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Autor: Rügenbote

Landgestüt Redefin: Land strebt alternatives Betreibermodell an

Schwerin – Das Kabinett Mecklenburg-Vorpommerns hat dem Vorschlag des Landwirtschaftsministeriums zugestimmt, für das Landgestüt Redefin ein alternatives Betreibermodell zu prüfen. Das Land wird Eigentümer des kulturhistorischen Ensembles bleiben. Ziel ist es, das Gestüt wirtschaftlich stabil aufzustellen und zugleich als Kulturgut von öffentlichem Interesse zu erhalten. Minister Dr. Till Backhaus hat die Pläne heute im Rahmen einer Personalversammlung vor Ort in Redefin vorgestellt.

„Der Schritt hin zu einem anderen Betreibermodell ist notwendig. Eine Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der bestehenden Strukturen und Prozesse hat gezeigt, dass tragfähige Lösungen erforderlich sind, um die Potenziale des Standortes dauerhaft zu sichern“, sagte Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der jährliche Zuschussbedarf für das Landgestüt Redefin liegt derzeit bei rund 1,7 Millionen Euro – „das entspricht etwa einem Euro pro Einwohner hier im Land, was ich für ein Kulturdenkmal dieses Formates grundsätzlich gerechtfertigt finde“, sagte Backhaus und verwies auf andere bedeutsame Kulturstandorte, wie das Schweriner Schloss, die ebenfalls mit öffentlichen Mitteln erhalten werden.

„Kulturstandorte sind immer ein Zuschussgeschäft. Die Frage ist daher nicht, ob Kulturstandorte Geld kosten – sondern ob wir bereit sind, diese Kosten auch in Zukunft zu tragen und verantwortungsvoll zu gestalten. Bisher hat die Landesregierung auch über Parteigrenzen hinweg zu Redefin gestanden. Fakt ist aber auch, dass sich das Land in einer angespannten haushälterischen Lage befindet, die alle Ressorts zwingt, nachhaltige Einsparpotenziale zu erschließen“, sagte er weiter.

Das Ministerium hat daher ein Interessenbekundungsverfahren vorbereitet, um geeignete Betreiber zu finden, die den Übergang in eine neue Trägerschaft ermöglichen, ohne den Charakter Redefins als Ort des Pferdesports, der Pferdezucht, der Ausbildung und der Kultur aufs Spiel zu setzen. Dafür soll ein neuer Betreiber vertraglich zur Erfüllung öffentlicher Ziele verpflichtet werden.

Ein ausdrückliches Ziel ist es, die touristische Entwicklung des Standortes zu stärken und das Ensemble künftig noch stärker für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Redefin soll als lebendiger Ort der Begegnung, des Kulturerlebens und der regionalen Identität weiterentwickelt werden. Zu den weiteren Bedingungen zählt außerdem die sozialverträgliche Übernahme des Personals.

Das Interessenbekundungsverfahren soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das Ministerium sichert der Belegschaft dabei größtmögliche Transparenz zu: „Wir werden diesen Prozess verantwortungsvoll begleiten – mit Blick auf die Beschäftigten, die Region und die besondere Bedeutung, die Redefin für unser Land hat. Mein Haus wird sich als Partner der Mitarbeitenden verstehen – das ist für mich selbstverständlich“, erklärte Minister Backhaus abschließend.

Land unterstützt maritime Entwicklung mit 450.000 Euro

Dr. Wolfgang Blank: „Wir fördern die Potentiale vor Ort und schaffen die Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum und touristische Impulse“

Wolgast – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat heute im Hafen Wolgast einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 450.000 Euro an Bürgermeister Martin Schröter übergeben. Gefördert werden Planungsleistungen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung im maritimen Sektor der Stadt Wolgast.

„Wolgast steht für maritime Tradition und wirtschaftliches Potenzial. Damit die Stadt sich künftig noch stärker als Standort für Tourismus und maritime Wirtschaft profilieren kann, braucht es gute und umfassende Planung. Genau das ermöglichen wir mit der Förderung“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Blank. „Damit schaffen die Voraussetzungen für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze und neue Wirtschaftskraft in der Region.“

Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und wird als Anteilfinanzierung gewährt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 600.000 Euro, der Fördersatz liegt bei 75 Prozent. Ziel ist der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und zur Unterstützung der regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Im Rahmen des Termins informierte Bürgermeister Martin Schröter den Minister und den Parlamentarischen Staatssekretär Heiko Miraß über die aktuelle Entwicklungsplanung für den Stadthafen Wolgast. Ziel ist eine umfassende Betrachtung und zukünftige Weiterentwicklung der maritimen Infrastruktur. Neben dem Stadthafen fließen auch der Museumshafen, der Südhafen sowie angrenzende Uferbereiche in die Planungen ein. Auch für die Peenewerft sind die Planungen daher von Interesse. Der Geschäftsführer, Harald Jaekel, informierte über die dortigen Entwicklungen und sicherte Unterstützung zu.

„Der Stadthafen bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten – für den Tourismus, für die maritime Industrie und für die Lebensqualität vor Ort“, betonte Wirtschaftsminister Dr. Blank. „Wenn wir die vorhandene Infrastruktur gezielt modernisieren und ergänzen, können wir nicht nur bestehende Unternehmen stärken, sondern auch neue Impulse für Investitionen setzen.“

Geplant sind unter anderem die Entwicklung von Lösungen für die Stabilisierung und Erneuerung der Kaianlagen, die Untersuchung eines möglichen Ersatzneubaus für die Amazonenbrücke sowie infrastrukturelle Verbesserungen im Bereich des Museumshafens – wie etwa Sanitäranlagen für Wasserwanderer oder eine schwimmende Wasserbühne. Auch der Umgang mit zunehmenden Versandungen im Peenestrom, die langfristig die Nutzbarkeit der Anlegebereiche beeinträchtigen könnten, soll planerisch vorbereitet werden.

Der Besuch des Ministers fand im Vorfeld der 10. Sitzung des Rates für Vorpommern und das östliche Mecklenburg statt. Ziel des Gremiums ist es, regionale Impulse für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den östlichen Landesteilen zu setzen. An der Sitzung im stadtgeschichtlichen Museum nahmen Minister Dr. Blank und Staatssekretär Heiko Miraß teil, um sich mit regionalen Akteuren über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen auszutauschen.

Ausstellung „Israel-Einblicke“ von Max-Stefan Koslik

Schwerin – Die Fotoausstellung „Israel-Einblicke“ von Max-Stefan Koslik wird ab dem 8. Oktober 2025 im Schlossmuseum Schwerin zu sehen sein. Darauf haben sich das Finanzministerium und die Landtagsverwaltung in Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen (SSGK) verständigt.

Ursprünglich war die Ausstellung im Treppenhaus des Finanzministeriums geplant. Aufgrund sicherheitsorganisatorischer Prüfungen musste die Präsentation jedoch verschoben werden. In den vergangenen Wochen wurde daher intensiv nach einem alternativen Ausstellungsort gesucht, der nun gefunden werden konnte.

Finanzminister Dr. Heiko Geue betont: „Ich bin der jüdischen Gemeinde in Deutschland sehr verbunden. Deswegen freue ich mich sehr, dass diese sehenswerte Ausstellung nun im Schlossmuseum ihren Platz findet. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten, die diese Lösung möglich gemacht haben – insbesondere der Landtagsverwaltung, dem Kulturministerium und der SSGK.“

Landtagspräsidentin Birgit Hesse sagt: „Max-Stefan Koslik hat drei Monate lang Israel und das Westjordanland bereist. Die Ausstellung zeigt 40 Fotografien, welche einen sehr unmittelbaren Blick auf den Alltag der Menschen ermöglichen. Jedes Motiv hat seine Geschichte. Sich über solche Geschichten Land, Leuten und nicht zuletzt auch der aktuellen Situation zu nähern, wird zum Nachdenken anregen, dessen bin ich mir sicher.“

Die Ausstellung zeigt 40 Fotografien aus dem Alltag in Israel. Ziel ist es, einen unmittelbaren, unpolitischen Blick auf das Leben in Israel zu ermöglichen – jenseits der Konfliktberichterstattung.

Rentenalter: Staatskanzlei weist Bericht der Ostsee-Zeitung zurück

Schwerin – Regierungssprecher Andreas Timm hat heute einen OZ-Online-Artikel „Höheres Rentenalter: Schwesig zeigt Verständnis für diese Debatte“ als falsch zurückgewiesen.

„Frau Schwesig hat mit keinem Wort Verständnis für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters geäußert, wie die Ostsee-Zeitung heute auch in ihrem Newsletter nahelegt. Sie hat lediglich Verständnis dafür gezeigt, dass Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas in der von ihr berufenen Rentenkommission keine Debatten von vorn herein ausschließt.

Die Ministerpräsidentin lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Das hat sie in den letzten Monaten bei verschiedenen Anlässen klar formuliert, zuletzt am 13. Juni im Bundesrat, nachlesbar in der Pressemitteilung 118/2025. An dieser Position hat sich nichts geändert. Sie entspricht im Übrigen auch dem Koalitionsvertrag des Bundes.

Außerdem hat sie deutlich gemacht, dass viele ein höheres Rentenalter gar nicht schaffen würden. Sie unterstützt die Planungen der Bundesregierung, für diejenigen, die länger arbeiten wollen, auf freiwilliger Basis die Aktivrente einzuführen“, stellte der Regierungssprecher klar.

Erinnerungsarbeit der Grundschule Wöbbelin ausgezeichnet

Oldenburg: Herausragendes und beispielhaftes Engagement in der historisch-politischen Bildung

Wöbbelin – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat die Grundschule „Theodor Körner“ in Wöbbelin für ihre Erinnerungsarbeit mit den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin ausgezeichnet. An der Grundschule im Landkreis Ludwigslust-Parchim werden die Schülerinnen und Schüler altersgemäß an den Holocaust herangeführt. „Die Projektarbeit ist ein herausragendes und beispielhaftes Engagement in der historisch-politischen Bildung“, lobte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Lehrkräfte, die jüngeren Kindern die Zeit des Nationalsozialismus näherbringen, benötigen ein besonderes Fingerspitzengefühl. Die Arbeit, die an der Schule geleistet wird, stärkt unsere Demokratie.“ Die Ehrung ist mit einer Anerkennung von 500 Euro an den Schulförderverein verbunden.

Seit 2013 kooperiert die Grundschule „Theodor Körner“ mit den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Die Projektarbeit besteht aus drei Bausteinen. Die ersten beiden Projektphasen dienen dazu, einen Besuch in den Mahn- und Gedenkstätten vorzubereiten.

  • Baustein 1 – „Vielfalt ist toll“

Die Grundschülerinnen und Grundschüler beschäftigen sich mit dem Buch „Der überaus starke Willibald“ von Willi Fährmann. Das mehrfach ausgezeichnete Kinderbuch ist eine Parabel, die politische Themen wie Macht, Diktatur, Ausgrenzung und Widerstand auf kindgerechte Weise thematisiert. Die Geschichte handelt von einer Mäusefamilie, in der Willibald, ein starker und selbsternannter Anführer, die anderen Mäuse mit Angst vor einer Katze manipuliert und sich selbst zum Herrscher ernennt.

  • Baustein 2 – „Auf den Spuren der Vergangenheit“

Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Stolpersteine in Hagenow. Mit dem gleichnamigen Projekt des Künstlers Gunter Demnig wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Die Grundschülerinnen und Grundschüler beschäftigen sich auf diese Weise mit Gedenkorten. Sie erhalten kindgerechte Einblicke in das jüdische Leben in Hagenow und lernen die Traditionen der jüdischen Kultur kennen.

  • Baustein 3 – „Wir können nur mit dem Blick der Vergangenheit in die Zukunft gehen.“

Der Projekttag „Denk´ mal“ in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin ist als dritter Baustein und Abschluss in das Schuljahresprojekt „Geschichte erfahren – Demokratie gestalten“ eingebettet. Die Schülerinnen und Schüler erkunden den Ort, entweder in Begleitung in einem „Erzählspaziergang“ oder selbsterschließend. Sie beschäftigen sich mit dem Schicksal der Inhaftierten und Gedenken der Opfer. Außerdem werden sie für das geschehene Unrecht im Nationalsozialismus und für demokratische Grundwerte sensibilisiert und über Formen von Intoleranz, Diskriminierungen, Menschenrechtsverletzungen und Antisemitismus aufgeklärt.

Landesweiter Gedenk- und Projekttag am 27. Januar geplant

Bei der Ehrungsveranstaltung in der Grundschule Wöbbelin hat Bildungsministerin Simone Oldenburg auch über den neuen landesweiten Gedenk- und Projekttag am 27. Januar informiert. Ab dem Schuljahr 2026/2027 widmen sich alle weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust der Erinnerungsarbeit. Die Verpflichtung zum Gedenk- und Projekttag bedeutet jedoch nicht, dass alle Aktivitäten zur Auseinandersetzung mit der NS-Gewaltherrschaft an diesem Tag stattfinden müssen. Ziel ist es vielmehr, den 27. Januar in bestehende Unterrichtskonzepte einzubinden. Grundschulen werden ermutigt, sich zu beteiligen.

„Mit dem landesweiten Gedenk- und Projekttag wollen wir ein deutliches Zeichen für die Menschenrechtsbildung setzen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Der Gedenk- und Projekttag dient dazu, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten und die Beschäftigung mit den Grundwerten unserer Demokratie nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Wenn sich Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Schicksalen oder mit den Geschehnissen vor Ort beschäftigen, fällt es ihnen leichter, Geschichte nachzuvollziehen. Hierzu bietet der Gedenk- und Projekttag eine gute Gelegenheit“, so Oldenburg.

Schulprojekte mit Außenwirkung zum Gedenk- und Projekttag können zudem auf der Webseite der Landeszentrale für politische Bildung veröffentlicht werden. Außerdem ist geplant, jährlich einen landesweiten Schülerwettbewerb „Gegen das Vergessen – Erinnerungskultur an Schulen“ einzurichten und Projekte auszuzeichnen. Über die Gewinnerinnen und Gewinner entscheidet eine Fachjury, der Vertreterinnen und Vertreter des Bildungsministeriums, der Landeszentrale für politische Bildung, des Landesschülerrates, der Landesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus sowie Schulleitungen mit langjähriger Erfahrung in der Projektarbeit zum historisch-politischen Lernen angehören.

Das Konzept und konkrete Umsetzungsvorschläge zum Gedenk- und Projekttag sollen in der neuen Verwaltungsvorschrift „Demokratiebildung“ verankert werden. Die Veröffentlichung ist für Anfang 2026 geplant. Das Schuljahr 2025/2026 dient dazu, den Gedenk- und Projekttag konzeptionell vorzubereiten und erste Erfahrungen zu sammeln.

Mehr Vielfalt, weniger Bürokratie – MV stärkt den Ökolandbau

Insel Rügen – Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus nimmt heute  an der Sommerreise der Arbeitsgemeinschaft der ökologischen Anbauverbände MV teil. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht das Thema „Öko-Ackerbau in MV“. Gastgeber ist der biozertifizierte Betrieb „Alter Pfarrhof Elmenhorst“ im Landkreis Vorpommern-Rügen.

„Der ökologische Ackerbau ist ein tragender Pfeiler der nachhaltigen Landbewirtschaftung in Mecklenburg-Vorpommern“, betont Minister Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung. „Gerade angesichts herausfordernder Marktbedingungen und klimatischer Risiken ist es unser Ziel, den Öko-Ackerbau zu stabilisieren, weiterzuentwickeln und die Wertschöpfung im Land zu halten.“

Die Sommerreise bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Praxis, Forschung, Verwaltung und Verbänden. Diskutiert werden unter anderem:

  • ein Konzept für eine neue Fördermaßnahme „artenreiches Ackerland“,
  • die aktuelle Vermarktungssituation von Öko-Marktfrüchten,
  • Fragen der Lagerung und Aufbereitung,
  • sowie Maßnahmen zum Bürokratieabbau im Öko-Bereich.

Minister Backhaus wird bei der Veranstaltung zudem das Landesprogramm „Ökokompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2030“ vorstellen. Dieses bündelt bestehende und neue Maßnahmen zur Förderung des ökologischen Landbaus und soll landesweit für mehr Sichtbarkeit und Verlässlichkeit sorgen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Bekanntgabe des vorzeitigen Maßnahmebeginns für das Netzwerk „Bioregionale Wertschöpfung“, das bis 2029 mit rund 422.500 Euro gefördert wird. Ziel des Netzwerkes ist es, Akteurinnen und Akteure entlang der gesamten Versorgungskette – von der Erzeugung bis zur Außer-Haus-Verpflegung – besser zu vernetzen und gemeinsam regionale Lösungen zu entwickeln.

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 207.795 Hektar landwirtschaftliche Fläche ökologisch bewirtschaftet – das entspricht rund 16 Prozent der gesamten Agrarfläche des Landes.

Im Bundesländervergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern beim Anteil der Öko-Fläche bundesweit auf Rang 4 (15,3 % im Jahr 2023), hinter dem Saarland, Brandenburg und Hessen. Beim Anteil der biozertifizierten Betriebe liegt MV mit 25,4 % auf Platz 2 – nur Baden-Württemberg hat mit 25,8 % einen minimal höheren Anteil. Besonders erfreulich: Während andere Länder Rückgänge verzeichnen, konnte MV im Jahr 2024 unter herausfordernden Marktbedingungen netto 2.421 Hektar zusätzliche Ökofläche gewinnen. Brutto lag der Zuwachs sogar bei über 5.000 Hektar.

Diese Entwicklung ist Ausdruck der Stabilität des Ökolandbaus in MV. Auch im ersten Quartal 2025 setzte sich der Trend fort: Mit einem weiteren Zuwachs um 1.241 Hektar wurden zum 31. März 2025 bereits 209.036 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Zudem wurden 66 neue Umstellungsbetriebe registriert. Insgesamt verfügen nun 1.548 Unternehmen über eine Bio-Zertifizierung, darunter 1.247 Landwirtschaftsbetriebe – das entspricht 26,5 % aller Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise stehen in der aktuellen Förderperiode rund 230 Millionen Euro zur Verfügung. Alle fristgerecht eingereichten Anträge für das Verpflichtungsjahr 2024 wurden bis zum 30. Juni 2025 vollständig ausgezahlt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern setzt sich zudem für spürbaren Bürokratieabbau im ökologischen Landbau ein. Dazu zählt unter anderem die Beleihung privater Kontrollstellen mit hoheitlichen Aufgaben wie der Genehmigung von nichtökologischem Pflanzenvermehrungsmaterial, sowie der geplante Datenzugriff auf das InVeKoS-System, um Kontrollprozesse effizienter zu gestalten. „Diese Maßnahmen reduzieren Aufwand auf allen Seiten und schaffen wieder mehr Raum für das Wesentliche – nämlich gute landwirtschaftliche Praxis“, so Minister Backhaus.

Der Veranstaltungsort der Sommerreise – der „Alte Pfarrhof Elmenhorst“ – steht exemplarisch für Vielfalt und Innovationskraft im ökologischen Landbau. Seit 1996 bewirtschaftet Claudia Resthöft den Betrieb nach ökologischen Richtlinien. Im Rahmen der Sommerreise werden Ackerschläge mit artenreichen Ackerwildkräutern besichtigt – ein praktisches Beispiel für Biodiversität im Feld.

Die Sommerreise findet jährlich auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft der Öko-Anbauverbände MV statt. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Ökoverbände und des Ministeriums werden auch Fachbehörden, Landwirte, Forschungseinrichtungen und Verbände erwartet.

Zeugnisausgabe und Ferienstart rücken näher

Oldenburg: Ich wünsche allen Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Familien schöne und erholsame Sommerferien

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern starten am Freitag, 25. Juli 2025, 163.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen in die Sommerferien. Zuvor erhalten sie ihre Zeugnisse. Für die 36.000 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen haben die Sommerferien bereits am Montag, 14. Juli 2025, begonnen. Erster Schultag im neuen Schuljahr an den beruflichen Schulen ist Montag, 1. September 2025. An den allgemein bildenden Schulen beginnt der Unterricht am Montag, 8. September 2025, wieder.

„Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Abschluss des Schuljahres und erholsame Sommerferien“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wer mit Freude auf sein Zeugnis blickt, kann stolz auf sich sein. Und auch, wenn nicht alles so gelaufen ist, wie erhofft – die Ferien sind eine gute Zeit, um neue Kraft zu schöpfen und mit frischem Mut ins neue Schuljahr zu starten. Mein herzlicher Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass das Lernen gelingt – Tag für Tag und oft unter herausfordernden Bedingungen. Ihnen und allen weiteren Beschäftigten an den Schulen und ihren Familien wünsche ich tolle Sommerferien“, so Oldenburg.

Rund 4.600 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien, Gesamtschulen, Fach- und Abendgymnasien haben in diesem Schuljahr das Abitur bestanden. Der vorläufige landesweite Abiturdurchschnitt liegt nach einer ersten Schnellauswertung bei 2,3. Für 150 Abiturientinnen und Abiturienten gab es die fantastische Durchschnittsnote von 1,0. Sie erhalten als besondere Würdigung eine Urkunde der Ministerin.

5.500 Schülerinnen und Schüler haben die Mittlere-Reife-Prüfung abgelegt. Der vorläufige landesweite Durchschnitt bei der Mittleren Reife liegt laut erster Schnellauswertung bei 2,5. Über 100 Schülerinnen und Schüler haben das Prädikat „sehr gut – mit Auszeichnung“ erreicht und erhalten als besondere Würdigung eine Urkunde der Ministerin. Unter ihnen sind 35 Schülerinnen und Schüler mit dem herausragenden Prädikat von 1,0.

Für einige Kinder und Jugendliche ist der letzte Schultag aber auch mit großen Enttäuschungen verbunden, weil ihre Noten nicht so ausgefallen sind, wie sie es sich erhofft haben. Das Bildungsministerium bietet in dieser Woche und in der ersten Ferienwoche ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erhalten am Telefon Unterstützung, Rat und Hilfe. Das Zeugnissorgentelefon ist bis 1. August 2025 (montags bis freitags und in der Zeugniswoche bis Samstag) unter der Rufnummer 0385 588 7987, jeweils in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr, erreichbar.

„Nicht jede Zeugnisnote entspricht den Erwartungen. Das kann Schülerinnen und Schüler belasten“, so Oldenburg weiter. „Deshalb ist es wichtig, dass niemand mit seinen Sorgen allein bleibt. Mit dem Zeugnissorgentelefon stehen wir Schülerinnen, Schülern und Eltern unterstützend zur Seite. Es ist ein Angebot zum Zuhören, Beraten und Mut machen.“

Schwesig: Tourismuszentrale ist wichtiger Schritt auf Weg zum Ikareum

Anklam – Das neue Regionale Informations- und Tourismuszentrum der Hansestadt Anklam ist heute gemeinsam von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landrat Michael Sack und Bürgermeister Michael Galander eröffnet worden. Der Neubau neben der Nikolaikirche dient nicht nur als Tourismusinformation. Er soll auch als Funktionsgebäude für das geplante Ikareum in der Nikolaikirche sein und später den Eingangsbereich mit Kassen, Garderobe, Toiletten, Gastronomie, Museumsshop und Seminarräumen beherbergen.

„Die Spannung zwischen Altem und Modernem wird die Faszination dieses Museums ausmachen. Die Geschichte der modernen Luftfahrt, präsentiert mitten in der mittelalterlichen Nikolaikirche“, sagte Schwesig. Erst einmal erhalte Anklam eine gut gelegene neue Tourismuszentrale. Das Ikareum nehme aber bereits Formen an.

„Die Landesregierung steht hinter dem Projekt Ikareum“, betonte Schwesig. Deshalb habe die Landesregierung die Förderung für das Gebäude der Tourismusinformation auf 7,4 Millionen Euro erhöht. „Und ich kann Ihnen heute schon sagen, dass das Land die Kofinanzierung der geplanten neuen Dauerausstellung übernehmen wird: das Herzstück des Ikareums.“

Die Anklamerinnen und Anklamer und ihre Gäste können das neue Gebäude am Sonnabend bei einem Tag der Offenen Tür kennenlernen.