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Kategorie: Kunst und Kultur

Erinnerung an die Grenzöffnung

Rostock/Lübeck –  Seit dem Jahr 2018 erinnern die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther gemeinsam an die Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989. In diesem Jahr eröffnen Schwesig und Günther zwei parallele Ausstellungen in der Kunsthalle Rostock und in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck. Unter dem Titel „PERSPEKTIVWECHSEL“ präsentieren die Kunsthallen Werke aus ihren Beständen, die in der Zeit der deutschen Teilung und im vereinten Deutschland entstanden sind.

„Der 9. November erinnert uns wie kein anderer Tag daran, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Die Freiheit und die Demokratie sind stark, aber auch verletzlich. Sie vertragen keine Gleichgültigkeit. Sie verdienen unseren Schutz. Das ist unsere Aufgabe“, sagte Schwesig.

Die Ausstellung zeige Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten der Kunst in Ost und West. „Ich finde solch einen „Perspektivwechsel“ sehr spannend und sehr wichtig. Er trägt dazu bei, unsere gemeinsame und doch so unterschiedliche Geschichte besser zu verstehen“, sagte die Ministrpräsidentin.

Schwesig und Günther trafen in Rostock auch auf Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen von 9 bis 11, die im Rahmen des Projektes „Meine Stadt“ ihre Heimatstädte Rostock und Lübeck porträtiert haben. „Ich halte es für sehr wichtig, dass wir die Erinnerung an die deutsche Teilung, an die friedlichen Proteste in der DDR, an die große Freude über die Öffnung der Grenzen und auch an die Herausforderungen beim Zusammenwachsen von Ost und West lebendig zu halten und an die jüngere Generation weiterzugeben. Mehr als 30 Jahre später können wir sagen. Das, was damals begonnen wurde, ist gut geworden. Gerade Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verbindet heute eine enge Partnerschaft und gute Nachbarschaft“, so Schwesig.

Hilfen für Kultur verlängert

Anträge bis Ende 2022 möglich

Schwerin – Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern können auch über das Ende des Jahres 2021 hinaus Förderungen aus dem MV-Schutzfonds erhalten. Davon profitieren sowohl Träger gemeinnütziger Projekte, die eine regelmäßige Förderung des Landes erhalten als auch solche, die keine regelmäßige Förderung bekommen. Die Förderung ist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

„Die Kulturszene war und ist erheblich von der Corona-Krise betroffen. In vielen Kultureinrichtungen machen sich die Folgen der Corona-Krise erst jetzt oder in naher Zukunft bemerkbar“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Es ist wichtig, dass sie auch im kommenden Jahr von den Hilfen des Landes profitieren können. Wir verlängern deshalb die Hilfen um ein weiteres Jahr, um damit die längerfristigen Auswirkungen besser abzufedern und dafür zu sorgen, die lebendige Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns zu stärken.“

Ebenso werden die Zuwendungen für die so genannte Säule 7 des MV-Schutzfonds Kultur verlängert. Das kommt allen kulturellen Einrichtungen zugute, die bislang eine Förderung des Bundes aus dem Programm NEUSTART Kultur erhalten haben und einen Eigenanteil aufbringen müssen. Die 7. Säule des MV-Schutzfonds Kultur ermöglicht den Empfängerinnen und Empfängern die Refinanzierung dieses Eigenanteils, sodass Künstlerinnen, Künstler oder Kultureinrichtungen mit ihrem Antrag auf Bundesmittel nicht scheitern, weil sie den Eigenanteil nicht aufbringen können.

Die entsprechenden Anträge können beim Landesförderinstitut (LFI) gestellt werden. Bislang hat das LFI rund 10,7 Mio. Euro aus dem MV-Schutzfonds für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende bewilligt.

Die Landesregierung unterstützt in der Corona-Krise Künstlerinnen, Künstler, Kulturschaffende, Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie Gedenkstätten. Die Hilfen sind Teil des MV-Schutzfonds des Landes. Hatte der MV-Schutzfonds Kultur zunächst den Fokus auf die Zeit der Schließung von Einrichtungen und der massiven Einschränkungen von Kunst und Kultur gerichtet, so unterstützt er Kulturschaffende und Träger mittlerweile gleichermaßen während der Phase der Wiedereröffnung und Wiederinbetriebnahme von Einrichtungen sowie der Wiederaufnahme von Veranstaltungen.

Geld für neue Dauerausstellung

Rostock – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag dem Schifffahrtsmuseum Rostock einen Fördermittelbescheid in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro für den Umbau der Dauerausstellung auf dem Traditionsschiff, der sogenannten „Stauung“, übergeben.

„Seit mehr als 50 Jahren wird auf dem Traditionsschiff MS Dresden Schiffbaugeschichte erzählt. Der Besuch ist für jeden maritim Interessierten ein Muss, zumal mit dem originalen Schiffskörper ein außergewöhnlicher Museumsstandort bestaunt und erkundet werden kann. Ich war als zehnjähriger Junge selber auf dem Schiff und voller Staunen. Das Maritime Museum ist Ausdruck unserer nordostdeutschen Identität. Die Dauerausstellung wird inhaltlich aufgearbeitet. Künftig erwartet die Besucher ein maritimes Museum zum Erleben, Entdecken und Anfassen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

Die bereits in die Jahre gekommene Dauerausstellung – vor 40 Jahren gestaltet und eröffnet – ist nicht mehr zeitgemäß. Nun soll an Bord des Traditionsschiffes MS Dresden auf 1.600 Quadratmetern eine inszenierte und stark medial ausgerichtete moderne Dauerausstellung zur maritimen Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns entstehen.

Sie gibt spannende, unterhaltsame und informative Einblicke in die Schiffbau- und Schifffahrtsgeschichte der Region, sowohl für Einheimische als auch für Urlauber. Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf drei Zeitausschnitte: die Hansezeit, das 19. Jahrhundert sowie die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch ein Einblick in die aktuelle Entwicklung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sind geplant. Es handelt sich um die Höhepunkte von Schiffbau und Schifffahrt in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern.

Dabei soll hinterfragt werden, welche Ursachen für den Auf- und Niedergang der maritimen Wirtschaft verantwortlich waren. Auch außerhalb des Schiffes sind weitere Investitionen geplant. So soll eine Bühne entstehen, auf der Events und Vorstellungen stattfinden, die das Schiff als Kulisse einbinden und die hier am Standort des IGA-Parks das touristisch orientierte Angebot abrunden soll. Der IGA-Park solle so zu einem Sport-, Kultur- und Eventpark mit jährlich einer Million Besucher werden. „Das Traditionsschiff ist dabei das Herz der Projekte“, hob Rudolph hervor.

Maritimes Erbe wird in Rostock seit Gründung einer städtischen Sammlung vor mehr als 150 Jahren bewahrt. Die Hansestadt kann auf eine beeindruckende maritime Geschichte zurückblicken.

Die Historie ist auch in einer bemerkenswerten Sammlung präsent, unter anderem mit mehr als 150 Kapitänsbildern aus dem 19. und 20. Jahrhundert, mehr als 50 große Schiffsmodelle und Hunderte Miniaturmodelle, rund 50.000 Fotos sowie einer beeindruckenden Sammlung von Navigationsgeräten. Seit den 1960er Jahren präsentiert die Stadt die Schifffahrts- und Schiffbaugeschichte an zwei Standorten: in der Societät und auf dem Traditionsschiff. Seit fast 20 Jahren ist das vereinte Schiffbau- und das Schifffahrtsmuseum auf der MS Dresden zu Hause.

Mit den nun beginnenden Umbaumaßnahmen wird an Bord die lange getrennte Geschichte von Schifffahrt und Schiffbau zusammengeführt. Was lange auf zwei Standorte verteilt war, soll Schritt für Schritt im IGA-Park sein zu Hause finden.

„Das Traditionsschiff ist fest mit dem Standort IGA-Park verbunden. Kultur, Bildung und Event bilden an diesem Ort einen stimmigen Dreiklang. Die Planungen sichern den touristischen Lückenschluss zwischen der Altstadt Rostocks und Warnemünde. Für Urlauber, Tagesausflügler und Anwohner wird der Besuch in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock noch attraktiver“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 2,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Die Stadt Rostock unterstützt die energetische Sanierung in Höhe von 561.000 Euro.

Gute Nachbarschaft mit Polen

Dahlemann: Mit dem Baltic Philharmonic Orchestra feiern wir gute Nachbarschaft

Stettin – Anlässlich eines Konzerts des Baltic Philharmonic Orchestra am Sonntag in Stettin hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die gute Entwicklung der Metropolregion gewürdigt.

„In diesem Jahr feiern wir 30 Jahre deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag. Mit viel Engagement auf deutscher und polnischer Seite ist es uns gelungen, ihn mit Leben und Freude zu erfüllen, Projekt für Projekt und Tag für Tag. Ob bei der Arbeit, beim Sport oder im ganz persönlichen Bereich sind wir uns nähergekommen. Wir haben Vorurteile abgebaut und unsere Geschichten kennengelernt. Auf diese erfolgreiche Entwicklung können wir alle gemeinsam stolz sein.“

In diesem Prozess habe gerade Kunst und Kultur eine große Rolle gespielt. Dahlemann: „Es bereitet uns allen große Freude, dass gerade die jungen Musikerinnen und Musiker des Baltic Philharmonic Orchestra aus dem gesamten Ostseeraum das Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages und unserer gemeinsamen Zusammenarbeit mit einem Konzert feiert. Auch das ist Beleg dafür, wie wir hier am Stettiner Haff diesseits und jenseits vorangekommen sind und Freundschaft geschlossen haben. Ich freue mich auf das hochkarätige Ereignis.“

Bei dem Konzert am Sonntag werden Werke von Jan Sibelius, Arvo Pärt und Tschaikowski gespielt. Baltic Sea Philharmonic ist ein einzigartiges Projekt, das Musiker aus Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Litauen, Lettland, Norwegen, Polen, Russland und Schweden zusammenbringt. Jedes Konzert ist eine musikalische Entdeckungsreise.

Goldener Ochse geht an Ulrich Tukur

Schwerin – „Es freut mich sehr und es macht mich stolz, dass wir mit dem Filmkunstfest ein so attraktives und temperamentvolles Festival in unserer schönen Landeshauptstadt haben. Ganz besonders habe ich mich auch über den internationalen Austausch gefreut. Finnland war ein tolles Partnerland. Vielen Dank an unsere Gäste. Vielen Dank an die Organisatoren, an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir dieses besondere Filmkunstfest feiern konnten. Und ein ganz besonderer Dank an das treue Publikum: Mit Ihrer Begeisterung, Ihren Emotionen machen Sie das Festival lebendig“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Abschlussveranstaltung des 30. FILMKUNSTFESTES Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Capitol.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung in 13 Kategorien. „Allen Gewinnerinnen und Gewinnern vorab schon einmal herzlichen Glückwunsch. Sie alle haben viel Herzblut in Ihre Produktionen gesteckt“, so die Regierungschefin.

Die Ministerpräsidentin überreichte Ulrich Tukur den Ehrenpreis des Festes, den Goldenen Ochsen: „Ulrich Tukur ist einer der bekanntesten, renommiertesten und auch beliebtesten Schauspieler Deutschlands. Es ist mir eine Ehre, ihm heute Abend den Goldenen Ochsen zu überreichen. Dieser Ehrenpreis des Filmkunstfestes wird für herausragende Beiträge zur deutschsprachigen Filmkultur vergeben. Er ehrt Künstlerinnen und Künstler für ihr filmisches Schaffen und für große Verdienste um die Filmkunst.“

Und Verdienste um die Filmkunst habe Ulrich Tukur ohne Zweifel erbracht. Er war Dietrich Bonhoeffer, Andreas Baader, Erwin Rommel und Herbert Wehner. Schwesig: „Immer wieder schlüpft er in große Rollen und entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer in andere Lebenswelten. Er taucht tief in seine Filmcharaktere ein, Mimik, Gestik, Akzent. Man nimmt ihm jeden Charakter ab. Er überzeugt. Mit seinem charmanten Lächeln, seinem eigensinnigen Humor und seiner ganz eigenen Sicht auf die Welt, verzaubert er uns. Nicht zuletzt auch als Musiker bei den Festspielen MV, denen er seit vielen Jahren mit seinen Rhythmus Boys verbunden ist. Herzlichen Glückwunsch Ulrich Tukur!“

30. FILMKUNSTFEST

Geue: Wir stehen an der Seite der Kinos, wir brauchen sie

Schwerin – Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue, hat heute beim 30. FILMKUNSTFEST im Schweriner Capitol den dritten Kinokulturpreis in den Kategorien „gewerbliche“ und „nicht gewerbliche“ Spielstätten verliehen. Auf Grund der Corona-Pandemie, die auch die Kinobranche hart getroffen hat, werden die Preisgelder von 75.000 Euro im letzten Jahr auf 100.000 Euro erhöht.

„Wir zeichnen heute Jahresprogramme des vergangenen Jahres aus. Viele Kinostarts publikumsstarker Filme beginnen erst jetzt. Aber gerade deshalb ist diese Preisverleihung ein wichtiges Signal. Und es ist ein gutes Signal, dass sie in einem richtigen Kino stattfindet. Denn Filme schauen im Netz ist nicht wie Filme schauen im Kino. Es ist nicht das Richtige“, betonte der Staatssekretär.

Der Kinokulturpreis sei ein Zeichen der Wertschätzung für die Programmvielfalt, für die Orte und die Menschen, die sie gestalten. „Es gibt viele leidenschaftliche Kinobetreiber in unserem Land: kommerzielle und nichtkommerzielle Kinos, Kinos in den Städten und Kinos auf dem Land. Manchmal werden sogar Kirchen, Kneipen oder Scheunen zum Abspielort. All diese Kinos sind unverzichtbar für die Kultur in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Geue und dankte den 31 Kinobetreibern die sich mit ihren Bewerbungen am dritten Kulturpreis beteiligt haben, der dreiköpfigen Jury und der Filmland gGmbH für ihr Engagement.

Die Landesregierung habe die Not der Branche in der Corona-Pandemie ernst genommen. Geue: „Mit dem aufgelegten landeseigenen Programm „Cinema contra Corona“ sollen Umsatzeinbußen der Kinobetreiber nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen gemildert werden. 600.000 € hat die Landesregierung dafür bereitgestellt. Außerdem wird das Land noch in diesem Jahr ein eigenes MV-Kinoinvestitionsprogramm „Film AB“ mit einem Volumen von 3 Mio. € auflegen. Damit sollen den Kinos dringend notwendige bauliche und sonstige investive Maßnahmen ermöglicht werden. Wir stehen an der Seite der Kinos. Ich wünsche allen, die in unserem Land Kino machen und Kino möglich machen, viel Kraft und alles Gute in diesen schwierigen Zeiten. Wir brauchen Sie!“

30. FILMKUNSTFEST eröffnet

Schwerin – Am 31. August hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Schweriner Capitol das 30. FILMKUNSTFEST eröffnet. „Ich freue mich sehr, dass wir endlich wieder hier zusammen sein können. Endlich wieder Kino, endlich wieder Filmkunstfest. Wir alle haben lange darauf gewartet. Kinobetreiber, Organisatorinnen und Organisatoren, Besucherinnen und Besucher. Zweimal musste das Filmkunstfest verschoben werden. Umso größer ist die Freude, dass wir heute das 30. FILMKUNSTFEST feiern können“, betonte die Ministerpräsidentin zur Eröffnung. Partnerland ist in diesem Jahr Finnland.

In den 30 Jahren habe sich das kleine Schweriner Festival als eines der größten und bedeutendsten Publikumsfestivals in Deutschland etabliert. Schwesig: „Jedes Jahr gibt es ein hochkarätiges Programm mit tollen Schauspielerinnen und Schauspielern, Wettbewerben und Ausstellungen. Ganz herzlichen Glückwunsch zum 30. FILMKUNSTFEST.“

Das Festivalteam beweise jedes Jahr aufs Neue, dass es immer noch ein bisschen besser geht und legt immer noch eine Schippe drauf: „Ganz herzlichen Dank an die Macher und vielen fleißigen Helferinnen und Helfer des Festivals und an alle, die einen Beitrag dazu geleistet haben, dass das Filmkunstfest so erfolgreich geworden ist. Ich weiß, dass das eine Menge Arbeit ist. Alle haben in den letzten Tagen ein riesiges Arbeitspensum geleistet, viel Energie und Herzblut in die Organisation gesteckt. Ich danke auch den Jurymitgliedern, den Stiftern der Preise, Sponsoren und Förderern, die auch ihren Anteil daran haben, dass das Filmkunstfest so attraktiv geworden ist.“

Die Ministerpräsidentin ging auf die geänderte Filmförderung ein: „Mit der Verdreifachung der Mittel für den Bereich Film auf nahezu 5 Millionen Euro im aktuellen Doppelhaushalt und der Gründung der landeseigenen Gesellschaft „MV-Filmförderung“ im letzten Jahr haben wir einen gewaltigen Schritt in Richtung Filmland MV gemacht. Wir rollen den roten Teppich quasi bis zum Meer aus – für eine lebendige Filmlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Ich wünsche uns allen ein wunderbares 30. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern!“

Schweriner Siegessäule wird Modellprojekt

Schwerin – Finanzminister Reinhard Meyer hat heute die Siegessäule in Schwerin nach Sanierungsarbeiten wieder der Öffentlichkeit übergeben. Eine besondere Herausforderung war es, den Originalfarbton der Bronzegusselemente wiederherzustellen.

1874 wurde die Schweriner Siegessäule als „Denkmal für die im Kriege 1870/71 gebliebenen Mecklenburger“ errichtet. Heute steht sie unter Denkmalschutz und ist Teil des Residenzensembles mit dem sich die Landeshauptstadt um Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bewirbt. Bei der Ende des vergangenen Jahres gestarteten Sanierung war daher nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch eine enge Abstimmungen mit der Landesdenkmalpflege gefragt.

Insbesondere die Bronzegusselemente bereiteten den Planern des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Schwerin Kopfzerbrechen. Einerseits sollten die Metallteile Patina, also die Spuren der Zeit zeigen, andererseits sollte die Restaurierung auch möglichst originalgetreu erfolgen und den alten Glanz wiederbringen. Ein schwieriger Spagat, der schließlich dadurch gelöst wurde, dass man sich für eine sogenannte Goldbronzierung auf Wachsbasis entschied. Mit dieser Methode erhalten die Bronzegusselemente ihre Originalfarbe zurück und werden gleichzeitig konserviert. Das Besondere: Innerhalb von 10 bis 15 Jahren werden die Elemente sichtbar altern und ihre Patina zurückerhalten.

Eine Technik, die so in Mecklenburg-Vorpommern noch nie angewandt wurde. Mit dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege wurde daher vereinbart, die goldbronzierten Bronzegussteile als ein Forschungsobjekt zu betrachten und sie einem jährlichen fachlichen Monitoring zu unterziehen. Die Erkenntnisse werden dokumentiert und helfen zukünftig beim Umgang mit ähnlichen Denkmalen.

Finanzminister Reinhard Meyer lobte daher bei der Übergabe der Siegessäule die Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege: „Die Sanierung ist ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung und Erlebbarmachung unseres kulturellen Erbes. Mit der bei der Siegessäule angewandten Technik erbringen wir eine Pionierleistung. Die Erkenntnisse werden für die Sanierung vieler anderer Denkmale hilfreich sein. Ausdrücklich danke ich daher der Landesdenkmalpflege für die gute Zusammenarbeit.