„Maritime Sicherheit“ – Fachtagung des Maritimen Clusters Norddeutschland e. V. (MCN) in Rostock

Rostock – Am Montag hat in Rostock eine Fachtagung zum Thema „Maritime Sicherheit“ mit rund 150 Teilnehmern stattgefunden. Veranstalter war die Landesgeschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) e.V. „Der maritime Sektor hat für alle norddeutschen Länder eine besondere Bedeutung. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung untereinander. Dabei übernimmt das Maritime Cluster Norddeutschland eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Mit dem gemeinsamen Verbund der norddeutschen Länder zeigt sich die maritime Wirtschaft wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert. Die Landesgeschäftsstelle in Rostock soll Kooperations- und Innovationsprojekte initiieren und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen maritimen Akteure im Verbund mit den anderen Küstenländern stärken. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort bei der Vorstellung der MV-Geschäftsstelle des MCN.

Die regionale MCN-Geschäftsstelle ist bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock angesiedelt; dort sitzt auch der Maritime Ausschuss der IHK`n aus Mecklenburg-Vorpommern. „So sind kurze Wege, eine enge Kooperation und detaillierte Abstimmung der entscheidenden Akteure untereinander gewährleistet. Ich freue mich sehr darüber, dass das MCN und das landesspezifische Innovationscluster unserer maritimen Zulieferer, MAZA, eng zusammenarbeiten“, sagte Rudolph.

Das MCN unterstützt als in Deutschland einzigartige länder- und sektorenübergreifende Plattform die maritimen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft. Es ist 2011 zunächst als 3-Länder-Förderprojekt (Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen) gestartet; Mecklenburg-Vorpommern und Bremen kamen Anfang 2015 als assoziierte Mitglieder dazu. Seit dem 01.01.2017 führen alle fünf Küstenländer ihre Zusammenarbeit in der maritimen Wirtschaft gemeinsam mit dem Clusterverein MCN e.V. fort. Derzeit hat der Verein 293 Mitglieder, davon neun aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort sind zu einzelnen Themen Fachgruppen eingerichtet, wie beispielsweise Maritimes Recht, Personal und Qualifizierung, Schiffseffizienz, Unterwasserkommunikation sowie Yacht- und Bootsbau. Auf Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt die Fachgruppe „Maritime Sicherheit“ entstanden. „Das Thema hat einen besonderen Stellenwert. Hier sind neue maritime Sicherheitskonzepte, verbesserte Standards, innovative Produkte und digitale Lösungen in allen Bereichen erforderlich. Das betrifft den Schiffbau, die Zulieferindustrie, Reeder und die Häfen. Nur im Austausch der einzelnen Akteure können neue Technologien und Produkte entwickelt sowie Risiken vermindert werden“, sagte Rudolph.

„Wir wollen die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ermutigen und unterstützen, durch die Entwicklung marktfähiger Produkte ihre Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür braucht es engagierte Fachkräfte, die sich stetig über Qualifizierungen neues technisches Wissen aneignen. Das bringt die Unternehmen voran“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium hat eine Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) aufgelegt. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen

Das Wirtschaftsministerium unterstützt zusätzlich kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss. Damit sollen Unternehmen bei ihrem Fachkräftebedarf im ingenieurtechnischen und im IT-Bereich unterstützt werden. Bei der geförderten Personalstelle muss es sich um ein unbefristetes und zusätzliches – zum bisher schon vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss – Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird. Die Lohnkostenförderung für den neuen Mitarbeiter kann nur erfolgen, wenn es sich um eine Ersteinstellung oder um eine Einstellung nicht später als drei Jahre nach Hochschulabschluss handelt. Die Förderungshöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben und wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigte, die einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Zum Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen – den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock – sind gegenwärtig rund 2.400 Mitarbeiter und rund 270 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Erweiterung der Dr. Theodor Neubauer Grundschule in Grimmen

Grimmen – In Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist der Grundstein für den Erweiterungsanbau der Grundschule „Dr. Theodor Neubauer“ gelegt worden. „In der Stadt Grimmen steigen die Schülerzahlen und so reicht der im Jahr 2002 errichtete Neubau der Grundschule heute nicht mehr für das umfangreiche schulische und außerschulische Angebot aus. Für die Schüler, Lehrer und Pädagogen der Dr. Theodor Neubauer Grundschule entstehen mit den neuen Räumlichkeiten verbesserte Lern- und Lehrmöglichkeiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Schule gehört zum Förderzentrum Grimmen und ist eine „Volle Halbtagsschule“ – neben dem Grundschulunterricht mit festen Öffnungszeiten werden zusätzlich zum Pflichtunterricht weitere pädagogische Angebote in den Tagesablauf integriert. In dem neuen, zweigeschossigen Gebäude sollen künftig unter anderen zwei Fachräume für Musik und Kunst sowie vier Förderunterrichtsräume untergebracht sein. Vorgesehen ist, dass zum Beginn des Schuljahres 2018/19 die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Nach Angaben der Stadt werden im Anschluss mehr als 200 Kinder am Schulstandort in den Klassenstufen eins bis vier beschult. „Mit den erweiterten Räumlichkeiten haben die Schüler künftig noch bessere Möglichkeiten, vor Ort ihre Hausaufgaben zu erledigen und ihre Interessen wie beispielsweise Sport und Kunst in Arbeitsgemeinschaften zu vertiefen“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Bauvorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 648.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Darüber hinaus wurde das Vorhaben mit 175.000 Euro aus Sonderbedarfszuweisungen gefördert.

Adieu Grüne Woche: Über 400.000 Gäste besuchten die Länderhalle MV

Berlin – Die 83. Internationale Grüne Woche (IGW) ist (heute um 18 Uhr) Geschichte. Gut 400.000 Besucher – und damit etwas mehr als in den zurückliegenden Jahren – entdeckten das Land Mecklenburg-Vorpommern auf der weltweit angesehenen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin. „Mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten, mit touristischen Besonderheiten und musikalischen Leckerbissen hat sich Mecklenburg-Vorpommern bei den Messebesuchern erneut als eines der schönsten Bundesländer empfohlen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Er zeigte sich äußerst zufrieden mit den Angeboten der Aussteller, mit dem Besucherzulauf und der Atmosphäre in der Länderhalle MV.

„Im Trend liegt die regionale und saisonale Küche, die für Nachhaltigkeit steht“, so Till Backhaus. Die Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln aus der Region steige stetig an. „Regionale Lebensmittel reduzieren das Verkehrsaufkommen und sind damit klimafreundlich. Und sie stärken in Zeiten der Globalisierung im Nahrungsmittelsektor das Vertrauen der Konsumenten in die Erzeuger“, erklärte Backhaus.

Entsprechend nachgefragt war das Angebot der Startup-Unternehmen aus dem Food-Bereich. „Die jungen Gründer verbinden mit ihren Geschäftsideen Kreativität und Nachhaltigkeit“, zeigte sich Minister Backhaus erfreut. Beispielsweise präsentierten sich am Stand der regionalen Entwicklungsagentur Land(Auf)Schwung erstmals die Vorpommersche Genussmanufaktur, die Marke Hiddenseer Kutterfisch oder das Unternehmen BoddenLandEis aus Kemnitz. Insbesondere für die kleineren Unternehmen sei die Messe eine gute Gelegenheit, ihre Produkte bei den Verbrauchern zu testen, Kontakte zu Abnehmern zu knüpfen und Erfahrungen mit gestandenen Produzenten auszutauschen.

Insgesamt hatten sich seit dem 19. Januar 63 altbekannte und neue Aussteller auf rund 1800 Quadratmetern in der Halle 5.2b präsentiert. Sieben weitere Anbieter aus MV stellten in benachbarten Messehallen aus. Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich bereits zum 27. Mal auf der Grünen Woche, davon zum 19. Mal in eigener Länderhalle.

„Unser Konzept fand auch bei Landes- und Bundespolitikern und bei internationalen Gästen Anklang“, so Minister Backhaus. Unter anderem hatte er in den zurückliegenden Tagen Gespräche zur Land- und Ernährungswirtschaft mit Bundesminister Christian Schmidt und mit seinen Amtskollegen aus dem Saarland und Baden-Württemberg geführt. Zudem tauschte er sich mit dem Vizegouverneur des Leningrader Gebietes zu künftigen Geschäftsbeziehungen aus.

Indes ging das Publikum an Messeständen und Bühne in den vergangenen zehn Tagen nicht nur auf Tuchfühlung mit den landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten Mecklenburg-Vorpommerns, sondern es testete auch den Geschmack von MV: Über den Tresen gereicht wurden wurden rund 17.000 Fischbrötchen. 1600 Portionen aus dem Kochstudio wurden verzehrt, 240 Fass Bier und 750 Liter Apfelsaft ausgeschenkt.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern investierte rund 560.000 Euro in den Messeauftritt.

Die 84. Internationale Grüne Woche Berlin findet vom 18. bis 27. Januar 2019 auf dem Berliner Messegelände statt.