Tag der Erneuerbaren Energien

Schwerin – Am kommenden Wochenende findet in M-V zum sechsten Mal – und erstmals im Sommer – das Aktionswochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien statt. Grund für die Verlegung des eigentlichen Termins Ende April zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien sind die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie.

„Vom 6. bis zum 8. August können Sie sich an 15 Orten bei 18 Veranstaltungen auf unterschiedlichste Weise über die Möglichkeiten der klimafreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung bei uns im Land vertraut machen. Ich bin den Unternehmen, Vereinen, Verbänden und Initiativen, die dieses Wochenende alljährlich mit ihren Veranstaltungen in allen Teilen unseres Landes ausrichten, sehr dankbar, dass sie uns die Treue halten“, sagte Christian Pegel bei der Landespressekonferenz heute in Schwerin.

Er erklärt aber auch, warum es nicht ganz so viele sind wie in den Vorjahren: „Wir mussten wegen der Pandemie seit zwei Jahren immer wieder neue Termine suchen, dann absagen, wieder neue suchen, immer ungewiss, ob diese dann zu halten sind. Das ist keine optimale Voraussetzung, um langfristig zu planen. Umso mehr freue mich sehr, dass trotz dieser Unwägbarkeiten und ziemlich kurzfristig so viel auf die Beine gestellt wurde für den außergewöhnlichen Termin mitten im Sommer.“

„Schon 2020 wollten wir mit unserer frisch rekonstruierten Pfarrscheune dabei sein. So war es keine Frage, dass wir in diesem Jahr unsere Türen öffnen“, sagt Friedrich Heilmann von der evangelischen Kirchengemeinde in Lichtenhagen-Dorf bei Rostock. Sie hat ihre Pfarrscheune aus dem Baujahr 1895 umgebaut zu einem Kommunikations- und Begegnungszentrum und dabei auf nachhaltige, klimafreundliche Energieversorgung gesetzt. Am Sonnabend, 7. August, können sich Besucherinnen und Besucher von 10 bis 15 Uhr Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und die energiesparende Dämmung ansehen, sich informieren, welche Wege die Kirchengemeinde gegangen ist, um diese alternative Energieversorgung möglich zu machen und bei Imbiss und Getränken auch alle anderen Fragen an die Gastgeber loswerden.

Den außergewöhnlichen Termin im August findet Friedrich Heilmann gar nicht so verkehrt: „Wir sind mitten im Hochsommer. Die Ferien in M-V sind vorbei und die meisten Einheimischen sind wieder da, aber auch noch die Urlauber aus anderen Bundesländern. Ich zähle darauf, dass viele Menschen bei uns reinschauen.“

„Energiewende funktioniert nur im Zusammenspiel aller Erneuerbaren. Die Windkraft ist dabei gerade in den Wintermonaten besonders wichtig. Deshalb laden wir als Landesverband Erneuerbare Energien dazu ein, sich konkret und vor Ort mit dem Thema Windkraftnutzung zu beschäftigen. Selbstverständlich gibt es dort aber auch Infos zu allen anderen Erneuerbaren“, sagt Johann-Georg Jaeger, Vorstand des Verbands. Bei dessen Veranstaltung am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr geht es hoch hinaus: Besucher können in Groß Schwiesow bei Güstrow eine Windenergieanlage erklimmen.

„Etwas sportlich sollten Sie dafür sein: Die 80 Meter bis zum Maschinenhaus klettern Sie eine Leiter im Turm hinauf. Und: Bitte melden Sie sich an per E-Mail an anmeldung@lee-mv.de“, gibt Johann-Georg Jaeger noch zwei Hinweise mit.

„Das ist auch eine hervorragende Gelegenheit, besondere Aufnahmen für den Videowettbewerb ‚Erneuerbare im Kasten‘ zu bekommen“, wirbt Christian Pegel, dessen Ministerium den landesweiten Wettbewerb mit 77.000 Euro unterstützt.

Der Minister weist daraufhin, dass es in diesem Jahr coronabedingt notwendig ist, sich zu vielen Veranstaltungen im Vorfeld anzumelden. „Diese Informationen finden Sie ebenso wie das komplette Programm in allen Teilen unseres Bundeslands auf der Webseite www.energietag-mv.de.“

„Wir haben uns selbstverständlich zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet, die eine Verbreitung des Virus‘ verhindern sollen. Wir stellen Desinfektionsmittel für unsere Gäste bereit, ebenso die Luca-App bzw. Gästelisten. Und einen Mund-Nasen-Schutz sollten Sie unbedingt dabeihaben“, zählen Friedrich Heilmann und Johann-Georg Jaeger ihre Sicherheitsvorkehrungen auf.

Alles Wichtige zu den Veranstaltungen in Lichtenhagen-Dorf und Groß Schwiesow sowie zu allen anderen Angeboten zum Tag der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern 2021 erfahren Sie auf www.energietag-mv.de und bei Facebook.

M-V mit neuem Außenhandelsrekord

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes trotz Corona-Krise 2020 einen neuen Außenhandelsrekord erzielt. Das gute Ergebnis ist vor allem auf einen Anstieg des Exports um mehr als 15 Prozent zurückzuführen. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das einzige Bundesland, dass trotz der coronabedingten wirtschaftlichen Probleme seinen Außenhandel steigern konnte.

Insgesamt betrug das Außenhandelsvolumen in Mecklenburg-Vorpommern 14,7 Milliarden Euro. Das sind 700 Millionen Euro mehr als 2019. Deutlich angestiegen ist der Export. Das Volumen stieg von 7,3 Milliarden Euro auf 8,6 Milliarden Euro. Der Import ist hingegen leicht von 6,6 Milliarden auf 6,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Damit wurde sowohl beim Export wie auch beim Außenhandel insgesamt ein Allzeithoch erzielt.

„Das Ergebnis zeigt, dass viele Unternehmen unseres Landes inzwischen gut auf internationalen Märkten aufgestellt sind“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin. „Die Wirtschaftsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich durch besonders viele kleine und mittlere Unternehmen aus. Das führt dazu, dass das Außenhandelsvolumen bei uns nicht so hoch ist wie in den Bundesländern mit hohem Industrieanteil. Aber wir sind in Krisenzeiten robuster als andere und können uns schneller auf besonders herausfordernde Situationen einstellen. Auf dieses Ergebnis können die im Außenhandel tätigen Unternehmen und ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern sehr stolz sein. “

Wichtigster Handelspartner waren im Jahr 2020 die Niederlande, auf die mit rund 1,5 Milliarden Euro mehr als 10 Prozent des Außenhandels des Landes Mecklenburg-Vorpommern entfallen. Dabei wurden Güter im Wert von gut 1 Milliarde Euro exportiert und in Höhe von 482 Millionen Euro importiert. Auf Platz 2 folgen mit Polen (1,2 Milliarden Euro) und Dänemark (990 Millionen Euro) zwei Länder aus dem Ostseeraum, mit denen Mecklenburg-Vorpommern schon seit vielen Jahren sehr enge Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Neu unter den TOP 5 sind Frankreich auf Platz 4 (816 Millionen Euro) und China auf Platz 5 (773 Millionen Euro).

Alle Angaben in Mio. Euro

Alle Angaben in Mio. Euro

Bei den Exporten war vor allem die Ausfuhr von Geräten zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung (+ 497 Mio. Euro) und Rohren aus Eisen und Stahl (+305 Mio. Euro) maßgebend. „Da spiegelt sich unsere Energiepolitik wider. Der weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien sorgt für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unserem Land. Und auch der Bau der Ostseepipeline macht sich positiv bemerkbar.“ Darüber hinaus wurde Weizen in Höhe von knapp 500 Millionen Euro exportiert. Die Importe waren breit gestreut, wichtigste Importgüter waren Papier, Pappe und Ölfrüchte.

„Ich möchte noch mehr Unternehmen ermutigen, im Außenhandel tätig zu sein. Die Landesregierung, die Kammern und andere Akteure der Außenwirtschaft unterstützen Sie dabei“, sagte die Ministerpräsidentin. „Sie informieren unter anderem auf der Exporttour und anderen Außenwirtschaftsveranstaltungen über die Möglichkeiten im Außenhandel und unterstützen die Teilnahme von Unternehmen und Firmengemeinschaftsstände auf Messen.“

Städtebauliche Gesamtmaßnahmen

Christian Pegel übergibt Zuwendungsbescheide in Neubrandenburg

Neubrandenburg – Landesbauminister Christian Pegel wird am 04. August 2021 Zuwendungsbescheide für die städtebaulichen Gesamtmaßnahmen „Datzeberg“, „Nordstadt/Ihlenfelder Vorstadt“ und „Altstadt“ an Neubrandenburgs Bürgermeister Silvio Witt übergeben. Außerdem erhält die Wohnungsgesellschaft Neuwoba einen Zuwendungsbescheid für den Anbau von Personenaufzügen an der Semmelweisstraße 9, 11, 13 und 15.

Die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Datzeberg“ wird mit drei Millionen Euro Finanzhilfen aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ gefördert. Mit diesem Geld wird die Sanierung der Kita „Kunterbunt“ unterstützt.

Die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Nordstadt/Ihlenfelder Vorstadt“ wird mit rund einer halben Million Euro Finanzhilfen aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Die Mittel sind insbesondere bestimmt für die Erschließungsmaßnahme Greifstraße/Ecke Fasanenstraße mit Spielplatz.

Die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Altstadt“ wird mit rund einer Million Euro Finanzhilfen aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ gefördert. Diese Mittel sind insbesondere bestimmt für die zwei Erschließungsmaßnahmen Treptower Straße und Wollweberplatz.

Zudem erhält die Stadt Neubrandenburg für die Erneuerung der Krämerstraße im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt“ vom Landesbauministerium einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von Finanzhilfen aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 370.000 Euro bei Gesamtausgaben von knapp 980.000 Euro. Damit soll die Krämerstraße im Bereich zwischen der Dümperstraße und der 2. Ringstraße grundhaft ausgebaut werden. Geplant ist, die Fahrbahn, Gehwege, Nebenanlagen, Freiflächen, Beleuchtung und Straßenentwässerung zu erneuern.

Mit Hilfe von 198.000 Euro sollen zudem an der Semmelweisstraße an dem Wohngebäude aus dem Jahr 1975 für 40 Wohnungen insgesamt vier Personenaufzüge nachgerüstet werden.

Förderung für Kita

Blowatz – Im ehemaligen Gutshaus in Dreveskirchen, einem Ortsteil der Gemeinde Blowatz (Landkreis Nordwestmecklenburg), ist die Kita untergebracht. Damit das ehemalige Gutshausgebäude, das auf der Denkmalliste des Landkreises steht, auch zukünftig als Kindertagesstätte betrieben werden kann, muss die Gemeinde dringend in den Brandschutz investieren.

Hierbei soll sie finanzielle Unterstützung durch eine Sonderbedarfszuweisung über 150.000 Euro bekommen. Weitere 50.000 Euro erhält die Gemeinde aus dem Sondervermögen Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dies entlastet die Gemeinde erheblich bei der Finanzierung der anstehenden Kosten, die mit 270.000 Euro beziffert werden.

Innenminister Torsten Renz ist überzeugt: „Die Investitionen der Gemeinde werden sich doppelt auszahlen. Das Gebäude wird als wichtiges Kulturgut erhalten und die Kinder können weiterhin in ihrer beliebten Kita lernen und spielen.“

Zu den Brandschutzmaßnahmen, die im und am Gebäude umgesetzt werden, gehören u.a. eine neue Außentreppe als zweiter Rettungsweg, zusätzliche einzelne Brandabschnitte für die Rettungswege im Innenbereich und der Einbau von Brandschutztüren.

Ortsumgehung Wolgast

Vorarbeiten zum Ersatzneubau der Ziesebrücke beginnen

Wolgast – Mit den bauvorbereitenden Maßnahmen zum Ersatzneubau der Ziesebrücke beginnen morgen (3. August 2021) die Vorbereitungen zum Bau der Ortsumgehung Wolgast.

„Ich freue mich, dass nach der intensiven Planungs- und Genehmigungsphase für die Ortsumgehung nun in einigen Wochen der Bau beginnen kann, zuvor aber die für alle sichtbaren ersten Arbeiten loslegen. Die Ortsumgehung wird für Anwohner wie für Touristen einen erheblichen verkehrlichen Mehrwert bringen. Dazu wird die Stadt Wolgast vom Durchgangsverkehr und so von Lärm und Abgasen befreit“, betonte Infrastrukturminister Christian Pegel die Bedeutung der Maßnahme, für die jetzt die Vorbereitungen beginnen.

Um den verkehrlichen Anforderungen der künftigen Ortsumgehung zu entsprechen, muss die Brücke über die Ziese durch einen Neubau ersetzt werden. Während dieser Zeit wird der Verkehr auf der Bundesstraße 111 mit je einer Spur pro Richtung über eine neu zu errichtende Behelfsumfahrung mit Behelfsbrücke geführt.

Um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird nun im ersten Schritt nördlich der bestehenden Brücke die Behelfsbrücke errichtet. Anschließend erfolgen der Abriss der alten und der Bau der neuen Ziese-Brücke. Nachdem bereits im Frühjahr das Baufeld freigemacht wurde, beginnen morgen die bauvorbereitenden Maßnahmen wie das Aufstellen von Amphibienschutzzäunen und das Abstecken des Baugeländes.

„Die Gründung der Behelfsumfahrung ist sehr aufwändig, da sie auf einer bis zu neun Meter dicken Torfschicht aufgebaut wird. Wir beginnen daher mit einer sogenannten Vorlastschüttung, durch die der Untergrund komprimiert und so verfestigt und für die weiteren Bauschritte vorbereitet wird“, erläutert Christian Pegel. Während der Arbeiten werden für die Erdstofftransporte zeitweise halbseitige Sperrungen der B111 notwendig sein. Diese werden so gering wie möglich gehalten und nicht die Wochenenden betreffen.

Die Ortsumgehung Wolgast soll künftig auf 6,8 Kilometern Länge den Verkehr auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumführen. Das Bundesverkehrsministerium hatte im Mai die Baufreigabe erteilt und die Finanzierung seines Anteils für die Bundesstraße bestätigt. Am 14. August wird mit dem ersten Spatenstich der offizielle Baubeginn der Ortsumgehung stattfinden. Zu diesem Termin wird rechtzeitig eine gesonderte Presseeinladung erfolgen.

Unternehmer des Jahres in M-V 2021

Stralsund – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Stralsund gemeinsam mit den Trägern des Preises die „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 2021“ ausgezeichnet.

„Die Corona-Krise hat verdeutlicht, wie wichtig die Unternehmen und ihre Beschäftigten für Wohlstand, für Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, die Bedeutung eines verantwortlichen und nachhaltigen Unternehmertums hervorzuheben. Mit der landesweiten Auszeichnung zum Unternehmer des Jahres wollen wir das Engagement der Wirtschaft, die Kreativität, den Mut und die Ausdauer auch in schwierigen Zeiten würdigen. Die Preisträger stehen exemplarisch für eine Vielzahl von Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, die täglich Verantwortung für Mitarbeiter und Produktionsprozesse übernehmen, Investitionen tätigen und sich für die Menschen vor Ort einsetzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zur Preisverleihung haben sich über 160 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung angemeldet. In diesem Jahr gibt es neun Finalisten, drei Preisträger und zwei Sonderpreisträger, die prämiert werden (alle Finalisten und Preisträger im Überblick ab Seite 2).

Der Preis wurde in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben. Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe dankte im Namen der Träger allen am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen.

„Die Bewerbungen spiegeln die Vielfalt unserer Unternehmerschaft in Mecklenburg-Vorpommern sowie das unternehmerische und gesellschaftliche Engagement der Firmenlenkerinnen und Firmenlenker wider. Die vergangenen eineinhalb Jahre haben allen besondere Anstrengungen abverlangt und oftmals ganze Kraft gefordert. Die Corona Pandemie ist für alle eine Herausforderung. Gesellschaftlich, im Gesundheitswesen und wirtschaftlich waren die Einschränkungen und Belastungen enorm. Die Unternehmen und die Mitarbeiter mussten zum Teil erhebliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Gleichwohl haben sie bei der Krisenbewältigung großes Engagement gezeigt, setzen Schließungs- und Hygienemaßnahmen um, schlugen neue kreative Wege ein und setzten sich vor allem für ihre Beschäftigten ein“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Insgesamt sind 164 Bewerbungen und Nominierungen für den landesweiten Preis der Wirtschaft eingegangen. Die Bandbreite der Einsendungen ist groß, sie kommen unter anderem aus dem produzierenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Medizintechnikbereich und der Ernährungswirtschaft. Zudem sind Unternehmen unterschiedlichster Größe dabei.

Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein. Das Wirtschaftsministerium schreibt seit 2008 den Unternehmerpreis Mecklenburg-Vorpommern in verschiedenen Kategorien aus. Träger des Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern.

Alle Preisträger und Finalisten „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 2021“ im Überblick

Preisträger in der Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“

Fischräucherei „SEEPERLE” OHG – Gisela und Frank Schadwinkel – Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) – Branche: Gastronomie/Einzelhandel

Firmengründerin Gisela Schadwinkel geht mit der Wiedervereinigung den Schritt in die Selbstständigkeit und ist zunächst vier Jahre lang mit einem Fischverkaufswagen unterwegs. Im Jahr 1994 erfolgte der Aufbau einer eigenen Räucherei mit Produktion und Verkauf; 2007 stieg Sohn Frank als Geschäftsführer mit ins Unternehmen ein. Im Jahr 2009 wurde schließlich die „SEEPERLE“ eröffnet, mit Ladengeschäft und Restaurant. Heute sind in dem Unternehmen 35 Mitarbeiter beschäftigt. „Firmengründerin Gisela Schadwinkel ist einen mutigen Weg gegangen. Gestartet als Einzelkämpferin ist es ihr gelungen, ein Unternehmen aufzubauen, das heute als Produzent hochwertiger Fischprodukte eine gute Reputation hat. Das zeigt auch die verliehene Auszeichnung zum Seafood Star 2020 als bestes Fisch-Gastro-Konzept der Fachzeitschrift Fischmagazin. Mit ihrem Sohn Frank als Geschäftsführer und einem großen Team an der Seite werden die Gäste in der Kombüse, auf dem Kutter, am Verkaufswagen und im Restaurant ´Seeperle´ mit Fischspezialitäten verwöhnt“, sagte Glawe.

Finalisten Unternehmerpersönlichkeit

  • Thomas Diestel, Dr. Diestel GmbH, Rostock, Branche: Handwerk/Dienstleistungen
  • Robert Kriewitz, Fleisch- und Wurstspezialitäten Robert Kriewitz, Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Branche: Handwerk/Einzelhandel
  • Uwe Lüdemann, Energieanlangen Nord GmbH, Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), Branche: Gebäudeausrüstung

Preisträger in der Kategorie „Unternehmensentwicklung“

Mecklenburger Landpute GmbH, Armin Kremer, Severin (Landkreis Ludwigslust-Parchim), Branche: Lebensmittel

 1990 gegründet, arbeiten heute bei der Mecklenburger Landpute GmbH 245 Mitarbeiter, die Puten- und Hähnchenprodukte verkaufen. Seit Unternehmensstart wurde kontinuierlich in den Standort investiert, beispielsweise über die Erweiterung der Verpackungshalle, den Umbau und die Modernisierung der Filialen sowie neue Wohnungen für die Mitarbeiter. Auch der Umweltschutz und eine nachhaltige Produktion werden beachtet – so besitzt die Firma seit 2012 ein Blockheizwerk und eine Photovoltaikanlage, die von 2010 bis 2019 mehr als 2,5 Millionen kWh ins Netz eingespeist hat. Im Wettbewerb um den „Produkt-Leuchtturm MV“ haben die Fachkunden der 1. Landesweiten Warenbörse „Regional + Bio aus MV“ den Bio-Waldlandputenbraten zum Sieger gewählt. „Unternehmenslenker Armin Kremer ist vor allem sehr engagiert, den Fachkräftenachwuchs im Unternehmen zu sicher. Er garantiert eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.000 Euro für jeden Azubi, bietet eine Übernahmemöglichkeit bei erfolgreichem Abschluss und die Chance auf weitere Qualifizierungen beispielsweise zum Meistertitel“, sagte Glawe.

Finalisten Unternehmensentwicklung

  • Tfc tools for composite GmbH, Guido Wittwer, Güstrow (Landkreis Rostock), Branche: Produzierendes Gewerbe/Leichtbau
  • PTS precision GmbH, Hans Capellmann, Schwerin, Branche: Produzierendes Gewerbe
  • Weber Maschinenbau GmbH, Günther Weber, Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), Branche: Maschinenbau

Preisträger in der Kategorie „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“

MANDARIN MEDIEN Gesellschaft für digitale Lösungen GmbH, Kevin Friedersdorf und Martin Klemkow, Schwerin, Branche: Marketing, IT-Dienstleistungen

Die MANDARIN MEDIEN Gesellschaft für digitale Lösungen GmbH hat sich im Jahr 2002 als Internetagentur gegründet und sich mittlerweile zu einer Digitalagentur mit 83 Mitarbeitern entwickelt. Das Unternehmen mit Büros in Schwerin, Rostock und Hamburg bietet digitales Marketing, IT & Digitalisierung sowie Personalmarketing und Recruiting an. Zu MANDARIN MEDIEN gehört seit 2014 auch die Eventlocation „Ein Haus am See GmbH“. Die Agentur bietet eine Vielzahl von Leistungen für die Mitarbeiter an, unter anderem flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, ein Sabbatical zu nehmen, ein Jobticket vom Nahverkehr Schwerin, einen Gesundheitszuschuss (beispielsweise für Yoga), Weiterbildungszeit & -budget, eine betriebliche Altersvorsorge und mehr. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Leistungen des Arbeitgebers, die über das Gehalt hinausgehen, sind heute wichtiger denn je, um gute Fach- und Führungskräfte im Unternehmen zu halten oder neue Mitarbeiter zu finden. Bei MANDARIN MEDIEN ist ein breites Angebot für die Mitarbeiter geschaffen worden, um bestmögliche Leistungen zu bringen“, sagte Glawe.

Finalisten „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“

  • Viebahn GmbH, Mario Seyffert, Möllenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), Branche: Handwerk
  • HygCen Germany GmbH, Dr. med. Sebastian Werner, Schwerin, Branche: Medizintechnik
  • Historische Tasteninstrumente, Johann-Gottfried Schmidt, Rostock, Branche: Orgelbau

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„Handwerkstradition hat Zukunft“

Bäckerei Andreas Lange, Gnevkow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

1895 gegründet, hat das in dritter Generation geführte Familienunternehmen heute 20 Mitarbeiter. Die Bäckerei bildet jedes Jahr Auszubildende aus, um das Bäckerhandwerk nicht aussterben zu lassen. Zudem werden für Kindergärten und Schulen Backvorführungen organisiert. „Einen Betrieb über 126 Jahre in Familienhand zu führen, ist eine besondere Leistung. Der Bäckerei Andreas Lange ist es gelungen, das traditionelle Handwerk mit den Jahrhunderte alten Techniken beizubehalten und zugleich dank neuer Technik in der heutigen Zeit erfolgreich zu führen“, sagte Glawe.

„Wachstumsmarkt erneuerbare Energie“

Offshore Industrie Service (OIS) GmbH, Heiko Seefeldt und Stefan Schröder, Rostock

Das Rostocker Unternehmen erbringt mit 29 Mitarbeitern Serviceleistungen in Offshore-Windparks. Im Jahr 2018 erwarb die OIS ein Gewerbeobjekt in Bockhorn, welches sich in zentraler Lage zu den Heliports und Häfen in Emden und Wilhelmshaven befindet. Im Jahr 2019 kam die Erschließung eines weiteren Geschäftsfeldes im Bereich der Bauüberwachung von Offshore-Plattformen hinzu. OIS investierte nach eigenen Angaben rund 150.000 Euro in die Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Außerdem wurde und wird die Ausbildung von drei Mitarbeitern zum Meister und von einem Mitarbeiter zum Techniker gefördert und finanziell unterstützt. „Die OIS setzt sich für kulturelle und soziale Einrichtungen ein und unterstützt zudem das Kinder-Outdoor-Camp der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern mit Geld- und Sachspenden. Dieses Beispiel steht sinnbildlich für viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich gesellschaftlich engagieren“, sagte Glawe.

Fließgewässer sind wichtige Ökosysteme

Boizenburg – Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich über die Fertigstellung des Projektes „Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Stadtgebiet Boizenburg“ informiert. Anlässlich des Besuches betonte der Minister die Wichtigkeit der ökologischen Durchgängigkeit von Gewässern.

„Mit der Maßnahme sind jene Verkehrsadern und gewässertypische Strukturen in der Boize hergestellt worden, die zur Erreichung von Laich-, Aufzucht- oder Nahrungsgebieten für Fische, Rundmäuler und wasserabhängige Organismen notwendig sind“, so Minister Backhaus.

„Was wir in unseren Fließgewässern brauchen, sind die ursprünglichen, vielfältigen Strukturen und damit die gewässertypischen Lebensräume für Fische und andere wassergebundene Organismen.

Nur strukturreiche Fließgewässer bieten genügend „Wohnraum“ für die Pflanzen und Tiere und tragen damit zur Verbesserung des ökologischen Zustandes bei. Der „Wohnraum“ muss derart ausgestattet sein, dass dort Nahrung, Ruhezonen, die Verbreitung und Vermehrung sowie der Aufwuchs zu optimalen Bedingungen gewährleistet werden. Dabei kommt den verschiedenen Teilkomponenten der Gewässerstruktur wie Sohle, Ufer und Gewässerumfeld eine Vielzahl unterschiedlicher ökologischer Funktionen zu.

Was unsere Fließgewässer darüber hinaus gewährleisten müssen, sind uneingeschränkte Wandermöglichkeiten. Fischen ist der Weg in unseren Fließgewässern aber oftmals versperrt oder erheblich erschwert. Und der beste ‚Wohnraum‘ hilft nicht, wenn die Fische ihn nicht erreichen können. Insbesondere für die wandernden Fischarten wie beispielsweise die Meerforelle ist das Erreichen ihrer Laichhabitate lebensnotwendig.

Die Läufe unserer nach WRRL berichtspflichtigen Gewässer werden durch 13.432 Querbauwerke wie Durchlässe, Stau- und Wehranlagen, Schleusen, Wasserkraftanlagen fragmentiert. Rein rechnerisch hemmt circa alle 600 Meter ein Querbauwerk die Wanderbewegung der Fische.

Für das Schöpfwerk Boizenburg laufen derzeit die Planungen zur Optimierung der ökologischen Durchgängigkeit. Hier ist ein Rückbau des Schöpfwerkes, welches aus Sicht der Durchwander­barkeit immer die beste Variante darstellt, aber nicht möglich. Das Schöpfwerk schützt die Stadt Boizenburg im Falle eines Hochwassers. Dort werden wir die ökologische Durchgängigkeit mittels einer Fischauf­stiegs­anlage bzw. eines fischpassierbaren Bauwerkes wiederherstellen.

Dieses Projekt ‚Herstellung der WRRL im Stadtgebiet Boizenburg‘ steht stellvertretend für eine ganze Reihe von Projekten die zur Erreichung der Wasserrahmen­richtlinienziele notwendig und auch bereits umgesetzt worden sind. In MV wurden im ersten und zweiten Bewirtschaftungszeitraum zur Verbesserung der Gewässerstruktur 686 Maßnahmen an 1.057 km Fließgewässern umgesetzt bzw. befinden sich noch in der Umsetzung.

Auch im anstehenden 3. Bewirtschaftungszeitraum der WRRL werden wieder zahlreiche Maßnahmen zur Etablierung standorttypischer Lebensraumverhältnisse vorgenommen“, so Backhaus abschließend.

Ausbau der Lindenstraße in Flessenow

Dobin – Für den Ausbau der Lindenstraße im Ortsteil Flessenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält die Gemeinde Dobin vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss von rund 332.000 Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtkosten betragen rund 780.000 Euro.

Geplant ist die grundhafte Erneuerung der wichtigen innerörtlichen Straße auf einer Länge von knapp 400 Metern. Außerdem sollen der vorhandene Gehweg auf einer Länge von 262 Metern sowie die Straßenbeleuchtung erneuert werden.

Voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres sollen die Arbeiten beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein.

Erich-Weinert-Schule komplett saniert

Schwerin – Für rund 155.000 Schülerinnen und Schüler beginnt heute nach den Sommerferien der Unterricht. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wünschte allen Schülerinnen und Schülern im Land einen guten Start ins neue Schuljahr.

„Wir haben uns auf das Schuljahr vorbereitet. Mit der Impfung der meisten Lehrerinnen und Lehrer und auch vieler Eltern sowie der Möglichkeit zu regelmäßigen Tests in den Schulen sind wir besser aufgestellt als im letzten Jahr. Wir wissen, wie wichtig es ist, dass der Unterricht in der Schule stattfindet und dass man seine Freunde auch persönlich treffen kann. Unser Ziel ist ganz klar, die Schulen offenzuhalten und das Schuljahr so normal wie möglich zu gestalten“, sagte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin übergab am heutigen Morgen gemeinsam mit dem Schweriner Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier zum Schuljahresbeginn die sanierte Erich-Weinert-Schule in Schwerin.

„Jetzt ist die Erich-Weinert-Schule fertig. Mit einem neuen Schulhof, einer neuen Mensa, mehr Räumen, einem barrierefreien Zugang, mit einer Lüftungsanlage für alle Klassenräume, mit digitalen Wandtafeln und Anschlüssen für Computer. Mit knapp 6 Millionen Euro aus der Städtebauförderung haben Bund und Land dieses Projekt unterstützt“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Übergabe.

Die Gesamtkosten lagen bei 17,6 Millionen Euro. Die Sanierung der Erich-Weinert-Schule ist eines von 185 Schulbaumaßnahmen, die in der laufenden Wahlperiode vom Land gefördert wurden. Dies sei das größte Schulbauprogramm in der Geschichte des Landes, so Schwesig.

Normalität in den Schulen

Schwerin – Traditionell nimmt Ministerpräsidentin Schwesig an der Einschulungsfeier in der Schweriner Grundschule Lankow teil. So auch in diesem Jahr. „Für euch beginnt jetzt eine aufregende Zeit. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass der Start für euch alle gut klappt“, sagte die Ministerpräsidentin an die Erstklässlerinnen und Erstklässler gewandt.

„Wir wollen so viel Normalität in den Schulen wie möglich“, erklärte die Ministerpräsidentin. Das Land habe sich auf den Schulstart gründlich vorbereitet. „Aber wir müssen weiter aufpassen. Die Corona-Gefahr ist nicht vorbei.“ In den ersten zwei Wochen gebe es eine Maskenpflicht im Unterricht. Danach sei das Tragen einer Maske nur bei hohen Corona-Warnstufen vorgeschrieben. „Wir machen auch weiter mit unserer Teststrategie. Alle Kinder, alle Lehrerinnen und Lehrer testen sich zweimal in der Woche“, erläuterte die Ministerpräsidentin. „Wir wollen alles dafür tun, dass die Schulen offen bleiben.“

Schwesig rief dazu auf, sich jetzt impfen zu lassen: „Ich bitte alle Eltern: Wenn Sie noch nicht geimpft sind, kümmern Sie sich schnell darum! Es gibt genug Termine in den Impfzentren und bei den Ärzten, und es ist genug Impfstoff für alle da. Der beste Infektionsschutz für die Kinder ist ein guter Impfschutz der Eltern. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Infektionen gibt es. Und je weniger Infektionen es außerhalb der Schulen gibt, desto sicherer sind auch die Schulen.“

Die Ministerpräsidentin dankte den Lehrerinnen und Lehrern im Land. Sie verwies in ihrer Rede darauf, dass die Landesregierung die Besoldung für die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer angehoben hat. „Ich bin davon überzeugt, dass Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer einen genauso wichtigen, genauso anspruchsvollen Beruf haben wie die Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Keine Kürzung des Chemieunterrichts

Schwerin – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur weist die Kritik der Landtagsopposition an der angeblichen Kürzung des Chemieunterrichts oder von Stunden in den MINT-Fächern zurück. Die Ausführungen stimmen in keinem Punkt mit der Realität überein.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat weder die Stundetafel noch die Stundenzuweisung in den MINT-Fächern und auch nicht speziell im Fach Chemie gekürzt. Damit erfolgte auch keine Einsparung von Lehrerstellen.

Die Zuweisung der Lehrerwochenstunden erfolgt im üblichen Rahmen wie bisher auch und berücksichtigt den Bedarf für die erforderliche Klassenbildung.

Erfolgsstory: 20 Jahre Bundeslewitzerschau

Redefin – In Redefin eröffnet Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Sonnabend (31.07.2021) die traditionelle Bundeslewitzerschau. Zum Jubiläum schaut der Minister zurück auf eine erfolgreiche Entwicklung:

„2001 fand die Bundeslewitzerschau zum ersten Mal im Landgestüt statt. Damals konnten wir 30 Jahre Lewitzerzucht feiern und auch 2011 war die 10. Bundeslewitzerschau in Redefin ebenfalls eine Jübiläumsschau. In diesem Jahr feiern wir nun 50 Jahre Lewitzerzucht und das macht uns stolz“, so Backhaus.

Züchter und Halter aus ganz Deutschland präsentieren ihre Lewitzer in zwölf verschiedenen Bewertungsklassen und wetteifern um die Vergabe der FN-Bundesprämie.

„Die Lewitzer sind zahlenmäßig zwar eine kleine Rasse, für Mecklenburg-Vorpommern haben sie jedoch eine große Bedeutung, steht doch ihre Wiege in unserem Land. Unweit der Hechtstadt Teterow hat die Rasse ihren Ursprung. Es ist die einzige Ponyrasse mit Ursprung in Deutschland und das ist etwas Besonderes.

Dass sie sich besonderer Beliebtheit erfreuen, zeigt vor allem die Resonanz der Züchterinnen und Züchter, die mit ihren Schätzen teilnehmen werden und dafür teils von weither anreisen“, so Backhaus weiter.

60 Nennungen sind eingegangen, 60 Lewitzer wetteifern um Sieg und Platzierung in ihren jeweiligen Klassen, die Besten erhalten eine FN-Bundesprämie.

Die Anerkennung des Ursprungszuchtbuchs 1999 und die Schließung des Zuchtbuches im Jahr 2005 seien wesentliche Meilensteine in der Umsetzung des Zuchtprogramms, ein robustes, anspruchsloses, umgängliches geschecktes Pony mit einem freundlichen Temperament zu züchten, so der Minister.

Lewitzer sind nicht nur als Familienponys geeignet. Sporterfolgreiche Lewitzer finden sich bis Kl. M in Dressur und Springen und bis Klasse S im Fahren. Das Landgestüt Redefin unterstützt die Lewitzerzucht durch die Bereitstellung von Lewitzerhengsten für den Deck- und Besamungseinsatz. Aktuell befinden sich zwei Lewitzerhengste im Hengstlot des Landgestüts: der Prämienhengst Onyx und der fünfjährige Rudolphitals Omega, der 2019 Mitteldeutscher Körsieger war.

Spaziergang in den Baumkronen

Insel Usedom – Neue touristische Attraktion auf der Insel Usedom: Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag den Baumwipfelpfad im Ostseebad Heringsdorf auf der Insel Usedom offiziell in Betrieb genommen.

„Ein Spaziergang auf Höhe der Baumkronen, den Blick in die beeindruckende Natur Usedoms genießen und dabei Wissenswertes zur heimischen Natur- und Tierwelt erfahren – das alles bietet der neue Baumwipfelpfad in Heringsdorf. Hier ist ein touristisches Highlight für die Region entstanden, das für Gäste und Einheimische ein spannendes Naturerlebnis bietet, ein Lehrpfad und Naturschutz pur. Zugleich entstehen mit dem Ausflugsziel 24 neue Arbeitsplätze. Auch so stärkt der Tourismus die wirtschaftliche Entwicklung“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Der Baumwipfelpfad ist seit dem 01. Juni 2021 für Besucher geöffnet; aufgrund der Corona-Pandemie haben sich die Betreiber (Erlebnis Akademie AG aus Bad Kötzting) entschieden, die Eröffnungsfeier jetzt nachzuholen.

Der Baumwipfelpfad im Ostseebad Heringsdorf liegt an der Landesstraße 266 unmittelbar am Waldrand hinter dem Heringsdorfer Bahnhof. Er führt auf einer Gesamtlänge von 1.350 Metern in bis zu 23 Metern Höhe durch den Heringsdorfer Wald mit inseltypischem Buchen- und Kiefernbestand, ergänzt mit Lern- und Erlebnisstationen zur heimischen Natur- und Tierwelt, der Geschichte und Geografie der Insel sowie zur Ostsee. Der 33 Meter hohe Aussichtsturm ist der ehemaligen „Bismarckwarte“ nachempfunden.

Diese stand im Zeitraum 1907 bis 1946 nur wenige Meter entfernt und war ein beliebtes Ausflugsziel in der Umgebung. Da der Aussichtsturm auf dem so genannten Präsidentenberg, einer natürlichen Erhebung, gebaut ist, liegt die genannte Turmplattform 75 Meter über dem Meeresspiegel und bildet nach Angaben der Betreiber damit den höchsten Punkt auf der Insel Usedom.

„Mit einer Steigung von maximal 6 Prozent ist für die Besucher ein barrierearmer Zugang bis zur obersten Aussichtsplattform möglich. So können Menschen mit Beeinträchtigungen oder junge Familien mit Kinderwagen dieses außergewöhnliche Ausflugsziel besuchen. Der Baumwipfelpfad Usedom bietet aufgrund seiner attraktiven Gestaltung sowie zahlreichen Mitmach- und Ausprobier-Stationen ein unvergessliches Urlaubserlebnis für Jedermann“, sagte Rudolph.

„Wir erleben derzeit aufgrund der Corona-Pandemie eine Rückbesinnung der Gäste auf Ziele in Deutschland. Nutzen wir diese Chance. Mecklenburg-Vorpommern hat viel zu bieten und punktet unter anderem mit Natur, Nachhaltigkeit und Nähe. Da sind Angebote wie der Baumwipfelpfad ein wichtiges Element, um Urlauber von dem Reiseziel Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen“, sagte Rudolph. Aus der 7. Deutschen Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen geht hervor, dass 7,6 Prozent aller Reisenden den Nordosten als Haupturlaubsziel wählten. Damit landete Mecklenburg-Vorpommern kurz hinter Bayern (10,8 Prozent) und Niedersachsen (8,9 Prozent).

Die Gesamtinvestition für die Errichtung des Baumwipfelpfades beträgt rund 7,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro unterstützt.

OSTSEESTIFTUNG übergibt Jubiläumsbuch

Schwerin – Nach zehn Jahren engagierter Arbeit für den Naturschutz an der Ostseeküste bedankt sich die OSTSEESTIFTUNG zu ihrem runden Geburtstag in diesem Jahr mit einem Buch bei Personen, Behörden und Organisationen, die die Arbeit der Stiftung unterstützen. Die Stiftung ließ unter dem Titel „Vögel von vorn“ vom Rostocker Maler und Autor Rüdiger Fuchs ein grafisch gestaltetes Buch mit charakteristisch gezeichneten Vogelarten der Küste herstellen. Zu jedem Vogel gibt es persönliche Kommentare.

Heute nahm Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus das erste Exemplar entgegen.

Der Vorstandsvorsitzende Jochen Lamp würdigt aus diesem Anlass die enge und verlässliche Zusammenarbeit zwischen dem Umweltministerium und den Umweltverbänden innerhalb der OSTSEESTIFTUNG:

„Nur die zielgerichtete und gelegentlich auch mutige Kooperation verschiedener Akteure hat Vorzeigepro­jekte wie die erfolgreiche Renaturierung in Drammendorf auf der Insel Rügen ermöglicht. So konnten die Stiftungsressourcen ganz praktisch für Pflanzen, Tiere und Landschaft an der Ostseeküste wirksam werden.“

Minister Backhaus hob hervor, dass die OSTSEESTIFTUNG eine Einrichtung ist, die aktiv und abgestimmt nach den besten Lösungen für die Natur im Land sucht.

„Diese Stiftung ist auch in der Lage, konkrete Ergebnisse zu liefern. Es wird wirklich draußen etwas umgesetzt. Danke für das Erreichte und bewahren Sie und das gesamte Team den Schwung und besser noch – stecken Sie andere damit an,“ freute sich Minister Backhaus über das Buch „Vögel von vorn“ mit den frischen Blicken auf unsere heimischen Küstenvögel.

Stiftungsgeschäftsführer Georg Nikelski resümierte: „Die OSTSEESTIFTUNG hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren vor allem an großen Renaturierungen von Fließgewässern und Deichrückverlegungen beteiligt. Insgesamt hat die Stiftung für abgeschlossene und laufende Projekte rund 9,5 Mio € eingesetzt. Möglich war dies, weil die Stiftung ihr Verbrauchskapital als Eigenanteil für große Projekte von EU, Bund und Land eingebracht und so zusätzliches Geld eingeworben hat. Der Geschäftsführer versprach: „Wir werden weiter konsequent Naturschutzprojekte umsetzen. Vor Ort in Gesprächen mit Bürgermeister*innen und Landwirt*innen wird immer deutlicher, dass mehr Menschen merken, wo etwas im Argen liegt und dass jede und jeder einen Beitrag leisten kann: Zur Bewahrung der Biologischen Vielfalt, für sauberes Wasser, saubere Luft und gesunde Böden, für ein lebensfreundliches Klima auf der Erde. Und das alles nicht nur hier und heute, sondern auch für die künftigen Generationen.“

11. Landeszootag

Schwerin – Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre ist an diesem 11. Landeszootag der Eintritt in den Tierparken des Landeszooverbandes frei. Im Schweriner Zoo begeht Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus den Zootag und überreicht dem Vorsitzenden des Landeszoo­verbandes, Tim Schikora, einen Zuwendungsbescheid über 250.000 Euro. Mit diesem Betrag unterstützt das Land den Tag für Kinder und Familien.

„Als Dankeschön für das Mitmachen beim Eindämmen der Corona-Pandemie hat die Landesregierung beschlossen, zum heutigen Landeszootag, wie schon im letzten Jahr, allen Kindern aus Mecklenburg-Vorpommern bis zum 14. Lebensjahr den Eintritt in eine der zoologischen Einrichtungen unseres Landes zu spendieren. Schön, dass zum Landeszootag auch in dieser Hinsicht wieder etwas Normalität einzieht und Kinder und Jugendliche wieder ihren Zoo besuchen können.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, auch den Zoos Dankeschön zu sagen. Nicht nur, weil sie unsere Idee vom kostenfreien Eintritt und für besondere Angeboten für unsere Kinder am Landeszootag unterstützen. Mein Dankeschön gilt vor allem dem tapferen Durchhalten in der schweren Corona-Zeit. Denn auch unsere Zoos und Tierparks hatten unter den Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu leiden. Deshalb hatte ich mich dafür eingesetzt, dass auch die Zoos von den Soforthilfen für Wirtschaftsunternehmen profitieren.

Die Landesregierung hat zusätzlich zu den Soforthilfen des Bundes ein umfassendes Paket an Landeshilfen für Unternehmen, Vereine, gemeinnützige Organisationen, Kultur-, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen sowie Einrichtungen der Daseinsvorsorge beschlossen. Das ist in dieser Form in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns einmalig und eine enorme Kraftan­strengung für unser Land.

Ich bin froh, dass auch unsere Zoos, Tiergärten und die Tierheime auf diesem Weg die dringend benötigte finanzielle Unterstützung erhielten, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Schließlich mussten die Tiere versorgt werden – trotz fehlender Einnahmen aus den Zoobesuchen. Insgesamt haben wir bisher aus der Notbetriebshilfe Zoos des MV-Schutzfonds mehr als 2,3 Mio.  Euro an 26 Betreiber zoologischer Einrichtungen ausgezahlt.

Ich will nicht versäumen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen, für die überaus engagierte Arbeit sehr herzlich zu danken. Nur durch Ihren aufopferungsvollen Einsatz konnten trotz aller Einschränkungen und Schwierigkeiten die Versorgung und das Wohlergehen der Tiere weiter gewährleistet werden. Nicht zuletzt möchte ich zum Landeszootag auch auf die wichtige Rolle der Zoos in unserem Land hinweisen. Immerhin besuchen jährlich rund 3 Mio. Besucher die zoologischen Einrichtungen unseres Landes. Die zoologischen Einrichtungen sind aber längst nicht nur Touristenmagnete und Freizeitunterhaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Auch im Rahmen der Natur- und Umweltbildung kommt ihnen eine herausragende Bedeutung zu. So nutzen 80.000 Schülerinnen und Schüler die zoologischen Einrichtungen als außerschulische Lernorte“, so Minister Backhaus.