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Kategorie: Natur und Umwelt

M-V macht das Grüne Band zum Nationalen Naturmonument

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern weist das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Nationales Naturmonument aus. Rund 4.500 Hektar von der Ostsee bis zur Elbe erhalten damit einen gemeinsamen Rahmen als Natur- und Erinnerungslandschaft von nationaler Bedeutung. Damit ist eine Unterschutzstellung als Nationales Naturmonument mit dem heutigen Tag in allen östlichen Bundesländern erfolgt.

Umweltminister Dr. Till Backhaus und der BUND Mecklenburg-Vorpommern begrüßen die Ausweisung als wichtigen Schritt und zugleich als Auftrag, das Grüne Band in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

„Wo Deutschland einst durch Zäune und Stacheldraht geteilt war, verbindet heute die Natur. Aus dem früheren Todesstreifen ist eine Lebenslinie geworden. Mit der Ausweisung als Nationales Naturmonument übernehmen wir Verantwortung für beides: für eine einzigartige Naturlandschaft und für die Erinnerung an die deutsche Teilung“, sagte Backhaus.

Das Grüne Band Deutschland erstreckt sich über insgesamt 1.378 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist das größte Biotopverbundsystem Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern verbindet es unter anderem artenreiches Grünland, Moore und Feuchtgebiete, Wälder, Seen und Fließgewässer sowie Lebensräume des Ostseeküstenraums. Zugleich bewahrt es mit ehemaligen Grenzanlagen, Gedenkorten, geschleiften Ortschaften und besonderen Geländestrukturen Zeugnisse der deutschen Teilung. Diese Verbindung von Natur und Geschichte macht das Grüne Band zu einer besonderen Natur- und Erinnerungslandschaft.

„Die Ausweisung ist ein wichtiger Meilenstein. Jetzt geht es darum, bestehende Lücken zu schließen, um einen durchgängigen Biotopverbund zu entwickeln. Dafür wollen wir gemeinsam mit dem Land, den Menschen vor Ort, den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie aktiven Vereinen und Stiftungen Lösungen finden,“ kündigt Jessica Sommer vom BUND MV an. Im Rahmen des Projektes HOTSPOT28 baut sie bereits ein Netzwerk auf und lädt zu Veranstaltungen ein.

Große Teile des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern sind bereits durch bestehende Schutzgebiete und andere Naturschutzflächen gesichert. Dazu gehören unter anderem Flächen in den Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern sowie Naturschutzgebiete und Flächen des europäischen Netzes Natura 2000.

Mit der neuen Verordnung werden diese Flächen erstmals unter dem gemeinsamen Dach des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeführt.  Schutzvorschriften bestehen mit den bislang schon geltenden Ge- und Verboten  weiter. „Mit der Verordnung geben wir dem Grünen Band erstmals einen gemeinsamen Rahmen als Nationales Naturmonument. Dabei geht es nicht darum, bereits geschützte Flächen mit neuen Auflagen zu überziehen. Wir wollen vorhandene Lücken perspektivisch schließen, wertvolle Lebensräume sichern und zugleich die Zeugnisse der deutschen Teilung bewahren. So entsteht Schritt für Schritt ein möglichst durchgängiges Grünes Band von der Ostsee bis zur Elbe“, betonte Backhaus.

Das langfristige Ziel ist ein möglichst lückenloses Grünes Band auch in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit gliedern noch nicht einbezogene Flächen das Nationale Naturmonument in mehrere Abschnitte. Die weitere Entwicklung soll langfristig erfolgen und die Belange anderer Nutzungen und Rechtsbereiche berücksichtigen.

Nationale Naturmonumente (NNM) sind Gebiete, die aufgrund von „wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen sowie wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit“ von herausragender Bedeutung sind.

Thüringen war 2018 das erste Bundesland, was seinen 763 Kilometer langen Abschnitt gesichert hat. Als erstes westlich angrenzendes Bundesland hat Hessen 2023 seinen Bereich anschließend an das Grüne Band in Thüringen als Nationales Naturmonument ausgewiesen. „Der Abschnitt im Amt Neuhaus hat eine ganz besondere Geschichte mit dem Wechsel der Zugehörigkeit von Mecklenburg zurück nach Niedersachen. Hier bestehen aktuell ebenfalls Bemühungen diesen entsprechend zu sichern.“ erläutert Corinna Cwielag vom BUND MV und ergänzt „Trotz der nationalen Bedeutung dieses Monuments sind die Bundesländer zuständig und müssen jeweils einzeln für die Sicherung aktiv werden.“

Wenige Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, initiierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 9.12.1989 zusammen mit Naturschützer*innen aus Ost- und Westdeutschland das Grüne Band. Seitdem setzt sich der BUND mit einer Vielzahl von Projekten, Aktivitäten und dank zahlreicher Spenden für Erhaltung und Schutz des Biotopverbundes und für das Natur- und Geschichtserleben ein.   Hierbei arbeitet er eng mit Historiker*innen und den Grenzmuseen zur Bewahrung der geschichtlichen Dimension des Grünen Bandes zusammen.

Der BUND MV ist Partner im Verbundprojekt HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“ und setzt die Maßnahme „Lebendige Erinnerungslandschaft am Grünen Band“ um. Im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit gefördert und kofinanziert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein.

Erholungswald „Seeblick“ offiziell gesichert

Lohmen – Ein Wald zum Spielen, Lernen, Bewegen und Naturerleben: Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute in Lohmen die Verordnung für den neuen Erholungswald „Seeblick“ an Bürgermeister Bernd Dickau übergeben. Rund 3,3 Hektar gemeindeeigener Wald sind damit forstrechtlich als Erholungswald gesichert. Die Initiative dazu ging 2025 von der Gemeinde Lohmen und der Kindertagesstätte „Waldgeister“ aus – mit dem Ziel, den ersten Kindergesundheitswald des Landes zu gestalten.

„Aus einer guten Idee vor Ort wird jetzt etwas Dauerhaftes. Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem Kinder sich bewegen, Natur entdecken und lernen können. Wald ist eben nicht nur Lebensraum und Rohstofflieferant. Er kann auch ein Ort sein, der Körper und Seele guttut. Genau das wollen wir hier in Lohmen erlebbar machen“, sagte Backhaus.

Die Verordnung gibt dem Kindergesundheitswald einen verbindlichen Rahmen. Der Wald soll ausdrücklich der Erholung und Gesundheitsförderung dienen. Vorgesehen sind Umweltbildung und kinderfreundliche Aktiv-Erholung. Bewegung und Sinneserfahrungen in der Natur sollen die körperliche, seelische und soziale Gesundheit von Kindern fördern. Auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sind bei der Ausgestaltung zu berücksichtigen.

Gleichzeitig wird der Wald dauerhaft gesichert und soll naturnah und klimaangepasst entwickelt werden. Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen, Pflanzenschutzmittel auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Auch der Erhalt des Waldbodens als Wasserspeicher spielt eine besondere Rolle. Die Verordnung schützt den Erholungscharakter zudem vor störenden Nutzungen.

Backhaus: „Das Besondere ist: Wir reden nicht nur darüber, dass Wald Kindern guttut. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Gesundheit, Bewegung, Umweltbildung und Naturerfahrung hier dauerhaft zusammengehören. Und wir schützen gleichzeitig den Wald selbst. Das ist Naturschutz, der bei den Menschen ankommt.“

Die Kinder der Kita „Waldgeister“ nutzen den Wald bereits regelmäßig als Spiel- und Lernort. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Horst Klinkmann fanden bereits Veranstaltungen statt, bei denen die Kinder den Wald und seine gesundheitsfördernde Wirkung unmittelbar erleben konnten.

Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem gesundheitlichen Potenzial des Waldes. Mit der Novelle des Landeswaldgesetzes wurde 2011 unter Backhaus‘ Leitung der Weg für neue Nutzungsformen wie Kur- und Heilwälder geöffnet. 2017 folgte in Heringsdorf der erste zertifizierte Heilwald Deutschlands. Insgesamt umfassen die forstrechtlichen Schutzgebiete im Land heute fast 250 Hektar.

„Mecklenburg-Vorpommern war beim Thema Wald und Gesundheit früh Vorreiter. In Lohmen entwickeln wir diesen Gedanken konsequent weiter und rücken die Kinder in den Mittelpunkt. Ich wünsche mir, dass daraus ein Beispiel für andere Gemeinden wird. Denn wenn Kinder früh erfahren, wie wertvoll Wald und Natur für sie sind, ist das auch eine Investition in die nächste Generation.“

Die Erholungswaldverordnung „Seeblickregion“ wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht und ist seit dem 8. Juli 2026 in Kraft. Der überwiegend von Kiefern geprägte Wald liegt südwestlich von Lohmen.

Ölabwehrübung im Bootshafen Kühlungsborn

Kühlungsborn – Unter der Leitung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg wird am 12. September 2026  in der Zeit von 9 bis 14 Uhr an der Ostsee, im Bootshafen Kühlungsborn und dem östlich angrenzenden Strandabschnitt im Rahmen der Bund-Ländervereinbarung über die Bekämpfung von Meeresver­schmutzungen (BLV SUB) eine Ölwehrgeräteübung durchgeführt.

Ziel der Übung ist das sichere Handling der eingesetzten Technik und Geräte durch praxisnahe Schulung der Einsatzkräfte, um im Ernstfall die Auswirkungen eines möglichen Ölunfalles zu minimieren und eine effektive Bekämpfung zu ermöglichen.

Etwa 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) mit Fachgruppen der Ortsverbände Bad Doberan und Wismar werden mit ihrer spezifischen Technik die Zusammenarbeit mit der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr des Ostseebades Kühlungsborn sowie weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen üben.

Vorgesehen sind das Ausbringen von Ölsperren, der Bootseinsatz und die maschinelle Aufnahme von Öls sowie die Reinigung des Strandes. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte vor angenommenen Gesundheits­gefahren wird die Einrichtung eines Schwarz-Weiß-Bereiches mit Dekontamination und die Durchführung der Reinigungsarbeiten unter Schutzkleidung geübt.

Während der Übung kann es in Abstimmung mit der Stadt Kühlungsborn zu Nutzungs- und Zugangseinschränkungen im Bereich des Bootshafens und des östlich angrenzenden Strandabschnitts kommen. Diese werden auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt.

Der für den Ostseeschutz zuständige Umwelt- und Klimaschutz­minister, Dr. Till Backhaus weist auf die Notwendigkeit solcher Übungen hin: „Ich danke der Stadt Kühlungsborn und der Bürgermeisterin Frau Arndt sowie dem Bootshafen Kühlungsborn für die Unterstützung der Übung und bitte bei den Besuchern des Ostseebades Kühlungsborn um Verständnis für etwaige Einschränkungen.

Diese Übungen zur Schadstoffunfallbekämpfung sind aufgrund des nicht auszu­schließenden Risikos eines Schadstoffaustritts vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns  und vor dem Hintergrund der steigenden hybriden Bedrohungslage unverzichtbar um effektiv und dauerhaft Umwelt und Natur sowie Tourismus in M-V zu schützen. Ich wünsche allen Einsatzkräften vor Ort viel Erfolg!“

Land bündelt Kräfte für 82.000 Hektar Waldmoore

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt den Schutz seiner Waldmoore breiter auf. Mit dem neuen Waldmoorzentrum bei der Landesforstanstalt nimmt das Land erstmals systematisch die Moore im gesamten Wald in den Blick – über die Flächen der Landesforst hinaus. Das Zentrum soll revitalisierbare Waldmoore identifizieren, aktiv auf private und kommunale Waldeigentümer zugehen, sie zu Maßnahmen und Fördermöglichkeiten beraten und Planungen zur Umsetzung von konkreten Wiedervernässungsprojekten auf den Weg bringen. Der Handlungsbedarf ist groß: Von den rund 300.000 Hektar Moorfläche in MV liegen etwa 82.000 Hektar im Wald. Nahezu alle Moore des Landes sind entwässert. Dadurch werden sie von Kohlenstoffspeichern zu Quellen klimaschädlicher Treibhausgase.

Landwirtschafts- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus erklärte zur Eröffnung des Waldmoorzentrums am 8. September im Friedrichsruher Wald: „Moorschutz ist in Mecklenburg-Vorpommern Klimaschutz in einer ganz besonderen Größenordnung. Entwässerte Moore sind inzwischen die größte CO₂-Quelle unseres Landes – noch vor Verkehr und Industrie. Rund 82.000 Hektar unserer Moore liegen im Wald. Deshalb müssen wir vom Wissen stärker ins Handeln kommen. Mit dem Waldmoorzentrum schaffen wir eine zentrale Struktur, die Kompetenzen bündelt und konkrete Projekte in der Fläche voranbringt.“

Von Einzelprojekten zum systematischen Vorgehen

Zentrales Ziel des Waldmoorzentrums ist es, möglichst schnell alle noch revitalisierbaren Waldmoore im Gesamtwald zu identifizieren. Anschließend sollen gemeinsam mit den betroffenen Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümern geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung entwickelt und umgesetzt werden.

Zu den Kernaufgaben gehört daher die Entwicklung, Beratung und Umsetzung von Renaturierungsprojekten, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Aus- und Weiterbildung im Bereich Waldmoorschutz. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Aktuell stehen die Forstämter Lüttenhagen, Grevesmühlen und Schildfeld im Fokus.

Dabei beginnt das Land nicht bei null. Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren bereits mehr als 100 Moorrevitalisierungsprojekte bearbeitet und umfangreiche Erfahrungen bei Planung, Umsetzung und Unterhaltung entsprechender Maßnahmen gesammelt. Dieses Know-how wird nun im Waldmoorzentrum gebündelt.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern viel Erfahrung mit der Wiedervernässung von Mooren. Jetzt geht es darum, dieses Wissen systematisch für unsere Waldmoore zu nutzen und schneller in die Fläche zu bringen. Dabei gilt für uns: Moorschutz funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deshalb werden die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Flächeneigentümern entwickelt“, sagte Backhaus.

Das interdisziplinäre Waldmoorzentrum soll künftig nach einheitlichen Standards die organisatorischen, planerischen und gutachterlichen Leistungen für Moorschutzprojekte erbringen. Dabei soll ausdrücklich eigentumsübergreifend gearbeitet werden.

Waldmoore bis 2040 wiedervernässen

Grundlage für das weitere Vorgehen ist die Anfang 2025 vorgestellte Strategie zum Schutz und zur Nutzung der Moore. Für den Wald sieht sie unter anderem die Wiedervernässung der Waldmoore bis 2040, die Umwandlung standortfremder Gehölzbestände auf angrenzenden Flächen und eine an nasse Standortverhältnisse angepasste forstwirtschaftliche Nutzung vor.

Backhaus: „Intakte Waldmoore sind mehrfach wertvoll: Sie halten Wasser in der Landschaft, bieten spezialisierten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Waldmoorzentrum schaffen wir die Voraussetzungen dafür, diese Potenziale künftig systematischer zu nutzen.“

Manfred Baum, Vorstand der Landesforstanstalt M-V, unterstreicht die Bündelung der vorhandenen Erfahrung: „Wir vereinen damit viele wichtige Kompetenzen in einer Hand. Es ist konsequent, diese künftig im Waldmoorzentrum zu bündeln.“

35 Jahre Zweckverband Schaalsee-Landschaft

Schwerin – Anlässlich des 35jährigen Bestehens des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft betont Agrar- und Umweltschutzminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung des Naturschutzgroßprojektes „Wenn man sich vor Augen führt, was in diesen dreieinhalb Jahrzehnten erreicht worden ist, dann wird daraus eine beeindruckende Bilanz für den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Der Zweckverband wurde am 1. Januar 1991 gegründet – unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung und als erster Naturschutzzweckverband Deutschlands.

Und er war von Anfang an länderübergreifend angelegt. Heute gehören ihm Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Herzogtum Lauenburg sowie der WWF Deutschland an“, so Minister Backhaus, der ergänzt: „Bereits 1992, also nur ein Jahr nach der Gründung, begann das Naturschutzgroßprojekt „Schaalsee-Landschaft“. Die Zahlen verdeutlichen die Dimension: 335 Quadratkilometer Projekt­gebiet, davon 147 Quadratkilometer Kerngebiet, eine Projekt­laufzeit von 1992 bis 2009 und insgesamt rund 26 Millionen Euro Förderung.

Mit diesen Mitteln wurden Flächen angekauft, Biotopmaß­nahmen umgesetzt sowie Pflege- und Entwicklungsplanungen finanziert. Auch die Finanzierung zeigt, dass dieses Projekt von Anfang an eine Gemeinschaftsleistung war. Der Bund übernahm zunächst 75 Prozent, ab 2005 70 Prozent der Investitionskosten. Weitere 15 Prozent trugen die Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Den verbleibenden Eigenanteil von 10 Prozent brachte überwiegend der WWF Deutschland auf.“

Das seien nicht einfach nur Förderzahlen. Dahinter stünden Flächen, die dauerhaft für den Naturschutz gesichert wurden, so Backhaus.

„Dahinter stehen wiedervernässte Moore, naturnahe Wälder, artenreiche Weidelandschaften und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Und genau das ist für mich entschei­dend: Aus Fördermitteln ist hier über Jahrzehnte ganz konkret Natur geworden. Denn Naturschutz braucht Fläche.

Das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, der Zweckverband, die Stiftung Biosphäre Schaalsee und die Stiftung Umwelt- und Naturschutz verfügen gemeinsam über mehr als 6.700 ha Flächen im Biosphärenreservat. Der Zweckverband selbst managt heute rund 4.800 Hektar Eigentumsflächen. Damit ist über Jahrzehnte ein erheblicher Flächenbestand entstanden, auf dem Naturschutz dauerhaft gestaltet werden kann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Moorschutz und Wasserrückhalt. Bereits seit den frühen 2000er Jahren werden Moore in der Region renaturiert. Dazu gehören das Vossmoor, das Kuhlrader Moor, die Molzahner Rinne und insbesondere die Moorrinne von Klein Salitz bis zum Neuenkirchener See.

Ein zweites Beispiel sind die „Wilden Weiden“. Durch die Zusammenarbeit von Zweckverband und Biosphärenreservat sind inzwischen fast 1.000 Hektar großflächige Weideland­schaften entstanden. Mehr als 500 ha Ackerland wurden in Grünland umgewandelt. Das ist für mich auch ein hervorra­gendes Beispiel dafür, dass Landwirtschaft und Naturschutz keine Gegensätze sein müssen.

Wenn wir gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten, können wir Nutzung und Artenvielfalt miteinander verbinden. Und auch dafür gibt es konkrete Zahlen.

Bei Untersuchungen auf ausgewählten Weidelandschaften wurden 155 Zikadenarten und 21 Heuschreckenarten nachgewiesen. Das dort praktizierte Konzept der extensiven Rinderbeweidung wird sogar als bundesweit richtungsweisend für den flächenhaften Insektenschutz eingeschätzt.

Ähnlich beeindruckend sind die Ergebnisse in unseren Naturwäldern. In der Kernzone Weißes und Schwarzes Moor wurden 377 Arten holzbewohnende Käfer nachgewiesen, in der Kernzone Roggendorfer Moor 350 Arten. Damit liegen diese Flächen auf Spitzenplätzen der bislang untersuchten Natur­waldreservate in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Backhaus und erinnert auch daran, dass der Jahrestag nicht nur eine Geschichte des Naturschutzes darstellt:

„35 Jahre Zweckverband Schaalsee-Landschaft sind auch ein Stück deutscher Geschichte. Über Jahrzehnte verlief hier die innerdeutsche Grenze. Heute gehört diese Landschaft zu einem der bedeutendsten Abschnitte des Grünen Bandes.

Was einst Deutschland und die Menschen voneinander getrennt hat, verbindet heute Lebensräume über Ländergrenzen hinweg. Die Flächen des Zweckverbandes und des Landes bilden gemeinsam ein wesentliches Gerüst für das Grüne Band in unserer Region. Und in diesem Jahr gehen wir den nächsten wichtigen Schritt: Das Grüne Band in MV soll als Nationales Naturmonument dauerhaft gesichert werden. Das Unterschutzstellungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss.

Die entsprechende Verordnung soll noch im September 2026 veröffentlicht werden und in Kraft treten. Die Verordnung dient der Unterschutzstellung des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern, welches entlang des ehemaligen Kolonnenweges entstanden ist. Es ist eine einzigartige Landschaftsstruktur, in der erfahren werden kann, wie historische Ereignisse und natürliche Entwicklungen eine außergewöhnliche Kulturlandschaft geschaffen haben. Es verbindet Orte der Erinnerungskultur mit einer symbolträchtigen Landschaft, die über Jahrzehnte hinweg als Folge der Teilung Deutschlands entstanden ist.“

„Wald  bewegt – Sport verbindet“

Backhaus eröffnet Waldsportspiele

Grabow – Im Forstamt Grabow sind heute die siebten Waldsportspiele MV der Landesforstanstalt MV gestartet. Eröffnet wurden sie von Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Der Wald ist ein perfekter Ort, um sich sportlich zu betätigen und um die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Es werden geistige und körperliche Fitness geschult und so die Gesundheit gestärkt. Der frühe Kontakt zur Natur ist die Basis für ein Grundvertrauen in das Leben und weckt den Wunsch, die Erde zu schützen und als Erwachsener nachhaltig zu leben“, sagte der Minister vor Ort. Die Waldsportspiele seien ein wichtiges Instrument, diesen Kontakt herzustellen.

An dem Wettkampf nehmen zwölf Grundschulklassen aus Grabow, Eldena und Balow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) teil. Die 228 Schülerinnen und Schüler treten an zwölf Stationen gegeneinander an.  Dazu gehören unter anderem Leitergolf, Slackline, Weitsprung, Holzturm bauen, Holz sägen und Zapfenzielwurf. „Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto besser prägt sich einem Kind die neue Erkenntnis ein. Die Natur bietet dabei das beste Spielmaterial. Hier können die Kinder Abenteuer erleben, die eigenen Grenzen austesten und Ängste überwinden“, so Backhaus.

Die Waldsportspiele gibt es seit 2018. Das Motto des Kooperationsprojektes zwischen dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV und dem Landessportbund MV e.V. lautet „Wald bewegt – Sport verbindet“. In diesem Jahr beteiligen sich auch das Forstamt Grabow und der Kreissportbund Ludwigslust-Parchim e.V..

Besonders dankte der Minister der Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die diese Waldsportspiele im Rahmen ihres Engagements „Wald ist Klasse“ unterstützt und die Kosten für den Transport der Schülerinnen und Schüler übernimmt.

Erste Riff-Rekonstruktion in M-V vor Neuendorf/Rügen eingeweiht

Insel Rügen – Wichtige Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Biosphärenreservat Südost-Rügen begleitet. Als erstes wurden im Rahmen des Interreg-Projektes „Supported by Nature“ die erste Riff-Rekonstruktion bei Neuendorf auf der Insel Rügen feierlich eingeweiht.

Danach übergab Backhaus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen ELER-Fördermittel für die umwelt- und naturbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Höhe von rund 307.000 Euro.

Außerdem weihte er ein neues Dienstboot für das Biosphärenreservat ein.

Die Projekte im Einzelnen

Im Zentrum des 2022 gestarteten Interreg-Projektes steht die Errichtung von 17 Lernstandorten für naturbasierte Lösungen im Ostseeraum. Zwei davon befinden sich im Biosphärenreservat Südost-Rügen: die erste Riff-Rekonstruktion in MV vor Neuendorf/ Rügen und die Renaturierung des Kleingewässers in Nadelitz.

„Die Rekonstruktion des Riffs vor Neuendorf stellt einen verloren gegangenen Lebensraum für Meereslebewesen wieder her. Bis ins 20. Jahrhundert wurden in den Boddengewässern vor Rügen massiv Steine entnommen und für Baumaßnahmen verwendet. Auf diese Weise wurden natürliche Riffe zerstört. Mit der Riff-Rekonstruktion haben wir jetzt einen Teil davon wieder hergestellt. Auf einer Fläche von ca. 1.350 Quadratmetern, verteilt auf fünf Teilflächen, wurden 620 Tonnen Steine und Blöcke verbaut“, sagte Backhaus.

Und die Natur reagiert: Bereits nach wenigen Wochen siedelten sich erste Seepocken an. Inzwischen wurden unter anderem Scherenasseln, Moostierchen, Flohkrebse und verschiedene Algen festgestellt. Mittelfristig soll hier auch wieder Blasentang wachsen, unter anderem ein wichtiger Unterwasserlebensraum für Fische.

„Das Biosphärenreservat Südost-Rügen zeigt mit dem INTERREG-Projekt Supported by Nature beispielhaft, wie Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Umweltbildung zusammengehören. An dem Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 4,47 Millionen Euro beteiligten sich sieben Ostsee-Anrainerstaaten: Deutschland, Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland und Polen. Auf das Biosphärenreservat entfallen knapp 700.000 Euro, davon rund 559.000 Euro EU-Mittel. Der direkte, grenzübergreifende Erfahrungsaustausch ist für die Region von herausragender Bedeutung, da alle Partner vor nahezu identischen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen stehen und gemeinsam Lösungen entwickeln können“, sagte der Minister.

Das Projekt wird unter anderem für Forschungszwecke genutzt, etwa von Naturschutzbehörden, Naturschutzverbänden, Umweltplanungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen. Auch Schulklassen und Jugendgruppen werden eingebunden.

Auch bei der Renaturierung des Kleingewässers bei Nadelitz sind bereits erste Erfolge sichtbar. Hierfür wurden auf rund 5.000 Quadratmetern rund 780 Tonnen Material ausgehoben. Eine einst artenarme Sukzessionsfläche mit nur geringem Feuchtgebietsanteil verwandelte sich in ein wertvolles Biotop. Bereits im ersten Frühjahr konnten die erfolgreiche Reproduktion des Springfrosches und die Ansiedlung des Teichmolches nachgewiesen werden.

Anschließend überreichte der Minister dem Biosphärenreservat Südost-Rügen mehrere Zuwendungsbescheide aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) für die Natur- und Umweltbildung in Höhe von rund 307.000 Euro.

Der größte Teil, rund 255.000 Euro, fließt in das Granitzhaus, welches seit seiner Neueröffnung 2019 bereits mehr als 113.000 Menschen besucht haben. Davon werden unter anderem moderne Medientechnik, neue Animationsfilme, Hörangebote und die Produktion neuer Dokumentationsfilme finanziert.

Weitere Mittel fließen in den Ausbau des 2020 eingeweihten Thiessower Naturerlebnispfades. Auf zehn Stationen und einer Gesamtlänge von sieben Kilometern werden kindgerechte Hörstationen in deutscher und englischer Sprache installiert. Eine akustische Erweiterung kommt auch dem im April 2022 eröffneten Rundwanderweg Middelhagen (acht Kilometer Länge, 13 Audiostationen) zugute. Im Rahmen der Förderung wird der Audioguide ins Englische übersetzt und eingesprochen. Die Umsetzung aller Projekte ist bis Ende 2027 geplant.

„Die Maßnahmen steigern die Attraktivität der Einrichtungen, denn sie stärken das Bewusstsein für den Schutz von Ressourcen, Klima und Artenvielfalt im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Das Draußen-Sein weckt die Neugier über alle Altersklassen hinweg. Gerade Kinder wollen die Natur erforschen und begreifen. Hierzu tragen die neuen Hörstationen besonders bei“, sagte Backhaus.

Schließlich weihte der Minister das neue Dienstboot ein. Das im Jahr 2011 in Dienst gestellte Einsatzboot „Stubber“ musste aufgrund eines irreparablen Motorschadens ausgemustert werden, da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war.

Das Boot vom Typ Alucat W16 ist 8,20 Meter lang, hat zweimal 150 PS und bietet Platz für bis zu 14 Personen. Die Kosten betragen einschließlich Trailer ca. 179.000 Euro. Es wird unter anderem genutzt für wissenschaftliches Monitoring, die Beobachtung von Kegelrobben, für die Erfassung von Seegras und Blasentang sowie zur Unterstützung von Forschungsprojekten. Das Einsatzgebiet ist groß: Allein die Wasserfläche des Biosphärenreservates umfasst rund 123 Quadratkilometer.

Dem Minister stand als Taufpatin Vivien Kmetsch zur Seite. Die 23-Jährige aus Sellin war bereits als Grundschülerin Junior Ranger und als Jugendliche Robbenbotschafterin im Biosphärenreservat. Schon 2011 war sie Taufpatin für die „Stubber“.

„Heute erleben wir anschaulich, was moderner Naturschutz bedeutet: Lebensräume wiederherstellen, gemeinsam mit europäischen Partnern Lösungen entwickeln, die Menschen für Natur begeistern und unsere Großschutzgebiete so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben gut erfüllen können. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern des Biosphärenreservates Südost-Rügen, unseren europäischen Partnern, der Stadt Putbus, der Landwirtschaft und allen beteiligten Unternehmen“, sagte Backhaus abschließend.

Förderung von Naturparks

Förderbescheide für Naturparks Flusslandschaft Peenetal und Feldberger Seenlandschaft

Schwerin – Mit der Übergabe von zwei Zuweisungsschreiben an den Naturpark Flusslandschaft Peenetal sowie an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft tätigte Minister Dr. Till Backhaus heute eine Investition in den Ausbau der touristischen Infrastruktur entlang des 2021 eröffneten Naturparkweges. Dieser verbindet auf rund 900 Kilometern Länge alle sieben Naturparks in Mecklenburg-Vorpommern sowie das UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee und den Müritz-Nationalpark.

„Der Naturparkweg ist eines unserer wichtigsten touristischen Projekte. Die Natur hier muss besonders geschützt und gleichzeitig erlebbar gemacht werden. Das sind keine Gegensätze. Eine intakte Natur schafft Lebensqualität, zieht Gäste an und stärkt Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, sagte der Minister. Das Land investiert deshalb gezielt in die nachhaltige touristische Infrastruktur.

Mit der Zuweisung von 90.000 Euro an den Naturpark Flusslandschaft Peenetal werden Mittel für die Planung des Lückenschlusses zwischen Liepen und dem Grüttower Grund bereitgestellt. Davon stammen 72.000 Euro aus EU-Mitteln, 18.000 Euro trägt das Land MV.

Konkret geht es um einen rund 3,9 Kilometer langen und 1,5 Meter breiten Wanderweg. Der Abschnitt soll eine noch bestehende Lücke auf der Nordroute entlang der Peene schließen und den Naturparkweg bis 2030 durchgängig begehbar machen.

„Gerade hier wird deutlich, warum sich diese Investitionen lohnen. Denn der geplante Weg verläuft durch eine ökologisch außerordentlich wertvolle Landschaft. 45 Prozent bzw. fast 14.900 Hektar des Naturparks Flusslandschaft Peenetal sind Moore. Rund 15.800 Hektar liegen in FFH-Gebieten, mehr als 18.100 Hektar liegen in Vogelschutzgebieten“, sagte Backhaus.

Gleichzeitig ist der Naturpark Flusslandschaft Peenetal ein wichtiger touristischer Faktor. Davon zeugen unter anderem ein 178 Kilometer langes Netz an Wanderwegen, 163 Kilometer Radwanderwege und 100 Kilometer Wasserwanderstrecken. Es gibt auf insgesamt 54 Kilometern neun Lehr- und Erlebnispfade. Weiterhin stehen Einheimischen und Gästen 144 Informationstafeln und 15 Beobachtungstürme zur Verfügung. 2025 wurden mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Mehr als 9.000 Menschen pro Jahr werden allein in den Informationszentren und bei Führungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Naturparks betreut.

Von 2020 bis 2024 wurden vom Land rund 1,41 Millionen Euro für den Naturpark verausgabt. Die Naturparkverwaltung hat in dieser Zeit rund 525.600 Euro Drittmittel eingeworben.

Mit der Zuwendung über 231.000 Euro an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft wird der historische Aufstieg vom Fähranleger am Schmalen Luzin zum Hullerbusch wieder vollständig und sicher nutzbar gemacht. 184.800 Euro stammen aus EU-Mitteln, 46.200 Euro stellt das Land MV bereit. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

Auf kurzer Strecke sind hier rund 23 Höhenmeter zu überwinden. Der obere Teil des Aufstiegs wird in Naturstein auf einer Länge von rund 63 Metern erneuert. Ein Geländer und eine Absturzsicherung bieten zusätzlichen Schutz. Am oberen Zugang entstehen außerdem eine Sitzgruppe mit Tisch sowie drei Fahrradständer. Zur Förderung gehören darüber hinaus Maßnahmen am Findlingsgarten Carwitz-Thomsdorf, wo zwei Verweileinrichtungen mit Tischen und Bänken entstehen. Außerdem ist die Pflanzung von fünf Bäumen sowie die Aufstellung eines Findlings im Eingangsbereich vorgesehen.

Rund 37,5 Prozent, etwa 13.000 Hektar, des rund 34.500 Hektar großen Naturparks sind Wald mit zum Teil mehr als 200 Jahre alten Buchen., auf rund 4.000 Hektar befinden sich Binnengewässer.

Weiterhin verfügt der Naturpark unter anderem über folgende touristische Infrastruktur: 282 Kilometer Wanderwege, 200 Kilometer Radwanderwege, 87 Kilometer Reitwege, 18 Kilometer Wasserwanderstrecken, 159 Informationstafeln sowie vier Lehr- und Erlebnispfade auf 28 Kilometern Länge.

Zwischen 2020 und 2024 wurden vom Land rund 2,1 Millionen Euro für den Naturpark verausgabt. Die Naturparkverwaltung hat in dieser Zeit rund 833.500 Euro Drittmittel eingeworben.