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Kategorie: Persönlichkeiten

Trauer um Rita Süssmuth

Schwesig: Rita Süssmuth war mutig, klug und ihrer Zeit oft weit voraus

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gewürdigt: „Ich bin sehr betroffen vom Tod von Rita Süssmuth. Denn ich habe die Zusammenarbeit und die persönlichen Gespräche mit ihr immer sehr geschätzt. Sie war eine unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Frauen – mutig, klug und ihrer Zeit oft voraus. Viele Fortschritte, die heute selbstverständlich erscheinen, tragen ihre Handschrift.

Mit der Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ hat sie als Bundesgesundheitsministerin in einer Zeit, in der AIDS-Kranke oft stigmatisiert wurden, Ängste genommen, Wissen vermittelt und ganz konkret Menschenleben gerettet. Dieser Einsatz verdient bis heute größten Respekt.

Sehr beeindruckt hat mich auch ihre Festrede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zum 25-jährigen Bestehen unserer Landesverfassung. Ich habe diese Rede als starkes Plädoyer für Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Erinnerung – klug, zugewandt und zutiefst ermutigend.

Rita Süssmuth hat als Bundestagspräsidentin und als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit unser Land geprägt. Sie war eine engagierte Christdemokratin, die sich parteiübergreifend höchstes Ansehen erworben hat. Ihr Einsatz, ihre Haltung und ihre Stimme werden fehlen. Mein Mitgefühl gehört allen, die ihr nahestanden.“

Verdienstorden des Landes für besonderes Engagement

Schwerin – Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs würdigt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besonderes soziales und kulturelles Engagement mit drei Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist jedes Jahr eine besondere Ehre für mich, den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu verleihen. Die Menschen, die wir ehren, haben unterschiedliche Geschichten und doch eine Gemeinsamkeit. Sie leisten Herausragendes für unser Land. Es sind Menschen, die sich mit viel Idealismus und Einsatz einer Aufgabe widmen, oftmals auch mehreren Aufgaben gleichzeitig, und deren Engagement der Gemeinschaft, unserem Land, uns allen zugutekommt“, erklärte die Ministerpräsidentin im Vorfeld der Veranstaltung.

Zu den Ausgezeichneten gehört Peter Grosch aus Schwerin, der mit seinem Engagement einen wesentlichen Anteil am Entstehen der Evangelischen Suchtkrankenhilfe in Mecklenburg-Vorpommern gehabt habe. Seit 1995 arbeite er daran, Menschen in einer prekären sozialen Situation gesunde Lebensmittel und eine regelmäßige Versorgung zu verschaffen. „Sie haben nach Hamburger Vorbild die Schweriner Tafel gegründet. Im September haben wir zusammen 30 Jahre Schweriner Tafel gefeiert. Sie sind bis heute der Vorsitzende. Zehn Ausgabestellen hat die Tafel, nicht nur in Schwerin, sondern auch in den Städten der Region um unsere Hauptstadt wie Ludwiglust, Hagenow, Gadebusch und Crivitz“, so Schwesig. Sie fügte hinzu: „Peter Grosch hat zur Weihnachtszeit mit der Kindertafel wieder viele Augen zum Strahlen gebracht. Jeder, der ihn kennt, weiß: Die Menschen und besonders die Kinder liegen ihm am Herzen.“

Zweiter neuer Ordensträger ist Peter Hick aus Sassnitz. Nach der Deutschen Einheit sei Hick mit seiner Familie in seine ostdeutsche Heimat zurückgekehrt und habe erfolgreich die Störtebeker-Festspiele aufgebaut. Er sei mit seiner Familie nach Rügen gezogen, habe seine Ersparnisse investiert, Sponsoren und Förderungen vom Land gefunden. „Gegen viele Widerstände feierte das Ensemble am 3. Juli 1993 nur Stunden nach den letzten Baumaßnahmen die Premiere der ersten Open Air Aufführung.

Die Störtebeker-Festspiele haben sich inzwischen zu einem Publikumsmagnet auf der Insel Rügen entwickelt und sind deutschlandweit das erfolgreichste private Open Air Theater“, sagte die Ministerpräsidentin. „Störti – das ist eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte, die unsere Kulturlandschaft und ganz Deutschland bereichert. Peter Hick hat gemeinsam mit seiner Familie etwas ganz Besonderes geschaffen. Ein Theater, das Laien und Profis einbindet, das Menschen in ganz Deutschland begeistert“, so Manuela Schwesig in ihren persönlichen Worten zur Ordensverleihung.

Dritte Ordensträgerin ist Katrin Wischeropp aus Gägelow. „Ihr Engagement ist eines der schönsten und wichtigsten: Katrin Wischeropp gibt Kindern ein sicheres Zuhause, Liebe und Geborgenheit. Kindern, für die diese Dinge nicht selbstverständlich sind. Sie ist Pflegemutter und engagiert sich seit über 15 Jahren mit Leidenschaft für Kinder, die besondere Fürsorge benötigen“, sagte die Ministerpräsidentin. Ihre besondere Aufmerksamkeit liege bei Kindern, die wegen des regelmäßigen Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft durch eine Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) irreversibel beeinträchtigt sind.

Zudem sei sie Gründungsmitglied des Pflegeelternvereins Nordwestmecklenburg, der Pflege- und Adoptivfamilien unterstütze. „Für Familien in schwierigen Lebenssituationen war und ist Katrin Wischeropp eine unverzichtbare Stütze, stets mit einer helfenden Hand und einem offenen Ohr“, so Manuela Schwesig weiter. Seit Beginn des Jahres leite Frau Wischeropp die Selbsthilfegruppe „Leben mit FASD“. Neben ihrem Engagement für Pflegefamilien bereichere sie das kulturelle Leben in ihrer Gemeinde Gägelow. „Sie ist Chorleiterin und gibt Flöten- und Gitarrenunterricht. Sie setzt sich außerdem für die musikalische Früherziehung in Kindertagesstätten ein. Für Ihren unverzichtbaren Beitrag für Kinder in schwierigen Lebenssituationen und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft verleihe ich Katrin Wischeropp den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern“, sagte die Ministerpräsidentin zur Ehrung.

Schwesig: Harald Ringstorff war ein großer Mecklenburger

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat an den heute vor fünf Jahren verstorbenen Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff erinnert.

„Die Landesregierung erinnert heute an einen großen Mecklenburger. Harald Ringstorff war ein erfolgreicher Ministerpräsident und ein beliebter Landesvater. Er gehörte zu denen, die sich im Zuge der Friedlichen Revolution politisch zu engagieren begannen. 1998 wurde er unser Ministerpräsident.

Fast 10 Jahre und damit länger als jeder andere hat er das Amt des Ministerpräsidenten ausgeübt. In seiner Regierungszeit wurden Weichenstellungen vorgenommen, von denen wir bis heute profitieren. Neue Unternehmen wurden angesiedelt. Mit der Gesundheitswirtschaft wurde ein neuer, bis heute sehr erfolgreicher Wirtschaftszweig entwickelt. Und die solide Finanzpolitik von Harald Ringstorff und Sigrid Keler hat unserem Land finanzielle Handlungsspielräume eröffnet“, erinnerte die Ministerpräsidentin.

„Vor allem aber ist uns Harald Ringstorff als heimat- und naturverbundener Mecklenburger in Erinnerung. Er liebte den Schnack auf Platt, die Landschaft und die Natur“, sagte Schwesig weiter. „Persönlich war er eher norddeutsch zurückhaltend, aber auch von einer großen Herzlichkeit. Harald Ringstorff hat sich auf vorbildliche Weise für das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Menschen hier eingesetzt. Wir behalten ihn in sehr guter Erinnerung.“

Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern für A. Merkel

Schwesig: Angela Merkel hat sich um unser Land verdient gemacht

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute Bundeskanzlerin a.D. Dr. Angela Merkel in Stralsund mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. „Sie haben sich über viele Jahre persönlich für unser Land stark gemacht. Sie waren als Bundestagsabgeordnete und als Bundeskanzlerin eine wertvolle Verbündete des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ein echter Glücksfall für unser Land“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in ihrer Laudatio.

Eine Vielzahl von Projekten sei im Land durch Merkel maßgeblich vorangebracht worden. Dazu gehöre die Fertigstellung der A 20, der Bau der Rügenbrücke oder das Naturerbezentrum in Prora. Merkel habe sich persönlich für die Universitätsmedizin Greifswald, den Bau des Ozeaneums und die heute abgeschlossene Modernisierung des Meeresmuseums Stralsund eingesetzt. Ein bekanntes Bild aus der Ära Merkel zeigt die Bundeskanzlerin mit den weiteren Teilnehmern beim G8-Gipfel in Heiligendamm. „Sie haben sich nicht nur für die lokale und regionale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt. Sie haben unser Land bundesweit und international bekannter gemacht. Strandkorb inbegriffen“, sagte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin würdigte auch das Wirken Merkels als Bundeskanzlerin. Angela Merkel sei die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte in der Bundesrepublik Deutschland gewesen und ebenso die erste Person aus Ostdeutschland an der Spitze der Bundesrepublik Deutschland. „Sie haben das alles nie groß in den Mittelpunkt gestellt. Aber Sie haben gezeigt, was geht und was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Frauen können, was Männer auch können. Manchmal sogar besser. Ostdeutsche können, was Westdeutsche auch können. Manchmal sogar besser“, hob die Ministerpräsidentin hervor.

Merkel sei in einer Zeit tiefgreifender Krisen und Phasen voller Umbrüche Kanzlerin gewesen. Die Euro- und Finanzkrise, die Energiewende, die Flüchtlingskrise und die Corona-Pandemie hätten ihre Amtszeit geprägt. „Sie haben Deutschland mit Beharrlichkeit, Geschick und entschlossenem Handeln in schwierigen Zeiten sicher auf Kurs gehalten. Ihre Fähigkeit, zusammenzuführen und komplizierte Herausforderungen pragmatisch anzugehen, haben Ihnen international große Achtung eingebracht. Ihnen und damit auch unserem Land, Deutschland“, sagte Schwesig.

Sie habe als Bundesfamilienministerin wie auch als Ministerpräsidentin gerne mit Merkel zusammengearbeitet. „Ich habe Sie als herausragende Persönlichkeit, prägende Politikerin unserer Zeit und große Staatsfrau erlebt. Aber auch als Mensch mit Humor, der über sich selbst lachen konnte. Sie waren als Verbündete unschätzbar wertvoll und als Gegnerin kaum zu überwinden. Wenn Sie etwas versprochen haben, konnte ich mich darauf verlassen. Trotz aller internationalen Verpflichtungen hatten Sie immer Zeit für ein persönliches Wort oder kurzes Gespräch über Mecklenburg-Vorpommern. Dabei habe ich immer wieder Ihre große Verbundenheit mit den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gespürt.“

Schwesig: Wir trauern um Sigrid Keler

Schwerin – Die frühere Finanzministerin Sigrid Keler ist am Sonnabend im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Ministerpräsidentin Schwesig erinnerte heute an die langjährige Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Sigrid Keler war eine herausragende Finanzministerin. Sie hat Mecklenburg-Vorpommern auf den Kurs der soliden Finanzpolitik geführt. 2006 konnte Mecklenburg-Vorpommern erstmals einen Haushalt ohne neue Schulden aufstellen. Das war damals, gerade für ein ostdeutsches Land, etwas ganz Besonderes. Und dabei blieb es für viele Jahre. Sigrid Keler hat sich durch Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungskraft und Integrität ausgezeichnet.

Ich habe selbst in ihrer Ministerzeit im Finanzministerium gearbeitet und habe sie aufgrund ihrer großen Sachkenntnis, aber auch wegen ihrer Menschlichkeit sehr geschätzt. Sigrid Keler hat finanzpolitische Grundlagen geschaffen, auf denen wir auch heute noch aufbauen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Keler habe zu denen gehört, die durch die Friedliche Revolution in die Politik gelangt sind. Bei der ersten Landtagswahl im Herbst 1990 wurde sie erstmals in den Landtag gewählt. Von 1990 bis 1996 war sie Vorsitzende des Finanzausschusses. Von 1996 bis 2008 war Keler Finanzministerin. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Ministeramt blieb Keler aktiv. So war sie unter anderem Finanzvorstand beim Fußballverein Hansa Rostock, Mitglied des Aufsichtsrats der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende des NDR-Verwaltungsrates.

„Sigrid Keler ist nach schwerer Krankheit gestorben. Ihr Tod macht mich sehr traurig. Noch vor wenigen Tagen habe ich sie besucht und sie hat mich mit dem ihr eigenen Kampfgeist und Lebensmut beeindruckt. In diesen schweren Stunden gilt mein Mitgefühl den Angehörigen sowie ihren Weggefährtinnen und Weggefährten. Wir werden Sigrid Keler in Dankbarkeit und Respekt ein ehrendes Andenken bewahren.“

Ehrung von Nachwuchsspitzensportlern aus M-V

Drese hebt starken Anstieg auf 170 Deutsche Jugend- und Juniorenmeistertitel hervor

Rövershagen – Gemeinsam mit der Sportjugend im Landessportbund M-V zeichnete Sportministerin Stefanie Drese am Sonnabend in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen die Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterinnen und -meister sowie international erfolgreiche Nachwuchssportlerinnen und -sportler des Jahres 2024 aus Mecklenburg-Vorpommern aus.

„Ich bin begeistert über die große Anzahl von Spitzenathletinnen und Spitzenathleten im Nachwuchsbereich. Im vergangenen Jahr haben junge Athletinnen und Athleten aus MV sage und schreibe 170 Deutschen Meistertitel gewonnen“, sagte Drese anlässlich der Auszeichnungsfeier. Im Jahr 2023 waren es 127 Deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich.

Hinzu kommen 90 Titel bzw. großartige Platzierungen auf internationalem Parkett – 39 Erfolge mehr als in 2023. „Das zeigt die hohe Leistungsfähigkeit unserer Nachwuchsspitzensportlerinnen und -sportler. Und es widerlegt auch eindrucksvoll das Klischee, der Spitzensport in Deutschland und MV sei nicht mehr konkurrenzfähig und unsere Jugend nicht mehr leistungsbereit“, betonte Drese. Es sei bewundernswert, wenn sich bereits junge Menschen hohe Ziele stecken und zielstrebig und kontinuierlich darauf hinarbeiten.

Drese hob hervor, dass das Land den Nachwuchsleistungssport auf vielfältige Weise fördere und Ende 2024 einen ganz wichtigen Erfolg erzielt habe: „Unsere acht Bundestützpunkte im Land im Volleyball, Boxen, Radsport, Rudern, Leichtathletik, Segeln, Kanurennsport und Wasserspringen sind als Einrichtungen des Spitzensports anerkannt und werden so gesichert bis Ende 2028 auch durch den Bund gefördert. Das ist eine ganz wichtige Perspektive für unsere Nachwuchsspitzenathleten für die wir uns vehement mit Investitionen in die Sportinfrastruktur eingesetzt haben“, sagte Drese.

Die Erfolge unterstreichen nach Ansicht der Ministerin das Ansehen Mecklenburg-Vorpommerns als ein Land des Sports und geben gleichsam dem Breitensport wichtige Impulse. „Die mittlerweile über 300.000 Menschen in MV, die im Vereinssport organisiert sind, zeigen das eindrucksvoll“, so Drese.

Deshalb zeichne das Sportministerium gemeinsam mit der Sportjugend M-V jedes Jahr in verschiedenen Kategorien „Kinder- und jugendfreundliche Sportvereine“ für beispielhafte sportliche Kinder- und Jugendarbeit aus.  „Ohne das riesengroße ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Verbänden wäre unsere Sporterfolgsgeschichte nicht möglich. Allen Engagierten gilt mein herzlicher Dank“, so Drese.

Günther Uecker zum 95. Geburtstag

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute Günther Uecker zu seinem 95. Geburtstag gratuliert: „Ich gratuliere Günther Uecker zu seinem 95. Geburtstag und wünsche ihm vor allem Kraft und Gesundheit. Aufgewachsen auf der Halbinsel Wustrow bei Rerik hat er nach wie vor eine enge Verbindung zu Mecklenburg-Vorpommern. Bis heute bleibt er seiner mecklenburgischen Heimat treu.“

2002 bis 2008 kehrte der Künstler zeitweise auf die verwilderte Halbinsel Wustrow zurück, wo er in einer Strandhütte lebte und arbeitete. 2013 erwarb das Staatliche Museum Schwerin mit Unterstützung des Bundes und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung 13 Werke von Günther Uecker und verfügt damit über die größte Sammlung des Künstlers in Norddeutschland. Ihm zu Ehren erhielt die Landesbibliothek M-V 2015 den Namenszusatz Günther Uecker. Typisch für seine Kunst seien seine Nagelbilder. Aber natürlich habe er sich noch mit vielem anderen beschäftigt. Religion, Fremdenhass, Frieden sind seit jeher Themen, die er künstlerisch verarbeitet.

Dem Schweriner Dom habe er mit seinen Lichtbogenfenstern ein wunderbares Geschenk gemacht. „Ich danke dem Künstler für die Zeit, die er sich dafür genommen hat und für seine Kunstwerke. Uecker hat sich auf die Geschichte und die Atmosphäre des Doms eingelassen: bei den Entwürfen, bei der Zusammenarbeit mit der Gemeinde und auch bei der Fertigstellung. Vielen Dank dafür“, sagte die Ministerpräsidentin. Dazu kommt sein Einsatz für Kultur und unser kulturelles Erbe. „Günther Uecker gilt als derzeit bedeutendster lebende Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern und als einer der wichtigsten deutschen Künstler der Gegenwart mit weltweiter Reputation. Er wird in unserem Land sehr geschätzt und geehrt.“

Für seine umfangreichen Verdienste wurde Günther Uecker 2023 mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Sport in M-V

Schwesig: Johannes Wienecke hat Großes für den Sport in M-V geleistet

Schwerin – Heute hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Schweriner Staatskanzlei Johannes Wienecke mit dem Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern für sein Wirken beim SSC Palmberg Schwerin ausgezeichnet. „Herr Wienecke hat etwas ganz Besonderes für den Sport in unserem Land geleistet, über viele Jahre hinweg“, betonte die Ministerpräsidentin.

Hinter jedem erfolgreichen Sportler würden erfahrene Trainerinnen und Trainer, Physiotherapeuten, Sponsoren, Freunde und Familie stehen. Aber auch gute Vereine, die für optimale Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten sorgen. „Ein solcher Verein ist der SSC Palmberg Schwerin. Schon zu DDR-Zeiten gehörte der Sportverein zu den erfolgreichsten Volleyball-Teams Europas. Dass der SSC auch mit der Deutschen Einheit so erfolgreich geblieben ist, ist auch das Verdienst von Herrn Wienecke. Mit unzähligen Meistertiteln spielt die Volleyball-Damenmannschaft ganz vorn mit. Sie ist ein Aushängeschild für das Sportland Mecklenburg-Vorpommern.“

Über 30 Jahre lang war er für den Schweriner Sportclub tätig, davon 23 Jahre als Präsident. Mit großer Leidenschaft für den Sport, mit Ideenreichtum und Ausdauer hat er den SSC weit getragen im Leistungs- wie im Breitensport. Je größer der Verein, je erfolgreicher die Athletinnen und Athleten, die Mannschaften wurden, umso mehr Aufgaben übernahm Herr Wienecke: bessere Trainings- und Spielmöglichkeiten, Sponsoring, Mammutprojekte wie den Bau des Vereinsheims und den Anbau für die Palmberg-Arena. „Heute ist der SSC ein sportlicher Leuchtturm in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus, gerade im Volleyball. Bei Herrn Wienecke spürt man die Liebe zu seinem Verein ganz deutlich. Da ist eine ganz besondere Energie, eine große Leidenschaft, die ihn nicht loslässt“, so die Ministerpräsidentin.

Vorgesehen war die Auszeichnung auf dem Neujahresempfang der Ministerpräsidentin. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Herr Wienecke nicht teilnehmen.