Menü Schließen

Kategorie: Kunst und Kultur

Modernisierung des Staatlichen Museums

Schwerin – Das Staatliche Museum Schwerin soll umfangreich saniert und modernisiert werden. Finanzminister Reinhard Meyer kündigt daher an, dass das Museum ab Oktober dieses Jahres vorerst seine Türen schließt. Die Sanierung wird voraussichtlich im Herbst 2024 abgeschlossen sein.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Hamburger Unternehmer Alexander Otto hatten im vergangenen Jahr einen Kooperationsvertrag zur Modernisierung des Staatlichen Museums Schwerin unterzeichnet. Für insgesamt 6,25 Mio. Euro soll das Galeriegebäude umfassend modernisiert werden. Ermöglicht wurde dieses Vorhaben nicht zuletzt durch eine Spendenzusage der Dorit & Alexander Otto Stiftung über 5 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um eine Sachspende in Form der erforderlichen Bau- und Planungsleistungen. Alexander Ottos Immobilienunternehmen ECE ist für die Projektplanung und -steuerung verantwortlich. Das Land bringt für die Baumaßnahmen weitere 1,25 Mio. Euro ein. Neben der Modernisierung der Besucherbereiche (Café mit Bookshop, Kasse) sollen durch Umwandlung von Depotflächen zusätzliche Ausstellungsflächen gewonnen und ein Ausstellungsrundlauf geschaffen werden.

Nachdem nun die Abstimmungen mit den zuständigen Ämtern im Land und in der Stadt erfolgt sind, sieht die weitere Planung vor, dass das Museum am 4. Oktober geschlossen wird. Dann sollen zunächst alle Exponate und das Interieur ausgeräumt werden, so dass die baulichen Maßnahmen im ersten Halbjahr 2022 beginnen können. Die Fertigstellung ist bis spätestens Herbst 2024 geplant.

„Ich sehe die Schließung mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so Finanzminister Reinhard Meyer. „Natürlich schmerzt es, wenn das Museum für einige Zeit geschlossen wird, gerade nach dieser entbehrungsreichen Corona-Zeit. Andererseits freue ich mich schon sehr auf die Modernisierung. Wir bekommen mehr Raum für Kunst, ein zeitgemäßeres Ambiente und völlig neue Ausstellungswege. Und ich bin auch froh, dass die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen schon Alternativen zum Kunstgenuss im Museum erarbeitet hat.“

Zunächst wird bis zur Schließung die Ausstellung „Verführung Licht“- Medienkunst im Dialog mit Natur und Gesellschaft“ im Staatlichen Museum Schwerin zu sehen sein. Parallel dazu gibt es bereits zwei Kooperationen: Im Jubiläumsjahr des Doms schlägt die Ausstellung Herzen-Werkstatt (15.6.2021 bis 17.10.2021) eine Brücke zwischen Dom und Museum. Ein weiteres Kooperationsprojekt des Staatlichen Museums ist die Aufarbeitung des Werks von Alfred Heinsohn gemeinsam mit dem Kunstmuseum Schwaan. Die Ausstellung Alfred Heinsohn – Maler der Moderne wird vom 14.8. bis 28.11.2021 in Schwaan zu sehen sein.

Pirko Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen: „Den Abschied vom ‚Alten Museum‘ feiern wir Anfang Oktober 2021 mit einem Fest – mit etwas Wehmut, aber die Aussicht auf ein noch schöneres Haus macht es leichter. Für Interessierte sind wir auch während der Bauzeit da: mit einer Ausstellung der schönsten Werke unserer Sammlung im Schloss Schwerin und digitalen Angeboten auf museum-schwerin.de. Und natürlich laufen bereits die Planungen für die Wiedereröffnung des Hauses 2024 mit einer attraktiven Neupräsentation der Sammlungen und Wechselausstellungen.“

Bewerbungen für Immaterielles Kulturerbe

Schwerin – Besondere kulturelle Traditionen und Fähigkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern können ab sofort wieder an der Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO teilnehmen. Mit dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes wird weltweit dazu beigetragen, kulturelle Traditionen, Wissen und Können verschiedener Gesellschaften und Kulturen zu dokumentieren, zu erhalten sowie deren Weitergabe an folgende Generationen zu fördern. Seit dem Beitritt Deutschlands zur Konvention im Jahr 2013 findet sich auch Mecklenburg-Vorpommern in der umfangreichen Liste des Immateriellen Kulturerbes wieder.

Im April 2021 ist eine neue Runde gestartet, bei der ausgewählte Projekte in die bundesweite Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden können. Derzeit umfasst diese Liste 126 Einträge, aus Mecklenburg-Vorpommern sind es elf.

„Das Immaterielle Kulturerbe steht für Traditionen, die für einen Landstrich und seine Menschen prägend sind. Handwerke, Fähigkeiten, künstlerische Darstellungsformen, die es in dieser Art und Weise nur dort gibt“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „In Mecklenburg-Vorpommern gibt es davon eine ganze Menge, wie zum Beispiel die Zeesboote in der Vorpommerschen Boddenlandschaft, die typischen Holztüren auf Fischland Darß Zingst oder den Martensmann im Nordwesten des Landes.“

Jüngstes Beispiel für Mecklenburg-Vorpommern ist die erfolgreiche gemeinsame Bewerbung des CRYPTONEUM Legenden-Museum Rostock und des Sagen- und Märchenstraße M-V e. V. mit der Vielfalt des Sagen- und Märchenerzählens in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Tradition ist jetzt Teil der Liste der guten Praxisbeispiele des bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland.

Zivilgesellschaftliche Gruppen können Vorschläge zur Aufnahme in das Verzeichnis machen. Es besteht die Möglichkeit, eine Kulturform für das bundesweite Verzeichnis oder ein Modellprogramm für das Register Guter Praxisbeispiele der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes vorzuschlagen.

Die Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe rückt ein Projekt bzw. eine Tradition in den Fokus der Öffentlichkeit, ist aber auch eine Auszeichnung für die in den meisten Fällen ehrenamtlich Tätigen, die sich für die Erhaltung engagieren.

„Viele alte Kunstformen oder Traditionen wären schon längst in Vergessenheit geraten, wenn nicht viele Menschen in ihrer Freizeit und mit all ihrem Engagement sich für die Erinnerung und die Erhaltung einsetzen würden“, so Martin. „Ich freue mich auf gute Bewerbungen aus Mecklenburg-Vorpommern und hoffe, dass unser Bundesland auch künftig zahlreich in der bundesweiten Liste des Immateriellen Kulturerbes vertreten sein wird.“

Bis zum 30. November 2021 können sich wieder Projekte und Kulturinitiativen für die Aufnahme in die bundesweite Liste bewerben. Die Bewerbungen können an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gerichtet werden.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sind auch auf den Internetseiten der Deutschen UNESCO-Kommission zu finden.

Kunst-Wettbewerb KlimaSichten

Schwerin – Am 1. Mai 2021 startet der siebte landesweite Klimaschutzwettbewerb des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Unter dem Motto „KlimaSichten – Mit Weitblick in die Zukunft“ geht es erneut um eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Klimaschutz und Klimawandel.

Prominenter Unterstützer des Wettbewerbs ist der in Rostock geborene und in Mecklenburg lebende Schauspieler Hinnerk Schönemann („Nord bei Nordwest“). Er übernimmt bereits zum dritten Mal die Schirmherrschaft und begründet dies: „Es ist beeindruckend, wie viel Bewusstsein und Einsatz für den Klimaschutz gerade die Kinder und Jugendlichen in diesem kreativen Wettbewerb zeigen. Als Schirmherr des Wettbewerbs möchte ich die Menschen ermutigen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und mitzumachen.“

„Im vergangenen Jahr haben wir einen sehr bemerkenswerten Wettbewerb erlebt“, resümiert Energieminister Christian Pegel. „Die große Altersspanne – die jüngste Teilnehmerin war vier und die älteste über 80 Jahre alt – hat uns dabei gezeigt, wie sehr der Schutz des Klimas und der Klimawandel die Menschen generationenübergreifend bewegt. Wir möchten in diesem Jahr über den Wettbewerb den öffentlichen Dialog mit den Menschen fortsetzen und sie wieder mit ihren Botschaften und kreativen Ideen zu Wort, Bild und Klang kommen lassen.“

Teilnehmen können Einzelpersonen und Gruppen (z.B. Schulklassen) mit Beiträgen in den Kategorien Malerei/Grafik, Plakat/Collage, Kurzfilm und einer offenen Kategorie für künstlerische Werke unterschiedlicher Art. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. August 2021. Zu gewinnen sind Preisgelder von insgesamt 15.000 Euro.

Die besten Beiträge werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt: Nach einer Vorauswahl prämiert eine Experten-Jury die Preisträgerinnen und Preisträger in den verschiedenen Kategorien. Unterschieden wird jeweils zwischen Beiträgen von Erwachsenen und denen von Kindern und Jugendlichen. Bei der Bewertung steht neben den künstlerischen Aspekten der thematische Bezug zum Klimaschutz und Klimawandel im Vordergrund.

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es online unter

https://klimasichten.de/.

Durch die Wettbewerbsbeiträge der vergangenen Jahre können Sie sich hier klicken:

http://www.klimaschutzaktionen-mv.de/Blickpunkte/Klimaschutzwettbewerb-2020/

Medienkompetenzpreises MV 2021

Geue: Medienkompetenz ist so wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen

Rostock – Das Filmfestival im Stadthafen in Rostock (FiSH) beginnt heute mit der Verleihung des Medienkompetenzpreises MV 2021. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue, betonte anlässlich der Eröffnung in seiner Videobotschaft die Bedeutung von Medienkompetenz bei uns im Land.

„Medien gehören zu unserem Alltag. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu verstehen und sinnvoll zu nutzen. Es ist zunehmend schwieriger, mit seriösen Quellen recherchierte Meldungen von Fake News zu unterscheiden. Deswegen wollen wir Medienkompetenz von klein auf stärken. Wir fangen damit schon im Kitaalter an. Trotz der Erschwernisse durch die Corona-Pandemie haben sich 57 qualitativ hochwertige Projekte aus MV beworben. Gratulation an die Sieger und Kompliment an alle die mitgemacht haben,“ betonte der Staatssekretär in seiner Begrüßung.

Der Medienkompetenz-Preis Mecklenburg-Vorpommern wird zusammen mit der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet und prämiert Medienbildungsprojekte in M-V. Er gehört seit 16 Jahren fest zum Programm des Filmfestivals.

Geue weiter: „Ich bin von der mit viel Herzblut und Engagement durchgeführten Arbeit der Medienpädagoginnen und Pädagogen beeindruckt. Das Land plant, diese Arbeit durch die Etablierung eines Medienkompetenzzentrums, das eng mit den Medienwerkstätten im ganzen Land zusammenarbeiten soll, zu stärken.“

Erinnerungszeichen erhält Design-Preis

Martin: Großartige Auszeichnung für wichtiges Gedenkzeichen

Schwerin – Das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution 1989, die Installation „Perspektiven zur Freiheit“ in Waren, hat den renommierten Designpreis „iF DESIGN AWARD“ erhalten. Eine internationale Jury, bestehend aus 98 Expertinnen und Experten, hat die beiden Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper ausgezeichnet. Fast 10.000 Beiträge waren für die Preise eingereicht, rund 1.700 wurden in neun Kategorien ausgezeichnet.

„Ich gratuliere den beiden Künstlern sehr herzlich zu diesem international renommierten Designpreis“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Sie haben die Jury mit ihrem künstlerischen Konzept für das Erinnerungszeichen an die Friedliche Revolution von 1989 in Waren überzeugt. Ich freue mich besonders darüber, dass dieses für unser Land so wichtige Gedenkzeichen an die Friedliche Revolution solch eine hohe Auszeichnung erhält. Es zeigt einmal mehr, wie Kunst und Erinnerung zusammenwirken können. Das gelingt dieser Installation hervorragend. Sie weckt Neugier, bietet Information und Austausch, lädt im öffentlichen Raum zum Erinnern ein und eröffnet `Perspektiven zur Freiheit´.“

Im Oktober 2020 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Waren das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution von 1989 „Perspektiven zur Freiheit“ an die Öffentlichkeit (Link zu Bildergalerie) übergeben. In Waren fand 1989 die erste Montagsdemonstration auf dem Gebiet des heutigen Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Mit einem Gang von der St.-Georgen-Kirche zur St.-Marien-Kirche dokumentierten an diesem Tag rund 400 Menschen mit Kerzen in den Händen ihren Willen zur friedlichen Veränderung.

Die iF Design Foundation besteht seit 2018 und ist als gemeinnützige Stiftung die Nachfolgerin des 1953 gegründeten iF Industrie Forum Design e. V. Die Stiftung vergibt jährlich international renommierte Preise an herausragende Projekte, die Design und soziale Verantwortung verbinden.

Im Anhang finden Sie Fotos des Erinnerungszeichens, die zur redaktionellen Benutzung unter Angabe der Fotografen Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper frei sind.

Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Insel Rügen – Das Land wird mit einem symbolischen Euro einen Teil des historischen Gebäudekomplexes in Prora kaufen und dort ein Bildungs- und Dokumentationszentrum aufbauen. Der Landtag hat heute dem Kauf des Gebäudeteils „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage zugestimmt. Nach einer umfangreichen Sanierung wird das Land dort ein neues Bildungs- und Dokumentationszentrum errichten, in dem sich Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger über die vielschichtige Geschichte Proras in der NS-Zeit und in der DDR informieren können. Die Ausstellung soll sich sowohl an Touristen als auch an Einheimische richten.

„Es ist wichtig, dass der Gebäudekomplex in Prora nicht allein Erholungsort für Urlauber ist, sondern dass an diesem historisch vielschichtigen Ort auch Raum für Erinnerung und Bildung geschaffen wird. Gerade für die junge Generation ist die Auseinandersetzung mit diesen schwierigen Kapiteln der deutschen Geschichte sehr wichtig. Ich freue mich, dass zukünftig sowohl Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern als auch die Klassen, die in der benachbarten Jugendherberge Zeit verbringen, in dem neuen Bildungs- und Dokumentationszentrum sich aktiv mit ihrer Geschichte auseinandersetzen können. Unsere gemeinsame Verantwortung ist es, alles dafür zu tun, dass es in Deutschland nie wieder zu einer Diktatur kommt“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

„Die Entscheidung des Landtags ist ein starkes Signal für die Bildungsarbeit der dort ansässigen Vereine ‚Prora-Zentrum‛ und ‚Dokumentationszentrum‛. Sie werden nun bessere Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit erhalten. Für das große Engagement und die geleistete Erinnerungsarbeit danke ich den Mitgliedern der beiden Vereine sehr herzlich“, sagte Martin. Mit dem Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums werde diese Arbeit größere Aufmerksamkeit erfahren.

Der Kaufpreis für den Gebäudeteil „Kamm 7 und Liegehalle“ beträgt 1 Euro zuzüglich Notarkosten. Für die Sanierung stellen Land und Bund jeweils 6,85 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ministerin dankte darüber hinaus den Bundestagsabgeordneten des Landes, die sich in Berlin für dieses wichtige Projekt eingesetzt haben, und allen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren unermüdlich für die Realisierung eingesetzt haben.

Für die Nutzung ist eine Konzeption erstellt worden. Auf fünf Etagen sollen jeweils rund 350 Quadratmeter Nutzfläche für Ausstellungen, Bibliothek/Mediathek, Seminar- und Büroräume zur Verfügung stehen. Der Gebäudekomplex von 1937 und 1939 wurde durch das NS-Regime errichtet, jedoch nie für die vorgesehenen massentouristischen Zwecke fertiggestellt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier provisorische Notunterkünfte, ein Lazarett und militärische Ausbildungsstätten eingerichtet. Von 1940 bis 1942 wurden in Prora Polizeibataillone auf ihren mörderischen Einsatz gegen Partisanen und Juden ausgebildet.

Zu DDR-Zeiten wurde das Ensemble durch die Rote Armee und die Nationale Volksarmee genutzt. Prora wurde damit zum unzugänglichen Sperrgebiet. In den 1980er Jahren waren hier auch tausende Bausoldaten stationiert, die beim Bau des Fährhafens Mukran mitwirkten.

Nach der Deutschen Einheit wurden vier der fünf Blöcke an Investoren verkauft. Im Block V ist die Jugendherberge Prora errichtet worden. Nach den Plänen des Landes soll in unmittelbarer Nachbarschaft das Bildungs- und Dokumentationszentrum entstehen.

Konzerte im Festjahr #JLID2021

Jüdische Gemeinden erhalten Zuwendung für Konzertprojekte im Festjahr #JLID2021

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister übergab jetzt an den Vorsitzenden des jüdischen Landesverbandes M-V, Valeriy Bunimov einen Förderbescheid über 11.000 Euro und informierte darüber, dass das Bundesjazzorchester sowie das Ensemble Ginzburg Dynastie nach Mecklenburg-Vorpommern kommen werden.

„Das Jahr 2021 ist ein sehr wichtiges Jahr. Wir gedenken 1.700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland. Der Wert dieses Jubiläums soll einem möglichst breiten Spektrum der Gesellschaft nähergebracht werden. Der Landesverband der jüdischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommern plant daher zwei Konzerthighlights, die wir als Landesregierung gern unterstützen. Anlässlich des Festjahres ‚321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘ soll zum einen das Ensemble Ginzburg Dynastie in unser Land kommen. Das zweite Konzerthighlight wird das Bundesjazzorchester im Schlossinnenhof des Landtags unter dem Titel ‚Klingende Utopien‘ werden.

Über beide Vorhaben freue ich mich sehr und denke, dass viele hier im Land sich ebenso freuen werden. Wir unterstützen die beiden Auftritte mit insgesamt 11.000 Euro für anfallende Kosten von Anreise bis Aufführungsgebühren. Die beiden Konzerte mit den vielen großartigen Künstlerinnen und Künstlern werden ein wichtiges Zeichen unseres Zusammenlebens in Toleranz und gegenseitigem Respekt setzen, dem Kernanliegen des Festjahres“, sagt Justizministerin Katy Hoffmeister in Schwerin zur Übergabe des Zuwendungsbescheids an den Landesverband der jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ministerin ist auch zuständig für Religionsangelegenheiten.

Bau des Archäologischen Landesmuseums

Land und Hansestadt Rostock schließen Kooperationsvereinbarung ab

Rostock – Finanzminister Reinhard Meyer und der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen haben heute im Stadthafen der Hansestadt die Zusammenarbeit beim Bau des Archäologischen Landesmuseums besiegelt. Die Stadt will sich an den erwarteten Baukosten von 55 Mio. Euro mit 15 Mio. Euro beteiligen.

Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung kann das Land nun mit der weiteren Planung beginnen und bereitet derzeit den Architekturwettbewerb vor. Dabei steht der Standort des Landesmuseums bereits fest: Eine Fläche in der Warnow im Bereich des Christinenhafens.

Grundlage für die weitere Planung ist eine Nutzfläche von etwa 3.600 Quadratmetern, auf der neben den musealen Flächen, den Büro- und Servicebereichen auch Tagungsmöglichen sowie ein Café eingerichtet werden sollen. Ein Preisgericht, das über die besten Entwürfe entscheiden soll, wird voraussichtlich noch Ende dieses Jahres tagen.

Nicht zuletzt wegen der in Rostock 2025 stattfindenden Bundesgartenschau wird der Beginn des Hochbaus nicht vor dem Jahr 2026 beginnen. 2030 könnten die Bauarbeiten dann abgeschlossen sein.

Finanzminister Reinhard Meyer: „Mit dem Archäologischen Landesmuseum bekommt die Hansestadt Rostock einen weiteren Leuchtturm. Und seine Strahlkraft wird über die archäologischen Ausstellungen und das kulturelle Erbe des Landes hinausgehen, denn auch städtebaulich und gestalterisch erwartet uns ein Highlight. Wie das Guggenheim-Museum in Bilbao oder die Oper in Oslo wird das Landesmuseum künftig die Silhouette der Hansestadt bereichern. Auf die ersten Entwürfe der Architekten können wir daher schon sehr gespannt sein.“

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen: „Das Museum an einem der attraktivsten Plätze in unserer Hanse- und Universitätsstadt soll ein Achtungszeichen setzen für unser ganzes Land. Als Kombination von Archivierung, Wissensvermittlung und Forschung wird es viele Geschichten erzählen und auch zeigen können. Aktuell werden Exponate zur Geschichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Moesgaard Museum in Aarhus ausgestellt. Dies soll bald auch hier im Land in einem repräsentativen Rahmen möglich sein. Ich danke der Landesregierung, unserer Universität Rostock und dem Freundeskreis Archäologisches Landesmuseum für ihr großartiges Engagement!“