Finanzpolitik und Investitionen in die Zukunft

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in der heutigen Haushaltsdebatte im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern für die Annahme des geplanten Haushaltes für die Jahre 2020 und 2021 geworben.

„Das ist ein Haushalt mit klaren Schwerpunkten bei Wirtschaft und Arbeit, bei Kitas und Schulen, bei der Finanzausstattung unserer Kommunen und bei der Infrastruktur. Ein Haushalt mit großem Investitionsvolumen. Allein im kommenden Jahr wollen wir 1,7 Milliarden Euro investieren. Und ein Haushalt, der gleichzeitig unsere solide Finanzpolitik weiter fortsetzt. Mecklenburg-Vorpommern wird auch in den kommenden Jahren ohne neue Schulden auskommen. Das ist der richtige Weg für die Zukunft unseres Landes“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Eine solide Finanzpolitik und Investitionen in die Zukunft seien kein Gegensatz. Für die Landesregierung gehöre beides zusammen. Mit dem Haushalt erhöhe das Land die Konjunkturlage für wirtschaftlich schwierige Zeiten um 100 Millionen Euro auf 500 Millionen. „Solide Finanzpolitik bedeutet aber nicht nur, das Geld zusammenzuhalten und Vorsorge für schwierige Zeiten zu treffen. Es bedeutet auch, die Mittel gezielt in den Bereichen einzusetzen, die für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes wichtig sind“, sagte Schwesig.

Mit dem Haushalt 2020/2021 werde die Finanzausstattung der Kommunen im Land deutlich verbessert. „Wir stärken die Finanzausstattung der Kommunen dauerhaft“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Im nächsten Jahr werden die Kommunen rund 352 Millionen Euro mehr zur Verfügung haben als 2019“, erläuterte die Ministerpräsidentin.

Der wichtigste Schwerpunkt im Haushalt sei die Stärkung der Wirtschaftskraft und damit die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bei uns im Land. „Wir wollen in gute, zukunftsfähige Arbeitsplätze investieren, mit fairen Löhnen und mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Deshalb bleibt es selbstverständlich dabei, dass wir die Vergabe öffentlicher Aufträge an einen Vergabemindestlohn koppeln, der jährlich steigt. Und auch die Wirtschaftsförderung ist an gute Arbeit gebunden“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Ein weiterer Schwerpunkt im Haushalt seien Investitionen in die Infrastruktur. „Wer wirtschaftlich wachsen will, der muss in die Infrastruktur investieren: in Straßen und Häfen und insbesondere in die digitale Infrastruktur. Wir brauchen überall im Land Breitbandzugang – an jeder Milchkanne –, schnelles Internet und guten Mobilfunkempfang“, sagte Schwesig. Allein 2020 sollen 250 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert werden.

Versprochen und gehalten – mit dem Haushalt 2020/21 löse die Landesregierung ihre Zusage ein, die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung komplett abzuschaffen. „Für Krippe, Kindergarten, Tagespflege und Hort“, betonte die Ministerpräsidentin. „Zehntausende Familien mit Kindern im Land werden davon profitieren und am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung haben. Das ist die größte Familienentlastung in der Geschichte unseres Landes.“ Auch die Mittel für die Qualität der Kitas steigen mit dem neuen Haushalt.

„Außerdem wollen wir mit einem neuen Schulpaket in den nächsten vier Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich in die Schulen investieren“, kündigte die Ministerpräsidentin an. Unter anderem sollen die Mittel für die Sanierung und der Neubau von Schulen verstärkt werden. Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer sollen ab dem Schuljahr 2020/21 eine bessere Bezahlung erhalten. „Ein klares Zeichen in Sachen Fachkräftesicherung“, so Schwesig.

Teil des Haushalts sei weiterhin ein 50 Millionen-Paket für die Feuerwehren. Außerdem würden die Verabredungen innerhalb des Regierungsbündnisses zur Erhöhung der Zahl der Polizistinnen und Polizisten im Land umgesetzt.

„Mecklenburg-Vorpommern hat sich gut entwickelt. Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, an der Zukunft dieses Landes zu arbeiten. Mit dem Doppelhaushalt 20/21 haben wir eine gute Grundlage“, warb Schwesig für die Annahme des Haushalts.

Schwesig: Wir werden unseren Weg fortsetzen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in der Aktuellen Stunde des Landtags angekündigt, die Außenwirtschaftsaktivitäten der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu unterstützen. Es gehe um wirtschaftliches Wachstum und gute Arbeitsplätze.

Der Außenhandel habe sich in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren gut entwickelt. „Der Gesamtwert ist von 2012 bis 2018 um etwa 29 Prozent gestiegen. Das ist mehr als im Bundesgebiet, wo der Anstieg nur 21 Prozent betrug. Im letzten Jahr hat unser Land mit 13,8 Milliarden Euro Außenhandelsumsatz sogar einen neuen Rekord erreicht“, informierte die Ministerpräsidentin.

Gut sei, dass der Außenhandel breit ausgestellt ist. Polen, die Niederlande und Schweden seien 2018 die wichtigsten Außenhandelspartner des Landes gewesen. „Gerade mit Schweden, aber auch mit Finnland ist der Außenhandel in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Der Ostseeraum eröffnet uns große wirtschaftliche Chancen. Wir stehen da auch in der großen Tradition der Hanse“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Besonders enge Beziehungen unterhalte das Land zum direkten Nachbarn Polen. „Ich treffe regelmäßig mit dem Marschall aus Westpommern zu Polentagen, bei denen es neben der ganz alltäglichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit immer auch um Wirtschaftskontakte geht“, betonte Schwesig. Auch die Wirtschaft unternehme große Anstrengungen. „Ich will ein herzliches Dankeschön an den Unternehmerverband Vorpommern und die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern richten, die uns beim Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und beim Aufbau einer grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin hervorragend unterstützen.“

Auch Russland gehöre traditionell zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern des Landes. „Es gibt seitens der Wirtschaft unseres Landes ein großes Interesse an wirtschaftlichen Kontakten nach Russland. Drei sehr erfolgreiche Russlandtage und die bisher größte Wirtschaftsdelegationsreise in der Geschichte unseres Landes nach St. Petersburg belegen das eindrucksvoll“, so Schwesig.

„Wir werden unseren Weg fortsetzen“, bekräftigte die Ministerpräsidentin. „Mecklenburg-Vorpommern wird 2020 Partnerland der Deutschen Woche in St. Petersburg. 2021 wird der nächste Russlandtag bei uns in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Dieser Weg liegt im wirtschaftlichen Interesse unseres Landes. Und er ist ein wichtiger Beitrag zum Dialog zwischen Deutschland und Russland.“

Die positive Entwicklung im Außenhandel sei das Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung. „Sie ist vor allem die Leistung der Menschen in unseren Unternehmen, die Außenhandel machen, Kontakte knüpfen und pflegen, andere Sprachen sprechen, andere Unternehmenskulturen kennenlernen, Risiken eingehen und Chancen nutzen. Lassen Sie uns das auch künftig gemeinsam tun.“

Gastgewerbe tagt in Warnemünde

Warnemünde – In Rostock-Warnemünde hat am Mittwoch der diesjährige Branchentag des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden. Der Tag stand unter dem Motto „Die Zukunft beginnt jetzt – gehen wir sie gemeinsam an“. „Hotels und Gaststätten sind die Visitenkarte des Tourismus bei uns im Land. Zufriedene Gäste kommen gern wieder. Damit dies gelingt, leisten die touristischen Unternehmen eine Menge. Qualität, Service und ein abwechslungsreiches Angebot müssen die Urlauber im hart umkämpften Wettbewerb überzeugen. Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Weiterbildung sind dabei herausfordernde Aufgaben. Wir unterstützen das Hotel- und Gaststättengewerbe auf diesem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Veranstaltet wurde der Branchentag vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern).

„Der Fachkräftemangel ist ein Kernproblem der Branche. Ziel muss es sein, ein frisches, realistisches Bild der Berufsbilder aufzuzeigen, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. In der Hotel- und Gaststättenbranche wird gearbeitet, wenn andere feiern oder Urlaub machen. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen rund um den beruflichen Alltag stimmen, beispielsweise beim Thema Wohnen. Das haben wir gemeinsam angepackt“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe verwies zur Bewältigung des Fachkräftemangels unter anderem auf die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums bei der gastgewerblichen Ausbildungskampagne „Gastro Burner – Fang Feuer und check ein“ und die Hilfen beim Bau von Mitarbeiterwohnungen.

So plant das Wirtschaftsministerium zur Schaffung von Mitarbeiterwohnungen in Tourismusschwerpunktgemeinden eine Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Das Programm soll die Fachkräfte entlasten, um am Arbeitsort auch geeigneten Wohnraum zu finden. Zugleich können Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe ging abschließend zum Maßnahmenpaket für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ein, die von der Thomas Cook-Pleite betroffen sind. Dies enthält neben einer Unternehmens-Hotline unter anderem Bürgschaften und Darlehen, auch Kurzarbeit und die geförderte Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern konnten genutzt werden, um Kündigungen zu vermeiden. Mit Stand Ende November gab es über die Hotline der Gesellschaft für Struktur und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) insgesamt zehn Unternehmen, die sich gemeldet hatten. Bei den Anrufern handelte es sich mehrheitlich um große Hotels beziehungsweise Hotelanlagen mit großen Bettenkapazitäten und dem Angebot von saisonverlängernden Maßnahmen und hohen Mitarbeiterzahlen. „Nachgefragt wurden Informationen zu den Themen Unterstützung, Weiterbildung sowie Insolvenzverfahren. Wir prüfen individuell, was das Richtige für jedes einzelne Unternehmen ist. Die Unternehmenshotline ist weiter geschaltet“, sagte Glawe.

Um Auszubildende zu gewinnen, hat der DEHOGA MV die Kampagne „Gastro Burner“ gestartet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kampagne mit 750.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). In einer Roadshow mit dem „Gastro-Burner Food Truck“ werden die Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Zusammen mit einer breit angelegten medialen Kampagne aus Imagefilmen, einer Kampagnenwebseite und Auftritten in Social Media Kanälen soll Jugendlichen ein modernes Bild der Ausbildungsberufe gezeigt werden. „Mit der Kampagne soll das Gastgewerbe stärker in den Fokus von Jugendlichen bei der Berufswahl gerückt werden. Sie werden mit neuen Medien angesprochen und vor Ort an Schulen begeistert. Damit kann ein zeitgemäßes Bild der Ausbildungsberufe in Hotellerie und Gastronomie vermittelt werden“, sagte Glawe.

Nach Angaben des Bundesagentur für Arbeit fallen derzeit (Stand Ende September) von den insgesamt 1.600 noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen 404 Stellen (rund 25 Prozent) auf den HoGa-Bereich. In den Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen liegt auf dem ersten Platz der HoGa-Beruf Koch/Köchin (126 offene Stellen), auf dem 2. und 3. Platz liegen die Berufe Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (119) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (107), und auf Platz 6 der Beruf Fachkraft im Gastgewerbe (52).

Der DEHOGA MV ist Interessensvertreter der gastgewerblichen Branche und seiner Mitgliedsunternehmen. Nach eigenen Angaben vertritt der Verband rund 6.600 konzessionierte Betriebe. In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in der Hotellerie und Gastronomie beschäftigt. Das entspricht einer Steigerung seit dem Jahr 2009 von 22 Prozent. Etwa drei Milliarden Euro Umsatz erzielt das Gastgewerbe jährlich im Land, dabei sind die Vorleistungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette und die nachrangigen Effekte in der zweiten Wertschöpfungsstufe nicht eingerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es im Zeitraum Januar bis September 2019 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 6,8 Millionen Ankünfte (+5,8 Prozent zum Vorjahrszeitraum) und mehr als 28,3 Millionen Übernachtungen (+10,1 Prozent) wurden registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in M-V lag in diesem Zeitraum bei 4,2 Nächten.

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Förderung für Kreismusikschule Uecker-Randow

Eggesin – „Die Konzerte der Kreismusikschule Uecker-Randow sind eine Bereicherung für Vorpommern. Immer wieder ziehen Sie hunderte in den Bann so wie beim traditionellen Weihnachtskonzert in Eggesin. Es ist ein großer Genuss, den kleinen und großen Musikerinnen und Musikern zuzuhören. Man spürt die Leidenschaft und Freude, mit der alle dabei sind“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Patrick Dahlemann heute beim Weihnachtskonzert in der Martin-Luther-Kirche.

Die Kreismusikschule, die in diesem Jahr 60 Jahre alt ist, sei in ganz Vorpommern sehr beliebt und anerkannt, „und das quer durch alle Generationen in der Region und weit darüber hinaus. Hier wird eine großartige Arbeit geleistet. Unterricht wird in rund 30 Fächern an den Schulstandorten Ueckermünde, Torgelow, Strasburg, Pasewalk und Eggesin angeboten. Ob Gesang oder Instrumental, die Lehrerinnen und Lehrer geben wie die Schülerinnen und Schüler ihr Bestes, um bei Wettbewerben ganz vorn mit dabei zu sein und das Publikum bei Konzerten mit ihrem Können zu verzaubern. Das verdient großen Respekt und Anerkennung“, lobte Dahlemann. Erst kürzlich besuchten er und Bildungsministerin Bettina Martin die Musikschule. Beide würdigten auch die Arbeit des Fördervereins.

Zur Überraschung übergab der Staatssekretär einen Förderbescheid des Bildungsministeriums über 2.500 Euro aus dem Strategie-Fonds für die Neuanschaffung eines Konzertglockenspiels und 30 neuer Pultleuchten. „Sie alle sorgen für gut organisierte Veranstaltungen und Projekte. Dafür braucht ihr auch diese gute Ausstattung. Dabei helfen wir sehr gern.“

Detektive am Meeresboden

Forscher sammeln Daten über die Ostsee

Warnemünde – Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) untersuchen im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern den Meeresboden in der 12-Seemeilenzone (Küstenmeer) der hiesigen Ostseeküste. Die Daten sollen neben den bereits vorhandenen Daten helfen weitere Kenntnisse über die verschiedenen marinen Lebensräume zu erhalten. Diese sollen nicht zuletzt bei der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie berücksichtigt werden.

Das sogenannte ATLAS-Projekt ist im Sommer gestartet. Ziel ist herauszufinden, welche Lebensräume sich wo befinden und in welchem Zustand diese sind. Dazu werden vorhandene Daten aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengeführt und bisher nicht oder schlecht untersuchte Meeresbodengebiete neu kartiert. Hierzu zählen insbesondere die äußere Wismarbucht, die Darsser Schwelle und der Plantagenetgrund. Dazu werden hydroakustische (Seitensichtsonar, Fächer­echolot), sedimentologische und biologische Methoden (Greiferproben, Unterwasser-Video) eingesetzt.

In der diesjährigen Herbstkampagne wurde das Gebiet östlich von Warnemünde bis zum Schutzgebiet Darsser Schwelle untersucht. Es umfasst neben dem Warne­münde-Riff weitere kleinere Riffflächen und zwei kleinere Sandbänke. In diesem Bereich wurden an 42 Stationen unter anderem Bodenfauna- und Sedimentproben genommen sowie Unterwasser-Videoaufnahmen gemacht, die derzeit im Labor ausgewertet werden. Zusätzlich konnten mit den hydroakustischen Verfahren bislang flächenhafte Daten zur Analyse der Eigenschaften des Meeresbodens auf einer Fläche von 50 km² erhoben werden.

Soweit das Wetter es zulässt, sind weitere Tagesfahrten im Dezember 2019 geplant.

Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wird vom Land und aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) finanziert. Es läuft über drei Jahre und wird fachlich vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern betreut.

In Schleswig-Holstein und in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) laufen vergleichbare Kartierungsarbeiten. Ein wichtiges Projektziel ist daher, fachliche, methodische und technische (GIS) Übereinstimmung mit den dortigen Arbeiten und Ergebnissen zu erreichen, damit Brüche an der Landesgrenze vermieden werden und ein einheitliches Kartenwerk für die deutsche Ostsee entsteht.

1.350 Kunden surfen bereits im Glasfasernetz

WEMACOM Breitband GmbH legt im Landkreis Ludwigslust-Parchim weitere Glasfaser-Hausanschlüsse

Ludwigslust –  Bereits 1.350 Kunden surfen im Landkreis Ludwigslust-Parchim im schnellen Glasfasernetz der WEMACOM Breitband GmbH, weitere 3.200 Kunden befinden sich im Bereitstellungsprozess. Vor 24 Monaten erhielt das Tochterunternehmen der WEMAG AG nach einer europaweiten Ausschreibung vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Projektgebieten.

Seitdem ist viel passiert: Rund 630 Kilometer Trassen mit circa 1.600 Kilometer Leerrohr und etwa 2.000 Kilometer Glasfaserleitung wurden nach etwa 1.000 Genehmigungsanträgen verbaut. Mit der Unterzeichnung der Zuwendungsverträge für die weiteren 13 Projektgebiete im September 2019 kann nun der gesamte Landkreis mit dem modernen Glasfasernetz erschlossen werden.

„Damit das gegenwärtig zweitgrößte Infrastrukturprojekt Deutschlands im Landkreis Ludwigslust-Parchim realisiert werden kann, sind in Spitzenzeiten etwa 1.400 Menschen für den Landkreis und seine Einwohnerschaft für unsere Region im Einsatz“, berichtet Volker Buck, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, im Rahmen einer Zwischenbilanz in Ludwigslust.

Landrat Stefan Sternberg freut sich, dass der geförderte Glasfaserausbau in den Händen eines regionalen Versorgers liegt. „Die WEMACOM Breitband GmbH hat uns mit Ihrem Lösungsmodell für die flächige Breitbandversorgung in unseren Gemeinden überzeugt. Als spezialisiertes Unternehmen mit einem Pool aus fachkundigen Mitarbeitern übernimmt sie alle Aufgaben von der Planung bis zur technischen Umsetzung. Zusammen mit der WEMAG, die als erfahrenes Versorgungsunternehmen vor allem den Vertrieb leistet, stehen uns bei diesem bedeutenden Projekt zwei kompetente Partner zur Seite“, so der Landrat.

Gleichzeitig bringe die regionale Wertschöpfung durch das bisher größte Investitionsprogramm im Landkreis die Wirtschaft vor Ort deutlich voran. Die Fördermittel von Bund, Land und kommunalem Eigenanteil belaufen sich insgesamt auf fast 63 Millionen Euro für den ersten Förderaufruf.

Die Planung, Organisation und Umsetzung eines Projektes in dieser Größenordnung war und ist für alle Beteiligten eine Premiere, die höchste Anforderungen stellt und nicht immer reibungslos verläuft. Verspätungen in den Genehmigungsprozessen haben mitunter zu Verzögerungen im Baugeschehen geführt. Die Unterversorgung der Projektgebiete brachte hohe Erwartungen und nicht zuletzt auch Ungeduld mit sich.

„Premieren wie diese sind auch immer mit dem Sammeln von Erfahrungen verbunden, die wir dann für weitere Projekte nutzen können. Unsere Aufgabe ist es, eine ganze Region mit moderner Glasfasertechnologie zu versorgen. Besonders freut uns, dass viele unserer Kunden bereits jetzt mit Lichtgeschwindigkeit surfen können. In den kommenden Wochen stellen wir dafür die Weichen für die übrigen Kunden“, sagt Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG.

Neben den 3 aktuellen Projektgebieten laufen die Planungen für die 13 weiteren Projektgebiete des Landkreises Ludwigslust-Parchim an. „Wir freuen uns, dass wir mit Ludwigslust-Parchim im 2. Förderaufruf unser Glasfasernetz in mehr als 110 weitere Gemeinden bringen können. In den nächsten Wochen und Monaten informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH im Rahmen von rund 160 Einwohnerversammlungen über den geförderten Breitbandausbau in den Regionen und beantworten alle offenen Fragen“, sagte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen sind auf der Internetseite der WEMAG veröffentlicht. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können unter www.wemag.com/internet abgerufen werden. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte außerdem per Post eingeladen.

Klimaschutz in der Kath. Pfarrei Herz Jesu

Rostock – Die Katholische Pfarrei Herz Jesu Rostock erhält in diesen Tagen zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt 31.860 Euro vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Pfarrei plant zum einen die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Martin in Rostock. Die Energie soll für den Eigenbedarf genutzt werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird zudem ein Batteriespeicher installiert. Diese Maßnahme wird mit 16.200 Euro gefördert. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent. Die errechnete jährliche CO2-Einsparung wird rund sechs Tonnen betragen.

Mit 15.660 Euro fördert das Land zudem die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Thomas Morus in Rostock. Die erzeugte Energie soll auch hier für den Eigenbedarf verwendet werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird ein Batteriespeicher zur Nutzung in Zeiten ohne Erzeugung solarer Energie eingesetzt. Durch die Maßnahme sollen jährlich rund sechs Tonnen CO2 eingespart werden.

Beide Vorhaben dienen gleichzeitig als Grundlage für ein Projekt für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren und ihre Eltern. Ihnen sollen die Zusammenhänge von Energieerzeugung, dem sparsamen Umgang mit Energie und Naturvorgänge anschaulich gemacht werden. Dazu werden auf einem Anzeigemodul die einzelnen Bereiche kindgerecht mit Symbolen dargestellt.

Gingster Kinder singen in der Kirche

Kindergartenkinder und Schüler der Gingster Schulen bereiten ein traditionelles Adventssingen vor

Insel Rügen – In diesem Jahr setzen die Kindergartenkinder und Schüler aus Gingst eine schöne Tradition fort, in dem sie am 20. Dezember um 9 Uhr eine Neuauflage des Adventssingens in der Gingster Kirche organisieren.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen. Mit dabei sind auch wieder die ganz kleinen Kinder aus der Kindertagesstätte Löwenzahn, die das Programm mit einem eigenen Lied bereichern.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein. Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Adventssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Mukran Port soll intensiver als Industriestandort vermarktet werden

Insel Rügen – Der Großgewerbestandort Mukran Port in Sassnitz auf der Insel Rügen soll intensiver vermarktet werden. „Wir unterstützen am Mukran Port die Vermarktung von Industrieflächen. Das Ziel der Initiative ist die Erhöhung der überregionalen Aufmerksamkeit und Bekanntheit des Industriestandortes am Mukran Port. Das steigert die Attraktivität des Standortes für hafenaffine Industrie- und Gewerbeunternehmen, sich dort anzusiedeln. So wollen wir nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Umsetzung erfolgt durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“ GmbH. Neben der Stärkung der Bekanntheit des Standortes geht es auf der Grundlage des erstellten Vermarktungskonzeptes um die konkrete Anwerbung von Investoren für den Standort im Rahmen einer Direktansprache.

Der Mukran Port bietet auf einer Gesamtfläche von knapp 430 Hektar Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals sowie umfangreiche Produktions- und Lagerflächen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Er liegt unmittelbar an der offenen See und ermöglicht der Schifffahrt eine unkomplizierte Ansteuerung. Derzeit wird ein Teil des Flächenareals im Hafengebiet für Offshore-Windpark-Montagetätigkeiten sowie für die Lagerung bis zur Verlegung der Nordstream 2 Pipelines genutzt. Zuvor wurden diese ebenfalls in Mukran mit Beton ummantelt.

„Die infrastrukturelle Anbindung des Hafens ist ideal – vor allem die kombinierten Breit- und Normalspuranbindungen bis zur Verladerampe stellen sicher, dass der Güterumschlag über das betriebseigene Schienennetz im Hafen- und im Bahnhofsbereich möglich ist. So kann unkompliziert vom Schiff auf den LKW umgeladen werden“, sagte Glawe. Betreiber des Hafens ist die Fährhafen Sassnitz GmbH mit den Gesellschaftern Stadt Sassnitz (90 Prozent) und Land Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent).

„Das wichtigste Thema für uns in Vorpommern ist und bleibt die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen. Neben den beiden Großgewerbestandorten Pasewalk-Stettin und Pommerndreieck ist Mukran auf Rügen damit die dritte Vermarktungsoffensive für Vorpommern. Gerade mit der Anbindungsmöglichkeit nach Skandinavien und Russland entsteht hier ein hochattraktiver Standort mit großem internationalem Potenzial, was der erste Testzug nach China eindrucksvoll zeigte“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

Die Gesamtkosten der geplanten Aktivitäten betragen 150.000 Euro. Die „Invest in MV“ erhält zur Umsetzung je 75.000 Euro zu gleichen Teilen vom Wirtschaftsministerium und aus dem Vorpommernfonds.

2,5 Mio. Euro für Kulturprojekte

2,5 Mio. Euro für Schloss Bröllin und das Kulturhaus Mestlin/TRAFO2-Programm fördert Kulturprojekte im ländlichen Raum

Schwerin – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald und das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum werden über das TRAFO2-Programm der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die beiden Trägervereine in Bröllin und Mestlin haben sich im jüngsten Bewerbungsverfahren durchgesetzt und erhalten eine Förderung in Höhe von jeweils 1,25 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2023, teilte die Stiftung heute mit.

„Das ist ein großer Erfolg für die beiden Vereine. Sie bereichern mit ihren Projekten das Kulturleben im ländlichen Raum in ganz besonderer Weise“, lobte Kulturministerin Bettina Martin. „Kultur im ländlichen Raum macht die Regionen lebenswert und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Das TRAFO-Programm fördert originelle und innovative Kulturprojekte. Insofern ist die finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes auch eine besondere Anerkennung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich riesig darüber, dass die beiden Kulturvereine von der Bundesförderung profitieren“, sagte Martin.

Schloss Bröllin will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlerinnen, Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Das Kulturhaus Mestlin soll sich zu einem gut vernetzten soziokulturellen Zentrum und einem Kommunikationsort der Parchimer Region entwickeln. Ziel ist es, die Region besser als bislang mit kulturellen Angeboten zu versorgen und die überregionale Wahrnehmung des Kulturhauses zu stärken.

Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ in den Jahren 2015 bis 2024 insgesamt 26,6 Millionen Euro bereit. Zwei Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich gemeinsam mit 16 Projekten in neun Bundesländern um diese Mittel beworben. TRAFO steht dabei für Transformationsprozesse auf dem Land. Eine Fachjury hat über die besten Konzepte entschieden.

Zweites Schiff der Global Class auf Kiel gelegt

Rostock – Die Kiellegung des zweiten 208.000 BRZ großen Dream-Cruises-Schiffes der Global Class fand heute bei MV WERFTEN in Rostock statt. Hier wird das Mittschiff gefertigt. Der Transfer der Mitschiffsektion für das erste Schiff der Global Class, der „Global Dream“, von Rostock zum überdachten Dock nach Wismar erfolgte erst vor zwei Wochen. Mit einer Länge von 235 Metern und einer Höhe von 20 Decks war es das größte Schiffsteil, das je geschleppt worden ist.

Gäste der Landes- und Bundesregierung, Geschäftsführer sowie Medienvertreter aus Deutschland und Asien, unter ihnen Wirtschaftsminister Harry Glawe, Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay, stellvertretender Geschäftsführer Hui Lim, Group-Präsident Colin Au, Genting-Cruise-Lines-Präsident Kent Zhu, Dream-Cruises-Präsident Michael Goh und MV WERFTEN-Geschäftsführer Peter Fetten, wohnten der Kiellegung von Global 2 bei. Alle Teilnehmer legten traditionell Glücksmünzen auf die Pallung, bevor der 95 Meter hohe Bockkran die 470 Tonnen schwere Sektion absenkte.

„Wir sind hier wegen der Kiellegung des zweiten Schiffes der Global Class“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay. „Aber noch wichtiger: Wir starten mit dem Design und Bau einer neuen Serie von Schiffen, der Universal Class. Das erste Schiff soll Ende 2022 geliefert werden.“

Kreuzfahrten sind ein Nischenmarkt, der 2,5 Prozent der Reiseindustrie ausmacht und werden als beliebte Alternative zu Urlaub an Land vermarktet. Die Schiffe der Universal Class werden entworfen, gebaut und betrieben, um eine Kreuzfahrt wie Urlaub an Land wirken zu lassen. Die 88.000 BRZ großen Schiffe können 2.000 Passagiere unterbringen und bieten alle Annehmlichkeiten von größeren Kreuzfahrtschiffen, ohne die Enge an Bord üblicher 5.000plus-Passagierschiffe. Genting wird die Schiffe der Universal Class u.a. für Hotelmarken betreiben, die in die Kreuzfahrtindustrie einsteigen wollen und bisher nicht die Möglichkeit aufgrund begrenzter Baukapazitäten hatten.

„Große Hotelmarken sind stets auf ihr Markenimage bedacht, daher sind die Schiffe der Universal Class perfekt, da sie Qualität ´Made in Germany´ garantieren. Sie werden höchste Sicherheits- und Umweltstandards erfüllen, einschließlich LNG-Antrieb“, erklärte Peter Fetten, Geschäftsführer von MV WERFTEN. „Nach der Lieferung der beiden Global-Class-Schiffe, den größten je in Deutschland gebauten Schiffen, werden wir unsere Erfahrung beim Bau der Universal-Schiffe einbringen. MV WERFTEN wird damit bis 2024 voll beschäftigt sein.“

Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte: „Die Kiellegung ist ein weiterer Meilenstein in dem ehrgeizigen Kreuzfahrtschiffbauprogramm von MV WERFTEN. Die Mitarbeiter meistern die komplexen Herausforderungen und entwickeln sich erfolgreich weiter; sie sichern Tausende von Arbeitsplätzen, steigern die Wertschöpfung und tragen zur wirtschaftlichen Stabilität in Mecklenburg-Vorpommern bei.“

Erneuerung der Ringstraße in Röckwitz

Röckwitz – Die Gemeinde Röckwitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte für die Erneuerung der Ringstraße Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung beantragt, um ihren Eigenanteil finanzieren zu können. Nun ist dem Bürgermeister der Gemeinde ein Bewilligungsbescheid über eine Kofinanzierungshilfe i.H.v. rund 128.000 EUR zugesandt worden.

Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V mit einer Finanzierung über die Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung i.H.v. 605.700 EUR.

Die Ringstraße wird auf ihre Gesamtlänge als örtliche Hauptstraße ausgebaut. Zusätzlich werden für die Anbindung der landwirtschaftlichen Flächen zwei Nebenachsen als Anliegerstraße verlängert. Die Trassierung orientiert sich am bestehenden Wegeverlauf. Angesichts der Nutzung durch den Schwerlastverkehr wird sie somit dem zu erwartenden Begegnungsverkehr des motorisierten Individualverkehrs als auch den damit in Verbindung stehenden Achslasten gerecht werden.

„Investitionen in zukunftsfähige Verkehrsinfrastrukturen und gezielte Straßen- und Wegebaumaßnahmen sind gerade für den ländlichen Raum wichtig. Deshalb freue ich mich, bei der Durchführung der Investitionsmaßnahme unterstützen zu können“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Neues Löschfahrzeug für Wittenburg

Wittenburg – Die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Lehsen kann sich freuen. Innenminister Lorenz Caffier überbrachte einen Bewilligungsbescheid für eine Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 108.300 EUR für die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges (LF10).

Bei Gesamtkosten i.H.v. 325.000 EUR beteiligt sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit rund 109.000 EUR, so dass sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 107.600 EUR reduziert. Durch den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges wird ein altes Tanklöschfahrzeug, welches erhebliche technische Mängel aufweist, ersetzt.

Bei der Übergabe des Bescheides an die Bürgermeisterin der Stadt Wittenburg, Frau Dr. Margret Seemann, dankte der Minister den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lehsen für ihre ständige Einsatzbereitschaft.

„Es ist mir wichtig, in eine moderne Ausstattung, verbunden mit einer schnellen und bedarfsgerechten Erneuerung der Technik zu investieren. Denn im Ernstfall muss jede Feuerwehr mit möglichst vielen Einsatzkräften und moderner Technik schnell am Ort des Geschehens sein“ so Minister Lorenz Caffier.

Die Freiwillige Feuerwehr Lehsen zählt derzeit 29 aktive Mitglieder, mit denen die Tageseinsatzbereitschaft gewährleistet ist. Besondere Gefahrenschwerpunkte liegen neben der örtlichen Wohnbebauung insbesondere in kleinen Betrieben, einer Pension und im Gewerbegebiet Wittenburg. Die Landesstraße L 05 läuft durch das Ortsgebiet. Künftig wird sie in die Alarm- und Ausrückordnung der BAB 24 eingetaktet, so dass die Freiwillige Feuerwehr Lehsen auch überörtliche Aufgaben wahrnimmt.

Fördermittel für Neukloster und Ventschow

Neukloster – Die Stadt Neukloster ist mit seiner Grundschule, seiner Regionalen Schule, seiner Förderschule, seinem Gymnasium sowie dem überregionalen Förderzentrum „Sehen“ Mecklenburg-Vorpommern ein bedeutender Schulstandort im Landkreis Nordwestmecklenburg.

Zur Grund- und Förderschule gehört eine Anfang der 80-er Jahre erbaute Einfeld-Sporthalle, die sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand befindet. Diese ist mit Blick auf die derzeitigen und künftigen zu klein. Die Sporthalle wird außerdem intensiv durch Sportvereine, durch die Kindertagesstätte und den Schulhort und andere Freizeitsportgruppen genutzt.

Um den derzeitigen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es des Neubaus einer Zweifeld-Sporthalle. Die Gesamtkosten für die Halle betragen rd. 3,7 Mio. EUR. Die Hauptförderung erfolgt durch eine Zuwendung des Energie- und Infrastrukturministeriums i.H.v. rd. 2,5 Mio. EUR. Das Innenministerium wiederum entlastet die Stadt bei der Erbringung ihres Eigenanteils durch die Gewährung einer Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 265.000 Euro.

„Ich freue mich mit Fördermitteln helfen zu können, damit wieder alle Schülerinnen und Schüler, aber auch alle Sportlerinnen und Sportler von Vereinen und Freizeitsportgruppen in einer modernen und funktionsfähigen Halle Sport treiben können. Solche Einrichtungen sind wichtige Orte für das gesellschaftliche Leben und das Zusammengehörigkeitsgefühl“, ist der Minister überzeugt.

Die Gemeinde Ventschow im Landkreis Nordwestmecklenburg erhält einen Bewilligungsbescheid über rund 121.600 EUR Kofinanzierungshilfe.

Die Gemeinde betreibt für die Wärmeversorgung ihrer kommunalen Einrichtungen ein eigenes Heizhaus mit dem dazugehörigen Nahwärmenetz. Die Betreibung der Kesselanlage erfolgt bisher mit Heizöl und das Verteilnetz ist veraltet. Um den Betrieb für Kita, Sporthalle, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrgebäude und Bauhof wirtschaftlicher zu gestalten, wird die vorhandene Heizungsanlage auf erneuerbare Energien und Erschließung eines neuen Nahwärmenetzes für Heizung und Warmwasserbereitung umgestellt und bedarfsgerecht erneuert.

Mit Gesamtkosten i.H.v. 500.000 EUR ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Umwelt mit einer Zuwendung i.H.v. 337.000 EUR der Hauptzuwendungsgeber. Da die Gemeinde den verbleibenden Eigenanteil nicht tragen kann, hat sie beim Innenministerium einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt, dem zugestimmt wurde.

„Die Zuwendungen aus Mitteln des Kofinanzierungsfonds helfen den kommunalen Investitionsträgern, ihren Eigenanteil zu erbringen. Ich freue mich, dass mit den Investitionen in Einrichtungen mit gemeinschaftlicher Nutzung, alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde profitieren werden“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Fördergeld für neue Außenanlagen

Boizenburg – Kurz vor Jahresabschluss erreicht die Stadt Boizenburg noch eine freudige Nachricht aus dem Ministerium für Inneres und Europa. Das Ministerium gewährt der Stadt für das Elbe-Gymnasium Boizenburg eine Zuwendung i.H.v. rund 173.200 Euro zur Finanzierung der Sanierung und Aufwertung der Außenanlagen.

Das Elbe-Gymnasium wurde 1984 erbaut und Ende der 90er Jahre in den Bereichen Dach, Fenster und Fassade saniert. Der Außenbereich ist gleichwohl noch im Bestand seit seiner Fertigstellung. Die derzeitige Außenanlage kann nicht als Hoffläche von den Schülern genutzt werden. Schulprojekte, die heute an anderen Schulen schon durchgeführt werden oder Bereiche als Rückzugsflächen in der Pausenzeit, stehen den Schülern nicht zur Verfügung.

Ein Wohlfühleffekt, welcher wichtig für die Identifikation der Schüler mit Ihrer Schule ist, kann durch die derzeitige Gestaltung des Außenbereiches ebenfalls nicht erreicht werden. Dabei ist gerade auch die schulische Umgebung ein Hinweis auf die Attraktivität eines Schulstandortes.

Das Innenministerium übersandte nun einen Bewilligungsbescheid über eine Sonderbedarfszuweisung i.H.v. rund 173.200 Euro an den Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort sozialer Begegnungen.

Ein ansprechender und altersgerechter Schulhof ist für die Pausengestaltung und als Rückzugsfläche für die Schülerinnen und Schüler ebenso wichtig wie für die vielen Projekte, die nach der Schule stattfinden“, so Innenminister Lorenz Caffier.