Kunst im FM: Diana Stutzke mit erster Einzelausstellung im Finanzministerium

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat heute eine neue Ausstellung im Finanzministerium eröffnet. In der Reihe „Kunst im FM“ zeigt die Rostocker Künstlerin Diana Stutzke erstmals ihre farbvollen Porträts in einer Einzelausstellung.

Stutzke gewann im vergangenen Jahr bei der Veranstaltung „Rostock Kreativ“ in der Rostocker Kunsthalle den Publikumspreis. Sie setzte sich mit einem großformatigen Porträt gegen 650 andere Künstlerinnen und Künstler durch. Die Ausstellung im Finanzministerium ist ihre erste eigene Ausstellung. Auch hier zeigt sie vor allem Porträts, aber auch abstrakte Arbeiten.

In den vergangenen Jahren hat sich Stutzke intensiv mit diversen Mal- und Zeichentechniken beschäftigt und arbeitet hauptsächlich mit Ölfarben auf Leinwand. Seit Kurzem widmet sie sich auch der photorealistischen Malerei.

Die Ausstellung kann noch bis zum 12. April dieses Jahres während der Geschäftszeiten des Finanzministeriums besucht werden. Der Eintritt ist frei.

27. Wertholzversteigerung am 25. Januar in Linstow

Linstow – Am 25. Januar 2018 um 09.30 Uhr startet im Van der Valk Resort in Linstow die 27. Wertholzauktion des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Meistbietend versteigert werden Hölzer bester Qualität aus Landes-, Kommunal und Privatforst.

Das diesjährige Angebot umfasst insgesamt 645 Festmeter Laubwertholz von neun verschiedenen Baumarten, davon stammen 118 Festmeter aus Kommunal- und Privatforsten des Landes. Damit hat sich die Angebotsmenge gegenüber dem Vorjahr (619 Festmeter) trotz der regenbedingt deutlich erschwerten Holzerntebedingungen leicht erhöht. Den Hauptanteil des Holzes stellt mit 492 Festmeter die Baumart Eiche. Aber auch Esche, Buche, Ahorn und Wildkirsche sind mit nennenswerten Mengen vertreten.

Neben der Landesforstanstalt als Hauptanbieter beteiligen sich auch sieben kommunale und private Waldbesitzer des Landes mit Werthölzern an der Auktion. Zu ihnen gehören die Universität Greifswald, die Forstwirtschaftliche Vereinigung M-V sowie die Städte Rostock und Greifswald.

Die zur Versteigerung angebotenen Hölzer werden aufgrund der guten Qualitäten überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden. Kaufinteressenten können das zentral auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide gelagerte Holz bereits seit dem 02. Januar 2018 besichtigen und bewerten. Die Versteigerungskataloge wurden an mehr als 70 Kaufinteressenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland gesandt.

„Die Spitzenpreise vieler Baumarten können sich auch bundesweit sehen lassen. Bei der Versteigerung 2017 konnten die beteiligten Waldbesitzer einen Erlös von insgesamt rund 310.000 Euro erzielen“, berichtet Minister Dr. Till Backhaus.

Seit 1992 veranstaltet die Landesforstverwaltung jährlich diesen Meistgebotstermin. Die Anbieter hoffen wiederum auf Ergebnisse, die den Holzqualitäten angemessen sind.

Zehnjähriges Jubiläum der Kinderschutzhotline M-V

Ministerin Drese betont hohe Bedeutung der Kinderschutzhotline MV

Schwerin – Seit dem 1. Februar 2008 gibt es die Kinderschutzhotline Mecklenburg-Vorpommern. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte heute anlässlich des zehnjährigen Jubiläums die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbare telefonische Kontaktstelle als ein wichtiges zusätzliches Hilfeangebot im Kinder- und Jugendschutz.

„Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um Kinder vor physischer und seelischer Gewalt zu schützen, aber auch um Hilfe für Menschen in Krisensituationen zu organisieren. Die 24 Stunden erreichbare Hotline ist ein wichtiger Beitrag dazu“, betonte Drese heute auf der Landespressekonferenz in Schwerin. Bürgerinnen und Bürger können sich – auch anonym – an die Hotline wenden, z.B. wenn die Vermutung einer Kindeswohlgefährdung bzw. Kindesmisshandlung besteht. Die sofortige Weitergabe der Information ist nach vereinbarten Standards gewährleistet.

Die Kinderschutz-Hotline ist beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) angesiedelt, seit 2012 nehmen Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Rostock die Anrufe an der Hotline entgegen. Die enge Zusammenarbeit mit den Jugendämtern im Land wird durch Kooperationsvereinbarungen mit den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten gesichert. Das Landessozialministerium stellt für die Hotline pro Jahr rund 130.000 Euro zur Verfügung.

Ministerin Drese hob hervor, dass im Zeitraum vom 01.02.2008 bis 31.12.2017 insgesamt 3.040 Meldungen aufgenommen wurden. Von den Meldungen betroffen waren 5.182 Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus gab es 1.818 Auskunfts- und Informationsersuchen. „Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der Kinderschutzhotline“, sagte Drese. „So wurde in den zehn Jahren in 102 Fällen die Bitte um Inobhutnahme des betroffenen Kindes geäußert – 54 Mal vom Kind bzw. Jugendlichen selbst, in 48 Fällen baten die Eltern darum.“

Die Geschäftsführerin der ASB Kinder- und Jugendhilfe in Rostock, Dr. Andrea Rittiger verdeutlichte: „Die Fachkräfte an der Hotline ersetzen nicht die Arbeit von Polizei und Jugendamt. Ihre Aufgabe ist es, kompetent und zuverlässig auf Hinweise und Beobachtungen von Anrufern über mögliche Gefährdungen von Kindern zu reagieren und diese an die richtigen Stellen weiterzuleiten.“

Die Kinderschutzhotline MV ist unter der kostenlosen Telefonnummer 08 00 / 14 14 007 stets erreichbar. Das zehnjährige Jubiläum wollen Sozialministerium, LAGuS und ASB Kinder- und Jugendhilfe nutzen, um die Kinderschutzhotline noch bekannter im Land zu machen – im Internet (www.kinderschutzhotline-mv.de), in den Sozialen Medien, durch Postkarten und weitere Werbemittel.

Delegation aus Mexiko an nachhaltiger Abfallwirtschaft aus M-V interessiert

Schwerin – Vertreter aus Politik und Wirtschaft der nordwestlich von Mexiko-Stadt gelegenen Gemeinde Naucalpan haben sich am Dienstag im Wirtschaftsministerium über die Abfallwirtschaft und erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern informiert. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat beim gegenseitigen Austausch für den heimischen Wirtschaftsstandort geworben. „Mexiko hat einen ordentlichen Wissensdurst auf moderne ökologische Abfallwirtschaft und nachhaltige Energienutzung. Hier können wir mit unseren Erfahrungen in diesem Bereich punkten. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger ist mit vielfältigen weiteren Effekten verbunden. Von der Ressourcenschonung über die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze reichen sie bis hin zur Entwicklung der Wirtschaftsstruktur und -leistung einer ganzen Region. Heimische Unternehmen können bei der Bewältigung der Herausforderungen zur Seite stehen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Schwerin.

In der Gemeinde Naucalpan im Bundesstadt Mexiko leben etwa 870.000 Menschen, die täglich rund 1.000 Tonnen Siedlungsabfall produzieren. Die Abfallwirtschaft in Mexiko beschränkt sich bisher weitgehend auf das Abholsystem der städtischen Müllabfuhr. Der ungetrennte Abfall wird in Säcken von den Abfallsammelfahrzeugen (ASF) eingesammelt, auf der gemeindeeigenen Abfallumschlagstation auf größere LKW verladen und zur Deponie verbracht. Die Gemeinde verfügt über rund 140 Fahrzeuge, um den anfallenden Abfall abzutransportieren. Eine gezielte Sortierung, Wertschöpfung durch Recycling oder eine sonstige Behandlung findet zurzeit nicht statt. Jetzt ist die Einführung eines Sammelsystems zur getrennten Erfassung von Bioabfällen und deren Verwertung zur Erzeugung und Nutzung von Biogas geplant. „Vor diesem Hintergrund bildet der Aufbau einer sozial- und umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft für Siedlungsabfälle in Verbindung mit der Nutzung der Energie aus organischen Abfällen eine nachhaltige Alternative“, erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph.

Der Informationsbesuch fand im Rahmen eines Projektes der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) statt, bei dem es um die Themen Abfallwirtschaft und die Nutzung erneuerbarer Energien geht. Zwei heimische Unternehmen, die S.I.G.-Dr.-Ing. STEFFEN GmbH aus Bentwisch und die BN Umwelt GmbH aus Rostock, stehen den südamerikanischen Gästen mit ihrem Know-how beratend zur Seite.

Die mexikanische Delegation informierte sich auf der insgesamt viertägigen Reise unter anderem bei der Ostmecklenburgisch-Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) in Rosenow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) über Trennungs- und Verwertungskonzepte von Abfällen. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet die S.I.G.-Dr.-Ing. STEFFEN GmbH aus Bentwisch (Landkreis Rostock) in Kooperation mit der BN Umwelt GmbH aus Rostock zusammen mit der Gemeinde Naucalpan an einem PPP-Projekt („Öffentlich-Private Partnerschaft“).

Ziel ist die Entwicklung eines Konzeptes zum Schutz der Wasserressourcen und zur Stabilisierung der Energieversorgung durch die Verwertung fester Siedlungsabfälle in Mexiko. Das Vorhaben wird von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) gefördert. „Die südamerikanische Gemeinde will durch Wissenstransfer ihre Abfallwirtschaft mittels Trennungs- und Verwertungsansätzen modernisieren und die Energieversorgung durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen (z. B. durch Photovoltaik) stabilisieren. Die Erkenntnisse der Reise sollen in einem Pilotprojekt in der Gemeinde Naucalplan umgesetzt werden“, so Rudolph.

Der Wirtschaftsstaatssekretär warb darüber hinaus für den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. „Sie verringern durch kurze Transportentfernungen die mit der Abfallentsorgung entstehenden Emissionen, die Wirtschaftlichkeit wird tendenziell erhöht. Regionale Kreisläufe können Arbeitsplätze schaffen und damit auch die Akzeptanz von Abfallentsorgungsanlagen bei der Bevölkerung erhöhen“, erläuterte Rudolph weiter. Das Wirtschaftsministerium arbeitet schon seit Jahren mit Vertretern von regionalen Entsorgungs- und Kommunalverbänden sowie Wirtschaftskammern zusammen, um die Anstrengungen der privaten und öffentlichen Akteure der Abfallwirtschaft zu bündeln.

Der Kontakt zur Gemeinde Naucalplan kam nach Angaben der S.I.G.-Dr.-Ing. STEFFEN GmbH durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) unter Mitwirkung des Vereins enviMV e.V. (Netzwerk für Clean Technologie und Innovation aus Mecklenburg-Vorpommern) sowie der envitecpro GmbH aus Rostock zustande. Die Gemeinde Naucalpan kooperiert bereits eng mit der GIZ im Rahmen des Projektes „Energetische Nutzung städtischer Siedlungsabfälle“. Im November 2016 besuchten die deutschen Projektpartner die Gemeinde Naucalpan, um sich vor Ort einen Überblick über die abfallwirtschaftliche Situation und den Stand der Energieversorgung zu verschaffen.

Spanisch als Fremdsprache: Offizielle Prüfung an Schulen möglich

Ministerin Hesse: Zertifikate ersetzen Spracheingangsprüfungen im Ausland

Schwerin – Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern können jetzt auch an bestimmten Schulen im Land das Spanischzertifikat DELE erhalten. Das Land und das Instituto Cervantes haben eine entsprechende Kooperation vereinbart. Das DELE (Diploma de Español como Lengua Extranjera) ist ein offizielles Zertifikat und wird vom spanischen Ministerium für Erziehung, Kultur und Sport ausgestellt. Seit über zehn Jahren können Schülerinnen und Schüler durch eine Zusammenarbeit mit dem Institut français das französische Sprachdiplom DELF an Schulen erlangen.

„Es gibt viele gute Gründe, Fremdsprachen zu lernen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Sprache ist der Schlüssel, um sich auf Reisen im Ausland zu verständigen und die Kultur eines Landes kennenzulernen. In vielen Berufen spielen Fremdsprachenkenntnisse eine wichtige Rolle. Mit international anerkannten Sprachzertifikaten können Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkenntnisse nachweisen. Die Zertifikate ersetzen Spracheingangsprüfungen an Universitäten bei einem Studium im Ausland. Daher ist es eine gute Möglichkeit, wenn Schülerinnen und Schüler die Prüfungen an den Schulen ablegen können“, sagte Hesse.

Landesweit gibt es derzeit fünf Prüfungszentren: Für Französisch sind das Fridericianum Schwerin, das Innerstädtische Gymnasium in Rostock, das Albert-Einstein-Gymnasium in Neubrandenburg und das Hansa-Gymnasium in Stralsund zuständig. Für Spanisch ist es das Internationale Gymnasium ecolea in Schwerin. In Rostock soll zum Schuljahr 2018/2019 das Gymnasium Reutershagen die Arbeit als DELE-Prüfungszentrum aufnehmen. Die mündlichen und schriftlichen Prüfungen finden zentral an landesweiten Prüfungstagen statt.

DELF und DELE überprüfen und bescheinigen den Grad der französischen bzw. spanischen Sprachkompetenz in vielfältigen realistischen Situationen des Alltags. Die einzelnen Prüfungsaufgaben erfassen die kommunikativen Fähigkeiten sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Sprachgebrauch und bieten den Schülerinnen und Schülern Aufgaben, die auf ihr Lebensumfeld zugeschnitten sind. Die unterschiedlichen Niveaustufen, die sich an den Anforderungen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER) orientieren, reichen von Grundkenntnissen bis hin zu fast muttersprachlicher Sprachkompetenz.

Energienetz der Zukunft

Verteilnetzbetreiber Ost und 50Hertz präsentieren Lösungen für stabilen Netzbetrieb

Berlin – Die 25. Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft 2018 präsentiert unterschiedliche Argumente, Aspekte, Vorgehensweisen und Lösungen der Energieunternehmen. Dabei ist ein Ziel wesentlich, die Energiewende gemeinsam weiter zu gestalten. Hervorzuheben ist die bundesweit beispielhafte Kooperation der Arbeitsgemeinschaft der Flächennetzbetreiber OST und des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz. Im Mittelpunkt stehen eine intensive Zusammenarbeit bei Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Systemstabilität, des stabilen Netzbetriebs und der Sicherheit der Netze.

Die 110-Kilovolt-Netz-Betreiber im Osten der Bundesrepublik Deutschlands (Avacon Netz GmbH, E.DIS Netz GmbH, ENSO NETZ GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH, Stromnetz Berlin GmbH, Stromnetz Hamburg GmbH, Netze Magdeburg GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG und WEMAG Netz GmbH) und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH (50Hertz) haben sich bereits im September 2014 auf ein 10-Punkte-Programm zur Weiterentwicklung der Systemdienstleistungen verständigt, um gemeinsam Lösungen für einen stabilen Betrieb der Stromnetze zu entwickeln. Gut drei Jahre später legen die in der ARGE Ost zusammengeschlossenen Verteilnetzbetreiber und 50Hertz nun einen weiteren Zwischenbericht vor, in dem sie Lösungen und Vorschläge für die vier Systemdienstleistungen Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Betriebsführung und Versorgungswiederaufbau vorstellen.

Aktuell finden zum Beispiel erste Pilottests für Lösungsansätze zu den Systemdienstleistungen Frequenzhaltung und Spannungshaltung statt. Hierzu haben die Verteilnetzbetreiber unter anderem eine aktive Blindleistungssteuerung von Erzeugungsanlagen eingeführt. Gerade das entwickelte aktive Blindleistungsmanagement stellt neue Anforderungen an die Netzführung und setzt eine intensive Abstimmung zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern voraus. So wurde auch ein Schulungskonzept erarbeitet, um entsprechende Fachkenntnisse zu vermitteln und notwendige Handlungsabläufe aufzuzeigen.

Perspektivisch wird die dezentrale Erzeugung weiter zunehmen und der Verbrauch wird sich durch die Elektromobilität und andere neue Anwendungen stark verändern. Dies stellt neue Anforderungen an die Netzbetreiber. So werden mehr Messwerte benötigt, als derzeit vorliegen, um Prognosen zu verbessern. 50Hertz und die Verteilnetzbetreiber der ARGE FNB Ost haben sich deshalb auf eine Struktur verständigt, die seit Mitte des Jahres 2016 die Weitergabe der Messwerte von den Verteilnetzbetreibern steuert.

Die vier Systemdienstleistungen sind erforderlich, um das elektrische System sicher betreiben zu können. Heute werden wesentliche Beiträge dazu noch überwiegend von konventionellen Kraftwerken erbracht. Die Energiewende, insbesondere die Erzeugung erneuerbarer Energien, führt zu einem Wandel in der Erzeugerstruktur und im Netzbetrieb. Die Netzbetreiber der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind schon heute Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung.

In den Jahren 2015 und 2016 lag der Anteil bereits bei fast 50 Prozent, damit hat sich seit 2008 der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im Norden und Osten bereits verdoppelt. Die Energiewende und die damit zunehmende Komplexität stellt die Verteilnetzbetreiber und den Übertragungsnetzbetreiber der Regelzone im Nordosten und Osten Deutschlands vor besondere Herausforderungen und macht eine intensive Zusammenarbeit zur Aufrechterhaltung der Systemstabilität erforderlich. Übergreifender Fachaustausch und Interoperabilität rüsten die Verteilnetzbetreiber der ARGE FNB Ost und 50Hertz für das Energienetz der Zukunft.

Der komplette Zwischenbericht für das 10-Punkte-Programm zur Weiterentwicklung der Systemdienstleistungen ist auf den Websites aller mitwirkenden Verteilnetzbetreiber und 50Hertz eingestellt.