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Kategorie: Sport

Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr

Schwesig: KölnRheinRuhr und Berlin setzen bei Olympia auf Rostock

Schwerin – Rostock-Warnemünde ist als Segelrevier Bestandteil der Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt morgen in Berlin an einem Termin mit dem Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr teil. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung können Sie der beigefügten Pressemitteilung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen entnehmen.

„Nach Berlin haben wir auch KölnRheinRuhr mit unserem Segelrevier in Rostock überzeugen können“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Rostock-Warnemünde bringt alles mit für olympische Wettbewerbe: eine traumhafte Kulisse an der Ostsee, hervorragende Segelbedingungen und eine moderne, bereits vorhandene Infrastruktur.“

Rostock wisse, wie große maritime Events zu organisieren seien, „und zwar sicher, professionell und mit den Menschen“, sagte Oberbürgermeistern Eva-Maria Kröger. Olympische Segelwettbewerbe in Rostock-Warnemünde wären deshalb weit mehr als ein sportliches Highlight: „Sie wären ein starkes Signal für den Standort Rostock und ein sichtbarer Beweis, dass wir auch auf höchstem internationalen Niveau Gastgeber sein können, mit dem starken Blick für Athletinnen und Athleten, für den Segelsport und für die Menschen hier vor Ort.“

Mit dem Zuschlag von KölnRheinRuhr haben sich die Chancen für MV verdoppelt, sagte Sportministerin Stefanie Drese. „Berlin und KölnRheinRuhr wissen, dass Rostock-Warnemünde eine hervorragende Wahl für die Segelwettbewerbe ist. Wir verfügen nicht nur über ein erstklassiges Segelrevier und eine gute Verkehrsanbindung, sondern mit den Yachthäfen Mittelmole und Hohe Düne sowie mit der neu gebauten Sportschule Warnemünde auch über exzellent ausgestattete maritime Infrastruktur. Das trägt dazu bei, dass Olympische und Paralympische Spiele in Berlin oder KölnRheinRuhr tragfähig, bezahlbar und nachhaltig sind.“

Der Präsident des Landessportbundes Andreas Bluhm ergänzte: „Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland würden der Sportentwicklung überall einen großen Impuls verleihen. Mit besten sportfachlichen Voraussetzungen, großer Nachhaltigkeit und idealen Bedingungen für Athleten und Zuschauer ist Rostock-Warnemünde die erste Wahl. Schön, dass das KölnRheinRuhr und Berlin genauso sehen.“

Am 26. September entscheidet der DOSB auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber. Im Rennen sind Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr.

Es werde Licht auf dem Platz

Bessere Trainingsbedingungen für die Schwaaner Eintracht: Neue LED-Flutlichtanlage geht in Betrieb

Schwaan- Für die rund 360 Mitglieder der Schwaaner Eintracht ist die kommende dunkle Jahreszeit nun kein Problem mehr. Nach rund zwei Jahren der Planungs- und Bauzeit wurde die neue LED-Flutlichtanlage feierlich eingeweiht, die das Training auf der knapp 2,5 Hektar großen Fläche auch in den Abendstunden möglich machen soll. Sportministerin Stefanie Drese war am Montagabend persönlich vor Ort und freute sich über den weiteren Meilenstein für den Verein.

„Ganze 16 Jugend-, Herren- und Freizeitteams nennen die Schwaaner Eintracht ihr sportliches Zuhause. Das ist ein Beweis für die hervorragende Vereins- und Nachwuchsarbeit, macht die Vergabe von Trainingszeiten allerdings nicht leichter“, weiß die Ministerin. So sollen mit der Förderung des Landes in Höhe von fast 100.000 Euro mehr Flexibilität, mehr Trainingsmöglichkeiten aber auch bessere Bedingungen für Wettkämpfe geschaffen werden.

„Mit über 310.000 Mitgliedern in den Sportvereinen in Mecklenburg-Vorpommern boomt der Sport bei uns im Land und, da muss auch die Infrastruktur mithalten. Eine 30 Jahre alte Beleuchtung, die aus einem Mix aus Straßenlampen und Betonpfeilern mit Halogenstralern besteht, ist einfach nicht mehr zeitgemäß und durch den hohen Stromverbrauch sehr teuer“, erklärte Drese.

Steigende Mitgliederzahlen hatten zudem für ein Platzproblem bei der Schwaaner Eintracht gesorgt. Das Land hatte deshalb vor kurzem auch einen neuen Containerkomplex inklusive Sanitärbereich gefördert, um den neuen Bedarfen auch trotz eines Mitglieder-Booms gerecht zu werden.

Investitionen, die sich aus Sicht der Ministerin aber auszahlen. „Jeder Euro, den wir in unsere Sportvereine stecken, ist ein Euro, der der Bewegung von Kindern und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegenkommt. Schließlich finden hier auf dem Platz auch fernab des Spielbetriebes regelmäßig Menschen aller Altersgruppen zusammen“, unterstrich Drese.

Dass das wirke, habe auch die Fundraising-Kampagne für die Bereitstellung der Eigenmittel für die LED-Umrüstung gezeigt. „Neben Verein, Land und Kommune haben sich so auch rund 60 Unterstützerinnen und Unterstützer an der Finanzierung beteiligt. „Das zeigt aus meiner Sicht, welch guten Ruf und wie viel Rückhalt die Schwaaner Eintracht genießt. Das wollen wir mit einem modernen Sportplatz und guten Rahmenbedingungen für den Verein auch in Zukunft unterstützen. Ich wünsche der Schwaaner Eintracht deshalb viele erfolgreiche Trainings- und Spielabende unter dem neuen Flutlicht“, so Drese abschließend.

25. Vollversammlung der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern

Drese: „Sportjugend bringt Bewegung in das Leben junger Menschen“

Neubrandenburg – Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern kam am Sonnabend in Neubrandenburg zu ihrer 25. Vollversammlung zusammen. Mit mehr als 100.000 Mitgliedern bis 26 Jahre ist die Sportjugend der größte Jugendverband Mecklenburg-Vorpommerns. Sportministerin Stefanie Drese würdigte am Wochenende die Arbeit und den Einsatz der Jugendorganisation für den Kinder- und Jugendsport im Land.

„Mehr als 100.000 junge Menschen zeigen eindrucksvoll, welche Kraft im Sport steckt. Im Verein geht es nicht nur um Bewegung und Wettkampf, sondern auch um Gemeinschaft, Verantwortung und persönliche Entwicklung. Die Sportjugend bringt diese Werte zu Kindern und Jugendlichen im ganzen Land und ist deshalb für uns ein wichtiger Partner in der Jugend- und Sportpolitik“, sagte Drese.

Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Bewegungsförderung. Über das Landesprogramm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ profitieren 2026 rund 7.700 Schülerinnen und Schüler an 244 Schulen von zusätzlichen Sportangeboten. 106 Sportvereine sind beteiligt. Das Land hat die jährliche Förderung des Programms von 255.600 auf 380.000 Euro erhöht.

Bereits im Kita-Alter setzt das „KinderBewegungsLand“ an. In diesem Jahr beteiligen sich 76 Sportvereine an Kooperationen mit rund 190 Kindertageseinrichtungen und erreichen etwa 4.530 Kinder. Damit wird das von der Sportjugend vorangetriebene „Bewegungscheck“ aus Kita, Schule und Sportverein mit Leben gefüllt.

Drese: „Kinder sollen unabhängig vom Wohnort die Chance haben, Bewegung und Sport für sich zu entdecken. Deshalb investieren wir in gute Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Vereinen. So entsteht im besten Fall eine Bewegungskette, die früh beginnt und Kinder dauerhaft für den Vereinssport begeistert.“

Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in der Sportjugend um den Vorsitzenden Theo Hadraht und in den Sportvereinen: „Hinter jedem Training, jedem Wettkampf und jedem Sportangebot stehen Menschen, die ihre Zeit für andere einsetzen. Dieses Engagement ist die Grundlage dafür, dass Sport vor Ort überhaupt stattfinden kann. Dafür gebührt allen Ehrenamtlichen in der Sportjugend und den Vereinen große Anerkennung.“

Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 gegründet und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Als Jugendorganisation des Landessportbundes setzt sie die Ziele der Kinder- und Jugendhilfe im und durch Sport landesweit um.

Drese: Fußball ist der größte Integrationsmotor in unserem Land

Ministerin würdigt Ehrenamt beim Verbandstag des LFV/ Glückwunsch an WM-Final-VAR Bastian Dankert

Rostock – Fußball ist mehr als Tore, Punkte und Tabellen. „Fußball ist ein Stück gesellschaftlicher Zusammenhalt. In unseren Vereinen kommen Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit mehr ist, ist das von unschätzbarem Wert“, sagte Sportministerin Stefanie Drese am Sonnabend beim 10. Ordentlichen Verbandstag des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV) in Rostock.

Drese dankte dem LFV, den Vereinen und insbesondere den vielen Ehrenamtlichen. „Der Fußball rollt nicht von allein. Dahinter stehen Menschen, die den Platz vorbereiten, Fahrdienste übernehmen, Kinder zum Training bringen, Mannschaften coachen und betreuen und dafür sorgen, dass am Wochenende überhaupt gespielt werden kann“, betonte sie. „Ohne dieses Engagement wäre der Fußball in Mecklenburg-Vorpommern nicht denkbar.“

Mit 50.794 Mitgliedern ist der Landesfußballverband der größte Fachverband im Landessportbund. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 310.000 Menschen in Sportvereinen organisiert – fast ein Fünftel der Bevölkerung, so Drese.

Gleichzeitig stehe der Fußball vor großen Herausforderungen: demografischer Wandel, Nachwuchsgewinnung, fehlende Ehrenamtliche, Sportstätten und wachsende Anforderungen an die Vereinsarbeit. „Land, Kommunen, Verbände und Vereine müssen deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass der Fußball stark, attraktiv und zukunftsfähig bleibt“, sagte Drese.

Gerade für Kinder und Jugendliche seien die Vereine wichtige Orte der Begegnung und Orientierung. „Wer Fußball spielt, lernt, dass man sich aufeinander verlassen, gemeinsam gewinnen und gemeinsam mit Niederlagen umgehen muss“, sagte Drese. „Das ist – abseits von Meisterschaft und Aufstieg – die größte Leistung des Fußballs in unserem Land.“

Der Fußball habe zudem eine besondere Integrationskraft. „Wir wollen, dass der Fußball der größte Integrationsmotor im Land bleibt, wo Herkunft und sozialer Status keine Rolle spielen. Fußball verbindet. Das soll, das muss so bleiben“, betonte die Ministerin.

Einen besonderen Moment beim Verbandstag bildete die Würdigung eines Mannes, der, so Drese mit einem Augenzwinkern, „den Großteil des Sommers im Keller saß: Bastian Dankert. Der Rostocker Schiedsrichter war der einzige deutsche Video-Assistent bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und kam im Turnier zwölfmal als VAR beziehungsweise Assistant-VAR zum Einsatz. Krönung: Bastian Dankert wurde auch beim WM-Finale 2026 als VAR eingesetzt.

„Es gab aus deutscher Sicht bei der WM viele Verlierer. Es gab aber auch einen großen Gewinner. Und der kommt aus unserem Land. Bastian Dankert hat Mecklenburg-Vorpommern mit Bravour auf der größten Fußballbühne der Welt vertreten. Das ist ein riesiger persönlicher Erfolg und zugleich eine Auszeichnung für den gesamten Fußball und das Schiedsrichterwesen in unserem Land. Für mich ist Bastian Dankert damit der Toni Kroos der Schiedsrichter“, sagte Drese.

600 Jahre Vereinsgeschichte und noch lange nicht Schluss

Sportplakette des Bundespräsidenten für die Brüeler Schützengilde

Brüel – 600 Jahre Vereinsgeschichte – und noch immer mittendrin im Vereinsleben: Die Brüeler Schützengilde 1425 e. V. ist am Freitagabend beim Schützenfest mit der Sportplakette des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet worden. Sportministerin Stefanie Drese überreichte die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportvereine und -verbände und würdigte damit die besonderen Verdienste der Schützengilde um die Pflege und Entwicklung des Sports.

„Über 600 Jahre Vereinsgeschichte – das ist weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Dahinter stehen Generationen von Menschen, die Verantwortung übernommen, Gemeinschaft gelebt und den Verein immer wieder mit neuem Leben gefüllt haben“, sagte Drese. „Die Brüeler Schützengilde ist damit ein herausragendes Beispiel dafür, was Sport und Ehrenamt für unser Gemeinwesen leisten können.“

Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebiger und unverbindlicher werde, seien Vereine Orte, die Menschen dauerhaft zusammenbringen. „Sport ist mehr als die schönste Nebensache der Welt. Er schafft Begegnung, baut Brücken über Generationen und gesellschaftliche Gruppen hinweg und vermittelt Lebensfreude. Unsere Sportvereine geben diesem Miteinander ein Zuhause“, so Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern sind inzwischen mehr als 310.000 Menschen in einem Sportverein organisiert – fast jeder fünfte Einwohner des Landes. Möglich sei das vor allem durch das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, betonte die Ministerin. „Vorstände, Trainerinnen und Trainer, Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter und all die vielen Helferinnen und Helfer halten unsere Vereine am Laufen. Sie machen unser Land lebens- und liebenswert und sind wichtige Säulen unserer demokratischen Zivilgesellschaft.“

Die Brüeler Schützengilde ist dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Rund 120 Mitglieder zählt der Verein heute. Im vergangenen Jahr feierte die Schützengilde ihr 600-jähriges Bestehen. Drese würdigte insbesondere die Leistung, über Jahrhunderte hinweg eine Gemeinschaft zusammenzuhalten und zugleich Traditionen zu bewahren.

„Eine Gemeinschaft über so viele Generationen zusammenzuhalten, Menschen für den Sport zu begeistern und dabei die eigenen Traditionen lebendig zu halten, ist eine außergewöhnliche Leistung. Die Brüeler Schützengilde hat damit nicht nur Sportgeschichte geschrieben, sondern auch ein Stück kulturelles Erbe unserer Region bewahrt“, sagte Drese. Die Landesregierung habe die Entwicklung der Vereinsinfrastruktur deshalb bereits in der Vergangenheit unterstützt.

„Heute geht es deshalb nicht nur um einen Blick zurück auf 600 Jahre Geschichte. Es geht auch darum, den Blick nach vorn zu richten. Ich wünsche der Brüeler Schützengilde, dass sie auch die nächsten Generationen für ihren Sport und ihre Gemeinschaft begeistern kann“, sagte Drese abschließend.

Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten werden Turn- und Sportvereine ausgezeichnet, die sich durch langjähriges Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Die Auszeichnung wurde erstmals 1984 verliehen und würdigt das herausragende ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen.

Förderung des PSV Rostock

Drese beim PSV Rostock: „Starke Vereine brauchen starke Strukturen“

Rostock – Sportministerin Stefanie Drese hat am Montag dem Polizeisportverein Rostock e.V. einen Zuwendungsbescheid über 48.000 Euro aus Mitteln des Bürgerfonds des Landes übergeben. Mit dem Geld wird das Vorhaben „Nähe schafft Stärke – Umbau zur effektiveren Förderung von Sportlern und Ehrenamtlichen“ unterstützt.

„Der PSV Rostock ist der größte Kinder- und Breitensportverein in Mecklenburg-Vorpommern mit mannigfaltigen Angeboten für Klein und Groß. Er bringt Menschen zusammen, schafft Gemeinschaft und fördert Gesundheit und Bewegung“, sagte Drese bei ihrem Besuch in Reutershagen. „Das funktioniert nur durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher. Deshalb unterstützen wir den PSV dabei, seine Strukturen weiterzuentwickeln und bessere Rahmenbedingungen für Sportlerinnen und Sportler sowie für die ehrenamtlich Engagierten zu schaffen“, so die Sportministerin.

Kern des Vorhabens ist die räumliche Zusammenführung von Geschäftsstelle und Trainingsstätte. In einem ersten Schritt werden bestehende Umkleidekabinen umgebaut und geeignete Räumlichkeiten für die Sportlerinnen und Sportler geschaffen. Dadurch sollen die Betreuung und die Zusammenarbeit im Verein effizienter organisiert werden.

Die Maßnahme schafft zugleich einen zentralen Anlaufpunkt für Vereinsverwaltung, Training und Ehrenamt. „Kurze Wege und mehr Möglichkeiten für Austausch und Zusammenarbeit stärken nicht nur den Verein selbst, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und den sozialen Zusammenhalt“, so die Sportministerin.

Umbau und die Erweiterung der Volleyballhalle

Schwesig zum Baustart: Wir machen die Palmberg Arena fit für die Champions League

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin den Baustart für den Umbau und die Erweiterung der Volleyballhalle gegeben: „Wir machen die Palmberg-Arena fit für die Champions League. Sie wird umgebaut, damit mehr Zuschauer die Spiele erleben können. Auf hängenden Tribünen entstehen weitere Sitzplatzreihen. Nach dem Ausbau wird die Arena 400 Sitzplätze mehr haben.“ Die Landesregierung habe von Anfang an die Förderung von 5 Millionen Euro zugesagt. Diese Zusage werde jetzt eingelöst.

„Die zukünftigen Champions, die jungen Talente des Schweriner Sportgymnasiums, nutzen die Halle ebenfalls. Leistungssport auf höchstem Niveau verbindet sich hier mit Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau“, lobte Schwesig. Der SSC zeige, dass Spitzensport in Mecklenburg-Vorpommern ein festes Zuhause hat. „Wir sind alle stolz auf den SSC Palmberg. Die Mannschaft und das Team stehen für sportliche Bestleistungen. Die Fans stehen für Begeisterung, treue Unterstützung und Fairness“, so die Ministerpräsidentin. Ihr Dank gehe an die Trainer und die Haupt- und Ehrenamtlichen im Hintergrund.

„Hauptamt und Ehrenamt tragen gemeinsam den Sport in unserem Land. Ohne Ehrenamt gäbe es keine Trainer, keine Wettkampfleiterinnen und keine jungen Talente, die ihre ersten Schritte machen. Breitensport und Leistungssport sind für unser Land gleichermaßen wichtig“, sagte die Ministerpräsidentin. Dafür stünden die vielen Vereine ebenso wie die Leistungsstützpunkte des Spitzensportes. „Wir wollen für alle Sportlerinnen und Sportler gute Bedingungen“, fügte sie an. Die Landesregierung habe deshalb die Mittel für den Sport um knapp eine Million Euro auf rund 14 Millionen Euro erhöht.

Sport muss ein sicherer Ort für alle sein

M-V ist Gründungsmitglied des neuen Zentrums für Safe Sport

Berlin – Am (heutigen) Donnerstag wurde in Berlin das Zentrum für Safe Sport (ZfSS) gegründet. Die neue Anlaufstelle soll Unterstützung für Betroffene von sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt im Sport bieten, bei der Aufklärung und Aufarbeitung unterstützen und die Prävention stärken. Sportministerin Stefanie Drese war, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bundesländern, bei der Gründung heute auch persönlich vor Ort und bezeichnete das ZfSS als Meilenstein für den Schutz von Sportlerinnen und Sportlern.

„Sport steht für Gemeinschaft, Fairness und Vertrauen. Jeder Form von Gewalt gilt es deshalb konsequent zu begegnen, denn jede und jeder soll sich auf dem Platz, in der Halle und im eigenen Verein sicher fühlen können. Und das unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder Sportart“, betonte Drese heute und erklärte, dass Mecklenburg-Vorpommern deshalb ganz bewusst zu den Gründungsmitgliedern des Zentrums gehöre.

Gleichzeitig hob Drese die umfassenden Präventions- und Schutzmaßnahmen im Land hervor. Der LSB M-V verfüge etwa über ein eigenes Konzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie über ein Konzept zur „Prävention von sexualisierter Belästigung und Gewalt“, welches den Schutz von allen Mitgliedern im Breiten- und Leistungssport umfasst. „Darüber hinaus arbeiten die Sportjugend MV und der Kinderschutzbund in einer engen Kooperation zusammen, um Kinderrechte im Sport zu stärken und Vereine bei der Entwicklung von präventiven Schutzkonzepten gegen Gewalt und Missbrauch zu unterstützen“, betonte die Ministerin.

Drese erhoffe sich aber, dass mit dem ZfSS noch mehr Betroffene den Weg in Hilfsstrukturen finden. „Denn Studien zeigen, dass mehr als zwei Drittel der befragten Sportlerinnen und Sportler sexualisierte Gewalt oder emotionale und körperliche Grenzverletzungen erlebt haben. Wir brauchen eine Kultur des bewussten Hinsehens und Hinhörens – intern wie extern. Genau deshalb braucht es diese unabhängige Stelle“, unterstrich Drese.

Das ZfSS betreibe dafür eine dezidierte Meldestelle mit eigenem Fallmanagementsystem, hat aber auch die Möglichkeit, bei Verstößen selbstständig Untersuchungs-, Mediations- und Disziplinarverfahren durchzuführen. Darüber hinaus soll das Zentrum bundesweit einheitliche Standards für den Schutz im Sport etablieren und Personen und Organisationen im Bezug auf Safe Sport weiterbilden und zertifizieren. Die Grundlagen der Arbeitsweise wurden dabei im intensiven Austausch auch mit Betroffenen erarbeitet.

„Wer den Mut aufbringt, über Gewalt zu sprechen, darf damit nicht allein gelassen werden. Menschen, die sich an das ZfSS wenden, brauchen die Gewissheit, dass ihnen geglaubt wird, dass ihre Hinweise ernst genommen werden und dass daraus Konsequenzen folgen. Deshalb war die Perspektive der Betroffenen, die sich in den Prozess mit eingebracht haben, auch eine große Bereicherung“, so Drese.

Sie betonte zudem, dass das ZfSS auch eine gute Möglichkeit sei, die schon sehr umfangreiche Präventionsarbeit der Sportvereine und -verbände im Land zu ergänzen. „In Mecklenburg-Vorpommern leisten unsere Vereine und die vielen ehrenamtlich Engagierten jeden Tag hervorragende Arbeit, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren Sport in einem geschützten Umfeld ausüben können. Das ZfSS kann sie dabei in Zukunft noch besser unterstützen, etwa mit themenspezifischen Fortbildungen“, erklärte die Ministerin. Gerade für hauptsächlich ehrenamtlich getragene Strukturen sei das eine große Erleichterung und helfe dabei, Schutzkonzepte weiter zu verbessern.