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Zukunft des Rostocker Hafens

Staatssekretär Schulte: „Chancen der Energiewende nutzen“

Rostock – Der Rostocker Seehafen wird zum Schlüsselstandort der industriellen Transformation in Mecklenburg-Vorpommern. Darauf hat Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte bei einer Veranstaltung der Initiative „Zukunftshafen Rostock“ hingewiesen.

„Die Energiewende ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern vor allem eine wirtschaftliche Chance. Für unsere Hafenstandorte gilt: Wer jetzt investiert, sichert sich die Wertschöpfung von morgen“, sagte Schulte.

Das Land setzt dabei bewusst auf den Ausbau des Rostocker Hafens. Seit 2021 wurden im Hafenumfeld zahlreiche Infrastrukturprojekte unterstützt. Mit Zuschüssen in Höhe von rund 146 Millionen Euro wurden Investitionen von über 200 Millionen Euro angestoßen. „Wir reden nicht nur über Transformation – wir finanzieren sie auch“, so Schulte.

Gleichzeitig stellt das Land die Weichen für die nächste Entwicklungsstufe: Mit einer gemeinsamen Potenzialanalyse für die Häfen Rostock und Sassnitz/Mukran sollen die industriellen und energetischen Perspektiven systematisch erschlossen und neue Ansiedlungen vorbereitet werden.

Klar ist aber auch: Die Chancen werden nur genutzt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Wir brauchen schnellere und verlässlichere Genehmigungsverfahren. Wenn Projekte zu lange dauern, gehen Investitionen verloren – und mit ihnen Arbeitsplätze und Wertschöpfung“, betonte Schulte.

Zentrale Abschlussprüfungen starten

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg

Schwerin – In dieser Woche beginnen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Abschlussprüfungen. In diesem Jahr sind rund 11.600 Schülerinnen und Schüler in 46 Prüfungsfächern für die Abschlussprüfungen angemeldet. Den Anfang macht die zentrale und ländergemeinsame Abiturprüfung im Fach Deutsch am Dienstag, 28. April 2026. Die weiteren ländergemeinsamen Abiturprüfungen finden an folgenden Terminen statt:

  • Englisch am 30. April 2026,
  • Mathematik am 6. Mai 2026,
  • Französisch am 8. Mai 2026,
  • Biologie am 12. Mai 2026,
  • Physik am 13. Mai 2026 und
  • Chemie am 19. Mai 2026.

Die zentralen Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife starten am 21. Mai mit dem Fach Deutsch und die der Fachoberschule am 18. Mai 2026 ebenfalls mit dem Fach Deutsch. Alle Termine der Abschlussprüfungen sind auf dem Bildungsserver MV unter „Prüfungen und Abschlüsse“ einsehbar.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg: „Die Abschlussprüfungen markieren einen bedeutenden Abschnitt nach vielen Jahren des Lernens und persönlichen Wachsens. Gehen Sie mit Zuversicht und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten in diese Zeit. Sie haben sich gemeinsam mit Ihren Familien und Lehrkräften gut vorbereitet – nun wünsche ich Ihnen Ausdauer, Konzentration und gute Ergebnisse.“

Im Abitur werden in den allgemein bildenden und berufsbezogenen Fächern in diesem Jahr insgesamt 16.093 Prüfungen schriftlich abgelegt. Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten liegt bei 5.360 Prüflingen. Zu den Prüfungen der Mittleren Reife sind 6.220 Schülerinnen und Schüler angemeldet. An den Fachoberschulen treten 31 Prüflinge ihre Abschlussprüfungen zur Fachhochschulreife an.

Zahl der Betreuungsverfahren in M-V weiter auf hohem Niveau

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer werden im Alltag immer wichtiger. Ihnen gilt großer Dank.“

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Betreuungsverfahren wieder leicht gestiegen. Ende des Jahres 2025 waren an den Amtsgerichten in Mecklenburg-Vorpommern 34.608 Betreuungsverfahren anhängig. Im Jahr 2024 lag die Anzahl bei 34.290 Verfahren. Gesunken waren im letzten Jahr die Gesamtausgaben für Betreuerinnen, Betreuer, Verfahrenspflegerinnen und Verfahrenspfleger sind im Vergleich zum Jahr 2024 um knapp eine Million Euro auf rund 39,5 Millionen Euro.

Der Großteil, rund 36 Millionen Euro, fiel für berufliche Betreuerinnen und Betreuer an. Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt dankt den rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern: „Egal ob ehrenamtlich bei Angehörigen oder Freundinnen und Freunden oder beruflich die rechtliche Betreuung nimmt in unserer älter werdenden Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Knapp jede dritte rechtliche Betreuung wird ehrenamtlich erledigt. Daher ist es mir sehr wichtig, auch aus ihren Reihen jedes Jahr Menschen mit dem Ehrenamtspreis der Justiz zu würdigen“, sagt Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

„Ich freue mich, dass es auch durch unseren Einsatz aus Mecklenburg-Vorpommern gelungen ist, die Situation für Betreuerinnen und Betreuer zu verbessern. Seit diesem Jahr ist die Vormünder- und Betreuervergütung neu geregelt, um die notwendige und qualitativ hochwertige Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer weiterhin sicherzustellen. Die Erhöhung der Vergütungssätze war unumgänglich. Denn auch bei den rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie bei den Betreuungsvereinen kam es zu Kostensteigerungen“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Die Ministerin ist auch mit der Broschüre „Das Betreuungsrecht“ in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und erklärt die Vorsorgevollmacht. Zuletzt war sie in Ludwigslust. Die Broschüre kann kostenlos im Ministerium bestellt oder als PDF auf der ->Homepage des Ministeriums heruntergeladen werden.

17. Schweriner Jazznacht

Schwesig: Jazznacht zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am 25. April die Gäste der 17. Schweriner Jazznacht begrüßt: „Jazz hat in Schwerin eine längere Tradition, als man vermuten könnte. Bereits in den 1960er- und 70er-Jahren trafen sich Jazzbegeisterte in Klubs und Kulturhäusern. Oft war diese Musik nicht im Mittelpunkt des offiziellen Kulturlebens – und gerade das verlieh ihr eine besondere Energie, die bis heute nachwirkt.“

Seit 2009 gebe es die Schweriner Jazznacht. Was damals als Konzert begann, habe sich längst zu einem kleinen Festival entwickelt – einer gelungenen Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten. „Und in diesem Jahr mit Veranstaltungen an ganz unterschiedlichen Orten – in der Landesbibliothek, im Modehaus, in Unternehmen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kultur Menschen verbindet und Räume öffnet. Und es zeigt auch, was möglich ist, wenn Engagement, Leidenschaft und Gemeinschaft zusammenkommen“, sagte sie.

Die Ministerpräsidentin würdigte in ihren Grußworten auch die Veranstalterin der Schweriner Jazznacht Marianne Wöhrle-Braun: „Sie sind die Initiatorin und das Herz dieser Veranstaltung. Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben Sie die Jazznacht aufgebaut und über viele Jahre geprägt. Dafür haben Sie 2022 völlig zu Recht den Kulturförderpreis des Landes erhalten. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für unser Land ist. Herzlichen Dank dafür!“

Die Schweriner Jazznacht stehe nicht nur für großartige Musik, sondern auch für Solidarität. Schwesig: „Unter dem Motto „Jazz meets Business in Benefit“ wurden in den vergangenen 15 Jahren über 84.000 Euro für kulturelle und soziale Projekte gesammelt. Das ist ein starkes Zeichen.“ Im vergangenen Jahr wurde die Brass Band „Potzblech“ der Musikschule Antaraxia unterstützt. „Ein zentrales Element ist der Förderpreis Jazz. Er gibt jungen Musikerinnen und Musikern Sichtbarkeit und zeigt, wie wichtig es ist, Kultur aktiv zu fördern und weiterzugeben“, so die Regierungschefin. Der Auftakt des Jazzförderpreisträgers Caspar Rutsch aus dem letzten Jahr, der gemeinsam mit dem Gitarristen Liam Möller im Januar auftrat, habe gezeigt, wie hoch das Niveau ist.

Ehrenamtsmessen M-V in Wismar gestartet

Wismar – Im Beisein zahlreicher Vereine, Initiativen und engagierter Bürgerinnen und Bürger hat Sozialministerin Stefanie Drese heute die erste der diesjährigen Ehrenamtsmessen in Wismar eröffnet. Es folgen weitere Messen in Bad Doberan (1. Mai), Anklam (30. Mai) und Putbus (5. September).

„Egal an welchem Standort: Auch in diesem Jahr können die Besucherinnen und Besucher wieder die große Vielfalt unserer Vereine und Verbände in der eigenen Region kennenlernen und herausfinden, wo sie sich mit ihren Interessen und Talenten einbringen können“, erklärte Stefanie Drese im Vorfeld der zweitägigen Veranstaltung, die sich auch in diesem Jahr an die Hanseschau angliedert.

Sie sei stolz, dass sich die Messen zu einer echten Tradition entwickelt haben. „Jahr für Jahr schaffen es die Ehrenamtsmessen, unser buntes gesellschaftliches Leben in Form vieler verschiedener Aussteller abzubilden. Ob Sport, Kultur, Kirche, Blaulicht, Wohlfahrt oder Umwelt: Für jede und jeden ist hier etwas dabei“, betonte die Ministerin.

Zugleich unterstreichen die Messen den großen Wert des freiwilligen Engagements insgesamt. „Insbesondere ein Flächenland wie unseres lebt von diesem Einsatz. Angebote, die wir viel zu oft für selbstverständlich erachten, wie der Vereinssport unserer Kinder, die Skatgruppe unserer Großeltern oder auch die freiwillige Feuerwehr am eigenen Wohnort existieren nur, weil sich engagierte Menschen dafür einsetzen. Auch das wollen wir hier in Wismar noch einmal deutlich zeigen“, so die Ministerin weiter.

Um das Ehrenamt auch fernab der Messen künftig noch besser zu unterstützen, hat das Land Anfang des Jahres die erste Engagementstrategie für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Ihr vorausgegangen war ein umfassender Beteiligungsprozess. „Gemeinsam haben wir konkrete Maßnahmen erarbeitet, mit denen wir das Ehrenamt noch attraktiver machen. Dazu gehören unter anderem vereinfachte Förderverfahren, neue Nachweise auch für informell erworbene Kompetenzen und mehr Unterstützung im Alltag der Engagierten“, erklärte Drese.

Ein Beispiel hierfür sei das neue digitale Engagementportal. Es soll das Engagementangebot und -nachfrage moderner und unkomplizierter zusammenbringen. „Wir wissen, dass viele Vereine händeringend nach Engagierten suchen. Mit der neuen Plattform wollen wir Ihnen neue Möglichkeiten an die Hand geben, sich und ihre Arbeit zentral öffentlichkeitswirksam zu präsentieren“, so die Ministerin. Vereine können sich bereits jetzt für das neue Portal registrieren. Entsprechende Anleitungen hatte die Ministerin im Gepäck. Sie stehen außerdem zum Download auf der Seite des Sozialministeriums bereit.

Drese: „Alle, die sich einbringen möchten, müssen aber nicht bis zum offiziellen Start des Portals warten. Kommen Sie zu den Ehrenamtsmessen in Ihrer Region, suchen Sie das Gespräch mit den Austellern und finden Sie heraus, wo Sie vielleicht schon sehnlichst mit Ihren Ideen gesucht werden.“

Alle Informationen zu den Ehrenamtsmessen finden Interessierte unter: www.ehrenamtmessen-mv.de

Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, trägt die Schirmherrschaft. Das Land fördert die Ehrenamtsmessen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtsmessen organisiert werden. In der Arbeitsgemeinschaft engagieren sich Vertreter des Landesseniorenbeirates M-V e.V., des Sozialverbandes VdK M-V e.V. sowie 13 Ehrenamtskoordinatoren des Deutschen Roten Kreuzes. Zu den Partnern gehören die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeiterwohlfahrt, die MitMachZentralen des Landes, das Kulturland M-V sowie das Sozialministerium M-V und das Finanzministerium M-V.

300 Fachkräfte beim 26. Kindergartentag in Güstrow

Oldenburg: Vielfalt ist gelebter Alltag in unseren Kindertageseinrichtungen

Güstrow – Vielfalt bewusst wahrzunehmen, wertzuschätzen und pädagogisch zu begleiten, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Kindergartentages. Unter dem Motto „Kleine Menschen, große Vielfalt. Gemeinsam Potenziale entfalten.“ kommen am Samstag, 25. April 2026, rund 300 pädagogische Fachkräfte in Güstrow zur landesweiten Fortbildungs- und Fachveranstaltung zusammen.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung:„Unsere Kitas sind Orte gelebter Vielfalt. Jedes Kind bringt seinen eigenen Schatz an Erfahrungen und Talenten mit. Die landesweite Fortbildungsveranstaltung möchte die Fachkräfte stärken: Sie begleiten Kinder individuell, entfalten ihre Potenziale und fördern das Miteinander im Team. Ich freue mich sehr, dass so viele Erzieherinnen, Erzieher und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern diese Angebote nutzen, um jedes Kind bestmöglich zu fördern.“

Heiko Grunow, Vorstandsvorsitzender Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.:„Es ist ein beeindruckendes Signal, dass der Kindergartentag auch in seiner 26. Auflage eine so hohe Resonanz erfährt und mit bereits über 300 Anmeldungen die ungebrochene Relevanz dieses Austauschs unterstreicht. Angesichts der wachsenden Vielfalt im Kita-Alltag verdient die tagtägliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte höchste Anerkennung, da sie die individuellen Potenziale jedes Kindes in den Mittelpunkt stellen. Unser gemeinsames Ziel ist es, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gesund aufwachsen und sich bestmöglich entfalten können.“

Sebastian Körner, Geschäftsführer der Unfallkasse MV: „Vielfalt eröffnet Kindern große Entwicklungschancen, stellt jedoch auch hohe Anforderungen an den Kita-Alltag. Entscheidend ist, dass Fachkräfte diese Vielfalt nicht nur pädagogisch begleiten, sondern auch sichere und gesunde Rahmenbedingungen schaffen können. Genau hier setzt der Kindergartentag an: Er verbindet fachliche Impulse mit praxisnaher Prävention und stärkt die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit.“

Der Kindergartentag MV wird jährlich von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern organisiert. In diesem Jahr stehen 26 Angebote zu Themen wie inklusivem Kindersport, interkultureller Ernährung und der Förderung grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Programm. Ziel ist es, Vielfalt im Kita-Alltag bewusst und wertschätzend zu gestalten. Ergänzt wird das Programm durch ein Impulsreferat sowie den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Praxisbeispiele und Projekte vorgestellt werden.

Die Eröffnung des Kindergartentages erfolgt in diesem Jahr in einem Gesprächsformat: Neben Ministerin Oldenburg nehmen Heiko Grunow sowie Sebastian Körner an einem moderierten Begrüßungsgespräch teil. Die Moderation übernimmt Jörg Klingohr.

Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr im Großen Festsaal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.

70 Jahre Zoo Schwerin

Schwesig: Der Schweriner Zoo ist ein Juwel für die Stadt und die ganze Region

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Festveranstaltung zum 70. Geburtstag dem Zoo Schwerin einen Förderbescheid übergeben: „Man könnte sagen 70 Jahre und kein bisschen ruhiger, denn der Zoo Schwerin hat in den nächsten Jahren viel vor.

Ihr Zukunftskonzept hört sich richtig gut an, mit Tropenhalle und Baumwipfelpfad, mit Grüne Liste Forum und Zoo Campus. Damit das Zukunftskonzept weiter entwickelt werden kann, muss eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung eine Förderung von 58.592,63 Euro zur Verfügung stellt.“

Schwesig würdigte den Zoo in ihrer Rede: „Er ist wirklich ein Juwel für die Stadt und die ganze Region. Direkt am Schweriner Innensee, ganz in der Nähe vom Schlossgarten. Alles fing vor ganz genau 70 Jahren mit einem kleinen Heimattierpark mit nur 17 Tieren an. Heute beherbergt der Zoo über 1400 Tiere.“ Inzwischen könnten selbst Menschen dort übernachten.

Es habe sich viel getan: neue Anlagen und Spielplätze, bessere Infrastruktur. Die Ministerpräsidentin fügte an: „Über 200.000 Besucher jährlich zeigen: der Schweriner Zoo ist sehr beliebt, als Ausflugsziel für Einheimische oder Touristen. Ob beim Zoolauf, den Abendsafaris, oder zum Osterfest. Die vielen Veranstaltungen laden dazu ein den Zoo immer wieder neu zu entdecken.“

Moderne Zoos seien wichtige Botschafter für Biodiversität und Naturschutz und wertvoll für die Arterhaltung und die Umweltbildung. Die Regierungschefin ergänzte: „Mit dem Rote Liste Zentrum hat der Schweriner Zoo etwas ganz Besonderes und leistet einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt. Wir haben uns deshalb als Land am Bau mit über 4 Mio. Euro beteiligt.“

Sie wünsche dem Zoo Schwerin weiterhin viel Erfolg und allen seinen Besucherinnen und Besuchern viel Freude und tolle Erlebnisse.

Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Tags des Baumes am 25. April rückt die Zitterpappel (Aspe) in den Fokus: Sie wurde zum Baum des Jahres 2026 ernannt. Die Auszeichnung wird seit 1989 jährlich von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung vergeben und würdigt Baumarten mit besonderer ökologischer, forstlicher oder kultureller Bedeutung.

Die Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres unterstreicht ihre herausragende Rolle als Schlüsselart in Waldökosystemen. Sie überzeugt insbesondere durch ihre hohe Bedeutung für die Biodiversität, ihre Fähigkeit zur schnellen Wiederbewaldung von Störflächen sowie ihre positiven Effekte auf die Bodenentwicklung.

„Ich begrüße es sehr, dass die Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 gewählt wurde. Sie ist eine äußerst anpassungsfähige und ökologisch wertvolle Baumart, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unserer Wälder leisten kann. Angesichts des Klimawandels brauchen wir robuste und vielseitige Baumarten wie die Zitterpappel, die unsere Wälder bereichern und die biologische Vielfalt stärken. Zu finden ist die Zitterpappel bisher z.B. im Naturpark „Nossentiner/Schwinzer Heide“. Dort gibt es in M-V die größte zusammenhängende Zitterpappel-Population auf 21 Hektar“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Die Zitterpappel ist eine in der Nordhalbkugel weit verbreitete Baumart und kommt auch in Mecklenburg-Vorpommern vor – wenn auch mit einem Anteil von lediglich rund 0,2 Prozent an der Waldfläche. Als typische Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt offene Flächen, etwa nach Waldbränden. Durch ihre leichten, weit fliegenden Samen sowie ihre Fähigkeit zur Vermehrung über Wurzelsprosse kann sie schnell große Flächen erschließen und so einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Waldentwicklung leisten.

Von besonderer Bedeutung ist die Zitterpappel für zahlreiche Tierarten: Zwischen 500 und 600 Insektenarten nutzen sie als Lebensraum oder Nahrungsquelle, darunter viele hochspezialisierte Käfer- und Schmetterlingsarten. Auch für andere Tiere, wie beispielsweise Biber, ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Ihr weiches Holz und die schnell zersetzbare Laubstreu fördern zudem die Bodenfruchtbarkeit und schaffen günstige Bedingungen für weitere Pflanzenarten.

Auch wirtschaftlich bietet die Zitterpappel Potenziale: Sie wächst schnell, kann Höhen von bis zu 35 Metern erreichen und liefert vielseitig verwendbares Holz, etwa für die Zellstoffindustrie, Holzwerkstoffe oder Spezialanwendungen.

Neben ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung hat die Zitterpappel auch einen festen Platz in kulturellen Überlieferungen. Ihr Name geht vermutlich auf das charakteristische Zittern ihrer Blätter im Wind zurück.

Das Umweltministerium MV ruft dazu auf, die Zitterpappel verstärkt in naturnahe Waldentwicklungskonzepte einzubeziehen und ihre Potenziale für klimaresiliente Wälder gezielt zu nutzen.