9. November – ein Tag der Freude und ewigen Mahnung

Schwerin/Ratzeburg – Justizministerin Katy Hoffmeister vertritt heute in Ratzeburg zum Festgottesdienst die Landesregierung und gedenkt in Schwerin der Opfer der Pogromnacht.

„Gerade in diesem Jahr liegen am 9. November Jubel und Entsetzen sehr dicht beieinander. Wir feiern zum 30. Mal den Mauerfall, der ein Glücksfall für die deutsche Geschichte war. Doch es ist auch ein schrecklicher Tag in der deutschen Geschichte. Und der antisemitische Anschlag von Halle zeigt uns auch 86 Jahre danach, dass unsere Demokratie auch wehrhaft und wachsam sein muss“, so Justizministerin Hoffmeister.

Als Vertreterin der Landesregierung nimmt sie in Ratzeburg am Festgottesdienst zum 30. Jahrestag des Mauerfalls teil. Danach ist sie als Ministerin, zuständig für Kirchen- und Religionsangelegenheiten, in Schwerin zur Mahn- und Gedenkstunde der jüdischen Gemeinde anlässlich der Reichspogromnacht 1933.

„Der Mauerfall, egal wie er heute interpretiert wird, hat uns Ostdeutschen den Weg in die Freiheit gebahnt. Wir haben das selbst hinbekommen, uns zu befreien aus Willkür und permanenter Überwachung. Es ist wichtig, dass wir jedes Jahr daran erinnern. Der Mauerfall ist weltweit ein Symbol dafür, dass sich ein Volk auf Dauer nicht einsperren lässt. Noch immer haben wir die Geschichte vor dem Mauerfall nicht aufgearbeitet. Doch das ist eine Aufgabe, die in den nächsten Jahrzehnten anhalten wird“, sagte die Ministerin.

„Doch neben der Freude über diesen historischen Tag liegt auch die ewige Mahnung an die schrecklichen Ereignisse in der Reichspogromnacht. Unser Grundgesetz sichert allen Religionen die Freiheit zur friedlichen Ausübung zu. Das darf niemals in Frage gestellt werden. Die Nacht der brennenden Synagogen gehört zu den dunkelsten Kapitel in der deutschen Geschichte. Mit aller Kraft stellen wir uns neuem aufkeimendem Antisemitismus und werben für unsere offene und friedliebende Gesellschaft“, so Justizministerin Hoffmeister.

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