Menü Schließen

Kategorie: Städte und Gemeinden

Start der 16. Ehrenamtsmessen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese verkündete heute gemeinsam mit DRK-Präsident Werner Kuhn die Eröffnung der 16. Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern am 15. April. Die diesjährigen Messen finden an insgesamt fünf Orten im April und Mai statt: Neubrandenburg, Stralsund, Bad Doberan, Pasewalk und Wismar.

„Die Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern sind bundesweit einmalig und seit vielen Jahren eine wichtige Möglichkeit zur Vernetzung für Ehrenamtliche. Die Veranstaltungen tragen maßgeblich dazu bei, Engagement sichtbar zu machen und die vielen örtlichen Initiativen zu fördern,“ betonte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport.

Das Ziel der Ehrenamtsmessen ist es, bürgerschaftliches Engagement stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Zusammenarbeit und die Vernetzung zwischen den Engagierten und den Vereinen zu stärken.

Werner Kuhn, Präsident des DRK-Landesverbandes e.V. Mecklenburg-Vorpommern e.V. ergänzt: „Bei den Messen dreht sich alles ums Kennenlernen, gute Gespräche und darum, kulturelle Höhepunkte zu erleben. Es präsentieren sich die unterschiedlichsten Vereine: von Hilfsorganisation über Hospiz bis Blasorchester. Die Vielfalt, sich in einem Ehrenamt zu engagieren, ist enorm.“

Programm & Informationen der einzelnen Standorte:

15.April: Neubrandenburg, Haus der Kultur und Bildung & Marktplatz von 10 bis 15 Uhr

  • Vereine und Initiativen präsentieren sich in- und outdoor, von Kultur, Bildung und Umwelt über Soziales, Blaulicht-organisationen bis hin zum Sport
  • offizielle Eröffnung durch Staatssekretärin Sylvia Grimm und Oberbürgermeister Silvio Witt nach Aufmarsch des Fanfarenzuges Neubrandenburg

 15.April: Stralsund, Rathauskeller & Marktplatz ab 10:00 Uhr

  • zwei parallel stattfindende Foren, Rathaus, 10-12.30 Uhr: Thema 1: mögliche Förderung und Ehrenamtskarte Dozent: Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement MV; Thema 2: Steuern und Beratung – Alles rund um Finanzen in meinem Verein (Dozent: Finanzministerium MV)
  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Marktplatz
  • offizielle Eröffnung durch parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß

1.Mai: Bad Doberan

Klostergelände, eingebettet in „DRK-Volkslauf entlang der Mollispur“, von 10 bis 14 Uhr

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Klostergelände, Mollilauf, Familienprogramm
  • offizielle Eröffnung durch Sozialministerin Stefanie Drese, Bürgermeister Jochen Arenz, Landrat LRO Sebastian Constien und DRK-Präsident Werner Kuhn

 6. Mai: Pasewalk, Kulturforum „Historisches U“, Freigelände, 10-15 Uhr

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich auf dem Freigelände
  • offizielle Eröffnung durch parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß und Oberbürgermeister Danny Rodewald

 6.+ 7. Mai: Wismar, Festplatz Bürgerpark, eingebettet in Hanseschau, Halle 5 von 10 bis 18 Uhr an beiden Tagen

  • diverse Vereine und Initiativen präsentieren sich am Stand der Ehrenamtsmesse in Halle 5 zum Beispiel: Arbeit der Rettungshunde der Wasserwacht, Fanfarenzug
  • offizielle Eröffnung am 6. Mai durch Staatssekretärin Sylvia Grimm und Oberbürgermeister Thomas Beyer

LEADER-Förderung in MV startet

Auswahl lokaler Strategien beendet

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern werden bis 2029 flächendeckend Strategien lokaler Aktionsgruppen zur Regionalentwicklung mit  rund 55 Millionen Euro aus dem LEADER-Maßnahmenprogramm der EU unterstützt.

„Der ländliche Raum steht vor großen Zukunftsaufgaben. Die Digitalisierung, die nachhaltige Daseinsvorsorge oder den Klimaschutz, können wir nur mit einem leistungsfähigen ländlichen Raum lösen. Über LEADER werden Projekte gefördert, die die Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten, das Miteinander stärken und die Zukunftsfähigkeit von Dörfern sichern.

Das Besondere daran: Menschen vor Ort wirken mit an der Projektentwicklung, denn sie wissen oft am besten, was getan werden muss, damit das Dorf, die Region lebendig und attraktiv bleiben. Der LEADER-Ansatz ist ein flexibles und breitgefächertes Förderinstrument, mit dem lokalen Bedürfnissen entsprochen werden kann.

In dieser Förderperiode sollen vorrangig Vorhaben unterstützt werden, die zur Minderung der Folgen des Klimawandels und zum Schutz der natürlichen Ressourcen beitragen. LEADER mit seiner engen Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung, ist prädestiniert dazu, einen aktiven Beitrag zur Umsetzung des Europäischen Green Deal zu leisten“, sagte Klimaschutz- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Insgesamt wurden 14 Strategien eingereicht und von einem sechsköpfigen Ausschuss, bestehend aus Vertretungen von 3 Ministerien und 3 Wirtschafts- bzw. Sozialpartnern, in einem transparenten Verfahren bewertet. Alle eingereichten Strategien haben die Wettbewerbsbedingungen erfüllt und konnten genehmigt werden.

Minister Backhaus sprach allen LEADER-Akteuren ein großes Dankeschön für ihr Engagement aus: „Sie haben viel Zeit und Energie in ihre Bewerbungen für diesen Wettbewerb gesteckt und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam wieder viele innovative Projekte umsetzen werden.“

Im Januar 2022 hatte das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt zur Einreichung von Strategien aufgerufen. Die ursprüngliche Frist zur Einreichung der Strategien wurde vom 31. August bis zum 30. November 2022 verlängert.

Bis zu diesem Tag hatten die Akteure in den jeweiligen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns Gelegenheit, sich mit den von ihnen erarbeiteten Strategien zu beteiligen. Dazu haben sich Vertreter lokaler öffentlicher und privater sozioökonomischer Interessen zu lokalen Aktionsgruppen zusammengeschlossen.

Auf der Grundlage einer Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der jeweiligen Region wurden Entwicklungsziele und Handlungsfelder für die Förderperiode 2024 bis 2029 herausgearbeitet.

Als Budget rund 55 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung. Zusätzlich stellt das Land 2,5 Mio. Euro Landesmittel zur Sicherung der nationalen Kofinanzierung für Vorhaben privater Träger zur Verfügung. Für jede genehmigte Strategie wird ein Grundbudget von 3 Mio. Euro bereitgestellt.

70 Prozent des verbleibenden Budgets werden nach dem Proportionalitätsprinzip bezogen auf die Einwohnerzahl (Stand 31.12.2021) des von der Strategie erfassten Gebietes und 30 Prozent in Abhängigkeit von der Qualität der Strategie aufgeteilt. Dabei erhalten lediglich die acht besten Strategien diesen „Qualitätszuschlag“. Damit stehen den lokalen Aktionsgruppen zwischen ca. 3,5 und 4,6 Mio. Euro für die Erfüllung ihrer Entwicklungsziele zur Verfügung.

Klimaschutzgesetz M-V

Minister Backhaus lädt zur Bürgerbeteiligung ein – Bürgerinnen und Bürger können in vier Regionalkonferenzen ihre Meinung einbringen

Schwerin – Das Klimaschutzministerium MV lädt Bürgerinnen und Bürger ein, sich mit ihrer Meinung zum neuen Landesklimaschutzgesetz einzubringen. Geplant sind hierfür vier Regionalkonferenzen in Grimmen, Wismar, Friedland und Ludwigslust im Zeitraum vom 13. bis zum 27. April.

Minister Dr. Backhaus: „Der Klimaschutz geht uns alle an und wird unser Land nachhaltig prägen. Deswegen ist es mir wichtig, auf dem Weg zu einem Klimaschutzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern möglichst viele Menschen mitzunehmen. Ideen sind gefragt und kluge Konzepte. Bei den Regionalkonferenzen haben unsere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, einen wichtigen Teil unserer Zukunft mitzugestalten. Ich wünsche mir eine rege Teilnahme.“

Die Regionalkonferenzen fokussieren auf verschiedene Themenschwerpunkte des Klimaschutzgesetzes: Auf der Regionalkonferenz in Grimmen stehen die Sektoren Strom und Mobilität im Fokus, in Wismar geht es um die Themen Wald und Gebäude, in Friedland um Moore und Landwirtschaft und in Ludwigslust wird es um die Sektoren Industrie und Wärme gehen. In allen Sektoren muss die Landesregierung Maßnahmen beschließen, um die Treibhausgasemissionen zu senken.

Auf jeder Regionalkonferenz werden nach fachlichen Inputs die aus dem Beteiligungsprozess für die jeweiligen Sektoren vorgeschlagenen Maßnahmen diskutiert und bewertet . Gefragt sind insbesondere Einschätzungen zur praktischen Umsetzbarkeit der Klimaschutzmaßnamen und zu möglichen Hürden für deren Umsetzung. Ziel ist es, auszuloten, von welchen Faktoren der Erfolg der Klimaschutzmaßnahmen abhängt.

Minister Dr. Backhaus: „Mecklenburg-Vorpommern hat sich verpflichtet, bis 2040 klimaneutral zu werden. Die Weichen hierfür soll das Landesklimaschutzgesetz stellen. Mit der Bürgerbeteiligung möchte die Landesregierung die Positionen breiter Teile der Bevölkerung frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einbeziehen. Die Regionalkonferenzen sind deshalb Teil eines größeren Bürgerbeteiligungsprozesses zum Klimaschutzgesetz. Dieser umfasst auch eine Online-Beteiligung.“

Die Termine der Regionalkonferenzen im Überblick:

Der offizielle Teil der Veranstaltungen findet jeweils von 16.30H – 18.40 Uhr statt.

13.04.23 Grimmen – Sektorenfokus Strom und Mobilität

Ort:  Kulturhaus Treffpunkt Europas, Heinrich-Heine-Straße 1a, 18507 Grimmen

Für eine Teilnahme an der Konferenz melden Sie sich bitte bis zum 11.04.2023 unter folgendem Link an: https://tinyurl.com/Regionalkonferenz1

19.04.23 Wismar – Sektorenfokus Wald und Gebäude

Ort: Hochschule Wismar, Haus 1, Hörsaal 131; Philipp-Müller-Str. 14, 23966 Wismar

Für eine Teilnahme an der Konferenz melden Sie sich bitte bis zum 17.04.2023 unter folgendem Link an: https://tinyurl.com/Regionalkonferenz2

24.04.23 Friedland – Sektorenfokus Moore und Landwirtschaft

Ort: Volkshaus Friedland, vor dem Walltor 1, 17098 Friedland

Für eine Teilnahme an der Konferenz melden Sie sich bitte bis zum 21.04.2023 unter folgendem Link an: https://tinyurl.com/Regionalkonferenz3

27.04.23 Ludwigslust – Sektorenfokus Industrie und Wärme

Ort: Stadthalle Ludwigslust, Christian-Ludwig-Straße 1, 19288 Ludwigslust

Für eine Teilnahme an der Konferenz melden Sie sich bitte bis zum 24.04.2023 unter folgendem Link an: https://tinyurl.com/Regionalkonferenz4

Breitbandausbau in Ludwiglust-Parchim

Ludwigslust – Digitalisierungsminister Christian Pegel übergibt heute an Landrat Stefan Sternberg Änderungsbescheide über eine erhöhte Fördersumme für den Breitbandausbau im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Landkreis hatte für alle 18 Bundes-Förderprojekte eine Erhöhung der bewilligten Fördersumme beantragt. 16 Anträge hat der Bund bereits bewilligt.

Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Kofinanzierungsmittel, die das Land zur Verfügung stellt, um insgesamt rund 40 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch ein kommunaler Eigenanteil, den das Land für die Kommunen übernimmt. Dem Landkreis stehen damit nun insgesamt rund 545 Millionen Euro Fördermittel vom Land und vom Bund für den Ausbau von Glasfaseranschlüssen zur Verfügung.

Im Rahmen des Bundesförderprogramms befinden sich 18 Projektgebiete aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim im Bundes-Förderverfahren. Darüber hinaus hat der Landkreis zwei Projekte, die über den Kommunalinvestitionsförder-fonds finanziert werden und zwei GRW-Projekte (Förderung für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft). Für alle Projekte hat die Wemacom den Zuschlag für den Breitbandausbau erhalten. Alle Projektgebiete befinden sich im Bau.

In einem Projektgebiet sind bereits Dienste buchbar (GRW – Pampow). In weiteren acht Projektegebieten ist der Trassenbau weitestgehend abgeschlossen. Bisher wurden mehr als 3.000 Kilometer (90 Prozent) Trasse gebaut sowie rund 9.000 Anschlüsse fertiggestellt.

Mit dem geförderten Breitbandausbau werden Regionen unterstützt, in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau besonders unwirtschaftlich ist. Das betrifft insbesondere großflächige Gebiete mit geringer Einwohnerzahl. Förderfähig waren in den ersten sechs Förderaufrufen Gebäude mit Wohn- und Nutzungseinheiten, die keinen Internetanschluss haben oder deren Bandbreite weniger als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beträgt. Seit April 2021 sind auch Adressen förderfähig, die mehr als 30 aber weniger als 100 Mbit/s und somit keinen Anschluss ans zukunftsfähige schnelle Internet haben.

Informationen über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in M-V finden Sie auf den Webseiten des Breitbandkompetenzzentrums M-V unter www.breitband-mv.de/breitbandausbau.

Kurzfristig Wohnraum instandsetzen

Schwerin – Landesregierung und die Spitzen der Kommunen sind am 27. März  zu einem mehrstündigen Arbeitsgespräch im Innenministerium zusammengekommen, um derzeit aktuelle Fragen zu erörtern.

Eines der zurzeit wichtigsten Themen ist die Schaffung von Wohnraum in den Kommunen. So soll mit einem Sonderprogramm die Instandsetzung von Wohnraum gefördert werden.

„Um hierbei zügig voranzukommen, stellt das Land Wohnungsbaugenossenschaften, kommunalen Wohnungsunternehmen und Vermietern bis zu 5.000 Euro pro Wohnung für die kurzfristige Herrichtung von leerstehenden Wohnungen zur Verfügung. Es ist wichtig, jeden Wohnraum im Land zu nutzen. Sowohl für die Familien, für die Rentnerinnen und Rentner, für Studierende oder eben auch Schutzsuchende – das ist eine konkrete Hilfe für ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Mit Blick auf die Unterbringung von Schutzsuchenden wollen wir damit zugleich die großen Unterkünfte vermeiden und dezentrale Angebote schaffen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss.

Ein weiteres Diskussionsthema war die Energiewende. „Die Umsetzung der Energiewende erfordert ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen. Wir sind uns einig. Wir wollen Angebote und konkrete Unterstützung statt Verbote und Zwänge. Wir sind uns einig, dass die Bundesregierung mit immer neuen Regeln die Bürger nicht überfordern darf“, so die Regierungschefin.

Landesregierung und kommunale Familie haben sich zum Ziel bekannt, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Land zu beschleunigen. Gerade die kommunale Beteiligung und gerechtere Netzentgelte würden alle Ebenen fordern.

„Es ist wichtig, dass die Planungsprozesse in den Regionalen Planungsverbänden von den Beteiligten schnellstmöglich vorangetrieben und breit unterstützt werden. Die von der Landesregierung mit dem Planungserlass Wind-an-Land vorgegebenen landesweit einheitlichen und verbindlichen Kriterien für Windenergiegebiete sind dabei eine Hilfestellung“, betonte die Ministerpräsidentin.

Für den Landkreistag Mecklenburg-Vorpommern fasste deren Vorsitzender Landrat Heiko Kärger zusammen: „Statt immer neue Verbotsdebatten und Umrüstungszwänge braucht es eine aktive Unterstützung und Förderung des Staates. Dazu zählen auch gerechtere Netzentgelte und niedrigere Strompreise.

Das ist für unsere Landkreise und die Akzeptanz unserer Bürger ein entscheidender Aspekt. Gleichzeitig begrüßen wir das heute von der Landesregierung zugesagte Instandsetzungsprogramm. Das hilft allen Einwohnern gleichermaßen.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war das Thema Bildung. Gemeinsames Ziel der Landesregierung und der kommunalen Familie ist, den Digitalpakt zügig umzusetzen, um die die Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen im Land weiter zu verbessern.

„Wir wollen unseren Schülern und Lehrkräften die bestmögliche Infrastruktur bieten. Deshalb brauchen wir kurze Wege und schnelle Entscheidungen, damit die geplanten Investitionen auch bei den Schulen ankommen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Teilnehmer haben zudem die vom Bund zugesagten Mittel für den Ganztagsausbau von Kita und Schule begrüßt und einen engen Austausch über die Umsetzung des Investitionsprogramms vereinbart.

Der Vorsitzende des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Beyer erklärte abschließend: „Gerade das Thema Chancen für den Arbeitsmarkt ist aus kommunaler Sicht besonders wichtig.

Vier Menschen hören auf und zwei kommen nach. Wir müssen Voraussetzungen schaffen und für diese Planung verlässliche Bevölkerungs- und Zuwanderungsprognosen erheben. Die müssen Land und Kommunen verlässlich entwickeln.“

Grüne Gewerbegebiete in M-V

Meyer: Ausbau Grüner Gewerbegebiete im Land vorantreiben

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist am Freitag das Thema „Grüne Gewerbegebiete konsequent klimafreundlich und nachhaltig gestalten“ diskutiert worden. Seit etwa fünf Jahren gibt es den Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in MV“. Dieser hat sich in den Kommunen des Landes MV bewährt. Die Dialogtreffen und Vernetzungstreffen werden angenommen. Es sind zunehmende Zertifizierungswünsche zu verzeichnen.

„Der Landesdialog wirkt investitionsvorbereitend und steigert die regionale Wertschöpfung. Dies führt zur Stärkung der Wasserstoffwirtschaft im Land, des Wirtschaftsstandorts vor Ort, sichert Arbeitsplätze, erhöht die Lebensqualität für die Bevölkerung und dient der Angleichung der Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Durch die Zertifizierung möglichst vieler Industrie- und Gewerbegebiete als „G³ – Grünes Gewerbe Gebiet“ wird Mecklenburg-Vorpommern zunehmend konkurrenzfähig. Zugleich leisten wir damit einen verstärkten Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit im Landtag.

Mit dem Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in MV“ hat das Land eine Initiative gestartet, um Erneuerbare-Energie-Konzepte in Gewerbegebieten modellhaft zu erproben. Ein Anforderungskatalog enthält Kriterien für die Vergabe des Labels „Grünes Gewerbegebiet“. Entscheidend sind eine erneuerbare Energieversorgung sowie das Engagement von Kommune und Unternehmen vor Ort.

„Die Beantragung der Zertifizierung ist freiwillig, denn nur so werden die Planungshoheit der Gemeinde sowie die unternehmerische Verantwortung geachtet. Eine Ausweisung von oben als „Grünes Gewerbegebiet ist weder möglich noch zielführend. Das Ziel des Landesdialoges ist es, zu motivieren und gute Beispiele sichtbar – wie in Hagenow, Parchim und Grevesmühlen – zu machen.

Das Label kann selbstverständlich nur für bestehende Gewerbegebiete vergeben werden. Denn, um zu wissen, ob mehr als 50 Prozent Erneuerbare Energien erzeugt und verbraucht werden, werden die Energiewerte der einzelnen Unternehmen miteinander verrechnet“, so Meyer weiter. Das Label „Grüne Gewerbegebiete – natürlich erfolgreich“ ist als Word-Marke beim Bundespatentamt geschützt.

Für die Zertifizierung eines „Grünes Gewerbegebietes“ wird zwischen drei Basiskriterien – Erneuerbare Energieversorgung; Maßnahmen zur Verbesserung des Energiemanagements und Steigerung der Energieeffizienz sowie Bewusstseinsbildung im Bereich des nachhaltigen Flächenmanagements und Zusatzqualifikationen unterschieden.

Die Zusatzqualifikationen spezifizieren die Ausrichtung des Gewerbegebietes und spiegeln die lokalen Bedingungen wider. Hierzu zählen beispielsweise die gemeinsame Nutzung und Verwaltung von Infrastrukturen; die gemeinsame Erbringung von Dienstleistungen sowie eine nachhaltige Verkehrsplanung oder Flächenreduzierung bei der Flächeninanspruchnahme.

„Die Zusatzqualifikationen geben Spielraum für die Entwicklung der bereits ausgezeichneten Gewerbegebiete“, sagte Meyer weiter.

Die Transformation der Wirtschaft wird sich im Bestand vollziehen müssen, denn dort sind die entscheidenden Einsparpotenziale zu finden. „Bei jeder Neuausweisung von Gewerbegebieten sollten höchste Maßstäbe aus Sicht des Klimaschutzes angelegt werden. Deshalb haben wir die Förderbedingungen angepasst“, so Meyer abschließend. Die Erschließung von Gewerbegebieten kann aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), der Infrastrukturrichtlinie, gefördert werden.

Bei der Neuausweisung von künftigen „Grünen Gewerbegebieten“ wird unter bestimmten Förderkriterien ein erhöhter Fördersatz von 90 Prozent gewährt. Hierzu zählen die Festlegung künftiger G³-Fläche/n im          Aufstellungsbeschluss der Gemeinde; die Vorlage eines verpflichtenden Energiekonzeptes; die Verankerung in der Begründung des B-Plans (Festsetzungen §9 Abs. 1 BauGB) sowie der Nachweis Flächenbedarf. Darüber hinaus ist die Förderung eines G³-Koordinators möglich, der die Zusammenarbeit der Unternehmen, Kommunen und weiterer Akteure (z.B. Energieversorger) in den Gewerbegebieten unterstützt.

Babygeschrei aus den neuen Kreißsälen

Erweiterungsbau soll Ende 2023 in Betrieb gehen

Demmin – Die Reform der Krankenhauslandschaft für eine moderne und bedarfsgerechte Patientenversorgung ist in aller Munde. Dabei sollen vor allem auch kleinere Häuser in ländlich geprägten Regionen gestärkt werden. Jetzt hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese das Kreiskrankenhaus Demmin besucht, um aktuelle Herausforderungen und Zielstellungen im Reformprozess zu diskutieren.

Anschließend wurde gemeinsam mit dem Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger, der neue Erweiterungsbau besichtigt, der Ende des Jahres in Betrieb gehen soll.

„Trotz aller Widrigkeiten mit der Pandemie, Inflation und Energiekrise sowie notwendig gewordenen Neuausschreibungen für einzelne Bereiche liegen wir mit unserem Anbau weitestgehend im Zeitplan“, betonte Klinikgeschäftsführer Kai Firneisen. „Allerdings ist es für alle Kolleginnen und Kollegen sehr herausfordernd, bei laufendem Betrieb zu erweitern und auf allen Etagen den Altbau mit dem Neubau zu verbinden. Aber wir freuen uns schon auf die ersten Babys noch in diesem Jahr aus den nagelneuen Kreißsälen.“

Gesundheitsministerin Stefanie Drese würdigte bei ihrem Arbeitsbesuch das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der aufwändigen Bauphase. „Der Einsatz wird sich jedoch lohnen, da sich mit dem Um- und Neubau die Bedingungen für die Beschäftigten und die Patientinnen und Patienten deutlich verbessern werden. Das Kreiskrankenhaus Demmin hat eine hohe Bedeutung für die Region.

Mit den Investitionsförderungen des Landes wollen wir den Klinikstandort für die Zukunft optimal aufstellen“, so die Ministerin. Besonders hob Drese die Verbesserungen in der Geburtshilfe und das Engagement des Kreiskrankenhauses Demmin in der sektorenübergreifenden Versorgung durch den Bau des ambulanten Gesundheitshauses hervor.

In dem vom Land geförderten dreigeschossigen Neubau mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 35,6 Millionen Euro sollen mehrere Stationen, unter anderem eine moderne Infektionsstation mit geschleusten Zimmern, drei neue Kreißsäle, ein weiterer, vierter Operationssaal, diverse Funktionsbereiche sowie die erweiterte Intensivstation mit zukünftig dann 16 Betten untergebracht werden.

Gegenwärtig läuft im Neubau der Innenausbau. 80 Prozent der Bodenarbeiten sind abgeschlossen, so dass jetzt die Sanitäranlagen eingebaut werden können. Die Heizungssysteme arbeiten bereits, die Lüftungsanlagen werden gerade installiert. Die zwei Fahrstühle gehen in Kürze in den Probebetrieb. In Vorbereitung sind die Durchbrüche mit den Übergängen vom Altbau zum Neubau. Abschließend erfolgt die Einrichtung mit Möbeln und Medizingeräten.

Eines der Hauptthemen des Besuches der Gesundheitsministerin war die aktuell diskutierte Krankenhausreform mit der geplanten Einstufung der Kliniken nach unterschiedlichen Versorgungsstufen. Ziel der Reform ist es, eine qualitativ hochwertige, flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung in Deutschland sicherzustellen.

„Wir sind sehr dankbar, dass unsere Erfahrungen und Einschätzungen in diesem sehr intensiv geführten Meinungsbildungsprozess auch gefragt sind“, betonte der Geschäftsführer. „Unsere Erwartungen sind sehr groß; viele Punkte sind noch offen. Die Krankenhausreform muss zwingend ein Befreiungsschlag für nicht refinanzierten Kostensteigerungen werden, denn die Probleme werden immer erdrückender und erschweren unseren Klinikalltag erheblich.

Wir wollen für unsere Patientinnen und Patienten da sein und sehen eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser sowohl in Metropol- als auch in ländlichen Regionen als wichtigsten und auch existenziellen Lösungsansatz“, unterstrich Firneisen.

Im Sockelgeschoß des neuen Funktionstraktes werden die Technik, Belüftung, Heizung und Lager untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich künftig die von zehn auf 16 Betten erweiterte Intensivstation, der vierte OP-Saal sowie die drei neuen Kreißsäle.

Im ersten Obergeschoss sind die Funktionsbereiche mit direktem Zugang zur darunterliegenden Intensivstation angesiedelt. Im zweiten Obergeschoss wird eine neue Station mit 20 Patientenbetten eingerichtet.

Das dritte Obergeschoss bietet ebenfalls Platz für eine neue Station, eine Infektionsstation mit 20 Betten und Türschleusen, auf der mit einem eigenen Diagnostik- und Umkleidebereich autark gearbeitet werden kann. Diese Station ist für alle ansteckenden Krankheiten wie Corona, MRSA, Tuberkulose oder auch Noroviren gedacht.

Sporthalle An der Jägerbäk übergeben

Schulte: Modernste Unterrichtsbedingungen für 2.800 Schülerinnen und Schüler

Rostock – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat am Freitag (03.03.) gemeinsam mit der Rostocker Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger die neue Sporthalle An der Jägerbäk der Beruflichen Schule Technik in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock offiziell eingeweiht.

„Rund 2.800 Schülerinnen und Schüler erhalten in Rostock ihr berufliches Rüstzeug, um als Fachkräfte die Wirtschaft im Land zu verstärken. Eine hochwertige berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein bedeutender Standortfaktor, auch für die Ansiedlung neuer und die Erweiterung bestehender Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Lernorte gut ausstatten.

Dazu gehören neben modernen Klassenräumen, Werkstätten und Laboren auch zeitgemäße Sporteinrichtungen. Mit der neuen Sporthalle wird der Sportunterricht an modernste Unterrichtsbedingungen angepasst“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Für die neue Sporthalle wurde das in unmittelbarer Nähe gelegene brachliegende Gelände genutzt, das früher der Betriebssportplatz der BSG FIKO Rostock (Betriebssportgemeinschaft Fischkombinat Rostock) war.

Die nun fertiggestellte neue Schulsportanlage besitzt unter anderem eine 200-Meter-Rundlaufstrecke mit drei Bahnen, zwei Weitsprunganlagen, zwei Kugelstoßanlagen sowie ein multifunktionales Kleinspielfeld, auf dem Fußball, Basketball und Volleyball gespielt werden können. In der Sporthalle selbst ist ein knapp 1.000 Quadratmeter großes Spielfeld entstanden, das mittels Trennwänden in bis zu drei separate Spielfelder teilbar ist.

Auf dem Dach der Sporthalle wurde eine PV-Anlage installiert. „Bislang mussten die jährlich rund 3.400 Sportunterrichtsstunden an unterschiedlichen Sportanlagen absolviert werden. Diese Übergangslösung ist nun beendet. Für Lehrende sowie die Schülerinnen und Schüler verbessern sich damit die Lernbedingungen erheblich“, sagte Schulte.

Die Gesamtinvestition betrug 8,53 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 7,67 Millionen Euro.

In den vergangenen vier Jahren wurden für Bauvorhaben an beruflichen Schulen in Rostock Fördermitteln in Höhe von rund 44,66 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen von 58,1 Millionen Euro bewilligt.

Das Regionale Berufliche Bildungszentrum – Technik (RBZ) befindet sich in Trägerschaft der Hansestadt- und Universitätsstadt Rostock (HRO) mit rund 2800 Schülerinnen und Schülern in rund 30 Bildungsgängen (davon 15 Vollzeit- und 26 Teilzeitbildungsgängen). Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen in den Berufsgruppen Bautechnik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Holztechnik, Informationstechnik, Metalltechnik, Seefahrt, Berufsvorbereitung (Teilzeit als Berufsschule, Vollzeit als Fachgymnasium, Fachoberschule und Fachschule).