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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Schwesig: Wirtschaft und Arbeitsplätze stehen an erster Stelle

Schwerin – Beim Sommerschnack der Vereinigung der Unternehmensverbände hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betont, dass die Themen Wirtschaft und Arbeit im Mittelpunkt der Arbeit der Landesregierung stehen.

„Als Landesregierung ist es unsere wichtigste Aufgabe, die Wirtschaftskraft des Landes zu stärken. Denn das ist eine Voraussetzung, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Und es ist uns in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam gelungen, in den letzten Wochen gleich drei Milliardenaufträge ins Land zu holen. In Dummerstorf wird ein neues Rechenzentrum gebaut.

Das bedeutet eine große Ansiedlung, Bauaufträge, Arbeitsplätze und mehr Unabhängigkeit bei der Cybersicherheit. Die Neptun-Werft hat einen Milliardenauftrag für den Bau einer großen Konverterplattform an Land gezogen. Das bedeutet 1.000 Arbeitsplätze auf der Werft und bei Zulieferern. Und in Wismar will tkms U-Boote für die Marine und Kanada bauen. Aktuell entsteht dort auch das neue deutsche Forschungsschiff“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung arbeite eng mit Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen. So sei beispielsweise der MV-Plan entstanden, mit dem das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird. „Das sind insgesamt fast zwei Milliarden Euro für Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mittel investieren wir beispielsweise in die Modernisierung von Schulen, in moderne Verkehrswege und in unsere Krankenhäuser“, sagte die Ministerpräsidentin.

Gerade für die Wirtschaft sei es wichtig, dass Mecklenburg-Vorpommern auf einem soliden Kurs bleibt. „Ich bin davon überzeugt: Mecklenburg-Vorpommern braucht auch in Zukunft Verlässlichkeit und Stabilität. Wir müssen ein weltoffenes Land bleiben, um weiter an Wirtschaftskraft zu gewinnen. Und wir sollten auch in Zukunft auf gemeinsame Entscheidungen und ein starkes Miteinander setzen.“

Auf Meistertour

Dr. Blank: „Unser Handwerk steht für Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung“

Greifswald – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat am gestrigen Montag gemeinsam mit Vertretern der Hand­werkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern drei Handwerks­unternehmen in Vorpommern besucht. Stationen waren die HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH in Wusterhusen, die Nordic Design Tischlerei GmbH in Hohendorf bei Wolgast sowie der Yachtausrüster Wendel & Rados GmbH & Co. KG in Greifswald.

„Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und steht für Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung. Gerade im ländlichen Raum sind die Betriebe Stabilitätsanker und Chancengeber. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und prägen das gesellschaftliche Leben vor Ort. Die Unter­nehmen, die wir heute besuchen, zeigen, wie modern und innovativ das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpom­mern waren Ende 2025 insgesamt 12.096 Betriebe registriert. Rund 85.000 Menschen sind im Handwerk beschäftigt. Bei den Betriebsbesuchen ging es unter anderem um Fachkräfte­gewinnung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Wissen­stransfer, Energiekosten sowie die bürokratische Belastung der Unternehmen.

Dr. Blank: „Mecklenburg-Vorpommern hat sich erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte eingesetzt. Davon profitieren heute auch unsere Handwerksbetriebe. Jetzt muss der Bund den nächsten Schritt gehen. Die Energiekosten sind für viele Betriebe noch immer eine große Belastung.“ 

Bei der Nachwuchsgewinnung gibt es positive Signale: Bis Ende Juli wurden landesweit 1.425 neue Ausbildungsverträge im Handwerk geschlossen. Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern lag die Zahl rund sieben Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Das ist eine tolle Entwicklung. Das Handwerk bietet beste berufliche Perspektiven und spannende Zukunftschancen. Wir wollen dazu beitragen, dass noch mehr junge Menschen diese Chancen kennenlernen“, sagte Blank.

Dazu unterstützt das Land freiwillige Schülerpraktika im Hand­werk mit 120 Euro pro Praktikumswoche für maximal drei Wochen im Jahr. „Ein Praktikum ist der beste Weg, einen Beruf wirklich kennenzulernen. Deshalb unterstützen wir junge Menschen dabei, Handwerk praktisch auszuprobieren – und die Betriebe dabei, ihren Nachwuchs von morgen zu gewin­nen“, so Blank.

Land fördert neue Bäckerei

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken die regionale Wirtschaft“

Wolgast – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Wolgast einen Zuwendungsbescheid über rund 273.000 Euro für die BÄCKPOMM GmbH übergeben. Das Unternehmen errichtet in der Leeranzer Straße eine neue Betriebsstätte. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Mit dieser Investition entsteht in Wolgast eine moderne Produktionsstätte, die zusätzliches Wachstum ermöglicht und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung weiter stärkt. Besonders freut mich, dass hier vor Ort neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das zeigt: gezielte Investitionen in leistungsfähige Unternehmen sind Investitionen in die Entwicklung und Zukunft unserer Regionen“, so Minister Dr. Blank.

Die BÄCKPOMM GmbH ist aus der Bäckerei der Familienferienstätte Casa Familia in Zinnowitz hervorgegangen. Die Bäckerei beliefert inzwischen neben den Gästen von Ferienstätten auch regionale Verbrauchermärkte, Hotels und weitere Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und über die Landesgrenzen hinaus. Mit der neuen Betriebsstätte sollen die Produktionskapazitäten erweitert und die Voraussetzungen für eine nachhaltige und effizientere Fertigung geschaffen werden. Geplant sind unter anderem der Erwerb und Umbau des Gebäudes, die Ausstattung mit moderner Produktions- und Kühltechnik sowie die Installation einer Photovoltaikanlage zur eigenen Energieversorgung. Zudem sollen neue Vertriebswege und Märkte erschlossen werden.

„Die Entwicklung von modernen und engagierten Unternehmen wie BÄCKPOMM zeigt, welches Potential in regionalen Produkten und handwerklicher Qualität steckt. Mit der Investition werden bestehende Strukturen weiterentwickelt, neue Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Dabei werden wir als Land auch in Zukunft tatkräftig unterstützen“, betonte Minister Dr. Blank.

Neben Investitionen in die regionale Wirtschaftsstruktur unterstützt das Land gemeinsam mit den Handwerkskammern die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen. 150 Euro pro Woche erhalten Schülerinnen und Schüler für freiwillige Schülerpraktika im Handwerk. „Allein in diesem Jahr haben konnten mehr als 320 Schülerinnen und Schüler von dem Programm profitieren und dabei praktische Einblicke in den Alltag von rund 300 regionalen Handwerksbetrieben erhalten. Das zeigt: die Handwerksprämie wirkt und eröffnet jungen Menschen neue berufliche Perspektiven“, so Minister Dr. Blank. So konnten laut Angabe der Kammern zum Start des neuen Ausbildungsjahres rund 1.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen werden – ein Plus von 11,2 Prozent.

35 Jahre HTG Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH

Ines Jesse: „Mit leistungsfähigen, regionalen Unternehmen stärken wir die Infrastruktur in unserem Land“

Schwerin – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute beim Empfang zum 35-jährigen Bestehen des Ingenieurbüros HTG in Schwe­rin die Bedeutung des Unternehmens für die Infrastruktur­entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. HTG wurde 1991 in Bad Kleinen gegründet und beschäftigt heute mehr als 100 Mitarbeitende an den Standorten Schwerin, Wismar, Greifswald, Magdeburg,  Berlin, und Leipzig.

„Ob Schiene, Straße, ÖPNV oder Hochbau: Seit 35 Jahren bringt HTG wichtige Infrastrukturprojekte in Mecklenburg-Vor­pommern voran. Mit großer Erfahrung und umfassendem know-how ist sie ein verlässlicher Partner für unser Land und die Kommunen. Dafür danke ich dem gesamten Team“, so Staatssekretärin Jesse.

HTG war in den vergangenen Jahren mit der Planung zahl­reicher bedeutender Projekte Mecklenburg-Vorpommern betraut, unter anderem mit der Verlängerung der Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde bis in den Stadthafen, dem Neubau der Eisenbahnbrücke Poeler Straße in Wismar, der Straßen­unterführung am Bahnhof in Greifswald und in der Wallstraße in Schwerin sowie dem Neubau der Eisenbahnwerkstatt in Putbus.  Zudem entwickelte HTG einen Bahnsteig aus Glas­faserkunststoff in Graal-Müritz West, der mit Landesmitteln realisiert wurde.

„Auch in Zukunft wird es in Mecklenburg-Vorpommern viel zu tun geben. Allein mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes werden Land und Kommunen in den kommenden Jahren rund 1,92 Milliarden Euro investieren. Davon profitieren die Menschen und Unternehmen in unserem Land ganz konkret“ betonte Staatssekretärin Jesse. „Gleich­zeitig investieren wir konsequent weiter in unseren Verkehrs­bereich – in moderne Bahnhöfe, leistungsfähige Schienen­wege sowie sichere Straßen und Brücken. Allein in diesem Jahr stehen rund 263 Millionen Euro für die Planung und den Bau von Bundes- und Landesstraßen und Radwegen zur Ver­fügung. Dafür brauchen wir starke Partner aus der Region – wie die HTG.“

Schwesig: Ansiedlung von EKATO stärkt den Wirtschaftsstandort Stralsund

Stralsund – In Stralsund ist heute die neue Produktionsstätte der Firma Ekato Nord GmbH im maritimen Industrie- und Gewerbepark auf dem Gelände der früheren Volkswerft eröffnet worden. Dort soll künftig vorrangig die Montage von Großrührwerken zum weltweiten Export erfolgen. Großrührwerke werden beispielsweise in der Pharmazie, der Biotechnologie, der Lebensmitteltechnologie, in der Kosmetikindustrie und bei der Herstellung von Biokraftstoffen benötigt.

„Der maritime Industrie- und Gewerbepark Volkswerft in Stralsund überzeugt durch sehr gute Anschlussmöglichkeiten zu Land und Wasser. Hier sind Unternehmen wie Ostseestaal oder die Fassmer-Gruppe ansässig. Ich freue mich sehr, dass mit EKATO ein neuer starker Partner dazustößt“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Besuch in Stralsund.

„Ich freue mich, dass unsere Standortvorteile Sie überzeugt haben. Ausschlaggebend für die Ansiedlung war vor allem die Infrastruktur. Der Standort bietet viel Platz. Hier können LKWs einfach beladen werden, Transporte per Bahn sind möglich und der Seeweg kann für den Transport der Großrührwerke genutzt werden“, sagte Schwesig. EKATO habe fast 10 Millionen Euro in sein neues Werk investiert. Das Land habe die Ansiedlung mit 1,3 Millionen Euro unterstützt.

„Mit der Ansiedlung von EKATO setzt Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Standortoffensive seine erfolgreiche Strategie zur Ansiedlung wachstumsstarker mittelständischer Betriebe fort. Denn genau solche mittelständischen Unternehmen prägen unsere Wirtschaft und unser Land“, stellte die Ministerpräsidentin fest.

Modellregion bringt erneuerbare Energie und Wirtschaft zusammen

Ines Jesse: „Mit einer klugen Nutzung der erneuerbaren Energien schaffen wir nachhaltige Wertschöpfung in der Tollense-Region“

Tützpatz – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Tützpatz gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen und Unternehmen den aktuellen Stand der Modellregion Tollense vorgestellt. Ziel der Modellregion ist es, die Poten­tiale der erneuerbaren Energien stärker für die wirtschaftliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung zu nutzen. Grund­lage ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess von Land, Kommunen, Landkreisen und Unternehmen.

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss sich vor Ort auszahlen. Hier wollen wir vom Wort zum Handeln kommen und die Erzeugung, Speicherung und Nutzung der erneuer­baren Energien gezielt mit der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort verbinden. Wir wollen für energieintensive Unter­nehmen attraktive Rahmenbedingungen anbieten“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Die Tollense-Region verfügt über hohe Potentiale bei Wind- und Solarenergie sowie über eine wachsende Energiein­frastruktur. Umspannwerke, Speicher sowie Gas- und Was­serstoffpipelines sollen stärker mit neuen wirtschaftlichen Nutzungen verknüpft werden. Somit können beispielsweise erneuerbare Energien direkt in Gewerbegebieten oder von energieintensiven Unternehmen vor Ort genutzt werden. Gleichzeitig kann deren Abwärme für weitere Betriebe oder kommunale Wärmenetzte eingesetzt werden.

„Die Modellregion ist aus dem Engagement der Menschen und Unternehmen vor Ort entstanden. Kommunen, Unter­nehmen, Netzbetreiber und das Land bringen sich aktiv ein, entwickeln gemeinsam konkrete Lösungen und nutzen die vorhandenen Potentiale der Erneuerbaren. So bringen wir die Region gemeinsam weiter voran“, so Staatssekretärin Jesse.

Dabei werden auch bestehende Herausforderungen gemein­sam angegangen. Dazu gehören insbesondere die Verfüg­barkeit leistungsstarker Stromanschlüsse, die Erschließung von grünen Gewerbegebieten und beschleunigte Planungs­verfahren. Die Regionalen Planungsverbände Mecklen­burgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sollen die planerischen Voraussetzungen landkreisübergreifend unter­stützen.

Zum Auftakt der Modellregion hatten sich am 20. April 2026 auf Initiative von Altentreptows Bürgermeisterin Claudia Ellgoth regionale Unternehmen und das Wirtschaftsminis­terium erstmals in größerer Runde zusammengefunden. Seit­dem haben sich weitere Akteure angeschlossen. Mit der gemeinsamen Erklärung zur Modellregion Tollense bekräf­tigen die Beteiligten heute ihren Willen, die Entwicklung der Region gemeinsam weiter voranzutreiben.

„Die Modellregion Tollense ist kein Projekt, das von oben verordnet wird. Sie lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Es ist die erste Modellregion dieser Art und ein Meilen­stein für Mecklenburg-Vorpommern. Wenn es uns gelingt, erneuerbare Energien, Infrastruktur und unternehmerische Ansiedlungen klug miteinander zu verknüpfen, können daraus neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung entstehen. Auf diese Weise zeigt die Tollense-Region, wie die ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns zu Motoren für Inno­vation und wirtschaftliche Entwicklung werden können“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Großgewerbestandort für den Verkehr freigegeben

Hornstorf – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Hornstorf, der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburg das Großgewerbe- und Industriegebiet Wismar-Hornstorf für den Verkehr freigegeben. Das Land unterstützt die Erschließung des Hornstorfer Teils mit mehr als 32,3 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Mit den Mitteln wurden unter anderem Erschließungsstraßen sowie Geh- und Radwege, Anlagen für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser, Strom- und Gasversorgung, Breitbandinfrastruktur und Straßenbeleuchtung geschaffen. Die Gesamtausgaben für die Erschließung des Hornstorfer Teils belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro.

„Heute geben wir nicht einfach nur neue Straßen für den Verkehr frei. Wir geben einen Standort für seine eigentliche Aufgabe frei: Unternehmen Raum für Investitionen, Produktion und neue Arbeitsplätze zu bieten. Aus einer Fläche auf dem Plan ist ein real nutzbarer Wirtschaftsstandort geworden. Jetzt geht es darum, weitere Unternehmen für diesen Standort zu gewinnen, die investieren, Wertschöpfung schaffen und gute Arbeitsplätze in die Region bringen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Der Standort verfügt mit der unmittelbaren Lage am Autobahnkreuz von A 14 und A 20, der Nähe zum Seehafen Wismar und zum Hochschulstandort über wichtige Voraussetzungen für größere Industrie- und Gewerbeansiedlungen. Der erste Spatenstich für die Erschließung erfolgte im September 2021.

Im Hornstorfer Projektgebiet stehen rund 45,5 Hektar Baugebietsfläche zur Verfügung, davon 15,1 Hektar als Industrie- und 30,4 Hektar als Gewerbegebiet. Rund 24 Hektar sind bereits verkauft oder reserviert. Auf einer ersten Fläche haben Ende Juli konkrete Bauarbeiten für eine Unternehmensansiedlung begonnen. Weitere Ansiedlungsanfragen liegen vor.

„Das Interesse zeigt, dass der Standort am Markt wahrgenommen wird. Wir wollen insbesondere industrielle und produzierende Unternehmen gewinnen, die hohe Wertschöpfung schaffen, gute Beschäftigung bieten und die besonderen Potenziale dieses Standortes nutzen – allen voran die Nähe zum Seehafen Wismar“, so Blank.

Die Gemeinde Hornstorf, die Hansestadt Wismar und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg bauen derzeit eine gemeinsame Vermarktung des Standortes auf. Ein gemeinsamer Internetauftritt soll spätestens im Oktober online gehen. Im September startet zudem die Arbeit an einem gemeinsamen Vertriebs- und Marketingkonzept. Das Land und Invest in MV wollen die Partner bei der nationalen und internationalen Investorenansprache unterstützen.

Arbeitsmarkt im August 2026 – Kaum Dynamik in der Sommerpause

Nürnberg – „Auch im August zeigt sich am Arbeitsmarkt jenseits des saisonüblichen Musters wenig Dynamik. Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im August: +54.000 auf 3.061.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +36.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Im Zuge der noch anhaltenden Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit im August 2026 um 54.000 auf 3.061.000 gestiegen. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 4.000 höher. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Verglichen mit dem August des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 36.000 höher; die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Juli auf 4,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im August gegenüber dem Vormonat um 3.000 gesunken. Mit 3.674.000 war sie um 33.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. August für 14.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juni 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 140.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 8.000 mehr als im Vormonat und rund 55.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 14.000 verringert. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 226.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Mai auf Juni 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 1.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,81 Millionen Beschäftigten um 73.000 niedriger. 7,62 Millionen Personen hatten im Juni 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 56.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,08 Millionen ausschließlich und 3,53 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im August waren 656.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im August 2026 unverändert bei 103 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 4 Punkte höher aus.

1.133.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im August 2026 Arbeitslosengeld, 109.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten belief sich hochgerechnet im August auf 3.754.000. Gegenüber August 2025 war dies ein Rückgang um 116.000 Personen. 6,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 433.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 4.000 mehr als im Vorjahresmonat. 156.000 haben bis August mitgeteilt, dass ihre Ausbildungssuche erfolgreich war, 11.000 weniger als vor einem Jahr. 102.000 haben bisher weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist insgesamt 451.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Das waren 32.000 weniger als im August 2025. 116.000 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. Bis zum Ende des Berichtsjahres am 30. September ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Vor allem die Zahlen der unbesetzten Ausbildungsstellen und der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber werden sich noch deutlich verringern.