Schweizer Neuansiedlung in Schwerin

Schwerin – Neuansiedlung gestartet: Im Industriepark in Schwerin ist am Donnerstag im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe feierlich der Produktionsstart für die Firma Ypsomed erfolgt.

„Wir haben in der Schweiz sehr stark um die innovative Medizintechnikfirma geworben. Das Ergebnis stimmt am Ende. Herzlich willkommen. Wir freuen uns über die Neuansiedlung. Mit dem Unternehmen Ypsomed siedelt sich ein internationaler Diabetes-Spezialist in Schwerin an. Das ist auch ein Beleg für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Innovative Arbeitsplätze entstehen auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe anlässlich des Produktionsstarts.

Rund 150 neue Arbeitsplätze sollen in den kommenden Jahren entstehen. Die Ypsomed Gruppe mit Hauptsitz in Burgdorf (Schweiz) entwickelt und produziert Injektions- und Infusionssysteme für die Selbstmedikation, unter anderem zur Selbstbehandlung bei Diabetes. Im neuen Schweriner Werk sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen.

Entscheidend für die Gewinnung von Investoren ist das stete Werben für Mecklenburg-Vorpommern und das Aufzeigen der Standortfaktoren. „Wichtiger werden dabei auch weiche Standortfaktoren wie Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebot. Das müssen wir bei der Investorenakquise noch stärker betonen. Wer bei uns investiert, braucht motivierte Mitarbeiter, die sich wohlfühlen“, so Wirtschaftsminister Glawe. Begleitet wurde die Unternehmensansiedlung der Ypsomed AG durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Invest in MV).

Rund 2.600 Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren durch Investitionen aus der Schweiz entstanden. „Die Schweiz zählt zu den wettbewerbsstarken Volkswirtschaften Europas. Wachstumsmotor sind wertschöpfungs- und technologieintensive Exportfirmen. Wir haben einige schweizerische Investitionen nach Mecklenburg-Vorpommern geholt. Das macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Mit der Ansiedlung des Weltkonzerns Nestlé in Schwerin ist ein deutlicher Schritt getan worden, um die Tür für weitere Investitionen zu öffnen“, betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Schweizer Unternehmen sind im Bereich Medizintechnik, Ernährungswirtschaft und in der Metallbearbeitung tätig. Zu den Unternehmen zählen beispielsweise das Kaffeekapselwerk von Nestlé im Industriepark Schwerin mit circa 430 Arbeitsplätzen, mit Ypsomed hat sich ein internationaler Diabetes-Spezialist in Schwerin neu angesiedelt. Beim Stenthersteller Cortronik arbeiten heute ca. 340 Mitarbeiter und beim Kranhersteller Liebherr in Rostock entstanden 1.600 Arbeitsplätze. Bei der Anklam Extrakt GmbH sind circa 80 Beschäftige im Unternehmen tätig. Die Firma produziert und vertreibt hochwertige Pflanzenextrakte für die Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Mit einer Gesamtgröße von circa 350 Hektar bietet der Industriepark Schwerin das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region. Neben Ypsomed produzieren unter anderem am Standort: Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), PTS-Precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), Ecophoenixx (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat), die ZIM Flugsitz GmbH sowie die BvS Systemtechnik GmbH. „Mittlerweile sind rund 1.200 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstanden. Das bedeutet Wertschöpfung für die Region“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Ypsomed AG in Schwerin beträgt 81,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Errichtungsvorhaben mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 9,75 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

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