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Kategorie: Städte und Gemeinden

Förderbescheide für Dierkow und Toitenwinkel

Rostock – Landesbauminister Christian Pegel hat heute in Rostock zwei Fördermittelbescheide an die Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, Dr. Ute Fischer-Gäde, überreicht.

Für die Aufwertung des Grünraumes in der Hartmut-Colden-Straße im Fördergebiet Dierkow werden 145.000 Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land bereitgestellt. Die Anlage wurde in den 90er Jahren errichtet und wird durch die Anwohner intensiv genutzt. Mit der Neugestaltung wird die Aufwertung des öffentlichen Raums angestrebt, insbesondere sollen die Randbereiche gerodet, zwei Blumenwiesen angelegt sowie Frühblüher gepflanzt werden. Das bestehende Wegenetz bleibt erhalten, Bänke und Pergola werden instandgesetzt. Weiterhin werden fünf neue, insektenfreundliche Leuchten sowie Stahlpoller mit Schranke zum Schutz der Gehwege vor unerlaubtem Befahren eingebaut. Das vorhandene Klettergerüst bleibt bestehen.

Für die Modernisierung und Erweiterung der Sporthalle in der Pablo-Picasso-Straße in Toitenwinkel fließen 3,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Sporthalle wird bis auf Bodenplatte und Grundmauer entkernt und komplett erneuert. Die gesamte Anlagentechnik für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro wird entfernt und vollständig neu errichtet. Auf der nördlichen Seite kommt außerdem ein Funktionsanbau hinzu.

„Die Städtebauförderung ist ein wichtiges Instrument der Stadtentwicklung, von dem sowohl Kommunen als auch private Eigentümer und die gesamte Gesellschaft profitieren. Das zentrale Ziel ist, Städte an wirtschaftliche, ökologische und demografische Veränderungen anzupassen. Mit den Maßnahmen in Dierkow und Toitenwinkel werden sich die Verhältnisse vor Ort spürbar verbessern – wir schaffen eine neue Aufenthaltsqualität in Dierkow und unterstützen mit Hilfe der Europäischen Union den Sport mit einem faktischen Beinahe-Neubau der Sporthalle in Toitenwinkel. Ich bin davon überzeugt, dass damit ein Stück Lebensqualität in den Vierteln gewonnen wird“, so der Innenminister Christian Pegel.

„Viele wichtige Projekte der Stadtentwicklung könnten wir in Rostock ohne die Unterstützung von Land, Bund und Europäischer Union nicht oder zumindest nicht in diesem Umfang umsetzen. Deshalb sind wir für diese Förderung sehr dankbar“, unterstreicht Bausenatorin Dr. Ute Fischer-Gäde. „Die beiden Vorhaben zeigen sehr konkret, was mit dieser Unterstützung erreicht werden kann: In Dierkow entsteht ein attraktiverer öffentlicher Raum für die Menschen im Quartier, in Toitenwinkel wird die Sporthalle grundlegend modernisiert und fit für die Zukunft gemacht. Beides verbessert die Lebensbedingungen im Rostocker Nordosten sichtbar und spürbar.“

Neuer Dorfladen eröffnet

Jesse: „Gemeinsam bringen wir die Nahversorgung zurück“

Groß Stieten – In Groß Stieten im Landkreis Nordwestmecklenburg ist am Freitag der neue Dorfladen „Back & Schnack“ offiziell eröffnet worden. Das Land unterstützt die Errichtung und Ausstattung des Dorfladens über die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ mit rund 150.000 Euro.

Bei der heutigen feierlichen Eröffnung sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus: „Ein Dorfladen ist weit mehr als ein Ort zum Einkaufen. Er ist ein Stück Daseinsvorsorge und zugleich ein Treffpunkt für die Menschen vor Ort. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir solche Angebote: Sie schaffen kurze Wege, stärken die Gemeinschaft und tragen dazu bei, dass unsere Dörfer lebendig und lebenswert bleiben. Deshalb freue ich mich sehr, dass Groß Stieten mit „Back & Schnack“ jetzt wieder eine Nahversorgung direkt im Ort hat.“

Auf rund 130 Quadratmetern verbindet „Back & Schnack“ einen klassischen Dorfladen mit einem Backshop und einem kleinen Imbiss. Geöffnet ist täglich von 6 bis 20 Uhr. Betreiber Mirko Kahl betreibt am gleichen Standort bereits seit 2022 eine Eisdiele. Für den neuen Dorfladen wurden drei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen.

Auch bei der Gestaltung des Sortiments wird auf die Menschen vor Ort gesetzt: Über eine WhatsApp-Gruppe können Kundinnen und Kunden mitteilen, welche Produkte sie sich im Dorfkonsum wünschen. Rund 70 Menschen beteiligen sich bereits.

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Nahversorgung im ländlichen Raum heute funktionieren kann: nah an den Menschen und an ihren tatsächlichen Bedürfnissen. Hinter einem solchen Projekt stehen zudem Menschen, die unternehmerischen Mut beweisen und Verantwortung für ihren Ort übernehmen. Dieses Engagement unterstützen wir“, so Jesse.

Die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Dorfläden zu schaffen, zu erhalten und weiterzuentwickeln und damit die Nahversorgung und Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen zu stärken. Bislang wurden 67 Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt rund 5,2 Millionen Euro unterstützt.

Silber für Gemeinde Rühn im Bundes-Dorfwettbewerb

Rühn – Die Gemeinde Rühn aus dem Landkreis Rostock vertrat als Siegerin des 12. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ das Land Mecklenburg-Vorpommern im 28. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). In diesem hat es jetzt eine Silbermedaille errungen.

„Ich beglückwünsche die Gemeinde Rühn und ihre Bürgerinnen und Bürger zu ihrem nächsten Erfolg. Das Silber im Bundeswettbewerb erhellt die Goldmedaillen Rühns im Europäischen und Landes-Dorfwettbewerb. Das Erringen von zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille binnen eines knappen Jahres stellt eine beispielgebende Leistung dar“, so Minister Dr. Till Backhaus, zuständig für die ländlichen Räume in MV.

Die Gemeinde überzeugte im gesamten Wettbewerb über alle Stufen, unter anderem mit ihrer aktiven und sozialen Dorfgemeinschaft sowie mit ihren ortsbildprägenden baulichen Anlagen.

Die Gemeinde Rühn wurde zudem für das Kloster als wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leuchtturm im Dorf mit einem von sechs Sonderpreisen, die mit je 3.000 Euro dotiert sind, für besondere Leistungen ausgezeichnet.

Der Minister ergänzt „Ich bin mir ganz sicher, dass die Leistung der Gemeinde Rühn und ihre Erfolge keiner Gemeinde im Land verborgen geblieben sind. Das kann nur Gutes für den schon zum Jahreswechsel beginnenden 13. Landeswettbewerb ´Unser Dorf hat Zukunft´ bedeuten. Ich appelliere an alle aktiven Bürgerinnen und Bürger in unseren Dörfern und Gemeinden, gemeinsam mit ihrer Kommunalverwaltung auf ihre Landkreise zuzugehen und an deren Wettbewerben vor dem 13. Landeswettbewerb teilzunehmen. Je größer die Starterzahl in den Kreiswettbewerben ist, desto mehr Teilnehmer können die Kreise in den Landeswettbewerb und das Land in den Bundeswettbewerb entsenden.“

Die aus rund 1.200 Teilnehmerdörfern ausgewählten 26 Sieger der Landeswettbewerbe haben sich im Bundesentscheid nochmals einer Fachjury präsentiert. Acht Dörfer wurden mit Gold ausgezeichnet. Sie konnten mit herausragendem bürgerschaftlichem Engagement, vorbildlichen Ideen und innovativen Konzepten überzeugen und zeigen, wie sie ihre Dörfer zukunfts- und widerstandsfähig entwickeln. Sie erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro. Darüber hinaus wurden zwölf Dörfer mit Silber (10.000 Euro Preisgeld) und sechs Dörfer mit Bronze (5.000 Euro Preisgeld) geehrt.

Gold für Gemeinde Rühn im Europäischen Dorfwettbewerb

Rühn – Die Gemeinde Rühn aus dem Landkreis Rostock vertrat als Siegerin des 12. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ das Land Mecklenburg-Vorpommern im Europäischen Dorfwettbewerb „European Village Renewal Award 2026“ und hat in diesem eine Goldmedaille für eine ganzheitliche, nachhaltige, innovative und zeitgemäße Gemeinwesenentwicklung von herausragender Qualität errungen.

„Mit viel Freude habe ich heute von dem großen Erfolg der Gemeinde Rühn nun auch auf europäischer Ebene erfahren. Ich gratuliere der Gemeinde Rühn zu ihrem Erfolg und ihrer beispielhaften Leistung. Bereits als ich im September 2025 die Gemeinde Rühn zur Abschlussfeier im 12. Landeswettbewerb besuchen und ebenfalls mit einer Gold-Medaille auszeichnen durfte, glaubte ich fest daran, dass dies nicht der letzte Erfolg der Gemeinde Rühn sein würde.“ so der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommerns Dr. Till Backhaus.

Die Europäische Arge Landentwicklung und Dorferneuerung hat in dem aktuellen Wettbewerb „European Village Renewal Award 2026“ der Gemeinde Valposchiavo, Graubünden aus der Schweiz den Award selbst als höchste Auszeichnung zuerkannt. Die weiteren vierundzwanzig teilnehmenden Gemeinden wurden mit Gold (7), Silber (13) und Bronze-Medaillen (4) ausgezeichnet.

Besonders hob die Europäische Arge Landentwicklung und Dorferneuerung hervor: „Die Gemeinde Rühn setzt mit gelebter Gemeinschaft und visionärer Baukultur ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung. Das Herzstück des Ortes bildet das geschichtsträchtige Kloster Rühn. Lange ungenutzt, wurde das Baudenkmal durch das herausragende Engagement des lokalen Klostervereins vor dem Verfall gerettet, denkmalgerecht saniert und einer neuen Nutzung zugeführt.

Heute erstrahlt die Anlage als lebendiges Kultur- und Wirtschaftszentrum. Mit 14 ansässigen Pächtern – von Handwerk und Künstlerschaft über eine eigene Brauerei und eine Ölmühle bis hin zur Gastronomie – verbindet der Ort Denkmalschutz auf vorbildliche Weise mit regionaler Wertschöpfung. Große, vereinsübergreifende Veranstaltungen und Märkte ziehen jährlich zahlreiche Gäste an und stärken das soziale Miteinander im Dorf. Die Gemeinde setzt vorbildlich auf Innenentwicklung und schützt gleichzeitig durch eine gezielte Bebauungsplanung wertvolle Freiflächen.

Großes Augenmerk wird dabei auch auf den Erhalt und die Pflege der den Siedlungsraum umgebenden, historisch gewachsenen Kulturlandschaft gelegt. Rühn beweist eindrucksvoll, wie die Herausforderung, historisches Erbe unter den Anforderungen des Denkmalschutzes zu bewahren, zur Chance werden kann. Ebenso zeigt die Gemeinde, wie durch dörflichen Zusammenhalt und großes ehrenamtliches Engagement ein attraktiver und zukunftsfähiger Lebensraum entsteht.“.

Der Minister ergänzt „Nun wünsche ich der Gemeinde Rühn auch alles Gute im 28. Bundeswettbewerb `Unser Dorf hat Zukunft`. In diesem hatte sich die Gemeinde Rühn der Bundesjury am 10.06.2026 vorgestellt. Die Sieger im Bundeswettbewerb sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Und ich bin guter Hoffnung, dass die beiden bisher erreichten Auszeichnungen Rühns nicht die Einzigen bleiben.“

Gut leben auf dem Land: Dabelow nimmt die Zukunft selbst in die Hand

Dabelow – Füreinander da sein, gemeinsam Energie nutzen und den Kirchplatz der Buttelkirche als Ort der Begegnung weiter aufwerten – engagierte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dabelow haben große Ideen für ihr Dorf. Am vergangenen Dienstag fand die dritte und abschließende Veranstaltung der Workshop-Reihe Dorfklima.Werkstatt. statt. Herausgekommen sind drei sogenannte Dorfklima.Pläne mit klaren Zuständigkeiten und nächsten Schritten wie es weitergehen kann – erarbeitet von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst.

In Dabelow stellen sich die Menschen eine einfache, aber grundlegende Frage: Wie wollen wir hier leben? Gut versorgt mit Energie, füreinander da, wenn jemand Hilfe braucht, mit Orten, an denen man sich begegnen kann – also ganz konkrete Lebensqualität im ländlichen Raum. Die Dorfklima.Werkstatt. hat den Rahmen gegeben, diese Frage gemeinsam strukturiert anzugehen – egal ob frisch zugezogen oder alteingesessen. „Uns beschäftigt schon lange, was wir noch mehr für unser Dorf tun können – und für die Menschen, die hier leben. Jetzt packen wir es gemeinsam an“, so Franz Foltz, der im Dabelower Dorfverein „De Dör“ aktiv ist.

Das Herzstück der drei Pläne ist vielleicht das unscheinbarste: Unter dem Titel „Komm mit“ wollen Dabelower und Dabelowerinnen herausfinden, wo Menschen im Dorf Unterstützung brauchen – ob bei der Mobilität oder im Alltag. Denn Fürsorge füreinander braucht vor allem aufmerksame Nachbarinnen und Nachbarn. Wie das konkret aussehen soll, erarbeitet die Gruppe gemeinsam – nah an den Menschen, die im Dorf leben.

Auch beim Thema Energie denkt Dabelow gemeinschaftlich: Eine Arbeitsgruppe informiert sich über die Möglichkeiten einer Energiegenossenschaft – also darüber, wie sich das Dorf einer bestehenden Struktur anschließen könnte, um günstiger und unabhängiger mit Strom versorgt zu werden: „Wir wollen, dass alle im Dorf von günstiger, sauberer Energie profitieren. Und wir möchten gern teilautark werden,“ so Kerstin Nolte, die im Dorf lebt und als Physikerin ein besonderes Interesse an diesen Fragen mitbringt.

Die dritte Arbeitsgruppe nimmt sich den Kirchplatz der Buttelkirche vor: Er soll als Ort der Begegnung aufgewertet werden – ein schöner Rastplatz für Radfahrende und Wanderer, aber auch ein Treffpunkt für die Dabelower selbst. Wie genau, das klärt die Dorfgemeinschaft gerade in Ruhe miteinander.

„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen in Dabelow etwas bewegen wollen. Jetzt geht es darum, das offen ins Dorf zu tragen – damit alle wissen, was hier entsteht, und alle mitmachen können, die Lust haben,“ so Dirk Nolte.

Dabelow ist eine von zehn Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, die an der Dorfklima.Werkstatt. teilnehmen. Was das Format auszeichnet: Alle Projekte werden von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst entwickelt und für alle Vorhaben wird direkt benannt, wer wofür verantwortlich ist. So gehen die Pläne schnell und verlässlich in die Umsetzung. Die nächsten Schritte sind bereits im vollen Gang.

Hintergrund: Dorfklima.Werkstatt. – Ein Format, um das Dorf gemeinsam voranzubringen

Das Format Dorfklima.Werkstatt ist ein Angebot des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Dörfer, die direkt vor Ort etwas für den Klimaschutz oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels tun möchten. In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe werden mit Unterstützung professioneller Moderatoren neue Ideen für eine zukunftssichere Gemeinde entwickelt oder bestehende Ideen vertieft. Ziel ist es, einen konkreten Plan und machbare nächste Schritte auf den Weg zu bringen.

MV tut was. Klimaschutz vor Ort

Die Dorfklima.Werkstatt. ist Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. Das Programm versteht Klimaschutz als Chance für Beteiligung, für Zusammenhalt und für regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel des zweijährigen Programms von März 2025 bis Februar 2027 ist es, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, den Nutzen von Klimaschutz konkret vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen, Kommunen sowie jungen Menschen Klimaschutzprojekte anzustoßen.

Das Programm MV tut was Klimaschutz vor Ort. wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.

Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was

SkillsDays und Albert-Einstein-Cup

Neubrandenburg ist Treffpunkt internationaler Nachwuchstalente und moderner Berufsorientierung SkillsDays und Albert-Einstein-Cup zeigen Zukunftschancen in digitalen Berufen auf

Neubrandenburg – Wie moderne Berufliche Orientierung erfolgreich gelingen kann, darüber sprechen Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland in dieser Woche am Albert-Einstein-Gymnasium in Neubrandenburg: Vom 20. bis 22. Mai 2026 finden dort erstmals die SkillsDays 2026 von WorldSkills Germany in Mecklenburg-Vorpommern statt. Parallel dazu richtet die Schule als bundesweites Leistungszentrum für Softwareentwicklung vom 18. bis 21. Mai 2026 den Albert-Einstein-Cup aus.

„Das Albert-Einstein-Gymnasium zeigt eindrucksvoll, wie schulische Bildung, Berufliche Orientierung und internationale Spitzenförderung erfolgreich miteinander verbunden werden können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg in ihrem Grußwort zur Eröffnung der SkillsDays. Eine gelingende Berufsorientierung sei ein entscheidender Baustein für den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. „Praxisnahe Einblicke, individuelle Förderung und die frühzeitige Auseinandersetzung mit eigenen Stärken und Interessen helfen jungen Menschen dabei, passende Bildungs- und Berufswege zu finden.“

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Berufliche Orientierung an Schulen mit dem Landeskonzept „Alle werden gebraucht“. Seit dem Schuljahr 2025/2026 ist sie verbindlicher Bestandteil der schulischen Arbeit. Dazu gehören unter anderem der Praxislerntag, Betriebsbesichtigungen, MINT-Angebote sowie eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Berufsberatung.

Das Albert-Einstein-Gymnasium steht beispielhaft für die Verbindung von schulischer Exzellenz und praxisnaher Förderung. Als MINT-EC- und MINT-Profilschule verbindet das Gymnasium vertiefte fachliche Angebote mit Wettbewerben, Projekten und praxisorientierten Lernformaten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung im IT-Bereich.

Im Rahmen des Albert-Einstein-Cups treten junge Softwareentwicklerinnen und -entwickler aus zahlreichen Ländern in den Disziplinen App-Entwicklung, Full-Stack-Softwareentwicklung und Webentwicklung gegeneinander an. In diesem Jahr reisen Schülerinnen und Schüler aus China, Japan, Taiwan, Südkorea, Frankreich, Ungarn, der Schweiz, den Niederlanden, Brasilien und Kanada nach Neubrandenburg.

Die Mitgliederversammlung von WorldSkills Germany bietet zudem einen passenden Rahmen, um die Bedeutung Beruflicher Orientierung in den Mittelpunkt zu rücken. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft tauschen sich darüber aus, wie junge Menschen besser auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden können.

WorldSkills Germany ist die nationale Organisation der internationalen WorldSkills-Bewegung. Ziel ist es, berufliche Bildung zu stärken, junge Talente zu fördern und internationale Wettbewerbsstandards sichtbar zu machen. Mit Veranstaltungen wie den SkillsDays unterstützt WorldSkills Germany den Austausch zwischen Schule, Wirtschaft und Gesellschaft und macht berufliche Kompetenzen für junge Menschen erlebbar.

Tag der Städtebauförderung 2026: Deutlich mehr Mittel für die Städte

Schwerin – Am heutigen bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung zum Thema „Lebendige Orte. Starke Gemeinschaften“ hat Landesbauminister Christian Pegel geförderte Projekte in Greifswald und Rostock besucht. Dabei stellte er das Städtebauförderprogramm 2026 vor und skizzierte die Fördermittelentwicklung der kommenden Jahre.

 „Die Städtebauförderung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Instrument für die Entwicklung lebenswerter Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, verbessert die Lebensqualität und schafft Zukunftsperspektiven vor Ort“, unterstrich der Minister und setzte für das Land klare Schwerpunkte: „Klimaschutz und Klimaanpassung, Barrierefreiheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, starke Innenstädte sowie die Erhaltung und Erneuerung historischer Bausubstanz und ganz besonders Bildungsinfrastruktur.“ Gerade der Schwerpunkt bei der Bildungsinfrastruktur sei in den letzten Jahren und auch 2026 deutlich in der Förderung ablesebar.

Seit Beginn der Städtebauförderung 1991 wurden im Land rund 2,8 Milliarden Euro Zuwendungen an 160 Städte und Gemeinden bewilligt, davon etwa 291 Millionen Euro in der aktuellen Legislaturperiode. In den kommenden Jahren wird sich die finanzielle Basis der Städtebauförderung noch einmal deutlich erhöhen: Die Bundesregierung verdoppelt die Bundesmittel für alle Bundesländer bis 2029 schrittweise von bisher 790 Millionen auf 1,58 Milliarden Euro.

Davon stehen für M-V im Jahr 2026 rund 33 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen zur Verfügung. „Zusammen mit unserer Kofinanzierung steht im Programmjahr 2026 ein Volumen von über 66 Millionen Euro zur Verfügung, 12 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Im Programmjahr 2027 steigt unser Anteil an den Bundesmitteln noch einmal um etwa 7 Millionen auf rund 40 Millionen Euro, so dass wir im nächsten Jahr rund 80 Millionen Euro ausgeben können. Durch die Zusage des Landes zur vollen Kofinanzierung erhalten die Städte und Gemeinden Planungssicherheit und bessere Voraussetzungen, um langfristige städtebauliche Gesamtmaßnahmen verlässlich umzusetzen“, so Pegel.

Insgesamt werden in diesem Jahr 47 städtebauliche Gesamtmaßnahmen von 34 Gemeinden sowie zwei Rückbaumaßnahmen Zuwendungen erhalten. Mit der Städtebauförderung werden 2026 in Rerik die Sanierung und Erweiterungsbauten rund um die Grundschule, die KiTa und den Hort im Umfang von 6 Mio. Euro unterstützt. In Rostock soll ein Ersatzbau für das Frauenhaus mit rund 1,3 Mio. Euro aus der Städtebauförderung unterstützt werden, in Wismar der Neubau der Feuerwache mit 4,25 Mio. Euro, in Schwerin Abbruch- und Beräumungsarbeiten rund um den ehemaligen Güterbahnhof mit knapp 1,5 Mio. Euro, in Grevesmühlen Umbaumaßnahmen des Buswendepunktes am Schulcampus Ploggenseering mit nicht ganz 2,2 Mio. Euro.

Im Land führten am heutigen Tag der Städtebauförderung 18 Städte (Barth, Anklam, Demmin, Gadebusch, Greifswald, Güstrow, Malchow, Neubrandenburg, Parchim, Rostock, Sassnitz, Schwerin, Stralsund, Torgelow, Ueckermünde, Wismar, Woldegk, Wolgast) 32 Veranstaltungen durch.

Historisches Bahnhofsgebäude in Malchin wird saniert  

Malchin – Ein Pilotprojekt für die energetische Sanierungen historischer Gebäude unter Einbindung intelligenter Managementsysteme wird in Malchin umgesetzt. Die Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR erhält einen Zuwendungsbescheid für die energetische Sanierung des ehemaligen Direktionsgebäudes der Friedrich-Franz-Eisenbahn. Die Gesamtausgaben liegen bei rund 541.500 Euro.

Davon beträgt die EFRE-Förderung knapp 245.000 Euro, zusätzlich erfolgt eine Förderung über die KfW. Es werden unter anderem Fenster und Türen erneuert, Dach- und Kellerböden gedämmt, eine energieeffiziente Beleuchtung und eine Verschattungsanlage eingebaut. Außerdem kommen eine Wärmepumpe, ein Wärmespeicher, ein Batteriespeicher und smarte Gebäudemanagementsysteme zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt aus erneuerbaren Energien, etwa einer PV-Anlage.

„Die Sanierung des 1864 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes hat einen Vorbildcharakter für die energetische Ertüchtigung von Bestandsgebäuden in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahlen stehen für sich: Die voraussichtliche Einsparung von 13 Tonnen CO2 pro Jahr ist eine Reduzierung des CO-2-Ausstoßes um 45 Prozent. Das entspricht dem CO2-Ausstoß eines Vier-Personen-Haushalts über neun Jahre. Die Einsparung an Energie (Strom, Gas) beträgt rund 57.000 kWh/ Jahr, was einer Ersparnis von ca. 19.800 Euro/ Jahr gleichkommt“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann.

Er dankt abschließend allen, die dieses Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben, insbesondere dem Verein „Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern“, Frau und Herrn Dr. Sösemann von der Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR sowie den Beteiligten in Verwaltung und Planung.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen in MV bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.