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Kategorie: Tourismus

Saisonstart auf dem Campingplatz Prerow

Neuer Betreiber setzt auf naturverträglichen Tourismus 

Prerow – Mit einer Informationsveranstaltung für Dauercamperinnen und Dauercamper startet das Ahoi Camp Darß heute in seine erste vollständige Saison unter neuer Leitung. Umweltminister Dr. Till Backhaus kann den Auftakt nicht persönlich begleiten, stellte aber vorab die besondere Verbindung von Mensch und Natur in den Mittelpunkt:

„Unsere Nationalparke sind Orte, an denen Menschen Natur in ihrer Ursprünglichkeit erleben können – und gleichzeitig Verantwortung für ihren Schutz übernehmen. Genau darum geht es auch hier in Prerow“, sagte Minister Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, dem Nationalpark Jasmund und dem Nationalpark Müritz über drei einzigartige Schutzgebiete. Zusammen umfassen sie mehrere zehntausend Hektar wertvoller Natur – von dichten Buchenwäldern über weitläufige Seenlandschaften bis hin zu sensiblen Küsten- und Meeresräumen. Gerade der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft steht in besonderer Weise für den Schutz unserer Ostsee und ihrer empfindlichen Lebensräume.

„Der Schutz unserer Meere und Küsten ist eine zentrale Aufgabe unserer Zeit. Die Boddenlandschaft zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll und zugleich verletzlich diese Ökosysteme sind“, betonte Backhaus.

Der Campingplatz Prerow liegt inmitten dieses sensiblen Naturraums und wird nun mit dem Ahoi Camp Darß behutsam weiterentwickelt. Ziel ist es, Naturerlebnis und Naturschutz in Einklang zu bringen und gleichzeitig einen hochwertigen, familienfreundlichen Tourismus zu ermöglichen.

Minister Backhaus hatte sich persönlich intensiv für eine langfristige und tragfähige Lösung für den Standort eingesetzt und den gesamten Prozess aktiv begleitet.

„Mir war wichtig, dass wir für diesen besonderen Ort eine Perspektive schaffen, die sowohl der Natur als auch den Menschen gerecht wird. Das ist uns mit dem neuen Konzept gelungen“, so Backhaus.

Grundlage für die Neuausrichtung war ein transparentes Interessenbekundungsverfahren, aus dem das Ahoi Camp Darß als überzeugendster Anbieter hervorging. Ziel war es, einen nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb mit den hohen Anforderungen des Nationalparks in Einklang zu bringen.

Im November 2025 wurde ein langfristiger Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren geschlossen und damit die Grundlage für eine stabile Entwicklung geschaffen.

Mit der Saison 2026 beginnt nun die schrittweise Umsetzung des Konzepts, das auf naturverträgliche Gestaltung, nachhaltige Materialien und klare Regeln für den Schutz sensibler Flächen setzt.

„Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern einen wundervollen und unvergesslichen Urlaub hier bei uns – in einer einmaligen Landschaft, die wir gemeinsam schützen und bewahren“, sagte Backhaus.

Wiedereröffnung des DB-Reisezentrums Stralsund

Ines Jesse: „Wir sichern den Fortbestand von Reisezentren in unserem Land.“

Stralsund – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Stralsund Hbf das DB-Reisezentrum wiedereröffnet. Nach einer grundlegenden Sanierung des Bahnhofsgebäudes hat die Deutsche Bahn das Reisezentrum umfassend modernisiert.

„Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive stellen wir als Land Mecklenburg-Vorpommern den Fortbestand des Reisezentrums in Stralsund und in vielen weiteren Städten in Mecklenburg-Vorpommern sicher. Dies finanzieren wir mit etwa 700.000 Euro pro Jahr“, so Staatssekretärin Jesse.

Die folgenden sieben Reisezentren bleiben erhalten: Schwerin Hbf, Rostock Hbf, Neubrandenburg Hbf, Bf. Greifswald, Stralsund Hbf, Bf. Wismar und Bf. Bergen auf Rügen. Für das Reisezentrum in Güstrow wird ab 2027 ein neues Konzept im Rahmen einer ganzheitlichen Mobilitätsagentur angestrebt. Im Rahmen der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum sowie in den größeren Städten setzt das Land damit weiter auf eine qualitativ hochwertige Reiseberatung – direkt vor Ort sowie in Stralsund Hbf unterstützt durch digitalen, personenbedienten Service mit Hilfe eines neuen Fahrkartenautomaten mit Videofunktion.

„Mit dem modernen Videoautomaten schaffen wir in Stralsund zudem ein neues Serviceangebot, das eine zusätzliche Möglichkeit für persönliche Beratungen schafft. Der Stralsunder Hauptbahnhof wird damit Pilotstandort für diese Technologie, die in Mecklenburg-Vorpommern erstmals zum Einsatz kommt. Daneben verbleibt die persönliche Beratung der Fahrgäste im Reisezentrum“, so Staatssekretärin Ines Jesse.

Multifunktionsgebäude im minimare Entdeckerpark eröffnet

Jochen Schulte: „Mit gezielten Investitionen in touristische Infrastruktur stärken wir die regionale Wertschöpfung nachhaltig.“

Kalkhorst – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute das neue Multifunktionsgebäude im minimare Entdeckerpark in Kalkhorst feierlich eröffnet. Mit dem Neubau wird das touristische Angebot der Gemeinde gezielt erweitert und ganzjährig noch attraktiver.

„Mit dem Multifunktionsgebäude entsteht ein modernes ‚Haus des Gastes‘, das den Tourismusstandort Kalkhorst nachhaltig stärkt. Mit solchen gezielten Investitionen erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Region, schaffen zusätzliche Wertschöpfung und sichern Beschäftigung in unserem Land“, so Staatssekretär Schulte.

Das Vorhaben wurde in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Bereits im Jahr 2019 wurde die Parkanlage des Miniaturparks fertiggestellt. Mit der heutigen Eröffnung des Multifunktionsgebäudes wird das Gesamtprojekt abgeschlossen. Das Gebäude umfasst unter anderem einen Eingangsbereich mit Tourismusinformation, einen Multifunktionsraum mit Muschelmuseum, einen großen Indoorspielbereich sowie ergänzende Service- und Personalbereiche. Ein gastronomischer Bereich wird separat betrieben.

Die Entwicklung des minimare Entdeckerparks ist eng mit der touristischen Profilierung der Gemeinde verbunden. Kalkhorst wurde bereits im Jahr 2022 durch das Wirtschaftsministerium als staatlich anerkannter Tourismusort ausgezeichnet. Die neue Infrastruktur trägt dazu bei, die Aufenthaltsqualität weiter zu erhöhen und zusätzliche Gäste für die Region zu gewinnen.

Das Ministerium hat das Gesamtvorhaben umfassend unterstützt. Für den zweiten Bauabschnitt wurden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) Fördermittel in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro bereitgestellt. Ergänzend wurden Kofinanzierungshilfen des Landes gewährt.

„Die gezielte Förderung touristischer Infrastruktur ist ein zentraler Baustein unserer Wirtschafts- und Tourismuspolitik. Gerade in ländlichen Räumen schaffen solche Projekte bedarfsgerechte Angebote für Gäste und Arbeitsplätze für Einheimische und stärken damit die regionale Entwicklung“, so Staatssekretär Schulte.

Der minimare Entdeckerpark liegt in unmittelbarer Nähe zum Ostseeküstenradweg und ist ein wichtiger Anlaufpunkt für den Tourismus in der Region. Mit dem abgeschlossenen Ausbau wird das Angebot nun ganzjährig nutzbar und weiter aufgewertet.

Campingtourismus: Neue Waldabstandsregelung zum Saisonstart

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stärkt den Campingtourismus im Land. Mit einer Änderung der Waldabstandsverordnung schafft die Landesregierung neue Möglichkeiten, bestehende Campingplätze zu modernisieren und an aktuelle touristische Standards anzupassen. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat die entsprechende Änderungsverordnung am 12. März 2026 unterzeichnet. Sie soll zum 1. April 2026 – pünktlich zum Start der neuen Campingsaison – in Kraft treten.

„Camping gehört zu den erfolgreichsten touristischen Angeboten in Mecklenburg-Vorpommern. Viele Gäste schätzen besonders die naturnahen Plätze an Seen, Küsten und in unseren Wäldern. Deshalb ist es wichtig, dass Betreiber ihre Anlagen modernisieren und an die Erwartungen der Gäste anpassen können“, sagte Backhaus.

Mehr Möglichkeiten zur Modernisierung bestehender Campingplätze

Die Änderung der Waldabstandsverordnung ermöglicht künftig bauliche Anpassungen auf bestehenden Camping- und Wochenendplätzen, auch wenn der gesetzliche Waldabstand unterschritten wird. Das heißt, der gesetzliche Waldabstand von 30 Metern bleibt grundsätzlich bestehen. Neu ist, dass bei bestehenden Anlagen Ausnahmen zugelassen werden können, damit notwendige Modernisierungen auch innerhalb des Abstands möglich werden. Damit können unter Bestandsschutz stehende Anlagen an heutige Qualitätsanforderungen angepasst werden. Dazu gehören beispielsweise moderne Sanitäranlagen, barrierefreie Infrastruktur, energieeffiziente Gebäude oder zeitgemäße Serviceeinrichtungen.

Wenn eine Sanierung bestehender Anlagen wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, können künftig auch Ersatzneubauten am gleichen Standort zugelassen werden. In Einzelfällen sind zudem nicht wesentliche Erweiterungen oder Verlagerungen innerhalb des bestehenden Platzgeländes möglich.

„Mit der neuen Regelung schaffen wir mehr Planungssicherheit für Betreiber. Sie können ihre Plätze weiterentwickeln und in Qualität investieren, ohne dass unnötige bürokratische Hürden Modernisierungen blockieren“, erklärte Backhaus.

Tourismus und Schutz des Waldes gemeinsam im Blick

Viele Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern liegen in unmittelbarer Nähe zu Waldflächen. Die neue Regelung erleichtert notwendige Anpassungen, ohne den Schutz des Waldes aus dem Blick zu verlieren.

„Unser Anspruch ist, Tourismusentwicklung und den Schutz des Waldes zusammenzudenken. Die neue Verordnung zeigt, dass beides möglich ist: attraktive Angebote für Gäste und gleichzeitig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Wäldern“, sagte Backhaus.

Auch künftig gilt: Die Regelungen betreffen ausschließlich den Waldabstand bestehender Anlagen. Alle Vorhaben müssen weiterhin den bau- und naturschutzrechtlichen Vorgaben entsprechen. Zudem bleiben die Verkehrssicherungspflichten und Schutzanforderungen für den Wald unverändert bestehen. Die Anpassungen schaffen somit mehr Flexibilität für Modernisierungen, ohne die grundlegenden Schutzprinzipien des Waldrechts aufzugeben.

Wasserwanderrastplatz am Brunkowkai eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Mit der Modernisierung des Brunkowkais stärken wir die maritime Infrastruktur und schaffen attraktive Angebote für den Wassertourismus der Hansestadt Wismar.“

Wismar – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Wismar den zweiten Bauabschnitt des Wasserwanderrastplatzes am Brunkowkai im Alten Hafen offiziell eröffnet und einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben übergeben. In die Erneuerung der Kaianlage sowie in Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wurden insgesamt rund 8,5 Millionen Euro investiert, darunter rund 3,95 Millionen Euro des Wirtschaftsministeriums aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Die Entwicklung des Wassersports und des Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ist eine echte Erfolgsgeschichte. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde in erheblichem Umfang in den Ausbau maritimer Infrastruktur investiert. Die Hansestadt Wismar ist ein bevorzugter Zielhafen für Wasserwanderer – und der Bedarf an touristischen Liegeplätzen im Stadtzentrum ist spürbar gewachsen.

Mit der heutigen Eröffnung wird ein Bereich, der über Jahre hinweg land- und wasserseitig nicht mehr nutzbar war, wieder zugänglich gemacht. Mit der Erneuerung der Kaianlage verbinden wir Hochwasserschutz, moderne Hafeninfrastruktur und touristische Aufwertung und setzen nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung, Tourismus und regionale Wertschöpfung“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Zuge der Maßnahme wurde die Ufereinfassung am Brunkowkai auf einer Länge von rund 140 Metern grundlegend erneuert. Ergänzend wurde zur Verbesserung des Hochwasserschutzes eine landseitige Hochwasserschutzwand errichtet, die die bestehende Lücke zwischen den angrenzenden Kaianlagen schließt und auf eine Schutzhöhe von 2,25 Meter ausgelegt ist.

Dabei wurde statisch eine Ausbaureserve berücksichtigt, um künftig ein höheres Schutzniveau realisieren zu können. Die landseitigen Flächen wurden neugestaltet, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den Bereich touristisch aufzuwerten. Wasserseitig wurden zudem zwei neue Schwimmstege errichtet. Am Sportbootsteg stehen künftig 14 Liegeplätze für Gastlieger zur Verfügung. Der Funktionssteg dient insbesondere der Nutzung durch die Wasserschutzpolizei.

Die Finanzierung des Vorhabens setzt sich aus kommunalen Eigenmitteln in Höhe von rund 3,87 Millionen Euro, GRW-Mitteln in Höhe von rund 3,95 Millionen Euro sowie weiteren rund 671.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zusammen.

Erstmals in MV – Fachmesse SuperStay LIVE in Rostock eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Mecklenburg-Vorpommern ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland – und zugleich das Bundesland mit den meisten Ferienwohnungen.“

Rostock – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute die Fachmesse SuperStay LIVE in der HanseMesse Rostock eröffnet. Die Fachmesse für Ferienimmobilien findet vom 23. bis 25. Januar 2026 erstmals in Norddeutschland statt und richtet sich an Fachleute, Investoren, Architektinnen und Architekten sowie Vermieterinnen und Vermieter.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktives Reiseziel. Als starke Urlaubsregion sind wir im nationalen und internationalen Wettbewerb gut aufgestellt – dank einer Vielzahl an Angeboten für unsere Gäste und einer breit aufgestellten Tourismusbranche. Das zeigt sich auch daran, dass Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den meisten Ferienwohnungen in Deutschland ist. Die Übernachtungszahlen in den Unterkünften wachsen kontinuierlich weiter. Der Ferienwohnungsmarkt ist stark nachgefragt und sowohl für Gäste als auch für Vermieter attraktiv“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Jahr 2024 entfielen rund 26 Prozent aller Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern auf Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Insgesamt wurden 2024 landesweit 32,9 Millionen Übernachtungen registriert, davon rund 8,6 Millionen im Segment der Ferienunterkünfte. Auch die aktuellen Zahlen bestätigen die positive Entwicklung: Von Januar bis Oktober 2025 wurden rund 1,4 Millionen Ankünfte in Ferienhäusern und -wohnungen verzeichnet, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg im selben Zeitraum um 5,1 Prozent auf 8,3 Millionen.

„Ferienimmobilien leisten einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung. Der Ferienhausmarkt in Deutschland hat allein im Jahr 2022 durch Mieteinnahmen einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro erzielt. Und auch für Mecklenburg-Vorpommern ergänzt dieses Segment sowohl wirtschaftlich als auch strukturell unser Urlaubsangebot“, so Minister Dr. Blank.

Die SuperStay LIVE wird von der inRostock GmbH gemeinsam mit dem Kooperationspartner AppMe GmbH veranstaltet. Ziel der Messe ist es, privaten wie professionellen Vermieterinnen und Vermietern praxisnahe Informationen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich erfolgreiche Vermietung bereitzustellen.

In Rostock präsentieren sich rund 100 Aussteller mit innovativen Technologien und Lösungen sowie einem vielfältigen Vortragsprogramm mit Branchenexperten. Private und professionelle Vermieter können sich über aktuelle Trends informieren, Expertenwissen aus der Tourismusbranche sammeln und in der Networking Lounge Kontakte knüpfen.

„Die SuperStay LIVE bietet eine wichtige Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer. Sie trägt damit zur weiteren Professionalisierung der Branche und zur Stärkung des Tourismusstandortes Mecklenburg-Vorpommern bei“, betonte Minister Dr. Blank. „Ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg, den Ausstellern zahlreiche konstruktive Gespräche und den Besucherinnen und Besuchern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Angebote.“

Tourismusregionen: Offene Läden an Sonn- und Feiertagen

Dr. Blank: „Mit den neuen Öffnungszeiten schaffen wir zusätzliche Umsatzchancen für unsere Unternehmen“

Schwerin – Dank der in diesem Jahr eingeführten neuen Öffnungszeitenverordnung können an diesem Sonntag (21.12.2025) viele Verkaufsstellen in Mecklenburg-Vorpommern öffnen und die umsatzstarken und reiseintensiven Tage um den Jahreswechsel nutzen: Vom 17. Dezember 2025 bis zum 8. Januar 2026 gilt erstmals ein neuer „Winteröffnungszeitraum“: Verkaufsstellen in aktuell 64 nach dem Kurortgesetz anerkannten Orten haben in dieser Zeit die Möglichkeit, auch an Sonn- und Feiertagen zu öffnen.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank betont: „Die Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel ist für Handel und Tourismus von großer Bedeutung. Mit dem neuen Winteröffnungszeitraum unterstützen wir den stationären Handel in den Tourismusregionen. Mit offenen Ladentüren sorgen wir für lebendige Orte, attraktive Angebote für Gäste und zusätzliche Umsatzchancen für unsere Unternehmen.“

Der neue Winteröffnungszeitraum ist Teil der überarbeiteten Öffnungszeitenverordnung. Sie löst die bisherige Bäderverkaufsverordnung ab. Ziel ist es, die Öffnungszeitenregelungen zu modernisieren, zu vereinheitlichen und stärker an den tatsächlichen touristischen Bedarf anzupassen. Von der Öffnungszeitenverordnung umfasst sind Verkaufsstellen, die typischerweise touristische Bedarfe und Waren des täglichen Gebrauchs anbieten. Dazu gehören zum Beispiel Lebensmittelgeschäfte, Souvenir- und Geschenkläden oder Buchläden.

Neben dem etablierten Saisonöffnungszeitraum vom 15. März bis 31. Oktober ermöglicht die Verordnung nun zusätzlich eine Öffnung in der nachfragestarken Winterzeit. Am ersten Weihnachtsfeiertag müssen die Läden weiterhin geschlossen bleiben.

Die konkrete Anwendung der Öffnungszeiten erfolgt wie bisher in den jeweils festgelegten Tourismusorten und -regionen. An der Entwicklung der Öffnungszeitenverordnung haben die relevanten gesellschaftlichen Akteure, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften und Kirchen, mitgewirkt. Der Verordnungstext ist eine Abwägung zwischen den unterschiedlichen Interessen bei der auch die umfangreiche Rechtsprechung zur Sonntagsöffnung, Berücksichtigung finden muss.

Zwei neue Tourismusorte in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Wolfgang Blank: „Tourismus lebt vom Engagement der Menschen vor Ort, die Ihre Gemeinden mit Tatkraft und Weitblick voranbringen“

Jabel – Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) den Gemeinden Göhren-Lebbin und Jabel offiziell die Anerkennungsurkunden als Tourismusorte überreicht.

„Hier vor Ort zeigt sich eindrucksvoll, dass Qualität und Engagement im Tourismus die Grundlage für nachhaltige Entwicklung sind“, sagte Minister Dr. Blank. „Tourismus lebt vom Engagement der Menschen vor Ort, die ihre Gemeinden mit Tatkraft und Weitblick voranbringen. Jabel und Göhren-Lebbin stehen für touristische Vielfalt, für gelebte Gastfreundschaft und für ein Angebot, das Gästen wie den Einheimischen gleichermaßen zugutekommt.“

Beide Orte hatten im März dieses Jahres die Anerkennung als Tourismusort nach dem Kurortgesetz Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Mit der Urkundenübergabe wurde die offizielle Anerkennung beider Gemeinden feierlich vollzogen. An der Veranstaltung nahmen die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Vertreterinnen und Vertreter des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte e. V. sowie Gäste aus den Regionen teil.

Die Anerkennung als Tourismusort steht für eine überdurchschnittliche touristische Infrastruktur, ein attraktives Ortsbild und ein hohes Maß an Qualität im Service- und Freizeitangebot. Landesweit gibt es nun insgesamt 46 anerkannte Tourismusorte und drei Tourismusregionen.

„Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Mecklenburg-Vorpommerns – gerade auch für den ländlichen Raum“, betonte Minister Dr. Blank. „Er schafft Arbeitsplätze und trägt wesentlich zur Lebensqualität vor Ort bei. Die Landesregierung unterstützt daher Gemeinden, die sich strategisch und nachhaltig aufstellen.“

In beiden Orten wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur umgesetzt – vielfach mit Unterstützung des Landes aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

So wurden in Göhren-Lebbin zwei Vorhaben zur Schaffung von insgesamt 40 Mitarbeiterwohnungen mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,46 Millionen Euro realisiert. Das Vorhaben wurde mit rund einer Million Euro als durch das Wirtschaftsministerium gefördert. Darüber hinaus wurden im Rahmen des GRW-Sonderprogramms I „Modernisierung für Beherbergungsbetriebe“ Investitionen von 486.000 Euro mit einem Zuschuss von 134.000 Euro unterstützt.

In Jabel wurden über das gleiche Programm Investitionen in Höhe von rund 500.000 Euro durch einen Zuschuss von rund 250.000 Euro ermöglicht. Damit konnten bestehende Arbeitsplätz gesichert und neue geschaffen werden. Allein in Göhren-Lebbin hat das Land seit 1990 für elf Infrastrukturmaßnahmen in rund 14 Millionen Euro GRW-Mittel bereitgestellt.

Minister Dr. Blank verwies darauf, dass die Anerkennung als Tourismusort nicht nur eine Auszeichnung, sondern zugleich Ansporn sei, die touristische Entwicklung kontinuierlich fortzusetzen: „Attraktive Tourismusorte sind Aushängeschilder unseres Landes. Sie schaffen Anreize, in Qualität, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung zu investieren. Davon profitieren Gäste, Beschäftigte und die ganze Region.“