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Kategorie: Insel News Usedom

Hohe Qualität der Usedomer Seebäder ausgezeichnet

Jochen Schulte: „Die erneute Anerkennung als Seebäder ist eine Auszeichnung für das Engagement vor Ort und ein Auftrag für die Zukunft zugleich“

Insel Usedom – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Zinnowitz die Seebäder Koserow, Loddin, Ückeritz, Zempin und Zinnowitz erneut als staatlich anerkannte Seebäder ausgezeichnet.

„Die erneute staatliche Anerkennung ist ein deutliches Signal für die herausragende Attraktivität und Qualität unserer Seebäder. Damit würdigen wir das Engagement der Kommunen und der vielen Menschen, die den Tourismus auf Usedom Tag für Tag gestalten. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich zielgerichtete Investitionen in eine moderne Infrastruktur und attraktive touristische Angebote auszahlen. Unser gemeinsamer Anspruch ist es, die hohe Qualität der Tourismusangebote dauerhaft zu sichern und unsere Seebäder zukunftsfest weiterzuentwickeln“, sagte Staatssekretär Schulte.

Alle fünf Gemeinden tragen den Titel „Seebad“ bereits seit 1996. Im Rahmen eines umfassenden Anerkennungsverfahrens wurde bestätigt, dass die Gemeinden auch weiterhin die hohen Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Dazu zählen unter anderem eine einwandfreie Badewasserqualität, leistungsfähige touristische Infrastruktur, attraktive Freizeitangebote sowie eine gute medizinische Versorgung.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die Entwicklung der fünf Seebäder über Jahrzehnte begleitet. So wurden zahlreiche touristische Infrastrukturmaßnahmen unterstützt – darunter die Seebrücke und der Hauptrettungsturm in Koserow, Strandanlagen in Loddin, Infrastrukturmaßnahmen in Ückeritz, der Ausbau von Strandanlagen und barrierefreien Strandzugängen in Zempin sowie Investitionen in das Haus des Gastes, öffentliche Einrichtungen und die Seebrücke in Zinnowitz.

Allein in den vergangenen 30 Jahren wurden zudem 117 gewerbliche Investitionsvorhaben in allen fünf Gemeinden mit Mitteln in Höhe von rund 49,1 Millionen Euro unterstützt – insbesondere in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft.

„Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Mecklenburg-Vorpommerns. Deshalb haben wir mit dem neuen Kurortgesetz verlässliche Qualitätsstandards geschaffen und investieren weiter kontinuierlich in die touristische Infrastruktur sowie in unsere Unternehmen. Damit stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen und sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf der Insel Usedom“, betonte Staatssekretär Schulte.

Mit der im Juni im Landtag beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Das Gesetz  wurde am 21. Juli im Gesetz- und Verordnungsblatt M-V veröffentlicht. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt und neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt.

Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter erhöht, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.

Baustart für die neue Brücke über den Peenestrom

Insel Usedom – Wichtiger Meilenstein für die neue Ortsumgehung Wolgast im Landkreis Vorpommern-Greifswald: Mit den ersten Arbeiten für die Brückenpfeiler hat heute (21. Mai 2026) der Bau der neuen Brücke über den Peenestrom begonnen.

Geplant ist eine sogenannte Zügelgurtbrücke: Bei dieser besonderen Konstruktion werden die vorgesehenen Stahlhohlkästen nicht im Boden verankert, sondern direkt mit dem Fahrbahnträger verbunden. Mit einer Gesamtlänge von rund 1,4 Kilometern, einer lichten Höhe von 42 Metern über dem Peenestrom und etwa 70 Meter hohen Pylonen wird sie die größte Brücke ihrer Art in Europa sein.

In den vergangenen Monaten wurden bereits wichtige Vorarbeiten abgeschlossen. Dazu gehörten unter anderem die Kampfmittelsondierung, die Baufeldfreimachung, die Herstellung von Arbeitsebenen für die Festlandspfeiler sowie die Errichtung der Baustraßen.

„Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in Wolgast und auf der Insel Usedom. Bisher fließt der Verkehr über eine Klappbrücke, die mehrmals am Tag für den Schiffsverkehr geöffnet und demzufolge für den Autoverkehr gesperrt wird. Mit der neuen Brücke werden die Menschen in Wolgast vom Straßenverkehr und von Staus entlastet. Die Usedomer kommen schneller aufs Festland und unsere Urlaubsgäste zügiger an den Strand von Usedom“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Veranstaltung in Wolgast. „Ich bin dem Bundeskanzler und dem Bundesfinanzminister sehr dankbar, dass die Bundesregierung zusätzliche Mittel für den Bau der Brücke bereitstellt. Dafür habe ich mich persönlich eingesetzt.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, sagte: „Der Bund sorgt dafür, dass der Bau der Peenebrücke für die Ortsumgehung Wolgast endlich losgeht! Die Menschen haben lange darauf gewartet. Es ist wichtig, dieses Projekt zu vollenden. Davon wird die gesamte Region profitieren. Ich freue mich sehr, dass wir für die in der Projektplanung entstandenen Mehrkosten Lösungen gefunden haben. Es ist genauso wichtig, den neu gesteckten und vertraglich vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren.“

Die neue Brücke ist Teil der insgesamt 6,8 Kilometer langen Ortsumgehung Wolgast. Diese wird den Verkehr der Bundesstraße 111 künftig südöstlich um die Stadt herumführen. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der A 20, der Insel Usedom sowie dem Hafen- und Industriestandort Wolgast nachhaltig zu verbessern und die Stadt spürbar vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Das neue Bauwerk erhält eine acht Meter breite, zwei-spurige Fahrbahn. Durch die lichte Höhe von 42 Metern können Schiffe den Peenestrom künftig ohne Brückenöffnungen passieren. Bisher muss die Brücke in der Ortsdurchfahrt Wolgast dafür bis zu fünfmal täglich geöffnet werden. Die neue Verbindung soll den Verkehrsfluss auf der B 111 deutlich verbessern.

Die Auftragssumme für das Brückenbauwerk beträgt allein 421 Millionen Euro. Für das Gesamtprojekt Ortsumgehung Wolgast stehen Bundesinvestitionen von etwa 500 Millionen Euro bereit.

Nach aktuellem Stand kann die Ortsumgehung Wolgast Ende 2029 für den Verkehr freigegeben werden.

Land unterstützt Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur auf Usedom

Dr. Wolfgang Blank: „Leistungsfähige Straßen sichern Mobilität, stärken den Tourismus und schaffen Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region“

Insel Usedom – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute am Rande der Jubiläumsveranstaltung der Usedom Tourismus GmbH im Ostseebad Heringsdorf zwei Zuwendungsbescheide zur Stärkung der Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur in der Region übergeben. Gefördert werden Maßnahmen der Gemeinde Ostseebad Zinnowitz sowie des Landkreises Vorpommern-Greifswald mit insgesamt rund vier Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln.

„Eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für erfolgreichen Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land. Gerade auf Usedom, wo Mobilität und Aufenthaltsqualität eng miteinander zusammenhängen, sind Investitionen in Straßen und attraktive Verkehrswege ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Gemeinde Ostseebad Zinnowitz erhält für den kommunalen Anteil am zweiten Bauabschnitt des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Zinnowitz-West im Zuge der Bundesstraße 111 eine Förderung in Höhe von rund 310.000 Euro. Die Förderung der Maßnahme erfolgt im Rahmen der Kommunalen Straßenbauförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauFöRL M-V).

Vorgesehen ist der Ausbau der Nebenanlagen auf einer Länge von rund 300 Metern. Nördlich der Fahrbahn wird ein etwa 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg errichtet, südlich ein Gehweg mit einer Breite von 1,25 bis 1,50 Metern. Zudem wird die Regenentwässerung erneuert und der Regenwasserkanal am Knotenpunkt B 111/Möskenweg erweitert. Der von der Gemeinde zu tragende Eigenanteil beläuft sich auf rund 135.000 Euro. Der Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt Zinnowitz-West im Zuge der Bundesstraße 111 erfolgt im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz.

„Mit der Förderung verbessern wir die Verkehrsverhältnisse in Zinnowitz gezielt und nachhaltig – für Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie für Gäste. Gerade in einer touristisch stark frequentierten Region wie Usedom sind sichere, leistungsfähige und bedarfsgerechte Verkehrswege ein entscheidender Standortfaktor.“

Einen weiteren Zuwendungsbescheid über rund 3,68 Millionen Euro übergab Minister Dr. Blank an den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und dient der grundhaften Erneuerung der Kreisstraße Vorpommern-Greifswald 56 vom Kavelpass (ab Bundesstraße 197) bis zur Anbindung an die Landesstraße 31 bei Rubenow.

Mit dem Projekt, dessen Gesamtausgaben bei rund 6,13 Millionen Euro liegen, wird die Anbindung touristischer und gewerblicher Unternehmen verbessert und die Qualität der touristischen Infrastruktur nachhaltig gesteigert. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu stärken und die Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Arbeitsplätze weiter zu verbessern.

„Gut ausgebaute Straßen sind mehr als komfortable Verkehrswege – sie sind bedeutsame Standortfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung der Region“, so Minister Dr. Blank. „Sie sichern Erreichbarkeit, erhöhen die Attraktivität des Tourismusstandortes und leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke.“

Schwesig: Der Weg für die neue Peenebrücke in Wolgast ist endgültig frei

Wolgast – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat den Weiterbau der Ortsumgehung Wolgast finanziell sichergestellt. Das Bundesfinanzministerium hat eine für die Auftragserteilung notwendige überplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 420 Millionen Euro erteilt. Damit kann die neue Peenebrücke in Angriff genommen werden. Das war notwendig, damit die Vergabe noch innerhalb der bindenden Fristen im November möglich ist.

„Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in Wolgast, für Berufspendlerinnen und Berufspendler und die Urlaubsgäste auf der Insel Usedom. Mit der Brücke wird Wolgast entlastet und der Verkehr zum Fließen gebracht. Es hat in den letzten Wochen intensive Gespräche mit Bundeskanzler Merz und Finanzminister Klingbeil gegeben.

Ich bin der Bundesregierung dankbar, dass sie die Unterstützung des Bundes möglich gemacht haben. Der Weg für die neue Peenebrücke ist jetzt endgültig frei. Die beiden Verkehrsminister Patrick Schnieder und Wolfgang Blank sind nun mit der Umsetzung des Projekts betraut“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwerin in Schwerin.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt daher den Auftrag für den Neubau der Brücke über die Peene im Rahmen der Ortsumgehung Wolgast vergeben.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, erklärt dazu: „Jetzt geht’s los! Bei diesem zentralen Infrastrukturprogramm für unser Land ist ein echter Meilenstein geschafft. Diese Brücke hat eine enorme Bedeutung für die Insel Usedom und die ganze Region: Wir stärken damit unsere Wirtschaft und den Tourismus und entlasten die vom Stau geplagten Bürgerinnen und Bürger. Am finalen ‚Go‘ aus Berlin haben viele mitgewirkt – von der Straßenbauverwaltung über die Ministerpräsidentin bis hin zu Bundesverkehrsministerium und Bundesfinanz-ministerium – Danke dafür!

Das Vergabeverfahren für den Neubau der Brücke über die Peene hat eine Bietergemeinschaft um das Schweizer Unternehmen Implenia Civil Engineering GmbH für sich entschieden. Die Auftragssumme für das Brückenbauwerk beträgt 421 Millionen Euro. Die Kosten für das Gesamtprojekt Ortsumgehung Wolgast liegen damit nun bei etwa 500 Millionen Euro.

Die Arbeiten an der neuen sogenannten Zügelgurtbrücke können damit beginnen. Die Fachleute des beauftragten Unternehmens sowie seiner Partner und der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden im nächsten Schritt den Bauzeitenplan für die Brücke abstimmen. Dabei werden die konkreten Arbeitsschritte und Bauzeiten für das komplexe Brückenbauwerk festgelegt.

Die Brücke hat eine acht Meter breite zweispurige Fahrbahn, eine Gesamtlänge von 1,4 Kilometer, eine lichte Höhe über dem Peenestrom von 42 Meter und 70 Meter hohe Pylonen. Durch die lichte Höhe von 42 Meter benötigen die Schiffe auf der Peene künftig keine Brückenöffnungen mehr. Das wird sowohl die Staus auf dem Festland und auf der Insel deutlich reduzieren.

Die Brücke wird Teil der 6,8 Kilometer langen Ortsumgehung Wolgast, die den Verkehr auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumführen wird. Die neue Trasse soll die Verbindung zwischen der A 20 und der Insel Usedom sowie dem Hafen- und Industriestandort Wolgast verbessern.

21. Wildwochen Usedom

Kulinarische Höhepunkte und Programm für die ganze Familie

Insel Usedom – Gestern eröffnete Forstminister Dr. Till Backhaus die 21. Usedomer Wildwochen im Forstamt Neu Pudagla im Seebad Ückeritz. Bis 9. November bieten unter anderem 24 Restaurants sowie zahlreiche Unternehmen und Institutionen ein umfangreiches Programm rund um die Themen Wald, Forstwirtschaft, Naturschutz, Jagd und Wildbret. Begleitet wird die Eröffnung von einem „Wilden Markt“, zu dem rund 1.000 Besucher aller Altersklassen erwartet werden. Zu den morgigen Höhepunkten gehören eine Jagdhunde-Vorführung (Pfostenschau), Bogenschießen, Hirschrufer und ein „wildes Quiz“.

Schon im Vorfeld bricht der Minister eine Lanze für das Naturprodukt Wildfleisch. „Es ist eine ausgesprochene Delikatesse. Die Wildtiere wachsen artgerecht auf und ernähren sich gesund am reich gedeckten Tisch von Mutter Natur. Im intakten Naturkreislauf gelangen auch keine schädlichen Fremdstoffe, zum Beispiel Medikamente, in das Fleisch. Wildtiere haben überwiegend Muskelfleisch. Aufgrund ihrer vielen Bewegung und ihrer eisenhaltigen Ernährung hat das Fleisch eine dunklere Farbe als das von Nutztieren. Wildbret ist deshalb von Natur aus mager und eiweißreich, leicht verdaulich sowie cholesterin- und kalorienarm. Es ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Es liefert die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Kurze Wege zu den Bezugsquellen in der Region machen lange Lagerzeiten und Transportwege überflüssig. Das Fleisch kommt frisch beim Kunden an.

Wenn man bedenkt, dass jeder Bundesbürger im Jahr durchschnittlich rund 90 Kilogramm Fleisch und knapp 14 Kilogramm Fisch verbraucht, dann muten die jährlich rund ein Kilogramm Wildfleischverzehr pro Person doch bescheiden an. Es ist also noch deutlich Luft nach oben, was die Vermarktung von Wildbret angeht. Nicht zuletzt mit Veranstaltungen wie der 21. Usedomer Wildwoche wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher davon überzeugen, mehr heimisches Wild und Fisch zu konsumieren.“

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 15.300 Jägerinnen und Jäger aktiv. Sie bejagen eine Fläche von rund 2,3 Millionen Hektar. „Bevor das Wild auf den Tisch gelangt, bedarf es der ordnungsgemäßen Hege der Wildbestände und der damit verbundenen Biotoppflege. Das Erlegen von Wild ist nur eine von vielen Aufgaben im Jagdrevier. Es krönt jedoch das Weidwerk“, bemerkt Dr. Backhaus.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jagdjahr 2024/25 rund 3.311 Tonnen Wildbret erzeugt. Zum Großteil handelt es sich mit rund 1.800 Tonnen um Schwarzwild, gefolgt von Reh- (747,6 Tonnen), Rot- (443,5 Tonnen) und Damwild (305,2 Tonnen). „Dieses Wildbret hat einen Wert von knapp sechs Millionen Euro. Das ist bereits ein nicht zu vernachlässigender Wert für die Wertschöpfung im ländlichen Raum“, sagt der Minister.

Die Wildwochen werden von der Interessengemeinschaft „Wildwochen auf Usedom“ organisiert. Dazu gehören u.a. Dr. Friedhelm Acksteiner, das Forstamt Neu Pudagla, der Jagdverband Ostvorpommern sowie Kurverwaltungen, Restaurants und Hotels auf Usedom.

Während der Wildwochen gibt es zahlreiche Veranstaltungen wie Kräuterwanderungen, Wald-Yoga und Outdoor-Nachmittage für die ganze Familie. Die teilnehmenden Restaurants locken mit einer speziellen Wildkarte. Zu den Höhepunkten gehören das Wild Fashion Dinner am 25. Oktober, ab 18 Uhr im Forsthaus Damerow in Koserow sowie zum Abschluss die Wildgala am 8. November im Restaurant Alexander im Seebad Kölpinsee.

Mobile Anlagen der Tourismuswirtschaft

Neuer Erlass ermöglicht Versorgung am Strand auch über die Saison hinaus

Schwerin – Ab dem 15. März 2025 gilt eine neue Regelung für das Aufstellen von Strandkörben und anderen mobilen Anlagen der Tourismuswirtschaft an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns. Bislang mussten diese Anlagen mit Beginn der Sturmflutsaison zum 15. Oktober eines Jahres abgebaut werden. Nun soll es auch über diesen Stichtag hinaus möglich sein, “mobile, leicht transportfähige Objekte“ wie z.b. Strandkörbe, die keiner Baugenehmigung bedürfen, ohne einen zusätzlichen Verwaltungsakt, d.h. ohne eine gesonderte Ausnahmegenehmigung, am Strand aufzustellen.

In einem solchen Fall tragen die Gemeinden bzw. die Strandkorbvermieter die Verantwortung für den Auf- und Abbau der Strandkörbe und mobilen Einrichtungen bei einer Sturmhochwasserwarnung. Dies ist ein Kompromiss der auf Initiative von Umweltminister Dr. Till Backhaus zwischen den zuständigen Behörden sowie den Gemeinden und der Tourismuswirtschaft erzielt wurde.

„Seit vielen Jahren ist die Strandbewirtschaftung ein Thema, insbesondere unter den Gewerbetreibenden. Das kann ich gut nachvollziehen, denn zur Erzielung zusätzlicher Einnahmen haben sie selbstverständlich ein großes Interesse daran, jeden Sonnentag bestmöglich auszunutzen. Dies wirkt sich letztlich auch auf das Image des Landes als beliebte Urlaubsregion aus und entscheidet darüber, ob Gäste auch in der Nebensaison gerne in MV urlauben.

Gleichwohl tragen wir in der Sturmhochwassersaison, vom 16. Oktober bis 31. März, eine hohe Verantwortung dafür, dass weder Menschen, noch Sachwerte Schaden nehmen. Die Sicherung unserer technischen Küstenschutzanlagen und der Ausgleich von Sanddefiziten hat daher hohe Priorität. In diesem Spannungsfeld haben wir nach einem Winterkonzept gesucht, dass die verschiedenen Interessenslagen noch besser ausgleicht. Im Ergebnis haben wir den bestehenden Erlass zur wasserrechtskonformen Nutzung des Strandes überarbeitet und festgelegt, dass die Strandnutzung über den 15. Oktober erweitert werden kann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind“, erläutert Minister Backhaus.

Dazu gehöre u.a., dass ein Rückbau dieser Anlagen innerhalb von 12 Stunden möglich sein muss, sagt er weiter. Aus fachlicher Sicht sind mindestens 12 Stunden erforderlich, um den Gemeinden und Behörden die Möglichkeit der Reaktion zu geben, falls der Betreiber verhindert ist oder seiner Rückbaupflicht aus anderen Gründen nicht nachkommt. Darüber hinaus muss der Betreiber sicherstellen, dass er Warnmeldungen für erhöhte Wasserstände oder Sturmhochwasser erhält und nutzt.

Minister Backhaus weist darauf hin, dass sich die Gültigkeit des Erlasses nur auf die wasserrechtliche Zulässigkeit im Bereich von Küstenschutzanlagen des Landes MV bezieht. Die Regelungen zur befristeten Zulässigkeit von baulichen Anlagen mit Baugenehmigungsverfahren sowie die Regelungen zu Leitungen bleiben bestehen.

Die Sturmhochwassersaison endet am 31.03.2025. Bis zur nächsten Sturm­hochwassersaison, die am 16.10.2025 beginnt, sollen die Regelungen über öffentlich-rechtliche Verträge mit den Gemeinden umgesetzt werden, die Interesse an einer solchen Regelung haben.

Gemeinden, welche die Regelungen bereits ab 15.03.2025 nutzen möchten, können bei den zuständigen StÄLU eine Ausnahmegenehmigung für die Aufstellung von „mobilen, transportfähigen Objekten“ erhalten. Die Auf­stellung von Strandkörben kann somit zeitnah zum Beginn der Sonderöff­nungszeiten in den Ostseebädern erfolgen.

25 Jahre Naturpark Insel Usedom

Insel Usedom – Mit einem Festkolloquium begeht der Naturpark Insel Usedom heute sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft und zahlreiche Weggefährten im Naturparkzentrum Klaus-Bahlsen-Haus.

„25 Jahre Naturpark Insel Usedom bedeuten 25 Jahre Engagement für den Schutz und die Erhaltung der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft. Usedom war und ist von einer besonderen landschaftlichen Vielfalt und Schönheit gekennzeichnet. Durch seinen integrativen Charakter wirkt der Naturparke essentiell für die Stärkung des ländlichen Raums, die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Die insgesamt sieben Naturparke in M-V sind Teil unserer 13 Nationalen Naturlandschaften. Mit zusammen genommen 557.300 Hektar nehmen sie fast 18 Prozent der Landesfläche ein. Diese Schutzgebiete sind Schatzkammern, die es zu bewahren gilt. Naturparke sind Vorbilder für nachhaltigen Tourismus und sind ein besonders wertvoller Erholungsraum.

Besonders stolz sind wir, weil alle unsere Naturparke in M-V fortwährend das Siegel ‚Qualitäts-Naturpark‘ tragen, das für die nachhaltige und kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Schutzgebiete steht. Usedom ist ein Hotspot für Touristen: Hier leben 32.000 Einwohner, pro Jahr kommen mehr als eine Million Besucher. Mit der Festsetzung des Naturparks Insel Usedom 1999 ergaben sich deshalb wichtige Prämissen: Wir möchten diesen Naturraum schützen, pflegen und dabei für zahlreiche Besucherinnen und Besucher naturverträglich erlebbar machen“, sagte Umweltstaatssekretärin Elisabeth Aßmann, die für den terminlich verhinderten Minister Dr. Till Backhaus anwesend war.

Im Gebiet des Naturparks sind seit seiner Gründung vier Beobachtungstürme, 163 Infotafeln und etwa 1.000 Wegweiser auf 439 Kilometern Wander- und Radwanderwegen entstanden. Im Bereich der Umweltbildung hat sich die Zusammenarbeit mit der Grundschule Stadt Usedom etabliert. Sie wurde 2024 als Naturparkschule zertifiziert. Darüber hinaus beteiligt sich der Naturpark Insel Usedom auch an überregionalen Projekten. Auf 139 Kilometern wurde zuletzt ein Streckenabschnitt des Naturparkweges M-V als Wendeschleife im stark frequentierten Ostteil des Landes ausgewiesen.

Ute Hennings, Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), zu dem die Naturparke des Landes M-V gehören, hob in ihrer Ansprache die jahrelange und fortwährende Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, Behörden und ehrenamtlichen Akteuren hervor und dankte allen Beteiligten. „Für die nachhaltige Entwicklung unserer Naturparke sind vielfältige Kooperationen ein Muss. Nur durch konstruktiven Dialog und partnerschaftliche Zusammenarbeit können wir die Herausforderungen erfolgreich meistern. Der Wert unserer Naturparke zeigt sich vor allem durch ihre breite Akzeptanz.

Auf der Insel Usedom ist Tourismus ein Schwerpunktthema. Über die gute Zusammenarbeit zwischen Naturpark und Tourismuswirtschaft sind wir sehr froh. Hervorzuheben sind die von Beginn an guten Kontakte zu den Akteuren des Naturschutzes. Der Naturpark Insel Usedom profitiert vom Engagement seiner Partner, insbesondere der ehrenamtlich Tätigen. Das heutige Jubiläum erfüllt uns mit Stolz und ist gleichzeitig motivierend, alle künftigen Aufgaben anzugehen.

Der Schutz unserer einzigartigen Natur ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe. Ein wichtiger Schritt ist deshalb die Fortschreibung des Naturpark-Plans aus dem Jahr 2002. Mit der Fortsetzung werden wir noch in diesem Jahr beginnen, auch um die vielen neuen regionalen Akteure in die Arbeit des Naturparks einzubinden. Wir möchten weiterhin Projekte umsetzen, von denen Gäste und Einwohner auch außerhalb saisonaler Höhepunkte profitieren“, sagte Ute Hennings.

Für die Zukunft wünscht sie sich in Zeiten der Veränderung, von Biodiversitäts- und Klimakrise Rückhalt aus der Politik, einschließlich einer auskömmlichen finanziellen und personellen Ausstattung der Naturparke für die wachsenden Aufgaben und Herausforderungen sowie ein gutes Miteinander von Behörden, Ehrenamtlichen und engagierten Menschen.

Der Naturpark Insel Usedom wurde am 10. Dezember 1999 gegründet. Die Gesamtfläche beträgt 59.000 Hektar. Mit 53 Prozent überwiegt die landwirtschaftliche Nutzung. Der Anteil an Waldflächen beträgt 27 Prozent. Der Grünlandanteil liegt bei 34 Prozent. Der Naturpark beherbergt FFH-Lebensraumtypen wie Buchenwälder, großflächige kalkreiche Niedermoore, Trockenrasen sowie zwölf Binnenseen. Das Schutzgebiet dient zahlreichen Vogelarten als Nahrungsquelle, Brut- und Rastplatz. Mit 33 Brutpaaren hat der Seeadler eine beachtliche Bestandsdichte.

Der erste Naturparkplan wurde 2002 veröffentlicht. Die Naturparkverwaltung sowie das Naturparkinformationszentrum befinden sich seit 2003 im Klaus-Bahlsen-Haus in Usedom Stadt. Die Verwaltung beschäftigt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich bieten sie ca. 100 naturkundliche Führungen an. Weiterhin gehören Projekttage, Exkursionen und die Zusammenarbeit mit der Naturparkschule zum Programm. Darüber hinaus ist der Naturpark an Bestandserfassungen wie dem Monitoring von Amphibien, Spechten, Fledermäusen und Tagfaltern beteiligt. 2022 wurde der Naturpark Insel Usedom zum vierten Mal in Folge als „Qualitäts-Naturpark“ vom Verband Deutscher Naturparke e. V. ausgezeichnet. Das Siegel ist fünf Jahre gültig.

Schiffe für die Marine

Schwesig: Moderne Schiffe für die Marine, sichere Arbeitsplätze für MV

Wolgast – Auf der Peene-Werft in Wolgast ist heute das erste Flottendienstboot der Klasse 424 für die Deutsche Marine auf Kiel gelegt worden.

„Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten in Zeiten internationaler Krisen einen verantwortungsvollen Dienst. Sie brauchen dafür modernste Ausstattung und Technik. Dazu gehören auch Schiffe, die auf dem neuesten Stand sind. Wir freuen uns, dass diese Schiffe in Mecklenburg-Vorpommern gebaut werden“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig während der Zeremonie.

„Die Aufträge der Marine sind wichtig für unser Land. Unsere Werften sind leistungsstarke Partner der Bundesmarine, die in Mecklenburg-Vorpommern stark vertreten ist“, sagte Schwesig. Die maritime Industrie sei aber für ganz Deutschland eine Schlüsselbranche. „Die Wertschöpfungsketten reichen von Norden bis tief in den Süden. Daran hängen technologische Fähigkeiten, hoch produktive Arbeitsprozesse und jede Menge Arbeitsplätze.“

Es habe sich als richtig herausgestellt, dass die Landesregierung die Peene-Werft auch in schwierigen Zeiten unterstützt habe. „Heute sehen wir, dass dieser Weg richtig war. Für Wolgast, das sein industrielles Herz behalten hat. Für die Lürssen Gruppe, die gut aufgestellt ist im Wettbewerb um weitere große Aufträge. Und für unser Land.“