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Kategorie: LK Vorpommern-Rügen

250. Geburtstag C. D. Friedrich

Schwesig: Mit Caspar David Friedrich feiern wir seinen 250. Geburtstag

Greifswald – Auf dem Festakt zum 250. Geburtstages des Malers Caspar David Friedrich im Pommerschen Landesmuseum hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die enge Verbindung zwischen Caspar David Friedrich und Vorpommern herausgestellt.

„Ohne Greifswald, ohne die Klosterruine Eldena, ohne die Kreidefelsen, die Insel Rügen und das Licht über der Ostsee wäre die Malerei von Caspar David Friedrich eine völlig andere. Man kann unser Land in Caspar David Friedrich wiedererkennen und umgekehrt.“

Die Ministerpräsidentin dankte der Stadt Greifswald und allen Engagierten für das Jubiläumsjahr und hob besonders das Pommersche Landesmuseum hervor: „Es ist ein Glück, das wir das berühmte Bild der Kreidefelsen in diesen Wochen bei uns in MV sehen können.“ Viele Menschen seien in diesem Jahr wegen Caspar David Friedrich nach Greifswald gekommen.

„Wir haben in diesem Jubiläumsjahr die Chance genutzt, im In- und Ausland mit unserem kulturellen Reichtum für unser schönes Land Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Kultur ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in MV.“

Kultur sei in vieler Hinsicht eine Bereicherung. Schwesig: „Kultur verbindet uns mit unserer Geschichte, mit unserer Region, mit unseren Wurzeln. Gleichzeitig ist Kultur unsere Chance, einen neuen Blick auf die Welt zu werfen.“

Ohne Kunst kein Fortschritt, hob die Regierungschefin hervor. „Außerdem gilt: Demokratie braucht Kultur, und Kultur braucht Demokratie. Denn Kultur ist auch Ausdruck freien Denkens, freien Redens und kritischer Diskussion.“

Am frühen Abend hat die Ministerpräsidentin eine Rede auf dem Bürgerfest zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich gehalten. „Mit Caspar David Friedrich feiern wir unser kulturelles Erbe. Wir alle sind ein bisschen romantisch“, sagte Schwesig auf dem Greifswalder Marktplatz. „Mindestens, wenn wir uns verlieben. Oder wenn wir eine dieser wunderbaren Landschaften sehen, die Caspar David Friedrich gemalt hat.“

Start neuer Regiobuslinie in M-V

Jesse: Mobilität im ländlichen Raum stärken

Sanitz – Staatssekretärin Ines Jesse gab am Dienstag (03.09.) den Startschuss für die neue landkreisübergreifende Regiobuslinie MV 320 auf der Strecke Sanitz – Marlow – Bad Sülze – Tribsees der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR).

Bei einer gemeinsamen Pressefahrt mit Landrat Dr. Stefan Kerth vom Landkreis Vorpommern-Rügen, Landrat Sebastian Constien vom Landkreis Rostock, Daniel Bischof, dem Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und Ulrich Sehl, dem Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR), wurde die Regiobuslinie MV in Betrieb genommen.

Damit wurde ein bedeutender Schritt zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in den beiden Landkreisen und in der Umsetzung der Mobilitätsoffensive des Landes unternommen. Die Linie ist im Vorlaufbetrieb für die 2025 kommende verlängerte Regiobuslinie 320 Sanitz – Marlow – Tribsees – Grimmen – Greifswald gestartet worden und ist neben Sternberg – Güstrow die zweite landkreisübergreifende Regiobuslinie MV der Mobilitätsoffensive.

Ines Jesse, Staatssekretärin für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, sagte: „Im Landkreis Vorpommern-Rügen ist die Regiobuslinie 320 die zweite Regiobuslinie und insgesamt im Land die siebte Linie des Regiobus MV seit Start im Dezember 2023. Die neue Regiobuslinie, die unter anderem die Orte Sanitz, Marlow, Bad Sülze und Tribsees verbindet, ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Mobilität und Vernetzung im Landkreis Vorpommern-Rügen und damit in Mecklenburg-Vorpommern. Dies soll mit der Verlängerung nach Greifswald im kommenden Jahr noch weiter ausgebaut werden. Ebenfalls in diesem September wurden zwei weitere Regiobuslinien im Landkreis Nordwestmecklenburg eingeführt – betrieben von NAHBUS führen die Strecken von Grevesmühlen über Boltenhagen nach Weiße Wiek sowie von Wismar über Neukloster nach Blankenberg. Alle neu eingeführten Regiobuslinien werden durch die Richtlinie ´TaktbusÖPNVRL´ vom Land gefördert.“

Bisher gab es auf der Relation Sanitz – Marlow – Bad Sülze – Tribsees keine durchgebundene Linie, sondern nur ein geringes und gebrochenes Angebot der Linien 320 und 120. Mit der neuen VVR-Linie 320 wird ein neues ganzjähriges täglich durchgebundenes Angebot im 2-Stundentakt zwischen 5 – 22 Uhr geschaffen. Die Regiobuslinie 320 fährt von Sanitz ZOB nach Tribsees Wendeplatz und wieder zurück. In Sanitz wird an den Schienenpersonennahverkehr (RB11) und u.a. in den Orten Marlow, Bad Sülze und Tribsees an den weiteren Regionalverkehr, wie z. B. weiter nach Grimmen und Greifswald, angebunden. 2024 wird die VVR durch REBUS als Subunternehmer am Wochenende unterstützt.

Landrat Dr. Stefan Kerth: „Mit der Regiobuslinie 320 und der Erweiterung des Rufbusangebotes wird die Lebensqualität im ländlichen Raum verbessert. Der Landkreis Vorpommern-Rügen finanziert ein ÖPNV-Angebot, das Bewohnern und Besuchern eine komfortablere und umweltfreundlichere Mobilitätslösung bietet.“

Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, betonte: „Zusätzlich zur Linie 320 baut die VVR Schritt für Schritt weiter ihr Rufbussystem im gesamten Landkreis aus, den ´VVR-Surfer´ als regionalen Bestandteil des Rufbus MV auf. Der Rufbus MV ist Teil der Mobilitätsoffensive ´MV fährt gut´ des Landes Mecklenburg-Vorpommern und erweitert künftig das ÖPNV-Angebot in Vorpommern-Rügen gerade im ländlichen Raum. Das Land hat 2023 mit der Einführung eines landesweiten Busnetzes begonnen, die Verkehrsunternehmen beim Ausbau der Regiobuslinien und Rufbussyteme finanziell zu unterstützten. Die gut vernetzte Linie 320 und der flexible VVR-Surfer-Rufbus sind in der touristisch beliebten Urlaubsregion attraktiver Teil der vom Land geförderten klimafreundlichen Mobilitätsangebote.“

Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) Ulrich Sehl: „Ich freue mich mit der Einführung der durchgehenden Regiobuslinie 320, ein seit längerem geplantes Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Damit bietet die VVR ein attraktives Angebot auf dieser umstiegsfreien Relation, welches hoffentlich von den Fahrgästen gut angenommen wird. Die damit verbundene Fahrzeitverkürzung von bis zu 15 Minuten unterstreicht die Attraktivität dieses Angebotes, welches eine ganzjährige Ausweitung und Verdichtung des Fahrplanes beinhalten.“

Das Wirtschaftsministerium unterstützt über die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern das Vorhaben aus Landesmitteln. Für die gesamte Regiobuslinie 320 Sanitz – Marlow – Tribsees – Grimmen – Greifswald stehen dem Landkreis vorrausichtlich gemäß der „TaktbusÖPNVRL“ eine Höhe an Fördermitteln von ca. 1,1 Millionen Euro pro Jahr zu. Gefördert werden die Regiobus MV-Fahrten mit 2,05 € pro Kilometer.

Den Fahrplan für die Regiobuslinie 320 finden Sie hier.

Die landesweite Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ für Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt alle Änderungen des neuen Fahrplans. Die kostenlose App des Landes enthält alle Fahrplandaten des ÖPNV in M-V und steht für Android und iOS zur Verfügung (www.fahrplanauskunft-mv.de).

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt im Rahmen seiner Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern finanzielle Zuwendungen für den Aufbau, die Vorhaltung und den Betrieb kommunaler Regio- und Rufbussysteme als Bestandteil des landesweiten Busnetzes unter Beachtung von festgelegten Qualitätskriterien.

Trainingsort für Jagdhunde

Schwarzwildgatter eröffnet

Hohenbarnekow – Heute hat Forstminister Dr. Till Backhaus das Schwarzwildgatter in Hohenbarnekow (Landkreis Vorpommern-Rügen) wiedereröffnet. Das ca. fünf Hektar große Gatter befindet sich im Landschaftsschutzbiet Hellberge, einem der ältesten Landschaftsschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Sturmschäden, erhöhte Sicherheitsanforderungen mit Blick auf die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest haben die Baumaßnahmen notwendig gemacht.

„Ich freue mich sehr, dass das Schwarzwildgatter nach anderthalbjähriger Bauzeit wieder voll funktionsfähig ist und den neuesten Standards entspricht. Dieser Ort hat eine große Bedeutung für die Schwarzwildbejagung und somit für die Seuchenprävention und -bekämpfung. Unerlässlich sind dabei gut ausgebildete und im Umgang mit dem wehrhaften Schwarzwild erfahrene Jagdhunde. Ein Schwarzwildgatter bietet dem Hundeführer die Möglichkeit, seinen treuen Begleiter auf seine nicht ungefährliche Aufgabe vorzubereiten und damit den Hund vor möglichen Verletzungen bei der tatsächlichen Jagd zu schützen.

Der Hundeführer lernt, wie sich sein Jagdhund am Schwarzwild verhält und kann dessen jagdlichen Einsatz so steuern, dass er effizient jagt, ohne selbst zu Schaden zu kommen. Die Hunde werden gezielt für die Schwarzwildjagd eingearbeitet. Sie erlernen hier unter anderem das Suchen, Finden, Folgen, in Bewegung bringen und Laut geben. Der Hundeführer kann somit den jagdlichen Einsatz besser steuern“, sagte Backhaus.

Seit der Ersteröffnung im Jahr 2013 haben rund 2.800 Hunde an mehr als 3.500 Übungen teilgenommen. Insgesamt wurden mehr als 100.000 Euro aus der Jagdabgabe für die laufenden Betriebskosten des Gatters an den Landesjagdverband ausgezahlt. Nimmt man die Kosten für die Errichtung und den Neubau hinzu, wurden circa 310.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Besonders danke ich dem Ehepaar Steffenhagen, das seit mehr als zehn Jahren das Gatter ehrenamtlich betreibt. Zum Team gehören außerdem Mario Freitag, Marco Dettmann und Frank Hase. Ohne sie wäre das hier nicht möglich. Ich hoffe sehr, dass das Schwarzwildgatter noch eine lange Zukunft vor sich hat und künftig von Wetterquerelen verschont bleibt“, ergänzte der Minister.

Trainingszentrum der Polizei eingeweiht

Der umgebaute Gebäudekomplex ermöglicht ein modernes Einsatzbezogenes Training der Polizei

Stralsund – Finanzminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel haben heute mit einer symbolischen Schlüsselübergabe das neue Zentrum für das Einsatzbezogene Training (ETR) der Polizei in Stralsund offiziell eingeweiht. An der Veranstaltung nahmen auch MdL Thomas Würdisch, Polizeipräsident Thomas Dabel und Stephan Aufdermauer, Leiter des für die Baumaßnahme zuständigen Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) Greifswald, teil.

Nach einer Bauzeit von knapp drei Jahren und mit einer Gesamtinvestition von rund 2,95 Millionen Euro bietet das Zentrum auf einer Nutzfläche von ca. 582 Quadratmetern hochmoderne Trainingsmöglichkeiten. Die Baumaßnahme wurde in zwei Bauabschnitten durchgeführt und umfasste unter anderem die Herrichtung der Trainingshalle sowie die Sanierung und den Umbau des Hauptgebäudes inklusive Dachgeschossausbau. Etwa 85 % der beauftragten Firmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Der Gebäudekomplex gliedert sich in das Haupthaus, den Verbinder und die Trainingshalle. Die Trainingshalle wurde durch bauliche Anpassungen auf die speziellen Bedürfnisse der Polizeiausbildung zugeschnitten. Im Haupthaus wurden realitätsnahe Trainingswohnungen eingerichtet, die mit modernster Technik ausgestattet sind, darunter Kameras, Beschallungsanlagen und besondere Lichttechnik. Diese Anpassungen ermöglichen ein realitätsnahes Training, das optimal auf die Anforderungen des Polizeialltags zugeschnitten ist.

Für die Be- und Entlüftung einzelner Bereiche wurde ein kombiniertes Zu- und Abluftgerät mit Wärmerückgewinnung ausgeführt. Auf dem Hallendach wurde eine PV-Anlage mit 78 Modulen und einer Gesamtnennleistung von rund 32,0 kWp errichtet. Die Photovoltaikanlage erzeugt einen voraussichtlichen jährlichen Ertrag von 32.200 kWh, der vollständig zur Eigenversorgung genutzt wird.

Finanzministers Dr. Heiko Geue: „Für unsere Polizei sind gute Trainingsmöglichkeiten wichtig. Ich freue mich, dass diese nun auf dem neuesten Stand sind und wir dabei auch nachhaltige Akzente gesetzt haben. Mit der Installation der Photovoltaikanlage und den Maßnahmen zur Energieeffizienz leisten wir einen weiteren Beitrag zum nachhaltigen Bauen in unserem Land.“

Innenminister Christian Pegel: „Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem modernen Zentrum Trainingsmodule der Schutz-, Kriminal-, Wasserschutzpolizei für gut 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Halbjahr werden anbieten können. Das Einsatztraining ist für unsere Polizistinnen und Polizisten ein elementarer Bestandteil der Aus- und Fortbildung, da dadurch realitätsnahe Übungen von Einsätzen und Taktiken, wie das Eindringen in Räume, das Verhalten bei Vernehmungen, der Abwehr von Messerangriffen sowie weiteren lebensbedrohlichen Einsatzlagen geprobt werden können. Dafür benötigt die Landespolizei entsprechend den realen Bedingungen auch eine moderne Ausstattung.“

Polizeipräsident Thomas Dabel: „Zu den stetig neuen Herausforderungen, die der Polizei gegenüberstehen, gehören auch regelmäßig neue Gefahrensituationen im polizeilichen Alltag. Um unseren eigenen und den Erwartungen der Bevölkerung nach professionellem polizeilichem Handeln in solchen Situationen gerecht zu werden, ist ein moderner, anpassungsfähiger Trainingsbereich eine wichtige Grundvoraussetzung. Das neue ETR-Zentrum bietet der Polizei nun eine Trainingsmöglichkeit auf dem aktuellen Stand der Technik.“

Petra Saal bekommt Holger-Kliewe-Preis 2024

Besondere Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement an der Schule Gingst

Insel Rügen – Petra Saal aus Kartzitz erhielt in diesen Tagen den Holger-Kliewe-Preis 2024. „Die ehemalige Lehrerin für Kunst und Mathematik kann ohne Schule nicht leben“, erklärt Schulleiter André Farin in seiner Laudatio. Sie genieße zwar den Ruhestand mit allen Vorzügen, halte aber immer regelmäßig Kontakt zu Schülern und Lehrern ihrer alten Wirkungsstätte. Dieser reiche über das normale Maß hinaus und war für die Jury der Grund für die Vergabe des Ehrenamtspreises.

Holger Kliewe (2.v.r) überreicht zusammen mit André Farin (1.v.r.) und Martina Zabel (1.v.l.) den diesjährigen Ehrenamtspreis persönlich an die ehemalige Lehrerin Petra Saal (2.v.l.). Foto: Lisa Wurzler
Holger Kliewe (2.v.r) überreicht zusammen mit André Farin (1.v.r.) und Martina Zabel (1.v.l.) den diesjährigen Ehrenamtspreis persönlich an die ehemalige Lehrerin Petra Saal (2.v.l.). Foto: Lisa Wurzler

„In vielen schulischen Bereichen engagiert sich die 69-Jährige und bringt das Schulleben immer wieder mit voran“, lobt André Farin die Arbeit seiner Kollegin. Sie unterstützt die Schüler in den Sport- und Themenwochen und bietet für die Abschlussklassen erfolgreich Nachhilfe in Mathematik an. Zusammen mit ihrem Mann besorgte sie in den zurückliegenden Jahren kostenlos Möbel für mehrere Klassenzimmer und hilft auch immer dann, wenn Not am Mann oder an der Frau ist.

Petra Saal strahlt, als sie von über 300 Schülern und Lehrern mit einem gewaltigen Applaus beglückwünscht wird. Sie wissen meist aus eigener Erfahrung in Inselvereinen, wie wertvoll das Ehrenamt gerade in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur ist. „Ich bin gern an dieser Schule, wo sehr wertvolle pädagogische Arbeit geleistet wird“, meint die Preisträgerin und verspricht, ihren Einsatz in Schule und Förderverein fortzusetzen.

Zu den ersten Gratulanten gehört Holger Kliewe persönlich. „Ich freue mich, dass in diesem Jahr eine Lehrerin ausgezeichnet wird“, sagt der Ummanzer Bürgermeister, der den besonderen Preis der Schule Gingst in jedem Jahr stiftet. Pädagogen wie die Ausgezeichnete hätten schon immer mit Leib und Seele für ihre Schule gebrannt. Er sprach aus eigener Erfahrung, denn er war selbst Schüler in Gingst und bleibt der Bildungseinrichtung unter anderem deswegen sehr verbunden.

Mit dem Audioguide durch Putbus

Kurverwaltung veröffentlicht einen modernen Führer durch Stadt und Park

Insel Rügen – Das gab es bisher noch nicht. Die Kurverwaltung Putbus gab pünktlich zum Fürstengeburtstag am 1. August einen neuen Audioguide für Stadt und Park heraus. „Wir haben uns dazu entschieden, den Bewohnern und Besuchern dieses moderne Angebot zu machen“, erklärt Kurchefin Birgit Lahann die Idee. „Die Neuheit ist eine willkommene Alternative zu den herkömmlichen analogen Führungen und kann jederzeit genutzt werden.“

Die Marketingabteilung knüpft damit an die Ortsgeschichte an, denn Fürst Wilhelm Malte zu Putbus (1783-1854) war Fan der modernen Technik. Er interessierte sich für die neuen Dampfschiffe vor seiner Küste oder die Eisenbahnen in England. Selbst spielte er mit ersten eigenen Fabrikideen im Südosten seiner Insel. Er hätte heutzutage schon längst einen Audioguide unter die Leute gebracht, denn er war äußerst stolz auf die wachsende fürstliche Residenz und den englischen Landschaftsgarten.

Der Putbusser Lehrer und Autor André Farin hat für 30 Stationen geschichtliche und aktuelle Informationen über die Rosenstadt gesammelt und aufgeschrieben. Dabei schaut er auf die Historie der Fürstenresidenz und deren Schlosspark, erzählt mehr über Gebäude, Denkmale und Einmaligkeiten.

Wie etwa das einzige Theater der Insel am Markt, die Romantikerinsel Vilm oder die besonders gelungene Stadtanlage mit dem Circus. „Mit dem einzigen, derart schönen englischen Landschaftsgarten auf Rügen müssen wir noch mehr werben“, meint der Rüganer, der sich seit Jahrzehnten für die Geschichte von Putbus und Rügen interessiert und engagiert.

Die Anwendung des Guides ist denkbar einfach. Die Nutzer scannen mit ihrem Handy nur den QR-Code auf der Kartenrückseite und die Wanderung kann beginnen. Mit individueller Zeiteinteilung, dem vorgeschlagenen oder einen eigenen Weg. Allein, zu zweit oder in gemütlicher Runde und natürlich so oft man möchte. An den in einer Karte gekennzeichneten Standorten hört man sich die gut zwei bis drei Minuten langen Informationen an.

Diese wurden professionell von einem Sprecher eingelesen. Der Inhalt wird ergänzt mit einem Startvideo und passenden Bildern zu den Stationen. Alles wird nur im Browser gespeichert und verbraucht kein Datenvolumen. Nach einer dreimonatigen Produktionszeit der Berliner Firma nubart GmbH ist der digitale Führer eine gelungene Bereicherung im Kurgeschäft.

„Wir sind stolz darauf, den Audioguide einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können“, sagt Bürgermeisterin Beatrix Wilke. Man wolle mit dieser Form der Stadt- und Parkführung zeitgemäß, kurzweilig und informativ das architektonische und gärtnerische Erbe würdigen und bewahren.

Zugleich mache man auf sich und aktuelle Entwicklungen oder Vorhaben aufmerksam, werbe für die junge Stadt und deren Vorzüge als Ort zum Leben. Weitere Informationen zum Audioguide gibt die Kurverwaltung unter 03 83 01 – 431.

50-Millionen-Euro-Feuerwehrprogramm

Erste Tanklöschfahrzeuge überreicht

Schwerin – Innen-Staatssekretär Wolfgang Schmülling hat auf dem Gelände der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz MV (LSBK MV) die ersten zwei von insgesamt 17 Tanklöschgruppenfahrzeugen 3000 (TLF 3000), die im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftsfähige Feuerwehr“ beschafft werden, an die Freiwillige Feuerwehren der Gemeinden Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) und Göhren (Landkreis Vorpommern-Rügen) übergeben.

„Wir sind beim Programm ‚Zukunftsfähige Feuerwehr‘ weiterhin auf Kurs. In diesem zweiten Programmteil werden insbesondere Feuerwehren, die auch überörtliche Aufgaben wahrnehmen, unterstützt. Mit der neuen und modernen Technik stärken wir die Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehren bei ihrer täglichen Arbeit“, sagte Wolfgang Schmülling.

Heute, am 7. August 2024, erhalten zwei weitere Gemeinden je ein TLF 3000 – Hohen Demzin aus dem Landkreis Rostock und Glasin aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg. Es ist geplant, in diesem Jahr noch 14 weitere TLF 3000 zu übergeben.

Die Zuschläge für die Herstellung und Lieferung wurden für die LF 20 an „Rosenbauer Deutschland“ und für die TLF 3000 an die Firma Schmitz Feuerwehrtechnik aus Sachsen-Anhalt vergeben. Die Gemeinden können eine Förderung pro Fahrzeug von 70 bis 80 Prozent erhalten.

Mit dem Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 50 Millionen Euro zur Verbesserung des flächendeckenden Brandschutzes bereit. Mit dem Geld wird insbesondere die Beschaffung moderner Feuerwehrfahrzeuge durch die Gemeinden als Träger des gemeindlichen Brandschutzes gefördert. Dafür stehen zwei Vorhaben im Fokus, bei denen die vom Land organisierte Zentralbeschaffung zu höherer Wirtschaftlichkeit führen soll.

Im bereits abgeschlossenen ersten Projektteil wurden insbesondere für kleine Feuerwehren 265 Tragkraftspritzenfahrzeuge Wasser (TSF-W) beschafft. Der zweite Teil mit der Auslieferung der LF 20 und TLF 3000 wird 2024 fortgeführt.

Auch die Landkreise und kreisfreien Städte haben bereits von dem Förderprogramm profitiert und – basierend auf den Lehren aus dem Großfeuer bei Lübtheen im Sommer 2019 – insgesamt elf geländegängige Tanklöschfahrzeuge speziell für den Waldbrandschutz erhalten.

Nachhaltiges Wirtschaften

Betriebe auf Rügen für nachhaltiges Wirtschaften ausgezeichnet

Insel Rügen – Heute hat Minister Dr. Till Backhaus in Rambin auf Rügen im Rahmen einer feierlichen Urkunden-Übergabe drei neue Partnerbetriebe des Biosphärenreservates Südost-Rügen ausgezeichnet: die Alte Pommernkate Rambin, die Natur-Landbau Zirkow und die Genusslandschaft Rügen.

„Die ausgezeichneten Unternehmen stammen aus unterschiedlichen Branchen wie Beherbergung, Produktion und Naturerlebnis. Sie eint das Ziel, einen minimalen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen und die Region zu einer Modellregion nachhaltigen Wirtschaftens zu entwickeln. Als Botschafter und Multiplikatoren tragen sie die Idee des Biosphärenreservates nach außen. Seit 2011 besteht die Partnerinitiative des Biosphärenreservates Südost-Rügen, die sich für nachhaltiges Wirtschaften in der Region einsetzt.

Mit den drei neuen Mitgliedern wächst die Partnerinitiative im Biosphärenreservat auf nun 29 Mitglieder an. Vor der Auszeichnung der Unternehmen stand ein Zertifizierungsprozess, bei dem die neuen Partner einem Interview und einer Vor-Ort-Kontrolle durch einen Vergaberat unterzogen worden sind. Mit ihrem Engagement leisten alle beteiligten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Hierfür kann man ihnen nicht genug danken“, sagte der Minister.

Während des Treffens informierte die Amtsleiterin des Biosphärenreservates, Cathrin Münster, über die neusten Entwicklungen im Schutzgebiet. Besondere Erwähnung fand das Interreg-Projekt
„Supported by Nature“ (2023 – 2026), in dessen Rahmen neun Ostsee-Biosphärenreservate aus Finnland, Estland, Polen, Dänemark, Schweden und Deutschland Lernorte schaffen. Das Thema lautet „Naturbasierte Lösungen am Beispiel von Feuchtgebieten, Wasserläufen und Riffstrukturen“.

Im Biosphärenreservat Südost-Rügen stehen die Schaffung eines Kleingewässers und einer Riffstruktur im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit Landwirten und weiteren Akteuren bei der Umsetzung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Das Projektvolumen des Biosphärenreservates liegt bei rund 698.500 Euro, insgesamt bei rund 4,4 Millionen Euro.

Das neue Partnerunternehmen Natur-Landbau Zirkow ist ein Mutterkuh-Biobetrieb mit rund 500 Angus-Rindern. Die Schlachtung und Verarbeitung erfolgt standortnah in Stahlbrode, bevor die hochwertigen Erzeugnisse zumeist in den Gaststätten und Hotels der Insel Rügen auf den Tellern der Gäste landen. Futtermittel werden selbst angebaut und müssen nicht extern bezogen werden.

Auch die 2019 gegründete Genusslandschaft Rügen widmet sich der ökologischen Landwirtschaft. Neben dem Anbau von Feldfrüchten wie Lein, Dinkel und Weizen steht auch die Vermarktung der eigenen Produkte wie Bio-Mehle, Öle oder Streuobst-Cider im Vordergrund. Gleichzeitig wird großes Augenmerk auf landschaftsästhetische Aspekte sowie den Schutz von Wildtieren- und Pflanzen gelegt. Die Flächen der Genusslandschaft Rügen befinden sich vorrangig im Raum Putbus.

Schon seit 20 Jahren setzt sich die Alte Pommernkate in Rambin für die Herstellung und den Vertrieb regionaler Produkte ein. Das Unternehmen dient als Bindeglied zwischen örtlichen Produzenten und Konsumenten, es engagiert sich im Rügen Produkte Verein. Über die Jahre sind immer mehr eigene Manufakturen wie etwa eine Nudelmanufaktur, eine Schokoladerie oder eine Fischräucherei hinzugekommen.