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Kategorie: Städte und Gemeinden

Gold für Gemeinde Rühn im Europäischen Dorfwettbewerb

Rühn – Die Gemeinde Rühn aus dem Landkreis Rostock vertrat als Siegerin des 12. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ das Land Mecklenburg-Vorpommern im Europäischen Dorfwettbewerb „European Village Renewal Award 2026“ und hat in diesem eine Goldmedaille für eine ganzheitliche, nachhaltige, innovative und zeitgemäße Gemeinwesenentwicklung von herausragender Qualität errungen.

„Mit viel Freude habe ich heute von dem großen Erfolg der Gemeinde Rühn nun auch auf europäischer Ebene erfahren. Ich gratuliere der Gemeinde Rühn zu ihrem Erfolg und ihrer beispielhaften Leistung. Bereits als ich im September 2025 die Gemeinde Rühn zur Abschlussfeier im 12. Landeswettbewerb besuchen und ebenfalls mit einer Gold-Medaille auszeichnen durfte, glaubte ich fest daran, dass dies nicht der letzte Erfolg der Gemeinde Rühn sein würde.“ so der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommerns Dr. Till Backhaus.

Die Europäische Arge Landentwicklung und Dorferneuerung hat in dem aktuellen Wettbewerb „European Village Renewal Award 2026“ der Gemeinde Valposchiavo, Graubünden aus der Schweiz den Award selbst als höchste Auszeichnung zuerkannt. Die weiteren vierundzwanzig teilnehmenden Gemeinden wurden mit Gold (7), Silber (13) und Bronze-Medaillen (4) ausgezeichnet.

Besonders hob die Europäische Arge Landentwicklung und Dorferneuerung hervor: „Die Gemeinde Rühn setzt mit gelebter Gemeinschaft und visionärer Baukultur ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung. Das Herzstück des Ortes bildet das geschichtsträchtige Kloster Rühn. Lange ungenutzt, wurde das Baudenkmal durch das herausragende Engagement des lokalen Klostervereins vor dem Verfall gerettet, denkmalgerecht saniert und einer neuen Nutzung zugeführt.

Heute erstrahlt die Anlage als lebendiges Kultur- und Wirtschaftszentrum. Mit 14 ansässigen Pächtern – von Handwerk und Künstlerschaft über eine eigene Brauerei und eine Ölmühle bis hin zur Gastronomie – verbindet der Ort Denkmalschutz auf vorbildliche Weise mit regionaler Wertschöpfung. Große, vereinsübergreifende Veranstaltungen und Märkte ziehen jährlich zahlreiche Gäste an und stärken das soziale Miteinander im Dorf. Die Gemeinde setzt vorbildlich auf Innenentwicklung und schützt gleichzeitig durch eine gezielte Bebauungsplanung wertvolle Freiflächen.

Großes Augenmerk wird dabei auch auf den Erhalt und die Pflege der den Siedlungsraum umgebenden, historisch gewachsenen Kulturlandschaft gelegt. Rühn beweist eindrucksvoll, wie die Herausforderung, historisches Erbe unter den Anforderungen des Denkmalschutzes zu bewahren, zur Chance werden kann. Ebenso zeigt die Gemeinde, wie durch dörflichen Zusammenhalt und großes ehrenamtliches Engagement ein attraktiver und zukunftsfähiger Lebensraum entsteht.“.

Der Minister ergänzt „Nun wünsche ich der Gemeinde Rühn auch alles Gute im 28. Bundeswettbewerb `Unser Dorf hat Zukunft`. In diesem hatte sich die Gemeinde Rühn der Bundesjury am 10.06.2026 vorgestellt. Die Sieger im Bundeswettbewerb sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Und ich bin guter Hoffnung, dass die beiden bisher erreichten Auszeichnungen Rühns nicht die Einzigen bleiben.“

Gut leben auf dem Land: Dabelow nimmt die Zukunft selbst in die Hand

Dabelow – Füreinander da sein, gemeinsam Energie nutzen und den Kirchplatz der Buttelkirche als Ort der Begegnung weiter aufwerten – engagierte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dabelow haben große Ideen für ihr Dorf. Am vergangenen Dienstag fand die dritte und abschließende Veranstaltung der Workshop-Reihe Dorfklima.Werkstatt. statt. Herausgekommen sind drei sogenannte Dorfklima.Pläne mit klaren Zuständigkeiten und nächsten Schritten wie es weitergehen kann – erarbeitet von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst.

In Dabelow stellen sich die Menschen eine einfache, aber grundlegende Frage: Wie wollen wir hier leben? Gut versorgt mit Energie, füreinander da, wenn jemand Hilfe braucht, mit Orten, an denen man sich begegnen kann – also ganz konkrete Lebensqualität im ländlichen Raum. Die Dorfklima.Werkstatt. hat den Rahmen gegeben, diese Frage gemeinsam strukturiert anzugehen – egal ob frisch zugezogen oder alteingesessen. „Uns beschäftigt schon lange, was wir noch mehr für unser Dorf tun können – und für die Menschen, die hier leben. Jetzt packen wir es gemeinsam an“, so Franz Foltz, der im Dabelower Dorfverein „De Dör“ aktiv ist.

Das Herzstück der drei Pläne ist vielleicht das unscheinbarste: Unter dem Titel „Komm mit“ wollen Dabelower und Dabelowerinnen herausfinden, wo Menschen im Dorf Unterstützung brauchen – ob bei der Mobilität oder im Alltag. Denn Fürsorge füreinander braucht vor allem aufmerksame Nachbarinnen und Nachbarn. Wie das konkret aussehen soll, erarbeitet die Gruppe gemeinsam – nah an den Menschen, die im Dorf leben.

Auch beim Thema Energie denkt Dabelow gemeinschaftlich: Eine Arbeitsgruppe informiert sich über die Möglichkeiten einer Energiegenossenschaft – also darüber, wie sich das Dorf einer bestehenden Struktur anschließen könnte, um günstiger und unabhängiger mit Strom versorgt zu werden: „Wir wollen, dass alle im Dorf von günstiger, sauberer Energie profitieren. Und wir möchten gern teilautark werden,“ so Kerstin Nolte, die im Dorf lebt und als Physikerin ein besonderes Interesse an diesen Fragen mitbringt.

Die dritte Arbeitsgruppe nimmt sich den Kirchplatz der Buttelkirche vor: Er soll als Ort der Begegnung aufgewertet werden – ein schöner Rastplatz für Radfahrende und Wanderer, aber auch ein Treffpunkt für die Dabelower selbst. Wie genau, das klärt die Dorfgemeinschaft gerade in Ruhe miteinander.

„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen in Dabelow etwas bewegen wollen. Jetzt geht es darum, das offen ins Dorf zu tragen – damit alle wissen, was hier entsteht, und alle mitmachen können, die Lust haben,“ so Dirk Nolte.

Dabelow ist eine von zehn Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, die an der Dorfklima.Werkstatt. teilnehmen. Was das Format auszeichnet: Alle Projekte werden von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst entwickelt und für alle Vorhaben wird direkt benannt, wer wofür verantwortlich ist. So gehen die Pläne schnell und verlässlich in die Umsetzung. Die nächsten Schritte sind bereits im vollen Gang.

Hintergrund: Dorfklima.Werkstatt. – Ein Format, um das Dorf gemeinsam voranzubringen

Das Format Dorfklima.Werkstatt ist ein Angebot des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Dörfer, die direkt vor Ort etwas für den Klimaschutz oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels tun möchten. In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe werden mit Unterstützung professioneller Moderatoren neue Ideen für eine zukunftssichere Gemeinde entwickelt oder bestehende Ideen vertieft. Ziel ist es, einen konkreten Plan und machbare nächste Schritte auf den Weg zu bringen.

MV tut was. Klimaschutz vor Ort

Die Dorfklima.Werkstatt. ist Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. Das Programm versteht Klimaschutz als Chance für Beteiligung, für Zusammenhalt und für regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel des zweijährigen Programms von März 2025 bis Februar 2027 ist es, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, den Nutzen von Klimaschutz konkret vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen, Kommunen sowie jungen Menschen Klimaschutzprojekte anzustoßen.

Das Programm MV tut was Klimaschutz vor Ort. wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.

Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was

SkillsDays und Albert-Einstein-Cup

Neubrandenburg ist Treffpunkt internationaler Nachwuchstalente und moderner Berufsorientierung SkillsDays und Albert-Einstein-Cup zeigen Zukunftschancen in digitalen Berufen auf

Neubrandenburg – Wie moderne Berufliche Orientierung erfolgreich gelingen kann, darüber sprechen Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland in dieser Woche am Albert-Einstein-Gymnasium in Neubrandenburg: Vom 20. bis 22. Mai 2026 finden dort erstmals die SkillsDays 2026 von WorldSkills Germany in Mecklenburg-Vorpommern statt. Parallel dazu richtet die Schule als bundesweites Leistungszentrum für Softwareentwicklung vom 18. bis 21. Mai 2026 den Albert-Einstein-Cup aus.

„Das Albert-Einstein-Gymnasium zeigt eindrucksvoll, wie schulische Bildung, Berufliche Orientierung und internationale Spitzenförderung erfolgreich miteinander verbunden werden können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg in ihrem Grußwort zur Eröffnung der SkillsDays. Eine gelingende Berufsorientierung sei ein entscheidender Baustein für den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. „Praxisnahe Einblicke, individuelle Förderung und die frühzeitige Auseinandersetzung mit eigenen Stärken und Interessen helfen jungen Menschen dabei, passende Bildungs- und Berufswege zu finden.“

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Berufliche Orientierung an Schulen mit dem Landeskonzept „Alle werden gebraucht“. Seit dem Schuljahr 2025/2026 ist sie verbindlicher Bestandteil der schulischen Arbeit. Dazu gehören unter anderem der Praxislerntag, Betriebsbesichtigungen, MINT-Angebote sowie eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Berufsberatung.

Das Albert-Einstein-Gymnasium steht beispielhaft für die Verbindung von schulischer Exzellenz und praxisnaher Förderung. Als MINT-EC- und MINT-Profilschule verbindet das Gymnasium vertiefte fachliche Angebote mit Wettbewerben, Projekten und praxisorientierten Lernformaten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung im IT-Bereich.

Im Rahmen des Albert-Einstein-Cups treten junge Softwareentwicklerinnen und -entwickler aus zahlreichen Ländern in den Disziplinen App-Entwicklung, Full-Stack-Softwareentwicklung und Webentwicklung gegeneinander an. In diesem Jahr reisen Schülerinnen und Schüler aus China, Japan, Taiwan, Südkorea, Frankreich, Ungarn, der Schweiz, den Niederlanden, Brasilien und Kanada nach Neubrandenburg.

Die Mitgliederversammlung von WorldSkills Germany bietet zudem einen passenden Rahmen, um die Bedeutung Beruflicher Orientierung in den Mittelpunkt zu rücken. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft tauschen sich darüber aus, wie junge Menschen besser auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden können.

WorldSkills Germany ist die nationale Organisation der internationalen WorldSkills-Bewegung. Ziel ist es, berufliche Bildung zu stärken, junge Talente zu fördern und internationale Wettbewerbsstandards sichtbar zu machen. Mit Veranstaltungen wie den SkillsDays unterstützt WorldSkills Germany den Austausch zwischen Schule, Wirtschaft und Gesellschaft und macht berufliche Kompetenzen für junge Menschen erlebbar.

Tag der Städtebauförderung 2026: Deutlich mehr Mittel für die Städte

Schwerin – Am heutigen bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung zum Thema „Lebendige Orte. Starke Gemeinschaften“ hat Landesbauminister Christian Pegel geförderte Projekte in Greifswald und Rostock besucht. Dabei stellte er das Städtebauförderprogramm 2026 vor und skizzierte die Fördermittelentwicklung der kommenden Jahre.

 „Die Städtebauförderung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Instrument für die Entwicklung lebenswerter Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, verbessert die Lebensqualität und schafft Zukunftsperspektiven vor Ort“, unterstrich der Minister und setzte für das Land klare Schwerpunkte: „Klimaschutz und Klimaanpassung, Barrierefreiheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, starke Innenstädte sowie die Erhaltung und Erneuerung historischer Bausubstanz und ganz besonders Bildungsinfrastruktur.“ Gerade der Schwerpunkt bei der Bildungsinfrastruktur sei in den letzten Jahren und auch 2026 deutlich in der Förderung ablesebar.

Seit Beginn der Städtebauförderung 1991 wurden im Land rund 2,8 Milliarden Euro Zuwendungen an 160 Städte und Gemeinden bewilligt, davon etwa 291 Millionen Euro in der aktuellen Legislaturperiode. In den kommenden Jahren wird sich die finanzielle Basis der Städtebauförderung noch einmal deutlich erhöhen: Die Bundesregierung verdoppelt die Bundesmittel für alle Bundesländer bis 2029 schrittweise von bisher 790 Millionen auf 1,58 Milliarden Euro.

Davon stehen für M-V im Jahr 2026 rund 33 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen zur Verfügung. „Zusammen mit unserer Kofinanzierung steht im Programmjahr 2026 ein Volumen von über 66 Millionen Euro zur Verfügung, 12 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Im Programmjahr 2027 steigt unser Anteil an den Bundesmitteln noch einmal um etwa 7 Millionen auf rund 40 Millionen Euro, so dass wir im nächsten Jahr rund 80 Millionen Euro ausgeben können. Durch die Zusage des Landes zur vollen Kofinanzierung erhalten die Städte und Gemeinden Planungssicherheit und bessere Voraussetzungen, um langfristige städtebauliche Gesamtmaßnahmen verlässlich umzusetzen“, so Pegel.

Insgesamt werden in diesem Jahr 47 städtebauliche Gesamtmaßnahmen von 34 Gemeinden sowie zwei Rückbaumaßnahmen Zuwendungen erhalten. Mit der Städtebauförderung werden 2026 in Rerik die Sanierung und Erweiterungsbauten rund um die Grundschule, die KiTa und den Hort im Umfang von 6 Mio. Euro unterstützt. In Rostock soll ein Ersatzbau für das Frauenhaus mit rund 1,3 Mio. Euro aus der Städtebauförderung unterstützt werden, in Wismar der Neubau der Feuerwache mit 4,25 Mio. Euro, in Schwerin Abbruch- und Beräumungsarbeiten rund um den ehemaligen Güterbahnhof mit knapp 1,5 Mio. Euro, in Grevesmühlen Umbaumaßnahmen des Buswendepunktes am Schulcampus Ploggenseering mit nicht ganz 2,2 Mio. Euro.

Im Land führten am heutigen Tag der Städtebauförderung 18 Städte (Barth, Anklam, Demmin, Gadebusch, Greifswald, Güstrow, Malchow, Neubrandenburg, Parchim, Rostock, Sassnitz, Schwerin, Stralsund, Torgelow, Ueckermünde, Wismar, Woldegk, Wolgast) 32 Veranstaltungen durch.

Historisches Bahnhofsgebäude in Malchin wird saniert  

Malchin – Ein Pilotprojekt für die energetische Sanierungen historischer Gebäude unter Einbindung intelligenter Managementsysteme wird in Malchin umgesetzt. Die Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR erhält einen Zuwendungsbescheid für die energetische Sanierung des ehemaligen Direktionsgebäudes der Friedrich-Franz-Eisenbahn. Die Gesamtausgaben liegen bei rund 541.500 Euro.

Davon beträgt die EFRE-Förderung knapp 245.000 Euro, zusätzlich erfolgt eine Förderung über die KfW. Es werden unter anderem Fenster und Türen erneuert, Dach- und Kellerböden gedämmt, eine energieeffiziente Beleuchtung und eine Verschattungsanlage eingebaut. Außerdem kommen eine Wärmepumpe, ein Wärmespeicher, ein Batteriespeicher und smarte Gebäudemanagementsysteme zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt aus erneuerbaren Energien, etwa einer PV-Anlage.

„Die Sanierung des 1864 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes hat einen Vorbildcharakter für die energetische Ertüchtigung von Bestandsgebäuden in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahlen stehen für sich: Die voraussichtliche Einsparung von 13 Tonnen CO2 pro Jahr ist eine Reduzierung des CO-2-Ausstoßes um 45 Prozent. Das entspricht dem CO2-Ausstoß eines Vier-Personen-Haushalts über neun Jahre. Die Einsparung an Energie (Strom, Gas) beträgt rund 57.000 kWh/ Jahr, was einer Ersparnis von ca. 19.800 Euro/ Jahr gleichkommt“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann.

Er dankt abschließend allen, die dieses Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben, insbesondere dem Verein „Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern“, Frau und Herrn Dr. Sösemann von der Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR sowie den Beteiligten in Verwaltung und Planung.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen in MV bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Zuwendungsbescheide für Kita in Kogel und Schulzentrum in Stralendorf

Schwerin – Der für ländliche Räume Mecklenburg-Vorpommerns zuständige Minister Dr. Till Backhaus hat heute zwei Zuwendungsbescheide im Landkreis Ludwigslust-Parchim übergeben. Sie betreffen den Neubau der Kita „Kleine Strolche“ in Kogel sowie den Erweiterungsbau des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf. Außerdem weiht er den Anbau einer Großküche für Kitas des Jessenitzer Aus- und Weiterbildung e.V. (JAW e.V.) in Lübtheen/ OT Jessenitz ein.

„Ich freue mich, dass mit den Fördermitteln besonders die Infrastrukturen für unsere Jüngsten aufgewertet, Freizeitangebote geschaffen und die Lernbedingungen verbessert werden. Die Förderungen für Kitas und Schulen sind da von besonderer Bedeutung. Auf diese Weise werden Grundversorgungseinrichtungen in den Gemeinden erhalten. Das stärkt den ländlichen Raum insgesamt, weil der Abwanderung junger Familien entgegengewirkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt wird“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Zwischen 2015 und 2025 wurden über die Richtlinie zur Förderung der Integrierten ländlichen Entwicklung (FöRL ILE M-V) 114 Kitas mit insgesamt rund 64 Millionen Euro gefördert, was Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 92,6 Millionen Euro ermöglichte. In derselben Zeit wurden 70 Schulen mit rund 64 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtausgaben lagen bei rund 88,2 Millionen Euro.

Die 1986 entstandene Kita in Kogel ist stark sanierungsbedürftig. Die baulichen und pädagogischen Rahmenbedingungen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Der auf dem Kita-Spielplatz entstehende Neubau umfasst 15 Krippen- und 33 Kindergartenplätze. Auf der Fläche des abgerissenen Bestandsgebäudes soll später der neue Kita-Spielplatz errichtet werden. Die Gesamtkosten betragen rund 2,9 Millionen Euro, welche durch rund 1,2 Millionen Euro aus der FöRL ILE M-V bezuschusst werden.

Ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und damit zur Klimaneutralität wurde heute in Stralendorf geleistet. Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus überreichte einen Zuwendungsbescheid für die energieeffiziente Erweiterung des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“. Grundlage ist die Klimaschutz-Förderrichtlinie für Kommunen in MV. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen rund 810.000 Euro. Aus EFRE-Mitteln werden rund 405.200 Euro zur Verfügung gestellt.

Darin enthalten sind unter anderem der Neubau des zweiten Erweiterungsbaus, die Errichtung eines Sonnenschutzsystems zur Reduzierung des solaren Wärmeeintrages, 800 energieeffiziente LED-Innenleuchten (inklusive Präsenzmelder und tageslichtabhängiger Steuerung) sowie eine Lüftungsanlage mit höchstem energetischem Wirkungsgrad. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft/Wasser-Wärmepumpe.

„Mit diesem Vorhaben werden jedes Jahr rund 19,9 Tonnen CO2 eingespart. Zugleich werden jährlich 95.400 Kilowattstunden Endenergie eingespart. Das ist vergleichbar mit dem jährlichen Stromverbrauch von 27 Einfamilienhäusern. Der CO2-Ausstoß reduziert sich um 34 Prozent. Das entspricht ungefähr dem CO2 Ausstoß eines Benzin-PKWs, der jährlich rund 104.000 Kilometer zurücklegt. Zusätzlich sinken die Betriebskosten wegen geringerer Wartungskosten. Dank der Maßnahme erleben junge Menschen hier ganz praktisch, was ressourcenschonendes Bauen und Wirtschaften bedeutet. Klimaschutz wird damit nicht abstrakt vermittelt, sondern er wird sicht- und erlebbar als Teil des Schulalltags“, sagte Backhaus.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen Euro über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen bewilligt. Damit sind Gesamtkosten in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro verbunden.

Durch die Modernisierung und Erweiterung der Versorgungseinheit für Kitas des JAW e.V. erfolgt eine Effizienzsteigerung. Zudem werden die Lebensmittelsicherheit gewährleistet und eine gesunde Ernährung für die Kinder gefördert. Die bestehenden Räumlichkeiten entsprachen nicht mehr den aktuellen hygienischen und technischen Standards. Die vorhandene Küche mit einer Fläche von ca. 70 Quadratmetern versorgte bisher die Kindertagesstätten in Jessenitz sowie in Vellahn. Zukünftig werden zwei weitere Kindertageseinrichtungen in Zarrentin und Dömitz darüber versorgt.

Im Rahmen der Maßnahme wurden unter anderem ein neuer Anbau errichtet und die bestehende Küche saniert. Es wurden die Elektrik, die Lüftung sowie Trink- und Abwasserleitungen erneuert. Die gesamte Einheit wurde mit moderner Großküchentechnik ausgestattet. Arbeits- und Nutzflächen wurden neugestaltet. Ein Durchgang verbindet künftig die vorhandene mit der neuen Küche. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 830.000 Euro wurde mit Mitteln aus der Richtlinie zur Förderung der Integrierten ländlichen Entwicklung in Höhe von rund 694.500 Euro subventioniert.

Gemeinde Hoort erhält offiziell ein eigenes Gemeindewappen

Hoort – Die Gemeinde Hoort im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat heute offiziell ihren Wappenbrief erhalten. Innenminister Christian Pegel überreichte diesen an Bürgermeisterin Iris Feldmann und bestätigte damit das Recht der Gemeinde, ihr Wappen offiziell zu führen.

„Die Übergabe dieses Wappenbriefes ist ein erfolgreicher Abschluss des in der Gemeinde gemeinsam getragenen Prozesses und bildet im Wappen die Identität und Geschichte der Gemeinde Hoort sichtbar ab. Ein Wappen erzählt immer eine Geschichte: von Herkunft, von Zusammenhalt und von dem, was die Menschen vor Ort miteinander verbindet. Mit dem eigenen Wappen erhält Hoort nun ein offizielles Zeichen, das genau dafür steht.

Es macht deutlich, worauf man hier stolz sein kann, und schafft zugleich etwas Bleibendes für die kommenden Generationen“, sagte Innenminister Christian Pegel bei der Übergabe und ergänzte: „Ich gratuliere der Gemeinde Hoort herzlich zu diesem wichtigen Schritt. Möge das Wappen mit Freude und Stolz geführt werden – als Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft, die ihre Wurzeln kennt und ihre Zukunft gemeinsam gestaltet.“

Der Wappenbrief stellt die formale Anerkennung des Gemeindewappens dar und würdigt zugleich die geschichtliche Entwicklung sowie die Identität der Gemeinde. Mit der Verleihung wird das Wappen in die Reihe der hoheitlich geführten Symbole der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen.

Das Wappen wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: Innerhalb eines blau-silbernen geteilten Wolkenbords ein goldener Stabgöpel, oben vorn in Blau ein schrägrechts gelegtes goldenes Eichenblatt, oben hinten in Blau ein schräglinks gelegtes goldenes dreiblättriges Kleeblatt, unten in Grün ein goldenes Widderhorn.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock, 398 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 und durch die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde, stiegen die Anträge deutlich. Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

Innenminister verleiht Laage die Bezeichnung „Recknitzstadt“

Laage – Die Stadt Laage darf ab sofort offiziell die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung „Recknitzstadt“ führen. Innenminister Christian Pegel hat Bürgermeisterin Christin Zimmermann heute diese Bezeichnung offiziell überreicht.

„Mit dem Namen ‚Recknitzstadt‘ wird sichtbar, was Laage seit Jahrhunderten prägt: die enge Verbindung von Stadt, Geschichte, Natur und den Menschen vor Ort. Der Beiname würdigt nicht nur die geografische Bedeutung der Recknitz, sondern auch das starke Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Der neue Beiname wird das regionale Profil Laages stärken und die historische Bedeutung der Stadt über die Region hinaus sichtbar machen“, so Minister Christian Pegel.

Die Verleihung folgt einem Beschluss der Stadtvertretung sowie einem breiten Beteiligungsprozess: Im Sommer 2025 waren die Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, Vorschläge für einen Beinamen einzureichen. Mit deutlicher Mehrheit entschieden sie sich für „Recknitzstadt“. Bereits heute tragen zahlreiche öffentliche Einrichtungen in Laage den Namen „Recknitz“ – ein Ausdruck der gelebten Identifikation mit Stadt und Landschaft.

„Laage zeigt eindrucksvoll, wie Geschichte, Gegenwart und Bürgerengagement zu einer starken kommunalen Identität zusammenwachsen“, so Pegel abschließend.

Die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung wird dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.