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Autor: Rügenbote

Förderung der Kanurenngemeinschaft Schwerin

Schwerin – Für die Sanierung und Instandsetzung der Sanitäranlagen im Vereinshaus hat Sportministerin Stefanie Drese am Montag der Kanurenngemeinschaft Schwerin e. V. (KRG) einen Fördermittelbescheid in Höhe von gut 47.000 Euro übergeben. Die Mittel stammen aus dem Bürgerfonds des Landes für ehrenamtliche Vorhaben.

„Die KRG Schwerin ist eine Institution im Kanurennsport und Drachenboot. Vor allem die Jugendarbeit des Vereins ist vorbildlich sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport“, betonte Drese bei ihrem Besuch am Faulen See.

Generationen von Kindern und Jugendlichen hätten hier ihren ersten Kontakt mit dem Paddeln gehabt und seien im Kanusport ausgebildet worden. Auch als Veranstalter diverser Wettkämpfe habe die KRG sich landes- und bundesweit einen Namen gemacht. Neben dem Schweriner Drachenbootfest am Faulen See organisiere der Verein regelmäßig die Landes-Kanu-Meisterschaften in Schwerin, so Drese

Die Ministerin hob dabei auch die großen Erfolge der KRG hervor. So gewannen Athletinnen und Athleten des Vereins seit 1990 19 Deutsche Meistertitel, davon sieben im Nachwuchsbereich. Die Kanurenngemeinschaft Schwerin gehöre damit zu den besten Nachwuchsvereinen Deutschlands.

„Leider können die Sanitäranlagen da nicht mithalten. Um den Trainings- und Wettkampfbetrieb aufrechterhalten zu können, den Kindern, Jugendlichen und weiteren Vereinsmitgliedern eine moderne und sichere Infrastruktur zu bieten und damit den langfristigen Fortbestand des Vereins zu sichern, ist eine grundlegende Sanierung des Sanitärbereiches dringend erforderlich. Mit den Fördermitteln aus dem Bürgerfonds unterstützen wir die KRG dabei, funktionale und hygienische Duschen und Umkleideräume herzurichten“, verdeutlichte Drese.

Landesweites Buchprojekt stärkt Sprachkompetenz von Kindern

Oldenburg: „Lesereise MV“ bietet für allen Mädchen und Jungen tolle Geschichten, die sie auf ihrem Weg in die Schule begleiten

Lesereise MV: Coves des neuem Buches

Schwerin – Mit dem landesweiten Buchprojekt „Lesereise MV“ startet Mecklenburg-Vorpommern eine zentrale Initiative zur frühen Sprach- und Leseförderung.

Auf der morgigen Auftaktveranstaltung in Greifswald stellen das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung und die Projektpartner das neue Geschichtenbuch „Blätter rauschen, laut und leise. Mach dich auf die Lesereise!“ erstmals vor. Das Projekt ist Teil der ganzheitlichen Sprachbildungsstrategie des Landes für Kita und Schule.

„Für kleine Kinder ist das Vorlesen das Größte: Es fördert die Sprachentwicklung, stärkt die Konzentration und ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zum Lesenlernen. Die Mädchen und Jungen in MV erhalten nun ein Buch mit tollen Geschichten, das sie von der Kita bis in die Schule begleitet“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg im Vorfeld der Buchvorstellung.

„Mit dem Projekt ‚Lesereise MV‘ verfolgen wir das Ziel, allen Kindern in Mecklenburg-Vorpommern – unabhängig von Herkunft oder sozialem Umfeld – einen guten und einheitlichen Start in ihren Bildungsweg zu ermöglichen.“

Ein Buch für alle Kita-Kinder im Land

Ab April 2026 erhalten alle 4- bis 5-jährigen Kinder in Kindertageseinrichtungen ein eigens entwickeltes Geschichtenbuch. Die Übergabe erfolgt landesweit am 23. April 2026, dem Internationalen Tag des Buches. Das Buch begleitet die Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule.

Es enthält Geschichten, Reime, Bilder und Rätsel, die zum Mitmachen, Nachdenken und Erzählen anregen. „Ich freue mich, dass im Buch Texte von bundesweit renommierten Kinderbuchautorinnen und -autoren wie Kirsten Boie und Paul Maar vertreten sind. Darüber hinaus konnten wir auch Autorinnen und Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern für unser Projekt gewinnen. Auch die Illustrationen greifen regionale Bezüge auf und machen das Buch zu einem Stück gelebter Heimat“, sagte die Ministerin.

Ergänzt wird das Geschichtenbuch durch ein kostenfreies Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte sowie durch Workshops für Eltern. In diesen erfahren sie, wie das Buch gezielt zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz eingesetzt werden kann – in der Kita, in der Familie und in Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken. Ein Online-Portal, das in Kürze freigeschaltet wird, stellt zusätzlich Materialien, Anleitungen und Impulse für Fachkräfte und Eltern bereit. Erste Workshops in Parchim, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Greifswald haben bereits stattgefunden.

Teil einer umfassenden Sprachbildungsstrategie

Die „Lesereise MV“ ist ein Modellprojekt innerhalb der durchgängigen Sprachbildungsstrategie Mecklenburg-Vorpommerns, die alle Bildungsetappen von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Bildung umfasst. Ziel ist es, bildungssprachliche Kompetenzen systematisch aufzubauen, Übergänge zu stärken und Chancengleichheit zu fördern.

Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung stellt für das Modellprojekt „Lesereise MV“ 350.000 Euro im Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2027 zur Verfügung. Projektträger ist der Verein „Aktion Sonnenschein MV“. Das Buch erscheint im Carlsen Verlag.

Neue Regelungen für Förderung von Gedenkstättenfahrten

Oldenburg: Besuche von Orten ermöglichen, an denen Geschichte erlebbar wird

Schwerin – Schulen können einen höheren Zuschuss für Gedenkstättenfahrten erhalten und die Förderung leichter beantragen. Das Land hat die Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Schulfahrten zu KZ-Gedenkstätten, zu Gedenkstätten und -orten für Opfer der jüngeren deutschen Geschichte und zu Stätten des natur- und kulturhistorischen Erbes überarbeitet. Die neuen Regelungen sind mit dem 1. Januar 2026 in Kraft getreten und gelten für alle allgemein bildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft.

„Gedenkstättenfahrten sind ein ganz wichtiger Teil der Erinnerungsarbeit. Die neuen Regelungen erleichtern Schulen die Planung, stärken pädagogische Freiräume und ermöglichen mehr Schülerinnen und Schülern Geschichtserfahrungen an authentischen Orten. Bei der Neuregelung sind wir vielen Wünschen von Lehrkräften und Rückmeldungen der Schulen nachgekommen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die wichtigsten fünf Änderungen im Überblick: 

  • Vereinfachtes Antragsverfahren

Der bisherige Einreichungstermin (15. November) entfällt. In die Schulfahrtenjahresplanung müssen die Gedenkstättenfahrten nicht mehr aufgenommen werden, wie es sich Lehrkräfte vielfach gewünscht haben. Anträge können nun fortlaufend gestellt werden. Lediglich 12 Wochen vor Beginn der Fahrt muss der Antrag bei der Bewilligungsbehörde vorliegen. Für allgemein bildende Schulen ist es das zuständige Staatliche Schulamt. Für berufliche Schulen ist das Bildungsministerium die zuständige Bewilligungsbehörde.

  • Erhöhter Zuschuss: bis zu 600 Euro pro Klasse

Der Zuschuss steigt von bisher 500 auf 600 Euro je teilnehmender Klasse, um die gestiegenen Fahrtkosten – insbesondere im Busverkehr – aufzufangen.

  • Umfangreiches pädagogisches Konzept entfällt

Künftig genügt eine kurze Bestätigung, dass die Fahrt in den Unterricht eingebunden ist und mit dem Lernort abgestimmt wird. Auch dies entspricht den vielfachen Anregungen der Lehrkräfte nach einer Vereinfachung des Verfahrens.

  Bildungszugänge für jüngere Jahrgangsstufen erweitert

Neu ist auch, dass Gedenkstättenfahrten bereits vor der Jahrgangsstufe 7 gefördert werden können, sofern eine pädagogische Begründung vorliegt. Viele Lernorte unterbreiten zunehmend besondere Angebote für jüngere Schülerinnen und Schüler. Das Land trägt diesen Entwicklungen Rechnung.

  • Inhaltliche Kriterien haben Priorität

Die bisherige Anlage der Richtlinie mit einer Auflistung förderfähiger Orte ist entfallen. Durch die Übersicht entstand der Eindruck auf Vollständigkeit. Stattdessen definiert die neue Richtlinie klare inhaltliche Kriterien, über welche Voraussetzungen die außerschulischen Lernorte verfügen müssen, damit die Schule eine Förderung erhält. Hierzu zählen das Angebot, die Bedeutung und Eignung für das Erschließen historischer Zusammenhänge.

Die Neufassung der Richtlinie setzt zentrale Elemente des Landtagsbeschlusses „Demokratische Erinnerungskultur an Schulen stärken“ vom 27. Januar 2023 um. „Wir wollen Schülerinnen und Schülern Besuche von Orten ermöglichen, an denen Geschichte greifbar wird. Mit den neuen Regelungen schaffen wir dafür verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte die Bildungsministerin.

Die neue Richtlinie ist auf den Internetseiten des Bildungsministeriums im Mitteilungsblatt 15/2025 einsehbar.

Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ auf der Grünen Woche verliehen

Berlin – Im Rahmen der Grünen Woche ist heute in der MV-Halle 5.2b das Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ an weitere Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern verliehen worden. Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus würdigte bei der Auszeichnung das Engagement der Betriebe für regionale Wertschöpfung, Qualität und Transparenz.

„123 verliehene Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ stehen für Natürlichkeit, Handwerkskönnen und Innovation von kleinen und großen Herstellern und Händlern aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit unserem Regionalzeichen machen wir auf unsere tollen Produkte aufmerksam und werben gemeinsam dafür. Es ist ein Erkennungszeichen für Gutes aus unserem Land. Das Regionalzeichen hilft den Unternehmen, die Produkte zu vermarkten und den Kundinnen und Kunden schnell und einfach regional einzukaufen und zu genießen. Schön wenn immer mehr Unternehmen mitmachen! Es stärkt das Urlaubsland MV mit einer größeren Vielfalt an kulinarischen Souvenirs. Ob Bier, Eis oder Schokolade: es gibt nichts, was unsere Regionalproduzenten nicht können.“

Minister Backhaus ergänzte: „Das Regionalzeichen ist mehr als ein Herkunftshinweis. Es steht für Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern, für mindestens einen regionalen Wertschöpfungsschritt sowie für die Einhaltung klar definierter Qualitäts- und Herkunftskriterien. Seit seiner Einführung auf der Grünen Woche 2023 habe sich das Zeichen dynamisch entwickelt: Inzwischen nutzen mehr als 120 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern das Regionalzeichen – Tendenz steigend. Warum ist Regionalität wichtig? Regionale Lebensmittel stehen für Qualität, Vertrauen und Verantwortung. Sie sichern Wertschöpfung vor Ort, schaffen Arbeitsplätze und geben Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung.“

In diesem Jahr wurden Unternehmen ausgezeichnet, die beispielhaft zeigen, wie vielfältig Regionalität gelebt werden kann. Jackle & Heidi stehen für handwerklich hergestellte Produkte und kreative regionale Ideen – vom Start in der heimischen Garage bis zur landesweiten Präsenz. Das Studierendenwerk Greifswald beweist mit Projekten wie RegioVers und dem RegioTeller in der Mensa Neubrandenburg, dass regionale und nachhaltige Lebensmittel auch in der Gemeinschaftsverpflegung erfolgreich umgesetzt werden können. Das EDEKA Center Stralsund zeigt, welche Schlüsselrolle der Lebensmitteleinzelhandel bei der Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe spielt – mit regionalen Sortimenten, kurzen Lieferketten und enger Zusammenarbeit mit Produzentinnen und Produzenten aus MV.

„Alle ausgezeichneten Unternehmen tragen dazu bei, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und Mecklenburg-Vorpommern als Genuss- und Herkunftsregion weiter zu profilieren“, betonte Backhaus.

Der Minister dankte zudem der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern als verlässlichem Partner bei der Vergabe und Weiterentwicklung des Regionalzeichens sowie allen Beteiligten, die dieses Erfolgsmodell mit Leben füllen.

Die Verleihung des Regionalzeichens ist ein fester Bestandteil des Landesauftritts Mecklenburg-Vorpommerns auf der Grünen Woche und unterstreicht die Bedeutung regionaler Lebensmittel für Verbrauchervertrauen, Wertschöpfung und Ernährungssicherheit.

Schwesig: EU darf sich nicht aus dem ländlichen Raum zurückziehen

Berlin – Der Auftakt der Grünen Woche 2026 war für Mecklenburg-Vorpommern ein voller Erfolg. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum Abschluss ihres Besuches der Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. „Die große MV-Familie präsentiert sich wunderbar und überzeugt mit tollem Handwerk, frischen Ideen und großer Herzlichkeit. Davon konnte ich mir beim Eröffnungsempfang und auf meinen Rundgängen selbst ein Bild machen.“

Schwesig sagte weiter: „MV präsentiert sich seit 25 Jahren auf der Grünen Woche. Deshalb ist die Partnerschaft in diesem Jahr zum 100. Geburtstag der Grünen Woche etwas Besonderes. Wir präsentieren uns auf der Grünen Woche mit unserer starken Land- und Ernährungswirtschaft, mit Forst, Fischerei und Gartenbau und auch als Tourismusland. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe viele Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die mit Überzeugung für die eigenen Produkte und unser Land werben.“ Auch über die Sorgen und Nöte der Branche sei gesprochen worden.

Während ihres Besuches tauschte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Bundesumweltminister Carsten Schneider, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und dem Präsidenten des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern Karsten Trunk über die Zukunft der Landwirtschaft aus. Die Ministerpräsidentin sagte im Anschluss: „Die EU darf sich nicht aus den ländlichen Räumen zurückziehen, da bin ich mit dem Präsidenten unseres Bauernverbandes einer Meinung. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die EU-Agrarförderung nicht gekürzt wird. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Ostdeutschland dürfen nicht benachteiligt werden.“

Die Agrarförderung müsse so gestaltet werden, dass jeder Hektar gleich viel wert ist. „Meine Erwartung an den Bundeskanzler ist, dass er sich für die ländlichen Räume stark macht und dazu klare Worte findet, Das habe ich auch bei einem Zusammentreffen mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer deutlich gemacht.“

Der ländliche Raum sei Lebensraum für viele Menschen. Diese hätten Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. „Die großen Proteste vor zwei Jahren haben gezeigt, dass Landwirtinnen und Landwirte gesehen und ernst genommen werden wollen, auf Augenhöhe und als Partner. Wir wollen weiter gute regionale Produkte aus Deutschland. Wir wollen eine starke Landwirtschaft, die Partnerin beim Klima- und Tierschutz und der Energiewende ist. Dazu braucht es Anreize, Angebote und Unterstützung“, sagte Schwesig.

Bund muss Schwebezustand bei der Krankenhausreform beenden

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat am Sonnabend auf dem Konvent der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie den schnellen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens bei der Krankenhausreform gefordert. Gleichzeitig verdeutlichte Drese, dass sich die Landesregierung bis zur Verabschiedung des Gesetzes vehement dafür einsetzt, dass die besonderen regionalen Gegebenheiten Mecklenburg-Vorpommerns – große Entfernungen, demografischer Wandel und Fachkräftesicherung – bei der Umsetzung der neuen Vorgaben angemessen berücksichtigt werden.

Die Ministerin betonte, dass die aktuellen Reformen auf Bundesebene, insbesondere die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses sowie die Einführung neuer Leistungsgruppen im Rahmen der Krankenhausreform, einen tiefgreifenden Strukturwandel bedeuten. Sie verfolgen das Ziel, Qualität, Transparenz und Patientensicherheit zu stärken. Zugleich sind diese Veränderungen für die Kliniken, Fachdisziplinen und Beschäftigten mit großen Herausforderungen verbunden.

„Der derzeitige Schwebezustand führt zur großen Verunsicherung bei den Krankenhäusern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch die für die Krankenhaus-Planung zuständigen Bundesländer erwarten eine zeitnahe Abstimmung des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) im Bundestag, damit Rechtssicherheit für die Krankenhausplanungsprozesse in den Ländern besteht“, sagte Drese anlässlich ihres Vortrags vor leitenden Thoraxchirurginnen und -chirurgen in Groß Nemerow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Dazu gehört im Bereich der Thoraxmedizin, eine leistungsfähige Brustkorb- und Lungenchirurgie braucht klare Strukturen, verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für Standorte, Personal und Weiterbildung, so Drese.

„Der Konvent, den in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern ausrichten darf, bietet aus meiner Sicht eine wichtige Plattform, um die Auswirkungen der neuen Regelungen offen zu diskutieren und fachlich fundierte Perspektiven zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Der Konvent der Leitenden Thoraxchirurginnen und Thoraxchirurgen ist eine wichtige Arbeitsgruppe innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT), die die Interessen der Chefärzte und leitenden Ärzte in der nicht-universitären Thoraxchirurgie vertritt, sich mit berufspolitischen Themen, Qualitätssicherung und Weiterbildung beschäftigt und regelmäßig Fachtagungen organisiert, um den Austausch und die Vertretung des Fachbereichs zu stärken. Er dient als Plattform, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen, wie z.B. die Ambulantisierung und die Krankenhausstruktur, und arbeitet eng mit anderen Fachverbänden zusammen, um die Stimme der Thoraxchirurgie zu verstärken.

Ministerin Drese zu Besuch bei der Aidshilfe

Rostock – Am Donnerstag, den 15.01.2026, besuchte Gesundheitsministerin Stefanie Drese die Aidshilfe in Rostock und folgte damit der Einladung des gemeinnützigen Vereins. Im gemeinsamen Gespräch informierten der Sexualpädagoge (gsp) Tom Scheel und der Sozialarbeiter Robert Holz über ihre Arbeit und die aktuellen Herausforderungen.

Die Rostocker Aidshilfe trägt den Namen Centrum für Sexuelle Gesundheit (CSG). Das Fachkräfteteam führt Veranstaltungen der sexuellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen durch, begleitet HIV-positive Menschen und bietet Beratung zu Themen der Sexualität sowie STI-Testungen an.

Im Jahr 2025 sind die Beratungsanfragen und Testzahlen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen im CSG deutlich gestiegen. Eine Ursache für diese Entwicklung sehen die Aidshilfe-Mitarbeiter im Rückzug anderer öffentlicher Stellen im Gesundheitswesen aus diesem Bereich. So gab es einen partiellen Ausfall beim Gesundheitsamt (GA) der Hansestadt Rostock und hat das Landesgesundheitsamt seine HIV- und STI-Sprechstunde zum Jahresanfang eingestellt.

„Das CSG leistet seit Jahrzehnten sehr gute Arbeit. Mit nur zwei Mitarbeitern sind sie in drei Kommunen im Bereich STI-Beratung und Prävention tätig“, äußerte Ministerin Drese ihre Anerkennung für das Engagement der Aidshilfe und sagte dieser ihre volle Unterstützung zu.  So sah die Ministerin u.a. Potentiale in gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Drese: „Die Gewährleistung eines erreichbaren Test- und Beratungsangebotes für sexuell übertragbare Erkrankungen sowie die Stärkung von Prävention und Aufklärung ist enorm wichtig. Die Anzahl von Personen, die von ihrer HIV-Infektion noch nichts wissen, muss weiter reduziert werden. Sobald die Infektion bekannt ist, kann eine wirksame Therapie begonnen werden. Die Personen erkranken dann nicht mehr an AIDS und HIV-Neuinfektionen werden weiter reduziert.“

Drese äußerte vor diesem Hintergrund ihre Erwartung, darüber, dass das Gesundheitsamt der Hansestadt Rostock personell wieder so aufgestellt wird, dass die gemäß § 19 IfSG pflichtige Aufgabe wieder aufgenommen werden kann.

In MV leben nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts rund 1.000 Menschen mit einer HIV-Infektion, von denen ca. 200 nichts von ihrer Infektion wissen. 2024 kam es zu 60 Neuinfektionen, 5 Menschen starben an den Folgen. Eine HIV-Infektion ist heute gut behandelbar. Frühzeitig diagnostiziert und therapiert ist eine normale Lebenserwartung möglich. Wichtig dafür seien vor allem Wissen um Risiken und niedrigschwellige Testangebote, so Tom Scheel und Robert Holz vom CSG.

Zwölfte Runde des Mentorings für Frauen in Führungspositionen

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Unser Ziel ist es, dass Chefinnen nicht die Ausnahme, sondern Normalität sind.“

Güstrow – „Wir starten heute den zwölften Durchgang der ‚Fortbildungsreihe für Frauen in Führungspositionen der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern‘. Wieder sind es zwölf Teilnehmerinnen. Sie werden in den nächsten Monaten ein Netzwerk aufbauen können und von ihren Mentorinnen und Mentoren fit für die Führungsverantwortung gemacht. Die Ausdauer dieses Mentoring-Programms zeigt, wie wertvoll es ist. Die Förderung von Frauen für Führungspositionen wird auch dann erst weniger wichtig, wenn die Besetzung der leitenden Posten mit Frauen keine Ausnahme, sondern Normalität ist“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Feierstunde an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow.

„Heute wird auch der elfte Durchgang erfolgreich abgeschlossen. Zwölf Teilnehmerinnen aus der Landesverwaltung erhalten ihre Zertifikate. Sie haben in den vergangenen Monaten die Erfahrung machen dürfen, wie wertvoll ein Mentoring-Programm ist. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren vermitteln Wissen und zeigen Wege auf, bei denen sie auch unterstützen können. Die Fortbildung für Frauen in Führungspositionen hilft vor allem auch der Landesverwaltung selbst. Der Blick von Frauen auf Abläufe und Entscheidungen macht den Erfolg und die Vielfalt aus“, erklärt die Gleichstellungsministerin.

„Aber wir müssen auch deutlich sagen, dass Mentoring allein nicht ausreicht. Wenn Frauen in Führungspositionen aufsteigen sollen, brauchen sie dafür ein für sie förderliches Umfeld. Die Auswertung der Zielvereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils zeigt klar, dass dort, wo Behördenleitungen gezielt unterstützen, die Zahlen von Frauen in Führungspositionen steigen. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür, dass auch direkte Vorgesetzte die begleitenden Angebote wie das Programm ‚Aufstiegsförderliche Führung‘ nutzen. Denn Führung bedeutet immer auch Selbstreflexion, die am Ende allen Mitarbeitenden zugutekommt“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

„Der zwölfte Durchgang startet in einem Jubiläumsjahr. Mecklenburg-Vorpommern hat seit 2016 das Gleichstellungsgesetz. Es wirkt seit zehn Jahren. Gleichstellung haben wir aber noch nicht erreicht, daher wird das Gesetz weiterhin gebraucht. Wir als Landesregierung sind dazu verpflichtet, bei der Besetzung der Führungsposten und bei der Gleichstellung von Frauen und Männern stets mit gutem Vorbild voranzugehen. Die Zielvereinbarung mit ihren Kontrollmechanismen der regelmäßigen Berichte ist dabei die Richtschnur. Daher ist im Koalitionsvertrag von SPD und LINKE auch festgeschrieben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen, eben auch in der Landesverwaltung“, sagt Gleichstellungministerin Jacqueline Bernhardt in Güstrow.