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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung in Greifswald

Zwischen Likes und Limits: Kinder- und Jugendmedienschutz im Fokus

10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung in Greifswald

Greifswald – Kinder und Jugendliche sollen sich sicher und selbstbestimmt in digitalen Lebenswelten bewegen können. Dazu benötigen sie sowohl Schutz vor Risiken wie digitaler Gewalt, Desinformation und problematischen Inhalten als auch Kompetenzen, um soziale Medien, künstliche Intelligenz und digitale Informationsangebote kritisch und reflektiert nutzen zu können. Unter dem Motto „Zwischen Likes und Limits – Jugendwelten im Fokus“ greift die 10. Kinder- und Jugendmedienschutztagung Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Greifswald den Spannungsbogen zwischen Schutz und Selbstbestimmung auf: Wie können Kinder und Jugendliche vor digitalen Risiken geschützt und zugleich zu einem sicheren, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien befähigt werden?

„Digitale Medien gehören selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte Orientierung geben, Risiken erkennen und junge Menschen in ihrer digitalen Entwicklung kompetent begleiten können. Dass unsere Kinder- und Jugendmedienschutztagung bereits nach kurzer Zeit ausgebucht war und in diesem Jahr mehr als 400 Fachkräfte aus Schule und pädagogischer Praxis teilnehmen, zeigt, wie groß der Bedarf an fachlichem Austausch und praxisnahen Impulsen ist. Wir wollen Fachkräfte dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche sicher und kompetent durch ihre digitalen Lebenswelten zu begleiten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Tagung beginnt mit zwei fachlichen Impulsen. Prof. Dr. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald spricht über „Kinder als Content – Jugendschutz im Zeitalter von Kinder- und Familieninfluencern“. Anschließend beleuchtet der Newsfluencer und Medienmacher Fabian Grischkat das Thema „Newsfluencing“ und die Rolle von  Influencerinnen und Influencern bei Information und Meinungsbildung. In einer moderierten Austauschrunde kommen Wissenschaft, Medienpraxis, Eltern, Lernende und Schule zusammen.

Neben Prof. Dr. Roland Rosenstock und Fabian Grischkat sind auf dem Podium Diana Zander, Vorsitzende des Landeselternrats, Tessa Schulz vom Landesschülerrat sowie der Lehrer Heinrich Raddatz aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Zudem haben die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops Gelegenheit, aktuelle Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes – von Social Media und Influencing über Künstliche Intelligenz, Deepfakes und Desinformation bis hin zu digitaler Gewalt und Medienkompetenz – praxisnah zu vertiefen.

Die Kinder- und Jugendmedienschutztagung wird zweimal jährlich vom Medienpädagogischen Zentrum Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Universität Greifswald durchgeführt Sie richtet sich insbesondere an Schulleitungen, Lehrkräfte, Medienbildungsbeauftragte, Schulsozialarbeitende und weitere pädagogische Fachkräfte.

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zur Kinder- und Jugendmedienschutztagung sind auf dem Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern zu finden: www.bildung-mv.de/kjms

Blank wirbt beim Ernährungsgipfel für starke regionale Produktion

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken unsere Ernährungswirtschaft und sichern Wertschöpfung im Land“

Warnemünde – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute auf dem 9. Norddeutschen Ernährungsgipfel in Rostock-Warnemünde teilgenommen. Unter dem Motto „Produktion stärken. Märkte sichern. Zukunft gestalten.“ standen die Sicherung von Produktionsstandorten, regionale Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungswirtschaft im Mittelpunkt.

„Die traditionsreiche Ernährungswirtschaft ist eine tragende Säule der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Unternehmen stehen für hochwertige Produktion und sichern tausende Arbeitsplätze, insbesondere im ländlichen Raum. Damit sie ihre Produktion weiterentwickeln und neue Märkte erschließen können, braucht es jedoch wettbewerbsfähige Energiepreise und verlässliche Investitionsbedingungen. Deshalb unterstützen wir gezielt Investitionen in moderne Produktionsstätten und starke Standorte – und helfen damit, Wertschöpfung hier im Land zu sichern“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Branche steht angesichts hoher Energie-, Rohstoff- und steigender Personalkosten sowie des Arbeits- und Fachkräftemangels unter Druck. Gleichzeitig erschweren Konsumzurückhaltung und bürokratische Anforderung die wirtschaftliche Entwicklung. Das Land setzt deshalb gezielt Anreize für Investitionen: Für kleine und mittlere Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelherstellung sowie der Getränkeherstellung gilt bei der Investitionsförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bis Ende 2028 der beihilferechtliche Höchstfördersatz. So hat das Land in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 26 Vorhaben mir rund 19 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Damit wurden Investitionen von etwa 110 Millionen Euro ermöglicht.

Zudem unterstützt das Land die Vermarktung der Branche. So erhält die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. für die Warenbörse „Regional + Bio aus MV“ und den Wettbewerb „Produktleuchttürme aus MV“ insgesamt 130.000 Euro.

„Wer Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern kauft, stärkt die hiesigen Unternehmen und Arbeitsplätze vor Ort. Regionale Produktion schafft kurze Wege und verbindet Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Mit der Warenbörse und dem Wettbewerb helfen wir dabei, die Vielfalt und Qualität unserer Produkte bekannter zu machen und neue Absatzmöglichkeiten zu eröffnen“, so Minister Dr. Blank.

Mit Blick auf die Belastungen der regionalen Unternehmen betonte der Minister zudem die Bedeutung bezahlbarer Energie und einfacherer Verwaltungsverfahren. „Der hohe Anteil erneuerbarer Energien bietet große Chancen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Entscheidend ist, dass unsere Unternehmen zu wettbewerbsfähigen Kosten produzieren können“, so Minister Dr. Blank.

Der Norddeutsche Ernährungsgipfel wird gemeinsam vom Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem pro agro e.V. aus Brandenburg veranstaltet. Erwartet werden rund 150 Teilnehmende. Die Veranstaltung bringt Unternehmen, Handel, Politik und weitere Akteure zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen der Branche und praxisnahe Lösungen für die Ernährungswirtschaft auszutauschen.

InnoTrans: Messe für Verkehrstechnik

Ines Jesse: „Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ist entscheidend für die Mobilität und die Lebensqualität der Menschen“

Schwerin/Berlin – Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse be­sucht am Donnerstag die InnoTrans in Berlin. Auf der inter­nationalen Leitmesse für Verkehrstechnik informiert sie sich über aktuelle Entwicklungen und Innovationen im Bereich der öffentlichen Mobilität. Auf dem Programm stehen zudem Gespräche mit Verkehrsunternehmen und Fahrzeugher­stellern, unter ande­rem zu laufenden Verkehrsverträgen und zur Lieferung neuer Fahrzeuge.

„Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr ist entscheidend für die Mobilität  und die Lebensqualität der Menschen. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir moderne Infrastruktur und Fahr­zeuge für ein verlässlichen und attraktiven öffentlichen Per­sonennahverkehr. Mit der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern haben wir in den vergangenen Jahren das Angebot deutlich ausgebaut und verbessert. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Der Bund ist in der Pflicht, die notwendigen Mittel für den Ausbau der Infrastruktur sowie für die langfristige Sicherung und weitere Verbesserung des Nahverkehrsangebots bereitzustellen“, sagte Jesse.

Auf der InnoTrans wird auch eine der neuen TINA-Straßen­bahnen für Rostock präsentiert. Das Land Mecklenburg-Vor­pommern unterstützt die Beschaffung der insgesamt 30 neuen Fahrzeuge der Rostocker Straßenbahn AG mit 11,75 Millio­nen Euro. Die modernen TINA-Straßenbahnen werden seit Frühjahr 2025 sukzessive ausgeliefert und seit Dezember 2025 im Linienbetrieb eingesetzt.

„Die neuen Straßenbahnen sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir den ÖPNV moderner und attraktiver machen. Moderne Fahrzeuge, leistungsstarke Infrastruktur und gute Angebote gehören zusammen, wenn es darum geht, noch mehr Men­schen für Bus und Bahn zu gewinnen“, so Jesse.

Für die vielfältigen Verbesserungen im Rahmen der Mobili­tätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern – von der Einführung und dem Ausbau der Rufbusangebote über neue Regiobus­linien bis hin zu einem deutlich verbesserten Angebot auf der Schiene – stellt das Land von 2023 bis einschließlich 2026 insgesamt rund 180 Millionen Euro bereit.

Die InnoTrans findet vom 22. bis 25. September 2026 in Berlin statt und gilt als internationale Leitmesse für Verkehrstechnik. In diesem Jahr präsentieren 3.170 Aussteller aus 59 Ländern ihre Fahrzeuge, Technologien und Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Mehr Infos: www.innotrans.de/

Rügens geheime Landzunge – LESUNG in der Stadtbibliothek Stralsund

Die Halbinsel Bug im äußersten Nordwesten der Insel Rügen ist landschaftlich reizvoll und blickt zugleich auf eine jahrzehntelang geheime und bewegte Vergangenheit zurück.

Stralsund – Am Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr lädt die Stadtbibliothek Stralsund zu einer Autorenlesung mit Marten Schmidt ein.  Unter dem Titel „Rügens geheime Landzunge – Die Verschlusssache Bug“ nimmt der Autor sein Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte dieses besonderen Ortes.

Fast 80 Jahre lang war der Bug militärisches Sperrgebiet. Die Nutzungsgeschichte reicht von der Kaiserlichen Flotte über den Ersten und Zweiten Weltkrieg und die Demontage der Anlagen durch die Sowjetunion bis hin zur Nutzung durch die Nationale Volksarmee. Heute gehört der landschaftlich reizvolle Südzipfel der Halbinsel zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

In seiner Lesung lüftet Marten Schmidt Geheimnisse, die die Landzunge bis heute umgeben. Er erzählt von den stürmischen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und gibt Einblicke in die Geschichte und den Alltag an diesem lange abgeschirmten Ort. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einzigartigen historischen Fotos und Dokumenten, die die Vergangenheit des Bugs anschaulich werden lassen.

Die Veranstaltung in der Stadtbibliothek Stralsund beginnt am 21. Oktober um 18 Uhr . Der Eintritt beträgt 6 Euro. Eintrittskarten sind während der Servicezeiten in der Stadtbibliothek sowie an der Abendkasse erhältlich.

Reservierungen sind per E-Mail an stadtbibliothek@stralsund.de möglich.

Reservierte Karten müssen bitte bis spätestens 13. Oktober abgeholt werden. 

Interkulturelle Woche 2026 in Stralsund: „dafür!“

32 Veranstaltungen laden zu Begegnung, Austausch und gemeinsamem Erleben ein

Stralsund – Noch bis zum 14. Oktober findet in Stralsund die Interkulturelle Woche 2026 statt. Unter dem Motto „dafür!“ laden in unserer Hansestadt insgesamt 32 kunterbunte Veranstaltungen dazu ein, die Vielfalt der Hansestadt zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Motto steht für eine klare Haltung: für Demokratie, für Menschenrechte, für Vielfalt und für ein respektvolles Zusammenleben aller Menschen.

Organisiert wird die Interkulturelle Woche von der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund, Anja Schmuck, gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus der Hansestadt. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen und Einrichtungen diese Interkulturelle Woche mitgestalten, und lade alle Stralsunderinnen und Stralsunder herzlich ein, dabei zu sein“, sagt Anja Schmuck. „Das Programm ist so vielfältig wie die Menschen, die in unserer Hansestadt leben.“

Die Angebote reichen von kulturellen Veranstaltungen und Begegnungsformaten über Seminare, Workshops und Filme bis hin zu Mitmachangeboten – auch für Kinder und Jugendliche. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Zu den Highlights gehören unter anderem internationale Stadt- und Begegnungsfeste mit landestypischen kulinarischen Köstlichkeiten, der Blaulichttag der Polizei, kreative Mitmachangebote, ein Mahl- und Backtag im Zoo, interaktive Führungen im Museumshaus sowie Konzerte, spannende Seminare, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Das vollständige Programm ist unter www.stralsund.de/ikw2026 zu finden. Programm-Flyer liegen zudem an verschiedenen Orten in der Stadt aus.

Die Interkulturelle Woche bietet viele Gelegenheiten, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: dafür! – für ein respektvolles Miteinander in der weltoffenen Hansestadt Stralsund.

„Ein herzlicher Dank gilt allen Engagierten, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen dieses vielfältige und abwechslungsreiche Programm zur Interkulturellen Woche 2026 in Stralsund möglich machen“, so Anja-Isabelle Schmuck, Migrationsbeauftragte der Hansestadt Stralsund.

Am 20. September ist Weltkindertag

Schutz, Gesundheit und Beteiligung: Mecklenburg-Vorpommern stärkt Jugendbeteiligung – erstmals dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl mitentscheiden

Schwerin – Kinderrechte sind mehr als der Schutz vor Gewalt. Sie bedeuten auch, sicher, gesund und gut aufzuwachsen, Unterstützung zu bekommen und mitreden zu können. Darauf weist Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese anlässlich des Weltkindertages am 20. September hin.

„Kinderrechte beginnen nicht erst, wenn etwas schiefgeht. Sie bedeuten, Kindern von Anfang an gute Bedingungen für ihr Aufwachsen zu geben, sie zu schützen, wenn sie Hilfe brauchen, und ihre Stimme ernst zu nehmen“, sagte Drese. „Kinderschutz, Gesundheitsförderung und Beteiligung gehören für mich deshalb zusammen.“

Mit dem neuen Kinderschutzgesetz hat Mecklenburg-Vorpommern erstmals ein eigenes Landesgesetz geschaffen und Prävention, fachübergreifende Zusammenarbeit sowie die Qualifizierung von Fachkräften gestärkt. Hinzu kommen die Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung und die neue Zentrale Stelle Kinderschutz. Angebote wie die Kinderschutz-Hotline, das Childhood-Haus und die Kontaktstelle Kinderschutz wurden fortgeführt und ausgebaut. „Kinderschutz braucht verlässliche Strukturen, gut ausgebildete Fachkräfte und kurze Wege, wenn Kinder oder Familien Unterstützung brauchen“, so Drese.

Für Familien gibt es zudem ein Netz niedrigschwelliger Hilfen – von den Frühen Hilfen und Familienhebammen bis zu inzwischen zehn Kinder- und Familienzentren. Mit KipsFam werden Kinder und Jugendliche aus Familien mit psychischen oder Suchterkrankungen unterstützt.

Auch ein gesundes Aufwachsen ist ein Kinderrecht. Die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention setzt deshalb Schwerpunkte bei Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. „Kinder brauchen Bewegung, verlässliche Beziehungen und Unterstützung, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb setzen wir früh an, um Familien, Kitas, Schulen und Fachkräfte zu stärken“, sagte Drese.

Zum Kinderrecht auf Beteiligung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls einen aktuellen Anlass: Am Sonntag dürfen bei der Landtagswahl erstmals 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz stärkt darüber hinaus die Mitsprache junger Menschen auf kommunaler Ebene und verpflichtet dazu, sie bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren.

„Mit 16 bei einer Landtagswahl wählen zu dürfen, ist ein starkes Zeichen: Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft unseres Landes, sondern Teil unserer Gesellschaft – mit eigenen Rechten und eigenen Vorstellungen“, sagte Drese. „Wenn junge Menschen etwas betrifft, müssen wir ihnen zuhören und ihnen echte Möglichkeiten geben, Einfluss zu nehmen.“

Mit zusätzlichen Fördermitteln für demokratische Jugendarbeit unterstützt das Land 2026 und 2027 außerdem Jugendverbände, Beteiligungsnetzwerke und weitere Projekte, die demokratische Teilhabe junger Menschen stärken.

„Starke Kinder brauchen Schutz, Chancen und eine Stimme. Genau darum geht es am Weltkindertag – und genau daran müssen wir jeden Tag arbeiten“, so Drese.

Warntag in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich verlaufen

Schwerin – Der Warntag in Mecklenburg-Vorpommern ist erfolgreich verlaufen. Die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte haben die Warnsysteme des Landes erneut unter realen Bedingungen erprobt. Die ersten Rückmeldungen fallen positiv aus. Aus Sicht des Bundes verlief insbesondere die Auslösung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) erfolgreich. Auch die Warn-Apps NINA, und KATWARN übermittelten die Probewarnung wie vorgesehen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zudem alle Sirenen planmäßig ausgelöst.

Eine Besonderheit gab es in Stralsund: Dort wurde die Probewarnung auch über die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen an den Haltestellen ausgespielt. Zusätzlich informierte der Betriebsfunk die Busfahrerinnen und Busfahrer, die ihre Fahrgäste mit einer kurzen Durchsage auf den Warntag hinwiesen.

„Wir testen unsere Warnsysteme nicht für den Warntag. Wir testen sie für den Ernstfall. Wenn Menschen in einer Gefahrensituation schnell handeln müssen, dürfen wir uns nicht darauf verlassen, dass alles funktioniert. Wir müssen es vorher wissen. Genau dafür brauchen wir diese Tests. Denn wenn es ernst wird, gibt es keinen zweiten Versuch.“, so Innenminister Christian Pegel.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich Gefahrenlagen entwickeln können. Hochwasser und schwere Unwetter gehören ebenso dazu wie Waldbrände oder andere größere Schadenslagen. Eine verlässliche Warnung ist deshalb ein wesentlicher Teil des Bevölkerungsschutzes.

Deutschland setzt dabei auf einen breiten Warnmix. Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk und weitere Kanäle ergänzen sich. Der bundesweite Warntag hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass diese Kombination eine hohe Reichweite erzielt. Beim Warntag 2025 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnkanal erreicht.

Backhaus: Landeswaldtag bringt Wald und Menschen zusammen

Rostock – Anlässlich des 15. Landeswaldtages, der morgen (05. September 2026) im Stadtforstamt Rostock eröffnet wird, erklärt Klimaschutz- und Forstminister Dr. Till Backhaus, dass Wald keine Verwaltungsgrenzen kenne.

„Nach dem letzten Landeswaldtag 2024 in Friedrichsmoor führen wir diese Tradition nun in neuer Form fort. Wir verbinden den Landeswaldtag mit dem bereits 13. Rostocker Waldtag und bringen damit Landesforst und Kommunalwald zusammen. Ich halte das für ein wichtiges Signal. Herausforderungen, vor denen Wälder stehen, können Land, Kommunen und private Waldbe­sitzer nur gemeinsam bewältigen“, so Backhaus, der ergänzt: „Wald ist ein bedeutender Teil unseres Landes. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über rund 558.000 Ha Wald.

Damit ist etwa ein Viertel unserer Landesfläche bewaldet. Rein rechnerisch kommen auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner des Landes rund 0,35 Ha Wald. Und dieser Wald gehört vielen verschiedenen Menschen und Institutionen: Rund 41 Prozent sind Landeswald, etwa 40 Prozent Privatwald, rund 10 Prozent Körperschaftswald und etwa 9 Prozent Bundeswald. Wir haben in MV rund 45.000 Waldbesitzer. Diese Zahlen zeigen bereits: Waldpolitik ist in MV keine Randaufgabe.

Unser Wald erfüllt viele Aufgaben gleichzeitig. Der Wald ist Lebensraum, Klimaschützer, Wasserspeicher, Luftfilter, Erholungsraum, Arbeitsplatz und Rohstofflieferant. Gerade beim Klimaschutz lohnt ein Blick auf die Dimensionen.

Deutschlandweit sind allein in den lebenden Bäumen rund 1,184 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Weitere 46 Millionen Tonnen Kohlenstoff befinden sich im Totholz. Nimmt man auch Streu und Waldböden hinzu, sind in Deutschlands Wäldern insgesamt rund 2,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert – im Durchschnitt etwa 197 Tonnen Kohlenstoff je Ha. Das macht deutlich: Unsere Wälder sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. Aber wir müssen auch die andere Seite der Wahrheit benennen.

Die Bundeswaldinventur zeigt, dass der Kohlenstoffvorrat der Wälder zwischen 2017 und 2022 um rund 41,5 Millionen Tonnen zurückgegangen ist. In diesem Zeitraum wurde der deutsche Wald erstmals seit Jahrzehnten von einer Kohlenstoffsenke zu einer Kohlenstoffquelle. Hauptursachen sind die Folgen von Dürre, Hitze, Schädlingsbefall und Kalamitäten sowie ein geringerer Holzzuwachs. Das ist für mich ein deutlicher Auftrag: Wir müssen unsere Wälder erhalten, pflegen und konsequent zu klimastabilen Mischwäldern weiterentwickeln.

Deshalb investieren wir gezielt in klimaresiliente Wälder. Seit 2020 hat Mecklenburg-Vorpommern das größte Aufforstungs­programm seiner Geschichte gestartet: 20 Millionen Euro für die Initiative „Unser Wald in MV“. Damit konnten bereits rund 1.400 Hektar neuer Wald entstehen – das entspricht etwa 11,2 Millionen gepflanzten Bäumen. Bis 2030 sollen insgesamt 4.380 Hektar neuer Wald entstehen. Dabei setzen wir auf klimaange­passte Baumarten wie Buche oder Traubeneiche, die unsere Wälder widerstandsfähiger machen.

Und auch die Menschen im Land können mithelfen: Mit der Aktion „Baum statt Ramsch“ der Waldstiftung kann auch in diesem Jahr wieder zur Weihnachtszeit jeder für 10 Euro einen Baum für Mecklenburg-Vorpommern pflanzen lassen.

Waldschutz und Holznutzung sind dabei keine Gegensätze. Auch die nachhaltige Nutzung unseres Holzes ist Klimaschutz. Deutschland verfügt über einen Holzvorrat von rund 3,7 Milliarden Kubikmetern mehr als jedes andere Land der EU. Jährlich wachsen in unseren Wäldern etwa 101,5 Millionen Kubikmeter Holz nach. Im Durchschnitt wurden rund 72,6 Millionen Erntefestmeter pro Jahr genutzt. Holz, das wir beispielsweise in Häusern, Möbeln oder anderen langlebigen Produkten verwenden, hält Kohlenstoff weiter gebunden.

Allein durch den wachsenden Speicher in Holzprodukten werden derzeit deutschlandweit netto rund 5 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr zusätzlich gebunden. Und Holz kann andere, energie­intensive Materialien ersetzen. Deshalb gehören für mich Waldschutz, Waldumbau und nachhaltige Holznutzung zusammen. Genau deshalb ist auch das Motto des Landeswaldtages so passend: „Wald, Holz und Technik“.

Moderne Technik hilft uns, den Wald von morgen aufzubauen. Die Forstwirtschaft hat sich enorm verändert. Das können die Besucherinnen und Besucher vor Ort selbst erleben: Harvester und Forwarder, Holzeinschlag durch Forstwirte, Pferderückung und Baumkletterer werden hier praktisch vorgestellt. Hinzu kommen Informationen zur Waldgesundheit, zum Waldumbau, zur Ausbildung sowie zahlreiche waldpädagogische Angebote.

Das ist wichtig, denn wir wollen nicht nur über Forstwirtschaft reden. Wir wollen zeigen, wie sie tatsächlich funktioniert. Unsere Forstleute müssen heute sehr unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden: Holz produzieren, Lebensräume erhalten, den Wald an das Klima anpassen, Erholungsräume sichern und zugleich wirtschaftlich arbeiten.

Die Bundeswaldinventur zeigt bundesweit, dass inzwischen 79% der Wälder Mischwälder sind. Die Fläche der Laubbäume hat innerhalb von zehn Jahren um rund 7 Prozent zugenommen. Auch der Totholzvorrat ist gestiegen und liegt inzwischen bei durchschnittlich 29,4 Kubikmetern je Ha – rund ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Das sind wichtige Entwicklungen für Artenvielfalt und Strukturreichtum.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen, wie massiv der Klimawandel unsere Wälder bereits verändert. Allein der Fichtenvorrat in Deutschland ist zwischen 2012 und 2022 um 16 Prozent zurückgegangen. Dürre, Insekten und andere Kalamitäten haben erhebliche Schäden verursacht. Der Waldumbau ist deshalb keine abstrakte Zukunftsaufgabe. Er findet längst statt.

Wir wollen damit Lebensräume bewahren und gleichzeitig Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum sichern. Und vor allem wollen wir dafür sorgen, dass auch unsere Kinder und Enkel gesunde und leistungsfähige Wälder in Mecklenburg-Vorpommern erleben können. Daran arbeiten unsere Forstleute jeden Tag.“