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Kategorie: Kunst und Kultur

Die Freiheit der Kunst macht die Demokratie lebendig

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt begrüßte in Loitz Künstlerinnen und Künstler zum Netzwerktreffen mentoringKUNST.

Loitz – „Über die Grundrechte der Bundesrepublik zu sprechen, ist besonders heute wichtig. Wir leben in einer Zeit, in der radikale Kräfte unsere Werte des Grundgesetzes in Frage stellen. Das Netzwerktreffen von Künstlerinnen und Künstlern unseres Landes in Loitz ist daher eine sehr gute Gelegenheit, die Freiheit der Kunst in den Mittelpunkt zu stellen. Artikel 5 Absatz 3, Grundgesetz besagt in denkbar klaren Worten: ‚Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.‘ D

ie Kunstfreiheit schützt zunächst die Künstlerinnen und Künstler vor staatlicher Einflussnahme. Sie schützt nicht nur das fertige Werk, sondern den gesamten schöpferischen Prozess sowie ebenso die Präsentation und Verbreitung eines Werkes. Die Verfassung schützt die Kunst unabhängig davon, ob sie uns gefällt. Kunst muss keinen bestimmten Wert, kein bestimmtes Niveau und erst recht keinen bestimmten politischen Standpunkt haben, um geschützt zu sein. Sie darf provozieren und irritieren“, stellte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt beim Netzwerktreffen „mentoringKUNST“ in Loitz.

„Die Freiheit der Kunst macht Demokratie lebendig. Kunstfreiheit bedeutet daher auch die Freiheit zur Zumutung. Der Deutsche Kulturrat hat das vor wenigen Monaten sehr treffend formuliert, dass Kunstfreiheit nicht selten eine Zumutung sei und dass eine funktionierende Demokratie genau diese Zumutung aushalten müsse. Dieser Gedanke ist aktueller denn je. Wir erleben gesellschaftliche Debatten, die härter werden. Wir erleben den Versuch, Kunst danach zu beurteilen, ob sie die ‚richtige‘ Botschaft vermittelt.

Künstlerinnen und Künstler werden mitunter unter Rechtfertigungsdruck gesetzt. Institutionen geraten unter öffentlichen und digitalen Druck. Außerdem wächst die Versuchung mancher Menschen, aus politischer Zustimmung oder Ablehnung ein Kriterium für Kunst und Kultur zu machen. Die Kunst ist aber kein Instrument der Politik. Die Aufgabe des Staates ist es nicht, Kunst nach ihrem Inhalt zu lenken, sondern ihre Freiheit zu gewährleisten und Bedingungen zu schaffen, unter denen sich ein freies Kunstleben entfalten kann“, so die Ministerin.

„Die Kunstfreiheit ist somit eine unmittelbare Voraussetzung der Gleichstellung. An dieser Stelle sind wir leider noch nicht am Ziel. Anfang 2024 waren in Mecklenburg-Vorpommern knapp 2.000 Menschen über die Künstlersozialkasse versichert, davon 944 Frauen. In der Bildenden Kunst lag der Frauenanteil sogar bei gut 51 Prozent. Doch der Gender Pay Gap in der Kultur lag 2024 im Durchschnitt bei 25 Prozent. In der Bildenden Kunst waren es sogar 30 Prozent.

Hinzu kommen ungleiche Chancen bei Aufträgen und Ausstellungen und oftmals eine geringere finanzielle Anerkennung der Werke von Künstlerinnen. Formale Freiheit allein schafft also noch keine tatsächliche Chancengleichheit. Wer künstlerisch frei arbeiten will, braucht auch die Möglichkeit, von dieser Arbeit zu leben. Wer eine eigene künstlerische Stimme entwickeln will, braucht Zeit, Räume und Zugänge. Wer im Kunstbetrieb bestehen will, braucht Wissen, Sichtbarkeit und Kontakte.

Daher ist das ‚mentoringKUNST‘ so wichtig. Erfahrene Künstlerinnen und Künstler geben ihr Berufswissen und ihre Praxiserfahrung an Mentees weiter. Im aktuellen siebten Durchgang gibt es 14 solcher Tandems. Ergänzt wird das Mentoring durch Fachveranstaltungen, Workshops und Exkursionen. Freiheit bedeutet nicht, alles allein können zu müssen. Manchmal braucht es gerade eine Unterstützung, damit aus einer Möglichkeit wirkliche Freiheit wird“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Mecklenburg-Vorpommern fördert mentoringKUNST in der aktuellen Laufzeit vom Juli 2025 bis Juni 2028 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus mit rund 462.000 Euro.

Land unterstützt Weiterentwicklung der Museumsanlage Mueß

Dr. Wolfgang Blank: „Mit der Museumsanlage Mueß stärken wir den Tourismus und die regionale Identität“

Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit hat heute in Schwerin einen Zuwen­dungsbescheid für die Weiterentwicklung der Museumsanlage Mueß überreicht.

Mit der Förderung in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro wird der zweite Realisierungsabschnitt des Bauvorhabens in Mueß ermöglicht. Vorgesehen sind unter anderem der Ersatzbau des Kälberstalls und die Neugestaltung ausgewählter Be­reiche im Freiraum. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben belaufen sich auf rund 4,4 Millionen Euro.

„Die Museumsanlage Mueß ist weit mehr als ein Museum. Sie macht die Geschichte und die ländliche Kultur Mecklenburgs erlebbar für Jung und Alt. Damit ist sie ein wichtiger Bestand­teil des touristischen Angebots in Schwerin und der gesamten Region. Mit der Weiterentwicklung schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass auch in Zukunft Gäste wie Einheimische das Museum besuchen, und es zugleich weiter­hin als besonderer außerschulischer Lernort genutzt werden kann“, so Minister Dr. Blank.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Das Ziel ist es, die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, touristische Nachfrage zu erhöhen und damit auch die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.

Kunstprojekt „AllerHand“ wächst weiter

Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne des Welterbe Schwerin Fördervereins auf der WEMAG-Crowd ist die Finanzierung gesichert.

Schwerin – Nach mehreren Wochen Crowdfunding ist die Finanzierung gesichert: Rund 48.000 Euro kamen durch die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie zahlreichen Projektpartnern zusammen. Damit kann die seit 2024 wachsende Werkserie im öffentlichen Raum fortgesetzt werden. Das Vorhaben gehört zu den bislang größten Projekten auf der Crowdfunding-Plattform der WEMAG und zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement außergewöhnliche Ideen möglich macht.

Bereits am 01.06.2026 startete Tino Bittner gemeinsam mit dem Welterbe Schwerin Förderverein e.V. die Crowdfunding-Kampagne. Sie entwickelte sich weit über eine reine Finanzierung hinaus. Unternehmen stifteten größere Beträge, Vereine und Institutionen öffneten ihre Netzwerke, Medien berichteten über das Projekt, und viele Menschen trugen die Idee im persönlichen Austausch weiter. So wurde das Crowdfunding zu einer gemeinschaftlichen Initiative, die „AllerHand“ fest in der Stadtgesellschaft verankerte.

Mit der Finanzierungsform Crowdfunding schlägt Tino Bittner zusammen mit dem Welterbe Schwerin Förderverein einen neuen Weg ein. Foto: Maren Jakobi
Mit der Finanzierungsform Crowdfunding schlägt Tino Bittner zusammen mit dem Welterbe Schwerin Förderverein einen neuen Weg ein. Foto: Maren Jakobi

„Mich beeindruckt vor allem, wie viele Menschen dieses Projekt auf ganz unterschiedliche Weise unterstützt haben. Natürlich ging es darum, die Finanzierung der vierten Wand zu sichern. Gleichzeitig ist aber etwas entstanden, das sich nicht in Euro messen lässt: Menschen haben das Projekt weitererzählt, Kontakte vermittelt, Reichweite geschaffen und eigene Ideen eingebracht. Dadurch wurde deutlich, dass Kunst im öffentlichen Raum Menschen schon lange vor ihrer Fertigstellung zusammenbringen kann“, sagt Tino Bittner, Künstler und Projektstarter aus Schwerin.

„Die WEMAG-Crowd lebt von Menschen, die andere mit ihrer Idee begeistern“, erklärt Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG. „Mit dem Kunstprojekt von Tino Bittner unterstützen wir eines der bislang größten Projekte auf unserer Plattform. Dass sich so viele Menschen hinter einem außergewöhnlichen Kunstprojekt versammeln, zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserer Crowdfunding-Plattform steckt und wie gemeinschaftliches Engagement unsere Region stärken kann.“

Die Werkserie „AllerHand“ greift Gemälde der Alten Meister aus der Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin auf, das zum UNESCO-Weltkulturerbe „Residenzensemble Schwerin“ gehört. Tino Bittner löst einzelne Gesten aus ihrem ursprünglichen Bildzusammenhang und überträgt sie in neue räumliche und gesellschaftliche Kontexte. So werden Motive aus dem kulturellen Erbe der Residenzstadt im Stadtraum der Gegenwart sichtbar.

Mit dem Abschluss der Crowdfunding-Kampagne beginnen nun die Vorbereitungen für die vierte Fassadenarbeit, die die Werkserie um einen weiteren Standort ergänzt.

Verantwortung für die Zukunft des Theaters

Anklam – Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung haben das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Anklam heute ein deutliches Signal für die Zukunft des Theaterstandortes Anklam gesetzt. Die Unterzeichnenden bekräftigen ihre Bereitschaft, nicht nur die Sanierung des Theaters, sondern die Entwicklung des gesamten Theaterareals gemeinsam weiter voranzubringen und die Voraussetzungen für die Umsetzung eines umfassenden städtebaulichen Gesamtvorhabens zu schaffen.

Basierend auf den bisherigen Planungen werden die Gesamtkosten für die Sanierung des Theaters auf rund 16 Millionen Euro geschätzt. Hierzu hatte das Land bereits Anfang des Jahres Mittel in Höhe von acht Millionen Euro Aussicht gestellt. Mit der gemeinsamen Erklärung werden  Land, Bund und die Stadt Anklam diese kulturpolitische Entwicklung aber über das eigentliche Theater hinaus auf das gesamte Theaterarreal im Rahmen der Städtebauförderung erweitern. Die notwendigen Eigenanteile werden kommunal abgesichert, wofür sich insbesondere die Hansestadt Anklam engagiert.

Das Theater der Hansestadt Anklam im ehemaligen Schützenhaus ist die Hauptspielstätte der Vorpommerschen Landesbühne und mit den weiteren Spielstätten in Barth, Heringsdorf, Wolgast und Zinnowitz ein bedeutender kultureller Ankerpunkt für die Region Vorpommern. Es prägt die kulturelle Identität der Region, stärkt die kulturelle Bildung und ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Durch die Aufnahme in die Städtebauförderung soll nicht nur das Theater langfristig gesichert werden. Vielmehr soll über den reinen Theaterbau hinaus das gesamte Areal städtebaulich entwickelt, aufgewertet und dadurch die Attraktivität der Hansestadt Anklam sowie der gesamten Region nachhaltig gestärkt werden. Vorgesehen sind die Sanierung des historischen Theatergebäudes an der Leipziger Allee, der Abriss und Neubau der Hallen und Werkstätten, die Neugestaltung des Innenhofes sowie die Erneuerung der technischen Infrastruktur.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärte: „Das Theater Anklam ist weit mehr als ein Kulturstandort. Es ist ein Identifikationsort für die Menschen in Vorpommern und ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Region. Mit der heutigen Erklärung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um die Sanierung des Theaterareals voranzubringen. Das Land steht an der Seite der Hansestadt Anklam, damit das Theater auch künftig ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und regionale Entwicklung bleibt.“

Zitat Minister Pegel:  „Städtebauförderung wirkt am stärksten dort, wo sie Identität bewahrt und Zukunft ermöglicht. Die Modernisierung des Theaters ist deshalb nicht nur eine Investition in das Gebäude selbst, sondern auch in die Entwicklung der Hansestadt Anklam. Wir geben damit den Impuls, diesen gewachsenen Ort weiterzudenken und somit dauerhaft als Teil der lebendigen Stadtstruktur zu sichern.“

Zitat Staatssekretärin Bowen: „Die Vorpommersche Landesbühne mit ihrem Standort in Anklam ist ein wichtiger Ort der Kulturszene in der Region. Es schafft kulturelle Identität und bereichert das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert ganz bewusst in den Standort, um auch abseits der großen Städte den Menschen kulturelle Angebote anzubieten.“

Gedenken an den Künstler Günther Uecker

Schwesig: Im Schweriner Dom begegnet uns Uecker weiter in seinen Werken

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum ersten Todestag den großen Künstler Günther Uecker: „Es gibt diese Menschen, die aus wenig, aus scheinbar Alltäglichem, etwas Besonderes erschaffen. Günther Uecker nutzte Nägel. Er erschuf damit lebendige Reliefs. Bilder, die nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern etwas Eigenes in die Welt setzen. Was wir darin sehen, liegt an uns. Im vergangenen Jahr verstarb Günther Uecker im Alter von 95 Jahren. Ein Sohn Mecklenburg-Vorpommerns. Einer der bedeutendsten Künstler der deutschen Nachkriegszeit.“

Auch wenn ihn sein Weg weit über die Grenzen des Landes hinausgeführt habe, sei Uecker seiner Heimat stets tief verbunden geblieben. „Seit der Vereinigung Deutschlands hat er sich für Kunstdenkmäler, Kunstsammlungen und künstlerische Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt“, erinnerte die Regierungschefin. Rerik verdanke Günther Uecker das neue Kirchendach und zwei Kirchenglocken. Ausstellungen von ihm seien in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg zu sehen gewesen. Das Günther-Uecker-Institut in Schwerin habe den Anbau des Museums unterstützt und fördere heute internationale Forschung zur zeitgenössischen Kunst.

„Im Schweriner Dom begegnet uns Günther Uecker weiter in seinen Werken. Die von ihm gestalteten Lichtbogenfenster hat uns Günther Uecker vor zwei Jahren geschenkt. Es war mir eine große Ehre, ihm in diesem Rahmen den Landesverdienstorden zu überreichen. Das war ein berührender Moment für uns alle“, so Schwesig. Sie sei dankbar für tiefe persönliche Begegnungen mit Günther Uecker.

So wie Uecker ein verlässlicher Partner für die Kultur gewesen sei, gelte dies auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern. „Kunst und Kultur gehören zum Leben der Menschen. Sie sind entscheidend für unser Selbstverständnis und leisten wichtige Beiträge zu unserem Verständnis von Gesellschaft, denn sie regen uns zum Nachdenken an, lassen uns diskutieren und streiten“, so die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung stehe zur Unterstützung der Kultur und der Menschen, die Kultur machen.

Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht

Schwesig: Armin Müller-Stahl ist mutiger Künstler mit filmischen Wurzeln in MV

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute bei der Preisverleihung des 35. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht. Sie erinnerte ihn an seine filmischen Wurzeln in MV: „Wenn man so will, hat Ihre Karriere in Mecklenburg-Vorpommern angefangen. Der erste Film, in dem Sie 1956 mitgespielt haben, wurde am Strand von Ahrenshoop gedreht.“

In der DDR habe Müller-Stahl in einigen DEFA-Filmen gespielt und habe den Mut gehabt, gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu unterschreiben. Danach habe er lange keine Rollen mehr bekommen und sei nach Westdeutschland gegangen. Als Hollywood auf sein Talent aufmerksam geworden sei, wurde sein filmisches Schaffen weltumspannend. Die Oscar-Nominierung für die Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ sei der Höhepunkt einer großartigen Karriere, die ihn immer wieder auch nach Deutschland zurückführt habe.

Schwesig weiter: „Ihr Abenteuer hat Sie von den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns bis in die Studios von Hollywood geführt, vom Theater über den Film und die Schriftstellerei bis in die Malerei, die wir in diesen Tagen im Schleswig-Holstein-Haus sehen können. Dieses Abenteuer und all das, was Sie uns auf Ihrem Weg geschenkt haben, zeichnen wir heute mit dem Goldenen Ochsen aus.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bedankte sich außerdem beim künstlerischen Leiter Volker Kufahl und dem Team des Filmkunstfestes: „Mit anspruchsvollen Wettbewerben, starken Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm haben Sie Schwerin wieder in eine Filmhauptstadt verwandelt und dem Publikum eine erlesene Auswahl präsentiert. Ein herzlicher Dank an alle, die das Filmkunstfest möglich machen. Sie haben dazu beigetragen, dass auch das 35. Filmfestival wieder ein großer Erfolg wurde.“

Schwesig betonte: „Kultur muss vielfältig bleiben. Kultur muss unabhängig bleiben. Die Unabhängigkeit der Kultur, ob Kino, Theater, große Oper oder lokale Veranstaltung, ist ein wichtiger Teil von Demokratie. Es darf keine staatlichen Vorgaben geben, was akzeptable und förderungswürdige Kultur ist und was nicht.“ Dafür werde sie sich weiter einsetzen.

17. Schweriner Jazznacht

Schwesig: Jazznacht zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am 25. April die Gäste der 17. Schweriner Jazznacht begrüßt: „Jazz hat in Schwerin eine längere Tradition, als man vermuten könnte. Bereits in den 1960er- und 70er-Jahren trafen sich Jazzbegeisterte in Klubs und Kulturhäusern. Oft war diese Musik nicht im Mittelpunkt des offiziellen Kulturlebens – und gerade das verlieh ihr eine besondere Energie, die bis heute nachwirkt.“

Seit 2009 gebe es die Schweriner Jazznacht. Was damals als Konzert begann, habe sich längst zu einem kleinen Festival entwickelt – einer gelungenen Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten. „Und in diesem Jahr mit Veranstaltungen an ganz unterschiedlichen Orten – in der Landesbibliothek, im Modehaus, in Unternehmen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kultur Menschen verbindet und Räume öffnet. Und es zeigt auch, was möglich ist, wenn Engagement, Leidenschaft und Gemeinschaft zusammenkommen“, sagte sie.

Die Ministerpräsidentin würdigte in ihren Grußworten auch die Veranstalterin der Schweriner Jazznacht Marianne Wöhrle-Braun: „Sie sind die Initiatorin und das Herz dieser Veranstaltung. Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben Sie die Jazznacht aufgebaut und über viele Jahre geprägt. Dafür haben Sie 2022 völlig zu Recht den Kulturförderpreis des Landes erhalten. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für unser Land ist. Herzlichen Dank dafür!“

Die Schweriner Jazznacht stehe nicht nur für großartige Musik, sondern auch für Solidarität. Schwesig: „Unter dem Motto „Jazz meets Business in Benefit“ wurden in den vergangenen 15 Jahren über 84.000 Euro für kulturelle und soziale Projekte gesammelt. Das ist ein starkes Zeichen.“ Im vergangenen Jahr wurde die Brass Band „Potzblech“ der Musikschule Antaraxia unterstützt. „Ein zentrales Element ist der Förderpreis Jazz. Er gibt jungen Musikerinnen und Musikern Sichtbarkeit und zeigt, wie wichtig es ist, Kultur aktiv zu fördern und weiterzugeben“, so die Regierungschefin. Der Auftakt des Jazzförderpreisträgers Caspar Rutsch aus dem letzten Jahr, der gemeinsam mit dem Gitarristen Liam Möller im Januar auftrat, habe gezeigt, wie hoch das Niveau ist.

Neue Ausstellung mit Werken von Schülerinnen und Schülern

Einblicke in das Schaffen des Künstlerischen Sommerkurses Ostseeküste e. V. im Bildungsministerium

Schwerin – Im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung wird die neue Ausstellung „MAL SEEN – Künstlerischer Sommerkurs Ostseeküste“ eröffnet. Das Bildungsministerium präsentiert Werke von Schülerinnen und Schülern, die am Künstlerischen Sommerkurs Ostseeküste 2025 teilgenommen haben.

„Kunst eröffnet jungen Menschen Räume, in denen sie ihre Gedanken und Gefühle sichtbar machen können. Sie stärkt Selbstvertrauen, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit – Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus von großer Bedeutung sind. Der Künstlerische Sommerkurs Ostseeküste zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig kulturelle Bildung sein kann“, sagte Ministerin Simone Oldenburg im Vorfeld.

Die Ministerin dankte insbesondere den engagierten Kursleiterinnen und Kursleitern des Künstlerischen Sommerkurses Ostseeküste e. V. für ihre kontinuierliche Arbeit. Seit 1994 engagieren sich die Mitglieder des Vereins dafür, Kinder und Jugendliche für die Kunst zu begeistern.

Der Künstlerische Sommerkurs, der vom 27. Juli bis zum 6. August 2025 in Malchow stattfand, brachte 28 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren zusammen. In dieser intensiven Arbeitsphase entstanden zahlreiche Werke, von denen nun eine Auswahl im Ministerium präsentiert wird. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine große künstlerische Vielfalt aus. Die gezeigten Arbeiten umfassen grafische, malerische und plastische Techniken. Neben klassischen Ausdrucksformen wie Zeichnung und Malerei finden sich auch moderne Ansätze wie Mixed Media, Fotografie und Video. Ergänzt wird das Spektrum durch Metallarbeiten, Schmuckgestaltung und textile Kunst.

Die Ausstellung kann im Anschluss an die Eröffnung im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung besichtigt werden. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiger Einblick in die kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler.

Ausstellung im Foyer

14. April bis 1. September 2026
Montag – Freitag | 9:00 – 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung kann zu den angegebenen Zeiten besucht werden. Die Werke in den beiden angrenzenden Beratungsräumen sind nur zugänglich, wenn in den Räumlichkeiten keine Besprechungen stattfinden.