Drese: „Prävention wirkt, wenn junge Menschen ihr eigenes Verhalten hinterfragen“ – Viel gelobte Social-Media-Ausstellung macht ab Dienstag im E-Werk Station
Schwerin – Wie viel Zeit verbringen wir mit sozialen Medien – und wann wird aus dem täglichen Scrollen ein problematisches Verhalten? Die interaktive Ausstellung „BE.LIKE.ME. – Social Media und ich“ lädt Jugendliche dazu ein, genau darüber nachzudenken. Nach ihrer ersten Station in Stralsund kommt die vom Land geförderte Wanderausstellung am morgigen Dienstag (3. November) nach Schwerin. Bis zum 18. Dezember ist sie im E-Werk zu sehen. Es ist die zweite und zugleich letzte Station der Ausstellung in Mecklenburg-Vorpommern.
„BE.LIKE.ME. zeigt, wie wirksam Präventionsarbeit sein kann. Die Ausstellung sensibilisiert junge Menschen für ihren Social-Media-Konsum und regt sie dazu an, die eigenen Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen. Wer versteht, warum er immer wieder zum Smartphone greift, kann auch bewusster damit umgehen. Und manchmal ist weniger tatsächlich mehr“, ruft Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Besuch der Ausstellung auf. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienverhalten könne dazu beitragen, die Bildschirmzeit zu reduzieren und wieder stärker selbst zu bestimmen, wie digitale Medien den Alltag prägen.
Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Kunst und interaktiven Elementen. Sie macht erlebbar, wie Likes, Feeds und digitale Reize unsere Aufmerksamkeit binden und warum es oft so schwerfällt, das Smartphone aus der Hand zu legen. Dabei setzt sie bewusst nicht auf Verbote oder erhobene Zeigefinger, sondern auf eigene Erfahrungen und gemeinsames Nachdenken.
„Gesetzliche Veränderungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien sind ein wichtiger Schritt. Sie müssen aber konsequent durch Medienbildung und Präventionsangebote ergänzt werden. Genau dafür ist BE.LIKE.ME. ein besonders wertvolles Beispiel: Die Ausstellung macht die Auswirkungen digitaler Mediennutzung verständlich und stärkt die Fähigkeit junger Menschen, kritisch und selbstbestimmt mit sozialen Netzwerken umzugehen“, betonte Drese. „Wir müssen Jugendliche befähigen, die Mechanismen hinter den Plattformen zu erkennen – damit nicht die Algorithmen bestimmen, wie sie ihre Zeit verbringen.“