Menü Schließen

Kategorie: MeckPomm

M-V macht das Grüne Band zum Nationalen Naturmonument

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern weist das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Nationales Naturmonument aus. Rund 4.500 Hektar von der Ostsee bis zur Elbe erhalten damit einen gemeinsamen Rahmen als Natur- und Erinnerungslandschaft von nationaler Bedeutung. Damit ist eine Unterschutzstellung als Nationales Naturmonument mit dem heutigen Tag in allen östlichen Bundesländern erfolgt.

Umweltminister Dr. Till Backhaus und der BUND Mecklenburg-Vorpommern begrüßen die Ausweisung als wichtigen Schritt und zugleich als Auftrag, das Grüne Band in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

„Wo Deutschland einst durch Zäune und Stacheldraht geteilt war, verbindet heute die Natur. Aus dem früheren Todesstreifen ist eine Lebenslinie geworden. Mit der Ausweisung als Nationales Naturmonument übernehmen wir Verantwortung für beides: für eine einzigartige Naturlandschaft und für die Erinnerung an die deutsche Teilung“, sagte Backhaus.

Das Grüne Band Deutschland erstreckt sich über insgesamt 1.378 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist das größte Biotopverbundsystem Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern verbindet es unter anderem artenreiches Grünland, Moore und Feuchtgebiete, Wälder, Seen und Fließgewässer sowie Lebensräume des Ostseeküstenraums. Zugleich bewahrt es mit ehemaligen Grenzanlagen, Gedenkorten, geschleiften Ortschaften und besonderen Geländestrukturen Zeugnisse der deutschen Teilung. Diese Verbindung von Natur und Geschichte macht das Grüne Band zu einer besonderen Natur- und Erinnerungslandschaft.

„Die Ausweisung ist ein wichtiger Meilenstein. Jetzt geht es darum, bestehende Lücken zu schließen, um einen durchgängigen Biotopverbund zu entwickeln. Dafür wollen wir gemeinsam mit dem Land, den Menschen vor Ort, den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie aktiven Vereinen und Stiftungen Lösungen finden,“ kündigt Jessica Sommer vom BUND MV an. Im Rahmen des Projektes HOTSPOT28 baut sie bereits ein Netzwerk auf und lädt zu Veranstaltungen ein.

Große Teile des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern sind bereits durch bestehende Schutzgebiete und andere Naturschutzflächen gesichert. Dazu gehören unter anderem Flächen in den Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern sowie Naturschutzgebiete und Flächen des europäischen Netzes Natura 2000.

Mit der neuen Verordnung werden diese Flächen erstmals unter dem gemeinsamen Dach des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeführt.  Schutzvorschriften bestehen mit den bislang schon geltenden Ge- und Verboten  weiter. „Mit der Verordnung geben wir dem Grünen Band erstmals einen gemeinsamen Rahmen als Nationales Naturmonument. Dabei geht es nicht darum, bereits geschützte Flächen mit neuen Auflagen zu überziehen. Wir wollen vorhandene Lücken perspektivisch schließen, wertvolle Lebensräume sichern und zugleich die Zeugnisse der deutschen Teilung bewahren. So entsteht Schritt für Schritt ein möglichst durchgängiges Grünes Band von der Ostsee bis zur Elbe“, betonte Backhaus.

Das langfristige Ziel ist ein möglichst lückenloses Grünes Band auch in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit gliedern noch nicht einbezogene Flächen das Nationale Naturmonument in mehrere Abschnitte. Die weitere Entwicklung soll langfristig erfolgen und die Belange anderer Nutzungen und Rechtsbereiche berücksichtigen.

Nationale Naturmonumente (NNM) sind Gebiete, die aufgrund von „wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen sowie wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit“ von herausragender Bedeutung sind.

Thüringen war 2018 das erste Bundesland, was seinen 763 Kilometer langen Abschnitt gesichert hat. Als erstes westlich angrenzendes Bundesland hat Hessen 2023 seinen Bereich anschließend an das Grüne Band in Thüringen als Nationales Naturmonument ausgewiesen. „Der Abschnitt im Amt Neuhaus hat eine ganz besondere Geschichte mit dem Wechsel der Zugehörigkeit von Mecklenburg zurück nach Niedersachen. Hier bestehen aktuell ebenfalls Bemühungen diesen entsprechend zu sichern.“ erläutert Corinna Cwielag vom BUND MV und ergänzt „Trotz der nationalen Bedeutung dieses Monuments sind die Bundesländer zuständig und müssen jeweils einzeln für die Sicherung aktiv werden.“

Wenige Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, initiierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 9.12.1989 zusammen mit Naturschützer*innen aus Ost- und Westdeutschland das Grüne Band. Seitdem setzt sich der BUND mit einer Vielzahl von Projekten, Aktivitäten und dank zahlreicher Spenden für Erhaltung und Schutz des Biotopverbundes und für das Natur- und Geschichtserleben ein.   Hierbei arbeitet er eng mit Historiker*innen und den Grenzmuseen zur Bewahrung der geschichtlichen Dimension des Grünen Bandes zusammen.

Der BUND MV ist Partner im Verbundprojekt HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“ und setzt die Maßnahme „Lebendige Erinnerungslandschaft am Grünen Band“ um. Im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit gefördert und kofinanziert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein.

Dr. Blank: „Heimisches Helium kann Versorgungssicherheit stärken“

Netzeband – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat sich heute in Netzeband bei einem Vor-Ort-Termin über den Stand des Helium-Projekts „Brimir“ informiert. Anlass war die Fertigstellung des Bohrplatzes, ein wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung des möglichen Heliumvorkommens. Anfang 2027 soll hier die Helium-Tiefbohrung beginnen, mit der untersucht wird, ob im Untergrund ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen vorhanden ist.

„Helium ist ein kritischer Rohstoff mit großer Bedeutung für unsere wirtschaftliche und technologische Zukunft. Es wird unter anderem in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie und in der Forschung benötigt. Gleichzeitig sind Deutschland und Europa bei der Versorgung heute weitgehend auf Importe angewiesen. Ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern könnte dazu beitragen, die Abhängigkeiten Deutschlands von internationalen Lieferketten zu verringern und unsere Versorgungssicherheit zu stärken. Gleichzeitig ist es eine Chance für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Technologiestandort“, sagte Blank.

Die Europäische Union stuft Helium als kritischen Rohstoff mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und hohem Versorgungsrisiko ein. Dr. Blank betonte zugleich: „Bei allen wirtschaftlichen Chancen gilt: Der Schutz von Mensch, Wasser und Umwelt hat höchste Priorität. Für die Erkundungsarbeiten gelten deshalb strenge Anforderungen. Die zuständigen Behörden prüfen jeden Schritt sorgfältig. Auch eine mögliche spätere Förderung könnte nur erfolgen, wenn dafür alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Genehmigungen erteilt sind.“

Für die Tiefbohrung „Wolgast 8“ hat das Bergamt Stralsund im November 2025 den Hauptbetriebsplan zugelassen. Bestandteil des Verfahrens waren unter anderem umweltfachliche Untersuchungen sowie wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigungen. Behörden, Gemeinde, Landkreis sowie Energie- und Wasserversorgungsunternehmen wurden beteiligt; zudem fand eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ein begleitendes Grundwassermonitoring ist vorgesehen.

Mit der Tiefbohrung wird zunächst ausschließlich erkundet, ob ein wirtschaftlich nutzbares Heliumvorkommen vorhanden ist. Die Zulassung zu dieser Untersuchung umfasst noch keine Erlaubnis für eine kommerzielle Förderung. Für eine kommerzielle Nutzung wären nach dem Nachweis eines wirtschaftlich nutzbaren Vorkommens weitere umfassende bergrechtliche Genehmigungsverfahren, inklusive der Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt, Grund- und Trinkwasser, usw. nötig.

Internationaler Spitzensport auf der Insel Rügen

Schwesig: Der SailGP zeigt: MV ist Heimat für internationalen Spitzensport

Insel Rügen – Zum zweiten Mal gastiert mit der SailGP die „Formel 1 des Segelns“ in Sassnitz. „Die schnellsten Segelboote der Welt vor der malerischen Kulisse unserer Kreideküste“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Besuch. „Wir zeigen damit: Mecklenburg-Vorpommern ist Heimat für  internationalen Spitzensport.“

Mit dem SailGP komme nicht nur der Sport, sondern auch Wertschöpfung nach MV. „Nach Angaben des Veranstalters führte die Premiere im vergangenen Jahr zu direkten wirtschaftlichen Effekten in Höhe von rund zehn Millionen Euro, insbesondere in Hotellerie und Gastronomie“, sagte Schwesig. Gleichzeitig stärke die Landesregierung mit Investitionen in Infrastruktur, Veranstaltungslogistik und maritime Einrichtungen die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt und der Region.

Mecklenburg-Vorpommern positioniere sich damit nicht nur als attraktiver Gastgeber für internationale Sportformate, sondern ebenso als zukunftsorientierter Wirtschafts- und Tourismusstandort – auch mit Blick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland.

Schwesig: „Gemeinsam mit Rostock bewerben wir uns um die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe in Warnemünde. Wir sind überzeugt: Warnemünde ist Deutschlands bestes Segelrevier für Olympia – mit hervorragender Infrastruktur für Athletinnen und Athleten sowie Gäste.“

Aktuelle Betrugsversuche im Zusammenhang mit Steuerangelegenheiten

Schwerin – Derzeit sind erneut betrügerische E-Mails und Schreiben im Umlauf, die im Namen des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt), der Zollverwaltung oder der Steuerverwaltung versendet werden. Ziel der Betrüger ist es, persönliche Daten oder Geld von Steuerpflichtigen zu erlangen.

Die gefälschten Nachrichten wirken oft täuschend echt. Teilweise enthalten sie eine persönliche Anrede und geben vor, von ELSTER, der Bundesfinanzverwaltung oder anderen Behörden zu stammen. Empfängerinnen und Empfänger werden beispielsweise aufgefordert,

  • angeblich geänderte Allgemeine Geschäftsbedingungen über einen Link zu bestätigen,
  • Formulare für eine Einkommensteuererstattung auszufüllen,
  • Konto- oder Kreditkartendaten für eine vermeintliche Steuererstattung einzugeben,
  • angebliche Zahlungsrückstände auszugleichen oder
  • gefälschte Zahlungsaufforderungen, etwa wegen eines „Verspätungszuschlags zur Steuererklärung“, einer unterlassenen Offenlegung von Umsatzzahlen oder anderer angeblicher Forderungen, zu begleichen.

Teilweise werden die Empfänger nach dem Anklicken eines Links (z. B. „elster-amt.com“) oder dem Scannen eines QR-Codes auf eine Internetseite geleitet, auf der sie zur Eingabe ihrer Bankverbindung aufgefordert werden. In anderen Fällen enthalten die E-Mails Anhänge mit vermeintlichen Zahlungsanweisungen oder Hinweisen auf angebliche Steuerrückstände. Häufig wird dabei mit Vollstreckungsmaßnahmen gedroht, um zusätzlichen Druck aufzubauen.

Die Steuerverwaltung stellt klar: Steuerbehörden fordern niemals per E-Mail oder QR-Code zur Eingabe von Steuernummern, Bankverbindungen, Kreditkartennummern, PINs oder Sicherheitskennwörtern auf. Steuerpflichtige erhalten in der Regel lediglich Benachrichtigungen, jedoch keine Steuerdaten oder Zahlungsaufforderungen als E-Mail-Anhang.

So sollten Sie reagieren, wenn Sie eine verdächtige Nachricht erhalten:

  • Klicken Sie keine Links in verdächtigen E-Mails an.
  • Öffnen Sie keine Anhänge unbekannter oder zweifelhafter Nachrichten.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankverbindungen preis.
  • Überweisen Sie keine geforderten Beträge.
  • Löschen Sie die verdächtige E-Mail oder entsorgen das Schreiben.

Die Finanzverwaltung empfiehlt, bei ungewöhnlichen Nachrichten stets besondere Vorsicht walten zu lassen. Im Zweifel sollten Steuerpflichtige direkt Kontakt mit ihrem Finanzamt aufnehmen und die Echtheit der Nachricht überprüfen.

Weitere Informationen und Hinweise zum Umgang mit betrügerischen E-Mails und Schreiben sind auf dem Steuerportal Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern bleibt stabil

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank: „Unser Kurs zeigt Wirkung.“

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich im Juni 2026 weiterhin robust. Nach den heute veröffentlichten Zahlen der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit waren 61.886 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.682 weniger als im Juni des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank von 7,8 auf 7,6 Prozent. Damit entwickelt sich die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern im Vorjahresvergleich günstiger als in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank sieht darin eine Bestätigung des Kurses der Landesregierung: „Mecklenburg-Vorpommern kommt bislang stabil durch eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Wir arbeiten eng mit der Wirtschaft zusammen, unterstützen Investitionen und setzen auf eine aktive Fachkräftesicherung. Das hilft, Beschäftigung im Land zu sichern. Für junge Menschen ist es noch nicht zu spät, sich jetzt für den Start des Ausbildungsjahres im August zu bewerben – es sind noch rund 3.400 attraktive Ausbildungsplätze in M-V verfügbar.“

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch. Im Juni waren bei den Arbeitsagenturen im Land 15.400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Besonders gesucht werden Fachkräfte im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe und im Gastgewerbe.

„Fachkräfte sind eine der zentralen Standortfragen für Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb reicht es nicht, nur über offene Stellen zu reden. Wir müssen Unternehmen dabei unterstützen, Fachkräfte zu halten, neue Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigte weiter zu qualifizieren. Dazu gehört auch der Blick über die Landesgrenzen hinaus. Die Delegationsreise nach Zentralasien ist Teil dieses Ansatzes. Wir bauen dort verlässliche Partnerschaften auf, damit Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zusätzliche Wege zur Fachkräftegewinnung nutzen können“, sagte Blank.

Zugleich bleibe die Lage anspruchsvoll. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag nach den aktuell verfügbaren Daten für April 2026 bei 571.900 und damit unter dem Vorjahreswert. „Gerade deshalb werden wir unseren Kurs fortsetzen. Wir wollen Unternehmen weiter verlässlich begleiten, industrielle Kerne sichern und die Fachkräftebasis im Land stärken. Der Arbeitsmarktbericht macht Mut, aber er ist auch ein Auftrag, weiter konsequent zu arbeiten“, sagte Blank.

Allianz Deutsche Häfen: „Tag der Häfen“ in Berlin

Jochen Schulte: „Unsere Häfen erfüllen zentrale nationale Aufgaben – und müssen entsprechend finanziert werden“

Berlin – Beim „Tag der Häfen“ hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatsekretär Jochen Schulte gestern (Mittwoch) in Berlin auf die wachsende Bedeutung der deutschen Seehäfen für die wirtschaftliche Entwicklung, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Sicherheit Deutschlands verwiesen. „Unsere Häfen werden jeden Tag wichtiger und erfüllen längst zentrale nationale Aufgaben. Sie sind weit mehr als reine Umschlagplätze für Waren. Sie sind Energiedrehscheiben, logistische Knotenpunkte und Teil der sicherheitsrelevanten Infrastruktur Deutschlands“, sagte Schulte am Mittwochabend in der Landesvertretung Hamburgs in Berlin.

Schulte, der zugleich Maritimer Koordinator der Landesregierung ist, begrüßte, dass die nationale Bedeutung der Häfen für Energieversorgung, Resilienz und Verteidigungsfähigkeit auf Bundesebene zunehmend anerkannt wird: „Die Erkenntnis ist da, jetzt müssen die richtigen Konsequenzen folgen. Die Finanzierung muss auf stabile und zukunftsfeste Beine gestellt werden. Ich freue mich über die positiven Signale von Herrn Dr. Ploß, der seit kurzem anerkennt, dass die deutschen Häfen viel stärker als bisher vom Bund unterstützt werden müssen.“ Dr. Christoph Ploß ist der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus.

Die Häfen stehen vor erheblichen Investitionen, etwa in die Modernisierung ihrer Infrastruktur sowie in Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz und Sicherheit. Jochen Schulte: „Wer von den Häfen erwartet, dass sie zentrale Aufgaben für die Energieversorgung, die Versorgungssicherheit sowie die Landes- und Bündnisverteidigung übernehmen, muss sie auch als nationale Infrastruktur behandeln – und entsprechend in ihre Zukunftsfähigkeit investieren. Deutschland braucht leistungsfähige Häfen – für die Wirtschaft, für die Energiewende und für unsere Sicherheit.“

Unter dem Titel: „Wo Resilienz beginnt: Zwischen Energiekrise und Verteidigungspolitik – Die deutschen Häfen als tragende Säulen einer nachhaltigen Infrastruktur der Zukunft“ hat die Allianz Deutsche Häfen am 10. Juni 2026 in die Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin eingeladen. Die Allianz Deutsche Häfen ist ein Zusammenschluss von acht führenden See- und Binnenhäfen. Zu ihren Mitgliedern zählt auch der Überseehafen Rostock.

Sichere Kampfmittelentsorgung

Lärz – Mecklenburg-Vorpommern setzt bei der Beseitigung von Altmunition auf moderne Technik. Bei einem Besuch der mobilen Munitionsvernichtungsanlage EODiS am Standort Lärz informierte sich Umweltminister Dr. Till Backhaus über den aktuellen Stand der Arbeiten des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern (MBD).

„Die sichere Beseitigung von Kampfmitteln ist eine Daueraufgabe unseres Landes. Noch immer werden Jahr für Jahr große Mengen an Munition und Sprengkörpern aus den Weltkriegen geborgen. Deshalb brauchen wir Verfahren, die sicher, wirtschaftlich und umweltverträglich sind. Die mobile Vernichtungsanlage erfüllt genau diese Anforderungen“, sagte Backhaus.

Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde die Firma Nolte Ammunition Services GmbH im Frühjahr 2025 mit der Vernichtung von Lagerbeständen des Munitionsbergungsdienstes beauftragt. Nach Abschluss eines umfangreichen Genehmigungs- und Zulassungsverfahrens konnte die Anlage Anfang September 2025 in Lärz aufgebaut und Mitte September in den regulären Betrieb überführt werden.

Seitdem wurden bereits mehr als 70 Tonnen Kampfmittel vernichtet. Das Spektrum reicht von Munitionsfragmenten mit Sprengstoffanhaftungen über Infanteriemunition und Handgranaten bis hin zu Sprenggranaten mit einem Kaliber von 12,8 Zentimetern. Größere Kampfmittel werden vor der thermischen Vernichtung in einer speziell gesicherten Sägestation zerlegt und anschließend im geschlossenen Ofensystem entsorgt.

Kernstück der Anlage ist ein sprengsicherer Verbrennungsofen mit angeschlossener Rauchgasreinigung. Die Kampfmittel werden bei Temperaturen von bis zu 650 Grad Celsius thermisch vernichtet. Schadstoffe werden über ein mehrstufiges Filtersystem zurückgehalten, sodass keine ungefilterten Rauchgase in die Umwelt gelangen. Die gesamte Anlage arbeitet als geschlossenes System und erfüllt hohe Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz.

Besonders wichtig ist aus Sicht des Ministers der Sicherheitsgewinn für die Beschäftigten des Munitionsbergungsdienstes.

„Jede vermiedene Verladung und jeder vermiedene Gefahrguttransport bedeutet weniger Risiko. Früher mussten die Kampfmittel aufwendig gereinigt, untersucht, verpackt und über weite Strecken zu stationären Vernichtungsanlagen transportiert werden. Die Vernichtung direkt am Lagerort reduziert die Zahl der notwendigen Handhabungen erheblich und erhöht damit die Sicherheit für die Beschäftigten und die Bevölkerung.“

Bereits im Jahr 2014 hatte Mecklenburg-Vorpommern am Standort Lärz erfolgreich eine vergleichbare mobile Vernichtungsanlage eingesetzt. Damals wurden innerhalb von sechs Monaten mehr als 156 Tonnen Kampfmittel entsorgt. Die Erfahrungen zeigten bereits damals deutliche Vorteile hinsichtlich Sicherheit, Personalaufwand und Wirtschaftlichkeit. So konnten zahlreiche Transporte vermieden und erhebliche Personalressourcen eingespart werden.

Backhaus verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern aufgrund seiner Geschichte auch künftig mit erheblichen Mengen an Altmunition rechnen müsse: „Die Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege werden uns noch viele Jahrzehnte beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass wir moderne Technologien nutzen, die Sicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden. Die Erfahrungen in Lärz zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“

Der Minister dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Munitionsbergungsdienstes sowie den beteiligten Fachfirmen für ihre Arbeit. „Kampfmittelbeseitigung findet meist fernab der öffentlichen Wahrnehmung statt. Sie ist aber unverzichtbar für die Sicherheit unseres Landes und verdient höchste Anerkennung.“

Baden, Planschen, Schwimmen

Badesaison startet in Mecklenburg-Vorpommern mit ausgezeichneter Wasserqualität

Schwerin – Auch wenn die Sonne noch etwas fehlt, beginnt am 20. Mai offiziell die Badesaison, so auch in Mecklenburg-Vorpommern. 97 Prozent der knapp 500 regelmäßig überprüften Badegewässer im Land tragen in diesem Jahr das Prädikat „Ausgezeichnet“ oder „Gut“. Das ist ein nochmaliger leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (96,6 Prozent).

„Damit ist also klar: Unsere Badegewässer sind fast überall von hoher Qualität. Einem gelungenen Sommer an unseren Seen oder am Meer steht nichts im Wege“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese bei der heutigen Vorstellung der Zahlen am Kiessee in Krugsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Ministerin betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern damit weiterhin ein besonders attraktiver Urlaubs- und Lebensort bleibe mit vielen tollen Bademöglichkeiten und klarem Wasser. „Davon profitieren Einheimische und Touristinnen und Touristen gleichermaßen“, so die Ministerin.

Drese dankte zum Start der Badesaison den Mitarbeitenden der Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, die während der gesamten Badewassersaison, also noch bis zum 10. September, alle vier Wochen neue Proben an den überwachten Badestellen entnehmen.

„Das ist ein enormer Arbeitsaufwand, den die Gesundheitsämter aber auch unsere Mitarbeitenden im Labor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales erbringen, damit jede und jeder mit gutem Gewissen die warme Jahreszeit genießen kann“, erklärte auch Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. Denn im dortigen Labor werden die Proben hinsichtlich mikrobiologischer Belastungen, etwa durch Darmbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken, untersucht, die als Indikatoren auf eine Verunreinigung des Wassers hinweisen.

Bisher seien im ersten Probendurchgang 2026 keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Dennoch musste ein Badegewässer als mangelhaft eingestuft werden (2025: 2, 2024: 6, 2023: 7). Am Schwandter See wurden mehrfach Grenzwertüberschreitungen der mikrobiologischen Parameter festgestellt, die zu einem Badeverbot in der Saison 2026 geführt haben. Das ist auch bereits der Badewasserkarte MV zu entnehmen, die Nutzerinnen und Nutzern in detaillierten Profilen die Testergebnisse aller beprobten Badestellen aufzeigt.

„Über mögliche Badewarnungen hinaus finden Interessierte auf unserer Badewasserkarte, egal ob im Web und per App, aber auch Informationen zu Park- und Verpflegungsangeboten vor Ort, zu barrierefreien Zugängen oder zum Vorhandensein von sanitären Anlagen an der Badestelle. Das erleichtert die Ausflugsplanung und die Suche nach der persönlichen, neuen Lieblingsbadestelle“, verdeutlichte Drese.

Insgesamt sei die Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern enorm hoch und die Entwicklung sehr erfreulich, so Drese und Will. Waren 2023 noch 432 Badestellen als ausgezeichnet eingestuft, so sind es 2026 bereits 444. Liefen 2023 noch 12 Stellen unter dem Prädikat ausreichend, so habe sich dies auf nunmehr sechs halbiert.

Jede und jeder könne dazu beitragen, dass das so bleibt, erklärte Drese. „Dazu gehören gegenseitige Rücksichtnahme, aber auch das Mitnehmen bzw. die richtige Entsorgung von Müll, um den Eintrag in die Badestellen zu vermeiden“, betonte Drese.

Die Ministerin wies zudem noch auf die Informationsangebote des Ministeriums zum sicheren Baden hin. „Damit der Badespaß besonders für die jüngeren Wasserratten ein sicheres Vergnügen bleibt, bieten wir zum Beispiel einen Flyer an, in dem die beiden Bademeister Max und Vivi kindgerecht und mehrsprachig die gängigen Baderegeln erklären“, hob Drese hervor.

Zusätzliche Flyer gibt es zudem zum Thema „Baden im See“ und „Baden im Meer“, die für Erwachsene konzipiert sind. Neben Baderegeln gehen diese auch auf Aspekte wie Vibrionen und Zerkarien oder Nesselquallen ein. Alle Flyer stehen digital zum Download bereit.