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Pflege und Neupflanzungen an Alleen und Kreis- sowie Gemeindestraßen

Umweltministerium und BUND M-V wollen gemeinsam die Baumarten­vielfalt und die Anzahl der Lücken­bepflanzungen in Alleen und einseitigen Baumreihen an Kreis- und Gemeindestraßen erhöhen

Schwerin – Innerhalb Deutschlands stellt Mecklenburg-Vorpommern bis heute nach Brandenburg das alleenreichste Bundesland dar. Mindestens 4.374 km gesetzlich geschützter Alleen und einseitiger Baumreihen kommen außerhalb geschlossener Ortschaften an allen Straßen und ländlichen Wegen vor.

Daraus ergibt sich eine besondere gesellschaftliche und politische Verantwortung zum Schutz und zur Pflege, die bereits 1992 gesetzlich und mit einem Er-lass geregelt wurden. Artikel 12 der Landesverfassung und § 19 des Naturschutzausführungs­gesetzes verpflichten z.B. zur Neu- und Nachanpflanzung.

Seit 1994 erfolgt die Umsetzung auch mit Hilfe des „Alleenfonds“. Die überwiegende Anzahl von Projekten, die mit Mitteln des „Alleenfonds“ finanziert werden, finden an kommunalen Straßen (vor allem an Gemeindestraßen) und an ländlichen Wegen (teilweise privat) statt und werden durch die Oberste Naturschutzbehörde geleitet.

Beispielsweise ist im Vergleich zum Jahr 2024 (Ausgaben erfolgten in Höhe von ca. 153.000 Euro) der Ausgabewert für das Jahr 2025 mit ca. 376.000 Euro deutlich höher.

Im Jahr 2025 wurden mit den Mitteln des „Alleenfonds“ insgesamt 1.109 Alleebäume baumerhaltend gepflegt und 229 Alleebäume gepflanzt, vor allem als Lückenbepflanzung auf Flächen der Städte Putbus und Dassow.

„Viele Gemeinden setzen sich mit großem Engagement für den Erhalt der Alleen ein, das überwiegend im Ehrenamt und mit hohem persönlichem Einsatz“, so Minister Dr. Till Backhaus.

Als landesweit vorbildlich seien in diesem Zusammenhang das Engagement und die Vielfalt der Aktivitäten im Alleenschutz in den Gemeinden Ummanz und Parchtitz (Insel Rügen) zu nennen.

Einzigartig sind zum Schutz der Straßenbäume der Verzicht auf Streusalz auf ca. 32 km Gemeindestraßen in der Gemeinde Ummanz seit 2013 sowie der abschnittsweise Aufbau der ersten Speierlings-Allee auf Gut Boldevitz in der Gemeinde Parchtitz seit 2009.

Im Dezember 2025 erfolgten auf Initiative der Stadt Dassow sowie engagierter Bürger und Bürgerinnen des Ortes Pötenitz 78 Nachpflanzungen mit drei Baumarten in den Lücken der ca. 100 bis 120 Jahre alten „Eichen-Allee“ an einem touristisch stark genutzten Spurweg. Hier bestehen keine Ausbauabsichten und es wird zum Schutz der Allee auf Streusalz im Winter verzichtet. Gleichzeitig grenzt die Allee an großräumige landwirtschaftliche Nutzflächen.

Am 31. Juli 2026 konnte sich der Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus von der Geschlossenheit der Allee und den mit den angrenzenden Landwirten erzielten Kompromissen überzeugen und sprach sich vor dem Hintergrund der vielfältigen Probleme mit einigen einheimischen Baumarten dafür aus, dass „wir ge-meinsam – auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, einer Häufung bisher unbekannter Baumkrankheiten und Massen­vermehrungen von Baumschädlingen, insbesondere Insekten und Mikroorganismen,  die Baumartenvielfalt in den Alleen erhöhen müssen“.

Die Oberste Naturschutzbehörde hat in diesem Zusammenhang seit 2022 eine detaillierte „landesspezifische Baumartenliste“ erarbeitet, die derzeit etwas mehr als 100 Baumarten (BA) und Baumsorten umfasst, darunter 22 einheimische Baumarten. Definierte Standortparameter sollen es ermöglichen, die geeignete Baumart für den Standort aus dieser Liste zu filtern. Alle in der Liste aufgeführ-ten Baumarten sind für Straßen­seitenräume geeignet.

Dementsprechend kann jeder Eigentümer, der die Neu- und Nachanpflanzung einer Allee in einem „Straßenseitenraum“ an einer Kreis- oder Gemeindestraße plant, entsprechende Baumarten mit Mitteln des „Alleenfonds“ fördern lassen, sofern es sich nicht um Ersatzpflanzungen handelt.

Es ist geplant, die Liste als gemeinsame Empfehlung mit der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Obersten Straßenbau­verwaltung im Oktober zu veröffentlichen.

Mit dem Naturschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern ist für Alleen nicht nur der gesetzliche Schutz verankert, sondern auch bestimmt, dass die zuständige Behörde rechtzeitig und in ausreichendem Umfang Neuanpflanzungen vorzunehmen hat, um den Alleenbestand nachhaltig zu sichern. Ergänzend dazu enthält der „Baumschutzkompensationserlass“ vom 15. Oktober 2007 umfassende Regelungen zur Kompensation von Baum­fällungen sowie nach Beschädigung von Baumkronen und -wurzeln, und zwar für „Einzelbäume“, „Baumgruppen“, „Baumreihen“, „Alleen“ und „einseitigen Baumreihen“ die sich nicht an Bundes- und Landesstraßen befinden.

Trotz dieser sehr guten gesetzlichen Regelung machte Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Landesverband am 31. Juli 2026 Minister Backhaus darauf aufmerksam, dass alle Landkreise hinsichtlich der Kompensation von gefällten Straßenbäumen große Defizite haben und sagte:

„Seit 2011 wird durch den BUND M-V eine Statistik über Pflanzungen und Fällungen in den sechs Landkreise geführt. Alle Angaben beruhen auf Aussagen der Landkreise. Das Defizit an Pflanzungen zum Erhalt der Alleenlandschaft an Kreis- und Gemeindestraßen stieg seitdem auf über 7800 Bäume. In den letzten fünf Jahren hat sich die Tendenz noch verschärft. Es werden zu wenig Ersatzpflanzungen von allen Landkreisen an Kreisstraßen durchgeführt.“

Hinsichtlich der Baumkontrollen an Kreisstraßen ergänzte Frau Dujesiefken, dass es für eine gute Baumpflege entscheidend sei, dass jeder Landkreis eigenes und geschultes Personal für die Baumkontrolle aufbaue. Dieses würde die Alleen besser kennen als Firmen, die oftmals aus anderen Bundesländern nur ein oder zweimal in der betreffenden Allee tätig seien. Die Baumpflege würde baumschonen und effizient erfolgen und wäre somit auch kostensparend für die Kreise.

„Die Alleen sind ein prägendes und ökologisch wertvolles Element in der Landschaft unseres Bundeslandes; ihren Erhalt werden wir weiterhin unterstützen“, so Minister Dr. Till Backhaus, der sich vor allem bei den zahlreichen Gemeinden für ihr Engagement im Alleenschutz bedankt.

Olympischer Vormittag zur Hanse Sail

Bewegung, Spiel und olympische Begeisterung für die Jüngsten

Warnemünde – In Rostock-Warnemünde haben heute rund 70 Kinder und Fachkräfte der Rostocker Kindertagesstätten einen Olympischen Vormittag voller Spiel, Sport und Spaß erlebt.  Mit der Veranstaltung am Warnowufer würdigten die Sportjugend des Landessportbundes, der Stadtsportbund Rostock und das Sportministerium MV das Engagement der Rostocker Kindertageseinrichtungen und Sportvereine, die sich im Kooperationsprogramm „KinderBewegungsLand“ gemeinsam für mehr Bewegung im Kita-Alltag einsetzen.

„Mit dem KBL-Programm bringen wir seit vielen Jahren Sportvereine und Kitas zusammen und schaffen so wöchentliche Bewegungsangebote an mittlerweile 185 beteiligten Kitas, mit denen wir rund 4.400 Kinder erreichen. Ein enormer Erfolg, denn regelmäßige Bewegung ist bereits im Kindesalter entscheidend für ein gesundes Aufwachsen“, betonte Sport- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese bei Ihrem Besuch vor Ort.

So warteten auf der Freifläche des Straßensport e.V. Rostock auch heute verschiedenste Bewegungsparcours und Spielstationen auf die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Neben den motorischen Fähigkeiten, die so geschärft werden, bietet der Sport aber auch noch weitere Vorteile. Er stärkt etwa für das Selbstvertrauen, fördert die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und vermittelt Werte wie Teamarbeit, Fairness und gegenseitigen Respekt. Gerade deshalb investieren wir auch als Land jährlich rund 500.000 Euro in Programme wie das KinderBewegungsLand und ‚Schule und Verein‘“, erklärte die Ministerin.

Möglich seien diese Angebote in der Umsetzung aber nur durch das große Engagement und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Sportvereine und Kitas. „Dafür wollen wir mit der heutigen Veranstaltung vor der besonderen Kulisse der Hanse Sail einmal ausdrücklich danke sagen“, unterstrich die Ministerin.

Gleichzeitig wollen die Partner den Olympischen Vormittag dazu nutzen, um die Olympiabewerbung Rostock-Warnemündes als Segelstandort weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. „Vielleicht stehen einige der Kinder bei den Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 ja sogar selbst als Athletinnen und Athleten am Start, engagieren sich als Volunteers oder erleben die Spiele als begeisterte Zuschauer“, so Drese. Ein eigenes ‚KinderBewegungsLand meets Olympia‘-T-Shirt bleibt allen heutigen Teilnehmenden bis dahin als Erinnerung – oder wahlweise auch als Ansporn.

Hanse Sail Business Forum 2026

Schwesig: Positive Entwicklung im Tourismus und in der maritimen Wirtschaft

Rostock – Auf dem Hanse Sail Business Forum 2026 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Rostock eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. „Trotz internationaler Krisen und einer schwierigen wirtschaftlichen Situation in ganz Deutschland zeigen sich unsere Wirtschaft und unser Arbeitsmarkt sehr robust“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Wir haben im vergangenen Jahr das zweitbeste Tourismusergebnis in der Geschichte unseres Landes erzielt. Und auch die aktuellen Tourismuszahlen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Position als eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland ausbaut. Im ersten Quartal hatten wir ein Plus von 6 Prozent bei den Gästeankünften und von 4 Prozent bei den Übernachtungen“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Zu dieser positiven Entwicklung trage auch die Hanse Sail als das große maritime Volksfest im Land bei.

Die maritime Wirtschaft habe gute Perspektiven. Das zeige sich gerade am Standort Rostock. „Der Rostocker Hafen konnte im ersten Halbjahr erneut einen Umschlagrekord bekanntgeben. Liebherr hat ein Umsatzplus von 20 Prozent gemeldet und baut eine neue Werkshalle. Die Neptun-Werft hat einen Milliardenauftrag für den Bau einer großen Konverterplattform an Land gezogen. Im Juni haben wir mit dem Rammschlag feierlich den Bau des maritimen Gewerbeparks in Warnemünde eingeleitet“, zählte die Ministerpräsidentin auf.

„Die Stärkung der Wirtschaftskraft unseres Landes und die Sicherung der Arbeitsplätze sind die wichtigste Aufgabe der Landesregierung“, betonte Schwesig. Dabei setze das Land auch auf internationale Zusammenarbeit. Deshalb sei es gut, dass Polen in diesem Jahr Partnerland der Hanse Sail sei. „Polen ist seit Jahren konstant einer der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns. Es ist ein ausgewogenes Verhältnis: Wir importieren und exportieren sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Industriewaren. Wir haben ein Interesse daran, diese Zusammenarbeit zu verstärken. Denn wir können als Nachbarn voneinander profitieren und den Wohlstand in unseren Ländern gemeinsam steigern.“

Eröffnung der Hanse Sail 2026

Dr. Wolfgang Blank: „Die Hanse Sail verbindet maritime Geschichte mit den Zukunftschancen des Wirtschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern.“

Rostock – Mit der heutigen Eröffnung der 35. Hanse Sail steht Rostock bis Sonntag ganz im Zeichen der maritimen Tradition Meck­lenburg-Vorpommerns. Als eines der größten Feste Europas werden mehr mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher und zahlreiche Traditionsschiffe aus aller Welt erwartet.

„Die Hanse Sail ist weit mehr als ein maritimes Volksfest. Sie macht sichtbar, was Mecklenburg-Vorpommern aus­zeichnet: eine starke maritime Tradition, leistungsfähige Häfen, inno­vative Unternehmen und hervorragende Perspek­tiven für Wachstum und Beschäftigung. Sie ist damit zugleich eine Bühne für die Leistungsfähigkeit unseres Wirtschafts­standortes und ein Aushängeschild unseres Landes“, sagte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, zum Auftakt der Veranstaltung.

Die maritime Wirtschaft zählt zu den Schlüsselbranchen Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dem Rostocker Hafen verfügt das Land über den größten deutschen Ostseehafen. Rund 31 Millionen Tonnen Güter wurden dort im vergangenen Jahr umgeschlagen – so viel wie nie zuvor. Als Kernnetzhafen im Transeuropäischen Verkehrsnetz und logistischer Knoten­punkt für Verkehre nach Skandinavien und ins Baltikum kommt dem Hafen eine zentrale Bedeutung für Wirtschaft, Versorgungssicherheit und die Energiewende zu.

Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, investiert das Land konsequent in die maritime Infrastruktur. In der laufen­den Legislaturperiode wurden in Rostock sechs Infrastruktur­vorhaben mit maritimem Bezug im Rahmen der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ mit rund 113 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen von insgesamt knapp 160 Millionen Euro ermög­licht. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Ausbau der Hafeninfrastruktur sowie die Entwicklung des ehemaligen Werftbeckens Warnemünde zu einem Maritimen Gewerbe­park für nachhaltige Energietechnologien.

„Investitionen in die Hafeninfrastruktur sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Sie schaffen die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass neue Technologien entwickelt, Unternehmen angesiedelt und hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden“, betonte Minister Dr. Blank. „Die aktuellen Entwicklungen, wie der Bau der Offshore-Konvertrerplattform, zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern seine maritime Kom­petenz erfolgreich mit den Zukunftsthemen Offshore-Wind­energie, Wasserstoffwirtschaft und industrieller Transfor­mation verbindet. So schaffen wir langfristige Perspektiven für neue Wertschöpfung und zusätzliche Beschäftigung in unserem Land.“

Darüber hinaus wächst die Bedeutung Mecklenburg-Vorpom­merns als Standort der Sicherheits- und Verteidigungs­industrie. „Mit leistungsfähigen Werften und starken Zuliefer­unternehmen bietet Mecklenburg-Vorpommern hervorragende Voraussetzungen, um von den steigenden Investitionen in diesem Bereich zu profitieren und zusätzliche Wertschöpfung im Land zu schaffen“, betonte Minister Dr. Blank.

Auch der Ocean Technology Campus in Rostock entwickelt sich zu einem wichtigen Innovationsstandort für Unterwasser- und Meerestechnologien. Die Ansiedlung des Bundeskom­petenzzentrums zur Bergung von Altmunition in Nord- und Ostsee stärkt Mecklenburg-Vorpommern als führenden Stand­ort der Unterwasserforschung und stärkt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand.

„Auf der Hanse Sail wird deutlich, dass wir die Zukunft unserer Küstenregion aktiv gestalten – mit Investitionen, Innovationen und einer leistungsfähigen maritimen Wirtschaft. Diese Ver­bindung aus Tradition und Fortschritt ist eine große Stärke unseres Landes und ein entscheidender Standortvorteil im internationalen Wettbewerb“, sagte Minister Dr. Blank.

Podcast bietet Fortbildung für den Schulalltag

„IQ M-V trifft…“ veröffentlicht neue Folgen zu Demokratiebildung und Extremismusprävention

Schwerin – Spannende Einblicke in den Schulalltag zum Anhören: Mit dem Podcast „IQ M-V trifft … – Fortbildung mal anders“ bietet das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit dem Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) seit drei Jahren ein niedrigschwelliges Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und unterstützende pädagogische Fachkräfte an. Nun sind die Folgen 21 und 22 erschienen.

Die aktuellen Episoden widmen sich den Themen „Demokratiebildung in der Schule“ sowie „Hinschauen! Zum Umgang mit Extremismus in der Schule“. Damit greift der Podcast zentrale Herausforderungen des Schulalltags auf und liefert praxisnahe Impulse für den Unterricht und das schulische Miteinander. „Mit unserem Podcast erreichen wir Lehrkräfte direkt im Alltag. Das Format ermöglicht eine flexible und unkomplizierte Fortbildung, unabhängig von Zeit und Ort. Wir geben so konkrete Anregungen, zeigen gute Beispiele und unterstützen dabei, aktuelle Themen sicher und professionell im Unterricht aufzugreifen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Alle zwei Monate erscheint eine neue Folge des Podcasts, der als sogenannte Mikrofortbildung konzipiert ist. Die Beiträge bieten kompakte Informationen, greifen aktuelle pädagogische Fragestellungen auf und verbinden fachliche Einordnung mit praktischen Hinweisen. Moderatorin Susanne Bliemel spricht dazu mit Gästen aus Schulpraxis, Wissenschaft, Kunst und Kultur. So ist in Folge 21 zur Demokratiebildung der Politikwissenschaftler und Leiter der Stabsstelle Politische Bildung im IQ M-V, Dr. Steffen Schoon, zu Gast.

In Folge 22 spricht die Expertin für Rechtsextremismus und politische Bildung von der Universität Rostock, Dr. Gudrun Heinrich, über den Umgang mit Extremismus in Schulen. „Gerade Fragen der Demokratiebildung und zum Umgang mit Extremismus haben für unsere Schulen eine große Bedeutung“, so Oldenburg.

Neben aktuellen Themen umfasst das Podcast-Angebot bereits eine breite Themenpalette. Folgen zum Lesen, Schreiben und Rechnen sind ebenso abrufbar wie Folgen über Autismus, ADHS oder Künstliche Intelligenz und Begabtenförderung.

Der Podcast „IQ M-V trifft… – Fortbildung mal anders“ ist über die Lernplattform „itslearning“, auf dem Bildungsserver MV sowie über gängige Audiostreamingdienste abrufbar.

Grundstein für moderne Spitzenmedizin gelegt

Ersatzneubau für Hämatologie und Onkologie an der Universitätsmedizin Greifswald startet

Greifswald – Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat heute der Bau eines neuen Klinikgebäudes für die Hämatologie und Onkologie an der Universitätsmedizin Greifswald einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Ersatzneubau vereint künftig die Hämatologie und Onkologie, eine Palliativstation, Tageskliniken, ambulante Funktionen sowie weitere medizinische Bereiche unter einem Dach. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert gemeinsam mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 104,3 Millionen Euro in das Bauvorhaben.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte: „Mit dem Neubau investieren Land und EU rund 104 Millionen Euro in die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Wir schaffen nachhaltig beste Bedingungen für Patientinnen und Patienten, für Spitzenmedizin sowie für Forschung und Lehre an der Universitätsmedizin Greifswald. Der Neubau unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz deutlich. Mit dem durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom sparen wir jährlich rund 86 Tonnen Treibhausgasemissionen ein. Seit 2002 hat das Land mehr als 343 Millionen Euro in den Campus der Universitätsmedizin Greifswald investiert. Mit dem heutigen Grundstein setzen wir diesen Weg konsequent fort und stärken den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin erklärte: „Das Land investiert weiter in die Entwicklung der Universitätsmedizin in Greifswald. Wir verbessern damit sowohl die medizinische Versorgung als auch die Bedingungen für eine Top-Ausbildung des Ärzte- und Pflegenachwuchses. Der Neubau, für den wir heute den Grundstein gelegt haben, sorgt mit modernster Technik und Ausstattung für die beste Versorgung. Gerade für schwerstkranke Patientinnen und Patienten ist dies von großer Bedeutung. Stationäre und ambulante Therapien wegen zukünftig hier nach neuesten medizinischen Standards möglich sein. Gleichzeitig wird der Neubau für Ärzte, Pflegepersonal und Studierende ein hervorragendes Arbeitsumfeld bieten.“

Der Neubau entsteht im südlichen Bereich des Klinikums auf einer bislang als Parkplatz genutzten Fläche. Auf rund 5.500 Quadratmetern Nutzfläche werden künftig unter anderem die Stationen der Hämatologie und Onkologie, die Knochenmarktransplantation, eine Palliativstation, ambulante Behandlungsbereiche, Tageskliniken sowie ein ambulanter OP-Bereich untergebracht. Das Gebäude wird über einen Tunnel direkt mit dem bestehenden Klinikum verbunden und ermöglicht so kurze Wege für Patientinnen und Patienten sowie das medizinische Personal.

Besonderes Augenmerk wird auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Das Gebäude erfüllt einen energetischen Standard, der deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Eine Photovoltaikanlage mit 324 Modulen wird künftig einen Großteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort bereitstellen und jährlich rund 86 Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen.

Der Ersatzneubau ist Teil der kontinuierlichen Investitionen des Landes in die Universitätsmedizin Greifswald. Seit 2002 wurden auf dem Campus Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 343 Millionen Euro realisiert. Damit stärkt das Land die Universitätsmedizin als leistungsfähiges Zentrum für Krankenversorgung, Forschung und Lehre und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Patientinnen und Patienten auch künftig auf höchstem medizinischen Niveau versorgt werden können.

Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die nächste Bauphase. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2027 vorgesehen. Bereits seit 2025 laufen umfangreiche vorbereitende Arbeiten auf dem Baufeld, darunter der Rückbau bestehender Gebäude, die Erschließung des Areals sowie anspruchsvolle Spezialgründungsarbeiten unter laufendem Klinikbetrieb.

Ausbildung von Fachkräften für den Moorschutz

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern bildet mit dem „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (LUNG) seit April 2025 in einem Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz 20 zertifizierte Moorspezialistinnen und Moor­spezialisten aus, um den Mangel an Fachkräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen.

Das Programm „Moorspezialist*innen“ wird im Rahmen einer Verwaltungs­vereinbarung zwischen dem Bund, vertreten durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Seit dieser Woche werden in einem zweiten Jahrgang des Programms auf 18 weiteren Stellen Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen am LUNG ausgebildet.

Als neuen Partner für einen bundesweiten Ausbildungsverbund konnte Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen gewinnen, das sich ab August an der Fachkräfteoffensive für den Moorschutz beteiligt. Zwei Qualifizierungsplätze werden hierfür im Rahmen des Programms „MoorspezialistInnen“ in Niedersachsen geschaffen.

Anlässlich des Starts des zweiten Jahrgangs erklärt Minister Dr. Till Backhaus: „Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspe­zialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“.

„Ich bin stolz, dass MV die Pionierrolle übernommen und mit dem „MoorspezialistInnen-Programm“ die Fachkräfte-Offensive für den bundesweiten Moorschutz erfolgreich aufgebaut hat. Wir brauchen im ganzen Bundesgebiet eine größere Kompetenz in der Umsetzung von Moorvorhaben, um unsere gemeinsamen Klimaschutzziele zu erfüllen und Böden für wirtschaftliche Nutzungsformen zu erhalten. Mit den neuen Ausbildungsplätzen in Niedersachsen wird sichergestellt, dass regionale Besonder­heiten der niedersächsischen Moorlandschaften in der Ausbildung berücksichtigt werden.“

Mit Niedersachsen beteiligt sich erstmals ein weiteres Bundesland aktiv an der praktischen Umsetzung des Ausbil­dungs­programms. „Damit wird ein wichtiger Schritt hin zu einem bundesweiten Qualifizierungsnetzwerk für den Moorschutz vollzogen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer.

„Niedersachsen ist Moorland Nr. 1 in Deutschland und trägt für geschützte Hochmoore eine besondere Verantwortung. Moore sind Superhelden des Klimaschutzes, speichern CO2 in großen Mengen. Naturnahe Moore sind Hotspots der Artenvielfalt und Lebensraum hochspezialisierter Tier- und Pflanzenarten.

Die Einbindung unterschiedlicher Moorregionen beim „Moorspezi­alistInnen-Programm“ ermöglicht den Teilnehmenden Einblicke in verschiedene naturräumliche und fachliche Herausfor­derungen und stärkt gleichzeitig den Wissenstransfer zwischen den Ländern. Dass Niedersachsen bereits so früh eigene Ausbildungsplätze einrichten konnte, unterstreicht das große Engagement des Landes beim Moor- und Klimaschutz“, so Meyer.

Alle angehenden MoorspezialistInnen werden während ihrer Ausbildung vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut und gemeinsam theoretisch fortgebildet. Das IMS ist auch weiterhin für die Gesamtkoordination und die Fortentwicklung des Modellvorhabens zuständig.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Professur Moorkunde angeboten.

Der fachpraktische Ausbildungsteil erfolgt in Einsatzstellen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Durch die Mitarbeit und Anleitung vor Ort erhalten die Teilnehmenden Kenntnisse zur Planung, Genehmigung und Umsetzung von ganz konkreten Moorvorhaben, um später Moorvorhaben fachlich fundiert und effizient planen, begleiten und umsetzen zu können.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, erklärt die Ausweitung des Programms zur weiteren Strategie: „Wir führen zurzeit auf der Arbeitsebene intensive Gespräche mit weiteren, moorreichen Bundesländern, die Interesse an der gemeinsamen Kooperation haben, um 2027 weitere Qualifizierungsplätze in anderen Bundesländern anbieten und gemeinsam an den Standards der Ausbildung arbeiten zu können.“

Gefördert wird das Gesamtprogramm im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Die 10-prozentige Beteiligung der Bundesländer findet jeweils anteilig pro TeilnehmerIn aus dem jeweiligen Bundesland statt. Mecklenburg-Vorpommern finanziert seinen Anteil für 38 Teilnehmende des ersten und zweiten Jahrgangs aus dem Sondervermögen natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten Teilnehmenden aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern“, und auf die weitere Entwicklung dieses bundesweiten Ausbildungsnetzwerks“, sagt Stefer.

M-V investiert 36,8 Mio. Euro in Hochwasserschutz der Elbe

Boizenburg – Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus hat sich am Morgen über den Stand einer Hochwasserschutzmaßnahme bei Boizenburg informiert. Dabei handelt es sich um ein mehr­jähriges Verbundprojekt, dass rund 36,8 Mio. Euro kosten wird. Es liege vollständig im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und verbinde Hochwasserschutz mit Naturschutz. Die Bauzeiten seien an die Rast- und Brutzeiten geschützter Vogelarten angepasst. Durch die Rückverlegung der Deiche erhalte die Elbe/Sude rund 100 ha natürlichen Überschwem­mungs­raum zurück, erklärt der Minister.

„Das Bauprojekt wird über ELER-Mittel und das nationale Hochwasserschutzprogramm finanziert und macht deutlich, dass Hochwasserschutz eine Daueraufgabe ist. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden bisher insgesamt ca. 600 Mio. Euro in den Küsten- und Hochwasserschutz MV investiert, davon ca. 500 Mio. Euro in den Küstenschutz.

Im Moment reden alle über Niedrigwasser in den Flüssen. Zu nennen sind Rhein und Donau. Auch in MV sind die Auswirkungen der Hitzeperioden und des Niederschlagsdefizits an den Wasserständen der Pegel abzulesen. Aktuell liegen die Wasserstände an 3/4 der Pegel des Landes unterhalb des mittleren Wasserstandes, was für die aktuelle Jahreszeit aber nicht außergewöhnlich ist. An der Elbe werden weiterhin fallende Wasserstände im Niedrigwasserbereich an den Pegeln Dömitz (13 cm) und Boizenburg (48 cm) gemessen.

(Zur Erinnerung: Der höchste bekannte Wasserstand (HHW) am Elbpegel in Boizenburg betrug 732 cm und wurde am 12. Juni 2013 gemessen. Der mittlere Wasserstand liegt bei 183 cm.) Die großen Wasserspeicher des Landes liegen mit den Mecklen­burger Oberseen 12 cm unterhalb des Zielwasserstandes, der Schweriner See liegt aber sogar 7 cm oberhalb des Ziel­wasserstandes für den Monat August. Das spiegelt die Dynamik des Wasserhaushaltes wider.

Doch wir müssen uns angesichts des Klimawandels wappnen. Nach der Dürre kommt die Flut. Die überschwemmungsgefähr­dete Elberegion beherbergt rund 14.000 Menschen und materielle Werte von ca. 500 Millionen Euro und ist im Binnenland von MV ein Schwerpunkt des Hochwasserschutzes. Seit 1983 wurden 100 Mio. Euro aufgebracht, um Leben und Sachwerte in der Region zu schützen. Beim Hochwasser 2002 gab es im Oberlauf noch 113 Deichbrüche an der Elbe. 2013 kam es „nur“ noch zu 13 derartigen Ereignissen. Das zeigt, dass auch die Oberlieger massiv in den Hochwasserschutz an der Elbe investieren.

Es ist klar, dass unser Land diese Aufgabe nicht allein schultern kann. Der Bund stellt jährlich über den Sonderrahmenplan „Präventiver Hochwasserschutz“ 100 Millionen Euro für Projekte des Nationalen Hochwasserschutzprogramms zur Verfügung. Damit werden regional übergreifende Projekte finanziert. Bei uns im Nordosten der Republik ist beispielsweise die Optimierung der Havelpolder zu nennen, in denen auf einer Fläche von insgesamt 11.700 ha rund 125 Mio. m3 Wasser zwischenge­speichert werden kann.

MV hat sein Hochwasserschutzkonzept erstellt und 2018 in Kraft gesetzt. Das Konzept beinhaltet insgesamt 12 Maßnahmen, darunter der hier in Rede stehende HWS Boizenburg, die Maßnahmen Brodaer und Rüterberger Deich und die Rückstau­deiche an der Müritz-Elde Wasserstraße von Dömitz bis Heiddorf und Neu Kaliß – ein besonderer Brennpunkt beim Rekordhoch­wasser 2013.

Insgesamt werden dafür wiederum Investitionsmittel in Höhe von ca. 100 Millionen Euro benötigt.

Nach der Deichschau im vergangenen Frühjahr kann ich attestieren: Unsere Deiche sind in einem guten und wehrfähigen Zustand. Absolute Sicherheit wird es dennoch nie geben. Natur lässt sich nicht vollständig beherrschen. Aber wir tun das Menschenmögliche.“