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Autor: Rügenbote

M-V bildet 2026 neue Moorspezialist*innen aus

Schwerin – Das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V bildet seit April 2025 in einem anspruchsvollen Modellvorhaben Moorspe­zialistinnen und Moorspezialisten aus, um den Mangel an Fach­kräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen. Für den zweiten Jahrgang schreibt das IMS zurzeit neue Stellen für angehende Moorspezialist*innen aus und lädt interessierte Institutionen ein, als Einsatzstelle die praktische Ausbildung zu unterstützen.

Zum Sommer 2026 startet das Institut mit 18 neuen Teilneh­menden in Mecklenburg-Vorpommern, die sich über drei Jahre fachpraktisch und theoretisch für die Umsetzung von Wiederver­nässungsprojekten im Moorklimaschutz qualifizieren und zum Abschluss ein Zertifikat erwerben. Zudem ist geplant, erstmals zwei weitere Stellen des Qualifizierungsprogramms in Nieder­sachsen auszuschreiben, die ebenfalls vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut werden sollen.

„Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspezialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land geförderten Professur Moorkunde angeboten. „In dem praktischen Ausbildungsteil vermitteln u.a. Wasser- und Bodenverbände, Vorhabenträger, Behörden und Planungsbüros als Einsatzstellen Fachkenntnisse zum Wasser­haushalt und Wasserbau, im Boden- und Naturschutz und nicht zuletzt im Wasserrecht, die wir bei Fachkräften unbedingt brauchen, um Moorprojekte sachgerecht und zügig umzusetzen“, erklärt Backhaus.

„Ich durfte die ersten Teilnehmenden des Qualifizierungs­programms und ihre Projekte nach einem halben Jahr Qualifizierung kennenlernen und war begeistert von der Expertise, die sie sich in dieser kurzen Zeit bereits erarbeitet haben“, so Backhaus weiter.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, schätzt die breite Unterstützung und das Bekenntnis von Land und Bund zum Programm:

„Wir werden fachlich und organisatorisch von Politik und Verwaltung sowie Wissenschaftlern und Fachpraktikern aus dem eigenen Land und dem ganzen Bundesgebiet intensiv in der Ausbildung unterstützt. Daneben sind wir durch das Gesamtbudget i. H. v. 34 Mio. Euro in der Lage, mit unserem neu gegründeten Institut die Qualifizierung äußerst professionell umsetzen.“

Gefördert wird das Projekt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Weitere Finanzierung erhält das Projekt aus Landesmitteln aus dem Sondervermögen Natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten jungen Teilnehmenden“, sagt Stefer.

Bachelor- und Masterabsolventen und –absolventinnen unterschiedlicher Studienfachrichtungen können sich ab sofort auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. Interessierte Institutionen können sich bis zum 15. April an einem Interessensbekundungsverfahren beteiligen, um Einsatzstelle für den praktischen Ausbildungsteil des zweiten Jahrgangs zu werden.

Link Stellenausschreibung: www.karriere-in-mv.de

Link Interessensbekundungsverfahren: www.lung.mv-regierung.de

Seit 2016 rund 880 Millionen Euro für Schulbau bereitgestellt

Schwerin – Seit 2016 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Schulbau investiert. Insgesamt wurden landesweit rund 550 Schulbauvorhaben bei Gesamtinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Euro mit einem Fördervolumen von etwa 880 Millionen Euro in Förderprogramme des Landes aufgenommen oder Fördermittel in Aussicht gestellt. Rund 540 Millionen Euro davon sind bereits ausgezahlt worden.

„Gute Schulen sind die Grundlage für gute Bildung – und gute Bildung ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Gute Lernbedingungen sind die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel bis zur digitalen Transformation. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen baulich modern, energetisch sinnvoll saniert und technisch zeitgemäß ausgestattet sind. Deshalb hat der Schulbau für die Landesregierung seit Jahren höchste Priorität“, betont MV-Bauminister Christian Pegel.

Breites Förderspektrum – gezielte Investitionen

Allein im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Inneres und Bau MV wurden im Zeitraum 2016 bis 2025 rund 300 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von etwa 715 Millionen Euro begleitet oder bewilligt. Damit deckt das Bauministerium rund 81 Prozent des gesamten Fördervolumens der Schulbauförderung des Landes ab.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 2017 gestarteten „Sonderprogramm für den Schulbau“ mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Finanziert wurden 26 Vorhaben – darunter auch Schulbauprojekte an überregionalen Förderzentren – über das Bundesprogramm Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) Teil II Schulbau sowie den Strategiefonds des Landes. Ziel war insbesondere der barrierefreie Umbau und die Stärkung inklusiver Schulstandorte.

„Wir investieren gezielt dort, wo Schulen modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden müssen – und zwar so, dass sie den Anforderungen von Inklusion, Barrierefreiheit und zeitgemäßer Pädagogik gerecht werden“, so Christian Pegel weiter.

Programme zeigen Wirkung

Zu den wichtigsten Programmen der vergangenen Jahre zählen unter anderem:

  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 1 Städtebau (2018–2024) konnten zwölf große Schulbauvorhaben und eine Machbarkeitsstudie mit einem Fördervolumen von rund 45,7 Millionen Euro umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Schulzentrum in Sundhagen. Dort wurde im September 2021 der Neubau einer Grund- und Regionalen Schule mit einer Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen fertiggestellt.
  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 2 Schulbau (2019–2026) wurden 13 große Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 75,2 Millionen Euro unterstützt, von denen neun fertiggestellt wurden. Mit diesem Programm konnte beispielsweise der Ersatzbau der Europaschule – Regionalschule mit Grundschulteil – in Hagenow realisiert werden, der im September 2024 fertiggestellt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich weitere vier Vorhaben fertiggestellt.
  • Im Strategiefonds Schulbau M-V (2020–2025) konnten 13 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 23,7 Millionen Euro vollständig umgesetzt werden, darunter der Schulcampus Käthe-Kollwitz in Anklam. Die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde im September 2025 abgeschlossen.
  • Das landeseigene Schulbauprogramm (hervorgegangen aus dem M-V-Schutzfonds zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen., 2020–2026) unterstützte 73 Vorhaben – davon 38 kleinere und 35 größere Schulbauvorhaben – zur Verbesserung der räumlichen Kapazitäten und der Hygienestandards mit einem Gesamtvolumen von rund 73 Millionen Euro. Dabei wurden elf Schulbauvorhaben freier Träger aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden 65 Schulbauvorhaben fertiggestellt. Bis zum Jahresende 2026 werden voraussichtlich weitere acht im Bau befindliche Vorhaben fertiggestellt. Teil dieses Programms war z. B. der Neubau der Mosaik-Schule als Teil der Entwicklung des Schulcampus in Grevesmühlen. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wurde im September 2025 fertiggestellt.

Ergänzend wurden Schulbauprojekte unter anderem über EFRE, ELER, die Bund-Länder-Städtebauförderung sowie verschiedene Investitionspakte unterstützt.

Schulbau bleibt Daueraufgabe

Der Schulbau bleibt weiterhin ein zentrales Handlungsfeld der Landesregierung. Im Rahmen des Konjunkturprogramms Schulbau 2024–2027 nach § 10a FAG M-V wurden zusätzlich 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Ab 2026 stehen weiterhin Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung zur Verfügung. Im Rahmen des EFRE-Programms M-V 2021-2027 wurden im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Energieeffizienz für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur rund 16,5 Millionen Euro bewilligt und rund 18,6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Ab 2026 bis 2037 werden darüber hinaus 600 Millionen Euro mit dem „MV-Plan 2035“ für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur im Rahmen des neuen Sondervermögens Infrastruktur des Bundes durch das Land über die Landkreise bereitgestellt. Der Start wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen.

„Mit gezielten Investitionen schaffen wir nicht nur sichere und attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützen auch Lehrkräfte in ihrer wichtigen Arbeit. Gleichzeitig stärken wir die Kommunen, entlasten sie langfristig und setzen wichtige Impulse für regionale Wertschöpfung. Schulbau ist damit weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Wir werden diesen Kurs konsequent fortsetzen“, sagt Bauminister Christian Pegel abschließend.

Schwesig: Angleichung der Arbeitszeiten an Unikliniken kommt

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den zwischen Ländern und Gewerkschaften gefundenen Kompromiss bei den Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder begrüßt.

 „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den Verhandlungen insbesondere dafür eingesetzt, dass die noch bestehenden Ost-West-Unterschiede abgebaut werden. Ich kann verstehen, dass die Beschäftigten in unseren Uni-Kliniken die bisherigen Regelungen als ungerecht empfunden haben.

Deshalb ist es gut, dass in Rostock und Greifswald künftig die gleiche Wochenarbeitszeit gilt wie auch in den westdeutschen Unikliniken. Das haben sich die Pflegekräfte verdient. Die Menschen in Ostdeutschland leisten genauso gute Arbeit wie die im Westen. Auch die verbesserten Wechselschichtzulagen sind eine Verbesserung“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Ich freue mich, dass es eine Einigung zwischen den Ländern und Gewerkschaften gibt. Angesichts der aktuellen Finanzlage der Länder waren das dieses Mal keine einfachen Verhandlungen. Am Ende ist ein akzeptabler Kompromiss gefunden worden.

Die Beschäftigten in der Landesverwaltung leisten gute Arbeit. Es ist deshalb richtig, dass mit steigenden Preisen auch die Löhne nach oben gehen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Land erhöht Anzahl von Klassenfahrten

Oldenburg: In der Schullaufbahn eines Kindes sind zwei zusätzliche Fahrten möglich

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern stehen in diesem Jahr mehr Mittel für Klassenfahrten bereit als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2026 sind 1,2 Millionen Euro eingeplant, im vergangenen Jahr standen 968.500 Euro zur Verfügung. „Wie bereits in den Vorjahren konnten auch für das Kalenderjahr 2026 sämtliche Klassenfahrten genehmigt werden, die den Voraussetzungen entsprachen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das haben wir geschafft, weil wir die Zuschüsse für die Reisekosten der Lehrkräfte erhöht haben. Trotz der angespannten Haushaltslage ist es uns gelungen, den Etat anzuheben“, sagte Oldenburg.

Durch die weiteren finanziellen Mittel können Kinder und Jugendliche während ihrer Schullaufbahn an zwei weiteren Klassenfahrten teilnehmen, zusätzlich zu den bereits jetzt stattfindenden Klassen-, Studien- und Schülergruppenfahrten. „Somit wird es ab dem nächsten Jahr jeweils eine zusätzliche Fahrt in der Grundschule und in der Orientierungsstufe geben. Diese Fahrten waren zuvor nur in Ausnahmefällen möglich“, so die Bildungsministerin weiter. „Gemeinsame Unternehmungen sind für das soziale Miteinander besonders förderlich. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen wichtige Erfahrungen in der Schulzeit. Diese positiven Erlebnisse wollen wir verstärken.“

Zudem erhalten die Schulen früher eine Genehmigung für die Schulfahrten. Bisher mussten Klassenfahrten bis zum 15. November eines jeden Jahres für die Schulfahrten-Jahresplanung eingereicht werden. „Diese Frist haben wir auf Anfang Oktober vorgezogen. Damit haben die Schulen mehr Planungssicherheit und einen größeren Planungsvorlauf“, sagte Oldenburg.

Im Jahr 2026 hat das Land rund 1.700 Schulfahrten genehmigt. Dabei haben die Schulen ganz unterschiedliche Reiseziele: Während Grundschulklassen überwiegend Orte in Mecklenburg-Vorpommern besuchen, sind Schülerinnen und Schüler in den höheren Jahrgangsstufen auch deutschlandweit oder im europäischen Ausland unterwegs. Viele Grundschulen besuchen das Feriencamp Gnitz auf der Insel Usedom, höhere Jahrgangsstufen fahren zum Beispiel nach Dresden oder Berlin.

Die organisatorischen Rahmenbedingungen regelt die Verwaltungsvorschrift „Durchführung von Schulwanderungen und Schulfahrten an öffentlichen, allgemein bildenden und beruflichen Schulen“. Die Verwaltungsvorschrift wird derzeit von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden der Staatlichen Schulämter, Vertretungen der Schulleitungsvereinigungen sowie dem Bildungsministerium, überarbeitet.

Filmförderung in M-V bleibt unverändert

Schwerin – Beim Empfang des Landes Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen der diesjährigen Berlinale sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Filmland mit Tradition. Wir engagieren uns seit langem dafür, dass Filme und Geschichten erzählt werden, die mit unserem Land verbunden sind.

Mit der Filmförderung haben wir Festival-, Film- und Kinoförderung seit 2020 unter einem Dach. Als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Filmbranche in unserem Land. Mit mehr Förderung. Mit mehr Angeboten und Service.“ Wie erfolgreich die Filmförderung des Landes ist, sei daran abzulesen, dass fünf vom Land Mecklenburg-Vorpommern geförderte Produktionen im Jahr 2025 erfolgreich beim wichtigen Nachwuchsfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken vertreten waren. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale, die internationale Koproduktion „No Good Men“ wurde u.a. in Rostock gedreht.

Sie betonte, die Landesregierung wolle Geschichten aus MV und das Land selbst sichtbar machen und es Filmschaffenden gleichzeitig ermöglichen, ihre Geschichten zu erzählen. Schwesig sagte: „Wir unterstützen Filme aus Mecklenburg-Vorpommern, Filme, die in Mecklenburg-Vorpommern gedreht werden, und wir unterstützen unsere Kinos, unsere lebendige Film- und Kinokultur.

Es gibt konkrete finanzielle Unterstützung für Film- und Serienproduktionen, für Filmfestivals und Investitionsmaßnahmen von Kinos. Trotz schwieriger Haushaltslage. Auch im aktuellen Doppelhaushalt bleibt die Filmförderung unverändert.“ Seit 2024 wird die MV Filmförderung GmbH jährlich mit 3,5 Mio. Euro vom Land finanziert.

Die Aufgabe, die Filmförderung bundesweit zielgerichteter aufzustellen sei noch nicht gelöst. Sie sagte dazu: „Die Reform der Filmförderung beim Bund ist noch unvollständig. Wir werden als Land die Entwicklung aufmerksam verfolgen, auch im Interesse unserer Filmwirtschaft und unserer Filmschaffenden.“

Chefin der Festspiele MV im Podcast „Macherinnen“

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt spricht mit Ursula Haselböck über Frauen in der Musikszene und Familienförderung

Schwerin – „Eine weitere beeindruckende Frau, die in Mecklenburg-Vorpommern wirkt, ist Ursula Haselböck. Sie ist die Intendantin der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und damit die erste Frau an der Spitze des über die Landesgrenzen hinaus beliebten Festivals. Die gebürtige Wienerin hat über viele Jahrzehnte ihren Weg nach Mecklenburg-Vorpommern gefunden und erzählt von der Schönheit unseres Bundeslandes.

Die Branche der Kunst und Kultur ist nach wie vor männerdominiert. 30 Jahre nach der Deutschen Einheit zeigten die Festspiele M-V somit viel Mut, eine junge Mutter zur ersten Intendantin zu machen. Sie erzählte mir, wie wichtig ihr der Familienbezug bei den Konzerten ist. Durch eine angebotene Kinderbetreuung schafft sie für die Eltern zum einen eine Atmosphäre des Genießens und zum anderen auch eine Art Nachwuchsgewinnung für künftige Musikerinnen und Musiker“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zum Start der Folge 24 des Podcasts „Macherinnen“.

Seit mittlerweile gut zwei Jahren ist der Podcast „Macherinnen“ online. An jedem achten Tag eines Monats wird eine neue Folge veröffentlicht. Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Mir geht es vor allem darum, Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Geschichten und mit ihrem Wirken hörbar zu machen.

Ich bin mir sicher, dass es viele Frauen gibt, die nur eine Initialzündung brauchen, um selbst voranzugehen. So kommen wir Schritt für Schritt der Gleichstellung näher.“ Der Podcast „Macherinnen“ ist auf allen gängigen Podcast-Portalen abrufbar oder auf der Internetseite www.frauen-in-mv.de/podcast.

Femizide müssen als Mordmerkmal gewertet werden

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt mahnt als „One Billion Rising“-Schirmherrin: „Die JuMiKo-Prüfbitte liegt vor.“

Schwerin – Das Motto der weltweiten Aktion „One Billion Rising“ ist in diesem Jahr „Women on Fire – Ni una menos“. Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt ist auch in diesem Jahr für Mecklenburg-Vorpommern Schirmherrin der Aktion. In einer Videobotschaft sagt sie: „Das Motto unterstreicht deutlich unsere Bemühungen.

‚Ni una menos‘ ist ein feministischer Slogan aus Südamerika, der so viel bedeutet wie ‚Nicht eine weniger.‘ Wenn also das Motto bedeutet, dass uneingeschränkt alle Frauen aus Engagement für ihren Kampf gegen Gewalt brennen, dann kann ich das nur unterstützen. Die Auseinandersetzung mit Femiziden hat längst umfassende Dimensionen angenommen. Femizide müssen endlich als Mordmerkmal gewertet werden.

Daher haben wir in der Frühjahrskonferenz der Justizministerinnen und Justizminister eine entsprechende Prüfbitte an die Bundesministerin der Justiz beschlossen. Zu viel Zeit sollte die Prüfung nicht in Anspruch nehmen, denn die Betroffenen von patriarchischer Gewalt haben keine Zeit mehr. Statistisch gesehen wurde im Jahr 2023 täglich eine Frau oder ein Mädchen getötet, nur weil sie weiblich sind.

Eine Ergänzung des Tatbestandes des § 211 Abs. 2 des Strafgesetzbuches um ein weiteres Mordmerkmal zur Erfassung von trennungs- und geschlechtsspezifisch motivierten Tötungen ist vorzunehmen. Die Klarstellung des Mordmerkmals und das Bewusstsein dessen könnte in der Zukunft mancher Frau das Leben retten“, sagt Ministerin Jacqueline Bernhardt.

„Der Aktionstag ‚One Billion Rising‘ ist leider jedes Jahr noch wichtig. Kern ist der Kampf für Frauen- und Mädchenrechte. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern, ist das klare Ziel des Tages. Es wird umso eher erreicht, je mehr sich für das Menschenrecht auf ein gewaltfreies Leben einsetzen.

Darum tanzen weltweit am 14. Februar Millionen Menschen als Zeichen für Gemeinschaft, Empörung, aber auch Hoffnung. Als Landesregierung arbeiten wir tagtäglich an unserer Verpflichtung, die Istanbul-Konvention für Betroffene von häuslicher und sexueller Gewalt umzusetzen.

Wir haben uns erfolgreich für das Gewalthilfegesetz eingesetzt, das vor genau einem Jahr beschlossen wurde“, so die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt in ihrer Videobotschaft zum Aktionstag „One Billion Rising“. Organisiert wird die Aktion vom Landessportbund M-V und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neubrandenburg.

Unterstützung für erstes Freiluft-Boxturnier

Drese übergibt Zuwendungsbescheid an SV Einheit

Die Ministerin bei der Übergabe

Güstrow – Leicht verspätet zum Jubiläumsjahr 2025 erhält der SV Einheit Güstrow e.V. Unterstützung vom Land Mecklenburg-Vorpommern: Sportministerin Stefanie Drese hat heute einen Zuwendungsbescheid zur Förderung des Kinder- und Jugendsports übergeben.

Mit den Mitteln in Höhe von 10.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes kann der Verein einen klappbaren Boxring samt Boxplanen anschaffen und damit erstmals ein Freiluft-Boxturnier im Rahmen seines 75-jährigen Vereinsbestehens durchführen.

„Bisher konnte sich der Verein nur Indoor präsentieren oder musste das Equipment mühsam von anderen Vereinen leihen.

Jetzt hat der SV Einheit die Möglichkeit, sich endlich auch unabhängiger einzubringen, neue Formate auszuprobieren und Kinder und Jugendliche in der Region auf anderen Wegen für den Sport und die Mitgliedschaft in Vereinen zu begeistern“, erklärte die Ministerin bei der Übergabe. R

und 65 Mitglieder hat die Boxsparte derzeit. Darunter befinden sich auch einige Talente, die sich auf die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften vorbereiten.

Der SV Güstrow vermittelt seinen Mitgliedern aber mehr als nur die richtige Technik und legt einen besonderen Wert auf die Gewaltprävention. „Der Boxsport vermittelt Werte wie Fairness, Disziplin und Respekt. Gerade im Kinder- und Jugendbereich leisten die Trainerinnen und Trainer damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung“, unterstrich Drese.

Alle Verantwortlichen täten dies ehrenamtlich. „Von Organisationsteam, über die Trainerinnen und Trainer bis hin zu Freunden und Familien, hier packt jede und jeder mit an. Dieses Ehrenamt ist das Fundament unseres Vereinssports im Land und verdient große Anerkennung. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir dieses Engagement mit dem Zuwendungsbescheid auch von Landesseite unterstützen können“, betonte Drese.