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Tag: 3. Juli 2026

Jede zweite 4. Klasse bei der Waldolympiade

Landessieger 2026 kommt aus Greifswald

Greifswald – Mit der letzten Veranstaltung in den Forstämtern Nossentiner Heide und Jägerhof sind die Waldolympiaden 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. 340 vierte Klassen aus 171 Schulen nahmen in den vergangenen zwei Monaten an dem landesweiten Umweltbildungsprojekt der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern teil. Damit erreichte das Angebot erneut mehr als jede zweite vierte Klasse im Land. In insgesamt 78 Veranstaltungen lösten die Kinder an verschiedenen Wissens- und Mitmachstationen Aufgaben rund um Wald, Tiere, Pflanzen und nachhaltige Forstwirtschaft und lernten den Lebensraum Wald unmittelbar kennen.

„Wer den Wald kennt, wird ihn auch schützen. Deshalb ist die Waldpädagogik für uns eine Investition in die Zukunft. Die Waldolympiade vermittelt Kindern nicht nur Wissen über Bäume und Tiere, sondern macht erlebbar, warum gesunde Wälder für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und unsere Lebensqualität unverzichtbar sind. Es freut mich sehr, dass wir Jahr für Jahr so viele Kinder für den Wald begeistern können“, sagte Forstminister Dr. Till Backhaus.

Besonders spannend verlief der diesjährige Landesentscheid. Gleich zwei Klassen erreichten mit 113 von 120 möglichen Punkten das beste Ergebnis: die 4. Klasse der Peeneschule Groß Gievitz und die 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald. Da beide Klassen punktgleich lagen, musste der Landessieger in einem zusätzlichen „Wald-ABC-Quiz“ ermittelt werden. Erst die schnellere Bearbeitungszeit entschied den Wettbewerb.

Landessieger der Waldolympiade 2026 ist die 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald.

„Dass gleich zwei Klassen nahezu die volle Punktzahl erreicht haben, zeigt, wie groß das Interesse unserer Kinder an Natur und Umwelt ist. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – besonders der Siegerklasse aus Greifswald. Dieses Wissen und diese Begeisterung sind die beste Grundlage dafür, künftig verantwortungsvoll mit unserer Natur umzugehen“, betonte Backhaus.

Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern, den engagierten Lehrkräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forstämter, die die Waldolympiaden auch in diesem Jahr mit großem Einsatz ermöglicht haben.

Die Ergebnisse aller teilnehmenden Klassen sind auf der Internetseite der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern unter www.wald-mv.de veröffentlicht.

Waldolympiade 2026 in Zahlen

  • 340 vierte Klassen
  • 171 Schulen
  • 78 Veranstaltungen landesweit
  • Mehr als jede zweite vierte Klasse in Mecklenburg-Vorpommern erreicht
  • 113 von 120 Punkten erzielten die beiden besten Klassen
  • Landessieger: 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald

Tourismus bleibt starker Wirtschaftsfaktor

8,0 Milliarden Euro Umsatz in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor. Mit Milliardenumsätzen, einer Wertschöpfung von rund 3,9 Milliarden Euro sowie erheblichen Steuereinnahmen trägt die Branche maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung und Attraktivität des Landes bei.

Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 2025“, die von der Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) erstellt wurde. Sie wurde am 24.06.2026 im Rahmen der Sitzung des Tourismusbeirats des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin vorgestellt.

Nach den Ergebnissen der Studie generierten Gäste im Jahr 2025 touristische Bruttoumsätze in Höhe von 7,98 Milliarden Euro. Insgesamt wurden rund 123 Millionen touristische Aufenthaltstage im Land gezählt. Im Ergebnis blieb der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stabil und konnte im Vergleich zum Jahr 2022 Nachfrage, Brutto­umsatz sowie Einkommenswirkungen leicht steigern. Ange­sichts der schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dies als positives Signal zu werten.

Wirtschafts- und Tourismusminister Wolfgang Blank: „Die aktuellen Zahlen unterstreichen: Der Tourismus ist ein unver­zichtbarer Bestandteil der Wirtschaftskraft Mecklenburg-Vor­pommerns. Sie belegen, dass die Tourismusbranche auch in international und wirtschaftlich fordernden Zeiten eine feste Größe im Land ist. Diese Zahlen sind das Ergebnis der Anstrengungen der touristischen Unternehmen in MV. Die Entwicklung ist kein Selbstläufer: Die Branche steht vor großen Herausforderungen. Die Kostenbelastung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, Fachkräftesicherung und -gewinnung bleiben drängende Aufgaben. Um im Wettbewerb mit anderen Ländern auch weiterhin attraktiv zu sein, sind Investitionen in ganzjährige und wetterunabhängige Angebote notwendig – das stärkt auch die Vor- und Nachsaison.

MV ist ein wunderbares und erfolgreiches Urlaubsland, dass vor allem durch eine hohe Inlandsnachfrage geprägt ist. Weiteres Potential besteht darin, noch mehr internationale Gäste für unser Bundesland zu gewinnen,“ so Dr. Blank. „Von einem starken Tourismus profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Menschen vor Ort – durch Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine hohe Lebensqualität in unseren Regionen. Gemeinsam mit der Branche wollen wir Mecklen­burg-Vorpommern als vielfältigen und zukunftsfähigen Touris­musstandort weiter stärken.“

Die touristischen Umsätze verteilen sich auf zahlreiche Wirt­schaftsbereiche. Das Gastgewerbe profitiert mit rund 4,7 Mil­liarden Euro am stärksten, gefolgt vom Einzelhandel mit knapp 1,8 Milliarden Euro sowie Dienstleistungen mit rund 1,5 Milliarden Euro.

Enormes Potential hat für Mecklenburg-Vorpommern der Tagestourismus. Tagesreisen erzeugen mit rund 1,84 Milli­arden Euro rund ein Viertel aller touristischen Umsätze. Hinzu kommen Umsätze aus gewerblichen Übernachtungen, Camping, Freizeitwohnsitzen sowie Besuchen von Verwand­ten und Bekannten.

Der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Ludger Weskamp, erläutert: „Die Tourismus- und Freizeit­branche ist für Mecklenburg-Vorpommern mehr als ein Wirt­schaftsfaktor, der sich in Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen messen lässt. Tourismus schafft Lebensqualität und Zukunfts­perspektiven durch Investitionen in Infrastruktur, von denen auch die Menschen vor Ort profitieren. Die Sparkassen fördern diese Investitionen.

Entscheidend bleibt, die Qualität der Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Touris­musstandortes Mecklenburg-Vorpommern zu stärken.“

2025 sagten die acht Sparkassen in Mecklenburg-Vorpom­mern 2,1 Milliarden Euro an neuen Krediten zu, ein Plus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtkredit­bestand stieg auf 13,4 Milliarden Euro. 

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

  • 123,1 Millionen touristische Aufenthaltstage
  • 8,0 Milliarden Euro touristischer Bruttoumsatz
  • 3,9 Milliarden Euro touristische Wertschöpfung
  • 086 Beschäftigtenäquivalente
  • 602 Einkommensäquivalente
  • 730,4 Millionen Euro Steueraufkommen aus Mehrwert- und Einkommensteuer
  • 4,7 Milliarden Euro Umsatz im Gastgewerbe
  • 1,8 Milliarden Euro Umsatz im Einzelhandel
  • 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Dienstleistungsbereich

Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern

Blank: „Mit unserer Mobilitätsoffensive haben wir den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern auf ein neues Niveau gehoben“

Schwerin – Mit der Mobilitätsoffensive M-V hat die Landesregierung den öffentlichen Personennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern grundlegend ausgebaut und deutlich attraktiver gemacht. Das erklärte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank, der auf einer Konferenz der Wirtschaftsminister in Konstanz ist, heute anlässlich der Vorstellung des Berichts zur Umsetzung der Mobilitätsoffensive im Schweriner Landtag. Bei der heutigen Landtagsdebatte wurde Verkehrsminister Dr. Blank von Innenminister Christian Pegel vertreten.

„Mit der Mobilitätsoffensive M-V haben wir den ÖPNV in unserem auf ein neues Niveau gehoben – mit mehr Zügen, neuen Regiobuslinien, einem flächendeckenden Rufbussystem und neuen attraktiven Ticketangeboten. Die steigende Nachfrage zeigt, dass die Menschen dieses Angebot schätzen“, sagte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank.

Seit dem Start der Mobilitätsoffensive im Jahr 2023 wurde das Angebot im Schienenpersonennahverkehr deutlich ausgeweitet. Das Land hat zusätzliche Zugleistungen in Höhe von mehr als 1,6 Millionen Zugkilometern bestellt. Auf wichtigen Strecken verkehren Regionalzüge werktags mindestens stündlich, auf Nebenachsen mindestens im Zwei-Stunden-Takt. Gleichzeitig wurden zusätzliche Fahrzeuge und Sitzplatzkapazitäten geschaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Ausbau des Busverkehrs. Im Rahmen der Mobilitätsoffensive wurden bislang 17 Regiobuslinien in allen sechs Landkreisen sowie der Landeshauptstadt Schwerin eingeführt. Sie schließen Lücken im bestehenden Verkehrsnetz und verbessern insbesondere die Anbindung an den Schienenverkehr. Mit dem landesweiten Rufbussystem verfügt Mecklenburg-Vorpommern zudem als einziges Flächenland in Deutschland über ein flächendeckendes, planbares ÖPNV-Angebot auch dort, wo keine regulären Bus- oder Bahnlinien verkehren. Das kommt an: Von 2023 bis 2025 haben sich die Fahrgastzahlen im Rufbusverkehr verdreifacht.

Auch bei den Ticketangeboten wurden neue Anreize geschaffen. Auszubildende sowie Seniorinnen und Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern können ein vergünstigtes Deutschlandticket für derzeit 43 Euro im Monat erwerben. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss von 20 Euro je Ticket.

Darüber hinaus wird die App „MV fährt gut“ zu einer zentralen Landesmobilitätsplattform weiterentwickelt. Künftig sollen dort Fahrplandaten und Ticketangebote aller Verkehrsunternehmen gebündelt werden, um eine durchgängige Reiseplanung und Buchung zu ermöglichen.

Für die Umsetzung der Mobilitätsoffensive hat das Land zwischen 2023 und 2025 zusätzlich rund 120 Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2026 sind weitere rund 60 Millionen Euro eingeplant. „Unser Ziel ist es, den erreichten Angebotsstandard dauerhaft zu sichern und dort, wo es sinnvoll ist, weiter auszubauen. Gemeinsam mit den kommunalen Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen werden wir den öffentlichen Nahverkehr auch künftig konsequent weiterentwickeln“, so Blank.