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Kategorie: Landwirtschaft / Forst / Fischerei / Zoologische Gärten

Bio-Landpartie: 57 Betriebe öffnen ihre Türen

Neustrelitz – Zur 19. BIO-Landpartie öffnen am morgigen Samstag, den 19.09. 2026, 57 Unternehmen und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können dort und an vielen weiteren Orten erleben, wie ökologische Lebensmittel erzeugt, verarbeitet und regional vermarktet werden. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus eröffnet als Schirmherr die landesweite Aktion auf dem Hof Dudziak in Neustrelitz; die Bio-Landpartie wird koordiniert vom BUND-Landesverband MV.

Ende März 2026 wurden rund 206.500 Hektar im Land ökologisch bewirtschaftet. Jeder 4. Landwirtschaftsbetrieb in MV ist biozertifiziert „Mir ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in unserem Land ein großes Anliegen. Die Bio–Branche steht vor enormen Herausforderungen, die sich den aktuellen Entwicklungen nicht verschließen will und darf, die aber auch weiterhin Möglichkeiten finden muss, am Markt bestehen zu können.“

Backhaus betont, dass für die weitere Entwicklung des Ökolandbaus nicht allein die Erzeugung entscheidend sei: „Bio funktioniert auf Dauer nur, wenn die gesamte Kette funktioniert. Wir brauchen Landwirte, Verarbeiter, Schlachter, Handel und Verbraucher, die zusammenfinden. Unser Ziel ist deshalb klar: Mehr von dem, was in Mecklenburg-Vorpommern erzeugt wird, soll auch hier verarbeitet, veredelt und vermarktet werden. So bleibt Wertschöpfung im Land.“

Eine konkrete Antwort ist die Grundsteinlegung am 15.09.2026 für den modernsten Geflügelschlachthof Europas in Severin bei Domsühl. „Gerade bei Fleisch zeigt sich, wie wichtig funktionierende regionale Ketten sind. Wer Tiere regional hält, braucht auch Möglichkeiten, sie möglichst regional zu schlachten und zu verarbeiten. Sonst entstehen lange Wege und ein wichtiger Teil der Wertschöpfung wandert ab. Deshalb wollen wir Erzeuger, Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung stärker miteinander vernetzen.“

Weitere Beispiele für regionale Verarbeitung und damit Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern sind die Bio-Eichenmühle in Stavenhagen, die Mecklenburger Biofleischveredlungs GmbH in Waren und die Gläserne Molkerei Dechow.

Um die Wertschöpfung im Land weiter zu verbessern und zu erhöhen fördert das Land das Netzwerk „Bioregionale Wertschöpfung in MV“EU und Land unterstützen den Aufbau über vier Jahre mit 422.500 Euro, weitere 77.500 Euro kommen von der Stiftung NUE. „Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Außer-Haus-Verpflegung, Leguminosen und Spezialkulturen, dezentrale Lagerkapazitäten für Bio-Getreide sowie ausdrücklich mobile Schlachtung und regionale Fleischverarbeitung. Mit Modellprojekten sollen Antworten für zukünftige weitere Wertschöpfung in der Region gegeben werden.

Ein zweites Netzwerk stärkt seit Juni 2026 die Solidarische Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2029 stehen dafür 200.000 Euro aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung. Die solidarische Landwirtschaft ist eine besondere Vermarktungsform und basiert auf gemeinsamem Wirtschaften, Organisieren und Finanzieren durch Landwirte und Verbraucher.

Backhaus abschließend: „Wir müssen weg vom Denken in einzelnen Gliedern und die ganze Wertschöpfungskette sehen. Gute Lebensmittel brauchen starke Betriebe – aber ebenso Schlachtung, Verarbeitung und Absatz. Genau dafür sind Netzwerke so wichtig: Sie bringen die richtigen Partner zusammen und schaffen aus regionaler Erzeugung auch regionale Wertschöpfung.“

Wie regionale Kreisläufe praktisch funktionieren, zeigt der Hof Dudziak, auf dem die diesjährige Bio-Landpartie am 19.09.2026 um 10:00 Uhr eröffnet wird. Der Betrieb bewirtschaftet mehr als 500 Hektar und hält unter anderem Rinder, Schweine und Geflügel. Eigene Erzeugnisse werden über Hofladen und Verkaufswagen vermarktet.

Land fördert Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat einen Zuwen­dungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an den Rostocker Zoo übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gar­tens. Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Ver­besserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten Rostock

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gartens- Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Landwirtschafts-Azubis erstmals auf der MeLa freigesprochen

Mühlengeez – Premiere auf der MeLa: Erstmals werden am morgigen Nachmittag junge Frauen und Männer aus landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen auf der größten Landwirtschaftsausstellung Norddeutschlands feierlich freigesprochen. Ihre Abschlusszeugnisse erhalten sie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, begleitet von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Ein Beruf in der Land- und Ernährungswirtschaft bietet vielfältige Berufsperspektiven. Ob Tiere und Pflanzen, Technik und Tourismus, Verwaltung und Hofladen. Landwirtschaft kann vieles sein. Eine solide Ausbildung ist genauso viel wert wie ein Studium. Ich gratuliere ihnen zur erfolgreich abgeschlossenen Bildung. Wer möchte, kann in dem gewählten Beruf gut arbeiten. Sie haben aber auch viele Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung“, gratulierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Die MeLa ist das Schaufenster unserer Landwirtschaft – und deshalb gibt es kaum einen besseren Ort für diesen besonderen Moment. Hier zeigen wir moderne Technik, starke Betriebe, Tierhaltung und Pflanzenbau. Aber all das funktioniert nur mit Menschen, die ihr Handwerk verstehen und mit Leidenschaft bei der Sache sind. Morgen stehen diese jungen Menschen im Mittelpunkt. Sie haben ihre Ausbildung geschafft und können stolz darauf sein. Ich gratuliere ihnen von Herzen: Ihr seid die Zukunft unserer Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Die Absolventinnen und Absolventen haben ihre Ausbildung unter anderem als Landwirt, Tierwirt, Fachkraft Agrarservice, Pferdewirt oder Fachpraktiker für Landwirtschaft abgeschlossen.

Insgesamt fanden 2026 in den „grünen Berufen“ in Mecklenburg-Vorpommern 395 Abschlussprüfungen statt, 326 wurden erfolgreich bestanden. Allein im Beruf Landwirt haben 158 junge Menschen ihren Abschluss geschafft. Hinzu kommen unter anderem 21 erfolgreiche Abschlüsse als Fachkraft Agrarservice und 19 bei den Tierwirten. Die Jahrgangsbeste bei den Fachkräften für Agrarservice, Pauline Balatoni von der Landbetriebsgesellschaft Mildenitz mbH, hielt nach der Zeugnisübergabe die Dankesrede. Es ist eine Besonderheit, dass eine weibliche Absolventin gleichzeitig die Jahrgangsbeste ist, da der Beruf klassischerweise „männerdominiert“ ist. Von 45 neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen 2026 sind lediglich drei Auszubildende weiblich.

Für Backhaus ist die Freisprechung auch ein wichtiges Signal für die Zukunft der Branche. Landwirtschaft ist heute ein anspruchsvolles Berufsfeld. Digitalisierung und Klimaanpassung verändern die Arbeit ebenso wie neue Anforderungen an Tierhaltung und Umweltschutz. Gleichzeitig brauchen die fast 5.000 landwirtschaftlichen Betriebe im Land gut ausgebildeten Nachwuchs.

„Wer heute einen landwirtschaftlichen Beruf erlernt, entscheidet sich für einen Beruf mit Zukunft und Verantwortung. Unsere jungen Fachkräfte arbeiten mit moderner Technik, kümmern sich um Tiere und Böden und erzeugen unsere Lebensmittel. Vor allem aber werden sie auf unseren Höfen dringend gebraucht. Deshalb sage ich den Absolventinnen und Absolventen: Bleibt der Landwirtschaft treu, bringt eure Ideen ein und gestaltet die Landwirtschaft von morgen mit. Wir brauchen euch hier in Mecklenburg-Vorpommern.“

Backhaus dankte zugleich allen, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildung begleitet haben – insbesondere den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen in Zierow, Güstrow und Torgelow, dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, den Freunden und Familien sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern.

„Eine gute Ausbildung ist Gemeinschaftsarbeit. Viele Menschen investieren Zeit, Wissen und Erfahrung, damit aus Auszubildenden gute Fachkräfte werden. Dafür danke ich ihnen sehr. Den jungen Fachkräften wünsche ich Freude an ihrem Beruf, gute Betriebe und den Mut, unsere Landwirtschaft mit eigenen Ideen weiterzuentwickeln.“

Backhaus: 50 Mio. Euro zusätzlich für klimastabile Wälder

Schwerin – Der Aufbau zukunftsfähiger Wälder stelle die Waldbesitzenden vor große Aufgaben, erklärt Klimaschutz- und Forstminister Dr. Till Backhaus.

„Um die Leistungs- und Funktionsfähigkeiten der Wälder im Klimawandel zu sichern, sind besondere Anstrengungen bei dessen Bewirtschaftung und Pflege notwendig“, so Backhaus, der fortführt: „Das haben gerade die Waldbrände und weitere klimabedingte Waldschäden in jüngster Vergangenheit gezeigt. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Förderung eines klimaangepassten Waldmanagements. Waldbesitzende erhalten eine Förderung, wenn sie zahlreiche Anforderungen erfüllen, die über ihre gesetzlichen Verpflichtungen zum Walderhalt hinausgehen.“

Insgesamt sind es 12 Kriterien, wie z.B. Maßnahmen zu Bodenschutz, zum Verzicht auf Kahlhiebe, zur Anreicherung von Totholz und zum Verzicht auf Entwässerungsmaßnahmen. Diese Förderung haben vielen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern in Deutschland, auch in Mecklenburg-Vorpommern, aktiv genutzt.

„Die große Nachfrage führte dazu, dass die bereitgestellten Mittel ausgeschöpft wurden. Weitere Waldbesitzende wollen jedoch ihre Forstbetriebe auch auf ein klimaangepasstes Waldmanagement umstellen“, erklärt Minister Backhaus und ergänzt: „Ich habe mich daher nachdrücklich für eine schnelle Aufstockung dieser Fördermittel des Bundes eingesetzt. Durch eine enge Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium konnte erreicht werden, dass die finanziellen Mittel nunmehr um 50 Mio. € auf insgesamt 200 Mio. € aufgestockt werden.“

Minister Backhaus dankt dem Bundesumweltminister Carsten Schneider für die schnelle Unterstützung seiner Initiative. „Die Wälder erfüllen lebenswichtige Funktionen für alle Menschen. Diejenigen, die die Verantwortung für den Wald tragen, die ihn bewirtschaften und zukunftsfähig entwickeln verdienen daher die Unterstützung des Staates“, so Minister Dr. Backhaus.

Neben der finanziellen Unterstützung weist der Minister aber auch darauf hin, dass Rechtssicherheit für die Forstbetriebe im Zusammenhang mit der Umsetzung der europäischen Wiederherstellungs-Verordnung notwendig ist.

„Ich werde mich auch in Zukunft für Rahmenbedingungen einsetzen, damit die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer die verantwortungsvoll die Wälder der Zukunft gestalten, auch weiterhin wirtschaftlich erfolgreich tätig sein können“, so der Minister.

Schon in Kürze können nunmehr zusätzliche Förderanträge für die Umstellung auf ein klimaangepasstes Waldmanagement bei der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Güstrow-Gülzow bewilligt werden. Die Forstämter der Landesforstanstalt MV beraten interessierte Waldbesitzende kostenfrei.

16. Landesmeisterschaft der Waldarbeiter eröffnet

Mühlengeez – Am heutigen Freitag eröffnete Agrar- und Forstminister Dr. Till Backhaus auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) die 16. Landesmeisterschaft der Waldarbeiter.

Los ging es gestern mit 17 Auszubildenden, bevor heute und morgen insgesamt 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter vier Frauen, in der Profi- und U24-Klasse gegeneinander antreten.

„Seit 2009 werden all diese Wettkämpfe hier in Mühlengeez ausgetragen und gehören mit zu den Publikumsmagneten der MeLa. Und das nicht ohne Grund, denn hier kann man Waldarbeit in voller Aktion erleben. Die Meisterschaft findet regelmäßig auf regionaler Ebene, auf Landes–, Bundes– und auf internationaler Ebene statt.

Besonders freut mich, dass diese Meisterschaft weit über Mecklenburg-Vorpommern hinausstrahlt. Elf Teilnehmer kommen aus unserem Land. Hinzu kommen Teilnehmer aus anderen Bundesländern. Dieses Jahr haben wir sogar internationale Gäste. Zwei Teilnehmer kommen aus Tschechien, sechs aus Polen.

Ich bin immer wieder begeistert, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit die Waldarbeiter hier ans Werk gehen. Was so leicht aussieht, erfordert Geschick, jahrelange Übung und Erfahrung.

Die hervorragenden Werte, die die Forstkolleginnen und Kollegen sowohl hier, als auch bei überregionalen Ausscheiden erzielen, sind das Ergebnis einer jahrelangen erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Darauf können wir alle stolz sein“, so Backhaus.

Die Wettkämpfe sind an die tägliche Arbeit im Rahmen der Holzernte angelehnt. Folgende Disziplinen werden ausgetragen: Sägekettenmontage, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt, Zielfällung und Entlastung.

„Allein bei der Zielfällung muss ein Baum innerhalb von höchstens drei Minuten möglichst genau auf einen Zielstab in 15 Metern Entfernung gefällt werden. Bei der Entastung wiederum müssen 30 Äste möglichst schnell und zugleich sauber entfernt werden. Das zeigt: Hier entscheiden am Ende oft Millimeter und Sekunden“, sagte der Minister.

Die Wettkämpfe sollen gleichzeitig auf die Arbeit der Forstwirtschaft aufmerksam machen und für die „grünen Berufe“ werben. Die Landesforstanstalt bietet jedes Jahr Ausbildungsplätze zum Forstwirt an. Die Ausbildung ist sehr beliebt: Knapp 300 Bewerbungen gehen auf die 30 verfügbaren Ausbildungsstellen ein.

Die dual ausgerichtete Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Dabei verbringen die jungen Leute ca. 65 Prozent ihrer Zeit in einem der zehn Ausbildungsforstämtern. Der andere Teil findet am regionalen beruflichen Bildungszentrum des Landkreises Rostock und an der Fachschule für Agrarwirtschaft „Johann Heinrich von Thünen“ in Güstrow-Bockhorst statt.

Die erste Weltmeisterschaft der Waldarbeiter fand 1970 statt. Die erste Landesmeisterschaft MV war 1995 in Güstrow/ Klueß. Auch zu DDR-Zeiten gab es Wettkämpfe. Die Waldarbeitermeisterschaften werden nach bundesweit einheitlichen Regeln bewertet.

„Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gutes Gelingen und im wahrsten Sinne viel Erfolg beim Abschneiden“, so Backhaus abschließend.

Backhaus: „Moorschutz muss auch wirtschaftliche Perspektiven haben“

Mühlengeez – Mecklenburg-Vorpommern will die nasse Bewirtschaftung von Moorböden stärker mit regionaler Wertschöpfung verbinden. Beim Fachforum „Paludikultur in MV – Förderung, Praxis und Märkte“ auf der MeLa in Mühlengeez hat Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus dafür geworben, aus bisherigen Pilotprojekten schrittweise tragfähige Geschäftsmodelle für landwirtschaftliche Betriebe zu entwickeln.

„Klimaschutz funktioniert auf Dauer nur, wenn wir die Menschen mitnehmen, die unsere Flächen bewirtschaften. Für mich ist deshalb klar: Wir können von Landwirten nicht verlangen, ihre Bewirtschaftung grundlegend umzustellen und sie anschließend mit dem wirtschaftlichen Risiko alleinlassen. Moorschutz braucht Akzeptanz – und Akzeptanz braucht eine wirtschaftliche Perspektive“, sagte Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt dafür über besondere Voraussetzungen. Rund zwölf Prozent der Landesfläche sind Moore, etwa 160.000 Hektar Moorfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Das Land hat in den vergangenen Jahren erheblich in Moorschutz und Wassermanagement investiert. Unter anderem wurden für 65 Stauanlagen 1,4 Millionen Euro bewilligt. Sieben Moorschutzbeauftragte unterstützen bis 2028 die Wasser- und Bodenverbände. Hinzu kommen zahlreiche Vorhaben über ELER und das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz.

Der nächste Schritt müsse nun darin bestehen, Klimaschutz und Wertschöpfung zusammenzubringen, so Backhaus. Paludikultur ermöglicht eine produktive Nutzung wiedervernässter Moorböden. Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben können beispielsweise zu Rohstoffen für Papier und Verpackungen, Dämm- und Baustoffe oder Akustikelemente verarbeitet werden. Je nach Biomasse und Aufbereitung kommt auch eine energetische Nutzung infrage.

„Die entscheidende Frage eines Landwirts ist nicht, ob sich aus Schilf theoretisch ein Dämmstoff herstellen lässt. Er muss wissen: Wer kauft meine Ernte, zu welchem Preis und kann ich damit dauerhaft Geld verdienen? Genau an dieser Stelle müssen wir jetzt weiterkommen. Aus Modellprojekten müssen Wertschöpfungsketten werden.“

Mit dem geplanten Biomasseauffaserungswerk in Malchin gibt es bereits einen Ansatz für eine regionale Verarbeitung. Darüber hinaus haben die drei geplanten Paludikultur-Leuchtturmregionen Friedländer Große Wiese, Elde-Müritz und Lewitz die erste Hürde im Bundesverfahren genommen und können vollständige Projektanträge einreichen. Bei erfolgreicher Beantragung eröffnet sich dort die Chance, Erzeugung, Ernte, Logistik, Verarbeitung und Vermarktung systematisch miteinander zu verbinden.

Auch die Klimawirkung ist erheblich. Durch die Anhebung der Wasserstände können gegenüber einer entwässerten Nutzung nach den vorliegenden fachlichen Angaben etwa 15 bis 25 Tonnen CO₂-Äquivalente je Hektar und Jahr vermieden werden, unter günstigen Bedingungen auch mehr. Entscheidend ist dabei vor allem, dass der wassergesättigte Torf erhalten und seine weitere Zersetzung gebremst wird. Gleichzeitig verbessert ein hoher Wasserstand den Wasserrückhalt in der Landschaft.

Backhaus machte zugleich deutlich, dass Paludikultur derzeit noch kein flächendeckend wirtschaftlich etabliertes Geschäftsmodell ist. Produktionskosten, geeignete Technik und Absatzmärkte befinden sich vielerorts noch in der Entwicklung. Zudem fehlt für verschiedene Paludikulturen bislang eine bundesweit eindeutige und rechtssichere Zuordnung im GAP-System.

„Ich will keine Paludikultur um jeden Preis und schon gar keine Bewirtschaftung vom Schreibtisch aus verordnen. Wir brauchen sie dort, wo sie ökologisch sinnvoll ist und für die Betriebe wirtschaftlich funktionieren kann. Dafür brauchen wir klare Förderregeln, verlässliche Absatzmärkte und Unternehmen, die aus der Biomasse marktfähige Produkte machen. Unser Ziel muss sein: Wertschöpfung bleibt in Mecklenburg-Vorpommern.“

Das Land werde deshalb weiter daran arbeiten, Landwirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen. Entscheidend sei, Flächenentwicklung und Marktentwicklung von Beginn an gemeinsam zu denken.

Backhaus: „Mecklenburg-Vorpommern hat die Moorflächen, das Wissen und die ersten praktischen Erfahrungen. Jetzt geht es darum, daraus einen Markt zu machen. Wenn wir Klimaschutz so organisieren, dass daraus neue Produkte, Aufträge und Einkommen im ländlichen Raum entstehen, dann wird aus einer Herausforderung eine echte Chance für unser Land.“

Schwesig: Landwirtschaft braucht wirtschaftliche Sicherheit

Mühlengeez – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die 35. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (MeLa) eröffnet und deren Bedeutung als Leistungsschau der gesamten Agrarbrache im Land hervorgehoben: „Die MeLa ist die größte Landwirtschaftsausstellung in Mecklenburg-Vorpommern und zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig die Land- und die Ernährungswirtschaft sind. Wir haben einen der höchsten Anteile landwirtschaftlich genutzter Flächen in Deutschland und auch wirtschaftlich spielt die Landwirtschaft eine größere Rolle als im Bundesdurchschnitt. Unsere Landwirtschaft ist eine der modernsten und leistungsfähigsten in Europa,“ sagte sie. Es gebe knapp 5.000 Betriebe mit rund 20.000 Beschäftigten und fast ebenso viele in der Ernährungswirtschaft.

Sie würdigte in ihrem Grußwort auch den wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, den die Branche leistet. Schwesig ergänzte: „Applaus und Dank allein reichen nicht. Unsere Landwirtschaft braucht Vertrauen, verlässliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Sicherheit.“ Deshalb stehe die Landesregierung im engen Austausch mit den Landwirtinnen und Landwirten und setze sich auf Bundes- und europäischer Ebene für eine verlässliche Finanzierung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in der nächsten Förderperiode ein. „Die vorgeschlagenen Kürzungen vor allem für die großen Betriebe würden allein in M-V etwa 2.400 Höfe betreffen. Dabei sind Betriebe mit mehreren hundert oder tausend Hektar in ganz Ostdeutschland Tradition und Grundlage für wettbewerbsfähige Produktion. Das muss berücksichtigt werden“, betonte die Regierungschefin. Dafür würde sie sich auf Bundes- und Europaebene stark machen.

Ein wichtiger Partner sei dabei der Bauernverband, der seit 35 Jahren Betriebe aller Größen, Rechtsformen und Produktionseinrichtungen vertrete. „Lösungen für die Landwirtschaft finden wir nur gemeinsam mit den Menschen, die auf dem Land arbeiten. Nicht über ihre Köpfe hinweg. Eine starke Interessenvertretung der Landwirtschaft auf dem Land, bei den Bauern gut verankert, die kraftvoll und mit Augenmaß Forderungen zur Geltung bringt, gehört zu unserem Land“, machte sie zum Ende ihrer Rede deutlich.

Im Jubiläumsjahr der MeLa präsentieren sich rund 600 Fachaussteller aus neun Staaten, darunter Dänemark, die Niederlande, Polen und Österreich auf 174.000 m² Ausstellungsfläche. Es werden rund 60.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das diesjährige Tier der MeLa ist das Rauwollige Pommersche Schaf, eine robuste, für Nordostdeutschland typische Schafrasse, die als gefährdet gilt. Es steht damit exemplarisch für die Bedeutung des Erhalts alter einheimischer Nutztierrassen im „Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums“, das 2026 begangen wird.