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Tag: 31. Januar 2026

Prävention und Gesundheitsförderung

Drese kündigt mehr Prävention und Hilfen zur Gesundheitsförderung und Bekämpfung von Suchterkrankungen an

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat eine deutliche Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention im Land angekündigt. Vor allem im Bereich der Suchtproblematiken seien Aufklärung, Vorbeugung und Intervention enorm wichtig, sagte Drese am Freitag in einer Landtagsdebatte zum Thema Sucht.

Drese betonte, dass jeder zehnte Deutsche ein Suchtproblem hat. In MV sei dieser Anteil noch höher. „Insbesondere bei der Alkoholsucht sind die Erkrankungszahlen bei uns im Land überdurchschnittlich und dramatisch“, sagte Drese.

Sucht sei eine chronische Krankheit mit gravierenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Suchtkranken selbst und – gerade mit Blick auf Familien mit Kindern – deren Umfeld. „Mich treiben die damit verbundenen Schicksale der betroffenen Menschen um – vor allem wenn Kinder unmittelbar oder mittelbar betroffen sind“, so Drese.

„Wir müssen Problematiken klar benennen, eine Kultur des Hinsehens und nicht des Wegduckens fördern, Hilfestrukturen anbieten und auch neue Wege bei der Bekämpfung von Drogen und Sucht gehen“, verdeutlichte Drese. Das Land habe deshalb in den vergangenen Jahren, und nochmals verstärkt seit der Teillegalisierung von Cannabis, enorme Anstrengungen für eine präventionsgeleitete Suchtpolitik unternommen.

„Mit dem neuen Landeshaushalt erhöhen wir die Mittel für Maßnahmen im Bereich der Suchtprävention um fast 15 Prozent. Und wir stärken unsere Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen, LAKOST, um mehr Prävention in der Fläche, etwa in Schulen zu gewährleisten“, so die Ministerin.

Ein großer Erfolg ist aus Sicht von Drese, dass 50 zusätzliche Suchtpräventionsfachkräften ausgebildet werden, die zukünftig vorbeugende Maßnahmen im ganzen Land, z.B. in Schulen oder Sportvereine umsetzen werden. Die Verstetigung dieser Ausbildung und die Öffnung des Programms für verschiedene Professionen werden auch in der neuen Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention ausdrücklich empfohlen.

Drese: „Wir haben dort unter Beteiligung vieler Akteurinnen und Akteure zahlreiche Maßnahmen entwickelt. Für die Umsetzung der Strategie stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird die Umsetzung der Landesstrategie zum größten Präventionsprogramm in der Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehört auch der Aufbau einer digitalen Suchtberatung durch die Einführung der DigiSucht-Plattform ab 2026.“