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Tag: 21. Januar 2026

Schwesig: Es ist der Einsatz vor Ort, der unsere Gesellschaft zusammenhält

Zarrentin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hob in ihrem Grußwort auf dem Neujahrsempfang der Stadt Zarrentin die Bedeutung des kommunalen Engagements hervor: „Es ist der Einsatz vor Ort, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Überall gebe es Menschen, die sich für andere, für die Gemeinschaft stark machten.

Auch dank dieses kommunalen Engagements habe Zarrentin an Attraktivität gewonnen: „Der neue SchulCampus ist ein Schmuckstück. Wir haben damit gemeinsam ein großes Projekt gestemmt: mit 23 Millionen Euro Förderung des Landes, des Bundes und der Europäischen Union aus verschiedenen Bereichen.“ Auch die neue Schalsee-Kita, die im September eingeweiht wurde, habe das Land gefördert. Sie bedanke sich bei Bürgermeister Klaus Draeger und Landrat Stefan Sternberg für die gute Zusammenarbeit.

Mit Blick auf das kommende Jahr sagte sie: „Ich weiß, wie schwierig die Finanzlage vieler Kommunen in unserem Land ist. Mit den knapp 2 Milliarden Euro, die Mecklenburg-Vorpommern aus dem Sondervermögen Infrastruktur erhält, können Land und Kommunen gemeinsam in die Zukunft des Landes investieren. Wir verbessern die finanzielle Situation der Kommunen auch über den kommunalen Finanzausgleich. Davon profitiert Zarrentin ganz erheblich“, betonte die Ministerpräsidentin.

Am Ende der Rede erinnerte Schwesig: „Freiheit und Demokratie sind die Errungenschaften, die sich die Menschen in der DDR im Herbst 1989 erkämpft haben.“ Sie fügte an: „Gerade hier in der Region wissen die Menschen Freiheit zu schätzen. Und wenn wir heute an die kommenden Generationen denken, dann es ist unsere wichtigste gemeinsame Aufgabe, diese Werte zu bewahren. Damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in Freiheit, Demokratie und in Frieden leben können.“

Symposium für „Digitale Staatsmodernisierung“

Schwerin – Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern veranstaltete heute im Schloss Hasenwinkel ein Symposium für „Digitale Staatsmodernisierung“.

Wie kann der Staat bürgernäher werden und mit digitalen Methoden mehr entlasten? Wie kann die Handlungsfähigkeit im Fachkräftemangel erhalten bleiben? Wie kann der notwendige Kulturwandel in der staatlichen Verwaltung vorangetrieben werden? Und wie gelingt digitale Staatsmodernisierung im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Symposiums.

Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung, betonte in seinem Vortrag: „Wichtig ist, dass wir mutig den Kulturwandel im Staat voranbringen. Unser Ziel ist, dass der Staat zunehmend entlastend und nicht so bürokratisch belastend wie in der Vergangenheit auftritt. Dass er bürgernäher wird. Dazu brauchen wir eine enge Partnerschaft mit den Kommunen und der digitalen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpom-mern. Ein gutes Beispiel für die digitale Staatsmodernisierung ist der von Mecklenburg-Vorpommern entwickelte digitale Bauantrag, der in-zwischen von fast allen Bundesländern genutzt wird. So verstandene Digitalisierung ist für uns nicht nur das nächste Innovationsprojekt, sondern der Ausgangspunkt für den Paradigmenwechsel hin zur Staats-modernisierung.“

Im Anschluss an den Beitrag von Minister Dr. Geue hat Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank einen Impuls gegeben: „Staatsmodernisierung und Bürokratieentlastung bilden zwei Seiten derselben Medaille. Indem wir beides gemeinsam entschlossen und zielgerichtet vorantreiben, stärken wir Staat und Wirtschaft gleicher-maßen nachhaltig. Eine schnelle und effektive öffentliche Verwaltung wird zunehmend zum echten Standortfaktor.“

Anschließend gaben ausgewählte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft Einblicke in ihre Perspektiven und Erfahrungen. Als Gastredner waren Prof. Dr. Kurt Sandkuhl (Universität Rostock), Torsten Hecht (Co-mIn), Christian Langbehn (u+i interact) und Welf Wustlich (Planet AI) vor Ort. Im Anschluss nutzen die Gäste die Gelegenheit zum fachlichen Netzwerkaustausch und Besichtigung der Infostände.