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Kategorie: Klimaschutz / Energie / Wetter / Wirtschaft

Ernte beginnt – Hohe Temperaturen belasten die Menschen

Schwerin – In den kommenden Tagen werden die bisher höchsten Temperaturen des Jahres in MV erwartet. Des einen Freud bedeute aber des anderen Leid, so Agrar- und Forstminister Dr. Till Backhaus: „Anders als in den letzten Jahren, die mit jeweils ausgeprägter Frühsommertrockenheit für Frust bei den Landwirtinnen und Landwirten sorgten, hat es in diesem Frühjahr vielerorts im Land ausreichend Niederschläge gegeben, um das Pflanzenwachstum auf den Äckern anzuschieben. Für MV kann man festhalten, dass es im zweiten Quartal immer wieder punktuell, aber insgesamt landesweit deutlich mehr als in den Vorjahren geregnet hat. Der Regen ist insbesondere den Sommerungen zugutegekommen, hier kann man gute Ernten erwarten – wenn es nicht zu einer längeren Trockenheitsphase jetzt oder zu wetterbedingten Problemen kommt. Insgesamt zeigen die Bestände allerdings ein gemischtes Bild“, so der Minister, der konkretisiert:

„Beim Wintergetreide beschleunigen Temperaturen über 30 °C die Abreife und verkürzen die Phase der Kornfüllung. Die Wintergerste reift bereits ab, die Bestände sind überwiegend gesund und es ist bereits ab dem kommenden Wochenende mit ersten Ernteaktivitäten zu rechnen. Aus diesem Grund bitte ich Ausflügler und Touristen um erhöhte Aufmerksamkeit auf den Landstraßen. Die Erntemaschinen in Transportfahrzeuge können zu Verkehrsbehinderungen und Verschmutzungen führen. Fahren Sie daher bitte aufmerksam und haben Sie Geduld mit den Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern. Die machen ihren Job, damit Sie auch weiter Ihre Frühstücksbrötchen genießen können.“

Für eine Ernteprognose sei es aktuell noch zu früh, erklärt Backhaus: „Erst kam reichlich Regen, jetzt außergewöhnlich hohe Temperaturen. Das hat zur Folge, dass die Ernte beginnt und alle Kulturen auch fast gleichzeitig reif sind. Für die Landwirtinnen und Landwirte bedeutet das vor allem Arbeit rund um die Uhr und viel Stress in der wichtigsten Zeit des Jahres. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Jahr nach zwei eher enttäuschenden Jahren wieder eine bessere Ernte einfahren können. Die Preise sind schlecht, es bleibt zu wünschen, dass die Erntemengen die schlechten Preise ein wenig auffangen können.

Alles in allem können wir also von einer guten Ausgangslage sprechen – aber für Jubelkantaten ist es noch zu früh.“

Sorgen bereiten dem „Lebensminister“ die hohen Temperaturen, die für die Menschen im Land zu einer echten Belastung werden können: „Jedes Jahr sterben in Deutschland Menschen wegen hoher Temperaturen. Das trifft nicht nur ältere und vorerkrankte Menschen. Auch Gesunde können an einem Hitzschlag sterben. Deswegen bitte ich darum, die Warnungen vor großer Hitze, nicht in den Wind zu schlagen. Verlegen Sie sportliche Aktivitäten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen, suchen Sie schattige Plätze auf. Auch viele unserer schonen Kirchen im Land bieten ein kühles Ambiente. Und vor allem: Trinken Sie ausreichend – nicht erst, wenn Sie Durst verspüren, denn dann ist der Körper bereits dehydriert. Wenn sie Schatten in unseren schönen Wäldern suchen, halten Sie sich bitte unbedingt an die Verhaltensregeln im Wald“, appelliert Minister Backhaus.

Wichtige Verhaltensregeln im Wald:

  • Kein offenes Feuer oder Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze
  • Rauchverbot im Wald beachten und keine Zigarettenreste in die Natur werfen
  • Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

Besonders gefährdet sind wenig naturnahe, einschichtige Kiefernwälder sowie Flächen mit abgestorbener, abgetrockneter oder stark verbissener Bodenvegetation. Dort wo bereits eine Verjüngung mit Laubholz etabliert ist, wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert. So hilft der Waldumbau auch die Waldbrandgefahr zu reduzieren.

Wer einen Waldbrand frühzeitig meldet, kann entscheidend dazu beitragen, größere Schäden für Natur, Tier und Mensch zu verhindern.

Inbetriebnahmefest für den Windpark Bütow II

Ines Jesse: „Erneuerbare Energien müssen sich für die Menschen vor Ort auszahlen“

Eldetal – Auf dem Inbetriebnahmefest des Windparks Bütow-Zepkow wurde heute in Eldetal (Landkreis Mecklenburgische Seen­platte) der Startschuss für weiteres Energieprojekt gegeben. Sechs neue, leistungsfähige Windkraftanlagen gehen an den Start.

„Der Windpark Bütow-Zepkow zeigt, welches Potenzial im Repowering steckt: Weniger Anlagen können künftig deutlich mehr erneuerbaren Strom erzeugen. Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeinden mit der Ge­nehmigung eines individuellen Beteiligungskonzepts nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz an den Vorteilen des Projekts beteiligt. Mit dem neuen BüGem 2.0. haben wir zudem die Grundlage dafür geschaffen, um die Beteiligungen vor Ort künftig noch weiter zu stärken. Das schafft Akzeptanz für die erneuerbaren Energien“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit.

Am Standort Bütow betreibt die Enertrag SE seit mehr als 25 Jahren Windenergieanlagen. Im Rahmen des Repowerings werden 32 Altanlagen durch insgesamt 14 neue und leis­tungsstärkere Windenergieanlagen ersetzt. Zudem wurde im Zuge des Projektes in Röbel ein neues Umspannwerk er­richtet und in Betrieb genommen.

Von dem Projekt profitieren die Menschen vor Ort. Für die Windenergieanlagen wird ein individuelles Beteiligungs­konzept umgesetzt. Die Gemeinden Bütow, Eldetal, Fincken und Bollewick erhalten künftig eine finanzielle Beteiligung über die erzeugte Strommenge. Insgesamt entspricht dies für die ersten sechs Anlagen voraussichtlich rund 200.000 Euro pro Betriebsjahr.

Darüber hinaus können Haushalte in den Gemeinden Bütow und Eldetal einen Strompreisbonus erhalten. Dieser wird in Kooperation mit den Stadtwerken Malchow und der eueco GmbH über einen Grünstromtarif umgesetzt und kann pro Haushalt eine Entlastung von bis zu 500 Euro pro Jahr in Bütow und rund 100 Euro pro Jahr in Eldetal bedeuten.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausge­steuerten Ausbau der erneuerbaren Energien. Unser Ziel ist, dass die Menschen und Kommunen im Land von dieser Ent­wicklung profitieren und mehr Wertschöpfung vor Ort entsteht. Dafür schaffen wir die Rahmenbedingungen – unter anderem durch die verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemein­den und Bürgerinnen und Bürgern an Windenergie- und Photovoltaikprojekten“, erklärte Staatssekretärin Jesse.

„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die er­neuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die norddeutschen Länder, die bereits große Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bran­denburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.

Windpark Vietlübbe-Kreien offiziell in Betrieb genommen

Ines Jesse: „Vom Ausbau erneuerbarer Energien müssen die Menschen und Gemeinden vor Ort spürbar profitieren“

Vietlübbe-Kreien – Mit einem Windparkfest ist heute der Windpark Vietlübbe-Kreien (Landkreis Ludwigslust-Parchim) offiziell in Betrieb genommen worden.

„Der Ausbau erneuerbarer Energien sind für Mecklenburg-Vorpommern eine große Chance. Der Windpark Vietlübbe-Kreien leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Erneuerbare Energien bieten unserem Land erhebliche wirtschaftliche Entwicklungspotentiale, die wir mit einem klug gesteuerten Ausbau nutzen wollen. Entscheidend ist, dass die damit verbundene Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und die Investitionen auch in unserem Land bleiben“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Der Windpark umfasst 14 Windenergieanlagen. Haushalte in den Gemeinden Kreien, Gehlsbach und Siggelkow können künftig von einem Strompreisbonus profitieren. Darüber hinaus erhalten die Gemeinden Gehlsbach, Kreien, Siggelkow, Ganzlin, Kritzow sowie die Stadt Lübz finanzielle Beteiligungen.

„Vom Ausbau erneuerbarer Energien müssen die Menschen und Gemeinden vor Ort spürbar profitieren – in Form von Stromgutschriften oder zusätzlichen Mitteln für die Gemeindekasse. Die Beteiligung der Kommunen stärkt die Akzeptanz vor Ort“, betonte Staatssekretärin Jesse.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen für neue Investitionen, zusätzliche Beschäftigung und innovative Projekte in den Bereichen Energie und Wasserstoffwirtschaft.

„Projekte wie der Windpark Vietlübbe-Kreien zeigen, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und regionale Beteiligung erfolgreich miteinander verknüpft werden können“, so Staatssekretärin Jesse.

„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die erneuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die Norddeutschen Länder, die bereits großen Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.

Gut leben auf dem Land: Dabelow nimmt die Zukunft selbst in die Hand

Dabelow – Füreinander da sein, gemeinsam Energie nutzen und den Kirchplatz der Buttelkirche als Ort der Begegnung weiter aufwerten – engagierte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dabelow haben große Ideen für ihr Dorf. Am vergangenen Dienstag fand die dritte und abschließende Veranstaltung der Workshop-Reihe Dorfklima.Werkstatt. statt. Herausgekommen sind drei sogenannte Dorfklima.Pläne mit klaren Zuständigkeiten und nächsten Schritten wie es weitergehen kann – erarbeitet von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst.

In Dabelow stellen sich die Menschen eine einfache, aber grundlegende Frage: Wie wollen wir hier leben? Gut versorgt mit Energie, füreinander da, wenn jemand Hilfe braucht, mit Orten, an denen man sich begegnen kann – also ganz konkrete Lebensqualität im ländlichen Raum. Die Dorfklima.Werkstatt. hat den Rahmen gegeben, diese Frage gemeinsam strukturiert anzugehen – egal ob frisch zugezogen oder alteingesessen. „Uns beschäftigt schon lange, was wir noch mehr für unser Dorf tun können – und für die Menschen, die hier leben. Jetzt packen wir es gemeinsam an“, so Franz Foltz, der im Dabelower Dorfverein „De Dör“ aktiv ist.

Das Herzstück der drei Pläne ist vielleicht das unscheinbarste: Unter dem Titel „Komm mit“ wollen Dabelower und Dabelowerinnen herausfinden, wo Menschen im Dorf Unterstützung brauchen – ob bei der Mobilität oder im Alltag. Denn Fürsorge füreinander braucht vor allem aufmerksame Nachbarinnen und Nachbarn. Wie das konkret aussehen soll, erarbeitet die Gruppe gemeinsam – nah an den Menschen, die im Dorf leben.

Auch beim Thema Energie denkt Dabelow gemeinschaftlich: Eine Arbeitsgruppe informiert sich über die Möglichkeiten einer Energiegenossenschaft – also darüber, wie sich das Dorf einer bestehenden Struktur anschließen könnte, um günstiger und unabhängiger mit Strom versorgt zu werden: „Wir wollen, dass alle im Dorf von günstiger, sauberer Energie profitieren. Und wir möchten gern teilautark werden,“ so Kerstin Nolte, die im Dorf lebt und als Physikerin ein besonderes Interesse an diesen Fragen mitbringt.

Die dritte Arbeitsgruppe nimmt sich den Kirchplatz der Buttelkirche vor: Er soll als Ort der Begegnung aufgewertet werden – ein schöner Rastplatz für Radfahrende und Wanderer, aber auch ein Treffpunkt für die Dabelower selbst. Wie genau, das klärt die Dorfgemeinschaft gerade in Ruhe miteinander.

„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen in Dabelow etwas bewegen wollen. Jetzt geht es darum, das offen ins Dorf zu tragen – damit alle wissen, was hier entsteht, und alle mitmachen können, die Lust haben,“ so Dirk Nolte.

Dabelow ist eine von zehn Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, die an der Dorfklima.Werkstatt. teilnehmen. Was das Format auszeichnet: Alle Projekte werden von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst entwickelt und für alle Vorhaben wird direkt benannt, wer wofür verantwortlich ist. So gehen die Pläne schnell und verlässlich in die Umsetzung. Die nächsten Schritte sind bereits im vollen Gang.

Hintergrund: Dorfklima.Werkstatt. – Ein Format, um das Dorf gemeinsam voranzubringen

Das Format Dorfklima.Werkstatt ist ein Angebot des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Dörfer, die direkt vor Ort etwas für den Klimaschutz oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels tun möchten. In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe werden mit Unterstützung professioneller Moderatoren neue Ideen für eine zukunftssichere Gemeinde entwickelt oder bestehende Ideen vertieft. Ziel ist es, einen konkreten Plan und machbare nächste Schritte auf den Weg zu bringen.

MV tut was. Klimaschutz vor Ort

Die Dorfklima.Werkstatt. ist Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. Das Programm versteht Klimaschutz als Chance für Beteiligung, für Zusammenhalt und für regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel des zweijährigen Programms von März 2025 bis Februar 2027 ist es, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, den Nutzen von Klimaschutz konkret vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen, Kommunen sowie jungen Menschen Klimaschutzprojekte anzustoßen.

Das Programm MV tut was Klimaschutz vor Ort. wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.

Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was

Neues Wissensportal für das gesamte Bundesland

klima.mv ist gestartet

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern (MV) ist in besonderer Weise von heutigen und vor allem zukünftig zu erwartenden Klimaänderungen betroffen. Erstmals wird nun sämtliches Wissen zu Klimasystem und Klimawandel gemeinsam mit den Erkenntnissen und Aktivitäten zu Klimaschutz und Klimaanpassung in MV auf einem einheitlichen Wissensportal zusammengefügt: klima.mv heißt die neue Website – ein Thema, ein Bundesland.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV (LM) und die 2025 ins Leben gerufene Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG MV) haben über Monate eng zusammengearbeitet und nun die ersten Seiten des Gemeinschaftsprojekts online gestellt.

Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus freut sich, dass es jetzt los geht: „Mit dem Portal schaffen wir eine wertvolle Anlaufstelle für unser gesamtes Bundesland. Neben Basiswissen zu Klimawandel und Klimamodellen sind vor allem erste Fakten zum Klima sowie Informationen zu weiterführenden Beratungsmöglichkeiten in MV bereits abrufbar.“

Aber klima.mv wird in nächster Zeit noch wesentlich erweitert. Oliver Weiner, Referent für Klimafolgenanpassung am LM und Mitinitiator des Projekts, konkretisiert die Bedeutung der Themen: „Der sich beschleunigende Klimawandel und unsere nötige Anpassung an sich rasant verändernde Bedingungen betreffen jeden unserer Lebensbereiche.

Ob bei der Arbeit im Freien oder in Schweriner Büros, in der Freizeit beim Sport in Rostock oder unterwegs im Land auf der Ostseeautobahn A20 und selbst im Urlaub beim Sonnenbaden auf Rügen oder Kanufahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte: Klima und Wetter sind immer und überall bei uns. Deswegen schaffen wir mit klima.mv ein gemeinschaftliches, faktenbasiertes und lösungsorientiertes Portal für Fachleute und die breite Bevölkerung in MV gleichermaßen.“

André Schumann, Leiter der Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung am LUNG, ergänzt: „klima.mv dient als Schnittstelle zwischen global geltenden Fakten und dem Blick auf unser Bundesland bis hinein in die kommunale Ebene. Klimaschutz und Klimaanpassung bekommen direkt vor Ort damit ein Gesicht – jederzeit und kompakt auf klima.mv.“

Klimawissen bündeln, vermitteln und die richtigen Schlüsse für ein starkes und zukunftsfähiges Land ziehen ist mehr denn je von großem Wert. Denn MV spürt den Klimawandel seit vielen Jahren, im Detail

  • einen deutlichen Anstieg der Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad Celsius seit 1881
  • eine markante Zunahme Heißer Tage mit mindestens 30 Grad Celsius
  • auffällige Änderungen des Niederschlagsverhaltens mit trockeneren Sommern und nasseren Wintern
  • eine konstante Zunahme sowohl von Starkregenereignissen als auch längeren Trockenphasen
  • einen weiteren, sich beschleunigenden Anstieg des Meeresspiegels mit veränderten Sturmflutrisiken.

Diese und viele weitere Zahlen, Daten und Fakten sind ab sofort auf klima.mv einsehbar. Die Köpfe hinter dem Klimaportal sind auch unterwegs: auf bundesweiten Fachveranstaltungen wie dem ExtremWetterKongress und der KlimaManagementTagung genauso wie vor Ort in MV. Formate wie Hitzeschutzsymposien oder Bürger- und Dialogforen wurden bereits und werden auch zukünftig veranstaltet, um mit Menschen in Ludwigslust, Güstrow, Wulkenzin oder Grevesmühlen in direkten Kontakt zu gehen. Auf klima.mv besteht zudem die Möglichkeit, sich für den Fachnewsletter anzumelden oder an Online-Webinaren teilzunehmen.

Klima. Wissen. Vermitteln. Ab sofort auf klima.mv. Ein Fachportal. Ein Bundesland.

Regionale Schule „Windland“ Altenkirchen ist Energiesparmeister 2026

Insel Rügen – Der Titel „Energiesparmeister 2026″ für das beste Klimaschutzprojekt aus Mecklenburg-Vorpommern geht an die Regionale Schule „Windland“ in Altenkirchen auf Rügen. Die Schule überzeugte die Jury mit ihrem vielschichtigen Engagement, das Umweltbildung, regionalen Naturschutz und kreative Medienprojekte miteinander verbindet. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) übernimmt erneut die Landespatenschaft für den Wettbewerb – in diesem Jahr erstmals über ihr Beratungsangebot für Unternehmen MVeffizient.

Ein zentrales Projekt der Schule sind die jährlichen Küstenputzaktionen auf der Halbinsel Wittow. Schülerinnen und Schüler sammeln entlang von rund 30 Kilometern Küstenlinie Meeresmüll, dokumentieren die Funde und werten die Ergebnisse über mehrere Jahre aus. So entsteht ein belastbares Monitoring, das den Schülerinnen und Schülern gleichzeitig den eigenen Einfluss auf die Umwelt vor Augen führt.

Ergänzt wird das Engagement durch Projektwochen und Regionalberatungen zu Nachhaltigkeitsthemen sowie durch ein Netzwerk mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Naturschutz und Kultur.

In Kooperation mit der Medienwerkstatt Stralsund produzieren die Schülerinnen und Schüler außerdem eigene Kurzfilme zu Themen wie Meeresverschmutzung, Fischerei und der Geschichte der Region rund um Kap Arkona. Von der Recherche über das Drehbuch bis zur Schauspielarbeit und Postproduktion durchlaufen sie dabei den gesamten filmischen Prozess. Die fertigen Produktionen sind über den YouTube-Kanal „Der Schülerspiegel von Wittow“ öffentlich zugänglich.

Weitere sichtbare Elemente der Nachhaltigkeitsarbeit sind auf dem Schulgelände zu finden: Selbstgebaute Niststätten für Mauersegler, Kräuterspiralen und Infotafeln zu heimischen Pflanzen und Tieren zeigen, dass Klimaschutz auch im Schulalltag gelebt wird.

Als Landessieger erhält die Regionale Schule „Windland“ Altenkirchen ein Preisgeld von 2.500 Euro sowie die Landespatenschaft durch MVeffizient, das Beratungsangebot der LEKA MV zur Energieeffizienz für Unternehmen. Die LEKA MV begleitet den Energiesparmeister-Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren als enge Unterstützerin; 2026 wird dieser Beitrag erstmals über MVeffizient fortgeführt.

MVeffizient bringt seine Erfahrung aus der praktischen Energieeffizienzberatung im Anschluss an den Wettbewerb ein. Nach der Auswahl des Landessiegers unterstützen die Technischen Berater die ausgezeichnete Schule auf Wunsch bei der Analyse von Energieverbräuchen und der Identifikation von Einsparpotenzialen.

„Die Schülerinnen und Schüler aus Altenkirchen leben Klimaschutz und Ressourcenschonung jeden Tag – und zwar direkt vor Ort“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. „So verbinden sie Bildung und Nachhaltigkeit für eine bessere Zukunft auf eindrucksvolle Weise. Meinen Glückwunsch den neuen Energiesparmeistern!“

„Schulen wie die Regionale Schule ‚Windland‘ in Altenkirchen zeigen, wie Klimaschutz und Bildung Hand in Hand gehen können. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich nicht nur im Unterricht mit Umweltfragen – sie handeln. Ob bei den Küstenputzaktionen auf Wittow oder bei der Produktion eigener Kurzfilme zu Meeresverschmutzung und Fischerei: Hier wächst eine Generation heran, die Verantwortung für unsere Küsten und unsere Zukunft übernimmt. Ich gratuliere herzlich zum Titel ‚Energiesparmeister Mecklenburg-Vorpommern 2026‘“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Ab sofort kann unter www.energiesparmeister.de/voting für die Regionale Schule „Windland“ Altenkirchen abgestimmt werden. Die Schule tritt gegen 15 weitere Landessieger aus ganz Deutschland an. Der Landessieger mit den meisten Stimmen wird Bundessieger und erhält ein zusätzliches Preisgeld von 2.500 Euro. Das Voting läuft bis zum 17. Juni 2026. Die feierliche Preisverleihung findet am 26. Juni 2026 im Bundesumweltministerium in Berlin statt. Bundesweit haben sich in diesem Jahr mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte am Wettbewerb beteiligt – ein neuer Rekord.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb (www.energiesparmeister.de) ist eine Aktion von co2online, unterstützt durch das Projekt „Online-Klimaschutzberatung für Deutschland“ und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. co2online realisiert den Schulwettbewerb zum 18. Mal in Folge und vergibt jedes Jahr Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro an engagierte Schulen.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) wurde 2016 gegründet und ist mit den drei Standorten Stralsund, Schwerin und Neustrelitz landesweit aktiv. Als landeseigene Einrichtung berät die LEKA MV Kommunen, Unternehmen und Privathaushalte kostenlos und neutral in allen Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Darüber hinaus vernetzt die LEKA MV in eigenen Schulungen und Veranstaltungen die landesweiten Akteure der Energiewende, vermittelt Wissen an Entscheidungsträger und berät zu Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen unter www.leka-mv.de.

1. Hitzeschutzsymposium für Mecklenburg-Vorpommern

Ministerin Drese wirbt für stärkeren gesundheitlichen Hitzeschutz

Schwerin – Mit etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Land, Kommunen, Gesundheitsämtern, Verbänden sowie aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Wissenschaft findet heute in Schwerin das erste landesweite Hitzeschutzsymposium statt. Gesundheitsministerin Stefanie Drese hob zum Start des Symposiums die wachsende Bedeutung des gesundheitlichen Hitzeschutzes gerade hervor.

„Der Hitzeschutz ist längst auch in Mecklenburg-Vorpommern und im gesamten Norden Deutschlands zu einem gesellschaftlich relevanten Thema geworden. Der Klimawandel zeigt sich zunehmend durch längere Hitzeperioden, tropische Nächte, Temperaturen von über 30 Grad in Gebäuden, aber auch durch mehr Starkregenereignisse und milde Winter“, erklärte Drese.

Bereits über Pfingsten habe es in diesem Jahr erste spürbare Hitzebelastungen gegeben. Mit Blick auf die aktuellen extremen Hitzeperioden in Frankreich und Großbritannien werde deutlich, worauf sich auch Deutschland künftig einstellen müsse.

Während bei klimawandelbedingten Extremwetterlagen häufig an Landwirtschaft, Hochwasser oder Waldbrände gedacht werde, seien die Auswirkungen auf die Gesundheit bislang noch nicht ausreichend im öffentlichen Bewusstsein verankert, so die Ministerin. „Dabei sind die gesundheitlichen Folgen gravierend.“

Wesentliche Ziele des Symposiums seien deshalb, Aufmerksamkeit auf ein immer wichtiger werdendes Thema zu lenken, Fachakteure zu vernetzen und voneinander zu lernen. Viele der Teilnehmenden seien wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die das Thema Hitzeschutz in ihre Einrichtungen, Kommunen und Organisationen tragen können, so die Ministerin.

Drese betonte, dass besonders ältere und pflegebedürftige Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Kinder, aber auch Beschäftigte unter hohen körperlichen Belastungen betroffen sind. „Vor allem diese Gruppen brauchen unsere Unterstützung für einen wirksamen Hitzeschutz“, sagte Drese.

Neben den direkten Auswirkungen von Hitze verwies Drese auch auf neue gesundheitliche Risiken infolge des Klimawandels. So nähmen Infektionskrankheiten wie das West-Nil-Virus oder die durch Zecken übertragene FSME zu. Auch Allergien durch verlängerte Pollenflugsaisons sowie höhere UV-Belastungen für Haut und Augen stellten zusätzliche Herausforderungen dar. Darüber hinaus könnten hohe Temperaturen die Wirkweise bestimmter Medikamente beeinträchtigen.

Die Ministerin betonte, dass bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen worden seien. „Wir brauchen hitzeresiliente Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, mehr schattenspendende Grünflächen in unseren Städten sowie eine stärkere Verankerung von Klimawissen in der medizinischen Ausbildung“, so Drese. Ebenso wichtig seien präventive Gesundheitskonzepte und klare Notfallpläne für extreme Wetterlagen.

Vor etwa einem Jahr habe das Gesundheitsministerium den „Gesundheitsbezogenen Hitzeschutzplan Mecklenburg-Vorpommern“ veröffentlicht. Dieser diene als praxisnahe Handreichung zum Schutz der Bevölkerung und enthalte konkrete Empfehlungen sowie Best-Practice-Beispiele aus anderen Bundesländern und Institutionen mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit Hitzeereignissen.

„Mit dem Hitzeschutzplan haben wir bewusst einen langfristigen Austauschprozess mit möglichst vielen Akteurinnen und Akteuren angestoßen. Das heutige Symposium hebt diesen Austausch auf ein neues Niveau und ist ein weiterer wichtiger Baustein für einen nachhaltigen gesundheitlichen Hitzeschutz in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Drese.

Energie-Effizienz-Konferenz bietet Impulse für Unternehmen

Rostock – Unternehmen, die Energie sparen, Kosten senken und zukunftsfähig wirtschaften möchten, können dafür am 4. Juni bei der zweiten Energie-Effizienz-Konferenz Impulse bekommen. Beginn ist um 9 Uhr in der Rotunde der Hanse Messe. Zu dieser Fachtagung lädt MVeffizient, das Angebot für Unternehmen der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). Geschäftsführende und Energiebeauftragte aus Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern können sich über aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und Fördermöglichkeiten informieren.

Im Mittelpunkt steht der Austausch darüber, wie Energieeffizienz in Betrieben umgesetzt werden kann. Mit Fachvorträgen, Best-Practice-Beispielen und interaktiven Formaten bietet die Veranstaltung zahlreiche Impulse. Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine frühzeitige Anmeldung unter https://www.mv-effizient.de/veranstaltungen/energie-effizienz-konferenz-2026/ empfohlen.

„Energie zu sparen schont nicht nur den Geldbeutel. Es ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Denn durch weniger Energieverbrauch wird der CO2- Ausstoß gesenkt. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Einsparung von Energie bzw. die Steigerung der Energieeffizienz eine essenzielle Säule für das Erreichen der Klimaschutzziele MV. Den Klimaschutz entsteht ganz praktisch vor Ort: in den Unternehmen, in Kommunen, in Verwaltungsgebäuden und in Schulen“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV, ergänzt: „Die Konferenz bringt Praktiker, Experten sowie Unternehmen zusammen, die bereits erfolgreich Wege zu mehr Energieeffizienz beschritten haben. Genau daraus entsteht der Mehrwert. Wer Energie, Ressourcen und Kosten nachhaltig senken will, bekommt hier konkrete Anregungen und Unterstützung bei der Umsetzung.“

 In Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern in MV, der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen

e. V. (VKU) hat MVeffizient ein hochkarätiges Programm zusammengestellt. Die Keynote am Vormittag hält Olaf Höhn, Geschäftsführer von Florida Eis, der unter dem Titel „Nachhaltige Unternehmensentwicklung: Energie, Mobilität und Effizienz im Fokus“ Einblicke in die Praxis eines Unternehmens gibt, das Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg zusammen denkt. Weitere Themenblöcke greifen unter anderem digitale Lösungen für Ressourceneffizienz, Energiemanagementsysteme und die Arbeit der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerken auf.

Am Nachmittag spricht Frank Liebetrau, ESG-Manager und-Stratege bei der NordLB, über die Transformation, die finanzielle Herausforderung und große Chance zugleich ist. Stefanie Beitz, Projektleiterin Förderberatung beim Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e. V., ergänzt mit Informationen zu den Fördermöglichkeiten. Daneben gibt es Umsetzungsbeispiele aus dem Land sowie eine zweite Keynote von Dr. Tim Meyer, unabhängiger Energieexperte und Buchautor. Er beleuchtet die Frage, wie der Umbau des Stromsystems Geschäftsmodelle und Investitionen von Unternehmen verändert.

Neben den Vorträgen bietet die Konferenz Raum für Austausch und Vernetzung. Auch die begleitende Ausstellung mit Anbietern von Lösungen rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien sorgt für zusätzliche fachliche Impulse. In der Mittagspause sowie während der Kaffeepausen können die Teilnehmenden mit Referentinnen und Referenten, Ausstellern und Teilnehmenden aus anderen Unternehmen ins Gespräch kommen. An Thementischen stehen die Expertinnen und Experten der Konferenz für Fragen zur Verfügung.