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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Projekt Gastro Burner des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern

Schwesig: Gute Gastronomie ist die Visitenkarte unseres Landes

Schwerin – Ministerpräsidentin Schwesig hat sich heute in Schwerin über das Projekt Gastro Burner des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern informiert. Im Rahmen der „GastroBurner“-Kampagne fährt ein Food Truck in die Schulen, um für Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe zu werben. Heute war der Truck auf dem Campus in der Weststadt zu Gast.

„55.000 Menschen arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern im Gastgewerbe. Davon sind rund 1.500 Auszubildende. Sie sind wichtig für den Tourismus – eine unserer wichtigsten Wirtschaftsbranchen im Land. Und sie sorgen dafür, dass auch wir Einheimischen essen gehen können. Gute Gastronomie ist die Visitenkarte unseres Landes, ebenso wichtig wie das Meer oder unsere schönen Städte“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das Projekt läuft seit 2019. Die Landesregierung fördert den GastroBurner mit 900.000 Euro für die Jahre 2024 bis 2026. Die Ministerpräsidentin informierte, dass das Projekt auch im Jahr 2027 unterstützt werden soll. „Nach meinem Eindruck ist der Food Truck ein hervorragendes Mittel, um junge Menschen anzusprechen, für Ausbildungsberufe in der Gastronomie zu werben und ihnen auch das Thema gesunde Ernährung näherzubringen. Auf dem Campus in der Weststadt war das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern groß.“

35-jähriges Jubiläum von SmartHeat Deutschland

Ines Jesse: „Made in Güstrow – die Werkserweiterung ist ein klares Zeichen für regionale Wertschöpfung und Innovationskraft“

Güstrow – Die SmartHeat Deutschland GmbH hat  in Güstrow ihr 35-jähriges Firmenjubiläum gefeiert und zugleich eine neue Produktions- und Entwicklungshalle eröffnet.

„Mittelständische Unternehmen wie SmartHeat sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Mit der neuen Produktionshalle stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, sichert gut bezahlte Arbeitsplätze und ermöglicht zusätzliche Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig leisten die innovativen Wärmetechnologien einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung. Diese Erweiterungsinvestition ist ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und der Region,“ sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort.

Die SmartHeat Deutschland GmbH ist aus einer seit 1991 im Bereich der Nutzung regenerativer Energien tätigen Firmengruppe hervorgegangen und hat sich zu einem national und international anerkannten Anbieter moderner Wärmepumpentechnologien entwickelt. Am Standort Güstrow werden seit mehr als drei Jahrzehnten hocheffiziente Wärmepumpen für unterschiedliche Anwendungsbereiche gefertigt.

Mit der neuen Produktions- und Entwicklungshalle erweitert SmartHeat seine Kapazitäten und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Das Unternehmen investiert rund vier Millionen Euro in den Standort. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 580.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Die Erweiterung stärkt den Wirtschaftsstandort Güstrow und setzt zugleich ein Zeichen für die Zukunft klimafreundlicher Wärmetechnologien. Wärmepumpen spielen eine wichtige Rolle für die Wärmewende und eine zukunftsfähige Energieversorgung. Sie ermöglichen Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern eine nachhaltige und langfristig planbare Wärmeversorgung und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.

Wirtschaftsminister auf NachfolgeTour in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Wolfgang Blank: „Mit erfolgreichen Unternehmensnachfolgen sichern wir Arbeitsplätze und stärken unsere Wirtschaft“

Warin – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Warin und Zierow Unternehmen besucht, die mit Hilfe der Nachfolgezentrale MV den Generationswechsel erfolgreich gestaltet haben. Im Rahmen der NachfolgeTour nutzte der Minister die Gespräche vor Ort, um sich mit den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Beschäftigten über die unterschiedlichen Geschäftsfelder und aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

„Unternehmensnachfolgen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Betriebe, Arbeitsplätze und unternehmerisches Know-how in unserem Land erhalten bleiben. Die Nachfolgezentrale MV unterstützt diesen Prozess seit vielen Jahren erfolgreich, indem sie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Nachfolgeinteressierten zusammenbringt. Diese ganz unterschiedlichen Betriebe unserer NachfolgeTour zeigen eindrucksvoll, wie Übergaben erfolgreich gelingen können und wie wichtig sie für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Regionen sind“, betonte Minister Dr Blank.

Zum Auftakt der NachfolgeTour besucht der Minister heute die AMBATEC Elektronik GmbH in Warin. Das Unternehmen entwickelt und fertigt kundenspezifische elektronische Steuerungen und Speziallösungen für industrielle Anwendungen. Anschließend informiert sich Minister Blank im Café Romy mit Hotelbetrieb in Zierow über die erfolgreiche Übergabe des touristischen Unternehmens. Darüber hinaus besucht der Minister die Seniorenbetreuung & Häusliche Dienste von Chris-Aike Spring, die beispielhaft für eine gelungene Unternehmensübernahme im Dienstleistungsbereich steht.

Am kommenden Montag setzt Wirtschaftsminister Dr. Blank die NachfolgeTour im Raum Rostock fort. Geplant sind Besuche bei der Warnow Metall GmbH in Pölchow, der Laguna Verlag GmbH mit ihrem regionalen Markenprojekt „Gespänsterwald“ sowie bei der itelco-consult GmbH in Rostock. Die Unternehmen stehen stellvertretend für die Vielfalt des Mittelstandes in Mecklenburg-Vorpommern – vom Metallbau über die Kreativwirtschaft bis hin zu IT- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Die Nachfolgezentrale MV wurde 2015 als gemeinsames Projekt der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Sie unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern und begleitet Unternehmensübergaben vertraulich und zielgerichtet.

Über das Nachfolgeportal MV werden übergabewillige Unternehmen und Nachfolgeinteressierte mithilfe einer speziellen Matching-Software zusammengeführt. Das Projekt Nachfolgezentrale MV wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

Seit ihrer Gründung hat die Nachfolgezentrale MV zahlreiche Unternehmensübergaben begleitet und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung mittelständischer Strukturen, von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung im Land geleistet.

Zukunft zum Anfassen – Produktionsschulen im Landtag M-V

Produktionsschulen eröffnen Perspektiven, stärken Selbstvertrauen und schaffen Zukunftschancen

Schwerin – Mit dem Aktionstag „Zukunft zum Anfassen – Produktionsschulen im Landtag MV“ stellen die fünf Produktionsschulen in Mecklenburg-Vorpommern am heutigen Mittwoch ihre Arbeit vor und zeigen im Landtag ihre Erfolgsgeschichten. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte bei ihrem Besuch die Produktionsschulen als wichtigen Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

„Hinter jedem jungen Menschen steckt eine Geschichte, ein Talent und das Potenzial für einen erfolgreichen Lebensweg. Manchmal braucht es nur jemanden, der daran glaubt und die passende Unterstützung bietet. Genau das leisten unsere Produktionsschulen jeden Tag mit großem Engagement und viel Herzblut“, hob Drese hervor.

Die Ministerin betonte, dass viele Jugendliche den Weg in Ausbildung und Beruf nicht ohne Unterstützung bewältigen können. Schulische Schwierigkeiten, persönliche Krisen oder fehlende Orientierung führten häufig dazu, dass junge Menschen den Anschluss verlieren. Produktionsschulen eröffneten ihnen dann einen neuen Weg.

„Produktionsschulen sind Orte der zweiten und manchmal sogar der dritten Chance. Sie geben junge Menschen nicht auf, sondern zeigen ihnen, was in ihnen steckt. Dort erleben sie Erfolg, gewinnen Selbstvertrauen zurück und entwickeln Perspektiven für ihre Zukunft“, sagte Drese.

Im Mittelpunkt steht dabei das praxisnahe Lernen. In betriebsnahen Werkstätten, beispielsweise in den Bereichen Tischlerei, Garten- und Landschaftsbau oder anderen handwerklichen Tätigkeiten, sammeln die Teilnehmenden konkrete Arbeitserfahrungen. Gleichzeitig erhalten sie Unterricht in Fächern wie Mathematik und Deutsch und können sich auf den Schulabschluss „Berufsreife“ vorbereiten.

„Viele Jugendliche lernen am besten, wenn sie mit ihren Händen etwas erschaffen können und unmittelbar sehen, was sie geleistet haben. Ein gebautes Möbelstück, ein gestalteter Garten oder ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt vermitteln Stolz und Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrungen sind oft der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben“, so die Ministerin.

Besonders wertvoll sei die individuelle Begleitung in den Produktionsschulen. Kleine Gruppen, persönliche Entwicklungspläne und eine enge sozialpädagogische Betreuung ermöglichten es, auf die jeweiligen Stärken und Herausforderungen der jungen Menschen einzugehen.

„Es geht nicht nur um einen Schulabschluss oder einen Ausbildungsplatz. Es geht darum, jungen Menschen Halt zu geben, sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen das Vertrauen zu vermitteln: Du wirst gebraucht, du kannst etwas und du hast eine Zukunft“, sagte Drese.

Der Aktionstag im Landtag macht nach Ansicht der Ministerin sichtbar, welche beeindruckenden Leistungen die Jugendlichen erbringen. Zugleich zeige er, wie wichtig die Produktionsschulen für Mecklenburg-Vorpommern sind – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

In Mecklenburg-Vorpommern bestehen derzeit fünf verschiedene Produktionsschulen mit insgesamt 320 Plätzen, in der Trägerschaft von drei Trägern: CJD (PS Müritz, PS Vorpommern-Rügen, PS Vorpommern-Greifswald), Jugendhilfe Stadt und Land e.V. (Hanseproduktionsschule Rostock) sowie All Pütter gGmbH (PS Westmecklenburg). Sie stellen ein niederschwelliges, unverzichtbares Angebot beim Übergang Schule/Beruf dar. Das Land fördert die Produktionsschulen über den Europäischen Sozialfonds (ESF). In der aktuellen Förderperiode erhalten die Träger bis 2028 aus Mitteln des ESF+ 27,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten.

M-V: Milliarden-Investitionen für Konverterplattformen

Rostock – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Vergabe des ersten Auftrags für den Bau einer großen Offshore-Konverterplattform am Standort Rostock-Warnemünde. Auftraggeber ist der Offshore-Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Die Plattform wird von einem Konsortium aus der Neptun Werft und dem Stahlbauunternehmen Smulders gebaut. Die Konvertertechnik liefert Siemens Energy.

Zugleich laufen die Verhandlungen über eine zweite Konverterplattform gleicher Größenordnung. Kommt auch dieser Auftrag zustande, summieren sich die beiden Projekte auf ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro für die Produktion und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Das ist eine hervorragende Nachricht für Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden konkreten Großprojekte stehen für industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien. Sie stärken unser Land als bedeutenden Werften- und Industriestandort und zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielt.“

Damit sind erhebliche Beschäftigungseffekte verbunden. Bei der Neptun Werft und Smulders sollen zusammen etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen bis zu weitere 500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern während der Bauphase. Insgesamt können damit bis zu 1000 zusätzliche Beschäftigte von dem Großauftrag profitieren.

Manuela Schwesig betonte, dass die Vergabe des Auftrags auch das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Unternehmen, Bund und Land sei.

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren gemeinsam dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für den Bau von Konverterplattformen in Warnemünde zu schaffen. Dass nun ein erster Großauftrag vergeben wurde, ist ein wichtiger Erfolg für die maritime Wirtschaft unseres Landes und ein starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Konverterplattformen sind ein zentraler Baustein für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie. Sie bündeln den auf See erzeugten Strom und ermöglichen dessen effiziente Übertragung an Land. Mit dem Einstieg in dieses Geschäftsfeld erschließen die beteiligten Unternehmen einen Zukunftsmarkt, der für die Energiewende in Deutschland und Europa von großer Bedeutung ist.

„Mecklenburg-Vorpommern verbindet maritime Kompetenz mit moderner Energietechnologie. Der Auftrag zeigt, welches Potenzial in unserem Land steckt. Wir wollen auch künftig ein starker Industriestandort sein und die Chancen nutzen, die sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien ergeben“, sagte Ministerpräsidentin Schwesig.

Manuela Schwesig: „Das sind gute Nachrichten für die Menschen in unserem Land und für viele Familien in der Region. Besonders wichtig ist: Diese Aufträge schaffen nicht nur Arbeit für die kommenden Jahre. Sie eröffnen die Chance, Warnemünde dauerhaft als einen der führenden europäischen Standorte für den Bau von Konverterplattformen zu etablieren. Davon können die maritime Wirtschaft und viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern langfristig profitieren.“

21. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Die Gesundheitswirtschaft ist Innovationsmotor, Beschäftigungsgarant und Resilienzfaktor für Mecklenburg-Vorpommern.“

Rostock – Mit rund 600 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist heute in Rostock die 21. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft gestartet. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem Motto „#Gesundheit2026“ und gilt als wichtigste Plattform für den Austausch über Zukunftsthemen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Partnerland der diesjährigen Konferenz ist Lettland.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank betonte zum Auftakt die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für Mecklenburg-Vorpommern: „Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den stärksten und dynamischsten Wirtschaftsbranchen unseres Landes. Sie verbindet Innovation, Wertschöpfung und gesellschaftlichen Nutzen auf einzigartige Weise. Mit über 150.000 Beschäftigten arbeitet inzwischen etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Bereich. Damit ist die Gesundheitswirtschaft ein zentraler Wachstumsmotor, ein wichtiger Arbeitgeber und zugleich ein wichtiger Faktor für die Resilienz unseres Landes.“

Die Konferenz bietet in zahlreichen Fachforen und Diskussionsrunden Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie innovative Medizintechnik, Künstliche Intelligenz, digitale Gesundheitslösungen, Start-up-Förderung, Prävention sowie der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Fitness. „Resilienz entsteht lange vor der Krise – durch Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Genau dafür steht diese Konferenz. Sie bringt die relevanten Akteure zusammen und schafft Raum für neue Ideen, starke Kooperationen und zukunftsgerichtete Investitionen“, sagte Minister Dr. Blank.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem diesjährigen Partnerland Lettland. Unter Leitung des lettischen Gesundheitsministers Hosams Abu Meri nimmt eine knapp 30-köpfige hochrangige Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik an der diesjährigen Konferenz teil. Die Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Lettland wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und umfasst insbesondere die Bereiche Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und Forschung.

„Der Ostseeraum bietet beste Voraussetzungen für gemeinsame Innovationen in der gesamten Gesundheitswirtschaft, insbesondere in Life Sciences und Medizintechnik. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der gesamten Region. Die Kooperation mit Lettland zeigt beispielhaft, welches Potenzial in grenzüberschreitender Zusammenarbeit steckt“, erklärte Minister Dr. Blank.

Die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft wird im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der BioCon Valley GmbH organisiert. Sie gilt als das zentrale Schaufenster der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns und trägt wesentlich dazu bei, den Gesundheitsstandort national und international sichtbar zu machen. Nach aktuellen Berechnungen erwirtschaftete die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt eine Bruttowertschöpfung von rund 8 Milliarden Euro und steht für mehr als 14 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Damit zählt sie zu den wichtigsten Leitbranchen Mecklenburg-Vorpommerns.

Arbeitsmarkt im Mai 2026 – Weiter keine Trendwende in Sicht

Nürnberg – „Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -58.000 auf 2.950.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +31.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2026 um 58.000 auf 2.950.000 gesunken Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 12.000 niedriger. Dies dürfte jedoch hauptsächlich auf einen Gegeneffekt zum schwachen April zurückzuführen sein. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Verglichen mit dem Mai des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 31.000 höher; die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im April auf 3,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Mai gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Mit 3.628.000 war sie um 15.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. Mai für 26.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis März 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 151.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 1.000 weniger als im Vormonat und 113.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 5.000 gesunken. Mit 45,75 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 189.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Februar auf März 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 9.000 gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,81 Millionen Beschäftigten um 75.000 niedriger. 7,51 Millionen Personen hatten im März 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 40.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,03 Millionen ausschließlich und 3,48 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Mai waren 643.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA‑X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im Mai 2026 um 1 Punkt auf 103 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 3 Punkte höher aus.

1.073.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Mai 2026 Arbeitslosengeld, 113.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Mai auf 3.830.000. Gegenüber Mai 2025 war dies ein Rückgang um 103.000 Personen. 7,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 382.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 199.000 hatten bis zum Mai 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 396.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus.

Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit unvollständig abgebildet. Die Stellenmeldungen liegen nach Schätzungen für den April 2026 mit -5 Prozent immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im Mai ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.

Schwesig: Sie befinden sich in einem Land des Handwerks

Schwerin – Auf der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bedeutung des Handwerks für Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben.

„In Mecklenburg-Vorpommern hat das Handwerk eine größere wirtschaftliche Bedeutung als in anderen deutschen Ländern. Es gibt über 19.000 Handwerksbetriebe mit fast 93.000 Mitarbeitenden. Zum Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Mecklenburg-Vorpommern gehören rund 450 Betriebe mit einem Umsatzvolumen von etwa 300 Millionen Euro.

Gerade in unserem Flächenland trägt das Handwerk Wachstum, Beschäftigung, Infrastruktur und Versorgung im ländlichen Raum. Mit 75,5 Handwerksbetrieben auf 10.000 Einwohner ist die sogenannte Handwerksdichte in Mecklenburg-Vorpommern höher als im deutschen Durchschnitt. Sie befinden sich in einem Land des Handwerks.“, sagte Schwesig zu den Delegierten aus ganz Deutschland.

Das Elektro- und Informationstechnische Gewerbe spüre die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland. Es werde aber für die Zukunft gebraucht, zum Beispiel für die Energiewende.

„Das Elektrohandwerk ist bei der Energiewende ein unverzichtbarer Partner. Ob in der Photovoltaik, bei Wärmepumpen, in der E-Mobilität oder im Smart Home-jeden Tag werden Solarmodule installiert, Windräder aufgestellt, Gebäude gedämmt und Heizungen ausgetauscht. Ladesäulen werden aufgestellt, Elektroautos repariert“, betonte Schwesig. „Erneuerbare Energien sind für unser Land ein Standortfaktor. Wir wollen die Chancen der Energiewende nutzen.“