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Kategorie: Verkehr / ÖPNV / Autobahnen / Straßenbau

Land investiert in Straßen, Brücken und Radwege

Ines Jesse: „Wir bringen wichtige Investitionen auf die Straße“

Schwerin – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute aktuelle Stra­ßenbauprojekte in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg besucht. Im Fokus standen dabei die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Straßenbauamtes Schwerin. Dort werden derzeit mehr als 100 unterschiedliche Vorhaben in verschiedenen Planungs- und Bauphasen bear­beitet.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Ortsdurch­fahrten, aktuell vor allem an Landesstraßen. Im Straßenbau­amt Schwerin werden derzeit 15 Ortsdurchfahrten an Landes­straßen geplant, drei weitere befinden sich im Bau und zwei in der Planfeststellung. Für die Auswahl und Priorisierung der Vorhaben kommen feste Kriterien zum Einsatz. Damit wird sichergestellt, dass die Maßnahmen mit dem größten Hand­lungsbedarf zuerst umgesetzt werden.

„Die Straßenbauämter arbeiten jeden Tag daran, die Straßen und Wege in unserem Land sicher und zukunftsfest zu machen. Die Kolleginnen und Kollegen leisten ganz wichtige Arbeit für die Mobilität und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns. Mit gezielten Investi­tionen in die Infrastruktur verbessern wir die Verkehrssicher­heit, erneuern unsere Ortsdurchfahrten und bauen das Rad­wegenetz weiter aus. So schaffen wir attraktive Verkehrs­wege, von denen alle profitieren – auf dem Weg zur Arbeit oder zum Fußballplatz“, so Staatssekretärin Jesse.

Dabei machte sich die Staatssekretärin unter anderem ein aktuelles Bild von den Ortsdurchfahrten in Warlow, Dröllewitz und Dorf Mecklenburg. Während in Warlow die Planungen laufen und in Dröllewitz derzeit gebaut wird, wird die Orts­durchfahrt in Dorf Mecklenburg am 27. August offiziell für den Verkehr freigegeben. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallhäufungsstellen. Ins­gesamt wurden vier Kreuzungen vorgestellt, an denen ent­weder bereits gebaut wird oder konkrete Planungen laufen. Grundlage für diese Maßnahmen sind die Empfehlungen der Unfallkommissionen.

Auf dem Wege erfolgte auch die Besichtigung des kürzlich fertiggestellten straßenbegleitenden Radwegs entlang der Landesstraße L 05 zwischen Püttelkow und Boddin sowie des geplanten Radwegs zwischen Zurow und Reinstorf. Zudem informierte sich Staatssekretärin Jesse vor Ort über den Stand des Ersatzneubaus der Brücke der L 04 über die Schmaar bei Zapel sowie über die Brücke über den Mühlenbach in Warin.

„Es geht auf den vielen Baustellen in unserem Land gut voran: Wir investieren in unsere Verkehrswege und bringen diese Investitionen auch auf die Straße“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Ein weiterer Teil der Baustellenbesichtigung widmete sich dem Umwelt- und Naturschutz. Vorgestellt wurden unter anderem umfangreiche Alleebaum- und Streuobstwiesen­pflanzungen, die als Ausgleich von Eingriffen durch den Stra­ßenbau dienen. Der Schutz und die Pflege der Alleen bilden dabei somit wichtige Aufgaben der Straßenbauverwaltung. Auch bei neuen Bauvorhaben werden in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden der Landkreise vielfältige ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant und umgesetzt.

Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landes­straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 182 Millionen Euro für Bundes­straßen und 80,6 Millionen Euro für Landesstraßen vorge­sehen. Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land rund 160 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.

Neuer Kreisverkehr freigegeben

Dr. Wolfgang Blank: „Wir investieren in sichere und leistungsfähige Straßen für die Menschen in unserem Land“

Jarmen – Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute gemeinsam mit dem Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, Jens Krage, und dem Bürgermeister der Stadt Jarmen, André Werner, in Jarmen den neuen Kreisverkehr an der Landesstraße L 35 offiziell für den Verkehr freigegeben. Nach knapp einjähriger Bauzeit konnte der neue Kreisverkehr planmäßig fertiggestellt werden.

„Mit dem neuen Kreisverkehr beseitigen wir eine bekannte Unfallhäufungsstelle und schaffen mehr Übersicht und Sicher­heit für alle Verkehrsteilnehmer – für Autofahrer ebenso wie für Fußgänger und Radfahrer“, sagte Minister Dr. Blank. „Mit diesen gezielten Investitionen in eine moderne und leistungs­fähige Infrastruktur stärken wir die Mobilität in unserem Land nachhaltig. Mit attraktiven Verkehrswegen schaffen wir einen konkreten und sichtbaren Mehrwert für die Menschen vor Ort und die Unternehmen in der Region.“

Der neue Kreisverkehr ersetzt die bisherige Kreuzung. Mit einem Außendurchmesser von 32 Metern ist die Anlage auch für den Schwerlast- und Großraumverkehr ausgelegt. Eine überfahrbare Mittelinsel ermöglicht die Befahrung durch besonders große Fahrzeuge. Für Fußgänger und Radfahrer wurden neue Querungshilfen mit Mittelinseln und gut sicht­baren Zebrastreifen geschaffen. Zudem wurden die Geh- und Radwege erneuert und eine moderne Anlage zur Regen­wasserbehandlung errichtet.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern über­nahm als Baulastträger der Landesstraße rund 1,2 Millionen Euro. Die Stadt Jarmen beteiligte sich mit rund 500.000 Euro. Zur finanziellen Entlastung der Kommune unterstützte das Land die Stadt zusätzlich mit rund 250.000 Euro im Rahmen der kommunalen Straßenbauförderung.

„Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt geplant und um­gesetzt haben, ebenso den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie allen Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld während der Bauzeit“, betonte Minister Dr. Blank. „Besonders erfreulich ist, dass nach der Initiierung des Bauvorhabens und nach dem ersten Spatenstich im August des vergangenen Jahres die Maßnahme so schnell umgesetzt werden konnte.“

Im Nachgang reiste Verkehrsminister Dr. Blank nach Mirow, um sich vor Ort über den aktuellen Stand des Neubaus der Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße B 198 zu infor­mieren. Im Anschluss an den feierlichen Spatenstich im März 2026 und den Fäll- und Rodungsarbeiten laufen derzeit um­fassende Arbeiten an der Trasse. Der zweistreifige Neubau umfasst eine Länge von 8,3 Kilometer. Die Baukosten des Vorhabens betragen rund 59 Millionen Euro.

Neues Ticketangebot der Deutschen Bahn

Dr. Blank: „Das ist ein echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Der Fernverkehr in M-V wird attraktiver“

Schwerin – Die Deutsche Bahn hat das Ticketangebot in Mecklenburg-Vorpommern erweitert: In einer zunächst bis Ende 2026 befristeten Pilotphase können Inhaberinnen und Inhaber eines Deutschland-Tickets, eines Seniorentickets MV und eines Azubitickets MV vergünstigt Mehrfahrten-Tickets für den Fernverkehr der Deutschen Bahn innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns und nach Hamburg kaufen und damit ganztägig IC- und ICE-Züge nutzen.

„Für die Berufspendlerinnen und -pendler und alle Vielfahrer in unserem Land kann das ein attraktives Angebot sein. Ich bin froh, dass die Bahn dieses neue Ticketangebot bei uns in Mecklenburg-Vorpommern anbietet“, erklärte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Das Land und die Deutsche Bahn haben in den vergangenen Jahren verschiedene Schritte unternommen, um den Fernverkehr in Mecklenburg-Vorpommern attraktiver zu gestalten und die Mobilität zu verbessern. So können Fahrgäste schon seit einigen Jahren den Fernverkehr zwischen Rostock und Stralsund auch mit Nahverkehrstickets, wie dem Deutschland-Ticket, dem Azubi-Ticket MV und dem Senioren-Ticket MV nutzen. Zuletzt war mit der Deutschen Bahn außerdem vereinbart worden, dass Inhaberinnen und Inhaber dieser Tickets jeweils morgens und abends die IC- und ICE-Züge auf der wichtigen Pendlerverbindung Schwerin-Rostock-Hamburg ohne Aufpreis nutzen können.

„Nachdem wir bereits die Nutzung des Deutschland-Tickets auf der Strecke Schwerin-Rostock-Hamburg zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends ermöglicht haben, ist das neue Ticketangebot ein weiterer echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Sie können jetzt über den ganzen Tag schneller und günstiger ans Ziel kommen. Das ist ein weiterer Baustein für eine moderne und alltagstaugliche Mobilität in unserem Land“, so Dr. Blank.

Das neue Angebot basiert auf bestehenden 10er- und 20er-Mehrfahrten-Tickets der Deutschen Bahn und wird vollständig digital vertrieben. Mehrfahrten-Tickets gelten auf festgelegten Strecken ohne Zugbindung und können flexibel innerhalb eines Monats genutzt werden.

Spatenstich Radweg Torgelow – Liepgarten

Jesse: „Wir stärken die Mobilität für die Menschen vor Ort und unsere Gäste“

Torgelow – Mit dem ersten Spatenstich hat heute offiziell der Ausbau des Radwegs zwischen Torgelow und Liepgarten begonnen. Das rund acht Kilometer lange Vorhaben wird mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ finanziert. Mit dem Ausbau des Radwegs entsteht eine attraktive und sichere Verbindung zwischen Torgelow, Liepgarten und dem Mittelzentrum Ueckermünde.

„Mit jedem neuen und besser ausgebauten Radweg erhöhen wir die Verkehrssicherheit und stärken zugleich die Mobilität der Menschen vor Ort. Der Ausbau der Strecke zwischen Torgelow und Liepgarten ist ein weiterer wichtiger Baustein für ein sicheres und attraktives Radwegenetz in Mecklenburg-Vorpommern. Davon profitieren die Menschen im Alltag ebenso wie Gäste, die unsere Region mit dem Fahrrad entdecken“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit beim heutigen Spatenstich.

Der bestehende Radweg entlang der Kreisstraße VG 75 wird grundlegend erneuert. Das verbessert die Erreichbarkeit zwischen Torgelow und Ueckermünde deutlich und erhöht die Sicherheit für Radfahrende auf dieser Strecke. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Infrastruktur in der Haff-Region. Attraktionen wie das Ukranenland in Torgelow oder das Seebad Ueckermünde werden künftig noch besser mit dem Fahrrad erreichbar sein. Der Radtourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern. Nach der Radverkehrsuntersuchung Mecklenburg-Vorpommern 2020–2022 beträgt der jährliche Bruttoumsatz des Radtourismus im weiteren Sinne rund 1,26 Milliarden Euro.

Staatssekretärin Jesse: „Mecklenburg-Vorpommern gehört beim Ausbau straßenbegleitender Radwege zu den führenden Bundesländern. Diesen Weg setzen wir konsequent fort – es gibt noch viel zu tun, auch wenn Mecklenburg-Vorpommern schon heute im Ausstattungsgrad an Bundes- und Landesstraßen deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.“

Von 2015 bis 2025 wurden vom Land mehr als 105 Millionen Euro in Radwege an Bundesstraßen und mehr als 86 Millionen Euro in Radwege an Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.

Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit unterstützt Kreise und Gemeinden bei Investitionen in ihre Radverkehrsinfrastruktur. Allein in den Jahren 2024 und 2025 stellte das Land mehr als 52,5 Millionen Euro Fördermittel für den Neu- und Ausbau kommunaler Radwege bereit.

Im Bundesprogramm Stadt und Land wurden in Mecklenburg-Vorpommern pro Kopf mehr straßenbegleitende Radwege realisiert als in jedem anderen Bundesland.

Mit dem Landesradnetz Mecklenburg-Vorpommern schafft das Land ein modernes, sicheres und attraktives Radwegenetz. Die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bis Mitte Juni 2026 eingegangenen mehr als 500 Hinweise werden aktuell ausgewertet.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat der Radverkehr mit 17,4 Prozent den höchsten Anteil an allen Wegen unter den Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

„Sommerlinie“ verbindet Greifswald und Lubmin wieder per Bahn

Dr. Wolfgang Blank: „Ein starkes Signal für den ÖPNV in M-V“

Greifswald – Nach 27 Jahren rollen seit heute wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem Start der neuen „Sommerlinie“ wird die traditionsreiche Bahn­verbindung während der Sommerferien an den Wochenenden wieder für den Personenverkehr genutzt.

Im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern betreibt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Greifs­wald und dem Seebad Lubmin. Zum Auftakt der Sommerlinie fand am Samstag eine gemeinsame Premierenfahrt mit Ver­treterinnen und Vertretern des Landes, der Kommunen, der PRESS sowie weiterer Partner statt.

Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank betonte die Bedeutung des Projekts: „Dass nach 27 Jahren wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin fahren, ist ein weiteres starkes Signal für den öffentlichen Personennahverkehr in unserem Land. Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive haben wir das Mobilitätsangebot mit neuen Verbindungen und neuen Ruf- und Regiobussen deutlich verbessert und dafür von 2023 bis 2025 rund 120 Millionen Euro investiert. In diesem Jahr kommen weitere rund 60 Mil­lionen Euro dazu. Die aus langem Schlaf erweckte Sommer­linie bringt Menschen bequem an die Küste. Unser gemein­sames Ziel mit Landkreise und Kommunen mit ist es, auf Grundlage der Erfahrungen aus diesem Sommer ein trag­fähiges Konzept für die Wiederbelebung der Strecke zu ent­wickeln.“

Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn sagte: „Die Reaktivierung einer Strecke im öffentlichen Personennah­verkehr ist immer ein starkes Signal für die Region und deren Mobilität. Wir freuen uns, dass mit dem Zuschlag an die Pressnitztalbahn ein zuverlässiger Eisenbahnverkehr auf einer weiteren Strecke in Mecklenburg-Vorpommern etabliert werden kann.“

Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern Greifs­wald ergänzte: „Die Wiederaufnahme des Schienenpersonen­verkehrs zwischen Greifswald und Lubmin ist ein tolles Signal für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Landkreis. Mit der Reaktivierung dieser traditionsreichen Stre­cke im Sommer wird ein attraktives Angebot für Einheimische und Gäste geschaffen, wobei die bestehende Infrastruktur sinnvoll genutzt wird. Es freut mich für unsere Region sehr, dass wieder Personenzüge auf dieser Strecke verkehren und die Anbindung zwischen Greifswald und Lubmin deutlich ver­bessert wird.“

„Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs nach Lubmin ist für mich ein echtes Herzensprojekt. Seit 2022 arbeite ich daran, dass diese traditionsreiche Verbindung wieder für Fahrgäste nutzbar wird. Umso mehr freue ich mich, dass aus dieser Idee nun mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Wirklichkeit geworden ist. Die neue Sommerlinie verbindet unsere Universitäts- und Hansestadt direkt mit der Küste und schafft eine attraktive Möglichkeit, die Region nachhaltig und bequem zu entdecken. Das ist ein großer Gewinn für den Tourismus, für die Menschen vor Ort und für unsere Gäste“, betonte Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fass­binder.

„Für das Seebad Lubmin ist die Bahnlinie ein weiterer touris­tischer Punkt, um für unsere Gäste und Einwohner eine Mög­lichkeit zu schaffen, an den Wochenenden nach Lubmin und Greifswald zu kommen. Wir hoffen, dass viele die Bahn nut­zen, damit das Angebot auch im nächsten Jahr fortgeführt werden kann“, so der 1. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lubmin Frank Tornow.

„Wir beleben im Sommer den Personenverkehr nach 27 Jah­ren im Auftrag des Landes neu. Mit der Pressnitztalbahn haben wir einen verlässlichen Partner dafür gefunden. Wir freuen uns sehr über die neue Sommerlinie im Land und sind gespannt, wie die Sommerlinie von den Fahrgästen ange­nommen wird“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

Die Sommerlinie verkehrt während der Sommerferien an den Wochenenden zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem zeitlich befristeten Angebot sollen Erfahrungen zur Nachfrage gesammelt und die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Zukunft der Strecke geschaffen werden.

140 Jahre Mecklenburgische Bäderbahn Molli

Land investiert in die Infrastruktur / Dr. Wolfgang Blank: „Der Molli verbindet seit 140 Jahren die Menschen in der Region. Auch in Zukunft wird sie ein verlässlicher Bestandteil unserer Mobilität bleiben.“

Bad Doberan – Die Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“ feiert heute ihr 140-jähriges Bestehen. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank würdigte auf dem Bahnhofsfest in Bad Doberan die Bedeutung der Traditionsbahn und übergab einen Fördermittelbescheid für den Austausch von drei Weichen in Kühlungsborn Ost und Kühlungsborn West. Das Land unterstützt die Investition mit rund 520.000 Euro aus Regio­nalisierungsmitteln des Bundes. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Austausch der drei Weichen auf rund 690.000 Euro.

„Historische Infrastruktur bleibt nur erhalten, wenn wir konti­nuierlich in ihren Bestand investieren. Mit dieser Förderung sichern wir den zuverlässigen Betrieb des Molli für die kommenden Jahre. Dies ist eine wichtige Investition in die Mobilität, den Tourismus und ein Stück lebendige Landes-geschichte. “, so Minister Dr. Blank.

„Der Molli ist weit mehr als eine historische Dampfeisenbahn. Er ist touristisches Wahrzeichen, technisches Denkmal und ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern “, sagte Minister Dr. Blank.  „Mit dem Eisenbahnanschluss des ersten deutschen Seebades Heiligendamm wurden Mobilität, Tourismus und Gesundheit auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Diese Erfolgs-geschichte wollen wir auch in Zukunft fortschreiben.“

Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli wurde am 9. Juli 1886 mit der Strecke zwischen Bad Doberan und Heiligendamm eröffnet. 1910 erfolgte die Verlängerung bis Arendsee, dem heutigen Kühlungsborn West. Seit 1976 steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz. Heute zählt der Molli zu den bekanntesten historischen Schmalspurbahnen Deutschlands und verbindet als öffentliche Nahverkehrsbahn täglich Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern integrierte den Molli bereits 1996 in den Schienenpersonennahverkehr und finanziert den Betrieb seitdem aus Regionalisierungsmitteln. Seit der Privatisierung wurden erhebliche Landesmittel in die Erhaltung der Infrastruktur sowie des historischen Fahrzeugparks investiert.

Werbung für mehr Respekt im Straßenverkehr

Ines Jesse: „Hinter orange steht ein Mensch. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich für Sicherheit auf unseren Straßen sorgen“

Schwerin – Mit einer landesweiten Plakatkampagne wirbt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern für mehr Rücksicht und Respekt gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemeinsam mit Beschäftigten der Straßenmeistereien den offiziellen Start der Kampagne an der B 321 bei Viez (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gegeben. In den kommenden Wochen werden die Motive an rund 120 Standorten im Land zu sehen sein.

„Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen Tag für Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sein können – oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Mit dieser Kampagne machen wir deutlich: Hinter der orangefarbenen Warnkleidung stehen Menschen, die unseren Respekt verdienen. Wer Tempo reduziert, Abstand hält und Absperrungen beachtet, trägt zu ihrer Sicherheit bei“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Straßenwärterinnen und Straßenwärter arbeiten täglich im unmittelbaren Verkehrsraum und sind dabei besonderen Gefahren ausgesetzt. Überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver oder missachtete Absperrungen gefährden ihre Sicherheit immer wieder. Mit der neuen Kampagne setzt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern ab sofort ein deutliches Zeichen für Respekt im Straßenverkehr. So soll der Blick der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die Menschen hinter der Warnkleidung gelenkt werden.

Wenn Straßen gesperrt oder Umleitungen eingerichtet werden müssen, führt das bei Pendelnden oft zu Frust. „Wir können den Ärger über Staus und Zeitverlust nachvollziehen“, sagt der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Dr. René Firgt. „Aber unsere Kolleginnen und Kollegen machen dort draußen ihren Job – und zwar einen lebenswichtigen. Sie sorgen dafür, dass unsere Straßen sicher und intakt bleiben. Deshalb haben sie unseren Respekt verdient.“

Für die Kampagne wurden bewusst keine Agenturfotos verwendet. Stattdessen zeigen die Plakate echte Beschäftigte der Straßenmeistereien Gadebusch, Kröpelin und Teterow in ihrem Arbeitsalltag. Mit Botschaften wie „Ich sehe dich nicht – Fuß vom Gas!“, „Ich bin Familienvater – Nimm Rücksicht!“ oder „Ich höre dich nicht – Tempo runter!“ machen sie auf die Gefahren ihres Berufs aufmerksam und werben für mehr Verständnis.

„Viele vergessen, dass hinter der Warnweste ein Mensch steht. Wenn Fahrzeuge mit 80 km/h nur zentimeterweit an uns vorbeirasen oder wir wüst beschimpft werden, weil eine Umleitung nötig ist, macht das was mit einem. Wir hoffen, dass die Plakate die Leute zum Nachdenken bringen“, erklärt Thomas Berger Straßenwärter bei der Straßenmeisterei Gadebusch.

Die Kolleginnen und Kollegen der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung berichten, dass die Anfeindungen verletzender werden und spürbar zugenommen haben. Das Missachten von Baustellenampeln oder das unerlaubte Durchfahren von gesperrten Bereichen – wie etwa frisch asphaltierten Abschnitten oder engen Verbindungswegen, gefährdet nicht nur die Straßenwärter, sondern auch die Verkehrsteilnehmer selbst.

Die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Kampagne #RespektfürStraßenwärterInnen. Der Verein appelliert seit vielen Jahren mit seinen Plakataktionen in Alleen für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. „Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto wahrscheinlicher ist ein Unfall und desto schwerer sind die Unfallfolgen“, informiert Wilfried Kapischke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht. „Außerorts sind es bei 100 km/h rund 80 m, bis ein Fahrzeug bei trockener Fahrbahn zum Stehen kommt. Sekunden, die für Straßenwärter über Leben oder Tod entscheiden. Sie sind während ihrer Tätigkeit auch zu Fuß im Straßenraum unterwegs und daher besonders gefährdet. Den Fuß vorausschauend vom Gas zu nehmen, sollte für jeden Verkehrsteilnehmer daher selbstverständlich sein.“

Gemeinsam mit der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung soll die Kampagne zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt auffordern. Darüber hinaus steht die Kampagne auch stellvertretend für alle Menschen, die im Verkehrsraum Straße ihre tägliche Arbeit verrichten, damit alle sicher ankommen. Die Plakate werden in den kommenden Wochen flächendeckend an den Hauptverkehrsrouten sowie im Umfeld größerer Baustellen zu sehen sein.

Schwesig: Straßenbahnnetz in Schwerin wird grunderneuert

Schwerin – In den kommenden fünf Jahren wird das Schweriner Straßenbahnnetz nach über 20 Jahren für mehr als 30 Millionen Euro grunderneuert. Die Hälfte der Baukosten wird durch Bundesmittel über die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gefördert, so z.B. die bereits 2025 abgeschlossene Teilmaßnahme „Grundinstandsetzung Haltestelle Kieler Straße zur Kreuzung Grevesmühlener Straße in Höhe von über 768.284,77 Euro.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergab dazu heute einen Zuwendungsbescheid an den Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH, Thomas Schlüter. Gleichzeitig informierte sie sich in der Franz-Mehring-Straße über den aktuellen Baufortschritt: Denn zu den insgesamt 24 geförderten Maßnahmen im Schweriner Straßenbahnnetz gehört auch die Grundinstandhaltung in der Franz-Mehring Straße/ Platz der Freiheit.

Die Ministerpräsidentin erinnerte daran, dass die Straßenbahn in Schwerin bereits seit dem Jahr 1908 für die Mobilität der Schwerinerinnen und Schweriner sorgt: „Die letzte größere Erneuerung des Schweriner Liniennetzes war 2004/2005. Seitdem sind die Gleise und Gleisbetten, die Leitungen, Haltestellen und Überfahrten viel benutzt und stark beansprucht worden. Weichen, Steuerung und Zugsicherungsanlagen können heute mit modernerer Technik betrieben werden. Deshalb ist es gut, dass der Nahverkehr Schwerin in den kommenden Jahren eine Grundinstandsetzung in Angriff nimmt“, so Schwesig.

Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern betonte, dass durch die Grunderneuerung der Gleisanlagen auch zukünftig eine hohe Betriebsqualität gewährleistet werden kann: „Insgesamt stellt der Bund für die Grunderneuerung des Schweriner Straßenbahnnetzes gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Mittel in Höhe über 15,6 Millionen bereit und beteiligt sich mit 50 % an den Baukosten. Alle geförderten Baumaßnahmen werden bis 2030 an unterschiedlichen Stellen im gesamten Schweriner Straßenbahnnetz durchgeführt.“

Für NVS-Geschäftsführer Thomas Schlüter steht fest: „Die Grundsanierung der Gleisanlagen sichert langfristig den Erhalt des Straßenbahnnetzes und trägt zur Einhaltung der technischen und betrieblichen Anforderungen bei. Die Förderung ermöglicht die Realisierung der erforderlichen Maßnahmen.“

Und Schwerins Verkehrsdezernent und stellvertretender Bürgermeister Bernd Nottebaum betont, dass die Landeshauptstadt seit Jahrzehnten auf einen umweltfreundlichen Verkehrsmix setzt, bei dem die Straßenbahn als Vorreiter der Elektromobilität eine zentrale Rolle spielt. „Die planmäßige Grunderneuerung unseres Straßenbahnnetzes sichert die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des ÖPNV in Schwerin insgesamt. Dass sich Land und Bund an der Förderung dieser Investitionen beteiligen, entlastet uns als Kommune finanziell und ermöglicht trotz des steigenden Zuschussbedarfs weiterhin sozialverträgliche Ticketpreise in Schwerin.“

Im Zuge der Sanierung sind 24 Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren geplant.

In diesem Jahr werden folgende Teilmaßnahmen umgesetzt:

  • Grundinstandsetzungsmaßnahmen an den Wendeschleifen Hegelstraße und Neu Pampow,
  • Grundinstandhaltung Franz-Mehring-Straße/Platz der Freiheit, inkl. Weichensteuerung und Gleiswechsel Goethestraße
  • Grundinstandsetzung Platz der Jugend (Weichenanlage),
  • Grundinstandsetzung Gleisanlage Platz der Freiheit (stadtauswärts),
  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Bürgermeister-Bade-Platz bis Möwenburgstraße.

Im Jahr 2027 sollen folgenden Teilmaßnahmen realisiert werden:

  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Hauptbahnhof bis Bürgermeister-Bade-Platz
  • Grundinstandsetzung Wismarsche Straße von Möwenburgstraße bis Kliniken,
  • Schienen- und Schwellentausch Brücke Plater Straße,
  • Grundinstandsetzung Kreuzung Arsenalstraße (einschl. Weichenanlage).

Ab 2028 soll die Haltestelle Hauptbahnhof barrierefrei ausgebaut werden.