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Monat: März 2026

Jahresempfang der Vereinigung der Unternehmensverbände

Schwesig: Bei den Benzinpreisen muss wirksam gegengesteuert werden

Hasenwinkel – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf dem Jahresempfang der Vereinigung der Unternehmensverbände wirksame Maßnahmen der Bundesregierung gegen den Anstieg der Benzinpreise gefordert.

„Der Angriff auf den Iran mit seinen unkalkulierbaren Folgen für die Menschen in der Region, für den Ölpreis, für internationale Lieferketten beunruhigt uns alle. In dieser Situation seien drei Punkte wichtig. „Deutschland darf keine Kriegspartei werden. Wir dürfen uns nicht in einen unkontrollierten Konflikt hineinziehen lassen.“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Veranstaltung auf Schloss Hasenwinkel. Außerdem müsse alles getan werden, damit die Flugrouten und Handelswege schnell wieder passierbar werden. „Das Letzte, was wir jetzt brauchen, sind weitere weltwirtschaftliche Verwerfungen.“

Es sei „absolut inakzeptabel“, dass die Mineralölkonzerne  den Benzinpreis stark heraufgesetzt haben. „Die Benzinpreise in Deutschland sind viel zu hoch. Hier muss gegengesteuert werden. Die Benzinpreise in Deutschland müssen sofort wieder runter “, sagte Schwesig. Deshalb reiche der Vorschlag der Bundeswirtschaftsministerin, dass die Tankstellen die Preise nur einmal am Tag erhöhen dürfen, nicht aus. „Dieser Vorschlag ist zu schwach. Das Kartellrecht muss so verschärft werden, dass es erst gar nicht zu diesen spekulativen Preissteigerungen kommt.“, sagte Schwesig weiter. „Sonst müssen die Übergewinne der Mineralölkonzerne abgeschöpft und damit die Energiesteuern gesenkt werden. Wir müssen die Menschen jetzt dringend entlasten. Was wir brauchen, ist eine wirksame Spritpreisbremse.“

Im Land setzt die Ministerpräsidentin weiterhin auf Gemeinsamkeit, Verlässlichkeit und Stabilität. Es sei die wichtigste Aufgabe im Land, die Wirtschaft weiter voranzubringen, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Landesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften würden im Land eng zusammenarbeiten. „Die Sozialpartnerschaft ist auch eine Errungenschaft unserer Demokratie. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung, Staat und Wirtschaft, Arbeitgeber und Gewerkschaften. Wir suchen gemeinsam nach Lösungen und sind bereit zu Kompromissen. Wir teilen die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg ein wichtiger Baustein des Vertrauens in ein Land und eine Demokratie ist. Wir teilen auch die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg auf Dauer nur dann tragfähig ist, wenn er mit Arbeitsplatzsicherheit, gerechten Löhnen und sozialem Zusammenhalt verbunden ist. Damit ist Deutschland in mehr als 80 Jahren Nachkriegsgeschichte gut gefahren. Damit machen wir in Mecklenburg-Vorpommern seit 35 Jahren gute Erfahrungen. Das müssen wir uns gemeinsam bewahren“, erklärte die Ministerpräsidentin.

In den kommenden Jahren komme es vor allem darauf an, Investoren für das Land zu gewinnen, Wachstumsbranchen wie den Tourismus, die Gesundheitswirtschaft und die maritime Industrie zu stärken, die Infrastruktur weiter aus- und Bürokratie abzubauen. „Wir haben das gemeinsame Anliegen, unsere Wirtschaft voranzubringen und Arbeitsplätze zu sichern. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen.“

Schule an der Bleiche verteidigt Bundessieg bei „Jugend trainiert“

Beim Winterfinale des Schulsportwettbewerbs gewinnt die Schule aus Ludwigslust erneut im Para-Ski nordisch

Schonach – Vom 1. bis 5. März war die Schwarzwaldregion rund um Schonach erneut fest in der Hand des Schulsportnachwuchses. Beim Winterfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ haben sich die besten Schulteams Deutschlands in zahlreichen Wintersportarten gemessen. Ein Titel ging dabei auch in den hohen Norden nach Mecklenburg-Vorpommern: Die Schule an der Bleiche aus Ludwigslust ist erneut Bundessieger in der Disziplin Para-Ski nordisch im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung geworden.

Die Schülerinnen und Schüler aus Ludwigslust haben dabei in Schonach ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt und sechs weitere Schulen hinter sich gelassen. „Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern der Schule an der Bleiche herzlich zu diesem großartigen Erfolg. Die Titelverteidigung zeigt, mit wie viel Engagement und Teamgeist die Sportlerinnen und Sportler auch in diesem Jahr an den Start gegangen sind“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

In der Gemeinde in Baden-Württemberg gingen insgesamt 633 Sportlerinnen und Sportler aus 105 Schulteams an den Start. Das Winterfinale wurde in diesem Jahr bereits zum 50. Mal ausgetragen und feierte damit ein besonderes Jubiläum.

Vom 5. bis 9. Mai findet in Berlin das Frühjahrsfinale mit den Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Goalball, Handball, Volleyball sowie (Para)-Tischtennis und Rollstuhlbasketball statt. In einigen Sportarten stehen die MV-Mannschaften bereits fest, in anderen Sportarten werden dagegen in den kommenden Wochen noch die Landesfinales dazu ausgetragen. „Ich drücke allen Teams aus Mecklenburg-Vorpommern für die kommenden Landesfinales und das Bundesfinale in Berlin fest die Daumen“, so Bildungsministerin Oldenburg.

Ehrenamtskonferenz M-V

Drese auf Ehrenamtskonferenz MV: Politik kann Engagement nicht verordnen, aber ermöglichen

Güstrow – Sozialministerin Stefanie Drese hat sich am Donnerstag auf der Ehrenamtskonferenz MV 2026 für die gezielte Ansprache von Gruppen und Personen ausgesprochen, denen die Beteiligung am freiwilligen Engagement aufgrund von Schwellen und Hemmnissen schwerfällt.

„Hier liegt ein großes Potential für ehrenamtliches Engagement. Menschen, bei denen etwa Sprachbarrieren bestehen oder die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind oft motiviert sich einzubringen, brauchen aber den persönlichen Kontakt oder das leichte Auffinden von Informationen und Engagement-Möglichkeiten“, sagte Drese bei der von der Ehrenamtsstiftung des Landes organisierten Veranstaltung in Güstrow.

Der Zugang zum freiwilligen Engagement werde beispielsweise durch eine sensible Ansprache, Veranstaltungen, auf denen Engagierte und Interessierte sich begegnen, digitale Börsen, die leicht auffindbar und klar strukturiert sind oder sichtbare Zeichen an Gebäuden oder Institutionen, an denen Engagement stattfindet, erleichtert, sagte Drese.

Die Ende Januar dem Landtag erstmals vorgelegte Engagementstrategie der Landesregierung widme sich auch diesem Thema, so die Ministerin. „Wer interessiert ist, sich zu engagieren, sollte die passenden Informationen künftig leichter finden und im direkten Gespräch ermuntert werden, mitzumachen. Menschen engagieren sich, wenn sie sich angesprochen fühlen“, verdeutlichte Drese.

Die Engagementstrategie verstehe sich als in die Zukunft gerichtetes, verbindendes und das Vorhandene ergänzendes Instrument. „Unsere gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Stiftungen, der Wissenschaft sowie der Wirtschaft erarbeitete Strategie stärkt das freiwillige Engagement, macht vorhandene Ressourcen sichtbarer und bündelt sie“, betonte Drese.

„Wir gehen damit aktiv auf kooperierende Institutionen sowie Engagierte zu, um gemeinsam langfristig die Bedingungen für Engagierte und am Engagement Interessierte zu verbessern. „Mit Hilfe der verabredeten Maßnahmen möchte die Landesregierung zeigen, welches Potential für freiwilliges Engagement besteht und wie dieses in echtes Engagement verwandelt werden kann“, so die Ministerin.

Im Zentrum stünden dabei die Engagierten, ihre Bedarfe und auch das, was ihnen Schwierigkeiten bereitet, wie z.B. bürokratische Hürden, die Suche nach Fördergeldern oder die Wege zum Engagement.

Drese: „Freiwilliges Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Menschen möchten ihr Engagement wählen. Es muss für diese Wahl vielfältiger, sichtbarer, zugänglicher und besser unterstützt werden – in den Städten und auf dem Land, online und offline, kurz- oder langfristig. Politik kann Engagement nicht verordnen – aber sie kann es ermöglichen.“

Gesundheitsleistungen unter einem Dach

Neue Stadtambulanz Altentreptow als Modell für ländliche Versorgung

Altentreptow – Am heutigen Donnerstag nahm Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm an der offiziellen Eröffnung der neuen Stadtambulanz in Altentreptow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte teil. Das Gesundheitszentrum, dessen Aufbau durch Landesmittel und einer LEADER-Förderung mit gut 2,6 Millionen Euro gefördert wurde, vereint medizinische und therapeutische Leistungen mehrerer Fachrichtungen unter einem Dach.

„Gerade in ländlichen Regionen gewinnt eine wohnortnahe, gut erreichbare Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung“, unterstrich Grimm in ihrer Eröffnungsrede. So müssen insbesondere Patientinnen und Patienten fernab der Ballungszentren oftmals längere Wege auf sich nehmen, um medizinische Behandlungen bei verschiedenen Ärztinnen und Ärzten zu koordinieren und wahrzunehmen. „Das ist eine echte Herausforderung für chronisch Kranke, aber auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen“, weiß die Staatssekretärin.

Das Modell der Stadtambulanz soll hier durch eine stärkere Bündelung Abhilfe schaffen und zu einer zentralen Anlaufstelle der Region werden. „Egal ob für die haus- oder fachärztliche Betreuung, für die im Haus mitangesiedelte Apotheke oder für Angebote wie Physiotherapie und medizinische Fußpflege: Ein einzelner Weg führt zum Ziel“, erklärte sie. Zudem profitieren Patientinnen und Patienten von einer engen Zusammenarbeit der im Haus ansässigen Leistungserbringer und einer barrierefreien Architektur.

Darüber hinaus sei das Konzept auch für Medizinerinnen und Mediziner attraktiv, hob Grimm hervor: „Wer sich nicht vorstellen kann, allein eine Praxis auf dem Land zu gründen, findet hier Unterstützung und Gesellschaft. Und auch für Interessierte, die gerne interdisziplinär oder vielleicht lieber in Teilzeit arbeiten möchten, bietet das Gesundheitszentrum die passenden Strukturen.“

Grimm: „Aus meiner Sicht ist die Stadtambulanz daher ein wegweisendes Projekt nicht nur für Altentreptow und die Region, sondern prinzipiell auch ein Zukunftsmodell für ganz Mecklenburg-Vorpommern. Das Engagement der Initiatoren, Herrn Dr. Müller-Sundt und Herrn Friese, unterstützen wir als Land deshalb natürlich sehr gerne und ich freue mich schon sehr darauf zu sehen, wie das Angebot künftig angenommen wird.“

Newcastle-Krankheit: Backhaus mahnt zur Einhaltung der Impfvorgaben

Schwerin – Nachdem die Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND) im Februar 2026 erstmals wieder in Deutschland nachgewiesen wurde, verstärkt das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern seine Sicherheitsappelle. Angesichts aktueller Ausbrüche in Brandenburg und Bayern aber auch in anderen EU-Mitgliedstaaten und der hiermit verbundenen Seuchenbe­kämpfungs­maßnahmen warnt Minister Dr. Till Backhaus vor Nachlässigkeiten bei der Tiergesundheit:

„Wir haben in Deutschland für Hühner und Puten eine gesetz­liche Impfpflicht gegen ND. Das gilt für jeden Halter – vom großen Mastbetrieb bis zum Hobbyzüchter mit wenigen Tieren“, betont Dr. Backhaus.

„Ein wirksamer Schutz der Bestände kann jedoch nur bei der strikten Einhaltung der Impfpflicht unter Beachtung der Herstellerangaben zur Grundimmunisierung und den eventuell erforderlichen Auffrischungsimpfungen aufgebaut werden. Wer hier nachlässig agiert, gefährdet damit die Existenz ganzer Betriebe und riskiert ggf. seine Entschädigungsleistungen der Tierseuchenkasse.“

Die Newcastle-Krankheit ist hochansteckend. Typische Anzeichen sind ein drastischer Rückgang der Legeleistung, Atemnot, wässriger Durchfall oder auch zentralnervöse Störungen wie das Verdrehen des Kopfes.

„Wir haben eine harte Geflügelpest-Saison hinter uns, und nun bedroht eine weitere Seuche unsere Geflügelbestände. Mehr als 1,4 Mio. Tiere mussten bereits getötet wegen ND werden. Neben der korrekten Impfung ist die Einhaltung der Biosicherheits­maßnahmen daher oberste Pflicht“, so Backhaus.

Unklare Krankheitserscheinungen seien unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden.

Klimaverträglichkeitsgesetz kommt

Backhaus: „Falsche Behauptungen helfen weder Landwirtschaft noch Ausbildung“

Schwerin – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat die beim Bauerntag in Pasewalk geäußerte Kritik des Vizepräsidenten des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Marco Gemballa, entschieden zurückgewiesen. Backhaus stellte klar: Das geplante Klimaverträglichkeitsgesetz greift weder unverhältnismäßig in Eigentumsrechte ein noch richtet es sich gegen die Landwirtschaft. Gleichzeitig seien auch die Vorwürfe zur landwirtschaftlichen Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern in wesentlichen Punkten unzutreffend.

„Die Landesregierung steht fest an der Seite der Landwirtschaft. Wir sorgen für Planungssicherheit, unterstützen Betriebe bei der Transformation und investieren in Ausbildung und Nachwuchs. Wer jetzt den Eindruck erweckt, wir würden gegen die Landwirtschaft arbeiten, verdreht die Realität“, sagte Backhaus.

Klimaverträglichkeitsgesetz schafft Planungssicherheit

Backhaus widersprach ausdrücklich der Aussage, das geplante Klimaverträglichkeitsgesetz greife stark in Eigentum und landwirtschaftliche Praxis ein. „Das Gegenteil ist der Fall: Wir schaffen klare und verlässliche Rahmenbedingungen bis zum Jahr 2045. Genau diese Planungssicherheit wird von Wirtschaft und Landwirtschaft immer wieder eingefordert.“ Das Gesetz setze ausdrücklich auf Freiwilligkeit und langfristige Anpassung. „Bis 2045 ist das Prinzip der Freiwilligkeit fest verankert. Es geht nicht um Verbote, sondern darum, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Der Minister verwies darauf, dass entwässerte Moorböden aktuell die größte einzelne Quelle von Treibhausgasemissionen im Land darstellen. „Allein aus entwässerten Mooren stammen jährlich rund sechs Millionen Tonnen CO₂. Diese Realität können wir nicht ignorieren. Gleichzeitig bleibt die Landwirtschaft auch künftig ein zentraler Bestandteil unserer Wirtschaft und der Ernährungssicherheit.“

Backhaus betonte zudem die wirtschaftlichen Chancen einer frühzeitigen Anpassung. „CO₂ bekommt zunehmend einen Preis. Schon heute werden Preise zwischen 60 und 250 Euro pro Tonne diskutiert. Wer frühzeitig Emissionen reduziert, sichert damit langfristig auch seine wirtschaftliche Perspektive.“ Das Land unterstütze Betriebe bereits aktiv bei der Transformation. „Mit der Moor- und Landnutzungsstrategie, Beratungsangeboten, Förderprogrammen und Instrumenten wie MoorFutures schaffen wir konkrete Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe.“

Kritik an Ausbildung „entbehrt jeder Grundlage“

Auch die Kritik Gemballas am Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) wies Backhaus deutlich zurück. „Die Behauptung, das Landesamt wolle künftig keine Freisprechungen für Absolventinnen und Absolventen der landwirtschaftlichen Ausbildung mehr ausrichten, ist schlicht falsch.“

Das Land habe den Bauernverband lediglich gebeten, sich künftig an der Organisation dieser Veranstaltungen zu beteiligen – so wie es in anderen Berufsbereichen seit Jahren üblich sei. „Die Durchführung der Veranstaltungen stand zu keinem Zeitpunkt infrage. Dass daraus nun eine angebliche Absage konstruiert wird, ist nicht nachvollziehbar.“

Auch die Kritik an der dualen Ausbildung sei einseitig. „Zunächst ist zwischen theoretischer und betrieblicher Berufsausbildung zu unterscheiden. Land und Berufsstand sind hier also gleichermaßen in der Pflicht. Um Abbrecherquoten zu reduzieren, müssen wir daher gemeinsam nach Lösungen  suchen, statt einseitig Verantwortung abzuschieben.“ Backhaus betonte, dass viele Ausbildungsbetriebe hervorragende Arbeit leisten. „In den meisten Betrieben funktioniert die Ausbildung sehr gut. Deshalb teile ich das düstere Bild, das hier gezeichnet wird, ausdrücklich nicht.“

Klimaschutz bleibt gemeinsame Aufgabe

Abschließend rief Backhaus zu einer sachlichen Debatte auf. „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Klimaverträglichkeitsgesetz richtet sich nicht gegen die Landwirtschaft, sondern schafft die Grundlage dafür, dass Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft auch in Zukunft erfolgreich zusammenarbeiten können.“

Niels-Stensen-Schule in Schwerin bekommt eine Sporthalle

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute einen Zuwendungsbescheid über 4,2 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln an die Landeshauptstadt Schwerin und die katholische Bernostiftung für den Neubau einer Zweifeldsporthalle übergeben. Insgesamt soll der Bau der barrierefrei erreichbaren Halle, die auch Vereinen zur Nutzung angeboten werden soll, rund 7,8 Millionen Euro kosten.

„Sport verbindet – das wissen wir alle. Er bringt Menschen zusammen, stärkt Teamgeist und schafft Erfolge, die man nur gemeinsam erreicht. Und gerade für junge Menschen ist Sport so wichtig. Er hält fit, schafft Selbstvertrauen und lehrt uns Fairness und Zusammenhalt“, erklärte die Ministerpräsidentin. Deshalb sei es gut, dass die Zeiten, in denen die Schülerinnen und Schüler der Niels-Stensen-Schule weite Wege durch die Stadt zum Sportunterricht zurücklegen müssen, bald vorbei sind. „Eure neue Sporthalle wird ein echtes Aushängeschild – mitten in der Feldstadt, hell, freundlich und ganz aus Holz gebaut. Im Erdgeschoss ist sie vollständig barrierefrei, damit wirklich alle mitmachen können. Dank eines teilbaren Spielfelds könnt ihr hier Basketball, Volleyball, Badminton, Tanz, Turnen oder viele andere Sportarten treiben – das sind doch beste Voraussetzungen für einen tollen Sportunterricht“, sagte Schwesig an die Schülerinnen und Schüler der Niels-Stensen-Schule gewandt.

„Wir freuen uns, dass die Realisierung des Sporthallenneubaus kraftvoll voranschreitet, so dass wir den Bauabschluss und die Inbetriebnahme zu Beginn des Schuljahres 2027/28 anstreben können. Wir ergänzen damit als Erzbistum Hamburg und als Bernostiftung nicht nur die dringend benötigte Sportinfrastruktur für die Niels-Stensen-Schule, sondern wir leisten auch einen Beitrag zur Sportinfrastruktur der Stadt Schwerin: Wir öffnen die Halle auch für die Nutzung durch Sportvereine. Dieser Beitrag zur Stadtentwicklung und in die Zivilgesellschaft hinein ist uns wichtig“, erklärte der Stiftungsdirektor der Bernostiftung und Schulabteilungsleiter des Erzbistums Hamburg Dr. Christopher Haep.

Die Ministerpräsidentin betonte in ihrer Rede außerdem, dass die Landesregierung im letzten Jahr die Modernisierung der Schulen im Land vorangebracht hat. „Wir befinden uns mitten in der Umsetzung des 400-Millionen-Euro Schulbauprogramms. Seit 2016 sind über 550 Schulbauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro bewilligt worden. Und es geht weiter. Die Landesregierung, die Kommunen, die Wirtschaft und Gewerkschaften haben sich darauf verständigt, dass wir auch beim Sondervermögen Infrastruktur einen Schwerpunkt beim Neubau und der Modernisierung von Schulen setzen. Denn wir wollen, dass unsere Kinder bei uns in Mecklenburg-Vorpommern beste Lernbedingungen vorfinden und gute Chancen von Anfang an haben.“

Klimaanpassungsstrategie: M-V startet Öffentlichkeitsbeteiligung

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern startet die Öffentlichkeitsbeteiligung zur landeseigenen Klimaanpassungsstrategie. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Verbände und Fachleute ihre Hinweise und Anregungen einbringen. Ziel ist es, Mecklenburg-Vorpommern frühzeitig und systematisch auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und das Land widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit, Starkregen und steigende Meeresspiegel zu machen.

„Der Klimawandel ist längst Realität – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb handeln wir frühzeitig und entwickeln eine umfassende Strategie, um unser Land besser auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Gleichzeitig setzen wir bewusst auf die Beteiligung der Öffentlichkeit. Klimaanpassung gelingt nur gemeinsam“, sagte Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Die Klimaanpassungsstrategie wird vom Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit anderen Ressorts und Fachbehörden erarbeitet. Sie soll dazu beitragen, Menschen, Infrastruktur, Wirtschaft und Natur besser vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.

Der Handlungsbedarf ist deutlich: Mecklenburg-Vorpommern erwärmt sich schneller als im weltweiten Durchschnitt. Seit Beginn regelmäßiger und flächendeckender Aufzeichnungen im Jahr 1881 ist die mittlere Temperatur im Land bereits um 2,5 Grad Celsius gestiegen.

Die Folgen sind bereits spürbar. So hat die Zahl der Sommer- und heißen Tage mit mindestens 25 beziehungsweise 30 Grad Celsius deutlich zugenommen. Gegenüber den 1950er Jahren werden Tage mit mindestens 30 Grad Celsius heute mehr als dreimal so häufig gezählt. Gleichzeitig verlängert sich die Vegetationsperiode, während sich die Niederschlagsverteilung verändert.

Für die Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns sind darüber hinaus Meeresspiegelanstieg und Veränderungen im Sturmflutgeschehen von besonderer Bedeutung. Der beobachtete Meeresspiegelanstieg an der deutschen Ostseeküste liegt im Bereich von mehreren Millimetern pro Jahr. Daraus ergeben sich steigende Anforderungen an den Küstenschutz, die Raumplanung sowie den Schutz sensibler Ökosysteme.

Klimaprojektionen für Nordostdeutschland zeigen, dass sich diese Entwicklungen in Zukunft weiter verstärken werden. Zu erwarten sind häufigere Hitzeperioden, längere Trockenphasen im Sommer sowie intensivere Starkregenereignisse.

Vor diesem Hintergrund entwickelt die Landesregierung eine landeseigene Klimaanpassungsstrategie mit folgenden zentralen Zielen:

  1. Schäden an Natur und Infrastruktur zu vermeiden
  2. Menschenleben zu schützen
  3. wirtschaftliche Stabilität zu sichern
  4. Lebensqualität zu erhalten
  5. die Handlungsfähigkeit der Kommunen zu stärken
  6. Zukunftsfähigkeit zu sichern
  7. den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken

Insgesamt umfasst die Strategie 20 Handlungsfelder mit über hundert konkreten Anpassungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Bauwesen, Energie, Gesundheitssystem, Stadt- und Raumentwicklung, Verkehr, Biodiversität und Naturschutz, Boden, Landwirtschaft, Moor, Wald und Forstwirtschaft, Bevölkerungsschutz, Bildung und Forschung, Fischerei, Küstenschutz, Wasserhaushalt und Wasserwirtschaft, Finanzwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie Tourismus.

Eine Besonderheit der Strategie ist das zusätzliche Handlungsfeld Moor. Die Wiedervernässung von Mooren ist in Mecklenburg-Vorpommern ein zentraler Baustein für Klimaanpassung und Klimaschutz und wird deshalb besonders berücksichtigt.

Die Inhalte der Strategie wurden über einen Zeitraum von rund einem Jahr ressort- und behördenübergreifend erarbeitet. Mit der Erstellung erfüllt das Land gesetzliche Vorgaben des Bundes-Klimaanpassungsgesetzes (§ 10) sowie landesrechtliche Anforderungen aus dem geplanten Klimaverträglichkeitsgesetz.

Im Rahmen der Online-Beteiligung können Interessierte den Referentenentwurf der Strategie einsehen und zu den einzelnen Handlungsfeldern Stellung nehmen.

Eine Beteiligung ist bis zum 30. März 2026 möglich unter:
https://survey.lamapoll.de/Oeffentlichkeitsbeteiligung_zur_Klimaanpassungsstrategie