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Monat: April 2026

Sportministerin Drese wirbt für Besuch der Para Games

Vom 1. bis zum 3. Mai findet die PARA Games statt. Vorbeischauen lohnt sich!

Rostock – Am kommenden Wochenende finden in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum fünften Mal die PARA GAMES statt.

Rund 300 Sportlerinnen und Sportler aus neun Nationen nehmen an der größten Sportveranstaltung für Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern teil.

„Besucherinnen und Besucher erwartet hochklassiger Sport, viele Highlights und große Emotionen“, wirbt Sportministerin Stefanie Drese um reges Zuschauerinteresse.

In insgesamt fünf Sportarten messen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Start ist am Freitag (1. Mai) um 17 Uhr beim Goalball in der neuen Sporthalle auf dem CJD-Campus.

Am Samstag und Sonntag finden darüber hinaus ab 9 Uhr Wettkämpfe in der Para Leichtathletik, im Rollstuhlfechten, Rollstuhlbasketball und Inklusions-Fußball im und am Leichtathletikstadion, auf dem CJD-Campus und in der Arena Tschaikowskistraße statt.

Organisiert werden die ParaGames vom Verband für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS). Unterstützt wird das Organisationsteam von der Hansestadt Rostock, mehreren Vereinen, vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern und einer Reihe von Sponsoren. „Allen die zu diesem tollen Sportereignis beitragen, gilt mein ausdrücklicher Dank“, betonte Drese im Vorfeld der Para Games.

Ein Highlight ist das Familienfest am Samstag von 10 bis 13 Uhr mit vielen Mitmachaktionen für Klein und Groß und Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit und ohne Handicap an allen Wettkampfstätten. Ein Pferdekutschen-Shuttle verbindet dabei im Rahmen einer großen Erlebnis-Rallye das Leichtathletikstadion mit dem CJD-Campus und der Arena.

Drese: „Für mich gehören die Besuche von Veranstaltungen im Behindertensport zu den schönsten und eindrucksvollsten Erlebnissen. Was der Sport und unsere vielen Vereine für eine inklusive Gesellschaft leisten, ist vorbildlich.“

Die PARA GAMES werden mit einer Zuwendung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport unterstützt. Alle Infos zu den PARA GAMES unter https://www.vbrs-mv.de/para-games.

Mehr als 1.000 Beratungen

Fachkräfte-Service-Zentrale M-V: „Ein Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung“

Schwerin – Rund ein Jahr nach ihrer Gründung ziehen die Partner der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz. Seit ihrem Start im März 2025 wurden bereits 1.180 Beratungen durchgeführt. Die Fachkräfte-Service-Zentrale dient als zentrale Anlaufstelle und bringt Unternehmen, internationale Fachkräfte und Auszubildende, sowie zuständige Institutionen gezielt zusammen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig:Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Mit der Fachkräfte-Service-Zentrale bieten wir unseren Unternehmen eine starke und praxisnahe Unterstützung aus einer Hand. Mehr als 1.000 Beratungen im ersten Jahr sind ein Erfolg, der zeigt, was geht, wenn wir die Kräfte aller Partner bündeln.“

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale ist ein wichtiger Baustein unserer Fachkräftestrategie. Angesichts des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs benötigen viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern konkrete Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte einschließlich Auszubildende. Die Fachkräfte-Service-Zentrale bündelt Kompetenzen, begleitet Anerkennungsverfahren und bringt Unternehmen und Fachkräfte zielgerichtet zusammen. Sie ist ein echter Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“

Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, sagte dazu: „Die Fachkräfte-Service-Zentrale zeigt nach einem Jahr sehr deutlich, welchen Mehrwert gut koordinierte und vereinfachte Verwaltungsverfahren haben. Ein zentraler Gedanke bei der Einrichtung dieser zentralen Stelle war es, den bisherigen Zuständigkeitsdschungel zu lichten. Jetzt können wir sagen: Dieser Ansatz geht auf. Gerade im Aufenthalts- und Einwanderungsrecht, das für Unternehmen und Fachkräfte oft als besonders komplex wahrgenommen wird, sorgt sie für klare Zuständigkeiten, transparente Abläufe und eine bessere Abstimmung der beteiligten Behörden. So werden Verfahren effizienter, rechtssicherer und nachvollziehbarer gestaltet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfteeinwanderung in Mecklenburg-Vorpommern praktikabel und verlässlich zu machen.“

Thomas Letixerant, Vize-Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Partner und würdigt die positive Entwicklung der Fachkräfte-Service-Zentrale: „Mehr als 1.000 Beratungen innerhalb eines Jahres zeigen deutlich, dass die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern einen konkreten Bedarf trifft und von den Unternehmen sehr gut angenommen wird. Sie steht für eine praxisnahe, verlässliche Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und Verfahren enger verzahnen, erleichtern wir den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und fördern deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.“

„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieben ihre Arbeit. Um diese bewältigen zu können, brauchen sie Fachkräfte. Dank des Dienstleistungsangebots der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern ist es gelungen, qualifizierte und engagierte internationale Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Damit hat sich die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern mit ihren regionalen Ansprechpartnern in den Industrie- und Handelskammern mit bisher 1.180 Beratungen als DIE unterstützende Beratungseinrichtung für Unternehmen etabliert, wenn es um die Beschäftigung von internationalen Fachkräften und Auszubildenden geht. Ein guter Service also, denn er ermöglicht Unternehmen, sich dem zu widmen, was sie am besten können: Ihrem Unternehmen“, sagt Klaus-Jürgen Strupp im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV.

Geschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV bekräftigte: „Im Handwerk gilt: Es kommt nicht darauf an, woher du kommst, sondern was du im Leben erreichen willst. Dieses Selbstverständnis im Handwerk gilt auch für Fachkräfte aus dem Ausland. Sie leisten gerade im Handwerk einen wichtigen Beitrag zur praktischen Umsetzung zentraler Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Mobilität, Wohnungsbau und Versorgung. Die Fachkräfteservicezentrale setzt mit ihren Beratern – vor allem auch in ländlichen Regionen – dabei wichtige Impulse für passgenaue Verbindungen zwischen Fachkräften und Betrieben.“

In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein wachsender Fachkräftebedarf. Im Jahresdurchschnitt 2025 fehlten rund 13.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Bis 2030 könnte sich diese Lücke laut aktueller Prognos-Studie auf etwa 51.000 erhöhen.

Über die Fachkräfte-Service-Zentrale

Die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung der Fachkräfte-Service-Zentrale M-V wurde am 16. Januar 2025 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und weiteren zentralen Akteuren unterzeichnet. Dazu zählen das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesamt für innere Verwaltung, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftskammern. Nach einem Gründungsworkshop Ende Februar 2025 nahm die Zentrale im März 2025 ihre operative Arbeit auf. Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V ist mit ihrem Dienstleistungsangebot in eine breite landesweite Strategie zur Fachkräftesicherung eingebettet und basiert auf einem Beschluss des Zukunftsbündnisses M-V.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V fungiert als zentrale Anlaufstelle, die Unternehmen, internationale Fachkräfte aus Drittstaaten und relevante Institutionen verbindet. Zu den zentralen Aufgaben zählen die individuelle Unternehmensberatung zur Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten, die Begleitung von Fachkräften im Zuwanderungsprozess sowie regelmäßige Einzelfallbesprechungen mit Kooperationspartnern.

Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V richtet sich an Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die Fachkräfte einschließlich Auszubildende aus Drittstaaten gewinnen und integrieren wollen, sowie an internationale Fachkräfte aus Drittstaaten, die einen Einstieg in den Arbeitsmarkt Mecklenburg-Vorpommern anstreben. Am häufigsten werden aktuell Unternehmen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe beraten. Zu den Top 3 der Themenschwerpunkte seitens Unternehmen gehören Fragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, zur Fachkräftegewinnung und zum Aufenthaltsrecht, während sich Fachkräfte für Möglichkeiten der Einwanderung, die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes und für die Anerkennung ihrer Berufe interessieren.

14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden

„Der Bund muss bei Konverterprojekten und Hafenfinanzierung endlich liefern.“

Emden – Im Rahmen der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden hat Mecklenburg-Vorpommerns maritimer Koordinator und Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Bundesregierung für fehlende Fortschritte bei zentralen Zukunftsfragen der maritimen Industrie kritisiert.

„Die maritime Wirtschaft ist eine Schlüsselindustrie für Energieversorgung, Wertschöpfung und Sicherheit. Umso enttäuschender ist, dass der Aktionsplan der Bundesregierung bei der Umsetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt“, so Schulte.

Besonders kritisch sieht Schulte die Situation beim Bau von Offshore-Konverterplattformen: „Hier entscheidet sich, ob industrielle Wertschöpfung in Deutschland stattfindet oder abwandert. Die Herausforderungen sind seit Längerem bekannt – was fehlt, sind verlässliche Projektpipelines und konkrete Fortschritte bei der Umsetzung.“

Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten sich Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und auf die gesamtstaatliche Bedeutung des Konverterplattformbaus hingewiesen. „Die Wertschöpfungskette reicht von der Stahlproduktion über den Plattformbau bis zur Systemintegration – über mehrere Bundesländer hinweg. Das zeigt: Maritime Industrie ist keine regionale, sondern eine nationale Aufgabe.“

Vor diesem Hintergrund kritisierte Schulte auch die bestehende Finanzierung der Hafeninfrastruktur: „Der Bund verweist im Wesentlichen auf die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘. Damit werden die Küstenländer faktisch in die Verantwortung genommen, Infrastruktur von nationaler Bedeutung aus eigenen Mitteln zu finanzieren.“

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden seit 2020 über die GRW und landeseigene Programme 30 Vorhaben mit einem Zuschuss von 244,13 Millionen Euro gefördert und damit Investitionen in Höhe von 334,86 Millionen Euro ermöglicht.

„Diese Mittel stehen nur einmal zur Verfügung. Wer sie in Häfen investiert, kann sie an anderer Stelle nicht einsetzen – etwa für Schulen, kommunale Infrastruktur oder die Entwicklung von Gewerbeflächen. Das zeigt, wie unausgewogen die aktuelle Finanzierungsstruktur ist.“

Schultes Fazit: „Die Bedeutung der maritimen Infrastruktur wird erkannt – bei Umsetzung und Finanzierung bleibt der Bund bislang hinter dem Notwendigen zurück.“

Steigende Temperaturen: Backhaus warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr

Schwerin – Zum bevorstehenden langen Maiwochenende ruft Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste des Landes zu besonderer Vorsicht in Wald- und Naturräumen auf. Mit steigenden Temperaturen, trockenen Böden und erhöhtem Besucheraufkommen wächst regional die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Für den Osten des Landes ist die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufen ausgerufen worden.

„Unsere Wälder sind wertvolle Natur- und Erholungsräume. Bei frühlingshaften Temperaturen und aufkommenden Winden trocknet die über den Winter abgestorbene Gras- und Strauchschicht schnell aus. Oft reicht schon ein Funke, um einen Brand zu verursachen. Gerade an Feiertagen zieht es viele Menschen in die Natur.

Bereits kleine Unachtsamkeiten – etwa weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, Grillen an nicht zugelassenen Stellen oder parkende Fahrzeuge auf trockenem Gras – können Brände auslösen und erhebliche Schäden verursachen. Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Verhalten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln.

Besonders gefährdet sind wenig naturnahe, einschichtige Kiefernwälder sowie Flächen mit abgestorbener, abgetrockneter oder stark verbissener Bodenvegetation. Dort, wo bereits eine Verjüngung mit Laubholz etabliert ist, wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert. So hilft der Waldumbau auch die Waldbrandgefahr zu reduzieren“, sagt Minister Dr. Backhaus.

Wichtige Verhaltensregeln im Wald

  • Kein offenes Feuer oder Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze
  • Rauchverbot beachten und keine Zigarettenreste in die Natur werfen
  • Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

Tag des Wolfes: 26 Rudel in M-V

Land bündelt Wolfsmanagement im Ministerium

Schwerin – Anlässlich des internationalen „Tag des Wolfes“ zieht das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine aktuelle Bilanz zum Wolfsmanagement im Land und stellt zugleich wichtige Weichen für die Zukunft. Dazu gehört auch die organisatorische Weiterentwicklung des Wolfskompetenzzentrums, dessen Arbeit künftig im Ministerium gebündelt wird.

„Der Wolf ist Teil unserer heimischen Natur. Gleichzeitig stellt seine Rückkehr uns vor neue Herausforderungen, die wir verantwortungsvoll gestalten müssen“, erklärte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Nach aktuellen Monitoringdaten für 2025/26 werden im Land 26 Wolfsrudel und zwei Paare (2024/25: 28 Rudel, 5 Paare, ein Einzeltier) nachgewiesen. Das laufende Monitoring zeigt, dass sich die Population stabil bleibt.

Parallel dazu ist auch die Zahl der Nutztierschäden gestiegen. Seit 2007 wurden landesweit mehr als 3.000 Nutztiere bei Wolfsübergriffen getötet oder verletzt. Die Kompensationszahlungen summieren sich auf über 270.000 Euro.

„Diese Entwicklung zeigt, dass wir den Schutz des Wolfs und die berechtigten Interessen der Weidetierhalter gemeinsam denken müssen. Unser Ziel ist ein funktionierendes Wolfsmanagement, das beides in den Blick nimmt“, so Backhaus.

Das bisher in Jasnitz angesiedelte Wolfskompetenzzentrum wird künftig organisatorisch in das Ministerium integriert. Die Aufgaben des Kompetenzzentrums bleiben dabei unverändert erhalten. Dazu gehören insbesondere das Monitoring, die Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie die Bewertung von Vorfällen.

Die Bündelung erfolgt vor dem Hintergrund veränderter rechtlicher und fachlicher Rahmenbedingungen. Der Wolf wurde in das Bundesjagdrecht aufgenommen, zugleich arbeitet Mecklenburg-Vorpommern derzeit an einem eigenen Wolfsmanagementplan.

„Wir reagieren damit auf neue Anforderungen im Umgang mit dem Wolf. Mit der Bündelung im Ministerium stellen wir sicher, dass fachliche Expertise, rechtliche Bewertung und politische Steuerung noch enger verzahnt sind“, betonte Backhaus.

Ziel ist es, Entscheidungswege zu verkürzen, Abläufe zu verbessern und die Handlungsfähigkeit im Wolfsmanagement weiter zu stärken. Das Kompetenzzentrum bleibt dabei eine zentrale Schnittstelle zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung.

Rechtlich bleibt der Wolf eine streng geschützte Art nach europäischem und nationalem Recht. Eingriffe sind nur unter engen Voraussetzungen möglich und müssen fachlich begründet sowie rechtssicher umgesetzt werden.

Neben Monitoring und Schadensausgleich setzt das Land weiterhin auf Prävention. Dazu zählen Förderprogramme für Herdenschutzmaßnahmen sowie die gezielte Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern.

Abschließend warb der Minister für einen sachlichen Umgang mit dem Thema: „Der Wolf polarisiert. Umso wichtiger ist es, dass wir faktenbasiert diskutieren und praktikable Lösungen entwickeln. Unser Anspruch ist es, sowohl dem Artenschutz als auch den Interessen der Menschen im ländlichen Raum gerecht zu werden.“

Drese: Neues Filmprojekt zeigt Wege in den inklusiven Arbeitsmarkt

Schwerin – In Schwerin feierte heute ein besonderer Film im Beisein von Sozialministerin Stefanie Drese seine Vorpremiere. Unter dem Titel „Ein Tag im Leben – Alltag und doch nicht alltäglich“ erfuhren Gäste im Schweriner Capitol, wie sechs Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen ihren Alltag erleben und auf individuelle Weise den Weg auf den Arbeitsmarkt geschafft haben.

Ministerin Drese lobte das Filmprojekt heute als wichtigen Beitrag zur Inklusion und betonte: „Aus der Perspektive der Protagonisten erleben wir eindrucksvoll, wie viel Potential aber auch Engagement in der beruflichen Inklusion stecken. Der Film macht zudem deutlich, dass gerade die Teilhabe am Arbeitsleben kein abstraktes, weitentferntes Ziel ist, sondern gut gelingen kann – sofern die Rahmenbedingungen stimmen“, so die Ministerin weiter. So begleitet der Kurzfilm Menschen etwa bei der Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, zu Hause, an Außenarbeitsplätzen sowie beim Übergang auf den sogenannten ersten Arbeitsmarkt.

„Bezogen auf den Arbeitsmarkt gilt: Es gibt noch viele Menschen, die den Sprung auf einen Außenarbeitsplatz oder sogar auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen können. Wir benötigen dazu aber auch die Bereitschaft der Arbeitgeber und Unternehmen, Menschen mit Beeinträchtigungen eine echte Chance zu geben“, betonte Drese in der Podiumsdiskussion, die sich an die Filmpremiere anschloss.

„Noch immer bestehen unbegründete Vorbehalte und Barrieren, vor allem im Kopf. Dabei machen auch die Beispiele im Film deutlich, dass Inklusion für alle Seiten ein Gewinn sein kann“, erklärte sie. „Ganz wichtig ist es deshalb aus meiner Sicht, dass wir Unternehmen Sorgen und Ängste nehmen. Dass wir sie begleiten und fördern bei der oftmals gar nicht so schwierigen Ausstattung von inklusiven Arbeitsplätzen, sie beraten und nicht zuletzt in Zeiten des Fachkräftemangels auch zur Inklusion ermutigen“, so Drese weiter.

Die Ministerin nahm dabei Bezug auf das Landesprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit“, das insgesamt Mittel in Höhe von 11 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe umfasst und Unternehmen auch mit finanziellen Anreizen hierbei unterstützt. „Außerdem haben wir mit den vier Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber, kurz EAAs, einen neuen Lotsendienst geschaffen. Bei allen Fragen rund um die Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung stehen dort Ansprechpartner bereit, die nicht nur beraten, sondern auch bei der Antragstellung für die passenden Fördermittel unter die Arme greifen“, hob die Ministerin hervor.

Drese: „Trotzdem braucht es manchmal praxisnahe, bildliche Beispiele die uns vor Augen führen, was genau es eigentlich heißt, ein inklusives Arbeitsumfeld zu gestalten. Dem Team der Vielfalter gGmbH, die das Filmprojekt gemeinsam mit TV Schwerin umgesetzt haben, gilt dafür mein großer Dank. Danke, dass Sie auch andere motivieren indem Sie zeigen: Ein gemeinsames Miteinander kann so einfach sein, wenn Beeinträchtigungen als Stärke und nicht als Hindernis für eine Beschäftigung wahrgenommen werden“.

Suchtpräventionstag: Drese setzt auf starke Prävention

Ministerin besorgt über neue Konsumtrends wie Vapes und E-Zigaretten sowie steigende Medienkonsumsucht

Güstrow – Zu ihrer Jahrestagung kamen am (heutigen) Mittwoch Suchtpräventionsfachkräfte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zu. Organisiert von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST MV) tauschten sie sich in Güstrow zu aktuellen Themen und Entwicklungen aus und wurden Präventionsprojekte vorgestellt. In ihrem Grußwort dankte Sozialministerin Stefanie Drese insbesondere der LAKOST als zentrale Fach- und Informationsstelle für die landesweite Koordinierung der Suchtprävention sowie den Suchtpräventionskräften für ihren täglichen Einsatz.

„Sie stehen selten im Rampenlicht. Oft sind Sie für Suchtbetroffene die letzte Rettung und tragen eine hohe Verantwortung. Ihre Arbeit ist unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Drese vor den anwesenden Fachkräften, Beraterinnen und Beratern.

Sucht sei kein individuelles Randproblem, sondern betreffe das gesamte soziale Umfeld. Laut aktuellem Suchthilfebericht des Landes suchten im Jahr 2024 rund 8.850 Menschen im Land Hilfe aufgrund eigener Suchterkrankungen. Besonders alarmierend sei, dass über 3.800 Kinder direkt von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen sind. „Diese Zahlen machen deutlich, dass Suchtprävention immer auch Kinderschutz ist“, so die Ministerin.

Drese unterstrich, dass Prävention frühzeitig ansetzen müsse – lange bevor sich problematisches Verhalten verfestigt. Ziel sei es, Menschen zu stärken, Orientierung zu geben und gesunde Lebensbedingungen zu schaffen. Dabei komme Vorbildern in Familie, Schule und Gesellschaft eine Schlüsselrolle zu.

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen zeigte sich die Ministerin besorgt über neue Konsumtrends wie Vapes und E-Zigaretten sowie über die zunehmende Medienkonsumsucht. Bereits etwa ein Viertel der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland zeige ein riskantes Nutzungsverhalten in sozialen Medien, so Drese.

„Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt Mecklenburg-Vorpommern auf eine langfristige Strategie“, verdeutlichte die Ministerin. „In der Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention wurde die Suchtprävention als eines von vier zentralen Handlungsfeldern fest verankert. „Wir brauchen keinen kurzfristigen Aktionismus, sondern einen klaren, nachhaltigen Kurs“, erklärte Drese.

Ein wichtiger Baustein ist die verlässliche Förderung der LAKOST mit jährlich 355.000 Euro. Darüber hinaus wurden im Doppelhaushalt 2026/2027 zusätzliche 4 Millionen Euro für Gesundheitsförderung und Prävention bereitgestellt. Diese Mittel fließen gezielt in Programme vor Ort.

Besondere Fortschritte sieht Drese auch im Ausbau der Fachkräftebasis: In den Jahren 2024 und 2025 wurden bereits 50 zusätzliche Suchtpräventionsfachkräfte ausgebildet, eine weitere Schulung startet im Sommer.

Innovative Wege geht das Land zudem mit digitalen Angeboten wie dem Projekt DigiSucht, das niedrigschwellige Beratung per Video, Chat oder E-Mail ermöglicht. Gerade für junge Menschen und Bewohner ländlicher Regionen eröffnen sich dadurch neue Zugänge zur Hilfe.

Auch Projekte wie der mobile Escape-Room „Cannabis Alarm“ oder das Drug Checking zeigen nach Ansicht der Ministerin, wie moderne Präventionsarbeit aussehen kann. Die enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen – etwa durch Experten wie Dr. Gernot Rücker – stärke zusätzlich die Qualität der Maßnahmen.

„Wirksame Prävention entsteht vor Ort – in unseren Gemeinden, Schulen und Einrichtungen. Sie lebt vom Engagement der Menschen, die sie tragen“, so Drese abschließend.

Drese würdigt großes Engagement des SV Motor Barth

Barth – Sportministerin Stefanie Drese informierte sich am (heutigen) Dienstag über die Entwicklung und Angebote des SV Motor Barth e.V. „Der SV Motor ist fest in der Region verwurzelt und zeichnet sich durch eine Kombination aus sportlichem Ehrgeiz und familiärer Atmosphäre aus“, sagte Drese nach ihrem Besuch.

Die Ministerin hob besonders das hohe Engagement des Vereins im Kinder- und Jugendsport hervor. „Auf der Nachwuchsarbeit liegt ein besonderer Fokus im Verein. Mit großem Einsatz und viel Fachwissen begleiten die Trainerinnen und Trainer junge Talente, fördern individuelle Fähigkeiten und vermitteln Werte, die weit über den Sport hinausgehen: Disziplin, Zusammenhalt und Selbstvertrauen“, so Drese.

Insgesamt kann beim SV Motor Barth e.V. in neun Abteilungen Sport getrieben werden. Junge und ältere Menschen finden Angebote von der Gymnastik, über Tischtennis, Handball und Leichtathletik bis hin zum Kraftsport und dem Spielmannszug. Der Verein hat derzeit insgesamt rund 580 Mitglieder.

Bekannt ist der SV Motor Barth insbesondere für seine Handballabteilung, die sechs Kinder- und Jugendmannschaften von den Minis bis zur C-Jugend sowie die Frauen- und Männermannschaft umfasst.

Für die Handballerinnen und Handballer hatte Drese auch eine kleine Überraschung im Gepäck. Die Ministerin konnte einen Fördermittelbescheid in Höhe von gut 9.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes überreichen. „Die Mittel sind für die Anschaffung von Trainingsmaterialien, einheitlicher Aufwärmkleidung und Erste-Hilfe-Kühlboxen vorgesehen, um das professionelle Auftreten der Mannschaften zu fördern und die Erstversorgung bei Verletzungen zu erhöhen“, teilte Drese mit.

Drese: „Der SV Motor Barth ist mehr als Training und Spielbetrieb. Durch das große ehrenamtliche Engagement vieler Menschen wird in der Region ein Umfeld geschaffen, in dem Sport Freude macht und Gemeinschaft gelebt wird.“