhaus.

Eine unvergleichbare Natur und Landschaft in den zwei Biosphärenreservaten Flusslandschaft Elbe und Schaalsee lockt alljährlich viele Gäste an. Zudem bieten die Lewitz, der Naturpark Sternberger Seenlandschaft und Nossentiner-Schwinzer-Heide eindrucksvolle Naturlandschaften. „Auch Wasser gibt es reichlich. So laden die Müritz-Elde-Wasserstraße, die Elbe oder zahlreiche Seen wie der Schaalsee oder der Plauer See zu einem Besuch ein. Zudem wecken Fachwerkstädte wie Grabow, die Backsteingotik in Parchim oder das barocke Schloss in Ludwigslust die Neugierde“, sagte der Minister.

Maßnahmenpaket des Landes für die Kindertagespflege

2. Regionalkonferenz in Torgelow

Torgelow – Sozialministerin Stefanie Drese will dauerhaft die Qualität in der Kindertagespflege verbessern. Auf sechs landesweiten Regionalkonferenzen informiert das Ministerium über die Ausweitung der Fort- und Weiterbildung des Landes für Kindertagespflegepersonen und diskutiert mit Tagespflegepersonen und Jugendämtern über die Etablierung von praktikablen Vertretungsmodellen bei Ausfallzeiten. Die zweite Regionalkonferenz fand für den Landkreis Vorpommern-Greifswald am Sonnabend in Torgelow statt.

Ministerin Drese sagte auf der Regionalkonferenz dem Landkreis die Unterstützung des Landes bei der Erprobung und Einführung eines Modells zur zukünftigen Sicherstellung von Vertretungen bei Ausfall der Tagespflegeperson zu. „Eine gute Vertretungsregelung bei Ausfallzeiten, z.B. wegen Krankheit ist nicht nur ein wichtiges Anliegen der Kindertagespflegepersonen selbst, sondern auch der Eltern, des Landes und des Landkreises Vorpommern-Greifswald“, so Drese.

Insgesamt stellt das Land hierfür rund 470.000 Euro zur Verfügung. Profitieren sollen davon die fünf Landkreise und die Landeshauptstadt Schwerin, die bisher noch keine Vertretungssysteme installiert haben. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Hansestadt Rostock haben bereits in der Vergangenheit aus ESF-Mitteln geförderte Vertretungsmodelle etabliert.

Darüber hinaus plant das Land nach Angaben von Ministerin Drese eine Fort- und Weiterbildungsoffensive in der Kindertagespflege. „Alle Tagespflegepersonen, die bereits die 160 Stunden Grundqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, können in diesem und im kommenden Jahr kostenfrei eine tätigkeitsbegleitende Fortbildung nach dem Kompetenzorientierten Qualitätshandbuch des Deutschen Jugendinstituts absolvieren“, so Drese.

Viel Lob für dieses Maßnahmenpaket gibt es dafür vom Bundesverband für Kindertagespflege, der Mecklenburg-Vorpommern als bundesweit vorbildlich bei der Unterstützung der Kindertagespflege bezeichnet. So unterstütze das Land als erstes Bundesland überhaupt die Kommunen bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Drese: „Die knapp 1.200 Tagesmütter und Tagesväter in unserem Land leisten einen wichtigen Beitrag für die bedarfsgerechte Förderung von Kindern in der Kindertagesförderung. Die Kindertagespflege ist gleichberechtigter Teil unseres qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesbetreuung. Gerade im ländlichen Bereich ist die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich.“

Dahlemann: Chancen nutzen, Vorpommern stärken

Greifswald – „Ich freue mich, dass heute so viele Schülerinnen und Schüler gekommen sind, um sich darüber zu informieren, welcher Beruf der richtige für sie ist. 50 Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren ihre über 100 Angebote. Ob ein Beruf in Industrie oder Landwirtschaft, in der Bildung oder in der Pflege, ob im Einzelhandel oder im künstlerischen Bereich – jede Arbeit hat ihren Reiz und ihre Vor- und Nachteile. Findet heraus, was zu euch passt und was euch Spaß macht, um eine berufliche Laufbahn in der Region zu beginnen. Wichtig ist, dass ihr hier die gebotenen Möglichkeiten für euch nutzt“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf der 19. Jobbex in der Sporthalle des BerufsBildungsWerks Greifswald.

Er forderte die Jugendlichen dazu auf, sich in Vorpommern eine Zukunft aufzubauen. „Nutzt die Chance, die es hier inzwischen für junge Leute gibt. Das ist gut für euch und für Vorpommern.“

Zugleich ermunterte der Parlamentarische Staatssekretär Unternehmerinnen und Unternehmer, fairen Lohn für gute Arbeit zu zahlen. „Junge Menschen werden sich hier nur bei uns in Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft aufbauen, wenn sie gute Löhne erhalten“, sagte Dahlemann. „Das beginnt bereits bei der Ausbildungsvergütung. Deshalb finde ich es gut, dass zu den Ergebnissen der Sondierungsgespräche gehört, dass in Deutschland eine Mindestausbildungsvergütung eingeführt werden soll. Dies wäre nach der Einführung des Mindestlohns ein konsequenter zweiter Schritt.“

Feierliche Einweihung der neu gebauten „beermann arena“ in Demmin

Demmin – Der Umbau der alten Demminer „Friesenhalle“ zu einer modernen Zweifeld-Sport- und Mehrzweckhalle, der „beermann arena“, hat sich gelohnt. Davon konnte sich Minister Lorenz Caffier heute bei der feierlichen Einweihung selbst ein Bild machen. Zur Finanzierung des rund 3,7 Mio. EUR teuren Umbaus konnte die Stadt Fördermittel aus verschiedenen Programmen einfließen lassen. So flossen aus dem europäischen Förderprogramm ELER rund 225,0 TEUR, aus einem Bundesprogramm (Mauerfonds) rund 500,0 TEUR sowie aus einer vom Innenministerium gewährten Sonderbedarfszuweisung rund 1,43 Mio. EUR Fördergelder.

„Viele Töpfe haben die Kasse gefüllt, am Ende stand die Finanzierung“, erinnerte der Minister in seinem Grußwort. “Ich bin mir sicher, dass Demmin mit der neuen Halle künftig als regionales Sportzentrum von sich reden machen wird.“

Die Hansestadt Demmin hat die Zweifeld-Sport- und Mehr-zweckhalle als Erweiterungsbau der bereits vorhandenen „Friesenhalle“, einer Ein-Feld Sporthalle aus den 1980er Jahren, errichtet. Das neue eingeschossige Gebäude wurde in konventioneller Mauerwerksbauweise gebaut und mit einem Verbindungsbau mit Cateringbereich, Lager und Garderobe an die vorhandene Sporthalle erweitert. Auch die Umkleidebereiche samt den dazugehörigen Sanitäreinheiten sind neu. Die Halle wird vorrangig dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung gestellt werden: vormittags den Schülern, nachmittags und abends etwa einem Dutzend Sportvereinen der Hansestadt Demmin.

Mit dem Neubau der Zweifelderhalle werden die Bedingungen für den Schul- und Vereinssport in der gesamten Stadt erheblich verbessert.

Da die Halle auch multifunktional nutzbar sein wird, bekommt Demmin so auch noch eine neue Stätte für verschiedene städtische Veranstaltungen.