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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Drese spricht sich für Neuregelung der Organspende aus

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese wirbt für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende. „Das ist eine große Chance, mehr Spenderinnern und Spender zu gewinnen und so im wahrsten Sinne des Wortes Leben zu retten“, sagte Drese anlässlich der am Dienstag veröffentlichen Organspendezahlen 2025 durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

Danach haben im vergangenen Jahr bundesweit insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspenderinnen und Organspendern pro Million Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern haben mit 22 Menschen genauso viele Organe gespendet wie 2024. Die Quote in MV liegt bei 14 Organspenderinnen und Organspendern pro Million Einwohner.

„Diese leicht positive Entwicklung ist ermutigend. Dennoch besteht weiterhin ein Mangel an Spenderorganen. Allein in unserem Bundesland warten 201 Patientinnen und Patienten dringend auf ein Spenderorgan“, betonte Drese.

Gleichzeitig sei aus diversen Erhebungen bekannt, dass die meisten Menschen einer Spende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Es fehlt aber häufig eine dokumentierte Entscheidung, was dazu führt, dass Angehörige in einer meist extrem emotionalen und belasteten Situation stellvertretend entscheiden müssen.

„Eine gesetzliche Änderung des Transplantationsgesetzes mit der Einführung einer Widerspruchsreglung fördert die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende. Angehörige würden dagegen davon entlastet werden, in einer Ausnahmesituation eine Entscheidung für die sterbende Person zu treffen“, verdeutlichte Drese.

Wer nicht spenden möchte, könne dies rechtssicher festhalten und bindend hinterlegen. Wer hingegen nicht widerspricht, hilft im Ernstfall mit einer Organspende möglicherweise mehreren schwerkranken Menschen, so die Ministerin.

Drese hofft, dass der Bundestag zügig eine Gesetzesinitiative des Bundesrates von Ende September 2025 aufgreift und die Einführung der Widerspruchslösung gesetzlich regelt. Die Bundesregierung hatte in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine ethische Problematik handele, die als Gewissensentscheidung von den Abgeordneten und somit aus der Mitte des Bundestages zu beantworten sei.

Drese: „Ich hoffe auf eine klare Mehrheit für die Widerspruchslösung bei der Organspende. Dann könnten mehr Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, ein lebensrettendes Organ erhalten.“

Zukunft des Ehrenamtes

Landesregierung legt erstmals Engagementstrategie für Mecklenburg-Vorpommern vor

Schwerin – Freiwilliges Engagement ist in Mecklenburg-Vorpommern ein tragender Bestandteil für eine vielfältige, solidarische und lebendige Gesellschaft. Es bietet die Möglichkeit zur Mitbestimmung und Mitwirkung und steht für eine aktive Zivilgesellschaft. „Um die positive und vielseitige Entwicklung des Ehrenamtes in Mecklenburg-Vorpommern zu befördern und unterstützen gibt es nunmehr erstmals eine Landes-Engagementstrategie“, teilte Sozialministerin Stefanie Drese nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin mit.

Die Strategie, die den Titel „Gemeinsam den Wandel gestalten“ trägt, entstand nach Aussage von Drese unter Einbeziehung fachlicher Expertise und landesspezifischer Untersuchungen in einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Zusätzlich hatten insgesamt 33 Vereine und Verbände die Möglichkeit zur Stellungnahme.

„Die Engagementstrategie betrachtet aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen freiwilligen Engagements in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig enthält sie einen Katalog von Maßnahmen, um zukünftig leichter neue Engagierte zu gewinnen, eine vielfältige Teilhabe zu ermöglichen und die Rahmenbedingungen des Engagements zu verbessern“, verdeutlichte Drese.

Entstanden sei so eine Strategie, die in sieben Handlungsfeldern auf die Herausforderungen und Chancen des Engagements im Land eingeht. „Diese beschäftigen sich zum Beispiel mit einer öffentlichkeitswirksamen Ansprache von Interessierten und einer professionellen Begleitung der Engagierten, einer angepassten Förderpolitik, dem Bürokratieabbau, der Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen sowie der Erreichbarkeit des Engagements – digital und vor Ort“, hob Drese hervor.

Ein besonderes Augenmerk liege zudem auf der Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen selbst. Sie sollen ermutigt werden, ihre Strukturen, Kommunikationswege und Beteiligungsformen regelmäßig zu reflektieren, um neue Engagierte leichter zu gewinnen und schon Aktive besser zu halten.

Drese: „Mit einer Engagementquote von knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren engagieren sich mehrere hunderttausend Menschen in unserem Land. Sie alle stehen jedoch auch vor größer werdenden Herausforderungen. Das betrifft den demografischen Wandel und damit verbunden die Mitgliedergewinnung, den Wandel der Engagementformen, aber auch bestehende rechtliche und bürokratische Hürden. Damit das Ehrenamt auch in Zukunft stark bleibt, müssen wir als Land die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und stetig weiter verbessern. Genau das tun wir mit der neuen Engagementstrategie“, so die Ministerin.

Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk

Drese sieht Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk als bundesweit richtungsweisend

Pasewalk – Mit sechs Millionen Euro fördert das Land den Anbau der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik in Pasewalk. Damit wird hauptsächlich die Erweiterung durch Untersuchungs- und Behandlungsräume, Isolationszimmer sowie einem septischem und einem aseptischem Eingriffsraum ermöglicht. Dies gab Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Freitag in Schwerin bekannt.

„Das ist eine Zukunftsinvestition und ein klares Zeichen für die große Bedeutung der Klinik Pasewalk als wichtiger Krankenhausstandort in der dünn besiedelten Region“, hob Drese hervor. „Durch die notwendige Modernisierung und Erweiterung der Notaufnahme stärken wir die Versorgungsqualität und helfen mit, das Krankenhaus zukunftsfähig zu machen“, so die Ministerin.

Drese verdeutlichte, dass die Bedeutung einer funktionalen Notaufnahme, die in der Lage ist verschiedene Arten von Notfällen zu bewältigen, stetig zunehme. „Gerade angesichts der bevorstehenden Krankenhausreform ist es sinnvoll, die Grundversorgung in ländlichen Regionen zu sichern. Die Krankenhausreform sehe vor, dass spezifische Abteilungen wie Notfallmedizin, Intensivmedizin, Pädiatrie und Geburtshilfe eine zusätzliche finanzielle Förderung erhalten, unabhängig von der reinen Fallzahl.

Nach Aussage von Drese hat die Analyse der Fälle der Asklepios Klinik Pasewalk ergeben, dass der Standort für die Versorgung in Notfällen eine relevante Rolle in der Region einnimmt und die Erreichbarkeit in MV und auch in Teilen Brandenburgs sicherstellt. Die Wichtigkeit des Standortes habe sich zudem vor dem Hintergrund eines veränderten Leistungsangebotes in Prenzlau erhöht.

Darüber hinaus erfülle die Modernisierung der Notaufnahme in Pasewalk den Zweck der Notfallreform, eine bundesweit einheitliche und effektivere Notfallversorgung zu schaffen. Ziel sei es, Patienten schneller in die passende Behandlung zu leiten, die Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten und eine bessere Koordination zu ermöglichen.

„Mit der neuen Struktur der Notaufnahme des Krankenhauses in Pasewalk werden die Bereiche Rettungsdienst, Leitstelle, Krankenhaus und ambulante Versorgung besser verzahnt und entwickeln sich zu sektorenübergreifenden Notfallversorgungsstrukturen, sodass immer eine bedarfsgerechte medizinische Erstversorgung bereitsteht“, so Drese.

„Das modernisierte Krankenhaus ist somit wesentlicher Bestandteil einer leistungsstarken Notfallversorgung. Das ist bundesweit richtungsweisend“, sagte Ministerin Drese.

Ein Transporter für moderne Jugendarbeit

Drese übergibt Fördermittelbescheid an gemeinnützige Jugendhilfe in Rostock

Rostock – Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene in Rostock und im nordöstlichen Umkreis profitieren jedes Jahr von den Angeboten des gemeinnützigen Vereins „Jugendhilfe Stadt und Land e.V“. Ob in Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen, in Projekten der Jugendsozialarbeit, in der Berufsfrühorientierung oder auf einem der zahlreichen Ausflüge – der Verein unterstützt, berät und fördert soziale Kompetenzen. Damit hiervon künftig noch mehr junge Menschen profitieren können, hat Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese dem Verein heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 26.800 Euro übergeben.

Mit den Mitteln aus dem Bürgerfonds des Landes soll der Kauf eines Transporters ermöglicht werden. „Denn Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe. Gerade Jugendliche aus ländlichen oder strukturschwachen Regionen sind häufig darauf angewiesen, dass Angebote zu ihnen kommen oder sie zuverlässig zu Bildungs-, Freizeit- und Beteiligungsformaten gebracht werden können“, erklärte Drese bei der Übergabe.

Bisher besaß der Verein lediglich ein kleineres Auto mit zu wenig Sitzplätzen, so dass es regelmäßig zu Mehrfachfahrten und logistischen Herausforderungen kam. „Nun können die Angebote der Jugendarbeit endlich flexibler und größer gestaltet werden, wenn das Hindernis der Mobilität aus dem Weg geräumt ist und mehr junge Menschen gemeinsam an Ausflügen oder Veranstaltungen teilnehmen können“, hob die Ministerin hervor. Auch Messebesuche oder die Inanspruchnahme von Weiterbildungsangeboten werden so besser möglich.

Drese: „Für die rund 300 Jugendlichen, die die Angebote der Jugendhilfe Stadt und Land e.V jedes Jahr in Anspruch nehmen, wird das ein riesiger Zugewinn sein und ich freue mich sehr, dass wir sie und die regionale Jugendarbeit auf diesem Wege mit Landesmitteln unterstützen können.“

Schwesig würdigt Hospizarbeit des Neubrandenburger Dreikönigsvereins

Neubrandenburg – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat  beim Benefizabend des Dreikönigsvereins Neubrandenburg dessen Arbeit gewürdigt. „Der Dreikönigsverein Neubrandenburg zeigt, wie viel Herz, Verantwortung und Solidarität bewegen können“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Schwesig lobte insbesondere die Hospizarbeit des Vereins: „Sie schenken Menschen in ihrer letzten Lebensphase etwas, das unbezahlbar ist: Würde, Nähe und Geborgenheit.“ Schwesig hatte vor dem Benefizabend gemeinsam mit Landesbischof Tilman Jeremias und Regina Prachtl das Dreikönigshospiz in Neubrandenburg besucht. „Ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit, die dort geleistet wird. Sie unterstützen die Schwerstkranken ebenso wie ihre Angehörigen.“ Jede Spende für die Hospizarbeit sei wichtig.

Die Hospize und Hospizdienste im Land würden eine unverzichtbare Arbeit für schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen leisten. „Die Landesregierung hilft, wo besondere Lücken geschlossen werden müssen, wie aktuell beim ersten Kinder- und Jugendhospiz in Stralsund. Gleichzeitig schauen wir darauf, wie die Einrichtungen besser zusammenarbeiten können. So wächst mit jedem Schritt ein Netz, das den Menschen in allen Regionen unseres Landes noch besser zur Seite stehen soll.“

Drese zum bevorstehenden Jahreswechsel

Gesetzliche Änderungen stärken Familie und Ehrenamt

Schwerin – Mit dem Jahr 2026 treten auf Bundesebene gesetzliche Neuerungen in Kraft, die Familien entlasten und Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler stärken sollen. Darüber informierte Familien- und Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels.

„Für Familien etwa erhöht sich das Kindergeld auf insgesamt 259 Euro pro Kind, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten besser aufzufangen. Auch der Kinderfreibetrag steigt auf nunmehr 6.828 Euro pro Kind“, erklärte Drese. Zusammen mit den jeweiligen Freibeträgen für Betreuung, Erziehung und Ausbildung ergebe sich somit ein Gesamtfreibetrag in Höhe von 9.756 Euro für jedes Kind, sodass Eltern im neuen Jahr insgesamt stärker steuerlich entlastet werden, so die Ministerin weiter. Im Jahr 2025 lag dieser Wert noch bei 9.600 Euro.

Ausdrücklich begrüßte Drese außerdem die geplanten Neuerungen für Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler. So steigt die Übungsleiterpauschale um zehn Prozent auf künftig 3.300 Euro pro Jahr, die Ehrenamtspauschale sogar um knapp 14 Prozent auf 960 Euro. „Eine dringend notwendige Anpassung, die den Stellenwert des Ehrenamtes für unser gesamtes gesellschaftliches unterstreicht. Denn ohne das Ehrenamt gäbe es viele Angebote, Veranstaltungen und Unterstützungsstrukturen, vor allem in ländlicheren Bereichen, schlichtweg nicht“, verdeutlichte Drese.

Um das Ehrenamt auch über die neuen Pauschalen hinweg attraktiver zu gestalten, werden Ehrenamtliche im neuen Jahr zudem besser vor persönlicher Haftung geschützt, wenn es unbeabsichtigt zu einem Schadensfall kommt. Der Haftungsschutz greift nun nicht mehr nur bis zur derzeitigen Grenze von 840 Euro, sondern bis zu einer Vergütung in Höhe von 3.300 Euro pro Jahr.  „Damit schaffen wir mehr Sicherheit für all jene, die freiwillig Verantwortung übernehmen und bauen zugleich Hürden ab, die der Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit vielleicht noch entgegenstehen“, so die Ministerin.

Einsatz an den Feiertagen

Drese dankt Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich für ihren Einsatz an den Feiertagen

Schwerin – Anlässlich der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage richtete Gesundheits- und Sozialministerin Stefanie Drese ihren ausdrücklichen Dank an alle Menschen, die auch an diesen Tagen im Einsatz sind, um andere zu unterstützen, zu pflegen und zu versorgen. „Während viele von uns die Feiertage im Kreis der Familie verbringen, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialbereich ihre Weihnachtszeit in den Dienst der Gesellschaft. Dieser Einsatz ist alles andere als selbstverständlich und verdient ausdrücklich unseren höchsten Respekt und Dank“, betonte die Ministerin heute.

Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Rettungsdienst und den Leitstellen, in der mobilen Pflege, in sozialen Einrichtungen oder in der Betreuung: „All diese Menschen erbringen ein persönliches Opfer, damit wir besinnlich, sicher und umsorgt feiern können und ich würde mir wünschen, dass wir das gesellschaftlich auch wieder stärker anerkennen würden“, so Drese. Denn zum Fest wie auch an allen anderen Tagen im Jahr übernehmen die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich tagtäglich Verantwortung für andere– und das häufig unter hoher körperlicher und seelischer Belastung.

Dennoch würden die Beschäftigten ihren anvertrauten Menschen regelmäßig nicht nur fachlich zur Seite stehen, sondern auch Nähe, Trost und Zuversicht schenken. „Denn für viele von Ihnen ist es nicht einfach nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Und gerade zur Weihnachtszeit ist das eine große Stütze für die Patientinnen und Patienten, die Pflegebedürftigen oder Hilfssuchenden, die auf Ihre Arbeit angewiesen sind“, weiß die Ministerin.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen, die über Weihnachten und den Jahreswechsel Dienst leisten, wünschte Drese deshalb viel Kraft, Gesundheit und Zuversicht. „Ich hoffe sehr, dass sie trotz aller Anforderungen auch Momente der Ruhe finden und spüren, wie sehr ihre Arbeit geschätzt wird. Ihnen aber auch Ihren Familien gilt mein herzlicher Dank – nicht nur an den Feiertagen, sondern das ganze Jahr über.“

Neues Gesetz: Mehr Befugnisse für Pflegefachkräfte

Schwerin – Pflegefachkräfte können künftig weitergehende Leistungen als bisher erbringen. „Ich begrüße sehr, dass qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger zusätzliche medizinische Befugnisse erhalten, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren“, sagte Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Montag in Schwerin. Durch die stärkere Nutzung der vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften würde die Versorgung der Patientinnen und Patienten in hoher Qualität auf mehr Schultern verteilt, so Drese.

Die Grundlage bildet das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“, das zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Der Bundesrat hatte in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am vergangenen Freitag den Weg abschließend freigemacht.

Nach Ansicht von Drese verbessern sich mit dem Gesetz, die Strukturen in der pflegerischen Versorgung nachhaltig. Durch die Kompetenzerweiterung werde die Attraktivität des Pflegeberufs weiter erhöht. „Fachkräfte werden gestärkt und Einrichtungen entlastet“, so Drese. Dies könne zu einer besseren Versorgung etwa beim Management chronischer Erkrankungen sowie in der Prävention und Gesundheitsförderung führen.

Durch die Schaffung bundeseinheitlicher Rahmenbedingungen in der Pflege gebe es klare Zuständigkeiten. „Die Wege werden kürzer und die Zusammenarbeit gestärkt. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass Anträge und Formulare vereinfacht werden sollen, um Bürokratie abzubauen. So sei geplant die Pflegedokumentation auf das notwendige Maß zu begrenzen sowie die Prüfverfahren von Medizinischem Dienst und Heimaufsicht besser aufeinander abzustimmen.

Drese: „Das Gesetz gibt den Beschäftigten mehr Handlungsspielraum und sorgt dafür, dass die pflegerische Arbeit wieder stärker im Mittelpunkt steht. Jetzt geht es um die gute Umsetzung dieser Reformen.“