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Grünes Licht für neuen Walrettungsversuch

Insel Poel – Am heutigen Morgen haben sich Veterinärinnen der privaten Initiative zum Rettungsversuch des vor Poel gestrandeten Buckelwals erneut ein Bild vom Gesundheitszustand des Tieres gemacht.

„Laut Einschätzung der Tierärztinnen ist der Wal transportfähig. Er atme regelmäßig, der Herzschlag sei normal. Festgestellt wurde eine leichte Bindehautentzündung, die von Schwebteilchen im Wasser herrühren könnte. Wir werden daher den Versuch, das Tier zu retten weiter dulden“, erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus, der ergänzt: „Das Rettungsteam plant, den Wal mittels breiter Gurte durch einen gespülten Kanal zu dem Lastkahn zu führen, in dem er anschließend verschifft werden soll.

Auch dieses Vorgehen werden wir dulden, durch unsere Veterinäre vor Ort jedoch genau beobachten. Oberstes Gebot bleiben der Tierschutz und das Tierwohl. Dafür trägt die Initiative die Verantwortung.“

Wie lange das Manöver dauern werde, könne man nicht abschätzen, erklärt Backhaus: „Es hat ein solches Vorhaben noch nie in Deutschland gegeben. Deshalb gibt es auch keine Erfahrungswerte. Klar ist: Wir alle hoffen, dass es glückt, das Tier wieder in die Freiheit zu bringen.

Mir ist aber wichtig, nochmals darauf hinzuweisen, dass uns das Schicksal dieses einen Tieres natürlich alle bewegt. Doch ich sehe es als unsere Pflicht an, auch den Zustand unserer Meere und der darin lebenden Tiere als Ganzes im Blick zu behalten. Der Wal vor Poel sollte uns mahnen, mehr für den Schutz der Artenvielfalt und wichtigen Ökosysteme zu unternehmen.“

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