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Kategorie: Arbeitsmarkt / Wirtschaft / StartUp / Gründung

Arbeitsmarkt im September 2026 – Herbstbelebung beginnt ohne Schwung

Nürnberg – „Im September beginnt am Arbeitsmarkt die Herbstbelebung. Der Auftakt fällt allerdings schwunglos aus. Die wirtschaftliche Verbesserung kommt auf dem Arbeitsmarkt derzeit noch nicht an“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im September: -67.000 auf 2.994.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +40.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent

Mit der beginnenden – aber schwunglosen – Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im September 2026 um 67.000 auf 2.994.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat jedoch um 12.000 gestiegen. Verglichen mit dem September des letzten Jahres liegt sie um 40.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im August auf 4,3 Prozent. Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im September gegenüber dem Vormonat um 7.000 gesunken. Mit 3.615.000 war sie um 25.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. September für 18.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juli 2026 zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten wurde in diesem Monat für 118.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 13.000 weniger als im Vormonat und rund 69.000 weniger als vor einem Jahr. Im längerfristigen Vergleich ist der aktuelle Wert aber weiterhin etwas erhöht.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 29.000 verringert. Mit 45,58 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 236.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Juni auf Juli 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 12.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,68 Millionen Beschäftigten um 84.000 niedriger. 7,61 Millionen Personen hatten im Juli 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 50.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,09 Millionen ausschließlich und 3,52 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im September waren 660.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 30.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im September 2026 um 1 Punkt auf 104 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 6 Punkte höher aus.

1.082.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im September 2026 Arbeitslosengeld, 85.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten belief sich hochgerechnet im September auf 3.704.000. Gegenüber September 2025 war dies ein Rückgang um 145.000 Personen. 6,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Startup Factory MV: Land fördert Innovations- und Gründungsplattform

Dr. Wolfgang Blank: „Die Startup Factory MV soll landesweit Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unternehmen unterstützen“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolf­gang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro übergeben. Mit der Förderung unterstützt das Land den Aufbau und Betrieb der Startup Factory Mecklenburg-Vorpommern.

„Mecklenburg-Vorpommern hat starke Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen. Wir wollen noch besser darin werden, aus guten Ideen erfolg­reiche Unternehmen und neue, gut bezahlte Arbeitsplätze zu machen. Die Startup Factory bringt dafür Wissenschaft, Wirt­schaft und Kapital zusammen und unterstützt Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unter­nehmen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Die Startup Factory soll als landesweite Innovations- und Gründungsplattform insbesondere wissenschaftsbasierte und technologieorientierte Gründungen unterstützen. Vorgesehen sind Programme von der Ideengenerierung und Unter­nehmensgründung bis hin zu Wachstum und Internationa­lisierung. Schwerpunkte liegen in den Bereichen GreenTech, Blue Economy, Life Sciences, Engineering und Digitalisierung.

„Wir wollen noch mehr innovative Gründungen in Mecklen­burg-Vorpommern und bessere Bedingungen dafür schaffen, dass junge Unternehmen hier wachsen können. Dazu gehö­ren starke Netzwerke, Zugang zu Kapital und eine professio­nelle Begleitung. Genau hier setzt die Startup Factory an“, so Blank.

Die Förderung umfasst unter anderem Personalausgaben für die Betreuung von Start-ups, Programme zur Gründungs­förderung sowie Netzwerk- und Innovationsaktivitäten. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beträgt rund 9 Millionen Euro. Das Land fördert das Vorhaben mit 50 Prozent bezie­hungsweise rund 4,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ (GRW). Der Eigen-Anteil an der Startup Factory in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro wird von der Mittelstän­dischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sowie von den Beteiligungsgesellschaften der Ostsee Spar­kasse Rostock und der Sparkasse Vorpommern finanziert.

Auftrag an Peene-Werft für Flottendienstboot

Schwesig: Viertes Flottendienstboot ist wichtige Nachricht für Peene-Werft

Wolgast – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein viertes Flottendienstboot der Klasse 424 auf der Peene-Werft bauen lassen will.

„Das ist eine sehr wichtige Nachricht für den Standort. Es ist uns wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Peene-Werft eine gute Zukunft hat. Ich bedanke mich für die Unterstützung der Bundesregierung und werbe bei allen Abgeordneten im Haushaltsausschuss des Bundestages, dass dieser Vorschlag die notwendige Zustimmung findet“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Zur heutigen Kiellegung des dritten Flottendienstbootes sagte Schwesig in ihrer Rede in Wolgast: „Ich freue mich sehr, zum zehnten Mal auf dieser Werft zu sein. Die Peene-Werft hat zwei wichtige Aufgaben in unserem Land. Wir sind sehr stolz, dass die Peenewerkerinnen und Peenewerker dafür sorgen, dass unsere Bundeswehr modern ausgerüstet wird. Und die Werft sichert und schafft Arbeitsplätze im Landesteil Vorpommern. Auf die Werft, auf die Geschäftsführung, auf den Betriebsrat und alle, die hier arbeiten, ist Verlass. Ich wünsche viel Erfolg bei der Fertigstellung des Flottendienstbootes.“

Handwerk: zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes

Nürnberg – Zum Tag des Handwerks am 19. September 2026 zeichnen die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit ein differenziertes Bild: Das Handwerk bleibt mit knapp 3,4 Millionen Beschäftigten ein zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes. Gleichzeitig sinkt die Beschäftigung, die Demografie verstärkt den Fachkräftebedarf und die Nachwuchsgewinnung bleibt herausfordernd. Die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften gelingt zunehmend durch Zuwanderung.

In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Handwerk um vier Prozent. Insgesamt ist sie hingegen um fünf Prozent gestiegen. Im Juni 2025 waren bundesweit 3,36 Millionen Menschen in einem Handwerksberuf beschäftigt, ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund 718.000 Beschäftigte im Handwerk sind zwischen 55 und unter 65 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen.

Zwar ist der Anteil junger Beschäftigter im Handwerk mit 17 Prozent deutlich höher als im Durchschnitt insgesamt (neun Prozent) und die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge im Handwerk ist in den letzten drei Jahren leicht gestiegen. Dennoch reicht der Nachwuchs nicht aus, um die altersbedingten Abgänge auszugleichen.

Stellenangebot sinkt, Besetzungsprobleme bleiben hoch

Im Zuge der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche hat auch die Nachfrage nach Arbeitskräften im Handwerk nachgelassen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 123.000 offene Stellen für Handwerksberufe gemeldet, sechs Prozent weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig dauert es immer länger, bis Stellen im Handwerk besetzt werden können. Offene Stellen waren durchschnittlich 242 Tage vakant und damit deutlich länger als im Durchschnitt aller Berufe, da sind es 167 Tage. Dies zeigt, dass passende Fachkräfte weiterhin schwer zu finden sind. Knapp die Hälfte aller bundesweiten Engpassberufe auf Fachkraftebene entfällt auf Handwerksberufe – insbesondere in Bau- und Ausbauberufen, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Elektro- und Mechatronikberufen.

Zuwanderung wird zur tragenden Säule der Fachkräftesicherung

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gelingt zunehmend durch Beschäftigte aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr arbeiteten 576.000 Ausländerinnen und Ausländer sozialversicherungspflichtig in Handwerksberufen. Ihr Anteil liegt mit 17 Prozent inzwischen so hoch wie bei der Beschäftigung insgesamt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich dieser Anteil nahezu verdoppelt.

Die Rolle von Beschäftigten aus Drittstaaten nimmt zu. Im Juni 2025 waren 296.000 Beschäftigte mit einer Staatsangehörigkeit aus nicht europäischen Ländern im Handwerk tätig. Während die Zahl deutscher Beschäftigter in Handwerksberufen seit Jahren rückläufig ist, wurden zuletzt ausschließlich bei Drittstaatsangehörigen steigende Beschäftigungszahlen verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl um 24.000 Personen. Mehr als die Hälfte dieses Beschäftigungsaufbaus entfiel auf Menschen aus der Ukraine sowie aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern.

Die Arbeitgeberservices der Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen und beraten Betriebe bei der Suche nach geeignetem Personal. Sie helfen auch bei Fragen rund um Qualifizierung und Weiterbildung bis hin zum Nachholen eines Berufsabschlusses. Kontakt zum Arbeitgeberservice vor Ort erhalten Betriebe über die kostenlose Rufnummer: 0800 4 55 55 20 oder im Netz https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-service

In den offiziellen Arbeitsmarktstatistiken gibt es keine Zuordnung eines Berufs oder einer Firma zum Handwerk. Um trotzdem Aussagen machen zu können, hat die Statistik der Bundesagentur für Arbeit ein Aggregat von „typischen“ Handwerksberufen gebildet – das sind Berufe, die eindeutig dem Handwerk zugeordnet werden können. Es gibt aber auch viele Berufe, die sowohl in der Industrie als auch im Handwerk ausgeübt werden können (z. B. Elektronikerinnen und Elektroniker). Enthalten sind zudem nur Berufe mit Berufs-, Weiterbildungs- oder Studienabschlüssen – keine Helferberufe. Das Handwerks-Aggregat stellt also nur eine Teilmenge des Geschehens im Handwerk dar.

Schwesig: Wirtschaft und Arbeitsplätze stehen an erster Stelle

Schwerin – Beim Sommerschnack der Vereinigung der Unternehmensverbände hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betont, dass die Themen Wirtschaft und Arbeit im Mittelpunkt der Arbeit der Landesregierung stehen.

„Als Landesregierung ist es unsere wichtigste Aufgabe, die Wirtschaftskraft des Landes zu stärken. Denn das ist eine Voraussetzung, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Und es ist uns in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam gelungen, in den letzten Wochen gleich drei Milliardenaufträge ins Land zu holen. In Dummerstorf wird ein neues Rechenzentrum gebaut.

Das bedeutet eine große Ansiedlung, Bauaufträge, Arbeitsplätze und mehr Unabhängigkeit bei der Cybersicherheit. Die Neptun-Werft hat einen Milliardenauftrag für den Bau einer großen Konverterplattform an Land gezogen. Das bedeutet 1.000 Arbeitsplätze auf der Werft und bei Zulieferern. Und in Wismar will tkms U-Boote für die Marine und Kanada bauen. Aktuell entsteht dort auch das neue deutsche Forschungsschiff“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung arbeite eng mit Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen. So sei beispielsweise der MV-Plan entstanden, mit dem das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird. „Das sind insgesamt fast zwei Milliarden Euro für Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mittel investieren wir beispielsweise in die Modernisierung von Schulen, in moderne Verkehrswege und in unsere Krankenhäuser“, sagte die Ministerpräsidentin.

Gerade für die Wirtschaft sei es wichtig, dass Mecklenburg-Vorpommern auf einem soliden Kurs bleibt. „Ich bin davon überzeugt: Mecklenburg-Vorpommern braucht auch in Zukunft Verlässlichkeit und Stabilität. Wir müssen ein weltoffenes Land bleiben, um weiter an Wirtschaftskraft zu gewinnen. Und wir sollten auch in Zukunft auf gemeinsame Entscheidungen und ein starkes Miteinander setzen.“

Auf Meistertour

Dr. Blank: „Unser Handwerk steht für Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung“

Greifswald – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat am gestrigen Montag gemeinsam mit Vertretern der Hand­werkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern drei Handwerks­unternehmen in Vorpommern besucht. Stationen waren die HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH in Wusterhusen, die Nordic Design Tischlerei GmbH in Hohendorf bei Wolgast sowie der Yachtausrüster Wendel & Rados GmbH & Co. KG in Greifswald.

„Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und steht für Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung. Gerade im ländlichen Raum sind die Betriebe Stabilitätsanker und Chancengeber. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und prägen das gesellschaftliche Leben vor Ort. Die Unter­nehmen, die wir heute besuchen, zeigen, wie modern und innovativ das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpom­mern waren Ende 2025 insgesamt 12.096 Betriebe registriert. Rund 85.000 Menschen sind im Handwerk beschäftigt. Bei den Betriebsbesuchen ging es unter anderem um Fachkräfte­gewinnung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Wissen­stransfer, Energiekosten sowie die bürokratische Belastung der Unternehmen.

Dr. Blank: „Mecklenburg-Vorpommern hat sich erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte eingesetzt. Davon profitieren heute auch unsere Handwerksbetriebe. Jetzt muss der Bund den nächsten Schritt gehen. Die Energiekosten sind für viele Betriebe noch immer eine große Belastung.“ 

Bei der Nachwuchsgewinnung gibt es positive Signale: Bis Ende Juli wurden landesweit 1.425 neue Ausbildungsverträge im Handwerk geschlossen. Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern lag die Zahl rund sieben Prozent über dem Vorjahresniveau.

„Das ist eine tolle Entwicklung. Das Handwerk bietet beste berufliche Perspektiven und spannende Zukunftschancen. Wir wollen dazu beitragen, dass noch mehr junge Menschen diese Chancen kennenlernen“, sagte Blank.

Dazu unterstützt das Land freiwillige Schülerpraktika im Hand­werk mit 120 Euro pro Praktikumswoche für maximal drei Wochen im Jahr. „Ein Praktikum ist der beste Weg, einen Beruf wirklich kennenzulernen. Deshalb unterstützen wir junge Menschen dabei, Handwerk praktisch auszuprobieren – und die Betriebe dabei, ihren Nachwuchs von morgen zu gewin­nen“, so Blank.

Land fördert neue Bäckerei

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken die regionale Wirtschaft“

Wolgast – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Wolgast einen Zuwendungsbescheid über rund 273.000 Euro für die BÄCKPOMM GmbH übergeben. Das Unternehmen errichtet in der Leeranzer Straße eine neue Betriebsstätte. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Mit dieser Investition entsteht in Wolgast eine moderne Produktionsstätte, die zusätzliches Wachstum ermöglicht und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung weiter stärkt. Besonders freut mich, dass hier vor Ort neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das zeigt: gezielte Investitionen in leistungsfähige Unternehmen sind Investitionen in die Entwicklung und Zukunft unserer Regionen“, so Minister Dr. Blank.

Die BÄCKPOMM GmbH ist aus der Bäckerei der Familienferienstätte Casa Familia in Zinnowitz hervorgegangen. Die Bäckerei beliefert inzwischen neben den Gästen von Ferienstätten auch regionale Verbrauchermärkte, Hotels und weitere Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und über die Landesgrenzen hinaus. Mit der neuen Betriebsstätte sollen die Produktionskapazitäten erweitert und die Voraussetzungen für eine nachhaltige und effizientere Fertigung geschaffen werden. Geplant sind unter anderem der Erwerb und Umbau des Gebäudes, die Ausstattung mit moderner Produktions- und Kühltechnik sowie die Installation einer Photovoltaikanlage zur eigenen Energieversorgung. Zudem sollen neue Vertriebswege und Märkte erschlossen werden.

„Die Entwicklung von modernen und engagierten Unternehmen wie BÄCKPOMM zeigt, welches Potential in regionalen Produkten und handwerklicher Qualität steckt. Mit der Investition werden bestehende Strukturen weiterentwickelt, neue Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Dabei werden wir als Land auch in Zukunft tatkräftig unterstützen“, betonte Minister Dr. Blank.

Neben Investitionen in die regionale Wirtschaftsstruktur unterstützt das Land gemeinsam mit den Handwerkskammern die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen. 150 Euro pro Woche erhalten Schülerinnen und Schüler für freiwillige Schülerpraktika im Handwerk. „Allein in diesem Jahr haben konnten mehr als 320 Schülerinnen und Schüler von dem Programm profitieren und dabei praktische Einblicke in den Alltag von rund 300 regionalen Handwerksbetrieben erhalten. Das zeigt: die Handwerksprämie wirkt und eröffnet jungen Menschen neue berufliche Perspektiven“, so Minister Dr. Blank. So konnten laut Angabe der Kammern zum Start des neuen Ausbildungsjahres rund 1.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen werden – ein Plus von 11,2 Prozent.

35 Jahre HTG Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH

Ines Jesse: „Mit leistungsfähigen, regionalen Unternehmen stärken wir die Infrastruktur in unserem Land“

Schwerin – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute beim Empfang zum 35-jährigen Bestehen des Ingenieurbüros HTG in Schwe­rin die Bedeutung des Unternehmens für die Infrastruktur­entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. HTG wurde 1991 in Bad Kleinen gegründet und beschäftigt heute mehr als 100 Mitarbeitende an den Standorten Schwerin, Wismar, Greifswald, Magdeburg,  Berlin, und Leipzig.

„Ob Schiene, Straße, ÖPNV oder Hochbau: Seit 35 Jahren bringt HTG wichtige Infrastrukturprojekte in Mecklenburg-Vor­pommern voran. Mit großer Erfahrung und umfassendem know-how ist sie ein verlässlicher Partner für unser Land und die Kommunen. Dafür danke ich dem gesamten Team“, so Staatssekretärin Jesse.

HTG war in den vergangenen Jahren mit der Planung zahl­reicher bedeutender Projekte Mecklenburg-Vorpommern betraut, unter anderem mit der Verlängerung der Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde bis in den Stadthafen, dem Neubau der Eisenbahnbrücke Poeler Straße in Wismar, der Straßen­unterführung am Bahnhof in Greifswald und in der Wallstraße in Schwerin sowie dem Neubau der Eisenbahnwerkstatt in Putbus.  Zudem entwickelte HTG einen Bahnsteig aus Glas­faserkunststoff in Graal-Müritz West, der mit Landesmitteln realisiert wurde.

„Auch in Zukunft wird es in Mecklenburg-Vorpommern viel zu tun geben. Allein mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes werden Land und Kommunen in den kommenden Jahren rund 1,92 Milliarden Euro investieren. Davon profitieren die Menschen und Unternehmen in unserem Land ganz konkret“ betonte Staatssekretärin Jesse. „Gleich­zeitig investieren wir konsequent weiter in unseren Verkehrs­bereich – in moderne Bahnhöfe, leistungsfähige Schienen­wege sowie sichere Straßen und Brücken. Allein in diesem Jahr stehen rund 263 Millionen Euro für die Planung und den Bau von Bundes- und Landesstraßen und Radwegen zur Ver­fügung. Dafür brauchen wir starke Partner aus der Region – wie die HTG.“