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Monat: August 2026

Podcast bietet Fortbildung für den Schulalltag

„IQ M-V trifft…“ veröffentlicht neue Folgen zu Demokratiebildung und Extremismusprävention

Schwerin – Spannende Einblicke in den Schulalltag zum Anhören: Mit dem Podcast „IQ M-V trifft … – Fortbildung mal anders“ bietet das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit dem Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) seit drei Jahren ein niedrigschwelliges Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und unterstützende pädagogische Fachkräfte an. Nun sind die Folgen 21 und 22 erschienen.

Die aktuellen Episoden widmen sich den Themen „Demokratiebildung in der Schule“ sowie „Hinschauen! Zum Umgang mit Extremismus in der Schule“. Damit greift der Podcast zentrale Herausforderungen des Schulalltags auf und liefert praxisnahe Impulse für den Unterricht und das schulische Miteinander. „Mit unserem Podcast erreichen wir Lehrkräfte direkt im Alltag. Das Format ermöglicht eine flexible und unkomplizierte Fortbildung, unabhängig von Zeit und Ort. Wir geben so konkrete Anregungen, zeigen gute Beispiele und unterstützen dabei, aktuelle Themen sicher und professionell im Unterricht aufzugreifen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Alle zwei Monate erscheint eine neue Folge des Podcasts, der als sogenannte Mikrofortbildung konzipiert ist. Die Beiträge bieten kompakte Informationen, greifen aktuelle pädagogische Fragestellungen auf und verbinden fachliche Einordnung mit praktischen Hinweisen. Moderatorin Susanne Bliemel spricht dazu mit Gästen aus Schulpraxis, Wissenschaft, Kunst und Kultur. So ist in Folge 21 zur Demokratiebildung der Politikwissenschaftler und Leiter der Stabsstelle Politische Bildung im IQ M-V, Dr. Steffen Schoon, zu Gast.

In Folge 22 spricht die Expertin für Rechtsextremismus und politische Bildung von der Universität Rostock, Dr. Gudrun Heinrich, über den Umgang mit Extremismus in Schulen. „Gerade Fragen der Demokratiebildung und zum Umgang mit Extremismus haben für unsere Schulen eine große Bedeutung“, so Oldenburg.

Neben aktuellen Themen umfasst das Podcast-Angebot bereits eine breite Themenpalette. Folgen zum Lesen, Schreiben und Rechnen sind ebenso abrufbar wie Folgen über Autismus, ADHS oder Künstliche Intelligenz und Begabtenförderung.

Der Podcast „IQ M-V trifft… – Fortbildung mal anders“ ist über die Lernplattform „itslearning“, auf dem Bildungsserver MV sowie über gängige Audiostreamingdienste abrufbar.

Grundstein für moderne Spitzenmedizin gelegt

Ersatzneubau für Hämatologie und Onkologie an der Universitätsmedizin Greifswald startet

Greifswald – Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat heute der Bau eines neuen Klinikgebäudes für die Hämatologie und Onkologie an der Universitätsmedizin Greifswald einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Ersatzneubau vereint künftig die Hämatologie und Onkologie, eine Palliativstation, Tageskliniken, ambulante Funktionen sowie weitere medizinische Bereiche unter einem Dach. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert gemeinsam mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 104,3 Millionen Euro in das Bauvorhaben.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte: „Mit dem Neubau investieren Land und EU rund 104 Millionen Euro in die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Wir schaffen nachhaltig beste Bedingungen für Patientinnen und Patienten, für Spitzenmedizin sowie für Forschung und Lehre an der Universitätsmedizin Greifswald. Der Neubau unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz deutlich. Mit dem durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom sparen wir jährlich rund 86 Tonnen Treibhausgasemissionen ein. Seit 2002 hat das Land mehr als 343 Millionen Euro in den Campus der Universitätsmedizin Greifswald investiert. Mit dem heutigen Grundstein setzen wir diesen Weg konsequent fort und stärken den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin erklärte: „Das Land investiert weiter in die Entwicklung der Universitätsmedizin in Greifswald. Wir verbessern damit sowohl die medizinische Versorgung als auch die Bedingungen für eine Top-Ausbildung des Ärzte- und Pflegenachwuchses. Der Neubau, für den wir heute den Grundstein gelegt haben, sorgt mit modernster Technik und Ausstattung für die beste Versorgung. Gerade für schwerstkranke Patientinnen und Patienten ist dies von großer Bedeutung. Stationäre und ambulante Therapien wegen zukünftig hier nach neuesten medizinischen Standards möglich sein. Gleichzeitig wird der Neubau für Ärzte, Pflegepersonal und Studierende ein hervorragendes Arbeitsumfeld bieten.“

Der Neubau entsteht im südlichen Bereich des Klinikums auf einer bislang als Parkplatz genutzten Fläche. Auf rund 5.500 Quadratmetern Nutzfläche werden künftig unter anderem die Stationen der Hämatologie und Onkologie, die Knochenmarktransplantation, eine Palliativstation, ambulante Behandlungsbereiche, Tageskliniken sowie ein ambulanter OP-Bereich untergebracht. Das Gebäude wird über einen Tunnel direkt mit dem bestehenden Klinikum verbunden und ermöglicht so kurze Wege für Patientinnen und Patienten sowie das medizinische Personal.

Besonderes Augenmerk wird auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Das Gebäude erfüllt einen energetischen Standard, der deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Eine Photovoltaikanlage mit 324 Modulen wird künftig einen Großteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort bereitstellen und jährlich rund 86 Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen.

Der Ersatzneubau ist Teil der kontinuierlichen Investitionen des Landes in die Universitätsmedizin Greifswald. Seit 2002 wurden auf dem Campus Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 343 Millionen Euro realisiert. Damit stärkt das Land die Universitätsmedizin als leistungsfähiges Zentrum für Krankenversorgung, Forschung und Lehre und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Patientinnen und Patienten auch künftig auf höchstem medizinischen Niveau versorgt werden können.

Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die nächste Bauphase. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2027 vorgesehen. Bereits seit 2025 laufen umfangreiche vorbereitende Arbeiten auf dem Baufeld, darunter der Rückbau bestehender Gebäude, die Erschließung des Areals sowie anspruchsvolle Spezialgründungsarbeiten unter laufendem Klinikbetrieb.

Ausbildung von Fachkräften für den Moorschutz

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern bildet mit dem „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (LUNG) seit April 2025 in einem Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz 20 zertifizierte Moorspezialistinnen und Moor­spezialisten aus, um den Mangel an Fachkräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen.

Das Programm „Moorspezialist*innen“ wird im Rahmen einer Verwaltungs­vereinbarung zwischen dem Bund, vertreten durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Seit dieser Woche werden in einem zweiten Jahrgang des Programms auf 18 weiteren Stellen Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen am LUNG ausgebildet.

Als neuen Partner für einen bundesweiten Ausbildungsverbund konnte Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen gewinnen, das sich ab August an der Fachkräfteoffensive für den Moorschutz beteiligt. Zwei Qualifizierungsplätze werden hierfür im Rahmen des Programms „MoorspezialistInnen“ in Niedersachsen geschaffen.

Anlässlich des Starts des zweiten Jahrgangs erklärt Minister Dr. Till Backhaus: „Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspe­zialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“.

„Ich bin stolz, dass MV die Pionierrolle übernommen und mit dem „MoorspezialistInnen-Programm“ die Fachkräfte-Offensive für den bundesweiten Moorschutz erfolgreich aufgebaut hat. Wir brauchen im ganzen Bundesgebiet eine größere Kompetenz in der Umsetzung von Moorvorhaben, um unsere gemeinsamen Klimaschutzziele zu erfüllen und Böden für wirtschaftliche Nutzungsformen zu erhalten. Mit den neuen Ausbildungsplätzen in Niedersachsen wird sichergestellt, dass regionale Besonder­heiten der niedersächsischen Moorlandschaften in der Ausbildung berücksichtigt werden.“

Mit Niedersachsen beteiligt sich erstmals ein weiteres Bundesland aktiv an der praktischen Umsetzung des Ausbil­dungs­programms. „Damit wird ein wichtiger Schritt hin zu einem bundesweiten Qualifizierungsnetzwerk für den Moorschutz vollzogen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer.

„Niedersachsen ist Moorland Nr. 1 in Deutschland und trägt für geschützte Hochmoore eine besondere Verantwortung. Moore sind Superhelden des Klimaschutzes, speichern CO2 in großen Mengen. Naturnahe Moore sind Hotspots der Artenvielfalt und Lebensraum hochspezialisierter Tier- und Pflanzenarten.

Die Einbindung unterschiedlicher Moorregionen beim „Moorspezi­alistInnen-Programm“ ermöglicht den Teilnehmenden Einblicke in verschiedene naturräumliche und fachliche Herausfor­derungen und stärkt gleichzeitig den Wissenstransfer zwischen den Ländern. Dass Niedersachsen bereits so früh eigene Ausbildungsplätze einrichten konnte, unterstreicht das große Engagement des Landes beim Moor- und Klimaschutz“, so Meyer.

Alle angehenden MoorspezialistInnen werden während ihrer Ausbildung vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut und gemeinsam theoretisch fortgebildet. Das IMS ist auch weiterhin für die Gesamtkoordination und die Fortentwicklung des Modellvorhabens zuständig.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Professur Moorkunde angeboten.

Der fachpraktische Ausbildungsteil erfolgt in Einsatzstellen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Durch die Mitarbeit und Anleitung vor Ort erhalten die Teilnehmenden Kenntnisse zur Planung, Genehmigung und Umsetzung von ganz konkreten Moorvorhaben, um später Moorvorhaben fachlich fundiert und effizient planen, begleiten und umsetzen zu können.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, erklärt die Ausweitung des Programms zur weiteren Strategie: „Wir führen zurzeit auf der Arbeitsebene intensive Gespräche mit weiteren, moorreichen Bundesländern, die Interesse an der gemeinsamen Kooperation haben, um 2027 weitere Qualifizierungsplätze in anderen Bundesländern anbieten und gemeinsam an den Standards der Ausbildung arbeiten zu können.“

Gefördert wird das Gesamtprogramm im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Die 10-prozentige Beteiligung der Bundesländer findet jeweils anteilig pro TeilnehmerIn aus dem jeweiligen Bundesland statt. Mecklenburg-Vorpommern finanziert seinen Anteil für 38 Teilnehmende des ersten und zweiten Jahrgangs aus dem Sondervermögen natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten Teilnehmenden aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern“, und auf die weitere Entwicklung dieses bundesweiten Ausbildungsnetzwerks“, sagt Stefer.

M-V investiert 36,8 Mio. Euro in Hochwasserschutz der Elbe

Boizenburg – Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus hat sich am Morgen über den Stand einer Hochwasserschutzmaßnahme bei Boizenburg informiert. Dabei handelt es sich um ein mehr­jähriges Verbundprojekt, dass rund 36,8 Mio. Euro kosten wird. Es liege vollständig im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und verbinde Hochwasserschutz mit Naturschutz. Die Bauzeiten seien an die Rast- und Brutzeiten geschützter Vogelarten angepasst. Durch die Rückverlegung der Deiche erhalte die Elbe/Sude rund 100 ha natürlichen Überschwem­mungs­raum zurück, erklärt der Minister.

„Das Bauprojekt wird über ELER-Mittel und das nationale Hochwasserschutzprogramm finanziert und macht deutlich, dass Hochwasserschutz eine Daueraufgabe ist. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden bisher insgesamt ca. 600 Mio. Euro in den Küsten- und Hochwasserschutz MV investiert, davon ca. 500 Mio. Euro in den Küstenschutz.

Im Moment reden alle über Niedrigwasser in den Flüssen. Zu nennen sind Rhein und Donau. Auch in MV sind die Auswirkungen der Hitzeperioden und des Niederschlagsdefizits an den Wasserständen der Pegel abzulesen. Aktuell liegen die Wasserstände an 3/4 der Pegel des Landes unterhalb des mittleren Wasserstandes, was für die aktuelle Jahreszeit aber nicht außergewöhnlich ist. An der Elbe werden weiterhin fallende Wasserstände im Niedrigwasserbereich an den Pegeln Dömitz (13 cm) und Boizenburg (48 cm) gemessen.

(Zur Erinnerung: Der höchste bekannte Wasserstand (HHW) am Elbpegel in Boizenburg betrug 732 cm und wurde am 12. Juni 2013 gemessen. Der mittlere Wasserstand liegt bei 183 cm.) Die großen Wasserspeicher des Landes liegen mit den Mecklen­burger Oberseen 12 cm unterhalb des Zielwasserstandes, der Schweriner See liegt aber sogar 7 cm oberhalb des Ziel­wasserstandes für den Monat August. Das spiegelt die Dynamik des Wasserhaushaltes wider.

Doch wir müssen uns angesichts des Klimawandels wappnen. Nach der Dürre kommt die Flut. Die überschwemmungsgefähr­dete Elberegion beherbergt rund 14.000 Menschen und materielle Werte von ca. 500 Millionen Euro und ist im Binnenland von MV ein Schwerpunkt des Hochwasserschutzes. Seit 1983 wurden 100 Mio. Euro aufgebracht, um Leben und Sachwerte in der Region zu schützen. Beim Hochwasser 2002 gab es im Oberlauf noch 113 Deichbrüche an der Elbe. 2013 kam es „nur“ noch zu 13 derartigen Ereignissen. Das zeigt, dass auch die Oberlieger massiv in den Hochwasserschutz an der Elbe investieren.

Es ist klar, dass unser Land diese Aufgabe nicht allein schultern kann. Der Bund stellt jährlich über den Sonderrahmenplan „Präventiver Hochwasserschutz“ 100 Millionen Euro für Projekte des Nationalen Hochwasserschutzprogramms zur Verfügung. Damit werden regional übergreifende Projekte finanziert. Bei uns im Nordosten der Republik ist beispielsweise die Optimierung der Havelpolder zu nennen, in denen auf einer Fläche von insgesamt 11.700 ha rund 125 Mio. m3 Wasser zwischenge­speichert werden kann.

MV hat sein Hochwasserschutzkonzept erstellt und 2018 in Kraft gesetzt. Das Konzept beinhaltet insgesamt 12 Maßnahmen, darunter der hier in Rede stehende HWS Boizenburg, die Maßnahmen Brodaer und Rüterberger Deich und die Rückstau­deiche an der Müritz-Elde Wasserstraße von Dömitz bis Heiddorf und Neu Kaliß – ein besonderer Brennpunkt beim Rekordhoch­wasser 2013.

Insgesamt werden dafür wiederum Investitionsmittel in Höhe von ca. 100 Millionen Euro benötigt.

Nach der Deichschau im vergangenen Frühjahr kann ich attestieren: Unsere Deiche sind in einem guten und wehrfähigen Zustand. Absolute Sicherheit wird es dennoch nie geben. Natur lässt sich nicht vollständig beherrschen. Aber wir tun das Menschenmögliche.“

Neues Förderportal startet

Förderanträge können künftig digital beim Landesförderinstitut eingereicht werden

Schwerin – Am 5. August 2026 startet das neue Förderportal des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern (LFI M-V). Damit setzt das Land einen weiteren zentralen Baustein der Modernisierung des Förderwesens um. Nachdem die Landesregierung seit 2025 bereits zahlreiche Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur Vereinfachung von Förderverfahren beschlossen hat, können Förderanträge für ausgewählte Programme beim Landesförderinstitut damit vollständig digital gestellt und die erforderlichen Unterlagen direkt online eingereicht werden.

Zum Start stehen zunächst vier Förderprogramme für die digitale Antragstellung zur Verfügung:

  • Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg
  • Radwegebau
  • Messen und Ausstellungen
  • Fischereiabgabe

Weitere sollen in den nächsten Monaten hinzukommen.

Das Portal ermöglicht eine medienbruchfreie Antragstellung, vereinfacht die Kommunikation zwischen Antragstellenden und Bewilligungsbehörde und schafft effizientere Abläufe in der Bearbeitung von Förderanträgen. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Kommunen gleichermaßen.

„Mit dem neuen Förderportal wird die Beantragung von Landesfördermitteln in zunächst vier Förderprogrammen deutlich einfacher. Anträge können künftig online gestellt und die erforderlichen Unterlagen direkt digital eingereicht werden. Das spart Zeit, vermeidet unnötigen Papieraufwand und erleichtert die Kommunikation mit der Bewilligungsbehörde. Gleichzeitig schaffen wir effizientere Abläufe in der Verwaltung. Das Förderportal ist damit ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer schnellen, bürgernähen und wirtschaftsfreundlichen Verwaltung“, erläutert Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Für die Anmeldung am Förderportal stehen die nach dem Onlinezugangsgesetz vorgesehenen Authentifizierungsverfahren „BundID“ für natürliche Personen sowie „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) für Organisationen zur Verfügung. Dadurch ist eine sichere und komfortable Identifizierung der Antragstellenden gewährleistet.

Bereits laufende Förderverfahren bleiben vom Start des Förderportals unberührt und werden wie bisher bearbeitet. Das neue Portal kommt zunächst ausschließlich bei neuen Anträgen in den freigeschalteten Förderprogrammen zum Einsatz.

„Mit dem Start des Förderportals erreichen wir einen wichtigen Meilenstein für die Digitalisierung des Förderwesens in Mecklenburg-Vorpommern. In den kommenden Monaten werden weitere Förderprogramme an das Portal angebunden. Unser Ziel ist es, die digitale Antragstellung künftig zum Standard zu machen und den Zugang zu Fördermitteln für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Kommunen weiter zu vereinfachen“, sagt Minister Dr. Geue.

Mit dem neuen Förderportal setzt Mecklenburg-Vorpommern den eingeschlagenen Weg zur Modernisierung des Förderwesens konsequent fort. Bereits mit dem ersten Maßnahmenkatalog im Juli 2025 wurden wichtige Vereinfachungen und erste Digitalisierungsschritte auf den Weg gebracht. Der im März 2026 beschlossene zweite Maßnahmenkatalog hat diese Reformen unter anderem durch weitere Standardisierungen ergänzt. Das Förderportal schafft einen spürbaren Mehrwert für Antragstellende und Verwaltung gleichermaßen.

Ein Strand für alle

Sozialministerin Drese besucht barrierefreie Strandangebote in Warnemünde

Warnemünde – Sozialministerin Stefanie Drese hat sich heute am Strand von Rostock-Warnemünde über neue barrierefreie Angebote am Strandaufgang 4 informiert. Im Mittelpunkt ihres Besuchs standen eigens ausgestattete Strandkörbe sowie das mobile Schienensystem „Seatrac“, das auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen selbstständigen Zugang zum Wasser und damit ein sicheres Badeerlebnis ermöglicht.

„Urlaub, Erholung und ein Tag an der Ostsee gehören für viele von uns ganz selbstverständlich zum Sommer dazu. Für Menschen mit Beeinträchtigungen sieht die Realität jedoch häufig anders aus, denn für sie gestaltet sich der Zugang zum Meer deutlich schwieriger“, erklärte die Ministerin. Strandkörbe etwa seien selten groß genug, um Platz für Rollstuhl oder Rollator zu bieten und auch der Weg durch den weichen Sand könne zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

„Das hat auch die Nurse Club Stiftung erkannt und es sich über rund zehn Jahre hinweg zur Aufgabe gemacht, einen Strand für alle zu schaffen. Was einst eine Idee von besonders engagierten Pflegekräften aus der Region war, hat mit viel Engagement dazu geführt, dass es seit Mai dieses Jahres erstmals barrierefreie Strandkörbe in einem eigenen barrierefreien Bereich am Warnemünder Strand gibt. Und dass samt Hilfsmitteln, wie einem Rollstuhl und Rollator mit speziellen Luftreifen, die sich mühelos durch den Sand bewegen lassen“, freute sich die Sozialministerin.

Wer den Weg auf oder in das Wasser sucht, kann ein sogar besonderes Stand-Up-Paddle-Board nutzen, dass Platz für bis zu drei Rollstühle bietet. Ein neues mobiles Schienensystem sorgt mithilfe eines elektrisch betriebenen Sitzes in einem ersten Modellversuch außerdem dafür, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität selbstständig und sicher zwischen Wasser und Strand wechseln können.

„Das eröffnet neue Möglichkeiten für selbstbestimmte Freizeitgestaltung und macht den Strand für viele Menschen erst wirklich erlebbar. Wie viel Lebensqualität das zurückgibt, wurde im Gespräch mit Betroffenen heute mehr als deutlich“, hob die Ministerin hervor und danke den Mitgliedern der Nurse Club Stiftung sowie allen Unterstützern für diese Idee und die Umsetzung.

„Ihr Einsatz bedeutet für die Betroffenen und ihre Familien, dass gemeinsame Strandtage kein Mammutprojekt mehr sind und dass das Sonne genießen und Sandburgen-Bauen für alle Teil des Sommers sein kann. Rostock-Warnemünde geht hier als Vorbild voran und ich hoffe, dass dieses Engagement künftig auch in weiteren Orten in MV zum Nachahmen einlädt.“

Schulte würdigt Qualität der Rostocker Seebäder

Jochen Schulte: „Die Rostocker Seebäder gehören zu den touristischen Aushängeschildern unseres Landes.“

Warnemünde – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat heute in Warnemünde die staatlichen Anerkennungsurkunden für die Seebäder Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide an die Hanse- und Universitätsstadt Rostock übergeben.

„Die Rostocker Seebäder gehören seit Jahrzehnten zu den touristischen Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns. 2,3 Millionen Übernachtungen wurden 2025 in der Hansestadt Rostock inklusive der Seebäder gezählt. Damit steht Rostock bei den Übernachtungszahlen an zweiter Stelle in Mecklenburg-Vorpommern. Daran haben die Seebäder einen entscheidenden Anteil. Die erneute staatliche Anerkennung bestätigt ihre hohe Qualität und würdigt zugleich das Engagement der Hansestadt Rostock, der Tourismuszentrale und der vielen Akteure vor Ort, die diesen Erfolg möglich machen“, sagte Staatssekretär Schulte.

Die vier Rostocker Ortsteile tragen den Titel „Seebad“ bereits seit 1996. Im Rahmen eines umfassenden Anerkennungsverfahrens wurde bestätigt, dass Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide auch weiterhin die hohen Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Dazu zählen unter anderem eine ausgezeichnete Badewasserqualität, leistungsfähige touristische Infrastruktur, attraktive Freizeit- und Gesundheitsangebote sowie eine gute medizinische Versorgung.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern begleitet die touristische Entwicklung der Rostocker Seebäder mit umfangreichen Investitionen. Allein für touristische Infrastrukturvorhaben der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden seit 1990 insgesamt 49 Maßnahmen mit rund 147 Millionen Euro unterstützt.

Dazu zählen unter anderem die Landstromanlage Warnemünde, die Gestaltung der Promenade am Alten Strom, das Seetouristische Informationszentrum, die Entwicklung der Mittelmole sowie weitere touristische Infrastrukturmaßnahmen in Hohe Düne und Markgrafenheide. Darüber hinaus wurden in Warnemünde, Diedrichshagen und Hohe Düne in den vergangenen 30 Jahren 57 gewerbliche Investitionsvorhaben mit rund 72 Millionen Euro gefördert. Dadurch konnten rund 900 Arbeitsplätze neu geschaffen und mehr als 2.500 Arbeitsplätze gesichert werden.

Mit der im Juni im Landtag beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Das Gesetz wurde am 21. Juli im Gesetz- und Verordnungsblatt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt.

Zudem werden neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter geschärft, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern.

„Mit dem neuen Kurortgesetz schaffen wir einen modernen und verlässlichen Qualitätsrahmen für die touristische Entwicklung in unserem Land. Gleichzeitig unterstützen wir die Kommunen kontinuierlich dabei, ihre Stärken weiter auszubauen. So sichern wir die Attraktivität unserer Kur- und Erholungsorte und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig“, betonte Staatssekretär Schulte.

Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.

Polizeibauprogramm „Sieben auf einen Streich“ gestartet

Erster Spatenstich für neues Polizeirevier in Gadebusch

Gadebusch – Mit dem ersten Spatenstich für den Neubau des Polizeireviers in Gadebusch startet Mecklenburg-Vorpommern das erste Bauvorhaben des neuen Polizeibauprogramms „Sieben auf einen Streich“. Rund 95 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes investiert das Land in sieben moderne Polizeidienststellen und stärkt damit die innere Sicherheit nachhaltig.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue, Innenminister Christian Pegel und der Inspekteur der Landespolizei Lutz Müller gaben gemeinsam den symbolischen Startschuss für das Bauprojekt.

„Mit dem Programm ,Sieben auf einen Streich‘ schaffen wir moderne Polizeidienststellen im ganzen Land – schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger als bisher. Das ist auch gut für die regionale Wirtschaft. Rund 90 Prozent der bisher beauftragten Unternehmen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern“, freut sich Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Innenminister Christian Pegel betonte: „Dieser erste Spatenstich markiert den Beginn eines wichtigen Bauvorhabens und ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. In Gadebusch entsteht ein Neubau, der moderne und funktionale Arbeitsbedingungen bietet und den wachsenden Anforderungen gerecht wird.“

Das Polizeirevier Gadebusch erhält einen dreigeschossigen Neubau mit einer Investitionssumme von rund 11 Millionen Euro. Das Gebäude orientiert sich am bewährten „Modell Heringsdorf“, das von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung entworfen und für das neue Bauprogramm weiterentwickelt wurde. Die standardisierte Planung verkürzt die Planungs- und Bauzeiten erheblich und ermöglicht eine effiziente Umsetzung mehrerer Bauvorhaben.

Insgesamt entstehen im Rahmen von „Sieben auf einen Streich“ neue Polizeidienststellen in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland, Bad Doberan und Sassnitz nach einer gemeinsamen Musterplanung. Für Güstrow und Waren (Müritz) werden aufgrund besonderer Anforderungen individuelle Neubauten realisiert.

Der Neubau in Gadebusch erfüllt hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie der Einsatz energieeffizienter Gebäudetechnik sorgen für einen wirtschaftlichen und klimafreundlichen Betrieb. Das Gebäude unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an den Primärenergiebedarf deutlich.

Erste Aufträge für das Bauvorhaben sind bereits vergeben. Rund 90 Prozent der bislang beauftragten Unternehmen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Damit stärkt das Bauprojekt nicht nur die Infrastruktur der Landespolizei, sondern schafft zugleich Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze in der heimischen Bauwirtschaft.

Die Fertigstellung des Neubaus ist derzeit für das Frühjahr 2029 vorgesehen.