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Tag: 12. Dezember 2025

Schulen stärken, Qualität weiter verbessern

Oldenburg: Bildungspolitik braucht einen langen Atem, Kompetenz und Praxiserfahrung

Schwerin – Mit einer klaren Schwerpunktsetzung und einer Vielzahl wirksamer Maßnahmen arbeitet die Landesregierung weiter intensiv daran, die Qualität der Bildung in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken und die Situation an den Schulen zu verbessern. Bildungsministerin Simone Oldenburg betonte im Landtag, dass die Landesregierung diesen Kurs weiterführen werde. „Wir haben so viele Lehrkräfte und unterstützende pädagogische Fachkräfte eingestellt wie noch nie“, sagte Oldenburg. „Bei uns arbeiten heute 1.000 Lehrkräfte mehr als noch vor fünf Jahren. Dennoch sind weitere umfassende Anstrengungen notwendig, um weitere, dringend notwendige Einstellungen vorzunehmen.“

Möglich wurde dies unter anderem, weil das Land die Bewerbungsverfahren beschleunigt und vereinfacht hat. „Von der Bewerbung bis zur Vorlage des Arbeitsvertrages vergehen heute nur noch sechs Wochen“, so die Ministerin. Allein zum Beginn des laufenden Schuljahres hatte das Land 675 neue Lehrkräfte gewonnen. Darüber hinaus beschäftigt das Land heute 195 Alltagshilfen an den Schulen, die Lehrkräfte entlasten und Schülerinnen und Schüler im Schulalltag begleiten – ein Angebot das es vorher nicht gab.

Bei der Gewinnung des Lehrkräftenachwuchses hat Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls Fortschritte erzielt: „Unsere Reform des Referendariats zeigt deutliche Wirkung“, erklärte Oldenburg. „So beschäftigen wir seit 2020 so viele Referendarinnen und Referendare an den Schulen wie seit Langem nicht mehr – 160 mehr als vor 10 Jahren. Hier setzen wir alles daran, uns weiter um zukünftige Lehrerinnen und Lehrer zu bemühen, die an unseren Schulen bleiben.“

Zentrale Elemente der Reform sind:

  • mehr begleiteter Unterricht
  • weniger aufwendige Unterrichtsentwürfe
  • bessere Begleitung und Beratung
  • Abschaffung der Hausarbeit zugunsten einer erweiterten Lehrprobe

Das Land hat auch die Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern völlig neu strukturiert: Statt einer fünfwöchigen Einführung gibt es nun eine dreimonatige Vorqualifizierung und eine vierjährige berufsbegleitende Qualifizierung. „Wir qualifizieren diese Lehrkräfte so gut wie nie zuvor“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Zur Entlastung und Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs hat das Land eine Reihe weiterer Maßnahmen umgesetzt:

  • Erhöhung der Vergütung für Mehrarbeit
  • Einführung von Arbeitszeitkonten,
  • keine Kürzung, sondern frühere und deutlich höhere Gewährung von Altersanrechnungsstunden
  • Sicherung der Möglichkeit zur Teilzeit, auch in Zeiten des Lehrkräftemangels

All diese Punkte verbessern schrittweise die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen ist das Land vorangekommen. Die Abbrecherquote bei Auszubildenden wurde um mehr als drei Prozent gesenkt. Mit einem neuen Konzept zur Beruflichen Orientierung und vielen Praxisangeboten verfolgt das Land das Ziel, Ausbildungsabbrüche weiter zu reduzieren. Zudem hat die Landesregierung die Zahl der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen einschließlich mobiler Teams von 25 auf 61 Stellen mehr als verdoppelt. „Das ist eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler an den Schulen. Auch hier setzen wir alles daran, weitere Fachkräfte zu gewinnen“, so Oldenburg.

Besonderen Wert legt die Landesregierung auf die Stärkung der Grundkompetenzen: „Mehr Deutsch und mehr Mathematik – bis zu 16 Stunden zusätzlich im Laufe der Schulzeit – das ist unser Weg, um die Basiskompetenzen von Kindern nachhaltig zu stärken“, sagte die Bildungsministerin.

„Die Landesregierung lässt in ihren Anstrengungen – trotz der angespannten Haushaltslage – kein bisschen nach. Wir führen Begonnenes fort und bringen weitere Verbesserungen auf den Weg. Bildungspolitik braucht einen langen Atem, Kompetenz und Praxiserfahrung. Wir wissen, wovon wir reden – und wir handeln“, so Oldenburg.

Brücke für Verkehr freigegeben

Jesse: „Ein wichtiger Tag für staugeplagte Bürgerinnen und Bürger“

Waren (Müritz) – Ab heute Freitag, 12. Dezember 2025, fließt der Verkehr auf der B192 in Waren über eine neue Brücke. Die Freigabe markiert den Abschluss der ersten großen Bauphase beim Bau einer zweigeteilten Brücke über die Schienen der Deutschen Bahn. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, sagte heute bei der feierlichen Freigabe: „Ich freue mich sehr, dass wir diese wichtige Lebensader für Waren heute pünktlich und voll im Zeitplan freigeben können. Für die staugeplagten Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist das ein wichtiger Tag.“

Ab sofort können auch Schwerlastfahrzeuge diesen Bereich wieder passieren. Damit ist ein entscheidender Schritt für eine neue und leistungsfähige Passage über die Bahnschienen absolviert. Damit die Abbrucharbeiten an der parallel verlaufenden Brücke, dem sogenannten Südzug, stattfinden können, wird die neue Brücke über eine bauzeitliche Umfahrung in Form einer S-Kurve erreicht. Diese Umfahrung wird im späteren Verlauf wieder zurückgebaut und durch eine begradigte Streckenführung ersetzt.

Im Zusammenhang mit der neuen Bausituation entstehen neue Verkehrsführungen. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende wird eine neue, sichere Führung entlang der Umfahrung eingerichtet. Darüber hinaus entsteht im Bereich der Bushaltestelle „Altstadt“ (Richtungsfahrbahn Teterow) eine provisorische Fußgängerquerung mit Ampel, um eine sichere Querung des Verkehrs zu gewährleisten. Die Haltestelle „Altstadt“ in Fahrtrichtung Teterow wird gleichzeitig wieder in Betrieb genommen. Die Bushaltestelle in Richtung Neubrandenburg wird hingegen nicht mehr angefahren.

Mit der Verkehrsfreigabe wird der Südzug der Bestandsbrücke vollständig gesperrt – sowohl für den Fuß- und Radverkehr als auch für Fahrzeuge. Ein Abbiegen in die Eichholzstraße ist dann ebenfalls nicht mehr möglich. Die Zufahrt zur Mecklenburger Straße bleibt offen und die 12 t-Beschilderung kann erst am Montag, 15. Dezember 2025 vollständig zurückgebaut werden.

Die Baukosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 29 Millionen Euro, diese trägt der Bund. Darin enthalten sind auch anteilige Kosten der Gemeinde, der Versorgungsunternehmen und der DB InfraGO im Rahmen von kreuzungsbedingten Kosten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern trägt bei dieser Maßnahme die Planungskosten.

Zudem unterstützt das Land den Finanzierungsanteil der Stadt Waren an dem Vorhaben im Rahmen der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Vorhaben im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (Kommunale Straßenbauförderrichtlinie) mit einer Zuwendung in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.

Im Januar 2026 werden die Arbeiten auf der Baustelle aus bautechnologischen Gründen weitestgehend ruhen, bevor im Februar die Baufeldfreimachung für die Arbeiten am Südzug beginnen.

Einladung zu Elternsprechstunden

Oldenburg: Wenn wir etwas verbessern wollen, können wir das nur zusammen

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt auch im kommenden Jahr den direkten Austausch mit Eltern fort. Am Dienstag, 13. Januar 2026, lädt sie zu einer digitalen Sprechstunde ein. Am Donnerstag, 15. Januar 2026, folgt dann eine Sprechstunde am Sportgymnasium in Neubrandenburg.

„Ich freue mich auf alle Eltern, die die Gelegenheit nutzen, um mit mir ins Gespräch zu kommen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Besonders interessiert mich, was an den Schulen gut funktioniert und an welchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht. In den Einzelgesprächen können auch persönliche Anliegen angesprochen und geklärt werden. Ich habe schon oft erlebt, dass sich vermeintlich schwierige Probleme durch einen offenen Dialog schnell und unkompliziert lösen lassen.“

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail mit der Angabe des Termins (landesweit oder Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), der teilnehmenden Personen, des Themas und der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de.

  • Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
  • Datum: Dienstag, 13. Januar 2026
  • Zeit: 15:00 Uhr
  • Elternsprechstunde in Neubrandenburg für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
  • Datum: Donnerstag, 15. Januar 2026
  • Zeit: 18:30 Uhr
  • Ort: Schwedenstraße 22, 17033 Neubrandenburg

Einladung zum Bürgerdialog

Drese lädt zum offenen Austausch nach Ribnitz-Damgarten

Ribnitz-Damgarten – Regelmäßig reist Sozialministerin Stefanie Drese in die verschiedenen Landkreise und kreisfreien Städte, um direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Unter dem Titel „Was muss Politik jetzt leisten?“ lädt die Ministerin am kommenden Dienstag, den 16. Dezember, nun Interessierte in das Begegnungszentrum in Ribnitz-Damgarten ein, um mit ihnen zu diskutieren, Fragen zu beantworten und wichtige politische Vorhaben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Sport vorzustellen.

„Dieses Format hat sich aus meiner Sicht in der Vergangenheit bewährt und ich schätze den lebendigen Austausch auf Augenhöhe sehr“, betonte Drese im Vorfeld. Sie habe den Eindruck, dass viele Bürgerinnen und Bürger noch immer Hemmnisse hätten, mit ihren Anliegen direkt an das Ministerium heranzutreten. „Das wollen wir mit dem Bürgerforum ändern, denn Politik lebt von der Möglichkeit zur Beteiligung“, unterstrich die Ministerin.

Drese hofft deshalb erneut auf eine rege Teilnahme – dieses Mal in Ribnitz-Damgarten. „Denn gerade in herausfordernden Zeiten ist es mir wichtig, miteinander statt übereinander zu sprechen. Ob Krankenhausreform, Pflege, Sportförderung oder zu jedem anderen Bereich unseres Ministeriums: Ich freue mich auf viele Anregungen, kritische Fragen und konstruktive Gespräche“, so Drese.

Das Bürgerforum in Ribnitz-Damgarten findet im Begegnungszentrum in der G.-A.-Demmler Straße 6 statt und beginnt am Dienstag, den 16. Dezember 2025 um 17:00 Uhr. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Aus organisatorischen Gründen wird deshalb um Anmeldung unter https://t1p.de/LRVO_RD, per Telefon (0385 588 19004) oder per Mail an pressestelle@sm.mv-regierung.de gebeten. Auch Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung beizuwohnen.