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Drese zum CSD in Neustrelitz

„Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen“ / Sozialministerin bekräftigt Solidarität mit der queeren Community

Neustrelitz – Drei Wochen nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) setzt Mecklenburg-Vorpommern in Neustrelitz heute ein entschlossenes Zeichen für Freiheit, Vielfalt und ein selbstbestimmtes Leben. Beim dortigen Christopher Street Day war am Sonnabend auch Sozialministerin Stefanie Drese zu Gast und bekräftigte die Solidarität der Landesregierung mit den Teilnehmenden.

„Dieser CSD ist heute nicht nur ein Gedenk- und Demonstrationstag, sondern auch ein Symbol unserer Freiheit und Ausdruck unserer Entschlossenheit und Solidarität“, sagte Drese. „Wir sind hier, weil wir uns nicht einschüchtern lassen. Wir sind hier, weil wir uns unsere Freiheit nicht nehmen lassen. Und wir sind hier, weil queeres Leben zu Mecklenburg-Vorpommern gehört – auf unsere Straßen, in unsere Städte und mitten in unsere Gesellschaft“, rief Drese den Teilnehmenden zu.

Der Berliner CSD war am 25. Juli von einem tödlichen Anschlag überschattet worden. Ein Fahrzeug fuhr im Tiergarten in eine Menschenmenge; eine Frau wurde getötet, 31 Menschen verletzt. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus.

„Mein tiefes Mitgefühl gilt der Frau, die ihr Leben verloren hat, ihrer Familie und allen Angehörigen. Meine Gedanken sind ebenso bei den mehr als 30 Verletzten und bei allen Menschen, die diese grausame Tat unmittelbar miterleben mussten. Die Bilder und das Erlebte werden viele Menschen noch lange begleiten. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir heute hier in Neustrelitz zusammenstehen“, so Drese.

Die Ministerin betonte, dass der Anschlag weit über Berlin hinauswirke. „Wer heute queere Sichtbarkeit lebt, lebt leider nicht mehr überall selbstverständlich sicher. Beschmierte Regenbänke, heruntergerissene Regenbogenflaggen, Angriffe auf queere Einrichtungen und CSDs unter massivem Polizeischutz sind keine Einzelfälle. Hass und Hetze haben zugenommen. Und der Anschlag in Berlin hat auf erschütternde Weise gezeigt, dass die Eskalation eine neue Dimension erreichen kann“, hob Drese hervor.

Sie habe deshalb auch großen Respekt vor allen, die trotzdem nach Neustrelitz gekommen sind und betonte, wie wichtig diese Antwort der Community und ihrer Unterstützer nun sei: „Das zeigt: Wir geben nicht nach. Wir räumen Extremisten, Radikalen und Menschen, die unsere freiheitliche Gesellschaft zerstören wollen, keinen Raum ein. Wir lassen uns weder unser freies Leben noch unsere Liebe nehmen“, so die Ministerin in ihrer Ansprache.

Auch die Landesregierung stehe dabei an der Seite der Community. „Toleranz und Gleichberechtigung sind schließlich keine freundlichen Bitten. Sie sind Werte, die wir als Politik, als Staat, entschlossen verteidigen müssen.“ Dazu gehörte aus ihrer Sicht auch die Reform des Artikels 3 des Grundgesetzes und die vollständige rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien. „Gleiche Würde muss sich auch in gleichen Rechten widerspiegeln“, unterstrich Drese.

Auch Mecklenburg-Vorpommern setze auf mehr Schutz, Sichtbarkeit und Akzeptanz. Drese verwies unter anderem auf den erweiterten Landesaktionsplan Vielfalt, die Förderung queerer Jugendverbandsarbeit, Fortbildungs- und Sensibilisierungsangebote sowie die TIN-Beratungsstelle für transidente, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen. Auch die erweiterten Möglichkeiten zur Beflaggung mit der Regenbogenflagge seien wichtig für mehr Sichtbarkeit.

Mit Blick auf die kommenden CSDs im Land appellierte Drese deshalb auch: „Bleibt laut. Bleibt unnachgiebig. Bleibt bunt und lebensfroh. Bleibt solidarisch. Lasst uns denjenigen, die Angst und Hass verbreiten wollen, die einzige Antwort geben, die sie nicht besiegen können: Nämlich dass wir zusammenstehen.“

Landeslisten für Landtagswahl stehen fest

Nach Entscheidung des Landesverfassungsgerichts: Weg frei für den Stimmzetteldruck und Beginn der Briefwahl

Schwerin – Das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat heute die Verfassungsbeschwerde der Partei „Lobbyisten für Kinder“ auf Zulassung zur Landtagswahl am 20. September 2026 verworfen, womit auch der Antrag auf einstweilige Anordnung gegenstandslos ist.

Die Landesliste war zuvor durch den Landeswahlausschuss wegen Fristversäumnisses zurückgewiesen worden. Damit stehen nun die 19 zugelassenen Landeslisten endgültig fest und es liegt die erforderliche Rechtssicherheit vor.

„Die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts schafft für die Wahlbehörden die maßgebliche Handlungssicherheit, um das Wahlverfahren geordnet fortzuführen“, betont Innenminister Christian Pegel.

„Sämtliche Vorbereitungen in den Kommunen sind getroffen, sodass die Aufträge an die Druckereien jetzt unverzüglich herausgehen. Unser oberstes Ziel ist es, dass den Bürgerinnen und Bürgern die Unterlagen für die Briefwahl nun auf schnellstem Wege zur Verfügung gestellt werden können.“

Die Kreiswahlleiterinnen und Kreiswahlleiter geben den Druck der Stimmzettel umgehend fei. Parallel bereiten die Gemeindewahlbehörden den Versand vor, damit die Ausgabe der Briefwahlunterlagen unmittelbar nach Anlieferung der Stimmzettel starten kann.

Neue Informationsplattform zu hybriden Bedrohungen gestartet

Innenministerium informiert Bürgerinnen und Bürger vor der Landtagswahl über hybride Bedrohungen und ausländische Desinformation

Schwerin – Das Innenministerium M-V hat die neue Informationsplattform „Resilient gegen hybride Bedrohungen“ veröffentlicht. Sie informiert Bürgerinnen und Bürger darüber, welche Formen hybrider Bedrohungen es gibt, wie Desinformation erkannt werden kann und was im Umgang mit entsprechenden Inhalten zu beachten ist. Darüber hinaus finden sich auf der Plattform Schutzempfehlungen, Kontaktdaten zu behördlichen Hilfsangeboten und eine Datenbank mit weiterführenden Informationen.

Die neue Informationsplattform „Resilient gegen hybride Bedrohungen“ steht unter Ministerium für Inneres und Bau – Regierungsportal M-V öffentlich zur Verfügung.

Innenminister Christian Pegel: „Desinformation begegnet uns heute täglich im Internet. Gerade vor einer Wahl müssen die Menschen erkennen können, ob eine Information stimmt, woher sie kommt und was möglicherweise dahintersteckt. Mit unserer neuen Plattform wollen wir dabei Orientierung geben und verlässliche Informationen an einer Stelle zugänglich machen.“

Das Innenministerium M-V hat bereits am 11. Juni 2026 im Rahmen der Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichts M-V über die erhöhte Gefährdungslage im Bereich hybrider Bedrohungen informiert. Mit seinem aktuellen Warnhinweis vom 12. August 2026 bestätigt das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ausländische Einflussoperationen auf die bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen. Seit Juni 2026 hat das BfV mehrere Manipulationswellen registriert, die darauf abzielen, die Bevölkerung zu verunsichern und zu polarisieren, um hierdurch auf ihr Wahlverhalten Einfluss zu nehmen.

Die Beeinflussung der Wählerinnen und Wähler erfolgt vor allem durch Desinformation, d. h. die Verbreitung von falschen, unvollständigen oder irreführenden Informationen. Die Verbreitung dieser „Fakes“ erfolgt überwiegend über die Sozialen Medien wie z. B. die Plattform X, aber auch über Messenger-Dienste.

Auch Bilder, Videos und Audiodateien können inzwischen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert werden. Solche Inhalte lassen sich anschließend schnell und in großer Zahl verbreiten. Für Nutzerinnen und Nutzer ist deshalb nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, ob ein Inhalt echt ist, verändert wurde oder aus welchem Zusammenhang er stammt.

Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Deutschland werden unterschiedliche Themen für Desinformationskampagnen genutzt. Dazu gehört insbesondere die Diskreditierung von Kandidatinnen und Kandidaten. Auch auf die Spaltung von Ost- und Westdeutschen wird gezielt.  Weitere Anknüpfungspunkte sind die wirtschaftliche Lage in Deutschland und die deutsche Unterstützung für die Ukraine.

Mit näher rückendem Wahltermin werden ausländische Akteure erwartungsgemäß versuchen, Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der Wahl zu wecken. Insbesondere die Auszählung der Stimmen wird wahrscheinlich dabei zum Gegenstand irreführender Behauptungen werden. Ziel solcher Kampagnen ist es, das Vertrauen in die Wahl, ihre Ergebnisse und die zuständigen Institutionen zu schwächen.

Das Land hat zum Schutz der Landtagswahl bereits umfangreiche Vorkehrungen getroffen. Ziel ist es, entsprechende Aktivitäten frühzeitig zu erkennen, die zuständigen Stellen und die Bevölkerung zu informieren und die Resilienz gegenüber hybriden Bedrohungen zu stärken.

Mit der neuen Informationsplattform wird die Informationsarbeit des Innenministeriums für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut. Sie bündelt Informationen zu hybriden Bedrohungen und zeigt auf, wo verlässliche Informationen und Unterstützung zu finden sind.

In den kommenden Wochen wird das Innenministerium die Informationsarbeit auch über die sozialen Medien fortsetzen und dort über die Gefahren von Desinformation im Internet sowie den Umgang mit entsprechenden Inhalten informieren.

Schwesig: Wir schaffen moderne Bedingungen für die Polizeiausbildung

Güstrow – Bei Baustart der Erweiterung an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Der Landesregierung ist die Ausbildung künftiger Fachkräfte im öffentlichen Dienst ein großes Anliegen.

Deshalb investieren wir in die Fachhochschule Güstrow. Für die baulichen Maßnahmen stellen wir mehr als 7 Millionen Euro zur Verfügung.“ Aus den Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität werden 5,17 Millionen Euro investiert. 2,48 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

„Durch die baulichen Erweiterungen können Studierende, Auszubildende und Mitarbeitende in der Polizeiausbildung künftig von neuen Schul- und Übungsräumen, Tatortdarstellungen und verschiedenen Lagerräumen profitieren. Eine gute Ausbildung bildet den Rahmen für gute Polizeiarbeit“, so Schwesig weiter.

Bei den Investitionen habe die Landesregierung die Polizei fest im Blick. Sie bedanke sich bei allen, die bei der Polizei arbeiten oder eine Ausbildung beginnen und damit zur Sicherheit im Land beitragen. Sie habe großen Respekt vor der Tätigkeit.

Wie wichtig gute Bedingungen bei der Polizei ihr sind, betonte Schwesig auch beim Spatenstich für den Neubau des Polizeigebäudes in Güstrow, in dem die Polizeiinspektion, das Polizeihauptrevier und das Kriminalkommissariat Güstrow untergebracht werden sollen: „Wir ermöglichen den Polizeibediensteten für ihre Arbeit eine zeitgemäße Arbeitsstätte, damit sie den steigenden Herausforderungen für die Polizei begegnen können ob in der analogen oder der digitalen Welt.“

Für diesen Bau werden mehr als 17 Millionen Euro aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung investiert. Insgesamt werden aus den Mitteln des Sondervermögens Polizeigebäude in sieben Orten neu gebaut oder saniert.

St. Nikolai: Mittelalter-Wandgemälde „Wurzel Jesse“ wird restauriert

Wismar – Die Wandmalerei „Wurzel Jesse“ aus dem 14. Jahrhundert in der Nikolaikirche Wismar wird restauriert, denn der Zer-störungsgrad ist mittlerweile augenfällig. Das monumentale Wandgemälde ist eine Darstellung des Stammbaums Christi an der südlichen Turmwand und im westlichen Joch des Südseitenschiffs. Das Kunstwerk zeigt die Abstammung Jesu von seinen königlichen Vorfahren und gehört zu den bedeutenden historischen Ausmalungen der Backsteingotik in Mecklenburg.

Im Rahmen eines vorherigen Bauabschnittes wurde bereits ein restauratorisches Konzept erstellt. Mit den jetzt geplan-ten Arbeiten soll die Konservierung der gefährdeten Putz- und Malschichten über die gesamte Wandfläche erfolgen. Die Kosten werden rund 350.000 Euro betragen, wovon et-wa 288.000 Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund, Land und Gemeinde bereitgestellt werden. Die Restaurie-rung soll so schnell wie möglich beginnen und bis 2027 dauern.

An der Nikolaikirche werden seit 1991 bauabschnittsweise Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mit Unter-stützung aus der Städtebauförderung durchgeführt. Aktuell erfolgt die Sanierung der Nordquerhausfassade.

Seebrücke und Inselhafen in Prerow sind weiterhin Publikumsmagnete

Prerow – Gemeinsam mit Ministerpräsidenten Manuela Schwesig nimmt Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus am Sonn­abend (15.08.2026) am Seebrücken- und Inselhafenfest in Prerow teil. Erfreut stellt der Minister fest, dass Inselhafen und Seebrücke die großen Erwartungen erfüllt und sogar übererfüllt haben. Dies betreffe neben der Funktionsfähigkeit, die primäres Planungsziel war, auch die touristische Attraktivität, so Backhaus:

„Auch nach fast zwei Jahren Betrieb ist kein Nachlassen der Anziehungskraft des Bauwerks zu spüren, dies belegen die Nutzerzahlen im Hafen und die automatisch erhobenen Zahlen der Seebrückennutzer. Auch der Seebrückenvorplatz ist ein wichtiges touristisches „Highlight“ für Prerow geworden. Für mich besteht deshalb kein Zweifel: Prerow hat ein attraktives neues Wahrzeichen, über das ich mich persönlich sehr freue und für das ich mich über Jahre auch gegen Widerstände stark engagiert habe.

Als Land Mecklenburg-Vorpommern haben wir mit Inselhafen und Seebrücke dauerhaft bestehende Probleme an unserer Außenküste gelöst: Den Schuz der Natur, die Sicherheit des Schiffsverkehrs und damit die Sicherheit für die Menschen auf See und an der Küste. Fast dreißig Jahre lang sind immer wieder Planer und „Ideengeber“ daran gescheitert. Uns ist es endlich gelungen, Einvernehmen herzustellen und den Gordischen Knoten aufzuknüpfen. Damit wurden rund 47 Mio. Euro gut investiert.

Eine komplexe Hafenanlage braucht natürlich auch einen engagierten Betreiber. Ich freue mich sehr, dass das National­parkamt selbst diese Aufgabe übernommen hat. Ebenso erfüllt es die Aufgaben als Hafenbehörde.

Von der Inbetriebnahme des Inselhafens am 17.10.2024 bis zum Anfang August 2026 kann eine durchweg positive Bilanz gezogen werden: Insgesamt wurden 828.216 Besucher auf der Seebrücke gezählt.

Die neue Seebrücke und der Inselhafen werden bei vielen touristischen Attraktionen, wie dem Silvesterfeuerwerk, dem Neujahrs-Anbaden und 2026 auch erstmalig beim Ostsee­schwimmen der DLRG Ortsgruppe Prerow einbezogen.

Spitzenbesuchstage auf der Seebrücke waren der 02.11.24 mit 4.300 Besuchern; der 20.04.25 (Ostersonntag) mit 3.900 Besuchern und der 08.02.2026 mit 3.700 Besuchern. 3.727 schutzsuchende Boote mit 9.558 Besatzungsmitgliedern liefen den Inselhafen bisher an – darunter waren auch internationale Gäste aus Alaska, Dänemark, Polen, Schweden, Schottland und Tschechien.

Am Idealstandort – ca. in der Mitte zwischen Warnemünde und Barhöft – wurde ein sicherer Standort für den Seenotrettungs­kreuzer „Nis Randers“ der DGzRS geschaffen. Damit ist das stark befahrene Seegebiet der Kadetrinne sicherer geworden. 19 Havaristen haben bisher im Inselhafen Zuflucht gefunden. Der Seenotkreuzer der DGzRS „Nis Randers“ war 465 Tage vor Ort.

Daneben haben die DLRG und die freiwillige Feuerwehr Prerow sowie einheimische Fischer einen ständigen Liegeplatz im Hafen Die regelmäßigen Übungen u.a. zur Bergung von Personen und dem Löschen von simulierten Situationen im Hafen zeigen, dass die vorhandenen Systeme und die Zusammenarbeit der Rettungskräfte vor Ort funktionieren.

Der Inselhafen Prerow wird regelmäßig durch behördliche Schiffe der Wasserschutzpolizei, der Küstenwache, des Zolls und Schiffen der DGzRS von anderen Stationen im Rahmen der Wahrnehmung ihrer hoheitlichen Aufgaben angelaufen.

Alle technischen Systeme im Bereich der Seebrücke und des Inselhafens arbeiten bedarfsgerecht und zuverlässig. Die Trinkwasserentsalzungsanlage produzierte in 3.834 Betriebsstunden insgesamt 1.458 m³ Trinkwasser. Dieses wurde für die öffentlichen sanitären Anlagen auf der Seebrücke sowie für den Sanitärbereich im Inselhafen und für die Versorgung der Sportboote genutzt.

Die Membrankläranlage klärte in 2.450 Betriebsstunden 1.471 m³ Abwasser. Auch bei besonderen Witterungsereignissen konnten Seebrücke und Inselhafen ihre Standhaftigkeit beweisen. Der erste Sturm aus Nordost am 09.12.24 mit einem Hochwasser bis zu 1 m über dem mittleren Wasserstand, verursachte keine nennenswerten Schäden.

Zu Beginn dieses Jahrs im Februar sorgte das langanhaltende Winterwetter auch im Inselhafen Prerow drei Wochen lang für eine besondere Lage. Erstmals seit seiner Inbetriebnahme konnte der Inselhafen Prerow aufgrund teilweiser Vereisung der Prerow-Bucht ab 04.02.26 nicht von Wasserfahrzeugen genutzt werden. Er war aber mehr als zwei Wochen länger nutzbar als andere Häfen wie beispielsweise Barhöft. Die Seebrücke und die öffentlichen sanitären Anlagen im Inselhafen blieben jederzeit voll funktionsfähig und wurden intensiv genutzt. Trotz der winterlichen Temperaturen und Ostwind wurde die Seebrücke als beliebtes Ausflugziel mit ungewöhnlichen Ausblicken auch in dieser Zeit stark frequentiert.

Am 08.02. wurden 3.400 und am 15.02. 3.700 Besucher auf der Seebrücke gezählt. Am 23.02. konnte der Seenotrettungskreuzer den Inselhafen wieder anfahren und der Hafen für einlaufende Schiffe frei gegeben werden. Damit wurden die Seebrücke und der Inselhafen Prerow auch im Winter zu einem neuen Besucher-Hotspot in M-V. Der Inselhafen hat sich seit der Eröffnung auch bei extremen Wetterbedingungen bewährt, zuletzt auch während des schweren Sturms am 30.07.26 mit Windgeschwindigkeiten von 100 km/h.

Das zweite Seebrücken- und Inselhafenfest gibt auch Anlass, die positive Entwicklung in der Kernzone des Nationalparks zu thematisieren. Schließlich war es auch ein Ausgangspunkt und wesentlicher Projektinhalt, die mit dem Nothafenbetrieb verbundenen schweren Eingriffe in das Schutzgebiet zu beenden. Heute erinnert am renaturierten Ottosee nur noch wenig an die Zeit als Hafenanlage, in beeindruckender Geschwindigkeit erobert die Natur ihr Refugium zurück und von einer Besucherplattform aus, können alle einen Einblick in diese Entwicklung erhalten. Ich kann allen nur empfehlen, diesen besonderen Ort zu besuchen, die Ruhe zu atmen und die Kraft der Natur zu spüren.

Die gesamte Entwicklung vor Ort hat sicher dazu beigetragen, dass auch die Gemeinde Born positive Signale zur Gästeent­wicklung sendet. Das Ahoi-Camp Darß ist, wie ich höre komplett belegt und trägt seinen Teil zu dieser Entwicklung bei. Die neuen Betreiber sind dabei, den Platz aufzuwerten und das Angebot für Tagestouristen und Dauercamper attraktiver zu gestalten. Das geschieht nicht über Nacht – aber kontinuierlich. Als nächstes ist nach meiner Kenntnis die Sanierung der Waschhäuser geplant. Ein wichtiger Schritt für die Gästezufriedenheit.

In diesem Zusammenhang freue ich mich, dass die Ministerpräsi­dentin am Sonnabend dem Nationalparkamt den Förderbescheid für die Modernisierung des Weißdünenweges übergeben wird. Für die Modernisierung auf 1.500 Meter stehen dem NPA dann ca. 600.000 Euro zur Verfügung. Der Weißdünenweg ist einer der bedeutendsten touristischen Wege im Bereich Darßwald, seine Modernisierung wurde nach dem Nothafenrückbau 2024 dringend. Jetzt stehen Fördermittel zur Verfügung. Der Weißdünenweg ist auch für die Campingplatznutzer wichtig, da er die Zuwegung zu den hinteren Arealen darstellt. Die Fertigstellung ist im Winterhalbjahr geplant.“

Umbau und die Erweiterung der Volleyballhalle

Schwesig zum Baustart: Wir machen die Palmberg Arena fit für die Champions League

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin den Baustart für den Umbau und die Erweiterung der Volleyballhalle gegeben: „Wir machen die Palmberg-Arena fit für die Champions League. Sie wird umgebaut, damit mehr Zuschauer die Spiele erleben können. Auf hängenden Tribünen entstehen weitere Sitzplatzreihen. Nach dem Ausbau wird die Arena 400 Sitzplätze mehr haben.“ Die Landesregierung habe von Anfang an die Förderung von 5 Millionen Euro zugesagt. Diese Zusage werde jetzt eingelöst.

„Die zukünftigen Champions, die jungen Talente des Schweriner Sportgymnasiums, nutzen die Halle ebenfalls. Leistungssport auf höchstem Niveau verbindet sich hier mit Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau“, lobte Schwesig. Der SSC zeige, dass Spitzensport in Mecklenburg-Vorpommern ein festes Zuhause hat. „Wir sind alle stolz auf den SSC Palmberg. Die Mannschaft und das Team stehen für sportliche Bestleistungen. Die Fans stehen für Begeisterung, treue Unterstützung und Fairness“, so die Ministerpräsidentin. Ihr Dank gehe an die Trainer und die Haupt- und Ehrenamtlichen im Hintergrund.

„Hauptamt und Ehrenamt tragen gemeinsam den Sport in unserem Land. Ohne Ehrenamt gäbe es keine Trainer, keine Wettkampfleiterinnen und keine jungen Talente, die ihre ersten Schritte machen. Breitensport und Leistungssport sind für unser Land gleichermaßen wichtig“, sagte die Ministerpräsidentin. Dafür stünden die vielen Vereine ebenso wie die Leistungsstützpunkte des Spitzensportes. „Wir wollen für alle Sportlerinnen und Sportler gute Bedingungen“, fügte sie an. Die Landesregierung habe deshalb die Mittel für den Sport um knapp eine Million Euro auf rund 14 Millionen Euro erhöht.

Toter Wal im Greifswalder Bodden

Körper soll untersucht werden

Stralsund – Mit Bedauern hat Umweltminister Dr. Till Backhaus auf die Meldung reagiert, dass im Greifswalder Bodden ein toter Wal gesichtet worden ist.

„Um 08:16 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass ein lebloser Wal im Greifswalder Bodden treibt. Eine Mitarbei­terin des Deutschen Meeresmuseums hat inzwischen den Tod des Tieres festgestellt.

Ich danke den Mitarbeitenden der Wasserschutzpolizei und des Wasserstraßen- und Schifffahrts­amtes Ostsee, die seit der Sichtung mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz sind, um die dadurch entstandene Gefahrenstelle zu sichern und die Leichtigkeit und Sicherheit des Schiffsverkehrs aufrechtzuerhalten. Ebenso danke ich dem Deutschen Meeres­museum für den Einsatz und die Bereitschaft, das tote Tier zu wissenschaftlichen Zwecken zu untersuchen.

Dennoch betrübt es mich, dass wir nun schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Tod eines Buckelwals in der Ostsee feststellen müssen, diesmal direkt in den Hoheitsgewässern des Landes. Aus der Sektion des Tieres erhoffen wir uns mehr zu erfahren, woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben und vielleicht, warum sie überhaupt in das für sie nicht geeignete, teils sogar lebensfeindliche Umfeld einschwimmen.

Es gibt Hinweise, dass sich die Buckelwalpopu­lation im Atlantik in den letzten Jahren gut erholt hat. Mehr Tiere bedeuten aber offenbar auch mehr Irrläufer, die in die Ostsee einschwimmen. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr über diese Tierart erfahren, um solchen Ereignissen in Zukunft vielleicht entgegenwirken zu können“, so Minister Backhaus.