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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege

Landesregierung und Landesausschuss für Berufsbildung verbessern Berufsperspektiven von Jugendlichen

Schwerin – Das Land führt ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang AVdual (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben. Die genaue Anzahl der AVdual-Gruppen, die je Schule eröffnet werden, hängt von den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie den personellen Voraussetzungen der jeweiligen Schule ab. Der neue Bildungsgang soll im ersten Schuljahr an ausgewählten beruflichen Schulen modellhaft erprobt und dann Schritt für Schritt ausgeweitet werden.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Mit dem neuen Bildungsgang an beruflichen Schulen stärken wir die Berufswahlkompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Wir verbinden Unterricht mit praxisnaher Beruflicher Orientierung und setzen auf individualisierte Lehr- und Lernkonzepte. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den bundesweit anerkannten Abschluss der Berufsreife zu erlangen. AVdual ist damit ein weiteres Angebot, um jungen Menschen in unserem Land eine klare Perspektive zu eröffnen. Der Übergang von der allgemein bildenden Schule in die berufliche Schule darf keine Warteschleife sein. Kein junger Mensch soll uns verloren gehen. Ich danke den Mitwirkenden im Landesausschuss für Berufsbildung, die sich gemeinsam mit der Landesregierung dafür einsetzen, dass mehr Schülerinnen und Schüler die beruflichen Schulen mit einem Abschluss verlassen und eine Ausbildung beginnen.“

Marco Kiepke, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung (LAB) und Abteilungsleiter Berufliche Bildung beim DGB Nord: „Als Mitglieder des Landesausschusses für Berufsbildung wollen wir uns nicht damit abfinden, dass fast jeder fünfte junge Mensch in Mecklenburg-Vorpommern keinen Berufsabschluss hat. Seit jeher arbeiten wir deshalb gemeinsam unter anderem an der Verbesserung von Berufsorientierung und Ausbildungsqualität. Wir begrüßen die Initiative des Bildungsministeriums, mit einer eng an den Landesausschuss angebundenen Arbeitsgruppe weitere Maßnahmen zu entwickeln, um den Übergang in die Berufsausbildung zu verbessern und Auszubildende besser auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss zu unterstützen.“

Peter Todt, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung (LAB) und Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin: „Die Unternehmen in Mecklenburg sind sich ihrer Verantwortung bewusst und werden auch zum Sommer 2026 eine ausreichende Anzahl an Ausbildungsstellen bereitstellen. Für alle Abschlüsse (Berufsreife, Mittlere Reife und Fachhochschul- und Hochschulreife) wird es attraktive Angebote geben. Der Landesausschuss für Berufsbildung wird in seiner breiten Zusammensetzung und bewährten Zusammenarbeit aller Partner weiter an der Umsetzung einer hohen Qualität vor allem der dualen Berufsausbildung arbeiten und dabei die drei Hauptbeteiligten – die beruflichen Schulen, die Ausbildungsunternehmen und die Auszubildenden – in die Pflicht nehmen.“

Viele Jugendliche scheitern an direktem Einstieg

Der Übergang von der Schule in die berufliche Bildung und ein sich anschließendes Beschäftigungsverhältnis stellt für viele Jugendliche eine große Herausforderung dar. Nach dem Besuch einer allgemein bildenden Schule gelingt es zu vielen jungen Menschen nicht, direkt in eine Ausbildung, ein Studium oder einen studienqualifizierenden Bildungsgang überzugehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und individuell – entsprechend differenziert müssen auch die Unterstützungsangebote sein.

Gemeinsame Initiative für erfolgreiche Ausbildungswege

Die Landesregierung und der Landesausschuss für Berufsbildung haben daher die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen. Erste Vorschläge der Arbeitsgruppe sowie eine grobe Struktur zum weiteren Vorgehen sind für das Ende des dritten Quartals in diesem Jahr geplant. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im sogenannten Übergangssektor besser genutzt werden können. Die Arbeitsgruppe stützt sich hier auf die Erkenntnisse des Gutachtens der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz „Kompetenzen für den erfolgreichen Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Ausbildung sichern“ und die Befragung von Fachkräften der Bertelsmann Stiftung „Jugendliche im Übergangssektor“.

Warum Jugendliche im Übergangssektor sind

Im sogenannten Übergangssektor befinden sich immer noch zu viele Jugendliche aus verschiedenen Gründen, wie das SWK-Gutachten ausführt: „Ein Teil der Jugendlichen hat noch keine klaren beruflichen Vorstellungen. Bei anderen sind die Kompetenzen noch nicht entwickelt, um eine berufliche Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen. Wieder andere versuchen, ihre Chancen auf den Wunschberuf zu verbessern. Im Übergangssektor sind aber auch Jugendliche zu finden, die Stigmatisierung und Diskriminierung am Ausbildungsmarkt erfahren haben oder aufgrund eines Förderbedarfs im Rahmen der Berufsberatung in den Übergangssektor geleitet wurden.“

Fast jeder fünfte Jugendliche an beruflichen Schulen ohne Abschluss

Im Schuljahr 2024/2025 haben von den 11.485 Schülerinnen und Schülern an den beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern 2.140 Jugendliche das jeweilige Ziel des vollständig durchlaufenen Bildungsganges nicht erreicht. Das ist ein Anteil von 18,6 Prozent an allen abgehenden Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen und Bildungsgängen. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.

Landesregierung stärkt Grundlagen von Schülerinnen und Schülern

Die Landesregierung hat bereits viele Maßnahmen ergriffen, damit Jugendliche gezielter den Beruf ergreifen, der am besten ihren Neigungen entspricht. Dazu zählt die Stärkung der Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch und der Naturwissenschaften in den allgemein bildenden Schulen. Ziel ist es, die Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Die neuen Stundentafeln schaffen mehr Unterrichtszeit sowie zusätzliche Möglichkeiten zur individuellen Förderung. Regionale Schulen und Gesamtschulen bieten ein Freiwilliges 10. Schuljahr für Schülerinnen und Schüler an, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Das steigert die Chancen, den bundesweit anerkannten Schulabschluss der Berufsreife zu erlangen und einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Frühzeitige Einblicke in die Arbeitswelt ausgebaut

Das neue Konzept zur Beruflichen Orientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen schafft viele Angebote, damit Schülerinnen und Schüler ihre Talente besser entdecken und konkrete Vorstellungen von Berufsfeldern erhalten. Hier sind 30 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Das Produktive Lernen und die Berufsreife dual verknüpfen Schule und Arbeitsleben und motivieren Jugendliche auf diese Weise. Schülerinnen und Schüler lernen in der Schule und in einem Betrieb. Die beiden Angebote werden zum kommenden Schuljahr als Praxisorientierte Berufsreife zusammengeführt.

Berufliche Schulen im Land gestärkt

Auf Basis eines Gutachtens haben sich die Planungsträger untereinander auf ein Verfahren zur Schulnetzplanung der beruflichen Schulen verständigt, das die Entwicklung der Schülerzahlen, die regionalen Profile der Berufsschulstandorte schärft und damit zu einer Stabilisierung des Gesamtsystems beiträgt. Die neue Berufsschulverordnung sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler künftig bis zu acht Wochen an der beruflichen Schule verbleiben können, wenn ihr Ausbildungsverhältnis, beispielsweise durch Kündigung während der Probezeit, endet und sie den Ausbildungsbetrieb verlassen müssen. Dadurch soll verhindert werden, dass sie den Anschluss an ihre schulische Bildung verlieren. Die Neuregelung schafft Zeit, einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, reduziert das Risiko eines vollständigen Ausbildungsabbruchs und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung.

Start für 76 neue Lehrkräfte im Seiteneinstieg

Oldenburg: In Zeiten des bundesweiten Lehrkräftemangels sind wir auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg angewiesen

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat 76 neue Lehrkräfte im Seiteneinstieg offiziell begrüßt. Während der Vorqualifizierung erhalten Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger in den kommenden drei Monaten eine intensive Vorbereitung auf ihr neues Berufsfeld, bevor sie erstmals vor einer Schulklasse stehen.

„Ich freue mich sehr, dass wir Menschen mit vielen unterschiedlichen Berufserfahrungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewinnen konnten. Ihre Kompetenzen bereichern unsere Schulen“, sagte die Ministerin bei der Auftaktveranstaltung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin.

Die Lehrkräfte im Seiteneinstieg haben zuvor u. a. folgende Berufe ausgeübt: Polizist, Diplom-Geographin, Biologe, Betriebswirtin, Medizinpädagogin, Wirtschaftsinformatiker und Agrarökologe. „In Zeiten des bundesweiten Lehrkräftemangels sind wir auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg angewiesen“, erläuterte Oldenburg weiter.

„Daraus entsteht für das Land jedoch die Verantwortung, die Lehrkräfte im Seiteneinstieg bestmöglich zu unterstützen. Deswegen haben wir vor drei Jahren die Ausbildung vollständig neu organisiert und einen dreimonatigen Vorbereitungskurs eingerichtet.“

Seit Beginn der dreimonatigen Vorqualifizierung im Mai 2023 haben insgesamt 712 Lehrkräfte im Seiteneinstieg den Kurs begonnen – die 76 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger des jüngsten Durchgangs mit einbezogen. Der dreimonatige Vorbereitungskurs wird vom Institut für Qualitätsentwicklung des Bildungsministeriums organisiert.

Er vermittelt Grundkenntnisse in Methodik, Kommunikation, Fachdidaktik und in der Leistungsbewertung. Die Vorqualifizierung ist Teil einer insgesamt 15‑monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ). Darauf folgt die modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR). Insgesamt dauert die Ausbildung der Lehrkräfte im Seiteneinstieg über vier Jahre.

Mehr Informationen zum Seiteneinstieg: www.lehrer-in-mv.de

Zentrale Abschlussprüfungen starten

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg

Schwerin – In dieser Woche beginnen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Abschlussprüfungen. In diesem Jahr sind rund 11.600 Schülerinnen und Schüler in 46 Prüfungsfächern für die Abschlussprüfungen angemeldet. Den Anfang macht die zentrale und ländergemeinsame Abiturprüfung im Fach Deutsch am Dienstag, 28. April 2026. Die weiteren ländergemeinsamen Abiturprüfungen finden an folgenden Terminen statt:

  • Englisch am 30. April 2026,
  • Mathematik am 6. Mai 2026,
  • Französisch am 8. Mai 2026,
  • Biologie am 12. Mai 2026,
  • Physik am 13. Mai 2026 und
  • Chemie am 19. Mai 2026.

Die zentralen Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife starten am 21. Mai mit dem Fach Deutsch und die der Fachoberschule am 18. Mai 2026 ebenfalls mit dem Fach Deutsch. Alle Termine der Abschlussprüfungen sind auf dem Bildungsserver MV unter „Prüfungen und Abschlüsse“ einsehbar.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg: „Die Abschlussprüfungen markieren einen bedeutenden Abschnitt nach vielen Jahren des Lernens und persönlichen Wachsens. Gehen Sie mit Zuversicht und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten in diese Zeit. Sie haben sich gemeinsam mit Ihren Familien und Lehrkräften gut vorbereitet – nun wünsche ich Ihnen Ausdauer, Konzentration und gute Ergebnisse.“

Im Abitur werden in den allgemein bildenden und berufsbezogenen Fächern in diesem Jahr insgesamt 16.093 Prüfungen schriftlich abgelegt. Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten liegt bei 5.360 Prüflingen. Zu den Prüfungen der Mittleren Reife sind 6.220 Schülerinnen und Schüler angemeldet. An den Fachoberschulen treten 31 Prüflinge ihre Abschlussprüfungen zur Fachhochschulreife an.

300 Fachkräfte beim 26. Kindergartentag in Güstrow

Oldenburg: Vielfalt ist gelebter Alltag in unseren Kindertageseinrichtungen

Güstrow – Vielfalt bewusst wahrzunehmen, wertzuschätzen und pädagogisch zu begleiten, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Kindergartentages. Unter dem Motto „Kleine Menschen, große Vielfalt. Gemeinsam Potenziale entfalten.“ kommen am Samstag, 25. April 2026, rund 300 pädagogische Fachkräfte in Güstrow zur landesweiten Fortbildungs- und Fachveranstaltung zusammen.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung:„Unsere Kitas sind Orte gelebter Vielfalt. Jedes Kind bringt seinen eigenen Schatz an Erfahrungen und Talenten mit. Die landesweite Fortbildungsveranstaltung möchte die Fachkräfte stärken: Sie begleiten Kinder individuell, entfalten ihre Potenziale und fördern das Miteinander im Team. Ich freue mich sehr, dass so viele Erzieherinnen, Erzieher und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern diese Angebote nutzen, um jedes Kind bestmöglich zu fördern.“

Heiko Grunow, Vorstandsvorsitzender Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.:„Es ist ein beeindruckendes Signal, dass der Kindergartentag auch in seiner 26. Auflage eine so hohe Resonanz erfährt und mit bereits über 300 Anmeldungen die ungebrochene Relevanz dieses Austauschs unterstreicht. Angesichts der wachsenden Vielfalt im Kita-Alltag verdient die tagtägliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte höchste Anerkennung, da sie die individuellen Potenziale jedes Kindes in den Mittelpunkt stellen. Unser gemeinsames Ziel ist es, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gesund aufwachsen und sich bestmöglich entfalten können.“

Sebastian Körner, Geschäftsführer der Unfallkasse MV: „Vielfalt eröffnet Kindern große Entwicklungschancen, stellt jedoch auch hohe Anforderungen an den Kita-Alltag. Entscheidend ist, dass Fachkräfte diese Vielfalt nicht nur pädagogisch begleiten, sondern auch sichere und gesunde Rahmenbedingungen schaffen können. Genau hier setzt der Kindergartentag an: Er verbindet fachliche Impulse mit praxisnaher Prävention und stärkt die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit.“

Der Kindergartentag MV wird jährlich von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern organisiert. In diesem Jahr stehen 26 Angebote zu Themen wie inklusivem Kindersport, interkultureller Ernährung und der Förderung grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Programm. Ziel ist es, Vielfalt im Kita-Alltag bewusst und wertschätzend zu gestalten. Ergänzt wird das Programm durch ein Impulsreferat sowie den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Praxisbeispiele und Projekte vorgestellt werden.

Die Eröffnung des Kindergartentages erfolgt in diesem Jahr in einem Gesprächsformat: Neben Ministerin Oldenburg nehmen Heiko Grunow sowie Sebastian Körner an einem moderierten Begrüßungsgespräch teil. Die Moderation übernimmt Jörg Klingohr.

Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr im Großen Festsaal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.

Digitale Sprechstunde für Eltern und Lehrkräfte

Oldenburg: Direkter Austausch ist zentraler Bestandteil der Bildungspolitik

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern und Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern im Mai fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Sprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Sprechstunde ein. Diese findet am Montag, 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr für Eltern und ab 18:00 Uhr für Lehrkräfte statt.

„Der direkte Austausch mit Eltern und Lehrkräften ist ein zentraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Gemeinsam gestalten wir Schule – ich freue mich darauf, zu hören, was gut läuft und wo wir noch nachjustieren müssen. Offene Gespräche lösen oft Fragen unkompliziert und schaffen Vertrauen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg

Die digitale Sprechstunde richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail mit Angabe der teilnehmenden Personen und des Themas sowie mit der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de. Sie erhalten dann eine Zu- oder Absage.

Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 17:00 Uhr

Digitale Lehrkräftesprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 18:00 Uhr

24 Europaschulen stärken europäische Bildung

Oldenburg: Wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich 24 Europaschulen für eine starke europäische Dimension im Bildungswesen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen, Mehrsprachigkeit und einem gemeinsamen europäischen Werteverständnis bei Kindern und Jugendlichen. „Europa beginnt im Klassenzimmer“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wenn Schülerinnen und Schüler frühzeitig Sprachen lernen, andere Kulturen kennenlernen und internationale Erfahrungen sammeln, stärkt das nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den europäischen Zusammenhalt“, so Oldenburg.

Die Europaschulen verankern Themen wie Demokratie, Freiheit, nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen im Schulalltag. Dabei profitieren alle Schularten – von der Grundschule bis zur beruflichen Schule. Ein besonderer Fokus liegt auf internationalen Schulpatenschaften und Austauschprogrammen. Diese fördern nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern auch Toleranz, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. „Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können“, so die Bildungsministerin weiter.

Ein zentrales Element der Europaschulen ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Europa-Curriculums. Es verbindet fachliches Lernen mit interkultureller Bildung und fördert gezielt das Verständnis der Schülerinnen und Schüler von Europa. Ergänzt wird das fachliche Lernen durch vielfältige Fremdsprachenangebote – teilweise bereits ab der ersten Klasse – sowie durch internationale Begegnungen und Auslandspraktika.

Mit der Besetzung der Landeskoordination zum 1. September 2025 hat das Land die Unterstützung der Schulen weiter gestärkt. Zudem sorgt ein neues einheitliches Logo für mehr Sichtbarkeit innerhalb des Netzwerks und darüber hinaus. Die feierliche Übergabe von Wandplaketten an die Schulen im vergangenen Schuljahr hat die Bedeutung eines gemeinsamen Auftritts unterstrichen. „Wir haben damit die Europaschulen und ihr Engagement noch weiter ins Bewusstsein gerückt“, betonte Oldenburg. „Das neue Erscheinungsbild macht deutlich: Diese Schulen stehen für Qualität, Offenheit und den internationalen Austausch.“

Anlässlich des bevorstehenden EU-Projekttages an Schulen am Montag, 27. April 2026, und der Europawochen vom 30. April bis 31. Mai 2026, wird das Engagement der Europaschulen besonders sichtbar. Veranstaltungen und Projekte bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und eigene Ideen einzubringen.

Übersicht über die Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern: 

  • Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
  • Schloss-Gymnasium Gützkow
  • Regionale Schule Jarmen
  • Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz
  • Europaschule Oskar-Picht-Gymnasium
  • Europaschule „Arnold Zweig“ Pasewalk
  • Regionale Schule „Adolph Diesterweg“ Stralsund
  • Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin
  • Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Neubrandenburg
  • Grundschule Mitte „Uns Hüsung“ Neubrandenburg
  • Gesamtschule „Vier Tore“ Neubrandenburg
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster
  • Grundschule Europaschule Kiefernheide Neustrelitz
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  • SchulCampus Evershagen
  • Hundertwasser-Gesamtschule Rostock
  • Gymnasium Reutershagen Rostock
  • Verbundene Regionale Schule und Gymnasium Rövershagen
  • Europaschule Gymnasium Teterow
  • Europaschule Hagenow
  • Pädagogium Schwerin
  • Grundschule „John Brinckman“ Schwerin

Lesereise M-V: Ein Geschichtenbuch für Kita-Kinder im ganzen Land

Oldenburg: Lesen ist ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Selbstvertrauen

Schwerin – Zum Internationalen Tag des Buches startet in Mecklenburg-Vorpommern die landesweite „Lesereise M-V“. Ab dem 23. April erhalten alle vier- bis fünfjährigen Kinder in Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespflegepersonen ein eigens entwickeltes Geschichtenbuch mit dem Titel „Blätter rascheln laut und leise. Mach dich auf die Lesereise!“. In der AWO-Kita „Emil-Grünberg-Haus“ in Wismar hat Bildungsministerin Simone Oldenburg die ersten Exemplare an die Kinder überreicht und damit das Startsignal für die landesweite Verteilaktion gegeben.

„Heute ist ein besonderer Tag: Wir starten mit der Verteilung unseres neuen Geschichtenbuches. Als Initiatorin und Schirmherrin des Projekts freue ich mich sehr, dass aus einer Idee ein gemeinsames Vorhaben entstanden ist, das von großem Engagement und der festen Überzeugung getragen wird, dass Lesen ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Selbstvertrauen ist“, sagte die Ministerin.

Das Buch begleitet die Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule. Es enthält Geschichten, Reime, Bilder und Rätsel, die zum Mitmachen, Nachdenken und Erzählen anregen. „Ich freue mich, dass wir für das Buch Beiträge von renommierten Kinderbuch-autorinnen und -autoren wie Kirsten Boie und Paul Maar gewinnen konnten. Gleichzeitig bereichern auch Autorinnen und Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern das Projekt. Die Illustrationen greifen regionale Bezüge auf und machen das Buch zu einem Stück gelebter Heimat“, so die Ministerin.

Ergänzt wird das Geschichtenbuch durch ein kostenfreies Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte. Dort erfahren sie, wie sie das Buch gezielt zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz in der Kita, in der Familie und in Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken einsetzen können. Erste Workshops haben bereits in Parchim, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Greifswald stattgefunden. Ein Online-Portal, das in Kürze freigeschaltet wird, wird zusätzlich Materialien, Anleitungen und Impulse für Fachkräfte und Eltern bereitstellen.

Die „Lesereise MV“ ist ein Modellprojekt innerhalb der durchgängigen Sprachbildungsstrategie Mecklenburg-Vorpommerns, die alle Bildungsetappen von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Bildung umfasst. Ziel ist es, bildungssprachliche Kompetenzen systematisch aufzubauen, Übergänge zu stärken und Chancengleichheit zu fördern.

Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung stellt für das Modellprojekt „Lesereise MV“ 350.000 Euro im Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2027 zur Verfügung. Projektträger ist der Verein „Aktion Sonnenschein MV“.

Verbesserungen in der Kindertagesförderung gelingen nur gemeinsam

 Oldenburg: Qualitätsverbesserungen müssen finanzierbar sein

Schwerin – „Der Landesregierung sind unsere Kitas und weitere Qualitätsverbesserungen wichtig. Unser Ziel ist es, unter anderem die Erzieherinnen und Erzieher im System zu halten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg mit Blick auf das angekündigte Volksbegehren zur Verbesserung der Situation in den Kindertageseinrichtungen im Land.

Neue Maßnahmen in der Bildung und Förderung können nur im Austausch miteinander und mit gemeinsam abgestimmten Zielen erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Absenkung des Betreuungsschlüssels und zur Steigerung der Betreuungsqualität.

„Deshalb befassen wir uns im Dialogprozess ‚Gute Kita 2030‘ mit den Kommunen, Trägern, Gewerkschaften, Eltern sowie den Erzieherinnen und Erziehern genau mit diesen Fragen. Hier besprechen wir auch einen konkreten Fahrplan, wie wir diese umsetzen können“, so die Ministerin weiter. „Die Dimension der Forderung im Volksbegehren von bis zu 800 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr sowie bis zu 13.000 zusätzlichen Erzieherinnen und Erziehern sind unrealistisch. Damit würden sich die Ausgaben für die Kindertagesförderung nahezu verdoppeln. Wir müssen zu einer machbaren und finanzierbaren Lösung kommen.“

Zum Schuljahr 2026/2027 setzt das Land schrittweise den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung um. Damit hat jedes Kind, beginnend bei den Erstklässlern, einen Anspruch auf eine 40-stündige Förderung inklusive der Ferienzeiten. Das ist eine Verbesserung gegenüber der bisher geltenden 35-stündigen Förderung und ein großer Schritt hin zu mehr Chancengleichheit sowie zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs bringt folgende Regelungen mit sich:

  • Alle Kinder erhalten automatisch eine 40-stündige Förderung. Für diese Förderung sind keine Nachweise mehr nötig. Lediglich eine formlose Anmeldung beim Jungendamt.
  • Bei Bedarf können Eltern weiterhin eine 50-stündige Förderung beim Jugendamt unter Nutzung der dort bereitgestellten Formulare beantragen.
  • Wir gehen davon aus, dass die 50-stündige Förderung weiterhin das Angebot ist, welches Eltern am häufigsten wählen werden.

Wie wichtig der Landesregierung auch die frühkindliche Bildung ist, zeigen die Verbesserungen für die Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher, die in den letzten Jahren erreicht worden sind:

  • Über 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher konnten durch mehr Landesgeld eingestellt werden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.
  • Übernahme der Sprachkitas in die Landesförderung.
  • Schrittweise Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:18 auf 1:14.
  • Beitragsfreiheit für alle Kinder in Krippe, Kita, Kindertagespflege, Hort und Ferienhort entlastet die Familien. Eltern sparen je Kind bis zu 18.000 Euro an Betreuungskosten.
  • Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für Grundschulkinder der Rechtsanspruch auf einen Hortplatz schrittweise eingeführt. Dieser gilt unabhängig von der Erwerbstätigkeit der Eltern.
  • Kitas in MV haben die längsten Öffnungszeiten bundesweit und  bieten den Eltern eine hohe Verlässlichkeit durch wenige Schließtage im Jahr.

„Weitere Qualitätsmaßnahmen, besonders in der Krippe, sind weiterhin dringend notwendig. Dies kann jedoch nur schrittweise, mit Augenmaß und gemeinsam mit den Kommunen erfolgen“, sagt Simone Oldenburg.