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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Mehr als 1.000 Beratungen

Fachkräfte-Service-Zentrale M-V: „Ein Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung“

Schwerin – Rund ein Jahr nach ihrer Gründung ziehen die Partner der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz. Seit ihrem Start im März 2025 wurden bereits 1.180 Beratungen durchgeführt. Die Fachkräfte-Service-Zentrale dient als zentrale Anlaufstelle und bringt Unternehmen, internationale Fachkräfte und Auszubildende, sowie zuständige Institutionen gezielt zusammen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig:Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Mit der Fachkräfte-Service-Zentrale bieten wir unseren Unternehmen eine starke und praxisnahe Unterstützung aus einer Hand. Mehr als 1.000 Beratungen im ersten Jahr sind ein Erfolg, der zeigt, was geht, wenn wir die Kräfte aller Partner bündeln.“

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale ist ein wichtiger Baustein unserer Fachkräftestrategie. Angesichts des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs benötigen viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern konkrete Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte einschließlich Auszubildende. Die Fachkräfte-Service-Zentrale bündelt Kompetenzen, begleitet Anerkennungsverfahren und bringt Unternehmen und Fachkräfte zielgerichtet zusammen. Sie ist ein echter Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“

Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, sagte dazu: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale zeigt nach einem Jahr sehr deutlich, welchen Mehrwert gut koordinierte und vereinfachte Verwaltungsverfahren haben. Ein zentraler Gedanke bei der Einrichtung dieser zentralen Stelle war es, den bisherigen Zuständigkeitsdschungel zu lichten. Jetzt können wir sagen: Dieser Ansatz geht auf. Gerade im Aufenthalts- und Einwanderungsrecht, das für Unternehmen und Fachkräfte oft als besonders komplex wahrgenommen wird, sorgt sie für klare Zuständigkeiten, transparente Abläufe und eine bessere Abstimmung der beteiligten Behörden. So werden Verfahren effizienter, rechtssicherer und nachvollziehbarer gestaltet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfteeinwanderung in Mecklenburg-Vorpommern praktikabel und verlässlich zu machen.“

Thomas Letixerant, Vize-Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Partner und würdigt die positive Entwicklung der Fachkräfte-Service-Zentrale: „Mehr als 1.000 Beratungen innerhalb eines Jahres zeigen deutlich, dass die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern einen konkreten Bedarf trifft und von den Unternehmen sehr gut angenommen wird. Sie steht für eine praxisnahe, verlässliche Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und Verfahren enger verzahnen, erleichtern wir den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und fördern deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.“

„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieben ihre Arbeit. Um diese bewältigen zu können, brauchen sie Fachkräfte. Dank des Dienstleistungsangebots der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern ist es gelungen, qualifizierte und engagierte internationale Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Damit hat sich die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern mit ihren regionalen Ansprechpartnern in den Industrie- und Handelskammern mit bisher 1.180 Beratungen als DIE unterstützende Beratungseinrichtung für Unternehmen etabliert, wenn es um die Beschäftigung von internationalen Fachkräften und Auszubildenden geht. Ein guter Service also, denn er ermöglicht Unternehmen, sich dem zu widmen, was sie am besten können: Ihrem Unternehmen“, sagt Klaus-Jürgen Strupp im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV.

Geschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV bekräftigte: „Im Handwerk gilt: Es kommt nicht darauf an, woher du kommst, sondern was du im Leben erreichen willst. Dieses Selbstverständnis im Handwerk gilt auch für Fachkräfte aus dem Ausland. Sie leisten gerade im Handwerk einen wichtigen Beitrag zur praktischen Umsetzung zentraler Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Mobilität, Wohnungsbau und Versorgung. Die Fachkräfteservicezentrale setzt mit ihren Beratern – vor allem auch in ländlichen Regionen – dabei wichtige Impulse für passgenaue Verbindungen zwischen Fachkräften und Betrieben.“

In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein wachsender Fachkräftebedarf. Im Jahresdurchschnitt 2025 fehlten rund 13.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Bis 2030 könnte sich diese Lücke laut aktueller Prognos-Studie auf etwa 51.000 erhöhen.

Über die Fachkräfte-Service-Zentrale

Die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung der Fachkräfte-Service-Zentrale M-V wurde am 16. Januar 2025 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und weiteren zentralen Akteuren unterzeichnet. Dazu zählen das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesamt für innere Verwaltung, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftskammern. Nach einem Gründungsworkshop Ende Februar 2025 nahm die Zentrale im März 2025 ihre operative Arbeit auf. Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V ist mit ihrem Dienstleistungsangebot in eine breite landesweite Strategie zur Fachkräftesicherung eingebettet und basiert auf einem Beschluss des Zukunftsbündnisses M-V.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V fungiert als zentrale Anlaufstelle, die Unternehmen, internationale Fachkräfte aus Drittstaaten und relevante Institutionen verbindet. Zu den zentralen Aufgaben zählen die individuelle Unternehmensberatung zur Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten, die Begleitung von Fachkräften im Zuwanderungsprozess sowie regelmäßige Einzelfallbesprechungen mit Kooperationspartnern.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V richtet sich an Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die Fachkräfte einschließlich Auszubildende aus Drittstaaten gewinnen und integrieren wollen, sowie an internationale Fachkräfte aus Drittstaaten, die einen Einstieg in den Arbeitsmarkt Mecklenburg-Vorpommern anstreben. Am häufigsten werden aktuell Unternehmen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe beraten. Zu den Top 3 der Themenschwerpunkte seitens Unternehmen gehören Fragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, zur Fachkräftegewinnung und zum Aufenthaltsrecht, während sich Fachkräfte für Möglichkeiten der Einwanderung, die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes und für die Anerkennung ihrer Berufe interessieren.

14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden

„Der Bund muss bei Konverterprojekten und Hafenfinanzierung endlich liefern.“

Emden – Im Rahmen der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden hat Mecklenburg-Vorpommerns maritimer Koordinator und Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Bundesregierung für fehlende Fortschritte bei zentralen Zukunftsfragen der maritimen Industrie kritisiert.

„Die maritime Wirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für Energieversorgung, Wertschöpfung und Sicherheit. Umso enttäuschender ist, dass der Aktionsplan der Bundesregierung bei der Umsetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt“, so Schulte.

Besonders kritisch sieht Schulte die Situation beim Bau von Offshore-Konverterplattformen: „Hier entscheidet sich, ob industrielle Wertschöpfung in Deutschland stattfindet oder abwandert. Die Herausforderungen sind seit Längerem bekannt – was fehlt, sind verlässliche Projektpipelines und konkrete Fortschritte bei der Umsetzung.“

Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten sich Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und auf die gesamtstaatliche Bedeutung des Konverterplattformbaus hingewiesen. „Die Wertschöpfungskette reicht von der Stahlproduktion über den Plattformbau bis zur Systemintegration – über mehrere Bundesländer hinweg. Das zeigt: Maritime Industrie ist keine regionale, sondern eine nationale Aufgabe.“

Vor diesem Hintergrund kritisierte Schulte auch die bestehende Finanzierung der Hafeninfrastruktur: „Der Bund verweist im Wesentlichen auf die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘. Damit werden die Küstenländer faktisch in die Verantwortung genommen, Infrastruktur von nationaler Bedeutung aus eigenen Mitteln zu finanzieren.“

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden seit 2020 über die GRW und landeseigene Programme 30 Vorhaben mit einem Zuschuss von 244,13 Millionen Euro gefördert und damit Investitionen in Höhe von 334,86 Millionen Euro ermöglicht.

„Diese Mittel stehen nur einmal zur Verfügung. Wer sie in Häfen investiert, kann sie an anderer Stelle nicht einsetzen – etwa für Schulen, kommunale Infrastruktur oder die Entwicklung von Gewerbeflächen. Das zeigt, wie unausgewogen die aktuelle Finanzierungsstruktur ist.“

Schultes Fazit: „Die Bedeutung der maritimen Infrastruktur wird erkannt – bei Umsetzung und Finanzierung bleibt der Bund bislang hinter dem Notwendigen zurück.“

Zukunft des Rostocker Hafens

Staatssekretär Schulte: „Chancen der Energiewende nutzen“

Rostock – Der Rostocker Seehafen wird zum Schlüsselstandort der industriellen Transformation in Mecklenburg-Vorpommern. Darauf hat Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte bei einer Veranstaltung der Initiative „Zukunftshafen Rostock“ hingewiesen.

„Die Energiewende ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern vor allem eine wirtschaftliche Chance. Für unsere Hafenstandorte gilt: Wer jetzt investiert, sichert sich die Wertschöpfung von morgen“, sagte Schulte.

Das Land setzt dabei bewusst auf den Ausbau des Rostocker Hafens. Seit 2021 wurden im Hafenumfeld zahlreiche Infrastrukturprojekte unterstützt. Mit Zuschüssen in Höhe von rund 146 Millionen Euro wurden Investitionen von über 200 Millionen Euro angestoßen. „Wir reden nicht nur über Transformation – wir finanzieren sie auch“, so Schulte.

Gleichzeitig stellt das Land die Weichen für die nächste Entwicklungsstufe: Mit einer gemeinsamen Potenzialanalyse für die Häfen Rostock und Sassnitz/Mukran sollen die industriellen und energetischen Perspektiven systematisch erschlossen und neue Ansiedlungen vorbereitet werden.

Klar ist aber auch: Die Chancen werden nur genutzt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Wir brauchen schnellere und verlässlichere Genehmigungsverfahren. Wenn Projekte zu lange dauern, gehen Investitionen verloren – und mit ihnen Arbeitsplätze und Wertschöpfung“, betonte Schulte.

Schwesig: MV präsentiert sich stark auf Hannover-Messe

Hannover – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besucht heute die Hannover-Messe. Am Nachmittag steht ein Messerundgang auf dem Programm. Am Abend lädt die Ministerpräsidentin zu einem Aussteller­empfang ein. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr mit 21 Ausstellern auf der Hannover-Messe vertreten. Davon präsentieren sich 19 an dem von der Staatskanzlei geförderten Firmen­gemeinschafts­stand.

 „Die Hannover-Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse mit dem Schwerpunkt auf Zukunfts­entwicklungen in der Industrie, auf Digitalisierung und Energie­technologien. Ein Spitzentreffen derjenigen, die Wirtschaft und ihre Zukunft gestalten. Damit ist sie zugleich eine hervorragende Gelegenheit, um unser Land und seine Unternehmen zu präsentieren. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind dieses Jahr mit 21 Ausstellern dabei. Ich danke allen, die mit Einfallsreichtum und Einsatz ihr Unternehmen und unser Land hier vertreten“, erklärte die Ministerpräsidentin.

 „Wir sind seit 35 Jahren auf der Hannover-Messe und akquirieren hier konkret Aufträge für MV und unser Unternehmen. Deshalb ist die Unterstützung der Landesregierung hier auch richtig investiert“, erklärt der Güstrower Hallenbauer Uwe Stieblich. Erstkontakte auf der Hannover-Messe führten zu konkreten Aufträgen. So hat das Güstrower Stahlbau­unternehmen unter anderem für ecoflight in Zürich, den Werkzeug­maschinenbauer Heuer in Großröhrsdorf in Sachsen und den Metall­aufbereiter Xervon in Fürth gebaut.

 Die Ministerpräsidentin betonte, dass sich die Außenwirtschaft im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat. „Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen. Das ist unser bisher bestes Ergebnis. Unser Außenhandel zeigt sich robust und im Aufwärtstrend“, sagte Schwesig. Ziel der Landesregierung ist es, Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Partnerland der Hannover-Messe ist in diesem Jahr Brasilien. Schwesig hatte während ihrer Bundesrats­präsidentschaft das Land mit einer großen Wirtschafts­delegation besucht. „Auf Brasilien zu setzen, war genau richtig. Wir haben inzwischen 200 Ingenieure ausgebildet und damit etwa Zweidrittel der Schweißfach­ingenieure in Brasilien. Viele Kontakte kamen über die Delegationsreise mit der Ministerpräsidentin. Das hat Türen geöffnet. Wir machen inzwischen 250.000 Euro Jahresumsatz in Brasilien mit stark steigender Tendenz“, sagte der Geschäftsführer der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Dr. Rigo Peters. Das Unternehmen war 2024 bei der Brasilien-Reise dabei und stellt dieses Jahr auf der Hannover-Messe aus.

 „Brasilien ist ein attraktiver Markt für unsere Wirtschaft. Wir wollen die Zusammenarbeit mit Brasilien in den nächsten Jahren weiter ausbauen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Gastgewerbe mit vielen Chancen

Schwesig: Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet

Kalkhorst – Die Landesregierung will das Projekt „Gastroburner“ auch im Jahr 2027 unterstützten. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei einem Besuch der Landesjugendmeisterschaften des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern auf Gut Schwansee in Kalkhorst an.

„Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet. Trotzdem sind Fachkräfte knapp, auch in der Gastronomie. Das merken Sie als Auszubildende ebenso wie die Unternehmerinnen und Unternehmer. Deshalb arbeiten wir als Landesregierung eng mit den Verbänden der Wirtschaft zusammen, um Fachkräfte für das Gastgewerbe zu gewinnen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Im Rahmen der „Gastroburner“-Kampagne fährt ein Food Truck in die Schulen, um für Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe zu werben. „Damit macht die Branche die Gastronomie interessant und erlebbar.“ Das Projekt ist in den Jahren 2004 bis 2026 mit rund 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert worden.

An den Meisterschaften auf Groß Schwansee nehmen Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres in den Berufen Koch/Köchin, Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Hotelfachmann/Hotelfachfrau teil. „Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg. Die Besten von ihnen werden unser Land im Herbst auf Bundesebene vertreten“, sagte Schwesig.

Der Landesregierung sei es wichtig, dass die Auszubildenden an guten, modernen Berufsschulen lernen können: „Der MV-Plan 2035 sieht vor, dass wir 600 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur in die Modernisierung von Schulen stecken. Hinzu kommen 250 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ nur für die Berufsschulen.

Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen im ganzen Land“, so Schwesig. Als weiteres Beispiel für das Engagement der Landesregierung nannte sie das Azubi-Ticket, mit dem Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern für 43 Euro in ganz Deutschland unterwegs sein können. Das Gastgewerbe werde durch die abgesenkte Mehrwertsteuer in der Gastronomie unterstützt. Dafür habe sich das Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich auf Bundesebene eingesetzt.

Arbeitsmarkt im März 2026 – Frühjahrsbelebung ohne Schwung

Nürnberg – „Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im März: -49.000 auf 3.021.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +54.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent

Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 um 49.000 auf 3.021.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenzahl ist verglichen mit dem März des letzten Jahres um 54.000 höher. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 4,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im März gegenüber dem Vormonat ebenfalls gleichgeblieben. Mit 3.690.000 lag sie um 4.000 niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. März für 38.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Januar 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 136.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 6.000 weniger als im Vormonat und 141.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 12.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 119.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 30.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,75 Millionen Beschäftigten um 72.000 niedriger. 7,46 Millionen Personen hatten im Januar 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 44.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,02 Millionen ausschließlich und 3,45 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im März waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im März 2026 bei 103 Punkten.

1.104.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im März 2026 Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im März auf 3.820.000. Gegenüber März 2025 war dies ein Rückgang um 147.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 332.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 213.000 hatten bis zum März 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 366.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit leider unvollständig abgebildet. Sie liegt nach Schätzungen für den Februar 2026 mit -8 Prozent jedoch immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im März ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.

J. Schulte: „Mecklenburg-Vorpommern wächst stärker als der Bund“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft ist im Jahr 2025 deutlich gewachsen. Nach aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,4 Prozent. Bundesweit lag das Wachstum bei 0,2 Prozent. Damit gehört Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Bremen zu den wachstumsstärksten Bundesländern. „Das ist ein starkes Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Entwicklung differenziert. Während einzelne Unternehmen und Branchen unter Druck stehen, wächst die Wirtschaft insgesamt weiter. Besonders das Produzierende Gewerbe entwickelte sich deutlich positiv: Die Bruttowertschöpfung stieg hier um 3,4 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 7,0 Prozent – deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt. „Das zeigt: Unsere industrielle Basis gewinnt weiter an Stärke. Gleichzeitig profitieren nicht alle Bereiche gleichermaßen“, so Staatssekretär Schulte.

Ein Blick auf die vergangenen Jahre unterstreicht die stabile Entwicklung: Seit 2020 ist die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern preisbereinigt um 5,0 Prozent gewachsen – stärker als in Deutschland insgesamt (4,6 Prozent). Unter den ostdeutschen Flächenländern weist Mecklenburg-Vorpommern damit die beste Entwicklung auf.

Die aktuellen Zahlen bestätigen damit auch die zuletzt differenzierte Einschätzung der wirtschaftlichen Lage im Land. Zwar bleibt die Situation für viele Unternehmen angespannt, von einer flächendeckenden Krise kann jedoch keine Rede sein. „Unsere Wirtschaft steht unter Druck – aber sie wächst. Das ist die entscheidende Botschaft“, betont Staatssekretär Schulte.

Das Wachstum im Jahr 2025 wird zudem durch eine Revision des Vorjahres beeinflusst. Die wirtschaftliche Entwicklung für 2024 wurde nachträglich nach unten korrigiert – ein in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung übliches Verfahren, insbesondere in kleineren Volkswirtschaften.

„Entscheidend ist: Die aktuelle Entwicklung zeigt klar nach oben“, so Staatssekretär Schulte, der zugleich zu einer sachlichen Debatte aufruft: „Wer die wirtschaftliche Lage pauschal schlechtredet, trägt zur Verunsicherung bei – und erschwert damit genau die Investitionen, die wir jetzt brauchen.“ Viele der aktuellen Herausforderungen – von Energiepreisen über Bürokratie bis zur Nachfrage – würden auf Bundesebene entschieden. „Deshalb brauchen unsere Unternehmen jetzt verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit der Wirtschaft ein. Dabei ist unser Ziel klar: Arbeitsplätze sichern, Unternehmen stärken und Investitionen ermöglichen.“

Jetzt bewerben: „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“

Landeswettbewerb macht erfolgreiches Engagement sichtbar

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern würdigt auch 2026 wieder herausragende unternehmerische Leistungen: Der Preis der Wirtschaft „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ wird bereits zum 18. Mal ausgelobt. Noch bis zum 31.  März sind Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Unternehmen eingeladen, sich zu bewerben oder geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen.

Der Landeswettbewerb zeichnet Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten unabhängig von Größe und Branche aus. Vergeben wird der Preis 2026 in vier Kategorien:

  • Unternehmerpersönlichkeit
  • Unternehmensentwicklung
  • Fachkräftesicherung und Integration
  • Nachhaltigkeit

Darüber hinaus kann die Jury einen Sonderpreis außerhalb der genannten Kategorien vergeben.

Gesucht werden Unternehmen, die durch beispielgebende Leistungen, innovative Konzepte und eine nachhaltige Entwicklung überzeugen. Besonders ermutigt werden auch kleine und mittelständische Unternehmen, sich zu bewerben oder nominiert zu werden. Eigenbewerbungen ebenso wie Vorschläge durch Dritte sind möglich – auch in mehreren Kategorien.

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bewerbung oder Nominierung kann online, per E-Mail oder postalisch erfolgen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury der Wettbewerbsträger in einem nicht-öffentlichen Verfahren. Die Preisverleihung findet im Sommer statt, bei der sämtliche Finalistinnen und Finalisten sowie die Preisträgerinnen und Preisträger gewürdigt werden. Neben einer Stele und einer Urkunde werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro vergeben. Zudem profitieren die ausgezeichneten Unternehmen von einer landesweiten Öffentlichkeitsarbeit.

Träger des Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommern.

Nähere Informationen zum Landeswettbewerb „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ finden Sie unter: https://www.unternehmerpreis-mv.de/