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Tag: 23. Januar 2026

DRK ist neuer Träger des Frauenschutzhauses Güstrow

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt dankt dem Arche-Verein für die professionelle Arbeit und den reibungslosen Übergang.

Güstrow – „Mit dem Deutschen Roten Kreuz übernimmt ein erfahrener, verlässlicher und im sozialen Bereich hervorragend aufgestellter Träger diese wichtige Aufgabe. In Zusammenarbeit zwischen Arche e.V., dem DRK Kreisverband Güstrow e.V., der Stadt Güstrow und dem Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz wurde dieser Trägerwechsel intensiv vorbereitet. Ich freue mich, dass der Prozess für die schutzsuchenden Frauen und ihre Kinder erfolgreich abgeschlossen und somit die Zukunft des Hauses gesichert werden konnte.

Ich danke dem langjährigen Träger Arche e.V. für sein großes Engagement und dafür, dass der Übergang reibungslos und professionell war. Der Schutz für von Gewalt betroffenen Frauen duldet keine Auszeit“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich des offiziellen Betreiberwechsels des Frauenschutzhauses Güstrow.

„Frauenschutzhäuser bieten von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern in akuten Krisensituationen Schutz, Sicherheit und Perspektiven. Sie bieten vor allem auch den Kindern ein Stück Normalität. Außerdem sind sie ein zentraler Bestandteil des spezialisierten Beratungs- und Hilfenetzes und leisten weit mehr als die Bereitstellung einer sicheren Unterkunft. Die Mitarbeiterinnen begleiten die Betroffenen psychosozial, beraten in komplexen Lebenslagen und geben Halt auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben. Auch wenn die Plätze in den Frauenschutzhäusern begrenzt und die Kapazitäten oftmals ausgeschöpft sind, so ist jeder hilfesuchenden Frau stets Hilfe angeboten worden“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert ein flächendeckendes spezialisiertes Hilfe- und Beratungsnetz für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Das Frauenschutzhaus Güstrow ist seit 1991 Anlaufpunkt für Frauen, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen. 21 Plätze stehen hier zur Verfügung. Der Verein Arche e.V. wird als Förderverein das Frauenhaus in Güstrow weiterhin unterstützen.

Erstmals in MV – Fachmesse SuperStay LIVE in Rostock eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Mecklenburg-Vorpommern ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland – und zugleich das Bundesland mit den meisten Ferienwohnungen.“

Rostock – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute die Fachmesse SuperStay LIVE in der HanseMesse Rostock eröffnet. Die Fachmesse für Ferienimmobilien findet vom 23. bis 25. Januar 2026 erstmals in Norddeutschland statt und richtet sich an Fachleute, Investoren, Architektinnen und Architekten sowie Vermieterinnen und Vermieter.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktives Reiseziel. Als starke Urlaubsregion sind wir im nationalen und internationalen Wettbewerb gut aufgestellt – dank einer Vielzahl an Angeboten für unsere Gäste und einer breit aufgestellten Tourismusbranche. Das zeigt sich auch daran, dass Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den meisten Ferienwohnungen in Deutschland ist. Die Übernachtungszahlen in den Unterkünften wachsen kontinuierlich weiter. Der Ferienwohnungsmarkt ist stark nachgefragt und sowohl für Gäste als auch für Vermieter attraktiv“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Jahr 2024 entfielen rund 26 Prozent aller Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern auf Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Insgesamt wurden 2024 landesweit 32,9 Millionen Übernachtungen registriert, davon rund 8,6 Millionen im Segment der Ferienunterkünfte. Auch die aktuellen Zahlen bestätigen die positive Entwicklung: Von Januar bis Oktober 2025 wurden rund 1,4 Millionen Ankünfte in Ferienhäusern und -wohnungen verzeichnet, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg im selben Zeitraum um 5,1 Prozent auf 8,3 Millionen.

„Ferienimmobilien leisten einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung. Der Ferienhausmarkt in Deutschland hat allein im Jahr 2022 durch Mieteinnahmen einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro erzielt. Und auch für Mecklenburg-Vorpommern ergänzt dieses Segment sowohl wirtschaftlich als auch strukturell unser Urlaubsangebot“, so Minister Dr. Blank.

Die SuperStay LIVE wird von der inRostock GmbH gemeinsam mit dem Kooperationspartner AppMe GmbH veranstaltet. Ziel der Messe ist es, privaten wie professionellen Vermieterinnen und Vermietern praxisnahe Informationen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich erfolgreiche Vermietung bereitzustellen.

In Rostock präsentieren sich rund 100 Aussteller mit innovativen Technologien und Lösungen sowie einem vielfältigen Vortragsprogramm mit Branchenexperten. Private und professionelle Vermieter können sich über aktuelle Trends informieren, Expertenwissen aus der Tourismusbranche sammeln und in der Networking Lounge Kontakte knüpfen.

„Die SuperStay LIVE bietet eine wichtige Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer. Sie trägt damit zur weiteren Professionalisierung der Branche und zur Stärkung des Tourismusstandortes Mecklenburg-Vorpommern bei“, betonte Minister Dr. Blank. „Ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg, den Ausstellern zahlreiche konstruktive Gespräche und den Besucherinnen und Besuchern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Angebote.“

35 Jahre Stahlbau Stieblich

Erfolgreicher Mittelstand aus Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow – Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Stahlbau Stieblich GmbH hat Staatssekretär Jochen Schulte die besondere Bedeutung des Unternehmens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Seit der Gründung Anfang der 1990er-Jahre habe sich das Familienunternehmen aus Güstrow zu einem international gefragten Spezialisten im Stahl- und Hallenbau entwickelt.

„Stahlbau Stieblich steht beispielhaft für den leistungsfähigen Mittelstand in unserem Land: regional verwurzelt, innovativ, international erfolgreich und mit hoher Wertschätzung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Schulte. Das Unternehmen überzeuge nicht nur durch hochwertige Bauprojekte im In- und Ausland, sondern auch durch sein Engagement in der Ausbildung sowie durch zukunftsorientierte Forschungsprojekte, etwa zur energieautarken Produktionshalle in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut.

Als Arbeitgeber und Innovationstreiber leiste Stahlbau Stieblich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. „Unternehmen wie dieses zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern über starke Hidden Champions verfügt, die auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen und Perspektiven schaffen“, so Schulte abschließend.

Aufklären statt verurteilen

Backhaus und Trunk beim Schweinezuchtbetrieb in Siedenbollentin

Siedenbollentin – Nach dem Brand in einer Schweinezuchtanlage in Siedenbollentin haben Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Karsten Trunk, heute den betroffenen Betrieb von Landwirt Dirk Andresen besucht. Ziel des Termins war es, sich vor Ort ein eigenes Bild von der Situation zu machen, mit dem Betriebsinhaber ins Gespräch zu kommen und die aktuelle Lage der Tierhaltung sachlich einzuordnen.

„Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern steht nicht unter Generalverdacht. Wer investiert, modernisiert und nach geltenden Standards arbeitet, verdient Rückhalt und eine faire, fachliche Bewertung – gerade in Krisensituationen. Unser Maßstab ist nicht die schnelle Schlagzeile, sondern Recht, Fachlichkeit und Verantwortung gegenüber Menschen und Tieren“, betonte Minister Backhaus zu Beginn des Besuchs.

Der Minister verwies darauf, dass Tierhaltungsbetriebe im Land klaren rechtlichen Vorgaben unterliegen. Maßgeblich sind dabei unter anderem die landesrechtlichen Vollzugs- und Auslegungsregelungen zur Brandschutzvorsorge in Tierhaltungen, die zuletzt in Form der Brandschutz-Richtlinie im Amtsblatt Mecklenburg-Vorpommern Nr. 47/2024 konkretisiert wurden. Sie gibt den zuständigen Behörden verbindliche Leitlinien für Genehmigung, Kontrolle und Bewertung moderner Tierhaltungsanlagen zur Verhütung von Bränden und Minimierung von Verlusten und Schäden.

„Diese Regeln gelten für alle Betriebe – und sie gelten auch hier. Deshalb ist es wichtig, Vorwürfe nicht pauschal zu erheben, sondern sorgfältig aufzuklären, einzuordnen und fair zu bewerten. Genau darum geht es bei diesem Besuch“, so Backhaus.

Der Betrieb in Siedenbollentin wird seit 2022 von Dirk Andresen geführt. In den vergangenen Jahren wurden rund 1,4 Millionen Euro in die Modernisierung investiert, unter anderem in das Deckzentrum und die Abferkelbuchten. Der Betrieb erfüllt bereits heute Standards, die bundesweit erst ab 2029 oder später verbindlich gelten sollen. Aktuell hält der Betrieb 1.100 Sauen, die Genehmigung nach Bundesimmissionschutzgesetz wurde für 1.800 Sauen erteilt. Der Betrieb hat den Bestand im Zuge der Modernisierung und im Sinne des Tierwohls um 30 Prozent reduziert.

Zum jüngsten Brand erläuterte der Minister, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen seien und als Ursache ein blockiertes Lager in einer Lüftungsanlage festgestellt wurde. Die elektrische Verkabelung der Anlagen war durch zertifizierte Fachfirmen ausgeführt worden; Beanstandungen wurden nicht festgestellt. Die Brandstelle ist freigegeben, weitere ergänzende Untersuchungen sind angekündigt. Der Betriebsinhaber unterstützt die vollständige Aufklärung ausdrücklich.

Bauernpräsident Karsten Trunk mahnte in diesem Zusammenhang zu mehr Sachlichkeit in der öffentlichen Debatte: „Brände sind für jeden Betrieb ein schwerer Einschnitt – wirtschaftlich wie emotional. Wer nach solchen Ereignissen pauschal verurteilt, hilft weder dem Tierwohl noch der Zukunft der Tierhaltung im Land.“

Im anschließenden Pressegespräch machten Minister Backhaus und Bauernpräsident Trunk deutlich, dass moderne Tierhaltung, Investitionen in Tierwohl und verlässliche politische Rahmenbedingungen zusammengehören. Zugleich sei klar: Der Schutz von Tieren, die Sicherheit von Anlagen und das Vertrauen der Gesellschaft seien zentrale Voraussetzungen für die Zukunft der Nutztierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern.