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Tag: 23. Dezember 2025

2,274 Millionen Euro für Sanierung der Schweriner Schelfkirche

Schwerin – Letzter Termin vor Weihnachten: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,274 Millionen Euro für die Sanierung des Daches der Schweriner Schelfkirche an die Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai übergeben. Die Mittel stammen aus von anderen Bundesländern nicht in Anspruch genommenen Geldern aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ des Bundes.

„Die Schelfkirche ist Teil des UNSECO-Weltkulturerbes Residenzensemble Schwerin. Daraus resultiert eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieses Baus. Das Dach der Kirche muss dringend saniert werden. Dazu hat die Kirchengemeinde St. Nikolai bereits Spenden gesammelt. Dafür bin ich allen Unterstützerinnen und Unterstützern sehr dankbar. Ich freue mich, dass es kurzfristig möglich war Gelder aus der Städtebauförderung für dieses Vorhaben freizumachen. Damit kann die Dachkonstruktion der Kirche erneuert werden“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Besuch der Schelfkirche, die zu den wichtigsten Barockkirchen des Landes zählt.

Schwesig dankte allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den kommenden drei Tagen bei den Weihnachtsgottesdiensten im Land tätig sind. „Für viele Menschen gehört der Besuch eines Gottesdienstes zu Weihnachten einfach dazu. Ich selbst werde am Heiligabend mit meiner Familie einen Gottesdienst im Schweriner Dom besuchen. Wir sollten uns bewusst sein, dass all diese Gottesdienste nur stattfinden können, weil sich viele Menschen in der Kirche engagieren – ob als Pastorin oder Pfarrer, Mitglied des Kirchenchores oder Mitwirkende im Krippenspiel. Ihnen allen gebührt unser Dank.“

Hindernisfreie Wege für alle

Belegungsstärkstes Schullandheim in MV baut Barrieren ab

Schwerin – Mehr als 8000 Kinder und Jugendliche besuchen jährlich das vom Caritasverband betriebene Schloss Dreilützow (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Als gemeinnütziges Schullandheim aber auch als Bildungs- und Begegnungszentrum bietet es Raum für Klassenfahrten, für das Entfalten sozialer Kompetenzen und für vielfältige Angebote der Erlebnispädagogik. Bisher jedoch waren die die Wege, das Gutshaus und der Schlossgarten nicht barrierefrei und damit nicht für alle zugänglich. „Mit einer Landesförderung in Höhe von 50.000 Euro wollen wir das nun ändern“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese, die den entsprechenden Zuwendungsbescheid persönlich übergab.

Die vorhandene Wegestruktur sei zuletzt zu einem immer größeren Hindernis geworden, erklärte die Ministerin. „Wassergebundene, unbefestigte Wege sind immer weiter zugewachsen und ließen sich bei Regen kaum noch sicher begehen. Schon mal gar nicht von Menschen, die auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen sind“, schilderte Drese das Problem. Eine Aufarbeitung und Verfestigung der Wegestruktur soll deshalb langfristig Abhilfe schaffen.

Begleitet wird das Projekt durch Jugendliche des Hauses, die Interesse an den Umbauarbeiten gezeigt haben und eigene Erfahrungen sammeln wollen. „Das zeigt aus meiner Sicht exemplarisch, wie wichtig Einrichtungen wie das Schloss Dreilützow sind, um auch jungen Menschen Raum zu geben, sich zu entfalten und auszuprobieren“, unterstrich Drese.

Aber auch Erwachsene profitieren von der besseren Infrastruktur. So bietet das Schloss regelmäßig gemeinnützige Veranstaltungen an und ermöglicht mit seinem integrierten Bildungs- und Begegnungszentrum ehrenamtlich Tätigen, Gruppen aus dem kulturellen oder sozialen Bereich und Menschen aus dem Ort die Möglichkeit, zusammenzukommen. „Dass das künftig nicht mehr an körperlichen Einschränkungen scheitert, ist ein enormer Gewinn für die Teilhabe und das gesellschaftliche Leben vor Ort“, zeigte sich die Ministerin sicher.

964 Millionen Euro für die Kindertagesförderung

Land und Kommunen wenden so viele Mittel für frühkindliche Bildung, Betreuung und Förderung auf wie nie zuvor

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern steuern Land und Kommunen bei den Ausgaben für die Kindertagesförderung auf einen neuen Rekord zu. Nach vorläufiger Berechnung auf Grundlage der Abschlagszahlungen finanzieren Land und Kommunen die Kindertagesförderung in diesem Jahr mit 964 Millionen Euro. Im Jahr 2024 waren es insgesamt 936 Millionen Euro. „Land und Kommunen wenden in diesem Jahr so viele Mittel für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Förderung auf wie nie zuvor“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Bei uns gibt es keine Wartelisten, jedes Kind erhält einen Platz. Die Kitas bieten eine hohe Verlässlichkeit und längere Öffnungszeiten als anderswo. Das ist für Eltern von großer Bedeutung, weil ihre Kinder gut betreut und gefördert werden. Dennoch werden wir weitere Anstrengungen unternehmen, um in die Gruppengrößen zu investieren“, so Oldenburg.

Der Anteil des Landes bei der Kindertagesförderung ist in diesem Jahr auf 55,2 Prozent gestiegen, so ist es im Kindertagesförderungsgesetz vorgesehen. Das sind knapp 533 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr lag der Landesanteil bei 54,5 Prozent. Die Kommunen stellen in diesem Jahr voraussichtlich 432 Millionen Euro bereit. Im bundesweiten Vergleich ist Mecklenburg-Vorpommern damit das Bundesland, in dem die Landesregierung im Vergleich zu den Kommunen den höchsten Anteil der öffentlichen Ausgaben für die Kindertagesförderung trägt.

„Allein für die Beitragsfreiheit, die ausschließlich vom Land finanziert wird, wendet die Landesregierung über 230 Millionen Euro pro Jahr auf“, erläuterte die Bildungsministerin weiter. „Seit sechs Jahren sind Krippe, Kindertagespflege, Kita und Hort für Eltern gebührenfrei. Das ist der größte sozialpolitische Erfolg und ein echter Beitrag zur Chancengleichheit. Wir haben den Familien das Versprechen gegeben, dass Kita und Hort beitragsfrei bleiben. Darauf können sich Eltern verlassen.“

Mit den höheren Ausgaben finanzieren Land und Kommunen den Betrieb der Einrichtungen und Qualitätsmaßnahmen. „Hierzu zählen die neue Fachkraft-Kind-Relation von 1:14 und der Mindestpersonalschlüssel. Außerdem ist die Beschäftigung von 1.200 zusätzlichen Fachkräften möglich, die zum Teil schon eingestellt worden sind“, erläuterte Oldenburg. „Auszubildende zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher für 0- bis 10-Jährige erhalten eine höhere Vergütung. Außerdem sind durch unsere Fachkräfteoffensive die Rechte der Assistenzkräfte gestärkt worden. So können zum Beispiel Sozialassistentinnen und Sozialassistenten, die über eine mindestens dreijährige Praxiserfahrung verfügen, kleinere Gruppen eigenständig leiten und damit auch die Randzeitenbetreuung übernehmen“, so die Ministerin weiter.

Im Forum „Gute Kita 2030“ beraten die Landesregierung, die öffentlichen und freien Kita-Träger, Gewerkschaften, Verbände und der Kita-Landeselternrat, wie bei sinkenden Geburtenzahlen, bei schwierigen Haushaltslagen in Kommunen und im Land die Kindertagesförderung gesichert und weiter qualitativ verbessert werden kann. Bis zum Sommer des kommenden Jahres sollen erste Ergebnisse vorgelegt werden. „Die Kindertagesförderung hat viele Partnerinnen und Partner. Unser gemeinsames Ziel ist es, auch in Zukunft kindgerechte, familienfreundliche und pädagogisch starke Kitas mit einer hohen Qualität zu gestalten.“

In Mecklenburg-Vorpommern besuchen in diesem Jahr 114.067 Kinder eine Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Kinder in der Tagesbetreuung um 2,2 Prozent gesunken und die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen um 9,3 Prozent. Aktuell besuchen 112.302 Kinder eine Kindertageseinrichtung, 1.765 Kinder werden bei Kindertagespflegepersonen betreut und gefördert.

Einsatz an den Feiertagen

Drese dankt Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich für ihren Einsatz an den Feiertagen

Schwerin – Anlässlich der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage richtete Gesundheits- und Sozialministerin Stefanie Drese ihren ausdrücklichen Dank an alle Menschen, die auch an diesen Tagen im Einsatz sind, um andere zu unterstützen, zu pflegen und zu versorgen. „Während viele von uns die Feiertage im Kreis der Familie verbringen, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialbereich ihre Weihnachtszeit in den Dienst der Gesellschaft. Dieser Einsatz ist alles andere als selbstverständlich und verdient ausdrücklich unseren höchsten Respekt und Dank“, betonte die Ministerin heute.

Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Rettungsdienst und den Leitstellen, in der mobilen Pflege, in sozialen Einrichtungen oder in der Betreuung: „All diese Menschen erbringen ein persönliches Opfer, damit wir besinnlich, sicher und umsorgt feiern können und ich würde mir wünschen, dass wir das gesellschaftlich auch wieder stärker anerkennen würden“, so Drese. Denn zum Fest wie auch an allen anderen Tagen im Jahr übernehmen die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich tagtäglich Verantwortung für andere– und das häufig unter hoher körperlicher und seelischer Belastung.

Dennoch würden die Beschäftigten ihren anvertrauten Menschen regelmäßig nicht nur fachlich zur Seite stehen, sondern auch Nähe, Trost und Zuversicht schenken. „Denn für viele von Ihnen ist es nicht einfach nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Und gerade zur Weihnachtszeit ist das eine große Stütze für die Patientinnen und Patienten, die Pflegebedürftigen oder Hilfssuchenden, die auf Ihre Arbeit angewiesen sind“, weiß die Ministerin.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen, die über Weihnachten und den Jahreswechsel Dienst leisten, wünschte Drese deshalb viel Kraft, Gesundheit und Zuversicht. „Ich hoffe sehr, dass sie trotz aller Anforderungen auch Momente der Ruhe finden und spüren, wie sehr ihre Arbeit geschätzt wird. Ihnen aber auch Ihren Familien gilt mein herzlicher Dank – nicht nur an den Feiertagen, sondern das ganze Jahr über.“

ELER-Förderprogramm für Kleinstädte Ende 2025 abgeschlossen

Schwerin – Das ELER-Förderprogramm „Nachhaltige Entwicklung von kleinstädtisch geprägten Gemeinden im ländlichen Raum“ wird zum Jahresende 2025 abgeschlossen. Das Programm war 2017 mit der Richtlinie LEFDRL M-V im Rahmen der ELER-Förderperiode 2014-2022 in Zuständigkeit des Bauministeriums aufgelegt worden. Insgesamt konnten 67 Projekte in 41 Gemeinden mit rund 58 Millionen Euro aus Mitteln der EU unterstützt werden.

„Mit dem Abschluss des ELER-Programms ziehen wir eine ausgesprochen positive Bilanz. In ganz Mecklenburg-Vorpommern konnten wir kleinstädtischen Gemeinden spürbare Impulse geben – für moderne Schulen und Kitas, lebendige Ortskerne und eine zukunftsfeste Daseinsvorsorge. Die 67 geförderten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie europäische Mittel direkt vor Ort wirken und Lebensqualität in den ländlichen Räumen stärken. Ich freue mich, dass wir als Land diesen erfolgreichen Weg in der neuen Förderperiode gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium fortsetzen können“, so Bauminister Christian Pegel.

Der ELER ist die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und konzentriert sich auf die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete. Das Hauptziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu steigern, natürliche Ressourcen zu schützen und eine ausgewogene räumliche Entwicklung zu fördern. Kleinstädte, die zwischen 5.000 und 20.000 Einwohner haben und oft als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen fungieren, können von dem Programm profitieren.

Förderfähig sind in diesem Programm der Neubau und die Sanierung von Gemeinbedarfseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Begegnungszentren, Mehrgenerationenhäusern, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Gesundheitseinrichtungen. Auch historisch wertvolle und orts-bildprägende Gebäude, historische Ortskerne sowie öffentliche Straßen, Wege, Plätze sowie Parks und Grünflächen können mit diesen Programmmitteln saniert werden.

Folgende Projekte wurden beispielsweise durch das Bauministerium gefördert:

  • Sanierung und Nutzbarmachung der denkmalgeschützten und einsturzgefährdeten Remise im Schloss Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg (Gesamtkosten: 2,37 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 1,18 Millionen Euro, Kofinanzierung: 393.000 Euro)
  • Erschließung und Freianlagengestaltung am Schulcampus Zarrentin im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Gesamtkosten: 4,91 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 3,57 Millionen Euro, Kofinanzierung: 1,19 Millionen Euro)
  • Sanierung des Schulhofes der Kooperativen Gesamtschule Altentreptow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Gesamtkosten: 923.000 Euro, davon ELER-Mittel: 535.000 Euro, Kofinanzierung: 178.000 Euro)
  • Neubau des Feuerwehrgerätehauses Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Gesamtkosten: 4,93 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 2,96 Millionen Euro, Kofinanzierung: 987.000 Euro)
  • Gestaltung der Grünfläche zum Stadtteilpark Putbus im Landkreis Vorpommern-Rügen (Gesamtkosten: 190.000 Euro, davon ELER-Mittel: 119.000 Euro, Kofinanzierung: 40.000 Euro)
  • Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes Kröpelin im Landkreis Rostock (Gesamtkosten: 1,28 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 959.000 Euro, Kofinanzierung: 320.000 Euro)

Folgende Kommunen wurden bis 2025 gefördert: Im Landkreis Vorpommern-Rügen Binz, Marlow, Putbus; im Landkreis-Vorpommern-Greifswald Eggesin, Jarmen, Loitz, Strasburg, Torgelow; im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Altentreptow, Burg Stargard, Dargun, Friedland, Malchin, Malchow, Penzlin, Stavenhagen, Röbel; im Landkreis Ludwigslust-Parchim Crivitz, Grabow, Lübz, Sternberg, Wittenburg, Zarrentin; im Landkreis Rostock Bützow, Kröpelin, Kühlungsborn, Neubukow, Sanitz, Schwaan, im Landkreis Nordwestmecklenburg Gadebusch, Rehna und Schönberg.

In der neuen ELER-Förderperiode 2023-2027 wird die Entwicklung des ländlichen Raums in den oben genannten Kommunen durch das Landwirtschaftsministerium gefördert.