25 Jahre Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V

Schwerin – „Unser Land ist mit einer einzigartigen Naturausstattung und einer wunderschönen Kulturlandschaft gesegnet. Diesen natürlichen Reichtum für die Zukunft zu bewahren, dem hat sich die Stiftung für Umwelt und Naturschutz (StUN) seit ihrer Gründung im Jahr 1994 verschrieben und ist zu einer unverzichtbaren Säule des Natur- und Landschaftsschutzes gewachsen“, würdigte der Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im Schweriner Schloss die Verdienste der StUN.

„Nachhaltiges Wirken für den Naturschutz hängt vor allem von engagierten Akteuren und der Flächenverfügbarkeit – sprich dem Eigentum an Flächen ab. Genau dafür steht die StUN“, betont der Minister.

Seit Stiftungsgründung habe die Stiftung in insgesamt über 100 Naturschutz-, Großschutz- und Projektgebieten aktiv zum Naturschutz, aber auch zum Klimaschutz und Schutz der natürlichen Ressourcen in Mecklenburg-Vorpommern beigetragen. So besitzt und verwaltet die Stiftung mittlerweile eine über das gesamte Land verteilte Flächenkulisse von rund 8.500 Hektar.

„Bei der Bündelung der landeseigenen Naturschutzflächen in einer Hand und vor allem bei deren naturschutzfachlicher Weiterentwicklung sehe ich auch langfristig den Schwerpunkt des Handels unserer Landesstiftung. Zu diesem Zweck haben wir 2012 auch die Flächenagentur M-V als 100%-ige Tochter der StUN gegründet“, sagte der Minister.

Neben der nachhaltigen Flächenentwicklung setze die Stiftung Renaturierungsmaßnahmen und Projekte zum Schutz gefährdeter Lebensräume und Arten um. Auch in Sachen Umweltbildung sei die StUN ein unverzichtbarer Partner, so Backhaus und verwies zudem darauf, dass der StUN mit der Übernahme der Betreuung und Pflege von Kompensationsflächen ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet anvertraut werden konnte, an das in den Jahren ihrer Gründung wahrscheinlich noch niemand gedacht hat.

Abschließend würdigte er die Gründung der Stiftung nochmals als einen wichtigen Meilenstein für den Naturschutz und hob die Bedeutung der Stiftung als Partner der Umwelt- und Naturschutzpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern hervor.

„Deshalb werde ich mich auch zukünftig dafür einsetzen, dass weitere Flächen an die Stiftung übertragen werden und eine entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung sichergestellt bleibt“, bekräftigte der Minister.

Einstellung von Referendarinnen und Referendaren

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. Februar 2020 weitere Referendarinnen und Referendare für ein Lehramt ein. Die freien Plätze sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben. An den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen stehen 279 Plätze zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist Mittwoch, 16. Oktober 2019. Aufgrund des höheren Bearbeitungsaufwandes endet der Bewerbungszeitraum für den Quereinstieg (Referendariat an beruflichen Schulen) bereits am 9. Oktober 2019. Das Referendariat dauert 18 Monate.

Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Zeugnisse über die Erste Staatsprüfung bis zum 16. Oktober noch nicht erhalten haben, können nachrangig berücksichtigt werden, sofern sie ihre Zeugnisse bis zum 31. Januar 2020 nachreichen.

„Diese Regelung gilt erstmals für alle Lehrämter, das heißt, auch für das Lehramt an Gymnasien“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Somit haben auch diese Bewerberinnen und Bewerber nun die Chance auf einen nahtlosen Übergang vom Studium in den Vorbereitungsdienst. Ich freue mich sehr, dass nun alle Absolventinnen und Absolventen hier in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft als Lehrkraft an unseren Schulen direkt starten können “

Für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen stehen 50 Plätze zur Verfügung, 101 Plätze für das Lehramt an Regionalen Schulen. Beim Lehramt an Gymnasien sind es 60 Plätze, für das Lehramt für Sonderpädagogik 40 Plätze. Für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen werden 28 Stellen ausgeschrieben.

„Vier Mal im Jahr ermöglicht Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland im Norden Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen, ihre praktische Ausbildung an den Schulen zu beginnen“, betonte Bildungsministerin Martin. „Mit den Einstellungsterminen für das Referendariat zum 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober stellen wir das ganze Jahr über Referendarinnen und Referendare ein.“

„Die Einstellungschancen beim Referendariat und im Anschluss in den Lehrerberuf sind sehr gut, weil wir einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern haben. Wir stellen laufend ein, auch vorfristig zur Deckung zukünftiger Bedarfe“, warb Martin.

Bewerbungsbedingungen und Infos: www.lehrer-in-mv.de/referendare/infos/

Nachtbaustelle auf der Autobahn 19

Malchow – Aufgrund dringend nötiger Bauarbeiten wird die Bundesautobahn 19 ab Montag, 23.September 2019, 20 Uhr, in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Linstow und Malchow voll gesperrt. Um die Verkehrseinschränkungen so gering wie möglich zu halten, werden die Sanierungsarbeiten ausschließlich in den Nachtstunden durchgeführt.

Die Sperrung wird jeweils morgens um 6 Uhr wieder aufgehoben. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 25. September 2019 bis 6 Uhr abgeschlossen werden. In den Nachtstunden wird der Verkehr in Fahrtrichtung Berlin ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U22 zur Anschlussstelle Malchow geleitet.

In der Nacht vom 25. zum 26. September 2019 wird die Strecke zwischen den Anschlussstellen Linstow und Krakow am See in Fahrtrichtung Rostock von 20 Uhr bis 6 Uhr vollgesperrt. Der Verkehr wird ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U11 zur Anschlussstelle Krakow am See geleitet.

Im Rahmen der Arbeiten werden sämtliche Betonplatten in beiden Bereichen ausgetauscht. Die Sanierung ist dringend notwendig, da die Platten Abplatztungen und erhebliche Risse aufweisen. Der Verkehr in Fahrtrichtung Berlin wird ab der Anschlussstelle Linstow über die ausgeschilderte Umleitung U11 zur Anschlussstelle Malchow geleitet. Die Kosten belaufen sich auf ca.100.000 Euro und werden vom Bund getragen. Die Autofahrer werden um Verständnis für die dringend erforderlichen Bauarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Aktionswoche Kinderschutz startet

Schwerin – „Für einen besseren Kinderschutz sind aus meiner Sicht vor allem zwei Themen von herausragender Bedeutung: Prävention durch umfangreiche und zielgruppenspezifische Information und Vernetzung durch fachübergreifende Kooperation aller Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Genau das sind auch die Hauptziele der bevorstehenden Aktionswoche Kinderschutz“, sagte Ministerin Stefanie Drese heute auf der Landespressekonferenz.

Die Ministerin informierte gemeinsam mit der Sachgebietsleiterin des Sozialpädagogischen Dienstes im Jugendamt des Landkreises Rostock, Ute Boysen und Carsten Spies, Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes MV, über die vierte Aktionswoche Kinderschutz, die in diesem Jahr im Landkreis Rostock stattfinden wird.

Mit der Aktionswoche, die am 20. September mit etwa 350 teilnehmenden Fachleuten im Rahmen der Kinder- und Jugendschutzkonferenz in Güstrow startet, soll der Kinderschutz noch stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt und über aktuelle Entwicklungen und Angebote informiert werden. In etwa 50 Veranstaltungen bis zum 26. September werden alle Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Familien, Fachkräfte, Öffentlichkeit, Politik) angesprochen.

Drese betonte, dass im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in den vergangenen Jahren alle Ebenen enorme Anstrengungen unternommen hätten und vieles professioneller geworden sei. Als gelungene Beispiele benannte die Ministerin das „Bündnis Kinderschutz M-V“, die Umsetzung des „Landesprogramms Kinderschutz“, das Erinnerungssystem für Früherkennungsuntersuchungen, die Weiterentwicklung der „Frühen Hilfen“ und die neue Kinderschutz-App des Sozialministeriums.

Drese: „Dennoch kommt es auch bei uns im Land immer wieder zu folgenschweren Kindeswohlgefährdungen. Daher müssen wir uns immer wieder die Frage stellen, was wir tun können, um solchen Fallverläufen soweit es möglich ist, vorzubeugen.“

Auf Landesebene beschäftigt sich zurzeit eine interministerielle Arbeitsgruppe mit diesem Thema, die voraussichtlich Ende des Jahres ihren Bericht vorstellen wird.

Ute Boysen vom Jugendamt des Landkreises Rostock verdeutlichte: „Es ist besonders wichtig, Familien frühzeitig zu erreichen und ihnen die Scheu zu nehmen, zum Jugendamt zu kommen. Denn Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist das Recht der Eltern und der Kinder.“

„Die Veranstaltungswoche soll zudem dazu beitragen, die allgemeine Öffentlichkeit für das Wohlergehen von Kindern und für ein genaueres hinschauen noch stärker zu sensibilisieren“, wünscht sich der Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes Carsten Spies. „Der jüngste Fall auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde, bei dem viele Kinder, scheinbar unbemerkt von der Umgebung, über Jahre missbraucht wurden, macht den Handlungsbedarf erschreckend deutlich. Menschen, die sich um Kinder Sorgen machen und ihren Verdacht auf Kindeswohlgefährdung melden, müssen aber auch ernst genommen werden und die notwendige Unterstützung erfahren,“ fordert Spies weiter.

Sozialpartnerprojekt „mv-works“ gestartet

Warnemünde – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL, Thomas Lambusch, sowie dem Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“ eröffnet. Die zentrale Anlaufstelle für Beschäftigte und Unternehmen wird ab sofort Informationen zur digitalen Arbeitswelt geben, Fragen und Anregungen aus den Unternehmen aufnehmen und beantworten sowie bei Bedarf über Angebote zur weiteren Unterstützung informieren.

Das Kompetenzzentrum soll u.a. Digitalisierungs-Projekte in Unternehmen begleiten, die sich mit der Gestaltung und Entwicklung von Arbeitsbeziehungen befassen. Die Ergebnisse sollen im Anschluss für andere Unternehmen sicht- und nutzbar gemacht werden. Eine wichtige Funktion des Kompetenzzentrums ist die Organisation des Erfahrungsaustausches von MitarbeiterInnen und Führungskräften auf allen Ebenen. Auch die gemeinsame Beratung der Erkenntnisse mit den Sozialpartnern sowie mit VertreterInnen der Landesregierung und Forschungseinrichtungen im Beirat des Kompetenzzentrums wird im Fokus stehen.

„mv-works“, das Arbeit 4.0-Kompetenzzentrum „Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern“, wird vom Arbeitgeberverband NORDMETALL und der Industriegewerkschaft IG Metall betrieben.  Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben mit einer Million Euro. NORDMETALL und IG Metall steuern weitere 100.000 Euro bei. Auch die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind beteiligt und tragen das Projekt in die unternehmerische Breite.

Die Landesregierung hatte im Rahmen ihrer Digitalen Agenda die Einrichtung einer solchen zentralen Anlaufstelle beschlossen. „Um die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes weiter voranzubringen, ist es notwendig, die richtigen Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen. Beispielsweise kommt es aufgrund des demografischen Wandels und der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsprozesse zu Veränderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir unterstützen Mitarbeiter und Unternehmer dabei. Das Projekt schließt im Rahmen der Digitalen Agenda eine wichtige Lücke, da es unternehmensübergreifendes Wissen und erfolgreiche praktische Ansätze aus den Betrieben zur Gestaltung des digitalen Strukturwandels sichtbar macht. Erstmals werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt hier in Mecklenburg-Vorpommern erfasst“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Start. „Die Metall- und Elektroindustrie hat bereits einige Erfahrungen mit der Digitalisierung gesammelt. Ich begrüße es, dass Nordmetall und IG Metall den Startschuss für das Kompetenzzentrums geben und andere Branchen von Beginn an von diesem Erfahrungen profitieren können“, so Glawe weiter.

Der NORDMETALL-Präsident sieht seine Branche in einer Vorreiterrolle. „Die Metall- und Elektroindustrie ist technologiestark und kann anderen Branchen als Beispiel dienen, wenn es um die Neugestaltung von Arbeit im Strukturwandel geht“, so Thomas Lambusch, der auch Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern ist, zur Eröffnung des Kompetenzzentrums. „Die Arbeit von mv-works unterstützt unsere Unternehmen dabei, sich zu ähnlichen Fragestellungen und Lösungsansätzen untereinander und mit Dritten zu vernetzen. Diese offene Form des Kooperierens bringt große Entwicklungschancen mit sich“. Bereits jetzt werden auch Unternehmen außerhalb der Metall- und Elektroindustrie gesucht, die in konkreten Projekten mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten und für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen.

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, sieht durch das Kompetenzzentrum die Sozialpartnerschaft bei der Gestaltung des digitalen Strukturwandels gestärkt. „Auf die Unternehmen kommen auch in Mecklenburg-Vorpommern durch die Digitalisierung massive Veränderungen zu. Sie müssen sich für die Transformation rüsten. Der Wandel wird allerdings nur mit den Beschäftigten gelingen. Deshalb ist es so wichtig, dass in diesem Projekt ArbeitnehmerInnen, Betriebsräte, Führungskräfte und GeschäftsführerInnen an einem Strang ziehen und gemeinsam neue Arbeitsprozesse gestalten wollen. Mit diesem sozialpartnerschaftlichen Ansatz kann das Kompetenzzentrum ein Vorbild für andere Regionen sein“, so der Gewerkschafter.

Das Kompetenzzentrum wird durch die gemeinsame Gesellschaft von NORDMETALL und IG Metall Küste, der TGS Gesellschaft für Strukturentwicklung mbH, errichtet und arbeitet mit drei MitarbeiterInnen im Technologiezentrum Rostock-Warnemünde. Die MitarbeiterInnen sind landesweit aktiv.

Bun­des­rat be­zu­schusst Bil­dungs­fahr­ten in die Haupt­stadt

Berlin – Jedes Jahr besuchen mehr als 70.000 Gäste den Bundesrat in Berlin, ein Großteil davon sind Jugendliche. Gruppenreisen von Schülern, Schülerinnen und Auszubildenden im Jahr 2020 unterstützt der Bundesrat mit einem Fahrkostenzuschuss, der bis 30. September 2019, 17 Uhr, beantragt werden kann.

Auch an Tagen, an denen keine Plenarsitzungen stattfinden und die Bundesratsmitglieder in den Landeshauptstädten arbeiten, herrscht im Gebäude des Bundesrates reger Betrieb. Zahlreiche Besuchergruppen besichtigen die imposante Eingangshalle, schauen sich die Wandelhalle an oder nehmen auf den Besuchertribünen des Plenarsaals Platz. Gerade für Jugendliche wird der Besuch des Bundesrates zu einem besonderen Erlebnis, denn sie dürfen in einem Rollenspiel am authentischen Ort selbst die Rolle der Politikerinnen und Politiker übernehmen und eine Plenarsitzung des Bundesrates nachstellen. Das Thema des Gesetzentwurfs, der dabei zur Debatte steht, bestimmen sie selbst.

„Mit diesem Format gelingt es uns, die Theorie aus dem Unterricht mit Leben zu füllen. Wir setzen bei unserer Besucherbetreuung auf anschauliche Praxiserfahrung. Wenn die Jugendlichen beim nächsten Mal etwas über den Bundesrat in den Nachrichten sehen, erinnern sie sich an das Rollenspiel und sicher auch daran, wie und wann der Bundesrat Einfluss auf Gesetze nehmen kann“, berichtet Antje Lorenz vom Besucherdienst.

Neben dem Bundesrat stehen meist weitere Hauptstadtinstitutionen auf dem Besuchsprogramm der Jugendlichen, so etwa eine Führung durch den Bundestag, der Besuch eines Bundesministeriums oder die Besichtigung der Mauer-Gedenkstätte in der Bernauer Straße.

Schwesig und Glawe werben für Landarztquote

Schwerin – Das Kabinett hat auf seiner heutigen Sitzung ein Gesetz zur „Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ auf den Weg gebracht. Er geht jetzt in die Anhörung zu den Verbänden. Hintergrund dafür ist der sich abzeichnende Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten in den kommenden Jahren, besonders im ländlichen Raum.

„Dem wollen wir entschieden begegnen. Wir wollen, dass überall bei uns in Mecklenburg-Vorpommern eine Hausärztin oder ein Hausarzt für die Menschen da ist. Es ist notwendig, möglichst frühzeitig diejenigen potentiellen Medizinstudierenden für eine Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt zu gewinnen. Das ist gerade auf dem Land sehr wichtig. Deshalb wollen wir ab dem Wintersemester 2021 jeden zehnten Medizin-Studienplatz an unseren Universitäten für diejenigen reservieren, die als Landärzte bei uns arbeiten und für die Patientinnen und Patienten da sein wollen. Auch wenn sie die hohe Hürde des Numerus clausus nicht erfüllen. Voraussetzung für die Plätze sind, dass die Studierenden zehn Jahre als Landärztin oder als Landarzt bei uns zu arbeiten“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nach der Kabinettssitzung.

Dies sei eine gute Chance für junge Menschen „und eine echte Hilfe bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Gerade dort brauchen wir sie in Zukunft, um die medizinische Versorgung absichern zu können. Deshalb haben wir diesen wichtigen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.“

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe sagte nach dem Kabinett: „Mit dem heutigen Tag ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Landarztquote beschritten. Wir wollen Anreize für mehr Landärzte geben und deshalb bei angehenden Nachwuchsmedizinern werben. Die Gesellschaft verändert sich, beispielsweise durch eine zunehmende Urbanisierung, eine sich ändernde Lebensplanung der Menschen sowie eine größere zeitliche Ausgewogenheit in den Bereichen Arbeit, Familie und Freizeit. Das macht auch die Nachbesetzung von Landarztpraxen immer schwieriger“, so Glawe. „Es geht darum, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Für Mecklenburg-Vorpommern bietet die Landarztquote eine Chance, die Versorgung im ländlichen Raum weiter zu verbessern. Wir wollen die Landarztquote voranbringen und diese so schnell wie möglich einführen.“

In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gegenwärtig rund 1200 Hausärztinnen und Hausärzte. 35 Prozent von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahren alt und gehen voraussichtlich in 6 bis 15 Jahren in den Ruhestand.

Nothafen Darsser Ort

Zufahrt zum Nothafen Darsser Ort wird ab heute wieder ausgebaggert

Darßer Ort – Für das Ausbaggern der Zufahrt sind umfangreiche Arbeiten nötig. Das Baggerschiff der Deutsch-Dänischen Wasserbau GmbH wird im Auftrag des Landes die Fahrrinne ausbaggern und das Baggergut in ein temporäres Unterwasser-Sanddepot im Nothafen bringen. Dort wird es zwischengelagert. Der Sand soll nach Fertigstellung des Inselhafens Prerow und Schließung des Nothafens für die Renaturierung des Hafenbeckens genutzt werden.

Wegen dieser umfangreichen Arbeiten kann ein ungehindertes Ein- und Auslaufen in den bzw. aus dem Nothafen nicht gewährleistet werden. Der Seenotkreuzer „Theo Fischer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit Heimathafen Darßer Ort liegt deshalb während der Arbeiten in Barhöft. Auch andere Boote müssen nach Barhöft oder Warnemünde ausweichen.

„Bis zur Inbetriebnahme des Inselhafens Prerow müssen wir die Funktionalität des Nothafens in bewährter Weise sicherstellen“ sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Da mit der Strömung regelmäßig Sediment in die Fahrrinne gespült wird und sich dort ablagert, muss diese immer wieder freigebaggert werden.Wie groß die Sandmenge und die daraus resultierenden Kosten sein werden, wird eine Peilung nach Abschluss der Maßnahme ergeben.

Durchstarten in MV sagt Danke!

Schwerin – „Durchstarten in MV sagt Danke!“ – drei Ehrungen für besonderes Engagement in Sachen Berufsvorbereitung: Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (durchstarten-in-mv.de) haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin bei drei Aktiven rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt.

„Wir ehren drei außergewöhnlich engagierte Persönlichkeiten, die sich in der Berufsorientierung oder in der dualen Berufsausbildung besonders verdient gemacht haben. Sie sind aktive Kümmerer, die junge Menschen auf den ersten Schritten in Richtung Berufsleben begleiten. Im Mittelpunkt der Ehrung sind dabei Engagierte aus unserem Land, die Anderen auch Perspektiven für einen beruflichen Karriereweg in der Heimat aufzeigen. Dafür stehen die drei Geehrten exemplarisch“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Alle drei erhielten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design.

Ausgezeichnet wurden durch Wirtschaftsminister Harry Glawe und dem Präsidenten der IHK zu Schwerin Matthias Belke, die Lehrerin Andrea Kagel. Sie arbeitet in der Regionale Schule Mühlen Eichsen als Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT)- und Berufsorientierungs-Kontaktlehrerin. Die stellvertretende Schulleiterin bereitet Ihre Klassen beispielsweise hervorragend auf regionalen Berufsmessen und Schulpraktika vor. Ihre Schüler gehen zielgerichtet in die verschiedenen Ausbildungswege nach dem Schulabschluss. Darüber hinaus hat sie gemeinsam mit dem Unternehmen Fertigungstechnik Nord die Lehrstellenbörse in der Region Gadebusch-Mühlen Eichsen erfolgreich organisiert. „Das ist aktiv gelebte und engagierte Berufsorientierung für die Heimat“, so Glawe weiter.

Als langjährige und erfahrene Ausbilderin in den gastgewerblichen Berufen und Standortleiterin für Schwerin und Wismar wurde Andrea Lehmann vom Jugendförderverein Parchim / Lübz e. V. geehrt. Ihr fachliches Wissen hat sie an kommende Generation von Fachkräften im Rahmen der Erstausbildung und bei Umschulungen, im Prüfungstraining sowie in Zusammenarbeit mit dem DEHOGA –Verband MV bei der Durchführung von Jugendmeisterschaften weitergegeben. Als Vorsitzende des Prüferausschusses ist Andrea Lehmann aktiv bei der Vorbereitung und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen und bescheinigt den zukünftigen Facharbeitern die erlangte Fachkompetenz.

„Das Engagement ist besonders hervorzuheben. Gerade im Hotel- und Gaststättenbereich werden Fachkräfte gesucht. Praxisorientierte Wissensvermittlung ist dabei ein erfolgreicher Baustein. Dankeschön“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Andreas Hehr von der Carl Kühne KG (GmbH & Co. – Niederlassung Hagenow) organisiert mit der IHK zu Schwerin und dem Netzwerk Schule/Wirtschaft Hagenow-Wittenburg-Zarrentin kostenfrei und im Rahmen des ganz normalen Schichtbetriebes des Logistikunternehmens die sehr erfolgreiche Hagenower Berufsinformationsmesse. Jährlich besuchen zwischen 1.100 und 1.200 Interessierte die große Logistikhalle, bis zu 80 Unternehmen nehmen an dieser Messe teil.

„Die Hagenower Berufsinformationsmesse ist heute für viele ein fester Platz im Terminkalender. Die erfolgreiche Resonanz sucht Seinesgleichen in der Region. Das spricht für das hohe Niveau und für das Organisationstalent vor Ort“, so Glawe.

Am Montag wurden die besten Absolventen der Abschlussprüfungen im Zeitraum Sommers 2019 in der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Matthias Belke überreicht worden. „Das gute Abschneiden der jungen Menschen schafft die Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir brauchen tatkräftige junge Menschen. Als Fachkräftenachwuchs im Land sind die besten Absolventen heute Goldstaub für die heimische Wirtschaft“, sagte Glawe.

An den Abschlussprüfungen nahmen knapp 890 Auszubildende teil. Die Besten der Berufsgruppe – insgesamt 69 – wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Absolventen wurden in 58 Ausbildungsbetrieben (27 Landeshauptstadt Schwerin, 17 Nordwestmecklenburg, 14 Ludwigslust-Parchim) ausgebildet. Sie haben ihre Ausbildung in 28 Ausbildungsberufen abgeschlossen. Zu den Berufsgruppen zählen dabei die IT-Berufe (5 Absolventen); Lager-Logistikberufe (10); Berufe der Ernährungsindustrie (5); Veranstaltungs- und Touristikberufe (3); Hotel- und Gastronomieberufe (5); Metall-, Elektro- und Kunststoffberufe (3); Kaufmännische (Büro-)berufe (25); Handelsberufe (10); Bauberufe (3).

Der Minister dankte den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüfern für ihr Engagement. „Die Sicherung der Qualität der Berufsausbildung ist ein elementares Anliegen. Unternehmen und Ausbilder, Prüfer, Kammer sowie Berufsschulen und Lehrer setzen sich immer wieder gemeinsam und in besonderem Maße für einen erfolgreichen Abschluss ein. Familien und Freunde haben den Weg der Absolventen stets begleitet“.

Auf der Veranstaltung wurden die drei besten Meister-Abschlüsse aller drei IHKn des Landes M-V mit dem Meister-Extra prämiert. Die drei Meister sind aus dem IHK-Bezirk Schwerin. Der Minister hat gemeinsam mit IHK-Präsident Belke eine Urkunde an die drei Industriemeister (jeweils ein Meister in der Fachrichtung Mechatronik, Fachrichtung Lebensmittel und Fachrichtung Elektrotechnik) überreicht. Als Beste ihrer Fachrichtung erhalten sie jeweils 5.000 Euro.

„Wir wollen das Engagement, den Ehrgeiz und die Leistungen der Absolventen mit dem Meister-Extra anerkennen. Denn wir brauchen in Mecklenburg-Vorpommern gut ausgebildete Fachkräfte, um die wirtschaftliche Entwicklung weiter in Schwung zu halten. Die Meisterqualifikation ist und bleibt das anerkannte Gütesiegel für Qualität in Industrie und Handwerk. Darauf setzen auch Kunden und Verbraucher. Das duale Ausbildungssystem und seine tragenden Strukturen zu stärken ist daher oberstes Ziel. Dazu gehört unverzichtbar der Meisterbrief. Der heutige Wettbewerb erfordert auch stetige Qualifizierung und Weiterbildung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das Wirtschaftsministerium honoriert den erfolgreichen Abschluss von Meisterinnen und Meistern in Handwerk und Industrie mit dem Meister-Extra. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Meister-Extra in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste oder Bester ihres Gewerkes bzw. ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das Meister-Extra bereits 1.214 Mal ausgereicht. Das Wirtschaftsministerium hat die Meisterausbildung seit 2016 mit 1,76 Millionen Euro prämiert.

EU-Förderung für kostenloses WLAN

Brüssel – Am Donnerstag, den 19. September um 13 Uhr wird die EU-Kommission eine neue Ausschreibungsrunde für WiFi4EU-Gutscheine starten. Bis zum 20. September um 17 Uhr können Gemeinden in der ganzen EU 1780 Gutscheine im Wert von je 15.000 Euro beantragen, mit denen sie kostenlose Wi-Fi-Netze in öffentlichen Räumen, einschließlich Rathäusern, öffentlichen Bibliotheken, Museen, öffentlichen Parks oder Plätzen, einrichten können.

Die für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin Mariya Gabriel sagte dazu: „Es ist mir eine große Freude, die Eröffnung der Ausschreibung für die dritte Runde der WiFi4EU-Gutscheine bekannt geben zu können. Da bereits fast 6000 Zuschussvereinbarungen unterzeichnet wurden, ist es spannend zu sehen, welche unmittelbaren Vorteile diese Initiative für das Leben unserer Bürger mit sich bringt.“

Die Kommission wählt die Begünstigten nach dem Windhundverfahren aus und sorgt gleichzeitig für ein ausgewogenes geografisches Gleichgewicht.

Die ersten beiden WiFi4EU-Aufrufe zur Einreichung von Bewerbungen sind sehr erfolgreich verlaufen: Über 23.000 Gemeinden sind im Portal registriert und bisher wurden 6.200 Gutscheine vergeben.

Die vorliegende Aufforderung ist die dritte von vier Aufforderungen, die vor Ende 2020 vorgesehen sind.

Bildungsvereine in Steinhagen

Steinhagen – Mit Qualifizierungs- und Bildungsangeboten dafür zu sorgen, dass Menschen auch mit schwierigen Startbedingungen ihren Platz in der Gesellschaft finden – das haben sich der Bützower Berufsbildungsverein e.V. (BBV) und das Güstrower Bildungshaus e.V. zum Ziel gesetzt. Bildungsministerin Bettina Martin hat sich heute in Steinhagen ein Bild von der Arbeit der beiden Vereine gemacht. Bei ihrem Besuch zeigten ihr die Vereinsführungen das Gelände des Berufsbildungsvereins und die „Alte Molkerei“, wo das Projekt „Heideweg 60“ seinen Platz hat.

„Eine Ausbildung ist wichtig, um später einmal den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es muss uns gelingen, dass möglichst alle Jugendlichen diese Chance haben, auch wenn ihre Voraussetzungen schwierig sind. Beim BBV setzen die Beteiligten alles daran, die Talente und Potenziale zu heben, die in den Jugendlichen stecken. Mit ihrem großen Engagement und den vielfältigen und gut betreuten Ausbildungsmöglichkeiten überbrücken sie individuelle oder soziale Benachteiligungen und schaffen berufliche Perspektiven. Die Vereine leisten hier eine wichtige, lebensnahe Förderung, die darüber hinaus den jungen Menschen den Wert eines funktionierenden Miteinanders vermittelt“, erklärte Martin.

Der Heideweg 60 ist zu einem Zentrum für verschiedene sozial engagierte Vereine geworden, darunter das Güstrower Bildungshaus und der Bützower Berufsbildungsverein, ein Jugendclub, ein Filmclub und die Bürgerhilfe. Sie leben dort eine enge Zusammenarbeit und bringen mit ihren Aktionen und Projekten verschiedene Generationen, Nationen und die Anwohner zusammen.

Der BBV plant, eine zusätzliche Werkstatt einzurichten, deren Angebote sich bereits an jüngere Schülerinnen und Schüler richten sollen, um diese möglichst früh in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen zu stärken.

Der BBV bietet jungen Menschen Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, eine Erstausbildung, Fort- u. Weiterbildung sowie Trainingsmaßnahmen in allen gewerblich-technischen Berufen. Mit seiner intensiven Begleitung kompensiert der Verein Benachteiligungen und verbessert die Berufsaussichten durch Training und Qualifizierung. Auch das Bildungshaus Güstrow e.V. engagiert sich für die berufliche und soziale Integration ausgegrenzter junger Menschen, z.B. mit Coaching-Angeboten für Bewerbung und Probezeit.

Ausbau von Radwegen

Dahlemann: Radwege sind Erholung, Sicherheit und Daseinsvorsorge

Ferdinandshof – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergibt heute einen Zuwendungsbescheid für den Neubau eines Radweges zwischen den Ferdinandshofer Ortsteilen Louisenhof und Sprengersfelde an Bürgermeister Gerd Hamm.

„Dieser neue Radweg wird dafür sorgen, dass die Einwohner der Ortsteile sicherer und schneller Ferdinandshof erreichen. Vor allem für die Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, wird der neue Radweg eine tolle Erleichterung sein. Zudem erfolgt mit dem Bau der Anschluss an den überregionalen Fernradweg “Mecklenburger Seenradweg“. Darüber freue ich mich sehr“, sagte der Staatsekretär im Vorfeld.

Der Neubau des Weges wird aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördert. Die Zuwendung beträgt insgesamt rund 210.000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Ferdinandshof als Baulastträger beträgt etwa 28.700 Euro. Durch die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahme Beginns kann die Gemeinde die Errichtung des ca. 800 Meter langen Weges zügig in Auftrag geben.

„Ich bin sehr froh darüber, dass dieser Radwegebau schnell umgesetzt werden kann und wir wieder einen Schritt zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur in Vorpommern gemacht haben. Das ist echte Daseinsvorsorge. Gleichzeitig stärken wir damit auch die touristische Erschließung entlang des Fernradwegenetzes in der Region. Die Mittel aus dem EU-Fonds sind hier sehr gut eingesetzt. Der straßenbegleitende Radweg an der B109 wird jetzt noch wichtiger. Daran und auch am Lückenschluß zwischen Rieth und Neuwarp arbeiten wir sehr intensiv“, betonte Dahlemann.

Dritter Test für Notstromversorgung

Technisches Hilfswerk und WEMAG üben Ernstfall in Neu Brenz

Neu Brenz/Schwerin – Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben am Sonnabend, den 14. September 2019 in Neu Brenz bei Neustadt-Glewe ihre dritte gemeinsame Übung erfolgreich absolviert. Damit konnte der 2017 in Dolgen und 2018 in Moraas durchgeführte Erfahrungsaustausch der Fachleute fortgesetzt und die Zusammenarbeit weiter gefestigt werden.

„Ich finde es sehr gut, dass das THW auch in unserer Region eine Übung durchgeführt hat. So kennen wir im Einsatzfall, zum Beispiel nach einem schweren Sturm, die Ansprechpartner und die technischen Möglichkeiten des THW. Das stärkt das Vertrauen zwischen den THW-Fachleuten und unseren Monteuren“, sagte der Leiter der Netzdienststelle Neustadt-Glewe Maik Reimann.

An der Übung haben 6 Elektrofachleute des THW aus Rostock und 4 aus Schwerin sowie 6 Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe teilgenommen. Das THW war mit zwei großen Netzersatzanlagen mit einer Leistung von jeweils 175 Kilovoltampere angerückt. Zusätzlich kam ein mobiler Kabelverteilerschrank zum Einsatz, der als Verbindungsstück zwischen der auf Zivil- und Katastrophenschutz ausgelegten Technik des THW und den Anforderungen von Netzbetreibern beziehungsweise Energieversorgern wie der WEMAG betrachtet werden kann.

„Geübt wurde die Stromeinspeisung in den Niederspannungsausgang des Ortsnetztransformators. Dieses Szenario tritt beispielsweise dann ein, wenn ein Notstrombetrieb für Ortschaften oder Anlagen der kritischen Infrastruktur nach Sturmschäden nötig wird“, erläuterte Alexander Schröder vom THW-Ortsverband Rostock.

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Während dieser Übung haben die THW-Fachleute gemeinsam mit den Monteuren der WEMAG die Netzersatzanlage an den Ortsnetztransformator angeschlossen. Nachdem sich die Netzersatzanlage der Frequenz des Versorgungsnetzes, die 50 Hertz beträgt, angeglichen hatte, konnte der Transformator ausgeschaltet werden. Ab diesem Moment wurde Neu Brenz ausschließlich durch die Notstromaggregate des THW versorgt. „Die großen Herausforderungen bildeten hierbei das Synchronisieren und die Rücksynchronisation auf die Frequenz des Stromnetzes. Beide technische Abläufe haben reibungslos funktioniert und blieben unbemerkt für die Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinde“, berichtete Alexander Schröder und verwies darauf, dass für diese Tätigkeiten neben der Ausrüstung eine fundierte Ausbildung große fachliche Routine erforderlich ist.

Die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der WEMAG Netz GmbH und dem THW begann kurz nach dem Elbehochwasser 2013. Ein Jahr später wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Energieunternehmen unterstützte das THW bei der Anschaffung des mobilen Kabelverteilerschrankes und anderer wichtiger Ausrüstung „Dadurch konnten die Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe Elektroversorgung enorm gesteigert werden“, ergänzte Alexander Schröder vom THW.

Anlage eines Feuerlöschteiches

Behren-Lübchin – Der zuständige Trink- und Abwasserzweckverband kann über das Trinkwassernetz die geforderte Löschwassermenge für die Gemeinde Behren-Lübchin (Landkreis Rostock) nicht bereitstellen. Deshalb ist es notwendig, dass in der Gemeinde im Ortsteil Friedrichshof ein Feuerlöschteich angelegt wird. Zurzeit befindet sich auf dem Grundstück eine provisorisch angelegte Vertiefung, in der das Regenwasser der Straßenentwässerung versickert.

In dem Ortsteil befinden sich acht Grundstücke, die durch den Feuerlöschteich abgesichert werden müssen. Die Gesamtkosten für das Anlegen des Löschteiches betragen 42.000 EUR. Der Landkreis Rostock beteiligt sich mit einer Zuwendung i. H. v. 10.000,00 EUR. Mit einer Kofinanzierung des Innenministeriums i.H.v. 24.000 Euro, verbleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von 8.000 Euro.

Innenminister Lorenz Caffier: „Während früher fast jedes Dorf seinen Löschwasserteich hatte, findet man sie heute nur noch selten innerhalb der Ortslagen. Der Rückgang hat viele Gründe wie z.B. die veränderten Anforderungen an die Menge des Löschwassers oder die alternativen Möglichkeiten, Löschwasser für den ersten Angriff in modernen Fahrzeugen bereits mitzuführen. Aber es darf nicht passieren, dass die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrückt und es ist nicht ausreichend Löschwasser da.“

Der Bewilligungsbescheid wurde der Gemeinde Behren-Lübchin übersandt.