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Modernste Technik für Versorgung von Notfallpatienten

Neugestaltung der Notaufnahme am LUP-Klinikum Helene von Bülow mit 3,635 Millionen Euro gefördert

Ludwigslust – Die komplett neugestaltete Zentrale Notaufnahme (ZNA) am LUP-Klinikum Helene von Bülow wurde heute (13. Juli 2026) im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den LUP-Kliniken feierlich eröffnet. Die Umbauarbeiten auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sowie die technische Neuausstattung erfolgten planmäßig: Nahezu alle Arbeiten konnten seit Baustart im April 2025 abgeschlossen werden. Die Investitionssumme beläuft sich insgesamt auf mehr als 4,2 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit 3,635 Millionen Euro aus Fördermitteln. Während der Bauphase liefen der Krankenhausbetrieb und die Notfallversorgung uneingeschränkt weiter.

„Nach dem schrecklichen Brand vor knapp zwei Wochen ist die neue Notaufnahme ein erstes Symbol des Aufbruchs und des Wiederaufbaus. Sie steht für eine jederzeit erreichbare, leistungsfähige und gut organisierte Versorgung für die Menschen in der Region. Die Landesförderung für die neue Notaufnahme zeigt, wir brauchen das Krankenhaus in Ludwigslust und die Landesregierung steht gerade jetzt voll und ganz zum LUP-Klinikum Helene von Bülow“, betonte Gesundheits-Staatsekretärin Sylvia Grimm bei der Eröffnung.

Landrat Stefan Sternberg zeigte sich begeistert von der hochmodernen Ausstattung. „Die umgebaute Notaufnahme verfügt mit ihren zwölf Behandlungsplätzen über eine verdoppelte Kapazität. Neue Überwachungstechnik kommt zum Einsatz, um die Patienten optimal zu versorgen. Unser Krankenhaus am Standort Ludwigslust hat damit deutlich an Attraktivität gewonnen.“

Aus medizinischer Sicht verweist Dr. Stephan Altmayer, Leiter der Zentralen Notaufnahme, insbesondere auf einen 50 Quadratmeter großen Schockraum, in dem zeitgleich zwei akut lebensbedrohlich erkrankte oder schwerstverletzte Personen („rote Patienten“) behandelt werden können. Eine neue Monitoring-Anlage mit Überwachung in allen Zimmern und Zentralüberwachung garantiert eine verbesserte Versorgung der Patienten. Dies erfolgt im sogenannten Cockpit, das heißt, am gemeinsamen Tresen, welcher für die ZNA und die Praxis des Kassenärztlichen Notdienstes als interdisziplinäres Notfallzentrum genutzt wird.

„Die Modernisierung der Medizintechnik von ZNA und Schockraum ermöglicht uns technische Unterstützung auf sehr hohem Niveau. Die Einrichtung von vier Plätzen für Patienten mit akuten Brustschmerzen (Chest-Pain-Unit | CPU) unter kardiologischer Leitung stellt sicher, dass nach dem 24/7-Konzept und damit rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Personen mit Herzinfarkten oder anderen lebensbedrohlichen Symptomen umgehend fachärztlich behandelt werden. Die CPU soll zudem zeitnah durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert werden“, so Dr. Stephan Altmayer.

Darüber hinaus verfügt die neu gestaltete ZNA am Ludwigsluster Krankenhaus über einen separaten Zugang von außen direkt in ein spezielles Isolationszimmer für besonders kontagiöse (hoch ansteckende) Patienten. Zwei Isolationsschleusen schirmen vier Räume ab, um dort hochinfektiöse Patienten behandeln zu können.

„Mit der jetzigen Situation in der Zentralen Notaufnahme sind wir für alle Fälle gewappnet. Patienten aus dem gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim und darüber hinaus können sich auf eine bestmögliche Behandlung in den LUP-Kliniken verlassen. Ich freue mich sehr, dass unsere hochqualifizierten Ärzte und Mitarbeitende im pflegerischen und therapeutischen Bereich mit modernster Technik ausgestattet sind. Unser Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpommern für diese umfassende Unterstützung. Zusätzlich zu den Fördermitteln wurden 600.000 Euro Eigenmittel eingesetzt“, sagt Alexander M. Gross, Geschäftsführer der LUP-Kliniken.

Der Umbau der ZNA wurde notwendig, um die Notaufnahme an die Anforderungen der erweiterten Notfallversorgung, welche durch den Gesetzgeber vorgegeben werden, anzupassen. Die Neustrukturierung erfolgt auch vor dem Hintergrund gestiegener Patientenzahlen, der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der strukturellen Veränderung der Versorgungsstruktur im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Pro Jahr werden in der Notaufnahme Ludwigslust rund 11.000 Patient:innen notfallmedizinisch versorgt. Etwa 3.500 Personen werden mit dem Rettungsdienst gebracht. Bei etwa 6.000 Notfallpatienten ist eine stationäre Weiterbehandlung erforderlich.

Bereits im Sommer 2023 hat das LUP-Klinikum Helene von Bülow für den Standort Ludwigslust Fördermittel in Höhe von 6,2 Millionen Euro im Rahmen der Einzelförderung nach dem Landeskrankenhausgesetz vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Ein Teil der Summe wurde bereits im Herbst 2023 in eine neue Geräteaufbereitung der Funktionsdiagnostik gesteckt. Weitere 2,75 Millionen Euro flossen im Jahr 2024 in die Verlegung des Linksherzkatheter-Messplatzes, welcher sich bis dahin ebenfalls in unmittelbarer Nähe der bisherigen Notaufnahme befand. Die verbleibende Summe konnte nun für die Neustrukturierung der Notaufnahme zum Einsatz kommen.

Die Umbauarbeiten mussten im vorhandenen Grundriss erfolgen. Durch die Auslagerung des Herzkatheterlabors (HKL) war die Einrichtung des Doppelschockraumes möglich.

Erntebrände verhindern

Backhaus ruft zu besonderer Vorsicht auf

Schwerin – Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen erhöhen derzeit die Gefahr von Erntebränden in Mecklenburg-Vorpommern erheblich. Mit Beginn der Getreideernte ist es bereits zu mehreren Bränden auf Feldern gekommen. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, zwei Personen mussten kurzzeitig medizinisch versorgt werden und Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser vorübergehend verlassen.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus appelliert deshalb an Landwirte, Lohnunternehmen, aber auch an die Bevölkerung, besondere Vorsicht walten zu lassen.

„Die Ernte ist der Höhepunkt eines ganzen Arbeitsjahres. In wenigen Wochen bringen unsere Landwirtinnen und Landwirte ein, wofür sie viele Monate gearbeitet haben. Umso schmerzlicher ist es, wenn innerhalb weniger Minuten ein Feuer Maschinen, Ernte oder sogar Menschenleben gefährdet. Gerade bei der derzeitigen Trockenheit reicht oft schon ein kleiner Funke – etwa durch einen Stein im Mähwerk oder ein heiß gelaufenes Lager –, um einen Flächenbrand auszulösen. Deshalb muss jetzt jeder seinen Beitrag leisten, um Brände zu verhindern“, sagte Backhaus.

Der Minister dankte zugleich den Feuerwehren und allen weiteren Einsatzkräften, die in den vergangenen Tagen unter schwierigen Bedingungen schnell und professionell gegen die Brände vorgegangen sind.

„Die Einsätze zeigen einmal mehr, wie leistungsfähig unsere Feuerwehren sind. Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die oft unter großer Hitze und schwierigen Bedingungen Menschen, Ernten und Sachwerte schützen.“

Längere Trockenperioden und zunehmende Hitze infolge des Klimawandels erhöhen das Risiko von Vegetations- und Erntebränden. Umso wichtiger seien eine gute Vorbereitung und konsequente Vorsorge.

„Jeder erfolgreich eingebrachte Hektar sichert regionale Lebensmittel und ist das Ergebnis harter Arbeit. Erntebrände sind deshalb nicht nur ein Problem der Landwirtschaft, sondern betreffen uns alle. Vorsorge schützt Ernten, Existenzen und unsere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln.“

Die Landwirtschaft setzt seit vielen Jahren auf bewährte Maßnahmen, um das Brandrisiko so gering wie möglich zu halten. Entscheidend sind eine sorgfältige Vorbereitung, regelmäßige Wartung der Technik und eine enge Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren.

So lassen sich Erntebrände vermeiden:

  • Erntemaschinen regelmäßig reinigen und warten, insbesondere heiße oder staubanfällige Bereiche.
  • Tägliche Reinigung der Maschinen während der Ernte – beispielsweise mit akkubetriebenen Laubbläsern.
  • Feuerlöscher auf jeder Erntemaschine mitführen sowie möglichst ein wassergefülltes Fass oder Güllefass am Feldrand bereithalten.
  • Striktes Rauchverbot bei Erntearbeiten, beim Betanken sowie beim Strohtransport – auch in geschlossenen Fahrzeugkabinen.
  • Erntearbeiten mit der örtlichen Feuerwehr abstimmen, insbesondere bei größeren Schlägen oder schwierigen Einsatzbedingungen.
  • Keine Fahrzeuge auf abgeernteten Feldern oder trockenen Stoppelflächen abstellen, da heiße Fahrzeugteile Brände auslösen können.

Darüber hinaus empfiehlt das Ministerium, Erntemaschinen mindestens einmal jährlich einer gründlichen Wartung in einer Fachwerkstatt zu unterziehen sowie vor und nach der Erntesaison einen umfassenden Sicherheitscheck durchführen zu lassen.

„Brände lassen sich niemals vollständig ausschließen. Mit einer guten Vorbereitung, technisch einwandfreien Maschinen und einem umsichtigen Verhalten können wir das Risiko jedoch deutlich verringern. Jede verhinderte Brandentstehung schützt Menschen, Tiere, Ernten und unsere Umwelt“, so Minister Backhaus abschließend.

Gingster Schüler auf archäologischer Rügenreise

Rügens Bodendenkmalpfleger Rene Schön erzählt von den wichtigsten Funden vergangener Zeiten

Insel Rügen – Große staunende Augen verfolgen einen Vortrag in die Geschichte der Insel. Rene Schön, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger auf Rügen, zieht die Jungen und Mädchen der drei fünften Klassen in seinen Bann. Denn er berichtet in einem Workshop über seine Aufgaben und die bedeutendsten Funde der vergangenen Jahre. Dabei nutzt er neben Beispielen aus ganz unterschiedlichen Rügenorten auch einen Ausschnitt aus einer Stern-TV-Dokumentation.

„Der Medienrummel war damals groß“, erklärt er in seinem Vortrag über den berühmten Blauzahn-Schatz, der in der Nähe von Schaprode gefunden wurde. Die dabei gut 100 gefundenen Münzen aus der Zeit des Dänenkönigs Harald Blauzahn sind besonders wertvoll. Sogar ein ehemaliger Schüler aus der Gingster Schule gehörte zu der Gruppe „Ackerlöper“, die hier 2018 erfolgreich fündig wurde. Rene Schön erklärte an einigen Funden die Bedeutung der Hinterlassenschaft aus der Wikingerzeit. Hauptsächlich Münzen und Schmuck belegen Münzprägungen und Handelswege der Wikinger und zeigen Verwandtschaftsverhältnisse der Könige. Auf Großvater Harald Blauzahn folgten nämlich Zeugnisse von Sven Gabelbart, Knud dem Großen und Harald Hasenfuß.

Rügens Denkmalpfleger zu Besuch in der Schule Gingst. Rene Schön (2. v. l.) erklärt Schülern der 5. Klassen seine Funde aus der Bronzezeit. Foto: André Farin
Rügens Denkmalpfleger zu Besuch in der Schule Gingst. Rene Schön (2. v. l.) erklärt Schülern der 5. Klassen seine Funde aus der Bronzezeit. Foto: André Farin

„Meine Schüler waren sehr begeistert und wollten immer noch mehr wissen“, meint Geschichtslehrer Gustav Pastor, der die drei Stundenseminare organisiert hat. Beispielsweise fragten sie nach dem Wert der Schätze von Rügens Äckern. Rene Schön erklärte dabei die Unterscheidung zwischen Material- und kunsthistorischem Wert. Das Beispiel leuchtet ein: Eine Silbermünze aus dem Blauzahn-Schatz habe einen Materialwert von weniger als einem Euro. Der historische Wert aber ist „unbezahlbar“, weil es sich um extrem seltene Sachzeugen handle. Stolz erzählt er von einem weiteren bedeutenden Hortfund bei Lancken-Granitz, wo im vergangenen Jahr über 9.000 Objekte aus Silber geborgen wurden.

„Herr Schön ist ein wichtiger Zeuge für unsere ersten Geschichtsstunden“, sagt Gustav Pastor. Anschaulichkeit und Expertenwissen bereichern den Unterricht ungemein und hinterlassen viel mehr Eindrücke als drei Lehrbuchseiten und ein Arbeitsheft. Deshalb komme der Bodendenkmalpfleger gern in die Schule, wo er zudem im Ganztagsbereich tätig ist und das Schulhof-Sommerfest mit einem Ackerlöper-Stand bereichert.

Freiwilliges 10. Schuljahr erfolgreich beendet

Oldenburg: Wichtige Voraussetzung, um eine Ausbildung zu beginnen

Schwerin – Das Freiwillige 10. Schuljahr richtet sich an Jugendliche, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Es eröffnet ihnen die Möglichkeit, einen bundesweit anerkannten Schulabschluss zu erwerben und ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern. Im Schuljahr 2025/2026 wurden 28 Klassen an 24 Regionalen Schulen und Gesamtschulen eingerichtet. 328 Schülerinnen und Schüler haben das Freiwillige 10. Schuljahr besucht. 307 Jugendliche haben die Berufsreife erlangt. Das entspricht einer Abschlussquote von 93 Prozent.

„Das ist eine tolle Leistung der Schülerinnen und Schüler“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mit dem Abschluss der Berufsreife verbessern sie ihre Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Ich freue mich für alle Jugendlichen, weil sie somit die besten Voraussetzungen für eine Berufsausbildung haben. Die, die noch keine haben, werden durch die Arbeitsagenturen unterstützt, damit auch ihnen der Einstieg in eine Ausbildung gelingt, die zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt.“

Für das Schuljahr 2026/2027 sind 29 Klassen an 24 Schulen mit rund 430 Schülerinnen und Schülern geplant. Voraussetzung für den Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres ist eine Empfehlung der Klassenkonferenz. Sie wird ausgesprochen, wenn die Leistungen in Deutsch, Mathematik sowie Biologie, Chemie und Physik erwarten lassen, dass die Berufsreife erfolgreich absolviert werden kann.

Seit dem Schuljahr 2023/2024 können Schülerinnen und Schüler das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen und Gesamtschulen besuchen, um die Berufsreife zu erlangen. Zuvor war dies nur an Förderschulen möglich. Das flächendeckende Angebot wird bis 2028 mit insgesamt 24 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

Backhaus eröffnet Hansa-Wald

Kritzmow – Der FC Hansa Rostock eröffnet heute um 14 Uhr gemeinsam mit der Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern, der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern sowie in Anwesenheit von Umweltminister Dr. Till Backhaus den neuen Hansa-Wald im Fahrenholzer Holz (ca. 325 ha) bei Kritzmow. Mit dem Projekt entsteht weit mehr als ein neues Freizeitangebot: Der Hansa-Wald ist rund 124 ha groß und soll sich zu einem Ort entwickeln, an dem Bewegung, Gesundheitsförderung, Umweltbildung und Naturerleben miteinander verbunden werden.

Zum Start stehen Besucherinnen und Besuchern drei ausgeschilderte Rundwege mit Längen von rund einem, 2,5 und drei Kilometern zur Verfügung. Sie richten sich an Familien, Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Läuferinnen und Läufer sowie alle Menschen, die den Wald aktiv erleben möchten.

Doch die Laufstrecken sind bewusst erst der Anfang. Gemeinsam wollen die Projektpartner den Hansa-Wald Schritt für Schritt weiterentwickeln – mit Umweltbildungsangeboten, Familienaktionen, Präventions- und Gesundheitsprojekten sowie einem geplanten „Hansa Recovery Trail“, der Bewegung, Regeneration und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.

„Unsere Wälder sind heute weit mehr als Holzlieferanten. Sie schützen Klima und Artenvielfalt, speichern Wasser und CO₂, sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und zugleich wichtige Orte der Erholung. Der Hansa-Wald macht all diese Funktionen auf besondere Weise erlebbar und bringt Menschen dorthin, wo Natur beginnt“, sagt Forstminister Dr. Till Backhaus.

Der Hansa-Wald steht beispielhaft für eine moderne Waldpolitik, die den Menschen stärker in den Mittelpunkt rückt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßige Aufenthalte im Wald Stress reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die körperliche Gesundheit fördern können. Dieses Potenzial möchte das Projekt künftig noch stärker für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar machen.

„Wir wollen unsere Reichweite nutzen, um Menschen für Natur, Bewegung und gesellschaftliche Verantwortung zu begeistern. Der Hansa-Wald passt zu unserem Verein, weil er Gemeinschaft stiftet und nachhaltig wirkt“, sagt Michael Meier, Vorstand für Nachwuchs und Vereinswesen beim FC Hansa Rostock.

Auch die Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern versteht den Hansa-Wald als langfristige Plattform.

„Die Laufstrecken sind nur der Auftakt. In den kommenden Jahren sollen hier weitere Angebote entstehen, die Umweltbildung, Gesundheit und Naturerleben sinnvoll miteinander verbinden“, erklärt Stiftungsmanagerin Syntje Krause.

Für die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern zeigt der Hansa-Wald beispielhaft, wie sich Wald heute vermitteln lässt.

„Unsere Wälder erfüllen viele Aufgaben gleichzeitig. Sie sind Klimaschützer, Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und Erholungsort. Mit dem Hansa-Wald schaffen wir einen neuen Zugang, um diese Leistungen für die Menschen sichtbar und erlebbar zu machen“, sagt Manfred Baum, Vorstand der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern.

Mit dem Hansa-Wald entsteht damit nicht nur ein neues Bewegungsangebot, sondern der Auftakt einer langfristigen Kooperation zwischen Sport, Forstwirtschaft und Naturschutz.

Schwesig: Bei Familien zu sparen, ist der falsche Weg

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute gegen die Bundesregierung gewandt, Leistungen für Familien und Kinder einzuschränken. „Bei den Familien zu sparen, ist der falsche Weg. Gerade in diesen Zeiten müssen Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unterstützt werden. Mecklenburg-Vorpommern geht einen anderen Weg. Obwohl auch wir sparen müssen, hält unser Land an der beitragsfreien Kita fest“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Konkret wandte sich Schwesig gegen die Pläne von Bundesfamilienministerin Prien, den Unterhaltsvorschuss nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr auszuzahlen. „Ich lehne die Kürzung des Unterhaltsvorschusses ab. Als Bundesfamilienministerin habe ich die Ausweitung von 12 auf 18 Jahre durchgesetzt, um die vielen alleinerziehenden Mütter und auch einige alleinerziehende Väter und ihre Kinder besser zu unterstützen. Beim Unterhaltsvorschuss zu kürzen, bestraft die Alleinerziehenden, die alles alleine stemmen und ihre Kinder. Das ist falsch“, sagte Schwesig.

„Der Staat sollte besser diejenigen, die sich vor dem Unterhalt drücken, konsequenter zur Verantwortung ziehen. Es kann nicht sein, dass sich viele Väter und auch einige Mütter aus der Verantwortung stehlen und am Ende zahlen die Kinder die Zeche. Der Staat muss sich das Geld von den Unterhaltspflichtigen holen und nicht bei den Kindern“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Schwesig kritisierte auch Pläne zur Einschränkung des Elterngeldes: „Wir sollten junge Familien bei der Entscheidung für Kinder unterstützen. Das Elterngeld hat sich bewährt. Auch hier plant die Bundesregierung Kürzungen an der falschen Stelle.“

SED-Opferrente steigt für mehr als 3.000 Menschen in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Die Aufarbeitung geht weiter. Allein dieses Jahr wurden 144 Anträge auf SED-Opferrente gestellt.“

Schwerin – „3.003 Menschen aus unserem Land haben in diesem Monat eine höhere SED-Opferrente erhalten. Die Dynamisierung der Zuwendung war vor einem Jahr beschlossen worden, um auch in diesem Bereich allgemeine Preissteigerungen abzubilden. Seit dem 1. Juli 2026 beträgt die SED-Opferrente 417 Euro.

Diese Erhöhung konnte in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Finanzen und dem DVZ dank eines automatisierten Anpassungsverfahrens pünktlich mit dem Zahlungstermin zum 1. Juli 2026 umgesetzt werden“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

Die SED-Opferente ist auch 36 Jahre nach der Deutsch-Deutschen Vereinigung ein wichtiges Zeichen für die Betroffenen, die vor 1989 staatlich organisiertes Leid erfahren mussten. Ihr Leid wird weiterhin gesehen. Es ist wichtig, dass die Aufarbeitung des Unrechts, das in der DDR geschehen ist, weitergeht. Viele Menschen finden erst heute den Mut, sich mit der für sie belastenden DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Allein in diesem Jahr gingen im Ministerium weitere 144 Anträge auf SED-Opferente ein. Das sind gut fünf Anträge pro Woche. Das erlittene Leid ist sicher nicht mit Geld wiedergutzumachen. Aber die SED-Opferrente ist ein kleiner Beitrag, der einen gewissen finanziellen Ausgleich leisten soll“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Die SED-Opferrente wird aufgrund einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 2025 künftig jedes Jahr zum 1. Juli um den Prozentsatz angepasst wird, um den sich die Rente in der gesetzlichen Rentenversicherung verändert. Dies bedeutet für das Jahr 2026, dass sich die Opferrente zum 1. Juli von 400 Euro auf 417 Euro pro Monat erhöht hat. Im Jahr 2026 sind im Haushalt des Ministeriums 16,3 Mio. Euro für die SED-Opferrente eingeplant.

Eröffnung eines neuen Regiomatenladen

Ines Jesse: „Innovative Ideen sichern die Daseinsvorsorge und machen unsere ländlichen Räume zukunftsfest.“

Tribsees – Mit der Eröffnung des Regiomatenladens in Tribsees erhält die historische Altstadt ein neues Angebot für die Nahver­sorgung. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirt­schaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemein­sam mit dem Bürgermeister und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt den Laden eröffnet. Das Vorhaben wurde im Rah­men der Landesinitiative Ländliche GestaltungsRäume mit über 150.000 Euro gefördert.

„Mit einer starken Daseinsvorsorge erhöhen wir die Lebens­qualität der Menschen in unserem Land und stärken die Attraktivität unserer ländlichen Räume. Der Regiomatenladen in Tribsees zeigt, wie innovative Ideen die Nahversorgung sichern, regionale Wertschöpfung fördern und zugleich die Ortskerne beleben. Mit diesen innovativen Projekten schaffen wir einen echten Mehrwert für die Menschen vor Ort“, so Staatssekretärin Jesse.

Der Regiomatenladen bietet rund um die Uhr regionale Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs an. Acht Automaten – teilweise mit Kühl- und Tiefkühlfunktion – ermög­lichen den Einkauf unabhängig von Ladenöffnungszeiten. Das Sortiment reicht von Honig, Milchprodukten, Wurstwaren sowie Ölen und Essig bis hin zu Nudeln, Getränken, Kerzen und handgefertigten Geschenkartikeln regionaler Erzeuger.

Mit der Förderung wurden die Räume des ehemaligen Kartof­felmuseums zu einem modernen Verkaufsraum umgebaut, barrierefrei gestaltet und technisch ausgestattet. Ziel ist es, die Nahversorgung in der Innenstadt zu verbessern, regionale Anbieter zu stärken und neue Impulse für die Entwicklung des historischen Stadtkerns zu setzen.

Das Vorhaben ist Teil der Landesinitiative Ländliche Gestal­tungsRäume, mit der das Land innovative Projekte zur Siche­rung der Daseinsvorsorge in besonders vom demografischen Wandel betroffenen Regionen unterstützt. Seit 2019 wurden über die Initiative 26 Vorhaben mit rund 12 Millionen Euro gefördert und damit Gesamtinvestitionen von mehr als 20 Mil­lionen Euro ermöglicht.