20 Jahre Greifswalder Tafel

Greifswald – Heute feiert der Greifswalder Tafelverein sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass würdigt der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß die Arbeit des Vereins.

„Ich bewundere, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre leider so wichtige Arbeit verrichten und das mit voller Hingabe. Viele engagierte Männer und Frauen haben in der 20-jährigen Arbeit der Greifswalder Tafel etliche Stunden ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen eingesetzt und damit erreicht, dass auch bei den Bedürftigen gesunde Lebensmittel auf den Tisch kommen. Herzlichen Dank an jede einzelne und jeden einzelnen Ehrenamtlichen. Der Verein unter Leitung von Walter Kienast wird in der Hansestadt gebraucht, leider muss man sagen.“

Der Verein kümmert sich um mehr als 1.200 Bedürftige. Darunter über 250 Kinder und fast 480 Flüchtlinge. Dreimal in der Woche werden Lebensmittel für die Ausgabe vorbereitet und verteilt. 2021 wurden zum Beispiel mehr als 48.000 kg Nudeln und Backwaren, über 99.000 Milchprodukte und über 199.000 kg Kartoffeln, Obst und Gemüse ausgegeben.

„Das ist eine große Menge, die Menschen in Not bei der Versorgung geholfen hat. Ich danke allen Unternehmen und anderen Spenderinnen und Spendern, die sich eindrucksvoll für die Tafel einsetzen und sie unterstützen. Die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins ist ein würdiger Anlass, um laut und deutlich Danke zu sagen. Das Engagement des Vereins und seiner Unterstützerinnen und Unterstützer sorgt mit dafür, dass die Schwächsten in unserer demokratischen Gesellschaft nicht in Vergessenheit geraten. Das ist eine großartige Leistung“, so der Staatssekretär.

Backhaus eröffnet Bio Landpartie

Klein Trebbow – Am Samstag, dem 24.09.2022 eröffnet Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus in Neustrelitz, OT Klein Trebbow die 15. BIO-Landpartie in Mecklenburg und Vorpommern. Von 10.00 bis 17.00 Uhr präsentieren sich 61 Unternehmen und Einrichtungen, um für interessierte Besucherinnen und Besucher die Praxis der ökologischen Erzeugung, Verarbeitung und der regionalen Vermarktung erlebbar zu machen.

Minister Backhaus, der wie in den letzten Jahren die Schirmherrschaft über die Bio Landpartie inne hat, betonte das Engagement der teilnehmenden Betriebe: „Der Umfang der beteiligten Bio-Betriebe zeigt die inzwischen hohe Akzeptanz dieser Veranstaltung in der Gesellschaft – und das trotz Corona und der derzeitigen schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund des Ukraine-Russland-Konfliktes. Ich schätze jedes zusätzliche Engagement in der Landwirtschaft, das sich für den Erhalt unserer Naturlandschaften einsetzt. Leitsatz meines Hauses ist daher auch: „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“. Zusätzliche Leistungen bei der ökologischen Bewirtschaftung müssen selbstverständlich angemessen honoriert werden. Die anstehende neue Förderperiode soll deshalb so gut, wie es die neuen Rahmenbedingungen ermöglichen, zum Erhalt, zur Wiederherstellung und zur Verbesserung der Ökosysteme, sowie zur Verminderung und Vermeidung von schädlichen Einflüssen auf die Umwelt und die Gewässer beitragen.“, so Backhaus.

Die Bewirtschaftung wie auf dem Hof in Klein Trebbow zeige eine weitere Form  der ökologischen Landwirtschaft, so der Minister: „Es beweist, dass die Menschen sich verstärkt mit ihren Nahrungsmitteln auseinandersetzen und Wert auf die Herkunft der Produkte legen. Gerade Vermarktungskonzepte wie Solidarische Landwirtschaften (SoLaWi) haben daran ihren Anteil. Die beiderseitigen Vorteile für solche Formen der Betriebsstruktur liegen auf der Hand: Die Betriebe erhalten durch die enge Einbindung der Mitglieder der SoLaWi Planungssicherheit und können für die biozertifizierten Flächen entsprechend der Nachfrage bewirtschaften. Die Abnehmerinnen und Abnehmer hingegen wissen genau, wo ihre Lebensmittel herkommen. Sie schätzen die sehr kurzen Lieferketten und haben selbst einen Einfluss auf die Anbaubedingungen. Damit ist das Anbauprinzip lokal eingebettet, bäuerlich geprägt und in gegenseitiger Verantwortung, auch für die Region.“

Bei einer SoLaWi handelt es sich um einen Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Betrieben oder Gärtnereien mit einer Gruppe privater Haushalte. Sowohl die Erzeuger als auch die Verbraucher bilden eine Wirtschaftsgemeinschaft, welche auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist und die natürliche Umwelt berücksichtigt.

Die ökologische Anbaufläche in Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 von 176.791 ha auf 190.074 ha um 13.283 ha gesteigert. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 kamen weitere 5.375 ha (gesamt 195.449 ha) und 34 Umstellungsbetriebe hinzu. Damit werden nunmehr ca. 14,5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche aktuell von 1.212 biozertifizierten Landwirt-schaftsbetrieben ökologisch bewirtschaftet.

Im Rahmen der Bio Landpartie auf dem Hof SoLaWi Klein Trebbow besichtigen die Teilnehmenden unter anderem den Melkstand des Hofes und das selbst gebaute Hühnermobil. Mit dem Kremser fahren sie raus zu den Ostfriesischen Milchschafen und zu der Mutterkuhherde von Schottischen Hochlandrindern. Außerdem steht auf dem Programm eine Führung durch die Gemüsekulturen und durch die auf dem Hof befindliche handwerkliche Hof-Käserei.

Das Agrarministerium unterstützt die Bio-Landpartie in diesem Jahr mit 5.000 €. Die Mittel werden eingesetzt für die Öffentlichkeitsarbeit.

Neuer Studiengang

Ab Oktober Studiengang mit Spezialisierung Kriminalpolizei an der FH Güstrow

Güstrow – Innenminister Christian Pegel hat der Fachhochschule Güstrow zur Akkreditierung des neuen Studiengangs für die Ausbildung der Polizei des so genannten gehobenen Dienstes gratuliert.

„Damit können ab Oktober 2022 künftige Polizistinnen und Polizisten in der Mitte ihres Studiums entscheiden, ob sie sich stärker für den Dienst in der Uniform, also für die Schutzpolizei, oder in der Kriminalpolizei spezialisieren möchten“, erläutert Pegel das erweiterte Konzept. Bislang seien alle Polizeistudierenden gemeinsam – mit einem stärkeren Blick für die Schutzpolizei – ausgebildet worden.

„Wir wissen aber, dass es am Polizeidienst Interessierte gibt, die bewusst zur Kriminalpolizei wollen und denen wir dies bislang nur auf einem Umweg in Aussicht stellen konnten“, so Pegel. Man brauche aber jede mögliche Bewerbung, um das Ziel des Koalitionsvertrags von knapp 6.200 Polizeikräften bis 2026 zu erreichen.

„Deshalb freue ich mich, dass wir jetzt auch den vorrangig am Dienst in der Kriminalpolizei Interessierten ein direkt darauf zusteuerndes Studienangebot machen und damit unseren potenziellen Bewerberkreis vergrößern können“, zeigte sich Pegel optimistisch, auf diesem Weg mehr Bewerbungen für das Polizeistudium zu erreichen. Die Einrichtung des Y-Studiengangs mit Schwerpunkt Kriminalpolizei sei auch erklärtes Ziel der Landesregierung und spiegelt sich bereits im Koalitionsvertrag (S. 71, Ziff 472) wider.

Der Akkreditierungsrat hat den neuen Studienschwerpunkt „Kriminalpolizei“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow kürzlich genehmigt. Einer solchen Akkreditierung bedürfen Studiengänge aller Hochschulen in Deutschland.

Der neu gestaltete Studiengang startet mit Studienbeginn im Oktober 2022. Ab dem dritten Semester im Oktober 2023 können sich Polizeianwärterinnen und –wärter für die Spezialisierung entscheiden.

„Wir wollen als Arbeitgeber Landespolizei M-V zum einen unser Angebotsportfolio noch attraktiver gestalten. Außerdem tragen wir den aktuellen Anforderungen an eine moderne Kriminalitätsbekämpfung Rechnung. Hier bietet der neue Y-Studiengang ein spannendes, interessantes Studium mit kriminalistischen, kriminologischen, sozialwissenschaftlichen, psychologischen Themen und natürlich Praktika in der Kriminalpolizei“, sagt Innenminister Christian Pegel und fügt hinzu:

„Wir werden damit unsere in der Kriminalpolizei bereits tätigen Kolleginnen und Kollegen auch noch einmal stärken und unterstützen können. Die künftigen Polizistinnen und Polizisten werden schon während des Studiums direkt auf eine Zukunft bei der Kripo vorbereitet und können dort nach dem Abschluss ihrer Ausbildung beginnen. Die Kriminalpolizei erhält somit gut ausgebildete und junge Kollegen direkt von der Fachhochschule. Wir versprechen uns davon auch, dass die Kripo dadurch schrittweise verjüngt wird.“

Weiter beschreibt der Minister die Grundzüge der neuen Studienmöglichkeit: „Während der ersten beiden Semester lernen die künftigen Polizeibeamten neben dem theoretischen Studium die Schutz- und Kriminalpolizei in der Praxis kennen, so dass sie gegen Ende des zweiten Semesters im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten für die eine oder andere Studienrichtung – Schutz- oder Kriminalpolizei – entscheiden können.“

Wichtig ist dem Minister auch: „Mit der Einführung des Studiengangzweigs mit dem Schwerpunkt Kripo erfolgt ausdrücklich keine strikte Trennung in zwei eigenständige Studiengänge. Absolventen können in der Schutz- wie in der Kriminalpolizei eingesetzt werden, auch wenn sie den jeweils anderen Schwerpunkt gewählt hatten. Damit bleibt vor allem auch ein späterer Wechsel des Laufbahnzweigs möglich.“

Für das am 01.10.2023 beginnende Studium in der Landespolizei werden Bewerbungen bis zum 31.12.2022 entgegengenommen.

Autoterminal am Seehafen eröffnet

Schulte: Rostock Port bietet hervorragende Standortbedingungen – Autolink Germany GmbH schafft 35 neue Arbeitsplätze

Rosatock – Heute ist das neue Autoterminal der Autolink Germany GmbH im Rostocker Seehafen eröffnet worden. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Betreibers, Arndt Brockmüller von der Autolink Germany GmbH, dem Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau der Hansestadt Rostock, Holger Matthäus, und dem Geschäftsführer der Rostock Port GmbH, Dr. Gernot Tesch, gab Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Anlage offiziell für den Betrieb frei.

„Der Rostock Port überzeugt durch seine ideale Lage als hervorragender Standort für das Autoterminal. Von diesem Knotenpunkt aus können Fahrzeuge über See und Schiene besonders effizient verschickt werden. So profitieren die Automobilhersteller von kürzesten Wegen in den Hafen Rostock – ein echter Wettbewerbsvorteil. Die Autolink Germany GmbH hat zudem vor Ort einen neuen Unternehmensstandort und damit 35 neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Das Autoterminal ist auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern (das entspricht etwa 2.650 Parkplätzen) entstanden. Es soll vorrangig dem Umschlag von Pkws nach Schweden dienen; mittelfristig ist vorgesehen, dass darüber hinaus weitere Länder beliefert werden, beispielsweise Finnland und das Baltikum. Geplant ist die Anlieferung der Fahrzeuge über zwei bis auf das Betriebsgelände führende Gleisanschlüsse der Deutschen Bahn.

Diese sind bereits verlegt und betriebsbereit. In geringerem Umfang können Fahrzeuge auch über die Straße angeliefert werden. Die Maximalkapazität des Terminals wird sich auf etwa 260.000 Fahrzeuge pro Jahr belaufen.

„Eine Vielzahl der Produktionsstätten der größten Automobilhersteller befinden sich im südlichen und südöstlichen Europa sowie im Osten Deutschland. Dank der kürzlich erneuerten Schieneninfrastruktur bietet der Rostocker Hafen nun mit Autoterminal, Straßen- und Gleisanbindung optimale Bedingungen“, sagte Schulte.

Als Teil der estnischen Autolink-Gruppe deckt die Autolink Germany GmbH gemeinsam mit der Schwesterfirma Axess Logistics den gesamten Autologistikmarkt im Ostseeraum ab. Rund 1.000 Mitarbeitende wickeln nach Unternehmensangaben den Transport von mehr als einer Million PKWs jährlich ab.

Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt knapp 5,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ in Höhe von rund 526.000 Euro.

LAGuS-Beschäftigte jetzt unter einem Dach

Rostock – Heute fand das Richtfest für den Neubau von Haus 4 des Behördenzentrums Blücherstraße in Rostock statt. Dort sollen sich nach der für Ende 2024 geplanten Fertigstellung vier Landesbehörden ansiedeln.

Sozialministerin Stefanie Drese würdigte in ihrem Grußwort die besondere Bedeutung des Bauprojekts für das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). „Im Behördenzentrum sind dann erstmalig alle Rostocker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAGuS an einem Standort vereint. Parallel können Anmietungen aufgegeben werden“, so Drese.

Insgesamt sollen gut 250 LAGuS-Beschäftigte auf ca. 4.000 Quadratmetern Nutzfläche in drei Gebäuden auf maximal sechs Etagen untergebracht werden. „Wir versprechen uns davon eine weitere Stärkung der Bürgerfreundlichkeit und wichtige Synergieeffekte in Arbeitsabläufen und Organisation“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese hob hervor, dass mit dem neuen Behördenzentrum auch besser deutlich werde, welche Vielfalt an Aufgaben das LAGuS in den unterschiedlichsten Lebensbereichen habe. Fast alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und viele Gäste hätten in irgendeiner Weise Kontakt zu dieser Behörde, auch ohne Corona-Pandemie

So ist das LAGuS zum Beispiel für Elterngeld und Kindervorsorge, für sauberes Wasser in den knapp 500 Badestellen in MV, für Schwerbehindertenausweise und attraktive Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zuständig. Es geht aber im LAGuS genauso um den Arbeitsschutz in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen Teilbereichen und um die Förderung von Kindern und Jugendlichen, Familien und Senioren.

Drese: „Neben den Büros und Beratungsräumen entstehen auf etwa 800 Quadratmetern auch hochmoderne Labore für die Analytik von Infektionskrankheiten, für krankenhaushygienische Untersuchungen und für die Analyse von Trink- und Badewasser. Das ist für die Landesregierung und das gesamte Land von großer Wichtigkeit.“

25 Jahre Wirtschaftskammer Nord

Miraß: Gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus MV und Polen fortsetzen

Schwerin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß hat nach Rückkehr vom Jahresempfang der Wirtschaftskammer Nord in Stettin zu deren 25jährigen Bestehen gesagt: „Wir arbeiten sehr eng und gut mit Unternehmen und auch mit den Körperschaften in Westpommern zusammen. Da haben wir in den vergangenen 25 Jahre gute Erfahrungen gemacht. Ich gratuliere der Wirtschaftskammer herzlich zum 25jährigen Bestehen.“

Es sei wichtig, dass die Unternehmen zu beiden Seiten der Grenze ihre Kontakte weiter ausbauen und neue anbahnen. „Das kann uns für die Zukunft nur voranbringen. Die Metropolregion in Stettin hat großes Potenzial für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch auf polnischer Seite. Genauso wichtig ist der Ausbau unserer Beziehungen auch auf kulturellem Gebiet und in der Bildung, insbesondere beim Erlernen der jeweils anderen Sprache“, unterstrich der Staatssekretär.

Der Empfang zum 25-jährigen Bestehen der Wirtschaftskammer – sie ist die größte in Polen –  ist eingebettet in einen zweitägigen Wirtschaftskongress unter dem Titel „Baltic Economic Congress“, der sich vor allem an Unternehmen in Westpommern richtet.

Eigenes Wappen für Lewitzrand

Lewitzrand – Die Gemeinde Lewitzrand im Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält ein eigenes Wappen. Den Wappenbrief hat das Innenministerium an Bürgermeister Sebastian Fynnau übersandt.

„Wappen sind wie kaum ein anderes Zeichen geeignet, Wertvorstellungen, Heimatverbundenheit und Geschichtsbewusstsein zu fördern. Sie spiegeln die Besonderheiten der örtlichen Gemeinschaft auf anschauliche Art und Weise wider und können deshalb ein repräsentatives Aushängeschild für die Aktivitäten der Gemeinde sein. Der Wunsch nach einem eigenen Wappen zeigt das Interesse der Gemeinde, ihre kulturhistorischen Traditionen zu bewahren und den deutlichen Willen der Gemeindevertretung, die Selbstverwaltung auch in einem eigenen Symbol sichtbar zu machen“, sagte Innenminister Christian Pegel im Begleitschreiben zum Wappenbrief.

Darin wird das Wappen so beschrieben: „Von Gold über Grün geteilt. Oben zwei schräg gekreuzte rote Giebelbretter mit abgewendeten Pferdeköpfen, unten ein aufrecht stehender silberner dreiblättriger Lindenzweig.“

Die Landschaft der Lewitz ist durch ebene Wiesen- und Ackerflächen, Fischteiche und Wälder geprägt, die bereits im Mittelalter vom Menschen genutzt wurden. „Seit 1990 konnten durch zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen viele verdrängte und selten gewordene Pflanzen und Tiere wieder heimisch werden. Diese enge Verbindung zwischen Mensch und der sie umgebenden Natur kommt nun auch im Wappen zum Ausdruck“, sagt Bürgermeister Fynnau und führt weiter aus: „Die gekreuzten Giebelbretter eines niedersächsischen Bauernhauses stehen für die hier lebenden Menschen mit ihrer langen vor allem landwirtschaftlich geprägten Tradition. Der Lindenzweig symbolisiert die Umwelt und Natur, die diese Menschen umgebend und mit der sie leben.“

Die Gemeinde Lewitzrand kann das Wappen künftig als repräsentatives Aushändeschild unter anderem im Siegel, Briefkopf und auf Amtsschildern führen. Die endgültige Verwendung des Wappens legt jede Gemeinde selbst fest.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock 382 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen. Seit 1990 wurden 292 Wappen für Gemeinden, Städte und Landkreise genehmigt (einschließlich Wappen, die zum Beispiel wegen Gemeindezusammenlegungen inzwischen erloschen sind). Jährlich werden etwa fünf bis acht Wappen beantragt und genehmigt.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 nahmen die Anträge deutlich zu. Grund dafür war die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde.

Den Antrag für ein Hoheitszeichen – das sind neben Wappen auch Flaggen und Siegel – muss die Gemeinde in Papierform beim Innenministerium einreichen. Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben.

10 Jahre Leea

Neustrelitz – Das Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Leea) in Neustrelitz feierte heute mit einer Festveranstaltung 10-jähriges Bestehen.

„Die Bioenergieregion Mecklenburgische-Seenplatte gehört zu den innovativsten Regionen Deutschland und überzeugte im Bundeswettbewerb „Bioenergie-Regionen“ mit ihrem Regionalkonzept zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Daran hat das Leea gemeinsam mit Partnern aus der Region, darunter die ersten Bioenergiedörfer Bollewick und Ivenack, einen maßgeblichen Anteil.

Besonders erfolgreich ist seit 2016 auch die Fördermittelberatung, die in der aktuellen politischen Situation noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen kann und ob sie ihre nächste Heizkostenabrechnung noch bezahlen können; auch Unternehmen, Vereine, Verbände und Kommunen haben Beratungsbedarf und werden im Leea kompetent betreut“, sagte Klimaschutz und Umweltminister Dr. Till Backhaus, der die Idee des Kompetenzzentrums mit aus der Taufe gehoben hat und heute ebenfalls nach Neustrelitz gereist war.

Der Minister betonte, dass das Leea inzwischen aber weitaus mehr ist als ein Kompetenzstandort für Erneuerbare Energien: „Der Schutz der natürlichen Ressourcen lebt vom Mitmachen und von beispielhaften und innovativen Praxisprojekten. In Ausstellungen, Veranstaltungen und Mitmach-Laboren widmet sich das Leea deshalb auch vielen weiteren Aspekten rund um den Umwelt-, Klima- und Naturschutz: ob Mobilität, Bauen und Wohnen – das Leea spart keinen Lebensbereich aus und setzt auf Erlebbarkeit.

„Das Leea leistet als Vermittler und Informationsquelle einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Beteiligung der Gesellschaft. Für die riesigen Aufgaben, die in Sachen Klimaschutz vor uns stehen, benötigen wir weiter aktive Partner“, betonte Frank Schmetzke, Geschäftsführer der Leea GmbH.

Ein echter Hingucker sei derzeit die begehbare Walfisch-Installation aus Holz und Plastikmüll im Eingangsbereich des Leea. Sie informiert Besucherinnen und Besucher über die Folgen von menschengemachten Verunreinigungen des Wassers, sagte Backhaus weiter.

Auch die Themen Wald und Holz sind im Leea vertreten. Durch die direkte Nachbarschaft zum Biomasse-Heizkraftwerk der Stadtwerke Neustrelitz, in dem Holzhackschnitzel verbrannt werden, ergäben sich viele Synergien, erklärte der Minister. Durch das Heizkraftwerk, zwei Solarparks („Am Kamp“, „Domjüchsee“), mehrere Biogasanlagen sowie private Photovoltaikanlagen sei die Stadt Neustrelitz bereits jetzt in der Lage, über 90 Prozent der Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

Seit der Eröffnung haben über 100.000 Gäste das Leea besucht. Das Land hat die Kooperationsvereinbarung mit dem Leea bereits vergangenes Jahr um 10 weitere Jahre verlängert. Im Juni fand im Leea in Neustrelitz die Auftaktveranstaltung zum Bürgerbeteiligungsprozess für ein Klimaschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern statt.

Geförderter Breitbandausbau

Mehr als 17.000 Haushalte im Landkreis Nordwestmecklenburg ans Glaserfasernetz angeschlossen. Erster Bauabschnitt im geförderten Breitbandausbaus ist fertiggestellt

 Rehna – Was vor gut vier Jahren vereinbart wurde, kommt nun zu einem Abschluss: Am 20. August 2018 unterzeichneten der Landkreis Nordwestmecklenburg und die WEMACOM Breitband GmbH in Grevesmühlen die Zuwendungsverträge für den geförderten Breitbandausbau in 14 Projektgebieten. Rund 30.000 förderfähige Hausanschlüsse in mehr als 100 Gemeinden und knapp 2.000 Kilometer Tiefbautrasse galt es zu bauen. Heute sind mehr als 17.000 Haushalte an das moderne Glasfasernetz angeschlossen und eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes ist vollendet.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg und die WEMACOM nutzten diesen Anlass, um gemeinsam mit Unterstützern und Wegbegleitern auf vier ereignisreiche Jahre zurückzublicken.

Im Rehnaer PALMBERG-Werk kamen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen. Unter ihnen war auch Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der sich bereits bei der Vertragsunterzeichnung vor vier Jahren über die Fördermittel gefreut hatte und über die Chancen, die sie für den Nordwestkreis eröffneten.

„Ich erinnere mich gut, wie erwartungsfroh wir damals in die Zukunft blickten hinsichtlich der digitalen Möglichkeiten, die die Glasfaserkabel direkt in die Haushalte bringen würden. Umso mehr freue ich mich, dass die Zukunft von damals jetzt Realität ist. Mehr als 17.000 Haushalte, Schulen und Gewerbetreibende in Nordwestmecklenburg können jetzt dank des geförderten Breitbandausbaus nahezu unbegrenzt streamen, an Videokonferenzen teilnehmen und die unzähligen weiteren Möglichkeiten, die das schnelle Internet bietet, nutzen“, sagte Christian Pegel.

Doch was hat sich durch das moderne und zukunftsfähige Glasfasernetz tatsächlich im Landkreis verändert? „Die Breitbandinfrastruktur war nicht nur für Privathaushalte, sondern vor allem für unsere Gewerbetreibenden und Schulen im Landkreis unzureichend. Mit dem geförderten Breitbandausbau hat sich hier vieles getan.

Zum Beispiel die Digitalisierung der Schulen ist schon seit Jahren ein erklärtes Ziel des Landkreises und ist nur mit schnellen Glasfaseranschlüssen zukunftssicher und umfassend umsetzbar. Und wie wir exemplarisch an der Firma PALMBERG hier in Rehna sehen, ist das schnelle Internet für viele Unternehmen eine Grundvoraussetzung für konkurrenzfähiges wirtschaften. Damit ist Glasfaser natürlich auch ein wichtiger Standortfaktor für neue Unternehmensansiedlungen“, so Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann.

Wirtschaft, Bildung, Tourismus – eine ganze Region profitiert vom geförderten Breitbandausbau. „Als regionaler Energieversorger freuen wir uns ganz besonders, dass wir einen so großen Teil dazu beitragen konnten, einen ganzen Landkreis zukunftssicherer zu machen – und das auch über die Grenzen unseres Netzgebietes hinaus“, erklärt Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG.

„Wie groß der Bedarf tatsächlich ist, hat sich vor allem an der hohen Nachfrage und an dem großen Interesse auf unseren Informationsveranstaltungen gezeigt. Die Erwartungen waren enorm, aber gemeinsam mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg haben wir es geschafft. Mehr als 20.000 Kundinnen und Kunden können nun im Glasfaser-Internet surfen.“

Der Weg bis hierhin war durchaus nicht immer einfach. Das weiß Volker Buck, der sich als Geschäftsführer der WEMACOM um die Umsetzung dieses einmaligen Infrastrukturprojektes kümmert.

„Wenn man bedenkt, dass dieses Projekt für viele Beteiligte eine Premiere war, und sich gleichzeitig vor Augen führt, von welchen Dimensionen wir hier sprechen, scheinen vier Jahre für die Umsetzung erstaunlich kurz“, so Buck. Immerhin seien im Landkreis Nordwestmecklenburg 2.000 Kilometer Tiefbautrasse und mehr als 17.000 Glasfaser-Hausanschlüsse gebaut worden. Und zuvor musste das ganze Projekt geplant und jeder Trassenkilometer genehmigt und dokumentiert werden. Eine besondere Herausforderung waren die zahlreichen Querungen von Autobahnen, Deutsche-Bahn-Trassen, und Naturschutzgebieten.

„Als dann noch die Corona-Pandemie hinzukam, konnten wir unseren bereits sehr eng gesteckten Zeitplan dann leider nicht mehr halten“, berichtet Volker Buck. „Umso glücklicher sind wir heute, dass wir den ersten Bauabschnitt nun – vier Jahre nach Unterzeichnung der Verträge – erfolgreich abschließen können.“

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist ein wichtiger Meilenstein, der Breitbandausbau im Landkreis Nordwestmecklenburg ist damit aber längst nicht beendet. Es folgt ein zweiter Bauabschnitt für zusätzlich förderfähig gewordene Adressen. Für die nähere Zukunft wird außerdem der Förderaufruf für die sogenannten grauen Flecken erwartet – also für die Anschlüsse, die aktuell Geschwindigkeiten zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde erreichen.

Wirtschaftsminister auf Informationstour

Neubrandenburg – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich am Mittwoch bei drei Unternehmen aus Neubrandenburg, Waren (Müritz) und Teterow über aktuelle Vorhaben informiert. Auf dem Tourplan standen die Weber Maschinenbau GmbH Neubrandenburg, die Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG) in Waren (Müritz) und die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein innovativer Wirtschaftsstandort, das zeigen beispielhaft die Unternehmen auf der Tour. Ob hochpräzise Schneidemaschinen, leistungsstarke Propeller oder innovative medizinische Forschung: Die Betriebe eint, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern Hochleistungsprodukte und -verfahren produzieren und entwickeln, die regional, überregional und international anerkannt sind. Das ist beste Werbung für unser Land als attraktiven Investitionsstandort. So wird ein wertvoller Beitrag für die Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft geleistet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Erste Station der Tour war die Weber Maschinenbau GmbH in Neubrandenburg. Seit 1981 entwickelt und produziert das Familienunternehmen Maschinen und Systeme für die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln. Am Standort Neubrandenburg produziert Weber Maschinenbau seit 1999 Maschinen und Maschinenkomponenten, mittlerweile in sieben Werkshallen auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern.

Das Produktportfolio umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Slicern (Hochleistungsschneidemaschinen), Skinnern (Abschwarte- und Entvliesmaschinen) sowie Kreis- und Sichelmesser. Im Jahr 2005 baute Weber Maschinenbau das heutige Messerwerk in Groß Nemerow. Dort werden Kreis- und Sichelmesser der eigenen, geschützten Marke Durablade® entwickelt und gefertigt, mit denen sämtliche Weber Slicer ausgestattet sind. An den Standorten Neubrandenburg und Groß Nemerow sind insgesamt 517 Beschäftigte tätig.

„Neben der stetigen Investition in die Produktion hat sich die Weber Maschinenbau GmbH parallel ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Dabei stehen Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Fokus. Geplant ist eine CO2-neutrale Produktion, beispielsweise durch den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen, wärme- und schallgedämmte Hallen sowie über Bewegungsmelder gesteuerte LED-Beleuchtung. Hier zeigt sich beispielhaft, dass ein großes Produktionsunternehmen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit konsequent gehen kann“, sagte Meyer.

Vor Ort hat Wirtschaftsminister Meyer das neu gebaute, 3.200 Quadratmeter große Logistikzentrum offiziell eingeweiht. Die Gesamtinvestition des Unternehmens betrug rund zehn Millionen Euro.

Die Mecklenburger Metallguss GmbH Waren (MMG) produziert am Standort mit rund 200 Mitarbeitenden vor allem Festpropeller und Verstellpropellerkomponenten für alle Schiffsklassen und -größen, wie beispielsweise Containerschiffe, Tankschiffe, Massengutfrachter und Passagierschiffe. Daneben werden im Schleudergussverfahren Halbzeuge wie Buchsen und Ringe aus Kupferlegierungen hergestellt und Kunden aus allen Industriebereichen maßgeschneiderte Lösungen für Spezialgussbauteile angeboten.

Die MMG engagiert sich seit vielen Jahren in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationen. Schwerpunkte sind dabei neben der kontinuierlichen Verbesserung der Propellerentwurfs- und Simulationstechnologien auch die Entwicklung von innovativen Fertigungsverfahren (additive Fertigung/3D-Druck) sowie die Entwicklung neuer Produkte (beispielsweise Wärmespeicher und Großroboter).

„Die Mecklenburger Metallguss GmbH hat sich über die Jahre einen guten Ruf als Spezialist im Bereich Schifffahrt erarbeitet. Werften aus aller Welt gehören mittlerweile zum Kundenkreis. So fährt immer ein Stück aus Mecklenburg-Vorpommern über die Weltmeere“, sagte Meyer.

Das Wirtschaftsministerium hat die im Rahmen der Technologieförderung das Unternehmen im Zeitraum 1991 bis 2020 bei insgesamt zehn Vorhaben in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro unterstützt.

 Letzte Station der Betriebstour war die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow. Das Unternehmen entwickelt und produziert biotechnische und medizinische Verfahren und Geräte. Zudem werden Arzneimittel, Diagnostika und sonstige pharmazeutische Produkte einschließlich deren klinischer Entwicklung hergestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der biomedizinischen Forschung. Etwa 25 Prozent der rund 170 Mitarbeitenden ist im Bereich Forschung und Entwicklung tätig; das Unternehmen hat an rund 150 klinischen Studien mitgewirkt. Wissenschaftler und Bio-Ingenieure erarbeiten fortlaufend innovative Produkte für die Nutzung in der Immunologie, Zell- und Molekularbiologie, Bioinformatik und der Stammzell-Technologie und Zellherstellung. Das Wirtschaftsministerium hat in den Jahren 2004 bis 2017 insgesamt 10 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Höhe von knapp 14 Millionen Euro unterstützt.

„Die Miltenyi Biotech GmbH hat bei seinen Forschungsaktivitäten oftmals im Verbund mit der Wissenschaft geforscht und entwickelt. Das ist ein wertvolles, erfolgversprechendes Modell in der Technologieförderung, denn so können international wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren entstehen, dies kann Beschäftigung und Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern sichern“, sagte Meyer.

Bio-Brotboxen übergeben

Neubrandenburg – Vor dem Neubrandenburger Biomarkt übergab Landwirtschaftsminister Backhaus heute die an den Schulen beliebten Bio-Brotboxen stellvertretend an eine Schulklasse mit 21 Erstklässler der Evangelischen Schule St. Marien. Insgesamt 6.200 Schülerinnen und Schüler an 110 Schulen erhalten in diesem Jahr eine Bio-Brotbox, die von lokalen Bio-Unternehmen für die Kinder gepackt wird.

Gemeinsam mit Herrn Michael Kruse (Geschäftsführer Biomarkt Neubrandenburg), Herrn Dr. Graf Heinrich v. Bassewitz (Gut Dalwitz und Vorstand ländlichfein e.V.), Herrn Silvio Witt (Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg) und Herrn Timo Tottmann, (Geschäftsführer Terra Naturkost Handels KG) wurden die ersten 21 Dosen vom Minister an die Neubrandenburger Schulkinder ausgeteilt:

„Eine Voraussetzung, um „fit für die Schule“ zu sein, ist es, mit einem guten, ausgewogenen Frühstück in den Tag zu starten. Eine gesunde Ernährung ist insbesondere für Kinder und Heranwachsende wichtig, denn sie gibt die notwendige Energie für aufmerksames Lernen. Die Bio-Brotboxen und die Zutaten für das Frühstück, Milch, Butter, Brötchen, Fruchtaufstrich, Möhren und Äpfel werden von Bio-Betrieben und weiteren Unternehmen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Es freut mich besonders, dass die Öffentlickeitsveranstltung zur diesjährigen Bio-Brotboxen-Aktion in diesem Jahr in Neubrandenburg im Bio-Laden von Herrn Kruse stattfindet, der die Aktion seit Jahren mit hohem Engagement begleitet.“, so der Minister.

Die Boxen selbst bestehen des Weiteren erstmalig zu 75% aus Zuckerrohrpflanzen. Die bei der Verarbeitung des Zuckerrohres anfallenden Fasern, genannt Bagasse, ersetzen so drei Viertel der sonst benötigten Menge an fossilen Rohstoffen.

Der Minister betonte bei der Übergabe, dass die Verteilung der Brotboxen auch trotz der Coronapandemie und der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund des Krieges in der Ukraine stattfinde.

„Auch in einer angespannten weltpolitischen Lage verzichten wir nicht darauf, den Kindern im Land eine gesunde und nachhaltige Ernährung näherzubringen. Die Bio-Brotbox kann für manche ein kleiner Anstoß sein, sich auch stärker mit den eigenen Nahrungsmitteln zu identifizieren und einen bewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu entwickeln“, so Backhaus.

Um Ressourcen zu schonen, findet sich in den Boxen Produkte auch ein Müslirigel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nach Qualitätsprüfung noch einmal verlängert wurde. So werden wertvolle Produkte nicht   vernichtet, sondern weiterhin als Nahrungsmittel genutzt.

Das Landwirtschaftsministerium fördert die Aktion finanziell mit 2.000€ und hilft den Initiator*innen sowohl organisatorisch als auch praktisch z.B. beim Packen der Zutaten für das Frühstück sowie der Bio-Brotboxen.

Regionalbahnlinien RB73/74

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern einigen sich auf gemeinsamen Untersuchungsansatz – Verkehre werden zunächst für drei weitere Jahre bestellt

Schwerin – Die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben sich darauf verständigt, eine Kosten-Nutzen-Untersuchung zu den Prignitzer Regionalbahnlinien RB73/74 und den angrenzenden Streckenabschnitten in Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Güstrow durchzuführen.

So sollen die Potenziale für ein langfristig tragbares Konzept für die Nutzung der vorhandenen Schieneninfrastruktur und die verkehrliche überregionale Anbindung der Regionen an die Oberzentren sowie eine bessere Verbindung zwischen den Regionen ermittelt werden.

Als Grundlage wird das geplante Vergabeverfahren des Prignitz-Netzes um die RB73 und RB74 erweitert. Damit können die bisherigen Verkehrsleistungen auf den Strecken zwischen Neustadt/Dosse und Meyenburg für drei Jahre verlängert werden.

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Brandenburg: „Wir wollen für die Menschen in ganz Brandenburg attraktive Mobilitätsangebote im ÖPNV schaffen. Deshalb freue ich mich, dass wir nach den intensiven Gesprächen der letzten Wochen und Monate zur Zukunft der Regionalbahnlinien 73 und 74 wesentliche Schritte vorangekommen sind. Ein langfristig tragfähiger SPNV-Verkehr auf dieser Strecke ist nur mit einem Ausbau der Infrastruktur und einem grenzüberschreitenden Gesamtkonzept in Richtung Mecklenburg-Vorpommern leistbar.

Umso mehr begrüße ich die Zusage unseres Nachbarlandes, gemeinsam mit Brandenburg eine Nutzen-Kosten-Untersuchung zur Ermittlung der Potenziale für solch ein länderübergreifendes SPNV-Netz durchzuführen. Bei einem positiven Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung kann anschließend ein passgenaues Angebots- und Vergabekonzept erarbeitet werden.

Auf dieser Basis können der bisherigen Verkehrsvertrag und die entsprechenden Verkehrsleistungen auf den Linien RB73 und RB74 für drei Jahre verlängert werden. Grundlage für eine Verlängerung ist aber das Ergebnis der nunmehr angepassten Ausschreibung. Die dafür notwendigen zusätzlichen Mittel werden aus dem Landeshaushalt Brandenburg zur Verfügung gestellt. Wie bisher wird auch der finanzielle Beitrag der Kommunen eine Rolle spielen.“

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Mecklenburg-Vorpommern: „In Mecklenburg-Vorpommern sind Saisonverkehre in die Tourismusregion um Plau am See bis 2027 gesichert. Für eine Zukunft der Strecken rund um das ´Karower Kreuz´ begrüße ich die Verabredung mit meinem Brandenburger Amtskollegen.

Zusammen mit Brandenburg werden wir eine landesüberschreitende Gesamtuntersuchung des Streckennetzes zwischen Neustadt/Dosse, Karow und Güstrow sowie Parchim, Karow und Waren (Müritz) mit den touristischen Zielen Plau am See und Karow am See im Zentrum in Auftrag geben. Dabei werden wir nicht nur Kosten, Nutzen und Potenziale des SPNV unter die Lupe nehmen, sondern auch die Chancen für den Güterverkehr und den Einsatz von klimaschonenden alternativen Antriebsformen untersuchen.“

Verkehrsminister Beermann verweist in diesem Zusammenhang auch auf die zwingend notwendige Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund.

„Trotz dieser positiven Entscheidung bleibt die grundsätzliche Problematik der deutlichen Unterfinanzierung des SPNV bestehen, die durch die explodierenden Energiepreise noch verschärft wird. Ohne eine substantielle Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund sind wir daher nicht mehr in der Lage, den Status quo an Verkehren aufrechtzuerhalten, geschweige denn zusätzliche Bestellungen vorzunehmen. Hier steht der Bund in der Verantwortung.“

DeveLUP feierlich eröffnet

Meyer: Neue Ideenschmiede kann Keimzelle für innovative Arbeitsplätze in der Region werden – Attraktivität des Landkreises wird weiter erhöht

Ludwigslust – In Ludwigslust ist das Start-up- und Gründungszentrum DeveLUP feierlich eröffnet worden.

„Mit dem Zentrum wird die Möglichkeit eröffnet, im gemeinsamen Austausch neue Geschäftsmodelle für Nachhaltigkeit und Wirtschaftskraft in der Region zu entwickeln. Das neue Zentrum ist auch ein Beitrag dafür, das Gründergeschehen in der Fläche unseres Landes stärker zu vernetzen. Die neue Ideenschmiede kann die Attraktivität des Landkreises für Zuzüge, insbesondere von jungen, gut qualifizierten Fachkräften sowie Familien weiter erhöhen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Das DeveLUP im „Campus Ludwigslust“ eröffnet an der Achse zwischen Hamburg und Berlin, mit direktem ICE- und Autobahnanschluss, viele Möglichkeiten für Gründende und bestehende Unternehmen. Es bietet modern ausgestattete flexible Büroflächen, Meetingräume, Maker Space, Kaffeebar, Dachterrasse und Eventbühne.

„Das neue Zentrum hat hervorragende Bedingungen. Jetzt geht es darum, dieses mit innovativen und nachhaltigen Ideen zu füllen und diese auch beispielsweise bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Das Gründerzentrum kann eine Keimzelle für innovative Arbeitsplätze in der Region werden“, so Meyer weiter.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat vor Ort auch auf die Fördermöglichkeiten für das Gründungsgeschehen im Land aufmerksam gemacht. Hierzu zählen beispielsweise Bildungsschecks für die Qualifizierung bei Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen; Gründungsstipendien für Gründungsvorhaben mit hohem Innovationsgehalt in und nach der Gründungsphase oder auch Mikrodarlehen. Darüber hinaus fördert das Land auch die Etablierung von digitalen Innovationszentren in Rostock, Greifswald, Neubrandenburg, Stralsund, Wismar und Schwerin.

„Die Zentren dienen als strategische Plattform zur Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationsbranche. Regionale Partner, Ideenträger, Gründerinnen und Gründer sowie Start-ups mit digitalen Geschäftsideen sollen dort gute Bedingungen zur Umsetzung ihrer Ideen vorfinden“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Meyer abschließend.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit 225.000 Euro. Hiermit wurde im Rahmen eines laufenden Regionalmanagements die Erarbeitung einer Konzeption für das Start-up- und Gründerzentrum gefördert. Darüber hinaus werden noch bis Juli des kommenden Jahres die Erarbeitung einer Raumstrategie sowie ein Marketing- und Kommunikationskonzept unterstützt.

Energiepreispauschale auch für Beamte

Tarifergebnis und Energiepreispauschale werden auf Landesbeamtinnen und -beamte übertragen

Schwerin – Das Landeskabinett Mecklenburg-Vorpommern hat beschlossen, dass der Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes aus November des letzten Jahres zeit- und systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen wird. Die Besoldungs- und Versorgungsbezüge werden dementsprechend zum 1. Dezember 2022 um 2,8 Prozent erhöht.

 „Ich freue mich, dass hiermit alle Angehörigen im Bereich des öffentlichen Dienstes gleichbehandelt werden, egal ob sie Angestellte oder Beamte sind“, sagt Finanzminister Dr. Heiko Geue.

 Von der linearen Erhöhung der Besoldung sind erstmalig auch eine Dynamisierung der Stellenzulagen z.B. für die Polizei, Feuerwehr und den Justizvollzug erfasst. Außerdem werden die Anwärterbezüge entsprechend des Tarifabschlusses zum 1. Dezember 2022 um 50 Euro erhöht.

 Zudem hat das Kabinett heute beschlossen, dass die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro, die als Teil des Dritten Entlastungspakets der Bundesregierung an Rentnerinnen und Rentnern ausgezahlt wird, auch den pensionierten ehemaligen Beamten, wie z.B. den ehemaligen Polizistinnen und Polizisten, des Landes gewährt wird.

 Der entsprechende Gesetzesentwurf wird nun in den Landtag eingebracht.

Baubeginn Wehr Vierrademühle

Neubrandenburg – Wie bereits im Juli bekannt gegeben beabsichtigt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS) den Ersatzneubau der Wehranlage Vierrademühle und die Errichtung einer Fischaufstiegsanlage.

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung hat die Firma Colcrete – von Essen GmbH & Co. KG aus Ueckermünde den Zuschlag für die Bauausführung erhalten. Der Baubeginn ist für die 39. Kalenderwoche geplant.

Bauberatungen finden jeden Donnerstag ab 10:00 Uhr statt. Betroffene Bürger und Anlieger können ihre Probleme und Fragen von 10:00 bis 10:30 Uhr vortragen.

Im Zeitraum vom 26.9. bis 30.9. erfolgt die Baustelleneinrichtung mit Baustellenzufahrt. Für diese Zeit muss der stadteinwärts führende Fahrzeugverkehr im Baustellenbereich in der Rostocker Straße (B104) von 8:00 bis16:00 Uhr auf eine Fahrspur reduziert werden. Im weiteren Maßnahmenverlauf, dessen Ende für Mai 2023 geplant ist, soll es, abgesehen von kurzzeitigen Einschränkungen aufgrund von Materialtransporten auf der Baustelle, keine Behinderungen für den Fahrzeugverkehr geben.

Der stadteinwärts führende Geh- und Radweg wird ab dem kommenden Montag für die gesamte Bauzeit voll gesperrt werden. Radfahrer und Fußgänger, die auf der Rostocker Straße stadteinwärts unterwegs sind und auch Passanten auf der Promenade entlang des Oberbaches in Richtung Innenstadt, müssen die Ampel auf Höhe Oberbachzentrum nutzen, um die Rostocker Straße zu queren. Die Umleitungswege werden ausgeschildert sein.

Auch stadtauswärts sind Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger zu beachten. Vom Friedrich-Engels-Ring kommend ist der Geh-/Radweg der Rostocker Straße bis zur Ampel am Oberbachzentrum nur auf der Seite der Vierrademühle nutzbar.

Das StALU MS bittet diesbezüglich um Rücksichtnahme und Verständnis bei den Bürgern.