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Energie-Tüftler in mobiler Technik-Werkstatt

Gingster Schüler bauen mit EWE-Experten an Kurbelleuchten und Mini-Windrädern

Insel Rügen – Das EWE-Mobil aus Oldenburg hat für zwei Schulwochen Station in Gingst gemacht. An einem von drei Standorten in unserem Bundesland, wo Schüler sich an einem Projekttag mit den Themen erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit und Technik beschäftigen. „Das sind Energie-Stunden mit hohem Lerneffekt“, meint Schulleiter André Farin. Die Organisatoren des rollenden Bildungsprojekts haben nicht nur großes Interesse beobachtet, sondern Talente vor allem in den handwerklichen Teilen des Unterrichts gefunden.

Nach dem Vortragsbesuch im Mobil auf dem Schulhof wechselten die Jungen und Mädchen aus den 7. und 8. Klassen in die eigens für sie eingerichtete Technikwerkstatt. „Bei vielen Kindern reicht ein kurzer Input am Anfang eines Auftrages“, sagt Axel Warnken, ein Experte aus dem EWE-Team. „Andere können super gut mit den Anleitungen umgeben und die Leuchte oder das Windrad zusammenbauen.“ Er freue sich immer auf die Tage, die er die Schüler der Insel betreuen kann. Die Rüganer seien sehr aufgeschlossen für das Vorhaben „Deine Energie für morgen“.

Tamia Manfraß (links) und Axel Warnke in der mobilen Technik-Energie-Werkstatt. Foto: Martina Zabel
Tamia Manfraß (links) und Axel Warnke in der mobilen Technik-Energie-Werkstatt. Foto: Martina Zabel

Die Gingster haben sich für zwei Zukunftsmodelle entschieden. Vielen bauten Mini-Windräder und erlebten sie als kleine, funktionstüchtige Windkraftanlagen zur Stromerzeugung. Andere probierten die Kurbelleuchten mit einem anderen Lerneffekt: Die manuell betriebenen Taschenlampen verdeutlichten ganz simpel das Prinzip der mechanischen Energiewandlung.

„Ich finde solche Stunden sehr gut“, sagt Ben Messing aus der 8. Klasse. Er interessiert sich für handwerkliche Aufgaben, die er auch in der Holzwerkstatt der Schule erledigt. Das sei mal etwas ganz anderes als im normalen Unterricht. Er bekam sogar ein Lob für sein geschicktes Arbeiten und die Hilfe, die er seinen Mitschülern unaufgefordert angeboten hat.

Über 5.000 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 10 nutzen das EWE-Projekt jährlich im schulischen Projektrahmen. „Das sind Kinder und Jugendliche in den EWE-Regionen Niedersachen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Claudia Döring von der EWE AG. Das spreche für die mobile Erfolgsidee.

Schwesig: Unsere Ostsee muss sauber bleiben

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass das Bundesumweltministerium die Entscheidung für den Bau einer mobilen Entsorgungsplattform getroffen hat. Mit Hilfe der Plattform soll voraussichtlich ab Ende 2028 Altmunition aus der Ostsee geborgen werden.

„Wir in Mecklenburg-Vorpommern lieben unsere Ostsee. Fast jede und jeder von uns fährt gerne an den Ostseestrand. Und die Ostseeküste ist auch Grundlage für unseren Erfolg als Tourismusland. Die Ostsee muss sauber bleiben. Die giftige Altmunition aus zwei Weltkriegen ist eine Gefahr für unsere Umwelt und für die Menschen. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass Bundesumweltminister Schneider einen klaren Schwerpunkt auf die Bergung der oft giftigen Altmunition setzt.

Die Entscheidung zum Aufbau des Bundeskompetenzzentrums Altmunition war ein erster wichtiger Schritt. Jetzt kommt der Bau der Plattform hinzu. Sie ist Voraussetzung, dass auch in größeren Mengen Altmunition aus der Ostsee geholt werden kann. Dafür haben wir uns als Landesregierung eingesetzt. Das ist eine wichtige Entscheidung zum Schutz der Umwelt – und dafür, dass wir auch in Zukunft gerne an die Ostsee fahren.“

M-V macht das Grüne Band zum Nationalen Naturmonument

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern weist das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Nationales Naturmonument aus. Rund 4.500 Hektar von der Ostsee bis zur Elbe erhalten damit einen gemeinsamen Rahmen als Natur- und Erinnerungslandschaft von nationaler Bedeutung. Damit ist eine Unterschutzstellung als Nationales Naturmonument mit dem heutigen Tag in allen östlichen Bundesländern erfolgt.

Umweltminister Dr. Till Backhaus und der BUND Mecklenburg-Vorpommern begrüßen die Ausweisung als wichtigen Schritt und zugleich als Auftrag, das Grüne Band in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

„Wo Deutschland einst durch Zäune und Stacheldraht geteilt war, verbindet heute die Natur. Aus dem früheren Todesstreifen ist eine Lebenslinie geworden. Mit der Ausweisung als Nationales Naturmonument übernehmen wir Verantwortung für beides: für eine einzigartige Naturlandschaft und für die Erinnerung an die deutsche Teilung“, sagte Backhaus.

Das Grüne Band Deutschland erstreckt sich über insgesamt 1.378 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist das größte Biotopverbundsystem Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern verbindet es unter anderem artenreiches Grünland, Moore und Feuchtgebiete, Wälder, Seen und Fließgewässer sowie Lebensräume des Ostseeküstenraums. Zugleich bewahrt es mit ehemaligen Grenzanlagen, Gedenkorten, geschleiften Ortschaften und besonderen Geländestrukturen Zeugnisse der deutschen Teilung. Diese Verbindung von Natur und Geschichte macht das Grüne Band zu einer besonderen Natur- und Erinnerungslandschaft.

„Die Ausweisung ist ein wichtiger Meilenstein. Jetzt geht es darum, bestehende Lücken zu schließen, um einen durchgängigen Biotopverbund zu entwickeln. Dafür wollen wir gemeinsam mit dem Land, den Menschen vor Ort, den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie aktiven Vereinen und Stiftungen Lösungen finden,“ kündigt Jessica Sommer vom BUND MV an. Im Rahmen des Projektes HOTSPOT28 baut sie bereits ein Netzwerk auf und lädt zu Veranstaltungen ein.

Große Teile des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern sind bereits durch bestehende Schutzgebiete und andere Naturschutzflächen gesichert. Dazu gehören unter anderem Flächen in den Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern sowie Naturschutzgebiete und Flächen des europäischen Netzes Natura 2000.

Mit der neuen Verordnung werden diese Flächen erstmals unter dem gemeinsamen Dach des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeführt.  Schutzvorschriften bestehen mit den bislang schon geltenden Ge- und Verboten  weiter. „Mit der Verordnung geben wir dem Grünen Band erstmals einen gemeinsamen Rahmen als Nationales Naturmonument. Dabei geht es nicht darum, bereits geschützte Flächen mit neuen Auflagen zu überziehen. Wir wollen vorhandene Lücken perspektivisch schließen, wertvolle Lebensräume sichern und zugleich die Zeugnisse der deutschen Teilung bewahren. So entsteht Schritt für Schritt ein möglichst durchgängiges Grünes Band von der Ostsee bis zur Elbe“, betonte Backhaus.

Das langfristige Ziel ist ein möglichst lückenloses Grünes Band auch in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit gliedern noch nicht einbezogene Flächen das Nationale Naturmonument in mehrere Abschnitte. Die weitere Entwicklung soll langfristig erfolgen und die Belange anderer Nutzungen und Rechtsbereiche berücksichtigen.

Nationale Naturmonumente (NNM) sind Gebiete, die aufgrund von „wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen sowie wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit“ von herausragender Bedeutung sind.

Thüringen war 2018 das erste Bundesland, was seinen 763 Kilometer langen Abschnitt gesichert hat. Als erstes westlich angrenzendes Bundesland hat Hessen 2023 seinen Bereich anschließend an das Grüne Band in Thüringen als Nationales Naturmonument ausgewiesen. „Der Abschnitt im Amt Neuhaus hat eine ganz besondere Geschichte mit dem Wechsel der Zugehörigkeit von Mecklenburg zurück nach Niedersachen. Hier bestehen aktuell ebenfalls Bemühungen diesen entsprechend zu sichern.“ erläutert Corinna Cwielag vom BUND MV und ergänzt „Trotz der nationalen Bedeutung dieses Monuments sind die Bundesländer zuständig und müssen jeweils einzeln für die Sicherung aktiv werden.“

Wenige Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, initiierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 9.12.1989 zusammen mit Naturschützer*innen aus Ost- und Westdeutschland das Grüne Band. Seitdem setzt sich der BUND mit einer Vielzahl von Projekten, Aktivitäten und dank zahlreicher Spenden für Erhaltung und Schutz des Biotopverbundes und für das Natur- und Geschichtserleben ein.   Hierbei arbeitet er eng mit Historiker*innen und den Grenzmuseen zur Bewahrung der geschichtlichen Dimension des Grünen Bandes zusammen.

Der BUND MV ist Partner im Verbundprojekt HOTSPOT28 „Natürlicher Klimaschutz im Norden“ und setzt die Maßnahme „Lebendige Erinnerungslandschaft am Grünen Band“ um. Im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit gefördert und kofinanziert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein.

Neustart für die Seniorenarbeit in Tessin

Drese überreicht Fördermittel an Heimatverein Tessin und Umgebung e.V.

Tessin – Spieleabende, Lesungen, das Rentnercafé und vor allem Zeit miteinander: Der Treffpunkt Am Neuen Markt in Tessin (Landkreis Rostock) soll auch künftig ein Ort bleiben, an dem Seniorinnen und Senioren zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam aktiv sein können. Damit das gelingt, hat Sozialministerin Stefanie Drese in dieser Woche einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 31.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes an den Trägerverein überreicht.

„Als zum Ende des vergangenen Jahres der ursprüngliche Träger des Treffpunktes die Arbeit eingestellt hat, hat der Heimatverein Tessin und Umgebung nicht lange überlegt sondern hat kurzerhand selbst Verantwortung übernommen um die Seniorenarbeit im Ort nicht abreißen zu lassen. Das ist nicht selbstverständlich und auf Grund der kurzen Vorlaufzeit auch nicht einfach gewesen“, betonte die Ministerin bei ihrem Vor-Ort-Besuch. „Deshalb wollen wir den Heimatverein jetzt dabei unterstützen, die Infrastruktur zu verbessern und das benötigte Mobiliar anzuschaffen, damit die fehlende Ausstattung den Neustart nicht ausbremst“, so Drese weiter.

Mit den Fördermitteln soll so etwa eine funktionale Küche eingerichtet werden, Tische und Stühle angeschafft und Ausstattung für Lesungen, Spiele- und Filmabende erworben werden. Mit Blick auf die Zielgruppe soll zudem in die Barrierefreiheit und die Instandsetzung der Außentreppe investiert werden.

„Für die Seniorinnen und Senioren in Tessin ist ein solcher Treffpunkt ein enormer Zugewinn. Schließlich wollen wir alle so lange wie möglich gut im gewohnten Umfeld alt werden und dazu gehören auch Teilhabe und Begegnung“, hob Drese hervor.

Dass der Heimatverein diese Aufgabe übernommen habe, sei daher ein wirklicher Glücksgriff für die Stadt. „Das zeigt aber auch, wie tief das Ehrenamt hier verwurzelt ist und dass Hilfe und Zusammenhalt in Tessin ganz selbstverständlich gelebt werden. Dafür gilt den Vereinsmitgliedern und allen, die beim Umbau mithelfen, mein Dank“, sagte die Ministerin.

Daten für bessere Bildung: Land startet Pilotprojekt

Oldenburg: Wir wollen jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich fördern

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 ein Pilotprojekt zur datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung gestartet. Ziel ist es, bildungspolitische Entscheidungen noch stärker auf Grundlage verlässlicher Daten zu treffen und Schulen beim pädagogischen Handeln besser zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen die Lernstände und die Lernentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Durch eine gezielte Auswertung der Daten sollen der Unterricht und die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen verbessert werden.

„Jedes Kind muss die Begleitung und Unterstützung erhalten, die es benötigt. Dafür brauchen Schulaufsicht und Lehrkräfte verlässliche Informationen darüber, welchen Leistungsstand Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern haben“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass in Schulbehörden und Schulen Entscheidungen stärker auf Grundlage dieser Daten getroffen werden können. Das hilft dabei, die Qualität des Unterrichts weiter zu verbessern.“

Das Projekt „Evidenzbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung“ (EBSE) ist auf mehrere Jahre angelegt. In der ersten Projektphase werden die Pilotschulen ausgewählt und die Daten, die erhoben werden sollen, identifiziert. Die Schulen, die daran teilnehmen werden, gestalten den Entwicklungsprozess von Beginn an mit und bringen ihre Erfahrungen ein. „Wir entwickeln dieses Vorhaben nicht allein im Bildungsministerium, sondern mit den Schulen gemeinsam“, so die Ministerin weiter. „Wir setzen ganz bewusst auf die Expertise und Erfahrungen von Lehrkräften und Schulleitungen. Unser Ziel ist ein lernendes Schulsystem, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt.“

Evidenzbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung bedeutet dabei weit mehr als das Sammeln von Daten. So könnten in Zukunft die Erkenntnisse aus Lernstandserhebungen gezielter genutzt werden, um den Unterricht weiterzuentwickeln, Förderangebote am Bedarf der Schülerinnen und Schüler auszurichten und die Wirksamkeit von bildungspolitischen Maßnahmen zu überprüfen. Gleichzeitig können aussagefähige Daten den Austausch mit Eltern intensivieren.

„Daten sind kein Selbstzweck. Sie geben Auskunft darüber, wo Potenziale liegen und wo frühzeitig Unterstützungsbedarf notwendig ist. Gute Bildungspolitik orientiert sich an Erkenntnissen. Gute Schulen nutzen dieses Wissen, um ihren Unterricht stetig besser zu machen“, sagte Oldenburg.

Rückenwind erhält Mecklenburg-Vorpommern durch das aktuelle Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen in einer datengestützten Entwicklung einen entscheidenden Hebel, um die Bildungsqualität zu steigern und den anstehenden Aufgaben im Bildungssystem wirksam zu begegnen. Sie empfehlen unter anderem regelmäßige Lernstandserhebungen, niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Lehrkräfte sowie eine enge Zusammenarbeit von Schule, Eltern und pädagogischen Partnern.

„Die Empfehlungen der SWK bestätigen uns in unserem Weg. Andere Länder wie Kanada sind längst weiter. Auch wir wollen Unterricht und Schulentwicklung systematisch voranbringen und dabei moderne, datenschutzkonforme Instrumente nutzen. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass noch mehr junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern den bestmöglichen Schulabschluss erreichen“, erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Arbeitsstart des IMTT e.V.

Dr. Wolfgang Blank: „Gemeinsam bringen wir neue Technologien aus der Wissen­schaft in die betriebliche Praxis“

Neubrandenburg – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den offiziellen Arbeitsstart des Instituts für MobilitätsTechnik/Technologie e.V. (kurz IMTT e.V.) begleitet. Der Forschungsverein konzentriert sich auf die Mobilitätsbranche und deren Zuliefer­industrie.

„Technologien für die klimaneutrale Mobilität“ gehören zu den Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland. Dazu zählen Technologien für die Elektromobilität ebenso wie grundlegend neue Mobilitätskonzepte, die besonders im Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern eine zentrale Rolle spielen werden“, betonte Minister Dr. Blank. „Mit seiner thematischen Ausrichtung knüpft der IMTT e.V. an die High­tech Agenda an. Der Verein bietet die Chance, dieses Wachs­tumsfeld in Mecklenburg-Vorpommern weiterzuentwickeln und gemeinsam mit den Unternehmen in der Region wirtschaftlich zu nutzen.“

Der 2025 gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, neue Technologien zu entwickeln und mit Unternehmen der Region ein Innovationsökosystem aufzubauen. Damit will er über die Landesgrenzen hinaussichtbar werden und sich als fester Bestandteil der Mobilitätsbranche und ihrer Zulieferindustrie etablieren.

„Als An-Institut der Hochschule Neubrandenburg ist auch die Anbindung an die Wissenschaft bis hin zur Lehre in der Region gegeben. Das wertet auch die Attraktivität der Hoch­schule Neubrandenburg weiter auf“, betonte Minister Dr. Blank.

Die weiteren Verbundpartner, die Webasto Roof & Com­ponents SE (Neubrandenburg), das Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP (Rostock), die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV M-V GmbH (Rostock) und der automation & Software Günther Tausch GmbH (Neubrandenburg) wollen gemeinsam einen neuartigen Hochvolt-Heizer für einen Spannungsbereich ober­halb von 1.000 Volt entwickeln. Dieser soll vorrangig in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Das geplante Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 11,5 Millionen Euro und wird mit 7,3 Millionen Euro durch das Wirtschaftsministerium auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von wirtschafts­naher Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützt.

Klage der Gemeinde Ostseebad Binz abgewiesen

Backhaus: Genehmigungsbehörde des LNG-Terminals in Mukran obsiegt auch in letztem Verfahren

Insel Rügen – Das Bundesverwaltungsgericht hat heute die Klage der Gemeinde Ostseebad Binz gegen die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb des LNG-Terminals im Hafen Mukran abgewiesen. Damit ist das letzte noch offene Klageverfahren gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung vom 09.04.2024 abgeschlossen. Dazu erklärt der für den Immissionsschutz zuständige Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus:

„Ich habe von Beginn an betont, dass ich kein Freund dieser Technologie bin. LNG ist ein Auslaufmodell und bestenfalls eine Brückentechnologie bis wir auf fossile Energieträger verzichten können. Gleichzeitig habe ich aber auch gesagt, dass wir dem Antragsteller und den Gegnern der Anlage ein rechtssicheres und gerichtsfestes Verfahren garantieren. Das letztinstanzliche Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestätigt nun, dass dieses Versprechen gehalten wurde. Unsere Verwaltung hat sich in diesem Verfahren stets an rechtliche Vorgaben gehalten und dem politischen Druck in vorbildlicher Weise stangehalten. Daher bin ich über dieses Urteil des Gerichtes sehr froh, denn es bestätigt, dass staatliches Handeln ohne Ideologie und ohne Ansehen der Person erfolgt.

Bedauerlich ist allerdings, dass die Gemeinde Ostseebad Binz entgegen all meiner Beteuerungen nicht das Vertrauen in staatliches Handeln hatte und sich durch ein jahrelanges Gerichtsverfahren nun in eine schwierige finanzielle Situation gebracht hat. Ich sage dies ohne Häme und hoffe, dass nun endlich Ruhe einkehrt und wir uns wieder alle darauf konzentrieren können, das touristische Kleinod Rügen, das aktuell auch einen wichtigen Energiestandort für ganz Deutschland  darstellt, weiterzuentwickeln.“

Landesförderung sichert Segeltörns auf der UCRA-Pommernkogge

Ueckermünde – Als ganz besonderes Bildungserlebnis verbindet die Pommernkogge in Ueckermünde die maritime Traditionspflege mit erlebnispädagogischen Angeboten für Kinder. Damit diese auch in Zukunft angeboten werden können, braucht das Schiffsdeck jedoch dringend eine neue Beplankung. Sozialministerin Stefanie Drese und Patrick Dahlemann, Chef der Staatskanzlei, haben dem Verein deshalb heute einen in Höhe von 50.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes überreicht.

„Die Pommernkogge ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement Geschichte lebendig hält und zugleich wertvolle Bildungs- und Gemeinschaftserlebnisse schafft. Mit der Förderung unterstützen wir den Verein dabei, das Schiff als Rekonstruktion einer mittelalterlichen Ostseekogge als schwimmendes Museum zu erhalten und seine vielfältigen Angebote für Schulklassen, Jugendgruppen und Geschichtsinteressierte fortzuführen“, freute sich Ehrenamtsministerin Stefanie Drese.

So sollen die Decks des Schiffes – Mitteldeck, Achterkastell und Vorderkastell – unter Verwendung maritim-historischer Koggenbautechnik erneuert werden, um der Historie treu zu bleiben. Dafür wird die vorhandene Beplankung entfernt und durch neue Schiffsplanken ersetzt. Auch die erforderlichen Befestigungsmittel, das Kalfatern zur Abdichtung sowie das Aufbringen eines Witterungsschutzes sind Bestandteil des Projektes. „Umgesetzt werden die Arbeiten rein ehrenamtlich durch die Mitglieder des Vereins, die ihr handwerkliches Können und ihre Leidenschaft dafür bereitstellen“, erklärte Drese.

Dabei könne der im Jahr 2019 gegründete Verein auf seine mehr als 50 Mitglieder zählen, die schon jetzt monatlich zwischen 50 und 100 Stunden in die Arbeit am und auf dem Schiff investieren, hob auch Patrick Dahlemann hervor. „Dass die Kogge ein solcher Magnet für Einheimische und Touristen zugleich geworden ist, kommt nicht von ungefähr sondern geht vor allem auf das Herzblut der Engagierten zurück“, zeigte er sich sicher.

Gemeinsam dankten Drese und Dahlemann dem Verein für diesen Einsatz. „Mannschaftsgeist, Verantwortungsbereitschaft und Selbstständigkeit werden auf der Pommernkogge praktisch erlebbar. Das sind Werte, die an Deck zählen, aber Kinder und Jugendliche auch ein Leben lang begleiten. Darauf, dass Sie diese Werte gemeinsam mit historischem Wissen vermitteln, können Sie wirklich stolz sein.“