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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

M-V setzt Förderung für „Niederdeutsch-Kitas“ fort

Oldenburg: Kinder früh ans Plattdeutsche heranführen

Schwerin – Kleine Kinder für Niederdeutsch begeistern: Auch in diesem und im kommenden Jahr können Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegepersonen eine Pauschale von jeweils 1.500 Euro beantragen. Mit den Mitteln sollen Projekte rund um die Regionalsprache umgesetzt werden. Das Land stellt dafür seit 2025 jährlich 15.000 Euro im Rahmen des Modellprojektes „Niederdeutsch-Kitas“ zur Verfügung.

 „Die niederdeutsche Sprache ist ein wichtiger Teil unserer Heimat. Damit dieser Schatz auch künftig erhalten bleibt, sollen unsere Lütten früh und spielerisch an das Plattdeutsche herangeführt werden. Ich danke allen pädagogischen Fachkräften, die sich in den Niederdeutsch-Kitas für die Kleinsten engagieren“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

 Im vergangenen Jahr waren unter anderem die Kita „Apfelstübchen“ in Baumgarten und die Kinderville „Schatzkiste“ in Stralsund Teil des Modellprojektes. Dort besuchten die Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern das Heimatmuseum in Bützow und unternahmen einen Ausflug in den Stralsunder Zoo, um niederdeutsche Begriffe für Tiere und Pflanzen kennenzulernen.

 Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen erhalten die Antragsunterlagen beim Landesamt für Gesundheit und Soziales.

Jugend gründet: Zweiter Platz für Neubrandenburger Schüler

Bildungsministerin Oldenburg gratuliert zu großem Erfolg

Neubrandenburg – Die Bildungsministerin Simone Oldenburg gratuliert Dominik Engelen, Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neubrandenburg, herzlich zu seinem großen Erfolg beim bundesweiten Schülerwettbewerb „Jugend gründet“. Beim Pitch-Event am 25. März 2026 in Berlin belegte er den zweiten Platz und gehört damit zu den besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Businessplan-Phase.

„Dominiks Leistung zeigt, wie viel Innovationskraft und Unternehmergeist in den jungen Talenten stecken“, so die Ministerin „Bei ‚Jugend gründet‘ werden Jugendliche ermutigt, neue Fähigkeiten zu entdecken und innovative Ideen weiterzuentwickeln. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Chance, sich beruflich zu orientieren.“

Beim Wettbewerb stellten elf Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ihre Geschäftsideen einer hochkarätigen Expertenjury vor. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Präsentationen.

„Jugend gründet“ ist ein bundesweiter Online-Wettbewerb, der seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (heute Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und einer Reihe namhafter Förderer unterstützt wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler für unternehmerisches Denken zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Geschäftsideen zu entwickeln.

Das Bundesfinale findet am 24. und 25. Juni in Stuttgart statt.

Bewerbungsportal für die neue Landarztquote noch einige Tage offen

Schwerin – Noch bis zum 25. April läuft die Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern. „Ob Abitur frisch in der Tasche, noch in Ausbildung, im FSJ oder bereits im Gesundheitsberuf tätig – mit unserer neuen Gesetzesregelung in Mecklenburg-Vorpommern kann der Traum von einem Medizin-, Zahnmedizin- oder Pharmaziestudium auch unabhängig vom Abiturschnitt Wirklichkeit werden“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin.

Mit dem Anfang 2026 beschlossenen Gesundheitsversorgungsunterstützungsgesetz können nun auch erstmals Studienplätze über die erweiterte Landarztquote in den Bereichen der Zahnmedizin und der Pharmazie vergeben werden. Das ist bundesweit einmalig. Insgesamt bis zu 57 Plätze stehen so zur Verfügung, darunter bis zu 42 in der Humanmedizin (bisher 32), bis zu acht in der Zahnmedizin und bis zu sieben in der Pharmazie.

„Die Landarztquote ist ein wichtiger und innovativer Baustein, um die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen, die bereits heute von Unterversorgung betroffen oder bedroht sind, auch in Zukunft in hoher Qualität sicherzustellen.“, verdeutlichte Drese. „Wir sind mit der Umsetzung der erweiterten gesetzlichen Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern so schnell, dass bereits im Wintersemester 2026/2027 mit dem Studium in Greifswald und Rostock gestartet werden kann“, so die Ministerin weiter.

Neu ist nach Aussage von Drese außerdem, dass den künftigen Landärztinnen und Landärzten mehr Flexibilität bei der Facharztausbildung eingeräumt wird. „Absolventinnen und Absolventen können so nicht mehr ausschließlich als Hausärzte oder Kinderärztinnen tätig werden, sondern je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen wie die Augenheilkunde, Gynäkologie, Dermatologie, Urologie, Neurologie oder HNO- Heilkunde einschlagen, sofern dort ein Mangel herrscht“, erklärte die Ministerin.

Drese informierte darüber hinaus, dass Bewerberinnen und Bewerber ab diesem Jahr ein vom Gesundheitsministerium neu konzipiertes Auswahlverfahren durchlaufen, das noch stärker als bisher sowohl die fachliche als auch die persönliche Eignung berücksichtigt.

„Ich erhoffe mir, dass wir so gezielt auch junge Talente erreichen, denen der klassische Weg ins Medizinstudium auf Grund eines strikten Numerus Clausus bisher verwehrt geblieben ist“, so Drese weiter. „Denn es kommt nicht allein auf die Abiturnote an, sondern auf die gesamte Persönlichkeit – also auch auf soziale Kompetenzen, persönliche Motivation und praktische Erfahrungen.“

Mit der erweiterten Landarztquote hätten so auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, verdeutlichte die Ministerin. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, nach Abschluss ihres Studiums mindestens zehn Jahre in einer unterversorgten oder drohend unterversorgten Region Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online. Interessierte können sich im Bewerbungsportal registrieren, ihre Unterlagen einreichen und am Auswahlverfahren teilnehmen. Alle Informationen, häufig gestellte Fragen sowie Kontaktmöglichkeiten sowie den Link zum Bewerbungsportal stellt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern auf seinen Seiten bereit.

Für Fragen oder Anliegen steht zudem eine Hotline des Ministeriums unter 0385-588 19990 sowie die eigens eingerichtete Mailadresse landarzt@sm.mv-regierung.de zur Verfügung.

Hoher Zuspruch zu Lehrerfortbildungen in MV

Oldenburg: Lehrerinnen und Lehrer setzen verstärkt auf Zukunftsthemen

Schwerin – Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern zeigen großes Interesse an Fortbildungen, die das Bildungsministerium und das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) anbieten – mit deutlich steigender Tendenz. Im Schuljahr 2024/2025 ist das Fortbildungsangebot auf 1.622 Veranstaltungen mit 46.601 Teilnahmen angewachsen. Im Schuljahr zuvor waren es 1.474 Angebote mit rund 19.000 Anmeldungen.

„Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie groß die Bereitschaft der Lehrkräfte ist, sich kontinuierlich fortzubilden. Besonders die starke Nachfrage in den Bereichen Schulentwicklung und Künstliche Intelligenz macht deutlich, dass unsere Schulen aktiv auf die aktuellen Herausforderungen reagieren. Diese hohe Fortbildungsbeteiligung ist ein zentraler Baustein für guten und zeitgemäßen Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der inhaltliche Schwerpunkt lag im Schuljahr 2024/2025 auf der Schul- und Unterrichtsentwicklung: Hier wurden 1.124 Angebote mit 19.690 Teilnehmerinnen und Teilnehmern umgesetzt. Auch die Themen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung gewinnen verstärkt an Bedeutung – 125 Angebote erreichten in diesem Bereich bereits 10.002 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Fortbildungen zu den Themen „Antisemitismus“ und „Rassismus“ wurden insgesamt 39-mal durchgeführt und von 1.465 Lehrerinnen und Lehrern besucht.

Auch im laufenden Schuljahr setzt sich diese positive Entwicklung fort: Die 721 Fortbildungen verzeichnen 12.673 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bis zum Schuljahresende rechnet das Bildungsministerium mit einer deutlich höheren Gesamtzahl. Das Kursangebot wird kontinuierlich erweitert und gezielt um Fortbildungen in den Bereichen Antisemitismus, Extremismusprävention und Gewaltprävention ergänzt.

„Mit unserer Fortbildungsreihe ‚Antisemitismus die Stirn bieten‘ haben wir im Jahr 2025 ein starkes und praxisnahes Angebot geschaffen, das von Expertinnen und Experten begleitet wird. Gleichzeitig kooperieren wir mit Beratungsstellen wie ‚JUMP‘, um den Lehrkräften zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten zu eröffnen. Damit stärken wir die Handlungssicherheit im Schulalltag und leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Demokratiebildung an unseren Schulen“, sagte die Ministerin.

Das Portfolio des IQ M-V reicht von Fortbildungen am Nachmittag über Fachtage bis hin zu langfristigen Qualifizierungsreihen. Besonders gefragt bleiben digitale und flexible Formate der Online-Fortbildung, darunter auch der hauseigene Podcast „IQ M-V trifft…  – Fortbildung mal anders“.

Neben klassischen Angeboten können Lehrkräfte auch das Fortbildungsportal „fobizz“ nutzen. Die digitale Plattform bietet über 300 digitale Fortbildungen und wird kontinuierlich erweitert. Im Fokus stehen dabei unter anderem der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Technologien sowie Anwendungen Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Von April 2020 bis heute hat das fobizz-Portal bereits über 166.000 Teilnahmen aus Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Zukünftige Lehrkräfte kommen an die Schulen

Dienstantritt für 73 neue Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 73 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Damit absolvieren derzeit insgesamt 654 angehende Lehrkräfte ihr Referendariat an den Schulen. „Für die praktische Ausbildung wünsche ich allen Nachwuchslehrkräften viel Erfolg und gutes Gelingen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die neuen Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 15
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 32
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 5

 Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 16 zukünftige Lehrkräfte, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind. Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Referendarinnen und Referendare haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 95 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen offiziell beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. „84 Referendarinnen und Referendare werden unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. Das sind 88,4 Prozent der Absolventinnen und Absolventen. 58 Referendarinnen und Referendare arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen“, so die Ministerin. „Ich freue mich, dass sich so viele Lehrkräfte für eine Schule in unserem Bundesland entschieden haben und wünsche allen viel Freunde bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.“

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. „Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive“, so Oldenburg weiter.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 9
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 18
  • Lehramt an Gymnasien: 53
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 7

 Mecklenburg-Vorpommern stellt jährlich an vier Terminen Referendarinnen und Referendare ein. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Frühe Bildung im MINT-Bereich stärken

Kitas, Horte und Grundschulen zur Teilnahme an den MINTmachtagen aufgerufen

Schwerin – Mit Neugier die Welt entdecken: Alle Kitas, Horte und Grundschulen sind eingeladen, sich an den bundesweiten MINTmachtagen der Stiftung Kinder forschen zu beteiligen. Die Aktion steht für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und ermöglicht es Kindern, spannende Experimente durchzuführen und spielerisch Wissenschaft kennenzulernen.

„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt verstehen. Genau dies steht im Mittelpunkt der MINTmachtage: Sie stärken den Forschergeist schon in jungen Jahren und eröffnen wichtige Zukunftschancen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Frühe MINT-Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Kreativität und hilft Kindern, Zusammenhänge zu verstehen und sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Die Aktion richtet sich gezielt an pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte. Sie erhalten umfangreiche kostenfreie Materialien – von Praxisideen über Aktionskarten bis hin zu Forschungspässen und interaktiven Angeboten. In diesem Jahr steht die „Medizin der Zukunft“ im Fokus. Unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ erhalten alle Interessierten Einblicke in Gesundheit, Forschung und Technik.

Höhepunkt der Initiative ist der bundesweite Aktionstag am 16. Juni, an dem Einrichtungen ihre eigenen Forscherfeste, Projekte oder Mitmachaktionen gestalten können.

Weitere Informationen und Anmeldung:

www.mintmachtage.de

Start der Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote

Schwerin – Die erste Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern läuft. Unter dem Motto „Komm‘ an Deck, Doc!“ eröffnet das Land neue Wege in ein Studium der Humanmedizin, Zahnmedizin oder Pharmazie – unabhängig vom Abiturschnitt.

„Die Landarztquote ist ein wichtiger und innovativer Baustein, um die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft sicherzustellen. Insbesondere in ländlichen Regionen und in Gebieten, die bereits heute von Unterversorgung betroffen oder bedroht sind“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Start der gut vierwöchigen Bewerbungsphase am Wochenende.

Mit dem Anfang 2026 beschlossenen Gesundheitsversorgungsunterstützungsgesetz können nun auch erstmals Studienplätze in den Bereichen der Zahnmedizin und der Pharmazie vergeben werden. Insgesamt bis zu 57 Plätze stehen so zur Verfügung, darunter bis zu 42 in der Humanmedizin, bis zu acht in der Zahnmedizin und bis zu sieben in der Pharmazie.

Neu ist außerdem, dass den der künftigen Landärztinnen und Landärzten mehr Flexibilität bei der Facharztausbildung eingeräumt wird. „Künftig können Absolventen also nicht mehr ausschließlich als Hausärztinnen und Hausärzte oder Kinderärztinnen und Kinderärzte tätig werden, sondern je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen wie die Augenheilkunde, Gynäkologie, Dermatologie, Urologie, Neurologie oder HNO- Heilkunde einschlagen, sofern dort ein Mangel herrscht“, erklärte die Ministerin.

Drese informierte darüber hinaus, dass Bewerberinnen und Bewerber ab diesem Jahr ein vom Gesundheitsministerium neu konzipiertes Auswahlverfahren durchlaufen, das noch stärker als bisher sowohl die fachliche als auch die persönliche Eignung berücksichtigt.

„Ich erhoffe mir, dass wir so gezielt auch junge Talente erreichen, denen der klassische Weg ins Medizinstudium auf Grund eines strikten Numerus Clausus bisher verwehrt geblieben ist“, so Drese weiter. „Denn es kommt nicht allein auf die Abiturnote an, sondern auf das Gesamtpaket – also auch auf soziale Kompetenzen, persönliche Motivation und praktische Erfahrungen.“

Mit der erweiterten Landarztquote hätten so auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, verdeutlichte die Ministerin. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, nach Abschluss ihres Studiums mindestens zehn Jahre in einer unterversorgten oder drohend unterversorgten Region Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online. Interessierte können sich ab sofort im Bewerbungsportal registrieren, ihre Unterlagen einreichen und am Auswahlverfahren teilnehmen. Alle Informationen, häufig gestellte Fragen sowie Kontaktmöglichkeiten sowie den Link zum Bewerbungsportal stellt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern auf seinen Seiten bereit.

Für Fragen oder Anliegen steht zudem eine Hotline des Ministeriums unter 0385-588 19990 sowie die eigens eingerichtete Mailadresse landarzt@sm.mv-regierung.de zur Verfügung.

100 Schülerinnen und Schüler werden Streitschlichter

Oldenburg: Streitschlichtung fördert Verantwortung, Empathie und gegenseitigen Respekt

Schwerin – Das Land stärkt die Gewaltprävention an Schulen und baut das Streitschlichter-Programm weiter aus. 17 unterstützende pädagogische Fachkräfte sind dafür qualifiziert worden, an ihren Schulen noch in diesem Schuljahr etwa 100 Schülerinnen und Schüler in Streitschlichtung auszubilden. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer konstruktiven Streitkultur.

„Wenn Schülerinnen und Schüler lernen, Konflikte eigenständig und respektvoll zu lösen, stärkt das nicht nur das Schulklima, sondern auch ihre persönliche Entwicklung. Streitschlichtung fördert Verantwortung, Empathie und gegenseitigen Respekt – Kompetenzen, die weit über die Schulzeit hinaus wirken“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Im Zeitraum von Juni 2025 bis Januar 2026 hat die Kursreihe „Streitschlichtungsausbildung für unterstützende pädagogische Fachkräfte“ stattgefunden. Die Qualifizierung ist vom Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung in Kooperation mit Schabernack – Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe e. V. durchgeführt worden. An der Kursreihe haben unterstützende pädagogische Fachkräfte aus Grundschulen, Regionalen Schulen, Gesamtschulen sowie Förderschulen teilgenommen.

Die Teilnehmenden haben das Programm der Streitschlichtung kennengelernt und Maßnahmen erarbeitet, wie dieses wirkungsvoll aufgebaut, begleitet und langfristig in den Schulen verankert werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, die Fachkräfte zu befähigen, Schülerinnen und Schüler selbst zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern auszubilden, damit kleinere Konflikte eigenständig und lösungsorientiert geklärt werden können. Auch künftig werden die Fortbildungsangebote weiterentwickelt und strukturell ausgebaut.

Das Streitschlichter-Programm ist Teil eines umfassenden Landeskonzepts zur Gewaltprävention. Darin sind bestehende Angebote gebündelt und durch neue Maßnahmen ergänzt worden. Ziel ist es, Schulen wirksam bei der Prävention von Mobbing, sexualisierter Gewalt und anderen Gewaltformen zu unterstützen.